Wort Gottes...


Buch

78


B.D. NR.

7328 – 7461


empfangen in der Zeit vom 7.4.1959 – 22.11.1959


Bertha Dudde


B.D. NR. 7328 - 7.4.1959

Zweifel der Jünger Jesu nach der Festnahme...

Als Ich zur Richtstätte geführt wurde, verließen Mich die Meinen, denn da Ich Mich gefangennehmen ließ, war in ihnen der Glaube an Meine Göttlichkeit, an Meine Macht und Stärke, geschwunden, und sie betrachteten Mich als einen schwachen Menschen, über den die Schergen Gewalt hatten...

Es war dies die stärkste Glaubensprobe, die den Meinen auferlegt wurde, und sie versagten, denn nicht einer war unter ihnen, der Meine eigentliche Mission recht erkannte und Verständnis hatte für die Vorgänge, die notgedrungen folgen mußten, wollte Ich Meine Mission zu Ende führen. Aber diese schwere Erprobung mußte sein, auf daß die Meinen danach desto fester glaubten, als Ich ihnen erschien nach Meiner Auferstehung. Sie standen noch so unter dem Banne Meiner Wundertaten, daß sie es nicht zu fassen vermochten, daß Ich Mich willenlos und widerstandslos in die Hände Meiner Feinde gab; sie konnten es nicht begreifen, daß Ich nicht Gebrauch machte von Meiner Kraft und Macht, und sie begannen daher ernstlich zu zweifeln an Mir, wenngleich dies kein Dauerzustand zu sein brauchte. Aber Ich wollte, daß sie bald wieder Kräftigung ihres Glaubens erfuhren; Ich wollte, daß sie nicht lange in diesem Zweifelszustand verbleiben sollten, der sie in großes seelisches Elend versetzt hatte und sie Mich daher dauerten in ihrer Not. Darum also mußten sie ungewöhnlich gestärkt werden, und das konnte nur geschehen, indem Ich ihnen wieder erschien und ihnen persönlich den Trost und die Stärke brachte, deren sie bedurften. So schwach also sind die Menschen, solange sie sich noch in der Gewalt Meines Gegners befinden, denn Meine Jünger waren voll der Erkenntnisse, sie waren immer in Meiner Gegenwart gewesen und hatten so viele Beweise Meiner Göttlichkeit erlebt, daß sie wahrlich nicht mehr hätten zweifeln dürfen...

Und dennoch versagten sie, weil sie noch nicht gänzlich erlöst waren bis zu Meinem Erscheinen, das ihnen nun des Lichtes in Fülle brachte und sie endgültig befreite aus der Fessel Meines Gegners, der ihren letzten Unglauben noch für sich auszunützen suchte und die Meinen in große Ängste versetzte...

Doch Mein Erscheinen befreite sie endgültig von ihm...

Ich hatte gesiegt über den Tod und konnte also auch den Meinen das volle Leben geben nach Meiner Auferstehung. Und so auch ist der schwache Glaube eines jeden Menschen ein Zeichen, daß Mein Gegner sich immer noch einschaltet, und es ist nötig, daß Ich zu einem jeden einzelnen komme, der noch schwachen Glaubens ist... weshalb ihr alle Mir die Tür eures Herzens öffnen sollet, auf daß Ich eintreten kann, wenn ihr euch in Ängsten der Seele befindet und nötig Trost und Stärkung brauchet...

Richtet eure Blicke dann nur immer hin zum Kreuz, richtet sie hin zu Mir, eurem göttlichen Erlöser Jesus Christus, und öffnet Mir so die Tür zu euch, und ihr werdet wahrlich Trost und Stärkung empfangen, denn Ich will euch allen den Glauben stärken, die ihr noch schwach seid und zweifelt, daß Ich für euch der beste und gütigste Vater bin, Der euch den Händen des Gegners entreißen will, gleichwie Ich Meinen Jüngern erschienen bin, um auch euch zu stärken an Leib und Seele, um euren Glauben zu festigen an Meine Macht und Kraft und Herrlichkeit, die nie vergehen werden bis in alle Ewigkeit...

Amen


B.D. NR. 7329 - 8.4.1959

Gegenwart Gottes schützt vor dem Gegner...

Eines nur ist nötig... daß ihr euch nicht absondert von Mir. Solange ihr mit Mir verbunden bleibt in Gedanken, durch Liebewirken oder inniges Gebet, seid ihr auch geschützt gegen alle Anfechtungen des Feindes eurer Seelen. Sowie ihr aber die Bindung mit Mir lockert, ist er an eurer Seite, und es ist dann oft nicht leicht, ihn wieder abzudrängen, weil ihr schwach seid ohne Mich. Darum lasset diese Schwäche nicht erst aufkommen, bleibet immer mit Mir verbunden, und ihr werdet ihn jederzeit abwehren können, weil ihr euch dazu Meiner Kraft bedienet, die euch durchströmt, sowie ihr nur euch Mir angeschlossen habt, also Mein seid durch euren Willen. Sehr oft schon habe Ich euch dies gesagt, doch immer wieder geratet ihr in die Gefahr, ihm zu verfallen, weil ihr Meine Mahnung nicht beachtet und euch nur etwas weiter entfernt von Mir, indem ihr weltliche Gedanken in euch aufkommen lasset oder im geistigen Streben nachlasset, wenn ihr mehr euer irdisches Leben beachtet als das geistige...

Ihr müsset ständig in Meiner Nähe verbleiben, oder auch, ihr müsset Mich ständig zu euch ziehen durch euer Denken und Handeln, ihr müsset in der Liebe leben... denn dann bin Ich immer bei euch... oder im Gebet mit Mir die Bindung herstellen, die euch dann auch sicher schützet vor jeder Annäherung des Feindes. In Meiner Gegenwart wird er euch nicht bedrängen, er kann nicht an euch herantreten, solange Ich neben euch gehe...

Das sollt ihr euch immer wieder vorhalten, daß es keinen besseren Schutz gibt gegen ihn als Mich Selbst, als Meine Gegenwart, über die ihr selbst bestimmet. Ich will euch gegenwärtig sein zu jeder Zeit, Ich will nicht mehr von euch gehen, aber auch ihr müsset dieses Verlangen haben nach Meiner Gegenwart, weil sie dann erst stattfinden kann, nicht aber gegen euren Willen Ich Mich bei euch aufhalte, wenn ihr dieser Meiner Gegenwart Gleichgültigkeit gegenübersetzet...

Nur euer eigenes Verlangen sichert euch Meine Gegenwart, und dieses Verlangen drückt sich immer aus im Liebewirken oder in innigem Gebet oder Gedenken an Mich. Seid ihr Mir aber so tief verbunden, dann brauchet ihr wahrlich nichts zu fürchten, weder geistige noch irdische Bedrängungen, denn über alle diese bin Ich Herr, und Ich schütze wahrlich Meine Kinder davor, die Mir angehören wollen und sich an Mich anschmiegen in ihrer Liebe und ihrem Verlangen nach Meiner Nähe. Immer wieder wird er sich zwar einzuschalten suchen, doch solange ihr Mich im Herzen traget, ist dieses für ihn verschlossen, und er findet keinen Einschlupf, und so verläßt er euch wieder und harret der nächsten Gelegenheit. Darum sollt ihr wachsam sein und euch immer nur an Mich halten, ihr sollt Mich nicht aus euren Gedanken auslassen, ihr sollt euch immer in Liebewerken üben, ihr sollt des öfteren ein Gebet zu Mir emporsenden im Geist und in der Wahrheit...

Ihr sollt nur immer die Bindung mit Mir aufrechterhalten, und ihr werdet wahrlich auch ein leichteres Erdenleben führen können, denn Mein Gegner findet keinen Angriffspunkt, und er kann euch nicht bedrängen, weil immer und überall Ich Selbst ihm entgegentrete und er Mich flieht als das „Licht von Ewigkeit“, Dem er nicht zu begegnen wünscht, weil er Mich nicht als seinen Herrn anerkennen will...

Doch Ich bleibe der Herr auch über ihn, und wahrlich, Ich werde euch schützen vor ihm, wenn ihr nur immer in Meiner Nähe zu verbleiben wünschet, wenn ihr Mein sein wollet jetzt und immer und ewig...

Amen


B.D. NR. 7330 - 9.4.1959

Es gibt keine Tilgung der Schuld ohne Jesus Christus...

Keinem Menschen wird es gelingen, sich aus eigener Kraft zu lösen von Meinem Gegner, ein jeder wird Meine Unterstützung benötigen, weil er selbst kraftlos ist ohne Zuführung der Kraft aus Mir, die er aber nur empfangen kann, wenn er selbst es will, sie also bewußt von Mir anfordert. Darum ist es so bedeutungsvoll im Erdenleben, daß sich der Mensch bewußt bekennt zu Mir in Jesus Christus, darum muß von ihm gefordert werden, daß er selbst Stellung nimmt zu dem Erlösungsproblem, zur Menschwerdung Gottes in Jesus, wie auch zum göttlichen Erlöser Jesus Christus Selbst...

Er muß einmal sich gedanklich entscheiden für oder wider Ihn, will er, daß sein Erdenleben den Erfolg ihm bringt, zwecks dessen er es erhalten hat. Und darum wird er immer wieder daraufhin angesprochen von Mir, es wird ein jeder Mensch hingeführt zum Kreuz, d.h., das Kreuz wird ihm vor Augen gehalten, und der Eindruck, der nun dieses Kreuz auf ihn macht, ist entscheidend für sein ferneres Los in der Ewigkeit. Vielen Menschen wird es vorgehalten, sie sehen auf und wieder weg davon, denn es berührt sie nicht, und eine Gelegenheit zum Bekennen ist vorübergegangen...

Aber das Kreuz wird ihn verfolgen bis zu seinem Tode, immer und immer wieder wird es aufblitzen vor ihm in verschiedenster Form, und er wird selbst auch oft einen Kreuzgang gehen müssen, der aber erst dann für ihn von Nutzen ist, wenn er ihn hinführt zum Kreuz Christi, denn dort fällt die Entscheidung seines Lebens. Und sehr viele Menschen glauben, daß es genüge, an Mich als „Gott und Schöpfer“ zu glauben, und der göttliche Erlöser Jesus Christus ist für sie noch nicht zu einem entscheidenden Begriff geworden...

Dann aber wird er selbst niemals frei werden aus der Fessel Meines Gegners, denn er hat noch keine Sühne geleistet für seine Urschuld, und er wird sie niemals leisten können, wenn er nicht Jesus Christus um Tilgung seiner Schuld bittet. Diesen Weg muß der Mensch unwiderruflich gehen, denn nur dieser Weg führt wieder zu Mir zurück, von Dem er sich einstens freiwillig entfernte...

Und wenn er glaubt, das Ziel seines Lebens auch zu erreichen ohne die Anerkennung Jesu Christi, wenn er glaubt, seine Erdenaufgabe erfüllt zu haben mit nur irdischer Betätigung, so wird er einmal in bitterer Armut im jenseitigen Reich anlangen, schuldbeladen und ohne Kraft, und er wird auch dann nicht eher seiner Schuld ledig werden, bis er zu Jesus Christus gerufen hat um Erlösung...

Er kann nicht frei werden ohne Ihn, er kann nicht zurückkehren zu Mir, ohne Ihn anerkannt zu haben, denn Er und Ich sind eins... in der Hülle des Menschen Jesus war Ich Selbst, und Ich Selbst habe euch Menschen erlöst von Sünde und Tod, Ich Selbst habe für euch die Schuld getilgt. Und wer Ihn anerkennt, der erkennt auch Mich an und wird aufgenommen werden in Mein Reich...

Wer aber an Ihm vorübergeht, der geht auch an Mir vorüber, und sein Los wird sein Finsternis und Qualen wieder endlose Zeiten, bis er einmal sich dazu entschließen wird, zu Jesus Christus zu rufen, auf daß auch ihm dann seine Schuld vergeben werden kann...

Amen


B.D. NR. 7331 - 10.4.1959

Gottes ungewöhnliche Hilfe nach dem Naturgeschehen...

Ein unbeschreibliches Chaos wird sein unter den Menschen, wenn Ich werde gesprochen haben durch die Naturgewalten, denn sie alle werden fürchten, daß sich das Geschehen wiederholen könnte, und darum ruhelos und voller Angst dahinleben, inmitten von Verheerungen, die angerichtet wurden durch die Elemente der Natur und doch durch Meinen Willen, der darin zum Ausdruck kam. Es wird eine schlimme Zeit über die Menschen kommen, eine Zeit, die kaum jemals von den Menschen erlebt wurde, die diese Erde bewohnen. Doch es ist auch die Zeit des Endes, in der alles in einem ungewöhnlichen Ausmaß geschieht, um die Menschen noch zum Erwachen zu bringen. Aber auch das Naturgeschehen wird wieder nur wenige zum Nachdenken veranlassen, während die Mehrzahl der Menschen voller Empörung jeglichen Glauben an einen Gott und Schöpfer verwirft, Der solche Zerstörungen zuläßt, wie sie allen ersichtlich sind. Doch keiner bedenket, wie er selbst sich verhält oder verhalten hat zuvor zu Gott, zu Mir, Den sie auch nur im Munde führten, ohne aber lebendig an Mich zu glauben oder in Verbindung getreten zu sein mit Mir...

Und wenige nur wenden sich in ihren großen Nöten nun an Mich, aber diese wenigen werden Meine Hilfe auch sichtbar zu spüren bekommen, ihnen will Ich beistehen so offensichtlich, daß sie noch bestärkt werden in ihrem Glauben an eine Macht, Die ihr Schicksal in Händen hält...

Es geschieht alles nur, um die Menschen die Bindung finden zu lassen mit Mir, aber es werden immer nur wenige sein, denen auch das Kommende zum Segen gereichen wird, denn die Menschen sind schon zu sehr Meinem Gegner verfallen, als daß sie sich nun Mir zuwendeten und sich Meine Hilfe erbitten würden. Und darum kann Ich Mich auch ihnen nicht offenbaren, was Ich aber ganz gewiß tun werde denen gegenüber, die dann zu Mir flüchten in ihrer Not. Die Schwere des Leidens wird viele inniger beten lassen, und also auch wird die Erfüllung ihrer Gebete für Mich leicht möglich sein, weil der Glaube an einen Gott, Der helfen kann, ersichtlich ist und weil sie Mich dann auch so bestürmen, daß Ich ihnen wahrlich zu Hilfe komme in ihrer Not. Und dann ist auch viel Gelegenheit für Meine Diener, Mein Wort den Menschen zuzuleiten, das aufgenommen werden wird mit einem Hunger, wie er nur selten wird zu finden sein. Die Ungläubigen aber werden desto haßerfüllter sein denen gegenüber, die Mein Wort predigen, wie auch, die Meine Hilfe sichtlich erfahren...

Aber sie werden sich nicht bekehren lassen, sondern durch ihre Lieblosigkeit nur die Zugehörigkeit zu Meinem Gegner bezeugen und offensichtlich Mir und Meiner Liebe widerstehen, die auch sie gewinnen möchte, aber keinen Zugang findet zu ihnen. Die Not wird groß sein und doch nicht hoffnungslos, weil immer Ich im Gebet angegangen werden kann um Abhilfe und weil Ich ein rechtes Gebet erhören werde, um Mich Selbst denen zu offenbaren, die nicht ganz Meinem Gegner verfallen sind. Aber es muß den Menschen frei bleiben, Mich anzurufen, und darum muß alles geschehen im Rahmen des Naturmäßigen, doch leicht erkennbar den Menschen, die noch einen Funken Glauben in sich haben und denen Ich Mich auch zu erkennen geben werde, auf daß ihr Glaube nicht verlorengehe, sondern zunehme an Kraft und Stärke. Die Zeit liegt vor euch, und ihr könnet sie nicht abwenden, weil ihr selbst euch nicht bemüht, andere Wege einzuschlagen, und weil ihr selbst durch euer Wesen und Handeln die Zeit zur Reife bringet... weil ihr selbst das Ende beschleunigt durch eure Gesinnung und weil die Zeit erfüllet ist, die euch zugebilligt wurde zum Ausreifen eurer Seelen...

Amen


B.D. NR. 7332 - 11.4.1959

Gottes Gegenwart und Hilfe setzt bewußte Bindung voraus...

In unverminderter Liebe begleite Ich euch vom Beginn eurer Verkörperung als Mensch bis zu eurem Tode. Doch bewußt wird euch Meine Begleitung erst, wenn ihr selbst diese wollet, wenn ihr selbst aus eigenem Antrieb die Bindung herstellt mit Mir, weil Meine Liebe euch nicht zwingen darf und darum sich zurückhält, wenn dieses Begehren nach Meiner Gegenwart euch fehlt...

Solange seid ihr aber auch in Gefahr, daß euer Erdenleben ein Leerlauf bleibt, denn erst, wenn ihr mit Mir gemeinsam hindurchgeht, trägt es euch Erfolg ein für eure Seele. Offensichtlich also kann Ich nicht auf euch einwirken ohne jene bewußte Bindung mit Mir. Da Meine Liebe aber unendlich ist, bedient sie sich anderer Mittel, die also einen Liebezwang ausschließen und dennoch zum Verlangen nach Meiner Gegenwart führen können. Und solche Mittel sind Leiden und Schmerzen aller Art, Kummer und Not, Unglücksfälle und Katastrophen, die so groß sind, daß sie von Menschen nicht gemeistert werden können und unwillkürlich hindrängen zu Dem, Der Herr ist über alles...

Der die Macht hat, alles abzuwenden, Der aber darum angegangen werden will. Es muß zwar immer ein kleiner Glaube an Ihn vorhanden sein, ansonsten der Mensch sich nicht eines Gottes und Schöpfers erinnern wird, sondern in seiner Glaubenslosigkeit noch mehr gestärkt wird. Wo aber noch ein geringer Glaube vorhanden ist, dort kann durch Leid und Kummer noch viel erreicht werden, geht doch dann der Mensch den Weg zu Mir, um sich von Mir Hilfe zu erbitten. Und dann also stellt er die Bindung her, und ein Einwirken Meinerseits ist Mir nun gestattet, weil sein freier Wille ihn zu Mir führt, der Mir das Recht gibt Meinem Gegner gegenüber, der ein gleiches Recht hatte auf die Seele, aber das Recht an Mich abgeben muß, wenn der Mensch selbst zu Mir kommt und die Bindung mit Mir freiwillig angeknüpft hat. Und Ich nütze nun diese Bindung wahrlich gut aus, indem Ich dem Menschen helfe, aus seiner Not herauszufinden, und Mich dann auch immer wieder ihm in Erinnerung bringe, so daß er Mich sicher nicht mehr ganz aufgeben wird, wenngleich die Gefahr besteht, daß er nach überstandener Not wieder gleichgültiger wird Mir gegenüber. Aber sein Glaube an Mich hat doch eine Stärkung erfahren, und er wird immer wieder einsetzen, wenn neue Not über ihn kommt, um ihn zu bewahren vor dem Fall in die Tiefe. Es sollen die Menschen nur immer wissen, daß Einer ständig zur Hilfe bereit ist und sie sollen sich diesem Einen anvertrauen in jeder Not...

Je inniger nun die Hingabe ist an Mich in solchen Zeiten der Not, desto bereitwilliger stehe Ich ihm nun zur Seite, weil Meine Liebe nicht nachläßt, sondern stets mehr Mein Kind erfaßt, das sich erfassen läßt von Mir, seinem Gott und Vater von Ewigkeit...

Meine Liebe wird den Menschen verfolgen bis zu seinem Lebensende und immer geduldig des Momentes harren, wo Mich das Kind braucht, um einzugreifen in Stunden höchster Not, wenn nur ein Gedanke zu Mir dringt, wenn nur ein Hilferuf Mein Ohr berührt, dem Ich ganz sicher Gehör schenke, weil er Mir den Glauben an Mich bezeuget, den Ich wahrlich nicht zuschanden werden lasse. Bedenket nur, daß Ich Selbst die Liebe bin... daß Ich nicht anders kann, als euch zu helfen in der Not, daß nur Meine Liebe sich zurückhält, wo sie zurückgewiesen wird von seiten des Menschen, aber uneingeschränkt dort wirket, wo sie angenommen wird, wo der Mensch selbst Mich um Meine Gegenwart bittet und Ich ihm diese auch beweisen werde durch Erfüllung der Bitten, durch Abwendung der Not und Stärkung des Glaubens...

Denn Meine Liebe wandelt oder verringert sich ewig nicht...

Aber sie kann erst dann wirksam werden, wenn ihr selbst es wollet, wenn ihr euch freiwillig Mir hingebet, auf daß Ich euch nun durchstrahlen kann mit Meiner Liebe, das auch jene Hilfeleistungen einschließt, die ihr in Not des Leibes und der Seele erfahret...

Amen


B.D. NR. 7333 - 12.4.1959

Gott, Liebe und Wahrheit sind eins...

In gleichem Denken würdet ihr alle euch bewegen, würdet ihr nur stets Mich um Erleuchtung bitten, wenn irgendwelche Zweifel euch befallen, die Mich und Mein Reich betreffen. Denn es kann euch nur Einer die Wahrheit zukommen lassen und Dieser wird es wahrlich auch tun, so ihr Ihn darum bittet. Die Wahrheit ist Mein Urwesen, also muß Ich auch wollen, daß ihr selbst in der Wahrheit wandelt, weil ihr in eurer Ursubstanz das gleiche seid wie Ich, nur euch selbst und euer Wesen also verzerrt (verkehrt) hattet durch euer eigenes Verschulden. Doch Ich will, daß ihr wieder zur Vollkommenheit zurückkehret, daß ihr wieder werdet, wie ihr waret von Anbeginn...

Also muß Ich auch wollen, daß euer Wesen wieder zur Wahrheit zurückkehret, die ihr verlassen hattet durch Verfinsterung eures Geistes, als ihr im freien Willen abfielet von Mir. Von Mir aus also wird stets euch Wahrheit zugeleitet, wenn ihr nur die Voraussetzung aufweiset, die ein Zuleiten der Wahrheit möglich macht. Und dazu gehört der freie Wille, im Besitz von Wahrheit zu sein... (in den Besitz von Wahrheit zu gelangen... ) dazu gehört, daß ihr euch Dem anvertraut, Der Selbst die Wahrheit ist von Ewigkeit, daß ihr sie von Mir entgegenzunehmen begehrt und Mich also darum angeht. Und wer das tut, der kann auch gewiß sein, daß sein Denken nun von Mir geleitet wird und daß er sich bald nur in der Wahrheit bewegen wird, denn nur durch die Wahrheit kann die Unvollkommenheit wieder gewandelt werden zur Vollkommenheit, nur die Wahrheit zeigt dem Menschen den rechten Weg auf, den Weg der Rückkehr zu Mir, und nur die Wahrheit ist der rechte Weg zu Mir. Und gingen alle Menschen den Weg zu Mir, dann wären auch aller Menschen Gedanken recht gelenkt, und es würde schon ein Zustand des Friedens auf dieser Erde sein, weil die Menschen in Meinem Willen lebten auf Erden, der ihnen durch das Vermitteln der Wahrheit ganz klar und eindeutig ist und zur Vollkommenheit zurückführen muß, weil Mein Wille einfach das Gesetz göttlicher Ordnung ist: ein Leben in Liebe. Die Liebe und die Wahrheit sind nicht zu trennen voneinander, denn die Liebe und die Wahrheit gehören zu Meinem Urwesen, also muß „Gott“, die „Liebe“ und die „Wahrheit“ eins sein und jeder Mir nahe, der in der Liebe und in der Wahrheit sich bewegt. Glaubet es, daß ihr nur durch die Wahrheit Mir nahekommet und daß die Wahrheit auch gleichzeitig ein Leben in Liebe fordert, denn der lieblose Mensch kann nicht die Wahrheit besitzen, weil diese nur von Mir ausgeht, Ich aber Mich nicht verschenken kann an Menschen, deren Wesen noch weitab ist von der Liebe...

Erst ein Liebeleben weckt im Menschen das Verlangen nach Wahrheit. Doch wiederum kann das Zuführen der Wahrheit den Menschen zu einem Liebeleben anregen, weil die Wahrheit ihn auf den rechten Weg führen kann, weil sie ihn hinweisen kann auf die Gebote der Liebe und ein Mensch mit gutem Willen ernsthaft Stellung nimmt dazu und auch in ihm die Liebe sich nun entzünden kann und also auch das Verlangen nach Wahrheit dann erwacht... und somit der Weg zu Mir nun eingeschlagen wurde durch das Zuführen der Wahrheit...

Es muß nur der Wille im Menschen vorhanden sein, die Wahrheit zu erfahren...

Und dieser Wille ist die Annäherung an Mich, die Ich niemals unbeachtet lasse, sondern nun auf ihn einwirken kann gedanklich oder auch durch Erlebnisse, die aber immer zu rechtem Denken veranlassen werden, die zum Erkennen der Wahrheit beitragen und ihn nun auch bewußt die Bindung herstellen lassen mit Mir, so daß Ich als die Ewige Wahrheit nun Mich ihm offenbaren kann...

Amen


B.D. NR. 7334 - 13.4.1959

Gänzliche Hingabe an Gott...

Alles löset sich zur Zufriedenheit, was ihr Mir übergebt, daß Ich es für euch erledigen soll. Wie leicht könntet ihr es im Erdenleben haben, wenn ihr mit all euren Anliegen, Nöten und Sorgen zu Mir hintreten möchtet und Mich bitten, daß Ich es regeln möge für euch...

Wie gern komme Ich den Bitten Meiner Kindern nach und lenke ihre Gedanken, daß sie den rechten Weg nehmen, aber Ich will darum angegangen werden. Wer Meiner gedenket immer und zu jeder Stunde, dessen gedenke auch Ich, und er wird wahrlich auch dessen innewerden, weil er seinen Erdenweg nun ruhig gehet an Meiner Hand und unter Meiner Obhut. Ein Kind, das Mir schrankenlos vertraut und dieses Vertrauen zum Ausdruck bringt, indem es Mir alle seine Anliegen unterbreitet, das besitzt Meine Liebe, und ein ständiger Hilfswille gibt ihm nun auch Zeugnis davon, daß Ich es liebe. Es sollen eure Tage beginnen mit dem Anruf Meiner Selbst, daß Ich euch segne und all euer Tun und Lassen bestimme, daß Ich euch das Gefühl in das Herz lege, was ihr tun oder lassen sollet, was in Meinem Willen liegt. Ihr sollt euch einfach Mir und Meiner Führung voll und ganz hingeben und dann immer so handeln, wie es von selbst an euch herantritt, und immer wird dies Meinem Willen entsprechen, weil ihr zuvor euren Willen dem Meinen unterstellt habt. Ihr könnet wahrlich leicht durch euer Erdenleben gehen, wenn ihr immer nur dessen gedenket, daß Ich euer Vater bin und von euch als Vater angerufen werden will...

Die Liebe eines Vaters erstreckt sich immer auf sein Kind, dem er Freude bereiten will, das er schützen will und bewahren vor Angst und Not...

Und Meine Liebe ist wahrlich noch größer als die Liebe eines irdischen Vaters. Meine Liebe will dem Kind noch weit mehr schenken, irdische und geistige Güter, Er will dem Kind das Erdenleben erleichtern und es trotzdem auch das geistige Leben finden lassen, aber es muß das Kind die Hilfe seines Vaters in Anspruch nehmen, es muß sich immer und in allem Ihm anvertrauen und niemals die Bindung lockern, denn der Vater freut Sich der innigen Liebe des Kindes, das Ihn nicht mehr ausläßt, das nichts tut, ohne mit Ihm Zwiesprache gehalten zu haben, das Ihn immer bittet um Seinen Schutz und Seinen Segen. Und ob euch auch immer wieder irdische Dinge schrecken mögen... übergebet sie Mir in vollem Vertrauen, und Ich werde sie lösen, daß sie alle Schrecken für euch verlieren. Ich will es erreichen, daß ihr keinen Moment mehr zögert, Mich anzurufen oder Mir Unüberwindlich-Scheinendes zu übergeben, und ihr werdet wahrlich nicht enttäuscht sein, denn Ich halte, was Ich verspreche, und Ich komme mit großer Freude euren Anliegen und Wünschen nach, wenn sie in wahrer Liebe zu Mir gerichtet sind... wenn das Kind innig den Vater bittet, Sich seiner anzunehmen. Dann verläßt auch der Vater nicht Sein Kind, denn Er liebt es und will auch ihm Freude bereiten. Aber solange der Mensch in Mir noch nicht den Vater sieht, solange Ich ihm nur der ferne Gott bin, mangelt ihm auch das Vertrauen, und er quält sich selbst mit seinen Sorgen und Nöten herum, die Ich ihm so gern abnehmen würde, wenn er das Verhältnis eines Kindes zum Vater herstellen könnte, das nötig ist, um so mit Mir zu sprechen, daß Ich des Kindes Liebe zum Vater sehe und mit Meiner Liebe nun erwidern kann. Denn Meine Liebe zu euch ist unbegrenzt, ihr aber müsset euch im freien Willen öffnen und Meine Liebe begehren, und sie wird euch beglücken auf Erden schon und dereinst in der Ewigkeit...

Amen


B.D. NR. 7335 - 14.4.1959

Geistige Blindheit...

Dem geistig Blinden kann kein Licht leuchten, es sei denn, er bittet, daß ihm die Augen erschlossen werden, um das Licht sehen zu können, das ihm erstrahlt. Also ist die Bitte darum Voraussetzung, die aus dem Willen hervorgeht, das Licht sehen zu dürfen, das ihm so lange vorenthalten war. Es muß daher der Mensch die eigene Blindheit empfinden, sie muß ihm lästig sein, er muß sich des Mangels bewußt sein, gleich sehenden Menschen sich erfreuen zu dürfen, und er muß es also wollen, daß er sehend werde. Dann wird ihm auch das Auge erschlossen werden, er wird Licht empfangen dürfen, denn Mein Liebelicht von Ewigkeit versagt sich niemandem und zuletzt einem Menschen, der es begehrt. Solange aber die Menschen in geistiger Blindheit dahergehen, solange ihnen jegliche Kenntnis mangelt um geistige Dinge, um geistige Zusammenhänge und um ihr eigenes Verhältnis zu Mir, ihrem Gott und Schöpfer von Ewigkeit, so lange also sind sich diese Menschen nicht bewußt, daß sie mangelhaft gestaltet sind, daß sie blind sind im Geist, sondern sie sehen ihre irdischen Fähigkeiten als allein wichtig an, um ihr Erdenleben mit Erfolg zurückzulegen... und sie sehen wieder nur den irdischen Erfolg und sind zufrieden, wenn ihnen die Welt das bietet, was sie sich wünschen. Und da sie selbst sich nicht mangelhaft gestaltet fühlen, bitten sie auch nicht um das, was ihnen abgeht... um das Licht der Erkenntnis... und sie bleiben blind im Geist. Der Wille also ist noch nicht tätig geworden, ohne den aber das Zuführen des Lichtes, der Wahrheit, ergebnislos ist, denn wenngleich sie solche hören durch ihre Mitmenschen, erkennen sie sie nicht, sondern sie hören nur Worte und fassen deren Sinn nicht. Und der Wille kann wieder nicht zwangsweise gerichtet werden, er muß sich von selbst entscheiden. Aber durch Predigten können sie doch hingewiesen werden auf ihre geistige Blindheit, weil es doch zuweilen möglich ist, daß ihre Herzen sich öffnen einer solchen Predigt und dann der Wille entfacht werden kann, mehr Licht zu bekommen. Denn anders als durch Zuführen Meines Wortes kann auf solche Menschen nicht eingewirkt werden, und auch dieses noch kann ergebnislos sein, soll aber dennoch nicht unterlassen werden, weil erst einmal der Blinde erfahren soll, daß er blind ist...

Denn was er nie zuvor gekannt hat, das entbehrt er auch nicht. Und so soll das Licht an jeden Menschen herangetragen werden, und es soll ihm die Wohltat des Lichtes erklärt werden...

Ihm soll gesagt werden, was andere Menschen alles sehen können mit ihren gesunden Augen und daß auch die Möglichkeit besteht, ihm die gesunden Augen zu geben, wenn er selbst dies will...

Die geistige Blindheit ist darum so schwerwiegend, weil sie sich auswirkt im jenseitigen Reich, denn in tiefster Finsternis betritt der Mensch jenes Reich nach seinem Tode, wenn es ihm nicht gelungen ist, sich wenigstens einen Lichtschimmer auf Erden verschafft zu haben, in dem er sich dann auch besser auskennen würde im geistigen Reich. Doch völlig Blinde werden drüben schwerlich zum Licht gelangen, weil sie sich dann wehren gegen jeden Lichtfunken, der sie berührt; kennen sie doch noch nicht die Wohltat des Lichtes, und die Seligkeit, in lichtvollen Sphären sich bewegen zu können, wird ihnen auch so lange verwehrt bleiben, bis sie selbst in einen Lichtkreis eintreten und sich dort nun ihre Augen öffnen lassen, was ihnen jedoch sehr viel schwerer fällt als auf Erden. Darum soll auf Erden schon allen Menschen das Licht nahegebracht werden, und wer es annimmt, der tut wohl daran, denn ihn hat die Finsternis dann verlassen, und er wird nimmermehr zu fürchten brauchen, von ihr verschlungen zu werden, denn das Licht wird ihm dann leuchten ewiglich...

Amen


B.D. NR. 7336 - 15.4.1959

Wohnungnahme Gottes im Herzen...

Gotteskindschaft...

Lasset Mich in eure Herzen einziehen und darin Wohnung nehmen, auf daß Ich bei euch bleibe und nimmermehr euch verlasse, auf daß Ich lebe in euch und ihr inniglich mit Mir verbunden seid. Diese innige Bindung nur ersehne Ich, denn dann ist auch das Verhältnis zwischen Kind und Vater hergestellt, das euch den Zusammenschluß sichert mit Mir, der Zweck und Ziel des Erdenlebens ist. Wenn Ich in euch sein kann, dann habt ihr euch auch zur Liebe gewandelt, es ist euer Herz gereinigt und zur Liebe umgestaltet worden, und es ist so also auch für Mich zu einem Aufenthaltsort geworden, von dem Ich übergern Besitz nehme und nimmermehr ihn verlassen will, weil auch Ich den Zusammenschluß mit Meinem Kind ersehne und das Ziel nun erreicht habe... daß ihr Meine Kinder geworden seid, die ihr als Geschöpfe von Mir euren Ausgang nahmet. Reinigt euer Herz mit allem Eifer, und erwartet Mich dann mit aller Hingabe, daß Ich bei euch Wohnung nehme...

Und fortan wandelt ihr nicht mehr allein auf eurem Erdenweg, sondern ihr geht den Weg nun unter Meiner Führung und wahrlich immer so, wie er der kürzeste ist ins Vaterhaus. Aber daß ihr noch auf Erden euch aufhalten müsset, gehört auch zu eurem Probeleben auf dieser Erde, denn ihr habt alle noch Schlacken abzustoßen, ihr müsset euch alle noch vollenden auf dieser Erde, wollet ihr den Grad der Gotteskindschaft erreichen, der euch zu seligsten Geschöpfen macht im geistigen Reich. Und habe Ich einmal in euren Herzen Wohnung nehmen können, dann werdet ihr auch jenes Ziel noch erreichen, wahre Gotteskinder zu werden, denn mit Meiner Unterstützung wird es euch gelingen, bin Ich euch doch gegenwärtig und ihr geht den letzten Teil eurer Wegstrecke nun unter Meiner Führung, weil ihr euch völlig Mir unterstellt, sowie Ich in euch Wohnung nehmen kann. Wollet nur ernstlich diese Meine Gegenwart in euch, und ihr werdet dann auch ernstlich an euch arbeiten, daß euer Herz frei wird von Sünde und Mir zum Aufenthalt dienen kann. Und wollt ihr Meine Gegenwart... dann bin ich schon bei euch und verlasse euch auch ewig nimmer...

Es hat dann das Kind heimgefunden zum Vater, und Er führet es nun zurück ins Vaterhaus, um ihm ein seliges Leben zu bereiten im geistigen Reich, in seiner wahren Heimat, wo das Kind nun in Licht und Freiheit, in Kraft und Seligkeit immer in der Nähe des Vaters weilen darf und mit Ihm nun schaffet in Liebe und Weisheit und Kraft. Es ist die Gotteskindschaft der höchste Grad der Seligkeit, und euch Menschen auf der Erde steht diese Möglichkeit offen, in diesem höchsten Grad die Erde zu verlassen und einzugehen in ein Reich ungeahnten Lichtes und ungeahnter Seligkeit...

Aber ihr müsset auf Erden schon das Liebeverlangen nach Mir im Herzen tragen, und dieses Liebeverlangen wird euch antreiben zu eifriger Seelenarbeit, und ihr werdet Mich dadurch locken zu euch, weil Ich gern dort bin, wo Liebe Mich zur Entäußerung Meiner Liebe veranlaßt... wo Ich Mich verschenken kann einem Menschen, der Mich liebt...

Dann also nehme Ich Wohnung in euch und verlasse euch ewig nimmer. Es hat dann die Vereinigung stattgefunden, die Zweck und Ziel eures Erdenlebens ist... das Kind hat heimgefunden in sein Vaterhaus...

Amen


B.D. NR. 7337 - 16.4.1959

Wiedergewinnung der göttlichen Eigenschaften durch Liebe...

Die geistigen Fähigkeiten in euch sollen geweckt werden, was nur durch ein Leben in Liebe geschehen kann, denn die Liebe erweckt den Geist in euch zum Leben, und wessen Geist lebendig ist, der tritt wieder in den Zustand ein, der gewesen ist im Anbeginn... wenn auch anfangs nur in geringem Grad, der sich aber ständig erhöhen kann und wird, wenn es dem Menschen ernst ist um seine Vollendung...

Der Mensch war uranfänglich als Geistwesen in aller Vollkommenheit, und so auch besaß er alle Fähigkeiten in höchster Vollendung. Er war als „Ebenbild“ Gottes geschaffen worden und hatte sonach auch alle Fähigkeiten, gleich Ihm zu schaffen und zu wirken aus eigener Kraft. Denn die Kraft aus Gott durchströmte das Wesen unentwegt, und es empfand keinerlei Mangel oder Einschränkung der Kraft aus Gott so lange, bis es sich selbst dieser ständigen Kraftzufuhr verschloß, bis es die ständige Zufuhr von Liebekraft zurückwies und dadurch selbst kraftlos wurde...

Es wurde überheblichen Geistes und glaubte sich selbst übermächtig und kraftvoll...

Aber es war dies nur so lange, wie es die Kraft aus Gott entgegennahm, die ihm unbeschränkt zufloß. Und durch die Abwehr der Liebekraft Gottes wurde das Wesen schwach und lichtlos. Es fiel hinab zur Tiefe und mußte dort in seiner Ohnmacht so lange verharren, bis die unendliche Liebe Gottes ihm Beistand leistete, der nicht vom Willen des Wesens selbst abhängig war, denn dieser wehrte sich gegen Gottes Kraft und Hilfe. Darum band Gott ihn zuvor, d.h., es war der Wille schon gebunden durch Seinen Gegner, als dessen Anhang jene Wesen gestürzt waren zur Tiefe. Ewiglich wären sie in dieser Tiefe verblieben, wenn sie ewiglich auch dem Gegner Gottes überlassen geblieben wären, aber Gott entwand ihm dieses verhärtete Geistige, jedoch mit der Zustimmung, daß der Gegner sein Anrecht daran behielt und wieder behaupten konnte, wenn das Wesen in einem klareren Zustand über seine Willensfreiheit wieder verfügen durfte und sich nun selbst entscheiden kann für seinen Herrn. Und diesen Zustand erreicht das Wesen mit Hilfe Gottes durch den Gang durch die materielle Schöpfung, aber es ist noch völlig blind im Geist und ledig aller göttlichen Eigenschaften, wenn es als Mensch die Erde betritt, um seine letzte Willensprobe abzulegen. Dennoch kann es während seines Erdenganges als Mensch viel erreichen: Es kann sich seine göttlichen Eigenschaften wieder aneignen und als höchst vollkommenes Wesen die Erde verlassen, um wieder in das geistige Reich einzutreten, von dem es einstmals ausgegangen war...

Aber es erfordert diese Rückwandlung zu einem vollkommenen Wesen einen hohen Liebegrad und also auch eine große Willensstärkung, um unentwegt in Liebe zu wirken, um in sich alle jene Fähigkeiten wiederzuwecken, die es aus eigenem Verschulden verloren hatte. Denn die Liebe ist göttlich, sie ist das Urwesen Gottes, und wandelt ein Mensch sein Wesen wieder zur Liebe um, dann nimmt er auch wieder das Urwesen Gottes an, das ihn einstens zierte, und er muß dann auch die göttlichen Eigenschaften annehmen oder wiedererlangen, die er freiwillig einst hingab, sie aber nun wieder durch die göttliche Liebeanstrahlung in Empfang nimmt, der er sich nun nicht mehr widersetzet, sondern sich freiwillig öffnet zum Empfang der Ausstrahlung aus Gott, die ihn wieder zum seligsten Wesen werden läßt, wie es war im Anbeginn...

Die Erdenzeit genügt wahrlich für diese Rückwandlung zur Liebe, und sowie also der Mensch durch ein Liebeleben den Geist in sich erweckt, wird dieser die Vereinigung mit dem Vatergeist suchen und finden, weil er nun nicht mehr innehält, bis er dieses Ziel erreicht hat... die Vereinigung mit Gott, die auch völlige Liebedurchstrahlung des Wesens garantiert und so die Rückwandlung bewirket zu dem göttlichen Wesen, das es war im Anbeginn...

Amen


B.D. NR. 7338 - 17.4.1959

Hilfe der geistigen Wesen zur Vollendung...

Alle Engel im Himmel beteiligen sich an der großen Aufgabe der Erlösung des noch unfreien Geistigen...

Alle sind im gleichen Willen mit dem Vater von Ewigkeit tätig, und alle kennen nur das eine Ziel: die Rückführung der gefallenen Brüder, die Heimkehr derer ins Vaterhaus...

Und so könnte sich jedes Wesen in göttlicher Obhut wissen, wenn es im Stadium als Mensch den Erdengang geht, denn alles lichtvolle Geistige ist besorgt, daß der Mensch sein Ziel erreiche. Und auch vor dem Erdengang als Mensch wird das Wesenhafte von lichtvollem Geistigen betreut, wenn es noch im gebundenen Zustand durch die Schöpfungswerke hindurchgeht. Auch dieses Wesenhafte soll einmal die Möglichkeit der Verkörperung als Mensch haben, wo es dann, seiner selbst bewußt, sich also auch bewußt diesen Lichtwesen anvertrauen kann und sie bitten um Hilfe, vollkommen zu werden. Die Erlösung des Geistigen ist Aufgabe und Ziel alles Vollkommenen, weshalb es auch sicher ist, daß einmal das Rückführungswerk zum Vater gelingen wird. Aber der freie Wille des Menschen setzt dem Wirken der Lichtwesen oft Schranken, denn gegen diesen können auch die Engelswesen nichts tun, weshalb also der Mensch selbst erst den Ausschlag gibt, wie weit er sich dem Ziel nähert... der letzten Vereinigung mit Gott...

Aber bis zur Stunde des Todes sind die Wesen des Lichtes bemüht um die Seele des Menschen, und so lange auch braucht die Hoffnung nicht aufgegeben zu werden, daß sie noch zurückfindet zum Vater vor ihrem Ableben, was dann aber immer der eifrigen Arbeit jener Lichtwesen zuzuschreiben ist, die wohl den Auftrag haben von Gott, jedoch den Willen des Menschen achten müssen und daher immer suchen werden, auf den Willen so einzuwirken, daß er sich selbst Gott zuwendet. Wüßte der Mensch, wie viele Lichtwesen sich um ihn bemühen, so könnte er vollauf beruhigt sein um sein Schicksal, würde er sich nur widerstandslos lenken lassen und nicht seinen eigenen widersetzlichen Willen durchdrücken, gegen den selbst jene Wesen nicht ankönnen, den auch sie achten müssen. Darum ist es oft so schwer, daß ein Mensch zu Gott findet und bewußt den Weg zu Ihm geht. Doch wo der Wille aus eigenem Antrieb sich wandelt, dort wird er auch ergriffen von den Wesen des Lichtes, und sie lassen den Menschen nun nicht mehr aus und drängen ihn stets mehr hin zu seinem Gott und Vater, und es wird ihre Arbeit nun immer leichter werden, je mehr der Mensch seinen Widerstand aufgibt und sich beeinflussen läßt von ihnen. Aber der Mensch bleibt nicht ohne Hilfe, sowie er einmal sich bereit erklärt hat, den Rückweg zu Gott anzutreten durch das Hinwenden seines Willens zu Gott. Dann können ihm die Lichtwesen helfen, ohne den freien Willen anzutasten, dann ist sein Wille der gleiche wie der ihre... zurückzukehren ins Vaterhaus... und dann erfährt der Mensch wahrlich die Hilfe jener Wesen in einem Maße, daß ihm der Rückweg leichtfällt und er auch sicher das Ziel erreicht. Denn jene Wesen haben große Macht, die sie gern anwenden, wo ihnen kein Widerstand mehr erwächst. Und der Mensch selbst hat dann den Widerstand gebrochen, wenn er zu Gott verlangt...

Auf Erden wie im Jenseits sind Kräfte des Lichtes tätig und verrichten unermüdlich Erlöserarbeit...

Und wahrlich, es wäre schon die ganze Welt erlöst, wenn nicht der freie Wille des Menschen selbst darüber bestimmen müßte, ob Erlöserarbeit an ihm geleistet werden kann oder nicht...

Aber es ist auch kein Mensch hilflos sich selbst überlassen, sie haben ständig Helfer zur Seite, die der geringsten Willenswandlung achten, um nun einzugreifen und Beistand zu gewähren bis zur Erreichung des Zieles, der Vereinigung mit dem Vater von Ewigkeit...

Amen


B.D. NR. 7339 - 17.4.1959

Zwiesprache...

Vorläufer...

In aller Demut dessen harren, was Ich zum Heile der Menschheit kommen lassen muß und was dir auch hellste Erkenntnis eintragen wird, weshalb diese Vorbereitungszeit vorangehen mußte. Ich bin durchaus nicht ein Gott des Zornes, selbst wenn das kommende Ereignis es so scheinen lassen möchte, und ihr alle werdet weit mehr Meine Liebe erfahren dürfen, die euch auch bewahret vor äußerster Not; aber Ich werde dann auch die Meinen offensichtlich zeichnen, Ich werde sie so herausstellen, daß die Mitmenschen erkennen sollen, wo die wahre Hilfe zu erbitten ist, denn Ich will die Menschen gewinnen für Mich, nicht aber sie verlieren an den Gegner. Aber dennoch werden die Zerstörungen ungeheuer sein, und das Leben unzähliger Menschen wird ausgelöscht sein, doch vielen noch zum Segen, die im jenseitigen Reich noch nachholen können, was sie versäumten auf Erden... daß sie doch noch zum Licht gelangen können, wenn sie guten Willens sind. Und das könnt ihr alle glauben, daß auch das Ende kommen wird kurze Zeit danach, daß Ich aber euch Menschen noch eine Gnadenzeit schenke, weil das Ende eine einschneidende Wende bedeutet in dem ganzen geistigen Entwicklungsgang der Wesen, die ausreifen sollen auf dieser Erde. Darum habe Ich Mir Diener erwählt, die noch laut künden sollen nach der Naturkatastrophe von dem kommenden Ende...

Darum gieße Ich Meinen Geist ständig aus, um durch erweckte Menschen auf alles hinzuweisen, was kommen wird in kürzester Frist. Und Ich gebe allen diesen nur den Auftrag, Mein Wort zu verbreiten und nach Möglichkeit auch dieser Geschehen Erwähnung zu tun, durch die Meine Macht und auch Meine Liebe offenbar werden sollen, denn die Menschen sollen es wissen, daß ein Gott über ihnen thront, Der ihr Schicksal in Seiner Hand hält. Und wen Ich nun als Künder Meines Wortes erwählt habe, der muß auch als Empfänger Meines Wortes von Mir Selbst auserwählt worden sein, und ihm könnt ihr auch vollsten Glauben schenken, so unwahrscheinlich auch alles klingen mag, was er kündet in Meinem Auftrag. Denn Ich werde ein offensichtliches Zeichen geben, daß er Mein Abgesandter ist, Mein Vertreter, der reden soll an Meiner Statt...

Er wird immer hindurchgeführt werden, was auch kommen mag, Krankheit und Tod wird er nicht zu fürchten brauchen, solange er seine Mission noch nicht erfüllt hat, und Ich werde Selbst ihm seinen Weg vorzeichnen, und er wird hinführen, wo viele Menschen ihn vernehmen können, wenn die Zeit dasein wird, wo er laut und offen künden soll von Mir und Meinem Wort...

Bis dann ein großes Licht aufleuchten wird, wenn der Kampf offen entbrennt zwischen Licht und Finsternis... wenn der Glaubenskampf geführt werden wird mit ungewöhnlich brutalen Mitteln... dann wird jenes Licht aufleuchten zur Stärkung aller, die arbeiten in Meinem Weinberg...

Dann werden diese sich Kraft holen können und desto eifriger arbeiten für Mich und Mein Reich. Und dieses Licht wird kommen, wenn die letzte Zeit anbricht, wenn Ich werde gesprochen haben aus der Höhe, wenn die Menschen sich in einem Chaos befinden und die Scheidung der Geister nun einsetzen wird... für oder wider Mich...

Und dann werde Ich große Kraft verleihen den Schwachen, Ich werde allen die Stärke geben, die sie brauchen, und Ich werde sie anführen im Kampf wider den Feind der Seelen... und wahrlich, Ich werde Sieger sein und bleiben ewiglich, und ihr werdet euch des Sieges über ihn erfreuen dürfen...

Ihr werdet frei sein von ihm und nun leben können im Frieden im Paradies der neuen Erde...

Amen


B.D. NR. 7340 - 18.4.1959

Fessel göttlicher Liebe...

Freiheit vom Gegner...

Alle werdet ihr frei werden von eurem Gegner, sowie ihr euch nur vertrauensvoll Mir übergebt, sowie ihr Mir also das Recht einräumt über euch, das ihr einstmals abgegeben hattet an Meinen Gegner. Er ist wahrlich euer Feind, denn er will es euch verwehren, zur Seligkeit zu gelangen...

Bei Mir aber ist Licht und Kraft und Seligkeit, und darum will er euch hindern, mit Mir in Verbindung zu treten. Und er hält euch auch so lange gefesselt, bis ihr selbst nach Mir verlanget...

Dann aber ist seine Macht gebrochen, denn um euer Verlangen weiß Ich und erfülle es euch mit großer Freude, gewinne Ich doch dadurch wieder Meine Kinder zurück, die Ich verloren hatte ewige Zeiten an Meinen Gegner. Jedes innige, vollgläubige Gebet also ist eure freiwillige Anerkennung Meiner Selbst als Gott und Vater, zu Dem ihr zurückkehren wollet...

Und ihr könnet Mir keine größere Freude bereiten, als oft in Gedanken bei Mir zu verweilen, euch in eine stille Zwiesprache zu begeben oder gar von Mir Antwort zu erwarten in Fragen, die ihr an Mich richtet im Glauben, von Mir Antwort zu erhalten. Dann bezeuget ihr nur, daß es euer Wille ist, zu Mir zurückzukehren, und dann hat Mein Gegner jede Gewalt über euch verloren, wenngleich er nicht aufhören wird, um eure Seele zu ringen, daß sie ihm wiederverfällt. Aber Meine Macht und Kraft ist stärker, und wer sich einmal zu Mir hingewendet hat, den lasse Ich nicht mehr frei, ist doch Meine Fessel nur Seligkeit und daher nicht mit der Fessel der Unfreiheit durch Meinen Gegner zu vergleichen. Mein Kind umschlinge Ich mit einem unzerreißbaren Liebeband, aus dem es sich selbst wird nicht mehr lösen wollen, weil es ihm Seligkeiten bereitet. Und so brauchet ihr also Meinen Gegner als euren Feind auch nicht zu fürchten, denn er ist mit dem Moment kraftlos, wo ihr euch Mir verbindet durch Liebewerke, inniges Gebet, heimliche Zwiesprache und jegliches Verlangen, Mir anzugehören...

Und ihr habt es darum überaus leicht, wieder zu Seligkeit zu gelangen, weil ihr nur die Bindung mit Mir herzustellen brauchet, was aber im freien Willen und aus Liebe geschehen muß. Und die Liebe zu Mir könnt ihr leicht in euch entzünden, wenn ihr nur alles Gute sehet, das euch umgibt und das ihr selbst erfahret im Erdenleben, denn alles dieses sind Meine Gnadengaben an euch, die Meine Liebe für euch bereithält. Und könnet ihr darin Meine Liebe erkennen, so wird auch bald die Liebe in euch entzündet werden zu eurem Gott und Schöpfer, und ihr werdet Ihm als Kind gegenübertreten, ihr werdet Ihn lieben als euren Vater von Ewigkeit... und ihr werdet frei werden von Meinem Gegner, denn gegen die Liebe ist er machtlos, die Liebe ist die einzige Waffe, der er erliegt. Seid ihr aber frei von ihm, so habt ihr schon eure Aufgabe erfüllt, denn ihr gehört dann Mir an, und es ist dies eure Erdenaufgabe, den Zusammenschluß zu suchen und zu finden mit Mir, den ihr durch die Liebe zu Mir und zum Nächsten herstellet mit Sicherheit. Frei zu sein von Meinem Gegner bedeutet aber auch, Erlösung gefunden zu haben von Sünde und Tod, denn erkennet ihr Mich an als euren Gott und Vater, so erkennet ihr auch Den an, in Dessen Hülle Ich über die Erde gegangen bin, um euch zu erlösen...

Die Liebe hat euch Licht gebracht, ihr wisset, daß Ich und Jesus Christus eins sind, und ihr habt euch Ihm, also Mir, hingegeben, ihr seid im freien Willen Mein geworden und werdet es bleiben bis in alle Ewigkeit...

Amen


B.D. NR. 7341 - 19.4.1959

Geistiger Austausch... „Wo zwei oder drei...“

Ungemein segensreich ist es, geistige Gespräche zu führen, weil daran sich auch viele geistige Wesen beteiligen können... einmal solche, die euch als Schutzgeister beigegeben sind und jede Gelegenheit nützen, euch gedanklich zu beeinflussen, und zum andernmal solche Seelen, die selbst empfangen wollen und als stille Zuhörer auch des Segens teilhaftig werden, der ihnen aus geistigen Gesprächen erwächst. Bei jeder geistigen Unterhaltung schalten sich zunächst Lichtwesen ein, die nun die Gedanken der Menschen so lenken, daß ihre Gespräche gerade das berühren, worüber die Menschen sowohl als auch die Wesen im Jenseits unterrichtet werden sollen, weil immer das Bestreben der Wesen ist, Licht zu verbreiten, wozu sie von Gott aus den Auftrag haben, sowie der Wille der Menschen bereit ist dazu. Geistige Gespräche zu führen wird aber immer ein Akt des freien Willens sein, denn ein Mensch, der dazu nicht willig ist, der flieht jede Gelegenheit dazu, sich auszutauschen über geistige Dinge mit seinem Mitmenschen. Und es ist auch nur selten Gelegenheit, nur selten finden sich Menschen zusammen zu solchem geistigen Austausch...

Doch wie segensreich er sich auswirkt, das ist euch nicht bekannt, ansonsten ihr schon euch selbst in diesen Segen versetzen würdet und ihr auch der Seelen gedächtet, die euch umgeben in der Erwartung und im Verlangen nach geistiger Speise...

Versammelt ihr euch nun im Namen Jesus, so ist das gleichbedeutend mit einer Einladung, zum Tisch des Herrn zu kommen. Denn Jesus ist dann mitten unter euch, und ob ihr auch nur zwei oder drei zusammenkommet, um euch geistig auszutauschen. Aber die unzähligen Wesen, die euch umgeben, wollen auch gespeist werden, und sie empfangen dann wahrlich rechte Speise und Trank, denn Jesus Christus bietet sie ihnen, wie Er auch euch Menschen Sein Brot austeilt, denn ihr werdet dann immer nur reden, was ihr von Ihm höret, ihr werdet genießen, was ihr von Ihm empfanget an geistiger Nahrung.„Wo zwei oder drei versammelt sind in Meinem Namen, da bin Ich mitten unter ihnen...“ Diese Verheißung soll euch alle beglücken, und ihr sollt ihrer gedenken, wenn ihr euch versammelt zu geistigen Gesprächen. Und ihr werdet des göttlichen Segens erfahren dürfen in unbegrenztem Maß. Was aber der jenseitigen Welt dadurch geboten wird, wenn ihr euch immer wieder versammelt in Meinem Namen, das könnet ihr nicht ermessen, aber es würde euch anspornen zu eifrigem Austausch, könntet ihr nur die Schar um euch erblicken, die sich Nahrung holen wollen und euch dankbar sind, wenn solche ihnen durch euch geboten wird. Ihr solltet darum jede Gelegenheit nützen, um die Gespräche in geistige Bahnen zu lenken, und ihr werdet von geistiger Seite auch unterstützt werden, ihr werdet zusammengeführt werden mit denen, die gleich euch das Verlangen haben, sich geistig auszutauschen, und der Segen wird groß sein, den ihr selbst erfahren dürfet sowie die Seelen in der jenseitigen Welt, die sich daran beteiligen dürfen, die es wollen, daß sie gespeist und getränkt werden durch die Liebe Jesu, Der Selbst mitten unter ihnen ist, wie Er es verheißen hat. Denn Seine Liebe höret nimmer auf, sie sucht zu helfen und zu retten, sie sucht zu schenken und zu beglücken, und sie segnet alle ihre Geschöpfe, die sich umgestalten wollen zu Kindern, die dem Vater angehören wollen und darum Seines Segens bedürfen...

Amen


B.D. NR. 7342 - 20.4.1959

Einswerdung mit Gott durch die Liebe...

Ihr könnt den weiten Abstand von Mir nur verringern durch die Liebe, denn die Liebe bindet uns zusammen, die Liebe ist Mein Urwesen, das auch unwiderruflich ihr selbst annehmen müsset, wenn ihr euch in der Liebe bewegt. Jeder Mensch also, der Mir nahezukommen trachtet, ist schon von der Liebe zu Mir ergriffen, ansonsten er dieses Verlangen nicht in sich spüren würde, sich mit Mir zu vereinen...

Doch der Grad der Liebe bestimmt es nun, wie weit er selbst den Abstand von Mir verringert oder auch wie lange er Zeit vergehen läßt bis zum völligen Zusammenschluß mit Mir. Es kann der Mensch in aller Heftigkeit die Liebe in sich entzünden, und er wird dann auch sehr eifrig sein im Liebewirken am Nächsten, weil es ihn dazu von innen drängt...

Dann ist er schon Mir nahegekommen, und sein ganzes Wesen wird bald nur Liebe sein, und er hat Mich in sein Herz aufgenommen, er ist inniglich mit Mir verbunden, weil Liebe zueinander drängt und nimmer voneinander läßt. Die Liebe also überbrückt jede Kluft, die Liebe verringert den Abstand zwischen Mir und Meinem Geschöpf, und die Liebe bringt die endgültige Vereinigung zustande, die das Geschöpf zu Meinem Kind macht, zwecks dessen Ich das Wesen geschaffen habe. Nichts anderes kann diese Liebe ersetzen, es gibt keinen anderen Weg zur Vereinigung mit Mir, es gibt kein anderes Mittel zur unbegrenzten Seligkeit, die jene Vereinigung mit Mir zur Folge hat. Die Liebe nur bringt alles zuwege, und diese Liebe muß im freien Willen geübt werden, sie kann von Mir aus nicht zwangsmäßig gefordert werden, der Mensch selbst muß sie im Herzen entzünden, und er kann dies auch, weil der Funke in ihm ruht und weil Ich Selbst auch Meinen Liebestrahl in das Herz einstrahlen lasse, wenn der Mensch sich nicht bewußt dagegen wehrt. Solange das Herz des Menschen fähig ist zu lieben, ist auch die Möglichkeit, daß es sich verschenken möchte, daß es dem Mitmenschen in Liebe nahetritt und sich äußern möchte, und dann ist schon der Liebefunke entzündet, und er wird um sich greifen und alles erfassen, was er verzehren kann. Und es wird die Liebeflamme dadurch immer größer und heller werden, und es bleibt dann nicht aus, daß diese Flamme im Herzen des Menschen sich dem Liebefeuer zuwendet, das einen Strahl in sein Herz gesenkt hatte...

Es fällt der Liebefunke wieder in das Feuer der Ewigen Liebe zurück, und schon ist die Vereinigung vollzogen, die Liebe hat gezündet und ist mit der Urliebe eins geworden...

Der Mensch hat sich in seinem Wesen gewandelt und wieder das Urwesen angenommen, das er war im Anbeginn. Der Abstand zwischen Mir und ihm ist aufgehoben worden...

Es kann das Kind wieder verkehren mit seinem Vater, und Ich kann Mein Kind beglücken und ihm unbegrenzte Seligkeiten schenken, denn nun ist jede Trennung aufgehoben, Vater und Kind sind eins geworden und werden es bleiben ewiglich...

Amen


B.D. NR. 7343 - 21.u.22.4.1959

Fortleben der Seele nach dem Tode...

Eines darf euch gewiß sein, daß ihr lebet, auch wenn euer Leib dem Tode verfällt...

Doch von euch selbst hängt es ab, in welchem Zustand ihr lebet nach eurem Leibestode, ob euer Leben ein seliges ist, das also auch wahrhaft Leben genannt werden kann, oder ob ihr in Lichtlosigkeit und Ohnmacht euch befindet, die gleichbedeutend sind mit Tod, ihr aber doch das Bewußtsein eurer Existenz behaltet und darum Qualen erleiden müsset. Aber niemals wird das eintreten, daß ihr völlig vergeht, daß ihr nichts mehr wisset von euch selbst und daß euer Dasein ausgelöscht ist. Und eben, weil ihr bestehenbleibt, sollte es eure Sorge sein, euch einen beglückenden Zustand zu schaffen, solange ihr als Mensch auf dieser Erde weilt. Denn euer Los dereinst im jenseitigen Reiche ist eure eigenste Willensangelegenheit, ihr selbst gestaltet es euch je nach eurem Lebenswandel, den ihr auf Erden führt. Ist es ein Wandel in uneigennütziger Nächstenliebe, so könnet ihr auch gewiß sein, daß euch ein glückseliges Los erwartet...

Lebet ihr aber nur eurem eigenen Ich, mangelt es euch an jener Liebe zum Nächsten und also auch zu Gott, dann könnet ihr auch mit Sicherheit einen qualvollen Zustand erwarten, denn dann seid ihr arm und unglückselig zu nennen, weil euch alles fehlt... das Licht, die Kraft und die Freiheit, aber ihr alle empfindet es als namenlose Qual. Daß ihr Menschen auf Erden so wenig an ein Fortleben glaubt, ist auch bestimmend für eure Lebensführung, denn ihr seid verantwortungslos eurer Seele gegenüber, weil ihr nicht glaubet, daß sie bestehenbleibt, wenn auch euer Leib vergeht. Und ihr glaubet nicht, daß die Seele doch euer eigentliches Ich ist, daß sie genau so empfindet wie im Erdenleben, daß sie sich sehnet nach Glück und Helligkeit und daß sie bitter bereut, wenn sie nur einmal einen Lichtschimmer der Erkenntnis gewonnen hat, wo sie ihre eigentliche Erdenaufgabe erkennt und zurückschauend sich die bittersten Vorwürfe macht, sie nicht erfüllt zu haben... während die Seelen Lob und Dank singen, die in lichtvolle Sphären eingehen dürfen, und voller Kraft und Freiheit nun tätig sein können zu ihrer Beglückung. Ein Vergehen gibt es nicht, doch in welcher Verfassung die Seele ihr Bestehen empfindet, das entscheidet ihr Menschen selbst noch auf Erden, denn diese Zeit ist euch gegeben worden, daß ihr den Seelenzustand bessert, der zu Beginn der Verkörperung noch sehr mangelhaft ist, und es (22.4.1959) soll daher die Arbeit (an) der Seele des Menschen sein, sich selbst ein rechtes, unvergängliches „Leben“ zu geben, damit sie einmal in Freiheit und Licht eingehen kann in das Reich, wo sie nun wirken kann je nach ihrem Reifezustand, der wohl in verschiedenen Graden möglich ist, aber immer dann Leben genannt werden kann, wenn die Seele einmal das Reich des Lichtes betreten darf. Es kann die Seele aber auch am Ende des Erdenlebens genauso mangelhaft gestaltet sein, ja sich sogar noch mehr verfinstert haben, und dann ist ihr Zustand gleich dem Todeszustand, dann hat sie das Erdenleben mißbraucht, sie hat die Gnade der Verkörperung nicht ausgenützt, und sie wird doch nicht vergehen...

Es ist dies ein sehr trauriger, erbarmungswürdiger Zustand und doch eigene Schuld, denn der Wille des Menschen allein entscheidet das Los der Seele, und dieser Wille ist frei. Wenn es doch die Menschen glauben möchten, daß es ein Weiterbestehen nach dem Leibestode gibt... dann würden sie doch verantwortungsbewußter leben auf Erden und sich bemühen, aus der tiefsten Tiefe emporzusteigen...

Doch auch zum Glauben kann kein Mensch gezwungen werden, doch jedem wird geholfen, zum Glauben zu gelangen...

Amen


B.D. NR. 7344 - 23.4.1959

Immerwährender Kampf gegen die Welt...

Und wenn es euch gelüstet nach den Freuden dieser Welt, so denket nur daran, daß ihr geistiger Freuden verlustig gehet, weil ihr nicht beides zusammen besitzen könnt, das geistige und das irdische Reich, denn Mein Reich ist nicht von dieser Welt. Die Freuden, die euch die irdische Welt bietet, werden immer nur den Körper befriedigen, nicht aber die Seele, die anderes benötigt, um zur Seligkeit zu gelangen, die nicht mit irdischen Genüssen abgespeist werden kann, sondern geistige Nahrung braucht, um selig zu werden. Und darum achtet stets auf euer Begehren, daß es nicht überhandnehme und das Begehren der Seele ertötet; achtet stets darauf, daß euch nicht irdische Freuden zurückhalten von geistigem Streben, daß sie gleichsam diesen entgegengerichtet sind... daß der Mensch in geistigem Streben nachläßt im gleichen Maße, wie er sich selbst, d.h. seinem Körper, leibliche Genüsse zu verschaffen sucht. Und denket immer wieder daran, daß „Mein Reich nicht von dieser Welt ist...“ Was euch also erfreut oder begehrenswert dünkt und dieser Welt noch angehört, das wird für euch immer ein kleines Hindernis bedeuten für den Weg nach oben, ins geistige Reich. Es ist euch nicht von Mir aus alles versagt, nur darf die Gefahr nicht dabeisein, abzukommen von dem Weg zu Mir...

Solange diese Gefahr nicht besteht, könnt ihr auch eurem Körper geben, was er verlangt...

Und das müsset ihr selbst feststellen, ob und in welchem Maße ihr gehindert werdet im Verkehr mit Mir, im eifrigen Streben nach Meinem Reich und seiner Gerechtigkeit. Und wenn ihr nun euch eine Gelegenheit entgehen lasset, die eurer Seele eine geistige Sättigung hätte bringen können, nur um eurem Körper eine Wohltat anzutun, dann ist das ein Unrecht an eurer Seele, die gleichfalls darbet und einer Stärkung bedarf. Der geistig Strebende wird niemals das geistige Reich oder seine Seele zurückstellen, er wird es immer an erste Stelle setzen, er wird nicht anders können, als seiner Seele zuerst zu gedenken, und er wird dem Körper nicht zuviel Aufmerksamkeit schenken, bis er zuvor seine Seele wird versorgt haben. Und was er dann dem Körper antut, ist recht auch vor Meinen Augen, denn er gedachte zuerst Meines Reiches und Meines Willens, bevor er seines irdischen Daseins gedachte, und es ist dies recht und auch Meinem Willen entsprechend. Denn Ich habe euch in diese Welt hineingesetzt, weil ihr darin ausreifen sollet, und es wird auch eure Seele darin ausreifen, wenn ihr euch immer Meinen Willen vor Augen haltet und diesem gemäß wandelt auf Erden. Und Mein Wille wird immer bleiben, daß ihr zu Mir eure Augen erhebet, daß ihr Mich anstrebet, daß ihr die Verbindung suchet mit Mir, daß euch also das geistige Reich gefesselt hält und ihr nicht um der irdischen Welt willen euch wieder in die Materie vergrabet, die euer Tod ist. Und wenn euch große irdische Verlockungen reizen, dann seid stets achtsam, daß ihr nicht Schätze eurer Seele einbüßet... daß ihr freiwillig hingebet, was eure Seele schon in Besitz genommen hatte... daß ihr ihrer Begehren nicht achtet und sie in Not lasset um irdischen Besitzes oder irdischen Genusses willen. Die Welt ist euer Feind, suchet ihrer Herr zu werden und machet sie euch wohl untertan, aber lasset sie nicht zu eurem Herrn werden, dem ihr euch unterjochet und dadurch verlieret, anstatt zu gewinnen. Bleibt in ständiger Bindung mit dem Reiche, das nicht von dieser Welt ist, und ihr werdet wahrlich Sieger sein über die irdische Welt, sie wird euch dienen zu eurer Vollendung, weil diese allein euer Ziel ist...

Amen


B.D. NR. 7345 - 24.4.1959

Wert der Fürbitte für Jenseitige...

Es ist von großer Wichtigkeit, zu wissen um die Lage der Seelen im jenseitigen Reich, die in ihrer Not erkennen, was sie versäumten auf Erden, und sich bemühen, ihre Lage zu verbessern. Nur diesen kann geholfen werden durch Wesen des Lichtes, denn da auch im geistigen Reich der freie Wille der Seelen geachtet wird, können die Lichtwesen auch nicht wider ihren Willen auf die Seelen einwirken; also wird die Erlösung einer noch unwilligen Seele überaus schwer sein, und sie kann oft Ewigkeiten brauchen, bis die Seele sich selbst um eine Besserung bemüht. Es ist nun aber ein falscher Begriff, wenn angenommen wird, daß den Seelen in der Finsternis niemals Hilfe angetragen wird...

Das Lichtreich ist unentwegt bemüht, Licht in die Finsternis hineinzutragen, doch wo sich die Herzen verschließen, verliert das Licht an Leuchtkraft, und es bleibt dort finster wie zuvor. Es bestimmen also die Seelen ihren Zustand selbst, der Finsternis oder Dämmerung oder Licht sein kann... sie bestimmen ihn selbst durch ihren Willen, der erst dem Licht zugewendet sein muß, soll es heller um die Seele werden. Ist nun aber eine Seele so geschwächt oder auch noch gänzlich in den Händen des Gegners von Gott, dann wird sie ewiglich nicht allein sich aus dieser Schwäche erheben können...

Sie weiß auch nichts von dem göttlichen Erlöser Jesus Christus und kann Ihn also auch nicht um Hilfe anrufen...

Und sie würde daher in ihrem unglückseligen Zustand ewige Zeiten verharren, wenn ihr nicht geholfen wird durch Fürbitte der Menschen...

Gerade diese Fürbitte wird zumeist unterlassen, weil nicht an ihre Wirkung und ihre Dringlichkeit geglaubt wird. Aber die Fürbitte ist gerade für das jenseitige Reich ein bedeutsamer Faktor, denn wo das Wesen selbst nicht mehr fähig ist, sich zu helfen, und die Liebe Gottes gesetzlich gebunden ist durch den freien Willen der Seele, dort kann die Liebe eines Menschen sich vermittelnd einschalten, und um dessen Liebe willen kann nun Gottes Liebe tätig werden und sie dem unglückseligen Wesen zuwenden in Form von Kraftzufuhr...

Die letzte Entscheidung bleibt zwar immer noch bei der Seele selbst, ob und wie sie die Kraft nützet, die ihr durch die Fürbitte des Menschen nun zugeht. Aber sie empfindet diese Kraft als Wohltat, und sie beginnt nachzulassen in ihrem bisherigen Widerstand, und es wird etwas heller in ihr, so daß sie nachzudenken beginnt, und es kann nun ihre Erlösung stattfinden, wenn sie nur die Kraft der Fürbitte recht nützet. Dann können sich auch die Lichtwesen einschalten, ohne Widerstand zu finden. Jede Verbindung also von Seelen der Finsternis mit der Lichtwelt oder mit Gott ist unmöglich, solange nicht der Wille zuvor gebrochen ist, der noch im offenen Widerstand mit Gott verharrt, ansonsten das Wesen nicht in der Finsternis wäre. Denn es entscheidet nicht das Verlangen nach einem besseren Zustand allein, den wohl jedes Wesen in der Finsternis haben wird, sondern es muß zuvor die Ursache seines elenden Zustandes erkennen und sich bemühen, diese Ursache zu ändern, sich selbst zu wandeln und Licht zu begehren um des Lichtes willen, nicht um der damit verbundenen Seligkeit willen...

Es muß das Wesen seine Sündhaftigkeit erkennen und seiner Sünden ledig werden wollen, es muß die Erlösung begehren aus der Erkenntnis heraus, daß es in dieser Sündhaftigkeit nicht der Nähe Gottes würdig ist, und es muß frei werden wollen von Sünde und Tod, um Gott nahezukommen, nach Dem die Seele (sich, d. Hg.) sehnen muß... was auch sicher der Fall sein wird, wenn sie einmal ihre Schuld erkennt und sie bekennt vor Jesus Christus, Der immer wieder ihr nahetreten wird, um sie zu veranlassen, daß sie zu Ihm rufet in ihrer Not...

Die Seele muß selbst wollen, aus ihrem Qualzustand herauszufinden, doch immer in tiefer Demut und in der Erkenntnis ihrer Sünden. Und das erfordert ihren umgewandelten Willen, der zu einer solchen Wandlung gelangen kann eben nur durch Fürbitte, weil die Seele allein zu schwach ist, wenn sie das jenseitige Reich im Zustand der Finsternis betritt. Dann kann sie durch Fürbitte soviel Kraft zugewendet bekommen, die sie auch sicher in der rechten Weise nützen wird, weil Gottes Liebe überaus gern die Liebe der fürbittenden Menschen belohnt mit der Erfüllung ihrer Bitten, einer unglücklichen Seele im geistigen Reich zu helfen in ihrer Not. Die Liebe allein beseitigt Schranken, die die Gerechtigkeit Gottes aufgestellt hat und die auch nicht willkürlich umgestoßen werden können...

Der Liebe Gottes sind Schranken gesetzt durch den Willen der Seele selbst...

Wo deren Wille also versagt, kann die stellvertretende Liebe eines Menschen einspringen, und Gott wird um dieser Liebe willen der Seele helfen, aus ihrer unglückseligen Lage frei zu werden... denn Gott will nur eines jeden Wesens Seligkeit, nicht aber sein Verderben...

Amen


B.D. NR. 7346 - 25.4.1959

Rechtes Denken ist Wirken des Geistes...

Liebe...

Die Kraft des Geistes wird immer durchbrechen, wenn ihr nur kein Hindernis entgegengesetzt wird durch offene Lieblosigkeit. Denn der Geist kann nur wirken, wo Liebe ist... dort aber äußert er sich auch, wenn auch in verschiedener Weise...

Er braucht nicht offensichtlich zum Ausdruck zu kommen, so daß ungewöhnliche Fähigkeiten offenbar werden...

Es kann auch das Denken des Menschen so gelenkt sein, daß das Wirken des Geistes zutage tritt, daß der Mensch erleuchtet ist und immer der Wahrheit gemäß reden und denken wird, weil der Geist in ihm sein Denken ordnet, er ihn also gleichsam „einführt in die Wahrheit“. Denn auch das Verständnis für die Wahrheit muß dem Menschen erschlossen werden, dann erst kann ihn die Wahrheit beglükken...

Und das ist das Wirken des Geistes im Menschen, daß dieser ihm das rechte Verständnis erschließt. Sowie also der Mensch sich bemüht, in der Liebe zu leben, kann er auch mit Gewißheit erwarten, daß Gott ihm rechtes Denken schenkt, daß Er ihm Verständnis gibt für geistige Lehren, daß Er ihm hilft, die Wahrheit zu erkennen als solche und den Irrtum abzutun. Aber es muß auch dieser Liebewille vorhanden sein, weil ohne Liebe sich der Geist aus Gott nicht äußern kann. Und somit könnt ihr auch mit Sicherheit eine Lehre verurteilen oder ablehnen, die euch lieblose Menschen als Wahrheit hinstellen wollen, denn aus einem lieblosen Munde kann keine Wahrheit kommen, denn diese ist Anrecht des göttlichen Geistes, der sich aber niemals eines lieblosen Menschen bedient, um sich zu entäußern. Dagegen kann und wird ein liebetätiger Mensch wieder nichts anderes als die Wahrheit aussprechen können, weil ihn der Geist in sich dazu veranlaßt, der nun sein Reden und Denken lenkt und sicher immer der Wahrheit gemäß. Es muß immer bedacht werden, daß von dem Menschen als erstes der Wandel zur Liebe gefordert wird, daß also die Wesenswandlung von der Ichliebe zur uneigennützigen Nächstenliebe Zweck und Ziel eines Menschen auf Erden ist...

Wo nun diese Wandlung schon eingesetzt hat, wo die Liebe zum Durchbruch kommen konnte, dort muß auch schon die Auswirkung zu erkennen sein, die Folgen, die aus einem liebetätigen Lebenswandel erwachsen...

Wo aber die Liebe ist, da ist auch Gott Selbst... wo Gott Selbst ist, muß die Wahrheit sein...

Also muß auch das Denken eines liebetätigen Menschen der Wahrheit entsprechen, weil Gottes Gegenwart sich durch den Geist im Menschen äußert, der dem Menschen die Wahrheit schenkt von innen heraus, denn nicht das Geistesgut, das von außen an den Menschen herangetragen wird, vermittelt ihm die Wahrheit, sondern erst das Denken des Menschen selbst, wie es sich zu jenem Geistesgut einstellt. Und dies bewirket der Geist, der durch ein Liebeleben erweckt wurde und nun unablässig tätig ist...

Darum werden die göttlichen Liebegebote immer wieder herausgestellt als allein vordringlich für des Menschen Seelenheil, denn sie müssen unbedingt erfüllt werden, will der Mensch sich in der Wahrheit bewegen, will er sich eines recht gelenkten Denkens erfreuen, will er von innen heraus belehrt werden und volles Verständnis erlangen für alles Geistige, was ihm unverständlich bleibt, solange er noch unerweckten Geistes ist. Aber sein Leben beginnt erst ihm volle Zufriedenheit zu geben, wenn er es erweckten Geistes vollbewußt leben kann, weil zuvor doch eine geistige Blindheit ihm alles verschließet, solange er nicht der göttlichen Liebegebote achtet... solange er sich noch nicht selbst im Gesetz göttlicher Ordnung bewegt. Nur die Liebe stellt diese Ordnung her, nur die Liebe kläret sein Denken, nur die Liebe macht den Menschen sehend, und nur durch die Liebe lernet er erkennen, unterscheiden und recht denken und urteilen...

Dann aber ist auch Licht in ihm auf allen seinen Wegen...

Dann führet ihn der Geist aus Gott, den die Liebe erweckt hat zum Leben...

Amen


B.D. NR. 7347 - 27.4.1959

Die reine Lehre Christi...

Es wird euch ganz gewiß Meine Lehre so rein geboten, wie sie von Mir Selbst gepredigt wurde, als Ich über die Erde wandelte. Denn es kann von Mir aus immer nur die reine Wahrheit ausgehen, es kann von Mir aus immer nur ein Lehrgut euch vermittelt werden, das frei ist von jedem Irrtum, frei von jeder Unklarheit. Und es wird euch auch immer so geboten werden, daß es verständlich ist für euch, sowie ihr nur des Willens seid, es zu verstehen. Denn dem Gleichgültigen wird das Verständlichste doch unverständlich bleiben, weil er in geistiger Finsternis dahingeht und nicht zum Licht gelangen will. Und darum kann letzterem auch Irrtum unterbreitet werden, er wird solchen eher annehmen als die Wahrheit, weil die Wahrheit auch Willigkeit des Herzens voraussetzt, um erkannt und anerkannt zu werden als Wahrheit. Was ihr nun als Wahrheit von Mir empfanget, das gibt euch hell und klar Aufschluß über alle Fragen, die euer Seelenleben betreffen, und immer wieder wird euch nur die gleiche Lehre vermittelt, die von Mir und Meinen Jüngern verbreitet wurde. Ich gab den Jüngern den Auftrag: „Gehet hinaus in die Welt und lehret alle Völker...“ Und die gleiche Lehre sollen auch nun Meine Jünger der Endzeit hinaustragen und sie als „Mein Wort“ verkünden allen, die guten Willens sind. Und diese werden sie auch erkennen als die frohe Heilsbotschaft, die ihnen ihr Gott und Vater Selbst zukommen läßt, um ihnen dadurch zu verhelfen, zur Reife ihrer Seelen zu gelangen. Denn wer Meine Lehre annimmt, dem wird auch bald das Licht der Erkenntnis leuchten, er wird alles verstehen können und darum gern und freudig Meinen Willen erfüllen, der in Meinem Wort zum Ausdruck kommt...

Er wird auch bald nicht nur Hörer, sondern ein eifriger Täter Meines Wortes sein und die Kraft des göttlichen Wortes bald an sich selbst erfahren dürfen. Und es kann Meine Lehre immer nur in ihren Grundzügen den Menschen vermittelt werden, denn erst dann kann ihnen tiefere Weisheit erschlossen werden, wenn sie jene Grundzüge begriffen haben und sie erfüllen...

Dann aber wird der Mensch blicken können in unendliche Tiefen der Weisheit, und er wird schöpfen können aus dem Born des Lebens unbeschränkt...

Und darum predigte Ich auf Erden immer nur die Liebe...

Denn das Erfüllen Meiner Liebegebote ist die Grundbedingung, um in unermeßliche Tiefen der Weisheit nun eindringen zu können, denn Ich habe dem Wissen der Menschen keine Grenzen gesetzt. Doch ohne Liebe setzt sich der Mensch selbst unüberwindliche Schranken, ohne Liebe bleibt er finsteren Geistes, ohne Liebe vermag er die reine Wahrheit nicht zu unterscheiden vom Irrtum und ohne Liebe fehlt ihm auch der Wille, ein geistiges Wissen in sich aufzunehmen. Darum muß immer nur die Liebe gepredigt werden auch von Meinen Jüngern der Endzeit und dann wird auch der Mensch, der sich bemüht, in der Liebe zu leben, leicht die Wahrheit zu erkennen vermögen, die immer die gleiche bleibt, die sich ewig nicht verändern wird und die jeder Mensch annehmen muß, will er im Licht der Erkenntnis stehen und selig werden...

Und Mein Wort verbürgt euch Menschen die reine Wahrheit, denn „Himmel und Erde werden vergehen, aber Mein Wort bleibt bestehen bis in alle Ewigkeit...“ Und darum ertönet es immer wieder euch Menschen von oben herab, unverfälscht und rein, und jeder wird es als „Mein Wort“ erkennen, der eines guten Willens ist...

Amen


B.D. NR. 7348 - 28.4.1959

Freier Wille...

Aufstiegsmöglichkeit...

Weder auf Erden noch im jenseitigen Reich unterliegt euer Wille einem Zwang, und darum ist es so schwer, daß ihr zur Vollendung gelanget, weil von geistiger Seite aus ihr in keiner Weise so beeinflußt werden dürfet, daß ihr also gewissermaßen gezwungen Handlungen ausführt, die eurer Seele zum Heil gereichen. Allem liegt der freie Wille zugrunde, den zwar sehr viele Menschen lieber anzweifeln als anerkennen wollen, der aber doch der wichtigste Faktor ist im Erdenleben und auch bleiben wird im jenseitigen Reich. Denn wider seinen Willen wird kein Mensch selig werden können, wider ihren Willen wird keine Seele zum Licht gelangen, ansonsten alles Geistige schon restlos erlöst wäre. Der freie Wille aber gehört zu einem von Mir erschaffenen Wesen, ansonsten Ich Unvollkommenes erschaffen hätte, was nimmermehr geschehen kann. Das Wesen war Mein Ebenbild, es war eine Ausstrahlung Meines Urwesens, und nichts „Göttliches“ ist ohne freien Willen zu denken. Der freie Wille lag dem Abfall des Wesens von Mir zugrunde... der freie Wille ist auch Grundbedingung der Rückkehr zu Mir. Von keiner Seite... weder der Meinen noch der Meines Gegners... kann und wird zwangsweise eingewirkt werden können auf ein Wesen, zu wollen und zu handeln in bestimmter Richtung...

Das Wesen selbst entscheidet frei über seinen Willen und kann nur dadurch einmal zur Vollendung gelangen, aber auch ewige Zeiten noch in weiter Entfernung von Mir verharren. Und wenn ihr Menschen euch dies vorstellt, dann wird euch auch der Kampf auf Erden verständlich sein, denn gute wie schlechte Kräfte suchen euch auf ihre Seite zu ziehen, indem sie alle bemüht sind, euren Willen zu beeinflussen durch Vorstellungen, denen ihr euch nun zuwenden sollt aus euch selbst heraus. Beide Richtungen, das Licht und auch die Finsternis, möchten euren Willen gewinnen für sich, aber keine kann euch zwingen, ihr selbst gebt am Ende den Ausschlag, und ihr könnt daher nur so weit beeinflußt werden, daß euch durch Lehren, durch Mein Wort, alles Für und Wider vorgestellt wird und ihr selbst euch nun zu entscheiden habt, ob ihr diesen Vorstellungen nun folgt oder nicht. Und dieser euer freier Wille betrifft eure innerste Gesinnung... nicht immer das, was ihr ausführt. Ihr könnt auch an der Ausführung eures Willens gehindert sein, aber das innerste Wollen und Denken ist entscheidend, in welcher Richtung euer Wille geht, und dementsprechend wirkt sich der Wille auch an der Seele aus und fördert oder hindert ihre Vollendung. Aber der freie Wille ist göttlicher Anteil, er kennzeichnet den Menschen als ein von Mir einst ausgegangenes Wesen, das Ich in aller Freiheit erschaffen habe, das als Geschöpf nicht anders sein sollte, als der Schöpfer ist, und das auch in dieser Vollkommenheit verblieben wäre, wenn es seinen freien Willen nicht mißbraucht hätte... wozu es aber eben auch die Fähigkeit haben mußte, ansonsten das Wesen nicht „frei“ genannt hätte werden können. Darum ist die Rückführung des Geistigen ein Werk, das ewige Zeiten in Anspruch nehmen wird, weil die Willensfreiheit ausschlaggebend ist, weil das Wesen niemals wird gezwungen werden zu dem Entscheid für oder wider Mich...

Es muß in aller Freiheit verbleiben. Aber übergroß ist die Seligkeit des Wesens, das im freien Willen doch einst wieder zurückfindet zu Mir... das seinem Willen die rechte Richtung gibt, daß es heimkehrt zu Dem, von Dem es einst in aller Vollkommenheit ausgegangen ist...

Amen


B.D. NR. 7349 - 29.4.1959

Weinbergsarbeit muß in Liebe geleistet werden...

Keinem von euch wird der Segen ausbleiben, der auf einer Arbeit für Mich und Mein Reich liegt, die in wahrer Nächstenliebe ausgeführt wird. Es muß diese innige, uneigennützige Liebe zum Nächsten dabeisein, wenn sie erfolgreich sich auswirken soll an den Menschen auf der Erde und auch an den Seelen im Jenseits, die jener Nächstenliebe ebenso bedürfen, um weiterzukommen in ihrer geistigen Entwicklung. Denn ohne Liebe bleibt die Arbeit auch nur eine mechanische Tätigkeit, die nicht viel Segen erbringen wird. Es muß der Hilfswille für alle unglücklichen Seelen vorhanden sein, die noch nicht den Weg gefunden haben zu Mir...

Es muß der Knecht in Meinem Weinberg also vorerst helfen wollen und dann die Arbeit in Angriff nehmen, und sie wird ihm gelingen, sie wird ihm Erfolg eintragen, indem der Mensch oder die Seelen im jenseitigen Reich annahmewillig sind und also eingehen auf die Bemühungen des Arbeiters in Meinem Weinberg... indem sie Mein Wort, das er ihnen verkündet, anhören und es auszuleben suchen. Und die Seele ist schon gewonnen für die Ewigkeit...

Die Seelen empfinden die Liebe dessen, der Mein Wort zu ihnen bringt, und sie haben daher nicht mehr den Widerstand, der anfänglich noch in ihnen war...

Der Liebe des Verkünders aber weicht jener Widerstand, die Liebe des Verkünders hat ihre Wirkung auf das Herz dessen, der Mein Wort nun vernimmt, und es öffnet sich daher willig und nimmt auch Mich auf, wenn Ich Meinem Diener folge und Einlaß begehre. Auf der Arbeit eines liebenden Weinbergsarbeiters ruht ein großer Segen...

Wohingegen diese Liebe fehlt, wird die Arbeit ergebnislos sein... und sie fehlt dort, wo von Berufs wegen Mein Wort gepredigt wird, wo der Beruf eines Predigers nur Existenzfrage ist und die wahre uneigennützige Nächstenliebe fehlt, wo der Prediger nicht die große Seelennot sieht von denen, denen er Hilfe bringen soll durch Verkündung Meines Wortes...

Wo selbst nicht Liebe ist, kann auch nicht in Liebe gewirkt werden, und der Erfolg wird nicht groß sein, es sei denn, unter den Zuhörern befinden sich Menschen, die ein großes Verlangen haben in sich nach Meiner Ansprache...

Ihnen wird das Wort zum Segen gereichen, auch wenn es nicht aus liebeerfülltem Herzen dargeboten wird, aber es ist in Liebe zu Mir empfangen worden, und es wird Mein Wort nun auch die Kraft einer direkten Ansprache haben und Segen bringen...

Die Liebe aber ist immer erst die Kraft, die wirken kann im Herzen eines Menschen, und eine Liebegabe aus Mir soll daher auch mit liebendem Herzen und Händen dargereicht werden, und der Segen wird wahrlich nicht ausbleiben...

Amen


B.D. NR. 7350 - 30.4.1959

Lebendiger Glaube...

Der lebendige Glaube ist es, der euch Kraft gibt... und die Liebe ist es, die den Glauben lebendig werden lässet...

Darum kann keiner sich gläubig nennen, dem die Liebe fehlt, denn dieser wird auch niemals eine solche Glaubenskraft besitzen, daß ihm Unmöglich-Scheinendes doch möglich ist. Ein lebendiger Glaube kann Berge versetzen... d.h. soviel, als daß ein Mensch mit lebendigem Glauben so tief in der Liebe steht, daß er eng mit Gott verbunden ist und also auch mit Gott zusammen alles ausführen kann, was er will...

Denn durch die Liebe, die das Urwesen Gottes ist, ist Gott Selbst in ihm, und es wird der Mensch dann auch den gleichen Willen haben wie Gott, also nichts wollen, was wider den Willen Gottes gerichtet wäre. Ein zur Liebe gewordener Mensch steht schon in so innigem Verband mit Gott, daß er nichts mehr tut aus sich heraus, sondern alles aus Gott, denn Gottes Wille ist in ihm, weil durch die Liebe der Zusammenschluß mit Gott schon stattgefunden hat, und sonach muß auch die Glaubenskraft so stark sein, daß der Mensch nichts anzweifelt, daß er alles zu leisten imstande ist, weil er es leistet mit der Kraft aus Gott... mit Gott Selbst. Wo aber ist ein so starker Glaube zu finden?...

Wo ist die Liebe so tief, daß des Menschen Glaube dadurch lebendig geworden ist? Wo fühlt sich ein Mensch so innig mit Gott verbunden, daß er kein Gelingen dessen mehr anzweifelt, was er vollbringen möchte? Die Liebe ist nicht sehr tief bei den Menschen, es sind nur oberflächliche Gefühle, die von euch Menschen für Liebe gehalten werden, aber es ist nicht die uneigennützige Liebe, die dem Nächsten alles zuwenden möchte, was ihn beglückt. Immer ist die Ichliebe noch vorherrschend und dadurch auch die Kraft des Glaubens noch schwach, und bevor nicht diese Ichliebe sich gewandelt hat, daß der Mensch alle eigenen Wünsche zurückstellt um des Nächsten willen, der seine Hilfe und Liebe braucht, wird auch der Glaube noch nicht so lebendig sein, daß ihm alles zu bewältigen möglich ist. Denn die Liebe selbst ist Kraft aus Gott, die alles vollbringt, denn in jedem Liebewerk ist Gott, Der die Liebe ist...

Und bei Gott ist kein Ding unmöglich...

Dieser Glaube muß so lebendig werden im Herzen eines Menschen, dann wird er auch keinen Augenblick mehr zweifeln, daß Gott Selbst ihn mit Seiner Kraft unterstützt, wenn der Mensch aus Liebe etwas tun will, wozu ihm allein die Kraft mangelt...

Die Kraft aus Gott aber kann er jederzeit beziehen, denn mit jedem Werk der Liebe strömt sie ihm zu...

Denn Liebe, Kraft und Gott sind eins, und es ist wahrlich dem alles zu leisten möglich, der sich durch die Liebe innig mit Gott verbindet und Seine Liebekraft in Anspruch nimmt. Es wird dessen Glaube lebendig sein, weil das die Auswirkung eines rechten Liebelebens ist, daß der Glaube zum Leben erweckt wird. Und es wird der Mensch nicht mehr zweifeln, der nur in sich die Liebe zur hellen Flamme werden läßt, denn er empfängt dauernd den Zustrom aus Gott, und er wird schaffen und wirken können mit Seiner Kraft... er wird schon auf Erden Dinge verrichten können, die für einen Menschen ohne Liebe unmöglich sind. Denn die Liebe ist die Kraft, die alles bezwingt und alles erreicht...

Amen


B.D. NR. 7351 - 1.5.1959

Wesenswandlung zur Liebe...

Gottes Gegenwart...

Gegenwärtig kann Ich euch nur sein, wenn ihr euch zur Liebe wandelt...

Meine Gegenwart aber ist für euch der Inbegriff der Seligkeit. Und darum solltet ihr alles tun, um euch wieder zur Liebe zu gestalten, die euer Wesen war im Anbeginn...

Meine Gegenwart ist gleichbedeutend mit Liebedurchstrahlung, und Liebedurchstrahlung wieder sichert euch Kraft und Licht, ohne welche ihr nicht selig genannt werden könnet. Wenn ihr aber licht- und krafterfüllt seid, dann könnt ihr auch wirken in vollster Willensfreiheit, der nun aber nicht mehr wider Mich gerichtet ist, sondern vollkommen in dem Meinen aufgeht. Ihr werdet selig sein, in dieser Freiheit und Kraft schaffen zu können, weil dies die Bestimmung jeden urgeschaffenen Geistes gewesen ist, die er selbst nur mißachtete und darum in die unselige Lage geraten ist, in der sich der Mensch, als noch unvollkommen, auf der Erde befindet...

Aber er kann selbst diese seine Lage ändern, er kann das unglückselige Los in ein seliges Los umwandeln, wenn er nur alles tut, um sich Meine Gegenwart zu sichern... wenn er sich wieder zur Liebe wandelt...

Und es ist dies wahrlich nicht so schwer, denn er braucht sich nur Meine Gebote der Gottes- und Nächstenliebe zur Richtschnur seines Erdenwandels zu machen und immer so zu leben, wie es diesen beiden Geboten entspricht. Und da er für sich selbst das Recht in Anspruch nimmt, vom Mitmenschen geachtet zu werden, da er selbst es als wohltätig empfindet, wenn dieser ihm Liebedienste erweiset, so kennt er auch genau den Weg, den er selbst zurücklegen muß, um den Liebegeboten gerecht zu werden...

Er braucht nur seinem Mitmenschen alles das anzutun, was er selbst wünschet, daß es ihm geschehe, wenn er in der gleichen Lage ist wie der Mitmensch. Was er als Wohltat empfindet, soll er dem Nächsten antun, und er wird auch immer dazu die Kraft und die Mittel haben, wenn er selbst es nur ernstlich will. Und was er anfangs mit Bedacht tut, das wird ihm bald Herzensbedürfnis werden, und er wird selbst erfahren, wie beglückend es ist, dem Nächsten Gutes zu tun, zu geben und zu helfen, wo es not tut...

Die Liebe wird sein ganzes Wesen erfüllen, und immer näher wird er Mir Selbst kommen, denn mit jedem Werk der Liebe zieht er Mich Selbst zu sich und sichert sich Meine Gegenwart...

Und dann erfüllt er auch seinen Erdenlebenszweck, er vollzieht die Umwandlung seines Wesens, er tut das, wozu ihm das Erdenleben gegeben wurde: Er sucht vollkommen zu werden, wie er es war im Anbeginn. Mit Meiner Gnade und Unterstützung wird er es auch schaffen, niemals aber ohne Mich, weil er dazu zu schwach ist. Er muß sich Meine Gegenwart sichern...

Er muß Mich bitten und also durch das Gebet Mir einmal nahekommen, er muß Mich darum ersuchen, ihm Kraft zu schenken für seinen Wesenswandel zur Liebe...

Diese Bitte wird ihm unwiderruflich erfüllt werden, denn sie bezeugt den ernsten Willen, diese Wesenswandlung vorzunehmen, und wer einmal diese Bitte an Mich gestellt hat, der wird auch immer wieder vor Gelegenheiten gestellt werden, wo er sich in der Liebe üben kann, wo es ihm keine große Überwindung kostet, weil er offensichtlich die Kraft aus Mir bezieht, die er sich erbeten hat. Nehmet es nur mit dieser eurer Wesenswandlung zur Liebe ernst... und bittet Mich um Meine Hilfe...

Und wahrlich, Ich werde euch gegenwärtig bleiben und euch innerlich antreiben zum Wirken in Liebe, wo immer sich die Gelegenheit bietet, denn Ich will mit euch verbunden sein, und das kann nur geschehen durch die Liebe, die ihr im freien Willen bezeugen müsset, aber immer Meine Unterstützung erfahren werdet, wenn ihr nur ernstlich Mich um Kraft angehet, euren Vorsatz auch ausführen zu können. Ohne Meine Gegenwart vermögt ihr nichts, aber immer könnet ihr euch Meine Gegenwart sichern durch Wirken in Liebe oder ein Gebet im Geist und in der Wahrheit. Ich werde es hören und erhören, Ich werde bei euch sein und bleiben, Ich werde euch ziehen, bis ihr nicht mehr euch von Mir lösen wollet, bis ihr durch Wirken in Liebe die Bindung mit Mir so gefestigt habt, daß Ich euch ständig gegenwärtig sein kann und dann also auch die Rückwandlung zur Liebe vollzogen ist, daß ihr euer Wesen dem Meinen angeglichen und nun also euren Erdenlebenszweck erfüllt habt und nun wieder werdet wirken können, wie es uranfänglich eure Bestimmung war...

Amen


B.D. NR. 7352 - 2.5.1959

„Wer an Mich glaubt...“

„Wer an Mich glaubt, der wird nicht sterben in Ewigkeit...“ Diese Meine Verheißungsworte lassen euch Menschen sehr oft irrige Schlußfolgerungen ziehen, wenn ihr glaubet, daß es nur genüge, daß ihr mit dem Munde bekennet oder es nicht ableugnet, daß Ich über die Erde gegangen bin im Menschen Jesus... wenn ihr glaubt, daß es genüge, daß ihr nicht die Existenz des Menschen Jesus streitet, Der am Kreuz für die Menschheit gestorben sein soll... wenn ihr nur widerspruchslos annehmet, was euch von Kindheit an gelehrt wurde, ohne euch selbst ernstlich damit auseinandergesetzt zu haben. Denn daß ihr glaubet, daß Ich Selbst im Menschen Jesus über die Erde gegangen bin, bezeugt Mir noch nicht die innere Einstellung zu diesem größten Erbarmungswerk Meiner göttlichen Liebe, es bezeugt Mir nicht, ob ihr zu jenen gehören wollet, die Ich erlöst habe durch Mein Blut, das am Kreuz für euch vergossen worden ist. Ihr müsset euch vorerst einmal klarwerden, was Ich unter einem rechten Glauben verstehe, den Ich fordere, um euch das ewige Leben geben zu können...

Eine Lehre widerspruchslos anzunehmen ist noch kein Glaube, denn ein rechter Glaube erfordert zuerst ein ernstes Nachdenken über diese Lehre, er fordert eine ernste Stellungnahme dazu...

Und es kann nun für einen Menschen das Ergebnis seines Nachdenkens auch falsch sein, wenn diesem der gute Wille fehlt, zur Wahrheit zu gelangen, und wenn er ohne Liebe ist... was einen rechten Glauben ganz ausschaltet. Denn ein Mensch ohne Liebe wird niemals recht zu glauben vermögen, weil ein rechter Glaube erst durch die Liebe zum Leben erweckt wird, ohne Liebe aber immer nur ein Bekennen mit dem Munde erwartet werden kann, niemals aber eine innere Überzeugung von der Wahrheit dessen, was der Mensch glauben soll. Und so kann sich also ein Mensch ohne Liebe niemals berufen auf jene Meine Verheißung, daß „er nicht sterben wird in Ewigkeit...“,wenn er nur Meinen Erdenwandel und den Kreuzestod anerkennt, weil es ihm so gelehrt wurde, aber seine innere Einstellung zu dieser Lehre noch fehlt... weil er nicht den Willen hat, in der Liebe zu leben und zur rechten Wahrheit zu gelangen. Dann also ist sein Glaube ein toter Glaube, der auch niemals ihm „das Leben“ in der Ewigkeit schenken kann. Aber sehr viele Menschen hoffen auf diese Verheißung, die nur als Formchristen durch das Erdenleben gehen, die nicht ernsthaft nachdenken, sondern sich nur an solchen Worten genügen lassen und von sich aus glauben, zu jenen zu gehören, die „leben werden in Ewigkeit...“ Ich aber verlange mehr von den Menschen, denn Ich will, daß sie wahrhaft selig werden. Und so verlange Ich auch eine klare Entscheidung von ihnen in aller Wahrhaftigkeit...

Ich verlange, daß sie Dem, an Den zu glauben sie vorgeben, auch nachfolgen, daß sie einen Lebenswandel führen in Liebe, wie Jesus ihn geführt hat...

Und tun sie das, so werden sie auch nachzudenken beginnen über jenen Menschen und Seine eigentliche Mission, und dann erst nehmen sie selbst gedanklich Stellung zu den Lehren, die bisher nur ihr Verstand, aber nicht das Herz verarbeitet hatte. Und nun erst entscheidet es sich, ob und was der Mensch nun glaubt von den Lehren, die ihm erziehungsmäßig übermittelt wurden, und nun erst wird ihr Glaube ein lebendiger, der die Kraft in sich hat, den Menschen stets tiefer eindringen zu lassen in das große Problem der Menschwerdung Gottes und Seines Erlösungswerkes...

Nun erst ist der Glaube so, wie Ich es haben will, um ihn mit dem ewigen Leben zu belohnen, denn nun erst ist auch die Einstellung des Menschen zu Mir als dem göttlichen Erlöser Jesus Christus so, daß von einem rechten Glauben gesprochen werden kann, der dem Menschen ein „ewiges Leben“ sichert gemäß Meiner Verheißung. Und wenn ihr Menschen euch ernstlich fragt, dann wird sich so mancher eingestehen müssen, daß auch er in einem solchen Formglauben dahingeht, der Jesus Christus wohl gelten lässet, weil er sich nicht anmaßet, Ihn glattweg abzulehnen, der aber noch nicht in sich die innere Überzeugung hat von der Mission des Menschen Jesus und von Meinem Wesen, das in Ihm Aufenthalt genommen hat zwecks eurer Erlösung. Ihr müsset auch auf Erden „leben“, d.h. eure Gedanken und euren Willen tätig werden lassen, wollet ihr zum ewigen Leben gelangen, zum lebendigen Glauben an Mich in Jesus Christus, Der euch erlöst hat von Sünde und Tod...

Dann erst werdet ihr „den Tod nicht schmecken in Ewigkeit“, ihr werdet zum Leben eingehen, wie Ich es euch verheißen habe...

Amen


B.D. NR. 7353 - 3.5.1959

Gottes endlose Vaterliebe...

Es trägt euch Meine Liebe über alles hinweg, wenn ihr nur Mir euch anvertraut und von selbst nichts mehr wollet als nur, daß Mein Wille erfüllt werde...

Denn Meine Liebe zu euch ist unermeßlich, und würdet ihr euch von dem Grade Meiner Liebe einen Begriff machen können, wahrlich, ihr hättet keine Not und keine Sorge mehr, weil ihr es wüßtet, daß Ich über euch Meine Hände halte und euch schütze und segne. Aber eure bangen Zweifel halten Mich von euch fern, so daß Meine Liebe nicht mehr mit aller Kraft wirken kann. Und Ich muß das zulassen, will Ich euren Willen nicht beschneiden, der selbst sich richten muß zu Mir in aller Freiheit...

Und ob Ich euch das auch immer wieder sage, daß Ich euch liebe mit aller Glut und daß ihr darum nichts zu fürchten brauchet... ihr müsset von selbst diese Worte in euch bewegen, und dann erst können sie ihre Wirkung auf euch ausstrahlen, und wahrlich zu eurer Seligkeit...

Einen Vater sollet ihr euch vorstellen, Der Seine Kinder treulich an der Hand führt und nicht dulden wird, daß sich ihnen Gefahren nahen. Die Liebe eines Vaters ist wahrlich selbstlos und will nur das Kind beglücken, aber es muß sich das Kind auch ohne Furcht an den Vater anschmiegen, es darf sich nicht von Ihm entfernen und eigene Wege gehen wollen; es muß hören, wenn der Vater es rufet, und es muß tun, was der Vater von ihm verlangt. Und das sollet auch ihr tun, indem ihr Meine Gebote erfüllet, die Ich euch nur deshalb gegeben habe, um euch unaussprechlich beglücken zu können. Erfüllet ihr Meine Gebote der Gottes- und der Nächstenliebe, dann bereitet ihr auch Mir große Freude, denn dann kehret ihr freiwillig zu Mir zurück, ihr erfasset freiwillig Meine Hand und lasset euch führen auf eurem ferneren Lebenswege. Und von Stund an seid ihr auch ledig jeder Not und Sorge, weil Ich diese übernehme für euch, weil Ich alles für euch erledige, weil Meine Macht und Stärke euch über alles hinweghebt, was euch als Hindernis erscheint auf dem Wege nach oben. Versetzet euch nur oft und innig in den Gedanken, daß Ich euch an der Hand halte und über euch wache... daß Ich euch liebe und um euer Ausreifen besorgt bin... daß Ich euch nicht Meinem Gegner überlasse, sowie ihr euch freiwillig Mir zuwendet...

Suchet immer tiefer einzudringen in das Wesen Meiner Gottheit, Die in Sich Liebe ist...

Und ihr werdet es immer mehr empfinden, daß ein Gott der Liebe nicht euer Unglück will, es euch also fernhalten wird, wenn ihr euch nur an Ihn anlehnet... wenn ihr nur an Meiner Hand geht, die Ich immer euch entgegenstrecke, wenn ihr allein wandelt. Meine Blicke sind unverwandt auf euch gerichtet und erkennen jede Gefahr...

Glaubet ihr wohl, daß Meine Liebe euch in solchen Gefahren ungeschützt läßt? Glaubet ihr, daß Ich euch allein wandeln lasse, auch wenn ihr es wolltet? Ich folge euch, weil Ich euch und eure Herzen kenne und weil Ich weiß, daß ihr Mir angehöret durch euren Willen. Aber ihr werdet bedrängt und belastet sein, solange ihr allein gehet, ohne Mich an der Hand zu fassen, und ihr werdet in Nöte kommen, auf daß ihr Meiner gedenken sollet und rufen nach Mir...

Und Ich werde bei euch sein in jeder Not des Leibes und der Seele, denn Meine Liebe ist ständig in eurer Nähe und harret nur eures Rufes, um euch wieder zur Seite zu gehen und euch in sicheren Schutz zu nehmen, in dem ihr nun auch euch geborgen wisset, weil ihr bewußt nun neben Mir gehet. Und dieses Bewußtsein Meiner Gegenwart sollet ihr nicht verlieren...

Immer wieder sollen eure Gedanken zu Mir hingewandt sein, und immer wieder sollet ihr Dessen gedenken, Der euch mit nimmermüder Liebe und Geduld folgt, Der euch ganz besitzen will, Dem ihr euch hingeben sollet mit vollstem Vertrauen, daß Er euch herausführet aus aller Not...

Amen


B.D. NR. 7354 - 4.5.1959

Qualvoller Weg vor dem Mensch-Sein...

Ihr habt einen gewaltigen Aufstieg zurückgelegt. Das würdet ihr erst ermessen können, wenn ihr rückschauend in die Tiefen blicken könntet, aus denen ihr euch gelöst habt, um Schritt für Schritt zur Höhe zu gelangen. Aber ihr würdet euch erschaudern und entsetzen, daß ihr in diesen Tiefen einst weiltet, und froh sein, schon euch in einer Höhe zu befinden, die nur um ein weniges noch erklommen zu werden braucht, daß ihr am Ziel endlich angelangt wäret. Ihr wisset nicht um diesen entsetzlich langen Weg der Rückkehr und dürfet auch nicht Beweise dafür erhalten, um euren Willen nicht unfrei zu machen für den letzten Aufstieg zur Höhe, aber ihr solltet es glauben, daß ihr große Verantwortung traget für eure Seele, um sie nicht erneut in diese Tiefe hinabzustoßen, aus der sie sich also so weit emporgearbeitet hatte. Immer wieder wird euch daher die Verantwortung vorgehalten, immer wieder werden euch die Schrecken der Vergangenheit vorgestellt, wie aber auch das Ziel euch beschrieben wird als ein beglückender Zustand in Freiheit und Licht und Kraft. Denn ihr sollt im freien Willen die letzte kurze Wegstrecke als Mensch zurücklegen, aus Liebe zu Gott, Dem ihr immer näherkommen sollet, um in Seiner Nähe dereinst unendlich glücklich zu sein. Doch in der letzten Zeit vor dem Ende wird euch viel Kenntnis gegeben von eurem Vorleben, von der Zeit der Aufwärtsentwicklung, die ihr alle eurer Seele nach schon hinter euch habt...

Es wird euch davon Kenntnis gegeben, wenn es euch auch nicht bewiesen werden kann, aber ihr sollt nicht sagen können, nichts gewußt zu haben, was das Erdenleben für eure Seele bedeutet...

Es wird euch das Wissen davon zugeleitet, das ihr zwar glauben könnt oder nicht, das aber immer euch zum Nachdenken anregen kann und zur eigenen Stellungnahme dazu, damit ihr euer Erdenleben nun bewußt lebt oder auch alle Hinweise unbeachtet lasset und sie ohne Eindruck bleiben...

Aber es wird euch immer wieder zugerufen: Glaubet daran, daß es eure letzte Strecke ist auf dieser Erde, die letzte Strecke eines Weges, der endlos lang war und den ihr schon zurückgelegt habt in den Schöpfungen der Erde. Und lebet nun diesem Glauben gemäß... so, daß die letzte Wegstrecke euch völlige Freiheit bringt aus der Form...

Lebet nur den göttlichen Geboten entsprechend, und formet euer Wesen um zur Liebe im freien Willen...

Denn im Zwang könnt ihr nicht umgewandelt werden, aber euer Wille kann eine Wesenswandlung erzielen, die euch den Weg frei macht für alle Herrlichkeiten des geistigen Reiches, wenn euer Erdengang beendet ist und ihr die letzte materielle Form abstreifen dürfet...

Dann werdet ihr frohlocken können und rückschauend euren Entwicklungsgang als erfolgreich ersehen, ihr werdet Gott loben und preisen ob Seiner Liebe, die euch galt auch in der Tiefe und die euch geführt hat ans Ziel...

Denn einmal findet jede Seele heim zum Vater, aber daß dieses Ziel bald erreicht werde, das bestimmet ihr selbst im freien Willen, und ihr sollt daher Gott anhören, wenn Er zu euch spricht in Seiner Liebe, um euch bald an Sein Herz ziehen zu können, um euch heimholen zu können in das Vaterhaus...

Amen


B.D. NR. 7355 - 5.5.1959

Wirkung der Liebekraft...

Wer sich Mir bewußt hingeben kann in tiefer Liebe, den kann Ich auch erfüllen mit Meiner Liebekraft, die alles bedeutet für ihn...

Denn mit Meiner Liebekraft durchflutet zu sein ist auch gleichzeitig die Gewähr, daß alles Unreine verjagt wird, daß der Liebestrahl alles auflöst oder reinigt, was zuvor noch die Seele belastete. Darum fordere Ich immer wieder von euch, Mir euer Herz zur Wohnungnahme bereitzuhalten, d.h.,in vollem Willen zu begehren, daß Ich darin Wohnung nehmen möge, und von Herzen auch wünschen, daß diese Wohnung gereinigt sei und ausgeschmückt mit Werken der Liebe...

Denn nur die Liebe reinigt euer Herz, und nur die Liebe schmückt euch, so daß es Mir bei euch gefällt. Wo aber Liebe ist, kann nichts Böses Fuß fassen, denn Mein Gegner flieht die Liebe, weil sie seinem Wesen widerspricht. Und so ist die Liebe das Erste und das Wichtigste...

Die Liebe muß in euch entzündet werden und auflodern zur hellen Flamme... einmal die Liebe zu Mir, Der Ich euer Gott und Schöpfer bin und als Vater von euch angesprochen werden möchte... und zum andernmal die Liebe zum Nächsten, der euer Bruder ist, der auch Sein Kind ist und das gleiche Anrecht hat auf Liebe von euch wie auch vom Vater. Und es sollte doch ein leichtes sein, diese Liebe zu Mir und zum Nächsten aufzubringen, wenn ihr euch nur der unzähligen Gnaden bewußt werdet, die ihr täglich von Mir empfanget, weil Ich alle Meine Kinder beglücken will...

Euer ganzes Erdendasein setzt sich zusammen aus solchen Gnadengaben, die in Meiner unendlichen Liebe begründet sind. Und ob ihr auch das Erdenleben zumeist als hart und schwer empfindet, so werdet ihr doch nicht leugnen können, daß es euch auch Schönes bietet, daß ihr immer wieder Meine Liebe erfahren dürfet, ansonsten ihr nicht mit Unbehagen an den Tod denken würdet, der euch von diesem Erdenleben befreit...

Ihr wollet alle nicht das irdische Leben hingeben, also muß es euch doch auch Schönes bieten, was ihr nicht missen möchtet...

Und alles das sind Gnadengaben, die euch Meine Liebe geschenkt hat und immer wieder schenkt, die auch dazu beitragen sollten, den Geber alles dessen zu lieben, was euch beglückt. Und ihr werdet Meine Liebe stets mehr erfahren, je bewußter ihr euer Herz öffnet, daß Ich Meine Liebe in euch hineinstrahlen kann...

Ihr werdet auch das Glück Meiner Liebeanstrahlung empfinden dürfen, seid ihr nur bereit, euch Mir ganz innig hinzugeben und Mich und Meine Gegenwart zu erfahren, die euch dann auch beglücken wird im Übermaß.Wie sehne Ich Mich nach einer solchen freiwilligen Hingabe an Mich, zu der euch das Herz drängt und das darum volle Erwiderung findet, indem Ich in euer Herz einziehe und nimmermehr Mich daraus entferne, weil eure Liebe Mich hält. Und wie glücklich werdet ihr selbst nun werden, wenn euch Meine ständige Gegenwart nun gewiß ist und ihr euch in Meiner Liebe geborgen fühlet. Dann wird euch auch Mein Gegner nicht bedrängen können, der Mich und Meine Liebe flieht und daher auch von euch Abstand nehmen wird, sowie ihr Mich in euer Herz aufgenommen habt...

Denn Meine Liebe ist gewaltig, und sie wehret alles von euch ab, was euch zum Unheil gereichen könnte...

Amen


B.D. NR. 7356 - 6.5.1959

Ständiger Anruf Jesu sichert Seine Gegenwart...

Euch sei das eine gewiß, daß Ich nicht verlasse, die Mein sein wollen. Es werden noch viele Anfechtungen über euch kommen, aber Ich weiß davon und stehe euch als Schutz immer zur Seite. Ihr aber sollt alles tun, um diese Anfechtungen zu bestehen. Mein Gegner hat das Recht, sich an euch zu erproben, weil er nur noch kurze Zeit regieren kann in dieser Welt und darum es mit allen Mitteln versucht, sich seinen Anhang zu erhalten. Und er sieht auch die Meinen, die sich seiner Macht und seinem Willen entzogen haben, und versucht sich an diesen mit verstärkter Kraft. Aber ihr brauchet ihn nicht zu fürchten, denn die Meinen lasse Ich Mir nicht entreißen, die Meinen schütze Ich vor ihm und seiner Macht. Und es gibt ein sicheres Mittel, ihn abzuwehren von euch, wenn ihr nur immer Mich Selbst anrufet, wenn ihr Meinen Namen aussprechet in tiefer Gläubigkeit, daß Ich euch helfe. Und wenn es nur ein Gedanke ist...

Aber ihr müsset euch an Mich Selbst wenden, und ihr werdet frei werden von ihm. Seine Macht ist nicht mehr groß über die Meinen, denn an der Liebe zu Mir prallt alles ab, was er gegen euch auch unternimmt. Aber er wendet oft Mittel an, die euch sehr zusetzen, und dennoch brauchet ihr auch solche nicht zu fürchten, wenn ihr nur immer Meiner gedenket, Der Ich am Kreuz für euch alles getragen habe, was euch belastete als Sündenschuld. Ich habe euch erlöst, Ich habe euch frei gemacht von seiner Herrschaft, und also ist nur euer eigener Wille nötig, daß ihr dieses Mein Kreuzesopfer annehmet, daß ihr es als für euch geleistet ansehet und glaubet, daß Mein Gegner über euch keine Macht mehr hat, sowie ihr euch freiwillig Mir übergebet. Gedenket Meiner zu jeder Stunde, und ihr veranlaßt dadurch Mich Selbst zu ständiger Gegenwart...

Was kann euch dann noch geschehen, wenn Ich euch gegenwärtig bin?...

Ihr brauchet nichts und niemanden zu fürchten, denn selbst der sonst mächtige Gegner ist machtlos, sowie Ich Mich an eurer Seite befinde, und daß Ich euch zur Seite bleibe, das bestimmt allein euer Wille, Mich nicht aus euren Gedanken auszulassen, Mich zu rufen in jeder Not und Bedrängnis, Meinen Namen auszusprechen im Vertrauen auf Meinen Beistand, den Ich euch verheiße zu jeder Zeit. Lasset nur euren Glauben lebendig werden durch immerwährendes Wirken in Liebe, und ihr werdet keiner Not mehr ausgesetzt sein, denn ein lebendiger Glaube bannet geistige und irdische Not, ein lebendiger Glaube kennt keine Furcht und kein Versagen, ein lebendiger Glaube ist vereintes Wirken mit Mir Selbst, Dem kein Gegner gewachsen ist, Der Sieger ist über den größten Feind und Dem ihr daher euch voll und ganz hingeben sollet, weil ihr dann Mein seid und bleibet und ewig nichts mehr zu fürchten brauchet...

Denn Meine Liebe gilt euch von Anbeginn, und Meine Liebe höret nimmer auf...

Und so wird auch der Vater Sein Kind schützen vor jeder Gefahr, die ihm durch den Feind droht, Er wird neben ihm gehen und die Hände schützend ausbreiten, und alle Wege des Kindes werden geebnet sein, daß es recht zum Ziel gelange...

Amen


B.D. NR. 7357 - 7.5.1959

Der ewige Heilsplan Gottes wird ausgeführt...

Es gibt keine geistige Wende zum Guten auf dieser Erde, wenn auch immer noch einzelne zur Erkenntnis gelangen werden und also für diese eine geistige Wende in ihrem Erdenleben eintritt. Doch es ist die Allgemeinheit weit mehr auf dem Wege zur Tiefe, sie sinkt ab, anstatt zur Höhe zu streben, und diese Menschen werden an Zahl zunehmen, je näher es dem Ende ist. Was auch getan wird, um ihren Willen zu wandeln, um ihnen das Evangelium zu künden oder ihnen die Wahrheit nahezubringen... sie lehnen alles ab und verfolgen eher jene, die ihnen helfen wollen, aus der Tiefe zum Licht emporzusteigen...

Sie sind gänzlich in den Händen des Satans und tun dessen Willen, der sie unwiderruflich in die Tiefe stürzt, wie es sein Plan ist...

Und weil diese Menschen in der Mehrzahl sind, muß auch das Gericht über diese Erde gehen, wenngleich zuvor alles getan wird, um noch die wenigen aus seinen Ketten zu befreien, die in sich gehen und also bei sich selbst eine geistige Wende vollziehen, denn diese werden leben ewiglich, selbst wenn sie noch vor dem Ende dieser Erde ihr Leibesleben verlieren, aber ihre Seelen werden eingehen in das Reich des Lichtes und der Seligkeit. Wer aber ausharret bis zum Ende, der wird selig...

Diese Verheißung wird sich erfüllen, denn die Menschen, die Gott treu bleiben auch in der Zeit des schwersten Glaubenskampfes, werden das Paradies auf der neuen Erde bewohnen dürfen und selig sein...

Dann wird man wohl von einer geistigen Wende sprechen können, denn die Menschen befinden sich dann nicht mehr mit den bösen Mächten im Kampf, es ist Frieden auf der Erde, und die Menschen leben in Liebe zusammen in Eintracht und Seligkeit, und keiner wird den Mitmenschen zu fürchten brauchen als Feind und Widersacher...

Es ist ein gänzlich anderes Leben, als auf der Erde nun ist unter den Menschen, die einander anfeinden und sich gegenseitig Schaden zufügen, weil die Liebe völlig erkaltet ist...

Und dieser Zustand kann nicht so bleiben, aber er würde nicht mehr von seiten der Menschen gewandelt werden, sondern er kann nur durch Gottes Willen eine Änderung erfahren, indem Er wieder das Gesetz göttlicher Ordnung herstellt... indem Er die Böcke von den Schafen scheidet, indem Er das Ihm Gänzlich-Widersetzliche bannt in der Materie und die Treu-Verbliebenen versetzt auf eine neue Erde... indem Er „alles neu macht“, wie Er es verheißen hat. Wer aber eine solche Wende sich auf dieser Erde noch erhofft, der irret, denn der Gegner Gottes hat zu große Macht über die Menschen, die ihm diese Macht selbst einräumen, und er gebrauchet sie auch, weil er weiß, daß er nicht mehr lange Zeit hat...

Er also wird alles daransetzen, um die Verwirrung auf der Erde noch zu vergrößern; und die Menschen selbst tun nichts, um ihm entgegenzuwirken, sie gehen willig auf alles ein, wozu er sie antreibt. Und so wird die geistige Finsternis immer größer werden, die Schwäche der Menschen zum Widerstand nimmt ständig zu und das Treiben des Satans gleichfalls, und ein völliger Verfall und Abfall der Menschen von Gott ist die unausbleibliche Folge, dem darum von seiten Gottes begegnet wird in der Weise, daß alles auf Erden sein Ende findet, daß alle Schöpfungen aufgelöst werden und alles Geistige wieder eine neue Verformung erhält entsprechend seinem erreichten Reifegrad... der Mensch aber gleichfalls seiner Reife entsprechend wieder der materiellen Schöpfung einverleibt wird... bis auf jene, die entrückt werden, weil sie Gott treu bleiben bis zum Ende...

Ob ihr Menschen dies glauben wollet oder nicht... es ist der Heilsplan Gottes, der ausgeführt wird Seinem Willen gemäß und der also auch einmal zur Ausführung gelangt, wenn die Zeit erfüllt ist...

Und daß sie bald erfüllt ist, das wird euch immer wieder verkündet durch Seher und Propheten, auf daß ihr nicht sagen könnet, nichts gewußt zu haben, um euch darauf vorbereiten zu können. Ihr rechnet mit ferner Zukunft... einmal aber wird auch die Zukunft zur Gegenwart, und einmal müsset ihr rechnen mit dem Ablauf entsprechend der Voraussagen...

Und ihr sollt euch dieses Ende so nahe wie möglich vorstellen, und es wird dies nur gut sein für euch...

Denn ihr steht vor dem Ende...

Ihr steht vor einer irdischen und geistigen Wende, und ihr habt nicht mehr lange Zeit...

Nützet sie gut, denn ihr könnet noch viel erreichen, wenn ihr nur guten Willens seid...

Amen


B.D. NR. 7358 - 8.5.1959

Himmelfahrt Jesu...

Es fällt den Menschen schwer, zu glauben, was sich nicht beweisen lässet, wenn es sich um außergesetzliche Erscheinungen handelt, die eben nur im Glauben als wahr angenommen werden können. Dazu gehört auch Meine Himmelfahrt, das letzte Geschehen Meines Wandels über die Erde, das wahrlich ungesetzlich vor sich ging, aber nur von vollendeten Menschen gesichtet werden konnte. Und diese vollendeten Menschen hatten den Auftrag, darüber zu berichten den Menschen, denen sie Kunde brachten von Meinem Erlösungstod, von Meinem Leiden und Sterben am Kreuz und Meiner Auferstehung...

Meine Jünger also bekundeten auch Meine Himmelfahrt, aber sie fanden auch nur dort Glauben, wo die Menschen durch die Liebe schon mehr geistigen Sinnes waren und die darum auch das glauben konnten, was ihnen überbracht wurde. Sie wagten auch nicht, den Zeugen Meiner Himmelfahrt Zweifel entgegenzusetzen, weil sie es fühlten, daß diese Meine Zeugen die Wahrheit sprachen und in höherem Auftrag ihnen das Evangelium verkündeten. Und darum blieb der Glaube an die Himmelfahrt Jesu noch längere Zeit erhalten, sie wurde nicht so angezweifelt, wie das jetzt der Fall ist, wo die Liebe erkaltet ist unter den Menschen und der Glaube schon völlig tot genannt werden kann. Zudem fehlen glaubwürdige Zeugen jenes Vorganges, und es müssen die Menschen bedingungslos das für wahr halten, was ihnen als Überlieferung oder aus dem Buch der Väter bekannt ist...

Aber der lebendige Glaube fehlt, denn diesen kann nur ein Liebeleben erwecken, daß dadurch des Menschen Geist erwacht und daß Licht werde im Menschen und dann auch dieses Problem eine leichte Lösung findet, die ohne einen erweckten Geist niemals gefunden werden kann. Als Ich gen Himmel gefahren bin, umstanden Mich Männer und Frauen, deren Geist erweckt war, die Mir in heißer Liebe anhangen und deren Herzen selbst liebeerfüllt waren. Und darum wurde ihnen ein Vorgang ersichtlich, der ganz natürlich war, weil Mein irdischer Leib nicht mehr bestand, sondern Ich Mir einen völlig verklärten Leib nur deshalb angetan hatte, um ebenjenen Menschen sichtbar bleiben zu können, bis Ich sie verließ, um in das Reich zurückzukehren, aus dem Ich gekommen war. Und Mein Reich ist nur Licht und Liebe, es ist mit irdischen Augen nicht zu sehen, nur von geistigem Augen zu erblicken, wie auch jeder reine Geist inmitten eines Lichtmeeres sich aufhält und auch nur mit geistigen Augen geschaut werden kann. Eine vollendete Seele zieht bei ihrem Tode das Lichtkleid an und erstrahlet in voller Pracht und Herrlichkeit, und würden die Menschen geistig schon vollendet sein, dann könnten sie auch zuweilen eine solche Lichtgestalt erblicken, wenn die Seele ihren irdischen Leib zurückläßt, wenn ihr Leibesleben vollendet ist und die Seele ins jenseitige Reich eingeht. Denn jede Seele, die sich auf Erden bemüht, zur Vollendung zu gelangen, wird schon in einem gewissen Grad vergeistigt sein, daß sie ein Strahlenkleid anlegen kann, nur haben die wenigsten Menschen diese Gnadengabe, geistig schauen zu können, wenn eine Seele ihren Erdenleib verläßt. Und darum ist es auch den Menschen unerweckten-Geistes nicht glaubhaft zu machen, daß Ich nach Meiner Auferstehung „aufgefahren bin zum Himmel...“ , ein Vorgang, der auch nur Meiner Jünger wegen stattfand in aller Herrlichkeit, damit diese ihrer Aufgabe nachkommen konnten in überzeugtem Glauben an Meine Macht und Herrlichkeit, denn sie sollten das Evangelium hinaustragen in die Welt, und sie sollten Kunde geben von Meiner Auferstehung und Himmelfahrt...

Wieweit der Mensch nun das zu glauben vermag, das hängt allein von der Stärke seiner Liebe zu Mir und zum Nächsten ab...

Alles wurzelt in der Erfüllung dieser Meiner zwei Gebote: Höchstes Erkennen und lebendiger Glaube ersteht aus der Liebe zu Gott und zum Nächsten, doch ohne die Erfüllung jener Gebote wird es euch Menschen unmöglich sein, zu glauben, was euch nicht bewiesen werden kann eurer Willensfreiheit wegen. Aber selig könnet ihr euch preisen, wenn ihr glaubet ohne Beweise, denn es wird euch ein solcher Glaube dereinst gelohnt werden, wenn er Folge war eines uneigennützigen Liebelebens...

Dann werdet auch ihr einst ein strahlendes Lichtkleid anziehen, und ihr werdet den Tod nicht schmecken, ihr werdet gleichfalls „auffahren gen Himmel...“ , ihr werdet eingehen können in das Reich des Friedens und der Seligkeit, und strahlend hell wird euch das Licht erfüllen, weil ihr im Licht nun weilet bis in alle Ewigkeit...

Amen


B.D. NR. 7359 - 9.5.1959

„Das Himmelreich leidet Gewalt...“ I.

Bedenket, ihr Menschen, daß ihr nur eine kurze Zeit lebet auf dieser Erde, daß ihr aber unvergänglich seid eurer Seele nach, die da euer eigentliches Ich ist, dann wird es euch verständlich werden, daß ihr sorgen müsset für euer eigenes Wohl in der Ewigkeit und nicht für die kurze Zeit des Erdenlebens, die noch schneller vorüber sein kann, als ihr naturmäßig es annehmet. Denn keiner von euch ist sicher, daß er den nächsten Tag noch erlebt, und jeder muß mit dem Gedanken rechnen, einmal plötzlich abgerufen zu werden von dieser Erde. Und so ihr ernsthaft darüber nachdenken möchtet, würdet ihr euch auch der großen Verantwortung bewußt sein, die ihr für eure Seele, also für euch selbst, übernommen habt für diese kurze Zeit eures Erdenlebens...

Und ihr würdet euch fragen, was ihr wohl schon getan habt für das Wohl eurer Seele...

Diese Frage solltet ihr euch einmal ernstlich stellen, und es würde euch wahrlich nur zum Segen gereichen, wenn ihr kurze Zeit darüber nachdenket. Ihr könnt eurer Seele unvergleichlich viele Reichtümer schaffen, wenn ihr nur guten Willens seid; ihr brauchet euch nur immer zu bemühen, ein Leben in Liebe zu führen, Gott über alles zu lieben und des Nächsten zu gedenken wie eines Bruders und ihm zu helfen, so er in Not ist...

Mehr verlangt Gott nicht von euch als diese Liebe zu Ihm und zum Nächsten. Und seid ihr nun guten Willens, so denket darüber nach, wieweit ihr dem Willen Gottes nachkommt in eurem täglichen Leben, und ihr werdet noch vieles entdecken, was nicht in dem Willen Gottes ist, sowie ihr nur euren Lebenswandel einer ernsten Kritik unterzieht und ehrlich seid gegen euch selbst. Denn der Mensch lebt noch zu sehr in der Ichliebe, er gedenkt seiner selbst mehr als des Nächsten, und er soll doch die gleiche Liebe dem Nächsten entgegenbringen, die er sich selbst schenkt. Und das erfordert den festen Willen des Menschen, den Willen, zur Vollendung zu gelangen und sich selbst dem Willen Gottes zu unterwerfen. Aber das Himmelreich leidet Gewalt, und nur, wer Gewalt brauchet, der reißet es an sich...

Es muß der Wille stark sein und sich durchsetzen, dann wendet der Mensch Gewalt an, um sich das Himmelreich zu erwerben...

Und doch wieder hat Jesus den Menschen die Verheißung gegeben: „Mein Joch ist sanft, und Meine Bürde ist leicht...“ Und auch das ist richtig, denn für einen Menschen, der liebewillig ist, wird es ein leichtes sein, die Gebote Gottes zu erfüllen, er wird keine große Gewalt anzuwenden brauchen, weil die Liebe in ihm ist und die Liebe schon die Kraft ist und er mit Sicherheit das Himmelreich erwerben wird, weil ihm die Festigkeit des Wollens nicht mehr mangelt durch sein Leben in Liebe...

Und darüber sollt ihr einmal ernstlich nachdenken, wieweit ihr noch „Gewalt“ anwenden müsset oder ob es schon euer Wesen geworden ist, Liebedienste am Nächsten zu verrichten in Selbstverständlichkeit...

Und dann werdet ihr auch wissen, was euch nötig ist, denn dann müsset ihr Gott zuerst um Kraft bitten, Seinen Anforderungen nachkommen zu können, weil es euch noch schwerfällt...

Aber sie wird euch zugehen, und was anfänglich große Überwindung kostet, wird euch dann leicht und nicht mehr als Bürde von euch empfunden werden...

Ihr werdet nicht unter einem Joch stehen, das zu tragen euch zu schwer dünkt. Ihr werdet keine Last mehr empfinden, weil ihr durch die Liebe fortgesetzt Kraft beziehet von Gott und ihr dann auch leicht die Seelenreife erlanget, die sie benötigt, um das eigentliche Leben führen zu können in Licht und Kraft und Seligkeit...

Aber zuvor müsset ihr mit euch selbst ins Gericht gehen, auf daß nicht die Stunde des Todes euch überrascht und eure Seele arm und elend eingehen muß in das jenseitige Reich...

Denn keiner von euch weiß es, wann seine Stunde gekommen ist...

Amen


B.D. NR. 7360 - 10.5.1959

Läuterung der Seele durch die Liebe...

Es trägt viel zu eurer Läuterung bei, wenn ihr euch nur immer wieder die Gebote der Gottes- und der Nächstenliebe vorhaltet und euch fragt, wieweit ihr diesen Geboten nachkommet. Denn so ihr ehrlich seid gegen euch selbst, werdet ihr niemals mit euch selbst und eurem Lebenswandel zufrieden sein, weil ihr stets eifriger sein könntet in eurem Liebewirken und oft eine Gelegenheit versäumt. Aber schon der Wille, recht zu handeln, und schon die Tatsache, jene Selbstbetrachtung vorzunehmen, ist für eure Seele ein Vorteil, denn jeder gute Wille wirkt sich segensreich aus. Und ihr werdet bei einer solchen ernsten Prüfung euch auch eurer Schwächen bewußt, die jeder Mensch noch hat, selbst wenn sein Wille gut ist, bis er so eifrig ist im Wirken in Liebe, daß ihn nun die Liebekraft erfüllt, die auch dem Willen eine rechte Stärkung gibt. Glaubet nur niemals, keine Läuterung eurer Seele mehr nötig zu haben; glaubet niemals, daß ihr schon jenen Grad erreicht habt, der euch das Eingehen in das Lichtreich sichert... ihr müsset streben und arbeiten an euch selbst, solange ihr auf Erden lebt, und ihr werdet nur gut tun daran, wenn ihr des öfteren euch solchen inneren Betrachtungen hingebt und eure Fehler und Schwächen zu ergründen suchet. Und es wird auch euer Wille gekräftigt werden, die Arbeit an der Seele unentwegt auszuführen, weil solche Selbstbetrachtungen schon euren ernsten Willen bezeugen, vollkommen zu werden. Jede Unterlassung einer guten Tat wird euch bei einer Selbstbetrachtung in den Sinn kommen, jedes Versagen oder Mißachten der göttlichen Liebegebote wird euch in Erinnerung kommen, und dann sollt ihr nur immer den festen Vorsatz fassen, euch zu bessern und jede Gelegenheit zu nützen, das Versäumte nachzuholen, und es wird sich nur für euch ein Segen ergeben, daß ihr stets leichter die Gebote der Gottes- und Nächstenliebe erfüllen werdet, weil ihr Kraft empfanget, so euer Wille ernst ist. Es soll sich der Mensch einmal auseinandersetzen mit seinen Pflichten dem Nächsten gegenüber, wenn er ebenjenes Gebot erfüllen will...

Er soll sich immer vorhalten, daß er dem Nächsten helfen soll in jeder Not und Bedrängnis, sei sie irdischer oder geistiger Art...

Und er soll darum nicht die Augen geschlossen halten vor dessen Not, er soll immer daran denken, wie ihm in gleicher Not eine Hilfe gelegen käme und wie dankbar er sie annehmen würde. Und er soll immer bedenken, wessen der Mitmensch bedarf, sei es geistig oder leiblich...

Denn auch geistige Not soll er zu beheben suchen, wo dies möglich ist, weil dies ein Liebewerk von besonderer Wirkung ist für die Seele des Mitmenschen. Darum kann der Mensch nicht oft genug in sich gehen und über alles nachdenken, was Gott durch Seine Liebegebote von ihm verlangt, denn immer sind diese die Richtschnur für einen recht gelebten Erdenwandel, immer kann er sich an diese Gebote halten, will er recht und nach dem Willen Gottes sein Erdenleben zurücklegen, immer sich selbst und seinen Mitmenschen zum Segen...

Denn Gott verlangt nichts anderes von dem Menschen, als daß dieser sich wandle zur Liebe, Er verlangt nur, daß er Seine Gebote erfüllt, um ihm ein seliges Leben in Licht und Kraft und Freiheit zu schenken, das aber ohne Liebe nicht denkbar ist...

Und jegliche Vollendung der Seele hängt nur allein von der Umwandlung (der Ichliebe) zur uneigennützigen Liebe ab, die dann auch die Liebe zu Gott garantiert und die Vereinigung mit Ihm herstellt, von der alle Seligkeit im geistigen Reich abhängig ist...

Amen


B.D. NR. 7361 - 12.5.1959

„Das Himmelreich leidet Gewalt...“ II.

Es wird viel verlangt von denen, die der Welt noch zu sehr verhaftet sind, und diese müssen wahrlich Gewalt anwenden, um sich das Himmelreich zu erwerben, denn sie sind angekettet an den, der Herr dieser Welt ist, durch ihre mannigfaltigen Schwächen und Begierden nach den Dingen dieser Welt. Wollen sie sich lösen davon, dann gehört dazu ein starker Wille, einen anderen Weg zu betreten. Es ist dieses Vorhaben darum nicht leicht für einen ausgesprochenen Weltmenschen...

Er braucht dazu Hilfe, er braucht die Unterstützung einer Macht, die dem Herrn der Welt entgegensteht, die ihn zu lösen vermag aus der Gewalt des ersteren. Er braucht also Unterstützung durch Jesus Christus, Der allein diese Macht hat und den Menschen dem Gegner entwinden kann... je mehr die Welt den Menschen fesselt, desto größer ist die Gewalt des Gegners über ihn, und es muß der Mensch wahrhaft ankämpfen gegen die Lockungen und Reize dieser Welt. Und es ist dieser Kampf nicht leicht, und er würde auch sicher nicht bestanden werden von dem Menschen, aber sowie dieser einmal den Willen gefaßt hat, sich zu lösen, verläßt ihn dieser Gedanke nicht mehr, denn nun hat Sich schon Gott Selbst eingeschaltet, und Er wird Seinen Einfluß nun in jeder Weise geltend zu machen suchen, ohne aber den Menschen zu zwingen zur Änderung seines Lebenswandels. Hat aber der Mensch einmal diesen Gedanken in sich aufkommen lassen, der Welt zu entsagen um eines höheren Zieles willen, so werden sich auch seine Gedanken stets mehr befassen mit Gott und Seinem Willen, Er wird auch des göttlichen Erlösers Jesus Christus gedenken und nun auch von Dessen Seite Willensstärkung erfahren dürfen, je nach seinem eigenen Willen und dessen Richtung. Und der Kampf gegen weltliche Versuchungen wird schon in seiner Härte nachlassen, aber das Himmelreich wird immer näher herankommen, weil der Mensch den Kampf gegen den Herrscher der Welt aufgenommen hat und das Reich ihn nun zu fesseln beginnt, das „nicht von dieser Welt“ ist...

„Das Himmelreich leidet Gewalt, und nur, wer Gewalt brauchet, reißet es an sich...“ Es sind diese Worte für die Weltlinge gesagt, die eben nur durch Gewaltanwendung sich zu lösen vermögen von ihrem bisherigen Herrn. Denn für die anderen gelten die Worte: „Mein Joch ist sanft, und Meine Bürde ist leicht...“ Dann aber muß die Welt mit ihren Versuchungen schon überwunden worden sein, dann wird der Mensch die Bürde nicht mehr so fühlen, es wird ihm das Verlangen Gottes ganz leicht erfüllbar dünken, weil er schon in Verbindung steht mit Ihm und bewußt den Weg geht, der in das geistige Reich gerichtet ist... weil der Kampf gegen die Welt dann schon geführt worden ist mit dem Erfolg, daß die Reiche nun vertauscht sind, daß diese Welt schon zurückliegt und das Reich Gottes an erste Stelle getreten ist... daß also keine übergroße Last mehr den Menschen bedrückt und er darum den Erdenweg schon fast unbelastet gehen kann... mit leichtem Joch und leichter Bürde...

Aber dieser Weg führt zum Ziel, wie auch ein gewaltsamer Kampf gegen die Welt ganz sicher den Menschen das Ziel erreichen lässet, daß er das „Himmelreich“ wird einnehmen können, wenn er seinen irdischen Leib ablegt und in das geistige Reich eingeht...

Denn sein Wille hat gesiegt, der dem geistigen Reich zugewandt war, weil ihm jederzeit die nötige Kraft geschenkt wird, sowie nur sein Wille ernst ist, das „Himmelreich“ einnehmen zu können...

Und dieser Entscheid muß im Erdenleben schon getroffen werden, es muß die Welt erkannt werden als Besitz des Gegners von Gott, und es muß erkannt werden, daß das Reich Gottes nicht von dieser Welt ist...

Dann genügt nur der gute Wille, daß dem Menschen Kraft zugeführt wird, um den Kampf aufzunehmen wider die irdische Welt mit allen ihren Verlockungen und Reizen und nur allein das Himmelreich anzustreben, das wohl Gewalt brauchet für den, der ebenjener irdischen Welt angehört, aber auch zum Leben in Seligkeit gelangen will. Die irdische Welt aber wird niemals dem Menschen ewige Seligkeiten schenken können, die irdische Welt kann nur geben, was irdisch, also vergänglich, ist, und alles wird hinfällig beim Tode des Menschen, wo er alles zurücklassen muß,was der Erde angehört...

Wer sich aber schon dem geistigen Reich zugewandt hat, der wird keinen Schrecken empfinden vor dem Leibestode, denn er weiß, daß er nicht vergehen kann, sondern weiterleben wird in einem Reiche, das unvergleichlich schöner ist als die irdische Welt und das zu erwerben darum Ziel und Streben eines jeden Menschen sein soll, solange er auf Erden lebt...

Amen


B.D. NR. 7362 - 13.5.1959

Labung der Seele...

Es werden sich die Menschen zusammenfinden, die innig mit Mir verbunden sind, die Mir dienen und für die Verbreitung Meines Wortes eintreten wollen, das ihnen von der Höhe zugeleitet wird durch Meinen Willen. Denn Mein Wort hat die Kraft, auf den Menschen einzuwirken, daß er nicht anders kann, als dafür einzutreten, daß es ihn von innen antreibt, tätig zu werden für Mich und Mein Reich. Und sowie ein Mensch selbst die Kraft Meines Wortes erfahren hat, möchte er es auch dem Mitmenschen zukommen lassen, der seine Wirkung genauso braucht. Und Ich führe zusammen, die Mir also dienen wollen, und gebe allen reichlich Saatgut, daß sie es ausstreuen können in die Menschenherzen, die da die Äcker sind, die den Samen aufnehmen sollen, auf daß er aufgehe und gute Frucht bringe. Wen aber das Wort nicht anspricht, der ist noch nicht reif dazu; er ist noch nicht des Willens, von Mir angesprochen zu werden, und darum hat Mein Wort auf ihn keine Kraftwirkung und wird auch so lange ohne Wirkung bleiben, wie dieser ernste Wille fehlt. Doch solche Menschen sind und bleiben kraftlos, wenngleich sie im Erdenleben sich behaupten und voller Kraft scheinen. Aber ihre Seelen sind kümmerlich beschaffen, und weil es ihr an rechter Nahrung gebricht, bleibt sie dürftig gestaltet und ist in Gefahr, in dieser Dürftigkeit aus dem irdischen Leben in das geistige Reich einzugehen, was für sie viel Qual und Not bedeutet. Darum sollet ihr Menschen, die ihr die Gnade habt, Mein Wort zu empfangen, alles tun, um Mein Wort zu verbreiten, daß es auch jenen zugeführt wird, die noch schwach sind im Willen, zur Reife zu gelangen. Immer wieder sollt ihr an ihre Herzenstüren anpochen und immer wieder ihnen die Gaben anbieten, die euch aus dem geistigen Reich zugehen unbeschränkt...

Und es wird Seligkeit sein, wenn freiwillig die Herzenstür geöffnet wird, wenn ihr erkennet, daß sich wieder eine hungrige Seele euch zuwendet und empfangen will von euch. Denn Ich will noch viele Menschen ansprechen durch euch, und Ich lenke daher jene an den Quell, die trinken und sich laben wollen am Wasser des Lebens. Ihr könnt es glauben, daß ihr schwach und kraftlos durch das Erdenleben geht, wenn ihr nicht des öfteren den Lebensborn aufsuchet, wenn ihr euch nicht während eures Pilgerlaufes oft am Quell lagert, dem das reine Wasser des Lebens entströmt. Und ihr werdet mühselig und ohne Erfolg für eure Seele dann den Erdengang zurückgelegt haben, wo ihr doch in aller Kraft den Weg gehen könntet, wenn ihr nicht an jenem Quell vorübergeht. Ihr brauchet das Wasser des Lebens für eurer Seele Gedeihen, weil sie Kraft brauchet, um ausreifen zu können. Und Ich sorge wahrlich dafür, daß sie nicht ohne Labung bleibe; Ich führe euch noch viele Menschen in den Weg, denen ihr Mein Wort... die reine Wahrheit... bringen sollet und die es dankbar von euch entgegennehmen werden. Denn Ich weiß, wer sich danach sehnet, von Mir angesprochen zu werden, Ich weiß es, wer Mich Selbst erkennet in „Meinem Wort“, denn Ich kenne die Meinen, und die Meinen erkennen Meine Stimme...

Darum sollet ihr eifrig sein in der Verbreitung Meines Wortes und jedem Menschen es anbieten, den Ich euch zuführe...

Ob er es annimmt oder ablehnet, ist allein sein Wille, der geachtet wird, weshalb Mein Wort nicht zwangsweise dem Mitmenschen zugeleitet werden kann...

Denn er bestimmt selbst darüber, was sein Herz annehmen will, und je nach seinem Verlangen wird auch der Erfolg oder die Auswirkung an seiner Seele sein...

Doch gleich einem erquickenden Trank wird Mein Wort die Seele berühren, die willig ist, sich speisen und tränken zu lassen von Mir. Und es wird sich die Seele sättigen und nun auch ausreifen in ihrem Erdengang, doch ohne die Kraft Meines Wortes wird sie schwach und elend verbleiben und ebenso schwach und elend eingehen in das jenseitige Reich...

Amen


B.D. NR. 7363 - 14.5.1959

Überwinden der Welt...

Geistwirken...

Im Weltgetriebe werdet ihr kaum des Geistes Stimme vernehmen, es sei denn, ihr seid so durchdrungen von Meinem Geist, daß er sich auch durchsetzen kann mitten in der Welt, daß ihr seiner Stimme immer achtet, weil die Welt euch nicht mehr so zu fesseln vermag, daß sie die Stimme des Geistes übertönet. Aber es ist selten, denn sowie sich der Mensch mitten in der Welt befindet, sind auch seine Sinne von ihr gefangengenommen, und ob es auch nur vorübergehend ist. Darum sollet ihr die Welt nach Kräften meiden und nur sie so weit euch dienstbar machen, wie es für euer irdisches Leben notwendig ist, denn ihr seid mitten in die Welt hineingestellt und müsset euch nun auch in ihr bewähren...

Und das heißt, daß ihr suchen sollet, ihrer Herr zu werden, nicht aber, daß ihr Sklaven der Welt werdet. Wer ernsthaft geistig strebt, der weiß auch, wie hinderlich die Welt seinem geistigen Streben ist, wie er immer und immer wieder zurückgehalten wird und seine Gedanken abschweifen von dem, was allein wichtig ist im Erdenleben: die geistige Fortentwicklung. Der Weltmensch wird danach nicht fragen, und auch der geistig-strebende Mensch stellt solche Fragen zurück, solange ihn die Welt gefangenhält, solange sie dem Körper Genüsse bietet, die er nun sich auch zu erfüllen sucht, weil sie ihm geboten werden. Es braucht ein solches Nachgeben den körperlichen Begierden keine Sünde zu sein, aber es ist sicherlich eine Hemmung der geistigen Entwicklung, denn was dem Körper zugebilligt wird, geht der Seele verloren, weil ihr Bedarf geistiger Art ist und weltlicher Genuß für die Seele keinerlei Deckung ihres Bedarfs ist. Je weltlicher nun ein Mensch eingestellt ist, desto mehr darbt seine Seele...

Denn auch die Stimme des Geistes dringt nicht durch, die Seele kann ihren Willen nicht durchsetzen und ihr Verlangen äußern, denn der Körper drängt sie zurück und erfüllt zuerst sein eigenes Begehren. Aber es braucht dies kein Dauerzustand zu sein, es kann der Mensch seinem Körper das Verlangen stillen und dann sich wieder desto eifriger mit seiner Seele befassen und ihr geben, was sie verlangt: geistige Kost aus dem Reiche des Lichtes, dem sich der Mensch nun freiwillig wieder hingibt und größere Befriedigung findet als an den Gütern der Welt. Aber in diesem Menschen ist Mein Geist schon tätig, der auch im Weltgetriebe sich nicht zurückgezogen hat, sondern einwirkte auf den Menschen, daß er sich schnell wieder lösen konnte von der Welt und sich dem Reiche zuwandte, das seiner Seele Nahrung gab. Darum wird ein geistig strebender Mensch auch in der Welt nur selten Befriedigung finden, sie wird ihn nicht mehr restlos zu fesseln vermögen, er ist ihr schon fremd geworden, und sein Körper verlangt nur noch selten nach ihren Gütern und Freuden, weil ihm die geistigen Gaben größere Freuden bereiten und er die Wertlosigkeit weltlicher Güter schon erkannt hat. Dann wird sich der Geist in ihm auch mitten in dem Weltgetriebe äußern, er wird ihn lenken und leiten und alles im Hinblick auf seine geistige Entwicklung betrachten lassen, und immer wieder wird das Verlangen vorherrschen, sich wieder in die Stille zurückzuziehen, weil das Verlangen der Seele vorherrscht und für den Körper nur das genehmigt, was dieser notwendig für seine Erhaltung braucht. Dann aber bedeutet die Welt keine Gefahr mehr für einen Menschen, dann hat er im Erdenleben schon erreicht, daß die Seele der Stimme des Geistes in sich Gehör schenkt, und dann wird die Welt keinen großen Einfluß mehr ausüben können, weil der Geist sich durchzusetzen vermag, auch wenn sich der Mensch in der Welt bewegen muß. Und wer einmal den Geist in sich zum Erwachen gebracht hat, der wird auch nicht mehr zu fürchten brauchen, daß dieser sich gänzlich zurückzieht. Er wird sich immer wieder durchsetzen, weil der Wille des Menschen ist, geistig zu reifen, und weil ein solcher Wille auch Kraftzufuhr bedeutet, so daß er stets stärker sein wird und er auch den Kampf wider die Welt aufnehmen und als Sieger daraus hervorgehen wird...

Amen


B.D. NR. 7364 - 16.5.1959

Endermahnung...

In Anbetracht des nahen Endes werdet ihr immer wieder ermahnt, euch auf eure eigentliche Aufgabe zu besinnen, die das Ausreifen eurer Seele betrifft und nicht nur die Erfüllung körperlicher Bedürfnisse. Ihr sollt euch stets dessen bewußt sein, daß jeder Tag der letzte sein kann für euch, daß ihr am nächsten Tage schon keine irdischen Güter mehr nützen könnet und daß euch dann nur allein das bleibt, was sich die Seele erworben hat im Erdenleben. Und wie kläglich könnet ihr dann dastehen, wenn ihr keinerlei geistige Güter aufzuweisen habt, wie armselig könnet ihr dann beschaffen sein trotz großem irdischem Reichtum und Ansehen...

Nichts davon folgt euch in die Ewigkeit, geistige Güter dagegen können euch nicht genommen werden, sie sind euer Eigentum, und sie werden euch überaus beseligen beim Eintritt in das geistige Reich. Und ihr alle habt nur noch mit kurzer Lebensdauer zu rechnen, ganz gleich, welchen Alters ihr seid. Hattet ihr die Gnade, schon ein langes Erdenleben zurücklegen zu dürfen, dann danket Gott dafür, aber rechnet auch jeden Tag mit eurem Ableben, und bereitet euch vor, denn keiner weiß den Tag und die Stunde seines Abscheidens von dieser Erde. Doch in Anbetracht des Endes werden viele Menschen vorzeitig ihr Leben verlieren, und immer wird dies Gottes Wille sein, Der zu retten sucht, was noch zu retten ist...

Denn was sich auf Erden noch abspielen wird bis zum Ende, das wird nicht jeder zu überleben fähig sein, und zudem kann es auch noch eine besondere Gnade sein, wenn der Mensch die Erde bald verlassen darf, um im jenseitigen Reich noch eine Möglichkeit zum Ausreifen seiner Seele zu finden, weil er auf Erden nachlässig ist in seiner Seelenarbeit. Könntet ihr voraussehen, ihr würdet wahrlich nicht mehr so eifrig eure irdische Arbeit erfüllen, ihr würdet... so ihr guten Willens seid, euer Augenmerk richten auf die Arbeit an euren Seelen, denn alles irdische Mühen und Sorgen würdet ihr als nutzlos erkennen angesichts dessen, was vor euch liegt. Aber ihr dürfet nicht gezwungen werden zu eurer Lebensführung, ihr müsset freiwillig den rechten Weg einschlagen, ihr müsset euch genügen lassen an den Ermahnungen und Warnungen, die Gott euch durch Sein Wort unterbreitet, und ihnen Folge leisten, und es wird nur für euch zum Segen sein. Und wer seine Augen und Ohren öffnet, der kann selbst ersehen, wie es in der Welt zugeht und wie alles ein Chaos erkennen läßt, das unwiderruflich ein katastrophales Ende nach sich ziehen muß. Und hört er nun Gottes Wort, höret er Seine Diener an, was sie ihm künden, dann müßte es für ihn leicht sein, entsprechend seinen Lebenswandel nun zu führen... wenn er nur glaubt, wie nahe er vor dem Ende steht, und wenn er glaubt, was Gott ihm durch Seine Boten sagen läßt...

Es ist nicht mehr viel Zeit, und doch würde sie ausreichen, daß eure Seele noch die ihr nötige Reife erlangen könnte, würdet ihr diese Arbeit nur ernstlich in Angriff nehmen... gut zu sein, euch bemühen, euren Mitmenschen Liebe entgegenzubringen, Werke uneigennütziger Nächstenliebe zu verrichten, zu Gott eure Blicke hinzuwenden und Ihm Herz und Ohr öffnen, wenn Er euch anspricht...

Ihr sollt nur wollen, das Rechte zu tun, und Gott bitten um Kraft und Gnade...

Und wahrlich, Er wird Sich eurer annehmen und euch mit Kraft und Gnade bedenken im Übermaß, denn Er läßt keinen allein und ohne Hilfe, der sich an Ihn wendet um Hilfe und der einen rechten Lebenswandel führen will, dem Willen Gottes gemäß. Dieser wird erfaßt von der Liebe Gottes, und er wird so gelenkt, daß alles, was ihm begegnet, zur Erlangung der Seelenreife beitragen wird. Nur soll er sich ernstlich besinnen auf seinen eigentlichen Daseinszweck und nicht zögern, denn es bleibt euch allen nicht mehr viel Zeit...

Er soll hören, was Gottes Boten ihm künden, und sein Leben nun danach einrichten...

Und er wird sicher recht tun, denn die Zeit geht ihrem Ende entgegen, die euch zugebilligt wurde zum Ausreifen eurer Seelen...

Amen


B.D. NR. 7365 - 17.5.1959

Ausgießung des Geistes...

Pfingsten

Die Ausgießung Meines Geistes in ein geöffnetes Gefäß ist das Köstlichste, was euch Menschen geboten werden kann, solange ihr auf Erden weilet, denn es ist die direkte Bindung zwischen eurem Vater und euch, in der ihr mit Ihm verkehren könnt von Mund zu Mund. Ich ergieße Meinen Geist in euch...

Ich suche Mir ein Gefäß, in das Ich Meinen Geist einströmen lassen kann, der euch nun kündet von Mir... von Meinem Wesen, Meinem Walten und Wirken und von Meiner unendlichen Liebe zu allem Wesenhaften, das Ich geschaffen habe. Mit diesem Wesenhaften will Ich Verbindung haben. Einst nun war diese Verbindung, so daß Mein Wort direkt von Mir aus in die von Mir geschaffenen Wesen einströmte, daß sie dieses Wort verstanden und im Wort wieder mit Mir verkehren konnten...

Aber es änderte sich dies insofern, als daß die Wesen aus eigener Schuld unfähig wurden, Meine Stimme zu vernehmen... es änderte sich insofern, als daß sie auf eine andere Stimme hörten und darum nicht mehr fähig waren, das zu verstehen, was aus Meinem Munde sie berührt hätte, wenn sie dafür aufnahmefähig geblieben wären. Aber sie wandten sich ab von Mir, Mein Liebestrahl konnte sie nicht mehr treffen, und somit auch konnten sie nicht den Ausdruck Meiner Liebe empfangen...

Mein Wort... das nur in gänzlich reine Gefäße einströmen kann und auch nur von Wesen verstanden wird, die sich Mir zuwenden... nicht aber, wo jene Wesen Mir noch in völliger Widersetzlichkeit und Abwehr gegenüberstanden, so daß Meine Liebeanstrahlung sie nicht treffen konnte. Also vernahmen sie Mein Wort nicht mehr, doch desto mehr hörten und folgten sie der Stimme dessen, der als Mein Gegner auch ihre Abkehr von Mir verschuldet hatte...

Und in diesem Zustand der Unfähigkeit, Meine Stimme zu vernehmen, verblieben sie nun ewige Zeiten hindurch, denn ihre Entfernung von Mir ist so groß,daß auch Meine Liebeanstrahlung sie nicht berühren kann, weil dies eine freiwillige Annäherung an Mich voraussetzt, die erst erreicht ist in einem gewissen Stadium der Entwicklung... als Mensch mit freiem Willen...

Dann besteht wohl die Möglichkeit, mit Mir so eng in Verbindung zu treten, daß der Mensch Meine Stimme vernehmen kann. Aber er muß dann auch die Bedingungen erfüllen, die solches ermöglichen: Er muß sich so gestalten, daß Ich Selbst in ihm Aufenthalt nehmen kann, daß sich Mein Geist ergießen kann in sein Herz, das nun zu einem Gefäß hergerichtet worden ist, würdig Meiner Gegenwart...

Denn Ich Selbst bin in dem Menschen gegenwärtig, in den sich Mein Geist ergießen kann. Es wurde diese Ausgießung Meines Geistes über die Menschen erst möglich durch Meinen Kreuzestod, denn zuvor lastete die Ursünde des einstigen Abfalles von Mir noch auf der Menschheit, und diese Ursünde hielt immer das Herz verschlossen, Ich konnte nicht in dasselbe eintreten, weil Meine Gegenwart völlige Reinheit des Herzens voraussetzt, Vergebung der Sünden, also Tilgung jeglicher Schuld...

Und das ist erfolgt durch Meinen Kreuzestod, der die Sühne gewesen ist für alle Sündenschuld der Menschen, die es wollten, daß sie erlöst werden davon. Und in ein dergestaltig gereinigtes Herz eines Menschen, der also erlöst ist durch Jesu Christi Blut kann nun auch Mein Geist sich ergießen, was aber wieder erst den Willen des Menschen erfordert, der sich Mir so innig verbinden muß, damit er Meine leise Stimme in sich vernimmt... daß er Meinen Geist zu dem Geistesfunken in sich sprechen läßt und horchet, was Ich ihm zu sagen habe...

Ich will Meinen Geist ausgießen über alles Fleisch...

Ihr alle könnt euch herrichten zu einem Gefäß, in das sich Mein Geist ergießen kann, aber ohne diesen euren Willen harret ihr vergeblich darauf, daß Ich euch anspreche. Wo aber euer Wille bereit ist, Mich anzuhören, dort werdet ihr wahrlich herrliche Ergebnisse Meines Geisteswirkens verzeichnen können, denn wo Mein Geist wirket, dort strahlet hellstes Licht, dort ist tiefste Weisheit, dort erkennt ihr Meine endlose Liebe und Meine Macht...

Wo Mein Geist sich ergießet, ist es nicht mehr dunkel, dort ist die Nacht verjagt, und ein lichter Tag ist angebrochen, der nie mehr enden wird...

O möchtet ihr alle euer Herz reinigen, um Mich darin empfangen zu können, auf daß Ich reden könnte zu euch, auf daß Mein Vatergeist euch ansprechen könnte, wie es war im Anbeginn...

Dann wäre wahrlich jegliche Finsternis gewichen von euch, dann würdet ihr euch in einem Licht bewegen können, das überallhin erstrahlt und euch alles enthüllt, was euch zuvor noch Geheimnis war...

Ihr alle könntet es ermöglichen, daß Ich euch wieder wie einst anrede und dadurch beglücke, denn Meine Ansprache ist direkte Zuleitung Meiner Liebekraft, und Meine Liebeanstrahlung beseligt das Herz, in das sie nun Einlaß findet...

Darum richtet euch her zu einem Gefäß, in das sich Mein Geist ergießen kann, erfüllet die Bedingungen, indem ihr euer Herz reinigt von allen Begierden, unreinen Gedanken, indem ihr euch bemühet, in der Liebe zu leben und ständig Meinen Willen zu erfüllen...

Richtet euch her zu einem Aufnahmegefäß Meines Geistes, denn ihr werdet dann wieder in dem alten Verhältnis stehen zu Mir, wie im Anbeginn...

Ich werde euch mit Meiner Liebe beglücken können und ständig mit euch reden, und ihr werdet Mich verstehen und selig sein. Denn ihr werdet zu Licht und Kraft und Freiheit gelangen, ihr werdet wieder werden, wie ihr waret zu Anbeginn: vollkommene Lichtwesen, die als Meine Kinder mit Mir schaffen und wirken in Meinem Willen...

Amen


B.D. NR. 7366 - 18.5.1959

Wirkung des göttlichen Wortes von oben...

Geistig könnt ihr schon von einem Fortschritt sprechen, wenn ihr die große Gnade habt, direkt aus der Höhe belehrt zu werden, denn es muß dann auch der Geist in euch zum Leben erweckt worden sein. Doch diese Belehrungen müssen auch in die Tat umgesetzt werden, d.h., ihr müsset den Willen Dessen tun, Der euch belehrt... ihr müsset Meine Gebote der Liebe erfüllen, um nun auch in den Segen Meiner Verheißungen zu kommen. Begnadet ist der Mensch, den Ich Selbst ansprechen kann, aber gerade darum ist er auch verpflichtet, sich dieser großen Gnade würdig zu machen, indem er alles tut, was Ich von ihm verlange... selbst nach Meinem Wort zu leben und für die Verbreitung dessen Sorge zu tragen, was er direkt von Mir empfängt. So auch habe Ich über Meine Jünger den Geist ausgegossen und sie hinausgesendet in die Welt, weil sie alles das verkünden sollten, was sie durch Mich erfahren hatten und immerwährend erfuhren durch Meinen Geist. Denn es sind nur die Menschen zur Verkündigung Meines Evangeliums tauglich, die von Mir Selbst belehrt worden sind, weil diese nur fähig sind, rechtes Lehrgut auszuteilen, das nicht verunreinigt den Menschen angeboten wird, sondern von Mir direkt empfangen wurde in aller Reinheit und Weisheit, wie es Meine Liebe euch Menschen zugehen lassen will. Der Mensch ist in seinem noch unvollkommenen Zustand immer geneigt, Veränderungen vorzunehmen, was ihm auch dargeboten wird, und mit der Zeit wird daher auch jede Lehre nicht mehr in ihrer uranfänglichen Reinheit belassen bleiben...

Eine veränderte Lehre aber wird an Kraft und Wirkung verlieren und zuletzt völlig wirkungslos sein und keinen Einfluß haben auf die Seele des Menschen...

Da aber die Seele während ihres Erdenlebens ausreifen soll, muß ihr auch ständig heilkräftige Nahrung geboten werden, die allein Mein Wort für sie sein kann, das unverfälscht ihr als Speise angeboten wird. Und dieses Wort wieder muß direkt von Mir den Menschen zuströmen, indem Mein Geist sich ergießen kann in ein geöffnetes Gefäß... indem Ich Selbst einen Menschen ansprechen kann, der sich hergerichtet hat zu einem Gefäß für Meinen Geistesstrom... dem Ich also Mein Wort aus der Höhe direkt zuleiten kann. Dieser wird köstliches Geistesgut empfangen und also auch austeilen können den Seelen als Nahrung, die solche verlangen...

Und diese Seelen werden ausreifen und auf Erden schon eine gewisse Reife erlangen, daß sie den Tod nicht zu fürchten brauchen, weil ihr Beenden des Leibeslebens nur den Übergang bedeutet in das geistige Reich, das ihre wahre Heimat ist. Aber es muß dafür eben eine gewisse Seelenreife vorhanden sein, die allein schon Mein Wort der Seele verschaffen kann, wenn der Mensch es willig anhört und es auslebt, wenn er sich bemüht, nicht nur Hörer, sondern Täter Meines Wortes zu sein. Dem Menschen wird viel Wissen vermittelt, ihm wird tiefste Weisheit erschlossen, aber immer zu dem Zweck, daß er daraus Meine Liebe, Weisheit und Allmacht erkennt, daß er Mich liebenlernt und von ganzem Herzen die Vereinigung mit Mir anstrebt...

Es muß Mein Wort lebendig werden im Herzen des Menschen, es muß ausgelebt werden und wird dann die herrlichsten Früchte zeitigen, eine Seele, die stets mehr sich entschlackt und lichtdurchlässig wird und die als Lichtgeist bei ihrem Tode eingehen kann in das jenseitige Reich. Aber nur Mein reines Wort aus der Höhe hat diese Wirkung auf die Seele, nur Meine direkte Ansprache wird einer Seele die Kraft schenken, und Meine direkte Ansprache erfahren alle, die das Wort... durch den Geist empfangen... anhören und als Mein Wort annehmen, die es auf sich wirken lassen und es befolgen. Mit allen denen bin Ich vereinigt im Wort, alle jene hören Mich Selbst, denn Ich spreche zu allen, die Mich hören wollen. Diese werden immer Meine Stimme vernehmen, weil auch sie Mir ihre Herzen öffnen und Mir Eingang gewähren, da Ich an ihre Tür klopfe...

Deren Geist ist zum Leben erwacht, und er sucht Verbindung mit dem Vatergeist von Ewigkeit...

Und wo Ich solche geöffnete Herzen finde, dort kehre Ich übergern ein und nehme Wohnung in ihnen. Dort wird Mein Geist nun ständig wirken können, er wird den Menschen belehren von innen, und all sein Tun und Lassen wird von Meinem Geist bestimmt sein, der ihn nun wahrlich recht führet und der Seele zur Vollendung verhilft...

Amen


B.D. NR. 7367 - 19.5.1959

Reinigung des Herzens...

In Meinem Hause will Ich allein herrschen, und darum sollet ihr alles herausgeräumt haben, wollet ihr Mich in euer Herz aufnehmen, denn es darf dann für den anderen kein Platz mehr sein, weil Ich nicht sein kann, wo er noch weilet. Es ist dies wohl eine schwere Aufgabe für euch, das Herz völlig zu reinigen, alle Begierden abzulegen, alle Fehler und Schwächen zu bekämpfen und Mir das Herz als Wohnung herzurichten, wo alles licht und klar ist und Ich nun darin weilen kann, um euch zu beseligen schon auf Erden und auch dereinst in der Ewigkeit. Denn Meine Gegenwart trägt euch diese Seligkeit ein, Meine Gegenwart bleibt nicht ohne Auswirkung, Meine Gegenwart bedeutet für euch zunehmende Reife der Seele, Weisheit und Kraft, zu vollbringen, was euch zuvor unmöglich war. Wenn Ich in euch sein kann, dann werdet ihr euch nicht mehr einsam und verlassen fühlen, dann wisset ihr, daß ihr am Herzen des Vaters wohlgeborgen seid, daß euch keine Gefahren mehr drohen, daß euch Mein Gegner nicht mehr bedrängen kann und daß ihr immer näher eurer Vollendung seid, weil euch nun auch der Zusammenschluß mit Mir sicher ist, der alles für euch bedeutet. Aber ihr müsset zuvor eure Herzen reinigen, ihr müsset alles tun, um den hinauszuschaffen, der euch besitzen möchte für ewig, der aber euer Verderb ist. Ich aber will ebenfalls Wohnung in euch nehmen und euch besitzen für immer, doch teilen kann Ich nicht mit ihm, euer Herz muß voll und ganz Mein Eigentum sein, und es kann dies nur sein, wenn eure Liebe Mir voll und ganz gehört, und das heißt soviel, als daß ihr nichts anderes mehr begehret und besitzen möchtet als Mich allein...

Also muß alles irdische Verlangen ertötet sein, ihr dürfet nichts mehr begehren, als nur noch Kind eures Vaters zu sein und wie Kinder mit eurem Vater verkehren zu können. Und zu innigem Verkehr gehört auch innige Vereinigung, das Kind muß dem Vater nahe sein, der Vater muß bei Seinem Kind sein... also Wohnung nehmen in euren Herzen. Ihr wisset nicht um die Seligkeit, die das Kind empfindet, wenn es sich ganz und gar geborgen fühlt in den Armen des Vaters, wenn es keine Furcht mehr hat, keine Not, kein Ungemach und keine Verfolgungen mehr zu fürchten braucht, wenn es in sich den Frieden gefunden hat, den nur innige Vaterliebe dem Kind bereiten kann. Und zu diesem Frieden könnet ihr alle gelangen, wenn es ihr euch nur ernst darum sein lasset, euer Herz zu säubern, daß ihr Mich darin aufnehmen könnt...

Jede Bangigkeit wird von euch weichen, die Unruhe wird euch verlassen, Schwächen und Leiden werdet ihr nicht kennen, in Kraft und Klarheit werdet ihr eure Wege gehen, weil ihr nicht mehr allein wandelt, sondern in ständiger Begleitung von Mir euer Erdenleben zurücklegt und also auch euer Feind...

Mein Gegner... euch nicht mehr bedrängen kann, weil er in euch keinen Winkel mehr findet, wo er unterschlüpfen könnte, denn in eurem Herzen ist es durch Meine Gegenwart so hell geworden, daß er sich nicht mehr verbergen kann, denn er flieht das Licht und noch viel mehr Meine Gegenwart. Wollet ihr also zu innerem Frieden gelangen, dann lasset Mich nur einziehen in euer Herz und reinigt es von allem, was Mir noch den Eingang in euch verwehren könnte...

Und Ich will euch bei dieser Arbeit helfen, sowie Ich sehe, daß ihr euch nach Meiner Gegenwart sehnet...

Dann will Ich euch die Kraft schenken, alles zu unternehmen, um euer Herz würdig herzurichten als Wohnstätte für Mich, und Ich will freudig einziehen und immerdar bei euch verbleiben, denn Ich verlasse dann Mein Kind nimmer, das einmal Mir sich willig hingegeben hat...

Amen


B.D. NR. 7368 - 20.5.1959

Schlechte Auswirkung von Irrlehren...

Durch Irrlehren geratet ihr Menschen in falsches Denken, und es zieht eine falsche Lehre immer eine irrige Schlußfolgerung nach sich, die wieder zu neuem falschen Denken führt. Eine Irrlehre ist mit Recht ein satanischer Trick zu nennen, denn das Gedankengebäude, das daraus entsteht, vergrößert sich stets, bis es zuletzt unentwirrbar ist, bis sich der Mensch selbst nicht mehr darin zurechtfindet, weil Irrtum und Lüge niemals Licht und Klarheit bringen können. Und darum soll gegen jede irrige Lehre angegangen werden, sie soll gleich anfangs berichtigt werden, ehe sie sich ausbreiten und das menschliche Denken verwirren kann. Und es könnte auch eine Irrlehre als solche erkannt werden, wenn der Mensch bestrebt wäre, in der Wahrheit zu wandeln, weil er dann nur einen Maßstab anzulegen brauchte: ob Gottes Liebe, Weisheit und Macht wohl erkennbar ist in jeder Lehre...

Ist die Wesenheit Gottes, Die in Sich Liebe, Weisheit und Macht ist, im geringsten nur anzuzweifeln, so ist eine Lehre falsch. Und es gibt viele solche Lehren, die diesen Prüfungen auf Wahrhaftigkeit nicht standhalten... die weder Gottes Liebe noch Seine Weisheit, noch Macht bezeugen und darum kurzerhand verworfen werden können als irrig. Aber sie werden oft besonders hartnäckig vertreten, weil es den Menschen nicht mehr sonderlich an der Wahrheit gelegen ist, weil es ihnen gleichgültig ist, ob sie sich im Irrtum oder in der Wahrheit bewegen, sie aber niemals die Wahrheit ebenso hartnäckig vertreten werden, dem Irrtum jedoch lieber anhangen. Es ist auch das ein Zeichen des nahen Endes, daß die Menschen desto empörter sind, je mehr sie aufgeklärt werden sollen, daß sie sich in der Finsternis lieber bewegen und kein Verlangen haben nach Licht...

Und obwohl die Unwahrheit mancher Lehren mit Händen zu greifen ist, wehren sie jede Aufklärung darüber ab...

Aber sie verfinstern sich ihren Geisteszustand stets mehr, und immer schwerer wird es ihnen fallen, sich der Wahrheit zuzuwenden, denn sie wollen einfach nicht, und ihr Wille kann nicht gezwungen werden. Darum ist jede Irrlehre ein Satanswerk von größter Wirkung, denn daran halten die Menschen fest. Und es gibt viele solcher Irrlehren, die sich in das Evangelium Jesu Christi eingeschlichen haben und schwerlich den Menschen als Irrlehren hingestellt werden können, weil sie selbst kein rechtes Wahrheitsverlangen haben. Daß aber solche Irrlehren ein Zerrbild Gottes geschaffen haben, das wollen die Menschen nicht hören, jedoch weder einen Gott der Liebe noch einen Gott der Weisheit und Allmacht würden sie zu erkennen vermögen, wenn sie ernstlich über so manche Lehre nachdenken möchten, die sie im Laufe der Zeit durch Überlieferung oder Tradition übernommen haben und nun als Evangelium verfechten. Einen Gott aber, Der nicht vollkommen ist, können sie auch nicht lieben...

Und trägt eine Lehre dazu bei, daß die Liebe oder Weisheit Gottes in Frage gestellt sind, so wird es auch dem Menschen nicht möglich sein, Ihn als das höchste und vollkommenste Wesen zu lieben aus ganzem Herzen, und es wird niemals das rechte Verhältnis des Kindes zum Vater hergestellt werden können, weil dem Menschen das rechte Vertrauen fehlt...

Und darum sollte ein jeder Mensch sich das überdenken, was zu glauben von ihm gefordert wird. Alles, was ihm in Form des Evangeliums nahegebracht wird, sollte er vorerst prüfen, wieweit es mit der Vollkommenheit Gottes im Einklang steht... und ihr würdet staunen, welche Lehren euch alle zweifelhaft erscheinen würden und auch zweifelhaft sind, wenn ihr in gutem Willen und Verlangen nach Wahrheit prüfet. Ihr könnet selbst viel dazu beitragen, daß Licht wird in euch, aber ihr müsset es wollen, daß ihr in der Wahrheit wandelt...

Ihr müsset bitten darum, daß Gott euren Geist erleuchte und euch das Rechte erkennen lasse, daß Er euch auch helfen möge, Irrlehren als solche zu erkennen und euch von ihnen zu lösen. Denn nur die Wahrheit ist beglückend, während jeder Irrtum euer Denken verwirrt und zuletzt unfähig macht zu rechtem Urteil. Gott ist die Liebe, Gott ist die Weisheit, und Gott ist die Macht... und bezeugt eine Lehre nicht die Liebe, Weisheit oder Macht, dann kann sie mit Recht verworfen werden als Irrlehre, und der Mensch wird Aufklärung erhalten, der solche ernstlich begehrt...

Amen


B.D. NR. 7369 - 22.5.1959

Erlösung fordert freien Willen...

Ich will von euch nur die Zusicherung haben, daß ihr Mir angehören wollet, und euer Leben wird fortan nur auf euer Ziel gerichtet sein, denn dann habe Ich es in Meiner Hand, euch zu führen und zu lehren, daß ihr euer Ziel erreichet. Ich kann nicht bestimmend auf euer Erdenleben einwirken, solange ihr nicht freiwillig Mir die Zusicherung gegeben habt, aber Ich kann sofort euer Schicksal in Meine Hand nehmen, wenn diese Zusicherung freiwillig erfolgt ist. Wenn ihr wisset, daß es um einen Kampf geht um eure Seele zwischen Mir und Meinem Gegner, dem Ich insofern Gerechtigkeit widerfahren lassen muß, als daß Ich ihm nicht gewaltsam das nehme, was ihm angehört... so werdet ihr auch verstehen, daß erst diese Zusicherung vorangehen muß, im freien Willen Mein zu werden und zu bleiben ewiglich. Dieser freie Wille erst gibt Mir das Recht, nun Meinen Einfluß geltend zu machen und euch hilfreich beizustehen im Kampf wider den Feind eurer Seelen, der so lange ringen wird um euch, wie ihr noch nicht völlig frei seid von allen Schwächen und Fehlern, die euch als sein Anhang kennzeichnen. Er hat also so lange noch Gewalt über euch, wie ihr euch noch nicht völlig lösen könnet von ihm, d.h., wie ihr noch die Merkmale des Gegners von Mir an euch habt: Fehler, Schwächen, Begierden und Laster aller Art, die sein Erbteil sind seit seinem Abfall von Mir. Doch euer Wille ist entscheidend, ob die Lösung von ihm einmal stattfinden wird oder nicht... weil dafür Ich Selbst als Mensch Jesus am Kreuz gestorben bin, also Ich euch erlöst habe aus seiner Gewalt. Zuvor war es nicht möglich, daß ihr euch aus seiner Gewalt hättet entwinden können, weil ihr durch die Urschuld euch ihm übergeben hattet und er euch niemals hätte freigelassen aus seiner Gewalt. Ich aber habe durch den Kreuzestod die Schuld bezahlt...

Also wäre die ganze geistige Welt von Stund an erlöst gewesen, wenn Ich nicht den freien Willen jener Wesen achtete, die Mir widersetzlich sind...

Denn eines jeden Wesens Wille ist frei und kann verbleiben bei dem Herrn, den es selbst sich wählet. Also kann auch der Anhang Meines Gegners bei ihm verbleiben, und es wird dessen Wille geachtet werden, Ich werde Meinem Gegner kein Wesen gewaltsam entreißen, das ihm angehört und nicht den Willen äußert, frei zu werden von seinem bisherigen Herrn. Also wird ein solches Wesen unerlöst bleiben, und ob es Ewigkeiten währet, bis es selbst frei von ihm zu werden begehrt...

Es sind diese Wesen unerlöst trotz Meines Kreuzestodes...

Sowie aber der freie Wille sich zu Mir wendet, sowie das Wesen im Stadium als Mensch, wo es den freien Willen wieder zurückerhalten hat, von Meinem Gegner ab- und sich Mir bewußt zuwendet, sowie es also Mein werden und bleiben will, tritt auch Mein Erlösungswerk in Kraft, indem Ich...

Jesus Christus und Vater von Ewigkeit...

Besitz ergreife von jenem Menschen und ihn nun zu lösen beginne von Meinem Gegner, was entsprechend seiner Willensstärke geschieht, wie er gegen seine Fehler und Schwächen ankämpft. Und diese Willensstärke kann er ständig anfordern von Jesus Christus, und er wird es auch tun, weil er an Ihn glaubt. Der Glaube an Jesus Christus und Sein Erlösungswerk ist Vorbedingung, daß der Mensch Ihn angeht um die Gnaden des Erlösungswerkes. Darum kann ein Ungläubiger auch nicht die Erlösung finden, denn Jesus Christus Selbst muß dem Menschen den Willen stärken, sich frei zu machen vom Gegner. Aber wer einmal im freien Willen sich Mir zuwendet, den lasse Ich ewig nimmer, er kann seine Erlösung auch als sicher annehmen, denn um ihn werde Ich ringen unermüdlich und ihm helfen durch Zufuhr von Kraft, von seinen Fehlern und Schwächen frei zu werden, und Ich werde auch immer wieder auf seine Gedanken einwirken, also ihn nicht mehr auslassen aus Meiner Liebesorge, und niemals wird ein Mensch unerlöst bleiben, dessen Wille Mir zustrebt, der Meinen Willen zu erfüllen sucht und bewußt sich Meinem Gegner entzieht. Ich fordere nur den Willen des Menschen, Ich fordere nur die Anerkennung Jesu als Gottes Sohn und Erlöser der Welt, in Dem Ich Selbst das Erlösungswerk für die Menschen vollbracht habe, um ihm nun die Gnaden des Erlösungswerkes auch zukommen lassen zu können, die darin bestehen, daß des Menschen Wille Stärkung finde, daß er Kraft beziehen kann, um die Rückwandlung zur Liebe durchführen zu können. Und Ich fordere nur die ständige Bindung mit Mir, auf daß die Kraft nun auch ständig überströmen kann in euch und ihr aller Aufgaben gerecht werdet, die euch das Erdenleben geistig und irdisch immer wieder stellt. Die Richtung eures Willens zu Mir allein ist entscheidend, ob und wann eure Erlösung stattfindet, aber daß sie stattfindet, ist so gewiß, ansonsten Mein Erlösungswerk vergeblich gebracht worden wäre, was jedoch die größte Irrlehre genannt werden müßte, wenn jemals sie vertreten würde. Jesus Christus hat alle Menschen erlöst, doch nur, die erlöst werden wollen, werden der Gnaden des Erlösungswerkes teilhaftig werden...

Wer aber will, der wird auch selig werden, weil sein Wille Mir das Recht gibt, Meinem Gegner die Seele zu entreißen, weil Ich für sie den Kaufpreis gezahlt habe mit Meinem Blut...

Amen


B.D. NR. 7370 - 23.5.1959

Freier Wille und Ichbewußtsein...

In der letzten Entwicklungsperiode als Mensch könnet ihr frei wollen und auch zumeist frei handeln, weil ihr euch erproben sollet während eures Daseins auf dieser Erde. Es ist kein willkürlicher Ablauf, wie also auch der Enderfolg nicht von Meiner Willkür abhängig ist, sondern ihr Menschen selbst bestimmet das Resultat des Erdenganges für eure Seele. Denn der Seele Ausreifen ist das Maßgebende, weil der Körper vergänglich ist und nur für die kurze Erdenlebenszeit der Seele zum Ausreifen dienet. Dies also muß der Mensch wissen, daß es an ihm selbst liegt, ob und wie er die Erdenzeit nützet zum Ausreifen der Seele. Und so darf er sich nicht verlassen auf einen will-kürlichen Gnadenakt Meinerseits, der ihm zuteil werden könnte auch ohne sein Zutun... er muß wissen, daß er Gnade unbegrenzt empfangen kann, daß es aber immer an seinem Willen liegt, ob diese Gnaden an ihm wirksam werden. Denn Ich kann ihm das Himmelreich ganz nahe vor Augen führen und ihm die Hand auch entgegenstrecke, damit er es erreichen kann...

Wenn er selbst nicht des Willens ist, in das Himmelreich zu gelangen, sind alle Meine Gnadengaben vergeblich, denn sie zwingen nicht zum Denken und Handeln, machen es aber jedem Menschen leicht, recht zu denken und zu handeln. Der Wille muß erst in Aktion treten, und wie nun dieser Wille sich einstellt, das ist entscheidend für den Erfolg des Erdenlebens...

Es wird nun kein Mensch sagen können, bestimmt worden zu sein zur Richtung seines Willens, denn dieser ist frei. Das Wollen ist der innerste Trieb im Menschen, der ihm von Mir aus eingezeugt wurde, den jedes Wesen hat, das ich-bewußt ist. Also die einst-geschaffenen Geister in Meinem Reiche konnten sich so lange des freien Willens erfreuen, wie sie ich-bewußte Wesen waren...

Doch sie verloren das Ichbewußtsein, als sie zur Tiefe stürzten durch eigene Schuld. Denn sie entfernten sich von Mir, und die immer größer werdende Entfernung bedeutete auch Verhärtung der geistigen Substanz, die Ich dann formte zu Schöpfungen verschiedenster Art. Alle diese Schöpfungswerke sind in einem Zustand des „gebundenen“ Willens...

Das darin gebundene Geistige ist nicht sich selbst bewußt, weil es immer nur Teile sind des einst gefallenen Urgeistes, der auf dem Wege durch die Schöpfung wieder zu Mir zurückkehren soll, der so lange seines Ichbewußtseins beraubt ist, bis sich wieder alle Partikelchen gesammelt haben und diese sich als Mensch auf Erden verkörpern dürfen. Dann bekommt er auch seinen freien Willen zurück...

Es kann das Wesen nun wieder frei wollen und denken, ohne daran gehindert werden zu können, den Willen in jeder Richtung zu bewegen. Und kein Mensch wird es streiten können, daß seine Gedanken und sein Wille frei sind, wenngleich er beides oft nicht zur Ausführung bringen kann. Doch es geht um den Willen, nicht immer um die Tat, die auch durch Meinen Willen oder Meine Zulassung verhindert werden kann, was aber niemals den eigentlichen Willen ausschließt, der eine Tat zu veranlassen suchte...

Und über euren Willen sollt ihr wachen... also euch jeden Gedanken überlegen, ob er mit Meinem Willen in Einklang steht. Ihr sollt die Richtung eures Willens nur immer auf Mich lenken, und es wird euer Wille gut sein. Ist dieser Wille in euch, Mir zum Wohlgefallen zu leben, dann brauchet ihr nicht mehr zu befürchten, euren Erdenlebenszweck nicht zu erfüllen, dann wird euer Denken und Wollen immer recht gerichtet sein, dann verlangt eure Seele zurück zu ihrem einstigen Zustand, ihr Wille unterordnet sich dem Meinen, und sie hat die Erdenlebensprobe bestanden, so sie den irdischen Körper verlassen darf, um einzugehen in das jenseitige Reich...

Amen


B.D. NR. 7371 - 24.5.1959

Zusicherung von Gottes Hilfe in der Notzeit...

Keiner von euch braucht das Ende zu fürchten sowie die Notzeit, die dem Ende vorangeht, denn es liegt allein an euch, wie ihr euch zu Mir einstellt... um dann jederzeit Hilfe erfahren zu dürfen, wenn ihr sie benötigt. Es wird eine schwere Zeit sein für alle Menschen, die ohne Kraft aus Mir durchs Erdenleben gehen. Und es werden dies solche Menschen sein, die keine Bindung haben mit Mir, selbst wenn sie irdisch gut gestellt und scheinbar im Besitz großer körperlicher Kraft sind. Aber sowie ihnen die Kraft mangelt aus Mir, wird gerade die letzte Zeit sie besonders hart berühren und fast überwältigend sie bedrücken, denn irdisch wird viel Lebenskraft von ihnen gefordert werden, um allen Anforderungen gerecht zu werden, und geistig nehmen sie nicht Zuflucht zu Mir, dem Kraftquell von Ewigkeit, wo sie wahrlich unbeschränkt Kraft empfangen könnten zur Bewältigung ihrer Lebensaufgabe. Dagegen wird der Lebenskampf erheblich leichter sein für die Meinen, die wohl auch vor die gleichen Anforderungen gestellt werden, aber durch ihre enge Bindung mit Mir auch im Besitz von Kraft sind und ihnen alles nur halb so schwer scheinen wird, als es die ungläubigen Mitmenschen empfinden. Aber die Notzeit kommt unwiderruflich...

Sie muß auch kommen um der wenigen Unentschiedenen willen, daß auch diese den Weg finden zu Mir. Und ebendiesen Weg gefunden zu haben bedeutet, auch zu den Meinen zu gehören, wenn die Zeit erfüllet ist:...

Ganz gleich, ob der Erdenweg des einzelnen zu Ende geht oder das allgemeine Ende folgen wird... wer zu den Meinen gehört, der braucht nichts zu fürchten, er wird auch über die schwerste Zeit hinweggetragen werden, er wird als Sieger hervorgehen, und ob die Kämpfe noch so schwer scheinen, die der Gegner mit seinen Vasallen gegen die Menschen führen wird... oder auch: die der Antichrist gegen die Gläubigen führt, um sie Mir noch vor dem Ende abzuringen. Wer aber einmal Kraft aus Mir bezogen hat, der wendet sich immer wieder an Mich um Kraftzufuhr, und er wird auch niemals ohne Kraft belassen bleiben, denn er gehört zu den Meinen, denen Ich wahrlich beistehe in den Tagen der Not, in der letzten Zeit vor dem Ende. Und dann wird schon jeder Gedanke an Mich euch die Kraft eintragen, denn Ich lasse Mir die Meinen nicht mehr aus der Hand reißen, Ich wache über ihnen und führe sie selbst hindurch durch den letzten Kampf zum Sieg, wie Ich es verheißen habe: „Wer ausharret bis zum Ende, der wird selig werden...“ Verlasset euch immer nur auf Mein Wort, auf Meine Verheißungen, die stets für euch Hilfe bedeuten in jeder irdischen und geistigen Not. Ich verlasse die Meinen nicht, und zu den Meinen kann sich jeder zählen, der die Bindung mit Mir schon eingegangen ist, der zu Mir rufet, weil ihn irdische oder geistige Nöte ängstigen...

Ihn lasse Ich nicht ohne Hilfe, und er wird darum die kommende Zeit nicht zu fürchten brauchen, Ich werde immer an seiner Seite gehen und ihn hindurchführen durch alle Not...

Amen


B.D. NR. 7372a - 25.5.1959

Experimente...

Zerstörungswerk...

In das Innere der Erde einzudringen kann immer nur bis zu gewissen Grenzen zulässig sein, und werden die Grenzen überschritten, dann werden auch die Folgen danach sein...

Es wird ein Zerstörungswerk von ungeheurem Ausmaß die Folge sein, von dem ihr Menschen euch keinen Begriff machen könnt, weil ihr ein solches Zerstörungswerk nicht überlebet, sondern gleichsam die Opfer sein werdet von solchen Experimenten. Der menschliche Verstand forschet und grübelt, und er ist auch schon weit eingedrungen in die Gesetze der Natur. Und es könnten auch diese Forschungen zum Segen für die Mitmenschen sein, würden sie in der rechten Einstellung zu Mir unternommen, daß es also möglich wäre, ihre Gedanken (die Gedanken der Forschenden) der göttlichen Ordnung gemäß zu lenken. Doch an dieser rechten Einstellung zu Mir fehlt es zumeist, und die einzelnen werden übertönt von Forschern und Wissenschaftlern, die abseits stehen von Mir und deren Denken daher auch in die Irre gehen kann... was eben bei Experimenten von solchem Ausmaß, wie vorgesehen, die üblen Folgen nach sich zieht: daß sie die Naturgesetze nicht mehr beherrschen, daß sie Fehlschlüsse ziehen, daß sie Versuche anstellen auf falschen Berechnungen und so Kräfte auslösen werden, die einzudämmen ihnen nicht mehr gelingen wird. Die Menschen rechnen nur mit irdischen Zahlen, nicht aber mit geistigen Problemen, die zu lösen bei ihrer Gott-fremden Einstellung unmöglich sind. Aber alles ruht auf geistiger Basis, das Bestehen der Erde hat seine geistige Begründung, und die Menschen auf ihr sollen nur zu dem Ziel gelangen, das irdische Reich zu überwinden und für das geistige Reich reif zu werden, von dessen Existenz aber die Forscher und Wissend-sein-Wollenden wenig oder nichts wissen oder glauben wollen...

Aber Meine Schöpfungswerke sind bis zu einem gewissen Grade doch dem freien Willen der Menschen preisgegeben, und auch an einer Zerstörung von größtem Ausmaß werden die Menschen nicht gehindert... doch ihnen selbst zum Schaden, indem alles Geschöpfliche das Leben verliert, sei es Mensch oder Tier, seien es Pflanzen oder sonstige Schöpfungen, in denen Geistiges gebunden ist zwecks Aufwärtsentwicklung. Und wenn letzteres nicht geglaubt wird, so sollte doch auf die Mitmenschen und deren Leben Rücksicht genommen werden...

Doch die Menschen halten sich für klug und weise, sie glauben, eindringen zu können auch in die Gesetze der Natur, die ihnen bisher fremd waren. Sie stellen Versuche an, die sie ständig erweitern werden, bis sie ihnen-noch-unbekannte Kräfte zur Auslösung bringen werden mit dem nicht mehr vorstellbaren Erfolg einer totalen Zerstörung der Erdoberfläche, die kein geschöpfliches Wesen überstehen wird, wie es vorausgesagt ist durch Seher und Propheten seit Anbeginn dieser Erdperiode. Und Ich lasse dem Willen der Menschen seine Freiheit, aber Mein Heilsplan von Ewigkeit ist aufgebaut auf diesem Willen, weil Ich ersah von Ewigkeit, daß die Menschheit dann auch in einem geistigen Tiefstand angelangt sein wird, wo ein Herstellen Meiner Ordnung von Ewigkeit nötig ist und Ich darauf also den Heilsplan aufbauen konnte, ohne den Willen der Menschen unfrei zu machen. Denn sie sind selbst Urheber des Endes dieser Erde, sie selbst bestimmen den Zeitpunkt trotz vorangehender Warnungen und Mahnungen, trotz immerwährender Hinweise auf das Unrechte ihres Handelns, solange sie nicht im Verband stehen mit ihrem Gott und Schöpfer von Ewigkeit, Der dann auch wahrlich ihr Denken und Wollen recht leiten könnte, ohne Willenszwang anzuwenden. Aber die Menschen wollen es nicht glauben, daß sie einem solchen Zerstörungswerk der Erde entgegengehen, und anders können sie nicht gewarnt werden als durch Mein Wort, das von oben ihnen zugeleitet wird...

Wenden sie aber ihre Herzen von selbst Mir zu, dann wird es auch Licht werden in ihnen, und sie werden selbst absehen von weiteren Versuchen...

Doch deren sind wenige, die sich jedoch nicht durchzusetzen vermögen, obgleich sie die große Gefahr erkennen, die der Menschheit droht...

Der Gegner aber sind mehr, und diese lassen nicht ab von einem Plan, der das Ende der Erde herbeiführen wird. Und sie können nicht gehindert werden der Willensfreiheit wegen und werden auch nicht von Meiner Seite aus gehindert, weil damit nach Meinem weisen Ratschluß wieder die Aufwärtsentwicklung unzähliger Wesen gefördert ist, weil Ich alles, auch das Schlechte, so zu lenken weiß, daß es doch noch gute Auswirkungen nach sich zieht, und ebendies Mein Heilsplan ist, der darum auch entsprechend Meiner Liebe und Weisheit zur Ausführung kommen wird...

Amen


B.D. NR. 7372b - 26.5.1959

Experimente...

Zerstörungswerk...

Denn Ich weiß es wahrlich, was allem von Mir einst Erschaffenen zum Heile dienet...

Ich weiß, wie alles sich auswirkt, und Ich kann auch alles so in seiner Auswirkung lenken, daß es für die Entwicklung des Geistigen nur gut ist...

Und so auch wird das wahrhaft satanische Vorgehen Meines Gegners in der Endzeit auch nur zur Folge haben, daß ihm wieder viel des Anhanges entrissen und in der Materie gebunden wird, also ihm und seinem Einfluß entzogen wird auf endlos lange Zeit. Er glaubt, Mir das Geistige abgerungen zu haben und es wieder selbst zu besitzen, und doch geht er dessen verlustig, und das Geistige beginnt wieder seine Aufwärtsentwicklung von neuem. Denn Meine Liebe höret nimmer auf, Meine Liebe wird immer wieder neue Entwicklungsmöglichkeiten schaffen, um dem Geistigen zur Höhe zu verhelfen. Und Meine Weisheit findet auch immer wieder neue Wege...

Und ob das Wesenhafte selbst auch im Zustand des freien Willens, als Mensch, sehr oft Meinem Plan von Ewigkeit zuwider sich benimmt und die Aufwärtsentwicklung gefährdet...

Ich stelle immer wieder die Ordnung her, die göttliches Gesetz ist und bleibt; aber niemals dem Geistigen zum Schaden, sondern immer mit dem Ziel der Vergöttlichung des Wesenhaften, das sich noch weit entfernt von diesem Zustand befindet. Darum kann geschehen in der Welt, was da will...

Meine Liebe und Weisheit kennt jegliche Auswirkung und lenket sie immer zum Wohl des Geistigen, und letztes Ziel wird immer die Erlösung sein, die Rückkehr zu Mir und die Vollendung des Geistigen...

Letztes Ziel wird sein das erreichen des Urzustandes, wo das Wesen als „Ebenbild Gottes“ mit Mir wird wirken und schaffen können in Seligkeit...

Amen


B.D. NR. 7373 - 14.6.1959

Weltenwende ist unvermeidlich...

Die Weltenwende wird sich vollziehen, die Zeit verkürzt sich stets mehr bis zum Ende, mit Riesenschritten geht ihr Menschen diesem Ende entgegen. Und würdet ihr das Weltbild übersehen können in seinem ganzen Umfang, es würde euch auch ganz begreiflich sein, daß es zu einer Weltenwende kommen muß. Aber ihr würdet auch vor Entsetzen zu jeglicher Tätigkeit unfähig sein, und doch sollt ihr noch unentwegt tätig sein bis zum Ende, denn ein jeder Tag ist eine Gnade, den ihr noch auf Erden verbringen dürfet. Es ist das geistige Chaos so groß, daß es kein Aufhalten mehr gibt... nur noch, daß sich der einzelne daraus rettet, indem er selbst an sich arbeitet, um am Ende entweder die geistige Wende erleben zu dürfen und eingehen zu können in das Paradies der neuen Erde oder zuvor schon abgerufen zu werden, um noch eine Ausreifungsmöglichkeit im jenseitigen Reich ausnützen zu können, die es dann auch nicht mehr gibt. Aber es wissen die Menschen nicht, wie nahe sie vor dieser Weltenwende stehen...

Und sie schaffen und streben unbeirrt irdische Güter an, sie leben nur für die irdische Welt, sie suchen Freuden und Genüsse jeglicher Art und gedenken nicht ihrer Seelen. Aber sie sollen immer wieder gewarnt werden, und immer wieder soll ein Ruf an ihren Ohren ertönen, daß das Ende kommt, daß es näher ist, als sie denken, und daß es sich entsetzlich auswirken wird an allen, die nicht glauben wollen und nicht ihrer Seelen gedenken...

Amen


B.D. NR. 7374 - 21.6.1959

Gnadengeschenk der Wahrheit...

In der Nacht des Todes befinden sich viele Menschen, denen das Licht der Erkenntnis mangelt, weil sie es nicht begehren. Das Licht könnte euch allen leuchten, ihr alle könntet euch in seinem hellen Schein befinden, und ihr könntet alle innerlich glücklich sein, zu wissen, was euch anfänglich eurer Verkörperung noch fremd war... von eurem Dasein als Mensch und Anlaß dazu, vom Zweck und Ziel des Erdendaseins. Aber ihr bewegt euch auf Erden immer noch in Dunkelheit, ihr habt noch nicht an Erkenntnis zugenommen, ihr seid noch so unwissend wie zu Beginn eurer Verkörperung, und ihr werdet auch lange nicht zum Licht gelangen, weil ihr es nicht suchet. Und schuld daran ist euer eigener Wille, schuld ist, daß ihr euch ein Wissen zuführen lasset und es bedenkenlos als Wahrheit annehmet als Wahrheit, ohne es daraufhin zu prüfen...

Schuld ist, daß ihr selbst nicht nachdenket über das, was euch unterbreitet worden ist. Und das werdet ihr einmal sehr bereuen, denn ihr hattet die Gabe, nachdenken zu können, und ließet sie ungenützt. Ihr hättet euch nur an Mich zu wenden brauchen und einmal ernstlich mit Mir sprechen im Verlangen, von Mir die Wahrheit zu erfahren. Wer das tut, der kann ganz gewiß sein, daß Ich in ihm das Licht entzünde, daß es hell wird in ihm, daß er in der Wahrheit unterwiesen wird, daß ihm hell der Irrtum beleuchtet wird, und er wird immer unterscheiden können Wahrheit vom Irrtum...

Und dann wird er sehen, in welcher Nacht sich die Menschheit bewegt und warum ein solches Dunkel über die Erde gebreitet ist...

Dann wird er auch wissen, daß jeder Mensch von sich aus das tun muß, was ihn zur Wahrheit führt: daß ein jeder Mensch zu Mir kommen muß, wenn er Verlangen hat nach Licht, wenn er zur Erkenntnis gelangen will, solange er auf dieser Erde lebt. Aber er wird dann auch selig sein, denn die Wahrheit zu besitzen ist etwas gar Köstliches, weil allein die Wahrheit der Seele das Los bereiten kann, das für sie ein herrliches ist im geistigen Reich. Die Wahrheit allein führt zu Mir, die Wahrheit allein führt zur restlosen Vereinigung, weil die Wahrheit alles offenbart, was ihm Aufschluß gibt und (über, d. Hg.) Mein Wesen, über Meine Liebe, Weisheit und Allmacht und weil erst im Besitz der Wahrheit der Mensch Mich recht zu lieben vermag und diese Liebe den Zusammenschluß herstellt von euch mit Mir. Und das ist Mein köstlichstes Gnadengeschenk, daß Ich unentwegt Wahrheit austeile dem, der sie begehrt und sich an Mich Selbst wendet, um sie aus Meiner Hand entgegenzunehmen. Dieses Gnadengeschenk steht euch allen zur Verfügung, wer aber nützet es? Wer begehrt, von Mir Selbst in aller Wahrheit belehrt zu werden? Es sind nur wenige, diese aber werden dereinst unermeßlich selig, denn sie gehen mit einem Reichtum ein in das jenseitige Reich, der ihnen nicht mehr genommen werden kann, mit dem sie arbeiten können zu ihrer und vieler Seelen Beglückung. Sie werden selig sein und bleiben ewiglich, denn sie kamen von selbst zu Mir und haben heimgefunden in ihr Vaterhaus...

Amen


B.D. NR. 7375 - 23.6.1959

Joh. 14, 21 „Wer Meine Gebote hält...“

Wenn ihr Meine Gebote haltet, so liebet ihr Mich und Ich kann Mich euch offenbaren. Und Ich werde Mich immer offenbaren denen, die Mich vernehmen wollen, Ich werde niemals stumm bleiben oder verziehen, weil Ich euch liebe und nichts inniger wünsche, als euch anreden zu können, Zwiesprache mit euch zu halten und so Mich euch als Vater zu offenbaren, Der nach Seinem Kind verlangt, seit es abtrünnig wurde und fiel. Meine Liebe zu diesem Abgefallenen ist nicht kleiner geworden, und darum tue Ich alles, um es wieder zu Mir zurückzurufen. Sowie es nun Meine Stimme vernimmt, sowie es diese als Meine Stimme erkennt und nun danach verlangt, von Mir angesprochen zu werden, hat es den Weg der Rückkehr bereits eingeschlagen... es ist schon nahe dem Herzen des Vaters, es braucht nur bewußt mit Mir die Verbindung zu suchen, um auch mit Gewißheit den Zusammenschluß zu finden, der ihm wieder die Seligkeiten einträgt, die es empfand zu Anbeginn. Ihr, Meine Lieben auf Erden, ihr brauchet also nur Meine Gebote zu halten, d.h.,Meinen Willen zu erfüllen, und ihr könnet auch jederzeit Meiner Ansprache gewiß sein, und dann steht ihr in einer Gnadenfülle von großem Ausmaß, denn wenn Ich euch anrede, so bedeutet das auch Zufuhr von Gnaden, die euch verhelfen zur Vollendung, zur Seligkeit, die es euch leichtmachen, den Weg der Rückkehr zu Mir zu gehen und das Ziel zu erreichen. Aber wie wenige Menschen glauben es, daß Ich Selbst zu ihnen reden möchte, daß sie Mich hören können, wenn sie es wollen, und daß sie nur die Bedingungen zu erfüllen brauchen, daß Meine Stimme in ihnen ertönt. Und wie wenige Menschen erkennen die Stimme des Vaters, Der zu ihnen spricht, wenn ihnen durch Boten Mein Wort zugeführt wird...

Und doch wollen sie alle Meine „Kinder“ sein, aber die Stimme des „Vaters“ vermögen sie nicht zu erkennen, weil sie Mir noch fernstehen, weil ihnen Meine Gebote zu schwer erfüllbar scheinen und sie darum noch nicht die Fähigkeit haben, Meine leise Stimme in ihren Herzen zu vernehmen...

Aber Ich spreche zu den Menschen, und jeder kann Mich hören, wenn er nur an Mich glaubt, Meine Gebote der Gottes- und Nächstenliebe erfüllt und nun still und gläubig nach innen lauschet, was Ich zu ihm reden will. Und er wird Mich hören können und überselig sein, wenn der Vater mit Seinem Kind spricht...

Amen


B.D. NR. 7376 - 27.6.1959

Gott will unserer Gedanken Inhalt sein...

Welchen Weg ihr auch gehen wollet, er muß nur Mich Selbst zum Ziel haben, ansonsten ihr in die Irre geht. Wenn ihr euch nun der Welt zuwendet, werdet ihr kaum eure Sinne und Gedanken Mir zulenken, und dann könnet ihr gewiß sein, daß der Weg falsch ist, den ihr wandelt. Kehrt ihr euch aber von der Welt ab, dann schweifen eure Gedanken ganz sicher in geistige Gefilde, ihr werdet euch in Gedanken beschäftigen mit Dingen, die außerhalb der irdischen Welt liegen, ihr werdet erfahren wollen, was euch noch geheim ist, weil ihr dem Einfluß der Lichtwesen nachgebt, die eure Gedanken ins geistige Reich zu lenken suchen und immer dort Erfolg haben werden, wo der Mensch Mich suchet...

Ich muß euer Ziel sein, mit Mir müsset ihr euch in Gedanken befassen, und ihr wandelt dann sicher den Weg, der zu Mir führt. Und so könnet ihr Menschen immer nur gewarnt werden vor der Welt...

Nicht, daß ihr die Welt fliehen sollet, in die ihr schicksalsmäßig versetzt worden seid zur Erprobung eures Willens. Aber ihr sollt ihr nicht mit allen Sinnen verfallen, ihr sollt sie beherrschen lernen, ihr sollt den Anforderungen gerecht werden, die sie an euch stellt zur Erhaltung eures Erdendaseins, jedoch nicht der Welt mehr Recht einräumen, als nötig ist...

Ihr sollt die Welt beherrschen und nicht ihr Knecht sein...

Und so kann euch das Schicksal in verschiedener Weise in Anspruch nehmen, doch Mich dürfet ihr nicht auslassen aus euren Gedanken, von Mir müsset ihr euch lenken lassen und bestimmen zu all eurem Denken und Handeln. Und Ich werde wahrlich alles tun, um Einfluß zu gewinnen auf euch, wenn nur euer Wille gut ist. Wessen Wille aber der Welt gehört, der wird fehlgehen, sein Ziel wird ein anderes sein, er wird der Welt ganz verfallen und nimmer von ihr loskommen. Darum trete Ich jedem Menschen immer wieder in den Weg und oft in schmerzlicher Weise, wenn er Meiner leisen Mahnungen und Warnungen nicht achtet und mit Mir wenig oder keine Verbindung hat. Dann wird er oft hart angegriffen werden müssen von Meiner Vaterhand, Ich muß ihn die Vergänglichkeit des Irdischen oft in schmerzlicher Weise erkennen lassen, Ich muß ihm das nehmen, was er mit seinem Herzen begehrt, und Ich muß seine Blicke oft gewaltsam hinweglenken von der Welt, ohne jedoch seinen Willen zu zwingen, der letzten Endes selbst über sich entscheiden muß. Aber er kann nicht ohne Mich selig werden, und die Seligkeit betrifft sein ewiges Leben, seinen Seelenzustand nach seinem Leibestode. Hat er Mich auf Erden nicht gefunden, so wird er schwer zur Vereinigung mit Mir gelangen, selbst wenn dies auch im jenseitigen Reich noch möglich ist. Aber das Ziel ist unermeßlich weit in die Ferne gerückt, wenn er ohne Mich sein Erdenleben beendet hat und drüben nun mühselig hingeleitet werden soll, wo es weit schwerer ist für ihn, Mich zu finden als auf Erden. Wer Mich aber suchet auf Erden, der wird Mich auch finden, denn Ich Selbst komme ihm entgegen und gehe nicht mehr von ihm, bis er sich mit Mir vereinigt hat. Denn Ich bin und bleibe das Ziel, Das erreicht werden muß, wollet ihr Menschen selig werden...

Amen


B.D. NR. 7377 - 29.6.1959

Bindung mit Gott...

In welcher Lebenslage ihr euch nun auch befindet, immer seid ihr fähig, die Bindung mit Mir herzustellen, denn Ich werde Mich stets in eure Gedanken eindrängen, Ich werde immer wieder anklopfen an eure Herzenstür, sei es von innen oder von außen, daß ihr durch Reden oder Lesen zu Mir den Weg nehmen könnet, wenn nur euer Wille gut ist, d.h. sich nicht abwendet von Mir. Und darum kann kein Mensch sagen, daß er nicht berührt worden wäre von Meiner Hand, daß er nicht zu Mir hingelenkt worden sei, daß es ihm an der „Gnade“ gemangelt habe, die Ich allen Menschen verheißen habe. Es wird kein Mensch sagen können, daß Ich nicht zu ihm gesprochen hätte, daß er niemals eine Gelegenheit gehabt hätte, Mich kennenzulernen und er somit nicht zur Verantwortung gezogen werden könne. Aber ob die Menschen ihr Ohr öffnen, ob sie Meine Stimme ins Herz dringen lassen, ob sie bereit sind, sich an Mich Selbst zu wenden, Mich anzurufen um Hilfe, um Erhellung des Geistes, um Kraft und Gnade, das liegt allein bei ihnen, ist aber von ihren Lebensverhältnissen oder ihrem Schicksal ganz unabhängig, ansonsten nur wenige Menschen zur Seligkeit gelangen würden. Den Weg zu Mir könnt ihr immer nehmen, denn Ich lasse Mich finden von jedem, der Mich suchet...

Ich trete jedem in den Weg, oft wohl unbeachtet bleibend, wenn der Mensch noch zu sehr in der Gewalt Meines Gegners ist, aber dennoch lasse Ich nicht ab von ihm und trete an ihn heran, wo immer sich die Gelegenheit bietet. Doch es ist euer Wille frei, und darum kann Ich nichts anderes tun, als immer wieder in solcher Art euer Leben zu lenken, daß ihr gedrängt werdet, euch um Hilfe zu wenden an den Einen, Der mächtiger ist als ihr. Und habt ihr den Glauben an diesen Mächtigen gefunden, dann werdet ihr auch nicht mehr von Ihm lassen, dann wird Er euch stets näherrücken, je mehr ihr selbst die Bindung suchet, und dann seid ihr auch gewonnen für die Ewigkeit. Und seid ihr Mir innig verbunden, dann werdet ihr auch Meine Stimme zu vernehmen fähig sein, wenn ihr Mein Wort höret oder leset und es als Stimme des Vaters erkennt. Dann ist die Bindung segensreich, denn wenn der Vater reden kann mit Seinem Kind, dann wird auch das Kind den Willen des Vaters erfüllen und so leben, wie es nötig ist, um zur Vollendung, zur Reife der Seele, zu gelangen...

Dann wird auch der Mensch sein Ziel erreichen und sich auf Erden noch vollenden, er wird als Kind mit seinem Vater den Zusammenschluß finden und bei seinem Ableben eingehen können in Mein Reich, wo Friede ist und Glück und Seligkeit...

Es wird wieder das Reich in Besitz nehmen, das seine wahre Heimat ist, es wird eingehen in das Vaterhaus, es ist heimgekehrt zum Vater, von Dem es einstens seinen Ausgang nahm...

Amen


B.D. NR. 7378 - 30.6.1959

Geistiger Trost...

Jeder geistige Trost ist eine Labsal für die Seele, die dafür aufgeschlossen ist, sowie sie die Liebe des Tröstenden empfindet. Denn die Seele befindet sich immer in Not, wenn sie geistigen Trostes bedarf. Dann verrichtet der Mensch ein Werk der Liebe am Nächsten, das mitunter höher gewertet werden muß als die Verabreichung irdischer Gaben, die nur dem Körper nützen. Die Seele aber, die geistigen Trost nötig hat, ist eines Liebewerkes bedürftig, und ihr kann weit mehr geholfen werden... vorausgesetzt immer, daß wahre Liebe ihr den Trost spendet. Denn dann empfindet sie diese Liebe und wird selbst zur Liebe angeregt, und Liebe wirkt immer erlösend. Geistigen Trost zu spenden erfordert aber immer eine rechte Einstellung, also es muß der Mensch im rechten Verhältnis stehen zu Mir, zu seinem Vater, dann wird er immer den Mitmenschen auch zu Mir hinweisen, er wird ihm sagen, wo er Trost und Hilfe zu erwarten hat, er wird ihm Mut machen, sich selbst an Mich zu wenden und mit Mir das gleiche Verhältnis herzustellen, in dem er selbst steht, und seine Worte werden daher auch lebendig sein und wirken auf den Mitmenschen, dem er geistigen Trost zu spenden sucht. Und ebendiese Bindung ist es, die ihn trösten wird... die Hoffnung, daß Einer ist, Der ihn hört und seines Rufes achtet, und daß er sich mit Mir verbinden kann in jeder Not des Leibes und der Seele. Niemand soll den Mitmenschen ungetröstet von sich gehen lassen. Wahren Trost aber kann er immer nur geben durch den Hinweis auf Mich, Der Ich alles Leid wandeln kann und auch will, wenn der Mensch Mir vertraut und Mich bittet um Hilfe. Denn dann erkennt er Mich an als seinen Gott und Vater, und das allein ist Zweck und Ziel des Erdendaseins, wieder in das Verhältnis zu Mir einzutreten, in dem das Wesen stand zu Anbeginn, die Trennung selbst im freien Willen aufzuheben, die es einstmals angestrebt hat, und wieder mit Mir sich zu vereinen, um selig zu sein. Darum ist jeder Hinweis zu Mir ein geistiger Trost, den jeder Mensch braucht, solange er noch entfernt ist von Mir und gleichsam einsam und verlassen allen Angriffen des Gegners ausgesetzt ist. Er befindet sich in geistiger Not, wo er des Trostes bedarf...

Nehmet euch alle derer an, ganz gleich, ob sie noch auf Erden oder schon im Jenseits weilen, und spendet ihnen diesen Trost, indem ihr sie zu Mir verweiset, daß sie Mich rufen sollen und durch den Anruf Meines Namens auch das Heil ihrer Seelen finden werden. Gedenket ihrer im Gebet und in Gedanken, und lasset sie nicht in dieser Not, und sie werden es euch danken ewiglich, wenn ihr ihnen verholfen habt, zu Mir zu finden und in Mir zur Seligkeit zu gelangen, wozu die Bindung mit Mir unerläßlich ist. Und auch ihr werdet getröstet werden, so ihr euch in gleicher Not der Seele befindet, Ich werde Mich eurer ganz besonders annehmen und euch zuwenden, wessen ihr bedürfet, um selig zu werden...

Amen


B.D. NR. 7379 - 5.7.1959

Geistiger Reichtum im Jenseits...

Kraft...

Jeder irdischen Kraft geht ihr verlustig, wenn ihr in das jenseitige Reich eingeht. Es bleibt euch nur die geistige Kraft, und mit dieser allein nur werdet ihr schaffen und wirken können zu eurer und anderer Seelen Beglückung, die kraftlos und auf eure Unterstützung angewiesen sind. Und darum müsset ihr euch auf Erden diese geistige Kraft erwerben, auf daß ihr nicht ohnmächtig und armselig drüben anlangt, wenn (ihr, d. Hg.) euer Erdenleben beendet und ihr euren schweren Leib verlassen werdet. Das kann euch nicht oft genug gesagt werden, daß ihr im Erdenleben nur daran denken sollet, euch geistige Güter zu erwerben, geistigen Reichtum, Schätze, die euch nachfolgen in die Ewigkeit und die euch niemand mehr nehmen kann. Und diese geistigen Schätze zu erwerben erfordert nur eifriges Liebewirken in völliger Uneigennützigkeit, sie fordern ein immerwährendes Gedenken Dessen, Der euch erschaffen hat, Der euer Gott und Vater ist von Ewigkeit. Denn von Diesem geht die Kraft aus, die euch erfüllen soll und euch nur erfüllen kann in inniger Verbindung mit Ihm, in eifrigem Liebewirken...

Denn Er ist die Liebe Selbst, und wer in der Liebe lebt, der lebt in Ihm und mit Ihm, er ist gleichsam verbunden durch die Liebe mit Ihm, Der die Liebe Selbst ist...

Und jedes Liebewerk vermehrt den Schatz an geistigem Gut, jedes Liebewerk schenkt erhöhtes geistiges Wissen, und jedes Liebewerk bedeutet Kraftzufuhr aus Gott und somit selbst geistige Stärke und Reichtum. Wer aber bar ist jeder Liebe, der bleibt arm und kraftlos, und er geht in seinem elenden Zustand in das jenseitige Reich ein, und mag er auf Erden noch so reich sein an Gütern, mag er auch leben als scheinbar gerechter Mann... wo die Liebe fehlt, ist alles nur Schein, und es gibt keine Gerechtigkeit ohne Liebe, es gibt keine Tugenden ohne Liebe, es ist alles nur Schein vor der Welt, aber vor Gott nicht zu verheimlichen, Der in die Herzen sieht und des Menschen innerste Gedanken kennt. Ihr müsset euch als erstes der Liebe befleißigen, ihr müsset wissen, daß diese die wichtigsten Gebote sind, die Gott Selbst auf Erden gab durch den Menschen Jesus, und ihr müsset wissen, daß nur die Erfüllung dieser Gebote zur ewigen Seligkeit führt, weil die Liebe allein die Kraft ist und ihr ohne Liebe ein unglückseliges Leben führt dereinst im geistigen Reich. Ihr seid dann angewiesen auf die Hilfe der Lichtwesen oder die Fürbitte der Menschen auf Erden, die allein euch helfen können in geistiger Not. Denn ihr selbst könnt in eurem kraftlosen Zustand nichts tun, ihr seid zudem völlig willensschwach, und darum ist es schwer, euch Hilfe zu bringen, weil ihr diese Hilfe auch freiwillig annehmen müsset und euch oft dazu der Wille mangelt. Darum sorget auf Erden, daß ihr euch geistige Kraft erwerbet, sorget, daß ihr über einen wenigstens kleinen geistigen Reichtum verfüget, der euch dann den Weg ins Lichtreich freigibt und euch führet aufwärts in lichte Höhen...

Amen


B.D. NR. 7380 - 7.7.1959

Rückwandlung des Wesens...

Ihr dürfet nicht vergessen, daß euch die Ewige Liebe ins Leben rief, daß ihr selbst daher als Urwesen Liebe waret wie Ich Selbst und daß ihr zu eurem Urwesen wieder zurückkehren müsset, von dem ihr euch also entfernt hattet, d.h. ihr euch selbst wandeltet ins Gegenteil. Und ebenso muß die Rückwandlung zur Liebe wieder stattfinden, denn ewiglich könnet ihr nicht von Mir getrennt bleiben, und ewiglich wird daher Mein Wirken und Walten dahin gehen, euch wieder in den Zustand zu versetzen, in dem ihr waret im Anbeginn. Mein Wesen ist Liebe, aus Mir konnte nur Liebe ausstrahlen und als Wesenhaftes gleichfalls zum Wirken in Liebe bestimmt sein. Dann aber mußte es auch in Meinem Willen wirken, und solange dies der Fall war, waren die Wesen auch inniglich mit Mir verbunden, sie wurden unausgesetzt von Meiner Liebekraft durchstrahlt und waren sonach Mir-gleiche Wesen. Doch sie blieben es nicht... sie wendeten ihren Willen gegen Mich und nützten die ihnen zuströmende Liebekraft zum Wirken entgegen Meinem Willen. Sie entfernten sich langsam von Mir, und jegliche Entfernung bedeutete auch geschwächte Kraftzufuhr, die immer weniger wurde, weil die Wesen selbst sie in Überheblichkeit und falschem Denken ablehnten. Denn mit ihrem Widerstand verloren sie auch das Licht der Erkenntnis, sie fielen in die Tiefe, wo immer dichtere Finsternis sie umfing, sie verhärteten in ihrer geistigen Substanz und wurden zu starrer Substanz, die erst Mein Wille wieder wandelte und zu Schöpfungen werden ließ, in denen sie ihren Widerstand aufgeben sollen. Sie müssen also einen Zustand durchmachen, wo sie in völliger Kraftlosigkeit verharren, um einmal wieder zum Leben erweckt werden zu können, und darum nach Meinem Willen Schöpfungen beleben, in denen dieser langsame Reifeprozeß vor sich geht. Es ist dies die Zeit „gebundenen“ Willens, wo nur Mein Wille gilt und das Wesen also im Mußzustand seiner Bestimmung nachkommt, bis es die Reife erreicht hat, daß ihm der freie Wille wieder zurückgegeben werden kann. Denn einmal muß es sich wieder erweisen, daß ihr aus der „Liebe“ hervorgegangen seid. Und einmal muß in euch selbst wieder frei die Liebe aufflammen und zu Mir hindrängen, einmal müsset ihr die Liebekraft aus Mir wieder freiwillig anfordern und euch durch ein Liebeleben mit Mir zusammenschließen, was während der Zeit eures Wandels auf dieser Erde geschehen soll. Dann aber ist auch der Prozeß der Rückgliederung an Mich vollzogen, dann ist das Wesenhafte, das einst aus Meiner Liebe nach Meinem Willen erschaffen wurde, freiwillig in den Zustand zurückgekehrt, wo es sein Urwesen wieder angenommen hat und nun im freien Willen vollkommen wurde, wie es einst Mein Wille geschaffen hatte...

Dann ist das Werk vollendet, das Ich Mir vorgenommen habe bei eurer Erschaffung, euch zu Meinen Kindern zu machen, die Ich nicht erschaffen konnte, der Freiheit des Willens wegen, sondern das ein jedes Wesen selbst erreichen muß, um dann aber endlos selig zu sein in Ewigkeit...

Amen


B.D. NR. 7381 - 14.7.1959

Gedenken des Kreuzestodes Jesu...

Jeder Gang zum Kreuz Christi bedeutet ein Hinwenden der Gedanken zu Ihm, dem göttlichen Erlöser, in Erinnerung Seiner unermeßlichen Leiden und Schmerzen und Seines qualvollen Todes... ein Bewußtwerden dessen, daß der Mensch Jesus, in Dem Gott Selbst Sich verkörperte, die Sündenschuld der ganzen Menschheit auf Sich genommen hatte, um diese zu entsühnen... daß also der Mensch selbst, der Dessen gedenkt, auch zu den Sündern zählt, für die Jesus gestorben ist, daß er diese seine Sündenschuld auch erkennen und bekennen muß vor Dem, Dessen er also gedenkt... zu Dessen Kreuz er seinen Weg genommen hat. Immer wieder soll sich der Mensch der großen Schuld bewußt werden, die Anlaß war des Erlösungswerkes... der Menschwerdung Gottes in Jesus und Seines Kreuzestodes. Und immer wieder soll der Mensch gedenken, daß seine Schuld getilgt wurde, er selbst aber auch des Willens sein muß, zu dem Kreis der Erlösten zu gehören, für die das Erlösungswerk Jesu vollbracht wurde. Seine Schuld war riesengroß, so groß, daß der Mensch selbst sie niemals hätte abtragen können, denn es hatte sich das Wesen aufgelehnt wider Gott, Den es erkannte als Gott und Vater und doch sich wider Ihn erhob...

Diese Schuld konnte das Wesen selbst nicht tilgen, und es wäre ewiglich in endlos weiter Entfernung von Gott verblieben, wenn nicht ein Mensch Sich Seiner gefallenen Brüder erbarmt hätte, Der völlig ohne Sünde war, aber für die Sünden der Mitmenschen leiden und sterben wollte aus Liebe. Den gefallenen Brüdern fehlte einstens die Liebe, sie kündigten Gott die Liebe auf, und das war die große Sünde...

Jener Mensch aber war voll der Liebe und schenkte diese Liebe Seinen gefallenen Brüdern, d.h.,Er opferte Sich Selbst Gott für die Schuld jener auf, und Gott nahm dieses Opfer an. Nicht ein Wesen des Lichtes hat das Opfer vollbracht, sondern ein schwacher Mensch, Der unter den gleichen Gesetzen stand wie Seine Mitmenschen und Der nur durch die Liebe die Kraft aufbrachte für das Erbarmungswerk, das die Schuld tilgen sollte und den Wesen wieder den Weg frei machte zum Vater. Denn die „Liebe“ war selbst die Kraft, und der Mensch Jesus war so voller Liebe, daß Er die Tat der Erlösung vollbringen wollte und daß Gott Selbst in diesem Menschen Wohnung nehmen konnte, Der die Ewige Liebe Selbst ist. Und so ging Gott Selbst den Weg zum Kreuz, Er Selbst trug die Sündenlast der Menschheit, Er Selbst starb den bittersten Tod am Kreuz und brachte so die Erlösung den durch die Sünde geknechteten Menschen, die erlöst werden wollen und auch den Weg zum Kreuz nehmen im Willen, zu Gott zurückzukehren, die dann auch Gott Selbst in Jesus Christus erkennen und anerkennen und ihrer Sündenschuld ledig werden. Aber es kann kein Mensch von Vergebung seiner Schuld sprechen, der nicht selbst des Willens ist, frei zu werden von seiner Schuld, und der darum freiwillig den Weg geht zum Kreuz... also Jesus Christus anruft um Hilfe und Erbarmung, um Vergebung seiner Sündenschuld. Er muß sich bewußt sein, daß er so lange getrennt ist von Gott, wie ihm die Urschuld noch nicht vergeben ist, die darin bestand, daß er sich freiwillig abwandte von Gott und darum freiwillig zu Ihm zurückkehren muß, indem er den Vater in Jesus Christus als Erlöser der Menschheit anerkennt und Ihn um Vergebung der Schuld bittet, die ihm auch um Jesu Christi Willen werden wird. Denn das Erlösungswerk ist vollbracht worden von der unermeßlichen Liebe Gottes, es ist vollbracht worden für alle Menschen, aber die Erlösung muß auch bewußt erbeten werden...

Es muß der Weg zum Kreuz zurückgelegt werden im vollen Bewußtsein seiner Schuld und dem festen Willen, erlöst zu werden...

Amen


B.D. NR. 7382 - 15.7.1959

Erlöserarbeit im Jenseits...

Groß ist die Freude der Seelen, die durch euch und eure Mitarbeit Erlösung fanden, sei es auf Erden oder auch im jenseitigen Reich, denn sie alle befanden sich in großer Not, solange sie abseits waren von Gott, also in ihrer Sündenschuld noch gefesselt waren an den Gegner, der sie bedrängte in jeder Weise und alles zu verhindern suchte, daß solche Seelen Erlösung finden. Dort muß die Hilfe der Mitmenschen einsetzen, die durch Fürbitte für die Seelen der Abgeschiedenen oder durch Verkündigung des Evangeliums unter den Mitmenschen ihre Erlöserarbeit verrichten und immer wieder neue Seelen dem Gegner abringen und Gott zuführen. Und sowie eine Seele zu Gott zurückgefunden hat, ist ihre größte Not behoben, und sie ist selig über ihre Erlösung und sucht nun ihrerseits die gleiche Arbeit zu verrichten... den Gott-fernen Seelen zu helfen, den Weg zu Gott und also Ihn Selbst zu finden. Es ist dies alles wohl eine Arbeit, die nicht sehr den Mitmenschen erkenntlich ist als segenbringende Tätigkeit, weil sie immer nur das Wohl der Seele betrifft und daher nach außen hin als wenig nutzbringend angesehen wird. Und dennoch ist sie eine der wichtigsten Verrichtungen, die der Mensch im Erdenleben tun kann, weil die Seele dadurch gerettet wird vom ewigen Tode, wenngleich der Leib dem körperlichen Tode verfällt. Aber das Bestehen der Seele ist gesichert in Seligkeit, denn die Seele kann nicht vergehen, aber der Zustand ist bestimmend, in dem sie sich befindet, denn dieser kann sein Seligkeit oder Tod. Ist aber die Seele im Zustand der Seligkeit, dann ist sie im Zustand des Lebens, der nun kein Ende mehr nimmt. Und hat sich die Seele lange schon im Zustand des Todes befunden im jenseitigen Reich, so ist es für sie unvergleichlich beseligend, wenn sie diesem Zustand entronnen ist und durch eure Mithilfe zum Leben gelangt ist, weshalb ihr nicht genug Erlöserarbeit durch Fürbitte für solche Seelen leisten könnet, wenn ihr ihnen helfen wollet, zum Leben vom Tod zu gelangen. Es ist dies ein Werk größter Barmherzigkeit, ein Werk größter Nächstenliebe, denn solche Seelen sind auf eure Hilfe durch Fürbitte angewiesen, und sie werden es euch ewiglich danken und ihrerseits wieder in gleicher Weise helfen den anderen unglückseligen Wesen im Jenseits. Aber ohne diese Fürbitte sind sie zu schwach, um aus eigenem Willen zum Licht zu gelangen, und darum muß die erste Hilfe ihnen geleistet werden durch eure Liebe und den Willen, ihnen Hilfe zu bringen in ihrer Not. Jeder liebende Gedanke an sie wirkt sich aus als Kraft und wird seine Wirkung nicht verfehlen, jeden liebenden Gedanken empfinden sie wohltätig, und er regt sie an, sich euch zu nähern und euch anzuhören, wenn ihr ihnen gedanklich das Evangelium vermittelt, das sie nun auch annehmen, weil es ihnen in Liebe dargereicht wird. Die Liebe erlöset und bringt den Seelen Rettung aus ihrer Not, die ihr in euer liebendes Gebet einschließet, auf daß sie der Macht des Gegners entrinnen können...

Amen


B.D. NR. 7383 - 17.7.1959

Die rechte Kirche Christi...

Die Kirche, die Ich Selbst auf Erden gegründet habe und die als rechte „Kirche Christi“ auch besteht, ist die Zusammengliederung der wahrhaft Gläubigen... derer, die lebendig glauben, also nicht nur tote Christen sind, d.h. Angehörige einer kirchlichen Organisation, welchen Namen sie auch hat. Eine jede solche Organisation kann Mitglieder Meiner rechten Kirche fassen, in jeder Organisation werden Menschen sein, die so lebendig glauben, daß in ihnen auch Mein Geist wirken kann, der aber erst das rechte Zeichen der Zugehörigkeit zu Meiner Kirche ist. Und so brauchen sich die Menschen nur zu fragen, ob der Geist in ihnen wirkt...

Es ist das so einfach festzustellen, ob sie über eine Gabe des Geistes verfügen oder ob der Geist sie überhaupt noch nicht berühren durfte, weil ihr Glaube noch nicht der rechte ist...

Sie müssen eine Gabe des Geistes aufweisen können, sie müssen hellen Geistes alle Zusammenhänge erkennen und also in aller Weisheit wieder lehren können ihre Mitmenschen, sie müssen prophetischen Geistes sehen, was Ich über die Menschen verhänge in der Zukunft im geistigen Sinne...

Sie müssen durch Auflegen der Hände Kranke zu heilen vermögen, sie müssen hellsehend den Geisteszustand der Mitmenschen erkennen und entsprechend sie ermahnen und warnen können, weil ihnen ebendie rechten Geistesgaben zur Verfügung stehen, durch die sie den Mitmenschen beistehen können in geistiger Not...

Und so muß immer Meines Geistes Wirken zu erkennen sein bei den Anwärtern Meines Reiches, bei den Angehörigen Meiner Kirche, die Ich Selbst auf Erden gründete. Wo aber finden sich diese sicheren Zeichen noch? Wie viele nennen sich rechte Christen, wie viele behaupten, Meiner Kirche anzugehören, und doch ist kein „Wirken Meines Geistes“ zu erkennen, es ist alles nur tote Form ohne Geist und ohne Leben. Und es ist traurig, daß die Menschen selbst es nicht erkennen, wie leer sie dahingehen, wo sie reiche Güter schon auf Erden besitzen könnten und unermeßlich reich wären, wenn Mein Geist in ihnen wirken könnte als Beweis der Zugehörigkeit zu Meiner Kirche...

Denn es genügt nicht, daß nur die Zugehörigkeit zu einer Konfession nachgewiesen wird, um als Anwärter Meines Reiches zu gelten... es muß der lebendige Glaube vorhanden sein, der Glaube, der so tief ist, daß er wie ein Fels allen Anstürmen standhält, die immer wieder kommen werden da, wo Meine rechte Kirche steht... die aber niemals untergeht, sondern allen Anstürmen trotzen wird, so daß sie auch für die Mächte der Hölle unüberwindlich sein wird, weil Mein Geist stärker ist, und Mein Geist wirket, wo Meine rechte Kirche ist. Wisset es, daß die Kirche nicht die rechte ist, wo Meines Geistes Wirken nicht erkennbar ist... und wisset es, daß ihr nicht die Anhänger Meiner rechten Kirche bekämpfen könnet als „falsche“ Christen, denn wo Meines Geistes Wirken ist, da ist Mein Geist selbst... also Ich Selbst bin mit denen, die Mich an sich wirken lassen durch lebendigen Glauben, der aus der uneigennützigen Nächstenliebe hervorgeht. Und so werdet ihr auch wissen, daß jeder Meiner Kirche angehört, der in der Liebe steht... daß keine Konfession bestimmend ist, sondern allein der Liebegeist, der den Menschen erfüllt, der ihm den lebendigen Glauben einträgt und also Meinem Geist das Recht gibt, sich zu äußern... der fest ist wie ein Fels und auf dem daher Meine Kirche ewiglich stehen wird, wie Ich Selbst es verheißen habe...

Amen


B.D. NR. 7384 - 2.8.1959

Begründung für die Ansprache Gottes...

Alle seid ihr zur Seligkeit berufen... doch ihr habt einen freien Willen, und wie dieser sich entscheidet, so auch ist das Los, das euch drüben erwartet im jenseitigen Reich, wenn ihr euer Erdenleben beendet habt. Ihr habt einen freien Willen...

Bedenket, daß ihr damit auch das Zeichen der Göttlichkeit traget, denn Göttliches ist ohne freien Willen nicht denkbar. Aber das Göttliche kann sich verunstaltet haben, es kann in ein völlig widergöttliches Wesen eingegangen sein eben durch diesen freien Willen. Und das ist euer Zustand, während ihr auf Erden weilet... ihr hattet das Göttliche abgelegt und waret im freien Willen in den Zustand eingetreten, der widergöttlich genannt werden mußte, weil er gänzlich Meinem Wesen... das auch euer Urwesen war... widersprach, weil alles Göttliche verkehrt wurde ins Gegenteil und so also ihr zu Wesen geworden seid, die nicht in Meiner Nähe weilen können, sondern weit entfernt von Mir sind. Diese Entfernung ist aber keine Seligkeit, sie bringt dem Wesen nur Unseligkeit, Kraftlosigkeit und einen Zustand der Finsternis, d.h. vollste Erkenntnislosigkeit, der für das Wesen ein Zustand der Qual ist. Und diesen Zustand soll es wandeln, während es als Mensch verkörpert über die Erde geht...

Es soll sich wieder verkehren in den Zustand der Vollkommenheit, der Göttlichkeit, in den Zustand, wo es in Licht und Kraft und Freiheit selig ist...

Dazu also ist euch Menschen das Erdenleben gegeben worden, und ihr werdet durch das Leben hindurchgeführt immer so, daß ihr nur an eurer Wandlung arbeiten könnt, daß euch alle Gelegenheiten gegeben werden, in den alten Zustand zurückzukehren, euer Wesen zu vergöttlichen und wieder euer Urwesen anzunehmen, in dem ihr einstens unermeßlich selig waret...

Aber ihr könnt zu dieser Rückwandlung keineswegs gezwungen werden, ihr müsset sie im freien Willen vollbringen, ihr müsset alle Gelegenheiten freiwillig ausnützen, die euch zur Vollendung verhelfen. Darum kann immer nur auf euren freien Willen eingewirkt werden, indem euch alles Für und Wider vorgestellt wird, aber die Entscheidung euch doch selbst überlassen bleiben muß, ansonsten ihr niemals zur Göttlichkeit zurückfinden würdet, die euer Ziel ist während des Erdendaseins. Wie anders aber soll Ich einwirken auf euch und eure Herzen berühren, als daß Ich euch anrede in Meiner Vaterliebe und Mich Selbst euch als Vater vorstelle, Der um euch und euer Seelenheil besorgt ist?...

Wie anders könnte Ich euch gewinnen für Mich als durch Meine Ansprache, die euch Meine tiefe Liebe beweisen und euch Meine Sorge um euch immer wieder künden soll?...

Ich muß und kann nur zu euch reden und euch dringlich ermahnen, Meinen Worten zu lauschen und sie anzunehmen, Ich kann nur immer wieder Mich durch Meine Ansprache euch erkenntlich machen, doch ihr müsset auch bereit sein, Mich anzuhören, ansonsten Meine Stimme von der Stimme der Welt übertönt wird, also ihr sie nicht zu hören vermögt. Und immer wieder suche Ich, durchzudringen und die Stimme der Welt zu übertönen, denn Ich will, daß ihr zur Seligkeit gelanget...

Ich will nicht, daß euer Erdengang vergeblich zurückgelegt wird, denn er ist der Abschluß einer endlos langen Periode, wo ihr noch weit unseliger waret als nun auf Erden...

Doch ihr müßtet jene Unseligkeit in Gebundenheit wieder aufs neue fürchten, wenn ihr während eures Erdenlebens versaget...

Darum rede Ich euch mit großer Dringlichkeit an und werde euch mit Meinem Wort immer wieder verfolgen, wenn ihr Mich nicht anhöret und gleichgültig dahingehet, ohne euch des Zweckes bewußt zu sein, den euer Dasein doch aber haben muß. Ich will nicht, daß ihr verlorengehet, Ich will, daß euch euer Erdengang letzte Erlösung eintrage aus der Form, und ihr selbst könnt es erreichen, wenn nur euer Wille gut ist, wenn ihr euren Willen bewußt dem Meinen unterstellt, wenn ihr glaubet an Mich und euch zu Mir hinwendet im freien Willen, wie ihr euch einstens von Mir abgewandt habt...

Dann werdet ihr auch Meine Ansprache vernehmen, ihr werdet es spüren, daß und wann ihr von Mir angesprochen werdet, und ihr werdet achten Meines Wortes... und dann auch unweigerlich den Zustand erreichen, der euch wieder Mir näherführt... ihr werdet im freien Willen die Rückkehr zu Mir vollziehen, und Ich werde euch ein Leben in Seligkeit bereiten können, das ewig währet...

Amen


B.D. NR. 7385 - 4.8.1959

Der heiligste Name Jesus...

Erlösung...

In Jesus liegt alles Heil der Welt, in Ihm finden alle Seelen Erlösung, in Ihm ruht alle Seligkeit, alle Beglückung in Ewigkeit...

In Seinem Namen also findet ihr Menschen die Freiwerdung vom Gegner, wer Ihn anrufet, der wird frei werden, und ob er zuvor noch so sehr gefesselt ist...

Der Name Jesus ist die Kraft, die alles löset, der nichts unmöglich ist und die alles überwindet, was sich ihr feindlich entgegenstellt. Und diesen Namen Jesus sollet ihr anrufen, wenn ihr euch bedrängt fühlet von dem Ungeist, der euch zur Tiefe ziehen will...

Und ihr werdet es spüren, daß ihr frei werdet von jenem, denn Jesus kommt zu jedem, der Ihn rufet, weil Er das Recht hat auf dessen Seele, sowie diese nach Ihm verlangt. Er hat dieses Recht erkauft mit Seinem Blut, mit Seinem Tod am Kreuz, mit Seinen Qualen und Leiden, die unermeßlich waren und darum auch unermeßliche Schuld tilgten, so daß eure Seelen frei wurden von dieser Schuld und also Erlösung finden bei Jesus Christus, wenn ihr nur euch Ihm hingebt und die Erlösung von Ihm annehmen wollet. Dann werden die Fesseln gesprengt werden, die der Gegner euch auferlegt hatte, als er euch mit hinabriß zur Tiefe. Dann muß er euch freigeben, und ihr könnt euch seiner Gewalt entwinden, denn eure Sündenschuld ist bezahlt, Jesus Christus Selbst hat den Kaufpreis gezahlt für eure Seelen, Jesus Christus Selbst hat das Werk der Erlösung vollbracht für alle Menschen der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft...

Und es gibt daher aus jeder Bedrängnis geistiger Art eine sichere Hilfe durch Anruf des Namens Jesus im Geist und der Wahrheit...

Dann muß jeder Ungeist weichen, der euch fortgesetzt zu bedrängen sucht; er muß weichen vor der Gewalt Dessen, Dem durch den Anruf die Seele gehört und Der sie nun auch befreien wird von ihrem Bedrücker. Denn dieser hat kein Anrecht mehr auf die Seele, die nach Jesus Christus rufet...

Das bedenket, daß ihr selbst euch nur Dem hinzugeben brauchet, Der euch erlöst hat von Sünde und Tod...

Der alle Schmerzen auf Sich nahm, die ein Mensch nur zu tragen fähig war, um für euch die Sündenschuld zu zahlen, um euch die Leiden und Schmerzen abzunehmen, die Folge jener großen Sündenschuld waren und ewiglich geblieben wären, hätte der Mensch Jesus nicht aus Liebe jenes Erlösungswerk vollbracht. Die Liebe zu den geknechteten Menschen trieb Ihn an zu diesem Werk, und die Liebe hört auch heut jeden Ruf, der aus gequältem Herzen zu Ihm dringt, der Ihn anfleht um Hilfe wider den Feind. Er wird ihm nachkommen, Er wird Hilfe gewähren und den Feind verdrängen, Er wird immer nur Friede schenken, wo zuvor Unruhe und Angst waren, Er wird den Menschen wahrhaft erlösen von seinem Peiniger, der nach Erlösung verlangt. Denn solange der Mensch auf Erden weilt, gibt der Feind sein Bemühen nicht auf, ihn zurückzugewinnen, wenn er ihn verloren glaubt für sich, oder ihn festzuhalten, wenn er die Erlösung durch Jesus Christus noch nicht gefunden hat. Er verfolgt den Menschen stets, aber vergeblich, wo der Name Jesus ihm entgegengehalten wird, Den er flieht und sein Opfer freigibt, weil er in Jesus seinen Überwinder erkannt hat und Ihm keinen Widerstand entgegensetzen kann. Nur an Jesus Christus brauchet ihr euch zu halten in jeder Not des Leibes und der Seele... und alle Nöte werden vergehen, und Freude und Frieden werden wieder einkehren in das Herz, das im Geist und in der Wahrheit nach Dem rufet, Der die Menschen erlöst hat von Sünde und Tod...

Amen


B.D. NR. 7386 - 5.8.1959

Große Erlöserarbeit im Jenseits...

Jesus Christus...

Eine große Erlösungsaktion ist im Gange, denn überall, wo sich Lichtwesen verkörpern durften auf Erden, treten diese auch ein für die Verkündigung des Evangeliums unter ihren Mitmenschen. Und ihre Bemühungen werden unterstützt von den Wesen aus der Lichtwelt, die in jeder Weise einwirken auf die Gedanken der Menschen und sie aufgeschlossen machen für das göttliche Wort, sowie es ihnen dargeboten wird. Ebenso ist im Jenseits eine große Erlöserarbeit zu verfolgen, indem sich die Lichtwesen immer öfter in die Tiefe wagen und in die Finsternis Licht hineinzutragen bemüht sind. Es kommt zwar immer wieder auf die Willigkeit der Wesen an, ob sie Licht annehmen oder sich abwenden, wenn immer wieder Lichtfunken aufblitzen und ihnen den Weg zeigen wollen an einen Lichtquell...

Verfolgen sie diesen Weg, dann könnte sehr schnell die Finsternis von ihnen weichen und helles Licht ihnen entgegenstrahlen... doch lassen sie es unbeachtet, so wird noch Ewigkeiten dichte Finsternis sie umhüllen, und sie werden aufs neue gebannt werden in den Schöpfungen der Erde. Was aber noch getan werden kann, um alle diese Seelen zu retten, das wird wahrlich getan von seiten der lichtvollen Welt... und wo auf Erden noch die Möglichkeit besteht, daß den Menschen Licht gebracht werden kann, dort gehen die Lichtträger wahrlich nicht vorüber, die in der letzten Zeit auf dieser Erde allerorten verkörpert sind, um mitten unter den Menschen zum Segen zu wirken und ihnen den Weg zur Erlösung zu zeigen...

Aber es ist kein leichtes Beginnen, denn die Stimme der Welt ist lauter. Wo das Wort Gottes verkündet wird, dort werden sich immer nur wenige einfinden, während die Welt zahllos mehr Anhänger aufweisen kann, die lieber die Finsternis wählen als das Licht und die darum auch keine Erlösung finden können während ihres Erdenlebens. Aber es wird gerungen um alle Seelen, denn auch von oben aus dem Lichtreich werden die Bemühungen nicht unterlassen, die Gedanken der Menschen dem Reich zuzuwenden, das nicht von dieser Welt ist. Die Lichtwelt im geistigen Reich ist unentwegt bemüht, das Licht herabstrahlen zu lassen auf die verfinsterte Menschheit, und so werden immer wieder Verbindungen angeknüpft werden vom geistigen Reich zur Erde, und die Menschen werden willig ausführen, was ihnen von den Lichtwesen nahegelegt wird als notwendig und zum Seelenheil der Mitmenschen dienlich. Und sie werden dem Drängen der Lichtwesen nachkommen... was nun erkenntlich wird durch eifrige Arbeit im Weinberge des Herrn, durch das Verkünden des Evangeliums, durch die Verbreitung des göttlichen Wortes, durch geistige Gespräche, Aufklärungen und immerwährende Hinweise auf (zu) Jesus Christus, den göttlichen Erlöser. Seines Namens wird immer wieder Erwähnung getan werden, und der Eifer wird nicht nachlassen, sondern zunehmen, weil überall auch ein Samenkorn auf guten Boden fällt... weil Jesus Christus Selbst die Menschen ergreift, die zu Ihm ihre Schritte lenken, die nach Ihm das Antlitz wenden und also das Verlangen haben, von Ihm erlöst zu werden. Diese lässet Er nimmer, und ob es auf Erden oder auch im Jenseits ist... ein inniger Ruf zu Ihm wird gehört werden und der Seele auch geben, was sie begehrt. Ein inniger Ruf beweiset Ihm, daß Er anerkannt wird von der Seele, und nun ist ihr Los gesichert in der Ewigkeit...

Darum ist jede Erlöserarbeit gesegnet von Ihm, und bei jeder Erlöserarbeit beteiligt Sich Jesus Christus Selbst, Der nur den freien Willen des Menschen benötigt, um Sein Erlösungswerk an der Seele vollbringen zu können, auf daß diese frei wird von Sünde und Tod und nun in dieser Freiheit eingehen kann zur ewigen Seligkeit...

Amen


B.D. NR. 7387 - 7.8.1959

Fürbitte für Seelen in der Tiefe...

Ihr wisset nichts von den Leiden einer unerlösten Seele in der Tiefe, und ob sie euch auch geschildert werden, so könnet ihr sie euch doch nicht vorstellen, denn sie sind unerträglich, und kein Mensch würde im Leibesleben solche Qualen erdulden können, ohne sein irdisches Leben dabei zu verlieren. Und dennoch bleiben diese Seelen in der Finsternis, wo ihnen solche Qualen bereitet werden, weil sie in ihrem Kern noch so verstockt sind und Gott-widerstrebend, daß ihnen kein anderes Los blühen kann, denn es ist ihre eigene Schuld, es ist ein Zustand, den sie jederzeit wenden könnten, wenn sie es nur wollten, und dem „Wollenden geschieht kein Unrecht...“ , wenn er ein Los ertragen muß, das eben sein Widerstand selbst heraufbeschworen hat. Dennoch sind diese Seelen bedauernswert, denn ihre Verstocktheit lässet auch keinen Lichtfunken aufblitzen, denn sie wenden sich ihm stur ab und bleiben in ihrer selbstverschuldeten Verfassung oft ewige Zeiten, ehe ein kleines Nachlassen ihres Widerstandes zu verzeichnen ist. Aber eher kann auch nicht ihr Los sich bessern, und darum kann von „ewiger“ Qual und Verdammnis gesprochen werden, wenn damit das Los der Seelen gemeint ist, die in weitester Entfernung von Gott weilen und nicht im geringsten zu einer Sinnesänderung bereit sind. Diese Seelen aber suchen sich auch durchzusetzen und ihre bösen Gelüste und Veranlagungen zu übertragen auf schwache Menschen, in deren Nähe sie sich zuweilen drängen, um sich durch jene zu äußern. Alle Menschen werden von Ungeistern bedrängt, und je schwächer ein Mensch ist, desto weniger gelingt es ihm, sie abzudrängen, und er wird dann oft ein Opfer dieser Ungeister. Aber ein jeder Mensch kann sich vor ihnen schützen, indem er für solche Seelen betet...

Es mag euch das seltsam klingen, daß ihr denen noch eure Gebete schenken sollet, die offene Gegner eures Gottes und Vaters sind... die als wahre Teufel wüten im jenseitigen Reich und auch auf Erden in dieser letzten Zeit, wo die Hölle alles hinausgeworfen hat und die Erde von solchen Ungeistern überfüllt ist und ihnen den Tribut zollt, wenn die Menschen ihnen und ihrem Drängen nachgeben...

Aber gegen alles Böse könnet ihr euch schützen durch die Liebe...

Ihr sollt nicht ihre bösen Triebe lieben, ihr sollt nicht ihr Wesen beschönigen oder ihrem Begehren nachkommen, aber ihr sollt wissen, daß sie erbarmungswürdig sind, daß sie Qualen zu leiden haben, die ihr ihnen durch ein Gebet oder einen liebenden Gedanken lindern könnet, und ihr sollt ihnen diese Gnade eines Gebetes oder lieben Gedankens nicht versagen und versuchen, sie zu sänftigen, und ihr werdet wahrlich auch von ihnen verschont bleiben, denn sie fühlen eure Liebe und lassen ab von euch, weil auch sie der Gnade eines Gebetes spürbar innewerden... weil es sogar eine Möglichkeit ist, daß sie nachlassen in ihrem Tun und sich eines Besseren besinnen... was zwar bewußte Fürbitte erfordert, weil solche Seelen schon zu sehr verhärtet sind, um sofort sich einer Wandlung zu unterziehen...

Aber es ist nicht hoffnungslos, und dessen eingedenk, daß ihr ständig von solchen Ungeistern umgeben seid in dieser letzten Zeit vor dem Ende, solltet ihr euch derer bewußt annehmen und immer wieder liebende Gedanken hinaussenden, jenen Wesen zu, die wirklich in einem bedauernswerten Zustand sich befinden, daß ihnen Hilfe not tut... jedoch aus eigener Schuld. Darum ist nicht immer auf Erfolg zu rechnen, aber kein Gebet ist ohne Kraftwirkung und kein Gebet daher vergeblich... es hilft Seelen aus der Tiefe erlösen, wenn es solchen Wesen zugedacht ist, die ohne Hilfe nicht aus der Tiefe erlöst werden können. Darum fürchtet euch nicht vor ihren Bedrängungen, denen ihr alle ausgesetzt seid, sondern begegnet ihnen nur mit guten Gedanken und liebendem Hilfswillen, und sie werden das spüren und euch vorerst auslassen, um dann nicht mehr von euch zu gehen, wenn sie es fühlen, daß von euch erlösende Kraft ausgeht. Ihr habt so viele Möglichkeiten, erlösend tätig zu sein, und tut ihr es nicht bewußt, so genügt doch schon ein mitleidiger Gedanke für jene Seelen aus der Tiefe, die ohne Hilfe nicht die Kraft und den Willen aufbringen können, sich aus der Tiefe zu lösen. Erst muß ihr Widerstand gebrochen werden, und dazu ist Liebe erforderlich...

Solche Wesen aus der Tiefe zu lieben ist von euch Menschen nicht zu verlangen, weil ihr zu einer solchen Liebe nicht fähig seid. Aber tiefes Erbarmen soll euch erfüllen, wenn ihr an die unermeßlichen Qualen denket, denen diese Wesen ausgeliefert sind. Und diese sollet ihr zu lindern suchen, und ihr könnt es durch mitleidige Gedanken und dem Willen, ihnen zu helfen. Welcher Art ihre Qualen sind, das kann euch nicht geschildert werden, aber daß sie unsagbare Qualen zu erdulden haben, das ist gewiß, und das soll euch anspornen zu liebender Fürbitte, im Willen, ihnen Hilfe zu bringen. Und es wird die Sphäre um euch gereinigt werden, denn sie alle werden ablassen von euch, die ihr ihnen als Freunde erkenntlich seid durch euer Licht und die Kraft, die von euch ausgehen...

In dieser Weise könnet ihr viel Erlöserarbeit leisten, die euch einmal großen Dank eintragen wird in der Ewigkeit...

Amen


B.D. NR. 7388 - 9.8.1959

Bannen der Ungeister...

Abwehr derer...

Im Namen des gekreuzigten Heilandes Jesus Christus werdet ihr jeden Ungeist vertreiben können aus eurer Nähe, denn der Name Jesus birgt die Kraft in sich, die jenen überwältigt, so daß er abläßt von euch und flieht. Ihr werdet in kommender Zeit sehr oft zu dieser Hilfe greifen müssen, weil das Wirken des Anhangs des Satans immer schlimmer wird angesichts des Endes, das diese Geister wohl spüren, und sie also wissen, daß sie nicht mehr lange Zeit haben. Sie sehen der Neubannung entgegen, wenn sie sich nicht zuvor noch bekehren, und wenngleich ihnen dies nicht voll bewußt ist, wissen sie doch, daß sie ihrer Freiheit beraubt werden, die sie jetzt noch in einem gewissen Grade haben, weil sie unterstützt werden vom Herrn der Finsternis, dem sie dienen. Sie wissen es, daß sie dieser Freiheit verlustig gehen, und wüten daher vorher so ganz besonders stark, um euch Menschen zu Fall zu bringen, die ihr Mir angehören wollet. Aber sie sind völlig machtlos, sowie ihnen der Name Jesus Christus entgegengehalten wird, Den sie fürchten und Ihn fliehen. Diese Ungeister wirken als Abgesandte des Satans an ihnen... und ihr spüret ihr Wirken als Unruhe, Unfrieden, Nöte und Leiden aller Art und durch seelische Schwächen und Gebundenheit, denn sie hindern euch, wo sie nur können, an guten Handlungen oder auch an Bindungen geistiger Art mit der Lichtwelt und ihren Bewohnern. Sie halten euch an die Welt gekettet, indem sie immer wieder weltliche Gedanken euch zuflüstern und versuchen, euch zu fesseln durch solche Gedanken, um euch abzukehren von geistigem Streben, geistigen Gedanken und guten Werken...

Ihr werdet seelisch bedrängt euch fühlen, ohne einen direkten Grund zu wissen, und dann könnet ihr immer glauben, daß es schlechte Geister sind, die euch in die finsteren Sphären zu ziehen suchen, wenn auch zumeist ohne Erfolg, sowie sie sich an denen versuchen, die Mir gehören wollen und deren Herzen Mir schon gehören durch ihren Willen. Der Wille, der zu Mir gerichtet ist, schützt die Menschen vor allen Angriffen des Bösen, so daß sie ihm nicht verfallen, nur unter seinen Bedrängungen zu leiden haben gefühlsmäßig, denn jeglichen geistigen Frieden rauben ihm jene Geister im Auftrag ihres Herrn, der jede Erlösung durch Jesus Christus zu verhindern sucht...

Darum brauchet ihr nur den Namen Jesus voller Andacht auszusprechen, und ihr treibt den Feind hinweg von euch, der nicht dort weilet, wo Jesus Christus ist, Der aber mit Gewißheit jedem Ruf nachkommt und daher ihr immer einen sicheren Schutz habt mit dem Anruf Seines geheiligten Namens. Der Kreuzestod war nicht vergebens, er hat dem Feind zahllose Seelen aus den Händen gerissen, und er wird ihm noch zahllose Seelen entwinden, denn er war erlitten für Zeit und Ewigkeit, für Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft, und immer wieder wird der Satan die Macht des Namens Jesus erfahren müssen, denn er wird an Anhang verlieren, wenngleich er glaubt, die Oberherrschaft zu gewinnen in dem Kampf um die Seelen der Menschen...

Und selbst, die er gewinnt durch deren Gesinnung, die werden ihm wieder entwunden und neu gebunden werden in der Materie, und der Gegner geht der Seelen verlustig auf wieder endlos lange Zeit...

Glaubet, daß ihr Macht habt über ihn, daß er nicht den Sieg davonzutragen braucht... glaubet es, daß ihr eine Waffe besitzet, mit der ihr ihn mit Sicherheit verjagen könnet... wenn ihr nur Mich in Jesus Christus anrufet, daß Ich euch schütze gegen ihn. Und ihr werdet Meinen Schutz erfahren, ihr werdet befreit werden von seiner Macht, denn ihr seid durch Meinen Namen stärker als er, weil ihr Mich Selbst rufet und Ich euch wahrlich nicht ohne Hilfe lasse. Denn Der am Kreuz gestorben ist für euch, Der ist wahrlich größer und stärker als der Feind eurer Seele, und Er wird auch Seine Macht gebrauchen, wenn ihr Ihn anrufet um Hilfe...

Amen


B.D. NR. 7389 - 11.u.12.8.1959

Falsche Christi und Propheten...

Marien-Erscheinungen...

In der kurzen Zeit, die euch noch bleibt bis zum Ende, wird noch vieles geschehen, was euch immer wieder hinweiset, daß Meine Ankündigungen Berechtigung haben, denn es erfüllet sich die Schrift, die alles das voraussagt, was ihr werdet beobachten können, wenn ihr nur aufmerket. Und Ich habe euch gesagt: „Achtet der Zeichen, die das nahe Ende ankünden...“ , „es werden falsche Propheten aufstehen und falsche Christi...“ Es wird der Name Christi mißbraucht werden, indem Er in Zusammenhang gebracht wird mit Erscheinungen, die Mein Gegner hervorrufen wird, um die Menschen zu täuschen, die allzuschnell bereit sind, einen göttlichen Ursprung bei den Erscheinungen anzunehmen. Und das ist ein Zeichen dieser Art von Erscheinungen, daß sie alle von da ausgehen, wo man besondere Gläubigkeit zur Schau trägt, wo Jesus Christus gleichsam nur zur Verherrlichung der Gottesmutter beiträgt, also letztere das Motiv einer Erscheinung ist, die dann als göttlich zur Geltung kommen soll, wobei Jesus Christus erwähnt wird, Den die Gottesmutter wohl bestätigt, aber mehr für sich selbst Ehre und Anerkennung sucht als für den Gottessohn. Es ist dies ein Satansspiel ersten Ranges, das so gut getarnt ist, daß es selten nur erkannt wird als Trugbild des Gegners, und das darum auch weit eher anerkannt wird als die Tatsache, daß Jesus Selbst spricht zu den Menschen und Er darum in Seinem Wort nicht erkannt und darum abgelehnt wird. Das Gotteswort, das direkt aus der Höhe kommt, erkennen die Menschen nicht als Stimme des Vaters, dagegen nehmen sie sofort an, wenn sich ein Ungeist in Erscheinung bringt, und sie erkennen ihn nicht als falschen Propheten, wenngleich dessen Wort nicht mit dem reinen Wort Gottes übereinstimmt, weil er den Menschen langes Leben verspricht und ein Leben in Wohlstand. Und solchen Worten wird eher Glauben geschenkt als Meinem reinen Wort aus der Höhe, das ihnen ein Beenden der Erlösungsepoche voraussagt und das sie ständig ermahnt, sich vorzubereiten auf die letzte Zeit. Denn der Gegengeist wird diese letzte Zeit nicht ankündigen, er wird die Menschen irritieren und ihnen allen noch eine glückliche Zeit versprechen, wenn die Menschen nur der Gottesmutter huldigen, die Mein Gegner nützet, um hinter ihr lügnerische Prophezeiungen zu bergen, die den Menschen angenehmer klingen als die reine Wahrheit von oben. Die Verkünder der reinen Wahrheit aber werden als falsche Christi und falsche Propheten hingestellt, ihnen wird die Wahrheit ihrer Voraussagen abgesprochen, denn wenig nur wird die reine Wahrheit begehrt und nur von solchen auch als Wahrheit erkannt. Es ist aber in der Schrift schon darauf hingewiesen worden und also gewarnt vor falschen Christis und falschen Propheten...

Wo aber suchen die Menschen dann die rechten Propheten, wenn sie alles verneinen, was ihnen Einblick verschafft auf die Ereignisse in der letzten Zeit... (12.8.1959) Gern hören sie, wenn ein Ende als fragwürdig hingestellt wird, wenn alles verneint wird, was durch Gottes Sendboten angekündigt wird, um die Menschen zu warnen und zu mahnen in der letzten Zeit. Und diese sind die falschen Propheten, die die reine Wahrheit nicht annehmen wollen und die Menschen immer wieder beruhigen und ein nahes Ende streiten...

Auch die Menschen, die es mit der Liebe Gottes als unvereinbar halten, daß Er die Erde heimsucht mit Gerichten ungewöhnlicher Art und die daher auch ihre Mitmenschen in ihrem Sinne zu beeinflussen suchen, können zu jenen falschen Propheten gerechnet werden, selbst wenn ihr Wille gut ist und sie auch das Gute anstreben. Aber ihnen fehlt die Erkenntnis... das Wissen darum, in welcher Phase der geistigen Entwicklung die Menschheit angelangt ist und warum Gott eingreift, wenn die Frist abgelaufen ist, die der Menschheit gesetzt wurde zum Ausreifen. Die Liebe Gottes ist immer am Werk, auch wenn ihr Menschen das nicht begreifen könnet, und die Liebe Gottes mahnet und warnet die Menschen rechtzeitig und weiset sie auf solche ungewöhnliche Geschehen hin, auf daß sie Zeit finden, ihr Leben danach einzurichten, auf daß sie jederzeit sich verantworten können, wenn jene Geschehen plötzlich über die Menschen hereinbrechen. Und diese Mahnungen und Warnungen werden immer von oben kommen, d.h., durch den Geist wird Gott die Menschen ansprechen, die sich bereitwillig der Stimme des Geistes öffnen. Und so wird reinste Wahrheit zur Erde geleitet, und jene Übermittler werden niemals zu falschen Propheten gezählt werden können, denn sie übermitteln den Menschen nur die reine Wahrheit aus Gott. Daß diese Voraussagen nicht immer den Menschen angenehm sind, gibt ihnen jedoch kein Recht, alles zu verwerfen als Lüge oder Irrtum und mit der Wahrheit zugleich auch die Künder der Wahrheit anzugreifen als falsche Propheten, denn anders als durch den Geist kann der Menschheit keine Kunde zugehen über das, was hereinbrechen wird in kürzester Frist...

Anders als durch Gottes Wort kann Er Selbst die Menschen nicht unterrichten über die letzte Zeit und das Ende. Jenen Kündern also wird nicht geglaubt werden, dagegen werden die Menschen Glauben finden, die ihren Mitmenschen ein langes Leben in Wohlstand künden und von einer geistigen Wende sprechen im Sinne einer Rückkehr der Menschen zum Glauben und zu Gott...

Diese geben sich selbst aus als Heilsbringer, die jede Endprophezeiung als widergöttlich ablehnen, die also irdisch sich eine Besserung erwarten zugleich mit einem geistigen Aufstieg der Menschheit. Diese schädigen die Menschen insofern, als daß sie ihnen die Verantwortung nehmen, daß sie die Seelenarbeit als unwichtig hinstellen und stets nur irdische Interessen in den Vordergrund stellen, bis einmal das Ende über die Menschen kommen wird und sie in völliger Unreife nun zur Verantwortung gezogen werden... mit dem Ergebnis, daß sie nicht den geringsten Grad erreicht haben, der ihnen den Eingang ins Lichtreich ermöglicht, und es für sie nur noch das Los der Neubannung in der festen Materie gibt... was Gott eben zu verhindern sucht durch Seine Voraussagen durch Seher und Propheten. Ihr Menschen sollt nicht verantwortungslos diese letzte Zeit dahinleben, ihr sollt wissen, daß nicht mehr lange Zeit euch vergönnt ist und daß ihr diese kurze Zeit noch gut nützen könnet, wenn ihr glaubet und guten Willens seid... wenn ihr die Propheten höret, die Gottes Liebe euch immer wieder in den Weg sendet, um euch zu retten vor dem Verderben, vor dem Los der Neubannung in den Schöpfungen der Erde...

Amen


B.D. NR. 7390 - 15.8.1959

Beenden einer Erlösungsperiode...

Daß eine Erlösungsperiode ihr Ende nimmt, könnet ihr unzweifelhaft glauben, denn sowie ihr geistig ausgerichtet seid, könnt ihr auch die geistige Entwicklung der Menschen verfolgen, und es wird euch dann nicht schwerfallen, zu glauben, daß eine Änderung eintreten muß, will Ich nicht die Menschheit dem Satan verfallen lassen, der offensichtlich am Wirken ist. Dem nur weltlich eingestellten Menschen ist dies zwar keine Erklärung, denn er wird einen geistigen Tiefstand nicht gelten lassen, weil er dafür keinen Blick hat. Doch der Zweck des Erdendaseins ist nicht ein rein-weltlicher, sondern die geistige Entwicklung des Menschen ist Sinn und Zweck des Erdenlebens, und wenn offensichtlich diese in den Hintergrund tritt, dann ist das Erdenleben zwecklos geworden und braucht nicht mehr weiter geführt zu werden von den Menschen, die in ihrem Daseinszweck völlig versagen. Es geht aber nicht nur um die Aufwärtsentwicklung des Menschen...

Es trägt die gesamte Schöpfung Geistiges in sich, das ebenfalls diesen Entwicklungsgang geht und weitergehen soll, wozu auch eine gewisse Ordnung in der Schöpfung eingehalten werden muß, die von den Menschen jedoch umgestoßen wird und darum die Schöpfungen auf der Erde auch nicht mehr dem Zweck entsprechen, der ihnen zugewiesen worden ist. Eine entgeistete Menschheit lebt nicht nach Meinem Willen, und so wird sie auch alle ihr zur Verfügung stehenden Schöpfungswerke nicht nach Meinem Willen nützen, sondern ihnen andere Zwecke zuweisen, die also eine Aufwärtsentwicklung des Geistigen darin gefährden oder unmöglich machen...

Und eine so entgeistete Menschheit belebt zur Zeit die Erde und gefährdet deren Fortbestehen, weil sie sich nicht mehr Meiner Ordnung gemäß auf Erden bewegt, sondern die göttliche Ordnung umstößt und den eigenen Willen zum Durchbruch kommen läßt, der Meinem Heilsplan widerspricht. Aber der Wille der Menschen ist frei...

Und so wird ihrem Handeln und Wirken nicht entgegengewirkt, aber die Menschen legen selbst die Hände an das Werk der letzten Zerstörung, sie ziehen selbst das Ende heran und wissen nicht, daß sie indirekt doch nur Meinem Heilsplan entsprechend handeln, weil durch das Zerstörungswerk der Entwicklungsgang des noch in der Schöpfung gebundenen Geistigen seinen Fortgang nimmt, weil eine neue Erlösungsepoche ihren Anfang nimmt, die wieder in der gesetzmäßigen Ordnung verlaufen wird, wie es von Meiner Liebe und Weisheit bestimmt ist. Daß die Menschheit in der Überzahl es nicht glaubt, beweiset nur den geistigen Tiefstand, weil jeder geistgeweckte Mensch von selbst ersieht, daß der Zustand, wie er z. Zt. auf Erden ist, nicht bleiben kann, wenn von einer geistigen Entwicklung gesprochen werden soll. Aber die wenigen Meinen werden es wissen, daß nicht mehr lange Zeit bleibt bis zum Ende, weil sie allerdeutlichst die Zeichen sehen, auf die Ich hingewiesen habe durch Wort und Schrift...

Es muß der Mensch mit geistigen Augen sehen, dann wird ihm auch der Zustand der Menschheit ersichtlich sein. Betrachtet er aber nur die Welt, dann ersieht er nur Aufbau und Fortschritt, und dann wird es ihm schwerfallen, zu glauben, daß alles ein Ende finden wird, daß niemand sich dessen wird erfreuen können, was er sich durch eigene Mühe erbaut hat, was sein Besitz ist an irdischen Gütern, er wird immer nur die Welt sehen und deren Fortschritt, und geistige Gedanken werden ihm stets ferner rücken, je mehr er die Welt betrachtet und deren Aufstieg...

Aber er wird sich nicht mehr lange dessen erfreuen können, was die Welt ihm bietet, er wird sehr bald den Zerfall verfolgen können, zuerst durch Meinen Willen, durch das Wüten der Naturelemente... und später durch menschliches Vorhaben, denn der Wille des Menschen selbst richtet das letzte Zerstörungswerk an auf dieser Erde, und Ich werde es nicht verhindern... habe Ich doch auf diesen verkehrten Willen der Menschen Meinen Heilsplan von Ewigkeit aufgebaut, der allem Geistigen im gesamten Universum wieder neue Möglichkeiten zur Aufwärtsentwicklung gibt, weil Ich ihm helfen will zum geistigen Fortschritt. Und so wird es kommen, wie es verkündet ist... und ob ihr Menschen noch so ungläubig diesen Meinen Voraussagen gegenübersteht... ihr könnt es mit Gewißheit erwarten, daß ihr vor großen Umwälzungen steht und daß eine Erlösungsperiode zu Ende geht und bald eine neue beginnen wird...

Denn die Zeit ist abgelaufen, die dem Geistigen zugebilligt wurde aus Meiner Liebe, Weisheit und Macht...

Und es wird kommen, wie es euch Menschen immer wieder verkündet wird...

Amen


B.D. NR. 7391 - 16.u.18.8.1959

Gesetz der ewigen Ordnung...

Verkörperte Lichtwesen...

Es ist euch ein Gesetz gegeben, daß ihr euch in göttlicher Ordnung bewegen sollet während eures Erdenlebens...

Erfüllet ihr dieses Gesetz, dann ist euch auch die ewige Seligkeit gewährleistet, dann beendet ihr das Erdenleben als göttlich-gestaltete Wesen, denn die göttliche Ordnung einzuhalten bedeutet nichts anderes, als das Wesen zur Liebe zu gestalten, die das Zeichen der Göttlichkeit ist, also Wesen schafft, die Gott gleich sind. Dies war das Ziel Gottes bei der Erschaffung Seiner Wesen, die wohl in höchster Vollkommenheit aus Ihm hervorgingen, aber dennoch sich erst den höchsten Grad der Vollkommenheit erwerben mußten... die selbst sich zu Göttern heranbilden mußten, sollten sie das Ziel erreichen, das Gott allem von Ihm Erschaffenen gesetzt hatte. Denn es war eines dazu nötig, daß die Wesen ihren freien Willen gebrauchen konnten, der nun auch ebensogut das Gegenteil anstreben konnte, der sie zum Fall in die tiefsten Tiefen verleiten konnte, was dann auch geschehen ist bei einem großen Teil der geschaffenen Urgeister. Sie mußten völlige Freiheit haben, wohin sie ihren Willen richteten...

Daß sie ihn verkehrt gerichtet haben, macht es dennoch nicht unmöglich, einmal das letzte Ziel, die Vergöttlichung des Wesens, zu erreichen. Dann aber ist höchster Grad der Vollkommenheit von dem Wesen selbst erreicht worden. Die höchsten Engelswesen haben diesen Grad der Vollkommenheit noch nicht erreicht, wenngleich sie noch sind, wie sie aus der Hand ihres Schöpfers hervorgingen. Aber sie stehen immer noch in der Abhängigkeit vom Willen Gottes, den sie wohl frei erfüllen und dadurch ihre Vollkommenheit unter Beweis stellen...

Dennoch ist der Gang durch die Tiefe erforderlich, und es gehen darum solche Engelswesen auch einmal den Gang als Mensch über die Erde zwecks einer Mission, der aber überaus schwer und leidvoll ist (18.8.1959) und der auch selten nur verlaufen wird bis zum Ende wie der Erdengang anderer Menschen, sondern immer besondere Merkmale aufweiset, wie ungewöhnliche Leiden oder Schicksalsschläge, die kaum tragbar scheinen für andere. Es ist aber ein solcher Gang über die Erde von größter Bedeutung für die Entwicklung des Wesens, denn der höchste Grad der Vollkommenheit kann dadurch erreicht werden, der eben einen Gang über diese Erde fordert. Die Seelen des Lichtes haben zwar keinen weiten Schritt mehr zu gehen bis zu ihrer Vollendung, aber dennoch müssen sie den Gang gehen unbewußt ihrer Beschaffenheit, und da sie empfinden wie jeder andere Mensch, tragen sie oft unvorstellbar schwer an ihrem Lose, das sie jedoch vollbewußt auf sich nehmen, wenn ihnen der Erdengang vor der Verkörperung vor Augen gestellt wird. Denn sie wissen um das Ziel, die Gotteskindschaft zu erreichen, sie wissen um den höchsten Grad der Vollendung, den sie selbst im freien Willen anstreben und erreichen müssen, weil er ihnen nicht geschenkt werden kann. Daß ein Wesen nun während des Erdenlebens versagt, das verhüten die Lichtwesen, die unausgesetzt wachen und die schlechten Kräfte abwehren, die sich an jenem Menschen versuchen wollen. Zudem ist das Verlangen nach Gott bei ihnen besonders stark, was zwar auch besonders starke Anfechtungen zur Folge hat, denn das wäre ihr größter Triumph, einen reinen Engels-geist während des Erdenlebens zum Fall zu bringen...

Die Kraft der Liebe aber ist in einem solchen Menschen gleichfalls besonders stark, und diese wird jeder solchen Versuchung widerstehen können, ohne ein Opfer der finsteren Welt zu werden. Denn auch er wird sich von Jesus Christus Kraft holen und allzeit Widerstand leisten können, weil die Bindung zwischen einem Lichtgeist und Jesus Christus auch dann nicht aufhört, wenn ersterer als Mensch verkörpert das Erdenkleid angelegt hat. Die Seele ist stark und hält die Bindung mit Ihm aufrecht, Der gleichfalls über die Erde gegangen ist, um das letzte Ziel... die Vergöttlichung... zu erreichen. Und diese Bindung bewahrt ihn vor der Tiefe, die ohne Jesus Christus und Seine Kraft wohl möglich wäre, weil die Versuchungen auch überstark sind, die der Fürst der Unterwelt einer solchen verkörperten Seele bereitet. Doch alle seine Bemühungen sind umsonst, denn Jesus Christus läßt es nicht zu, daß ein Bruder aus dem Lichtreich ihm in die Hände fällt. Und zumeist wird der Erdengang mit dem höchsten Ziel, der Vereinigung mit Gott, enden, und nur in seltenen Fällen kann eine Verzögerung eintreten, aber doch nicht die Lichtfülle verringert werden, die eine solche Seele zu Anfang mit zur Erde bringt. Dann aber steht es der Seele jederzeit frei, den Erdengang noch einmal zu wiederholen, doch immer wird dies nur zum Zweck einer Mission geschehen, und immer wird ein Übermaß von Leid ihr Schicksal auf Erden sein...

Amen


B.D. NR. 7392 - 19.8.1959

Echte Prophetie...

Die Gabe der Weissagung, die echte Prophetie, ist „Wirken des Geistes Gottes“ im Menschen. Wer das weiß, der wird solchen Weissagungen auch den rechten Wert beimessen, der verpflichtet, daß solche verbreitet werden, weil es Gottes Wille ist, daß die Menschen davon erfahren, ansonsten Er nicht solches durch den Geist einem Menschen kundgetan hätte. Denn die Prophezeiungen gehen nicht den Menschen zu, um sie in Angst zu versetzen oder ihnen Zukünftiges zu enthüllen, sondern sie haben den Zweck, daß die Menschen verantwortungsbewußt ihrer Seele gegenüber ihr Leben einstellen den Voraussagen gemäß. Denn ein jeder Mensch wird wissen, daß er noch wandlungsfähig ist und daß er nur guttut daran, sein Wesen zu wandeln, d.h., es dem Willen Gottes gemäß zu richten, um dann auch alles in Ruhe auf sich zukommen lassen zu können, was Gott über die Menschen sendet. Die Gabe der Weissagung also verpflichtet...

Es braucht der Mensch also nicht zu fürchten, daß er aus sich heraus etwas verkündet, weil... wo das Wirken des Geistes einmal ersichtlich ist... der Mensch stets unter dieser Einwirkung steht, sowie es sich um geistiges Wissen handelt, wozu auch die künftigen Ereignisse zählen, die ihre geistige Begründung haben und niemals von einem nur weltlich-gesinnten Menschen erwähnt werden würden, der daran nicht glaubt. Wer Zukünftiges kündet im Zusammenhang mit geistiger Auswirkung, der spricht im Auftrag Gottes, denn jeder irdisch gesinnte Mensch weigert sich, solche Weissagungen auszusprechen und sie unter den Mitmenschen zu verbreiten...

Es liegt in der Natur der Sache, daß nur ein geist-geweckter Mensch Ereignisse ankündet, der im Auftrag Gottes spricht, und dieser hat auch die Aufgabe, für die Verbreitung Sorge zu tragen, soweit ihm dies möglich ist. Denn er wird stets dabei geführt, wie es gut ist, wenn er nur jeder leisen Anregung achtet und sich leiten lässet von der inneren Stimme, die immer als Äußerung des Geistes anzusehen ist. Nicht vielen Menschen ist die Gabe der Weissagung gegeben, aber die wenigen, denen der Geist aus Gott Zukünftiges ansagt, sollen ihres Amtes walten und für die Verbreitung dessen Sorge tragen, was ihnen zugeht. Und sie werden nicht zu fürchten brauchen, dem Willen Gottes zuwiderzuhandeln, denn die Menschheit soll aufmerksam gemacht werden auf das Kommende, und sie soll sich entsprechend darauf einstellen. Und der Geist aus Gott wird die Gelegenheiten schaffen, er wird die Menschen zusammenführen, er wird den Propheten drängen von innen, wenn er reden soll, wie er auch ihn leise warnen wird, wenn es nicht angebracht ist, darüber zu sprechen...

Es braucht der Mensch nur zu achten auf die leise Stimme in sich, denn wo der Geist aus Gott einmal am Wirken ist, dort gibt er auch sein Wirken nicht auf und lenket den Menschen dem Willen Gottes gemäß.Das sei euch noch einmal gesagt, daß ihr vor großen Ereignissen steht und daß es gut ist, wenn die Menschheit schon zuvor darum weiß, selbst wenn sie den Voraussagen ungläubig gegenübersteht. Aber daß es zuvor schon verkündet (wird, d. Hg.),das wird ihnen einmal offenbar, und dann werden die Ereignisse von größerer Wirkung auf die Seelen der Menschen sein, und sie werden auch den Ankündigungen eines nahen Endes Glauben schenken, was von allergrößter Bedeutung ist, denn es bleibt ihnen dann noch eine kurze Zeit, die sie gut für ihr Seelenheil verwenden können, wenn sie nur eines guten Willens sind. Und es wird Gott nicht aufhören, zu mahnen und zu warnen, und so wird Er auch immer wieder durch die Stimme des Geistes die Menschen hinweisen auf die kommenden Geschehen, Er wird nie aufhören, bis der Tag gekommen ist, der großes Entsetzen auslösen wird, weil sich nur wenige werden retten können und doch nur der Mensch die rechte Einstellung zu Ihm zu haben braucht, um hindurchgeführt zu werden durch alle Nöte und Gefahren, oder... wenn er sein Leben hingeben muß... ihm ein schöneres Leben beschieden ist in der Ewigkeit...

Es kann nicht genug darauf hingewiesen werden, was kommt, und ihr, die ihr geisterfüllt seid, sollet nur immer aussagen, was der Geist euch kündet... und ihr werdet dem Willen Gottes nachkommen, Der Selbst durch Seinen Geist zu euch spricht und zu allen Menschen sprechen will...

Amen


B.D. NR. 7393 - 20.8.1959

Dunkle Stätten...

Leitung durch den Geist...

Wessen Geist erweckt ist, der soll sich nicht mit Zweifeln plagen, denn er wird geführt vom Geist in sich, und ob es auch manchmal scheinen mag, als gehet er nicht die rechten Wege...

Sowie einmal der Geist am Wirken sein kann durch den Willen des Menschen, Gott zu dienen und Ihm anzugehören, wird der Geist sich nicht mehr zurückziehen und den Menschen allein seinen Weg wandeln lassen. Und dann kann wahrlich auch angenommen werden, daß die Wege recht sind, die der Mensch geht. Daß nun zuweilen auch dunkle Stellen durchwandert werden müssen von dem Erdenpilger, das beweiset aber nicht, daß dieser Weg falsch ist, denn es muß der Mensch durch die Dunkelheit hindurch, solange seine Seele noch nicht ausschließlich Bewohner des Lichtreiches ist, solange sie eben noch auf dieser Erde weilet. Und jede Glaubensprüfung, jede Erprobung des Willens ist immer ein Durchwandeln von dunklen Pfaden, die der Mensch jedoch ohne Furcht gehen kann, weil er von dem Geist geführt wird, der doch Anteil ist des himmlischen Vaters und der darum niemals den Menschen in die Irre gehen lässet. Die Erde bietet Licht und Schatten, sie hat Täler und Höhen, freie Straßen und abgeschlossene Pfade, die wenig Licht empfangen...

Der Mensch muß hindurch während des Erdenlebens, er darf seiner Wanderschaft nicht müde werden, er muß unbeirrt seinen Pilgerweg dahingehen, bis er an das Ende gelangt ist, und oft wird ihm dieser Weg schwer werden... aber niemals unpassierbar sein für den, der die Kraft Gottes in Anspruch nimmt, der mit Ihm die Bindung hergestellt hat, dessen Geist mit dem Vatergeist vereinigt ist, so daß Gott Selbst durch den Geist in dem Menschen wirken kann...

Und wie sollte dann das Wirken Gottes anders sein als gut?...

Immer wird es recht sein, wie der Mensch auch geführt wird, immer wird es zum Ziel führen und keinen Anlaß geben zu Zweifeln jeglicher Art. Solange der Mensch nur rein weltlich lebt, ist wohl Gefahr, daß die Wege, die er wandelt, nicht die rechten sind. Niemals aber braucht diese Bedenken ein Mensch zu haben, der schon erweckten Geistes ist, der einmal die innige Bindung mit Gott so hergestellt hat, daß Gott Selbst durch ihn wirken konnte, daß Er ihn ansprechen konnte und immer wieder Sein geheiligtes Wort das Ohr des Menschen berühren kann und angehört wird...

Auch dieser muß dunkle Pfade wandeln, weil es zu seiner Seelenreife nötig ist, aber niemals wird er in der Dunkelheit verlassen, sondern immer wieder von Seinem Geist hinausgeführt auf lichtvolle Wege, wo wieder das Ziel klar und deutlich dem Menschen vor Augen steht und wo er auch die Kraft in sich fühlt, dieses Ziel zu erreichen...

Aber an seinen Geist kann sich der Mensch jederzeit anlehnen, und er wird die rechte Stütze haben, er wird nicht zu fürchten brauchen, daß der Stab zerbreche, der ihn stützet...

Der Geist aus Gott lässet nicht mehr ab von dem Menschen, den er einmal gewonnen hat, durch den Gott Selbst Sich äußern konnte zum Heil der menschlichen Seelen. Und jede Finsternis hat einmal ihr Ende, wenn der Mensch nur ständig in Bewegung bleibt und nicht an dem Ort der Finsternis verweilet, weil er das Licht scheut. Wer aber Licht verlangt, dem wird es scheinen in Gewißheit, und wer schon im Licht ist, den soll auch keine Finsternis mehr schrekken, ist sie doch nur ein Durchgang zu immer strahlenderem Licht, das dann nimmermehr verlöschen wird, weil es des Menschen Seele ganz erfüllt und durchstrahlt und alle Finsternis ein Ende gefunden hat...

Amen


B.D. NR. 7394 - 21.8.1959

Freiwerdung vom Herrn der Welt...

Materie...

Alles Gebundene soll einmal frei werden...

Zunächst soll das in den Schöpfungen, das in der „Form“ gebundene Geistige diesen Gang durch die Schöpfungswerke einmal beenden, um dann in einer gewissen Freiheit den Gang als Mensch über die Erde zurücklegen zu können, wo er im Besitz des freien Willens ist und auch zumeist handeln kann nach seinem Willen. Und in dieser Zeit soll er sich die völlige Freiwerdung aus der Form erwerben, denn er ist als Mensch doch noch in einem gebundenen Zustand, aus dem er herausfinden soll in einen Zustand von Licht und Kraft und Freiheit und darum unbegrenzter Seligkeit. Der Zustand vor der Verkörperung als Mensch ist ein äußerst qualvoller, aber der Mensch hat daran keine Rückerinnerung und empfindet daher sein Erdenleben nicht mehr so gebunden, da er sich einer gewissen Freiheit erfreut, d.h. nicht mehr unter dem Mußgesetz lebt. Und dennoch ist sein Leben als Mensch äußerst unfrei, wenn er um seinen einstigen Zustand der Vollkommenheit wüßte, in dem er wirklich frei gelebt hat. Aber diesen Zustand soll er wiedererreichen, denn er ist unvergleichlich beseligend, es ist ein Zustand, wie er für ein göttliches Wesen nicht anders sein kann, denn zur Vollkommenheit gehört unbedingte Freiheit und ebenso auch Kraft und Licht, die dem Menschen als solchen ebenfalls nur in sehr beschränktem Maß zu eigen sind. Aber Freiheit, Licht und Kraft gehören zur Seligkeit, zu dem Anspruch, ein Ebenbild Gottes zu sein, das in aller Vollkommenheit schaffen und wirken kann. Und dazu ist euch Menschen das Erdenleben gegeben worden, daß ihr also aus der Gebundenheit herauskommt, die so lange euer Ich gefangenhält, bis ihr einen Grad der Vollkommenheit erreicht habt, der euch frei macht. Und gebunden seid ihr durch den Gegner von Gott, der sich selbst aller Vollkommenheit beraubt hat und so auch euch alle als seinen Anhang in gleicher Verfassung erhalten will. Darum wird er es euch schwermachen, daß ihr frei werdet von ihm...

Er wird auf euch alles zu übertragen suchen, was euch gefesselt hält an die Materie, die sein Reich ist und die im Gegensatz steht zu dem Reiche der Freiheit...

Denn die Materie ist das feste Gebundene, das noch jeglicher Freiheit entbehrt. Solange nun der Gegner Gottes Einfluß hat auf euch durch die Materie... solange er also in euch das Verlangen nach der Materie nähren und erhöhen kann, so lange befindet ihr euch selbst in härtester Gebundenheit, so lange seid ihr dem verfallen, der ein Feind ist jeglicher Freiheit, jeglicher Kraft und jeglicher Vollendung...

Er hält seinen Anhang in dieser harten Fessel, und die Menschen bleiben freiwillig bei ihm in der Gebundenheit, solange sie sich nicht lösen von der Materie, was ihre Aufgabe ist auf Erden, daß sie sich befreien von ihrer Gebundenheit, daß sie streben nach Freiheit, Licht und Kraft und diese sich ernstlich erbitten von Gott, Der allein ihnen die Freiheit zurückgeben kann, die sie selbst einstens freiwillig aufs Spiel setzten. Nur in der Freiheit gibt es eine Seligkeit und solange euch der Gegner Gottes noch gefesselt hält, seid ihr unselig...

Gefesselt aber hält er euch so lange, wie ihr das begehret, was ihm angehört, sowie ihr die Besitztümer dieser Welt begehret, sowie euch die Materie noch verlocken kann und euer Herr ist, sowie ihr die Materie noch nicht überwunden habt und ihr nicht geistige Güter statt derer begehret...

Und wie oft ist euer Erdenleben ein Leerlauf, wie sehr seid ihr Menschen noch verbunden mit allem, was der materiellen Welt angehört, und wie schwer vermögt ihr euch davon zu lösen...

Und doch ist es euer Lebensziel, es ist der Zweck des Erdenlebens, es ist der Sinn eures Erdenganges, daß ihr überwinden lernet, was euch noch fesselt. Und ihr besitzet in diesem Erdenleben die Willensfreiheit, so daß ihr also wohl euer Ziel erreichen könnet, daß ihr fähig seid dazu, die Welt zu überwinden, denn was ihr ernstlich wollet, dazu erhaltet ihr auch die Kraft, und so auch könnt ihr eure Freiheit zurückerhalten, wenn ihr mit ganzem Herzen nur das Ziel verfolgt, zweckentsprechend zu leben auf Erden und euch zu lösen von dem, der Herr ist der materiellen Welt, denn die Materie war und ist noch euer Gefängnis, aus dem frei zu werden euch nicht zu schwerfallen sollte, weil ihr erst in der Freiheit eure Seligkeit findet und weil ihr erst frei sein werdet, wenn ihr euch löset von jeglicher Materie, die dem angehört, der euch gefangennahm vor Ewigkeiten...

Amen


B.D. NR. 7395 - 22.8.1959

Über das innere Wort...

Reines Evangelium...

Euch Menschen wird Mein Wort gegeben aus der Höhe... ihr vernehmet Meine Stimme, zwar noch nicht tönend in euren Herzen, doch ihr fühlt euch von Mir angesprochen und spüret auch, daß es Meine Stimme ist, weil ihr als Kinder die Stimme des Vaters erkennet, weil ihr Sein Eigentum geworden seid durch euren Willen. Mein Wort tönet in euch wie ein klar ausgesprochener Gedanke... es tönet in euch so, daß ihr seinen Sinn verstehen könnt, daß die Ansprache euch vertraulich berührt...

Ich kann zu euch sprechen, es kann Reingeistiges zur Erde geleitet werden, und es wird doch verstanden von euch, der Geist in euch leitet es vom Herzen dem Verstand zu, und dieser kann sich nun damit auseinandersetzen, was er auch mit jeder Ansprache kann, die ein Mensch an ihn richtet...

Ihr habt Mein Wort... aber dieses Wort muß euch verständlich sein, ansonsten es keinen Wert hätte für eure Seele...

Das Wort muß euch lichtvollst eine Erkenntnis zuführen, es muß als Wahrheit erkannt werden können, es darf nichts unbegreiflich bleiben, worüber euch Mein Wort aufzuklären sucht...

Mein Wort soll und will Licht bringen in eure Herzen, was soviel heißt, als daß dort Klarheit herrscht, wo zuvor Unklarheit war, daß unverstandene Probleme gelöst werden, daß Zusammenhänge erklärt werden, daß sich der Mensch nun ein Bild machen kann von Begriffen, die ihm zuvor nicht verständlich waren...

Denn Ich will durch Mein Wort den Menschen die Wahrheit bringen, Ich will sie bekannt machen mit den Dingen, die der Menschen Verstand allein nicht beherrscht, die zu verstehen Meiner Erklärung bedarf und die Ich Selbst Mir auch vorbehalten habe, euch zu erklären, weil Ich allein allwissend bin und wahrlich über alles Aufschluß geben kann, was den Menschen noch Geheimnis ist. Und Ich spreche euch Menschen an, um euch die Wahrheit über alles zuzuleiten, und Ich werde das immer wieder tun, weil Ich es will, daß der Mensch sich in der Wahrheit bewege, weil Ich es will, daß sein Denken hell und klar und wahr sei...

Aber nicht jeder Mensch reagiert gleich auf die ihm von Mir angebotene Wahrheit. Und darum ist auch Meine Ansprachsweise verschieden, wird aber niemals in ihrem Sinn voneinander abweichen, sondern unveränderte Wahrheit sein und bleiben. Doch der Mensch muß daraus auch für seine Seele Vorteile ziehen können, ansonsten Meine Ansprache wertlos wäre. Und einen Vorteil zieht er dann daraus, wenn er sich durch Meine Ansprache angeregt fühlt, an sich selbst zu arbeiten, wenn Mein Wort ihn hintreibt zu Mir, wenn er Mich sucht und nach Meinem Wohlgefallen zu leben sich bemüht...

Zu diesem Zweck spreche Ich den Menschen an, daß er zu Mir findet und Meinen Willen zu erfüllen trachtet...

Und jedes Wort, das diesen Zweck erreicht, ist Meine Ansprache, wenngleich in verschiedener Art an die Menschen gerichtet, weil nicht jeder fähig ist, Mein Wort in höchster Vollkommenheit entgegenzunehmen. Dennoch kann von Meinem Wort gesprochen werden, wenn ein Mensch sich schon von innen angetrieben fühlt zu reger Geistesarbeit im Streben zu Mir...

Dann habe Ich Selbst ihn also auch angesprochen, und er hat auf Meine Ansprache gelauscht und sie befolgt. Und so rede Ich sehr oft zu den Menschen auf der Erde, und ihr Wille allein bestimmt nun die Art, wie sie Mich hören, denn der Wille, daß Ich sie ansprechen möge, ist auch schon Erfüllung ihres Wunsches...

Ich rede zu Meinen Kindern jederzeit, also niemals wird diesem Verlangen, Mich zu hören, von Meiner Seite aus nicht stattgegeben werden, sondern immer bekommen sie Antwort auf Fragen oder geistige Belehrungen, die sie näherführen sollen an das Vaterherz...

Doch oft ist mit dem Empfangen Meines Wortes auch eine große Aufgabe verbunden: daß es weitergeleitet werden soll als „Wort von oben“, weil die Menschen Mein Evangelium schon sehr verunreinigt haben und es darum einer Reinigung bedarf und weil Ich es weiß, wer zum Empfang Meines Wortes und also auch zur Verbreitung dessen tauglich ist. Dieses Wort hat den gleichen Zweck, die Menschen hinzuführen zu Mir, ihnen Licht und Klarheit zu bringen und bestehenden Irrtum zu bereinigen... es hat den Zweck, als reine Wahrheit die Menschen zum Licht zu führen und ihnen den Weg nach oben zu weisen, auf daß sie einmal zur Seligkeit gelangen, wenn das irdische Leben für sie beendet ist. Und das Wort, das verbreitet werden soll, muß auch jeder menschlichen Kritik standhalten können, wenngleich es auch in größter Einfachheit gegeben wird, damit es allen verständlich ist, die es lesen oder hören sollen. Und dieses Wort wird sich auch hervortun in seiner Art, es wird keinem Menschen Anlaß geben können zu gegnerischen Einwänden, der nur ehrlichen Herzens es anhört und der selbst wahrheitsliebend ist. Aber es wird auch gehütet werden müssen vor Verunreinigung, die durch angebliches „Verbessernwollen“ erzielt wird und die immer eine Gefahr ist, solange nicht der feste Wille, Mir zu dienen, den Empfänger oder Verbreiter beseligt, der immer ein sicherer Schutz ist gegen jegliche Verwässerung des reinen Lehrgutes, das Ich wieder den Menschen zuführen will, weil es ihnen mangelt. Solange aber dieser feste Wille vorhanden ist, braucht keine Verwässerung gefürchtet zu werden, denn dann ruht Mein Segen auf jeglicher Arbeit, und Mein Diener wird sie auch ausführen unter Meinem Schutz und Meiner Führung...

Amen


B.D. NR. 7396 - 24.8.1959

Erlöserarbeit an jenseitigen Seelen...

Jeder Verkehr mit der geistigen Welt ist segensreich, wenn er im Willen zum Guten angeknüpft wird, wenn der Wille zu helfen Antrieb ist und wenn er geschieht unter dem Anruf des Namens Jesus, daß Er ihn segnen möge. Ihr müsset bedenken, daß für die jenseitige Welt, für deren Bewohner, es keine irdischen Anreize mehr gibt, daß sie gleichsam abgeödet sind durch die Länge der Zeit, wo sie schon begriffen haben, daß sie nicht mehr von irdischer Materie umgeben sind... und daß diese darum jede geistige Anregung aufnehmen wie eine Speise, die sie lange schon benötigten. Und so also wirken sich gute Bindungen aus, die ihr Menschen von der Erde aus einleitet zum geistigen Reich. Sind eure Gespräche, eure Gedanken und eure Anregungen also geistiger Art, so ist das für diese Seelen gleich einer Verabreichung von Nahrung, denn sie sind so leer und bedürftig, daß sie hungern und dürsten und jegliche geistige Darreichung von Lehren des Evangeliums für sie eine Speisung bedeutet, für die sie überaus dankbar sind. Ihr könnet euch solche abgeödete Seelen in ihrer Dürftigkeit nicht vorstellen... ihr wisset nicht, welche Wohltat ihr ihnen erweiset durch die Darreichung von Speise und Trank, worunter aber nur ein Geistesgut zu verstehen ist, das ihr ihnen in Liebe geben wollet, um ihnen zu helfen. Eure Absicht zu helfen segnet erst dieses Geistesgut und macht es zu einer Nahrung für die Seelen, denn euer Wille betrifft dann die Übermittlung des Evangeliums an jene Seelen, die arm an Geistesgut ins jenseitige Reich eingegangen sind und dort darben müssen, wenn sie nicht rechte Nahrung zugeführt erhalten. Und ihr besitzet diese Nahrung und könnt somit den Seelen helfen, wenn nur euer Wille es beabsichtigt. Und verbindet ihr euch nun innig mit Jesus Christus, daß Er Seinen Segen gebe zu eurem Vorhaben, dann wird es auch sicher gesegnet sein, und die Seelen werden sich sättigen können an der Speise, die ihr ihnen reichet in Seinem Namen. Ihr, die ihr das reine Wort Gottes empfanget, ihr sollet arbeiten mit diesem Wort... ihr sollt es den Menschen zuleiten, mit denen ihr zusammengeführt werdet, aber ihr sollt auch der Seelen gedenken, die im jenseitigen Reich weilen, von denen ihr umgeben seid, wenn ihr nur in Gedanken sie rufet, und die immer das Wort entgegennehmen werden, wenn es ihnen in Liebe dargeboten wird...

Bewußt und unbewußt könnet ihr diesen Seelen Nahrung reichen, denn sowie ihr euch nur gedanklich mit geistigem Wissen befaßet, sowie eure Gedanken in geistigem Gebiet weilen, seid ihr von Seelen umgeben, die von euch sich geistige Nahrung holen, weil wiederum der Wille der Seele das Maß bestimmt, das ihr an Geistesgut zugeht...

Aber immer werden sie in eurer Nähe weilen und warten, bis ihr diese geistige Bindung herstellt, von der sie selbst größten Segen haben, wenn ihr nur ihrer gedenket, wenn ihr selbst ihnen helfen wollet... wenn es euer Wille ist, Erlöserarbeit zu leisten, wo immer es möglich ist...

Und darum versäumet keine Gelegenheit dazu, versammelt euch im Namen Jesus, und wisset, daß eure Hilfsbereitschaft zu jeder Stunde gesegnet sein wird, weil große Not ist im jenseitigen Reich und weil eine jede Seele euch ewig dankbar ist, die ihr aus der Finsternis herausführt ins Licht des Tages, die durch euch zu Jesus Christus findet und dann auch gerettet ist für alle Ewigkeit...

Amen


B.D. NR. 7397 - 25.8.1959

Hinweis auf große Notzeit...

Und ob es euch auch gelüstet nach den Freuden dieser Welt... sie sind nichts Beständiges, und über kurze Zeit schon werdet ihr dies selbst erkennen, wenn euch die Vergänglichkeit so deutlich vor Augen gestellt wird, daß ihr erschreckend den Ablauf des Weltgeschehens verfolget und erkennet, wie vergeblich all euer Mühen und Sorgen war in der zurückliegenden Zeit. Es wird die Welt einen argen Stoß erleiden, d.h., alles, was der Welt angehört, die Menschen, die der Welt huldigen, werden erkennen müssen, daß ihnen alles genommen wird, daß ihnen das verlorengeht, was sie sich geschaffen haben, und es wird ihnen nichts bleiben...

Und hart werden die Menschen getroffen, die nur weltlich eingestellt sind, während jene wenig davon berührt werden, deren Streben ein geistiges war und die darum auch die Notwendigkeit dessen einsehen, was die Erde und also die Menschen auf ihr betrifft...

Und das wird die Zeit sein, wo nun das Evangelium verkündet werden soll allen denen, die hart betroffen wurden und in ihrer Not sich keinen Ausweg wissen. Sie sollen durch euch hingewiesen werden auf den Einen, an Den sie sich wenden müssen, wenn ihnen geholfen werden soll. Ihr selbst könnt ihnen nicht anders Hilfe bringen als durch das Predigen des göttlichen Wortes, weil ein jeder den Weg selbst nehmen muß zu Mir, von Dem er sich Hilfe erwartet. Die Weltmenschen zwar lassen Mich nicht gelten, ihnen bin Ich fremd geworden; aber sie können durch euch wieder zu Mir hingewiesen werden, und sie können nun je nach ihrem Willen den Weg zu Mir gehen oder auch die Blicke immer verzweifelter nach der Welt richten...

Aber es wird ihnen nur zum Schaden für ihre Seelen gereichen, selbst wenn sie sich wieder irdische Güter erraffen auf ungerechte Weise...

Sie werden ihnen keinen Segen bringen, und zu bedauern sind sie nur, wenn sie euren Worten keinen Glauben schenken und immer weiter nach der Welt und ihren Gütern streben, anstatt die Bindung mit Mir herzustellen, die Zweck und Ziel der großen irdischen Not zuvor ist und bleibt. Erst wenn die Menschen die Vergänglichkeit der Welt so recht deutlich erkennen, gehen sie in sich und können ihr Denken und ihren Lebenswandel ändern...

Und dann ist es auch möglich, daß sie geistige Güter anstreben, daß sie es erkennen, daß geistiges Gut allein begehrenswert ist und daß ihnen dieses auch irdische Hilfe gewährleistet, daß sie bei Mir stets Hilfe finden, wenn sie sich Mir gänzlich hingeben und die Güter der Welt verachten lernen... wenn sie die Welt besiegen...

Immer wieder wird es euch vorausgesagt, daß ihr unnütze Arbeit leistet, wenn ihr nur euch irdischen Reichtum zu vermehren trachtet; immer wieder werdet ihr hingewiesen auf den Zerfall und die Vergänglichkeit dessen, was ihr euch erstrebet und wozu ihr alle eure Kräfte verwendet, um es zu erreichen...

Es wird euch alles genommen werden, daran denket immer wieder, auch wenn ihr es nicht glauben wollet...

Aber bereitet euch darauf vor, indem ihr euch auch geistige Güter erwerbet, die dann euch schützen vor einem Zustand der Verzweiflung und bitterster Not. Denn wer geistige Güter besitzet, der weiß es auch, daß er erhalten wird durch Meine Liebe, und ob die Welt noch so verworren und drohend sich auszuwirken scheint...

Wo Meine Kraft angefordert wird, dort kann nichts geschehen, dort wird allen Bedrängnissen Widerstand geleistet... und ob die Welt noch so sehr den Menschen bedroht, ob sie zerfällt in Schutt und Gestein...

Irdische Güter kann Ich jederzeit euch wiedergeben, geistige Güter aber müsset ihr euch erbitten oder erwerben durch die Liebe, dann aber besitzet ihr auch die Kraft im Kampfe gegen die Welt, und dann wird euch zugehen, was ihr benötigt, wenn ihr nur zuerst Mein Reich suchet und seine Gerechtigkeit...

Amen


B.D. NR. 7398 - 26.8.1959

Die Pforte zum Lichtreich ist Jesus Christus...

Jeder geht zur Pforte des Lichtes ein, der Jesus Christus gefunden hat, der zu Ihm in einem lebendigen Verhältnis steht, der ein rechter Tatchrist, aber kein Formchrist ist. Und darum ist es für jeden Menschen ein beglückender Gedanke, sich mit Jesus Christus vereint zu wissen, weil ihm dann auch das Lichtreich sicher ist, weil er dann den Tod nicht zu fürchten brauchet und die Zeit, die nach dem Tod ihn im Jenseits erwartet. Doch damit ist eine innige Verbindung gemeint, eine Bindung, die den Menschen erkennen läßt, daß er zu denen gehört, für die Jesus Christus am Kreuz gestorben ist. Und diese Bindung wird immer dort sein, wo der Mensch in der Liebe lebt und dadurch schon den Weg der Nachfolge Jesu geht...

Dieser Mensch wird durch die Liebe hellen Geistes sein, er wird um die Bedeutung des Erlösungswerkes wissen, er wird die Mission Jesu auf Erden recht erkennen und darum auch selbst teilhaftig sein wollen an dem Werk der Barmherzigkeit, das der Mensch Jesus auf Erden als Hülle des ewigen Gottgeistes vollbracht hat...

Denn wer um dieses große Werk der Erlösung und um seine Begründung weiß, der kann nicht mehr anders, als mit ganzem Herzen sich Jesus Christus zu verschreiben und Ihm in aller Innigkeit anzuhängen für Zeit und Ewigkeit...

Aber es gehört dazu die Erleuchtung durch den Geist, es gehört dazu ein Liebeleben, das diese Erleuchtung erst möglich macht, und es gehört dazu der Wille, auf der Erde zweck- und zielentsprechend zu leben... es gehört der Wille zum Guten dazu, der immer die Verbindung mit Gott in Jesus Christus einleiten wird...

Doch der Mensch ist glücklich zu schätzen, der diese innige Liebe zu Jesus Christus hat, der sich Ihm angeschlossen hat von ganzem Herzen und der Ihn bekennet vor den Menschen bis zu seinem Tode...

Denn dieser wird eingehen in das Reich, das Jesus Christus Selbst ihm geöffnet hat durch Seinen Kreuzestod. Die lebendige Verbindung mit Ihm setzt einen tiefen Glauben voraus und ein solcher Glaube eben wieder die Liebe... ein Leben in uneigennütziger Nächstenliebe, durch die der Glaube zum Leben erweckt wird und der Mensch nun die „Gewißheit“ hat, wo er zuvor noch fragte und zweifelte...

Wer einen solchen Glauben sein eigen nennt, der ist wahrhaft glücklich zu preisen auf Erden schon; er ist wie ein Fels, und auf einem solchen Glauben ist die wahre Kirche Christi gegründet, d.h., nur der gehört der von Jesu gegründeten Kirche an, der einen solchen festen, durch die Liebe lebendig gewordenen Glauben besitzt. Aber es befindet sich der Mensch dann schon in einem Seligkeitszustand, der diese Glaubenstiefe erreicht hat, denn ihn wird nichts mehr schrecken auf Erden, weil er sich in den Armen Dessen weiß, Der für ihn am Kreuze gestorben ist, und weil er sich in Dessen Armen geborgen fühlt. Und ihn wird der Tod auch nicht mehr schrecken, er wird nur seine äußere Hülle abstreifen und in ein anderes Reich eingehen, das Licht ist und Seligkeit und das eines jeden Menschen Los ist, der an Jesus Christus lebendig glaubt...

Amen


B.D. NR. 7399 - 27.8.1959

Anlaß der gesamten Schöpfung...

Luzifers Fall...

Im Anfang waret ihr freie, licht- und kraftvolle Wesen, die in ungeahnter Seligkeit schaffen und wirken konnten und dies auch taten nach Meinem Willen. Im Anfang waret ihr göttliche Ebenbilder, geschaffen in aller Vollkommenheit, die euch eben als Gott-gleiche Wesen kennzeichnete und euch höchste Seligkeit bereitete. Es war aber dieser Zustand nicht euer eigenes Verdienst, sondern durch die Erschaffung bedingt, weil aus Mir nichts Unvollkommenes hervorgehen konnte und jedes geschaffene Wesen dem Urwesen entsprach, Das es hinausgestellt hatte in das All...

Ich war der Schöpfer aller dieser Wesenheiten, und so konnten also die Geschöpfe nur höchst vollkommengestaltete Wesen sein, die Meinem Urwesen entsprachen. Aber Mir genügte diese Erschaffung nicht, Mir genügten nicht die Wesen, die also sein mußten, wie Ich sie geschaffen hatte, sondern Ich wollte Wesen haben um Mich, die gleich Mir gestaltet waren und diese Gestaltung selbst vollzogen hatten...

Es klingt dies unverständlich für Menschen, die sich nicht tiefer mit dem Anlaß der gesamten Schöpfung befassen, die noch nicht nachgedacht haben, was dem ganzen Erschaffungsakt zugrunde lag...

Und es ist dies auch nur verständlich für Menschen, die geistig geweckt sind, denen daher auch alle Zusammenhänge erklärt werden können...

Ein vollkommen erschaffenes Wesen konnte nicht anders als gut handeln, solange es nur in Meinem Willen tätig ist, also seine Gedanken von Mir empfängt und es diese so verarbeiten mußte, wie es Mein Wille ist. Ein solches Wesen ist und bleibt aber nur ein „Geschöpf“ von Mir... das Mir trotz seiner Vollkommenheit nicht genügte. Ich hatte aber alle Wesen mit einem freien Willen ausgestattet, weil ein solcher unbedingt auch zur Vollkommenheit eines Wesens gehört. Und dieser freie Wille nun sollte Mir das Werk vollenden helfen, das Ich begonnen hatte, das aber von dem Wesen selbst weitergeführt werden mußte, um aus den „Geschöpfen“ „Kinder“ werden zu lassen, die mit Mir und neben Mir schaffen und wirken sollten in höchster Glückseligkeit. Dem freien Willen waren keine Grenzen gesetzt, weder nach oben noch nach unten...

Und dieser freie Wille sollte sich nun bewähren, es sollte das Geschöpf, das abfallen konnte von Mir, bei Mir im freien Willen verbleiben und somit seine Göttlichkeit unter Beweis stellen...

Es konnten dies die Wesen, weil sie im hellsten Licht standen und Mich als ihren Gott und Schöpfer wohl erkannten...

Aber es stand noch ein anderes Ziel vor ihren Augen... ein Ziel, das sie erschauen konnten im Gegensatz zu Mir, Der Ich ihnen ein unschaubarer Gott war und Den auch sie schauen wollten...

Der schaubare Engelsgeist war Luzifer, das erste aus Mir hervorgegangene Schöpfungswerk, das in aller Schönheit erstrahlte und eben für die Wesen in dieser Schönheit auch schaubar blieb. Auch dieser mußte die freie Willensprobe ablegen, auch er mußte seine Göttlichkeit unter Beweis stellen, indem er seinen Willen frei aus sich heraus dem Meinen unterordnete, indem er ihn richtete in Meiner ewigen Ordnung, wie es seinem göttlichen Wesen entsprach. Aber er richtete seinen Willen verkehrt...

Er konnte dies kraft seiner Freiheit, und Ich legte ihm keinerlei Schranken auf, als er seinen Willen abwandte von Mir und Mir Selbst zum Gegenpol wurde...

Ich hinderte ihn nicht, als er in diesem Sinne auf alle anderen Wesen einwirkte, und ließ auch ihnen vollste Freiheit, sich zu entscheiden... für Mich oder für ihn...

Denn dieser Entscheid erst bestimmte das Los der Wesen, die aus Meiner Liebe hervorgegangen waren und die Meine Liebe zu Meinen Kindern machen wollte, was allerdings das Werk jener Wesen selbst ist und bleibt. Ich ließ also allen von Mir geschaffenen Wesen vollste Freiheit in ihrer Entscheidung, und nur ein kleiner Teil bestand diese Willensprobe und blieb bei Mir, während der größte Teil Luzifer folgte und dadurch abgrundtief gestürzt ist, d.h. Licht und Kraft und Freiheit verlor und in endlos langer Zeit diese erst wieder zurückgewinnen kann, um dann aber in höchster Glückseligkeit als „Kinder“ nun bei Mir zu weilen, zu denen er sich im freien Willen selbst gestaltet hat, wie es Mein Plan war bei der Erschaffung... und Ich daher auch nicht eher ruhe, bis Ich einmal Mein Ziel erreicht habe...

Amen


B.D. NR. 7400 - 29.8.1959

Der freie Wille des Menschen Jesus...

Es mußte der Mensch Jesus sterben am Kreuz für die Sündenschuld Seiner Mitmenschen, weil es ohne den Kreuzestod keine Erlösung für diese gab von ihrer Schuld. Aber Er hat im freien Willen das Erlösungswerk vollbracht, Er ist von keiner Seite aus dazu gezwungen worden...

Und darum hat Er als Mensch einen Erdengang gehen müssen, in dem Er Sich völlig der Ewigen Gottheit angliederte, d.h., Er mußte ein Liebeleben führen und durch die Liebe Sich mit der Ewigen Liebe vereinen. Sein Erdengang war schwer und leidvoll, denn Er wußte um seine Mission, Er wußte auch, weil Sein Wesen pur Liebe war, um alles, was noch geschah und kommen mußte und so wußte Er auch um Sein bitteres Leiden und Sterben, Er übersah Sein Leben bis zum Ende zu Seiner übergroßen Qual. Aber Er hielt durch...

Es wäre Ihm wohl möglich gewesen, Sich zu weigern, Er hätte keinen Zwang von Gott aus zu fürchten brauchen, denn Sein Wille wurde geachtet gleich dem jedes anderen Menschen... aber Er ersah in Seiner Liebe und Weisheit den entsetzlichen Zustand Seiner Mitmenschen und daß es daraus keinen Ausweg gab, weil die Menschen selbst nicht stark genug waren, um sich aus der Fesselung des Gegners von Gott frei zu machen. Und die Schwäche der Menschheit erbarmte Ihn und trieb Ihn an zu einem Erbarmungswerk, wie es nur einmalig vollbracht worden ist aus Liebe zur leidenden Menschheit. Die Liebe in Ihm war so tief, daß sie Ihn veranlaßte zu Seinem Entschluß, Sich Selbst Gott als Sühneopfer anzubieten, damit die Menschen frei wurden von ihrer großen Sündenschuld und wieder zurückkehren konnten zum Vater, Der Seine Kinder sehnlichst erwartet und Der darum auch das Opfer des Menschen Jesus annahm. Der freie Wille bewog Jesus, als Er kraft Seiner Liebe erkannte, in welchem Elend sich die Menschheit befand...

Dann erst wurde Ihm Seine Mission bewußt, dann erst... als sich der freie Wille im Menschen entschieden hatte... erkannte Er, daß Gott Selbst Sich Ihn zur Hülle auserwählt hatte, um das Erlösungswerk in Ihm zu vollbringen, und dann wußte Er auch um den ganzen Kreuzgang, der Sein Los war im Erdenleben. Und Er ließ Sich nicht zurückschrecken von diesem Wissen, Er wandelte bewußt unter den Menschen und lehrte sie, damit sie durch ein rechtes Leben in der Liebe des Erlösungswerkes (sich, d. Hg.) würdig machten, damit sie durch ein rechtes Liebeleben Ihn erkennen lernten und Den, Der Sich in Ihm barg...

Aber gerade dieser bewußte Weg zum Kreuz erhöhte das Leidensmaß, das Er für die Menschheit auf Sich genommen hatte, denn Er wußte um alle Seine Schmerzen und Leiden, die Ihn erwarteten, und Er fühlte Sich oft veranlaßt, davon abzustehen und kraft Seines freien Willens den Weg nicht bis zum Ende zu gehen...

Doch immer nur kurze Zeit, denn die Liebe in Ihm zu Seinen geknechteten Brüdern war stärker, und die Liebe bestimmte Seinen Willen, auszuhalten bis zum Ende und durch alle Leiden und Schmerzen hindurchzugehen bis zu Seinem qualvollen Tod am Kreuz, der dann aber gekrönt wurde durch Seine glorreiche Auferstehung und Himmelfahrt...

Der Mensch Jesus wurde nicht getrieben, Er vollbrachte im freien Willen das Werk der Erlösung, aber Er war voller Liebe und die Liebe in Ihm war die Triebkraft zu Seinem Erbarmungswerk...

Die Liebe aber war Gott, und so hat Gott in Jesus den Kreuzestod erlitten, Er hat für die Menschheit das Sühnewerk vollbracht, Er hat die Schuld auf Sich genommen und entsühnt...

Er hat die Welt erlöst von Sünde und Tod...

Amen


B.D. NR. 7401 - 30.8.1959

Genügsamkeit...

Ein genügsames Leben solltet ihr führen schon von Jugend an, und es wird euch die Überwindung der Materie leichter fallen, ihr werdet nicht begehren nach irdischen Genüssen, und es wird euch nicht schwer sein, davon abzustehen um geistigen Gewinnes willen. Je mehr aber die Gier erweckt wird nach irdischem Genuß, desto mehr hat die Seele dagegen anzukämpfen, denn sie wird immer gehindert werden durch ihre Begierden an dem Streben nach geistigem Gut, weil ihre Sinne gefangen sind und sich nicht leicht zu lösen vermögen von materiellen Dingen, die nur dem Körper Wohlbehagen schaffen, für die Seele aber schädlich sind und bleiben werden. Darum ist es schon ratsam, den Menschen ein gewisses „Fasten“ anzuempfehlen, aber dieses Fasten besteht nur in einer Begrenzung dessen, was die Sinne lebhaft begehren. Es ist dem Menschen nicht der gänzliche Genuß verboten, nur kann er sich selbst durch das Maß schädigen, indem er dann ebendie Sinne untauglich macht für die Entgegennahme geistigen Gutes, während ein „Überwinder“, ein Mensch, der sich selbst beherrschen kann und mit wenig zufrieden ist, leicht aufgeschlossen ist für Güter geistiger Art, weil diesen die Materie nicht mehr hindert, sondern er selbst sie sich untertan macht durch seinen Willen. Genügsamkeit kann niemals schaden, immer aber nützen... wohingegen ein Übermaß immer schädigend ist und niemals der Mensch in den Besitz von geistigem Gut kommen wird, der nur seines Körpers Bedürfnisse stillt und darin kein Maß findet. Solange der Mensch sich selbst in der Gewalt hat, ist auch bei ihm ein Öffnen für geistigen Zustrom zu erwarten; wird aber der Körper übermäßig bedacht... was jede Erfüllung von Begierden bedeutet... dann verschließt sich der Mensch geistigem Zustrom, weil für beides zugleich keine Möglichkeit besteht, weil die Materie das Geistige ausschließt, weil es zwei verschiedene Reiche sind, die ihr Anteil abgeben, und beide zugleich nicht im Herzen Widerhall finden können. Aber ein gewisses Maß ist dem Menschen zugebilligt worden, denn was der Körper braucht zum Bestehen, das darf der Mensch begehren und sich zu eigen machen...

Doch je geringer dieses Maß in Anspruch genommen wird, desto mehr Vorteil zieht die Seele daraus, indem sie überreichlich bedacht wird mit den Gütern, die allein von Wert sind, weil sie unvergänglich sind und hinübergenommen werden in das Reich, das allein wirklich ist, das die Seele betreten wird, wenn sie sich von ihrem Leib löst und eingeht in das jenseitige Reich...

Dann wird sie in Fülle erhalten, weil sie zufrieden war mit wenigem, als ihr auf Erden alles zu Gebote stand...

Dann wird sie sich keinen Zwang mehr anzulegen brauchen, sie wird empfangen, was sie begehrt, und sie wird beglückt werden in Ewigkeit...

Amen


B.D. NR. 7402 - 1.9.1959

Weiterleiten der Kraft aus Gott...

Wenn euch Mein Wort ertönt aus der Höhe, so ist dies ein Zustrom Meiner Liebekraft, die immer ihre Wirkung haben muß. Es wird also niemals eure Seele ohne Eindruck bleiben, auch wenn der Körper nichts davon verspürt. Die Seele empfindet den Kraftzustrom und nützet ihn entweder sofort, wenn sich die Gelegenheit dazu ergibt, oder sie hält die Kraft zurück, bis sie solche benötigt. Und sie wird immer die Kraft wirken lassen zum Erfüllen Meiner Gebote, sie wird etwas tun, wodurch sie Meinen Willen erfüllt, sie wird gleichsam immer gedrängt werden von dem Geist in sich, zu tun oder zu unterlassen, was Meinem Willen entspricht...

Meine direkte Ansprache muß eine solche Wirkung haben, ansonsten sie keine göttliche Ausstrahlung wäre. Denn nichts, was von Mir kommt, bleibt ohne Wirkung. Darum kann sich ein Mensch reich nennen, der die Gnade Meiner direkten Ansprache unausgesetzt empfängt, denn dessen Seele wird reifen, weil sie niemals ohne Kraft ist zum Liebewirken gemäß Meiner Gebote. Sie wird sich nicht dazu zu zwingen brauchen, sie wird getrieben von innen; es wird dem Menschen ein Bedürfnis sein, auszuteilen, weil er die Mitmenschen beglücken kann. Und es kann dies irdisch-materielles Gut sein, aber auch geistige Güter, denn der Mensch wird immer beides besitzen gemäß Meiner Verheißung: „Suchet zuerst das Reich Gottes und seine Gerechtigkeit, alles andere wird euch zufallen...“ Und ob auch ein Mensch nicht reich gesegnet ist an Gütern, er wird immer haben, wessen er bedarf, und immer auch abgeben können an seine Mitmenschen, die in Not sind. Und ebenso wird er geistiges Gut verteilen können, denn er empfängt solches ständig von Mir Selbst, weil er sich Mir hingibt und sein Herz öffnet, wenn Ich zu ihm reden will. Es besteht eine direkte Verbindung vom Lichtreich zur Erde, sowie ein Mensch sich Mir hingibt und erwartet, von Mir angesprochen zu werden. Und diese Bindung wird ausgenützt auch von den Bewohnern der Lichtwelt, die überall gegenwärtig sind, wo Mein Wort ertönt, weil sie es gleichfalls weiterleiten dorthin, wo noch geistige Finsternis ist. Alle diese Lichtwesen empfangen gleichfalls Mein Wort, Meine Ansprache, und alle empfangen auch damit wieder Kraft, die sie unentwegt wieder verströmen lassen auf die Wesen, die noch kraftlos sind. Und der Zustand der Kraftlosigkeit ist überall anzutreffen, sowohl auf Erden als auch im jenseitigen Reich...

Was aber Meine direkte Ansprache aus der Höhe gerade dann bedeutet, wenn die Wesen ohne Kraft sind und solche verlangen, das ist euch Menschen nicht faßlich zu machen, aber ihr selbst seid berufen, Meine Kraft weiterzuleiten, und darum ist ein jeder Mensch auch gesegnet, der es möglich macht, daß Meine Kraft sich verströmen kann an Meine Geschöpfe, die sie benötigen. Es muß ein Kontakt hergestellt werden zwischen dem Kraftquell und den Wesen, die noch bar sind jeder Kraft. Und wo sich dafür ein Mensch bereit hält, dort kann nun auch der Kraftquell sich ergießen und durchströmen alles kraftlose Wesenhafte, denn auf Erden ist große Not unter den Menschen, denen die Kraft mangelt. Aber auch im jenseitigen Reich verharren eine Unzahl Wesen in Kraftlosigkeit und warten darauf, daß ihnen Hilfe gebracht wird in Form von Kraftzufuhr...

Und eine solche Zufuhr von Kraft ermöglicht ein Mensch auf Erden, der sich freiwillig herrichtet als Gefäß, in das Ich Meinen Liebekraftstrom ergießen kann, der Herz und Ohr öffnet und anhöret, was Ich zu ihm rede, und der mit Eifer dann bereit ist, das Gehörte weiterzuleiten an alle, die ihn wieder anhören wollen, die Mein Wort entgegennehmen so, wie es von Mir Selbst aus der Höhe den Menschen zugegangen ist...

Alle werden reichlichen Segen erfahren, die nur sich anreden lassen von Mir, denen Mein Wort lichtvolle Gabe aus der Höhe ist und die es nun in ihren Herzen bewegen und danach leben...

Aber sie müssen Täter und nicht nur Hörer Meines Wortes sein, dann wird ihnen ein jedes Wort zum Segen gereichen, das von oben den Weg über einen willigen Menschen zu allen Menschen genommen hat, die es wieder im freien Willen anhören und ausleben. Und es wird der Kraftquell nicht versiegen, immer wieder werden sich die Menschen daran laben können, immer wieder werden sie schöpfen können aus dem Born des Lebens, und immer wieder werde Ich jeden Menschen ansprechen, der nur verlangt, von Mir angesprochen zu werden...

Amen


B.D. NR. 7403 - 3.9.1959

Das letzte Gericht...

Es wird ein Ende sein mit Schrecken für alle, die nicht glauben...

Denn sie erleben etwas, was sie nicht für möglich gehalten haben, weil es etwas völlig Außergesetzliches ist... einen Vorgang, den sie nicht einmal verfolgen können bis zum Ende, sondern selbst die Opfer sein werden, denn sie verlieren ihr Leben dabei, sie werden von der Erde verschlungen, und für keinen gibt es einen Ausweg... es sei denn, er rufet noch in letzter Stunde aus dem Herzen heraus nach Mir, daß Ich ihm helfen möge. Aber die Menschen, die das Ende erleben außer der kleinen Schar der Meinen... die entrückt werden vor deren Augen... sind schon gänzlich dem Satan verfallen, und es wird nur selten einer darunter sein, der sich bekehrt nicht allein aus Angst, sondern aus plötzlicher Erkenntnis eines mächtigen Gottes, Der ihm helfen kann. Und es werden auch die Menschen keine Zeit zur Überlegung mehr haben, denn plötzlich und unerwartet bricht das letzte Gericht über die Menschheit herein...

Plötzlich und unerwartet wird Feuer aus der Erde kommen, sie wird sich spalten und verschlingen, was an Lebendem auf der Erde sich bewegt. Es wird ein Akt sein von sehr kurzer Dauer, aber von gewaltiger Auswirkung, es wird sich die Erde öffnen wie ein unersättlicher Abgrund und alles in sich aufnehmen, wie es verkündet ist in Wort und Schrift...

Und es gibt keine Rettung... es ist unwiderruflich das Ende für alles, was lebt in, auf und über der Erde...

Denn die Zeit ist zu Ende, die dem Geistigen für seine Entwicklung gesetzt war und vieles des gebundenen Geistigen muß in neuer Verformung seinen Entwicklungsgang fortsetzen auf der neuen Erde. Und dieses Geistige ist dankbar für die Umformung, weil es weiterschreitet in seiner Entwicklung, die ihm auf der alten Erde durch Menschenwillen schon sehr erschwert wurde...

Aber das als Mensch verkörperte Geistige erfährt einen Rückschritt in seiner Entwicklung, weil es wieder aufgelöst wird in unzählige Partikelchen, die alle wieder den Weg gehen müssen durch die Schöpfungen der neuen Erde, die alle wieder gebannt werden in der festen Materie und ein überaus qualvolles Dasein wieder beginnen im gebundenen Zustand, auf daß sie einstens wieder das Stadium erreichen, wo sie sich wieder als Seele eines Menschen verkörpern dürfen...

Vor dieser großen irdischen und geistigen Umänderung steht ihr Menschen nun, und die Zeit bis zum Ende verkürzt sich von Tag zu Tag...

Ihr wisset nicht um die Schrecken, die vor euch liegen... ihr geht mit Ruhe dem Tag der Auflösung entgegen, der doch so viel Entsetzen in euch auslösen wird mit nachfolgender Bannung, wenn ihr nicht zu den Meinen gehört, zu denen, die glauben an Mich und... wenn sie nur schwachgläubig sind... zuvor schon abgerufen werden von der Erde, auf daß sie nicht dem Satan gänzlich verfallen, weil sie nicht standhalten könnten den Versuchungen durch den Gegner in der letzten Zeit vor dem Ende...

Ihr Menschen alle, die ihr vorzeitig das Erdenleben hingeben müsset, ihr alle, die ihr eure dahingegangenen Lieben beklaget... freuet euch, denn diese sind gerettet vor dem Untergang, vor dem Verderben, dem die Menschen anheimfallen, die gottlos dahinleben und in dieser Gottlosigkeit das Ende erleben. Sie können kein Erbarmen finden bei Mir, denn Ich ermahne und warne immer wieder und so dringend die Menschen, sich auf dieses Ende vorzubereiten, ohne Gehör zu finden, und Ich kann nicht im Zwang auf sie einwirken, Ich muß ihnen ihre geistige Freiheit lassen, die sie mißbrauchen in einer Weise, daß sie des Gegners Macht stärken bis zum Ende und auch seiner Macht erliegen werden...

Es gehen noch harte Kämpfe mit diesem Gegner voraus, und Ich spreche darum euch Menschen an, daß ihr in diesem Kampfe euch an Meine Seite stellet, wenn ihr siegen wollet und in Freiheit aus dem Kampf hervorgehen wollet...

Und Ich werde reden bis zum letzten Tage, aber es steht euch Menschen allen ganz frei, wie ihr euch entscheidet...

Aber das Ende mit Schrekken kommt für alle, die nicht glauben und Mich nicht anerkennen...

Doch die Meinen werde Ich erretten aus jeder Not, Ich werde sie holen in das Paradies, und sie werden Zeugen sein des Unterganges, weil sie Meine Macht und Herrlichkeit erkennen und davon zeugen sollen ihren Nachkommen auf der neuen Erde...

Amen


B.D. NR. 7404 - 4.u.5.9.1959

Reich des Lichtes...

Jesus Christus...

Wer die Pforte des Lichtreiches durchschritten hat, der wird frohlocken und jauchzen und Mir ewig danken, Der Ich ihn so führte, daß er sein Ziel erreicht hat. Wer das Lichtreich betreten kann, der ist also erlöst von Sünde und Tod, denn beides bedeutet Finsternis, und eine unerlöste Seele wird niemals in das Reich des Lichtes eintreten können...

Sie muß zuvor Den gefunden haben, Der allein die Pforte ist in das Reich des Lichtes: Jesus Christus, der göttliche Erlöser. Und an Seiner Hand wird die Seele dann ebenfalls dieses Reich betreten, denn Er wird sie befreien von ihrer Sündenlast, weil Er für alle Seelen am Kreuz gestorben ist, die tief in der Finsternis, also in Sünde und Tod, sich befanden...

Er hat die Sündenlast abgebüßt für euch Menschen, Er hat das Sühneopfer gebracht für euch, damit euch der Weg ins Lichtreich (5.9.1959) frei wurde, damit ihr eingehen könnet zur ewigen Seligkeit. Seligkeit ist allein dort, wo Licht ist, und Licht ist, wo es keine Sünde und keinen Tod mehr gibt. Die Sünde aber ist ausgelöscht von Jesus Christus Selbst, sowie Er darum angegangen wird, sowie ihr Menschen um die Vergebung zu Ihm rufet...

Darum gibt es auch im jenseitigen Reich eine Erlösung für die Seelen, ein Wandel aus der Finsternis zum Licht, weil auch im Jenseits noch die Seele zu Ihm rufen darf, denn sowie sie Jesus Christus anrufet, ruft sie Mich an, und Ich Selbst kann ihr nun um Jesu Christi willen ihre Sündenschuld vergeben, die sie endlos lange Zeit von Mir getrennt gehalten hatte...

Das Kreuzesopfer ist für alle Menschen gebracht worden, und wo es nur eine unerlöste Seele gibt, dort braucht nur der Weg zum Kreuz genommen werden, um auch der Sündenschuld ledig werden zu können. Und frei zu sein von der Sünde bedeutet Gemeinschaft mit Mir und also unbegrenzte Seligkeit. Aber auch unbedingte Wahrheit gehört dazu...

Darum kann so lange eine Seele noch nicht sich der höchsten Seligkeit erfreuen, wie sie noch fern ist der Wahrheit, denn die Wahrheit und Ich sind eins, ansonsten nicht von Licht gesprochen werden kann. Licht ist Erkenntnis, rechtes Wissen um alles, und solange dieses noch einer Seele mangelt im jenseitigen Reich, ist sie auch nicht innerhalb des Lichtreiches, denn sowie sie von Licht durchstrahlt wird, ist auch schlagartig tiefe Erkenntnis in ihr. Wehrt sich nun die Seele, die Wahrheit anzunehmen, so sie ihr dargereicht wird, so wird auch ihr Seligkeitszustand noch mangelhaft sein, sie hat dann Jesus Christus noch nicht recht erkannt, und die volle Erlösung hat noch nicht stattfinden können, die ein inniger Anruf Jesu Christi aber zur Folge haben würde...

Und das ist der Grund, daß sich zahllose Seelen noch im Dämmerlicht befinden, nicht in Unseligkeit, aber sie noch lange nicht selig genannt werden können. Ihre Einstellung zu Jesus Christus ist noch nicht so, wie sie sein soll, daß Er ihnen die Pforte ins Lichtreich öffnen kann, und diese Seelen benötigen noch viele Belehrungen und auch Fürbitte, daß ihnen das rechte Verständnis dafür erschlossen wird. Solange sie sich nicht lösen können von falschen Vorstellungen, von Irrlehren verschiedenster Art, so lange können sie auch nicht vollste Lichtdurchstrahlung erwarten; aber ihr Wille selbst bestimmt den Zustand, in dem sie sich befinden. Menschen, die auf Erden stets ablehnten, werden auch im Jenseits immer wieder ihren Ablehnungswillen zum Durchbruch kommen lassen, wo es einfach genügen würde, in aller Innigkeit Jesus Christus anzurufen um Seine Hilfe...

Denn diese wird ihnen sicher zuteil, sowie der Ruf im Geist und in der Wahrheit zu Ihm dringt...

Dann wird jegliche Finsternis weichen, das Licht wird so hell und strahlend die Seele durchglühen, daß jede geistige Dunkelheit schwindet, daß die Seele in der Erkenntnis steht und dieses Wissen um die tiefsten Zusammenhänge nun auch ewiglich nicht mehr verlieren wird...

Amen


B.D. NR. 7405 - 5.9.1959

Ankündigung eines Sternes...

Was euch gegeben wird durch den Geist, das könnet ihr unbedenklich annehmen...

Und so sollet ihr erfahren, daß sich auch im Universum das nahe Ende der Erde schon bemerkbar macht, daß sich kosmische Veränderungen ergeben, weil dies Gottes Wille ist, daß sich bei Beenden einer Erdperiode in jeder Weise Anzeichen bemerkbar machen, die der Mensch sich nicht natürlich erklären könnte, die ihm die Macht eines Schöpfers beweisen sollen und die also auf jenen Schöpfer allerdeutlichst hinweisen. Und diese kosmischen Veränderungen betreffen zumeist Abweichungen vom bisherigen Lauf der Gestirne, die eine andere Bahn einschlagen und solche Vorgänge für die Menschen unerklärlich sind und bleiben und doch nicht geleugnet werden können. Je näher das Ende kommt, desto häufiger werden die Menschen solche Vorgänge feststellen, zuerst wenig erkennbar, jedoch immer deutlicher hervortretend, so daß die Menschen in Wahrheit sagen können: „Die Kräfte des Himmels bewegen sich...“ Und es wird keines Menschen Wille damit zusammenhängen, es wird allein Gottes Wille zum Ausdruck kommen, und darum könnten auch alle Menschen glauben an Gott, wenn sie nur aufmerksam solche ungewöhnliche Erscheinungen verfolgen möchten. Wer aber nicht willens ist zu glauben, der kann auch nicht deutlicher überzeugt werden vom Dasein eines Gottes und Schöpfers, Dem alle Elemente in der Natur gehorchen müssen...

Wer aber Dessen achtet, der weiß auch, welche Stunde es geschlagen hat...

Und so wird sich ein Stern lösen aus seiner gewohnten Bahn und den Weg nehmen zur Erde. Und dieser Stern geht seinen Weg unabhängig vom Willen der Menschen, und er bedeutet eine große Gefahr für diese, doch sein Lauf wird nicht gehemmt, weil die Erde eine Erschütterung erdulden muß, zum Schaden und zum Wohl der Menschen auf ihr...

Denn viele Menschen werden ihr Leben dabei verlieren, wie es verkündet ist lange Zeit zuvor...

Und die Erde wird einen Stoß erleiden...

Niemand wird sich vorstellen können, in welche gefährliche Lage das ganze Gestirn kommen wird, doch zu einer völligen Zerstörung wird diese Naturkatastrophe nicht führen, aber doch von einem unvorstellbaren Ausmaß sein, daß für unzählige Menschen schon damit das Ende gekommen ist. Doch wer es überlebt, der geht nicht lange danach dem letzten Ende entgegen... einem Zerstörungsakt, den menschlicher Wille heraufbeschworen hat, das wohl Zulassung Gottes, doch nicht Sein Wille ist... während erstere kosmische Katastrophe doch noch einen erlösenden Zweck hat, daß den ungläubigen Menschen noch ein letzter Hinweis gegeben werde auf eine Macht, Die alles lenkt und nichts will-kürlich geschieht. Es soll ihnen noch ein Rettungsmittel gegeben werden, ein letztes Mittel, zum Glauben zu gelangen, auf daß sie nicht verlorengehen. Es spricht Gott Selbst durch dieses Geschehen die Menschen an, die Seiner leisen Stimme nicht achten, aber Seine laute Stimme ertönet oft schmerzvoll, und es werden ihr auch viele erliegen, d.h., es werden viele zu Tode kommen, denen aber immer noch die Möglichkeit bleibt, im jenseitigen Reich nachzuholen, was sie versäumten auf Erden. Doch viele werden auch noch die Gnade haben, die letzte kurze Zeit bis zum Ende zu erleben, und auch nun wieder ist der Wille zum Glauben maßgebend, denn die Ungläubigen ziehen keinen Nutzen für ihre Seelen aus dem Erlebten...

Und ihnen wird das Ende nur das Los einer Neubannung eintragen, wovor Gott in Seiner Liebe die Menschen bewahren möchte. Und darum mahnet und warnet Er zuvor schon, und Er macht die Menschen aufmerksam auf alle Erscheinungen in der letzten Zeit... und selig, wer dessen achtet, wer daran glaubt und sein Leben entsprechend lebt auf Erden...

Er wird durch alles Schwere hindurchgeführt werden, und wie es auch kommt über ihn, so ist es gut für seine Seele und für sein Ausreifen auf dieser Erde...

Amen


B.D. NR. 7406 - 11.9.1959

Auswerten der Gnaden...

Und nimmer werdet ihr die Gnade Gottes zu entbehren brauchen, die ihr nur guten Willens seid. Seine Gnade geht euch ungemessen zu...

Seid ihr aber nicht willens, sie wirksam werden zu lassen an euch, dann nützet sie euch nichts. Und so könnet ihr sagen: Der Wille ist das Erste... wenngleich jedem Menschen ungemessen und zu jeder Zeit die Gnade Gottes zur Verfügung steht. Was aber nützet sie euch, wenn euer Wille sie nicht wirksam werden lässet? Das Gnadenmaß Gottes ist unerschöpflich, und es würde auch wahrlich genügen, euch zur völligen Vergeistigung auf dieser Erde noch zu verhelfen...

Immer aber ist euer Wille ausschlaggebend, und dieser ist frei. Wenn der Mensch diese Erde betritt, dann ist er ein völlig geschwächtes Geschöpf, das aus eigener Kraft nimmermehr zur Höhe gelangen könnte. Und dann tritt die Hilfe Gottes ein...

Er ist unentwegt bemüht, dem Menschen Hilfe zu leisten, auf daß seine Seele fortschreite in ihrer Entwicklung. Und alle diese Hilfeleistungen sind Gnadenmittel, es sind Geschenke für die total geschwächte Seele, daß sie zu Kraft gelange und ihr die Aufwärtsentwicklung möglich wird...

Aber dennoch muß erst der Wille des Menschen bereit sein, diese Geschenke anzunehmen und sie auszuwerten, denn dazu wird er nicht gezwungen, und darum also hängt es vom freien Willen des Menschen ab, ob er sich der Gnaden bedienet, die ihm wahrlich ungemessen zur Verfügung stehen. Er kann auch alle Hilfeleistungen Gottes außer acht lassen und nichts tun für seine Seele, er kann nur dem weltlichen Leben Beachtung schenken und an allen Gnadengeschenken vorübergehen, ohne sie zu nützen...

Dann hat sein Wille versagt, er hat eine verkehrte Richtung eingeschlagen, und es bleibt der Mensch so schwach und unausgereift, wie er zu Beginn seiner Verkörperung gewesen ist...

Dann also hat er der Gnaden nicht geachtet, aber er kann nicht sagen, daß ihm die „Gnade Gottes“ vorenthalten worden sei. Doch sein Wille hat sie nicht wirksam werden lassen, was das gleiche ist, als wäre er ohne Gnade geblieben. Gott ist immer zur Hilfe bereit, also ständig fließen dem Menschen Gnadenbeweise Seiner Liebe zu. Ob sie angenommen und ausgewertet werden, das steht dem Menschen frei, das bestimmt allein dessen Wille, nicht aber der Wille Gottes. Aber die Gnaden Gottes nicht angenommen zu haben ist gleichbedeutend mit völligem Versagen auf dieser Erde, weil der Mensch ohne göttliche Hilfe zu schwach ist, sich aufwärtszuentwickeln...

Und der Wille des Menschen ist dann bereit zur Annahme göttlicher Gnaden, wenn er sich bewußt zu Gott kehrt, wenn der Mensch Gott suchet und mit Ihm in Verbindung treten möchte. Dann wird er auch jede Hilfeleistung (2) Gottes als Gnadengeschenk (1) empfinden und annehmen mit dankendem Herzen; er wird auch die Liebe Gottes spüren und nun bewußt Ihm zustreben, und seine Aufwärtsentwicklung wird vonstatten gehen, weil die Gnaden nun auch ausgewertet werden, d.h. die helfende Hand Gottes ergriffen wird, an der sich nun der Mensch emporschwingt, und seine anfängliche Schwäche abfällt von ihm, denn die Gnade Gottes schenkt Kraft jeder Seele, die ernstlich ringet um Vollkommenheit, die zu Gott verlangt und auch sicher einmal ihr Ziel erreichen wird...

Amen


B.D. NR. 7407 - 12.9.1959

Verheißung von Gottes Schutz in der Endzeit...

Ich will euch alle in Meinen Schutz nehmen, wenn die große Not über euch Menschen hereinbrechen wird. Alle, die Mein sein wollen, die schon vorher Verbindung mit Mir suchten und gefunden haben, alle, die innig zu Mir beten und Mich anrufen um Hilfe, will Ich Meine Hilfe sichtlich spüren lassen, und sie sollen ohne Angst und Sorge alles erleben, immer in der festen Gewißheit, daß Ich Selbst bei ihnen bin und sie hindurchführen werde aus aller Not. Denn nur diese Gewißheit wird es möglich machen, daß sie für Mich reden, daß sie den Mitmenschen das Evangelium predigen, daß sie also reden an Meiner Statt, weil noch viele Menschen gewonnen werden sollen für Mich, für das ewige Leben. In dieser Zeit der Not werden eure Zungen gelöst sein, ihr werdet zum Reden getrieben von Meinem Geist, und ihr werdet viel Segen verbreiten können, denn die Menschen werden euch anhören, weil sie sich in großer Not befinden und irgendeine Hilfe erhoffen. Von menschlicher Seite aus kann ihnen diese kaum gebracht werden, vielmehr werden die Mitmenschen noch beitragen zur Erhöhung der Not, die ohne alle Skrupel sich zu bereichern suchen und keine Hemmungen kennen aus ihrem Gewissen heraus. Aber Ich kann den Meinen helfen, und Ich werde ihnen helfen, daß sie auch diese schwere Zeit durchstehen können und selbst Hilfe leisten denen, die sie umgeben. Ich fordere nur von euch einen starken Glauben, und Ich bereite euch darum schon jetzt auf diese Zeit vor, indem Ich euch in Nöte geraten lasse, die immer wieder behoben werden, und das so offensichtlich, daß ihr glauben müsset an einen Vater im Himmel, Der euch liebt und auch jederzeit zur Hilfe bereit ist. Euer Glaube soll sich festigen...

Das vergesset nicht, daß dies ein Ziel ist, um dessentwillen ihr immer wieder in Not geratet...

Aber immer wieder werdet ihr herausgeführt, weil Ich euch zeigen will, daß ein Vater im Himmel um alle eure Sorgen weiß und sie beheben kann und wird zur rechten Zeit...

Ihr alle wisset nicht, was vor euch liegt...

Ich aber weiß es, und Ich will euch als Meine Kinder nicht verlieren...

Ich will, daß ihr euch immer fester an Mich haltet und zuletzt so innig mit Mir verbunden seid, daß ihr nichts mehr beginnet ohne Mich, daß ihr Mich ständig neben euch fühlet und in dieser Meiner Gegenwart auch wahrlich geschützt seid vor jeder Gefahr...

Denn Ich brauche euch als Meine Mitarbeiter in der letzten Zeit vor dem Ende, Ich brauche euch, daß ihr zeuget von Mir und Meiner Vaterliebe, daß ihr kündet das Evangelium der Liebe und die Menschen Mir zuführet, die noch abseits stehen und die Ich doch nicht verlieren will wieder auf lange Zeit. Ich brauche gute Redner, denen Ich Mein Wort in den Mund legen kann, wenn die Zeit gekommen ist, da es nötig wird, von Mir zu künden und vom nahen Ende. Ich brauche Diener in Meinem Weinberg, Boten, die Mein reines Wort verbreiten, die dann auch reden werden nach Meinem Willen. Und diese brauchen sich nicht zu fürchten, wenngleich eine große Not über die Erde geht... sie werden erhalten werden von Meiner Vaterliebe, sie werden immer Hilfe finden, was es auch sei, und ob es menschlich gesehen keine Hilfe geben kann...

Meine Macht und Liebe ist groß, und sie gedenket immer derer, die Mein sein wollen und es auch bleiben werden bis in alle Ewigkeit...

Amen


B.D. NR. 7408 - 13.9.1959

Erreichen des Urzustandes...

Liebe...

Gotteskindschaft...

Ihr alle sollet als Kinder Gottes Sein Reich einnehmen in all seiner Herrlichkeit. Ihr sollt mit Ihm schaffen und wirken in Freiheit, Licht und Kraft und unermeßlich glücklich sein...

Ihr sollt die Liebe des Vaters erfahren in einem euch unvorstellbaren Maß, ihr sollt in Seligkeit wirken nach eigenem Willen, der auch der Wille Gottes ist. Es ist euch dieses Los sicher, und es soll auch in euch Menschen zur Gewißheit werden, daß Gott für euch ungeahnte Herrlichkeiten bereithält... nur müsset ihr euch zuvor so zubereiten, daß ihr jene Herrlichkeiten ertragen könnet, denn für einen unausgereiften Geist bedeutet es Vergehen seiner selbst, würde er in das Lichtmeer im geistigen Reich versetzt, das ihn gänzlich verzehren würde. Das Verweilen im Lichtreich fordert eine bestimmte Beschaffenheit des Wesens, um ihm nicht zu schaden in seinem Bestehen. Und diesen Zustand sollet ihr auf Erden schon erreichen, der euch fähig macht, im Lichtreich verweilen zu können. Und ihr könnt ihn auch auf Erden erreichen, wenn ihr nur den Willen dazu habt, wenn ihr nur euer Wesen zur Liebe gestaltet, solange ihr auf Erden weilet...

Ein liebeerfülltes Wesen kommt nur in sein Urelement zurück, sowie es das Lichtreich wiederbetritt, während das als Mensch verkörperte Wesen noch nicht diesen Urzustand erreicht hat, aber alles tun soll, um ihn zu erreichen, weil er auch unbegrenzte Seligkeiten für das Wesen garantiert. Das Wesen war herausgetreten aus dem Zustand der Vollkommenheit im freien Willen und muß unwiderruflich wieder jenen Zustand annehmen, in dem es einstens selig war. Der Mensch als solcher weiß nicht um die unfaßbaren Seligkeiten zuvor, es kann ihm nur unterbreitet und er angeregt werden, wieder jenen Zustand anzustreben, um auch unbegrenzt selig sein zu können, wenn er sein Erdenleben dahingeben muß und das geistige Reich wiederbetritt. Aber der selige Zustand kann ihm nicht bewiesen werden, weil er freiwillig angestrebt werden muß und jede bewiesene Herrlichkeit im zukünftigen Leben für ihn ein Zwang wäre, sein Leben entsprechend zu führen, was aber gänzlich wertlos wäre für die Seele. Darum müssen die Herrlichkeiten des geistigen Reiches den Menschen verborgen bleiben, sie können nur erwähnt werden, und vom Glauben des Menschen allein hängt es ab, ob er sein Erdenleben entsprechend lebt und einmal als vollendete Seele eingeht in das Reich des Lichtes, zur ewigen Seligkeit. Nur ein Liebeleben bringt diese Vollendung zustande, nichts anderes kann der Seele die Reife eintragen als nur allein die Liebe...

Wenn sich die Menschen bedenken möchten, daß es keinen Ersatz gibt für ein Liebeleben... daß die Vollendung der Seele nur von einem Leben in Liebe abhängig ist und daß es keine anderen Möglichkeiten gibt, der Seele die Reife zu geben als allein nur die Liebe...

Dessen gedenken die Menschen zuwenig, und daher bleiben sie auch zumeist in ihrer Entwicklung zurück, und es vergeht die Zeit ihres Erdendaseins, ohne der Seele einen Erfolg gebracht zu haben. Sie kommt in einem Zustand im jenseitigen Reich an, wo das Licht sie völlig aufzehren würde, wo sie nur in Finsternis oder leichter Dämmerung weilen kann und der Eingang in das Lichtreich ihr verwehrt ist. Denn ihr Wesen hat sich nicht zur Liebe gewandelt auf der Erde, sie war selbst zu schwach und hat auch nicht Zuflucht genommen zu dem Einen, Der ihren Willen gestärkt hätte, Der ihr Hilfe geleistet hätte zur letzten Vollendung...

Die Liebe jedoch ist Kraft, und wer in der Liebe lebt, der ist mit Jesus Christus schon innig verbunden und bezieht die Kraft von Ihm...

Ein Liebeleben ist nicht zu ersetzen, wird aber immer die Bindung mit Jesus Christus voraussetzen, bewußt oder unbewußt, um sicher zum letzten Erkennen zu führen...

Denn die Liebe ist Gott, die Liebe hat sich vereint mit Jesus Christus, die Liebe ist Zusammenschluß mit Ihm, Der die Liebe Selbst ist...

Und die Liebe muß auch unwiderruflich wieder hinführen zu Ihm und im Lichtreich die Annäherung Gottes sichern...

Die Liebe muß die Seele mit Gott verbinden und also das Kind dem Herzen des Vaters zuführen... es muß die Seele in und mit Gott selig sein und bleiben ewiglich...

Amen


B.D. NR. 7409 - 14.9.1959

Göttliche Liebelehre...

Menschlich erlassene Gebote...

Wenig nur wird von euch verlangt während des Erdenlebens, denn Ich lasse Mir vollauf genügen an eurer Liebe zu Mir und zum Nächsten. Ich habe euch nur diese zwei Gebote gegeben, als Ich auf Erden wandelte, und diese beiden Forderungen stelle Ich auch heut nur an euch, weil ihr dann alles erfüllet, wenn ihr nur diese zwei Gebote erfüllt: Mich über alles zu lieben und euren Nächsten wie euch selbst...

Es ist dieses Gebot daher das wichtigste von allen Geboten, die Menschenwille noch hinzufügte und daher an euch Anforderungen stellt, die ihr überaus eifrig zu erfüllen trachtet. Aber diese menschlich erlassenen Gebote werden euch nicht die Seelenreife eintragen, wenn die Liebe außer acht gelassen wird, wenn Meine Liebegebote zurückgestellt und also ihre Erfüllung in Frage gestellt werden. Dann könnet ihr noch so eifrig tun, was Menschen von euch verlangen... ihr werdet nicht die Wesenswandlung vollziehen, die Zweck und Ziel eures Erdenlebens ist und die das einzige Verlangen ist, das Ich an euch stelle. Und ihr solltet Meiner Stimme achten, ihr solltet nicht versäumen, die Liebelehre anzunehmen, die Ich als Mensch Jesus auf Erden gepredigt habe und auf die Ich immer wieder hinweise durch Mein Wort...

Die Liebe ist das Höchste...

Die Liebe sollet ihr entzünden in euch, denn nur allein die Liebe stellt den Zusammenschluß her von euch mit Mir, nur die Liebe läßt euch vollkommen werden, und nur durch die Liebe gelangt ihr zur Seligkeit. Und würdet ihr Menschen immer nur eure Gedanken, Worte und Handlungen beachten und die Liebe stets walten lassen, ihr würdet sehr bald auch selbst innewerden, daß es nichts Beseligenderes gibt, als Liebe zu üben am Nächsten und dadurch auch eure Liebe zu Mir zu beweisen. Lasset ihr aber die Liebe außer acht, dann könnet ihr euch in sonstigen Taten und Worten erschöpfen... sie sind wertlos für die Seele, weil sie wertlos sind vor Mir, Der Ich euch niemals solche Gebote gegeben habe, die anderes als nur Liebe von euch fordern. Ihr Menschen aber achtet zu sehr auf „Menschen“-Verlangen, und des Verlangens eures Gottes und Vaters achtet ihr nicht...

Ihr kommt jenen Anforderungen eifrig nach, lasset euch an Formen und Gebräuchen genügen und gebt euch keine Rechenschaft darüber, was Ich wohl bezweckt haben könnte mit dem Erfüllen solcher Gebote, die von Menschen erlassen wurden und von Mir sanktioniert sein sollen... Überlegt euch doch, wie wohl Meine Liebe, Weisheit und Macht damit in Einklang zu bringen sind, was ihr als wichtige Gebote ansehet und ihnen eifrig nachkommt. Ihr macht euch von Meinem Wesen einen ganz falschen Begriff, ihr dichtet euch Dinge zusammen, die wahrlich keine geistige oder sinnvolle Berechtigung haben, aber ihr glaubt, daß Ich dahinterstehe und von euch das Erfüllen solcher von Menschen erlassenen Gebote verlange...

Ich will nur Liebe von euch, und diese beweiset ihr Mir nur durch uneigennützige Nächstenliebe. Was ihr eurem Nächsten tut in wahrhaft brüderlicher Liebe, das sehe Ich mit wohlgefälligen Augen an, und das wird euch angerechnet werden dereinst in Meinem Reiche, in das ihr nur eingehen könnet, wenn ihr euch zur Liebe gestaltet habt, wie es eure Aufgabe ist im Erdenleben...

Und ihr erfüllt ganz und gar Mein Begehr, wenn ihr nur diese Liebe übet, denn dann nehmet ihr wieder euer Urwesen an, das Liebe war, und ihr erfüllet euren Erdenlebenszweck: Ihr schließet euch durch die Liebe wieder mit Mir zusammen, von Dem ihr einstens in höchster Vollkommenheit euren Ausgang genommen habt...

Amen


B.D. NR. 7410 - 17.9.1959

Wille und Gnade...

Es kann euch von Mir aus nur das verabreicht werden, was ihr begehret...

Denn ob Ich auch unentwegt euch Meine Gnadengaben zuleite... sie werden erst wirksam, wenn ihr sie begehret. Darum bestimmet ihr selbst das Maß von Gnade, das ihr empfanget, wenngleich Ich Meinen Gnadenzustrom nicht begrenze. Und so steht ihr alle inmitten einer Fülle von Gnaden, denn Meine Liebe zu euch ist übergroß und möchte unentwegt euch auch diese Liebe zuströmen lassen. Sie findet aber ihre Grenzen in eurer Annahmewilligkeit, in eurem Verlangen, von Mir durchstrahlt zu werden. Würdet ihr euch aber Meine übergroße Liebe zunutze machen, ihr würdet wahrlich keinen Mangel haben an Gnaden ungewöhnlicher Art, und es würde euch euer Aufstieg ganz leicht und unbeschwerlich sein, weil Meine Gnadengaben alles euch schenken...

Licht und Kraft... ein Wissen, das ihr auch auswerten könntet nach eurem Willen, weil es euch niemals an Kraft dazu gebrechen würde. Denn „Gnaden“ sind Hilfsmittel, und wenn Ich Selbst euch helfe, zur Höhe zu gelangen, so könnet ihr auch fest darauf bauen, daß ihr das Ziel erreichet. Aber niemals ohne Meine Hilfe, niemals ohne Ausnützen der Gnaden oder Verwerten derselben. Darum muß euer Wille zuvor tätig werden, er muß bereit sein, die Gnaden anzunehmen und entsprechend Meinem Willen sie zu nützen. Dann aber gibt es kein Versagen auf dieser Erde, dann wird das Leben auf dieser Erde niemals ein Leerlauf sein, dann wird die Seele geistig ausreifen, die also mit Meiner Hilfe wieder ihren Urzustand annehmen wird...

Es wird das Wesen sich rückwandeln in seinen göttlichen Zustand und somit das Ziel und der Zweck des Erdenlebens erreicht sein...

Um aber ungemessen Gnaden empfangen zu können, muß der Mensch auch glauben an Den Einen, Der Gnaden austeilen kann, und sich mit diesem Einen in Verbindung setzen...

Er muß sich Meiner Gegenwart würdig machen nur allein durch seinen Willen, weil ihm zuvor die Kraft mangelt, die ihm erst Meine Gnadenzufuhr vermittelt. Ist aber sein Wille bereit, Meine Gnaden anzunehmen, dann wird er so reichlich bedacht werden, daß er wahrlich große geistige Fortschritte erzielen wird, so er nur die Gnaden auswertet. Und somit ist der Wille das Erste, wenngleich Meine Gnadenzufuhr zu jeder Zeit angefordert werden kann, keine Begrenzung kennt und niemanden ausläßt. Es wird niemand von der Gnade gezwungen, obzwar mitunter diese so auffällig auf einen Menschen einwirken kann, daß sie deutlich als unverdiente Gnadengabe erkannt werden könnte...

Dennoch wird sie immer so den Menschen berühren, daß er sie ebensoleicht zurückweisen, also unbeachtet lassen kann, wenn sein Wille nicht bereit ist, sie zu verwerten als das, was sie ist. Es kann darum niemand sagen, ohne Gnaden geblieben zu sein, wie auch niemals behauptet werden kann, daß eine Gnadengabe zwingend einen Menschen beeinflußt habe...

Denn der gleiche gnadenhafte Vorgang kann auf den einen Menschen Eindruck machen und den anderen völlig unberührt lassen. Immer ist der Wille das Entscheidende, immer muß der Wille des Menschen sich erst dazu einstellen, daß die Gnade im Menschen (in ihm) wirksam werde. Und es genügt nur, daß sich der Wille des Menschen Mir zuwendet, daß er die Bindung sucht mit Mir und er dann wahrlich reichlich angeregt werden wird, weil dann die Gnadenzufuhr nicht nachläßt und nun auch nicht ohne Erfolg ist für die Seele des Menschen, der immer wieder in der Gnade stehen muß, um nicht nachzulassen in seinem Streben, um einmal sicher auch das Ziel zu erreichen, zwecks dessen der Mensch auf Erden lebt...

Amen


B.D. NR. 7411 - 18.9.1959

Barmherzige Nächstenliebe...

In barmherziger Liebe erglühen sollet ihr der Not des Mitmenschen gegenüber, wenn ihr um Hilfe angegangen werdet und ihr ihnen diese Hilfe leisten könnet. Ihr sollet ihre Not empfinden gleich eurer eigenen, um nun zu helfen nach Kräften, und ihr werdet Gegenliebe im Nächsten erwecken, und es wird die Flamme der Liebe sich ausbreiten und immer weitere Kreise ziehen, es wird der liebende Mensch auch seine Hilfswilligkeit verstärken, und die Gegenliebe im Mitmenschen wird ebenfalls stets neue Nahrung finden...

Die Flamme der Liebe wird sich vergrößern und Mir zudrängen, Der Ich die Ewige Liebe Selbst bin...

Die Liebe zu Mir kann nur durch uneigennützige Nächstenliebe unter Beweis gestellt werden, denn Mich zu lieben als das vollkommenste Wesen in der Unendlichkeit ist nicht schwer... aber den Mitmenschen zu lieben mit allen seinen Schwächen und Mängeln ist erst ein Beweis dafür, daß der Mensch ein mitfühlendes, liebewilliges Herz hat und daß er die in ihm schlummernde Liebe gern zum Ausdruck bringen möchte diesem schwachen, hilflosen Nächsten gegenüber, der in seiner Not zu ihm kommt. Diese Liebe also ist Erbarmung und wahrhaft im Herzen des Menschen geboren... und sie beweiset die Liebe zu Mir, denn ein mangelhaftes Wesen zu lieben bestätigt erst die Liebe zu dem vollkommenen Wesen, Das Schöpfer ist alles dessen, was den Menschen umgibt, also auch des Nächsten, der darum wahre Bruderliebe zu beanspruchen hat nach dem Willen Gottes...

Die Nächstenliebe wird auch niemals vorgetäuscht werden können, denn dem Nächsten erweiset der Mensch entweder Liebe, oder er lässet ihn in seiner Not. Aber er wird niemals dessen Not lindern, wenn er nicht dazu gezwungen ist durch andere materielle Vorteile, die dann aber nicht mehr in das Gebiet der Nächstenliebe fallen, wie sie von Mir von euch Menschen gefordert wird...

Um irdischen Vorteils willen Hilfe zu leisten ist in Meinen Augen gleich einer Unterlassung, denn nur die Uneigennützigkeit ist echte Nächstenliebe, wie Ich sie durch Mein Gebot fordere. Was aus Berechnung getan wird, das fällt nicht unter die Erfüllung dieses Gebotes, sondern ist ein totes Werk, das nicht Meine Beachtung findet. Mich aber könnet ihr Menschen nicht täuschen, denn Ich sehe in eure Herzen...

Und darum fordere Ich barmherzige Liebeglut... ein Gefühl barmherziger Liebe, die eurem in Not befindlichen Nächsten gilt...

Diese allein werde Ich ansehen und werten als einen Beweis eurer Liebe zu Mir, eurem Gott und Vater, Der euch mit Seiner nie-aufhörenden Liebe verfolgt und euch zu Sich ziehen will in erbarmender Liebe...

Und es ist euch ein Maß angegeben worden, welche Liebe ihr dem Nächsten schenken sollet...

Ihr sollt ihn lieben wie euch selbst...

Das gleiche, das ihr beanspruchet für euch, sollet ihr auch ihm zukommen lassen, d.h.,ihr sollt ihm nach Kräften helfen und immer daran denken, daß es auch euch wohltun würde, wenn ihr von eurem Mitmenschen die gleiche Hilfe erfahret...

Ihr sollet niemals denken, keine Verpflichtung eurem Nächsten gegenüber zu haben, denn diese Verpflichtung habe Ich euch auferlegt durch Mein Gebot, durch den Zusatz „wie euch selbst...“ Ich billige euch Menschen ein Maß von Eigenliebe, zu und entsprechend sollt ihr den Nächsten lieben „wie euch selbst...“ Und dieser Beisatz verpflichtet euch, immer des Nächsten zu gedenken, wie ihr ja auch eurer selbst vorwiegend gedenket und euch dies auch nicht verwehrt ist. Aber sowie ihr euch auch des Nächsten annehmet, ist auch eure Eigenliebe berechtigt, und sie wird auch bald nicht mehr das rechte Maß überschreiten...

Denn ihr werdet zunehmen an barmherziger Nächstenliebe und so auch immer tiefere Liebe zu Mir beweisen... ihr werdet Meine Gebote erfüllen und wahrlich dadurch selig werden...

Amen


B.D. NR. 7412 - 19.9.1959

Durchstrahlung von Licht...

Ihr werdet das Licht empfinden als Wohltat, wenn es euch im Erdenleben erhellen kann, denn euer Zustand bei der Verkörperung als Mensch ist Dunkelheit...

Ihr befindet euch in vollster Unkenntnis der Dinge, die das geistige Reich betreffen, ein Zustand der Erkenntnislosigkeit ist euer Los, und also bewegt ihr euch so lange in der Finsternis des Geistes, bis euch ein Lichtstrahl von oben trifft und euer Denken erleuchtet. Und dieser Lichtstrahl ist wohltuend, was mehr die Seele empfindet als der Körper. Denn er treibt die Seele an, immer mehr des Lichtes zu achten und zu begehren, und dann wird es immer heller werden in ihr, und die geistige Finsternis wird weichen. Ein Zustand der Unkenntnis ist wenig beglückend, weil dann nur weltliches Denken den Menschen erfüllt, das aber nur vergängliche Güter zum Ziel hat...

Wechselt dieser Zustand aber in einen Zustand der Erkenntnis, dann ist das Denken des Menschen einem anderen Gebiete zugewandt, und dieses Denken wird ihn stets mehr erfüllen, je heller es in ihm wird...

Licht ausstrahlen aber kann nur vom Lichtquell, Der da ist Gott Selbst, das Ewige Licht. Und was von Gott kommt, muß auch wohltuend sein, ist es doch eine Phase des Urzustandes, den der Mensch wiedererreichen soll. Das Licht ist dem Wesen verlorengegangen, als es sich abwandte von Gott...

Es wurde verdunkelten Geistes und erkannte nichts mehr von dem, was es lichtvollst durchschauen konnte vor seinem Abfall von Gott...

Es gab das Licht dahin und wurde zu einem finsteren und dadurch auch unglückseligen Wesen. Die Erdenzeit nun soll ihm das Licht wieder zurückbringen, wenn der Mensch selbst das Seinige dazu tut... d.h. sich öffnet dem Liebelichtstrahl, der ihn immer wieder im Erdenleben berühren wird, aber ein geöffnetes Herz bedingt, um in der Seele des Menschen wirksam werden zu können. Dann aber wird es ihn durchleuchten, denn der Liebelichtstrahl ist von gewaltiger Kraft...

Er verjagt alle Finsternis, er dringt bis in den äußersten Winkel und lässet Licht werden, das alles erleuchtet... er schenkt dem Menschen Erkenntnis, er wird wissend und dringt in alle geistigen Gebiete ein, die ihm zuvor verschlossen waren. Und diese Erkenntnis beglückt ihn, denn er erkennt nun den Sinn und Zweck des Erdenlebens, den Sinn und Zweck der Schöpfung, er weiß um seinen Urzustand, er weiß, was er gewesen war, was er ist und was er wieder werden soll und daß ihm dazu das kurze Erdenleben gegeben wurde...

Und darum soll der Mensch auf Erden zuerst anstreben, daß Licht in ihm werde. Er soll das Verlangen haben in sich, über den Zweck des Lebens Aufschluß zu erhalten, er soll die Wahrheit begehren...

Denn dann begehrt er das Licht. Und sowie er Licht begehrt, wird es ihm auch leuchten, und er wird bald hellen Geistes sein, sein Denken wird recht gelenkt werden, und es wird ihn sein Denken beglücken und befriedigen, weil er es fühlt, daß ihn die Wahrheit erfüllt und daß von ihm eine Hülle abgefallen ist, die bisher belastend ihn umschlossen hielt, unter der er sich nicht wohl fühlte und die zu verlieren ihm eine Gnade dünkt, ein Geschenk Gottes, das er nicht verdient hat. Im Licht der Wahrheit zu stehen ist auch ein unverdientes Gnadengeschenk Gottes, aber der Mensch selbst kann es sich erwerben, wenn er es nur aufrichtig begehrt, wenn ihm der Zustand der Erkenntnislosigkeit nicht genügt und er ihn gern eintauschen möchte in einen Zustand des Wissens um die Wahrheit. Dann wird ihm auch sicher ein Licht ins Herz gegossen werden, und dieses Licht wird sich ausbreiten und alles hell erleuchten. Denn Gott will keine Finsternis, Er will das Licht verbreiten, auf daß Seine Geschöpfe selig werden, denn nur, wer im Licht wandelt, der nimmt seinen Pilgerweg auf Erden ernst, er strebt dem Ewigen Licht zu, und er wird auch sicher sein Ziel erreichen, weil das Ewige Licht ihm den Weg erleuchtet, den er wandeln muß... weil ihn nun der Geist aus Gott führt, Der Selbst das Licht ist von Ewigkeit...

Amen


B.D. NR. 7413 - 20.u.21.9.1959

Stadium des Ich-Bewußtseins...

Ihr Menschen seid euch eures Ichs bewußt...

Und das ist das Zeichen, daß ihr Wesen seid mit Intelligenz, d.h., daß ihr denkfähig seid und somit Wesen, die von Gott ausgegangen sind, die erschaffen wurden als Seine Ebenbilder und die darum auch sich ihrer selbst bewußt waren. Zwischen dieser Zeit und der Zeit, da ihr nun auf Erden wandelt, liegt aber eine endlos lange Zeit, wo ihr eures Ich-Bewußtseins beraubt waret, eine Zeit, wo ihr wohl auch als etwas Wesenhaftes die Schöpfungswerke belebtet, aber dieses Wesenhafte sich nicht seiner selbst bewußt war, weil es immer nur als Teilchen eines einst selbstbewußten Wesens durch diese Schöpfungswerke hindurchging. Erst nachdem sich alle Teilchen wieder gesammelt hatten, verkörperte sich das Wesen als Mensch und trat dann auch wieder in das Stadium des Ichbewußtseins ein, in dem es nun auch eine Aufgabe zu erfüllen hat. Als Mensch trägt daher das Wesen nun auch eine gewisse Verantwortung für seine Entwicklung, weil es verstandesmäßig in der Lage ist, das Für und Wider des Lebenswandels zu erkennen, also daß es beurteilen kann, wie sich sein Lebenswandel auf das eigentliche Ich des Menschen... die Seele... auswirkt. Solange sich das Wesen in den Vorstadien seiner selbst nicht bewußt war, hatte es auch keine Verantwortung zu tragen, und es stand unter dem Mußgesetz... es führte aus, was ihm durch Gottes Willen zugewiesen worden war. Es handelte im Instinkt, d.h. gelenkt von geistigen Intelligenzen, die das Geistige in den Schöpfungswerken so beeinflußten, daß es die Tätigkeit ausführte, die seine Bestimmung war. Anders verhält es sich nun im Stadium als Mensch, wo es selbst über sich bestimmen kann, wo es denkt und handelt, wo es als ichbewußtes Wesen volle Freiheit hat im Denken, Wollen und Handeln...

Und es soll nun bewußt denken und wollen und handeln nach dem Willen Gottes, es wird nicht mehr vom Willen Gottes bestimmt, sondern sein eigener Wille soll bestimmen und immer unter dem Eindruck des Ichbewußtseins, denn der Mensch empfindet sich selbst als bestimmend, er ist sich seiner selbst bewußt...

Er steht nicht mehr unter fremdem Einfluß, sondern er selbst richtet seinen Willen nach seinem Belieben, und er weiß auch, daß er sich dafür verantworten muß, wie er ihn richtet. Und das unterscheidet den Menschen vom Tier, das auch schon in seiner Entwicklung weit fortgeschritten ist, aber bis zur letzten Verkörperung als Mensch immer ein Wesen bleibt, das unter dem Mußgesetz steht und nicht frei über sich selbst bestimmen kann, mag es noch so intelligent scheinen. Es hat noch nicht das Ichbewußtsein zurückerlangt und ist sonach noch nicht auf der letzten Verkörperungsstufe angelangt. Aber es wird auch die letzte Stufe erreichen, denn alles Geistige nimmt einmal seinen Erdenlebensgang auf sich, wo es sich als Mensch verkörpert und sich auch des Ichs bewußt ist. Daß aber der Mensch ein ichbewußtes Wesen ist, müßte ihn auch darauf schließen lassen, daß sein Schöpfer und Gestalter, sein Gott von Ewigkeit, kein wesenloser Geist sein kann, sondern daß er gleichfalls als höchst vollkommenes Wesen denkfähig ist und einen freien Willen hat, ansonsten nicht aus Ihm solche Geschöpfe hätten hervorgehen können, die diese Zeichen der Göttlichkeit aufweisen. (21.9.1959) Denn vom Menschen... dem Erschaffenen... kann auch auf Gott, den Schöpfer, geschlossen werden. Es muß das höchste Wesen ichbewußt sein, gleichwie der Mensch ichbewußt ist, nur in höchster Vollkommenheit, weil der Mensch unwiderlegbar ein noch unvollkommenes Wesen ist. Aber das Ichbewußtsein hat er trotz aller Unvollkommenheit, und dieses erst macht den Menschen zu einem göttlichen Wesen, das Ihm gleich geschaffen war und wieder zur gleichen Vollkommenheit werden soll, in der es einstens ausgegangen ist von Gott. Das „Ichbewußtsein“ ist das größte Wunder am Schöpfungswerk „Mensch“...

Das sollten sich die Menschen einmal bedenken, daß sie ein totes Leben führen würden, besäßen sie nicht dieses Ichbewußtsein, das einem jeden Menschen erst den persönlichen Stempel gibt: sich selbst zu erkennen als ein Wesen, das denkfähig ist, und nun über sich selbst bestimmen zu können im freien Willen, weil der Mensch über sich selbst auch nachdenken kann und er sich selbst in den Rahmen der Schöpfung einfügen kann im Bewußtsein des Ichs... im Bewußtsein, selbst bestimmen zu können, was sein „Ich“ will...

Das Ichbewußtsein ist ein offensichtliches Zeichen der Göttlichkeit, denn es ist ein Zeichen der Zugehörigkeit zu einem gleichartigen Wesen, Das ihn ins Leben rief... wenn auch das Wesen als Mensch nur ein Zerrbild dessen ist, was Gott einst schuf... aber er hat das Ichbewußtsein erhalten und kann daher auch wieder sich selbst zum Urwesen gestalten, das er war im Anbeginn. Es kann im Stadium als Mensch... im Stadium des Ichbewußtseins... alles, was es will, selbst wenn ihm die Ausführungsmöglichkeit zuweilen beschnitten wird durch den Willen Gottes, aber es ist fähig, zu planen und zu denken, immer von sich selbst ausgehend, immer im Mittelpunkt alles Gesche-hens sich fühlend, weil es weiß, daß es da ist und dieses Bewußtsein auch nicht mehr verliert. Darum aber wird es auch einmal zur Verantwortung gezogen, wie es sich selbst eingestellt hat im Erdenleben zu dieser großen Gnade, zu wissen, daß es ein ichbewußtes Wesen ist, das von einem Schöpfer gestaltet wurde, um sich selbst erkennen zu können und von sich aus auch das rechte Verhältnis zu seinem Schöpfer herzustellen...

Die Denkfähigkeit gehört zum Ichbewußtsein und kann erst die rechten Früchte zeitigen, immer aber muß der freie Wille tätig sein, der ebenso zu einem göttlichen Geschöpf gehört...

Und dieser freie Wille muß alle göttlichen Gaben recht verwerten, dann wird das Wesen auch während des Erdenlebens als Mensch den Weg nehmen, der unwiderruflich zur Rückwandlung führt, und es wird ins Vaterhaus zurückkehren in aller Vollkommenheit, so wie es einst von dort seinen Ausgang genommen hat...

Amen


B.D. NR. 7414 - 23.9.1959

Hingabe des Kindes an den Vater...

Wenn ihr euch wie Kinder an Mich haltet, so kann euch nimmermehr Unheil geschehen, denn Meine Vaterliebe wachet über denen, die Meine Kinder sein wollen. Nur euer vertrauendes Gedenken fordere Ich, eine Hingabe, wie sie nur ein Kind aufbringen kann, das Liebe zum Vater hat und sich auch von Ihm geliebt weiß. Dieses Kind kennt keine Entfernung mehr von Mir, es kommt Mir ganz nahe mit seiner Liebe, es schmiegt sich fest an Mich an und ist sonach auch in Meinen Armen sicher geborgen...

Es fühlt diese Geborgenheit und kennt nun weder Angst noch Sorgen, denn es weiß, daß Ich für das Kind sorge, daß es sich Mir vollvertrauend hingeben kann, daß Ich alle seine Bedürfnisse stille und es schütze gegen alle Angriffe, die der Feind immer wieder gegen die Meinen unternimmt. Aber er kann sie nicht erreichen, wenn sie zu Mir flüchten in ihrer Not. Und wenn ein Mensch nun dieses Vertrauen zu Mir aufbringen kann, dann kann er wahrlich seinen Erdenweg leicht und sicher gehen, er wird keine allzu großen Sorgen haben, er wird Mich stets an seiner Seite wissen und seine Gedanken auch stets zu Mir hinwenden, was immer der beste Schutz ist gegen feindliche Angriffe, denn der Wille, der Mir gilt, gibt Mir das Recht, ihn zu schützen vor dem Feind. Aber es gehört dazu ein kindliches Vertrauen, eine Hingabe gleich der eines Kindes, das keine Hemmungen kennt und Mir mit ganzer Seele ergeben ist. Und immer wieder kann Ich nur sagen, daß ein liebeerfüllter Mensch diese Hingabe an Mich jederzeit vollziehen wird, denn die Liebe drängt ihn zu Mir, an Mein Herz, und die Liebe reißt alle Schranken ein, die noch zwischen dem Menschen und Mir aufgerichtet sind, denn wo Liebe ist, komme Ich Selbst dem Menschen entgegen und ziehe ihn zu Mir in Erwiderung der Liebe... weil Liebe zu Liebe drängt. Werdet wie die Kinder...

Der Ausspruch war nicht umsonst den Menschen gegeben, denn ein rechtes Kindesverhältnis bezeuget immer Liebe, und der Liebe eines Menschen bin Ich zu jeder Zeit zugänglich, die Liebe eines Menschen wird jederzeit Macht haben über Mich, d.h., ein liebendes Kind zwingt Mich zur Erwiderung seiner Liebe, und erwiderte Liebe ist gleich der Erfüllung jeden Wunsches und jeder Bitte...

Darum wird ein Mensch, der liebeerfüllt ist, niemals eine Fehlbitte tun, denn sein Gebet ist schon erfüllt, bevor er es ausgesprochen hat, weil Ich Mich der Liebe niemals versagen kann und Mich verschenke im Übermaß. Und darum ist auch eine in Liebe getane Fürbitte von außerordentlicher Wirkung...

Wo die Liebe sich für einen Mitmenschen einsetzt, dort wird wahrlich Erfüllung werden, denn die rechte Liebe gewährleistet auch rechtes Gebet, die rechte Liebe weiß, was sie sich erbitten kann, und wird daher niemals eine Fehlbitte tun. Liebe treibt das Kind zum Vater, und voller Liebe wird das Kind aufgenommen, denn Ich ersehne Mir nur die Liebe Meiner Kinder, die Mich Selbst beseligt und Mich auch unbegrenzt verschenken läßt, was für Meine Kinder von Segen ist...

Und der rechte Zusammenschluß mit Mir kann nur in dieser hingebenden Liebe gefunden werden, wo das Kind im freien Willen zum Vater drängt und der Vater es an Sein Herz zieht, um es ewig selig zu machen...

Amen


B.D. NR. 7415 - 24.9.1959

Irdisches Wissen im Jenseits wertlos...

Weisheit...

Was nützet euch Menschen euer irdisches Wissen, wenn eure Seele unausgereift in das jenseitige Reich eingeht?...

Sie wird nichts damit anfangen können, denn ihre Gedanken werden sich verwirren, und sie wird es auch nicht verwerten können, denn niemand wird das Wissen wollen, was sie an Gedankengut besitzt, weil es für solches Wissen keine Verwendungsmöglichkeit gibt im geistigen Reich. Zudem wird die Seele auch dieses Wissen noch verlieren, je länger sie im jenseitigen Reich ohne Reife der Seele verweilt. Alles ist vergänglich, auch das irdische Wissen, und bleiben wird der Seele nur, was sie an geistigem Gut mit hinübernimmt, was ihr ein Liebeleben eingetragen hat und was daher auch unvergänglich ist und der Seele ganzer Reichtum ausmacht. Und mit diesem Reichtum wird sie arbeiten können, d.h., sie wird das geistige Wissen, das sie besitzt, austeilen können an Unwissende. Und auch die Seelen werden von ihr geistiges Wissen annehmen müssen, die auf Erden ein reiches irdisches Wissen besessen haben, aber damit im Jenseits nichts anfangen können, weil niemand es benötigt...

Und darum werden Seelen in gänzlicher Armut drüben umherirren, die auf Erden an Wissen vielen Menschen überlegen waren, und andere werden weit über ihnen stehen, aber diese werden auch in Liebe alle Unwissenden bedenken, weil dies die Aufgabe derer ist, die im Licht der Erkenntnis stehen und nun ihr Licht in die Dunkelheit leuchten lassen können. Jenes Licht aber ist nur zu gewinnen durch ein Leben in uneigennütziger Nächstenliebe, und darum ist der Lebenswandel des Menschen entscheidend, nicht seine Verstandesschärfe und sein Gedächtnis. Und das Wissen eines Menschen kann auch dann nur der Wahrheit entsprechen, wenn es die Liebe zum Urheber hat, wenn es in einem Liebeherzen geboren wurde und daher auch eine große Leuchtkraft hat. Liebe und Weisheit sind untrennbar, und die eine geht aus der anderen hervor...

Weisheit aber kann nur das Wissen genannt werden, das geistige Gebiete betrifft, denn alles, was der Welt angehört... also auch das irdische Wissen... ist vergänglich und kann auch nicht das Wort „Weisheit“ für sich in Anspruch nehmen. Und so wird also auch immer erst die Liebe die Weisheit gebären, es wird niemals ohne Liebe ein wahrheitsgemäßes Wissen gewonnen werden, das als unvergänglich in das geistige Reich hinübergenommen werden kann, während irdisches Wissen keinen langen Bestand hat und mit dem Tode vergeht, es sei denn, eine ausgereifte Seele besitzt dieses Wissen, die dann auch gläubige Menschen auf der Erde gedanklich beeinflussen kann auch in irdischen Fragen,... weshalb auch der Mensch bitten kann um rechtes Denken auch in irdischen Angelegenheiten. Denn diese ausgereiften Seelen stehen dann auch in der Wahrheit in Dingen, die das Erdenleben betreffen und zum Wohl der Menschen von Nutzen sind. Ausreifen kann aber eine Seele nur durch die Liebe, und darum kann auch nur ein liebewilliger Mensch im Besitz von Wahrheit sein, ganz gleich, ob auf geistigem oder irdischem Gebiet. Der Lebenswandel des Menschen ist entscheidend, wie sein Denken ist, und so auch geht er erweckt oder unerweckt ins geistige Reich ein, wo er nun im Besitz geistiger Güter oder völlig besitzlos sein Leben führen wird. Doch austeilen kann nur die Seele, die etwas besitzt, und Austeilen allein bedeutet im jenseitigen Reich Seligkeit, weil dann auch die Seele im Licht der Erkenntnis steht und sie andere Seelen beglücken kann ihrer Erkenntnis gemäß...

Amen


B.D. NR. 7416 - 26.9.1959

Die Liebe ist das Wichtigste...

Und das sage Ich euch immer wieder, daß es viel zu eurer geistigen Befreiung beiträgt, wenn ihr unentwegt nur die Liebe übet, wenn ihr euch bemühet, Meinen göttlichen Geboten gemäß zu leben, die immer nur Liebe zu Mir und zum Nächsten fordern...

Ich muß immer wieder von der Liebe sprechen, weil sie das Wichtigste und doch auch das am meisten von euch Vernachlässigte ist, denn ihr seid alle noch sehr gleichgültig, und ob Ich noch so dringend euch lehre und mahne. Ihr denket immer noch zu sehr an euch selbst und könnet euch nicht von eurer Ichliebe befreien, und solange seid ihr auch in der Erfüllung des Gebotes der Nächstenliebe nachlässig, und ihr kommt daher auch nur wenige Schritte vorwärts, wo ihr aber noch weite Strecken zurückzulegen habt, um eure Seelenreife zu erlangen. Ihr höret es euch wohl an, wenn Meine göttliche Liebelehre euch verkündet wird, aber ihr nehmet sie nicht so ernst, wie sie genommen werden sollte, und darum muß Ich immer wieder euch diese zwei wichtigen Gebote vor Augen halten...

Ich muß euch ständig hinweisen auf die Auswirkung der Erfüllung Meiner Gebote, auf daß ihr die große Bedeutung erfaßet, die diesen Meinen beiden Geboten zugrunde liegt. Es bringt die Erfüllung dieser Gebote allein die Wesenswandlung zustande, zwecks derer ihr auf Erden weilet, oder auch: Die Liebe ist es, die euch fehlt und ihr darum in einem unglückseligen Zustand euch befindet...

Die Liebe soll wieder in euch aufflammen und zur hellen Glut auflodern, dann ist euer Wesen wieder dem Urwesen entsprechend und euer Zustand ein seliger...

Und ihr seid gleichgültig den Geboten der Liebe gegenüber; ihr tut nicht viel, um euren einstigen Seligkeitszustand zu erreichen...

Aber ohne Liebe wandelt sich euer Wesen nicht...

Und ihr werdet daher immer wieder von Mir angesprochen, und die göttliche Liebelehre wird euch immer wieder unterbreitet, bis ihr euch einer strengen Selbstkritik unterzieht, wieweit noch die Ichliebe euch beherrscht. Könnet ihr selbst zurückstehen und opfern für euren Nächsten, der in Not ist, so ist eure Ichliebe kleiner, und dann wird euer Wesen bald nur noch Liebe sein, und euer Erdenziel habt ihr erreicht...

Ich verlange nicht viel von euch und doch wieder alles, denn Ich verlange, daß ihr selbst euch aufgebt um des Nächsten willen... was aber nicht bedeuten soll, daß Ich von euch verlange, unter das gerechte Maß der Eigenliebe herabzugehen...

Aber überschreiten sollet ihr nicht dieses Maß, ihr sollet dem Nächsten angedeihen lassen, was ihr selbst für euch verlangt, und ihr werdet sehen, wie euch das Geben beseligen wird, wie ihr bald eigene Beglückung dabei empfindet und nicht mehr das Gefühl haben werdet, ein Opfer zu bringen, weil ihr selbst Freude auslöset in euch und stets gebewilliger werdet, je mehr eure Seele ausreifet. Dann wird sie auch spüren, daß sie hier auf Erden nur hindurchgeht, um in ihre wahre Heimat zu gelangen, und sie wird nur leben und sich vergeistigen, denn die Liebe durchglüht sie dann so, daß sie um alles weiß, daß sie in der hellsten Erkenntnis steht und sich gänzlich von der irdischen Welt trennt, wenngleich sie noch ihre Pflicht erfüllt ihrem körperlichen Dasein gemäß. Aber sie kennt den Weg und geht ihn unbeirrt, sie hat die Wesenswandlung vollzogen, die Zweck und Ziel ihres Erdendaseins ist...

Amen


B.D. NR. 7417 - 27.9.1959

Ungezweifeltes Vertrauen zu Gott...

Alles wird euch erfüllt werden, wenn ihr nur recht betet...

Aber was unter „recht beten“ zu verstehen ist, das wisset ihr noch nicht, ansonsten ihr völlig sorgenlos durch euer Erdenleben gehen würdet, weil ihr in allem auf Mich vertrautet. Doch dieses feste Vertrauen fehlt euch, und somit könnet ihr auch nicht recht beten, ihr zweifelt und fraget immer noch, wo ihr nur ungezweifelt zu warten brauchtet auf Hilfe. Immer werden noch kleine Zweifel in euch auftauchen, ob Ich euch auch eure Bitten erfüllen werde, und dann schon ist euer Gebet nicht so, wie es sein soll, um erhört werden zu können. Ihr solltet stets wissen, daß Meine Liebe zu euch unendlich ist und daß die Liebe sich niemals versagt...

Wenn ihr in dieser Erkenntnis betet, dann wisset ihr auch, daß Ich euch nichts unerfüllt lassen kann, worum ihr betet, denn Meine Liebe will alles Ungemach von euch wenden, Meine Liebe will beglücken, und Meine Macht ist so groß, daß Mir nichts unmöglich ist, auch wenn es euch Menschen unmöglich scheint. Ihr könnt euch aber von Meiner endlosen Liebe keine Vorstellung machen, und das ist es, was euch zweifeln lässet, was euer Vertrauen auf die Erfüllung eurer Bitten schwächt und Mich dadurch auch in Meinem Wirken beschränkt...

Ihr leget immer nur den Maßstab an, der auf euch Menschen selbst anzuwenden ist, ihr beschränket auch Meine Liebe, weil ihr nicht wisset, was es heißt, unbegrenzt lieben zu können und uneingeschränkt Liebe zu verschenken. Aber Ich kenne keine Begrenzung, weder Meiner Liebe noch Meiner Macht, und darum ist Mir nichts unmöglich, wie Ich aber auch keine Grenzen setze Meinem Liebewillen an euch, die ihr innig zu Mir betet im vollen Vertrauen auf Meine Hilfe, auf Erfüllung eurer Bitten. Und es ist nur das Vertrauen, das in euch noch wachsen muß... die feste Gewißheit, daß Ich euren Bittruf höre und euch zu Hilfe komme, mag es sein, was es will...

Euer Vertrauen kann alles überwältigen, weil ihr dann immer wirken werdet mit Mir Selbst und nun auch beginnen könnt, was ihr wollt... es wird von Mir gesegnet sein...

Ihr werdet sichtlich Meine Hand spüren nach innigem vertrauensvollen Gebet zu Mir... ihr werdet gelenkt werden, daß es zu eurem Besten ist, und es werden alle Sorgen von euch abfallen, so daß ihr heiter und unbeschwert durch das Erdenleben gehen könnet, immer an Meiner Hand, die ihr selbst nimmer loslasset, weil ihr ständig euch Mir verbindet im Gebet. Findet nur diese innige Bindung mit eurem Vater, und ihr werdet dann auch recht beten können, ihr werdet reden in der einfachsten Weise mit Mir, und Ich werde euch hören und keinen Augenblick verziehen, Meinem Kind zu Hilfe zu kommen...

Aber ihr müßt Mir vertrauen...

Das fordere Ich von euch, weil jeder Zweifel Mich hindert in Meinem Liebewirken an euch... weil dies Gesetz ist von Ewigkeit, daß die Liebe keinen Widerstand finden darf, daß aber Mangel an Vertrauen ein Widerstand ist, wo Meine Liebe nicht in ganzer Kraft wirksam werden kann...

Um jedes einzelnen Menschen Ergehen sorge Ich Mich, und jeder einzelne Mensch kann mit Mir reden, wie ein Kind mit seinem Vater spricht...

Wer das nun tut, der ist wahrlich gut versorgt in Zeit und Ewigkeit, ihm wird geholfen stets und ständig, denn sowie Mir das Kind vertraut, kann Ich nun auch wirken an ihm nach seinem Willen. Und dann erst kann er recht beten im Geist und in der Wahrheit, dann erst kann er gewiß sein, daß er Erhörung seiner Bitten finden wird, denn Ich ver-sage Mich keinem Menschen, der vollvertrauend zu Mir ruft um Hilfe...

Amen


B.D. NR. 7418 - 29.9.1959

Dämmerungszustand im Jenseits...

In dichten Nebeln befinden sich die Seelen, die hinübergehen in das jenseitige Reich, ohne ihren Erlöser gefunden zu haben, wenn sie nicht in das Reich der Finsternis eingehen, daß sie einen ganz Gott-widrigen Lebenswandel geführt haben auf Erden. Aber es gibt Menschen, die sich keines direkten Unrechts schuldig gemacht haben, deren Vergehen zumeist in der Unterlassung guter Werke besteht, die nicht schlecht und nicht gut genannt werden können und die daher nicht so verfinsterten Geistes sind, daß sie im Jenseits die tiefste Finsternis erwartet. Und dennoch sind sie auch nicht für das Licht-reich zuständig, denn ihre Seelen sind noch nicht lichtempfänglich, ihre Seelen sind noch von dichter Dämmerung umhüllt, ihre Erkenntnis ist ganz minimal, je nach den Liebetaten, auf die eine Seele zurückblicken kann. Und in diesem Reiche der Dämmerung sind die meisten Seelen, die von der Erde abgerufen werden...

Menschen, die gerecht schienen in der Welt und doch wenig rechten Glauben haben, weil ihnen die Liebe mangelte auf Erden. Und für diese Seelen kommt nun eine Zeit völliger Abödung... eine Zeit, wo sie einsam umherirren und nur allein mit ihren Gedanken sind. Sie können nichts um sich erkennen, sie sind blind im Geist und vermögen auch nichts außer sich wahrzunehmen, aber sie haben das Bewußtsein des Ichs nicht verloren, sie haben auch Gedanken an ihr zurückliegendes Erdenleben, jedoch nur ganz unklar und zeitweise...

Ihr Dauerzustand ist ständiges Umherirren und Suchen, denn was sie suchen, können sie nicht finden... einen Ort der Ruhe und der Geborgenheit, weil sie sich diesen nicht im Erdenleben erworben haben. Sie waren gewissermaßen Parasiten auf Erden, die lebten, ohne den rechten Daseinszweck zu erfüllen, die immer genommen haben und nichts dafür gaben... ganz gleich, ob das irdisch oder geistig zu verstehen ist...

Sie erwarben sich keine geistigen Güter, nützten aber das Erdenleben nach ihrem Verlangen aus. Sie sind durch das Erdenleben hindurchgegangen, ohne ernstlich über Sinn und Zweck (dessen) nachzudenken und entsprechend das Erdenleben zu führen...

Und geradeso werden sie im jenseitigen Reich bedacht; sie finden nichts vor, weil sie sich nichts erwarben, was Bestand hat im geistigen Reich. Nun erst stellt es sich heraus, ob liebend eines solchen Menschen gedacht wird...

Denn jedes liebe Gedenken ist wie ein fester Grund, auf dem sich nun die Seele bewegen kann mit einer gewissen Sicherheit...

Jeder liebende Gedanke schafft der Seele einen Lichtblick, wo sie ihre Umgebung erkennt, wenn auch nur für kurze Zeit, aber es regt sie zum Nachdenken an, und nur durch Nachdenken kann sich der Zustand bei ihr wandeln, indem sie die Wohltat eines lieben Gedenkens empfindet, indem sie zu bereuen beginnt, weil sie erkennt, was sie auf Erden versäumt hat...

Und je nach ihrer Beschaffenheit, ihrer Bereitschaft und ihres Widerstandes kann sich der Zustand einer solchen Seele ebenso auch bald wandeln, wenn sie nur nicht ganz verstockten Sinnes ist und dann ihre Blindheit überaus lange währen kann, ehe die Dämmerung einer kleinen Lichtwelle weicht...

Und da nur liebende Gedanken ihr diese Besserung schaffen, muß einer solchen Seele viel Kraft der Fürbitte geschenkt werden, sie darf nicht ihrem Schicksal überlassen bleiben, was ihren lichtlosen Zustand nur endlos verlängern würde, denn nur Liebe kann sie wandeln, Liebe, die von Mitmenschen einer solchen Seele nachgesandt wird, die der Seele selbst mangelte im Erdenleben, aber stellvertretend für eine solche Seele angenommen wird von Gott...

Es ist aber euch Menschen auf Erden möglich, durch eure Liebe viel Hilfe zu leisten, und ihr sollt stets gedanklich mit den Seelen der Verstorbenen Verbindung halten, ihr sollt ihnen immer wieder das Evangelium der Liebe vortragen und ihnen vorstellen, daß sie auch im Jenseits noch diese zwei Gebote erfüllen müssen, Gott zu lieben über alles und den Nächsten wie sich selbst...

Denn nur dadurch können sie auch in Verbindung treten mit Jesus Christus, ohne Den ein Eingehen in das Lichtreich für jede Seele unmöglich ist. Seelen, die in der Dämmerung umherirren, haben noch keine Verbindung mit Jesus Christus, sie haben noch nicht die Erlösung gefunden, zwecks derer sie auf Erden weilten, sie müssen aber unbedingt diese noch im Jenseits erreichen, wenn sie nicht hinabsinken wollen in die Tiefe...

Seelen, die in der Dämmerung wandeln, sind noch nicht in die Tiefe gestoßen worden, sie haben noch leicht die Möglichkeit, den Weg ins Lichtreich zu finden, denn nach langer Abödung werden sie immer wieder von Lichtwesen... die sich aber nicht als solche erkenntlich zeigen... auf den rechten Weg gewiesen, der zu Jesus Christus führt. Und auf daß sie diesen Lichtwesen folgen, auf daß sie ihren Widerstand aufgeben, ist viel Fürbitte nötig, die ihr den Seelen nicht versagen sollet. Sie werden es euch danken ewiglich, wenn ihr mit eurer Liebe den Absturz zur Tiefe verhindert, wenn ihr ihnen helfet, daß sie aus dem Dämmerlicht herausfinden in das Reich des Lichtes, denn mit liebender Fürbitte bewahret ihr sie vor einem Rückgang, ihre Seelen werden weicher und nachgiebiger, und auch sie werden Erlösung finden durch Jesus Christus, Der allen vergibt, die nur Seiner gedenken und nach Ihm rufen...

Amen


B.D. NR. 7419 - 30.9.1959

Weiter Raum im Jenseits...

Gegenstandslos sind die endlos weiten Räume, in denen die Seele umherirrt, die unreif in das jenseitige Reich eingeht...

Ihr müsset das verstehen, daß sie selbst nichts Geistiges schauen kann, Irdisches nicht mehr vorhanden ist und ihr eigenes Wunschbild auf Grund ihrer mangelhaften Seelenreife völlig verwischt und verwirrt ist, sie also sich auch keine Umgebung selbst bilden kann aus ihren Gedanken heraus, denn sie hat kein klares Gedankenbild, genau wie ihr Seelenzustand leer ist... besonders wenn sie trotz des hohen Alters nicht die Welt überwinden lernte vor ihrem Abscheiden von der Erde. Aber völlig glaubenslos zu sein hat zur Folge, daß nichts mehr die Seele bewegt und daher eben ihr Zustand im Jenseits einem völlig leeren Raum entspricht, indem sie nun unaufhörlich wandert, immer in der Hoffnung, jemanden zu treffen, den die Seele suchet...

Es ist dies ein qualvoller Zustand, der dazu führen soll, daß in der Seele ein bestimmtes Verlangen geweckt wird... das Verlangen nach einer gleichgesinnten Seele, mit der sie sich austauschen könnte über diesen Zustand. Und wenn dieses Verlangen anwächst und überstark wird, dann tritt ihr zumeist ein Wesen in den Weg, das scheinbar völlig ihrem Zustand angepaßt ist, aber eine Lichtseele ist, die in Verhüllung sich der Seele naht, um auf diese einzuwirken, daß sich ihr Denken ändert. Denn sowie eine Seele abgeödet ist durch das lange Umherirren, ist sie dankbar für jede Anregung, die ihr von seiten der Lichtwesen aus geboten wird durch vielerlei Vorschläge, auf welche die Seele eingehen muß, um ihren Zustand langsam zu wandeln. Aber mitunter ist auch das schwer, die Seele zu gewinnen für einen Vorschlag, wenn diese so verhärtet ist, daß sie keinerlei Wandel anstrebt, daß sie verstockt verharrt in ihrem Denken und dennoch ein höheres Wesen verantwortlich macht für ihren qualvollen Zustand. Denn kein ungläubiger Mensch ist ohne einen Funken Gotterkenntnis, und immer wird er dieses Gottwesen anklagen und Ihm seinen unglückseligen Zustand zur Last legen... weshalb es auch endlose Zeiten dauern kann, bis eine solche Seele weich und gefügig ist und die Anregung eines Lichtwesens, das in gleicher Verkleidung zu ihr tritt, befolgt. Dann aber wandelt sich auch der Zustand auffällig, und die Dämmerung wird immer lichter und klarer, wenn auch noch nicht von einem Lichtkreis gesprochen werden kann, in den die Seele eintritt, aber sie beginnt hier und da Gegenstände zu erblicken, die Leere des Raumes wird unterbrochen, und die Seele nimmt verschiedene Eindrücke auf und verlangt nach einer Betätigung, die ihr von seiten des Lichtwesens nun auch zugewiesen wird. Jeder Seele, die in solchen weiten leeren Räumen umherirrt, gesellen sich in bestimmten Zeiträumen Lichtwesen zu, die ihr helfen wollen, aber nicht jedem Lichtwesen wird Gehör geschenkt. Und darum kann es ewige Zeiten dauern, bis eine solche Seele Erlösung findet, bis sie so weit gefügig geworden ist, daß sie das ihr verkündete Evangelium der Liebe annimmt und danach tätig wird...

Doch ohne Liebe kann ihr niemals Erlösung werden...

Und darum ist die Fürbitte eines Menschen von so großer Bedeutung, denn diese bringt es zuwege, daß der Abwehrwille einer Seele gebrochen wird, daß sie bereitwillig alle Hinweise und Belehrungen der Lichtwesen entgegennimmt und sie in verhältnismäßig kurzer Zeit aus dem leeren Raum in schöne bewohnte Gegenden kommt, wo sie unaufhaltsam nun weiterarbeitet an ihrem geistigen Fortschritt. Denn der Lichtwesen größtes Bemühen ist, die Seelen hinzuführen zu Jesus Christus, ohne Den keine Seele Erlösung findet aus ihrem unseligen Zustand. Und wo die Fürbitte eines Menschen dieses Bemühen der Lichtwesen unterstützt, dort kann die Seele leichter zu Jesus Christus finden, denn sie spürt die Liebe des Menschen, die in dem Wesen Gegenliebe erweckt...

Und Liebe schließt sich wieder mit Liebe zusammen, eine liebende Seele erkennt Jesus Christus als Gott und Erlöser der Welt, und sie wird sich Ihm hingeben ohne jeglichen Widerstand...

Und dann ist die Seele gerettet für Zeit und Ewigkeit...

Amen


B.D. NR. 7420 - 2.10.1959

Lebensschicksal ist immer gut für Ausreifen der Seele...

In allem Geschehen sollet ihr die weise Lenkung eures Vaters im Himmel ersehen und immer wissen, daß nichts willkürlich geschieht...

Alles ist so gefügt in eurem Leben, daß es der Seele zum Besten dienet, vorausgesetzt, daß euer Wille mit dem göttlichen Willen übereinstimmt...

Dann muß eure Seele ausreifen, dann muß sie das Ziel erreichen, das ihr für das Erdenleben gesteckt ist: Vergeistigung und Zusammenschluß mit Gott, wie es gewesen ist im Anbeginn. Es liegt der Heilsplan für jede Seele fest, es wird jeder Mensch so geführt, daß er immer nur das Rechte tun kann, aber nicht unbedingt das Rechte tun muß, weil er einen freien Willen hat, der sich im Erdenleben bewähren soll. Aber dennoch ist das Schicksal des Menschen kein Anlaß, daß er geistig versagt, sondern allein sein Wille trägt die Schuld. Denn alles, was dem Menschen schicksalsmäßig bestimmt ist, ist geeignet, die Seele zu höchster Seelenreife zu führen bei recht genütztem Willen. Und es treten alle Geschehen so an den Menschen heran, daß die Seele sich vollauf bewähren kann, daß sie den größtmöglichsten Erfolg daraus ziehen kann. Denn je schwerer oft das Erdenleben an einen Menschen herantritt, desto mehr Möglichkeiten bieten sich ihm, der Seele zur Reife zu verhelfen, während leichtere Erdenleben ihn oft lau und träge machen können und die Seele für sich keine Vorteile daraus zieht... wenn sie nicht besonders eifrig ist, dann aber immer reifen wird in kurzer Zeit. In der letzten Zeit nun ist für viele Menschen die Lebensdauer beschränkt nach weisem Ratschluß Gottes, aber immer zum Nutzen der Seele, die entweder zu versagen droht oder zu träge ist in ihrer Seelenarbeit. Dann ist aber oft das Lebensschicksal ungewöhnlich schwer und bietet also der Seele doppelte Gelegenheiten zum Reifen. Und niemals wird eine Seele glauben dürfen, daß es ihr besonders schwer gemacht werde, seelisch auszureifen...

Das körperliche Leben kann wohl für den einen schwerer sein als für den anderen, aber geistig auszureifen wird jede Seele vermögen, wenn sie nur den Willen hat dazu. Vielmehr sollte ein jeder Mensch dankbar sein, wenn er vom Leben hart angefaßt wird, denn seine Seele kann erstarken und bald Herr der Welt, Herr des irdischen Verlangens werden, was ihr weit schwerer fällt, wenn der Mensch sich irdisch alles erfüllen kann, was er will... wenn er vom Schicksal reich bedacht wird und wenig zu kämpfen hat um sein irdisches Dasein. Einmal werdet ihr den Segen eines schweren Lebensschicksals erfahren, wenn ihr erkennen werdet, daß ihr zu Überwindern der irdischen Materie geworden seid, daß euch das irdische Leben nicht mehr zur Fessel ist, wenn ihr andere Schätze begehren gelernt habt als nur irdische Güter. Dann wird euch auch ein schweres Lebensschicksal nicht mehr drücken, ihr werdet leichter damit fertig werden, und ihr habt gleichsam das Ziel schon erreicht... das Beherrschen der Materie, die der Seele Fessel ist, solange der Mensch sie begehrt. Und weit eher lernt der Mensch die Materie überwinden, den das Erdenleben schwerer belastet, aber es ist zum Heil seiner Seele, und der Mensch sollte dafür dankbar sein, aber nicht murren über sein schweres Lebensschicksal, das Gottes Liebe und Weisheit für ihn wählte, um seiner Seele zur Freiheit zu verhelfen...

Amen


B.D. NR. 7421 - 3.10.1959

Offenbarung 16, 18...

Stern...

Ein gewaltiges Beben wird die Erde erschüttern... geistig sowohl als auch irdisch wird die Erde vor einer Erschütterung stehen, wie die Menschen eine solche noch nicht erlebt haben seit Beginn dieser Epoche...

Aber es ist dies vorausgesagt, denn es ist die Einleitung zum Ende, das nicht lange danach folgen wird. Es ist keine lange Frist mehr, und immer dringender werdet ihr darauf hingewiesen, weil ihr jeden Tag noch ausnützen sollet, eurer Seele zur Reife zu verhelfen, denn es eilet die Zeit, und ihr geht mit Riesenschritten dem letzten Ende entgegen. Und dann folgt eine lange Nacht für alle, die den Tag nicht genützt haben, um zu arbeiten für das Seelenheil. Denn nur wenige werden dieses letzte Ende überleben und die neue Erde bewohnen dürfen, nur wenige werden standhalten im letzten Kampf auf dieser Erde. Immer wieder werden euch Menschen die Zeichen des Endes unterbreitet, und das letzte gewaltige Zeichen ist das große Beben...

Wie es zustande kommt, das ist euch schon gesagt worden: daß ein Stern sich aus seiner Bahn löset und mit Riesengeschwindigkeit auf die Erde zustrebt...

Und daß ihr noch nichts davon wisset, liegt an der großen Entfernung, die dieser Stern noch zurückzulegen hat, ehe er in den Sehbereich derer kommt, die ihn wahrnehmen werden. Dann aber wird auch die Aufregung groß sein, denn jeder erkennt die Gefahr, in der sich das Gestirn „Erde“ nun befindet, aber keiner kann etwas dazu tun, um die Gefahr zu bannen...

Und diese letzte kurze Zeit, da ihr darum wisset, sollet ihr besonders gut nützen, denn keiner von euch weiß, ob er das Geschehen überleben wird, keiner von euch weiß, welches Teil der Erde besonders betroffen wird, und keiner soll damit rechnen, daß es an ihm vorübergehe, denn es ist der letzte große Mahnruf Gottes, den Er noch ertönen lässet vor dem Ende, um für ebendieses Ende Glauben zu finden und noch eine Umkehr der wenigen, die dem Gegner noch nicht gänzlich verfallen sind. Denket nicht leichtfertig über alle diese Voraussagen, lasset euch nicht beirren durch das scheinbare Aufbauwerk, das ihr weltlich beobachten könnet, sondern wisset, daß schon die Schatten der Vernichtung auftauchen, daß keine lange Zeit mehr vergeht, bis ihr Kenntnis erhalten werdet von jenem Unheil, das sich euch naht in Form eines Sternes, der aus seiner Bahn geschleudert wird, weil es Gottes Wille ist, daß die Erde von einer Erschütterung heimgesucht werde, die noch Menschen retten soll und kann, deren Wille gut ist. An Anzeichen für das nahe Ende wird es wahrlich nicht fehlen, aber dieses Anzeichen ist von gewaltiger Auswirkung, und viele Menschen werden ihr Leben dabei verlieren...

Und keiner wird sich taub stellen können, denn es ist zu gewaltig, als daß es nicht alle Menschen berühren würde. Nur ist der Erfolg verschieden, denn die Menschen werden teils ihren schwachen Glauben aufleben lassen und sich Gott wieder zu eigen geben, teils aber auch den schwachen Glauben noch verlieren und sich gänzlich dem Gegner zuwenden, was in vermehrtem Jagen nach materiellem Besitz, zumeist in unrechtmäßiger Weise, zum Ausdruck kommen wird. Und es wird viel Not unter den Menschen sein...

Und dann beweiset sich die rechte Glaubenskraft, die Hilfe bedeutet für jeden Menschen, der sich Gott gläubig anvertraut. Denn Er wird helfen allen denen, die Sein sein wollen, die auch in ihrer größten Not Dessen gedenken, Der allein ihnen helfen kann. Und es wird die Zeit beginnen, da noch rechte Weinbergsarbeit geleistet werden muß, um allen denen zu Hilfe zu kommen, die noch schwach sind im Geist und die Stärkung ihres Glaubens erfahren sollen. Denn dann folget die Zeit des letzten Glaubenskampfes, die noch eine letzte Entscheidung fordert von den Gläubigen, doch wer ausharret bis zum Ende, der wird selig werden...

Amen


B.D. NR. 7422 - 4.10.1959

Gerechte Ausgleichung im Jenseits...

Ihr bewegt euch in einer gewissen Freiheit, ihr könnet denken und handeln und reden nach eurem Willen, ihr könnet euren Erdenlebenswandel führen, wie es euch gefällt... wenn auch mitunter euer Handeln gehindert wird, wenn das Ausführen des Willens eine Einschränkung erfährt durch Meinen Willen. Aber ihr seid doch freie Wesen, die sich ihr Leben nach Wunsch gestalten können... im Gegensatz zu allem Wesenhaften, das noch in den Schöpfungswerken gebunden ist und sich bewegen muß nach Meinem Gesetz von Ewigkeit, nach Meinem Willen...

Und diese Willensfreiheit ist es, die euch verantwortlich macht im Erdenleben, denn diese kann sich richten Meinem Willen gemäß, aber auch Mir widersetzlich, es kann euer Wille auch das anstreben, was gänzlich Meiner ewigen Ordnung widerspricht und darum ihr für euren Willen oder Tun auch verantwortlich seid Mir gegenüber. Denn es ist das kurze Erdenleben ein Gnadengeschenk an euch Menschen...

Ihr bekundetet einstens euren gegensätzlichen Willen und also eure Abkehr von Mir, und es wird euch nun noch einmal die Gelegenheit geboten, Mir euren Mir zugewandten Willen zu beweisen. Ihr seid nicht endgültig verdammt worden ob eures Abfalles von Mir, sondern es ist euch die Gelegenheit gegeben worden wieder zurückzukehren zu Mir und mit Mir den Zusammenschluß zu suchen. Und dafür ist euch das Erdenleben gegeben, das ihr darum nach Kräften ausnützen sollet eben zu dem Zwecke der endgültigen Rückkehr zu Mir. Und darum ist das Erdenleben ein Gnadengeschenk von unermeßlichem Wert, das ihr nicht leichtfertig führen sollet, ohne des eigentlichen Zweckes zu gedenken. Denn die Verantwortung wird dereinst von euch gefordert, und je nach eurem Verhalten im Erdenleben wird euer Los sein in der Ewigkeit. Ein unausgenütztes Erdenleben werdet ihr dereinst bitter bereuen, denn einmal kommt auch für euch die Stunde der Erkenntnis, was das Erdenleben bedeutete und wie ihr es ausgewertet habt, und es kann diese Stunde euch bitterste Reue eintragen. Aber mit dem Tode ist das Leben der Seele nicht beendet, nur kann die Seele oft nicht von einem Zustand des „Lebens“ sprechen, sondern sie befindet sich in Ohnmacht und Lichtlosigkeit, doch sie verliert nicht das Bewußtsein ihrer Existenz. Und dann wird sie ihre Kraft- und Lichtlosigkeit bitter empfinden, sie wird oft der Verzweiflung nahe sein und doch niemals mehr vergehen, so daß sie einmal doch daran denken muß, ihren Zustand zu wandeln, und den Wesen dann Gehör schenkt, die ihr dabei helfen wollen. Aber es ist überaus schwer im Jenseits, das zu erreichen, was sie im Erdenleben hätte leicht erreichen können...

Sie muß genau wie auf Erden die Gebote der Liebe erfüllen...

Und sie wird auch dazu Gelegenheit haben, weil es viel Not gibt im geistigen Reich; Seelen, die ebenso beschaffen sind wie sie selbst, wird sie treffen, und nun wird sich auch bei ihr die Liebe entzünden müssen zu diesen unglückseligen Wesen, will sie selbst in ihrem Zustand eine kleine Besserung erwarten...

Aber gerade solche Seelen denken immer nur an sich selbst, und darum ist ihr Aufstieg im jenseitigen Reich überaus schwer und fraglich, denn ohne Liebe gibt es keinen Aufstieg, keine Besserung und keinen geistigen Fortschritt...

Doch es kann nur im Rahmen der Gerechtigkeit eine jede Seele bedacht werden; sie muß den gleichen Weg gehen, den sie auf Erden hätte gehen müssen... den Weg der Liebe und des Leides... bis sie so weit geläutert ist, daß sie von Lichtstrahlen getroffen werden kann und diese nun Kraftwirkung haben. Sie kann auch im Jenseits nicht zwangsmäßig auf den rechten Weg geführt werden, aber sie wird immer genug Gelegenheiten haben, wo sich ihr Wille bewähren kann, und wieder muß sie... wie auf Erden... den Willen in der rechten Richtung tätig werden lassen. Dann wird auch sie ausreifen und zu einem Lichtgrad gelangen, der ihrem elenden Zustand ein Ende bereitet und ihr nun stets mehr verhilft zur Höhe...zu verstärktem Lichtempfang und zu größerer Beseligung. Es kann eine Seele auch im Jenseits aufwärtssteigen, aber immer muß es ihr freier Wille selbst anstreben... immer muß sie, wie auf Erden, Liebe üben und durch die Liebe endlich zu Jesus Christus finden, Der erstes und letztes Ziel auch im jenseitigen Reich ist, denn ohne Jesus Christus und Seine Erlösung kann niemand selig werden...

Amen


B.D. NR. 7423 - 5.10.1959

Gott allein ist Herr der Schöpfung...

Stern...

Ewig schon kreisen die Gestirne in ihrer Bahn, die vom göttlichen Schöpfer ihnen vorgeschrieben wurde und die im Schöpfungsplan auch eingehalten wird nach Seinem Willen. Und es ist ein unmögliches Beginnen, die vorgeschriebene Bahn eines Gestirnes ändern zu wollen, einen Stern aus seiner Bahn zu drängen und anders leiten zu wollen, als es vom göttlichen Schöpfer bestimmt worden ist. Und ebenso ist es unmöglich, den Lauf eines Gestirnes aufzuhalten, ihn zeitmäßig in seinem Lauf zu beschränken, also es in irgendeiner Weise zu verhindern, seinen Weg zu gehen...

Das sei allen denen gesagt, die da glauben, durch eigene Erfindungen eine andere Ordnung im Schöpfungswerk Gottes herstellen zu können... die da glauben, menschliche Erzeugnisse einfügen zu können in das göttliche Schöpfungswerk, die annehmen, daß solche Versuche ohne ernsthafte schädigende Folgen in das Weltall gesendet werden können... Über den Kosmos bin immer noch Ich der Herr...

Und Ich werde jedes Eindringen-Wollen in Mein Werk auch entsprechend beantworten. Es wird ein weiterer Versuch gemacht werden, und ihm werden weitere folgen, solange die Menschen nicht gehindert werden...

Und Ich lasse auch solches zu, aber Ich antworte, wenn es an der Zeit ist. Denn es kann nicht mehr viel angerichtet werden durch der Menschen Vorgehen in das All... weil die Zeit abgelaufen ist, mit der die Menschheit überhaupt noch rechnen darf. Und alle Erfahrungen, die sie noch sammeln wollen, werden ihnen nichts mehr nützen, denn Ich Selbst gebiete Einhalt...

Aber Ich werde in gleicher Weise antworten, denn diese Antwort wird gleichfalls aus dem All kommen, in das sie einzudringen suchen, und alle ihre Erfindungen werden nutzlos sein, das Gestirn abzuwehren und umlenken zu wollen, das sie selbst in größte Gefahr bringt. Und so bleibt es Mir überlassen, wie lange Ich der Menschen Tun dulde, aber Ich dulde es nur beschränkt, Ich kann Mich nicht einverstanden erklären mit derlei Versuchen, die keinen geistigen Zweck haben und die Menschen nur noch mehr in ihrem Glauben bestärken, Herr des Alls zu sein oder zu werden. Doch es ist bald das Ende da, und in dieser Endzeit werden die Menschen noch vieles versuchen, was nur ihre Gottlosigkeit, ihre geistige Überheblichkeit und ihre geistige Armut beweiset. Es werden noch mancherlei Versuche angestellt werden, die erheblich beitragen zur Auflösung der Erde, zum letzten Zerstörungswerk und also zum Beenden einer Erlösungsepoche, die einer neuen weichen muß, sollen Meine Geschöpfe nicht gänzlich verlorengehen. Aber ihr Menschen, die ihr Mir angehöret durch euren Willen, lasset euch nicht beeindrucken von allem, was auch geschehen mag...

Bleibet immer dessen eingedenk, daß sich der Schöpfer Himmels und der Erde nicht verdrängen lässet und daß Er Seine Macht deutlich zeigen wird, ohne von Menschen daran gehindert werden zu können...

Ich sehe zu und warte ab... bis der Tag gekommen ist, der vorbestimmt ist seit Ewigkeit...

Denn es ist die Zeit begrenzt, die Mein Gegner in einer Weise nützt, daß die Menschen... als ihm hörig... alles tun, was er verlangt... was ihnen aber doch nicht gelingen wird...

Amen


B.D. NR. 7424 - 8.10.1959

Wissen um Jesus Christus und Sein Erlösungswerk...

Keiner von euch Menschen geht durch das Erdenleben, ohne einmal auf Jesus Christus hingewiesen worden zu sein, denn keinem ist das Liebegebot unbekannt, ganz gleich, welcher Religion der Mensch angehört. Und sowie ihm nur die Liebe gelehrt wird, wird ihm der Weg gezeigt zu Jesus Christus, dem göttlichen Erlöser. Denn die Liebe zu leben wird unwiderruflich auch das Licht der Erkenntnis bedeuten, in der Liebe zu leben wird dem Menschen Weisheit eintragen, und die Gedanken dessen werden immer recht gelenkt sein, der ein Leben in Liebe führt. Und es wird ihm dann das Wissen um Jesus Christus und Sein Erlösungswerk zugeführt, es wird ihm nicht fremd sein, er wird es ohne inneren Widerstand annehmen, weil er durch sein Liebeleben recht denken gelernt hat und auch für alles Verständnis aufbringen kann. Und darum hängt es allein von der Einstellung des Menschen zu den göttlichen Liebegeboten ab, wieweit er der Hinweise zu Jesus Christus achtet, wieweit er sich von Ihm angesprochen fühlt. Aber er ist auf Ihn hingewiesen worden und wird sich einstens dafür verantworten müssen, wieweit er dieser Hinweise geachtet hat. Und auch die direkten Hinweise werden erst dann Resonanz finden, wenn der Mensch in der Liebe lebt, weil ohne die Liebe er blind im Geist und also ohne jegliches Verständnis ist für das Erlösungswerk sowohl als auch für den göttlichen Erlöser. Aber die Liebe kann gelehrt werden ohne Wissen um Jesus Christus, und es kann der Mensch dann letzteres gewinnen, wenn er die göttliche Liebelehre annimmt und danach lebt...

Und so ist es bei allen Menschen, daß zuerst die Liebegebote erfüllt werden müssen, ehe sie bereit sind, zu glauben an Den, Der die Liebe Selbst ist, Der Sich aus Liebe zur Menschheit ans Kreuz schlagen ließ und Sich darum in dem Menschen Jesus verkörpert hat, auf daß dieses Erbarmungswerk den Menschen sichtbar vor sich gehen konnte. Und Der Sich also ans Kreuz schlagen ließ aus Liebe zur Menschheit, Der hat auch wahrlich die Möglichkeit, alle Menschen von Seinem Erbarmungswerk in Kenntnis zu setzen, und Er wird dies auch tun, sowie sich ein liebeerfüllter Mensch als Aufnahmegefäß Seines Geistes Ihm zur Verfügung stellt, der nun auch vollste Aufklärung erhalten wird über Jesus Christus und Sein Liebewerk. Darum ist nur ein rechtes Liebeleben nötig, um auch ein rechtes Licht anzuzünden und Helligkeit verbreiten zu können unter allen, die gleichfalls liebewillig sind und im Licht der Erkenntnis stehen möchten. Aber diesen Willen müssen die Menschen vorerst haben, ansonsten sie in der Dunkelheit des Geistes verbleiben so lange, bis sie selbst ein Licht begehren...

Doch jedem Menschen wird einmal das Licht leuchten, und es liegt nur an ihm selbst, ob er es in sein Herz einstrahlen lässet oder sich unwillig abwendet...

Aber die Gnade geht nicht an ihm vorüber, ein jeder Mensch wird in seinem Erdenleben einen Hinweis erfahren zu Jesus Christus, und ein jeder wird sich verantworten müssen dereinst, wie er sich dazu einstellte... wie er reagiert hat auf die Liebebotschaft, die ihn aufforderte, einen Lebenswandel in Liebe zu führen...

Und entsprechend wird auch seine geistige Erkenntnis sein, entsprechend wird Licht oder Finsternis ihm beschieden sein im Erdenleben und auch dereinst in der Ewigkeit...

Amen


B.D. NR. 7425 - 9.10.1959

Über das letzte Gericht und die neue Erde...

Ihr könnet euch keine rechte Vorstellung machen, in welcher Weise das letzte Gericht vor sich gehen wird; aber es genüge euch, zu wissen, daß es nur ein kurzer Akt ist, dessen Zerstörungskraft alles zum Opfer fällt, und daß ihr dann keine Zeit mehr haben werdet, euer Sinnen und Trachten zu wandeln, denn alles wird sich überstürzen und euch keine Zeit lassen zum Nachdenken...

Ihr werdet gerichtet in kürzester Frist, d.h. zum Leben oder zum Tode kommen in ganz kurzer Zeit...

Ihr werdet entrückt werden, die ihr Mir treu bleibet bis zum Ende, oder verschlungen werden von der Erde, was erneute Bannung in der festen Materie für eure Seele bedeutet. Und nur die Menschen, in denen noch ein kleines Fünkchen Gottglaube ist, werden die Kraft haben, zu Mir zu rufen in letzter Sekunde, und noch gerettet werden, indem ihnen das Los der Neubannung erspart bleibt, wenngleich sie nicht zu der Schar der Entrückten gehören werden, aber doch ein leichteres Los ihr Anteil sein wird, daß ihnen eine Neuverkörperung als Mensch zugebilligt wird, in der sie sich dann bewähren sollen und auch können, weil die Zeit auf der neuen Erde frei ist von Versuchungen durch den Gegner, der auf lange Zeit gebunden ist, wie es geschrieben steht...

Und das ist ein ungewöhnlicher Gnadenakt, der aber nur wenig in Anspruch genommen werden wird, denn die Menschheit ist am Ende völlig Meinem Gegner untertan, und selten nur wird sich noch ein Mensch lösen aus seiner Fessel angesichts des letzten Gerichtes... das furchtbar sein wird. Denn alle Menschen sehen sich einem entsetzlichen Leibestode gegenüber, doch bevor sie viel denken können, ist es schon geschehen...

Und die Meinen werden Zeugen sein dieses Vorganges, weil Ich es will, daß sie Meine Macht und Herrlichkeit, Meine Gerechtigkeit und Meinen Zorn den Sündern gegenüber kennenlernen und davon zeugen, solange sie leben. Denn sie werden den Stamm bilden des Geschlechtes auf der neuen Erde...

Der Vorgang der Entrückung ist ebensowenig vorstellbar, weil er völlig außergesetzlich vor sich geht und solches noch nie auf der Erde erlebt worden ist, daß die Menschen emporgehoben werden lebenden Leibes und entführt... daß Ich sie unversehrt versetze in ein paradiesisch schönes Gelände, von wo aus sie dann der neuen Erde zugeführt werden, sowie diese gestaltet ist nach Meinem Willen. Und Ich werde keine Zeit dazu benötigen, denn alles Geistige harret nur der Einzeugung in die Schöpfungswerke, die seinem Reifegrad entsprechen, um seinen Entwicklungsweg fortzusetzen...

Menschliche Augen sehen nicht den Schöpfungsakt dieser neuen Erde, weshalb auch nicht der Menschen wegen eine bestimmte Zeitdauer eingehalten zu werden braucht...

Und den Menschen, die entrückt sind, fehlt jegliches Zeitbewußtsein, so daß sie es nicht zu beurteilen vermögen, in welchem Zeitraum die neue Erde entstanden ist...

Doch Meine Macht ist unbegrenzt, und sie wird sich zu erkennen geben bei der Schaffung der neuen Erde, denn diese wird Neuschöpfungen aufweisen, von denen ihr Menschen euch keine Vorstellung machen könnt, die euch aber übermäßig beglücken werden, die ihr diese Erde erleben dürfet...

Es ist ein wahres Paradies auf Erden...

Denn die Meinen hielten Mir stand im Glaubenskampf und sollen ihren Lohn erhalten für ihre Treue...

Und ihr Menschen alle könntet dieses Glück erfahren, wenn ihr nur noch die kurze Zeit bis zum Ende gut ausnützen wolltet. Aber ihr glaubet nichts und tut nichts, um eure Seelenreife zu erhöhen, und darum wird ein jeder den Lohn haben, den er verdient... glückseliges Leben im Paradies auf der neuen Erde oder Neubannung in den Schöpfungen darin, um nach endlos langer Zeit wieder als Mensch über die Erde gehen zu dürfen zwecks letzter Erprobung...

Amen


B.D. NR. 7426 - 11.10.1959

Das Licht stieg zur Erde herab...

Als Ich über die Erde ging, im Menschen Jesus verkörpert, war es finster auf dieser, und die Menschen waren geistig blind, denn sie erkannten nicht mehr ihren Gott und Schöpfer, die Liebe mangelte ihnen, die ihnen Licht und Verständnis gegeben hätte...

Sie wandelten in dichter Finsternis dahin...

Aber es gab Menschen darunter, die ihr lichtloser Zustand quälte, die noch an einen Gott glaubten und Ihn anriefen um Rettung aus der Finsternis... die also riefen zu Mir um Hilfe...

Und denen sandte Ich den Retter zu aus der Höhe, Ich sandte ihnen Den, Der Selbst das Licht war von Ewigkeit und Der ihnen also das Licht brachte: Ich stieg Selbst zur Erde nieder in dem Menschen Jesus, weil der Lichtbringer nur ein Mensch sein konnte, Der steten Umgang pflegte mit Seinen Mitmenschen. In Ihm war Ich Selbst, denn das Liebelicht von Ewigkeit war im Menschen Jesus, Der Selbst ein Wesen voller Liebe war und nur deshalb Mir zum Aufenthalt dienen konnte... weil Ich in Meinem Reich bleiben mußte, auch wenn Ich zu den sündigen Menschen kam. Doch Jesus hatte Mir die Stätte vorbereitet, wo Ich weilen konnte...

Denn Sein ganzes Wesen war Liebe, und Ich kam zu Ihm und war doch in Meinem Hause, denn die Liebe nahm die Ewige Liebe auf. Ich verkörperte Mich in dem Menschen Jesus...

Ihr Menschen werdet lange nicht diese Wahrheit begreifen können, daß Ich... der größte Geist der Unendlichkeit...

Mich manifestierte in einem Menschen, Der euch gleichgeartet war, nur in aller Reinheit, bar jeder Sünde, Mir eine rechte Wohnstätte sein konnte, in der also Mein Geist Aufenthalt nahm. Ich bedurfte zwar keiner Hülle, weil Mein Geist überall war und sein konnte; doch um des Erlösungswerkes willen mußte Ich Mir einen „Menschen“ zur Hülle nehmen, Der also nun das Erlösungswerk vollbrachte für Seine Mitmenschen. Die Hülle war „Mensch“, was diese Hülle barg, war „Gott“...

Ich war Selbst im Menschen Jesus, Der voller Liebe war und also gänzlich in Mein Urwesen eingegangen war, Der gänzlich von Meinem Gottgeist erfüllt war, Dessen Außenform wirklich nur die Hülle war, in der Sich der Ewige Gottgeist barg. Und dieser Geist war das Licht von Ewigkeit...

Und so kam das Licht Selbst zur Erde, um die Finsternis zu verjagen, die über die Menschen auf der Erde gebreitet lag...

Den wenigen, die um einen Retter schrien in ihrer geistigen Not, brachte Ich Hilfe, denn in Jesus Christus stieg Ich Selbst zur Erde, um Meinen Geschöpfen das Licht zu bringen und ihnen Meine Liebelehre zu verkünden, die allein ihnen Licht bringen konnte, wenn sie die Gebote der Liebe erfüllten. Denn die Liebe ist Licht, die Liebe verbreitet Helligkeit, sie erleuchtet jeden noch so dunklen Winkel...

Und es muß ein Leben in Liebe geführt werden, soll dem Menschen das Licht der Erkenntnis leuchten, soll die Finsternis von ihm weichen und der Mensch sich Gott nähern, Der Selbst das Licht ist von Ewigkeit. Und so erbarmet Mich immer die Menschheit, die in Dunkelheit des Geistes durch das Erdenleben geht, und immer wieder komme Ich ihr zu Hilfe, indem Ich ihr Licht zusende... indem Ich Selbst zu ihr herniedersteige im Wort. Mein Wort aus der Höhe verbreitet das Licht, das den Menschen mangelt, Mein Wort aus der Höhe schenkt ihnen die Erkenntnis, Mein Wort verwandelt die geistige Finsternis in helles Licht, und es werden sich die Menschen wohl fühlen, die dieses Licht auf sich einwirken lassen; sie werden wissend werden und auch verstehen, daß sie sich an das Licht von Ewigkeit Selbst wenden müssen, wenn sie die Gnade haben wollen, im Licht zu wandeln auf dieser Erde, denn Ich werde immer jeden Ruf aus der Tiefe erhören, der nach einem Retter aus der Dunkelheit verlangt...

Ich werde nicht verziehen, denen zu Hilfe zu kommen, die unter der Dunkelheit leiden und Licht begehren...

Ich werde im Wort jederzeit zu den Menschen kommen, wie Ich einst Selbst zur Erde niederstieg, denn Ich will Meinen Geschöpfen helfen, aus der Dunkelheit zum Licht emporzusteigen, Ich will sie herausführen aus der Nacht zum Licht...

Amen


B.D. NR. 7427 - 13.10.1959

Geistige Speisung am Tische des Herrn...

Ihr sollt viel geistiges Brot entgegennehmen, denn die Zeit der Dürre wird noch kommen, wo es euch unmöglich sein wird, für längere Zeit eine innige Bindung mit Mir herzustellen, wo ihr euch glücklich schätzen dürfet, wenn eure Gedanken kurze Zeit bei Mir verweilen können, und wo ihr es schwer werdet ermöglichen können, in inniger Sammlung Meiner Ansprache zu lauschen. Dann müssen diese kurzen Gedanken genügen, euch mit Kraft zu füllen, die Ich euch nicht versagen werde...

Aber solange es noch möglich ist, sollet ihr die Zeit gut nützen und euch speisen und tränken lassen, sooft es geht. Ich gebe euch nur diesen guten Rat, um euch zu stärken für die Zeit, die noch vor euch liegt, denn sie wird viel Kraft von euch fordern, die ihr immer nur mit Meinem Wort empfangen könnet. Wenn eure Seele genährt wird mit Brot und Wein, dann wird sie auch widerstandsfähig sein in allen Anfechtungen, die ihr drohen. Und Ich bin jederzeit bereit, ihr diese kräftige Nahrung zu verabreichen, Ich bin immer bereit, mit Meinen Kindern zu reden und ihnen zu raten, sie zu ermahnen und zu warnen, denn Ich will nur das Beste für die Meinen, und Ich werde sie immer so führen, daß sie an Meinem Tisch sich sättigen können zu jeder Zeit. Und das sollet ihr nützen...

Ihr sollt Mir oft euer Ohr leihen, ihr sollt Mir eure Herzen öffnen, ihr sollt die Herzenstür weit auftun, daß Ich eingehen kann in Mein Haus... und ihr sollt Mir dieses Haus zubereiten, was immer nur geschehen kann, wenn ihr einander in Liebe dienet, wenn ihr Mein Wort entgegennehmet und es auslebet, wenn ihr also Speise und Trank genießet und dann auch tauglich seid zur Arbeit an eurer Seele, wenn ihr lebet nach Meinem Willen, also nicht nur Hörer, sondern Täter Meines Wortes seid. Und wenn Ich euch nun einen Born erschlossen habe, aus dem das Wasser des Lebens hervorquillt, so sollet ihr auch des öfteren euch niederbeugen und trinken aus diesem Quell, und ihr alle werdet eine sichtliche Stärkung spüren, ihr werdet leichter euren Erdenpilgerlauf fort-setzen können, es wird euch nicht die Last des Lebens so drücken, wenn ihr selbst kräftig und gesund dahinschreitet und diese Kraft und Gesundheit aus der Nahrung entzogen habt, die Ich Selbst euch immer wieder darreiche...

Kommet alle an den Quell und lagert euch, und sammelt euch wieder neue Kraft, und teilet von dieser Speise auch anderen aus, die bedürftig sind und müde und matt an dem Born niedersinken, um sich zu laben...

Schöpfet ihnen das Lebenswasser, und reichet es ihnen dar, und ihr werdet dafür gesegnet sein. Und locket die Wanderer, daß sie den Quell aufsuchen, daß sie Rast machen und zuvor sich wieder stärken, ehe sie ihren Weg fortsetzen, der immer wieder neue Kraft erfordert, bis der Pilgerweg zu Ende ist...

Ihr brauchet alle nicht schwach zu sein, ihr könnt immer neue Kraft anfordern, ihr könnt euch immer von neuem an Meinem Tisch Nahrung holen, und ihr brauchet nicht zu fürchten, daß Ich euch karg bedenke oder einmal euch die Kost versage...

Immer bin Ich bereit, reichlich auszuteilen, und das sollet ihr euch zunutze machen und auch überreichlich fordern...

Ihr werdet es erhalten, und es wird immer nur zu eurem Besten sein. Esset und trinket vom Lebensbrot und Lebenswein...

Ich reiche euch selbst die Nahrung und den Becher für eure Seele, aber gehet nicht leichtfertig daran vorüber, auf eure eigene Kraft vertrauend, daß sie ausreiche für euren Pilgerweg...

Der Weg ist steil, der nach oben führt, und ohne Kraftzufuhr nicht zurückzulegen. Dessen bleibet immer eingedenk, und darum lagert euch, wo ihr einen Quell findet, den Meine Liebe Selbst euch erschlossen hat. Es wird die Zeit kommen, wo ihr gehindert werdet durch die Tücke Meines Gegners, und dann sollet ihr des Vorrates genug besitzen, dann soll euch göttliche Kraft durchströmen, so ihr nur einen leisen Gedanken zu Mir sendet, denn Ich verlasse die Meinen nicht, Ich werde sie speisen und tränken geistig und irdisch, auch wenn es euch unmöglich scheint...

Denn Meine Liebe zu euch und Meine Macht sind unbegrenzt...

Amen


B.D. NR. 7428 - 14.10.1959

Wissen durch Studium oder durch den Geist...

Oft glaubet ihr Menschen, viel zu wissen, und ihr seid doch geistig blind. Denn alles geistige Wissen ist erst lebendig, wenn euer Geist erweckt wird...

Zuvor aber bleibt es ein totes Wissen, ein angelerntes Gedankengut, das nicht besser oder wertvoller ist als irdisches Wissen. Und ob ihr noch so tief zu schürfen sucht, was ihr kraft eures Verstandes allein zu erringen trachtet, wird niemals geistiges Wissen genannt werden können, denn die Erweckung des Geistes erst gehört dazu, um auch jenes Wissen zu verstehen und sich zu eigen zu machen. Es geht nicht nur um den Inhalt des Gedankengutes, auf daß es zu geistigem Wissen gezählt werden kann... es geht allein darum, ob der Mensch „geweckten“ Geistes jenes Wissen durchdenkt und sich zu Gedankeneigentum macht, denn dann erst kann er von „geistigem Wissen“ sprechen, das ihn erfüllt, dann erst wird er auch das verstehen, was ihm zuvor trotz größter Verstandestätigkeit nicht recht einleuchtend ist. Und so können zwei Menschen nicht die gleichen Wege gehen, aber doch über das gleiche geistige Wissen verfügen, nur kann es dem einen voll verständlich sein, während der andere nur den Buchstabensinn erfaßt und keinen geistigen Gewinn aus seinem Wissen zieht. Denn ebender Weg ist maßgebend für den Wert des Wissens, auf dem er zu diesem gelangt ist...

Der eine nimmt es von außen auf durch Studium und eifrige Verstandestätigkeit, dem anderen teilt es der Geist mit, der in eines jeden Menschen Seele wohnt. Und dieser Geist ist lebendiges Anteil Gottes, also muß auch das, was er gibt, lebendig sein...

Es muß der Mensch in ein Wissen eingeführt werden, das hell erstrahlet und ein wahres Licht bedeutet für den, der zuvor in der Finsternis wandelte. Und über dieses Wissen kann der erstere nicht verfügen, denn er hat nur den Buchstabensinn erfaßt, er hat sich mit dem Sinn der Buchstaben auseinandergesetzt, ohne daß es in ihm Licht wurde, denn wahres Licht kann ihm nur der Geist vermitteln, der nur erweckt zu werden braucht, um sich auch zu äußern durch die innere Stimme...

Und ein erweckter Geist kann nun auch den Mitmenschen aufklären, was dem noch Unerweckten nicht möglich ist, denn er gibt nur den leeren Buchstabensinn weiter, den er selbst aufgenommen hat. Es muß der Mensch den Geist in sich zum Leben erwecken, dann erst kann er von rechtem Wissen, von der Wahrheit und vom Licht sprechen. Und der Geist kann nur durch die Liebe zum Leben kommen, es muß der Mensch ein Liebeleben führen getreu den göttlichen Geboten, und unwiderruflich wird dadurch sein Geist lebendig werden und ihn von innen heraus belehren. Doch bevor dieser Vorgang der Erweckung des Geistes nicht stattgefunden hat, werden sich die Menschen mit Fragen plagen, wenn sie es ernst meinen mit der Wahrheit; oder aber sie verfügen über ein Maß von Gedankengut, das sie eifrig vertreten als Wahrheit, doch innerlich selbst nicht die Überzeugung aufbringen können, für die reine Wahrheit zu kämpfen, weil diese innere Überzeugung auch erst der Geist ihnen vermittelt, und solange dies nicht geschehen kann, werden immer leise Zweifel den Menschen beunruhigen, selbst wenn er nach außen sein Gedankengut als reine Wahrheit verteidigt. Ist aber der Geist erweckt, dann weiß es der Mensch auch, daß er in der Wahrheit steht, und diese innere Überzeugung macht ihn zu einem eifrigen Arbeiter im Weinberg des Herrn. Und solche allein sind rechte Knechte, die der Hausvater in Seinem Weinberg brauchen kann... es sind die Jünger, zu denen Er sagte: „Gehet hinaus in die Welt und lehret alle Völker...“ Denn diese allein werden in Seinem Willen künden das Evangelium der Liebe, und diese werden angehört werden von allen, die eines guten Willens sind...

Amen


B.D. NR. 7429 - 16.10.1959

Das „lebendige“ Wort...

Das Wort wird immer lebendig bleiben, wenn es von oben empfangen wird, d.h., wenn Ich angerufen werde, mit Meinem Kind zu sprechen, ganz gleich, wo und wann...

Immer muß der Vermittlung des lebendigen Wortes dieser Anruf zu Mir vorangehen, denn erst muß Ich um das Verlangen des Menschen wissen, von Mir angesprochen zu werden, bevor Ich ihn ansprechen kann...

Ich Selbst weiß es wohl, ob ein Mensch nach Meiner Ansprache verlangt, doch vollbewußt muß er Mich darum angehen, weil er seinen Willen tätig werden lassen muß, der seine Einstellung zu Mir beweiset. Dann aber wird ihn Mein lebendiges Wort beglücken, d.h.,Ich Selbst werde ihn ansprechen, und er wird dadurch zum Leben gelangen. So also wird auch jeder Mensch, der im Verlangen, Mich Selbst zu hören, das Buch der Väter, die Schrift, liest, direkt von Mir angesprochen werden, und das Wort wird ihm zum Leben seiner Seele verhelfen, weil er in sich das Verlangen hatte, zum Leben zu kommen und nicht in dem Todeszustand zu verharren, der sein Los ist, wenn er Mir völlig abgewandt bleibt mit seinen Sinnen. Und das ist das Zeichen des Lebens, daß er wissend wird, daß es Licht wird in ihm, daß er begreifen lernt, was Ich mit seinem Erdenleben bezwecken will, und daß er dann bewußt Mir näherzukommen trachtet in der Erkenntnis, daß allein bei Mir Glück und Seligkeit zu finden ist. Und in diesen Erkenntniszustand wird er nur kommen, wenn er sich ansprechen lässet von Mir und getreu Meiner Ansprache nun sein Erdenleben führt... wenn also das Kind hört und befolgt, was der Vater von ihm verlangt. Dann steht der Mensch nicht mehr abseits von Mir, er hat sich seinem Gott und Vater wieder zugewandt, er ist nicht mehr im Lager des Gegners, er hat sich frei gemacht, denn er hat alles gefunden, was ihm mangelte bisher... er hat auch die Liebe in sich entzündet und somit die Wandlung seines Wesens vollzogen, wie es Zweck und Ziel seines Erdenlebens ist. Mein Wort also hat die lebenerweckende Kraft in sich, die der Mensch benötigt, um auch aus dem Zustand des Todes herauszukommen zum Leben...

Und darum muß Mein Wort angehört werden, aber im vollen Bewußtsein, daß Gott mit dem Menschen... daß der Vater mit Seinem Kinde spricht. Zuerst ist Gott euch noch der „ferne“ Gott, Den zu hören euch eine Vermessenheit scheint; bald aber werdet ihr in Ihm euren Vater erkennen, Der in Liebe zu Seinen Kindern sprechen will. Und habt ihr diese Erkenntnis gewonnen, so steht ihr auch dem Vaterherzen schon nahe, Ich kann euch schon als Meine Kinder lenken und leiten, und ihr werdet Meinen Worten Gehör schenken...

Und dann „lebet“ ihr, das „lebendige Wort Selbst“ hat euch zum Leben verholfen, denn Ich bin das Wort von Ewigkeit, und Ich verschenke Mich denen, die Mich begehren... die Mir angehören wollen und darum auch immer anhören, was Ich zu ihnen rede. Und es kann kein Mensch im Tode verharren, der Mich zu sich sprechen läßt, weil Mein Wort eine lebenerweckende Kraft hat. Aber das Wort muß mit dem Herzen aufgenommen werden; es genügt nicht, daß es nur das Ohr berührt und wie ein leerer Schall an ihm vorübergeht...

Das Herz muß es verlangend aufnehmen und den Menschen bestimmen, diesem Wort gemäß zu leben auf Erden...

Und es wird die Kraft des Wortes wirksam werden und Leben schenken dem, der Leben begehrt. Und darum gehört auch eine lebendige Wortverkündigung dazu... es muß der Verkünder selbst schon zum Leben erweckt worden sein, ansonsten er nicht das Köstlichste...

Mich Selbst im Wort... den Menschen nahebringen kann...

Er muß selbst erweckt sein zum Leben, und dann wird er auch lebendig Mein Wort verkünden, und dieses Wort wird wieder zum Herzen sprechen, wo das Verlangen vorhanden ist, Mich zu hören. Die toten Verkünder aber werden nicht viel erreichen, es sei denn, der Zuhörer ist von tiefem Verlangen nach Mir ergriffen...

Dann werde Ich Selbst ihn auch ansprechen durch jenen, und er wird Leben spüren im Wort und in sich selbst, denn er setzt sich mit Mir Selbst in Verbindung durch sein Verlangen, und Ich höre diesen Ruf und verschenke Mich...

Und wieder wird Totes zum Leben erstehen, sowie nur das „Wort des Lebens“ seine Seele berührt...

Amen


B.D. NR. 7430 - 17.10.1959

Aufstieg erfordert Kraft...

Liebe und Gebet...

Der Weg zur Höhe erfordert Kraft, und nur die Wege, die eben sind oder zur Tiefe führen, können auch von kraftlosen Menschen begangen werden, aber diese Wege sind nicht der Seele zum Heil, sondern immer nur werden sie in das Verderben führen, und darum muß der Mensch Kraft anfordern, der den Weg zur Höhe gehen will... er muß alles tun, um in den Besitz von Kraft zu gelangen, dann wird er auch leicht alle Hindernisse überwältigen, mit denen er bei seinem Aufstieg rechnen muß. Sowie aber der Wille da ist, den Aufstieg zurückzulegen, wird es ihm auch nicht an Kraft fehlen. Denn dieser Wille beweiset auch das Verlangen nach Gott, und Gott versorgt jeden mit Kraft, der zu Ihm gelangen will. Die Kraft kann erbeten werden, dann finden solche Gebete auch ganz sicher Gehör...

Sie kann aber auch erworben werden durch Liebewirken, und das ist ein ganz sicheres Mittel, um sich Kraft zu verschaffen, und der Aufstieg wird dem Menschen leichter fallen, der in der Liebe lebt. Denn die Liebe ist Kraft, sie ist Zusammenwirken mit Gott, Der Selbst die Liebe ist...

Darum kann jeder Mensch, der in der Liebe lebt, sich die Kraft aus Gott zunutze machen, denn Gott Selbst ist dann in ihm, und mit Seiner Kraft wird dem Menschen alles gelingen, was er sich vornimmt. Es braucht also kein Mensch den Aufstieg zu fürchten, der die Gebote der Liebe zu Gott und zum Nächsten erfüllt...

Dieser wird den Weg gehen und es nicht merken, daß er aufwärts geht; er wird keine Hindernisse vorfinden, denn diese wird er spielend bewältigen. Der Weg wird ihm keine Anstrengung kosten, denn er ist selbst so voller Kraft, daß er noch weit schwerere Wege mit Leichtigkeit nehmen könnte, weil er jegliche Schwäche überwunden hat...

Ist er aber in der Liebe zum Nächsten nachlässig, dann wird es ihn auch wie eine Fessel zurückhalten, wenn er den Weg zur Höhe nehmen will...

Dann wird es ihn immer verlangen nach ebenen Wegen, die ihn keine Anstrengung kosten, aber das Ziel wird er dann niemals erreichen, sondern sich stets weiter zur Tiefe verlieren und zuletzt im Abgrund versinken. Darum mühet euch, wenn ihr nicht vermögt, euch gänzlich zur Liebe zu wandeln, fordert Kraft an, die ihr sicher erhalten werdet, weil Gott euren Willen wertet, der die Höhe anstrebt...

Habt nur den ernsten Willen, und ihr dürfet gewiß sein, auch Kraft zu erhalten, so daß ihr auch stets eifriger werdet im Üben von uneigennütziger Nächstenliebe...

Und ob euch anfangs auch das Erfüllen der göttlichen Liebegebote schwerfällt... ein ernster Wille genügt, daß ihr die Kraft empfanget, auch in der Liebe zu leben, und immer mehr wird sich eure Kraft verstärken, immer leichter wird euch der Aufstieg werden zur Höhe, weil Gott jedem Menschen hilft, der ernsten Willens strebet zur Höhe, zu Ihm...

Nur gehet nicht ebene Wege oder solche, die nach unten führen, die zwar unbeschwerlich sind und den Menschen verlocken, die aber ins Verderben führen und niemals zur Seligkeit... die jeder Mensch ernsthaft erstreben soll, solange er auf Erden weilt...

Amen


B.D. NR. 7431 - 18.10.1959

Schwachgläubigkeit...

In der Glaubensstärke liegt eure ganze Kraft. Solange ihr nicht fest und überzeugt glauben könnet, werdet ihr auch schwach und kraftlos sein und bleiben, denn die Kraft, die in einem starken Glauben liegt, mangelt euch und hindert euch an der Ausführung eures Willens, selbst wenn dieser in rechter Richtung sich äußern möchte... es fehlt euch die Kraft dazu. Ein schwacher Glaube ist darum immer ein Hindernis auf dem Wege zur Höhe, ein schwacher Glaube ist ein Manko eurer Seele. Und ihr brauchtet nicht schwach zu sein im Glauben, wenn ihr nur immer die Hand Gottes sehen möchtet, die euch durch euer Erdenleben hindurchgeführt hat und noch immer führt...

Ihr nehmet alles als selbstverständlich hin und werdet doch ständig gelenkt und geleitet von Seiner schützenden Hand...

Ihr empfanget ständig und nehmet es oft ohne Dank entgegen, was eine liebende Vaterhand euch darbietet...

Ihr seid aus größter Not schon herausgeführt worden und vergesset immer wieder, wer euch Helfer war in dieser Not...

Und es müßte euer Glaube schon von solcher Stärke sein, daß ihr nur eure Blicke zu Ihm zu erheben brauchtet, um zu wissen, daß Er euch hilft in irdischer und geistiger Not...

Aber ihr geht zitternd und verzagt durch das Leben, ihr lasset euch niederdrükken von kleinen Sorgen und Nöten, ihr gedenket nicht des Einen, Der euch rechte Hilfe bringen kann und will, weil ihr Seine Kinder seid. Ihr seid zu schwachen Glaubens, denn ein starker Glaube würde keine Verzagtheit, keine Mutlosigkeit und keine unfrohe Stunde aufkommen lassen... ihr würdet heiter und gelassen auf Seine Hilfe vertrauen, Der gesagt hat: „Werfet alle eure Sorgen auf den Herrn...“ und „Kommet zu Mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, Ich will euch erquicken...“ Seinen Worten könnet ihr wahrlich Glauben schenken, denn sein Wort ist Wahrheit und braucht nicht angezweifelt zu werden...

Und wenn ihr gläubigen Herzens euch an Ihn wendet, dann wird Er euch auch beistehen, wie Er es verheißen hat...

Aber gläubigen Herzens sollet ihr zu Ihm kommen...

Und dieser feste Glaube fehlt euch, solange ihr verzagten Herzens seid. Und solange glaubt ihr auch nicht an die Liebe und Macht Gottes, die alle eure Sorgen bannen kann und auch will, vorausgesetzt, daß ihr nur Ihm vertraut und euch also Ihm gläubig anvertraut, daß Er eure Bitten euch erfülle. Ein ungezweifelter Glaube ist eure stärkste Kraft, die euch alles zu leisten befähigt, und habt ihr diesen ungezweifelten Glauben, dann gibt es auch nichts mehr, was unüberwindlich wäre für euch, dann seid ihr wahrlich Herr über alles, was euch drückt oder Sorge bereitet...

Werfet alle eure Sorgen auf den Herrn... und ihr werdet ihrer ledig sein, denn Gottes Liebe kennt keine Grenzen, wenn nur ein Kind im festen Glauben an Seine Hilfe Ihn anspricht um Abwendung aller Not...

Dann wird ihm geholfen werden, weil der Vater Sein Kind liebt und es stets beglücken will. Und diesen Glauben an Seine große Liebe müsset ihr als erstes in euch aufleben lassen, und es wird euch dann auch leicht sein, von Seiner großen Liebe auch auf Seinen Willen zu schließen, zu helfen, wo Seine Hilfe nur immer erbeten wird...

Amen


B.D. NR. 7432 - 19.10.1959

Gefühl für Gut und Böse...

Jeder vermag Recht von Unrecht zu unterscheiden, wenn er nur die Auswirkung an sich selbst bedenkt, wenn er bedenkt, was ihm selbst zum Wohlbehagen dienet oder ihm offenes Mißbehagen schafft... ganz abgesehen von solchen Vorgehen, die offensichtlich Schäden oder große Leiden anrichten. Immer wird der Mensch es wissen, was ihm selbst zum Besten dienet, was er sich selbst wünschet oder was er von sich abwehren würde, wenn er selbst das Ziel von Angriffen oder auch von guten Handlungen eines Mitmenschen wäre. Es weiß der Mensch recht gut, was Recht oder Unrecht ist, weshalb ihm auch die Liebegebote gegeben wurden, die noch einmal fordern, das zu tun, was im Menschen leise verborgen ist als Gefühl, das er aber nicht immer beachtet. Darum sollen ihn die göttlichen Liebegebote aufmerksam machen auf seine Pflichten Gott und dem Nächsten gegenüber... Er soll bewußt leben lernen, immer mit dem Maßstabe der göttlichen Gebote an seiner Lebensführung. Gefühlsmäßig weiß er es zwar, daß der Nächste von ihm das gleiche verlangt, was er selbst von diesem verlangt: liebendes Entgegenkommen und Achten dessen, was jenem gehört... wie aber auch Hilfe, wenn der Nächste derer bedarf, denn er würde in der gleichen Lage ihm auch dankbar sein für das gleiche, für dieselbe Rücksicht, die er bei ihm findet, sowie für das Verständnis für die eigenen Nöte. Es braucht der Mensch immer nur sich selbst an die Stelle des Nächsten zu versetzen, und dann wird er auch wissen, was recht ist in jedem Falle. Nun aber entscheidet das Maß von Ichliebe, das den Menschen noch beherrscht, denn obgleich er es weiß, was er tun soll und was gut ist vor den Augen Gottes, so kann doch seine Ichliebe so stark sein, daß er nicht fähig ist, ein Opfer zu bringen zugunsten des Nächsten...

Dann muß er große Gewalt gebrauchen, um seine Ichliebe zu überwinden zugunsten des Nächsten, aber es kann nicht gesagt werden, daß er nicht fähig wäre, Gut und Böse zu unterscheiden, daß er nicht wüßte, daß er dem Nächsten gegenüber verpflichtet ist... sondern gerade sein Wissen vergrößert die Unterlassungssünde, die er begeht, wenn er seines Nächsten Not nicht lindert, obwohl er dazu fähig ist...

Denn ihn hindert nur seine übergroße Selbstliebe daran, ein Hilfswerk zu verrichten, aber er weiß es, daß er es tun sollte dem Willen Gottes und Seiner Liebegebote gemäß. Er weiß es, wie es ist, selbst in Not zu geraten, und ist dann für jede Hilfe dankbar. Und so auch soll er des Nächsten in seiner Not gedenken und ihm die Hilfe nicht versagen, auch wenn es ihn ein Opfer der Überwindung kostet...

Desto mehr aber wird sein Liebewerk gewertet und ihm vergolten, was er aus Liebe zum Nächsten getan hat. Die göttlichen Liebegebote wird also jeder Mensch verstehen können, denn das Gefühl für Recht und Unrecht, für Gut und Böse, ist in jedem Menschen vorhanden, wie er also nicht wird „ungestraft sündigen“ können, weil er stets sein Unrecht am Nächsten erkennen wird...

Es soll also zuerst die Liebe zum Nächsten ihn abhalten von sündigem Vorgehen gegen ihn, er soll die Lieblosigkeit bekämpfen... dann wird der Weg nicht mehr weit sein zum Liebe-Üben am Nächsten. Denn der Liebefunke liegt in ihm, und er wird sich auch leicht entzünden, wenn der Mensch eines guten Willens ist... was er beweiset, wenn er von allen sündigen Handlungen wider den Nächsten absteht und ihn also bewahren will vor Schaden jeglicher Art. Dann ist es nicht mehr weit, ihm Liebedienste zu erweisen, weil er sich selbst an die Stelle des Nächsten versetzt, der in Not ist, und ihm nun auch helfen will...

Gut und Böse, Recht und Unrecht, müssen bewußt getrennt werden... das eine bekämpft, das andere angestrebt...

Dann ist der Weg nicht mehr weit zu uneigennütziger Liebetätigkeit, denn dann ist der Mensch eines guten Willens, und er wird handeln nach Gottes Willen... er wird handeln, denken und reden nach den Geboten der Liebe zu Gott und zum Nächsten...

Amen


B.D. NR. 7433 - 20.10.1959

„Arbeitet, solange noch Tag ist...“

Die Nacht ist lang, die den Tag beenden wird, und in dieser Nacht wird keiner mehr arbeiten können, weil es ihm an Licht und Kraft gebricht...

Darum arbeitet, solange noch Tag ist, denn die Nacht kommet unwiderruflich über euch Menschen, die ihr den Tag ungenützt vorübergehen lasset. Und wisset ihr, worin die endlos lange Nacht besteht? Ihr, die ihr als Mensch nun über die Erde wandelt und tätig sein könnet im freien Willen, ihr werdet aufs neue gebannt werden in der festen Form, wenn ihr in diesem Erdenleben versaget, wenn ihr also den Tag, wo ihr arbeiten könnet in Licht und Kraft, ungenützt vergehen lasset und die endlos lange Nacht über euch hereinbrechen wird. Ihr werdet das irdische Leben verlieren und mithin auch jegliche Lebenskraft, wie ihr aber auch euer Ichbewußtsein verlieret und wieder in unzähligen Substanzen durch die Schöpfungswerke der neuen Erde gehen müsset und zuerst in völliger Untätigkeit erstarret, weil ihr kraftlos seid. Ihr werdet nicht mehr schaffen und wirken können nach eigenem Willen, sondern nach endlos langer Zeit der Finsternis wohl zu einem geringen Leben erwachen, um nun nach göttlichem Willen wieder langsam zur Höhe zu reifen, auf daß ihr einmal wieder dem Licht des Morgens entgegengehet. Aber diese Nacht wird so entsetzlich qualvoll sein und so entsetzlich lange dauern, daß ihr gewarnt werdet noch und noch vor dieser Nacht, weil ihr sie von euch abwenden könnet, wenn ihr noch die kurze Zeit des Tages ausnützet nach besten Kräften und ernstem Streben nach Licht. „Arbeitet, solange noch Tag ist...“ , so ruft der Herr euch zu, „denn die Nacht kommt, wo ihr nicht mehr arbeiten könnt...“ , wenn euch Licht und Kraft entzogen sind, wenn ihr ohnmächtig in der Finsternis weilet und das Licht des Tages lange nicht auf euch herabscheinen kann. Noch sind die letzten Stunden des Tages, noch seid ihr im Besitz von Kraft und könnet auch die kleinste Erkenntnis, die ihr gewonnen habt, ausnützen und das Licht vergrößern...

Noch könnet ihr arbeiten, denn es geht auch dem kraftlosen Menschen soviel Kraft zu, wenn er sie nützen will für das Heil seiner Seele, um von dieser die endlose Nacht abzuwenden, was allein im Willen des Menschen liegt. Denn wo der Wille gut ist, dort ist Gott auch mit Seiner Kraft und Seinem Licht bereit, ihm bei der Arbeit zu helfen, die er allein nicht recht zu bewältigen vermag. Aber der Wille muß vorhanden sein, dem Tag noch alles abgewinnen zu können, was möglich ist, auf daß ihn nicht die Nacht überrasche und ihn schlafend finde... in einem Schlaf, aus dem er ewige Zeiten nicht erwachen wird...

Lasset den Schlaf nicht zu einem Todesschlaf werden, suchet das Licht des Tages, und leget fleißig Hand an euer Befreiungswerk, denn kurz nur währet noch der Tag, der einer ewig langen Nacht weichen wird. Wer aber arbeitet in allem Ernst und Eifer, der wird die Nacht nicht zu fürchten brauchen, denn er wird in einen neuen Tag hinübergehen, wo ewig keine Nacht mehr folgen wird...

Glaubet es, daß ihr kurz vor Beendigung des Tages steht...

Glaubet es, daß der Menschheit ein Ziel gesetzt ist, daß nur noch eine kurze Frist bleibt bis zu diesem Ziel...

Und dann wird sich wandeln: der Tag zur Nacht für jene, die nicht arbeiteten, solange Tag war... und es wird aufgehen die Sonne des Geistes zu einem überhellen Tag für alle, die emsig waren im Weinberg des Herrn, die an sich selbst arbeiteten, die den Tag genützt haben und fleißig waren bis zum Ende...

Amen


B.D. NR. 7434 - 22.10.1959

Gottes Wille oder Zulassung...

Das sei euch allen gesagt, daß ihr nichts vermögt ohne Meinen Willen oder Meine Zulassung... was aber nicht besagt, daß ihr keinen freien Willen hättet...

Denn Wille und Ausführen ist zweierlei, der Wille ist eure eigenste Angelegenheit, den Ich in keiner Weise bestimme. Doch ob ihr den Willen auch ausführen könnt, das bedarf Meiner Zustimmung, Meines Willens. Und dieser muß zuweilen entgegen eurem Willen tätig sein, Ich muß zuweilen hindernd eingreifen um eurer Seelen willen. Gewertet aber wird euer eigentlicher Wille, wie dieser gerichtet ist... im guten oder bösen Sinne. Denn euer Wille soll sich erproben im Erdenleben. Er kann aber auch mitunter so gerichtet sein, daß die Auswirkung des Willens, also die ausgeführte Tat, der Ausreifung eurer eigenen Seele sowie auch der Mitmenschen Seelen schadet oder sie irreführt; und dann greife Ich oft ein und lasse die Tat nicht erst zur Ausführung kommen, obwohl sich der Mensch auch für einen solchen verkehrten Willen verantworten muß. Aber nicht alle solchen schlechten Absichten und Taten verhindere Ich, ansonsten keiner an die Freiheit des Willens glauben und ein heilloses Chaos entstehen würde, sowie das zerstörenwollende Prinzip sich auf der Erde durchsetzen würde zum Unheil der Menschen, die durch das Erdenleben gehen. Die Willenserprobung kann dennoch jeder Mensch bestehen, ob seine Pläne zur Ausführung gelangen oder nicht, denn er wird nur gewertet nach seinem Willen. Daß Ich aber auch sehr oft unrechtes Tun zulasse, hat auch seine Begründung, denn es sollen die Menschen selbst sich ihres unrechten Handelns bewußt werden und an den eigenen falschen Taten oder denen der Mitmenschen das Unrechte ihres Wollens und Handelns erkennen, weil die Auswirkung solcher Taten niemals eine gute sein wird. Die Freiheit des Willens aber wird ständig von den Menschen gestritten werden, weil ihr Lebenslauf nicht immer so sich abwickelt, wie sie es wollen, und sie darum den Willen als unfrei erklären. Doch kein Mensch ist gezwungen zu einer bestimmten Richtung seines Willens...

Jedes Menschen Wille ist völlig frei und kann sich wenden nach eigenem Belieben nach jeder Richtung hin...

Ich aber weiß es, wann euch Einhalt geboten werden muß, wann Ich Meinen Willen dagegensetzen und also Taten verhindern muß, die jener freie Wille gebärt, die er auszuführen plant in blindem Haß, in Unkenntnis seiner Auswirkung und dem Schaden, der dadurch dem Mitmenschen erwachsen kann...

Denn Meine Liebe und Weisheit sieht weiter, und sie sucht auszugleichen und viel Not und Elend zu ersparen den Menschen, die sich Mir vertrauensvoll hingeben, die ihr Leben Mir immer wieder von neuem anvertrauen und die Ich darum auch schütze vor großem Unheil...

Aber auch das Große übersehe Ich...

Und Ich rufe oft Menschen ab aus dem Leben, deren Gesinnung nicht dem Wohl der Mitmenschen entspricht und die ihren verkehrten Willen schon zu oft bewiesen haben... weil Ich verhindern will, daß unnötiges Leid über die Menschen kommt, das seelisch ihnen keinen Vorteil einträgt... wie Ich aber auch Menschen abrufe, deren Gesinnung stets Meinem Willen entsprochen hat, deren Mission auf der Erde Ich aber als beendet ansehe und darum weiteres Wirken seinerseits beende...

Denn Mein Wille und Meine Zulassung sind erst entscheidend, ob der Wille des Menschen sich auswirken kann oder nicht. Aber der Mensch ist verantwortlich für seinen Willen, ganz gleich, ob er an der Ausführung der Tat verhindert wird oder nicht. Darum wird viel Schuld abgetragen werden müssen, denn das Denken und Wollen des Menschen ist frei, und für alles wird er einst Rechenschaft ablegen müssen... nicht nur für die Werke, die zur Ausführung gekommen sind...

Darum hütet und beachtet wohl eure Gedanken, denn sie geben euer innerstes Wesen preis; achtet eures Willens, daß er sich recht richte dem Guten und Erhabenen zu, und ihr werdet nicht die Verantwortung zu fürchten haben dereinst in der Ewigkeit...

Amen


B.D. NR. 7435 - 23.10.1959

Ausnützen der kurzen Lebenszeit...

Ihr benötigt zum Ausreifen eurer Seele nicht sehr lange Zeit, ihr könnet in kurzer Zeit sie so weit gestalten, daß ein Eingehen in das Lichtreich ihr sicheres Los ist, wenn sie den irdischen Leib ablegt...

Aber ihr müsset das Ausreifen eurer Seele ernstlich anstreben und euch an Gott wenden, daß Er euch helfe dabei. Denn allein vermögt ihr es nicht, allein ist euer Wille zu schwach, und ihr fallet immer wieder in die Liebe zur Welt zurück, ihr könnet die Ichliebe nicht besiegen und werdet stets von neuem abgedrängt von dem Wege, den ihr einschlagen wolltet zu eurem Heil. Wendet ihr euch aber zu Gott um Hilfe, dann wird Er eure Gedanken hinlenken zu Jesus Christus, dem göttlichen Erlöser, weil ihr von Dessen Seite Stärkung eures Willens erfahret. Es ist zwar der gleiche Gott, Den ihr dann anrufet, aber ihr erkennet gleichzeitig das Erlösungswerk und also den göttlichen Erlöser an, Der anerkannt werden muß, wollet ihr auch der Gnaden des Erlösungswerkes teilhaftig werden. Ihn anzurufen garantiert auch Stärkung des Willens, selbst wenn ihr immer wieder anzukämpfen habt gegen die Anfechtungen durch die Welt, hinter der sich der Gegner Gottes verbirgt, der euch immer wieder zu Fall zu bringen sucht. Aber ihr werdet gestärkt und stets von neuem den festen Willen haben, zur Vollendung auf dieser Erde zu gelangen, und dann könnt ihr auch mit Gewißheit das Ziel erreichen. Die Stärke und Innigkeit der Bindung mit Jesus Christus ist maßgebend, wie lange Zeit ihr also benötigt zum Ausreifen der Seelen. Und diese Innigkeit der Bindung wieder ist abhängig von dem Liebegrad, den ihr Gott und dem Nächsten gegenüber aufbringet. Die Liebe ist alles, die Liebe stellt die Bindung her mit Gott in Jesus Christus, die Liebe stärkt den Willen, und die Liebe gibt Kraft, die Seelenarbeit an sich zu vollbringen, die dann das Ausreifen der Seele gewährleistet. Aber ihr dürfet nicht in den großen Fehler verfallen, zu glauben, daß ihr noch Zeit habt zu dieser Seelenarbeit, ihr dürfet niemals euer Streben auf später verlegen, denn ihr wisset es nicht, wie lange ihr noch Gnadenfrist habt, daß ihr lebet auf dieser Erde...

Ihr wisset nicht, wann euer letzter Tag ist, und ihr sollt leben, als würdet ihr morgen schon abgerufen und ihr müßtet euch verantworten vor eurem Gott und Schöpfer. Denn ihr alle habt keine lange Lebensdauer mehr, selbst wenn euch die Zeit bis zum Ende belassen bleibt. Aber ihr werdet auch Gott danken müssen, wenn Er euch das Ende nicht erleben lässet, die ihr noch mangelhaft in der Reife eurer Seelen seid durch eigene Nachlässigkeit...

Ihr werdet Gott danken müssen, wenn Er euch noch zuvor abruft und ihr noch die Gnade habt, im Jenseits ausreifen zu können, auf daß ihr nicht dem Gegner Gottes und seinem Ränkespiel zum Opfer fallet...

Denn die Zeit ist nur noch kurz, und darum sollet ihr sie ausnützen nach Kräften, denn ihr könnet schon in ganz kurzer Zeit ausreifen, wenn ihr nur eines guten Willens seid...

Amen


B.D. NR. 7436 - 25.10.1959

Liebeleben...

Lebendiger Glaube...

Die Stärke des Glaubens ist abhängig vom Geist der Liebe, die den Menschen bewegt. Im Menschen muß die Liebe aufflammen zu heller Glut, dann wird auch der Glaube lebendig sein, es wird der helle Strahl der Liebe dem Menschen Erkenntnis eintragen, und was vom Menschen sonst nur zu glauben gefordert wird, das wird ihm so verständlich und unzweifelhaft sein, daß nun von einem lebendigen Glauben gesprochen werden kann, der auch alle Kraft in sich hat. Es kann der Mensch vieles mit seinem Verstand aufnehmen, er kann sich auch einreden, es zu glauben, aber erst der lebendige Glaube gibt ihm die Gewißheit, daß es Wahrheit ist, was ihm unterbreitet worden ist. Und diese volle Gewißheit erst ist beglückend, ein lebendiger Glaube erst ist das, was dem Menschen Kraft und Frieden gibt. Aber ohne Liebe ist der Glaube tot...

Darum muß zuvor die Liebe gelebt werden, ehe der Mensch sich eines lebendigen Glaubens erfreuen kann, selbst wenn er noch so überzeugt etwas vertritt...

Doch die innere Überzeugung fehlt ihm, solange ihm die Liebe fehlt. Glaube ohne Liebe ist nicht zu denken, und es sollen sich die Menschen erst damit auseinandersetzen, wieweit sie liebewillig und liebetätig sind, ehe sie von einem festen, unerschütterlichen Glauben reden, den wohl jeder Mensch besitzen möchte, aber erst dann besitzt, wenn er liebewillig ist. Und die Erklärung dafür ist eine ganz einfache: Wer in der Liebe lebt, der ist verbunden mit Gott, Der Selbst die Liebe ist... und wer verbunden ist mit Gott, der kann auch Seine Kraft in Anspruch nehmen, und darum ist in ihm die feste Gewißheit, daß er mit Gott alles begreift und alles leisten kann, und diese Gewißheit ist „Glaube“...

Mit Gott verbunden zu sein bedeutet, daß helles Licht den Menschen durchstrahlt, und im Licht zu stehen heißt, in der Erkenntnis zu stehen, und dann ist auch der Glaube ein leichtes, er muß lebendig sein im Menschen, denn das Licht aus Gott, das den Menschen durchstrahlt, verjagt jeglichen Zweifel, und es bleibt nur die Gewißheit... der lebendige Glaube...

Darum übe sich ein jeder Mensch in der uneigennützigen Nächstenliebe, will er zu einem lebendigen Glauben gelangen, und er wird voller Staunen erkennen, wie jeder Zweifel in ihm verschwindet, wie er überzeugt und in vollster Gewißheit alles annimmt und im Herzen bewegt, was ihm an geistigen Lehren zugeht, was Gott in Seiner unendlichen Liebe zur Erde leitet als Ausstrahlung Seiner Selbst... Sein Wort, das euch Menschen ständig aus der Höhe zugeleitet wird. Um dieses lebendig glauben zu können, müsset ihr ein Liebeleben führen, ansonsten es für euch nur Worte sind ohne Sinn und Leben, doch für einen liebewilligen Menschen das Köstlichste ist, was er von Gott erhalten kann...

Denn es ist Kraft aus Gott, es ist Licht und bringt Freiheit aus den Ketten des Gegners, es bringt Freiheit aus dem Dunkel der Nacht...

Der lebendige Glaube ist Folge eines Lebenswandels in Liebe, und Mein Wort wird wie ein Lichtstrahl dem Menschen alles klar erleuchten, und er wird nun nicht mehr zweifeln können, weil die Liebe in ihm das Licht ist, weil die Liebe in ihm das Herz öffnet für das Wort, das aus der Höhe ihm zugeleitet wird, weil er in der Liebe lebt. Darum muß ein jeder Mensch zu lebendigem Glauben gelangen, dem das Wort von oben ertönet, der es dankend in Empfang nimmt und immer wieder weiterleitet, weil er in der Liebe lebt. Und darum braucht kein Mensch zu fürchten, daß er tot bleibt im Geiste und also auch tot in seinem Glauben, wenn er nur will, daß er lebet, wenn er will, daß sein Glaube ein lebendiger ist, denn der Wille ist alles, und Gott wird dafür sorgen, daß der Wille erreicht, was er anstrebt...

Es wird der Mensch in der Liebe wandeln auf Erden, und es wird ihm zur Gewißheit werden, daß Gott ihn liebt und ihn selig machen will...

Amen


B.D. NR. 7437 - 26.10.1959

Antwort auf Fragen...

Achtet auf alle Fragen, die euch innerlich bewegen, und achtet eurer Gedanken, die diese Fragen betreffen... aber lasset solchen Gedanken immer erst die innige Zwiesprache vorangehen mit eurem Gott und Vater von Ewigkeit...

Sowie ihr euch mit Mir in Verbindung setzet in Gedanken oder auch im Gebet und Mir eure Lenkung anvertraut, sowie ihr Mir eure Fragen unterbreitet bewußt, so wird euch auch Antwort werden darauf, denn Ich will, daß ihr aufgeklärt werdet in allen Fragen, die euch beschäftigen. Und so sei euch gesagt, daß ihr niemals zu fürchten brauchet, entgegen Meinem Willen zu handeln, wenn ihr alles nur in Meine Hände legt... wenn in euch der Wille vorherrscht, in Meinem Willen euch zu betätigen. Dann werde Ich auch segnen alles, was ihr in diesem Willen unternehmet. Die Menschen heut ungewöhnlich anzusprechen hat nicht viel Erfolg, ganz gleich, ob Ich Selbst aus der Höhe spreche oder durch euch, Meine Diener auf Erden...

Die Menschen wollen nicht hören, was ihnen geistig förderlich wäre, und darum weisen sie alles zurück, was sie in ihren Weltgenüssen stören könnte. Dagegen können solche Menschen zu erhöhter Regsamkeit auf geistigem Gebiete gebracht werden, die geistig schon Aufschluß erhielten und schon Kenntnis haben davon, was ihnen nun mit aller Deutlichkeit zu Ohren kommt durch euch...

Aber es wird die Welt selbst dafür sorgen, daß die Menschen Kunde bekommen von ungewöhnlichen Dingen im Kosmos, und dann ist es noch immer Zeit, sie auf den geistigen Zusammenhang aufmerksam zu machen, wieder mit dem Erfolg, den allein der Wille der Menschen bestimmt, denn kein Mensch soll gerichtet werden, kein Mensch soll einen Glaubenszwang erfahren, der immer dann zu befürchten ist, wenn klare Beweise ihnen geboten werden, wo allein der Glaube sprechen soll. Die Menschheit ist so glaubenslos, daß sie niemals Voraussagen als wahr annimmt und es darum auch unbedacht ist, ihr solche Voraussagen zuzuleiten...

Dagegen sollen davon erfahren, die dafür aufgeschlossen sind, was ihnen durch Seher und Propheten verkündet wird...

Diese werden dann das ihrige tun, wenn es gilt, die Menschen aufzuklären, denn was sie selbst wissen, das können sie leicht verbreiten und ihren Mitmenschen überzeugt vorstellen...

Und dann ist immer noch Zeit genug, sich dazu einzustellen. Doch jeder einzelne wird es in seinem Herzen spüren, wie er sich verhalten soll seinen Mitmenschen gegenüber, und reden wird, der innerlich dazu gedrängt sich fühlt, während der schweigt, der eine Stimme in sich vernimmt, die ihn am Reden hindert...

Immer ist es Mein Wille, daß ihr euch Mir verbindet, nach innen lauschet, und ihr werdet klar und deutlich Meinen Willen vernehmen...

Amen


B.D. NR. 7438 - 27.10.1959

Fürbitte für jenseitige Seelen...

Ihr wisset es nicht, wie sehr die Seelen leiden müssen, die ohne jegliche Fürbitte im jenseitigen Reich weilen und von deren Willen allein es abhängig ist, ob sie einen Schritt vorwärts gehen. Diese armen Seelen können zumeist diesen Willen nicht aufbringen, und alle Vorstellungen von seiten der Lichtwesen, die sie in Verkleidung immer wieder aufsuchen, um ihnen Hilfe zu bringen, sind erfolglos, weil sie einfach keine Kraft zum Wollen haben und apathisch dahinvegetieren, bis ihnen von einer Seite Kraft zugewendet wird. Und dies kann nur Fürbitte von seiten der Menschen zuwege bringen...

Alles muß dem Gesetz der ewigen Ordnung nach vor sich gehen...

Es kann Gott nicht willkürlich eine Seele bedenken mit Kraft, die derer völlig unwürdig ist, die sie weder begehrt noch annimmt, wenn sie ihr dargeboten oder ihr sonstige Hilfe angetragen wird...

Und eben, weil die Seele zu schwach ist, selbst nur etwas zu unternehmen, um sich ihre Lage zu verbessern, darum sollet ihr Menschen ihrer in liebender Fürbitte gedenken und oft beten für diese armen Seelen, auf daß der Vater dann um eurer Liebe willen Seine Kraft verschenken und jenen Seelen zuführen kann und dies auch sicher tut, so daß kein fürbittendes Gebet ohne Wirkung bleiben wird. Eine Seele, derer sich ein Mensch auf Erden in liebender Fürbitte annimmt, kann nicht verlorengehen, sie kommt einmal zur Erkenntnis, daß sie selbst Hand anlegen muß zur Wandlung ihres Schicksals...

Dann wird sie es auch tun, denn sie verspürt merklich die Kraft, die ihr zugewendet wird, und wendet sie nun auch dem göttlichen Willen gemäß an, d.h. sie wird damit in Liebe wirken an den Seelen, die sich gleich ihr in Not befinden. Liebende Fürbitte ist das einzige Mittel, solchen Seelen in der Finsternis zu helfen, weil sie dadurch selbst die Kraft der Liebe kennenlernen und sich zu wandeln vermögen. Diese Seelen leiden unbeschreiblich, und sie sind überaus dankbar, wenn sie einmal zur Erkenntnis gelangt sind und den rechten Weg gehen, der ihnen gewiesen wurde...

Und sie tragen ihre Dankbarkeit ab mit erlösender Tätigkeit, denn sie wollen dann helfen, so wie ihnen geholfen wurde in ihrer Not und Qual. Doch zahllose Seelen haben keinen Fürsprecher, zahllose Seelen weilen in der Finsternis, derer kein Mensch in liebender Fürbitte gedenkt...

Schließet sie alle in eure Gebete ein, habt nur den Willen, ihnen zu helfen, und dieser gute Wille wird ihnen Kraft zuführen, so daß sie sich zeitweilig gedrängt fühlen, aus der Finsternis heraufzusteigen und dann leuchten ihnen auch zuweilen Lichtfunken auf, die sie anregen, ihnen zu folgen. Erbarmende Gedanken, die ihr in diese finsteren Sphären sendet, rufen immer kleine Revolten hervor, daß sich die Wesen gegenseitig zu belehren suchen, was zu tun wäre, um herauszukommen aus ihrem qualvollen Zustand, und wenn die Fürbitte nicht nachläßt, wird das Verlangen der Seele immer stärker. Und dann tritt auch eine Wandlung ein, indem ihnen die Gelegenheit gegeben wird, die Tiefe zu verlassen und an Belehrungen teilzunehmen, die ihnen in Form von Lichtfunken geboten werden und die ihnen wohltun. Jenen Seelen zu helfen ist ein großes Werk der Barmherzigkeit, weil sie allein sich nicht mehr helfen können und auf fremde Hilfe angewiesen sind. Die Hilfe, die ihnen im jenseitigen Reich direkt angeboten wird, nehmen sie schwerlich an, weil sie zu schwach sind zum Wollen und darum zuerst Kraftzufuhr benötigen, die ihr Menschen ihnen vermitteln könnet durch liebende Fürbitte. Es sind die Liebewerke, die ihr über den Tod hinaus den Seelen noch antun könnet und die oft größere Bedeutung haben, weil sie ein Rettungswerk sein können für diese Seelen, das sie aus der Finsternis führt und zum Leben kommen läßt. Doch sind solche Seelen einmal gerettet, daß sie den Weg des Lichtes einmal betreten haben, dann sind sie auch eifrige Helfer für die anderen Seelen geworden, die gleichfalls in der Finsternis weilten...

Denn sie vergessen ihre Not ewig nimmer und werden daher auch ewig dankbar sein...

Amen


B.D. NR. 7439 - 28.10.1959

Der Mensch soll zum Überwinder der Welt werden...

Die Welt wird immer hervortreten mit ihren Anforderungen, sie wird den Menschen ständig gefangennehmen, denn solange er noch mitten in diese Welt hineingestellt ist, muß er auch mit ihr fertigwerden, d.h. sich den Anforderungen beugen, die sie an das Mensch-Sein stellt. Aber dennoch ist es ein Unterschied, ob sich der Mensch gänzlich gefangennehmen läßt oder sich innerlich von ihr absondert... ob es also dem Menschen gelingt, Herr zu werden über alles Weltliche, was ihn noch zu fesseln sucht. Soweit der Körper zu seinem guten Recht kommen soll, wird die Welt niemals zur Gefahr werden, und das hat immer der Mensch selbst in seiner Gewalt. Er darf niemals den körperlichen Wünschen das Übergewicht lassen, er muß selbst beschränken und abgrenzen, wo der Körper sich zu sehr hervordrängt, weil dann immer die Seele in Gefahr ist, vernachlässigt zu werden. Und die Seele und deren Bedürfnisse sind das Wichtigste im Erdenleben, das soll der Mensch nicht vergessen, dann kann ihm aber die Welt auch nicht zur Gefahr werden. Da nun aber die Welt das Reich des Gegners von Gott ist und sein Bestreben immer ist und bleiben wird, den Menschen zurückzuhalten von der Arbeit an seiner Seele, so wird er sich immer weltlicher Mittel bedienen, um jenes zu erreichen...

Er wird weltliches Verlangen vordrängen, und achtet der Mensch dessen zu sehr, dann vergißt er die Seele, und diese muß darben, während der Körper schwelgen kann. Darum müsset ihr Menschen sehr darauf achten, euch nicht in weltliches Verlangen zu verstricken, ihr müsset jede weltliche Anregung meiden und euch zurückziehen davon, ihr müsset desto eifriger euch geistige Genüsse zu verschaffen suchen, und es wird der Körper in seinem Begehr stille werden, weil die Seele oft auch vermag, den Körper ihrem Verlangen geneigt zu machen... weil oft sich auch der Körper wohl fühlt, wenn der Seele rechte Kräftigung und Sättigung zuteil wird durch geistige Nahrung. Wenn es der Seele gelingt, sich auch den Körper geneigt zu machen, dann ist die Gefahr der Welt überwunden, dann wird der Körper auch nur das von der Welt verlangen, was er benötigt zu seiner Erhaltung, aber er wird nicht mehr das Verlangen der Seele erstikken durch seine Begierde, er hat dann solche überwunden, und die Welt besteht dann nur noch als Notwendigkeit für das irdische Leben, doch nicht mehr als Erfüllung geheimer Wünsche und Begierden. Aber es fordert das ständige Aufmerksamkeit, ständigen guten Willen und ständige Arbeit an sich selbst...

Denn der Kampf, den der Gegner Gottes um die Seelen führt, dauert an, solange der Mensch auf Erden weilt, und immer wieder wird er versuchen, durch die Welt Einfluß zu gewinnen auf den Körper, der dann sehr leicht die Seele mit hinabziehen kann auf die Ebene, die sie schon überwunden hatte. Doch der gute Wille des Menschen, der Wille, zu Gott zu gelangen und Seinen Willen zu erfüllen, wird ihm auch ständig Hilfe sein, und er wird einmal das Ziel erreichen...

Er wird kämpfen müssen oder aber in Liebe dienen...

Dann wird jeder Welthunger wegfallen, dann ist die Seele schon so stark geworden im Überwinden, daß sie den Körper ganz in ihrer Gewalt hat...

Dann wird sich auch der Körper willig trennen von allem, was der Welt angehört, und auch er wird nur darin sein Glück und seine Seligkeit finden, was die Seele und sein Geist ihm nun bieten und was auch die irdischen Substanzen vergeistigen kann, solange der Mensch auf Erden weilt...

Amen


B.D. NR. 7440 - 29.10.1959

Schutz der Engel im Glaubenskampf...

Und es werden euch zahllose Engel beistehen im letzten Kampf auf dieser Erde. Ihr brauchet euch nicht zu fürchten, wenn dieser Kampf entbrennen wird, denn ihr werdet Kraft empfangen und Widerstand leisten können, der von euch in diesem Kampf gefordert wird...

Ihr werdet Mir treu bleiben, weil ihr innerlich so mit Kraft erfüllt seid, daß ihr keineswegs den Angriffen der Feinde zum Opfer fallet, weil Ich um euren Willen weiß, der Mir gilt, und weil Ich Meine Engel euch zusende zum Schutz und dieser Schutz ganz offensichtlich zu spüren sein wird. Es ist kein leichter Kampf, denn er wird von seiten des Gegners geführt mit Brutalität und fanatischem Eifer, aber ihr werdet das nicht so empfinden, weil ihr voll des Geistes seid, sowie die Aktionen beginnen gegen alle Menschen, die gläubig Mir anhangen und sich auch offen bekennen zu Mir in Jesus Christus. Und dieser Bekennermut wird sich steigern, und jedes erneute Bekennen wird euch mit neuer Kraft füllen, denn Ich werde Mich dann offensichtlich zu erkennen geben durch Meinen Geist, der einen jeden erfüllen wird, der Mich bekennet vor der Welt. Und diese wissen auch, welche Stunde es geschlagen hat, und sie erwarten täglich Mein Kommen...

Und das gibt ihnen immer wieder Kraft, auszuhalten und der Bedrängnisse nicht zu achten. Immer wieder kommt ihnen von Meiner Seite aus Hilfe, und Meine Engel schützen sie gegen alle Angriffe des Feindes. Und solange diese euch zur Seite stehen, seid ihr ohne Gefahr, denn sie erfüllen immer nur Meinen Willen und sind selig, Mir und euch dienen zu können. Es ist bald soweit, daß sich der Antichrist hervortun wird...

Und ihr ahnet es nicht, von welcher Seite er kommen wird, aber es wird für euch alle eine Überraschung sein. Doch dann sind auch die Zeichen so deutlich, daß es für euch kein Irren mehr gibt, daß ihr ihn deutlichst erkennet und euch wappnen könnt gegen sein Vorgehen. Doch zuvor werde Ich Selbst noch sprechen aus der Höhe, nur sollt ihr wissen, daß eure Mission noch nicht zu Ende ist, daß ihr diese Zeit erleben werdet und dann auch die Kraft von Mir empfanget, standzuhalten im letzten Kampf auf dieser Erde. Wen Ich anspreche durch diese Zeilen, das wird jeder fühlen, aber Ich bin bei euch allen, die ihr Mir dienen wollet, denn Ich brauche euch in der letzten Zeit des Glaubenskampfes, in der Zeit, wo es um die letzte Entscheidung geht...

Ich brauche euch alle, daß ihr eure Mitmenschen aufkläret darüber, was Ich von ihnen verlange... daß alle standhalten und sich nicht ängstigen sollen, wenn sie nur des Willen sind, Mir anzugehören und Meinen Willen zu erfüllen. Und wenn sie euch hören werden, dann werden sie auch Mut fassen und Widerstand leisten, und dann kann der Gegner nicht wider diese Gläubigen an...

Er muß ablassen von ihnen, weil Meine Engel schützend vor allen denen stehen, die Mein sein und bleiben wollen. Aber der Kampf wird entbrennen und nicht nur gegen einzelne Gläubige, sondern gegen alles geistige Streben gerichtet sein. Doch nur, die lebendigen Glaubens sind, die Meiner von Mir gegründeten Kirche angehören, die werden ihn siegreich bestehen, denn sie werden kämpfen unter Meinem Panier, geleitet und geschützt von dem Heer unsichtbarer Streiter, die alle Mir und der Gerechtigkeit dienen... bis der Tag gekommen ist, da Ich die Meinen holen werde und sie befreie aus größter Not und Bedrängnis... bis der Tag des Gerichtes gekommen ist, der nicht lange danach folgen und allem irdischen und geistigen Kampf ein Ende setzen wird...

Amen


B.D. NR. 7441 - 30.10.1959

Zwiesprache mit dem Vater...

Sein Wort aus der Höhe...

In die Stille müsset ihr gehen, wenn ihr mit Mir reden wollet...

Ich verlange nur, daß ihr euch zurückzieht von der Welt und daß ihr euch in euer Kämmerlein zurückzieht und nun eure Gedanken zu Mir allein wendet... daß ihr euch gedanklich löset von der Welt und allen ihren Anforderungen, daß ihr nichts anderem in eurem Herzen Raum gebet als Mir und daß ihr Mir nun kindlich entgegenkommet, um auch Mich und Meine Ansprache zu vernehmen. Ich will ein Gebet im Geist und in der Wahrheit...

Und das erfordert völliges Lösen von allen weltlichen Gedanken, es erfordert ein Insich-Hineinhorchen, eine stille Zwiesprache mit eurem Vater und einem Lauschen nach innen, was euch euer Vater wohl zur Antwort gibt. Es bleiben eure Worte nicht ohne Antwort, wenn ihr nur darauf höret... wenn ihr wirkliche Zwiesprache begehret, daß ihr Mich anredet und nun wartet, was Ich euch darauf zu sagen habe...

Diese heimliche Zwiesprache mit Meinem Kind halte Ich überaus gern, breitet doch dann das Kind sein Herz vor Mir aus, und Ich kann ihm nun Antwort geben, wie es nur seiner Seele dienlich ist. Doch niemals kann Ich das inmitten der Welt, wenn der Mensch in jeder Weise abgezogen wird von innigen Gedanken an seinen Vater von Ewigkeit...

Wohl kann er ein Stoßgebet zu Mir emporsenden auch inmitten der Welt, und er wird guttun, dies sooft als möglich zu versuchen, daß er immer wieder einen kurzen Gedanken zu Mir sendet und so also in ständiger Verbindung bleibt mit Mir...

Aber ein rechtes Gebet im Geist und in der Wahrheit, da er Meine Vaterliebe allerdeutlichst erfahren darf, findet nur im Herzenskämmerlein statt, in stiller Zurückgezogenheit und inniger Hingabe des Kindes an den Vater...

Dann ist Ruhe eingezogen im Herzen des Menschen, und dann kann er Zwiesprache halten mit dem Vater... und er wird es nimmermehr bereuen, jede übrige Zeit zu einer solchen stillen Zwiesprache zu nützen, weil Ich überaus gern rede mit Meinem Kind und es aus jeder Zwiesprache einen großen Nutzen zieht für seine Seele. Das Lösen von der Welt wird dem Menschen oft schwerfallen, er wird in jeder Weise gehindert werden durch Meinen Gegner, der immer wieder solche innigen Verbindungen zu stören oder zu verhindern sucht...

Aber der Wille des Menschen soll stärker sein und Meinem Gegner widerstehen...

Dann wird der Mensch auch Kraft empfangen und ausführen können, was er will: sich mit Mir zu verbinden in innigem Gebet und zu hören, was der Vater spricht. Nur eine solche innige Bindung ermöglicht es, daß ihr Menschen durch einen Mitmenschen Mein Wort von oben vernehmet... nur eine Verbindung im Geist und in der Wahrheit ermöglicht es, daß sich Mein Geist ergießen kann in ein geöffnetes Gefäß...

Und darum ruht großer Segen auf einem solchen Beginnen, auf dem Vorsatz, sich Mir zu öffnen und Meinen Gnaden-strom in sich einfließen zu lassen. Denn an dieser Zuleitung Meines Wortes nehmen zahllose Seelen teil, die gleichfalls begehren, die Stimme des Vaters zu hören, und die in innigem Begehren darauf warten, angesprochen zu werden vom Vater...

Ziehet euch alle in die Stille zurück und lauschet...

Und ihr werdet wahrlich die Stimme eures Vaters hören dürfen, und sie wird euch ertönen wie liebliche Musik, denn was von Mir kommt, kann nur Glück und Segen euch schenken, was von Mir kommt, muß eure Seelen berühren wie eine köstliche Nahrung, nach der ihr euch sehnet und die ihr immer wieder und ohne Einschränkung erhalten werdet, sowie ihr sie begehret. Sendet ein Gebet empor im Geist und in der Wahrheit...

Erhebet eure Gedanken zu Mir und dann lauschet. Und Ich werde zu euch sprechen, wie ein Vater mit seinem Kind spricht, und eure Seele wird jauchzen und frohlocken über jedes Wort, das aus dem Munde Gottes kommt...

Amen


B.D. NR. 7442 - 31.10.1959

Vergebung der Sünde durch Jesus Christus...

Alle könnet ihr von Mir die Vergebung eurer Sünden erlangen, wenn ihr sie nur ernstlich begehret und zu Mir in Jesus Christus euren Weg nehmet, Der für alle eure Sünden am Kreuz gestorben ist. Es war eine ungeheure Sündenlast, mit der Ich zum Kreuz ging, denn es waren die Sünden der gesamten Menschheit der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, die Ich getragen habe...

Es war die Ursünde der gesamten Menschheit sowie auch alle Sünden, die der einzelne Mensch auf Erden getan hat...

Alle Schuld nahm Ich auf Meine Schultern und ging damit zum Kreuz...

Und ob eine Sünde noch so schwer ist, Ich habe sie Mir Selbst aufgebürdet, weil Ich euch erlösen wollte von all eurer Schuld, weil Ich euch die Reinheit des Herzens wiedergeben wollte, in der allein ihr euch Mir wieder nahen konntet und Mich schauen dürfet von Angesicht zu Angesicht. Ich wollte euch alle reinwaschen von eurer Schuld, Ich wollte die Sühne leisten für alle Sünden, die euch drückten und unwiderruflich getrennt hielten von Mir, weil Ich Mich nicht mit der Sünde vereinigen kann...

Darum tilgte Ich alle Schuld durch Mein Erlösungswerk, fordere aber von jedem Menschen den eigenen Willen, daß er erlöst werde. Darum also muß jeder Mensch seine Sündenschuld erkennen, die ihn weit getrennt hält von Mir, und er muß Mich um Vergebung seiner Schuld bitten...

Denn ohne das Eingeständnis seiner Schuld und der Bitte um Vergebung erkennt er nicht das Kreuzesopfer des Menschen Jesus an, und es kann ihm seine Sündenschuld nicht vergeben werden. Ihr selbst also müsset wollen, daß ihr erlöst werdet, und ihr müsset in diesem Willen zu Mir in Jesus Christus kommen und bitten um eure Erlösung...

Dann werdet ihr frei sein von aller Schuld, frei von Schwäche und Gebundenheit, in der euch Mein Gegner ewige Zeiten gehalten hat...

Ihr werdet frei sein von Finsternis, denn das Christuslicht durchleuchtet euch, die Liebe wird in euch entzündet und zu heller Flamme aufleuchten, denn der, der bar ist jeder Liebe, hat euch nicht mehr in seiner Gewalt, und Der, Der Selbst die Liebe ist, Der ist zu euch gekommen und lässet Sein Licht erstrahlen in eure Herzen, weil diese nun rein geworden sind, weil Jesus Christus die Schuld getilgt hat und euer Herz nun zum „Tempel Gottes“ geworden ist, sowie ihr die Liebe lebt...

Und seid ihr durch Jesus Christus erlöst von aller Schuld, so werdet ihr auch ein Liebeleben führen Seinem Willen gemäß, und Ich Selbst kann Wohnung nehmen in euren Herzen, die ihr Mir zu einem Tempel zubereitet habt durch die Liebe...

Aber ihr müsset unweigerlich zuvor Vergebung eurer Sünden erlangt und erhalten haben. Das ernste Verlangen danach sichert euch auch vollste Vergebung zu, denn Jesus Christus höret jeden Ruf, der aus schuldbeladenem Herzen zu Ihm emporsteigt...

Ich höre euch und komme gern eurem Verlangen nach, Ich tilge eure Schuld und ziehe euch an Mein Herz, weil ihr nun zu den Erlösten gehört, für die Ich Mein Blut auf Erden vergossen habe. Nur das Eingeständnis eurer Schuld fordere Ich, und das ist nicht schwer zu geben, denn ihr alle wisset, daß ihr schwache, unglückselige Geschöpfe seid, die noch in Unfreiheit und Finsternis des Geistes dahinleben, bevor sie nicht Erlösung finden durch die Liebe Jesu Christi, in Dem Ich Selbst Mich auf Erden verkörpert habe. Die Liebe des Menschen Jesus zu Seinen Mitmenschen war so groß, daß Er für eines jeden Menschen Sünden Sich Selbst opfern wollte, daß er sie tilgen wollte, um ihnen wieder den Weg frei zu machen zum Vater, Der in Ihm war...

Seine Liebe war so groß, daß Er jedem Menschen helfen wollte zur Seligkeit, die allein nur beim Vater zu finden war... und Seine Liebe ließ Ihn das bitterste Leiden und Sterben auf Sich nehmen, um damit die Schuld zu sühnen, die eine unüberwindliche Kluft geschaffen hatte zwischen Mir und den Wesen und die erst überbrückt werden mußte, was Jesus durch das Erlösungswerk und Seine unermeßliche Liebe auch getan hat. Er hat die Brücke geschlagen zwischen den Menschen und Mir, Er hat ihnen verholfen, zum Vater zu gelangen, und Er hat für alle Schuld Sein Blut vergossen am Kreuz, auf daß alle Menschen selig werden können...

Darum begehret ernstlich, eurer Sündenschuld ledig zu werden, erkennet und bekennet eure Schuld, und traget sie hin zum Kreuz, und rufet den göttlichen Erlöser Jesus Christus an um Vergebung...

Und ihr werdet gereinigt eingehen können in das Lichtreich, wenn euer Erdenleben beendet sein wird... ihr werdet den Weg zu Mir, zum Vater, gehen, den Jesus Christus euch vorangegangen ist, den Seine Liebe angebahnt hat und den jeder gehen muß, der selig werden will...

Amen


B.D. NR. 7443 - 1.11.1959

„Höret Meine Ansprache...“

Einen jeden Menschen suche Ich anzusprechen, wenn ihm Mein Wort nahegebracht wird...

Ob er es nun in seiner Gemeinde höret, ob er es liest oder es ihm im Gespräch unterbreitet wird... immer ist es eine Gelegenheit, wo Ich Selbst ihn anreden kann, wenn er selbst es will. Denn es kann auch an seinem Ohr verhallen, es können seine Augen über die Worte hinweglesen, er kann unachtsam sein in Gesprächen, es braucht nicht sein Herz zu berühren... doch erst dann, wenn es das Herz berührt hat, habe Ich Selbst zu ihm gesprochen. Aber er sollte keine Gelegenheit, Mich zu hören, an sich vorübergehen lassen, denn Meine Ansprache kann nur von Segen sein für ihn. Und darum kann auch kein Mensch sagen, noch niemals die Möglichkeit gehabt zu haben, Mich Selbst zu hören, denn Ich trete an einen jeden heran, weil Ich einen jeden gewinnen will für Mich und das nur geschehen kann, wenn Ich Selbst ihn anrede und er Mir Gehör schenkt. Aber zu letzterem kann Ich ihn nicht zwingen... ansonsten wahrlich alle von der Macht Meines Wortes berührt würden und es schon Eingang gefunden hätte in die Herzen aller Menschen. Doch ein „Eingehen im Zwang“ auf Meine Anforderungen, die Mein Wort an den Menschen stellt, wäre kein Erfolg für eure Seelen, und darum muß Ich abwarten, bis ihr euch freiwillig öffnet, bis ihr Mir von selbst euer Ohr leihet, bis ihr Meinen Worten lauschet und sie dann befolget...

Aber Ich spreche einen jeden einzelnen an, und das mehr als einmal im Leben...

Immer wieder versuche Ich, Mir Gehör zu verschaffen bei euch, weil davon euer Seelenheil abhängt, euer Los im jenseitigen Reich, wenn ihr den irdischen Leib verlassen müsset. Mein Wort muß euch getönt haben, d.h., es muß Widerhall im Herzen finden und euch veranlaßt haben, euer Leben entsprechend diesem Wort zu führen...

Dann wird auch Seligkeit euer Los sein im Jenseits, dann werdet ihr keine Not und Qual zu fürchten brauchen, denn dann standet ihr auf Erden schon in Verbindung mit Mir, weil ihr Herz und Ohr öffnetet der Ansprache, die für euch ertönte...

Lasset nicht Mein Wort an euren Ohren verhallen, merket auf, wenn es euch ertönt, überdenket es, und suchet es auszuleben, und ihr werdet beglückt sein über die Auswirkung des Wortes...

Es wird euch berühren, wie eine Gabe der Liebe, und es wird sich auswirken als Liebesgabe: Es wird euch Licht und Kraft eintragen, während ihr sonst licht- und kraftlos bleibt, und ob euch das Erdenleben noch so reich an irdischen Schätzen bedenkt. Eure Seele könnt ihr nur mit geistiger Kraft beglücken, und diese empfanget ihr durch die Zuleitung Meines Wortes, ganz gleich, in welcher Form ihr dieses entgegennehmet...

Lasset euch immer und überall ansprechen, indem ihr nur den Willen und das Verlangen habt, von Mir Selbst angesprochen zu werden. Dann wird es immer Mein Wort sein, ob ihr es höret oder leset. Das Verlangen nach Meinem Wort sichert euch auch den Empfang, und die Kraft Meines Wortes wird stets euch zuströmen, wenn ihr nur innig begehret, von Mir angesprochen zu werden. Denn dann ist euer Wille Mir zugewendet, und dann muß auch alles die Bindung zwischen uns herstellen, was ihr wollet und unternehmet. Und auch Mein Wort muß euch dann ertönen, denn ihr selbst öffnet durch euer Verlangen Ohr und Herz, und Ich kann euch anreden...

Ich kann sprechen zu euch, wie ein Vater zu seinen Kindern spricht, und ihr werdet immer im Segen dieser Meiner Ansprache stehen...

Amen


B.D. NR. 7444 - 2.11.1959

Wirkung des göttlichen Wortes an jenseitigen Seelen...

Inmitten einer Schar von Seelen befindet ihr euch, wenn ihr Mein Wort empfanget oder es weiterleitet an eure Mitmenschen. Ihr könnet sie nicht erblicken, aber ihr würdet überselig sein, so ihr ihre Dankbarkeit empfinden könntet, die sie immer mehr Anschluß suchen lässet an euch. Sie spüren es, daß von euch eine Nahrung ausgeht, die sie sättigt, die ihnen wohltut und die ihnen Kraft vermittelt, derer sie nötig bedürfen. Jedes Wort, das ihnen zu Herzen dringt, empfinden sie auch als von Mir Selbst ausgesprochen, und darum sind sie besonders beseligt, daß Ich sie einer Ansprache würdige, und sie entbrennen in heißer Liebe zu Mir. Keine geistige Arbeit machet ihr unbemerkt von diesen Seelen, denn wenn sie einmal von euch Speise und Trank entgegengenommen haben, weichen sie nicht mehr von euch, und sie warten immer nur darauf, daß ihr die Bindung herstellet mit der geistigen Welt, die sie als Lichtstrahl bemerken und dann in größter Achtsamkeit alles verfolgen und daran teilnehmen, was euch geboten wird von Mir...

Ihr wisset nicht um den großen Segen geistiger Bindungen durch Anhören oder Weitergabe Meines Wortes... ihr wisset nicht, welche Schar ihr damit beglücken könnet und welche Wirkung Mein Wort auf alle diese Seelen ausübt, die nötig Licht und Kraft gebrauchen, die aber auch willig sind, Licht und Kraft entgegenzunehmen. Gierig nehmen sie jedes Wort auf und denken darüber nach, und wenn einmal eine Seele diesen Lebensquell entdeckt hat, geht sie nicht mehr davon weg, denn sie zieht stets mehr Vorteil davon, je verlangender sie die Speise und den Trank entgegennimmt. Und sie arbeitet dann selbst damit, weil sie nicht anders kann, als immer wieder der Gnade Erwähnung zu tun, die ihr geboten ist dadurch, daß sie teilnehmen darf an der Speisung unzähliger Seelen. Und wenn ihr Menschen dieser Seelen gedenket, denen ihr Gutes antun könnet nur dadurch, daß ihr selbst euch belehren lasset, daß ihr Mein Wort direkt oder indirekt entgegennehmet... wenn ihr bedenket, daß jede geistige Unterhaltung stets helleres Licht um die Seele verbreitet, dann solltet ihr euch keine Gelegenheit entgehen lassen, Mein Wort zu hören oder zu lesen, und immer wieder den euch umgebenden Seelen Nahrung austeilen, die ihnen zur Reife verhilft in kurzer Zeit. Ihr sollet dieser Seelen in erbarmender Liebe gedenken und wissen, daß ihr ihnen zur Erlösung verhelfen könnet, wenn ihr Mein Wort verkündet, still oder auch laut, wie es die Gelegenheit ergibt. Niemals werdet ihr ohne Zuhörer sein, denn wenn auch die Weltkinder euch nicht anhören wollen, aber die Wesen im jenseitigen Reich sind stets bereit, euch anzuhören, sie warten darauf, weil schon ein geistig gerichteter Gedanke sich als Lichtfunke äußert, dem sie überschnell entgegeneilen, um nur nichts zu versäumen. Diese Seelen hungern und dursten wahrhaft nach dem Brot des Himmels und dem Wasser des Lebens...

Ihr könnet sie sättigen und immer wieder ihnen Kraft zuführen, und das Wissen darum soll euch anregen, recht oft Mein Wort in die Unendlichkeit ertönen zu lassen, sei es durch direkte Entgegennahme, durch Zuleitung Meines Wortes von oben, sei es durch Weitergabe, durch Verkünden des reinen Evangeliums, das ihr von Mir empfanget, wenn ihr es nur begehret...

Ihr höret es niemals allein, sondern ihr seid immer von einer Schar umgeben, die es überaus dankbar entgegennehmen, die sich sättigen daran und glücklich sind, daß auch sie damit nun arbeiten können zum Wohl der Seelen, denen sie Licht bringen möchten...

Ihre geistige Armut wird schwinden, sie werden sich lösen können aus der Finsternis, sie werden Seligkeit spüren, denn das Licht wird sie anstrahlen und durchstrahlen, das von Mir ausgeht, Der Ich das Licht bin und die Wahrheit von Ewigkeit...

Amen


B.D. NR. 7445 - 3.11.1959

Todesgedanken sind günstig für die Seele...

Immer wieder werdet ihr ermahnt, eures zeitlichen Endes zu gedenken, denn ihr lebet nur dann bewußt auf dieser Erde, wenn ihr der Zeit nach eurem Leibestode gedenket, die ihr euch schaffet während des Erdenlebens zum Seligkeits- oder auch zum Not- und Qualzustand. Beschäftigt ihr euch in Gedanken des öfteren mit dem Tode, dann suchet ihr auch den Zweck eures Erdenlebens zu ergründen, weil es euch unbegreiflich scheint, daß ihr nur für die kurze Erdenzeit bestehen sollet, die auch noch für jeden Menschen von unbestimmter Dauer ist...

Und gefühlsmäßig schon werdet ihr ein Fortbestehen eurer Seele anerkennen müssen, denn euer Ich, eure Seele, wehrt sich gegen den Gedanken eines gänzlichen Ausgelöscht-Seins...

Sie fühlt es, daß sie weiterlebt, und es wird der Mensch darum doch verantwortungsbewußt leben auf Erden, der dessen gedenket, daß seine Zeit abgegrenzt ist dem Willen Gottes gemäß. Darum sind solche Gedanken immer nur nützlich für eure Seele, da ihr euch mit dem euch einmal sicheren Tode beschäftigt, denn sie können euch nur anspornen, Seelen-Arbeit zu leisten aus dem inneren Antrieb heraus, diese zur Vollendung zu bringen, solange sie noch auf Erden weilt. Denn kein Mensch weiß, wie lange ihm noch ein Leben auf dieser Erde vergönnt ist...

Aber nicht jeder bewegt solche Gedanken in sich, denn den die Welt lockt und gefangenhält, der wird solche Gedanken immer weit von sich wegweisen und dem Leben abgewinnen wollen, was immer nur möglich ist. Und diese sind es, die im jenseitigen Reich ankommen ohne jeglichen geistigen Reichtum, die arm und dürftig sich drüben wiederfinden in Finsternis und völliger Kraftlosigkeit...

Vor diesem Schicksal sollet ihr gewarnt werden, und ihr werdet sicherlich euer Leben zu ändern suchen, wenn ihr euch mehr mit Todesgedanken befasset, denn ihr werdet den Tod in Kraftlosigkeit und Finsternis gefühlsmäßig fürchten und euch zuvor schon Licht und Kraft zu erwerben suchen, weil euch der Geist von innen antreibt, sowie ihr nur kurze Zeit bereit seid, ihn anzuhören, was immer geistige Gedanken begünstigen, denn jeder Gedanke an den Tod und das Nachher ist schon ein geistig gerichteter Gedanke, der immer günstig sich auswirken wird, wenn der Wille des Menschen gut ist. Und diese werden im besonderen angesprochen, weil sie oft einen Schwachen Willen haben, der durch Worte oder Beispiel zum Handeln veranlaßt werden soll. Denket des öfteren daran, daß ihr sterben müsset, und denket daran, euch den Zustand eurer Seele nach dem Tode zu verbessern noch auf dieser Erde. Und ihr werdet nur Nutzen ziehen für eure Seele, denn sie wird sich unwillkürlich bemühen, ihren Lebenswandel gut, d.h. im Sinne Gottes, zu führen, weil sie die Verantwortung spürt. Es kann der Mensch wohl die Gnade haben, ein hohes Alter zu erreichen, es kann aber sein Erdenleben auch nur ganz kurz währen, und immer soll er bereit sein für den Eingang ins Lichtreich, denn er kann auch in kurzer Zeit ausreifen und vorwärtsschreiten in seiner Entwicklung, aber er muß auch dazu den Willen haben und mit geistig gerichtetem Blick seinen Erdenwandel zurücklegen; und er wird dann auch nicht die Stunde des Todes zu fürchten brauchen, sie wird nur einen Wechsel seines Aufenthaltes bedeuten, einen Wandel der Sphäre, die nun die Seele aufnimmt: das Reich des Lichtes und der Seligkeit, wo sie leben wird und ewig keinen Tod mehr zu fürchten braucht...

Amen


B.D. NR. 7446 - 4.11.1959

Der Geist Jesu Christi ist die Liebe...

Gottes Gegenwart...

Niemand wird ohne Jesus Christus selig...

Immer wieder wird euch das gesagt, denn ihr Menschen seid noch nicht sehr vom Geist Jesu Christi durchdrungen, ansonsten ihr nicht in Glaubensschwäche und Kraftlosigkeit dahingehen würdet, selbst wenn ihr den Willen habt, zu den Meinen zu gehören. Der Geist Jesu Christi ist der Liebegeist, von dem Er so völlig durchdrungen war, daß Meine Gegenwart in Ihm also möglich wurde, oder auch: Mein Liebegeist durchdrang Ihn, und so war Ich Selbst es, Der in Ihm war. Der göttliche Liebegeist muß vorerst in euch wirken können, dann erst werdet ihr sagen können:„Jesus Christus ist in mir...

Gott Selbst ist mir gegenwärtig...“ Und Ich will in euch gegenwärtig sein. Und euer ganzes Dasein ist daher eine Kette von Erlebnissen, die alle geeignet sind, euch Mir in Liebe zu nähern und so Meine Gegenwart möglich zu machen...

Denn ihr werdet ständig zum Liebewirken angeregt, und so ihr dieses übet, wird euch der göttliche Liebegeist stets mehr durchstrahlen, und ihr werdet mit Mir in Jesus Christus verbunden sein, und Ich werde euch mit Kraft und Licht erfüllen, weil Ich euch gegenwärtig sein kann...

Aber lebendig muß dieses Verhältnis sein zwischen euch und Mir, ansonsten auch euer Glaube ein toter ist, ansonsten Ich euch nicht gegenwärtig sein kann...

Und in der Liebe nur wird euer Glaube das wahre Leben finden...

Lasset die göttliche Liebe Selbst in euch sein, denn mit jedem Werk der Liebe ziehet ihr Sie an euch heran, und so ihr also in der Liebe lebet, lebet ihr auch mit Mir, Der Ich die Ewige Liebe bin...

Und Ich verlasse euch ewig nicht mehr, auch dann nicht, wenn ihr Meine Nähe nicht zu spüren vermögt...

Ich bin bei euch, die ihr eines guten Willens seid...

Aber denket immer darüber nach, warum ihr Mich oft nicht zu spüren vermögt. Denket darüber nach, daß Meine Liebe nicht wirksam werden kann, wenngleich sie euch immer gilt, daß Meine Liebe erst dann von euch empfunden wird, wenn ihr selbst sie erwidert und ihr Mir also mit heißer Liebe entgegenkommet, die Mir dann die spürbare Gegenwart gestattet. Es ist kein Zurückziehen Meiner Liebe von euch, nur eine Unwirksamkeit, die ihr selbst veranlaßt, wenn ihr es an Liebewirken mangeln lasset, aber immer wieder wirke Ich von innen auf euch ein, die Liebe zu üben, und immer wieder werdet ihr Mich dadurch in eure Nähe ziehen und sagen können: Jesus Christus, die verkörperte Liebe, ist in mir und mir gegenwärtig...

Und wenn ihr diese Meine Gegenwart nicht spüret, so bemüht euch immer nur, ein Leben in der Liebe zu führen, und ihr werdet es innerlich fühlen, daß ihr Mir verbunden seid, es wird euch Meine Gegenwart nicht mehr zweifelhaft erscheinen, ihr werdet reden können in aller Innigkeit, wie ein Kind mit seinem Vater redet... und euer Glaube wird fest und unerschütterlich werden, weil er durch die Liebe lebendig ist...

Amen


B.D. NR. 7447 - 5.11.1959

Ständige Hilfe von seiten Gottes...

Von Mir aus stehen euch alle Mittel zur Verfügung, um selig werden zu können...

Von Mir aus gibt es keine Beschränkung von Gnaden, kein Einhalten Meiner Liebedurchstrahlung, es gibt keine Rücksetzung Meiner Geschöpfe und auch keine Vermin-derung Meiner Liebe...

Ihr könnet alles in reichstem Maße von Mir beziehen, wenn ihr selbst es nur wollet, wenn ihr alle Meine Gnadengaben willig und freudig dankend in Empfang nehmet und damit wirket. Und ihr könntet es zur höchsten Vollendung bringen schon auf Erden, wenn ihr nur immer Mich Selbst euch zum Ziel setztet, das ihr anstrebet, und wenn euer Wille immer nur auf Mich gerichtet bliebe, daß ihr euch Mir angleichet, solange ihr auf Erden weilet. Es geht also nur darum, daß ihr geistig strebet, daß ihr Mich zu erreichen suchet, daß ihr eure eigene Unvollkommenheit erkennet und euch stets bemühet, zur Vollendung zu gelangen... daß ihr euer Wesen zu wandeln suchet, um euer Wesen wieder dem Meinen anzugleichen, wie es war im Anbeginn. Und daß ihr es könnt, dafür bürgt Meine unendliche Liebe, die nichts weiter will, als daß ihr diese Angleichung wiedererreichet. Denn sie verheißet euch ungeahnte Herrlichkeiten im geistigen Reich, nach dem Tode eures Leibes. Und da Ich Selbst diese eure Vollendung will, werde Ich euch auch wahrlich alle Hilfsmittel zukommen lassen, daß ihr sie erreichet. Und so werdet ihr gleichsam getragen, und ihr brauchet nur keinen Widerstand anzuwenden, ihr brauchet nur alles zu tun, wozu ihr euch innerlich gedrängt fühlet, weil dies Meine leise Stimme ist, die euch raten und helfen will. Leistet ihr aber inneren Widerstand, daß ihr die Stimme in euch überhöret oder gegen diese Stimme handelt, dann wird es mit eurer Umwandlung zur Liebe noch gute Weile haben...

Aber dann bestimmt immer ihr selbst den Zustand, in dem ihr euch befindet, weil von Meiner Seite aus nur das geschieht, was euch ausreifen lässet, was euch aufwärtsbringt in eurer geistigen Entwicklung. Und nun ist die Liebe in euch maßgebend, die ihr Mir Selbst... und, als Beweis dieser Liebe... auch dem Nächsten entgegenbringt. Wo Liebe im Herzen sich entzündet hat, dort wird der Mensch auch gern den Anweisungen folgen, die ihm von Meiner Seite aus zugehen... wo Liebe ist, da wird auch Meine Liebe wohltätig empfunden werden und die Liebe erwidern, die der Mensch von seiten seines Gottes und Vaters immer wieder spüren darf...

Wo Liebe ist, dort mangelt es auch nicht an Kraft, das Umgestaltungswerk an der Seele in Angriff zu nehmen, und wo Liebe ist, dort bin Ich Selbst gegenwärtig, und Ich helfe nach, wo der Mensch zu schwach ist im Wollen. Niemals werde Ich euch euren Entwicklungsgang erschweren, auch wenn es mitunter den Anschein hat, als seien euch von Mir aus Hindernisse in den Weg gelegt...

Ich weiß es, was eurer Seele zum Besten dienet, und Ich bin jederzeit bereit, ihr zu helfen in geistiger Not. Und irdische Nöte sind zuweilen nur dazu da, daß geistige Nöte behoben werden, irdische Nöte sollen den Menschen näherführen zum Vaterherzen, weil alles erfolgreich ist, was den Menschen zur innigen Bindung mit Mir veranlaßt. Ich ziehe unentwegt Mein Kind zu Mir aus lauter Liebe, aber Ich kann nicht mehr tun, als seine Liebe zu Mir es verträgt...

Und würde Meine Liebe in ganzer Kraft auf den Menschen einstrahlen, dann würde das Feuer Meiner Liebe das Kind verbrennen, solange nicht seine Seele den Reifegrad erreicht hat, daß sie auch das stärkste Liebefeuer ertragen kann, ohne zu vergehen...

Aber sie kann diesen Zustand erreichen, und Ich tu’ als Vater wahrlich alles, um Mein Kind einmal endlos beglücken zu können, und von Mir aus wird es auch jegliche Hilfe erfahren, um sie zu jenem Glück und zur Seligkeit zu führen... die ihr beschieden ist in alle Ewigkeit...

Amen


B.D. NR. 7448 - 6.11.1959

Gott fordert Nachdenken...

Wenn ihr Meinen Ruf vernehmet, so verschließet nicht eure Herzen, sondern höret, was Ich zu euch reden will: Gehet mit euch selbst zu Gericht, und ihr werdet es wissen, was euch mangelt, die ihr noch nicht lebendig geworden seid, so daß euch Mein Geist von innen belehren kann...

Ihr alle könntet erfüllt sein von Meinem Geist, denn der Funke Meines göttlichen Vatergeistes ruhet in euch, in einem jeden Menschen... ganz gleich, ob er ihn entzündet oder ihn verglimmen lässet... er ist in euch, und es bedarf nur eines kleinen Liebefeuers in euch, daß ihr ihn entzündet und er zur hellen Flamme wird...

Habt ihr diesem Funken in euch schon die Möglichkeit gegeben, sich zu entzünden? Dann müßte er auch einen kleinen Schein verbreiten, und in diesem matten Lichtschein würdet ihr Dinge erkennen, die euch zuvor nicht ersichtlich waren...

Ich spreche zu euch, die ihr in Dunkelheit des Geistes noch dahingeht, die ihr nicht um die Zusammenhänge wisset, die euren Gott und Vater dazu bewegen, euch durch Seinen Geist Kenntnis zu geben...

Ich spreche zu euch, die ihr nicht nachdenket...

Denn ein ernsthaftes Nachdenken müßte euch zu Zweifeln und Fragen veranlassen, weil ihr noch verdunkelten Geistes seid und das Licht in euch selbst noch nicht entzündet habt. Aber denket ihr nach? Denket ihr einmal über den mangelhaften Geisteszustand derer nach, die wohl an der Spitze zu stehen glauben und doch so blind sind, daß sie keine „Führer“ abgeben können. Denket einmal darüber nach, ob ein Gott und Schöpfer, Der in Sich Liebe, Weisheit und Allmacht ist, davon Abstand nehmen würde, daß alles, was Ihn bezeugen soll, Liebe, Weisheit und Allmacht bekundet...

Und wo findet ihr Liebe, Weisheit und Allmacht in Glaubenslehren, die euch dargeboten werden und die doch nur verbildet oder reine Menschenlehren sind?...

Ihr brauchtet nur tiefer nachzudenken, und es müßte euch wie Schuppen von den Augen fallen, daß der große Geist der Unendlichkeit, der Gott der Liebe und Weisheit, nicht solche Anforderungen an euch stellen wird, wie es euch die Kirchengebote vorschreiben. Seine einzige Anforderung an euch Menschen ist das Erfüllen der Gebote der Gottes- und der Nächstenliebe...

Und kommt ihr nur dieser Anforderung nach, dann wird es in euch schon hell, denn dann erweckt ihr den Geistesfunken in euch zum Leben und dieser führt euch ein in alle Wahrheit... (Joh. 14, 15 - 26) Wo aber suchet ihr die Wahrheit? In verbildetem Geistesgut, in Irrlehren und in Lehren, die geistigen Zwang allerdeutlichst erkennen lassen, wo Ich immer nur den freien Willen der Menschen achte, weil der Mensch nur im freien Willen zur Vollendung gelangen kann...

Habt ihr schon darüber nachgedacht, daß die Menschen gehindert werden an ihrer Seligwerdung durch alle diese Lehren und menschlich erlassenen Gebote? Daß sie die einzigen göttlichen Gebote der Liebe zu Gott und zum Nächsten zumeist zurückstellen um dieser menschlich erlassenen Gebote willen und doch glauben, dem göttlichen Willen gemäß zu leben auf Erden? Habt ihr schon nachgedacht, welch geistige Verflachung unter den Menschen entstehen kann und schon entstanden ist, die nicht selbst denken und sich selbst mit ihrem Gott und Vater in Verbindung setzen, daß Er sie lehre und führe?...

Warum stellt ihr immer ein menschliches Aufbauwerk in den Vordergrund, das keinen Anspruch hat darauf, die von Jesus Christus gegründete Kirche zu sein?...

Wohl können auch unter euch Menschen sein, die im lebendigen Glauben stehen, deren Geist erweckt ist und die also Seiner Kirche angehören, aber diese von Ihm Selbst gegründete Kirche besteht nicht in einer Organisation, die allzudeutlich menschliches Aufbauwerk ist...

Es ist die „Gemeinschaft der wahrhaft Gläubigen“, die wohl in allen Organisationen zu finden sind, deren Voraussetzungen aber ganz andere sind, als ihr glaubet. Und lebet ihr in der Liebe, dann wird euch auch der Geist in euch selbst belehren, und ihr werdet hellsichtig und hellhörig alles betrachten, was ihr als „unerweckt“ noch verteidigt und festhaltet. Ich als euer Gott und Vater aber werte den Menschen nur nach seiner inneren Verfassung, nach seinem Liebeleben, nach seiner Erkenntnis; doch es darf sich der Mensch nicht selbst wehren gegen das Licht, wenn es ihm vorgehalten wird...

Er soll sich freuen und bereit sein, sich selbst das Lebenslicht für seine Seele daran zu entzünden, denn Meine Liebe tritt euch immer in Form eines Lichtes entgegen, weil allein das Licht beseligt und weil allein die Wahrheit das Licht ist von Ewigkeit und die Wahrheit immer nur von Mir Selbst ausgeht, Der Ich Selbst die Wahrheit bin von Ewigkeit...

Amen


B.D. NR. 7449 - 7.11.1959

Auswirkung der Lehren im Jenseits...

Es ist keine leichte Arbeit, den Irrtum aus der Welt zu schaffen, weil es in der Natur der Sache liegt, daß der Irrtum weit eher angenommen wird von den Menschen, daß sie zu ihm nicht so in Abwehr stehen als zur reinen Wahrheit. Das ist zu erklären mit der mangelhaften Beschaffenheit des Menschen selbst, der noch zu sehr unter dem Einfluß des Gegners steht, der den Menschen immer negativ beeinflussen wird und bei ihm Gehör findet. Dennoch muß versucht werden, gegen den Irrtum anzugehen, was immer nur der Mensch können wird, der selbst in der reinen Wahrheit steht und der darum auch Wahrheit und Irrtum zu unterscheiden vermag. Dieser wird nicht nur eine irrige Lehre ablehnen, sondern es auch begründen können, warum eine solche Lehre abzulehnen ist, und diese Begründung allein kann eine Abkehr davon möglich machen, während sonst die Menschen fest darin verharren werden, daß jene Lehre Wahrheit ist. Das gilt im besonderen für die Menschen, die bedenkenlos alte Traditionen übernehmen, ohne sich deren Ursprung zu überlegen; es gilt für die Menschen, die gar nicht danach fragen, ob ihnen Wahrheit geboten wurde, sondern unbedenklich alles annehmen, was ihnen als Wahrheit unterbreitet wird. Es gilt für alle diejenigen, die uninteressiert an der „Wahrheit“ sind, denen es gleich ist, in welcher Geistesrichtung sich ihr Denken bewegt, und die überhaupt nicht nachdenken und darum auch kein Verlangen nach der Wahrheit haben. Aber auch diese sollen angesprochen werden von den Wahrheitsträgern, auch sie sollen aus ihrem Schlafzustand aufgerüttelt werden, und die Irrlehren sollen grell beleuchtet werden, auf daß sie nachdenken und Stellung nehmen dazu. Denn mit Irrtum behaftet eingehen zu müssen in das jenseitige Reich bedeutet für die Seele eine Rodearbeit, bis sie etwas frei wird, weil der Irrtum von einer solchen Seele so fest vertreten wird, daß es schwer ist, ihr diesen Irrtum auszureden...

Es kann aber eine Seele erst dann selig sein, wenn sie sich in der Wahrheit bewegt, weil ihre Seligkeit im Austeilen besteht, sie aber erst dann wird austeilen können, wenn sie selbst einen Besitz hat. Die Seele muß unbedingt im jenseitigen Reich erst zur Wahrheit gelangen, ehe sie selbst sich am Beglücken anderer Seelen beteiligen kann, das im Verbreiten und Weiterleiten der Wahrheit besteht. Ihr Menschen wisset es nicht, wie folgenschwer sich irrige Lehren auswirken im Jenseits, weil es eure eigene Schuld ist, wenn ihr in den Irrtum verstrickt seid... weil ihr weder die reine Wahrheit begehret noch etwas dazu tut, sie zu empfangen. Denn sie steht euch jederzeit zur Verfügung, und dem geringsten Willen, die Wahrheit zu erfahren, wird entsprochen werden, indem sie euch dann zugeführt wird in irgendeiner Weise. Aber solange ihr diesen Willen nicht aufbringt, solange ihr euch inmitten des Irrtums wohl fühlt oder ihr gleichgültig seid, worin euer Geistesgut besteht, lehnet ihr auch die Wahrheit ab, wenn sie euch in Form von Gnadengaben zugeleitet wird...

Es genügt euer ernster Wille, in der reinen Wahrheit zu stehen, und sie wird euch werden...

Es werden eure Gedanken dann immer so geleitet, daß ihr zu zweifeln und zu fragen beginnet, daß ihr aufmerket, sowie geistige Aufklärungen euch zugeführt werden, und ihr immer dann die rechten Gedanken fassen werdet, weil ihr die Wahrheit begehret...

Darum ist es für einen jeden Menschen leicht, zur Wahrheit zu gelangen, weil nur sein eigenes ernstes Verlangen rege zu werden braucht, um nun auch garantiert die Wahrheit zugeführt zu bekommen, die er unwiderruflich noch auf Erden gewinnen muß, um hellen Geistes ins jenseitige Reich eingehen zu können, wo es für ihn licht und klar ist, wo er also keine Finsternis mehr zu fürchten hat...

Jeder Irrtum aber bedeutet auch Finsternis...

Wenn ihr euch das einmal ernsthaft bedenket, daß nur dort Licht leuchten kann, wo die Wahrheit ist, dann würdet ihr bangen Herzens nur der Wahrheit nachjagen, um nicht in diese Finsternis zu verfallen, die jeglicher Irrtum für eure Seele dereinst bedeutet. Denn Finsternis ist Qual, Licht allein ist Seligkeit...

Darum haben die Jünger der Endzeit den Auftrag, gegen allen Irrtum vorzugehen, weil den Seelen diese Finsternis dereinst erspart bleiben soll. Aber die Menschen müssen den Willen und das Verlangen haben nach Licht, nach einem Zustand hellster Erkenntnis, den ihnen nur die Wahrheit bieten kann...

Die Menschen müssen im tiefsten Herzen wollen, in der Wahrheit zu stehen, weil diese Wahrheit Anteil ist der Ewigen Gottheit und weil Irrtum eine Verfinsterung des Geistes bedeutet, hinter der immer nur der Gegner Gottes steht. Wahrheit allein ist Licht...

Darum suchet die Wahrheit, solange ihr auf Erden wandelt, denn dann ist es weit schwerer, dazuzugelangen, wenn euch Finsternis im geistigen Reiche umfängt, aus der ihr euch nicht so leicht lösen könnet wie auf Erden, wo immer wieder euch die reine Wahrheit angetragen wird, wo die Wahrheit ständig den Irrtum bekämpfen wird und auch von jedem Menschen als Wahrheit erkannt werden kann, der nur eines guten Willens ist...

Amen


B.D. NR. 7450 - 8.11.1959

Tisch des Herrn - Abendmahl...

Immer wieder erhaltet ihr Nahrung für eure Seele, denn diese soll nicht darben während des Erdenlebens, sie soll nicht zu hungern und zu dürsten brauchen, weil Ich unausgesetzt austeile, was sie zu ihrer Erhaltung und zum Ausreifen bedarf. Mein Tisch ist immer gedeckt, immer könnet ihr mit Mir das Abendmahl nehmen, das Ich Selbst euch darreiche und das euch wohl bekommen soll...

Und so Ich euch speise und tränke, werdet ihr wahrlich eine gesunde Kost entgegennehmen, die eurer Seele zur Gesundung verhelfen wird, die noch krank und schwach ist und eine kräftige Nahrung braucht, um wieder zu jenen Kräften zu kommen, die sie besaß zu Anbeginn...

Es muß ihr das Brot des Himmels geboten werden, das da ist das reine Wort, das von Mir ausströmt in die Unendlichkeit, das eine jede Seele berührt, die sich öffnet, die bereit ist, sich an Meinem Tisch zu sättigen...

Wer einmal von dieser Nahrung genossen hat, der hat auch ihre Wirkung verspürt, und er wird nicht mehr ablassen, sich Speise und Trank dort zu holen, wo sie ihr in Liebe dargeboten wird: bei Mir Selbst, Der Ich als Gastgeber immer wieder euch an Meinen Tisch einlade, damit ihr empfanget aus Meinen Händen, was Ich euch biete. Und ihr werdet genesen an eurer Seele, ihr werdet Kraft und Licht empfangen, ihr werdet euer Wesen wandeln und wieder euer Urwesen annehmen, denn ihr nehmet Mein Fleisch und Mein Blut in euch auf und müsset sonach euch Meinem Urwesen angleichen...

Und Fleisch und Blut ist Mein Wort, Fleisch und Blut bin Ich Selbst, Der Ich das Wort bin von Ewigkeit...

Wisset ihr nun, was es heißt, mit Mir das „Abendmahl“ zu nehmen, an Meinen Tisch zu treten, Mein Fleisch zu essen und Mein Blut zu trinken?...

Wisset ihr, daß Ich euch laben will mit einer gesunden Speise, auf daß ihr dadurch gekräftigt werdet in eurer Seelensubstanz, auf daß sie wieder wird, was sie war im Anbeginn... ein in aller Vollkommenheit erstrahlendes Wesen, das Meinen Geist in sich trug, den Geist der Liebe...

Und eure Seele soll wieder diesen Geist in sich aufnehmen, sie soll wieder zur Liebe werden und benötigt dazu Kraft, die ihr durch Meine Nahrung zugeführt wird...

Was Mein Liebewesen ausstrahlt, das soll wieder in aller Kraft einstrahlen in Mein geschaffenes Wesen, es soll die Seele diese Kraft aufnehmen beim Empfang des Himmelsbrotes, Meines Wortes, das mit Meiner Kraft gesegnet ist. Darum lade Ich euch immer wieder ein, zum Tisch des Herrn zu kommen und euch speisen und tränken zu lassen von Mir, von dem Gastgeber, Der euch liebt und wahrlich das Beste euch geben will, das Er zu bieten hat: Sein Wort, Speise und Trank für die Seele, Medizin zu deren Gesundung und Kraft, die unentwegt dem Kraftquell aus Mir entströmt. Kommet alle an Meinen Tisch, lagert euch alle um den Quell, nehmet alle aus Meiner Hand entgegen, was euch dienet zum Ausreifen...

Lasset euch alle ansprechen von Mir, und ihr werdet der Kraft spürbar innewerden, die euch durchströmt, wenn ihr nur in aller Innigkeit Mich bittet um Speise und Trank und dankend dann entgegennehmet, was ihr empfanget. Und glaubet es, daß ihr diese Nahrung benötigt, denn ihr seid schwach und brauchet Kraft; ihr seid krank und brauchet Medizin, und ihr könnt immer zu Mir kommen, und Ich werde euch alles geben, was ihr brauchet, um zu gesunden und auszureifen, solange ihr auf Erden weilet. Aber gehet nicht an dem Lebensquell vorüber, den Ich für euch erschlossen habe...

Höret, wenn Ich zu euch rede, denket darüber nach... kommet immer wieder, um Meine Ansprache zu vernehmen, und ihr werdet bald keine andere Speise und keinen anderen Trank mehr entgegennehmen wollen, ihr werdet euch dann ständig einfinden an Meinem Tisch, ihr werdet Meiner Einladung folgen, zum Abendmahl zu kommen, und Ich werde es euch darreichen mit aller Liebe, die der Gastgeber Seinen Gästen schenken wird, die sich immer bei Ihm einfinden, um sich sättigen zu lassen...

Amen


B.D. NR. 7451 - 9.11.1959

Urteilskraft des Empfangenden...

Und daß ihr die Schrift leset mit rechtem Verständnis, das bringt auch nur der Geist in euch zuwege, der den Verstand recht lenkt, der ihm hilft, alles recht aufzunehmen und im rechten Sinne auszulegen. Denn er kann nur den Buchstabensinn erfassen, er kann aber auch den geistigen Sinn der Buchstaben aufnehmen, und dann ist das Denken des Menschen vom Geist gelenkt. Und so ist es auch mit jedem Wort, das Gott in Seiner Liebe aus der Höhe zur Erde leitet...

Er muß dem Empfangenden auch gleichzeitig das Verständnis dafür erschließen, ansonsten auch diese Worte tot sind und bleiben würden und dem Menschen keinen sonderlichen Segen eintragen könnten. Der Geist erst läßt das Wort lebendig werden, und der Geist ist die göttliche Kraft im Menschen, die jegliche göttliche Ausstrahlung recht richtet...

Gott spricht den Menschen an und gibt ihm gleichzeitig die Fähigkeit, das Wort mit dem Verstand festzuhalten, zu durchdenken und auszuwerten... immer vorausgesetzt, daß der Mensch den Willen hat, aus dem göttlichen Wort Nutzen zu ziehen... was aber auch kaum anzuzweifeln ist bei einem Menschen, der sich selbst Gott hingibt, um Seine Ansprache zu vernehmen. Es ist aber erst dann sein geistiges Eigentum, wenn der Mensch es versteht und auch dem Mitmenschen weitergeben kann. Darum aber kann auch eine Erklärung des Menschen, der das Wort empfangen hat, als richtig angenommen werden, weil Gott dem Menschen mit Seinem Wort auch die Urteilskraft schenkt, da es dessen Aufgabe nun ist, für das empfangene Wort einzutreten und es auch verständlich dem Mitmenschen weiterzugeben, wenn es nicht möglich ist, die direkten Worte dem Mitmenschen zu übermitteln. Es wird niemals der Empfänger der göttlichen Wahrheit von dem Inhalt selbst unbeeindruckt bleiben oder nicht aufnahmefähig sein für jenen Inhalt, er wird es verstehen und mit klaren Worten auch dem Mitmenschen verständlich machen können, denn das ist die Kraft des göttlichen Wortes, daß es... als vom Geist Gottes vermittelt... auch den Geist im Menschen anspricht, der alles versteht und also auch verständlich wiedergeben kann. Es ist ein gewisser Liebegrad nötig, um als Mittler zwischen Gott und den Menschen Sein Wort entgegennehmen zu dürfen, und dieser Liebegrad gewährleistet auch das Verständnis dafür, was er nun als Geistesgut direkt empfängt...

Und so ist eine falsche Wiedergabe von Lehren nicht zu fürchten, wenn dies auch mündlich geschieht, weil der Mensch den Sinn voll und ganz begriffen hat, dem diese Offenbarungen zugegangen sind. Es spricht der Geist zum Geist... d.h., der Vatergeist von Ewigkeit sendet seine Ausstrahlung dem Menschen zu, der sich öffnet...

Also kann dieser nur göttliche Ausstrahlungen empfangen, und diese göttliche Ausstrahlung hat wahrlich die Kraft, das Denken des Menschen recht zu leiten, so daß das Geistesgut recht verstanden und auch recht wiedergegeben wird. Dagegen sollen sich Außenstehende nicht an die Veränderungen von solchen geistigen Lehren geben, sie sollen nicht selbst erklären wollen und also ihr menschliches Denken einmischen, wenn sie nicht gleichfalls vom Geist Gottes erleuchtet sind, dann aber stets die gleiche Abwehr haben werden, dem göttlichen Wort etwas hinzuzusetzen oder es ändern zu wollen...

Nur der unerweckte Geist gibt sich zu einer solchen Arbeit her, göttliche Offenbarungen zu „bearbeiten“ oder zu erklären...

Denn der erweckte Geist weiß es, daß solches unnötig ist und immer nur nachteilig sein kann für das, was Gott den Menschen zugeleitet hat durch Seinen Geist. Und darum sollet ihr euch hüten, dort euren Verstandes Arbeit einsetzen zu wollen, wo göttlicher Geist gesprochen hat, und ihr werdet Sorge tragen, daß das Lebenswasser rein erhalten bleibt, so wie es von dem Lebensquell entströmt ist...

Denn was von Gott ausging in aller Reinheit, soll unverändert bleiben, und es wird nicht an Kraft verlieren, sondern jedem Menschen ein rechter Born des Lebens sein und bleiben ewiglich...

Amen


B.D. NR. 7452 - 10.11.1959

Irrtum und Wahrheit unter der Menschheit...

Es ist ein großer Sprung, den ihr tun müsset, wollet ihr euch von allem Irrtum lösen, der, geistig gesehen, euch Menschen verstrickt hat. Ihr alle beweget euch nur wenig in der Wahrheit, es sei denn, ihr seid vom Geist in euch gelehret, der euch in die Wahrheit einführet, wie Ich es euch verheißen habe. Doch ohne Geisteswirken ist wenig Wahrheit zu finden; die Menschen bewegen sich in einem Denken, das vielem Irrtum Raum gibt, weil auf der Erde weit mehr Irrtum verbreitet ist und wenige nur sich bemühen, diesem zu entkommen um der reinen Wahrheit willen. Selbst wo Wahrheit ist, wird sie nicht erkannt als solche und darum nicht angestrebt, jeglicher Irrtum aber gern und ohne Zögern angenommen. Und daraus schon könnet ihr ersehen, daß die Massen zumeist dem Irrtum verfallen sind, weil sie leichter solchen annehmen, während die Zahl der Wahrheitssucher nur gering ist. Es wird hier von „der Wahrheit“ gesprochen, die das geistige Denken des Menschen erfüllen soll; es geht um das Wissen, das sich über geistige Dinge und Welten erstreckt, das verstandesmäßig nicht ergründet und darum auch nicht gelehrt werden kann wie jedes andere weltliche Wissen, das von Mensch zu Mensch übertragen und mit Beweisen belegt werden und darum auch schulmäßig gelehrt werden kann. Alles, was den Menschen außerhalb des Irdischen gedanklich bewegen kann, bleibt Herzensangelegenheit des einzelnen, er kann sich ein Bild darüber machen nach eigenem Gutdünken, wobei Herz und Verstand zusammen tätig sein müssen, um zu einem wahrheitsgemäßen Ergebnis zu kommen. Denn es gibt eine Wahrheit, die aber mehr das Herz als der Verstand ergründen kann, wenngleich auch der Verstand beteiligt sein muß,um die erkannte Wahrheit als solche verbreiten zu können. Aber erst muß sich das Herz damit auseinandersetzen, denn die Wahrheit wird nur besitzen, wessen Herz liebewillig ist... Liebe und Wahrheit sind nicht voneinander zu trennen, und das ist auch die Erklärung, warum wenig Wahrheit unter der Menschheit zu finden ist, der Irrtum und die Lüge dagegen weit stärker vertreten sind. Es sind die Herzen der Menschen so kalt geworden, sie besitzen wenig Liebewilligkeit und daher sind ihre Herzen liebearm, und es vermag ein liebearmes oder liebeloses Herz weder die Wahrheit zu erkennen noch sie zu fassen. Es verlangt ein solches Herz auch nicht nach der Wahrheit, die, als göttlich, dem Wesen eines Menschen ohne Liebe widerspricht...

Und so bewegt sich die Menschheit in einem Dickicht von irrigen Lehren über ihre eigentliche Bestimmung, um Anfang und Ziel des Menschen und um sein Verhältnis zu einem Gott und Schöpfer...

Keine Lehre, die der Wahrheit entspricht, wird angenommen, dagegen werden vielerlei Vermutungen aufgestellt, so daß sich ein jeder eine andere Meinung bilden kann, die er nun vertritt, ohne aber innerlich davon überzeugt zu sein. Und die geistige Blindheit nimmt zu, je näher es dem Ende zugeht; immer weniger wird dessen geachtet, was als „Wahrheit“ den Menschen zugeführt wird, und immer mehr den Irrlehren Zugang gewährt, und es ist fast unmöglich geworden, ein Licht anzuzünden, an dem sich alle erwärmen und ihre Finsternis erhellen könnten... es wird alles abgelehnt, und nur, was der Welt angehört, dessen wird geachtet, und es gibt bald keine Lösung mehr, die Menschen von ihrem finsteren Geisteszustand zu befreien als eine totale Erschütterung ihres Denkens durch ungewöhnliche Ereignisse...

Aber auch diese werden nur teilweise von Erfolg sein, denn die Menschen in der Finsternis wollen kein Licht, und im Zwang können sie nicht erleuchtet werden. Aber das Licht der Wahrheit wird dennoch einmal durchbrechen, nur wird es für viele dann zu spät sein, die von der Nacht überrascht werden...

Denn das Licht leuchtet nur noch so lange, wie Tag ist...

Und einmal kommt die Nacht über die Menschen, die jegliches Licht fliehen...

Amen


B.D. NR. 7453 - 11.11.1959

Der Geistesfunke im Menschen...

Ihr traget alle den göttlichen Funken in euch, der Anteil ist des Vatergeistes von Ewigkeit, den Geistfunken, der nur entzündet zu werden braucht, um zu einer Flamme emporzulodern, die alles in euch durchleuchten und erhellen kann. Diese göttliche Gabe würdigt ihr nicht... daß ihr einen Anteil der Ewigen Gottheit in euch berget, der euch unzerreißbar mit Ihr verbindet...

Ihr könnt also noch so tief gefallen sein, ihr könnt noch so unendliche Tiefen durchschritten haben, es kann euer Wesen durch eigenen Willen sich noch so weit selbst von Gott entfernt halten... als Mensch seid ihr verbunden mit Gott eben durch den Geistesfunken, den ein jeder ohne Unterschied seines Reifegrades in sich birgt...

Aber ihr könnet diese Verbindung spüren oder auch nicht, je nachdem, ob ihr im freien Willen diesen Geistesfunken zum Leben kommen lasset, indem ihr den Funken zur Flamme werden lasset durch ein Leben in Liebe...

Ihr könnet bis zum Lebensende von diesem göttlichen Funken in euch keinen Gebrauch machen, dann wird er untätig ruhen in euch, und euer Erdenleben wird ein Leerlauf gewesen sein...

Ihr könnt ihn aber auch zum Leben erwecken, und dann werdet ihr auf ein reich gesegnetes Erdenleben zurückblicken können, wenn auch nur im geistigen Sinne, denn der Geist in euch bereitet euch für das Leben im jenseitigen Reich vor, für das Leben, das die Seele führt, wenn sie ihren Erdenleib verlassen hat. Den Geist in sich zum Leben erweckt zu haben bedeutet, die Verbindung mit dem Vatergeist von Ewigkeit bewußt eingegangen zu sein; es bedeutet, sich selbst erkannt zu haben als Teil Gottes, als ein erschaffenes Wesen, das als „Kind“ zu Gott zurückkehren soll, von Dem es einst als „Geschöpf“ ausgegangen ist. Den Geist in sich zum Leben erweckt zu haben bedeutet ferner, daß dieser Geist in ihm ein Wissen erschlossen hat, daß es hell wurde im Menschen, daß er die ihm mangelnde Erkenntnis wiedergewonnen hat, die einst sein Anteil war vor dem Fall in die Tiefe und die der Mensch unwiderruflich zurückgewinnen muß, will er selig sein und bleiben. Denn der Geist im Menschen ist Anteil Gottes, und also wird der Mensch von Licht durchflutet sein, der dem Geistesfunken das Recht gibt, ihn zu erleuchten, ihn zu belehren und ihn in die Wahrheit einzuführen. Ihr Menschen habt alle diesen Geistesfunken in euch, aber wie viele von euch achten seiner nicht und geben ihm nicht das Recht und die Möglichkeit, sich zu äußern, indem sie bar jeder Liebe dahingehen. Denn die Liebe ist göttlich, die Liebe ist Zusammenschluß mit Gott, die Liebe stellt die Bindung her von dem Geistesfunken in euch mit dem Vatergeist von Ewigkeit, der ohne Liebe sich dem Menschen gegenüber nicht äußern kann, also verglimmt während des Erdenlebens, ohne jemals am Menschen tätig geworden zu sein, der ohne Liebe dahingeht und daher keinerlei Verbindung hat mit Gott...

Gott lässet euch ewig nimmer, ihr aber lasset Gott, und Er zwingt euch nicht, Ihm anzugehören. Und so ist die Trennung zwischen euch und Gott immer nur von eurem Willen selbst hergestellt, und euer Wille muß sie auch selbst aufheben. Aber geholfen wird euch dabei von seiten Gottes immer, denn Sein Geistesanteil ruhet in euch und ist jederzeit bereit, Sein Liebewerk an euch zu beginnen, wenn ihr Ihm nur dazu Gelegenheit gebt, wenn ihr den Funken entzündet, was nur Liebewirken zuwege bringt. Dann aber werdet ihr bald die Liebekraft Gottes spüren, die euch durchflutet, und ihr werdet des göttlichen Geistes in euch innewerden, der euch unausgesetzt antreibt zum Liebewirken, weil er verbunden bleiben will mit dem Vatergeist von Ewigkeit, dessen Liebeausstrahlung der Geist in euch ist...

Und ihr solltet euch würdig erweisen dieser Liebeausstrahlung, ihr solltet dem Geist in euch das Leben geben, ihr solltet durch Liebewirken den Funken entzünden zu heller Flamme, und die Vereinigung mit dem Vatergeist von Ewigkeit wird euch ungeahnten Segen eintragen, ihr werdet reifen an eurer Seele, die der Geist nun in seine liebevolle Betreuung nimmt, und sie wird eingehen können in das Reich des Lichtes nach ihrem Abscheiden von dieser Erde...

Amen


B.D. NR. 7454 - 12.11.1959

Vergöttlichung Jesu...

Menschwerdung Gottes...

Kein Mensch wird das Problem der Menschwerdung Gottes in Jesus recht verstehen, der nicht um die „Vergöttlichung des Erschaffenen“ weiß, um das Ziel aller Wesen, die aus der Hand Gottes hervorgegangen sind als Seine „Geschöpfe“ und das Ziel erreichen sollen, Seine „Kinder“ zu werden... die Er nicht schaffen konnte, weil zur höchsten Vollkommenheit der freie Wille gehört, dieser also von den Wesen selbst gebraucht werden mußte in der rechten Richtung. Es hat Gott wohl in aller Vollkommenheit die Wesen aus Sich herausgestellt, Er hat Ebenbilder Seiner Selbst geschaffen, die Er ständig mit Licht und Kraft durchflutete und die darum auch fähig waren, gleich Ihm zu schaffen und zu gestalten in der Unendlichkeit...

Aber diese Wesen waren Seine „Geschöpfe“...

Wesen, die nicht anders sein konnten, als wie sie aus der Hand Gottes hervorgegangen waren durch Seinen Willen...

Gott aber wollte „Kinder“...

Er wollte Wesen, die aus eigenem Willen genau das gleiche waren und blieben wie Er Selbst...

Er wollte Wesen, die als höchst vollkommen wahre Ebenbilder blieben im freien Willen, wenngleich sie diesen freien Willen auch anders richten konnten. Und solche Wesen konnte Er Sich nicht schaffen, sondern Er konnte sie nur so ausrichten, daß sie selbst nun den Beweis lieferten, wahre Ebenbilder Gottes zu sein und zu bleiben...

Alle Wesen besaßen als Zeichen ihrer Vollkommenheit auch den freien Willen, und das bedeutete, daß dieser nach allen Richtungen sich wenden konnte, daß er sich auch weitab von Gott entfernen wie in Seiner allernächsten Nähe verbleiben konnte...

Und dieser Willensentscheid vollzog entweder das Werden zu Kindern oder einen Fall zur Tiefe, eine end-lose Entfernung von Gott, die aber einmal wieder zur Vereinigung mit Ihm führen kann und wird und dann auch die Wesen in den Zustand der Kindschaft Gottes eingegangen sein werden, der erstes und letztes Ziel und Zweck der Erschaffung gewesen ist. Und diese „Kindschaft“ Gottes wird erreicht durch gänzlichen Zusammenschluß mit Ihm... der Zusammenschluß mit Ihm aber durch die Liebe... d.h.: Als uranfänglich geschaffenes Wesen war dieses ständig durchstrahlt von der Liebekraft Gottes, durch den Fall zur Tiefe ging es dieser Liebekraft verlustig, weil es sich selbst in Abwehr dazu stellte. Doch als göttliches Wesen muß es auch in der Liebedurchstrahlung Gottes stehen, es muß jedes Hindernis beseitigt sein, was der Anstrahlung Gottes wehrt, es muß eine unmittelbare Bindung sein zwischen Gott und dem Wesen, so daß die Liebe hemmungslos in das Wesen einstrahlen kann und also eine Vereinigung stattgefunden hat zwischen dem Vater mit Seinem Kind... und nun das Kind zu Seinem Ebenbild geworden ist, zu einem Gott-gleichen Wesen: vollkommen, wie der Vater im Himmel vollkommen ist...

Und so auch mußte der Mensch Jesus auf Erden durch ein Liebeleben Sich Selbst vergöttlichen, auf daß Er das höchste Ziel erreichen konnte: Sich gänzlich mit dem Vater zu verschmelzen durch die Liebe, so daß Er als „Gott“ auffahren konnte zum Himmel... wie umgekehrt die Ewige Gottheit, d.h. die „Liebe“, die Außenform eines Menschen voll und ganz erfüllte, also Selbst „Mensch“ geworden ist um eines Zweckes willen: die Menschheit zu erlösen vom ewigen Tode. Ein solches Barmherzigkeitswerk konnte nur die „Liebe“ vollbringen, die Liebe aber ist Gott. Und so verkörperte Sich Gott in einem Menschen, Er wählte Sich eine Außenform, die sündenlos war und die im freien Willen sich völlig zur Liebe gestaltete, also Gott in sich aufnahm...

Und so vergöttlichte Sich der Mensch Jesus durch die Liebe, und es vollbrachte Gott das Erlösungswerk, Er litt und starb am Kreuz, um die Menschheit zu erlösen...

Amen


B.D. NR. 7455 - 13.u.15.11.1959

Jesus, der gute Hirt...

Ich werde euch die Menschen in den Weg führen, denen ihr das Evangelium künden sollet, doch es sind immer nur einzelne, die euch anhören und eure Worte beherzigen werden. Es ist nur eine kleine Herde, die Mir, ihrem Hirten, folget, und diese kleine Herde halte Ich Mir zusammen, und Ich lasse es nicht zu, daß in Meinen Stall eingebrochen wird und Mir Meine Schafe geraubt werden, denn Ich bin ein guter Hirt, Der Sein Leben lässet für Seine Schafe. Ihr alle gehöret zu Meiner Herde, die ihr auf Meinen Ruf höret, sowie er euch ertönet...

Und Mein Ruf ist allzeit Mein Wort, durch das Ich Selbst euch anspreche aus der Höhe...

Mein Rufist der Lockrufeines guten Hirten, Der nicht will, daß Ihm ein Schäflein aus Seiner Herde verlorengehe, und Der auch zu euch Worte der Liebe spricht, um euch zu halten, um euch zu warnen und zu mahnen, auf daß ihr nicht jenem in die Fallstricke geratet, der euch Mir entwenden will. Ich lasse euch wohl freien Willen, und wenn ihr wandelt auf weiter Flur, so könnet ihr alle euren Weg nehmen, wohin ihr es wollt, aber ein guter Hirt verfolgt seine Schäflein, und er suchet, die sich verirrt haben, die sich entfernten vom rechten Wege, die sich verstiegen haben in Abgründe oder auf Anhöhen. Ein guter Hirt locket und rufet, daß sie zu ihm zurückfinden, daß sie sich Schutz-suchend um ihn drängen und mit ihm zusammen der Heimat zugehen, wo sie Ruhe und Stille umfängt nach des Tages Ablauf und langen Wanderungen durch die Felder. Und das ist das Merkmal eines guten Hirten, daß er seine Schäflein nicht ihrem Schicksal überläßt, wenn die Nacht hereingebrochen ist...

Denn so manches Schäflein wird sich verirren, es wird abweichen vom rechten Weg und sich auf die Höhen versteigen, es wird seinen Weg lenken auf fremdes Gebiet, wo es eingefangen und getötet werden kann, es wird abseits gehen und seine Herde und den Hirten verlieren...

Und dann wird ein guter Hirt ihm folgen und so lange rufen, bis er es gefunden hat...

Und voller Freude wird er sich niederbeugen und das Schäflein auf seine Arme nehmen, um es wieder zurückzutragen zu der Herde und dem heimatlichen Stall zuzutreiben. Und so auch gehe Ich allen Menschen nach, die sich von Mir als dem guten Hirten getrennt haben, die ihre eigenen Wege gehen, die sich in die Welt verirrt haben und in der Welt aufwärtszusteigen trachten...

Alle sind es verirrte Schäflein, die Mir am Herzen liegen und die Ich gern wieder zurückgewinnen will für Mich, die Ich zu den Meinen zählen möchte und darum immer wieder locke und rufe durch Mein Wort, daß sie ihm Folge leisten und sich Mir wieder in Liebe nahen, von Dem sie sich entfernt haben. Und darum ertönt immer wieder Mein Wort aus der Höhe, und wer es empfängt, der soll es weitertragen in die Welt, denn die Menschen benötigen dringend Mein Wort, Meinen liebevollen Lockruf, der sie wieder zur Heimat zurückrufen soll...

Und Ich weiß es wahrlich, wer Mein Wort benötigt, und diese führe Ich euch in den Weg, auf daß ihr an ihnen Weinbergsarbeit verrichten könnet, auf daß ihr Mir als dem guten Hirten Liebedienste erweisen könnet und Mir auch die Schäflein wieder zurückbringen könnt, die sich von der Herde entfernten und die doch wieder zu Mir kommen sollen, weil sie ohne Mich nicht selig werden können. Es werden nicht viele mehr sein, auf die Mein Wort noch Eindruck machen wird (15.11.1959) es werden vielmehr die meisten Menschen sich sträuben, euch anzuhören, denn Meine Herde hat sich zerstreut und ist vom Feind hinweggetrieben worden, der sich widerrechtlich aneignet, was sich ihm freiwillig ergibt...

Und dennoch soll der Lockruf des guten Hirten immer wieder ertönen, denn sowie sie sich freiwillig Mir wieder zukehren, kann Ich sie auch zurückholen und dem heimatlichen Stall zuführen. Darum locket und rufet auch ihr, die ihr Mein Evangelium hinaustraget in die Welt. Kündet den Menschen vom guten Hirten, Der unentwegt Seine Schäflein suchet und sie in Seine treue Hut nehmen will... kündet den Menschen, daß es einen Gott der Liebe gibt, Der nur darauf wartet, daß sie zu Ihm kommen in allen ihren Nöten, Der wie ein guter Hirt jedes Schäflein auf Seinen Arm nehmen will, Der ihm Schutz und Schirm bietet bei Sich Selbst, auf daß alle Menschen bei Ihm wohlgeborgen sind...

Amen


B.D. NR. 7456 - 15.11.1959

Freiwillig Erfüllung von Geboten aus Liebe...

Nur das gereichet euch zum Segen, was ihr freiwillig tut, wozu euch die Liebe antreibt. Darum werdet ihr keines Gebotes bedürfen, denn die Liebe läßt sich nicht gebieten, und was als Zwang oder Pflicht ausgeübt wird, das kann nicht gewertet werden vor Gott. So ist also immer die Liebe ausschlaggebend, ob und wie ein Werk verrichtet wird... so daß also auch ein Pflichtgebot erfüllt werden kann aus Liebe, nicht weil es geboten wurde. Wie viele Menschen stehen unter dem Druck menschlich erlassener Gebote... deren Erfüllung also wieder von dem Maß von Liebe bestimmt ist, ob es der Seele zum Segen gereicht oder nicht. Menschen, die kein Gebot benötigen, die aus sich heraus und in freier Liebe zu Gott tun, was von ihnen zwangsmäßig verlangt wird, unterliegen diesen Geboten nicht, sondern sie stehen über denselben, und es wird immer nur der Liebegrad gewertet, in dem ein sogenanntes „Gebot“ erfüllt wird. Darum werden viele Menschen durch ihren guten Glauben und ihre Liebe zu Gott selig werden, weil die Liebe allein maßgebend ist für ihren Willen zur Tat. Doch das soll die Mitmenschen nicht irritieren, denen die Liebe mangelt, denn diese werden nie und nimmer durch Erfüllung der Gebote selig, sie bleiben wertlos vor Gott und tragen der Seele keinen geistigen Fortschritt ein, sie sind völlig umsonst getan. Aber die Menschen geben sich einer Täuschung hin, die sie einmal bitter bereuen werden, denn sie hätten bei etwas Nachdenken selbst zu dem gedanklichen Ergebnis kommen können, wertlose Zeremonien zu verrichten, die ohne Sinn und Zweck waren für die Seele. Ein liebewilliges Herz wird alles unter dem Antrieb der Liebe tun, und alles wird ihm daher zum Segen gereichen. Und darum ist die Liebe allein der Maßstab für sein Denken, Reden und Handeln, die Liebe allein schafft die Verbindung mit Gott, die Liebe allein erregt Sein Wohlgefallen, und die Liebe allein gestaltet die Seele wieder zu ihrem Urwesen um, zwecks dessen sie auf Erden weilt. Und darum soll alles mit den Augen der Liebe betrachtet werden, und ihr werdet eine klare Richtlinie haben dafür, was Gott verlangt von den Menschen und wann ihr Menschen euch in rechtem Denken bewegt. Denn wo die Liebe ist, muß alles richtig sein, weil die Liebe Gott Selbst ist, also ein liebewilliger und liebetätiger Mensch stets von Gottes Gegenwart reden kann und in der Gegenwart Gottes auch wahrlich das Leben... das Wollen, Denken und Handeln eines Menschen... ein gerechtes sein muß. Denn wo Gott ist, ist auch das Leben... wo Gott ist, gibt es keinen Tod, und wo Gott ist, kann der Mensch beruhigt seinen Erdenweg gehen, er wird zum rechten Ziel führen: zum gänzlichen Zusammenschluß mit Dem, Der Selbst die Liebe ist von Ewigkeit...

Amen


B.D. NR. 7457 - 17.11.1959

Die göttliche Verheißung: „Suchet zuerst das Reich...“

„Suchet zuerst das Reich Gottes und seine Gerechtigkeit, alles andere wird euch zugegeben werden...“ Ich habe diese Verheißung euch gegeben, weil Ich es wußte, daß die Welt mit allen ihren Anforderungen sich vordrängen wird in eurem Erdenleben und daß die große Gefahr besteht, daß ihr um der irdischen Welt willen Mein Reich vergesset und eures eigentlichen Erdenlebenszweckes nicht gedenken werdet...

Ich wußte es, daß die Welt stärkeren Einfluß auf euch ausüben wird und daß ihr darum immer wieder ermahnt werden müsset, Meines Reiches nicht zu vergessen, das nicht von dieser Welt ist. Und darum habe Ich euch die Verheißung gegeben, daß alles, was ihr irdisch benötigt, euch hinzugegeben wird, wenn ihr nur zuerst Mein Reich suchet und seine Gerechtigkeit... wenn ihr erst Meinen Willen zu erfüllen trachtet und also Mein Reich vor diese irdische Welt stellet...

Dann sollt ihr auch der irdischen Sorge enthoben sein, denn dann erfüllet ihr euren Erdenlebenszweck, ihr stellet das Heil eurer Seele in den Vordergrund, und ihr lebt euer Dasein als Mensch bewußt, immer im Hinblick auf Mich und Mein Reich, das nicht von dieser Welt ist. Und es ist dies auch ganz einfach zu verstehen, daß ihr sorgenlos durch euer Erdenleben dahingehen könnet, wenn eure Gedanken stets mit Mir verankert sind, wenn Ich euch näherstehe als die Welt, wenn ihr alles tun und so leben wollet, wie es Meinem Willen entspricht, wie es gerecht ist vor Meinen Augen...

Dann erkennet ihr in Mir euren Vater, und dann ist das rechte Verhältnis hergestellt zwischen euch und Mir, und dann kann Ich euch auch versorgen, wie ein Vater seine Kinder versorgt... auch mit allem, was ihr zum irdischen Leben benötigt. Und es wäre wahrlich für euch das Erdenleben leicht...

Doch wer nimmt diese Meine Verheißung ernst? Wer glaubt im Ernst an eine „göttliche“ Versorgung, wer glaubt, daß Gott Sich der Menschen auch rein irdisch annimmt, die Ihm den Vorrang lassen vor der Welt? Viele tägliche Sorgen wären unnötig, wenn dieser Verheißung geachtet würde, wenn es sich die Menschen angelegen sein ließen, Mich und Mein Reich anzustreben... sich mehr geistig zu befassen als irdisch, denn dann werde Ich wahrlich alle eure körperlichen und irdischen Bedürfnisse decken, und es wird kein Mensch Not zu leiden brauchen, der „Mein Reich suchet und seine Gerechtigkeit...“ Darum sollet ihr euch nicht sorgen, was ihr esset und was ihr trinket und womit ihr euch bekleidet, sondern ihr sollet das Meine Sorge sein lassen, Der Ich wahrlich weiß, wessen ihr bedürftig seid und was auch eurem geistigen Wohl nicht schadet. Überlasset alles Mir, eure Seele und euren Leib, daß Ich ihnen gebe, was ihnen dienet. Denn Ich liebe euch, und Ich werde wahrlich Meinen Kindern nicht etwas vorenthalten, was sie brauchen, um Seele und Leib in einem Zustand zu erhalten, der ihnen nicht zur Qual wird, sondern ständigen geistigen Fortschritt garantiert. Ich verlange als Gegengabe nur, daß ihr Meiner gedenket und daß ihr Mein Reich zu erringen trachtet, das „nicht von dieser Welt“ ist und daher nur geglaubt werden kann, bis es nach eurem Tode von eurer Seele betreten und zur Realität werden wird. Aber solange ihr auf Erden weilet, kann euch Mein Reich nicht bewiesen werden. Und dennoch sollet ihr es suchen mit allen Kräften eures Herzens...

Denn eure Seele fühlt es, daß sie auf dieser Erde noch nicht ihre wahre Heimat gefunden hat, und darum soll sie „suchen“ nach ihrer Heimat, sie soll ihre Gedanken schweifen lassen in das Gebiet, wo Ich Herr und Hausvater bin, und das ernste Suchen nach Meinem Reich wird ihr auch Erfüllung eintragen, sie wird sich geistig und körperlich danach sehnen und am Herzen des Vaters sich geborgen wissen, Der ihr diese Verheißung gegeben hat: „Suchet Mein Reich und seine Gerechtigkeit, alles andere wird euch zufallen...“ Sie wird sich nicht mehr sorgen um ihre täglichen Bedürfnisse, wenn sie nur glaubt und vertraut, denn Mein Wort ist ewige Wahrheit, und jede Verheißung erfüllt sich, sowie die Bedingungen erfüllt werden, die Ich daran geknüpft habe...

Wer aber die Welt begehret und Meines Reiches nicht oder nur wenig gedenkt, der wird auch sich selbst sorgen müssen um die Erhaltung des Körpers, denn ihm gilt die Verheißung nicht, weil er die Welt in den Vordergrund rückt und also auch dem verfallen ist, der Herr dieser Welt ist...

Und seine Sorgen um die Erhaltung des Körpers werden nicht aufhören, sie werden ihn immer mehr an die Welt ketten, und es wird noch viel Zeit vergehen, bis er die Welt überwunden hat, wenn es ihm überhaupt gelingt, sich noch im Erdenleben davon zu trennen, d.h., die Materie zu überwinden und sich dem geistigen Reich zuzuwenden. Denn bevor er nicht Mein Reich suchet mit seiner Gerechtigkeit, ist er noch der Welt verfallen, und diese wird ihn nicht so leicht freigeben, wenn nicht sein Wille überaus stark ist und sich abwendet und der Mensch zu erkennen gibt, daß er nur zur Seligkeit gelangen kann, wenn er Mein Reich suchet, das nicht von dieser Welt ist...

Amen


B.D. NR. 7458 - 18.11.1959

Gedenket oft der Todesstunde...

Euch allen sei es gesagt, daß mit jedem Tag sich die Zeitspanne verringert, die euch noch bleibt bis zum Ende... daß die Gnadenzeit bald vorüber ist, wo ihr schaffen und wirken könnet nach eurem Willen. Und all euer Schaffen und Wirken sollte nur noch dem Heil eurer Seelen gelten, nur ihrer solltet ihr gedenken und alles Weltliche zurückstellen, denn in der Sorge um euer Seelenheil würde euch schon alles Nötige hinzugegeben werden, so daß ihr dennoch erhalten würdet ohne euer Zutun. Aber das Heil der Seele ist in großer Gefahr, so wie ihr jetzt euer Erdenleben führet... nur des Weltlichen achtend und nicht gedenkend, daß eure Lebenszeit bald vorüber ist. Ihr lebt in einer verkehrten Einstellung dahin, ihr gedenket nur eures Körpers, und ob ihr euch auch der Welt gegenüber als „Christen“ hinstellen wollet...

Ihr lebet nicht mit Christus, Der euer ewiges Heil ist und bleiben will, aber nur mit euch verbunden sein kann, wenn ihr in der Liebe lebt...

Ihr liebet noch zu sehr euch selbst, denn alles, was euch gedanklich bewegt, gilt der Verbesserung eurer Lebensbedürfnisse; ihr suchet nur dem Körper zuzuwenden, was ihm zum Behagen gereicht...

Aber gedenket ihr eurer Seele und dessen, was sie bedarf zur Seligwerdung? Und ihr wißt es doch, daß eures Bleibens auf dieser Erde nicht ewig ist, daß euch schon der nächste Tag den Abruf bringen kann und daß dann allein der Seele Zustand maßgebend ist für das Los, das sie im jenseitigen Reich erwartet. Dann sind alle Dinge hinfällig, die der Körper besessen hat und die der Mensch zurücklassen muß in dieser Welt. Dann waren alle Bemühungen umsonst, die nur dem Körper und seinem Wohlbehagen gegolten haben, die Seele aber steht arm und dürftig am Tor zur Ewigkeit...

Wolltet ihr Menschen euch doch nur den unglücklichen Zustand der Seele vor Augen halten, wolltet ihr ernsthaft oft der Todesstunde gedenken, und wolltet ihr es doch glauben, daß die Zeit bald beendet ist, die euch noch als kurze Gnadenfrist bewilligt ist, damit ihr euch wandelt...

Ein jeder Tag kann eurer Seele Reichtum bringen, wenn ihr ihn richtig auslebt, wenn ihr Liebewerke verrichtet, Liebe und Güte ausstrahlet auf eure Mitmenschen und helfet, wo eure Hilfe benötigt wird; wenn ihr euch im Gebet verbindet mit eurem Vater von Ewigkeit, wenn ihr das rechte Verhältnis herstellet zu Ihm wie das eines Kindes zum Vater...

Es braucht für euch kein Opfer zu sein, ihr könnt wahrlich ein Gott-gefälliges Leben führen, doch ihr müsset Seiner öfter gedenken, ihr dürfet eure Gedanken nicht ausschließlich der Welt und ihren Anforderungen zuwenden, ihr müsset immer wissen, daß alles vergänglich ist, was die Welt euch bieten kann, daß aber unvergänglich ist, was von Gott kommt...

Und um von Gott etwas zu erhalten, was ihr als geistigen Reichtum buchen könnet, müsset ihr euch Ihm verbinden und verbunden bleiben durch Gebet und Liebewirken...

Es wird nicht viel verlangt von euch, aber ohne diese innige Bindung werdet ihr immer arm bleiben, und eure Seele wird bei ihrem Ableben sehr dürftig und armselig beschaffen sein. Und doch kann ihr nichts geschenkt werden, was sie sich nicht selbst erwirbt...

Darum könnt ihr Menschen immer nur gewarnt und ermahnt werden, nicht leichtfertig durch das Leben zu gehen, sondern immer der Stunde eures Todes gedenken, wo ihr dann Rechenschaft ablegen müsset, wie ihr euer Erdenleben genützt habt zum Wohl eurer Seelen...

Besinnet euch, gehet in euch und strebt das Ausreifen eurer Seele an, und es wird euch stets dabei geholfen werden, wenn ihr nur Gott gegenüber den guten Willen bezeuget, Ihm näherzukommen, um einmal ganz bei Ihm verbleiben zu dürfen, sowie eure Seele dessen würdig geworden ist...

Amen


B.D. NR. 7459 - 19.11.1959

Kampf mit dem Schwert des Mundes...

Ich habe euch Meine Hilfe verheißen, wenn ihr werdet kämpfen müssen mit dem Schwert des Mundes... denn Ich habe gesagt:„Sorget euch nicht, was ihr reden werdet, Ich werde euch die Worte in den Mund legen...“ , d.h. Mein Geist in euch wird durch euch sprechen, wenn die Zeit gekommen ist. Und sie wird kommen, denn ihr werdet euch verantworten müssen, sowie ihr euch für Mich einsetzet, sowie ihr kämpfet für Mich und Mein Reich, sowie ihr Meinen Namen bekennen werdet vor aller Welt. Dann wird man euch zur Rechenschaft ziehen und Verantwortung von euch verlangen, und ihr werdet diese geben können ohne Zögern und ohne Hemmungen, denn Mein Geist wird euch treiben und euch mit Kraft erfüllen, Mich und Meinen Namen offen zu bekennen vor aller Welt. Es wird euch nicht schwerfallen, zu reden, denn Ich werde euch die Worte in den Mund legen, und sie werden zünden, sie werden wirken wie ein Schwert, das im offenen Kampfe angewendet wird, und diese eure Kämpfe werden auch siegreich sein, denn man wird euch nichts zu erwidern vermögen, weil ihr sie schlagen werdet mit den Worten, die Ich euch aussprechen lasse durch euren Geist. Und dies wird nötig sein im kommenden Glaubenskampf, wo der Gegner versuchen wird, jeglichen Glauben an Mich in Jesus Christus auszurotten, wo er versuchen wird, alles als unsinnig oder legendenhaft hinzustellen, um den schwachen Glauben denen zu nehmen, die ihren Reden sehr leicht erliegen würden, wenn sie nicht euch zur Stärkung hätten, wenn sie euch nicht würden reden hören und über die Reden selbst und ihre Wirkung erstaunten. Und es wird dies ihren schwachen Glauben stärken, wenn sie erkennen werden, daß ihr die Gegner schlaget mit euren Worten und diese euch nichts zu erwidern vermögen. Aber es muß der Geist in euch wirken können, der euren Reden die zündende Kraft verleiht, der euch sichtlich stärken wird und euch zu Siegern aus dem Wortgefecht werden lässet. Und es genügt nur ein Gedanke an Mich, daß Ich euch unterstützen möge, auf daß euer Geist sich rühre und euch hilft, wo ihr allein zu schwach wäret, denn der Verstand allein meistert diese Gegner nicht, es muß Mein Wirken durch den Geist zugelassen werden, daß der Gegner überwunden wird, und dieser Geist aus Mir in euch wird wahrlich euch zu reden nötigen, daß ihr als eifrige Vertreter Meines Namens euch ausgebet und vom Gegner nicht überzeugt werden könnet, daß er im Recht ist. Und das soll geschehen um der vielen Schwachgläubigen willen, die starke Stützen benötigen, an denen sie sich anklammern können, um selbst zu erstarken und Widerstand zu leisten, wenn es hart auf hart gehen wird. Darum fürchtet ihr nicht den kommenden Glaubenskampf, sondern vertrauet auf Meine Unterstützung, wenn ihr zur Verantwortung gezogen werdet für euer Tun, für eure Arbeit in Meinem Weinberg. Und Ich werde wahrlich euch beistehen und euch „die Worte in den Mund legen“, wie Ich es euch verheißen habe. Denn es muß noch harte Arbeit geleistet werden, und Ich brauche euch alle dazu, die ihr Mir dienen wollet...

Ich brauche euch, aber Ich gebe euch auch die dazu nötige Kraft und Meinen Beistand, so daß ihr niemals dem Gegner ohne Meinen Schutz und Meine Hilfe ausgeliefert seid, sondern ihn werdet besiegen können in jeder Redeschlacht, die um Meines Reiches willen noch geschlagen werden wird...

Amen


B.D. NR. 7460 - 21.11.1959

Satans Wirken als Engel des Lichtes... (Fatima)

In der letzten Zeit kämpfet der Satan mit allen Mitteln, auf daß sich die Seelen ihm verschreiben und verlorengehen. Und sein Trick ist, sie zu verstricken in Irrtum, sie glauben zu lassen, den rechten Weg zu gehen, und doch ihre Wege so zu verwirren, daß sie nicht merken, daß sie in die Tiefe führen, weil sie auch nicht das ernste Verlangen haben, den Weg zur Höhe zurückzulegen. Die Menschen lassen sich genügen daran, daß ihnen gesagt wird: „Der Weg führt zur Höhe...“ , aber sie selbst achten nicht darauf, ansonsten sie wohl bemerken würden, daß er bergab führt. Und er bedienet sich zur Irreführung so vieler Mittel, die alle weit abweichen von der Wahrheit, die ein einziges Knäuel von Betrug sind, doch so gut getarnt, daß ebender Mensch aufmerksam sein muß, um ihm nicht zu verfallen. Und das beste Mittel dünkt ihm die Mutter Jesu, die er vorerst den Menschen in den Vordergrund rückt, auf daß sie über ihrer Verehrung und Verherrlichung des eigentlichen Erdenlebenszweckes vergessen: die Bindung mit Jesus Christus Selbst zu suchen, von der allein das Seelenheil des Menschen abhängig ist...

Es ist also scheinbar ein gerechter Liebeakt, den sie der Mutter Jesu gegenüber vollziehen, der aber Auswirkungen hat, die der Satan verfolgt... verringerte Liebe zu dem göttlichen Erlöser Selbst, Der gleichsam zurückgestellt wird. Es ist aber die Erdenlebenszeit zu kurz, als daß das Erreichen des Zieles Umwege verträgt, und es gehen die Menschen lange Umwege, die nicht direkt zu Jesus Christus ihre Zuflucht nehmen zu jeder Stunde des Tages...

Die Verbindung mit Ihm ist so überaus wichtig, daß sie nicht oft genug hergestellt werden kann und daß schon aus diesem Grunde jede Verherrlichung der Gottesmutter ein Abweichen des eigentlichen Lebensbestrebens bedeutet, ebendiese Bindung mit Jesus Christus herzustellen, von der allein das Seelenheil eines Menschen abhängig ist. Und diese Bindung also sucht der Gegner Gottes mit allen Mitteln zu verhindern, was ihm am besten gelingt, indem er desto mehr die Gedanken der Menschen auf Maria zu lenken sucht und ihm dies auch möglich ist durch Erscheinungen ungewöhnlicher Art, deren Urheber er selbst ist, der aber unter der Maske eines Lichtengels sich sichtbar macht den Menschen, die besonders geeignet sind dafür, übersinnliche Dinge wahrzunehmen. Durch diese Erscheinungen sagt er den Menschen Dinge voraus, die er wohl erkennt als kommend, und macht so den Eindruck von Glaubwürdigkeit geltend, obgleich dies nur ein Tarnungsmanöver ist, um desto größere Verwirrung zu stiften. Und immer wird er sich in den Mantel des Geheimnisvollen hüllen, immer Verborgenes behaupten, immer mit dem Verbot, es öffentlich kundzugeben, weil dann seine Lügenhaftigkeit erkannt werden könnte...

Es sind immer nur versteckte Angaben, die er machen wird, weil ihm die genaue Kenntnis fehlt, aber auch er zuweilen in hellen Momenten den Ernst der Zeit erkennt, in der auch ihm selbst das Handwerk gelegt wird...

Aber er kann es nicht lassen, für sich Ehre und Ruhm zu fordern, und tut dies durch den Mund jener getarnten Lichtgestalten, indem er also fordern lässet den Bau von Kirchen und Altären, wo ihm gehuldigt werden soll, denn er selbst hält sich versteckt hinter solchen Erscheinungen. Und das ist das sicherste Zeichen eines Ungeistes, daß von den Menschen gefordert wird, Ehre zu geben vor der Welt der, in deren Gewand sich die Finsternis getarnt hält. Eine Lichtgestalt aus den Himmeln wird immer nur hinweisen zu Jesus Christus und Seines Erlösungswerkes Erwähnung tun, eine echte Lichtgestalt wird keine Äußerlichkeiten, keine Bauten von Kirchen und Altären fordern, sondern die Menschen veranlassen, sich selbst zu einem Tempel Gottes zu gestalten durch die Liebe, und sie wird auch nicht versteckte Andeutungen machen, sondern künden, was alle Menschen erfahren sollen: daß das Ende nahe ist und daß die Menschen sich wandeln sollen...

Eine echte Lichtgestalt wird die Menschen auch nicht zu stundenlangen Formgebeten veranlassen, sondern sie zu lebendiger Verbindung mit Jesus Christus anregen, wo ewig allein nur das Heil zu suchen ist. Ihr Menschen brauchet solche Ereignisse nicht ernst zu nehmen, denn es sind von Menschen-ausgeschmückte Ereignisse, die in primitiver Form auftraten und dann erst gestaltet wurden zu ungewöhnlichen Erlebnissen...

Es war ein guter Boden dafür vorhanden, weil die Menschen schon zu tief in ihrer Mutter-Gottes-Verehrung verwurzelt waren und daher schon kleine Ereignisse in ihnen fieberhaft arbeiteten und die Anlage schufen, immer unwahrscheinlicheren Dingen Glauben zu schenken. Aber es waren keineswegs göttlich-geistige Erscheinungen, die in den Menschen den Glauben an die Verehrung der Gottesmutter verstärken sollten, deren Wille es nicht ist, sich hervorzutun vor ihrem Sohn Jesus Christus, sondern die stets nur Ihn und Sein Erlösungswerk herausstellen wird, wenn sie jemals in Erscheinung tritt...

Denn das Ziel des Menschen ist die Vereinigung mit Gott in Jesus Christus, die zu jeder Stunde und an jedem Tag angestrebt werden soll und dies der rechte und einzige Weg ist, der auf Erden gegangen werden soll...

Amen


B.D. NR. 7461 - 22.11.1959

Los der Seelen ohne Glaube und ohne Liebe im Jenseits...

In einer furchtbaren Verfassung kommen die Seelen im Jenseits an, die bar jeden Glaubens und bar jeder Liebe abgeschieden sind von dieser Erde. Und es sind derer eine große Zahl, denn bis zum Tode sind die meisten Menschen in der Selbstliebe verhaftet, und sie können sich nicht lösen von der Welt. Denn nicht allen geht vor ihrem Ableben eine Leidenszeit voraus, viele werden abgerufen mitten aus ihrem Schaffen heraus, mitten aus der Welt und in einem Alter, wo sie noch lange nicht ihres Endes gedenken. Und dann ist die Verfassung geltend, in der sich die Menschen gerade befinden und die zumeist wenig von einer Vorbereitung für ihre Seelen erkennen lässet. Und so auch ist deren Glaube zumeist oberflächlich, wenn überhaupt von einem solchen gesprochen werden kann. Des Todes und des Loses ihrer Seelen gedenken sie nicht, weil sie noch mitten in der Welt stehen und das Erdenleben als Selbstzweck ansehen. Und die Liebe ist ihnen ebenso ein fremdes Gebiet, weil sie nur an sich selbst denken oder derer, mit denen sie in nächster Verbindung stehen... wo also naturgemäß ein Liebegefühl vorhanden ist... das aber nicht so gewertet werden kann wie die uneigennützige Liebe am Nächsten. Und aller deren Los ist furchtbar, wenn sie vor dem Tor zur Ewigkeit stehen, denn ihnen leuchtet kaum ein Lichtlein, ihr Zustand ist dürftig, weil sie keinerlei geistige Güter aufzuweisen haben, die allein einen Wert haben für das jenseitige Reich. Und die Seelen, die plötzlich abscheiden mußten von der Erde, haben auch noch keinen Begriff von ihrem Ableben, sie wähnen sich noch auf Erden, nur in unwirtliche Gebiete versetzt, und sie können mit ihrem Schicksal nun nicht mehr fertigwerden...

Sie denken keineswegs daran, daß sie nicht mehr auf Erden weilen, und suchen immer nur, sich wieder in jenen Zustand zu versetzen, in dem sie im Erdenleben lebten, oft mit Rücksichtslosigkeit den anderen Seelen gegenüber, wenn sie mit solchen zusammen sind, die alle das gleiche Schicksal zu tragen haben, weil sie gleicher Art sind, also in gleicher seelischer Verfassung, gleich arm und dürftig in der Finsternis weilen. Sie irren in tiefer Dämmerung umher und glauben, durch Nacht und Nebel zu wandern, und erwarten den Morgen, der ihnen wieder etwas Licht bringen soll... und die Nacht will nicht enden, weil sie nicht eher zum Licht gelangen können, bis sie ihre Gesinnung geändert haben, bis sie in sich gegangen sind und nun auch erkennen, daß sie nicht mehr auf Erden leben, und sie nun ernsthaft mit sich selbst ins Gericht gehen, ihres Erdenlebens gedenkend, das sie nicht genützt haben in der rechten Weise. Kommen die Seelen selbst noch zu dieser Erkenntnis, dann ist das ein Gnadenakt Gottes, Der denen helfen will, die langsam ihren Willen wandeln und sich auf sich selbst besinnen...

Dann treten solchen Seelen auch Wesen in den Weg, die ihnen weiter aufwärts helfen, wenn die Seele willig ist. Aber die Not ist groß, bevor die Seele diese Willenswandlung an sich vollzieht, und der Notzustand ist weit größer unter den abgeschiedenen Seelen als der Zustand des Glückes und der Seligkeit, weil nur wenige Menschen auf Erden mit wahrem Lebensernst ein Ausreifen ihrer Seelen anstreben, weil nur wenige Menschen insofern ihr Dasein bewußt leben, als daß sie sich bemühen, ein Liebeleben zu führen. Der Wille, einmal das Reich des Lichtes betreten zu dürfen, gibt der Seele schon viel Kraft, so daß sie auch sicher das Ziel erreichen wird...

Wenn aber die Menschen sich keinerlei solchen Gedanken hingeben, wenn sie völlig skrupellos dahinleben und nur ihr körperliches Ich zu befriedigen suchen, wenn sie keinen Gedanken an das Leben ihrer Seele nach dem Tode in sich bewegen, gehen sie auch in einem völlig unvorbereiteten Zustand in das jenseitige Reich ein, und sie können noch von einer großen Gnade sprechen, wenn sie vor ihrem Tode von Krankheiten heimgesucht werden und ihre Gedanken doch sich mit dem Ableben beschäftigen und sie dadurch doch noch geläutert und vorbereitet werden können für den Eintritt in das jenseitige Reich...

Das Ende ist nahe...

Für jeden Menschen kann die Stunde plötzlich und überraschend kommen, und es sollte darum ein jeder Mensch oft des Endes gedenken, er sollte nicht leichtfertig es noch in weiter Ferne wähnen, sondern er sollte sich immer und zu jeder Stunde damit vertraut machen, daß er die Erde verlassen muß, und Gott innig bitten, Sich seiner anzunehmen und ihm den Eintritt in das Lichtreich zu ermöglichen, und Gott wird ihm auch die Kraft dazu geben, sich vorzubereiten und an seiner Seele die Arbeit zu verrichten, die nötig ist für den Eingang in das Reich, wo es keine Schrecken und Finsternis, sondern nur Licht und Seligkeit gibt...

Denn Gott will nicht, daß der Mensch ins Verderben geht; aber der Mensch ist frei, er allein bestimmt sein Schicksal in der Ewigkeit, er allein schafft sich das Los, das seine Seele erwartet im geistigen Reich...

Amen



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