Wort Gottes...


Buch

77


B.D. NR.

7246 – 7327


empfangen in der Zeit vom 5.1.1959 – 6.4.1959


Bertha Dudde


B.D. NR. 7246 - 5.1.1959

Angewöhnte Gebräuche und Worte...

Weder Worte noch äußere Formen genügen zur Wesenswandlung, wenn nicht das Herz den Worten das Leben gibt oder an eurem Handeln beteiligt ist. Euch Menschen sind viele Vorschriften gemacht worden, und ihr sucht immer nur diesen Vorschriften und Anforderungen nachzukommen, ganz unbedenklich, ob ihr mit ganzem Herzen dabei seid oder es wirklich nur leere Formen sind, die ihr erfüllt durch Handlungen, denen jegliche eigene Einstellung dazu mangelt. Es werden euch aber solche „Erfüllungen“ von Forderungen keinen Segen eintragen, sie werden euch keinen Schritt weiter zur Höhe bringen, sie werden immer nur leere Handlungen oder Worte bleiben, die so gut sind wie nicht ausgeführt oder nicht ausgesprochen. Und ihr solltet euch daher mehr Rechenschaft ablegen über euer Denken, Reden und Tun, ihr solltet euch selbst beobachten und Selbstkritik üben, auf daß nicht euer ganzes Wesen zu einer Schablone wird und euer Erdenleben ein Leerlauf bleibt. Suchet vor allem die Wahrheit...

Was es auch sei, denket darüber nach, und stellt euch dann bewußt dazu ein. Ob ihr nun redet oder handelt, es wird dann immer eurem innersten Empfinden entsprechen, es wird das Herz beteiligt sein und alles dadurch erst Leben gewinnen. Und dann werdet ihr auch sicher das Falsche erkennen, das sich an euch herandrängt oder das an euch herangetragen wird. Und dann erst werdet ihr euch bewußt einstellen, das Falsche ablehnen, das Rechte annehmen und danach handeln. Was nützen euch aber Worte oder Handlungen, die ihr nur redet oder ausführet auf Verlangen anderer, ohne euch darüber klar zu sein, was ihr eigentlich redet oder tut. Ihr könnet euch doch wohl denken, daß Gott euch nicht danach bewerten kann, woran euer Herz unbeteiligt ist, daß Er euch kein Verdienst anrechnen kann für etwas, was ihr pflichtgemäß ausführt, ohne euch bewußt zu sein, was ihr tut. Ihr könnt erziehungsmäßig gewöhnt werden an solche Handlungen, ihr könnt zum Nachreden von Worten erzogen worden sein und brauchet nicht mit einem Gedanken daran beteiligt zu sein...

Wie sollte Gott euch wohl solche Worte oder Taten werten? Erst wenn ihr selbst einmal Stellung dazu genommen habt, wird euer Reden und Handeln gewertet. Aber ihr müsset euch auch für solche Taten oder Worte verantworten, weil ihr eure Lebenskraft mißbrauchet und leichtfertig die Zeit verbrachtet, die euch nur gegeben ist, daß ihr ausreifet an euren Seelen. Und so müsset ihr euch darüber klar sein, daß ihr alles einer Prüfung unterziehen müsset, was euch zugetragen wird von außen... daß ihr nicht nur schablonenmäßig die Gebräuche aus der Kinderzeit weiter innehaltet und also herübernehmet in euer Mannesalter, sondern daß ihr über alles nachdenken solltet, sowie ihr verstandesmäßig dazu fähig seid... was aber nicht besagt, daß euer Verstand allein genügt, über Wahrheit oder Unwahrheit zu entscheiden...

Doch ihr solltet einmal das, was sich als Angewohnheit in euch festgesetzt hat, bedenken auf seinen Wert und selbst nun erst Stellung dazu nehmen. Ihr sollt euch nicht genügen lassen an leeren Worten oder toten Handlungen, die erst Leben gewinnen, wenn sich das Herz daran beteiligt. Dann erst lebt ihr euer Leben bewußt, dann erst werden sich aus einer Frage immer neue Fragen ergeben, dann erst wird das Wissen lebendig werden, das ihr auch mechanisch aufnahmet, und dann erst könnt ihr von einem Aufstieg sprechen, sowie ihr guten Willens seid...

Ihr müsset euch selbst zum Leben verhelfen, es muß das Herz sich überall beteiligen, und jegliche Form oder toten Worte müsset ihr verabscheuen...

Dann wird euer Leben kein Leerlauf sein, dann werdet ihr am Ende einen Erfolg zu verzeichnen haben, ihr werdet ausgereift sein, und eure Seele wird einen Gewinn erzielt haben für die Ewigkeit...

Amen


B.D. NR. 7247 - 6.4.1959

„Ich will euch den „Tröster“ senden...“

Getröstet sollet ihr alle werden, die ihr trauernd oder bangend durch euer Erdenleben geht. Meine Liebe wird euch immer verfolgen, und Meine Liebe will nicht, daß ihr leidet. Und so will Ich euch den rechten Tröster senden, Meinen Geist, der euch Worte der Liebe vermittelt, Worte des Trostes und Worte der Kraft. Ich habe euch Meinen Geist verheißen, daß er euch trösten werde, wenn Ich nicht mehr im Körper auf der Erde weile. Und es gilt diese Verheißung für alle, die den Weg über die Erde gehen...

Immer will Ich Selbst im Geist bei ihnen sein und sie ansprechen, so daß sie sich nicht einsam und verlassen fühlen, daß sie nicht zu trauern brauchen, daß sie nicht bangen und zagen...

Denn Ich Selbst bin bei allen, die Mich um Trost und Kraft und Liebe bitten. Es ist wahrlich Mein Geist ein Tröster, denn kann wohl ein Mensch liebevoller euch ansprechen, als es die Ewige Liebe Selbst tut? Und die Ewige Liebe äußert Sich durch den Geist, wie Sie es verheißen hat: „Ich will euch den Tröster senden, den Geist der Wahrheit...“ Und dieser Geist, der Meine Ausstrahlung ist, wird wahrlich euch aufrichten und trösten, er wird euch nicht in Kraftlosigkeit belassen, er wird euch stärken und immer wieder Mut schenken und Kraft, und ihr werdet stets das Erdenleben meistern können, weil ihr euch anlehnet an Mich Selbst, wenn euer Geistesfunke sich mit dem Vatergeist von Ewigkeit verbindet, um sich von ihm trösten zu lassen. Immer wird es darum nur einen Weg geben, wenn das Herz traurig ist, wenn der Mensch verzagen will in irdischer oder geistiger Not... den Weg zu Mir Selbst, auf daß Mein Geist in euch tätig wird, daß er sich äußern kann und das auch wahrlich tut in einer Weise, daß ihr gekräftigt und getröstet euren Weg weiterwandelt, dem rechten Ziel entgegen. Denn dann spreche Ich Selbst euch an, und Meine Worte werden wie Balsam euer Herz berühren, sie werden alle Schmerzen lindern und alle heimlichen Nöte beheben, es wird Mein Wort in eure Herzen eindringen und jedem den Trost bringen, den er benötigt in seinem Leid. Nicht willkürlich habe Ich diese Worte gesprochen: „Ich will euch den Tröster senden...“ Denn Ich wußte um die vielerlei Nöte, in die Meine Kinder geraten werden, wenn sie den Weg der Nachfolge Jesu gehen wollen. Das Leid wird ihnen nicht fernzuhalten sein auf diesem Wege, und in diesem Leid wollte Ich ihnen Meinen Trost zusichern... und da Ich rein körperlich nicht mehr auf Erden weilte, verhieß Ich den Meinen den „Tröster“, Meinen Geist... also Mich Selbst, nur nicht sichtbar als Mensch, doch einem jeden gegenwärtig, der Trost und Kraft benötigt und Mich anruft um Hilfe in seiner Not. Aber Ich kann nicht tröstend eingreifen, wo Mein Geist nicht erbeten wird, wo keine Bindung ist zwischen dem Geistesfunken im Menschen und dem Vatergeist von Ewigkeit. Ich muß abwarten, bis der Ruf zu Meinen Ohren dringt, daß sich ein Mensch in Not befindet und daß er Hilfe von Mir erwartet. Dann bin Ich wohl zur Hilfe bereit, denn Meinen Tröster habe Ich allen versprochen, die an Mich glauben und nach ihm verlangen...

Und darum braucht kein Mensch verzagt zu sein, was ihn auch bedrückt... denn er wird stets bei Mir Trost und Hilfe finden, und Ich werde ganz offensichtlich ihm solche gewähren, auf daß „Mein Geist“ offenbar werde und sein Wirken, getreu Meiner Verheißung: „Ich will euch den Tröster senden, den Geist der Wahrheit...“ An diese Meine Verheißung könnet ihr euch halten, wenn ihr zaget oder bedrückt seid, denn Mein Wort ist Wahrheit, und niemand wird ungetröstet von Mir zu gehen brauchen, der sich an Mich wandte in seiner Not...

Amen


B.D. NR. 7248 - 7.1.1959

Leid entschlackt die Seele...

Es wird euch viel mehr gegeben, als euch genommen wird, denn ihr empfanget geistige Güter zurück, wo ihr irdische Güter hingebet. Ihr werdet also scheinbar euch zurückgesetzt fühlen, ihr werdet glauben, Lasten tragen zu müssen, ihr werdet euch irdisch bedrängt und bedrückt fühlen, aber genausosicher „empfanget“ ihr geistig... und wenn es nur eine stets größere Läuterung eurer Seele ist, die ihr als Gegengabe empfanget für jene irdischen Einschränkungen oder Widerstände aller Art. Ihr könnet nur reifen durch Widerstand. Geht aber euer Erdenleben immer glatt vonstatten, dann sind wenig oder keine Ausreifungsmöglichkeiten gegeben, und eure Seele bleibt zurück in ihrer Entwicklung. Sowie ihr aber euch belastet fühlet, wendet euch nur an Jesus Christus, und Er wird euch helfen, die Last zu tragen, oder sie euch abnehmen. Und jeder Zweifel sei euch ferne, daß Er euch höret...

Er weiß es, warum ihr ringen müsset auf dieser Erde, und Er steht darum immer neben euch, nur eures Anrufes harrend, der Ihm die Möglichkeit gibt, Sich zwischen euch und den Feind zu stellen...

Dieser Anruf muß von euch selbst ausgehen, dann aber ist er auch sicherlich von Erfolg. Eure Glaubensschwäche oder ein noch so leiser Zweifel gibt dem Gegner Gottes jedoch immer wieder Berechtigung, sich an euch heranzudrängen und euch stets mehr zu schwächen...

Und ihr selbst müsset nun euch wehren, indem ihr euch Jesus Christus übergebt, indem ihr zu Ihm rufet, daß Er ihn verdränge und euch schütze gegen ihn. Und wahrlich, es wird kein Ruf vergeblich sein...

Denn Seine Liebe weichet nicht von euch, aber sie bedarf eurer Liebe und eures Verlangens nach Ihm, um wirksam werden zu können. Aber jede bestandene Prüfung trägt eurer Seele einen bedeutenden Vorsprung ein, und ihr werdet es einmal erkennen, was diese inneren Kämpfe beigetragen haben zur Entschlackung der Seele, die sich nach der Vollendung sehnt und sich noch hindurchkämpfen muß bis zu ihrem Lebensende. Darum segnet jede Stunde, da ihr leidet auf Erden, körperlich oder seelisch, und wisset, daß ihr dennoch im Vorteil seid gegenüber denen, die heiter und unbelastet durch das Erdenleben gehen und jenen Läuterungsprozeß der Seele nicht durchmachen, weil sie ihn nicht ernstlich anstreben und darum das irdische Leben ihnen auch noch viel Schönes bietet, woran sie sich erfreuen. Sie geben nichts hin und können daher auch nicht viel empfangen...

Sie gewinnen der Welt ab, was nur immer möglich ist, und die Beschaffenheit ihrer Seelen ist ihnen gleichgültig, weshalb auch die Seele nicht leidet, doch später einmal doppelt wird zu leiden haben, wenn sie ihre Mangelhaftigkeit erkennt und sie es wird einsehen müssen, daß sie nichts zu ihrer Läuterung getan hat auf Erden. Jeder auf Erden leidende Mensch ist im Vorteil denen gegenüber, die leicht und unbeschwert durch das Erdenleben gehen...

Dennoch kann auch ein echter Christ heiter sein im Vertrauen darauf, daß er immer nur Jesus Christus seine Sorgen und Lasten aufzubürden braucht und immer dann auch das Leben wird erträglich sein. Denn dessen Vertrauen wird nicht enttäuscht werden, und die Gewißheit, einen ständigen Helfer zur Seite zu haben, läßt auch jene heitere Fröhlichkeit aufkommen, die einen guten Christen zieren soll. Darum noch einmal: Segnet das Leid, sowie es nur euch hintreibt zu Jesus Christus, zu Ihm, Der euch euer Kreuz tragen hilft, wenn ihr nur Ihn darum bittet...

Amen


B.D. NR. 7249 - 8.1.1959

„Wie ihr ausmesset, so wird euch zugemessen werden...“

Ein gerüttelt Maß sollt ihr empfangen...

Wie ihr ausmesset eurem Nächsten, so soll euch wieder zugemessen werden, laut Meiner Verheißung. Meine Liebe will unentwegt geben und beglücken, Meine Liebe will euch überreich bedenken, aber Liebe kann sich eben nur der Liebe zugesellen, also will Ich euch Glück schenken, so müsset ihr das gleiche tun, geben-wollen und Freude bereiten denen, die euch umgeben und eure Liebe annehmen wollen. Ich kann nicht Liebe geben einem Menschen, der selbst ein hartes Herz besitzt, der keine Liebewerke verrichtet, der darum weder Liebe verdient noch sich beglücken lassen will...

Aber Ich gebe unbeschränkt, wo Ich Liebe erkenne, und Meine Gaben fallen wahrlich nicht spärlich aus. Und wenn Ich nun ersehe, wie Meine Kinder bemüht sind, einander Freuden zu bereiten, wenn Ich sehe, daß sie Not zu lindern suchen, daß sie gebebereit sind, wo der Mitmensch bedürftig ist, dann bin Ich wahrlich auch bereit, einen freundlichen Geber zu bedenken, weil Ich ihn liebe. Wie ihr ausmesset, so wird euch wieder zugemessen werden. Das soll aber nicht so verstanden werden, daß ihr berechnend nun solche Werke tut, nur um wiederzuempfangen...

Vor Meinen Augen gilt nur die wahre Uneigennützigkeit, der Drang des Herzens zu beglükken. Und im gleichen Maße werde auch Ich Meine Liebe ausstrahlen lassen über den Menschen, der nur seine Liebe sprechen lässet, wenn er austeilet, was es auch sei. Alle Güter sind einbezogen in diese Meine Verheißung, irdische und geistige... und ebenso werde Ich den Geber bedenken irdisch und geistig. Denn der Mitmensch sowohl als auch der liebetätige Mensch benötigen irdische und geistige Güter während des Erdenlebens, doch es soll den geistigen Gütern mehr Beachtung geschenkt werden, denn diese allein sichern das Seelenheil, und wer seines Seelenheils zuerst gedenkt, der braucht auch keine Sorge zu haben um die Erhaltung seines irdischen Lebens. Auch da wird er bedacht werden von Mir aus entsprechend seines Verhaltens zum Nächsten. Und so könntet ihr ungemessen empfangen, geistig und irdisch, wenn ihr dieser Meiner Verheißung immer gedenket: „Wie ihr ausmesset, so wird auch euch zugemessen werden...“ Ihr brauchet niemals zu fürchten, daß ihr selbst Mangel zu leiden brauchet, wenn ihr euch verausgabt...

Ich rechne nicht kleinlich, Ich gebe euch „ungemessen“, d.h. eurer Liebe entsprechend, mit der ihr eure Gaben begleitet habt. Und wahrlich, ihr kommet nicht in Nachteil, auch wenn ihr ohne Bedenken hingebet, was ihr vielleicht selbst benötigt...

Ihr werdet nicht leer ausgehen und wieder reichlich Ernte halten können, weil Meine Liebe auch keine Grenzen kennt, wenn sie euch beglücken will. Darum brauchte es auch keine Not zu geben auf Erden, wolltet ihr nur alle dieser Meiner Verheißung eingedenk sein, denn ihr würdet anderen helfen, Ich würde euch helfen, wann immer es nötig wäre. Wer aber ängstlich rechnet, daß er nicht selbst zum Schaden komme, wenn er dem Nächsten hilft, der wird auch nicht viel des Segens zu verzeichnen haben, denn seine Liebe und sein Vertrauen zu Mir ist noch sehr klein, die Ich aber fordern muß, um geben und beglücken zu können unbeschränkt. Ihr habt einen Vater, Der Seinen Kindern immer nur Freude bereiten will, aber Er will auch, daß Seine Kinder gleichen Geistes sind, daß auch sie Freude schenken möchten und daß Liebe aus allem spricht, was ein Kind tut. Dann kann Meine Liebe so offensichtlich den Kindern zugewendet sein, daß sie schenkt und beglückt ohne Maß und Ziel, damit die Kinder ihren Vater in Seinen Gaben erkennen und Ihn lieben mit aller Innigkeit, die das Kind zum Vater drängt, um Ihm auf ewig nun anzugehören, um Sein zu werden und zu bleiben in Ewigkeit...

Amen


B.D. NR. 7250 - 8.1.1959

Beweise für die Existenz Jesu auf Erden...

Jedem Menschen ist die Möglichkeit gegeben, hinter das Geheimnis der Menschwerdung Gottes zu kommen, und jeder Mensch wird dann auch einen Beweis haben von der Existenz Jesu, Der als Gottes Sohn und Erlöser der Welt ihm nun offenbar wird, so daß jeder weitere Beweis unnötig wird. Und wer einmal die Menschwerdung Gottes begriffen hat, der weiß es auch, daß und warum der Glaube gefordert wird, warum Beweise nicht förderlich, sondern eher nachteilig sind für den Entwicklungsgang der Seele, zwecks dessen der Mensch auf Erden wandelt. Daß Sich Gott Selbst in Jesus Christus, in dem Menschen Jesus, verkörpert hat, ist und bleibt unglaubwürdig für Menschen, die keinerlei geistige Bindung haben, denen geistiges Streben fremd ist...

Und unter „geistigem Streben“ ist also der „Entwicklungs-prozeß der Seele“ zu verstehen, die nicht als Selbstzweck das Erdenleben erhalten hat, sondern nur als Mittel zum Zweck. Wer also nicht geistig strebt, der ist auch nicht „erweckt“, d.h., sein Denken ist eher dem Irrtum unterworfen als der Wahrheit, er wird eher Irrtum annehmen und als Wahrheit gelten lassen, und die reine Wahrheit wird ihm unannehmbar scheinen... eben weil sein Geist noch verfinstert ist, worunter nicht der Verstand zu verstehen ist, sondern der Funke im Menschen, der göttliches Anteil ist. Dieser Mensch also wird keine rein geistigen Ursachen gelten lassen, und daher wird ihm die Menschwerdung Gottes als „Aus-wirkung“ einer solchen geistigen „Ursache“ unbegreiflich sein. Aber sie hat stattgefunden, Gott Selbst hat Sich in einem Menschen eingezeugt, und dieser Mensch war Jesus, der Sohn von Maria, Der aus dem Geist Gottes gezeugt war. Nichts durfte die Menschen zum Glauben zwingen, und darum war auch die Geburt, Jesu menschlichen Gesetzen unterworfen, nicht aber die Zeugung...

Dieses zu bezweifeln dürften sich die Menschen nicht anmaßen, wenn sie sich überlegen, daß alles Geschöpfliche sowie das gesamte Schöpfungswerk aus der Kraft Gottes hervorgegangen ist, es also für diese Kraft wahrlich möglich ist, ein menschliches Wesen aus Seinem Willen erstehen zu lassen. Es hatte aber auch diese Geburt ohne Zeugung seine (ihre?, d. Hg.) geistigen Gründe, die einem erweckten Geist überaus leicht verständlich sind. Doch es muß der Mensch wissen, daß das gesamte Schöpfungswerk geistige Ursachen hatte, denen der freie Wille urgeschaffener Geistwesen zugrunde lag, und dieser freie Wille auch im Dasein des Menschen... des einstmals geschaffenen Urgeistes... eine Rolle spielt, die bedeutsam und auch Erklärung ist dafür, daß für die Existenz des Menschen Jesus sich keine oder nur wenige Beweise finden lassen. Denn es darf keinerlei Zwang den Menschen veranlassen, sich positiv oder negativ einzustellen zu Jesus Christus, dem göttlichen Erlöser. Es muß völlige Willensfreiheit die Einstellung zu Ihm bestimmen, weil davon allein die geistige Rückgestaltung des Menschen zu dem urgeschaffenen Wesen abhängig ist, zwecks derer der Mensch auf Erden wandelt. Was sich beweisen läßt, zwingt zu einem Entscheid...

Kein Mensch darf gezwungen werden zu einem Entscheid, soll die einstige Vollkommenheit des Urwesens wiedererreicht werden, die Zweck und Ziel des gesamten Schöpfungswerkes ist. Es muß also der Mensch zuvor wissen um Uranfang und Ziel alles dessen, was ist, um Sinn und Zweck der Schöpfung und alle geschöpflichen Wesen darin. Doch er wird dieses Wissen nie und nimmer aus Büchern schöpfen können, sondern es muß ihm durch den Geist Gottes, Der in Sich die Ewige Wahrheit ist, vermittelt werden. Aber dies erfordert Bedingungen, die wohl jeder Mensch erfüllen kann, aber nur die wenigsten Menschen erfüllen wollen...

Der Geist Gottes kann sich aber nur dort äußern, wo diese Voraussetzungen gegeben sind: ein lebendiger Glaube an Gott, der nur durch die Liebe lebendig werden kann, und ein bewußtes Anfordern der Wahrheit aus Gott, eben im Glauben, von Ihm die Wahrheit vermittelt zu bekommen...

Und sie wird dem Menschen werden, denn nun tritt der Geist Gottes mit dem Geistesfunken im Menschen, der Sein Anteil ist, in Verbindung, und es wird der Mensch belehret durch den Geist...

Wer solches nicht glauben kann oder will, der wird niemals zur Weisheit, zum Licht der Erkenntnis, gelangen...

Wer es aber glaubt, dem werden sich die herrlichsten Offenbarungen enthüllen, er wird hell und klar erkennen, was anderen Menschen unbegreiflich ist, er wird die Zusammenhänge fassen können, und ihm wird die Menschwerdung Gottes in Jesus ein so wunderbar gelöstes Problem sein, so daß er keinerlei Beweise mehr bedarf und doch klarer durch alles hindurchzuschauen vermag, wie es der schärfste Verstand je zuwege bringen könnte. Für einen geweckten Geist aber spielt es dann keine Rolle, welche Zeiträume liegen zwischen dem Wandel Jesu auf Erden und der Gegenwart, denn dieser Wandel Jesu war kein Akt, für einen bestimmten Kreis Menschen berechnet, sondern er galt allen Menschen der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft...

Alle Menschen werden erfahren von diesem Wandel Jesu, aber keines Beweises Seiner Existenz bedürfen, sowie nur ihr Geist erweckt ist, doch ohne Erweckung des Geistes wären auch die schärfsten Beweise nutzlos für die Erlangung der Seelenreife, denn ein Glaube, hervorgehend aus Beweisen, ist kein Glaube, der den freien Willen respektiert und der allein gewertet wird. Der Verstand des Menschen aber hat nichts oder wenig nur mit der Erweckung des Geistes im Menschen zu tun...

Letztere ist Folge eines Liebelebens, eines Lebens in uneigennütziger Nächstenliebe, weshalb Erforschung tiefster Geheimnisse nicht das Privileg reger Verstandestätigkeit, sondern allein das Vorrecht derer ist, die die Gebote Gottes halten, die der Mensch Jesus gelehrt hat auf Erden: „Liebe Gott über alles und deinen Nächsten wie dich selbst...“ Die Auswirkung der Erfüllung dieser Gebote ist der sicherste und klarste Beweis der Existenz Jesu, denn dann leitet der Geist aus Gott den Menschen in alle Wahrheit, und er gibt ihm auch Aufschluß über alle geistigen Zusammenhänge, die niemals der Verstand des Menschen allein wird geben können...

Amen


B.D. NR. 7251 - 10.1.1959

Liebe ist der Schlüssel zur Weisheit...

Ihr werdet euch alle so lange im falschen Denken bewegen, wie ihr die Gebote der Gottes- und Nächstenliebe außer acht laßt...

Es nützet euch nichts, wenn ihr noch soviel forschet und sinnet. Ohne ein eigenes Liebeleben wird der Erfolg eures Forschens immer ein Fehlerfolg sein, d.h., es wird nicht der Wahrheit entsprechen. Aber ihr könntet die Probe aufs Exempel machen, und ihr würdet staunen, daß und wie sich euer Denken wandelt. Zur Liebe wandeln kann jeder Mensch sich selbst, weil ihm die Fähigkeit zu lieben ins Herz gelegt ist und es zumeist nur an seinem Willen liegt, wenn er diese Fähigkeit nicht nützet, wenn er nicht in Liebe tätig wird. Und darum werden auch nur wenige Menschen diese Probe machen wollen, aber sie könnten sich so leicht dadurch einen Beweis schaffen, der sie unendlich beglückt, weil es plötzlich licht zu werden beginnt in ihren Herzen. Daß die Weisheit, das Licht der Erkenntnis, nur die Folge eines Liebelebens ist, will aber von den Menschen nicht als Wahrheit angenommen werden, denn sie können einen Herzenstrieb nicht mit der Tätigkeit ihres Verstandes zusammenbringen, sie wollen nicht das Gefühlsleben verbinden mit scharfem Verstandesdenken. Und doch ist die Liebe der Schlüssel zur Weisheit, und kein Mensch wird sich in der Wahrheit bewegen, der die Gebote der Liebe zu Gott und zum Nächsten außer acht lässet. Doch es ist eine so einfache Erklärung, daß Gott die Wahrheit und auch die Liebe Selbst ist. Eines ist nicht ohne das andere zu denken, wie auch das Feuer naturgesetzlich Licht ausstrahlt, also auch aus dem Feuer der Liebe das Licht der Weisheit ausgehen muß. Der Verstand allein genügt nicht zum Ergründen der Wahrheit, der Verstand mit Liebe gepaart aber erforschet die tiefsten Tiefen der göttlichen Weisheit...

Und ob euch Menschen dieser Ausspruch noch so vermessen erscheint...

Ihr könntet euch selbst den Beweis schaffen, wenn es euer ernster Wille wäre, nur in der Wahrheit zu wandeln. Darum werden alle eure Bemühungen fruchtlos sein, wenn es gilt, hinter geistige Geheimnisse zu kommen, hinter Dinge, die sich irdisch nicht beweisen lassen und die doch für einen wahrheitsliebenden Menschen bedeutungsvoll sind. Ein Mensch aber, der sein Wesen, das zu Beginn seiner Verkörperung als Mensch vorwiegend die Ichliebe kennt, gewandelt hat in uneigennützige Nächstenliebe, der wird sich auch in einem Denken bewegen, das der Wahrheit entspricht oder weit näher ist als das eines Verstandesmenschen, dem die Liebe fehlt. Glaubet dies, ihr Menschen, und wandelt euer Wesen um, daß es zur Liebe wird, und ihr habt eure Aufgabe auf Erden erfüllt, und helles Licht der Erkenntnis ist dann schon euer Lohn auf Erden und weit mehr noch im jenseitigen Reich, das ihr alle wiederbetretet nach dem Wandel auf dieser Erde, weil es eure wahre Heimat ist, in der ihr einstens weiltet und sie im freien Willen verlassen habt, weil ihr selbst euch in die Finsternis stürztet durch Verlöschen des Liebelichtes in euch. Die geistigen Zusammenhänge sind euch auf Erden nicht bewußt, aber es war auch da die Lieblosigkeit der Faktor, der eure geistige Finsternis verschuldet hatte, und es kann erst wieder Licht werden in euch, wenn ihr eure Ichliebe wandelt in uneigennützige Liebe und ihr dadurch auch wieder der Gottheit näherkommt, Die in Sich Liebe ist und euch wieder zurückgewinnen will...

Und auf daß sich euer Denken kläre und ihr auch die Zusammenhänge begreifen lernet, die mit eurer Erdenaufgabe verbunden sind, müsset ihr wieder die Liebe in euch entzünden, ihr müsset, einfach gesagt, zu Gott wieder zurückkehren, euch mit Ihm verbinden, Der in Sich die Liebe ist...

Dann wird Licht und Kraft und Freiheit euch wieder beschieden sein, wie ihr waret im Anbeginn, und ihr werdet lichtvollst alles erkennen, ihr werdet wieder selig sein, weil die Ewige Liebe euch durchstrahlet wie einst...

Amen


B.D. NR. 7252 - 11.1.1959

Mittler zum Weitertragen der Wahrheit...

Und was ihr von Mir höret, das nehmet auf in euer Herz, und wisset, daß es reinste Wahrheit ist, mit der Ich Meine Kinder beglücken will, die sich Mir hingeben, die Mir Herz und Ohr öffnen, um Meine Stimme zu vernehmen. Ich rede euch ununterbrochen an, doch vernehmen könnt ihr Mich nur, sowie ihr dies verlangt. Dann tönet Mein Wort in euren Herzen, und es gibt euch Meinen Willen kund, es führt euch ein in die Wahrheit, es tröstet und ermahnet euch, es verheißet euch Meinen Schutz und Meine Gnade...

Aber nun sollt ihr sie auch vertreten als Mein Wort, ihr sollt es nicht für euch allein auswerten, sondern auch euren Mitmenschen die Möglichkeit geben, Kenntnis zu nehmen von Meinem Wort...

Ihr sollt es ihnen zuführen, auch auf die Gefahr hin, nicht verstanden zu werden und auf Abwehr zu stoßen. Aber ihr sollt den Versuch machen, alles andere leite Ich Selbst in die Wege, und auch ein Fehlversuch kann einmal seine positiven Erfolge haben. Doch es geht um das Zuleiten der Wahrheit, und wessen Herz fähig ist, der erkennt die Wahrheit und nimmt sie auch an. Gerade die Zuführung der Wahrheit ist schwer bei den Menschen zu erreichen, denn deren Gedanken befassen sich zuwenig mit geistigen Fragen, und daher bleiben sie ungerührt, auch wenn ein Strahl Meiner ewigen Liebe sie trifft. Doch immer wieder finden sich einzelne, die den Liebestrahl wohltätig empfinden und sich darin sonnen möchten...

Und diesen wende Ich auch Meine ganze Liebe zu, und Ich suche auch sie anzusprechen durch Mein Wort. Das Weitertragen der Wahrheit aus Mir ist eure Aufgabe, die Ich euch gestellt habe, als ihr euch bereit erklärtet, Mir zu dienen. Denn das Verbreiten der Wahrheit ist von so großer Wichtigkeit, befinden sich die Menschen doch in einem Wust von Irrtum, daß ihnen geholfen werden soll herauszufinden, daß ihre Gedanken hingelenkt werden sollen zu dem Geber der Wahrheit, Der sie in rechtes Denken führen will und kann, wenn sie Ihm keinen Widerstand leisten. Alles soll versucht werden, um die Mitmenschen zu gewinnen für Mein Wort, selbst wenn viele Versuche erfolglos sind...

Ihr aber könnt dies nicht beurteilen, und Ich sehe voraus und weiß, wie und wann Mein Wort angenommen wird. Ich kenne, die nach Wahrheit verlangen und sie hungrig entgegennehmen, und mag es auch immer nur einer sein, dann habe Ich schon eine Seele gewonnen für Mich, die allein nur durch die Wahrheit gewonnen werden kann. Darum spreche Ich euch an, die ihr euch bewußt öffnet für die Entgegennahme Meines Wortes, weil Ich durch euch auch zu den Mitmenschen sprechen möchte, zu denen ihr nun den Weg nehmen müsset mit Meiner Unterstützung. Denn Ich werde eure Wege wahrlich leiten, Ich werde euch die Menschen in den Weg führen oder für euch an Türen anklopfen, auf daß ihr euren Brüdern oder Schwestern die Gaben des Herrn bringen könnet, und wer sie öffnet, der wird köstliche Gaben empfangen und auch den Herrn erkennen, Der ihm solche Gaben zukommen läßt. Aber Ich benötige dazu Mittler, die Mir Selbst den Zugang in ihre Herzen gewähren, die es ermöglichen, daß Ich durch deren Mund die Mitmenschen anspreche, die nicht von selbst den Weg nehmen zu Mir und Mich um Wahrheit angehen...

Doch ohne Wahrheit können sie nicht selig werden, und darum also müsset ihr ihnen die Wahrheit zutragen, ihr müsset jede Gelegenheit nützen, um sie mit der Wahrheit aus Mir bekannt zu machen, und es wird wahrlich ein gesegnetes Unterfangen sein für alle, die sich daran beteiligen, für alle, die zu geben und auch zu nehmen bereit sind...

Amen


B.D. NR. 7253 - 12.1.1959

Rechtes Nützen der Lebenskraft: Wirken in Liebe...

Jeder Tag stellt neue Anforderungen an euch, und immer wieder benötigt ihr Kraft, um diesen Anforderungen nachkommen zu können. Und solange euch noch die Lebenskraft zur Verfügung steht, werdet ihr auch fähig sein dazu, irdisch sowohl als auch geistig eure Aufgabe zu erfüllen. Denn auch die nur irdisch genützte Lebenskraft kann euch geistige Kraftzufuhr eintragen, wenn eure irdische Tätigkeit in Werken der Liebe besteht. Gewinnt ihr aber erst einmal geistige Kraft, so brauchet ihr dann nicht mehr in Sorge sein, eure Aufgabe erfüllen zu können, denn durch die Zufuhr geistiger Kraft werdet ihr stets mehr zum Liebewirken angeregt, und ihr vollzieht also die Wesenswandlung, zwecks derer ihr auf Erden lebt. Es wird also eigentlich nicht viel von euch Menschen gefordert als nur den Wandel von der Ichliebe zur uneigennützigen Nächstenliebe. Aber dennoch benötigt ihr dazu Kraft, weil Liebe Kraft ist, und so ihr sie noch nicht entzündet habt in euch, ihr bar seid jeder Kraft. Die Ichliebe aber ist keine Kraft, vielmehr raubt sie euch noch Kraft, denn sie wird immer eure Lebenskraft zur höchsten Leistung beanspruchen, um sich selbst gerecht werden zu können; die Ichliebe fordert alles für sich selbst, und sie mißbraucht somit auch die Lebenskraft nur zum Wohl des Körpers, weil nur das der Seele dienlich ist, was sich als uneigennützige Liebe auswirkt...

Nützet also der Mensch seine Lebenskraft zum Dienen in Liebe, dann wird seine Seele davon den größten Nutzen ziehen, der Mensch wird viel geistige Kraft empfangen, und diese wieder läßt die Seele unwiderruflich zur Reife kommen, denn ein Mensch, der in Liebe dienet, wird von diesem Tun nimmer ablassen, die Werke der Liebe werden sich mehren, die geistige Kraftzufuhr treibt ihn an zum Wirken in Liebe und trägt seiner Seele stets größere Reife ein. Und eine solche Liebe ist es, die der Mensch in sich entzünden und zu einer hellen Flamme auflodern lassen soll, denn sie ist eine göttliche Liebe, während die Ichliebe ein Erbteil des Gegners von Gott ist und darum auch nicht beglücken wird. Denn wenngleich der Mensch für sich alle Vorteile zu erringen trachtet und sie auch zumeist durch Unterstützung des Gegners erhalten wird, ist und bleibt er doch ein schwaches Wesen, das kein Licht der Erkenntnis und keine Kraft hat, um den wahren Erdenlebenszweck zu erkennen und anzustreben...

Er wird abscheiden von dieser Erde in diesem kraft- und lichtlosen Zustand und genau so in das jenseitige Reich eingehen, während der liebetätige Mensch sich Licht und Kraft auf Erden schon erwirbt und in einem Lichtgewand das geistige Reich betritt, er also keine Dunkelheit oder Schwäche zu fürchten braucht, weil er viel geistige Kraft sich eingesammelt hat auf Erden, weil er seine Lebenskraft recht nützte zum Wirken in Liebe. Liebe ist Kraft, aber ohne Liebe kann es auch keine Kraft geben, sondern nur Lichtlosigkeit und Ohnmacht. Ihr Menschen benötigt alle Kraft, und wollet ihr eure Erdenaufgabe erfüllen und ihr seid noch kraftlos, dann bittet Gott um Kraftzufuhr zum Liebewirken, und Er wird eure Sinne recht lenken, daß ihr eure Lebenskraft gut nützet und euch dadurch geistige Kraft erwerbet. Aber glaubet nicht, daß euch immer die Kraft belassen bleibt, die ihr zur Zeit noch besitzet...

Auch die Lebenskraft ist ein Geschenk, das euch wieder genommen werden wird, wenn die Stunde des Abscheidens von dieser Erde gekommen ist. Darum sorget, daß euch dann viel Kraft zur Verfügung steht, daß ihr geistige Güter gesammelt habt, daß ihr voller Licht und Kraft eingehen könnet in das geistige Reich und dann auch ewig selig seid...

Amen


B.D. NR. 7254 - 13.1.1959

Inhalt des göttlichen Wortes: Liebe...

Wenn ihr euch in Mein Wort vertiefet, dann werdet ihr stets mehr erkennen, daß Ich nur Liebe von euch fordere, Liebe zu Mir und zum Nächsten...

Euer ganzer Entwicklungsprozeß gründet sich nur auf dem Liebeprinzip, ganz gleich, ob ihr noch in Formen der Schöpfung gebunden seid oder schon als Mensch über die Erde geht... immer ist dienende Liebe das allein Wichtige, immer ist es die Liebe, die jenen Prozeß begünstigt und euch zum Ziel bringt: daß ihr wieder vollkommen werdet, wie ihr es waret im Anbeginn. Und ob Ich euch nun Kenntnis gebe von Meinem Willen, ob Ich euch tiefere Weisheiten erschließe, ob Ich euch Meinen Heilsplan enthülle... immer werde Ich die Liebe herausstellen, und alles werdet ihr nur begreifen können, wenn ihr selbst in der Liebe lebt. Mangelt euch die Liebe, dann ist alles für euch unverständlich, und ihr seid auch unwillig, euch von Mir belehren zu lassen. Und doch müsset ihr erfahren, daß Meine Liebegebote das Wichtigste sind, weil ihr sonst niemals den Willen werdet aufbringen, diese Meine Gebote zu erfüllen... es sei denn, ihr entzündet von selbst in euch das Liebeflämmchen, und ihr könnt dann lichtvollst erkennen und alles begreiflich finden, was anderen unbegreiflich ist. Daher ist die Zuleitung Meines Wortes für euch Menschen so nötig, denn durch dieses werdet ihr erstmalig hingewiesen auf Meinen Willen, und ihr könnt nun selbst Stellung dazu nehmen. Mein Wort ist Meine Ansprache an euch, und je nach eurem Wesen werdet ihr es als Ansprache empfinden, oder es wird an euren Ohren verhallen wie ein leerer Schall. Gezwungen könnet ihr nicht werden, es im Herzen als Meine Ansprache zu empfinden; euer Wille bleibt frei, aber euer Wille bestimmt euch, Meinen Willen zu achten und ihn zu befolgen, also in die Tat umzusetzen, was Ich durch Mein Wort von euch fordere. Tut ihr dies, so wird es bald hell werden in euch, ihr werdet wissen, warum Mein Wille das Erfüllen der Liebegebote ist, weil ihr selbst eben durch die Tat den Beweis erfuhret, daß Liebe eine Kraft ist, die sich positiv auswirkt. Als Mensch habt ihr Gelegenheit und auch Kraft dazu, Werke der Liebe zu verrichten, und dann geht eure Aufwärtsentwicklung mit Sicherheit vonstatten. Zuerst aber müsset ihr darum wissen, daß ihr nur durch die Liebe zur Höhe gelangen könnt. Und dieses Wissen vermittelt euch Mein Wort...

Es ist daher auf Erden nicht zu umgehen, daß Mein Evangelium immer wieder gepredigt wird. Es muß immer wieder Mein Wort verkündet werden, es müssen immer wieder die Menschen Gelegenheit haben, um Meinen Willen zu erfahren, und dann erst muß ihr eigener Wille tätig werden, das Wissen auszuwerten, denn das Hören des Wortes allein genügt nicht, wenn nicht die Tat folgt...

Dann aber wirkt sich das Erfüllen Meiner Liebegebote aus in vielerlei Weise. Es wird der Mensch Kraft haben, immer von neuem liebetätig zu sein; er wird Licht empfangen, indem ihm nichts mehr unklar bleibt, was ihm zum Aufstieg verhilft, er wird auch für Mein Wort mit Überzeugung eintreten, weil dies auch die Kraft der Liebe bewirkt, daß er seinen Mitmenschen auch zum Aufstieg verhelfen möchte. Und er selbst wird streben ohne Unterlaß, zum Ziel zu gelangen, das er nun auch klar erkannt hat. Mein Wort muß verkündet werden, denn die Menschen wandeln in der Unkenntnis dahin, weil sie in Lieblosigkeit wandeln, und sie müssen zur Liebe angeregt werden durch Mein Wort. Darum sollen sie auch Kenntnis erhalten von der dienenden Aufgabe aller Schöpfungswerke, auf daß sie nun erst verstehen lernen, was es mit der gesamten Schöpfung auf sich hat, und daß auch sie selbst diesen Weg gegangen sind, bevor ihnen auf Erden die letzte Aufgabe gestellt wird, zu dienen in Liebe im freien Willen. Alles erreichet ihr Menschen, wenn ihr in Liebe dienet, irdisch und geistig werdet ihr reich gesegnet sein, aber auch nur durch dienende Liebe werdet ihr euch erlösen können aus der Gewalt dessen, der bar jeder Liebe ist und darum endlos weit von Mir entfernt, Der Ich die Ewige Liebe Selbst bin. Es gibt nur einen Weg, um zu Mir zu gelangen... den Weg der Liebe zu gehen, der über Jesus Christus und Sein Kreuz hinführt zum Ziel, zurück zum Vater, aus Dessen Liebe ihr alle einst hervorgegangen seid...

Amen


B.D. NR. 7255 - 14.1.1959

Prüfung von Geistesgut auf göttlichen Ursprung...

Geistige Speise könnet ihr nur von Mir Selbst entgegennehmen, und darum muß alles auf seinen Ursprung hin geprüft werden, was euch als „geistige Nahrung“ dargeboten wird. Zwar berufen sich alle Verkünder des göttlichen Wortes darauf, die reine Wahrheit aus Mir zu vertreten, dann aber müßten auch alle Verkünder das gleiche lehren, es dürfte keine verschiedenen Geistesrichtungen oder Konfessionen geben, die doch alle in ihrem Lehrgut voneinander abweichen. Also ist eine Prüfung unbedingt nötig, welche Lehren auf den Ursprung aus Mir zurückzuführen sind. Und das erfordert Nachdenken darüber... was zwar nicht besagt, daß Nachdenken allein zu einem unangezweifelten Urteil gelangen läßt, weil auch dann wieder verschiedene Gedankenergebnisse festzustellen wären... der Verstand allein also nicht maßgebend ist zur Beurteilung von Geistesgut auf Wahrheitsanspruch. Aber es kommt erst einmal das Wahrheitsverlangen zum Durchbruch, wenn der Mensch überhaupt darüber nachdenkt, ob Wahrheit oder Irrtum ihm angeboten wurde. Der Wille nach Wahrheit sichert ihm dann auch rechtes Denken im „Prüfen“ auf Wahrheit, es fängt der Mensch an, Kritik zu üben daran, was ihm vermittelt wird. Und es ist eine Prüfung darum nötig, weil verbildetes Geistesgut nicht die heiligende Kraft hat, daß die Seele daran gesunde, daß sie ausreife, daß sie sich sättige an einer Speise, die sie benötigt. Eine verbildete Lehre ist keine rechte Speise mehr für die Seele, vielmehr kann sie noch dazu beitragen, daß die Seele krank und schwach bleibt und doch nichts unternimmt, um zu gesunden... weil der Mensch einfach nicht erkennt, daß ihm untaugliche Nahrung gereicht wird. Geistige Speise muß dem Reich entstammen, in das die Seele dereinst wieder zurückkehren soll, denn sie ist nur als Gast auf dieser Erde, um für das geistige Reich einmal tauglich zu werden, und sie muß also diese Tauglichkeit erlangen durch Zufuhr von Speise und Trank, durch eine Nahrung, die ihr verhilft zu einer gewissen Seelenreife. Und diese Reife wieder ist nötig zum Eintritt in das Lichtreich, das die wahre Heimat der Seele ist, aber auch einen Zustand der Seele erfordert, den sie auf der Erden erst erreichen muß. Und Ich biete ihr nun diese rechte Speise dar, und wohl denen, die aus Meinen Händen direkt das Brot des Himmels entgegennehmen, wohl denen, die nicht anderswo sich die Nahrung holen, wohl denen, die an den Quell gehen, wenn sie trinken wollen und sich laben für den Pilgerweg über die Erde... deren Seelen werden ganz sicher ausreifen und tauglich werden für das geistige Reich... nicht aber, die verbildetes Gut zu sich nehmen, deren Speisen vermengt sind und nicht mehr den Anspruch machen können darauf, eine Gabe aus Meiner Hand geboten zu sein. Diese werden nicht viel Heilkraft der Speise entziehen, die sie in Empfang nehmen, und sie tun gut daran, den Flußlauf zurückzuverfolgen, um in Erfahrung zu bringen, ob er zum rechten Quell führt... ob Ich Selbst der Geber dessen bin, was ihnen angeboten wird. Und sie werden nun weit lieber ihre Nahrung am Quell entgegennehmen. Es wird sich der Mensch dann nicht mehr genügen lassen an einer verwässerten Lehre, er wird auch selbst nun urteilen können, was seiner Seele dienlich ist zum Aufbau, denn er wird es als Wahrheit empfinden, wenn ihm eine kraftvolle Speise und ein belebender Trank angeboten wird, die er zuvor kaum empfinden konnte. Die Seele, die krank ist und gesunden will, braucht auch eine gesunde und kräftige Nahrung. Und keine Seele ist ausgereift, die über die Erde geht; eine jede braucht Stärkung, sie braucht eine Speise und einen Trank, der sie belebt und aufrichtet, der ihr den Zustand wiedergibt, in dem sie sich einst befunden hat, der aber nur aus Meiner Hand ihr garantiert ist... wenn der Mensch den Weg direkt zu Mir nimmt und sich von Mir nun bedenken lässet mit Speise und Trank. Dann wird die Seele gesunden, sie wird ihrer Vollendung entgegengehen, denn was von Mir kommt, kann nur der Seele zum Segen gereichen... weil Meine Liebe ihr zum Leben verhelfen will, das sie nicht mehr verlieren soll...

Amen


B.D. NR. 7256 - 15.1.1959

Lebendige Christen...

Kraft des Glaubens...

Gegenwart Gottes...

Wenn ihr in große Not geraten werdet, dann erst wird es sich erweisen, ob ihr lebendige Christen seid oder ihr euch nur Formchristen nennet, die dann versagen, wenn sie sich bewähren müssen. Und es wird diese Zeit über euch kommen, wo nur ein lebendiger Glaube euch helfen kann, wo ihr euch bewähren müsset, wo die Kraft des Glaubens erprobt werden muß, die eben nur ein lebendiger Glaube aufbringen wird. Die Mehrzahl der Menschen steht nur in einem Formglauben; sie lehnen nicht ab, was ihnen gelehrt wurde, aber sie haben sich noch nicht ernsthaft gedanklich auseinandergesetzt mit den Lehren. Und sowie es einmal dazu kommen wird, daß sie veranlaßt werden, zu ihrem Gott und Schöpfer zu rufen, dann werden sie Ihn in der Ferne suchen, weil sie noch keine Gemeinschaft mit Ihm haben, eine Gemeinschaft, die sich als Gefühl der Gegenwart Gottes auswirkt. Und solange dieses Gefühl noch nicht im Menschen ist, ist Gott noch nicht lebendig in ihm geworden, und der Glaube an Gott ist nur eine leere Redensart, denn er besitzt ihn nicht. Erst das Gefühl der Gegenwart Gottes kennzeichnet einen lebendigen Christen, und dieser wird dann auch die Glaubensstärke besitzen, die ihn in großen Nöten den Weg zum Vater nehmen läßt und sich von Ihm Hilfe erbittet. Es wird viel Leid und Elend kommen über die Menschen, eben um ihrem Glauben eine Probe zu stellen...

Und es kommt nicht auf die Konfessionen an, denn jede Konfession kann lebende und tote Anhänger umfassen, Menschen, die innige Bindungen mit Gott eingegangen sind, und solche, denen Gott der ferne Gott ist und bleiben wird, Den sie wohl dem Namen nach kennen, aber selbst noch keinerlei Bindung haben mit Ihm, um Ihn in Fällen plötzlicher Not anzurufen um Beistand und Hilfe. Doch die Not kommt...

Sie muß kommen um der Menschen willen, die gleichgültig dahingehen und sich selbst noch nicht entschlossen haben, wie sie sich einstellen zu ihrem Gott und Schöpfer von Ewigkeit...

Sie muß kommen für die Menschen, die da glauben, Christen zu sein, und nur dem Namen nach sind...

Von allen wird ein Bekenntnis gefordert für Jesus Christus, und ein solches Bekenntnis ablegen kann nur der Mensch, der im lebendigen Glauben steht... nicht aber, die nur wissen von Ihm, aber noch nicht das rechte Verhältnis zu Ihm hergestellt haben, das Er fordert, um ihr Erlöser sein zu können von Sünde und Tod. Jeder Mensch kann sich einmal für das rechte Verhältnis zu Ihm entscheiden, und er sollte es im freien Willen tun, weil ihm das Erdenleben immer wieder Gelegenheit gibt zu diesem Entscheid. Wer aber saumselig ist, wer immer nur ein Form-christ bleibt, also wohl weiß um den göttlichen Erlöser, aber noch niemals Seine Liebe und Gnade in Anspruch genommen hat, um aus seiner Gebundenheit erlöst zu werden... wer noch nicht wie ein Kind mit seinem Vater gesprochen hat, der wird erst durch Leiden und Nöte gehen müssen, um den Weg zu Ihm zu finden; er wird erst so empfindlich getroffen werden müssen, daß ihm nur noch der eine Ausweg bleibt, zu Gott in Jesus Christus zu flüchten und dadurch zu bekennen, daß er lebendig an Ihn glaubt... während der Formchrist oft noch seinen seichten Glauben verliert, wenn es hart auf hart geht, und er dadurch beweiset, daß er noch keinerlei Bindung hatte mit Ihm, dem göttlichen Erlöser Jesus Christus, mit Gott Selbst...

Je näher es dem Ende ist, desto nötiger wird diese Erprobung des Glaubens sein, denn immer mehr sondern sich die Menschen ab, selbst wenn sie einer kirchlichen Gemeinschaft angehören, aber es ist nur noch eine Scheinbindung der Mitmenschen wegen, es ist nichts Wahres, Lebendiges mehr, das zu einer „Gemeinschaft der Gläubigen“ gezählt werden kann. Es sind die Kirchen nur noch weltliche Organisationen, aber nicht mehr der Zusammenschluß von tief gläubigen Menschen, die in Jesus Christus den Gründer ihrer Kirche sehen, die nur auf festen Glauben gegründet wurde. Und die Menschen werden darum durch das Leben gezwungen werden, ein Bekenntnis abzulegen, denn die kommende Zeit wird sehr schwer sein für viele Menschen, aber doch für den lebendigen Christen auch von Segen, weil er die Bindung mit Gott immer fester knüpfen wird und er auch durch seinen Glauben herausgeführt werden wird aus aller Not und Bedrängnis, weil es für den lebendigen Christen nichts gibt, was nicht mit der „Kraft des Glaubens“ bewältigt werden könnte...

Amen


B.D. NR. 7257 - 16.1.1959

Weg der Rückkehr zu Gott...

Ich komme euch stets entgegen, wenn ihr den Weg nehmet zu Mir. Glaubet Mir, daß Ich Selbst eure Entfernung von Mir als wenig beseligend empfinde, wenn ihr Menschen euch auch nicht den Begriff von Leid Meinerseits darunter vorstellen dürfet, aber Ich sehne Mich nach eurer Liebe, und solange ihr euch von Mir getrennt haltet, vermisse Ich auch diese Liebe. Darum wird es euch auch verständlich sein, daß Ich alle eure Schritte verfolge, daß Ich sehe, wenn ihr sie Mir zulenket, und daß Ich dann auch euch entgegenkomme, um den Weg der Rückkehr für euch abzukürzen, daß ihr schneller euer Ziel erreichet. Dennoch muß Ich mit Meinen Schritten innehalten, wenn auch die euren stillstehen, wenn ihr euch wieder anders besinnet oder zurückblicket in das Bereich, das ihr verlassen wollet. Ich will euren freien Willen in keiner Weise bestimmen, Ich kann euch wohl locken, was Ich immerhin tue, aber nicht zwingen, denn eure Rückkehr zu Mir muß ein völlig freier Willensakt sein und bleiben. Doch das sollet ihr wissen und glauben, daß kein Gedanke von euch, der Mir gilt, verweht oder nicht sein Ziel erreicht. Und jeder solche Gedanke zu Mir wird auch gewertet als freier Willen und von Mir entsprechend gelohnt, indem Ich Mich ständig aufhalte in eurer Nähe und alles tu’, um eure Blicke immer wieder Mir zuzuwenden. Ihr wisset nicht, wie unendlich tief Meine Liebe ist zu euch, Meine Geschöpfe, ihr wisset nicht, daß es für diese Liebe immer nur das Sehnen gibt nach euch und daß Ich darum auch keines Meiner Geschöpfe abschreibe, auch wenn es sich noch von Mir entfernt hält im freien Willen...

Auch dann noch gilt ihm Meine Liebe und suchet Zugang zu ihm, wieviel mehr aber einem Kind, das Mein ist und bleiben will, nur immer wieder die Blicke abseits wendet, weil es von allen Seiten erregt und angelockt wird...

Aber Ich weiß um den Gedankengang des Herzens, Ich weiß, daß seine Liebe Mir gilt und es nur zu schwach ist, um sich zu wehren gegen Verlockungen aller Art. Denn es findet auch mit Gewißheit immer wieder zu Mir zurück, es bleibt auf dem Wege zu Mir und wird auch nicht von dem Wege abweichen, weil das Verlangen des Herzens Mir allein gilt. Der Weg zu Mir geht steil aufwärts, er ist beschwerlich... es geht nicht an, daß Ich ihn leichtmache, daß Ich ihn mit Lockungen verbinde, weil dieser Weg gegangen werden soll aus reiner Liebe zu Mir, nicht um sonstiger Vorteile willen... was immer nur feindliches Vorhaben ist, um die Menschen auf andere Wege zu locken, die weitab führen von Mir. Darum werdet ihr des öfteren müde werden der Wanderung nach oben und eben doch sehnend zurückblicken nach der Welt, die ihr verlassen wollet. Und Ich lasse es zu, aber nur um eurer selbst willen, denn jeder Aufstieg, der freiwillig ausgeführt wird, hat herrlichste Erfolge...

Ich komme ihm, und er kommt Mir immer näher, und mit Meiner Gegenwart empfindet dann der Mensch die Seligkeit, die ihn für alles entschädigt, was er aufgegeben hatte um Meinetwillen. Und diese Gegenwart soll das Ziel sein, das ihr mit aller Willensstärke verfolget, ihr sollt nicht eher ruhen, bis ihr bei Mir angelangt seid, Der Ich aber ganz sicher euch den Weg abkürze, indem Ich euch entgegenkomme...

Ihr seid also nicht lange mehr von Mir getrennt, sowie ihr nur Meine Gegenwart ersehnet und unbeirrt den Weg weitergeht, den ihr eingeschlagen habt... auch wenn es euch mitunter schwerfällt, weil ihr keinen sichtbaren Erfolg sehet, weil ihr glaubet, keinen Schritt aufwärts gestiegen zu sein...

Könntet ihr zurückblicken in die Tiefe, dann würdet ihr auch die großen Entfernungen übersehen, die ihr schon zurücklegtet, und ihr würdet voller Glück die letzte kurze Wegstrecke nehmen, die euch nur noch von Mir trennt. Aber dessen könnet ihr gewiß sein, daß Ich es verhindere, daß ihr zurückfallet zur Tiefe...

Ich halte euch unsichtbar, aber Ich ziehe euch fortgesetzt zur Höhe, erfreut sich doch Mein Herz dessen, daß ein Kind zurückkehrt ins Vaterhaus, und Ich werde wahrlich diesen letzten kurzen Weg dahin ihm helfen und unsichtbar neben ihm wandeln, bis es Mich Selbst am Ziel erblicken wird und Meine Arme das Kind umfassen können, das heimgekehrt ist zum Vater, von Dem es einst seinen Ausgang nahm...

Amen


B.D. NR. 7258 - 17.1.1959

Voraussetzung zum Hören der Stimme Gottes: Lösen von der Welt...

In euer Innerstes hinein müsset ihr horchen, so ihr Meine Stimme vernehmen wollet. Und das erfordert ein Völlig-sich-Abschließen von der irdischen Welt und ein Versenken in geistige Gedanken... es erfordert ein völliges Leeren des Herzens von irdischen Gedanken, auf daß dieses nun erfüllt werden kann von Gedankenströmen rein geistiger Art. Sich gänzlich von der Welt zu lösen wird immer schwer sein für den Menschen, aber Meine Stimme klingt desto deutlicher, je weniger gedankliche Eindrücke das Herz belasten, die im Weltlichen ihren Ursprung haben. Ist das Herz ganz entleert, dann kann Mein Geistesstrom hineinfließen ohne Hemmung, und das werdet ihr dann auch empfinden als ununterbrochene Anreden, als ein Überfließen Meines Geistes in euch, als Meine direkte Ansprache, die ihr nun so klar vernehmet wie ein ausgesprochenes Wort. Je mehr ihr irdischen Gedanken wehret, desto klarer vernehmet ihr Meine Stimme. Und das erfordert einen ständigen Kampf mit der Außenwelt, die sich immer wieder eindrängen will durch Antrieb Meines Gegners, um die vertrauliche Aussprache zwischen Vater und Kind zu stören. Ihr könnet dies hindern, indem ihr ihm nicht nachgebt, indem ihr alle Gedanken von euch weiset, die aus der Welt euch berühren... indem ihr Mich sofort anredet in Gedanken, daß Ich diese Störung verhindern möge...

Und eurem Willen wird Rechnung getragen werden, weil er Mir allein zugewendet ist. Meine Stimme zu hören ist daher nur das Anrecht derer, die sich zu lösen vermögen von der Welt, denen Ich Selbst zu einem Begriff geworden bin, Der nicht mehr durch die Welt ersetzt werden kann... die Mich erkannt haben als ihren Vater von Ewigkeit, Der euch zu Seinen Kindern machen will und nicht mehr von euch abläßt, bis Er dieses Ziel erreicht hat. Hat diese Löse von der Welt einmal stattgefunden, dann wird auch die Welt nimmermehr vermögen, den Menschen zurückzugewinnen, weil Meine direkte Ansprache ihm Licht geschenkt hat und er dieses Licht nicht mehr missen will. Aber er wird dennoch ständig gegen die Welt ankämpfen müssen, weil er noch mitten in der Welt lebt und diese in jeder Weise einzuwirken sucht, weil Mein Gegner ebenjene vertrauliche Ansprache stören will, wo und wie es nur möglich ist. Darum gehört immer ein starker Wille dazu, die Bindung mit Mir so innig zu gestalten, daß Meine Stimme durchdringt und die Stimme der Welt übertönt wird von ihr. Der Wille des Menschen bringt dies zuwege, und dann wird er immer nur Lob und Dank singen Dem, Der ihn anspricht und ihm ein Geschenk damit macht von unermeßlichem Wert...

Denn Mein Wort ist das sichtbare oder hörbare Zeichen Meiner unendlichen Liebe zu euch, Meinen Geschöpfen. Es gibt euch einen Beweis, daß ihr selbst es in der Hand habt, eine so enge Verbindung anzuknüpfen mit dem höchsten und vollkommensten Wesen, daß ihr Seine Stimme zu vernehmen vermögt... und daß ihr Beweise dieser Ansprache besitzet, wenn ihr Sein geheiligtes Wort niederschreibt, so wie ihr es empfanget...

Dieses höchstvollkommene Wesen spricht euch an...

Denket darüber nach, was diese Worte bedeuten...

Ich spreche aus der Höhe zu euch, ihr höret Meine Stimme, ihr verstehet, was Ich euch sage, und ihr könnet daraus die Stimme eures Vaters erkennen, Der euch liebt und für ewig euch besitzen will...

Ich spreche darum euch an, damit ihr freiwillig zu Mir kommt, damit ihr die Rückkehr zu Mir in euer Vaterhaus antretet, was Ich durch Meine Ansprache erreichen will. Aber um diese Meine Ansprache hören zu können, muß euer Wille fest und stark sein, er muß immer wieder die innige Bindung suchen mit Mir, Der Ich nicht an der Oberfläche der Welt zu finden bin, sondern weit abseits von der Welt...

Also müssen alle weltlichen Gedanken zurückgedrängt werden, und ihr müsset in die Stille eures Herzens lauschen, und ihr werdet dann wahrlich Meine Stimme vernehmen mit aller Klarheit, weil allen denen Meine Liebe ganz besonders gilt, die Mich zu erreichen trachten, die Mich zu hören begehren und denen Ich daher Mich offenbare laut Meiner Verheißung: „Daß Ich zu den Meinen kommen werde im Geist, daß Ich bei ihnen bleibe bis an der Welt Ende...“

Amen


B.D. NR. 7259 - 18.1.1959

Vorentwicklungsgang der Seele...

Es ist schwer, die Menschen davon zu überzeugen, daß sie schon einen endlos langen Weg zurückgelegt haben, bis sie ihr Dasein als Mensch erreicht haben. Es ist deshalb schwer, weil gerade dieses Wissen nicht in dem Evangelium enthalten ist, das der Grundstock einer jeden kirchlichen Organisation ist. Aber Gott weiß auch, warum Er dieses Wissen nicht darin verankert hat, warum Er Seinen Jüngern nicht den Auftrag gab, dieses Wissen zu verbreiten, von dem die Jünger Jesu sehr wohl unterrichtet waren. Er gab ihnen nur den Auftrag, die göttliche Liebelehre zu verkünden, Er machte die Gebote der Gottes- und Nächstenliebe zum Inhalt dessen, was sie als Evangelium den Mitmenschen künden sollten, das auch Jesus als Mensch auf dieser Erde verkündete. Denn jeder Mensch, der sich diese Liebelehre angelegen sein läßt, der gelangt auch zu stets tieferem Wissen, und er wird dann auch eindringen in jenes Wissen über den endlos langen Vorentwicklungsgang der menschlichen Seele, die auf Erden nur noch ihre letzte Willensprobe abzulegen hat. Es ist wahrlich das Liebegebot das erste und wichtigste Gebot, und es nützet dem Menschen kein noch so tiefes anderes Wissen, wenn er nicht in der Liebe lebt, denn es wäre dann auch dieses Wissen nur ein unverstandenes Gedankengut, weil die Liebe erst der Schlüssel ist zum Erkennen und ohne Liebe alles unverständlich bleibt für den Menschen... was die Jetztzeit beweiset... denn es wird jenes Wissen nicht geglaubt, weil es nicht erkannt wird, solange die Liebe nicht das Denken eines Menschen erhellt. Jeder liebewillige Mensch wird darüber nachdenken und auch nicht ganz ablehnend dazu stehen, aber er wird sich vielleicht fragen, warum ein solches Wissen nicht schon eher den Zugang zu den Menschen fand, warum nicht Erwähnung getan wird im Buche der Bücher. Und es gibt auch dafür die Antwort, daß das Wissen erst dann einen Wert hat für den Menschen, wenn es durch die Liebe erst lebendig wurde...

Daher wird jeder liebeerfüllte Mensch auch in tieferes Wissen geleitet werden, sowie es an der Zeit ist. Da nun aber die Menschen kurz vor dem Ende stehen, sollen sie desto verantwortungsbewußter leben. Und es kann auch ein Wissen über den Vorentwicklungsgang der Seele dieses Verantwortungsbewußtsein im Menschen vertiefen, was angesichts des nahen Endes nicht zu unterschätzen ist. Auch Menschen, die noch nicht zu glauben vermögen, können durch Gedanken dazu veranlaßt werden, ihren Lebenswandel zu ändern. Andererseits aber ist das Wissen auch nicht nötig, wenn der Mensch ein Liebeleben führt nach dem Willen Gottes. Dann wird er das Wissen blitzartig empfangen beim Eintritt in das jenseitige Reich; er wird hell und klar erkennen, was ihm auf Erden unglaubwürdig schien oder ganz unbekannt war. Aber es wird in der Endzeit von seiten Gottes aus alles unternommen, um es dem Menschen leichtzumachen, zum Ziel zu gelangen. Er wird hingewiesen auf seine Erdenaufgabe und auf die große Bedeutung des Erfüllens dieser Aufgabe, und darum wird ihm auch angesichts des Endes von der rückliegenden Entwicklung Kenntnis gegeben, jedoch ohne Beweise, die sich aber jeder Mensch selbst schaffen könnte, wenn er sich eines Liebelebens befleißigte, das ihm ein helles Licht eintragen und ihm auch die Fähigkeit schenken könnte, geistig zu schauen. Es würde dann der Mensch auch die rege geistige Tätigkeit in den verschiedenen Schöpfungswerken ersehen können, er würde das Tier- und Pflanzenleben mit anderen Augen betrachten lernen, und es würde für ihn keinen Zweifel mehr geben, daß auch er selbst durch alle diese Vorentwicklungs-Phasen hindurchgegangen ist...

Aber dazu ist ein hoher Liebegrad Voraussetzung, und darum wird immer die göttliche Liebelehre vordringlich sein, d.h., die Erfüllung der Liebegebote wird ausschlaggebend sein für den Grad von Wissen oder Erkenntnis, den der Mensch auf Erden erreicht. Liebe ist unbedingt nötig, wissend braucht der Mensch nicht zu sein, weil er plötzlich im hellsten Licht stehen kann, wenn er in der Liebe gelebt hat auf Erden. Und darum braucht es euch Menschen nicht zu verwundern, daß das Evangelium nicht offen etwas erwähnt, was jedoch versteckt in ihm zu finden ist...

Denn das Wort Gottes hat vielerlei Bedeutung, was auch erst der Mensch erkennen lernt, der in der Liebe lebt...

Dieser wird dann auch viele Hinweise finden auf das Vorleben des Menschen in den Schöpfungen der Erde, und er wird sich immer nur bemühen, seine Kenntnisse dem Mitmenschen zu vermitteln, die nur dann Glauben finden, wenn auch dieser Mitmensch liebeerfüllt ist...

Amen


B.D. NR. 7260 - 19.1.1959

Zuleitung von Speise und Trank...

Es wird euch viel Himmelsbrot dargereicht in der letzten Zeit vor dem Ende, weil große Not ist an Speise und Trank, die euch zum Heile gereicht. An vielen Orten ergießen sich die Gnadenströme zur Erde, immer wieder offenbare Ich Mich euch im Wort, immer wieder suche Ich, die Menschenherzen anzurühren und sie aufnahmebereit zu machen für das Wort, das ihnen direkt aus der Höhe zugeht, das sie also als Mein Wort erkennen sollen. Aber es kann immer nur in einer Form geschehen, die nicht zum Glauben zwingt, niemals wird das Wort aus der Höhe ein hundertprozentiger Beweis sein, daß es von Gott Selbst, von dem höchsten und vollkommensten Wesen ausgeht, denn dieser würde zwingen zur Annahme desselben, und es wäre dies kein Erfolg für die Seele, die in völliger Willensfreiheit wollen, denken und handeln soll, solange sie auf Erden lebt. Aber Mein Wort ist eine so ungewöhnliche Gnadengabe, daß es auch erkannt werden kann als Mein Wort, selbst wenn es nicht als Beweis gelten darf, selbst wenn sich der Mensch, der nicht will, viele andere Erklärungen für den Ursprung sucht oder zu geben vermag. Der willige Mensch braucht keines Beweises dafür, er empfindet es, von wem er angesprochen wird, und sein Herz öffnet sich dieser Ansprache von oben. Aber ihr Menschen seid euch nur wenig dessen bewußt, daß Meine Liebe euch einen ganz ungewöhnlichen Beweis gibt, doch Meine Liebe ist groß zu euch Menschen, die ihr in solcher geistiger Not euch befindet, daß ihr Mich fast nicht mehr zu erkennen vermögt. Und darum kommt Meine Liebe euch zu Hilfe, denn die Not der Zeit gebietet es, will Ich euch nicht verlorengehen lassen wieder auf endlos lange Zeit. Ich weiß um euer Los nach Ablauf dieser Erlösungsperiode, und Ich möchte es euch ersparen, Ich möchte euch vor dem Äußersten bewahren, vor der Neubannung in der Materie, Ich möchte euch noch retten vor dem Ende. Da ihr aber freien Willen habt, kann Ich euch nur leise lenken, ermahnen, warnen und in Liebe anreden, und es könnte das auch genügen, euch zur Umkehr zu bewegen, wenn ihr nur Meiner Anrede Gehör schenken und ihr dann ernstlich mit euch selbst ins Gericht gehen möchtet. Denn Ich unterbreite euch alles, was ihr tun oder lassen sollet auf eurem Erdenlebenswege, Ich gebe euch nur durch Mein Wort Meinen Willen kund, und bemühet ihr euch nur, nach diesem Willen zu leben, dann seid ihr jeglicher Gefahr entronnen, denn euren Willen segne Ich, und Ich lasse euch nimmermehr zurückfallen zur Tiefe, wenn einmal euer Blick Mir zugewandt war, was Ich durch Zuleitung Meines Wortes aus der Höhe erreichen will...

Ich spreche euch an und gebe mit Meinem Wort eurer Seele eine Speise, die sie benötigt, ohne welche sie nicht ausreifen kann und die nur Ich Selbst euch darbieten kann. Ich bringe euch das Brot des Himmels, an dem sie gesunden wird und ewiglich nicht mehr in Schwäche und Finsternis zurückfallen, denn Mein Wort ist Licht für jede Seele, die es annimmt und danach lebt...

Mein Wort bringt der Seele als geistige Nahrung „Kraft“, Mein Wort bringt euch als Ausstrahlung Meiner Liebe „Licht“, und Mein Wort bringt ihr endlich die „Freiheit“, sie wird sich selbst in Kraft und Licht zu lösen vermögen von dem, der sie bisher gefesselt hielt. Ihr Menschen könnet nicht zum Leben kommen ohne Mein Wort, und weil Ich das weiß, versorge Ich euch reichlich damit, Ich öffne immer wieder den Lebensborn, an dem ihr schöpfen könnet, so daß es euch niemals gebricht an Speise und Trank, an geistiger Nahrung, die ihr nun angesichts des Endes ganz besonders nötig brauchet. Doch es liegt an euch selbst, ob ihr euch öffnet Meiner liebenden Ansprache, denn so köstlich auch Meine Gaben sind, sie werden niemals euch zwingen, sie anzunehmen, denn euer Wille ist und bleibt frei...

Amen


B.D. NR. 7261 - 20.1.1959

Pflichtarbeit...

Nur Liebewerke werden gewertet...

Nur das hat Ewigkeitswert, was im freien Willen getätigt wurde, sowie es sich um Werke handelt, die als Liebewirken bewertet werden sollen. Es soll der Mensch nicht fragen um Lohn oder Vergeltung, wenn er ein Werk der Nächstenliebe verrichtet, er soll auch nicht nur eine Pflicht erfüllen und glauben, daß ein solcher Dienst ebenso gewertet wird wie eine Tat, die der freie Wille verrichtet, die über das Maß der Pflichterfüllung hinausgeht...

Es kann vor Gott nur das gewertet werden, was die Liebe vollbringt, und rechte Liebe ist immer selbstlos und ohne Berechnung. Und solche Werke also haben Ewigkeitswert, denn sie wirken sich aus für die Ewigkeit, sie tragen der Seele die Reife ein, die ihren Seligkeitsgrad bestimmt, und sie sind sonach bestimmend für das Los der Seele nach dem Tode des Leibes. Der Menschen Erdenleben aber ist zumeist ausgefüllt mit Anforderungen oder pflichtgemäßer Arbeit, das sie gern geneigt sind, zu glauben, damit ihren Erdenlebenszweck zu erfüllen, sich aber nicht dessen bewußt sind, daß es nicht um die Art ihres Wirkens geht auf Erden, sondern um den Liebegrad, in welchem alles verrichtet wird, was der Menschen Leben ausfüllt. Zwar gehört auch ein Teil Selbstliebe dazu, um den Ansprüchen des Körpers gerecht zu werden, weil der Mensch auch Pflichten seinem Körper gegenüber hat, also ihm auch ein Teil Selbstliebe zugebilligt worden ist von seiten der Ewigen Liebe. Dennoch darf nicht nur Ichliebe alles Tun und Lassen eines Menschen bestimmen, sondern nur die Arbeit hat einen Ewigkeitswert, die gänzlich ohne Berechnung ausgeführt worden ist, wo nur geben- und beglükken-wollende Liebe der Antrieb war, und die deshalb auch unvergängliche geistige Werte erringt, die der Seele Reichtum ist, wenn sie von der Erde scheidet. Jede Tätigkeit, die pflichtgemäß ausgeführt wird, kann zwar auch von Segen sein, wenn sie gern und selbstlos getan wird, weshalb eben jeder Arbeit Liebe zugrunde liegen muß, soll sie sich segensreich auswirken für des Menschen Seele und deren Los in der Ewigkeit. Denn was für die Erde getan wird, vergeht auch mit dem Tode des Leibes, der allein Nutznießer war jener Tätigkeit, die von der Ichliebe bestimmt wurde. Es ist darum nicht gleichgültig, wie sich der Mensch zu seiner irdischen Tätigkeit einstellt...

Er kann seine „Pflicht“ tun und hat doch keinen Segen für seine Seele gewonnen; er kann aber auch jede Pflichtarbeit mit innerer Freude und Liebe erfüllen, er kann bewußt dadurch dienen seinem Mitmenschen und dies gern und freudig tun... dann ist es nicht nur „Pflichtarbeit“, sondern gleichzeitig Liebewirken, denn der Antrieb entspringt seinem freien Willen, und der freie Wille allein bestimmt, ob die Ichliebe zurückgedrängt wird und die uneigennützige Liebe zum Durchbruch kommt. Jede Arbeit des Menschen auf Erden kann ihren dienenden Zweck erfüllen, wenn nicht bewußt im Auftrag des Gegners von Gott gearbeitet wird, d.h. eine die Menschen schädigende Wirkung ganz klar zu erkennen ist...

Dann kann niemals ein Segen auf dem Ausführenden ruhen, der sich einer solchen Tätigkeit hingibt, die offensichtlich auf Antrieb des Gegners von Gott erfolgt. Und diese Tätigkeit wird zwar auch einen Ewigkeitswert haben, aber in negativer Weise... auch sie wird sich an der Seele des Menschen auswirken, und die Seele wird endlos lange Zeit wieder zu leiden haben, denn es haben den Menschen nur selbstische Gründe dazu bewogen, sich jener Tätigkeit hinzugeben, und er muß sich dafür verantworten. Aber es kann jeder Mensch den Trieb in sich fühlen, uneigennützige Liebewerke zu verrichten. Und ist es ihm nicht im Rahmen seiner Pflichterfüllung möglich, dann kann er es zusätzlich tun, und es wird sich dies ganz besonders segensreich auswirken, indem er bald auch zu „dienender“ Pflichterfüllung wird zugelassen werden, denn des Menschen Wille bestimmt allein seine Richtung, und dem Recht-Wollenden wird auch von seiten Gottes Gelegenheit geboten werden, den Willen recht zu gebrauchen: zum „Dienen in Liebe“...

Amen


B.D. NR. 7262 - 21.1.1959

Auferstehung...

Verwesen des Fleischleibes...

Alle, die ihr lebet auf Erden, ihr werdet sterben dem Leibe nach, aber eure Seele wird auferstehen zum Leben oder auch im Tode verharren, wenn sie nicht das Leben angestrebt hat auf Erden. Es ist also die Auferstehung euch allen gewiß, die ihr zu leben begehrt...

Denn die nicht an die Auferstehung glauben, die begehren auch nicht das Leben ihrer Seele, sondern nur das irdische Leibesleben ist ihnen vielleicht begehrenswert, und dieses suchen sie sich zu verlängern, soweit es in ihren eigenen Kräften steht. Aber sie werden sterben und ewiglich noch im Tode verbleiben, wenngleich auch ihnen einmal die Auferstehung sicher ist...

Wer aber das Leben seiner Seele sucht und erstrebt, der kann auch gewiß sein, daß sie auferstehen wird zum Leben nach dem leiblichen Tode, denn dafür hat Jesus Christus den Beweis geliefert, Der am dritten Tage auferstand von den Toten, Der den Tod überwunden hat und den, der den Tod in die Welt brachte. Seine Auferstehung wird zwar angezweifelt von Gläubigen und Ungläubigen, denn selbst die Gläubigen können dieses größte Wunder nicht fassen und sind oft geneigt, leise Zweifel aufkommen zu lassen, solange sie nur „glauben“, aber noch nicht diesen Glauben zum rechten Leben erweckt haben. Sowie aber Mein Geist wirken kann im Menschen, sind ihm auch diese Zweifel geklärt, und die Auferstehung Jesu Christi wird ihm nun ein klarer Beweis sein für die eigene Auferstehung, und er wird wissen, daß er nicht sterben wird, sondern nur aus dem diesseitigen Leben eingehet in das jenseitige Reich, wo er leben wird in Ewigkeit. Die „Auferstehung“ Jesu Christi ist ein ständig von Menschen umstrittenes Problem, denn die Menschen wollen einerseits zweifeln, andererseits daraus eine Auferstehung „des Fleisches“ ableiten, weil sie glauben, daß auch Jesus im Fleisch auferstanden ist am dritten Tage...

Ihnen ist es noch nicht klar, daß Jesus Sich nur deshalb den Menschen sichtbar gemacht hat, um ihnen zum Glauben zu verhelfen, daß diese aber immer nur Seinen geistigen Leib sahen, der sich ihrem geistigen Auge schaubar vorstellte. Alle Substanzen Seines leiblichen Körpers hatten sich durch Seinen Kreuzestod vergeistigt, und also hatte der „Mensch“ Jesus ein Geisteskleid angezogen, als Er sichtbar vor Seine Jünger trat...

Und dieses Geisteskleid werdet ihr Menschen auch anlegen bei eurer Auferstehung zum Leben...

Der Materielle Leib bleibt zurück und geht den Gang der Aufwärtsentwicklung seiner Substanzen weiter; der Fleischleib also verweset, und seine Substanzen beleben wieder andere Formen, die noch im Anfang ihrer Entwicklung stehen...

Also werden sie niemals mehr die Seele umschließen, sie werden niemals mehr der Seele eine Hülle bieten und mit ihr zugleich auferstehen...

Und dennoch wird die Seele auferstehen, wenn sie auf Erden Meinen Willen erfüllt hat, wenn sie danach strebt, zum Leben einzugehen, das Ich ihr verheißen habe, als Ich als Mensch Jesus wandelte auf Erden. Eine Auferstehung ist euch allen gewiß, doch die Zeit bestimmt ihr selbst. Aber eine „Auferstehung des Fleisches“ müsset ihr euch recht vorstellen, denn wohl werden eure Werke im Fleisch gewertet, und diesen nach wird dann die Auferstehung sein... zum Leben, oder auch: Eure Werke werden zeugen wider euch und euch den Tod geben, die Bannung in der festen Materie. Und diese ist ein wieder endlose Zeiten währender Zustand der Ohnmacht und Finsternis, ein Zustand des Todes, den ihr jedoch selbst anstrebtet auf Erden, weil ihr ohne Glauben waret, daß ihr zum Leben bestimmt seid, nicht aber zum Tode, den ihr selbst euch schaffet...

Darum bin Ich auferstanden von den Toten, um euch Menschen diesen Beweis zu bringen...

Und doch könnt ihr auch dieses nur glauben, wenn ihr durch ein Leben in Liebe euren Geist erweckt, der euch nun alles erklären und euch belehren wird, und ihr dann auch überzeugt zu glauben vermögt, was euch nicht bewiesen werden kann. Strebet das Leben an, und ihr werdet ewiglich keinen Tod zu fürchten brauchen, ihr werdet leben ewiglich in Kraft und Licht und Freiheit...

Amen


B.D. NR. 7263 - 22.1.1959

Gottes Offenbarung erfährt jeder Mensch an sich...

Jeder Mensch soll es erfahren, daß sich die Liebe Gottes seiner annimmt, und darum wird ein jeder Mensch mitunter hart angefaßt vom Schicksal, und je nach seiner Einstellung wird ihm Hilfe zuteil werden in seiner Not. Aber er wird es sichtlich erkennen können, woher ihm Hilfe kommt, wenn er nur einen Funken Glauben an Gott und Seine Macht in sich trägt, denn oft betreffen ihn Notlagen, aus denen es scheinbar keine Hilfe mehr gibt...

Und doch wird ihm Hilfe werden, zwar auch natürlich scheinend, doch offensichtlich das Eingreifen eines liebenden und mächtigen Gottes beweisend. Denn Gott will Sich offenbaren in Seiner Liebe, Er will, daß die Menschen Ihn erkennen und Ihn dann auch liebenlernen, weil es Gott immer nur an der Liebe des Menschen gelegen ist, die sich Ihm zuwenden soll. Doch der Wille des Menschen gehört auch dazu, um Gott zu erkennen und Ihn zu lieben...

Wer Gott stets abweiset, der würde sich auch nicht berührt fühlen, wenn er einmal sichtlich die Hilfe Gottes erfährt... für ihn bleibt es Zufall oder eigenes Verdienst, wenn sich eine Notlage verringert, wenn Hilfe kommt oder Mitmenschen ihm beistehen. Dann wird er stets geneigt sein, sich alles natürlich zu erklären, ohne einen Gott und Lenker seines Schicksals gelten zu lassen. Und er kann nicht zu anderem Denken gezwungen werden, es können sich nur solche Schicksalsschläge wiederholen und ihn langsam veranlassen, darüber nachzudenken, aber mit positivem Erfolg auch nur dann, wenn der innere Widerstand gegen Gott nachläßt, wenn er mit dem Gedanken spielt, daß eine höhere Macht bestimmend ist in eines jeden Menschen Lebenslauf. Wer aber die Liebe Gottes immer wieder zu spüren bekommt und sich von ihr ergreifen lässet, der hat aus seinem Schicksalslauf Segen gezogen, und mag er noch so schwer gewesen sein, denn die Liebe Gottes zu erkennen, ist von so großer Bedeutung für die Menschen, daß dies auch eine Erklärung ist für das harte Schicksal vieler Menschen, die immer wieder angefaßt werden, um sich einmal für Gott zu entscheiden, wenn sie Ihn in Seiner Liebe erkannt haben... weil diese Entscheidung erst das bewußte Leben des Menschen bestimmt. Denn der Mensch wird erst nachdenklich, wenn sich ihm offensichtlich solche „Offenbarungen“ Gottes enthüllen, und sowie er einmal alles Geschehen in seinem Leben betrachtet von der Seite, daß sie von Gott ihm auferlegt wurden, daß aber Gott sie auch wieder ordnet und ebnet in Seiner Liebe zum Menschen, wird sein Leben ein bewußtes werden, er wird alles in der Gewißheit auf sich nehmen, daß ihm auch geholfen wird, weil Gott ihn liebt. Diese Erkenntnis gewonnen zu haben ist ein großer geistiger Fortschritt, der nun sicher ihm ein leichteres Erdenleben eintragen wird, weil nun nicht mehr die Notwendigkeit schwerer Schicksalsschläge besteht, weil der Mensch überzeugt ist von der Liebe Gottes und sich ergeben unter Seinen Willen fügt, Den er als liebevoll erkannt hat. Jeder Mensch hat diese Möglichkeit, zum Erkennen der Liebe Gottes zu kommen, aber seinem Willen wird nicht vorgegriffen, und darum bleiben noch viele Menschen unberührt, wenngleich die Liebe Gottes oft eine sehr deutliche Sprache spricht. Aber die Schicksalsschläge häufen sich naturgemäß, um doch einmal zu erreichen, daß sich der Mensch gedanklich damit auseinandersetzt und erkennen lernet, was er lieber leugnen möchte: daß es einen Gott gibt, Der alles lenkt und leitet und Der Sich in Liebe aller Seiner Geschöpfe annimmt, auf daß sie im Erdenleben noch den Weg finden und nehmen zu Ihm...

Amen


B.D. NR. 7264 - 24.1.1959

Gottes Ansprache an jeden Menschen...

Lasset euch ansprechen von Mir zu jeder Stunde, was schon ein inniger Gedanke zu Mir bewirket, denn Ich werde darauf eingehen und euch antworten, wenngleich es oft nur der Geist in euch entgegennimmt, sowie ihr nicht lange in Gedanken bei Mir verweilet. Doch Meine Antwort kann jederzeit auch euer Herz berühren, denn es ist dazu nur nötig, daß ihr euch innig Mir verbindet und in dieser Bindung harret, bis ihr Meine Antwort vernehmet. Glaubet dies, daß nur innige Bindung nötig ist, um Meine Stimme zu vernehmen, daß ihr selbst also Meine Gegenwart in euch veranlaßt durch euren Willen, der Mich sucht und bei Mir in Gedanken verharrt. Und bin Ich euch einmal gegenwärtig, so erfülle Ich euch auch eure Bitten, weil ihr sie Mir in kindlicher Zutraulichkeit vorstellt und Ich darum auch handeln kann an euch wie ein liebender Vater an seinem Kind handelt. Nichts Besseres könnet ihr anstreben als Meine ständige Gegenwart in euch, denn dann habt ihr schon alles gewonnen. Meine Gegenwart ist Garantie dafür, daß ihr Mein geworden seid, daß das Kind zurückgefunden hat zum Vater, denn wo Ich weilen kann, dort ist der Gegner verdrängt, und wo Ich bin, muß daher auch Seligkeit sein. Es steht euch aber jederzeit frei, euch Meine Gegenwart zu sichern, denn dies bewirket allein euer Wille...

Rufet ihr Mich, dann bin Ich bei euch, lasset ihr in Gedanken nicht ab von Mir, dann fesselt ihr Mich auch an euch, dann muß Ich euch gegenwärtig sein, und niemals wird Meine Gegenwart ohne Auswirkung sein...

Immer werdet ihr Segen daraus ziehen, indem ihr Kraft empfanget, die unausgesetzt aus Mir Selbst in euch überfließt, wenn Ich euch gegenwärtig sein kann. Und Meiner Gegenwart gewiß sein kann jeder Mensch, der sich danach sehnet, denn ein solches Verlangen des Herzens erfülle Ich. Daß Ich euch nun auch anspreche, ist die natürlichste Folge Meiner Gegenwart, und darum solltet ihr immer nur nach innen horchen, was Ich euch zu sagen habe. Ich werde euch warnen und mahnen, trösten und aufrichten, Ich werde euch belehren und immerwährend euch zur Liebe anregen, Ich werde zu euch sprechen als Vater, Der Seine Kinder vor Ungemach bewahren will, Der sie liebt und in Seiner Liebe sie auch beglücken möchte...

Und darum werde Ich auch Anforderungen stellen an das Kind, um das Beglücken zu ermöglichen, das nur unter gewissen Voraussetzungen stattfinden kann. Meine Liebe aber ist so groß, daß sie euch alles leichtzumachen sucht und darum euch auch anspricht und unterweiset, daß ihr nur gleichfalls Liebe üben sollet, um dann auch Kraft zu empfangen für einen Erdenwandel nach Meinem Willen. Wen Ich anreden kann, der braucht auch nicht zu fürchten, fehlzugehen, weil Ich ihn nur anreden kann, wenn sein Wille gut und Mir zugewendet ist, und weil er dann auch nicht bewußt sündigen wird wider Mich und Meine Liebe. Er wird es nicht wollen, und alle seine Schwächen und Bedrängnisse sind Äußerungen der noch unausgereiften Substanzen seines Körpers, die desto stärker hervortreten, je mehr ihnen der Kampf angesagt wird durch den Willen der Seele, sich Mir ganz und gar hinzugeben. Der Körper hat diesen Reifegrad noch nicht erreicht und sucht sich zu wehren, aber es wird ihm nicht gelingen bei starkem Willen der Seele, in Meinen Willen einzugehen. Und sowie der Mensch nun Mich Selbst gegenwärtig sein läßt, sowie er gedanklich immer wieder die Bindung mit Mir herzustellen sucht, wird der Widerstand in ihm immer schwächer, denn die Seele empfängt unentwegt Kraft, und ihr Wille setzt sich durch. Lasset Mich oft euch anreden, kommet immer wieder zu Mir, so ihr in Not und Bedrängnis seid, lasset eure Gedanken den Weg nehmen zu Mir, und ziehet euch oft in die Stille zurück, um nach innen zu lauschen...

Und Meine Ansprache wird immer deutlicher euch ertönen, denn Meine Liebe nützet jede Gelegenheit, um sich euch kundzutun...

Der Vater wird jede Möglichkeit nützen, mit Seinem Kind zu reden, das nur in Liebe sich Ihm hingibt und Seine Ansprache vernehmen will...

Amen


B.D. NR. 7265 - 25.1.1959

Die Seele tritt bewußt ihr Erdenleben an...

Rückerinnerung...

Es wurde euch zu Beginn eurer Verkörperung als Mensch euer Lebensschicksal unterbreitet, und ihr seid mit vollster Erkenntnis dessen, was euch beschieden ist im Erdenleben, diese letzte Verkörperung eingegangen, weil euch gleichzeitig auch das letzte Ziel offensichtlich wurde, das ihr erreichen könnet, und weil es auch euer Wille war, frei zu werden aus der letzten Form durch diesen Erdengang. Dann aber wird euch die Rückerinnerung genommen, und es spielt sich nun das Leben ab für euch unbewußt des Erfolges, den ihr erreichen könn(t?)et. Doch es ist dies nicht anders möglich, ansonsten der freie Wille nicht zur Geltung käme, der erst eure letzte Vollendung bewerkstelligen muß.Aber das eine ist gewiß, daß es euch möglich ist, alles zu überwinden, was an schweren Schicksalsschlägen über euch kommt, denn keinem Menschen wird mehr zu tragen auferlegt, als er bewältigen kann, allerdings mit der Kraft Gottes, die ihm immer zur Verfügung steht...

Verläßt sich der Mensch aber nur auf seine eigene Kraft, dann kann er wohl daran zerbrechen, was für ihn das Leben bereithält. Doch er hat jederzeit die Möglichkeit, die Kraft aus Gott anzufordern... er hat die Möglichkeit zu beten...

Dies aber setzt seinen Glauben voraus an einen Gott und Vater von Ewigkeit, ansonsten der Mensch niemals einen Gott anrufen und um Kraft und Hilfe bitten wird. Der Glaube kann jedoch von jedem Menschen gefunden werden, der ihn noch nicht besitzt, wenn dieser nachdenkt über sein Leben, sein Schicksal und alles, was ihn umgibt. Einem denkenden Menschen wird es wahrlich nicht schwerfallen, zum Glauben an einen mächtigen und weisen Schöpfer zu gelangen, nur will er es oft nicht zugeben, daß er selbst mit diesem Schöpfer so weit in Verbindung steht, daß Dieser ihm auch in der kleinsten und größten (jeder) Not beizustehen gewillt ist, wenn Er darum angegangen wird. Der Glaube an den Zusammenhang vom Schöpfer mit Seinem Geschöpf fehlt solchen Menschen, also ein Gott der Liebe ist ihnen weniger glaubhaft, und darum halten sie sich isoliert von Dem, Der aber angerufen werden will von Seinen Geschöpfen, auf daß diese ihre Bindung mit Ihm unter Beweis stellen. Darum werden die Menschen immer wieder von Schicksalsschlägen heimgesucht, die nicht nur den betroffenen Menschen selbst, sondern auch die Mitmenschen zum Nachdenken veranlassen sollten über die Einstellung zu einem Gott und Schöpfer, Der auch der Vater Seiner Kinder sein will, denen Er das Leben gab. Ein jeder Mensch ist imstande, mit der Kraft aus Gott die schwersten Schicksalsschläge zu überwinden. Und er hat vor seiner Verkörperung als Mensch auch seine Zustimmung dazu gegeben, denn er ist nicht wider seinen Willen in diese oder jene Verkörperung versetzt worden, er hat freiwillig seinen Erdenweg angetreten mit der Aussicht auf völlige Freiwerdung aus jeglicher Form und auch mit der festen Zuversicht, das Erdenleben zu meistern in der rechten Weise. Als Mensch aber versagt er oft, und es scheinen ihm die Widerstände unüberwindlich, solange er nicht die Hilfe seines Gottes und Schöpfers in Anspruch nimmt, Den er unbedingt anerkennen muß, soll sein Erdengang nicht umsonst zurückgelegt werden, ohne jeglichen Erfolg für seine Seele. Darum ist das Erste und Wichtigste der Glaube an einen Gott, Der in Sich die Liebe, Weisheit und Allmacht ist...

Und um zu diesem Glauben zu gelangen, muß der Mensch vorerst in sich selbst die Liebe entzünden...

Die Liebe aber ist auch Kraft in sich, und so wird unwiderruflich jeder Mensch mit dem schwersten Lebensschicksal fertigwerden, der ein Leben in Liebe führt, weil dieser daraus schon die Kraft aus Gott bezieht, also auch sein Glaube lebendig sein wird, so daß er Gott als seinen „Vater“ auch anruft in jeder irdischen oder geistigen Not und er wahrlich auch herausgeführt wird, weil Gott Selbst die Liebe ist und Er die Macht hat, alles wieder zu ordnen, was in Unordnung geraten ist... weil Er mit Seiner Kraft dem Menschen hilft, auch der schwersten Lebenslage Herr zu werden. Und Er wird immer bereit sein, ihm beizustehen in jeder Not...

Amen


B.D. NR. 7266 - 26.1.1959

Merkmal des lebendigen Christen...

Solange Mein Geist noch nicht in euch wirket, so lange seid ihr nur Mitläufer oder Formchristen, denn Meines Geistes Wirken ist das Merkmal der Kirche, die Ich Selbst auf Erden gegründet habe. Erst dann gehört ihr dieser von Mir gegründeten Kirche an, wenn sich Mein Geist in euch äußern kann, daß ihr seine Ansprache vernehmet, daß ihr also zum Leben erweckt seid, was Meines Geistes Wirken an und in euch beweiset. Und das Zeichen des Wirkens Meines Geistes ist, daß ihr lebendig seid, daß ihr wahre Tat-christen geworden seid, also auch rechte Täter, nicht nur Hörer Meines Wortes. Ein toter Christ hat diese Anzeichen nicht an sich, er geht sein Leben dahin, er wird kaum von Jesus Christus und Seinem Erlösungswerk reden, er wird auch nicht sich bemühen, ein Tatleben zu führen; doch er nennt sich Christ, weil er noch nicht begriffen hat, was Ich darunter verstehe. Ein Christ ist ein rechter Nachfolger Jesu, ein Mensch, der sich bemüht, Ihm gleich sein Erdenleben zu führen, das in unausgesetztem Liebewirken bestand und in inniger Bindung mit Seinem Vater, Der in Ihm war. Diese innige Bindung muß als erstes hergestellt werden mit Mir in Jesus Christus, soll Mein Geist nun auch wirksam werden können, soll er sich äußern können, indem er auf alles Denken, Wollen und Handeln nun Einfluß gewinnt. Es wird dann der Mensch von Meinem Geist gelenkt sein, denn durch den Geist äußere Ich Mich Selbst und tu’ dem Menschen Meinen Willen kund. Es muß der Mensch also ein zweites Leben führen neben dem irdischen Leben, er muß geistig streben, wozu einem Formchristen keine Zeit bleibt, weil er von der Welt gefangengenommen ist, die ihn nicht freiläßt. Der Tatchrist lebt sein irdisches Leben nebenbei, und das geistige Leben füllt seinen Lebensinhalt aus, denn ihn treibt der Geist aus Mir, der ihn nimmer ruhen lässet. Und so ist also jeder geistige Gedanke, jede Bindung mit Mir, jeder Trieb zu einer guten Tat, jedes tiefere Verständnis geistigen Wissens und stets neues Verlangen danach alles als „Geistwirken“ anzusehen, und alles dies kennzeichnet auch einen lebendigen Christen, während es dem Form-christen völlig mangelt, denn diesen bewegt nicht so sehr das Leben seiner Seele als das Leben seines Körpers, und geistige Bindungen sind ihm fremd, weil sie ihm unbequem sind und er ihnen daher ausweicht. Und darum ist er ein toter Christ, der nicht sein „Leben“ wird unter Beweis stellen können, wenn er vor diese Probe gestellt wird. Denn nicht ungestraft ist der Mensch ein toter Christ, und einmal wird es sich zeigen, wie tief er noch im Grabe steckt, wie verfinstert sein Geist ist und wie weit er selbst noch davon entfernt ist, ein echter Nachfolger Jesu Christi zu sein. Und darum haben nur wenige Menschen das Recht, sich Christen zu nennen, denn die meisten sind es nicht, auch wenn sie kirchlichen Organisationen angehören, aber diesen keine Ehre machen. Denn in allen diesen Organisationen können die Menschen den rechten Weg der Nachfolge Jesu gehen, um dann auch als rechte Christen das Kennzeichen Meiner Kirche zu besitzen: den erweckten Geist, der sie nun lenket und lehret, der ihren Lebensweg hell erleuchtet und der in wahrhaft bestem Sinne auf den Menschen einwirkt, weil es Mein Geist ist, der sich in euch äußert und Ich euch auch wahrlich nur das gebe, was gut ist für euch und eure Seelen. Und jeder von euch kann den Geist in sich zum Leben erwekken, der nur ernstlich will, daß er seine Erdenaufgabe erfülle, der ernstlich will, daß er sich mit Mir vereine, Den er als seinen Gott und Vater erkennt und er diesen innigen Zusammenschluß herstellt durch Wirken in Liebe...

Denn wer die Liebe übet, der stellt den Zusammenschluß her mit Mir, Der Ich Selbst die Liebe bin, und ihn wird Mein Geist durchstrahlen und ihm Licht schenken...

Er wird nun immer nur in Meinem Willen tätig sein und das ewige Leben gewinnen noch auf Erden...

Amen


B.D. NR. 7267 - 27.1.1959

Gnade des Wortempfanges...

Ihr könnet die Gnade der Wortverkündigung nicht fassen, ansonsten ihr nicht eine Minute zögern würdet, mit Mir in Verbindung zu treten, um angesprochen zu werden von Mir. Aber es liegt dies auch in eurer Unvollkommenheit, daß ihr nicht fähig seid, die Größe eines solchen Geschehens zu fassen, daß Ich euch direkt anspreche. Denn ihr seid selbst so begrenzt in eurer Vollkommenheit, vielmehr ihr seid so unvollkommen, daß ihr euch nichts Vollkommenes vorstellen könnt und noch viel weniger es zu fassen vermögt, daß Sich das vollkommenste Wesen herniederbeugt zu dem unvollkommenen Geschöpf, um Sich ihm mitzuteilen, um ihm Liebe und Gnadenbeweise zu geben und um es wieder an Sich heranzuziehen. Aber ihr wisset, daß ihr von Mir einst ausgegangen seid, und dieses von Mir Erschaffene liebe Ich mit der ganzen Glut Meiner Liebe, die euch unfaßlich ist. Und diese Liebe treibt Mich dazu, Mich euch zu nahen und in eine solche Verbindung zu treten mit euch, daß ihr Meine Stimme zu hören vermögt, wenn ihr dies wollet. Zwar ist keiner von euch Menschen in einem solchen Reifegrad, daß diese Vermittlung Meines hörbaren Wortes nichts Ungewöhnliches wäre, aber gerade die Schwäche der Menschen...

Meiner einst von Mir ausgegangenen Geschöpfe... veranlaßt Mich dazu, ihnen aus ihrem Schwächezustand herauszuhelfen. Sie erbarmen Mich, und es tritt nun auch noch die heiße Liebe zu dem Schwachen zu Meiner Urliebe hinzu, und so nähere Ich Mich den Menschen trotz deren Unvollkommenheit, und Ich suche ihnen die mangelnde Kraft zuzuführen, damit sie aus ihrem Schwächezustand herauskommen und wieder mit ganzer Kraft den Rückweg antreten zu Mir... denn sie befinden sich zuvor noch in endlos weiter Entfernung und müssen freiwillig wieder zurückkehren, um Mir den Beweis auch ihrer Liebe zu Mir zu geben, die sich mit Mir zu verbinden sucht. Ich bin in die sündige Welt herabgekommen, wenngleich dies nicht Mein Reich ist, aber Ich suche Mein Reich auch in diese Welt hineinzutragen...

Ich suche die Menschen von der Welt abwendig zu machen und komme daher mit Meinem Reich zu ihnen. Ich nehme Mich der unvollkommenen Geschöpfe an und will ihnen helfen, zur Vollkommenheit zu gelangen, was sie ohne Meine Hilfe ewig nicht vermögen...

Darum spreche Ich sie an, aber sie fassen nicht das Ungewöhnliche, sie nehmen Meine Gnadengabe hin wie etwas Selbstverständliches. Und es ist doch der Beweis Meiner endlosen Liebe zu dem Gefallenen, das Ich nicht in der Tiefe belassen will und es darum immer wieder emporzuziehen suche zu Mir. Wenn die Menschen diese übergroße Gnade fassen könnten, dann würden sie nicht mehr auf Erden leben wollen, sondern sich mit aller Innigkeit sehnen nach ihrem Vater und nach dem Reich, das ihre wahre Heimat ist... sie würden das Erdenleben einfach nicht mehr ertragen, das wie eine Last ein ursprünglich-frei-erschaffenes Wesen drückt und also für dieses Wesen eine Fessel ist, die es abstreifen möchte, nur um zu Mir zu gelangen. Aber Ich kann dem Unvollkommenen nicht die Vollkommenheit plötzlich zurückgeben, es muß das Wesen selbst danach trachten, wieder vollkommen zu werden, wie es war im Anbeginn...

Und auf daß ihr diesen Willen aufbringt, spreche Ich euch an und zeige euch den Weg auf, der zur Vollkommenheit führt. Denn ihr müsset davon Kunde erhalten, was ihr tun oder lassen sollt, um wieder vollkommen zu werden. Und wenn eure Mitmenschen euch dies verkünden, wenn sie euch das Evangelium nahezubringen suchen, so fehlt euch doch der lebendige Glaube daran, weshalb Ich Selbst aus der Höhe euch Mein Wort zuleite, um einigen wenigen zu einem lebendigen Glauben zu verhelfen, wenn sie Täter und nicht nur Hörer Meines Wortes sind. Kein Mensch ist sich der großen Gnade des „Wortempfanges“ bewußt, aber dennoch kann er dazu beitragen, die Mitmenschen zur Vollendung zu führen, die nur guten Willens sind und anhören, was Ich ihnen sage. Dann wird Mein Wort seine Wirkung nicht verfehlen, und die Menschen werden ausreifen und sich Mir stets mehr hingeben; sie werden tun, was Ich durch Mein Wort verlange, und es wird die Liebe auch in ihnen aufflammen und sich ausbreiten, und dann erst fassen sie die große Bedeutung dessen, daß der Vater mit Seinem Kind spricht, um ihm zur Vollendung zu verhelfen...

Amen


B.D. NR. 7268 - 28.u.29.1.1959

Heilsplan Gottes erfordert immer Neuschöpfungen...

Es werden noch Ewigkeiten hindurch Neuschöpfungen auf dieser Erde erstehen, und es wird die Aufwärtsentwicklung des Geistigen ihren Fortgang nehmen, das noch in der harten Materie und anderen Schöpfungswerken gebunden ist, denn ewige Zeiten schon erfordert ein einst-gefallener Urgeist für diese Rückkehr aus der tiefsten Tiefe zur Höhe, bis zu dem Stadium, wo er als Mensch verkörpert über die Erde gehen darf, um seine letzte Willensprobe abzulegen: für oder wider Gott, Dem er einstens seinen Widerstand entgegensetzte und darum fiel...

Noch endlos viel des gefallenen Geistigen muß diesen Weg gehen, und es sind Ewigkeiten, in denen dieses Geistige fern von Gott in größter Unseligkeit verharrt, bis es überhaupt einmal diesen Gang der Rückkehr antreten darf... bis es zur Materie wird nach Gottes Willen und dann in materiellen Schöpfungen langsam aufwärtssteigt. Darum ist jegliche Materie schon ein Zustand der Gebundenheit, der beweiset, daß Gottes Liebe sich des verhärteten Geistigen angenommen hat, um es zu formen nach Seinem Willen, denn es ist dann schon ergriffen von der Liebekraft Gottes, die es einhüllte, um ihm eine dienende Bestimmung zu geben, ganz gleich, ob es im Beginn seiner Entwicklung steht oder schon fortgeschritten ist. Jegliche Materie ist von der Liebekraft Gottes umhülstes verhärtetes Geistiges, das eines Zweckes willen seine Umhülsung erhalten hat. Den Zweck zu erkennen ist euch Menschen nicht immer möglich, aber ohne Sinn und Zweck ist nichts in der gesamten Schöpfung, nur ist er oft nur Gott allein bekannt, weil der Menschen Denken und Begriffsvermögen noch begrenzt ist. Doch erst als Mensch können sich die Urgeister wieder erkennen als Wesen, denn zuvor waren sie sich ihrer selbst nicht bewußt. Und solange die Erde besteht und Schöpfungen birgt verschiedenster Art, so lange sind also unzählige Urgeister in ihnen gebunden, die alle sich noch sammeln und finden müssen, um einmal dann die Form eines Menschen beleben zu können, wenn jene gebundenen Partikelchen ihre dazu gehörende Reife erlangt haben. Und solange also Schöpfungen sind in, auf und über der Erde, so lange kann auch kein Ende dieser Erde sein, die als Ausreifungsstation für jenes gefallene Geistige dienet. Darum kann auch von einem Untergang der Erde nicht gesprochen werden, wenn darunter ein völliges Vergehen, eine totale Auflösung des Erdkörpers verstanden wird... denn die gebundenen geistigen Substanzen benötigen Hüllen und also immer wieder Neuschöpfungen, die ihnen Aufenthalt bieten je nach dem Reifezustand, den die einzelnen Partikelchen schon erreicht haben. Einmal zwar wird auch die Erde eine rein geistige Schöpfung sein, doch Ewigkeiten werden bis dahin vergehen, weil eine geistige Schöpfung nur ausgereifte Geistwesen bergen kann und die zahllosen Schöpfungen auf der Erde immer nur beweisen, wieviel unerlöstes Geistiges in jenen Schöpfungen Aufenthalt genommen hat. Und dieses Geistige kann nicht beliebig Entwicklungsphasen überspringen, es muß naturgesetzlich aus der Tiefe zur Höhe gelangen, gemäß der göttlichen Ordnung, in welcher der Heilsplan Gottes... die Rückführung des Abgefallenen zu Ihm... entworfen wurde und ausgeführt wird. Und ebendieser Heilsplan Gottes erfordert Ewigkeiten und er erfordert immer wieder Neuschöpfungen, ansonsten der Wechsel der Außenformen nicht stattfinden könnte, der immer wieder nötig ist, um dem Geistigen Gelegenheit zu dienender Betätigung zu geben, durch welche die Aufwärtsentwicklung gewährleistet wird. Das ständige Werden und Vergehen in der Natur ist ein Vorgang nach göttlicher Ordnung, der sich naturgesetzlich vollzieht...

Doch von Zeit zu Zeit finden auch Gewaltakte statt nach dem Willen Gottes, um immer wieder die harte Materie aufzulösen und das Geistige darin freizugeben, das seinen Entwicklungsgang nun in leichteren Außenformen antreten soll... und gleichzeitig wieder gefallenes Geistiges einzufangen und zu binden in härtester Form. Und es wird die Erde noch ewige Zeiten dieser Aufgabe dienen müssen, sie wird wohl immer wieder umgeformt werden, aber nicht vergehen können, denn bis auch das letzte Geistige auf dieser Erde wird verkörpert sein, ist eine für euch Menschen unfaßbar lange Zeit nötig, die ihr gut mit dem Wort „Ewigkeit“ bezeichnen könnet. Und dennoch könnet ihr auch reden von einem Untergang der Erde, denn was vor euch liegt, bedeutet für euch Menschen (29.1.1959) ein Beenden eures Lebens, denn nichts wird am Leben bleiben, Menschen und Tiere werden ihr Leben verlieren, bis auf die kleine Schar derer, die entrückt werden, um dann wieder auf der neugestalteten Erde zum Stamme des Menschengeschlechtes zu werden, das die neue Erde bevölkern soll, wie es Gottes Wille ist...

Amen


B.D. NR. 7269 - 29.1.1959

(Persönlich)...

Nimm alles ergeben auf dich, Sorgen und Nöte, Freuden und Leiden, Gesundheit und Krankheit, denn alles kommt aus Meiner Hand. Und Ich werde dir nichts auferlegen als das, was zu deinem Seelenheil dienlich ist. Aber Ich bestimme auch für alles die Zeitdauer, und deshalb ist es gut und richtig, Mir es zu überlassen, wann Ich einen Zustand beende oder ihn eintreten lassen will, denn das allein nur kann dir von Segen sein, was Ich für dich gut halte. Und so gib dich nur in vollem Vertrauen deinem Vater von Ewigkeit hin, daß Er dich fest in Seiner Hand halte... und der Weg, den du gehst, wird wahrlich recht sein und zum Ziel führen. Du kennst den Weg nicht, Ich aber kenne ihn und führe dich, so daß du unbesorgt sein kannst, was auch kommen mag. Ein kleines Kreuz zu tragen wird dir jedoch auferlegt bleiben, ist doch dieses Kreuz nur zur Vollendung bestimmt, und dein Wille soll es annehmen als von Mir dir aufgebürdet, Der Ich wahrlich weiß, was zu tragen du fähig bist. Daß Ich dein Denken jederzeit recht lenke, dessen kannst du gewiß sein, und was du darum tust in Meinem Namen, wird auch nicht ohne Segen bleiben, sowohl geistig als auch irdisch... worunter das leibliche Befinden zu verstehen ist...

Solange du in Meinen Diensten stehst, wirst du auch den Dienst verrichten können, denn Meine Liebe sorget väterlich, und auch als Hausvater schenke Ich Meinen Knechten alles, was sie zur Arbeit für Mich benötigen, solange sie Mir dienen wollen und Ich ihre Dienste in Anspruch nehme. Darum gehe heiter der Zukunft entgegen, die immer erträglich sein wird für dich, solange du Mir und Meiner Liebe dich anvertraust...

Amen

 


B.D. NR. 7270 - 30.1.1959

Gesetz göttlicher Ordnung ist Liebe...

Das ist des Gesetzes Erfüllung, daß ihr in der Liebe lebt, denn die Liebe ist das Gesetz ewiger Ordnung, die Liebe ist das allein Bestehende, das kein gegnerischer Wille umzustoßen vermag... die Liebe ist die Kraft Gottes und somit das Urelement, das in Gott seinen Ursprung hat, das aber auch das Urwesen Gottes selbst ist. Und so kann nur dann das Gesetz ewiger Ordnung erfüllt werden oder erhalten bleiben, wenn die Liebe das Prinzip ist, in dem sich alles Wesenhafte bewegt...

Es wird ohne Liebe das Gesetz göttlicher Ordnung umgestoßen, es wird ohne Liebe Kraft- und Lichtlosigkeit herrschen, es wird ohne Liebe gesündigt werden, d.h., ein jeglicher Verstoß gegen das Gesetz ewiger Ordnung ist eine Sünde, weil er sich gegen den Urquell der Liebe richtet, gegen Gott Selbst, Der die Ewige Liebe ist. Nichts kann vor Gottes Auge Zustimmung finden, was nicht im Rahmen der gesetzmäßigen Ordnung vor sich geht, die da ist die Liebe. Alles, was sich dagegenrichtet, muß Unrecht sein vor Gott, weil es in der Lieblosigkeit begründet ist und weil die Lieblosigkeit der Liebe Gottes entgegensteht, also Anteil ist des Gegners von Gott, dessen Wesen bar jeder Liebe ist. Was nun auch euch Menschen im Erdenleben begegnet, muß auf den Grad der Liebe hin geprüft werden, der jegliches Geschehen bestimmt. Vor Gott wird nur das bestehen, was als „Liebewirken“ ersichtlich ist... und wo nur die geringste Lieblosigkeit dabei ist, werden sich die Augen Gottes abwenden, Der an der Sünde kein Wohlgefallen haben kann. Und das könnet ihr Menschen leicht beurteilen, ob eine Handlung, eine Rede oder auch ein Gedanke einen wenn auch noch so geringen Grad von Selbstliebe oder gar Lieblosigkeit zum Anlaß hatte...

Und ihr werdet daher auch wissen, daß ihr oft mit der Sünde spielt, daß ihr oft gegen das Gesetz ewiger Ordnung verstoßet, wenn ihr nur einen lieblosen Gedanken in euch aufkommen lasset und ihn nicht abdrängt, wenn er in euch auftaucht. Und ebenso seid ihr sehr schnell bereit, lieblose Worte auszusprechen oder eine Handlung zu vollziehen, die Liebe vermissen lässet...

Ihr bewegt euch weit mehr außerhalb der göttlichen Ordnung, weil ihr nicht immer von Liebe erfüllt seid, dagegen euch leicht zu lieblosem Urteil oder Denken hinreißen lasset. Und es brauchen nicht immer Handlungen zu sein, die nicht die Zustimmung Gottes finden, aber ihr Menschen solltet alle mehr eurer Gedanken oder Worte achten, daß diese nicht wider das Gesetz göttlicher Ordnung verstoßen... denn göttliche Ordnung kann nur sein, wo die Liebe das höchste Prinzip ist, das den Menschen erfüllt und ihn zum Denken, Reden und Handeln bestimmt. Die Liebe wird von euch allen noch viel zuwenig geübt, die Liebe erkennet ihr alle noch nicht als das Wichtigste, das allein euren Ausreifungsprozeß zum erfolgreichen Abschluß bringt. Erst durch die Liebe fügt ihr euch wieder in das Gesetz göttlicher Ordnung ein, und dann erst nehmet ihr wieder das Wesen an, das ihr uranfänglich waret und einst hingegeben habt. Ihr müsset aber wieder werden, was ihr waret im Anbeginn, und darum müsset ihr euer Urwesen wieder annehmen, das in sich Liebe ist...

Erst wenn ihr wieder in der Liebe lebet, tretet ihr in die göttliche Ordnung ein, und ihr erfüllt das Gesetz... ihr gliedert euch dann wieder der Ewigen Liebe an, es gibt keine Trennung mehr, es gibt dann auch keinen Unvollkommenheits-Zustand, sondern ihr bewegt euch fortan in Kraft und Licht und Freiheit, weil ihr dann vollkommen geworden seid, wie euer Vater im Himmel vollkommen ist...

Amen


B.D. NR. 7271 - 31.1.1959

Hat der Mensch freien Willen?...

Dem menschlichen Willen gebiete Ich nicht, sondern Ich lasse ihm seine Freiheit. Und ob ihr Menschen auch immer wieder den freien Willen anzweifeln möchtet... euer Denken und Wollen ist frei. Das werdet ihr nicht abstreiten können, auch wenn euch das Ausführen dessen, was ihr wollet, unterbunden wird durch fremden Willen oder auch schicksalsmäßig. Euer Denken und Wollen ist aber der Ausdruck eures innersten Empfindens, dem ihr jede Richtung geben könnet, denn das liegt in eurer Gewalt und wird nicht bestimmt vom Wollen eines anderen. Würdet ihr Menschen euch mehr mit der Freiheit eures Willens auseinandersetzen, dann würdet ihr auch euer Erdenleben betrachten lernen als gleichsam „Auswirkung“ eures Willens...

Gerade umgekehrt aber folgert ihr; euren Lebenslauf mit allen seinen Geschehen sehet ihr an als Beweis für die Unfreiheit eures Willens, weil er oft nicht euren Wünschen entspricht und ihr dies also als Willenszwang betrachtet... was aber in Wahrheit nur euer verkehrter Wille veranlaßt hat, wenn auch von Mir aus eben in eine solche Form gebracht, die für euch dienlich ist, auch wenn sie euch selbst nicht zusagt. Und auch in der mißlichsten Lage könnet ihr immer noch frei denken und wollen. Eine Tat ausführen ist erst der nächste Grad eures Willens, dem Ich aber auch nur selten Widerstand entgegensetze, sondern euch möglichst auch da Freiheit lasse, die jedoch mit Einschränkung verbunden ist. Und so könnet ihr also in Freiheit des Willens eure irdischen Lebenslagen zu regeln suchen, ihr könnt sie selbst in andere Bahnen lenken. Ihr könnt alles tun, um euch völlig veränderte Lebensverhältnisse zu schaffen... es wird euch gelingen und manchmal auch nicht, denn ohne Meinen Willen oder Meine Zulassung vermögt ihr nichts... was aber niemals eure Willensfreiheit aufhebt. Denn ihr sollt unterscheiden lernen „freien Willen“ und „Ausführungsmöglichkeit“...

Solange ihr letztere nur als freien Willen anerkennet, hättet ihr wohl recht, denn diese ist immer noch von Meinem Willen oder Meiner Zustimmung abhängig. Ihr aber habt euch dereinst nur für euren Willen zu verantworten, der nicht von der Tat abhängig ist, aber ebenfalls beurteilt wird danach, ob und wie er genützt worden ist. Wille und Tat gehören wohl zusammen, denn der Wille ohne die Tat ist kein Wille, wenn der Mensch selbst seine Ausführung unterläßt oder verhindert. Und das sollet ihr kritisch an euch selbst beobachten, und darum wird euch immer wieder die Bedeutung eures freien (Willens, d. Hg.) vorgehalten, den ihr Menschen nicht leugnen könnet, wenn ihr ernstlich darüber nachdenkt, was darunter zu verstehen ist. Euer innerstes Denken und Wollen ist euer eigenster Besitz, und kein Mensch vermag euch daran zu hindern, welche Richtung ihr eurem Denken und Wollen gebt. Aber ihr selbst müsset euch darum auch verantworten, denn der freie Wille ist ein ganz bedeutsamer Faktor im Erdenleben, der Meinem Heilsplan zugrunde liegt, der Anlaß war des einstigen Abfalles von Mir und auch die endgültige Rückkehr zu Mir bewerkstelligen muß, ansonsten das Werk der Rückführung schon längst vollendet wäre, wenn Mein Wille allein es bestimmte, daß Meine Geschöpfe den Weg zu Mir gingen in festgesetzter Zeit. Daß dies der freie Wille des Menschen selbst bestimmt, ist so ungeheuer bedeutungsvoll, daß immer wieder den Menschen Aufklärung gegeben werden muß, die einen freien Willen abstreiten und darum sich selbst nicht bewußt sind der großen Verantwortung, die sich treiben lassen und glauben, willenlose Geschöpfe zu sein ihrem Gott und Schöpfer gegenüber, Der sie jedoch in Freiheit einst erschaffen hatte und ihnen auch wieder zu der Freiheit verhelfen will, die sie uranfänglich besaßen. Die Freiheit des Willens ist nicht nur ein Glaubensobjekt (Begriff?), sondern der Mensch kann sich durch ernstes Nachdenken die Gewißheit verschaffen, und er wird dann seinen Lebenswandel verantwortungsbewußt führen und sicher auch zum Ziel gelangen...

Amen


B.D. NR. 7272 - 1.2.1959

Gottes Liebe verfolgt den Menschen, bis er selbst sein Herz öffnet...

Ihr werdet Meiner Liebe ewig nicht verlustig gehen, und ob ihr euch noch so weit von Mir entfernt haltet, denn ihr seid aus Meiner Liebe hervorgegangen, und eure Ursubstanz ist und bleibt Liebe, wie auch Mein Urwesen Liebe ist. Doch solange ihr selbst in Abwehr stehet zu Mir, findet auch Meine Liebe einen Widerstand, gegen den sie nicht zwangsweise vorgeht. Meine Liebe wartet ab, bis ihr selbst den Widerstand aufgebt und euch Mir freiwillig zuwendet. Und das muß geschehen während eurer Erdenlebenszeit als Mensch, wo ihr mit Verstand und freiem Willen begabt seid, denn letzteren müsset ihr bewußt Mir zuwenden und euch also dadurch Meiner Liebeanstrahlung öffnen. Solange ihr dies nicht tut, solange ihr euch noch abwendet von Mir, kann Meine Liebe nicht wirksam werden an euch, also ihr werdet nichts von Meiner Liebe spüren, und doch gilt sie euch, sie verfolgt euch auch in Zeiten der Abwehr, sie lässet nicht von euch, weil die Liebe unentwegt den Zusammenschluß sucht mit dem Gegenstand ihrer Liebe. Doch da dies nur freiwillig von euch aus geschehen kann... weil Meine Liebe jederzeit dazu bereit ist... geht sie immerwährend euch nach, euch zu bestimmen suchend, gleichfalls Liebe zu suchen, die dann wahrlich in reichstem Maße in euch einströmen wird. Gelingt es Mir nur, euer Denken und Wollen Mir zuzuwenden, dann kann Ich euch auch aufmerksam machen auf den Gott, Der euer Vater sein will...

Ich kann euch alle Werke vor Augen führen, Ich kann euch durch die Schöpfungswerke aufmerksam machen auf ein Wesen, Das euch liebt und euch Freude bereiten will, und Ich kann dann langsam in euch Liebe entzünden zu diesem Wesen, Ich kann Mich Selbst euch als den Vater vorstellen, Der in Liebe zu euch alles tun möchte, um euch zu beglükken. Und Ich habe euch gewonnen, sowie ihr selbst euch von Meiner Liebe berührt fühlt, sowie ihr nachdenket über den Gott und Schöpfer, Der euer Vater ist von Ewigkeit. Beschäftigen euch nur einmal solche Gedanken, dann habe Ich Wurzeln gefaßt in euren Herzen, und ihr werdet Mich dann auch ewiglich nicht mehr daraus verdrängen können, selbst wenn ihr zeitweise wieder eure Gedanken der Welt zuwendet, aber den Gott, Den ihr als Vater einmal erkannt habt, Den gebt ihr dann selbst nicht mehr auf, denn Ich liebe euch, und Meine Liebe hält euch gefangen, wenn sie einmal nur in euren Herzen zünden konnte. Es war ein weiter Weg, den ihr gehen mußtet, um im Stadium des Ichbewußtseins auch Mich erkennen lernen zu können; aber habt ihr einmal Mich erkannt als das Wesen, von Dem ihr einst euren Ausgang nahmet, dann auch seid ihr bald am Ende eurer Entwicklung angelangt, denn dann kann Meine Liebe euch ergreifen, und ihr werdet dies spüren, weil ihr nicht mehr von den Gedanken an Mich loskommt, weil ihr immer wieder euch zu Mir wenden werdet, nach Dessen Liebe ihr nun verlangt, und sie euch auch sicher gewährt wird. Und könnt ihr nun selbst Mich auch lieben, dann ist die Bindung schon hergestellt, die das Ziel eines jeden Menschen auf Erden ist...

Dann hat Meine Liebe gezündet in euch, und was sie erfaßt, lässet sie ewiglich nicht mehr von sich. Weil Ich Selbst die Liebe bin, muß Mir einmal auch das Rückführungswerk gelingen, denn auch eure Ursubstanz ist Liebe, die einmal sich auch ihrer selbst besinnen wird, die entflammen wird, sowie ein Funke gezündet hat...

Und dieser Liebefunke ist in eines jeden Menschen Herz gelegt worden, und kommt er mit Meinem Liebefeuer in Berührung, dann muß er sich entzünden und sich mit dem Feuer der Ewigen Liebe zu vereinen suchen, weil die Liebe den Zusammenschluß sucht und nicht eher ruhet, bis sie ihn eingegangen ist...

Einmal werdet ihr alle Mein werden auf diesem Wege der Liebe, und um die Zeit der Trennung zwischen uns zu verkürzen, die euer freier Wille aufheben muß, verfolgt euch Meine Liebe, bis ihr euch umwendet und euch Mir erschließet, bis ihr selbst Mir euer Herz öffnet, in das Meine Liebe nun einstrahlet mit hellstem Licht... bis das Feuer Meiner Liebe euch gänzlich verkläret und ihr eins geworden seid mit der Ewigen Liebe, mit Mir Selbst, Der Ich euer Vater bin von Ewigkeit...

Amen


B.D. NR. 7273 - 3.2.1959

Empfang der Wahrheit durch den Geist...

Und wenn sich Mein Geist auf euch herniedersenket, dann wird euch viel Wissen erschlossen, ein Wissen, das keines Menschen Verstand je ergründen könnte, ohne daß Mein Geist in ihm wirket. Ich suche Mir dazu die entsprechenden Gefäße aus, in die sich Mein Geist verströmen kann, denn „Geistiges“ kann nur geistig empfangen werden, d.h., was von Mir aus euch Menschen zugeleitet wird, kann nur der Geist in euch entgegennehmen, der mit Mir in Verbindung steht, weil er ein Teil Meiner Selbst, also Mein Anteil, ist...

Der Verstand bleibt vom geistigen Zustrom unberührt so lange, bis er sich selbst auch diesem Geist unterstellt. Zuvor aber hätte er nicht die Fähigkeit, Geistiges fassen zu können, weshalb es auch sehr schwer ist, Verstandesforscher dafür zu gewinnen, vorerst den Geist in sich zum Leben zu erwecken, wollen sie in geistiges Wissen eindringen. Sie können diese Bedingung nicht begreifen, weil sie alles nur mit dem Verstand zu klären suchen. Der Verstand aber muß vom Geist angesprochen werden, dann wird er herrlichste Ergebnisse verzeichnen können. Und jeder Mensch könnte es zuwege bringen, daß er von Meinem Geist in sich angesprochen wird, doch es erfordert dies ein Liebeleben, das nicht jeder zu führen gewillt ist. Ein liebeloser Mensch verwehrt dem Geist in sich jede Äußerung, während ein liebevoller Mensch ihm die Möglichkeit gibt, sich zu äußern, die auch von Meinem Geist ausgiebig genützt wird. Die Liebe bestimmt den Menschen zu inniger Bindung mit Mir, Der Ich mit jedem Werk der Liebe in ihm bin...

Und die Liebe macht dann auch den Glauben an Mich lebendig, daß Ich dem Menschen gebe, was ihm mangelt: das Licht der Erkenntnis, das Wissen, das Weisheit ist und nicht anders gewonnen werden kann als auf diesem Wege der Äußerung durch den Geist. Es gehört einfach nur der Wille dazu, aus höchster Quelle das Licht, das Wissen, zu empfangen...

Und dieser Wille wird es veranlassen, daß sich der Mensch dieser Quelle zuwendet und sich öffnet, um den göttlichen Liebestrom in sich einfließen zu lassen...

Der Wille aber ist frei und kann daher in keiner Weise zwangsmäßig Mir zugelenkt werden, weshalb also der Glaube zuvor erforderlich ist, daß der Mensch durch den Geist in sich mit Mir in Verbindung treten kann, um das zu erbitten, was ihm abgeht. Jeder Mensch kann sich diesen Born erschließen, jeder kann schöpfen daraus im Übermaß...

Wer sich aber nicht dazu entschließt, den Quell aufzusuchen, wer sich nicht niederbeugt, um zu trinken aus dem Quell des Lebens, der kann auch niemals vom Geist in sich angesprochen werden, er bleibt immer außerhalb des Brunnens stehen, er unternimmt nichts, um sich Licht und Kraft zu verschaffen, und er wird auch niemals die Wahrheit über geistige Zusammenhänge erfahren können, weil er nicht den geistigen Weg geht, der allein ihm die Wahrheit erschließt. Nicht eine Sekunde löse Ich die Bindung mit euch, Meinen Geschöpfen, doch erst, wenn auch ihr diese wollet, wenn ihr bewußt die Bindung mit Mir suchet, ist der Kontakt hergestellt, weil ihr es waret, die sich einst von Mir abwandten... wenn auch eine gänzliche Trennung unmöglich war. Doch euer Wille war das Entscheidende, und dieser Wille muß auch nun wieder den Entscheid treffen, er muß sich Mir wieder voll und ganz zuwenden, um Meinen Liebestrahl aufzufangen, der ihn zuvor nicht berühren kann, daß er dessen bewußt wird. Dazu aber ist wieder die Liebe Voraussetzung, denn der Wille des Menschen wendet sich erst dann Mir zu, wenn diese Liebe in sich entzündet worden ist...

Dann aber bedeutet das auch soviel, als daß der Mensch dem Geistesfunken in sich das Recht einräumt, aufzuflammen und das Innere des Menschen zu erhellen, oder auch: Mein Geist ergießet sich nun in das geöffnete Gefäß und teilet euch wahrlich köstliche Gabe aus...

Mein Geist führt euch ein in die Wahrheit, in das Erkennen eures Seins, eurer Erdenaufgabe und eures Zieles...

Und ihr werdet wissend werden, was ihr niemals durch den Verstand allein werdet erreichen können...

Amen


B.D. NR. 7274 - 4.2.1959

Wie soll ein rechtes Gebet sein?...

Alles werdet ihr von Mir erreichen können, wenn ihr in der rechten Weise darum bittet. Ihr sollt nicht fordern, sondern in aller Demut eures Herzens Mich darum angehen, daß Ich euch helfen möge in irdischer und geistiger Not. Und ihr sollt glauben, daß Ich euch helfe, weil Ich euch liebe. Ein rechtes Gebet im Geist und in der Wahrheit also ver-lange Ich, um dann aber auch euch beistehen zu können gemäß eures Glaubens. Was es auch sei, Mir ist alles möglich, selbst wenn ihr Menschen es nicht mehr für möglich haltet, aber Meine Macht ist unbegrenzt, und Meine Weisheit ersieht auch alles voraus und kann darum wirken immer zum Heile eurer Seele. Und Meine Liebe wird es auch tun, seid ihr doch Meine Kinder, denen Ich nichts versage, was ihnen dienet. Ein rechtes Gebet ist das Gebet, das Mein Ohr erreicht, weil ihr euch bemühet, Mich in euch gegenwärtig sein zu lassen... wenn ihr euch eurer eigenen Schwäche bewußt seid und Kraft und Hilfe von Mir euch erfleht...

Ein solches Gebet verhallt nicht an Meinen Ohren, weil es in tiefster Demut an Mich gerichtet ist...

Wer aber fordert, der betet nicht recht... und Forderung sind viele Gebete, die der Mund daherredet, weil sich der Mensch einbildet, es benötige nur der Ansprache des Beters, um in den Segen eines Gebetes zu gelangen...

Es sind nicht die Worte, sondern das Empfindens des Herzens, das dem Gebet die Tiefe und den Geist gibt. Es ist immer nur das innige Verhältnis zu Mir, in das der Mensch eintritt, der recht betet. Und ihn will Ich erhören...

Darum genügen nur wenige Worte, daß sie Mein Ohr berühren und von Mir angehört werden. Lange Formgebete aber sind Mir ein Greuel, denn der Mensch wird nicht mit seinen Gedanken bei seinen Worten verbleiben, es reden nur seine Lippen, und die Gebete dringen nicht zu Mir, sie werden vergeblich gesprochen und sind nur dazu angetan, den Glauben der Menschen noch mehr zu verdrängen, denn da Ich solche Gebete nicht erfüllen kann, wird auch der Glaube an einen mächtigen, weisen und liebevollen Gott untergraben, er wird stets mehr verlorengehen, weil Ich nur die innige Bindung ver-lange, die das Herz herstellen muß und die dann auch Meine Gegenwart im Menschen gewährleistet, und Ich Mich nun als Vater Meinem Kind offenbare, indem Ich ihm seine Bitte erfülle... Lernet richtig beten...

Denn was ihr bisher beten nanntet, ist kein rechtes Gebet im Geist und in der Wahrheit. Glaubet es Mir, daß Mir ein kurzer Stoßseufzer lieber ist als stundenlange Gebete, die womöglich noch im Auftrag verrichtet werden und nicht dem Herzen eines Menschen von selbst entsteigen...

Aber wenige Worte nur genügen, wenn das Herz daran beteiligt ist, was der Mund spricht oder was gedanklich einen Menschen bewegt. Dann werde Ich Mein Ohr nicht verschließen, Ich werde helfen und gewähren, was immer nur das Kind erbittet, das zu seinem Vater fleht...

Amen


B.D. NR. 7275 - 5.2.1959

Überzeugtes Verbreiten der Wahrheit...

Rechtes Lehrgut...

Für die Wahrheit sollet ihr eintreten, die ihr selbst in den Besitz der Wahrheit gelangt seid...

Und daß ihr euch in der Wahrheit bewegt, das garantiert euch der Empfang Meines Wortes, das von Mir Selbst als der Ewigen Wahrheit ausgeht. Ihr also könnet dessen gewiß sein, daß euch Wahrheit geboten wird, und darum könnt ihr auch in gleicher Gewißheit diese Wahrheit aus Mir weitergeben, ihr könnet sie bedenkenlos den Mitmenschen vermitteln und mit aller Überzeugung auch dafür eintreten, daß ihr nur reinste Wahrheit verbreitet. Diese innere Überzeugung wird euch nicht mangeln, sowie ihr es ernst nehmet mit eurer Arbeit für Mich und Mein Reich, denn ihr empfanget zugleich mit Meinem Wort auch die Urteilskraft, es geht euch zugleich mit der Wahrheit auch die Gabe des Erkennens der Wahrheit zu, und ihr könnet daher auch lebendig dieses Mein Wort vertreten, weil ihr euch von Mir Selbst belehrt wisset, Der allein euch die Wahrheit bieten kann. Es ist aber auch notwendig, daß die Wahrheit verbreitet wird, weil sie allein Licht schenkt und weil die Erde in tiefster Finsternis liegt, d.h. die Menschen vom Irrtum und der Lüge Besitz ergriffen haben und sie sich selbst aus dieser Finsternis nicht lösen können, wenn ihnen nicht der Weg beleuchtet wird... was immer nur durch das Licht der Wahrheit möglich ist. In der Endzeit verdichtet sich stets mehr die geistige Finsternis, die Menschen sind blind im Geist, sie erkennen nichts und wissen nicht um die Zusammenhänge, sie wissen auch nicht um den Einen, Der ihnen das Licht zuführen kann, Der sie zum Ewigen Licht führen möchte, zur hellsten Erkenntnis der Wahrheit aus Mir. Und darum soll ihnen Mein Wort gebracht werden durch euch, die ihr es von Mir direkt empfangt...

Ihr sollt euch immer wieder öffnen zum Empfang Meines Wortes, ihr sollt es genau so weitergeben, daß es keine Änderung erfährt und somit die reine Wahrheit wieder verbildet wird, wie dies von seiten der Menschen sehr oft geschieht. Ihr sollet lehren und euch belehren lassen, denn nur, der selbst ein rechtes Lehrgut hat, der wird es weitergeben und Segen stiften. Und darum sollet ihr nicht arbeiten mit einem Wissen, das euch anderweitig zugegangen ist, sondern allein nur Meiner Unterweisungen achten und Meine Worte den Mitmenschen künden, die Verlangen danach tragen. Nicht oft genug könnet ihr euch Mir erschließen, daß Ich Meinen Geist einfließen lassen kann in euch... nicht oft genug kann euch Meine Gnadengabe, Mein Wort, angeboten werden, denn das Licht in euch soll zunehmen, es soll immer heller erstrahlen, und es ist dies nur möglich, wenn euer Herz immer wieder Licht in sich einstrahlen lässet, wenn die Flamme stets heller auflodert und zuletzt das Herz gänzlich erleuchten kann...

Dann aber ist es auch leicht, die Wahrheit zu verbreiten und zu vertreten, dann spricht der Mensch in vollster Überzeugung das aus, was ihm von Mir Selbst zugetragen wurde. Und als lebendiger Vertreter Meines Wortes wird er auch Erfolg haben bei den Mitmenschen, denn sie werden Mich Selbst zu hören vermögen, wenn auch durch den Mund Meines Dieners, der zu ihnen spricht. Nur das Licht der Wahrheit kann die Menschen beglücken, während jedes Wissen, das der reinen Wahrheit entbehrt, unverstanden bleibt und kein Licht bringen wird. Die Menschheit schmachtet aber in der Finsternis, die Seele kann nicht reifen ohne Wahrheit, sie kann den rechten Weg nicht finden, wenn alles um sie verdunkelt ist, und sie kann auch nicht das Kreuz Christi erkennen, das auch nur erkennbar ist für den, der in der Wahrheit wandelt, während es den anderen ein leeres Zeichen bleibt ohne Sinn und Zweck, weil sie Sinn und Zweck des Kreuzes nicht erkennen. Die Wahrheit erst muß Aufklärung geben, die Wahrheit erst muß das unfaßbare Opfer erleuchten, das der göttliche Erlöser für die Menschheit gebracht hat. Und deshalb allein schon muß die Wahrheit verbreitet werden, weil das Kreuz Christi nicht zu übergehen ist für den, (nicht übergehen werden darf von dem,) der selig werden will. Es wird aber der Mensch nicht zum Kreuz Christi gehen, der um dessen tiefste Bedeutung nicht weiß und dem niemals ein rechtes Licht gegeben wurde über den Menschen Jesus, in Dem Ich Selbst das Kreuzesopfer darbrachte für alle Menschen. Ich Selbst trete mit euch Menschen so offensichtlich in Verbindung, daß Ich euch anspreche, um es euch zu ermöglichen, Wahrheit und Klarheit zu bekommen über jenes Kreuzesopfer, um euch den Weg zu beleuchten, auf dem ihr zur Höhe, zur Seligkeit steigen könnet, wenn ihr gemäß Meines Wortes diesen Weg wandelt, der aus dem Dunkel der Nacht herausführt zum Licht des Tages, der aber nur beschritten wird, wenn der Mensch die Wahrheit annimmt, die ihm von Mir geboten wird in ungewöhnlicher Weise. Und diese Wahrheit sollet ihr, Meine Jünger der Endzeit, eifrig vertreten und wissen, daß ihr damit eine Aufgabe erfüllet, die gleich ist der Aufgabe Meiner ersten Jünger, die Ich „hinaussandte in alle Welt“...

Leitet allen Menschen wieder die reine Wahrheit zu, und wisset, daß sie allein das Licht ist, das aus der Dunkelheit herausführt und ewig selig macht...

Amen


B.D. NR. 7276 - 7.2.1959

Tönen des göttlichen Wortes in der Unendlichkeit...

Teilnahme der Wesen...

Weit hinaus in die Unendlichkeit ertönet Mein Wort, und alles Wesenhafte kann es vernehmen, das Mich hören will. Ich spreche also das sich-selbst-bewußte Wesenhafte an, die Menschen auf der Erde, die Wesen auf allen Gestirnen sowie auch alle Seelen im jenseitigen Reich, die noch keine bleibende Stätte für ihre Weiterentwicklung gefunden haben, die noch unentschlossen sind und in der Dämmerung umherirren...

Ihnen allen ertönt Mein Wort, das sie immer mehr Anschluß suchen lassen soll bei Mir, Den sie erkennen und lieben lernen sollen durch die väterliche Ansprache, die ihnen fortgesetzt ertönt. Und je mehr Licht den Wesen zuströmt, desto mehr verlangen sie danach und desto aufmerksamer hören sie zu, wenn ihnen Mein Wort ertönt. Die Menschen auf der Erde aber sind wenig dafür aufgeschlossen, weil sie noch wenig sich vergeistigt haben, weil sie noch in einer Sphäre weilen, wo Mein Gegner mehr Einfluß hat und sie seiner Sprache eher lauschen, denn es ist die Welt, durch die er die Menschen anspricht und auch für sich gewinnt. Im jenseitigen Reich aber wird Meines Wortes schon mehr geachtet, denn die Seele, die einmal des Wortes stärkende Wirkung gespürt hat, verlangt ständig danach, wenngleich jener Einfluß auch nur ihrem Reifegrad entsprechend hoch (groß) ist und anfangs das Wesen nur ganz minimal berühren kann. Aber unwiderruflich steigert sich dieser Reifegrad durch Zufuhr Meines Wortes, und immer größer wird das Verlangen der Seele nach Meiner Ansprache, die sie gleich Lichtstrahlen empfindet, in denen sie ein Wohlbehagen spürt, das sie nicht mehr missen möchte. Aber es sind auch schon höherentwickelte Wesen Empfänger Meines in der Unendlichkeit tönenden Wortes...

Es sind Lichtwesen, die gleichfalls Mein Wort entgegennehmen, das sie als Kraftspender empfinden und immer entgegennehmen, um es wieder weiterzugeben in den (die) noch finsteren Sphären, wo sie unglückselige Wesen wissen, denen es an Licht noch gänzlich mangelt. Denen nun Licht zuzuleiten ist das Bestreben und die Tätigkeit der Lichtwesen sowie auch der Bewohner hochentwickelter Welten, denen jene Wesen zur Obhut übergeben sind. Denn Mein Wort muß überall ertönen und wo es nicht direkt von Mir empfangen werden kann, dort müssen Mittler tätig sein, die Mein Wort weitergeben. Auf Erden ist dies Aufgabe derer, die sich Mir freiwillig zum Dienst erboten haben, die selbst sich in den Reifezustand versetzt haben, daß sie direkt angesprochen werden können von Mir, und die auch bereit sind, das Empfangene weiterzuleiten, weil auf Erden große Finsternis herrscht, die dringend durch Licht verjagt werden soll, aber nur durch das Licht aus den Himmeln vertrieben werden kann. Ich muß auch die Menschen direkt anreden, wenn es Licht werden soll unter der Menschheit, Ich muß jenen eine ungewöhnliche Gnadengabe zuleiten, die nur den Willen haben, Mir zu dienen, selbst wenn ihr eigener Reifezustand noch zu wünschen übrig lässet, aber der Wille, Mir als Mittler zu dienen, regt sie auch an, Meinem Willen gemäß zu leben und sich selbst tauglich zu machen zu einem Gefäß,in das Ich Selbst Mich verströmen kann. Und an solchen Übermittlungen Meines Wortes auf einen Menschen nehmen unzählige geistige Wesen teil, denn wo auch Mein Wort ertönet, immer wird dies ersichtlich in der geistigen Welt durch Aufblitzen von Lichtfunken oder Strahlen, die unzählige Geistwesen anlocken; und rege Beteiligung findet nun statt, wenn Ich rede zu den Menschen, zu den suchenden Seelen und zu allen Wesen, die sich öffnen, um Mein Wort zu hören. Darum sind solche Zuleitungen Meines Wortes von oben besonders gesegnet, wenn auch durch den Menschen selbst alle Wesen herangerufen werden, die Hilfe benötigen...

Denn die Seelen hören diesen Ruf und zögern nicht, ihm nachzukommen...

Und auch aus der Tiefe kommen Seelen herbei, denn Mein Wort wird auch dort als Lichtfunke wirken und locken, dahin zu folgen, wo es ertönet, auf daß es allen Seelen auf Erden wie im Jenseits Licht bringe und die Finsternis verjage, in der sie sich zuvor befinden. Immer steht es den Menschen frei, ob und wann sie Mich hören wollen...

Ich rede immer, Ich lege euch keine Beschränkung auf, aber hören könnt ihr Mich nur, wenn ihr selbst es wollet, wenn ihr euch Mir und Meiner Ansprache öffnet und es ermöglicht durch euren Willen, daß Ich zu euch reden kann. Aber ihr sollt es auch wissen, daß ihr nicht allein Meine Stimme vernehmt, sondern zahllose Wesen den Belehrungen beiwohnen...

Und das soll euch antreiben, immer öfter die Bindung zu suchen mit Mir, um Mich zur Anrede, zur Übermittlung Meines Wortes, zu veranlassen. Ihr Menschen, die ihr Mir dienen wollt, sollet noch mehr aller hungernden Seelen gedenken als eurer selbst, denn die Zahl ist groß, denen ihr gleichzeitig geistige Hilfe und Nahrung zuwendet, wenn ihr selbst euch an dem Quell lagert, den Meine Liebe für euch erschlossen hat... wenn ihr selbst euch zum Empfang dessen herrichtet, was euch Licht bringt und zur Höhe verhilft...

Denket daran, daß Mein Wort ertönet in die Unendlichkeit, und verhelfet darum allen zum Licht, die es begehren, denn nur das Licht wird die Unseligkeit in Seligkeit zu wandeln imstande sein... nur das Licht von oben wird die Finsternis durchbrechen und allen Seelen auf Erden und im jenseitigen Reich zur Seligkeit verhelfen...

Amen


B.D. NR. 7277 - 8.2.1959

Gottes Heilsplan ist auf dem freien Willen des Menschen aufgebaut...

Dem Rückführungswerk des gefallenen Geistigen liegt Mein Heilsplan von Ewigkeit zugrunde, und diesem Heilsplan entsprechend wird sich alles abwickeln in Zeiträumen von Ewigkeiten, für die euch Menschen jeglicher Begriff fehlt. Und Mein Heilsplan wieder ist entworfen in Liebe und Weisheit, und Meine Macht führt ihn aus, weshalb Ich einmal auch Mein Ziel erreiche... daß alles gefallene Geistige den Rückweg antritt zu Mir ins Vaterhaus. Doch nicht Mein Wille allein bestimmt die Durchführung Meines Planes, sondern der freie Wille der Wesen, die einst in aller Vollkommenheit erschaffen wurden und trotz ihrer Vollkommenheit abfielen von Mir, ist entscheidend, welchen Zeitraum ebenjene Rückführung zu Mir erfordert, und jedes einzelne Wesen bestimmt sonach selbst die Zeitdauer seines Entwicklungsganges, seiner Rückkehr zu Mir. Also ist auch Mein Heilsplan ganz auf dem freien Willen des einzelnen Wesens aufgebaut... eine Tatsache, die euch Menschen unbegreiflich ist, die Ich aber seit Ewigkeit als notwendig erachtete, wenn Ich wirklich freie, Mir einmal voll ergebene Kinder um Mich haben will, was Zweck und Ziel Meines Heilsplanes von Ewigkeit ist...

Ich wußte von Ewigkeit um den Willen eines jeden Wesens, sowohl als Urgeist als auch später als Mensch, wo sich der Urgeist bewähren muß und wieder im freien Willen sich entscheiden kann, wohin er sich wenden will...

Ich wußte um eure Willensrichtung, und entsprechend konnte Ich nun auch Meinen Heilsplan entwerfen, der alle eure Gedanken und Willensäußerungen einschließt und ihnen entsprechend aufgebaut worden ist. Und wahrlich, er ist so entworfen worden, daß jedes Wesen mit Leichtigkeit seinen Entwicklungsprozeß zurücklegen kann, weil Ich ihm stets hilfreich zur Seite stehe, wenn es in Gefahr ist, einen Fehlentscheid zu treffen. Es wird immer wieder vor die Wahl gestellt, aber nicht gezwungen, sich recht zu entscheiden, doch alles tritt schicksalsmäßig so an den Menschen heran, daß immer die rechte Entscheidung näherliegt, daß er immer innerlich gedrängt wird, den rechten Weg zu gehen, doch niemals dieses Drängen als Zwang empfunden werden darf. Meine Liebe gilt jedem einzelnen Wesen, und was Ich tun kann, um dessen Entwicklungsgang bis zur letzten Rückkehr zu Mir abzukürzen, das geschieht auch Meinerseits. Und so wird niemals der Mensch sagen können, zu gegensätzlichem Entscheid durch seine Lebenslage gezwungen worden zu sein...

Meine Weisheit ist wahrlich erhaben über jeden Zweifel, und so ersah Ich alle Gelegenheiten, die dem Menschen dienten zu rechter Entscheidung, und baute darauf Meinen Heilsplan auf. Ich weiß zwar seit Ewigkeit auch, wie der Wille des einzelnen gerichtet ist, aber Ich will während der Erdenzeit als Mensch nicht darum wissen, und so kann sich der Mensch dennoch frei entscheiden, denn gerade seines verkehrten Willen wegen lasse Ich das Leben schicksalsmäßig so an ihm vorübergehen, daß er jede Möglichkeit hat, seinen Willen zu wandeln, und er darin eifrig unterstützt wird von Meiner Seite... denn „große Freude herrschet in Meinem Reiche über einen Sünder, der umkehrt...“ worunter eben eine völlige Willenswandlung zu verstehen ist, die Ergebnis Meiner Liebe und Weisheit ist, die in Meinem Heilsplan wohl vorgesehen, aber nicht als feststehend jenen Heilsplan bestimmt. Ihr seid völlig frei in eurem Erdenleben, und ob Ich auch darum weiß... ihr seid keineswegs gebunden, weil ihr ursprünglich freie Wesen waret und diese Freiheit euch nicht genommen wird, sowie ihr wieder als ichbewußt über die Erde geht oder auch ins jenseitige Reich eingegangen seid...

Es wird euch keinerlei Zwang angetan, und was oder wie ihr seid, habt ihr selbst euch geschaffen. Aber Mein Heilsplan sieht auch eine sichere endgültige Heimkehr ins Vaterhaus vor...

Was also noch nicht ist, kann noch werden... nur kann kurze, aber auch sehr lange Zeit dazu beansprucht werden, und dies ist in Meinem Heilsplan vorgesehen, immer unter Beachtung eures Willens, der frei ist und keinerlei Zwang verträgt. Daß ihr aber einmal euer Ziel erreichet, das ist gewiß, und ebenso gewiß ist es, daß vor Mir tausend Jahre sind wie ein Tag, daß es für Mich kein Zeitgesetz gibt...

Ihr selbst steht aber noch unter diesem Gesetz, ihr seid in eurem unvollkommenen Zustand an das Gesetz der Zeit gebunden, und das ist für euch überaus schmerzlich, denn euer Zustand fern von Mir ist ein Zustand der Qual, den ihr selbst euch wieder unermeßlich verlängert, wenn ihr euch nicht mit Mir vereinigt... wenn ihr eure Rückkehr ins Vaterhaus noch nicht vollzogen habt. Und vor diesem langen Qualzustand möchte Ich euch bewahren, weshalb Ich euch immer wieder dringend ermahne, euren Willen recht zu gebrauchen, d.h., euch Meinem Willen zu unterstellen, der immer wieder euch unterbreitet wird. Die Zuführung Meines Wortes und also das Wissen um Meinen Willen gehört zu Meinem Heilsplan, der also durchgeführt wird in Liebe, Weisheit und Macht... aber immer euch die Freiheit läßt, euch dazu einzustellen nach eurem eigenen Willen. Darum also ist die Zeitdauer ganz verschieden, die ihr benötigt zur Rückkehr, aber sie kann schon mit dem Ende dieses Erdenlebens für euch beendet sein und euch endgültig die Freiheit, das Licht und die Kraft gebracht haben, wenn ihr selbst dies anstrebet und mit allen Kräften ersehnet, daß Ich euch dazu helfe... denn dieses Streben schon ist recht gelenkter Wille, der euch sicher das Ziel erreichen lässet...

Amen


B.D. NR. 7278 - 9.2.1959

Nöte und Ängste des Menschen Jesus...

Auch Mir ist der Erdengang als Mensch zuweilen schwergefallen, denn Ich unterlag den gleichen Gesetzen wie ihr Menschen, Ich hatte gegen die gleichen Schwächen und Versuchungen anzukämpfen, und es war nicht immer leicht, diesen zu begegnen, wenngleich Mein Herz erfüllt war von Liebe und daher auch die göttliche Kraft Mich durchflutete, wenn Ich sie benötigte. Aber Stunden seelischer Not gehörten auch zu Meinem Lebensweg, und hätte Ich sie nicht auch empfunden wie ihr, dann wäre Ich auch nicht „Mensch“ gewesen gleich euch...

Meine Seele mußte den Prozeß der Vergeistigung durchmachen auf Erden, der zur restlosen Vereinigung führte mit dem Vater, zur völligen Einswerdung mit Ihm. Meine Seele war wohl von oben, doch sie hatte Fleisch angenommen von der Erde mit allen unreifen Substanzen, aus denen jede materielle Hülle im Grunde besteht, und alle diese Substanzen mußten sich vergeistigen, denn der Körper wirkte mit seinen Wünschen und Begierden außerordentlich auf die Seele ein, die sich diesen Versuchungen nicht entziehen konnte, sondern ihnen standhalten mußte... wie es den Seelen der Menschen gleichfalls zur Aufgabe gemacht ist, die den Weg der Nachfolge Jesu gehen wollen, um frei zu werden von Sünde und Tod. Doch es waren schwere Kämpfe, die Ich durchzustehen hatte, und Mein Erdengang lastete oft als übergroße Bürde auf Mir und wollte Mich zaghaft machen, daß Ich jemals diesen Gang bis zum Ende würde gehen können. Aus der Liebe schöpfte Ich immer wieder die Kraft...

Denn Ich ersah kraft Meiner Liebe und ihrer Auswirkung auch den schweren Weg, den Ich zu gehen hatte, Ich sah vorausschauend das Leiden und Sterben am Kreuz, und Ich sah auch den Geisteszustand der Menschen, die Mich ans Kreuz schlugen...

Und Ich mußte dennoch Meinen Weg weitergehen bis zum Ende...

Ich mußte immer wieder Meiner Ängste und Schwächen Herr zu werden suchen und Mich anklammern an den Vater, daß Er mich stärkte in jeder Not des Leibes und der Seele, denn Ich habe alle diese Nöte empfunden gleich euch und noch weit stärker, weil für Mich das Leben inmitten der sündigen Menschheit schon eine Qual war, Der Ich in aller Reinheit mitten unter denen wandelte, für die Ich leiden und sterben wollte. Doch je mehr Mein Körper ausreifte, je inniger Meine Seele den Zusammenschluß fand mit dem Vater, Der in Mir war, desto klarer wurde Mir auch Meine Mission, die ich wohl als „Mensch“ begann, sie aber als „Gott“ beendete und die ich darum zu Ende führen konnte, weil die Kraft in Mir ständig zunahm, wie auch die Liebe zu der unglückseligen Menschheit sich vergrößerte, je näher Mir das Ende war. Und die Liebe war die Kraft, die Mich das Erlösungswerk ausführen ließ; die Liebe war der Vater in Mir, Dessen Willen Ich erfüllen wollte, um Meinen gefallenen Brüdern zu helfen. Ich ging bewußt Meinen Erdenweg, anfangs zwar waren es nur dunkle Ahnungen und zuweilen helle Gedanken und Schauungen; doch je mehr die Vergeistigung in Mir stattfand, desto klarer stand der Erlösungsplan vor Meinen Augen, zwecks dessen Ich aus dem Lichtreich herabgestiegen war zur Erde. Solange aber Meinem Körper noch Menschliches anhaftete, mußte Ich auch menschliche Leiden und Qualen erdulden, wozu nicht zuletzt die inneren Bedrängnisse gehörten, Meiner Aufgabe nicht gewachsen zu sein... denn Ich wußte, was es hieß, wenn Ich versagte im Kampf gegen den, der euer aller Feind war und ist und bleiben wird noch Ewigkeiten hindurch. Doch Ich habe den Sieg errungen über ihn, Ich habe den Kampf aufgenommen mit unsäglichen Schmerzen und Leiden und gewann stets mehr an Kraft, weil auch Meine Liebe immer mehr zunahm zu euch, die ihr leiden müsset, bis ihr frei seid von ihm und seiner Macht. Meine Kraft nahm zu, wie Meine Liebe zunahm...

Und so wisset auch ihr Menschen, daß ihr nur aus der Liebe die Kraft schöpfen könnt für eure Erdenaufgabe, denn Mein Gegner wird euch immer zu schwächen suchen, indem er euch zur Lieblosigkeit antreibt, indem er euch in jeder Weise wird hindern wollen, Werke der Liebe zu verrichten, um euch schwach zu halten...

Aber dann denket an Mich, daß auch Ich gerungen habe wider ihn, daß er auch Mich zu schwächen suchte durch Ängste und bange Fragen, ob Ich wohl die Kraft aufbringen werde für Meine Mission. Und dann wendet euch nur an Mich, daß Ich euch helfe, daß Ich euch stärke wider den Feind eurer Seele und daß Ich euch Kraft gebe für jeden Lebenskampf, sei er irdischer oder geistiger Art...

Und ihr werdet nicht vergeblich bitten, denn wer Mich anrufet in seiner Not, den werde Ich wahrlich auch erhören...

Amen


B.D. NR. 7279 - 10.2.1959

Gott ist ein „Gott der Liebe“, nicht ein Gott des Zornes...

Meine Liebe und Erbarmung lässet es nicht zu, daß sich ein Wesen ewig im Tode befindet, daß es ewig den Qualen der Hölle ausgesetzt ist, daß es ewig nicht erlöst wird...

Es gibt keine ewige Verdammnis, und auch Mein erstgeschaffenes Wesen... nun Mein Gegner... wird einst wieder von Mir angenommen werden und in höchste Seligkeit eingehen können, wenn es an der Zeit ist. Denn Ich bin ein Gott der Liebe, nicht aber ein Gott des Zornes, Der alles erbarmungslos verdammt, was sich einmal Ihm widersetzt hat. Ein Gott der Liebe aber strafet nicht, sondern Er sucht das Gefallene aufzurichten, Er sucht es emporzuheben aus der Tiefe zur Höhe, Er will, daß das Verlorene wieder den Weg zurückfindet zu Ihm, bei Dem es jederzeit liebevolle Aufnahme findet, weil Ich ein Gott der Liebe bin. Und so wird niemals der Zustand der Trennung von Meinen einst-gefallenen Geschöpfen ewig währen, er wird einmal beendet sein, und die innigste Gemeinschaft wird jedes Wesen wieder mit Mir verbinden, wie es war im Anbeginn. Doch es können die Zeiträume einer Trennung unermeßlich groß sein. Es kann sich das Wesen wohl Ewigkeiten in der Entfernung von Mir und also in einem unglückseligen Zustand befinden, und es bestimmt selbst die Zeitdauer seiner Abkehr von Mir. Also schafft es sich auch selbst den Zustand der Hölle, denn nicht Ich verdamme das Wesen ob seiner einstigen Sündenschuld, sondern das Wesen selbst schafft sich den Abstand von Mir, das Wesen selbst strebte die Entfernung an und muß daher auch selbst die Annäherung anstreben, weil es von Mir uranfänglich frei geschaffen wurde und diese seine Freiheit mißbraucht hat. Darum kommt es einmal wieder in den Zustand der Freiheit und muß dann also auch die Rückkehr zu Mir bewerkstelligen. Einen Zustand, den sich das Wesen selbst geschaffen hat, muß es auch selbst beenden, will es wieder ein wahrhaft glückseliges Wesen werden und nicht nur eine Marionette sein, die Mein Willen an einen Platz stellt, den es selbst nicht begehrt hat. Es ist das Wesen so lange im Zustand des Todes, wenn es in der Entfernung von Mir sich befindet, und Mein Wille ist und bleibt, dem Wesen das Leben wiederzugeben, das es verlor durch eigene Schuld...

Also kann nicht von einer Verdammung Meinerseits die Rede sein, die Mich als einen unbarmherzigen Richter hinstellt, der eine Schuld mit der entsetzlichsten Strafe belegt... ewig von Mir getrennt zu sein...

Mein Wesen ist Liebe, und selbst das sündig-gewordene Geschöpf besitzt noch Meine Liebe, weil Meine Urnatur nichts anderes als Liebe kennt...

Und Liebe sucht stets zu beglücken, niemals aber zu strafen oder zu verbannen, denn ihr seid Meine Kinder, die Ich aus Meiner Liebe heraus schuf und die auch Meine Liebe immer und ewig besitzen werden, auch wenn sie sich in weitester Entfernung von Mir befinden. Und wenn sie sich in der Hölle aufhalten, wenn sie sich scharenweise zusammenfinden in wahrhaft satanischer Gesinnung, so sucht Meine Liebe, sie auch dann noch zu retten und sie zu lösen von Meinem Gegner, dem sie noch anhangen. Und alles versuche Ich, um sie wieder zurückzugewinnen und ihrem Herrn zu entreißen. Aber es geht das nicht zwangsweise, sondern erfordert auch ihren eigenen Willen... und dieser ist es, der die Zeitdauer ihrer Trennung von Mir oft Ewigkeiten ausdehnt und ihr Menschen dann eine „ewige Verdammung“ für glaubhaft haltet, wenn ihr so belehrt werdet. Ihr sollt immer an Meine Liebe denken, die nicht aufhöret, und ein liebender Vater überläßt Sein Kind nicht ewig Seinem Feind und Gegner...

Ein liebender Vater wird Sein Kind verfolgen, wo es auch sei, und ihm immer einen Weg zeigen, der wieder zurückführt zu Sich, ins Vaterhaus. Aber die Gerechtigkeit gebietet auch, daß das Kind diesen Weg selbst gehen muß, weil es sich auf ebendiesem Wege einst entfernte vom Vater... die Gerechtigkeit gebietet, daß das Kind sein Unrecht erkennt und reuig zum Vater fleht, daß Er ihm helfen möge, den weiten und schweren Weg zurücklegen zu können...

Und Ich werde wahrlich nicht zögern, diesem Kind zu Hilfe zu kommen, Ich werde ihm entgegengehen und alles tun, um seinen Rückweg abzukürzen, aber Ich werde ihm auch immer den freien Willen belassen, gleichfalls die Nähe des Vaters zu suchen, wie Ich die Nähe Meines Kindes suche und Mich ihm nicht versage. Denn Meine Liebe währet ewig, darum will Ich nicht ewig von Meinem Kind getrennt sein. Doch es muß auch seine Liebe Mir schenken, und es wird dann wahrlich vom Tode zum Leben erweckt, es wird leben ewiglich in Meinem Reich und selig sein...

Amen


B.D. NR. 7280 - 11.2.1959

Bedingungen für das Erreichen der Gotteskindschaft...

Jedem von euch ist der Gang über die Erde beschieden, der die Gotteskindschaft erreichen will, aber nicht jeder von euch erreicht sie, es sind vielmehr nur wenige, deren Erdengang so erfolgreich ist, daß sie abscheiden können als rechte Kinder, die der Vater aufnehmen kann in Sein Reich. Denn es müssen Bedingungen erfüllt werden, die den Menschen wohl erfüllbar wären, die aber doch zuviel Selbstüberwindung kosten, um von allen Menschen ernst genommen zu werden. Voraussetzung für das Erreichen der Gotteskindschaft ist ein Liebeleben, das einen hohen Reifegrad zeitigt, und zu einer solchen Liebetätigkeit sind die wenigsten Menschen bereit. Aber es ist nichts Unmögliches, es wird von Gott aus nicht etwas gefordert, was für den Menschen unerfüllbar wäre...

Doch die Gotteskindschaft sichert dem Wesen ein unermeßlich seliges Dasein in des Vaters unmittelbarer Nähe...

Was das bedeutet, kann euch nicht erschöpfend erklärt werden, aber es ist dies ein Los, das höchste Glückseligkeit dem Wesen verheißt, das aus einem „Geschöpf“ Gottes zu Dessen „Kind“ geworden ist...

Es hat Gott dann Sein Ziel erreicht, das Er bei dem Erschaffen unzähliger Geistwesen schon geplant hat und das Ihm Selbst gleichfalls unbegrenzte Seligkeit bereitet. Aber dieses Ziel zu erreichen, fordert den freien Willen jedes einzelnen Wesens, und darum wird es auch nur selten Menschen geben auf der Erde, die das Ziel so ernstlich anstreben und völlig in Liebe aufgehen während ihres Erdenwandels. Und doch könnte es jeder Mensch erreichen, denn in der Liebe zu leben, ist nicht so schwer, wenn nur der Mensch den ernsten Willen dazu aufbringen würde. Es muß aber die Liebe um ihrer selbst willen geübt werden, nicht aus Berechnung, denn letztere wäre keine Liebe. Es muß die Liebe im Herzen entzündet werden und nun durch Wirken in Liebe immer heller aufflammen, dann greift das Feuer der Liebe schnell um sich und erfaßt alles... oder auch: Wer einmal von innen heraus angetrieben ist zum Liebewirken, der läßt dann auch nimmer nach, weil jedes Werk der Liebe eine Bindung ist mit der Ewigen Liebe und ihn mit immer neuer Kraft erfüllt, die er wieder zum Liebewirken nützet. Aber es ist der Mensch zu sehr von der Ichliebe erfüllt, und solange er diese nicht besiegt, also sich selbst überwindet, bleibt es immer nur bei Versuchen, niemals aber bei ernstem Streben, die Gebote der Liebe zu erfüllen. Doch nur der Anfang wird Überwindung kosten, denn einen liebenden Menschen kann bald nichts mehr reizen, was er sich selbst antun möchte...

Er findet seine Beglückung weit mehr am Liebewirken am Nächsten als an der Erfüllung eigener Wünsche und Begierden. Und dieser Grad muß erreicht werden, soll dann auch das erreichen der Gotteskindschaft folgen, das nur reine, selbstlose Liebe fordert, die ihm dereinst eine endlose Beglückung einträgt, wie sie der Vater Seinem Kind bereitet, das Er über alles liebt. Gottes Kinder sollet ihr wohl alle werden, doch die Anwartschaft auf das Erbe des Vaters werden Seine Kinder haben, die gleich von der Erde hinweg in die Arme des Vaters zurückkehren, die unmittelbar Seine Liebekraft empfangen und darum auch unmittelbar von Ihm durchstrahlt werden, was unbegrenzte Seligkeit bedeutet. Nur der Gang über diese Erde trägt den einst gefallenen Urgeistern die Gotteskindschaft ein, wenngleich auch die anderen Seelen eine Seligkeit erwartet im geistigen Reich, wenn sie sich zu Lichtwesen auf Erden oder auch im Jenseits entwickelt haben, aber der Lichtgrad aller Wesen ist verschieden, und der höchste Grad, der auf Erden erreicht werden kann, ist der Grad der Gotteskindschaft, den ihr alle anstreben sollet und den ihr auch erreichen könntet bei gutem Willen und inniger Bindung mit dem Gott und Schöpfer, Der euer Vater sein will...

Denn diese innige Bindung wird euch Kraft eintragen zur Selbstüberwindung, und seid ihr völlig selbstlos geworden, dann werdet ihr immer nur in Liebe wirken, ihr werdet zu beglücken suchen und nicht an euch selbst, sondern immer nur des Mitmenschen gedenken. Und dann wird sich der Liebegrad erhöhen, und die Gegenwart Gottes wird euch gewiß sein, die auch Garantie ist dafür, daß ihr dem Vater nahe seid...

Denn der Vater verlangt nach Seinen Kindern, denen Er ein ewiges Leben in unbegrenzter Seligkeit bereiten will...

Amen


B.D. NR. 7281 - 12.2.1959

Geistige Helfer respektieren den freien Willen...

Jede Seele soll gerettet werden, und jeder Seele gesellen sich geistige Freunde bei, um sie während des Erdenlebens zur Reife zu bringen mit ihrer Unterstützung. Jede Seele hat also Beistand, sowie sie solchen wünscht, aber sie kann nicht wider ihren Willen beeinflußt werden, sich den geistigen Freunden unterzuordnen, um also sicher zur Vollendung zu gelangen. Sie muß ihre Bereitwilligkeit dazu erklären, sich von jenen Freunden führen zu lassen und Mahnungen und Warnungen anzunehmen zu ihrem Heil. Tut sie das nicht, dann sind auch die geistigen Helfer machtlos ihr gegenüber, sie müssen sich zurückziehen, weil der freie Wille eines Menschen nicht angetastet werden darf. Aber sie tut doch wohl daran, auf die Stimme der geistigen Freunde zu hören, und sie tut dies dann, wenn sie gedanklich vor diesem oder jenem gewarnt wird oder wenn sie gedanklich angetrieben wird, dieses oder jenes zu tun oder zu unterlassen, und nun diesem inneren Drängen oder Wehren nachgibt, immer im Willen, recht zu denken oder zu handeln. Dieser Wille ist ausschlaggebend, ob sich die Wesen einschalten können, denn ihr Wirken ist immer nur gedankliche Beeinflussung, die nur dann von Erfolg ist, wenn der Wille gut ist. Ist der Wille wankelmütig, daß sich die Seele selbst nicht klar ist, wie sie sich entscheiden soll, dann werden sich auch andere Geistwesen einzuschalten suchen, und dann wird der Mensch von verschiedenen, sich entgegengesetzten Gedanken bedrängt werden, weil sowohl seine geistigen Freunde als auch die Gegner den Willen gewinnen wollen und alles tun, um Erfolg verzeichnen zu können. Der Mensch ist niemals sich selbst überlassen, er hat ständig treue Helfer zur Seite, denen er nur die Erlaubnis zu geben braucht, ihm beizustehen. Dann kann er sich auch sicher darauf verlassen, daß er gut geführt und beraten wird und daß ihm auch Kraft zugeht, dem Willen Gottes gemäß zu leben auf Erden. Denn seine Betreuer verlassen ihn nicht, sie werden ständig auf ihn einwirken im guten Sinn und auch die gegnerischen Kräfte nach Möglichkeit abdrängen, weil sie dazu das Recht haben durch den bewußten Anruf von seiten der Menschen. Diese Gewißheit, treue Helfer zur Seite zu haben, soll euch zuversichtlich machen, daß euer Erdenwandel erfolgreich ist, denn diese Helfer vermögen viel, und wenn sie einmal das Betreuungsamt an euch übernehmen dürfen, dann lassen sie auch nicht nach, euch mit Rat und Tat zu unterstützen und eurer Seele zur Reife zu verhelfen. Aber es wird dies immer nur dann möglich sein, wenn euer Wille gut ist, was soviel bedeutet, als daß er sich frei Gott zuwendet. Dann haben die geistigen Helfer vollstes Recht, ihren Einfluß auf euch auszuüben, denn Gott Selbst hat ihnen dieses Amt der Betreuung erteilt, und sie führen es freudig und beglückt aus in Seinem Willen. Dann ist es auch leicht möglich, die Vollendung auf Erden zu erreichen, denn die Bemühungen der geistigen Freunde gehen nur dahin, die Menschen zum Liebewirken anzuspornen und sich in allem dem göttlichen Willen zu unterordnen, weil dann auch die Rückkehr zu Gott gewährleistet ist, wenn der Mensch in Liebe dienet... was allein Gottes Wille ist...

Und es werden die Gedanken daher ständig so gelenkt werden, daß der Mensch im wahrsten Sinne des Wortes sich ein „Christ“ nennen kann... denn er wird in der Liebe leben, Jesus Christus und Sein Erlösungswerk daher erkennen und anerkennen und somit auch erlöst werden von Sünde und Tod... er wird den Weg nehmen zum Vater, weil keinerlei Widerstand mehr in ihm ist, weil das Kind sich sehnet zurück ins Vaterhaus, weil es heimkehren will zu Dem, von Dem es einst seinen Ausgang nahm...

Amen


B.D. NR. 7282 - 14.2.1959

„Keines Menschen Auge hat es je gesehen...“

Keines Menschen Auge hat es je gesehen und keines Menschen Ohr je gehört, was Ich bereitet habe denen, die Mich lieben...

Aber daß Ich für euch ungeahnte Herrlichkeiten bereithalte, das ist gewiß, nur dürfet ihr während eures Erdenlebens keinen Einblick nehmen in Mein Reich der Herrlichkeit, weil ihr dann nicht mehr zu leben fähig wäret, weil ihr nicht mehr eure Erdenaufgabe in Freiheit des Willens erfüllen könntet. Aber Meiner Verheißung dürfet ihr immer gedenken und wissen, daß Ich euch liebe und euch überselig machen will. Ihr sollt wissen, daß euer Denken immer nur beschränkt ist, daß ihr euch das wahre himmlische Reich gar nicht vorstellen könnet, denn nichts auf Erden hielte einen Vergleich aus mit den Herrlichkeiten, die euch dort erwarten, wenn ihr im Lichtgewand das Erdenreich verlassen könnet, um einzugehen in eure wahre Heimat, mit der die Erde nicht den geringsten Vergleich aushalten könnte, wenn ihr euch auch alles in weit herrlicherem Maße vorstellen würdet. Es sind unvergleichliche Gebilde herrlichster Schönheit, es sind geistige Schöpfungen, die euch überaus beseligen... es sind Dinge, die ihr noch nie geschaut habt zuvor und die euch auch nur geistig vor das Auge treten, sowie ihr selbst den Reifegrad erlangt habt, geistig schauen zu können. Aber das eine ist gewiß, daß ihr nun erst recht zu leben beginnt... daß ihr rückschauend werdet nicht begreifen können, einmal die Welt geliebt zu haben, und weltliche Dinge begehrenswert fandet, und ihr werdet selig sein, daß euch die Welt nicht gefesselt hielt, ansonsten ihr dieses Reich der Herrlichkeit niemals würdet schauen können. Würdet ihr im Erdenleben etwas von den Herrlichkeiten vorausahnen oder zeitweise einen Einblick nehmen können, dann würdet ihr mit aller Kraft auch dieses Reich anstreben, aber immer nur würde euch die Ichliebe bestimmen, niemals aber die reine Liebe zu Mir und zum Nächsten, und der Erdengang würde euch nicht die Vollkommenheit eintragen können, die aber doch erreicht werden muß und es auch möglich ist, ohne daß der Mensch sich ein klares Bild machen kann, worin die Seligkeit dereinst besteht...

Aber es soll euch Menschen Mein Wort genügen, Meine Verheißung, die euch ungeahnte Herrlichkeiten in Aussicht stellt, wenn ihr lebet nach Meinem Willen. Und eine solche nicht beweisbare Verheißung zwingt nicht euren Willen, denn nur der Glaube gibt ihr Wahrheitsberechtigung, und für den Gläubigen wird sie sich auch erfüllen... doch erst nach dem Eingang in das jenseitige Reich. Darum ist es auch zwecklos, sich Bilder vorstellen zu wollen über den Aufenthalt der Seelen im geistigen Reich, denn alle Vorstellungen haben immer nur die Erde und ihre Güter zur Grundlage, die aber für jenes Reich nicht als Vergleich angewendet werden können und für Dinge im geistigen Lichtreich jegliches Verständnis fehlt. Lasset euch darum genügen an den Worten: „Was keines Menschen Auge je gesehen und keines Menschen Ohr je gehört, das habe Ich bereitet denen, die Mich lieben...“ Unerforschliches und unsagbar Herrliches erwartet euch, denn Meine Liebe will Meine Kinder beglücken und ihnen ein überaus seliges Los bereiten...

Und ein solches Los sollt ihr alle anstreben, aber immer nur soll Liebe zu Mir oder zu euren Brüdern euch bewegen zu einem Lebenswandel nach Meinem Willen, niemals soll euch die Eigenliebe, das Verlangen nach den Herrlichkeiten der jenseitigen Welt, dazu bewegen, denn dann wird euch dieses Los niemals zuteil werden, weil nur die reine, selbstlose Liebe euch einen solchen hohen Reifegrad einträgt, daß ihr Mein Reich in all seiner Herrlichkeit einnehmen könnet... daß euer Auge erschauet und euer Ohr höret, wovon ihr euch niemals zuvor hättet etwas träumen lassen, weil alle Meine Verheißungen sich erfüllen, weil Mein Wort ewige Wahrheit ist...

Amen


B.D. NR. 7283 - 15.2.1959

Lichtkleid...

Eifrige Seelenarbeit und unverhofftes Ende...

Auch das wird euch immer wieder gesagt, daß ihr nicht säumen sollet, an eure Seelenarbeit heranzugehen, weil euch nicht mehr viel Zeit bleibt. Immer wieder werdet ihr gemahnt, jeden Tag noch zu nützen für euer Seelenheil, denn keiner von euch weiß Tag und Stunde seines Abscheidens, und keiner von euch hat noch sehr viel Zeit zu gewärtigen, weil das Ende für euch alle überraschend kommt, aber viele von euch nicht wissen, ob sie noch das Ende erleben oder schon zuvor von der Erde abgerufen werden. Ihr nehmet solche Worte nicht ernst, was beweiset, daß ihr nicht daran glaubet...

Und doch solltet ihr damit rechnen, daß eines jeden Erdenleben nur kurz bemessen sein kann, was euch die Geschehen um euch alle Tage beweisen. Ihr werdet jeden Tag dereinst bitter bereuen, den ihr ungenützt ließet, um eurer Seele einen Vorteil zu schaffen für das geistige Reich, denn es sind nutzlose Tage, da ihr keinerlei Seelenarbeit verrichtet, da ihr euch nicht bemühet, gute Werke zu verrichten, die allein euch nachfolgen in die Ewigkeit. Es ist wahrlich von größter Dringlichkeit, daß ihr euch diese Worte ins Herz schreibt, daß ihr wirken sollet, solange noch Tag ist, weil die Nacht über euch unwiderruflich hereinbricht, wo ihr nicht mehr wirken könnt...

Und ihr könntet noch so viele Werke der Liebe verrichten, daß ihr wahrlich eurer Seele einen Reifegrad erwerben könntet, der euch das Eingehen in höchste Seligkeit sichert. Ihr könntet eurer Seele Reichtümer erwerben, mit denen ihr dann arbeiten könnt im geistigen Reich... ihr könntet euch wahrlich ein Lichtkleid schaffen und brauchtet dann den Eingang in das jenseitige Reich nicht zu fürchten; aber ihr tut es nicht, weil ihr nicht daran glaubt, daß sich euer Erdenlebenswandel nach eurem Leibestode einmal auswirken wird. Und darum wird es euch immer wieder gesagt, daß ihr nicht säumen sollet, eurer Seele zu einem Lichtkleid zu verhelfen, das ihr nur auf Erden euch schaffet durch eifrige Seelenarbeit, durch ein Leben nach dem Willen Gottes, durch das Erfüllen der Liebegebote Gottes, durch ein ständiges Ankämpfen und Bekämpfen der Schwächen und Begierden, die eure Seele herabziehen und sie nicht in höhere Sphären aufsteigen lassen, wenn sie einmal frei wird von der Fessel des Leibes. Dann kann sie gleichfalls noch gefesselt sein an die Materie durch ihr Verlangen nach derselben, und dann wird sie keinen seligen Aufenthalt im Jenseits finden, sondern lange noch unter dem Verlangen nach irdisch-materiellen Gütern zu leiden haben, sie wird sich nicht aus jenen Sphären erheben können, in denen sie weilte während ihres Erdenlebens, und ihr Zustand wird erbarmungswürdig und unglückselig sein. Und ihr könntet solches verhindern, ihr könntet nach eurem Tode euch aufschwingen in lichte Höhen, wenn ihr euch die Mahnungen und Warnungen zu Herzen gehen ließet, wenn ihr eurer selbst achtetet und alles tun möchtet, um Fehler und Schwächen abzulegen und die Schlacken aufzulösen, von denen die Seele eingehüllt ist und bleiben wird, wenn euch Menschen der feste Wille mangelt, Seelenarbeit zu leisten. Ihr brauchet nur in der Liebe zu leben... und alles andere wird sich dann von selbst regeln, denn sowie einmal die Ichliebe überwunden ist und sich zu uneigennütziger Nächstenliebe gewandelt hat, werden auch alle Schwächen und Begierden abfallen, und die Seele wird lauter und klar werden, weil die Liebestrahlen hindurchbrechen können und der Seele ein Lichtkleid nun sicher ist, so daß sie nun wahrlich nicht den Tod zu fürchten braucht, auch wenn er plötzlich und unerwartet an sie herantritt und ihr Erdenleben vorzeitig beendet wird. Denn sowie der Mensch die Arbeit an seiner Seele verrichtet, hat er auch den Sinn und Zweck des Erdenlebens erkannt, und seine Seele hat einen Liebegrad erreicht, der ihr nun den Eingang in das Lichtreich ermöglicht, wenn die Stunde des Abscheidens von dieser Erde gekommen ist...

Amen


B.D. NR. 7284 - 16.2.1959

Bitte um Stärkung des Willens...

Keinem Menschen wird Mein Gegner es verwehren können, den Gang zum Kreuz zu gehen, denn schon dessen Wille setzt dem Gegner Grenzen seiner Macht. Also ist der Wille das Erste, und hat sich dieser Wille dem Kreuz zugewandt, dann muß der Gegner zurücktreten, und er kann den Menschen nicht mehr hindern, den Weg zum Kreuz zu nehmen. Der Wille aber ist frei, auf den Willen kann der Gegner nicht einwirken, wie auch Ich Selbst nicht den Willen des Menschen zwinge, die rechte Richtung zu nehmen. Aber euer Wille ist oft sehr geschwächt, er kann sich noch nicht recht entschließen, und dann bleibt er unter der Gewalt des Gegners. Darum sei euer erstes Gebet die Bitte um Stärkung eures Willens, der Ich auch sicher nachkommen werde, weil Ich für euch in Jesus Christus den verstärkten Willen erworben habe durch Meinen Kreuzestod. Die Willensstärkung ist überaus wichtig für die Aufwärtsentwicklung eurer Seele, und ihr könnt schon durch einen leisen Bittruf euch die Gnade eines verstärkten Willens sichern, und dann werdet ihr auch den Weg zum Kreuz nehmen, ihr werdet bewußt euch Jesus Christus zuwenden und Ihn um Vergebung eurer Sünden und um eure Erlösung von dem Feind und Widersacher bitten...

Und eure Erlösung wird so gewiß sein, wie Meine Liebe euch allen gilt, die ihr einstens von Mir ausgegangen seid. Um eurem Willen aber die rechte Richtung zu geben, müsset ihr auch wissen um den göttlichen Erlöser Jesus Christus...

Und darum ist es notwendig, daß euch die frohe Botschaft verkündet wird von eurem Retter und Erlöser, daß ihr in Kenntnis gesetzt werdet von Seinem Liebe- und Erbarmungswerk und von der Begründung Seines Kreuzestodes für die gesamte Menschheit. Aber es wird auch Meinerseits dafür gesorgt, daß allen Menschen davon Kunde zugeht, was sich um der sündigen Menschheit willen zugetragen hat...

Es wird der Blick der Menschen hingelenkt zum Kreuz, auf daß alle den Weg zum Kreuz nehmen, die unerlöst sind, die noch in der Sünde stecken und keine Vergebung gefunden haben. Alle Menschen sollen es wissen, daß sie nur den Gang zum Kreuz zu gehen brauchen, um frei zu werden von ihrer Schuld, um errettet zu werden aus jeglicher Not der Seele. Und die Kenntnis von dem göttlichen Erlöser und Seinem Erbarmungswerk wird auch in den Menschen den Willen stärken, selbst zu Ihm zu gehen oder zumindest vorher Ihm ein Gebet zuzusenden, daß Er seinen Willen stärken möge, der immer wieder in Schwäche zurückfällt ohne die Hilfe Jesu Christi...

Dann aber ist der Gegner machtlos geworden, er kann ihn nicht mehr hindern, mit auf das Kreuzgewandtem Blick dorthin zu gehen, wo ihm Friede und Erlösung winkt, wohin auch seine Schuld getragen werden muß, will er von dieser frei werden und sich gänzlich aus der Gewalt des Gegners lösen. Darum liegt es allein am Willen des Menschen, wie er sich einstellt zu dem Erlösungswerk Jesu Christi, und kein Mensch kann sagen, gehindert worden zu sein, selbst den Weg zum Kreuz zu nehmen...

Er kann nicht gehindert werden, wenn er selbst es will und den Blick zum Kreuz Christi gerichtet hat. Dazu fehlt dem Gegner die Macht, weil der Wille des Menschen frei ist. Es wird ihm aber sein recht gerichteter Wille das Höchste und Beste eintragen: die Erlösung von Sünde und Tod...

Und darum solltet ihr Menschen immer nur bitten, daß euer Wille recht gerichtet sei und daß Ich diesen Willen stärken möge, und es wird euch wahrlich Erfüllung dieser Bitte werden...

Denn sie ist geistig gerichtet und bezeugt Mir nur, daß ihr bereit seid, euch erlösen zu lassen, und daß ihr nur Schutz benötigt und Kraft gegen euren Widersacher...

Und eurem Willen wird entsprochen werden, er wird Stärkung erfahren durch Jesus Christus, Der dafür Sein Leben hingegeben hat, um euch einen verstärkten Willen zu erkaufen, um euch zu helfen, frei zu werden von eurem Peiniger...

Amen


B.D. NR. 7285 - 17.2.1959

Gottes endlose Liebe kann jeder Mensch erkennen...

Nur Meine endlose Liebe zu euch soll euch zum Bewußtsein kommen, und dann werdet ihr auch in euch selbst den Liebefunken entzünden, der zur Flamme wird und Mir wieder entgegenschlägt. Und das nur will Ich erreichen, daß sich die Liebe in euch entzündet, die uns dann wieder ewiglich verbinden wird, wie die Lieblosigkeit euch einst von Mir trennte. Und daß Ich euch liebe, das könnte euch immer wieder ersichtlich werden, wenn ihr alles um euch und auch euer ganzes Erdenleben betrachten würdet in Gedanken an Mich, Der Ich euer Schicksal lenke, Der Ich alles geschaffen habe, was euer Auge und eure Sinne ergötzt... soweit es nicht Meines Gegners Mittel sind, euch an die irdisch-materielle Welt zu ketten. Aber ihr könnet überall Meine Liebe zu euch ersehen, blicket ihr nur mit offenen Augen um euch. Würde euch Meine Liebe nicht halten, dann wäre ein unvorstellbares Chaos um euch, denn euer Erdenleben schon würde jede Ordnung vermissen lassen, da Ich naturgesetzlich walten muß auch bei denen, die Mir völlig abgewandten Willens sind. Diese würden Oberherrschaft haben und alles zerstören, was den Mitmenschen noch dienen soll zur Aufwärtsentwicklung. Meine Liebe aber gebietet ihnen Einhalt und hindert sie naturgesetzlich an Übergriffen, die euch allen überaus schaden würden. Aber ihr Menschen erkennet oft nicht Mein Walten und Wirken, wo es doch offen zutage tritt, weil ihr alles als ganz natürlich ansehet und ihr Annehmlichkeiten hinnehmet als selbstverständlich. Und dennoch ist es Liebe, die euch gilt, Meinen Geschöpfen, die Ich zu Meinen Kindern machen will und die darum Meine Liebe Mir erwidern sollen, damit Ich Mich mit ihnen zusammenschließen kann, wie es war im Anbeginn. Meine Liebe zu euch hat noch nicht nachgelassen und wird auch ewiglich nicht aufhören...

Doch ihr werdet sie nicht empfinden, solange ihr selbst ohne Liebe seid und euch Meiner Liebeanstrahlung nicht öffnet. Wenn ihr euch aber einmal Meiner großen Liebe zu euch bewußt werdet, dann schmilzt das Eis um euer Herz, und dann hat Meine Liebeanstrahlung gewirkt...

Ihr beginnet, Meine Liebe zu erwidern, ihr entzündet die Liebeflamme in euch, und das nun auflodernde Feuer sucht sich mit dem Liebefeuer von Ewigkeit zu vereinen. Ihr Menschen solltet nur achten darauf, wie oft euch ein gnädiges Schicksal bewahrt vor ungewöhnlichem Kummer und Leiden, ihr solltet alles Schönen und Beglückenden in eurem Leben mehr achten und dankend Dessen gedenken, Der es euch erleben lässet...

Ihr solltet jeder kleinsten Begebenheit in eurem Leben achten, die eine weise Lenkung eures himmlischen Vaters verrät, und ihr sollet wissen, daß nichts geschieht ohne Meinen Willen oder Meine Zulassung, daß Ich ständig eurer gedenke und alles aus Meiner Liebe heraus euch zugehen lasse, wie es für euch dienlich ist...

Ihr sollet wissen, daß immer nur Meine Liebe spricht aus allen Geschehen, die euch betreffen...

Und wenn ihr euch nun Meiner Liebe voll bewußt seid, dann wird auch in euch das heiße Gefühl der Liebe zu Mir entbrennen, dann werdet ihr mit Mir in Verbindung treten wollen, ihr werdet in den Liebestromkreis eintreten und euch anstrahlen lassen mit dem beglükkenden Gefühl, am Herzen des Vaters zu ruhen und in Dessen Liebe wohlgeborgen zu sein. Und dann kann Ich auch direkt einwirken auf euch, und Meine Liebe wird euch weitere Beweise geben, die ihr nur in inniger Verbundenheit mit Mir werdet erleben können...

Amen


B.D. NR. 7286 - 18.2.1959

Entäußerung des Geistes nur durch Liebewirken möglich...

Jeder geistige Gedanke ist eine Äußerung des Geistes in euch, ansonsten all euer Denken nur irdisch gerichtet wäre. Der Geistesfunke in euch aber sucht ständig die Bindung mit dem Vatergeist, und er wird immer euch zu beeinflussen suchen, indem er gedanklich auf euch einwirkt. Sein Einfluß wird aber immer nur das geistige Reich betreffen, also er wird euer Denken gleichfalls diesem Reich zuwenden, wenn er keinen Widerstand findet in eurem Willen. Denn dieser kann sich auch voll und ganz der Welt zuwenden, dann wird er jeden geistigen Gedanken zurückweisen, und der Geist kann sich nicht äußern dem Menschen gegenüber...

Und es lassen sich ganz klare Grenzen ziehen: Je mehr der Mensch seiner selbst gedenkt, also auf sein eigenes Wohl bedacht ist, desto mehr werden ihn rein irdische Gedanken erfüllen, und dem Geist wird sein Wirken verwehrt sein. Gedenkt aber der Mensch des Nächsten, der seine Hilfe benötigt, dann dringt der Geist durch, und er kann dem Menschen nun solche Gedanken zuleiten, die dem geistigen Reich entströmen und auch wieder dem geistigen Reich zuführen. Denn dann ist die Liebe im Menschen wach geworden und also auch der Geist erweckt, der nun sich äußert immer zum Segen der Seele des Menschen. Der Geistesfunke, der Anteil ist des Ewigen Vatergeistes, ist der Liebefunke, der im Menschen entzündet werden muß, um wirksam werden zu können. In jedem Menschen schlummert dieser Liebefunke, aber es steht dem Menschen selbst frei, ihn zu entzünden, und somit muß also der Mensch selbst den Geist in sich zum Leben erwecken... er muß die Liebe üben und den Liebefunken zu stets hellerer Flamme auflodern lassen... er muß Werke der Nächstenliebe verrichten, und er wird im gleichen Maße auch seinem Geist die Möglichkeit geben, sich zu entäußern. Und was ihm nun der Geist schenkt mit solchen Entäußerungen, das ist geistiger Reichtum, es sind Güter, die aus dem geistigen Reich stammen und auch dem Menschen in das geistige Reich nachfolgen, wenn er diese Erde verläßt...

Es erleuchtet die Liebesflamme das Innere des Menschen, und er wird nun sehend und wissend werden, er wird erkennen lernen, was ihm zuvor unbekannt war, er wird ein richtiges Bild gewinnen vom Schöpfer und Seiner Schöpfung, von seinem eigenen Verhältnis zu diesem Schöpfer und von der Aufgabe, die dem Menschen gestellt wurde für sein Erdendasein. Aber es wird ein solches Wissen kein totes Wissen sein, ein Wissen, das ihm nur von außen zugeführt wurde, aber kein Licht in ihm verbreitet. Es wird ein solches Wissen wahrhaft lebendig sein und ihm hellstes Licht schenken, das er nun ewig nicht mehr verlieren kann, weil es ihm vom Geist in sich vermittelt wurde. Denn der Geist ist Anteil des Vatergeistes von Ewigkeit, und darum auch ist er in allen Geheimnissen der Schöpfung vertraut, er weiß um den ewigen Heilsplan, er weiß um das Walten und Wirken Gottes in Seinem Reich...

Er weiß um alles und kann sonach auch von allem dem Menschen Kenntnis geben, der ihn zur Entäußerung veranlaßt, der durch ein Liebeleben sich selbst mit dem Geist in sich so in Verbindung setzt, daß er nun ständig geführt und gelehrt werden kann und nur immer höret, was ihm der Geist aus Gott kündet. Aber niemals kann dieser Vorgang stattfinden bei einem Menschen, der nur sich selbst und die Welt liebt...

In ihm ist der Geistesfunke noch verschüttet, und es kann passieren, daß er bis zum Lebensende keine Möglichkeit hat, sich zu äußern. Dann ist das Erdenleben vergeblich gelebt worden von der Seele, die keinerlei geistigen Fortschritt wird verzeichnen können, da ihr die Liebe fehlt. Denn das geringste Liebewirken schon würde den Geist zum Leben erwecken, aber wo die Ichliebe vorherrscht, dort schlummert der Geist, und er kann in keiner Weise auf die Seele einwirken, daß sie die Gedanken annehme, die ihr zugehen. Ein Mensch, der nur sich selbst und die Welt liebt, wehret jedem geistigen Gedanken, die sich zwar immer wieder herandrängen werden, aber niemals den Menschen zur Annahme zwingen. Die Liebe allein bringt die Willens- und Wesenswandlung zustande, und die Liebe gibt dem Geist erst die Möglichkeit, sich zu äußern. Und ohne das Wirken des Geistes wird kein Mensch zur Erkenntnis kommen, ohne Wirken des Geistes wird kein Mensch den Weg zurücklegen zum Vater, weil der Vater allein ihn ziehet nach oben durch Seinen Geist, mit Dem er ewiglich und untrennbar verbunden ist, wenn nur der Mensch im freien Willen diese Bindung sucht...

Amen


B.D. NR. 7287 - 19.2.1959

Weinbergsarbeit nach dem Geschehen...

Vorbereitung dazu...

Sehr viel Arbeit wird euch erwarten, die ihr tätig seid in Meinem Weinberg, denn es liegt die Zeit noch vor euch, wo ihr alle eure Kräfte einsetzen müsset, um dem großen Ansturm gerecht zu werden, von dem ihr heimgesucht werdet. Denn viele werden Aufklärung verlangen von euch, viele werden wissen wollen, wo Gott zu suchen ist, wenn das große Geschehen über euch hereingebrochen ist, das sich nur wenige werden recht erklären können. Und diese wenigen, die von Mir Selbst zuvor Aufklärung erhielten, werden nun reden müssen und ihr Wissen weitergeben und alles den Mitmenschen so erklären müssen, daß sie verstanden werden und daß auch aus allem Geschehen ein weiser und liebevoller Machthaber zu erkennen ist, an Den sie glauben und zu Dem sie rufen sollen um Hilfe. Es wird große Not sein und darum auch manches Herz aufgeschlossen für Predigten dieser Art... es werden einzelne Menschen hungern nach dem Wort Gottes, durch das allein sie Aufklärung erhalten und das sie auch anerkennen als rechtes Wissen, das der Wahrheit entspricht. Aber es wird diese Arbeit im Weinberg des Herrn viel guten Willen, viel Geduld und Ausdauer erfordern, denn es werden sich ebenso viele Menschen finden, die euch entgegenreden und euch so viele Einwände machen werden, daß es für euch wird schwer sein, ihnen Rede und Antwort zu stehen...

Doch nur ein Gedanke an Mich, eine Bitte um Meinen Beistand genügt schon, daß Ich nun Selbst durch euch reden werde und ihr euch nicht zu sorgen brauchet, wie ihr eurer Aufgabe gerecht werdet...

Ich werde euch die Worte in den Mund legen, auf daß alle so ihre Antwort bekommen, wie sie erfolgreich ist für den einzelnen... für die Gläubigen sowohl als auch für jene, die euch dagegenreden. Auch sie werden euch nichts zu erwidern vermögen, sie werden sich geschlagen fühlen und selbst darüber nachdenken, wenn sie nicht schon so tief in der Gewalt Meines Gegners stecken, daß dieser Oberhand behält und die Menschen euch unwillig verlassen oder gegen euch hetzen werden...

Dann lasset sie ziehen, aber nehmet euch derer an, die euch suchen, die Ich auch durch euch Selbst ansprechen will, denen Ich Mein Wort bringen will, auf daß in ihnen Licht werde nach der tiefen Dunkelheit zuvor. Noch ist eine Zeit der Ruhe für euch, wo ihr, Meine Diener auf Erden, noch eure Weinbergsarbeit ruhig und gelassen ausführen könnet; aber sie wird einer Zeit weichen, wo es gilt, jede Gelegenheit wahrzunehmen, um das große, gedankliche, geistige Elend zu bannen, das schon allein darin liegt, daß kaum ein Mensch noch recht zu glauben vermag an einen Gott der Liebe, Weisheit und Allmacht und daß ebendieser Unglaube für die Menschen weit größeres Elend bedeutet, weil sie nicht wissen, wohin sie sich wenden sollen in ihrer Not. Und denen wieder zum Glauben zu verhelfen ist ein großes Werk der Liebe und Barmherzigkeit, das ihr ausführen sollet, die ihr Mein Wort empfanget direkt aus Meiner Hand. Denn ihr seid dazu befähigt, euren Mitmenschen die rechte Aufklärung zu geben, ihr könnt ihnen ein Licht entzünden, und ihr könnt ihnen Trost geben und Hoffnung, daß sie von Mir Selbst geführt werden, wenn sie nur Mich Selbst anrufen um Hilfe...

Und es wird euer Wort nicht auf steinigen Boden fallen, denn durch Meinen Eingriff ist der Boden... die Menschenherzen... schon vorbereitet zur Aufnahme eines Saatgutes, das ihr nun reichlich werdet ausstreuen können, wo es auch sei. Dann werdet ihr auch offen hervortreten können und euch als Meine Boten ausgeben, denn niemand wird euch hindern, weil die Not so groß ist, daß jeder Hoffnungshalm ergriffen wird und die Menschen willig zuhören, wenn ihr predigt von Meiner Liebe, Weisheit und Macht. Aber es wird nicht lange dauern, daß man euch wird eure Mission verbieten, denn bald schon sind Meines Gegners Vasallen am Gegenwirken, und sie werden mit großer Schärfe vorgehen gegen euch, weshalb ihr dann euch mit großer Klugheit zurückziehen sollet, um nicht alles zu gefährden und einzureißen, was euch bisher aufzubauen gelang. Doch Ich werde mit Meinem Segen bei allen sein, die euch anhören und nicht feindlich gegenüberstehen. Aber für diese Zeit bereitet euch vor, und sammelt euch Kraft, die ihr selbst nur aus Meinem Wort schöpfen könnet, denn ihr werdet sie benötigen für alles, was kommt, was vorgesehen ist in Liebe und Weisheit und darum auch euch allen nur dienen soll und kann zur Vollendung, zur Erreichung des Reifegrades schon auf Erden, wenn ihr in allem nur Mich Selbst und Mein Walten und Wirken erkennt, das immer nur Meine Liebe zu euch zur Begründung hat...

Amen


B.D. NR. 7288 - 20.2.1959

Wissen um Kreuzesopfer in der Tiefe...

Für alle Seelen habe Ich Mein Blut vergossen am Kreuz von Golgatha...

Wenn dies den Seelen in der Finsternis zur Kenntnis kommt, dann ist es auch für jene Seelen ein Hoffnungsstrahl, ein Halm, an dem sie sich anklammern, wenn sie den Willen haben, von ihrer Qual erlöst zu werden und herauszukommen aus ihrer ihnen unerträglichwerdenden Not. Denn auch in die tiefste Finsternis wird zuweilen Licht hineingetragen, wenn Lichtboten in die Tiefe steigen und den Seelen davon Kunde bringen, daß der Heiland und Erlöser Jesus Christus auch für sie gestorben ist am Kreuz...

Diese Lichtboten kommen zwar verhüllt, sie erscheinen den Seelen der Finsternis als gleichartige Seelen, die sich besonnen haben und für sich einen Ausweg erwägen, die dann sich Dessen erinnern, von Dem sie in der Erdenwelt hörten, an Den sie aber niemals geglaubt haben...

Und nun werden eifrige Debatten geführt, zumeist zwar gegen Mich, Der Ich das Erlösungswerk vollbrachte in dem Menschen Jesus, denn sie alle stehen noch unter der Gewalt Meines Gegners, der nicht zulassen will, daß er eine von jenen Seelen verliert. Die Lichtboten aber sind für ihn unantastbar, und deren Argumente überzeugen doch immer wieder einzelne, die einen Ausweg suchen und sich jenen Boten anvertrauen, die sie zu führen vorschlagen, und dann werden sie immer dorthin geführt werden, wo helles Licht strahlt, wo ihre Kenntnis vermehrt wird, und sie beginnen nun Hoffnung zu schöpfen, weil sie sich in dem Lichtkreis wohl fühlen, aber auch wissen, daß sie selbst sich durch ihre Einstellung erst das Recht erwerben müssen, in dem Bereich verweilen zu dürfen. Solange sie innerlich abwehren, können sie noch nicht der Finsternis enthoben gelten, sie wird immer wieder über ihnen zusammenschlagen und sie erneut in große Qualen versetzen. Doch sie vergessen nicht die Reden jener Boten, wenn sie einmal daran teilgenommen haben und darauf eingegangen sind, sie rufen sie doch durch ihre Gedanken immer wieder zu sich, und stets größer wird das Verlangen danach, wieder in den Lichtkreis eintreten zu können und mehr zu vernehmen von Jesus Christus, Der auch sie erlöst haben soll und sie also auch aus ihrer Qual befreien kann. Das ist das Wichtigste für die Seelen in der Finsternis, daß ihnen das Wissen um Jesus Christus und Seinen Kreuzestod zugeführt wird, wenn es ihnen bisher unbekannt war. Aber zumeist wird nur ein kleiner Hinweis auf Ihn ihre Erinnerung wecken, vorausgesetzt, daß in ihnen das Verlangen schon erwacht ist, erlöst zu werden aus der Finsternis. Haben sie dieses Verlangen nicht, dann ist auch jegliche Kenntnis von Meinem Kreuzesopfer ihnen fern, dann richten auch die Liebelichtboten nichts aus, dann stehen sie noch völlig unter der Gewalt Meines Gegners, und dann ist viel Fürbitte nötig, um diese verstockten Seelen andersdenkend zu machen, denn ohne Jesus Christus gibt es für sie keine Rettung aus der Finsternis. In der letzten Zeit vor dem Ende ist gerade die Arbeit um jene Seelen in der Finsternis unentwegte Tätigkeit der Lichtwesen, die ihnen verhelfen möchten, noch vor dem Ende die tiefsten Tiefen verlassen zu können, damit sie nicht dem Zustand der Neubannung anheimfallen, der an Qualen noch ihren jetzigen Aufenthalt übertrifft. Und euer Gebet für diese Seelen trägt sehr viel bei, daß ihre Härte nachläßt und sie sich erschließen, wenn ihnen hilfsbereite Wesen einen Vorschlag machen, um ihnen zur Freiheit zu verhelfen. Das Kreuz Christi läßt überallhin sein Licht erstrahlen, auf daß es den Seelen immer mehr ins Gedächtnis komme, was es damit für eine Bewandtnis hat...

Aber der freie Wille des Wesens erst macht es möglich, daß sich die Gnaden des Erlösungswerkes über die Seelen ergießen, denn der freie Wille muß bereit sein, Mich Selbst in Jesus Christus anzurufen um Rettung aus der Tiefe. Und das wird die Seele erst dann tun, wenn sie Belehrungen empfangen hat, die in ihr den Glauben an Mein Kreuzesopfer erweckt und gestärkt haben, so daß sie nun innig darum bittet, von Jesus Christus erlöst zu werden aus ihrer Pein, die so lange die Seele quält, bis dieser Entschluß in ihr reif geworden ist, sich selbst an Mich in Jesus Christus zu wenden...

Dann aber wird sie aus der Finsternis emporgehoben werden zum Licht, d.h., sie wird die finsteren Stätten nicht mehr zu betreten brauchen, sie wird in den Kreis der Lichtsucher aufgenommen und mit Licht erfüllt werden und in tiefster Dankbarkeit selbst Hand anlegen, zu helfen und zu retten ihre Brüder, mit denen sie die Finsternis teilen mußte...

Und einer solchen Seele wird auch viel Erlöserarbeit gelingen, denn sie ist in ihrem Liebedrang nun eifrig bemüht, auch jenen Seelen das Evangelium zu bringen, auch sie zu überzeugen von dem Liebe- und Erbarmungswerk Dessen, Der Sein Blut am Kreuz vergossen hat, um alle Seelen zu erretten vom geistigen Tode...

Amen


B.D. NR. 7289 - 21.2.1959

Freiwillige Rückkehr verbürgt Seligkeit...

Aus Mir ist alles Heil, alles Licht und alle Seligkeit. Wer Mich hat, Der hat alles, und sein Dasein ist nur noch ein Lob- und Dankgesang für seinen Herrn, Der ihm zum Vater geworden ist aus lauter Liebe. Und darum befindet sich alles Wesenhafte noch außerhalb der Seligkeit, solange es noch nicht zu Mir zurückgefunden hat, solange es noch nicht zurückgekehrt ist zu seinem Ausgang. Denn es ist das Wesen geschaffen worden in aller Glückseligkeit, und es hätte auch ewig in diesem Seligkeitszustand verbleiben können, wenn es sich nicht selbst freiwillig abgewendet hätte von Mir. Doch Ich ließ ihm seine Freiheit und hinderte es nicht, seinen Weg selbst zu nehmen, der weitab führte von Mir. Und darum ist jede Seligkeit von ihm gewichen, es ist zu einem Wesen geworden, daß sich quälen muß schon Ewigkeiten hindurch und diesen Qualen auch so lange nicht enthoben ist, wie es nicht den Weg zurückgenommen hat zu Mir. Doch bei Mir wird sein Qualzustand gewandelt, bei Mir findet es die vollste Seligkeit wieder, bei Mir ist nur Liebe, Licht und Kraft und Freiheit...

Ein unendlich glückseliges Los wartet eurer, und ihr Menschen auf Erden glaubt es nicht, ansonsten ihr nichts anderes mehr tun würdet, als euch dieses herrliche Los zu erwerben, zwecks dessen ihr über die Erde geht. Darum aber kann euch auch immer wieder ein solches Los in Aussicht gestellt werden, ohne daß ihr zwangsweise nun genötigt seid, den Weg der Rückkehr anzutreten, denn weit eher wird eine solche Lehre auf Unglauben stoßen als auf tiefen Glauben mit dem Erfolg, zu einem zweckentsprechenden Leben anzuregen, denn die Menschen stehen allem Geistigen so fern, weil sie selbst noch so fernstehen von Mir und darum kaum berührt werden von Lehren, die das geistige Reich, die Ewigkeit und das Los jeder Seele betreffen. Es verhallen solche Lehren nur an ihren Ohren, sie hören es, aber es dringt nicht in die Herzen ein, und sie wandeln noch viel weniger ihre Lebensführung so, daß diese sie dem rechten Ziel nahebringt. Sie gestalten sich selbst, d.h. ihr Wesen, nicht um, daß es nur noch pur Liebe ist und also dies schon gleich wäre der Rückkehr zu Mir, Der Ich nur auf dem Wege der Liebe wiedergefunden werden kann. Und wenn Ich auch immer wieder euch die Herrlichkeiten Meines Reiches schildere, soweit das für euch zu fassen möglich ist, so lasset ihr Meine Worte doch nicht auf euch einwirken, weil euch der Erfolg nicht irdisch sichtbar oder greifbar ist und darum alle Wertschätze der Welt euch weit eher reizen, sie anzustreben als die Schätze, die euch einmal erwarten im geistigen Reich. Und doch kann Ich nicht mehr tun, als euch durch Mein Wort von Meinem Reich und seiner Seligkeit Kenntnis zu geben...

Ich kann euch nur durch Meinen Geist immer wieder belehren und euch ermahnen, zweckentsprechend zu leben auf Erden; Ich kann euch nur Mein Wort nahebringen, das reinste Wahrheit ist, und ihr müsset es nun selbst auswerten, indem ihr es in eure Herzen dringen lasset und danach handelt...

Und es werden sich euch die geistigen Schätze nun offenbaren, ihr werdet geistige Fähigkeiten in euch entdecken und mittels dieser nun auch den Rückweg zu Mir leichter und mühelos antreten und zurücklegen; ihr werdet nun schon zu fassen beginnen, was unter „geistigen Schätzen“ zu verstehen ist und daß sie weit wertvoller sind, als was euch je die Welt an Schätzen bieten kann. Denn letztere sind nur Scheingüter, ohne Bestand, ohne Wert für die Ewigkeit, aber sie vermögen eure Augen zu blenden, daß ihr nicht die Schätze sehet, die euch aus dem geistigen Reich geboten werden schon auf Erden...

Denn die Herrlichkeiten werden euch erst drüben erwarten, wenn ihr Mein Reich betreten habt in Licht und Freiheit...

Dann erst werdet ihr Mir Lob und Dank singen, dann erst werdet ihr aufnahmefähig sein für das Licht und die Kraft, die euch nun entgegenstrahlen und euch überselig machten. Aber ihr müsset als erstes selbst den Willen aufbringen, euch Mir wieder zu nahen, Den ihr einstens freiwillig verlassen habt... ihr müsset Meinen Worten Glauben schenken, daß Ich euch liebe und eure Rückkehr ersehne, und ihr müsset dann Mich Selbst zu vernehmen begehren...

Und wahrlich, ihr werdet zum Ziel gelangen, ihr werdet in das Reich eingehen, wo Ich Selbst bin, und ihr werdet in Meiner Nähe in Licht und Kraft und Freiheit unaussprechlich selig sein...

Amen


B.D. NR. 7290 - 22.2.1959

Überwindung der Kluft im Jenseits: Jesus Christus...

Eine große Kluft besteht noch in der geistigen Welt zwischen denen, die sich fern-hielten von Mir im Erdenleben, und denen, die schon zu Mir fanden und mit einem Lichtgewand eingehen konnten in das geistige Reich. Diese können wohl erstere schauen und ihren elenden Zustand ermessen, aber jene weilen in einem Reich, wo sie nichts sehen als sich selbst oder gleichgesinnte Geistwesen, mit denen sie in Hader und Streit sich selbst das Dasein vergiften und keinerlei Seligkeit empfinden können. Diese Seelen werden auch niemals ihnen liebe Vorangegangene wiedersehen können, wenn diese schon in einem höheren Reifegrad abgeschieden sind, sondern sie müssen auch erst einen bestimmten Grad erreichen, bevor ein seliges Wiedersehen stattfinden kann...

Es sind also zwei Welten, die solche Seelen bewohnen, wenngleich es ein geistiges Reich ist, das alle Seelen betreten nach dem Tode des Leibes...

Es sind zwei Welten, die ganz fern sind voneinander, was nicht räumlich zu verstehen ist, sondern nur in der Beschaffenheit jeder einzelnen Welt...

Es ist eine große Kluft, und doch muß diese Kluft einmal überbrückt werden. Es müssen aus dem Lichtreich immer wieder unerkannt die Wesen niedersteigen und ihre Rettungsarbeit an den Seelen versuchen, die darin besteht, daß sie doch dazu bewogen werden sollen, sich aus ihrer Umgebung zu lösen und im freien Willen den Lichtwesen zu folgen, die sie dann immer näher ihrem eigenen Bereich zu führen suchen... d.h., sie müssen den Seelen der Finsternis Kunde bringen von dem göttlichen Erlöser Jesus Christus und Seinem großen Erbarmungswerk, das auch für jene Seelen vollbracht worden ist, wenn sie selbst es wollen. Dann erst wird sich die Kluft verringern zwischen ihnen und Mir, zwischen dem Reiche der Finsternis und dem Reiche des Lichtes...

Dann erst betritt die Seele den Weg, der aus der Tiefe zur Höhe führt, und dann erst wirken die Gnaden des Erlösungswerkes an ihnen und bringen sie allmählich auch in einen Reifezustand, wo sie nun selbst wieder Erlösungsarbeit leisten können und wollen, weil sie ihre Dankesschuld abtragen möchten, die sie selbst antreibt zur Hilfsbereitschaft an den unglückseligen Wesen, die noch in der Tiefe weilen. Es muß die Kluft überwunden werden, und es gibt nur eine Brücke: Jesus Christus, der göttliche Erlöser...

Wer zu Ihm den Weg nimmt, der nimmt ihn nun auch zu Mir, wenngleich er Mich auf Erden nicht anerkennen wollte oder noch in wei-tester Ferne gestanden hat von Mir. Nur über Jesus Christus kehrt er zu Mir zurück, und darum ist Er Die Brücke, Die aus dem dunklen Bereich in das Reich des Lichtes führt...

Und daran sollten alle Menschen denken, die auf Erden wohl meinen, mit Mir in Verbindung zu stehen, und die doch noch nicht die rechte Einstellung zu Jesus Christus gefunden haben, die nur dem Namen nach sich Christen nennen und in Wahrheit keine innige Bindung mit Mir in Jesus Christus hergestellt haben, die also die Gnaden des Erlösungswerkes selbst noch nicht in Anspruch nahmen und darum auch nicht von einer Erlösung aus ihrer Urschuld sprechen können...

Diese werden gleichfalls vor einer tiefen Kluft stehen, wenn sie im jenseitigen Reich angelangt sind, denn sie müssen Ihn erst suchen und finden, den göttlichen Erlöser, auf daß Er auch sie frei mache von ihrer Schuld, denn ihr Bekennen auf Erden geschah nur mit dem Munde, während das Herz dabei unbeteiligt war. Ich aber sehe in das Herz, und ob der Mund noch so laut und oft Meinen Namen ausspricht, Ich lasse Mich nicht dadurch täuschen und kann die Seele nicht dorthin versetzen, wo sie in Wirklichkeit nicht hingehört...

Sie wird die große Kluft vor sich sehen, wenn sie hinüberkommt in das geistige Reich... oder auch: Sie wird nichts sehen, als was ihre irdisch-gerichteten Sinne ihr vorgaukeln, und es wird nur ihr Vorteil sein, wenn sie sich bald zu lösen vermag und sich den Vorstellungen der Helfer nicht widersetzt, so daß ihr recht bald der göttliche Erlöser als einziger Retter aus ihrer Lage vorgestellt werden kann...

Die Brücke muß geschlagen werden, die Seele muß über Jesus Christus den Weg nehmen zu Mir, und sie wird sicher durch Ihn eingeführt werden durch die Pforte zum Lichtreich, wenn sie nur erst die weite Kluft überbrückt hat, wenn ihr Wille sie hintreibt zu Jesus Christus und sie nun Erlösung begehrt und finden wird durch Ihn. Dann hat sie auch den Weg zum Vater genommen...

Ich werde sie aufnehmen in Mein Reich des Lichtes und der Seligkeit...

Amen


B.D. NR. 7291 - 23.2.1959

Nahrung für die Seele muß begehrt werden, um wirksam zu werden...

Je nach Verlangen werdet ihr empfangen...

Denn ob euch auch ohne Verlangen geistige Nahrung zugeführt wird, so wird sie euch nicht zur Nahrung dienen, solange ihr nicht Hunger und Durst danach empfindet. Ihr müsset also selbst „begehren“, gespeist und getränkt zu werden, dann wird euch auch die rechte Nahrung zugehen, und eure Seele wird dadurch gekräftigt werden und aufwärtsschreiten in ihrer Entwicklung. Der Körper nun gibt seine Bedürftigkeit kund, er meldet sich, wenn er Nahrung braucht für seine Erhaltung...

Die Seele aber kann sich oft nicht durchsetzen, weil sie sich nur leise äußert und ihrer Stimme dann nicht geachtet wird. Sie wird noch vom Körper zurückgedrängt, der erst für sich selbst in Anspruch nimmt, was jedoch die Seele gleichfalls benötigt. Aber die Seele kann sich nicht zufriedengeben mit rein irdischer Speise und irdischem Trank...

Sie braucht eine andere Nahrung, und diese muß ihr der Wille des Menschen zukommen lassen, indem er die Seele an den Tisch des Herrn führt, wo sie Nahrung empfangen kann unbeschränkt. Für den Körper zu sorgen, ist der Wille des Menschen immer bereit, für die Seele zu sorgen aber ist weit nötiger, denn diese überlebt den Körper, wenn dessen Stunde gekommen ist. Dann helfen dem Körper weder Speise noch Trank, noch alle Medizin...

Die Seele jedoch bleibt bestehen und befindet sich nun in einem Zustand entsprechend ihrer Versorgung während ihres Erdendaseins. Das solltet ihr Menschen immer bedenken und aus dieser Betrachtung heraus euren Willen anspornen, der Seele Bedürfnisse zu decken, ihr Speise und Trank und die rechte Medizin für ihren Zustand zuzuführen, und der Seele Los in der Ewigkeit wird ihr dadurch gesichert sein, sie wird nicht zu darben brauchen im jenseitigen Reich, sondern ihr volles Leben haben. Es muß also der Mensch bewußt der Seele Speise und Trank zuführen, er muß ihr das Wort Gottes vermitteln, das der Seele rechte Nahrung ist und ihr ein ewiges Leben sichert. Es muß der Mensch selbst wollen, daß er das Wort Gottes empfängt, auf daß die Seele gesättigt und gekräftigt werde auf ihrem Pilgerweg über die Erde. Dann wird auch die Seele aus der ihr gebotenen Nahrung die Kraft schöpfen, die ihr anders nicht zugehen kann als durch Gottes Wort. Und sowie nur der Mensch selbst begehret, die Stimme Gottes zu vernehmen, wird ihm auch sein Begehren erfüllt...

Gott Selbst spricht mit dem Menschen in mancherlei Weise...

Er schaltet Sich in die Gedanken des Menschen ein, Er kommt in Form eines Buches zu ihm, Er spricht durch den Mund eines Dieners, oder auch Er spricht Selbst mit Seinem Kind, sowie dieses direkt zum Vater geht und Seine Stimme vernehmen will...

Dem Verlangen der Seele wird immer entsprochen, keine Seele bleibt ohne Kräftigung, die ihren Hunger zu stillen sucht und zum Tische des Herrn tritt... was jedoch immer der Wille des Menschen veranlassen muß, was also bewußt geschehen muß, ansonsten auch die köstlichste Speise, das direkte Wort aus der Höhe... von Gott Selbst geboten... keine Wirkung hätte auf die Seele. Denn was nicht begehrt wird, wäre ohne Begehr eine Gnadengabe, die aber keinen Zwang ausübt und daher unwirksam bleibt. Darum kann oft den Menschen jene Gnadengabe zugehen, ohne von ihnen als solche erkannt zu werden. Dann bleiben die Worte, die Gottes Liebe zur Erde leitet, ganz ohne Eindruck, die eine verlangende Seele aufs tiefste berühren und beglücken wird. Wäre aber die Wirkung des göttlichen Wortes auf alle Menschen gleich... ungeachtet ihres Verlangens oder ihrer Gleichgültigkeit... dann würde es sich zwingend auswirken an der Seele, und eine jede Seele müßte aufwärtsschreiten, aber der Wille wäre unfrei geworden, während sich die Seele doch in Willensfreiheit entschließen muß zur Annahme oder Ablehnung...

Die Seele braucht eine kräftige Nahrung, will sie reifen und aufwärtsschreiten, und sie wird ihr auch jederzeit angeboten, aber erst das innere Begehren ist ausschlaggebend, welche Kraft die Seele der Nahrung entzieht... weshalb also der Mensch auch wissen muß um die Bedürfnisse seiner Seele und um die Verantwortung, wenn er ihr die ihr nötige Nahrung verwehrt, wenn er ihrer Bedürfnisse nicht achtet und die Seele schwach und elend ist, wenn der Tod an den Menschen herantritt und sie aus dessen Körper scheiden muß. Die Seele selbst ist in ihrem Verlangen gleichgültig gewesen, ansonsten sie den Menschen von innen hätte drängen können; und die Seele selbst muß nun auch die Folgen ihrer Gleichgültigkeit tragen, denn sie bleibt bestehen...

Sie ist das eigentliche Ich des Menschen, das nicht vergehen kann. Darum wird der Mensch immer wieder unterwiesen, aber auch nicht gezwungen, denn die Seele muß sich frei entscheiden im Erdenleben, und sie muß auch die Folgen eines Fehlentscheides nun tragen im jenseitigen Reich...

Amen


B.D. NR. 7292 - 24.2.1959

Blinder Glaube und totes Christentum...

Es ist schwer, die Menschen davon zu überzeugen, daß Ich Mir nicht genügen lassen kann an einer Form... und unter „Form“ verstehe Ich das Mitläufertum in menschlichen Gebräuchen und Sitten, die gänzlich wertlos sind, eben weil sie nur ein Mitlaufen sind, ein übernommenes Brauchtum, das nur Schein ist und Mir also nicht wohlgefällig sein kann. Denn Ich will Wahrheit, lebendiges Christentum, Ich will, daß die Menschen voll Eifer mitgehen und selbst dabei leben, denn für das Tote werde Ich nie und nimmer Verständnis haben oder Meine Zustimmung geben können. Tot aber ist alles, was sich die Menschen aneignen oder von Mitmenschen übernehmen, ohne selbst einmal ernstlich dazu Stellung genommen zu haben. Und wenn ein Mensch also erziehungsmäßig zu einer bestimmten Anschauung gebracht wurde, so hat er die Pflicht, sowie er denken kann, sich damit auseinanderzusetzen, und erst, was er nun im freien Willen annimmt oder ablehnt, das ist eigenes Gedankengut, für das er sich verantworten muß, wie er es verwertet hat. Aber er wird sich auch verantworten müssen für einen blinden Glauben...

Es wird ihm ein solcher Glaube niemals angerechnet werden können als Gottgefällig, denn Ich kann es nicht billigen, wenn gedanken- und bedenkenlos alles geglaubt wird und der Mensch selbst keinerlei Prüfungen dessen unternimmt, was zu glauben von ihm gefordert wird. Er wird sich auch niemals darauf berufen können, von „Lehrern“ so unterwiesen worden zu sein, denn er ist... als selbst denken-könnender-Mensch auch in der Lage, darüber nachzudenken, was man von ihm zu glauben fordert. Und er wird auch in seinem Denken recht gelenkt werden, wenn es ihm ernst ist, hinter die Wahrheit zu kommen. Dieser ernste Wille aber fehlt den meisten Menschen, und darum nehmen sie gedankenlos an und leben nun im Glauben, rechte Christen zu sein, wenn sie nur nicht die Glaubenslehren abweisen, die Jesus Christus betreffen. Aber es ist noch lange kein Glaube, den sie besitzen, denn ein Glaube, der vor Mir Wert hat, muß lebendig sein und kann nur durch eine ernste Einstellung gewonnen werden...

Wo aber ist diese zu finden?...

Den Menschen genügt oft die einmalige Unterweisung in der Jugend, die sie nun ins Leben hinübernehmen und sie nun glauben, das Wissen darum genüge, und sie tragen nun keine weitere Verantwortung einem Gott und Schöpfer gegenüber...

Wie weit befinden diese sich noch in der Irre, und wie leer werden sie dereinst vor Mir stehen, wenn Ich von ihnen Verantwortung fordere für ihr Erdenleben...

Doch sie sind nicht zu überzeugen von ihrem falschen Denken, ansonsten sie sich bemühen würden, tiefer einzudringen, und sie nun auch lebendigen Geistes sich befaßten mit dem bisher toten Wissen, das sie besitzen. Nur wenige sind es, die sich nicht genügen lassen und suchen, um die Wahrheit zu finden...

Und diese wenigen werden sie auch finden, weil sie innerlich Mich Selbst suchen, Der Ich die Ewige Wahrheit bin. Aber alle Menschen könnten suchen, denn alle Menschen können denken, und jeder ernste Gedanke würde sie auf den rechten Weg des Suchens führen, weil dann Ich Selbst schon bereit bin, Meine Hände auszustrecken und aus dem Dunkel ins Licht zu ziehen alle, die Licht begehren. Doch bevor ein Mensch nicht einsieht, daß er sich auf falschem Wege befindet, blickt er sich auch nicht suchend um nach dem richtigen Weg...

Und die Menschen glauben, recht zu gehen, weil es ihnen eingeredet wird von Führern, die selbst noch nicht den rechten Weg gefunden haben. Und so ist es jedem einzelnen selbst überlassen, aber indirekt wird auch jedem einzelnen immer wieder geholfen, er wird gedanklich ermahnt, sich seiner selbst zu besinnen und sich zu fragen, wie er wohl bestehen wird, wenn er sich Mir gegenüber wird verantworten müssen...

Und wenn er bei solchen inneren Fragen längere Zeit verharrt, werde Ich sie ihm auch beantworten, denn nur seinen Willen fordere Ich, daß er sich bewußt Mir zuwende...

Dann werde Ich nimmer von seiner Seite gehen, bis er auf dem rechten Weg wandelt, wo er Mich sucht und ganz sicher auch finden wird...

Amen


B.D. NR. 7293 - 26.2.1959

Lieblosigkeit = Finsternis...

Liebe = Erkenntnis...

Die klare Erkenntnis über die Bedeutung eures Erdenlebens wird euch einmal kommen, und dann werdet ihr erst wissen, was ihr hättet erreichen können, und in tiefer Reue zurückdenken an die vielen Gelegenheiten, die ihr ungenützt ließet für euer seelisches Ausreifen. Doch ihr könnet schon auf Erden zu dieser Erkenntnis kommen, würdet ihr euch nur ganz schlicht an Meine Gebote der Liebe halten. Es wird nicht viel mehr verlangt von euch, als daß ihr dieser Gebote achtet, und es wird euch dann auch von selbst die Erkenntnis kommen, warum und zu welchem Zweck ihr über die Erde geht. Und diese Liebegebote kennet ihr alle, also könntet ihr alle euch auch das Wissen erwerben um Sinn und Zweck eures Erdenganges, und ihr könntet alle wahrlich in einem Zustand das irdische Leben verlassen, der für euch selig genannt werden kann...

Daß ihr aber nun nicht so lebt, wie es in Meinen Liebegeboten verlangt wird, das ist auch Ursache, daß ihr verdunkelten Geistes dahingeht und ohne Verantwortung eurer Seele gegenüber lebet auf Erden. Denn die Liebe erhellt euren Geist, die Liebe allein schenkt euch das Wissen, das euch ohne Liebe jedoch mangelt. Und wenn ihr dereinst das geistige Reich betretet, wird der Grad der Liebe ausschlaggebend sein für den Aufenthaltsort... für die Sphäre, in der ihr nun weilet nach dem Tode eures Leibes...

Und diese kann sehr leicht so sein, daß ihr es einmal bitter bereuen werdet, euer Erdenleben nicht besser ausgenützt zu haben. Denn einmal werdet ihr alle zu der Erkenntnis der Wichtigkeit dieses Erdenlebens kommen und euren eigenen Seelenzustand betrachten und wissen, daß ihr selbst ihn hättet anders gestalten können, weil ihr zwecks dessen über die Erde gegangen seid...

Und doch kann immer nur euch Menschen darüber Aufschluß gegeben werden, den ihr nun glaubet und annehmet oder nicht. Denn ihr seid frei, ansonsten es wahrlich für Mich ein leichtes wäre, euch ein klares Wissen zu schenken über Sinn und Zweck des Erdenlebens, ihr aber dann keinen freien Willensentscheid mehr treffen könntet, weil ihr durch das sichere Wissen schon gezwungen wäret, recht zu tun und zu wandeln auf Erden. Und es ist darum nur eines von Wichtigkeit, euch Menschen immer wieder hinzuweisen auf Meine Gebote der Gottes- und der Nächstenliebe, was nicht oft genug getan werden kann, um dadurch das Verantwortungsgefühl des Menschen zu erwecken, denn so ihm immer wieder dieses Mein Liebegebot unterbreitet wird, wird er auch sein Denken und Handeln einer Selbstkritik unterwerfen, und er wird sich bemühen, zu leben nach Meinem Willen, sowie er nicht völlig Mir-widersetzlichen Willens ist, also gänzlich Meinem Gegner angehört. Wie er sich einstellt zu Meinen Geboten der Liebe, das zeigt auch seine Einstellung zu Mir Selbst...

Lehnt er erstere ab, dann lehnt er auch Mich ab und beweiset seine Verbundenheit mit Meinem Gegner...

Versucht er aber, in der Liebe zu leben, dann ist das ein Zeichen, daß er zu Mir will und von Meinem Gegner sich lösen möchte, und dann wird er stets mehr seine Bindung mit Mir unter Beweis stellen, weil er immer eifriger Liebewerke verrichten wird und ihm nun auch die Bedeutung seines Erdendaseins so klar verständlich ist, daß er sein Leben weit mehr geistig einstellt als irdisch, denn die Liebe in ihm ist das Licht, das seinen Geist erleuchtet und ihm hellste Erkenntnis schenkt. Und so ist auch die Finsternis erklärlich, in der die Menschen wandeln, die Meines Liebegebotes nicht achten...

Ihr Inneres kann nicht erleuchtet werden, sie werden niemals irgendwelche Zusammenhänge fassen können, sie werden ein nur egoistisches Leben führen und desto mehr verdunkelten Geistes sein, je größer ihre Ichliebe ist...

Sie mißachten Meine Liebegebote und sind ohne Verantwortlichkeits-Gefühl der Seele gegenüber, weshalb sie blind und arm eingehen in das jenseitige Reich, wenn die Stunde des Abscheidens von dieser Welt gekommen ist. Und sie werden in Finsternis noch lange Zeit verbleiben in diesem Reich, denn auch dort können sie nur zum Licht gelangen, wenn sie sich liebend betätigen, und dazu wird Kraft erfordert, die der Seele nur durch liebende Fürbitte geschenkt werden kann, weil die Seele selbst keinerlei Kraft besitzt, da auf Erden nur des Körpers, nicht aber der Seele gedacht wurde. Und darum ist es sehr schwer im jenseitigen Reich, dorthin zu kommen, wohin sie auf Erden leicht hätte kommen können, wenn sie nur Meiner Gebote der Liebe geachtet hätte. Denn die Liebe ist Kraft und hilft jeder Seele zur Höhe... und darum kann ohne Liebe niemand selig werden...

Amen


B.D. NR. 7294 - 27.2.1959

Kampf gegen die Ichliebe...

Ein geringes Maß von Eigenliebe nur sollet ihr besitzen, und es wird euch leichtfallen, Meine Gebote der Gottes- und Nächstenliebe zu erfüllen. Die Eigenliebe kann nicht klein genug sein, denn sie allein hindert den Menschen an der uneigennützigen Nächstenliebe, die doch das Wichtigste ist im Erdenleben, soll die Seele zur Vollendung gelangen. Die Eigenliebe aber haftet jedem Menschen an als Erbteil dessen, der bar jeder Liebe ist, der sich selbst über alles liebt, ansonsten er nicht zu Meinem Feind und Gegner geworden wäre, der alles nur für sich selbst in Anspruch nimmt und Mir jegliche Herrschaft nehmen will. Er allein will besitzen, und jede Art von Ichliebe ist Verlangen nach Besitz, also ein Eingehen in dessen Pläne und Sich-Entfernen von Mir, Der Ich die Liebe bin. Solange die Ichliebe noch im Menschen vorherrscht, so lange wird er für den Nächsten nichts übrig haben, und so lange wird sich auch sein Wesen nicht wandeln zur Liebe, die als erstes Bekämpfung der Ichliebe fordert. Und so kann euch Menschen immer nur vorgestellt werden, daß ihr noch unter dem Einfluß Meines Gegners steht, solange die Eigenliebe in euch vorherrschend ist, und das sollte euch anregen zum Kampf wider euch selbst...

Ihr sollt immer die Not eures Mitmenschen euren eigenen Wünschen entgegenhalten und versuchen, stets mehr des Mitmenschen zu gedenken und selbst Verzicht zu leisten um dessentwillen. Dann wird eure Seele einen gewaltigen Fortschritt zu verzeichnen haben, und ihr könnet überhaupt erst an dem Grad eurer Eigenliebe ermessen, in welchem Zustand sich eure Seele befindet, und ihr dürfet niemals glauben, daß ihr rechte Seelenarbeit leistet, solange ihr in euch noch nicht die Ichliebe niedergerungen habt, die der beste Gradmesser ist für eure Seelenreife. Ihr könnet aber dessen gewiß sein, daß Ich euch helfe zur Selbstüberwindung, wenn ihr nur den ernsten Willen habt, diesen Reifegrad zu erreichen, daß euch das Los des Nächsten mehr am Herzen liegt als das eigene Los. Dann wird euch auch Kraft zugehen, weil Ich jeden ernsten Willen segne und euch beistehe, auf daß ihr nicht schwach werdet in eurem Willen, zur Vollendung zu gelangen. Doch ohne diesen Kampf wider eure Ichliebe geht es nicht, ohne diesen Kampf werdet ihr niemals euch des Nächsten uneigennützig annehmen, ihr werdet niemals das Gefühl einer beglükken-wollenden Liebe empfinden, solange die begehrende Liebe euch noch erfüllt, die Anteil ist Meines Gegners. Und er hält euch so lange in seinen Fesseln, bis ihr selbst euch ihm entwunden habt durch den Sieg wider die Eigenliebe, der ein großes Plus ist für eure Seele, die immer nur reifen kann, wenn der Mensch voll Eifer an sich arbeitet, wenn er stets Meinen Willen zu erfüllen sucht, der immer nur in Meinen Geboten zum Ausdruck kommt: „Liebe Gott über alles und deinen Nächsten wie dich selbst...“

Amen


B.D. NR. 7295 - 28.2.1959

Vorläufer Jesu Christi...

Und wenn ihr hören werdet, daß einer kündet vom Herrn in ungewöhnlicher Weise, dann wisset ihr, daß die letzte Phase der Endzeit angebrochen ist, daß der Vorläufer Jesu Christi wieder seine Mission ausführt, Ihn anzukünden, Der da kommen wird am Tage des Gerichtes, um die Seinen zu holen und den Wandel auf Erden zu vollziehen, wie es angekündigt ist in Wort und Schrift. Er wird auftreten ganz unerwartet, und er wird von sich reden machen, weil die Gewalt seiner Stimme groß ist, weil er die Menschen ansprechen wird in so ernster und bedeutungsvoller Art, daß sich viele beeindruckt fühlen und sein Wort in sich aufnehmen werden... weil sie es erkennen, daß er „Gottes Wort“ verkündet, und weil auch die Zeichen ungewöhnlich sind, die er wirket, um seinen Mitmenschen zu helfen. Er wird ein wahrer Wundertäter der Armen und Unglücklichen sein, ein Helfer in der Not, die über alle Menschen hereinbricht in der Zeit, da er auftreten wird. Und er wird laut und vernehmlich reden, er wird nicht fürchten, die ihm sein Wirken untersagen, er wird desto mehr alle anprangern, die entgegen dem Willen Gottes reden und handeln, und er wird deshalb gehaßt und verfolgt werden von den Mächtigen dieser Erde, die er hart anschuldigt ob ihres Verhaltens an den Menschen. Aber die Kluft zwischen der irdischen und der geistigen Welt ist schon zu groß, so daß von jener Seite kein Verständnis zu erwarten ist für das, was der „Rufer in der Wüste“ ankündigen wird. Sie werden ihn verlachen und nur deshalb ihn so eifrig verfolgen, weil der Zulauf zu ihm immer größer wird, weil es doch Menschen gibt, die sich beeindrucken lassen zum Ärger der Machthaber, die gegen allen Glauben sind und dagegen vorgehen. Und das ist die Zeit, die kurz vor euch liegt, und nicht lange mehr, und ihr werdet von ihm hören. Dann aber wisset ihr auch, daß ihr selbst standhalten müsset, denn mit seinem Auftreten könnet ihr auch rechnen mit dem baldigen Glaubenskampf, und dann wird es entscheidend sein, nach welcher Richtung ihr euch wendet, denn dann ist es nur zu klar, daß ihr entweder für Gott oder für die Welt euch entscheiden müsset...

Und er wird euch eine starke Stütze sein, daß ihr den Weg zu Gott nehmet, denn überzeugend und gewaltig ist seine Rede. Gott Selbst spricht durch ihn so offensichtlich, daß es keinem Menschen schwerfallen sollte, sich ihm anzuschließen, weil er auch so sichtliche Zeugnisse seiner Berufung geben wird, daß daran die Menschen erkennen können, wer er ist...

Er selbst weiß es auch, was seine Aufgabe ist und daß dies sein letzter Auftrag ist, vor dem Herrn einherzugehen und Ihn zu künden mit lauter Stimme...

Er selbst ist sich auch seines Herkommens bewußt und auch seines wieder schrecklichen Endes, aber nichts schreckt ihn, und nichts hält ihn zurück, seine Mission auszuführen, und sie wird sehr gesegnet sein...

Und wer sich ihm anschließet, der tut wahrlich gut daran, denn viel Kraft wird er schöpfen können und viel Licht sich anzünden (holen?) an dem großen Licht, das überallhin leuchten wird, wo er erscheint. Schon weilt er unter den Lebenden, aber noch ist er sich nicht seiner Aufgabe bewußt, die ihm jedoch plötzlich klar wird und sein irdisches Leben zu grundsätzlicher Änderung veranlaßt, denn er dienet zwar dem Herrn, und er erkennt auch den geistigen Tiefstand, in dem die Menschheit schmachtet...

Aber an ihn ist der Ruf noch nicht ergangen, was jedoch plötzlich geschehen wird...

Und dann tritt er heraus aus seiner bisherigen Ruhe und ist sich voll und ganz seiner Aufgabe bewußt, denn der Geist Gottes treibt ihn und schenkt ihm vollste Klarheit über seine Mission. Und er dienet freudig seinem Herrn mit einer Hingabe, die ihn immer tauglicher macht für den letzten Dienst, den er dem Herrn leisten will vor dem Ende, vor Seiner Wiederkehr...

Ihr Menschen aber, achtet nur derer, die Gottes Wort künden, und ihr werdet ihn erkennen, der ungewöhnlich hervortritt, weil er eine ungewöhnliche Mission erfüllen will: das Kommen des Herrn anzukünden und die Menschen durch gewaltige Predigten hinzuweisen auf ihre Erdenaufgabe, bußfertig zu sein und allen Ernstes zu arbeiten für ihr Seelenheil, denn er wird ihnen das Ende ankünden, das auch nicht lange nach seinem Erscheinen kommen wird, denn die Zeit ist erfüllet, die Gott den Menschen gab zu ihrer Vollendung...

Amen


B.D. NR. 7296 - 1.3.1959

Gewaltige Wirkung für den „Täter des Wortes“...

Zwang...

Nichts darf zwingend auf euch einwirken, sondern in aller Willensfreiheit müsset ihr euch entscheiden für Mich oder wider Mich. Und darum sind auch Meine Gnadengaben... so ungewöhnlich sie euch auch zugeleitet werden... nicht zwingend in ihrer Wirkung, sondern letztere wird überhaupt erst einsetzen, wenn ihr völlig freien Willens sie annehmet und danach lebet. Mein Wort kann euch zwar angeboten werden, aber es ist erst die Tat... das Ausleben Meines Wortes... das eine sichtliche Wirkung erkennen läßt. Und niemand wird das Wort ausleben, der nicht im freien Willen bereit ist, Mir zuzustreben. Doch für den, der diese Entscheidung getroffen hat, der also lebt nach Meinem Willen und ein rechter Täter Meines Wortes ist und nicht nur Hörer, wird die Segenswirkung eine so gewaltige sein, daß er dann keinen Augenblick mehr zweifeln kann, von Mir Selbst angesprochen worden zu sein. Aber es ist dann diese direkte Ansprache nicht mehr als Zwang zu betrachten. Könnte Ich aus der Höhe sprechen zu allen Menschen, dann wäre wahrlich auch ein Erfolg zu verzeichnen, aber dieser Erfolg wäre nicht von Wert für die Seele, eben weil sie dann nur im Zwang sich entscheiden würde für Mich, Der Sich offensichtlich und nicht anzuzweifeln aus der Höhe geäußert hat...

Ich kann und darf Mich nicht beweisen der Menschheit gegenüber, wenngleich es wohl in Meiner Macht läge, ganz deutliche Beweise Meiner Selbst den Menschen zu liefern...

Aber das Erdenleben muß ausgelebt werden ohne jeglichen Zwang, ohne jegliche Willensbestimmung, ist doch die Vollendung der Seele Ziel und Zweck des Erdenganges, und diese ist und bleibt frei in ihrem Wollen und Handeln, soll sie jemals zur Vollendung gelangen. Aber den Beweis Meiner Existenz, Meines Waltens und Wirkens, kann sich jeder Mensch selbst schaffen, indem er Mein Wort auslebt, weil ihm dann die Wirkung Meines Wortes von selbst offenbar wird. Und das bestimmt jeder Mensch selbst, ob er einmal Mich Selbst zu sich sprechen läßt, ob er also Mein Wort, so es ihm angeboten wird, annimmt und einer Betrachtung unterzieht... und ob er zum anderenmal nun den Versuch macht, danach zu leben, also Täter und nicht nur Hörer Meines Wortes zu sein...

Das muß der Wille des Menschen selbst nun tun, aber es wird niemals sein Schaden sein, wenn er sich dazu durchringt. Ebenso aber kann der Mensch gleichgültig hinhören, wenn ihm Mein Wort verkündet wird, und das Wort verhallen lassen an seinem Ohr, es also kaum anhören, jedoch niemals nach dem Wort zu leben sich bemühen...

Und dann bleibt es auch ohne jegliche Wirkung, dann ist es nicht mehr als ein dahingesprochenes Menschenwort, von dem niemand eine Wirkung erwarten kann, um den menschlichen Willen nicht zwangsweise zu gewinnen, was gänzlich wertlos für die Seele wäre. Es werden euch aber viele Hilfsmittel angeboten neben oder abgesondert von Meinem Wort... wozu auch Leiden und Nöte zu rechnen sind, die euch zum Nachdenken veranlassen sollen, auf daß ihr dann aufgeschlossenen Herzens seid, wenn euch Mein Wort verkündet wird. Ihr werdet auch gedanklich zur Stellungnahme angeregt durch Geschehnisse aller Art, wo auch wieder das Herz aufgeschlossen sein kann für die Entgegennahme Meines Wortes. Ihr kommt selbst in bedrängte Lagen, wo ihr dankbar seid, wenn euch ein Hoffnungsstrahl leuchtet, den wieder „Mein Wort“ für euch bedeuten kann...

Immer werdet ihr veranlaßt nachzudenken, und dann kann schon die Möglichkeit gegeben sein, daß ihr aufmerksamer zuhört und euch innerlich auseinanderzusetzen sucht mit dem euch gebotenen Geistesgut...

Aber alles Nachdenken muß freiwillig sein, ihr könnt niemals so ungewöhnlich angesprochen werden, daß ihr an ein Wirken Meinerseits glauben müsset, denn das wäre ein Nachteil für euch und könnte keinen Segen zeitigen für eure Seele. Doch guttun würdet ihr Menschen alle, wenn ihr achten würdet alles Geschehens um euch, das euch erst dann erklärlich ist, wenn ihr es in Zusammenhang bringt mit Meinem Wort, mit dem Wissen, das euch so lange unverständlich ist, wie ihr ohne jeglichen Kontakt seid mit Mir...

Aber ihr könnt durch Mein Wort Aufklärung erlangen und dann auch dazu angeregt werden, nach Meinem Wort zu leben, was aber immer erst ein williges Anhören der „frohen Botschaft“ erfordert, die euch zugetragen wird, weil Ich euch liebe und gewinnen will, bevor das letzte Ende kommt und ihr völlig kraftlos dessen Opfer werdet, weil ihr euch fernhieltet von Mir...

Ich kann euch nicht zwingen, euch Mir zu nähern, aber Ich kann euch immer wieder mahnen und warnen und alles tun, um euch anzuregen, zu hören, wenn sich euch Meine Boten nahen und von Mir künden. Und öffnet ihr euch, dann wird es nur zum Segen sein für euch, und ihr werdet gerettet sein vor dem Untergang...

Amen


B.D. NR. 7297 - 2.3.1959

Umwandlung der Erde...

Die Erde wird bestehenbleiben, denn Ich habe ihre totale Vernichtung nicht vorgesehen...

Doch alles, was auf ihr lebt, sowie auch alle Naturschöpfungen werden vergehen, auf daß eine völlige Reinigung der Erde stattfinden kann, die in ihrem derzeitigen Zustand nicht mehr der Aufwärtsentwicklung des Geistigen dienet. Alles Geschöpfliche in, auf und über der Erde verliert sein Leben, es wird frei von der es umhüllenden Außenform und kann nun den Gang der Entwicklung weiter zurücklegen, der zur Zeit gefährdet ist für alles Wesenhafte. Denn Mein Gegner wütet in jeder Weise, und er sucht jene Entwicklung immer wieder zu hindern oder zu unterbrechen. Die Erde aber soll noch endlose Zeiten hindurch ihre Aufgabe erfüllen, denn auf ihr sollen die noch unreifen Wesen zur Gotteskindschaft heranreifen...

Und darum wird die Erde neu erstehen, nachdem eine durchgreifende Reinigung stattgefunden hat, nachdem alles Geistige recht gerichtet, d.h. der ihm zukommenden Außenform einverleibt worden ist, von der festen Materie an bis zum Menschen, dem auch wieder leichtere Ausreifungsmöglichkeiten geboten werden müssen, um das Ziel erreichen zu können, wahre Kinder Gottes zu werden. Die Endzerstörung ist also gleich dem Ende der alten Erde, wenn auch das Gestirn als solches bestehenbleibt, nur eine totale Wandlung seiner Außenhülle erfährt. Und darum kann und muß auch mit Recht auf das „Ende“ hingewiesen werden, das nicht nur das Ende jeglicher Zivilisation bedeutet, sondern ein Ende alles Seins für jegliches Schöpfungswerk auf dieser Erde. Und es beginnt wieder eine neue Epoche, denn die gesamte Erdoberfläche wird von Mir wieder belebt mit Schöpfungen wunderbarster Art, an denen sich das menschliche Auge wieder ergötzen kann, denn Ich werde allen Neuschöpfungen wieder die wunderbarsten Formen geben, und die verschiedensten Lebewesen werde Ich den Menschen beigesellen, die diese neue Erde wieder bewohnen und die Ich Selbst ihr zuführen werde in Liebe, Weisheit und Macht. Denn Ich bilde Mir den Stamm eines neuen Menschengeschlechtes aus denen, die Ich zuvor entrücken konnte von der alten Erde, die Mir treu blieben bis zum Ende und die Ich deshalb erwähle für die neue Generation, aus der wieder Menschen hervorgehen sollen, die in Meinem Willen leben und unter denen Ich Selbst weilen kann kraft ihres Glaubens und ihrer Liebe...

Und es wird ein paradiesischer Zustand sein, denn alle Neuschöpfungen werden die Menschen beglücken in nie gekanntem Ausmaß. Es werden die Menschen in Wahrheit ein Paradies bewohnen, eine Erde, die nicht mehr der alten Erde entspricht, weil sie nur von reifen Menschen bewohnt wird, die auch ein Maß von Seligkeit empfangen können, das nicht auf Erden zuvor gekannt wurde, weil die Menschheit schon dem Satan angehörte, weshalb eine Säuberung der Erde vor sich gehen mußte. Und diese Zeit liegt vor euch, und ein jeder von euch könnte sich und sein Wesen noch so umgestalten, daß ihm das große Glück der Entrückung zuteil werden könnte...

Aber den festen Glauben daran kann selten ein Mensch aufbringen, und auch nur wenige Menschen sind so liebeerfüllt, daß sie zu der kleinen Herde gehören, die Ich abrufen werde, plötzlich und unerwartet...

Aber zuvor wird noch eine Notzeit über die Erde hereinbrechen, die euch dann ein ganz sicheres Zeichen sein sollte, daß der Tag nicht mehr ferne ist. Wenn ihr das Wirken Meines Gegners ganz offensichtlich verfolgen könnet, wenn ihr selbst dem bösen Handeln seiner Vasallen werdet ausgesetzt sein, wenn die Not sich steigern wird und kein Ausweg daraus euch mehr möglich erscheint, dann ist auch jenes Ende nahe, dann werde Ich durch Meine Macht vernichten alles Erzböse und erretten die Meinen vor dem sicheren Untergang...

Und die von Mir Entrückten werden den Untergang der alten Erde erleben, wenngleich sie selbst nicht mehr davon betroffen werden können...

Aber sie sollen dereinst zeugen von dem Gericht eines gerechten Gottes, sie sollen den Zerstörungsakt schauen können und dennoch loben und preisen Den, Der sie errettet hat vor diesem Gericht. Und wieder werde Ich einen Erschaffungsakt vollziehen, denn Mein Wille allein wird wieder eine neue Erde erstehen lassen, einen Wohnort für Meine kleine Herde, für Meine Auserwählten, die nun in Friede und Freiheit, in Glück und Seligkeit, in Licht und Kraft das neue Leben führen können im Paradies... wo es kein Leid und keine Schmerzen gibt, weil der Urheber alles Bösen gefesselt ist und lange Zeit die Menschen nicht mehr bedrängen kann...

Denn es hat sich eine Erdperiode erfüllt, und es beginnt wieder eine neue, die zahlloses noch gebundenes Geistiges zur Höhe führen soll, um einmal das endgültige Ziel, die Vereinigung mit Mir als Mein Kind, zu ermöglichen. Und davor steht ihr Menschen, denn die Zeit ist erfüllt, die euch zur endgültigen Freiwerdung aus der Form einmal gesetzt wurde...

Amen


B.D. NR. 7298 - 4.3.1959

Ernste Mahnung und Hinweis auf das Ende...

Der Weltenwende geht noch viel Elend voraus, denn die Menschen müssen zuvor noch hart angefaßt werden, weil sie im Taumel des Weltgenusses dahergehen und keinerlei Anstalten machen, sich auf das nahe Ende vorzubereiten, auf ihr eigenes Ende sowohl als auch auf das Ende der Erde, das ungeheuer bedeutungsvoll ist für jeden einzelnen Menschen. Es ist keine lange Zeit mehr, aber die Menschen glauben es nicht und wirken und schaffen, als hätten sie noch ewig lange Zeiten vor sich, wo sie oder ihre Nachkommen die Früchte ihrer Arbeit ernten können...

Doch keiner wird in den Segen dessen gelangen, was er unter Anstrengung und Opferbereitschaft sich zu erbauen sucht. Alles wird den Gang des Irdischen nehmen, es wird der Vernichtung anheimfallen, in welcher Weise das auch geschehen mag. Schon die kommende Naturkatastrophe kann euch allen irdischen Besitzes berauben, soweit ihr Menschen im Bereich dieses Naturgeschehens eure Wohnstätte habt...

Aber auch, die es unbeschadet überleben werden, haben keine lange Lebensdauer mehr, und auch deren Besitz steht vor dem Untergang, denn das Ende folgt nicht lange danach, und von diesem Ende bleibt nichts verschont...

Und wenn ihr Menschen ernstlich darüber nachdenkt, dann müßte euch eure Mühe und Arbeit nicht im Verhältnis stehen zu der Nutznießung dessen, was ihr euch schaffet, weil ihr selbst es nicht wisset, wie lange ihr Nutznießer sein werdet, dagegen genau wisset, daß einmal euch der Tod des Leibes sicher ist. Daß dann erst das eigentliche Leben beginnt, wollt ihr zwar nicht glauben... ihr solltet aber doch auch damit rechnen und euch vorbereiten, und ihr werdet wahrlich gut daran tun und weit mehr euch erringen, als euch irdische Güter bedeuten können. Die Zeit, die vor euch liegt, kann keine Ruhe genannt werden, es wird jeder einzelne von euch betroffen werden von Schicksalsschlägen aller Art, auf daß ihr nicht in Ruhe versinket, die für euch gleich ist der Ruhe des Todes, denn ihr sollt wachsam sein und bleiben und immer wieder hingewiesen werden auf die Umwälzung, die ihr zu erwarten habt. Ihr sollt nicht euer Herz an die irdische Materie hängen, ihr sollt immer wieder gedenken des Todes, und darum werdet ihr auch um euch bei den Mitmenschen vieles erleben, wenn es euch nicht selbst betrifft... was euch nachdenklich machen sollte und auch wird, wenn ihr ernsten und guten Willens seid, den Gang über die Erde im Willen Gottes zurückzulegen und euren Erdenlebenszweck zu erfüllen. Dann werdet ihr immer wieder angesprochen werden von Ihm, denn Er will euch helfen, noch zum rechten Ziel zu gelangen, bevor das Ende kommt; Er will euch beistehen im Kampf wider die Welt und in der Arbeit, die ihr an eurer Seele leisten sollet während der kurzen Zeit, die euch noch bleibt bis zum Ende. Und es kann die kommende Zeit keine Zeit der Ruhe sein für die Menschen, sondern sie müssen immer wieder aufgerüttelt und in Unruhe und Sorgen gehalten werden, damit sie nicht erlahmen, sondern immer wieder des eigenen Todes gedenken, der schnell einen jeden ereilen kann. Es ist nichts Zufall, was geschieht; es liegt allem der Wille Gottes zugrunde, Der wiederum dem Willen des Menschen entsprechend eingreift, wo es nötig ist. Und Er wird noch oft eingreifen in schmerzhafter Weise, denn die Seele des Menschen soll nicht verlorengehen, sondern noch zum Leben erstehen, solange sie noch auf Erden weilt. Aber eines jeden Menschen Todesstunde kann schon am anderen Tage sein, der Mensch selbst weiß es nicht, aber er müßte damit rechnen und alles tun, um so vorbereitet zu sein, daß er gern und freudig das Erdenleben hingibt, um es einzutauschen gegen ein frohes und freies Sein im geistigen Reich. Es ist die Zeit ernst, und niemand soll sie leichtnehmen, es soll ein jeder an sich und seiner Seele arbeiten und die irdischen Sorgen zurückstellen, denn dem, der guten Willens ist, wird sich alles von selbst regeln, sowie er das geistige Ziel vor seine irdischen Bestrebungen stellt, aber niemals wird der einen Segen haben, der nur die Welt begehrt und ohne Unterlaß schaffet für diese Welt...

Er wird alles verlieren und auch sich selbst, denn seine Seele kehrt zurück in die Finsternis, aus der sie sich erheben sollte...

Amen


B.D. NR. 7299 - 5.3.1959

Die Liebe erweckt den Geist, der Geist macht frei...

Nichts vermag den Geist zu fesseln, dem ihr in euch durch die Liebe das Leben gebet...

Er wird sich durchsetzen gegen alle Begehren des Körpers, er wird die Seele zu bestimmen suchen, auf den Willen einzuwirken in rechter Weise, und er kann dies auch tun, weil die Liebe in euch ihm dazu das Recht einräumt und weil er als göttlicher Anteil stärker ist als alles Sterbliche in euch und die Seele sich ihm freiwillig unterstellt. Der Geist in euch ist Mein Anteil...

Wer oder was also sollte Mir Selbst wehren können, wenn ihr selbst dies nicht wollet? Und die Liebe in euch beweiset den Willen, sich Mir ganz zu unterstellen, denn die Liebe ist Gleiches, wie Ich Selbst bin, und die Liebe drängt hin zu Mir...

Und also werdet ihr frei sein, sowie ihr nur den Geist in euch erwecket zum Leben durch die Liebe, denn in Verbindung zu treten mit Mir bedeutet auch Freiheit, denn nur Mein Gegner legt euch Fesseln an, Ich Selbst aber suche diese Fesseln zu sprengen und werde darum auch niemals eine Knebelung eures Willens dulden, sowie dieser durch Liebewirken sich Mir zugewandt hat. Und wieder also ist es die Liebe, die solches bewerkstelligt...

Die Liebe allein ist die Bindung mit Mir, die euch frei macht, die Liebe allein ist der Weckruf des Geistes in euch, und die Seele wird nun immer nur seiner Stimme gehorchen und also den Willen bestimmen, sich ganz dem Begehr des Geistes zu fügen, d.h., in Meinen Willen einzugehen. In welcher Weise nun Mein Geist sich äußert, das unterliegt keinem Zweifel...

Er wird immer das Gesetz ewiger Ordnung hervorheben, und dieses Gesetz ist: Liebe...

Die Liebe also bestimmt den Geist zur Entäußerung, und die Entäußerung des Geistes ist wiederum Aufforderung zum Liebewirken, weshalb es dann ewig keinen Rückgang mehr geben kann, wenn einmal der Mensch durch die Liebe den Geist in sich zum Leben erweckte...

Dann muß der Fortentwicklungsgang der Seele vonstatten gehen, dann ist auch für diese das Ziel gesichert: Zusammenschluß mit Mir auf Erden schon, sowie der Mensch sich nur bereit erklärt hat, in Liebe zu wirken auf Erden...

Und was es bedeutet, dem Geist in sich das Leben gegeben zu haben, das wird euch erst dann klar, wenn euch der Geist einführt in die Wahrheit, wenn er euch Licht schenkt und ihr ein helles Wissen empfanget, das euch beseligen wird. Denn ein kenntnisloser Mensch geht verdunkelten Geistes dahin, er ist kein wahrhaft-lebender Mensch, sondern die Ketten des Todes halten ihn noch gefangen, und sie werden ihn auch nicht eher freigeben, bis er selbst sich entschließt, in das Gesetz ewiger Ordnung einzutreten... bis er einmal uneigennützige Nächstenliebe üben wird, wodurch in ihm nun ein kleines Licht entzündet wird... bis er dem Geist in sich das Leben gibt...

Dann erzwingt er sich selbst die Freiheit, denn Licht bedeutet Freiheit, und die Dunkelheit hat er selbst verjagt durch seinen Liebedienst. Ein erweckter Geist ist in sich selbst Freiheit, er löset alle Banden, und er entwindet den Menschen aus den Fesseln Meines Gegners, weil er dazu als Mein Anteil die Macht hat, die er auch wahrlich gebrauchen wird, gilt es doch, den Menschen Mir zuzuführen, was immer ein Entfesseln aus seiner Gewalt bedeutet. Der Mensch wird frei, der in der Liebe lebt, und dessen Geist ist zum Leben erweckt. Und er kann sich glücklich preisen, aus dem gebundenen Zustand in den Zustand der Freiheit versetzt zu sein. Und er wird das Glück auch zu schätzen wissen, er wird es nimmer missen wollen, vom Geist in sich belehrt zu werden und sich in seiner Gewalt geborgen zu fühlen, denn seine Macht beglückt ihn nur, erscheint ihm aber niemals als eine Fessel, die seine Freiheit bedroht. Erwecket darum alle den Geist in euch zum Leben, denn dann erst könnet ihr von einem „Leben“ reden, dann kann euch nimmermehr der Tod schrecken, denn dann habt ihr ihn überwunden, weil ihr dann leben werdet ewiglich...

Amen


B.D. NR. 7300 - 6.3.1959

Der kürzeste Weg ist der Weg übers Kreuz...

Ich will euch den kürzesten Weg aufzeigen, der zu Mir führt, zurück ins Vaterhaus. Es ist der Weg über das Kreuz, der Weg zu Jesus Christus, Der Mir als Mensch Jesus zur Hülle wurde, damit Ich für euch das Erlösungswerk vollbringen konnte, das Sühnewerk für eure einstmalige große Schuld der Abkehr von Mir. Dieses Werk der Erbarmung vollführte Meine Liebe zu euch, Meinen sündig-gewordenen Geschöpfen, die dadurch sich selbst in die größte Unseligkeit gestürzt hatten und daraus befreit werden sollten. Meine Liebe wollte für euch die Schuld übernehmen und für euch Sühne leisten, denn es war die Liebe das einzige, was diese große Schuld tilgen konnte, und ihr selbst hattet euch jeglicher Liebe begeben, ihr hattet jede Liebeanstrahlung Meinerseits zurückgewiesen, ihr waret völlig bar jeder Liebe, und da diese große Urschuld eben nur mit Liebe zu entsühnen war, mußte Meine Liebe für euch die Schuld tilgen, wollte Ich, daß ihr jemals wieder frei wurdet und zu Mir zurückkehren konntet...

Ihr seid nun auch durch Mein Erlösungswerk frei geworden davon, doch immer mit der Einschränkung, daß es euch selbst daran gelegen ist, in Freiheit wieder zu Mir zurückzukehren... daß ihr selbst es wollet, von Mir wieder angestrahlt und durchstrahlt zu werden von Meiner Liebe, die Kraft ist und Licht und Freiheit. Diesen Willen also müsset ihr zuvor aufbringen, wollet ihr in den Kreis derer aufgenommen werden, für die Ich den bittersten Tod am Kreuz gestorben bin. Nur euer Wille ist nötig, daß euch dann auch die erforderliche Kraft zugeht, den Weg zu Mir zurücklegen zu können, denn diesen Weg zu gehen, das bedeutet, willens zu sein, euch wieder in den Bereich Meiner Liebesonne zu begeben, auf daß ihr euer bisher liebeloses Wesen wandelt zur Liebe...

Es gibt also nur einen Weg, der wieder zurückführt zu Mir... den Weg der Liebe, den ihr aber erst dann werdet gehen können, wenn dieser Weg zum Kreuz führt, weil ihr sonst zu schwach seid, trotz gutem Willen Liebewerke zu verrichten, solange euch Mein Gegner noch in seiner Gewalt hat, solange der göttliche Erlöser Jesus Christus noch nicht in euer Leben getreten ist, Den ihr nur am Kreuz von Golgatha findet, wenn ihr euch auf den Weg macht zu Ihm. Denn Er allein kann und wird euren noch schwachen Willen stärken, indem Er euch mit Seinen am Kreuz erworbenen Gnaden überschüttet und ihr so gleichsam die Willensstärke zurückerhaltet, die ihr einstens besaßet und durch euren Fall zur Tiefe verloren hattet. Wenn Ich euch also den kürzesten Weg aufzeigen will, so heißt das, daß ihr unbedingt mit Jesus Christus in Verbindung treten müsset, daß ihr Ihn angehet um Stärkung eures Willens, um Vergebung eurer Schuld und um Erlösung aus eurem noch gebundenen Zustand...

Und alles das ist auch gleichbedeutend mit einem Leben in Liebe, mit immerwährendem Liebewirken, das euer Wesen restlos umgestaltet und ihr es so dem Meinen wieder angleichet, Der Ich die Ewige Liebe bin...

Jeder Mensch, der sich bemüht, in der Liebe zu leben, der wird auch aufblicken zu Jesus Christus am Kreuz, er wird sich schuldig fühlen und bitten, seiner Schuld ledig zu werden, er wird in Schwäche seiner Seele den Weg nehmen zu Jesus Christus und Seine am Kreuz erworbenen Gnaden in Anspruch nehmen...

Er wird sich anlehnen an Ihn, weil er sich selbst zu schwach fühlt, und er wird nicht weiter zu gehen brauchen als bis zum Kreuz, weil er dort alles findet, was er benötigt, um wiederaufgenommen zu werden in sein Vaterhaus...

Ihm wird die Vergebung seiner Sündenschuld gewiß sein, weil er auch sein Wesen gewandelt hat, sowie ihm der Gang zum Kreuz Herzensbedürfnis ist und er darum auch seine Schuld aufs tiefste bereut. Aber diese Wesenswandlung geht nicht ohne den Willen zur Liebe vor sich, denn gerade die Liebe ist es, die dem Wesen fehlt und die es in sich wieder entzünden muß, um sich Meinem Urwesen anzugleichen. Aber der Mensch wird es auch können, wenn er nur guten Willens ist, seine Erdenaufgabe zu erfüllen, zwecks derer ihm das Erdendasein geschenkt worden ist. Der Wille ist alles, und er erfährt sicher Stärkung durch Jesus Christus...

Darum aber kann der göttliche Erlöser nicht ausgeschaltet werden, und darum ist der Gang zum Kreuz die eine große Aufgabe des Menschen, deren Erfüllen ihm aber Kraft und Freiheit, Licht und Seligkeit sichert, wie es euch verheißen ist...

Amen


B.D. NR. 7301 - 7.3.1959

Weinbergsarbeit: Verbreitung des göttlichen Wortes...

Wer sich zum Wirken für Mich und Mein Reich berufen fühlt, der wird auch Mein Wort aufnehmen als an ihn gerichtet, wenn es gilt, Anweisungen entgegenzunehmen für die Arbeit in Meinem Weinberg...

Er wird sich selbst angesprochen fühlen, wenn Meine Aufforderung an Meine Weinbergsarbeiter ergeht, emsig zu sein und Mein Wort hinauszutragen in die Welt, d.h., den Samen, den Ich euch so reichlich zugehen lasse, auszusäen...

Mein Wort zu verbreiten...

Nur darum geht es, daß die Mitmenschen Kenntnis nehmen von Meiner Ansprache von oben, daß ihnen Gelegenheit gegeben wird, Meine Stimme einmal zu hören, damit sie sich dann selbst einstellen müssen dazu, damit sie sich entschließen, weiterhin von Mir angesprochen zu werden und Mich Selbst zu vernehmen, was sie aber nur können durch euch, die ihr euch also als Meine Knechte berufen fühlt, von Mir Selbst das Wort in Empfang zu nehmen und weiterzugeben. Meine Knechte und Diener habe Ich Mir Selbst ausgewählt, wenngleich sie erst ihren Willen bezeugen mußten, Mir zu dienen, weil Ich keinen Knecht dinge im Zwang. Völlig frei seid ihr, und völlig frei müsset ihr die Arbeit in Meinem Weinberg ausführen, nur aus Liebe zu Mir, Dem ihr dienen wollet, und aus Liebe zu euren Mitmenschen, die eure Dienste benötigen, weil sie in Not sind. Sie bedürfen eine gute Nahrung, an denen sich ihre Seelen sättigen können, und sie bedürfen daher auch gutes Saatgut, das tausendfältige Frucht bringt, wenn sie es in ihren Lebensacker säen lassen und eifrig die neue Saat pflegen, daß sie aufgehe und Frucht trage. Immer wieder spreche Ich daher Meine Diener auf Erden an und ermahne sie zu fleißiger Arbeit für Mich, immer wieder gebe Ich ihnen den Auftrag, Mein Wort zu verkünden den Mitmenschen, und also sollet ihr nicht säumig sein und alles tun, um nur euren Mitmenschen Kunde zu geben von dem köstlichen Lehrgut, das ihr täglich empfanget von Mir...

Ihr sollet emsige Arbeit leisten, denn die Zeit drängt. Ich würde wahrlich euch nicht so oft und eindringlich ermahnen zu dieser Arbeit, wenn es nicht so dringend nötig wäre, weil die Zeit dahineilt, die den Menschen noch bleibt für die Rettungsarbeit an ihren Seelen. Und Mein Wort ist das einzige Mittel, ihnen Kenntnis zu geben davon, was euch alle erwartet...

Mein Wort ist auch der einzige Weg, den ein jeder gehen soll, um das rechte Ziel zu erreichen...

Mein Wort ist ferner der Quell der Kraft, alles ausführen zu können, was Ich von euch zwecks eurer eigenen Vollendung verlange...

Mein Wort ist die Bindung zwischen Mir und euch, die ihr eingehen müsset, um also den rechten Weg zurückzulegen...

Mein Wort bedeutet also für euch Licht und Kraft, die ihr unbedingt benötigt auf dem nur noch kurzen Pilgerweg, den ihr Menschen zu gehen habt. Darum also ermahne Ich immer wieder Meine Weinbergsarbeiter zu emsiger Tätigkeit, zu restlosem Aufgehen in eurer Arbeit für Mich und Mein Reich. Und Ich kann euch nur immer wieder sagen, daß die Arbeit sehr dringend ist, wird es doch immer schwerer, willige Zuhörer zu finden, die euch glauben und Mein Wort aufnehmen in ihre Herzen...

Aber der wenigen wegen soll eifrige Arbeit geleistet werden, denn eine Seele nur gerettet zu haben bedeutet für Mich einen großen Gewinn, an dem auch ihr alle Anteil habt, die ihr helfet, Mir Seelen zurückzuführen noch vor dem Ende. Und das lasset euch gesagt sein, daß ihr immer wieder einen Acker finden werdet, da ihr säen könnet und gute Ernte erzielt wird...

Denn Ich weiß es, wer hungert und dürstet nach Meinem Wort, und Ich lenke derer und eure Wege so, daß ihr einander findet und einander dienen könnet...

Denn viel wird die Menschheit noch erleben, doch die mit Mir gehen, werde Ich auch zu schützen wissen vor jeder Not und Gefahr, Ich werde Meinen Knechten ein treuer Hausvater sein, Der für sie sorget geistig und leiblich und in Dessen Diensten zu stehen sie wahrlich nicht gereuen wird...

Amen


B.D. NR. 7302 - 8.3.1959

Gottes Plan erfüllt sich unwiderruflich...

Alles könnet ihr für möglich halten, nur nicht, daß Ich von Meinem Heilsplan abweiche, der festgelegt ist seit Ewigkeit. Ich erkannte in Meiner Weisheit den Zeitpunkt, da Mein Eingriff nötig ist, und diesem Erkennen entsprechend ist der Plan festgelegt worden, den Ich auch sicher durchführen werde, wie Ich es euch immer wieder angekündigt habe. Und Ich konnte diese Ankündigungen darum immer wieder durch Seher und Propheten ergehen lassen an euch Menschen, weil Ich den Gang der Entwicklung sah, weil Ich sah, daß ihr immer mehr rückschrittlich euch entwickelt und einmal daher die Zeit kommen wird, wo diesem Rückschritt ein Ende gesetzt werden muß, wenn nicht Mein Erlösungsplan für das gefallene Geistige gefährdet sein soll...

Ich ließ und lasse dem Wesen wohl freien Willen, solange es sich selbst nicht völlig vernichtet...

Aber die Macht Meines Gegners wird immer größer über das Wesen, je verkehrter sich der Wille des Menschen richtet, und darum kommt die Zeit, wo Ich dem Gegner dieses Wesenhafte wieder entwinde und es erneut binde in der Materie, damit er die Gewalt über jenes verliert. Und dies ist Mein Heilsplan, auf irgendeinem Wege dem Wesenhaften zur Höhe zu verhelfen, das selbst sich jedoch oft in Gefahr bringt, einen unheilvollen Weg zu gehen, der es dem Gegner wieder in die Hände führt. Ich kann dem Wesen nur helfen, aus seiner Gewalt frei zu werden; Ich kann dem Gegner aber nicht das Geistige nehmen, das im Grunde sein Besitz ist seiner eigenen Gesinnung wegen. Aber gerade dessentwegen habe Ich Meinen Heilsplan entworfen, der sicher auch einmal von Erfolg sein wird. Und so wird stets Mein Walten und Wirken in einer gesetzmäßigen Ordnung vor sich gehen; und wie es Mein Plan vorsieht, so auch wird er durchgeführt werden mit dem sicheren Erfolg einer ständigen Aufwärtsentwicklung, wenn auch mit scheinbaren Unterbrechungen, die aber im Grunde doch einen Fortgang der Entwicklung bedeuten. Nur werden die Menschen niemals genauen Tag und Stunde wissen, also den Ablauf Meines Heilsplanes zeitmäßig bestimmen können. Denn tausend Jahre sind vor Mir wie ein Tag... was aber nicht ausschließt, daß einmal die tausend Jahre um sind und der Tag des Endes, der Tag Meines unerwarteten Eingriffs in Meinen Schöpfungs-plan, gekommen ist und die Ankündigungen sich erfüllen...

Und darum solltet ihr Menschen euch stets dieses Tages eingedenk sein; ihr solltet in ständiger Erwartung leben, und zwar so, daß ihr unbedenklich dem Tag entgegensehet, der für euch alle von höchster Bedeutung ist. Immer habe Ich darauf hingewiesen, und bis der Tag im Anzuge ist, werde Ich noch hinweisen darauf, damit ihr nicht sagen könnet, niemals angehalten worden zu sein, an euch selbst emsig zu arbeiten in Anbetracht des Endes, das in Meinem Heilsplan vorgesehen ist, weil eine Wandlung der alten Erde nötig geworden ist, wenn diese weiter ihren Zweck erfüllen soll: dem Geistigen als Ausreifungsstation zu dienen. Immer wieder sage Ich es euch, daß es keine leeren Worte sind, daß Ich nicht abgehe von Meinem Plan, denn dieser bezweckt nur die Erlösung und Rückführung alles Geistigen, das einst von Mir abgefallen ist und in Unseligkeit fiel. Ich weiß von Ewigkeit um euren Willen, um euren Geisteszustand und um die Zeit, da Ich eingreifen muß, und Ich werde wahrlich auch eingreifen, denn die Zeit ist herangekommen, die Menschen sind in einem geistigen Tiefstand angelangt, wo nur Ich Selbst wieder die Ordnung herstellen kann in der Weise, wie es in Meinem Plan von Ewigkeit vorgesehen ist. Und da diesem Meine endlose Liebe und unübertreffliche Weisheit zugrunde liegen, wird er sich wahrlich auch erfüllen...

Amen


B.D. NR. 7303 - 10.3.1959

Ernsthaftes Verlangen nach Vereinigung mit Gott...

Nehmet Mich auf in euer Herz, d.h., wollet ernstlich, mit Mir verbunden zu sein...

Wer diesen ernsten Willen hat, dessen nehme Ich Mich auch an, und er wird ewiglich sich mit Mir vereinen, denn er hat seinen Mir einst-abgewandten Willen gewandelt, er hat sich Mir wieder angeschlossen, wie er sich einstens trennte von Mir. Das größte Übel in der Welt ist, daß die Menschen in einer gewissen Gleichgültigkeit dahinleben, eine Gleichgültigkeit Mir gegenüber, Den sie vielleicht noch gelten lassen, aber den Zusammenhang mit ihrem Gott und Schöpfer nicht annähernd kennen oder erfassen, weil sie sich nicht mit sich selbst auseinandersetzen. Sie gehen zumeist ihren Erdenweg nicht ohne Wissen um Mich, aber doch ohne tieferen Glauben... jedoch nur aus Gleichgültigkeit... bis auf die Menschen, die Mir offensichtlich widerstehen...

Doch Ich spreche von den Gleichgültigen, die in der Mehrzahl sind, die alle nach außen hin behaupten würden, an Mich zu glauben, und doch sich gedanklich wenig oder gar nicht mit Mir befassen...

Diese also haben Mich noch nicht in ihre „Herzen“ aufgenommen, deren Wille ist noch nicht ernsthaft auf den Zusammenschluß mit Mir gerichtet, wenn sie dies auch leugnen würden ihren Mitmenschen gegenüber. Doch Ich kenne wohl den Grad des Verlangens nach Mir, und Ich will in euer Herz aufgenommen werden, Ich will, daß eure Gedanken sich mit Mir befassen, daß es euch drängt, die innige Bindung mit Mir herzustellen... daß ihr ebenden Willen habt, euch wieder mit Mir zu vereinen, von Dem ihr euch einstens freiwillig trenntet...

Gerade dieser ernste Wille kann eine völlige Wandlung eurer Lebensführung und also auch eures Wesens bewerkstelligen, aber ohne den ernsten Willen werdet ihr es niemals zu einer geringen Wesensänderung bringen, weil eben eure Gleichgültigkeit für Meinen Gegner die willkommene Gelegenheit ist, zwischen Mich und euch zu treten, und er seinen Einfluß wahrlich mit Erfolg ausüben wird. Denn Ich kann euch nicht begleiten, weil euer Herz noch nicht Mich ernstlich suchet, und Ich kann sonach auch nicht Meinen Gegner abdrängen, so dieser sich euch beigesellt. Ihr selbst aber besitzet ohne Mich nicht die Kraft, euch ihm zu widersetzen, ihr willigt allzugern ein in seine Pläne, weil er euch weltliche Güter dafür verspricht...

Habt ihr aber den ernsten Herzenswunsch, daß Ich euch nahe sein möge, dann gilt euer Wille Mir, und dann kann Ich ihn abdrängen und euch auch wirklich nahe sein... dann habt ihr Mich in das Herz aufgenommen, und dann seid ihr auch auf dem rechten Wege zu Mir, oder auch, ihr werdet Mich dann ewiglich nicht mehr verlieren, wenn Ich einmal von eurem Herzen Besitz nehmen konnte, weil ihr dies ernstlich wünschtet. Und ihr solltet euch alle über euren innersten Willen Rechenschaft ablegen, wohin dieser sich wendet. Ihr solltet alle euch fragen, was wohl eure größte Liebe ist auf Erden, ob ihr weltlichen Dingen noch den Vorzug gebet oder euch Meine Gegenwart allein so begehrenswert ist, daß ihr bereit seid, alles andere hinzugeben um Meinetwillen. Könnet ihr letzteres, so seid ihr wahrlich auf rechtem Wege, und es wird euch euer ernster Wille gelohnt werden, denn ihr werdet nun keine Zeit versäumen, die ihr in Meiner Gegenwart verbringen könnet, weil euer Herz sich stets mehr sehnet, Mich darin aufnehmen zu können, und weil ein solches Verlangen immer erfüllt werden wird. Denn auch Ich sehne Mich nach Meinen Kindern und will, daß sie einmal wieder zu Mir zurückkehren, von wo sie ausgegangen sind im falsch gerichteten Willen... den sie darum wieder wandeln müssen, zu Mir hin, zu ihrem Vater von Ewigkeit...

Amen


B.D. NR. 7304 - 11.3.1959

Über das „innere Wort“...

Meine Stimme werden alle vernehmen, die sich danach sehnen und mit Mir im Herzen in Verbindung treten, also nicht nur Lippengebete zu Mir senden, die nicht gehört werden von Mir. Aber Ich habe viele Kinder, die innig zu Mir beten, und deren Gebet also erhöre Ich, besonders dann, wenn es nur die Bitte ist, daß Ich als Vater zu Meinem Kind reden soll...

Denn diese Bitte beweiset Mir seine Liebe zu Mir, Der Ich einem solchen Kinde alles bin...

Gott und Vater, Freund und Bruder...

Und dann werde Ich Mich auch äußern als Vater, Freund und Bruder, und allzeit wird Meine Ansprache ein Eingehen sein in dessen Bitten und Wünsche, die Mir das Kind vertrauensvoll unterbreitet. Und so darf sich also auch jeder Mensch angesprochen fühlen von Mir, der nur in inniger Zwiesprache mit Mir verharret, bis ihm Meine Antwort bewußt geworden ist, denn ebendieses Verharren und Erwarten Meiner Antwort darf nicht versäumt werden, was aber auch den tiefen Glauben voraussetzt, daß Ich zu Meinen Kindern spreche...

Hätten die Menschen mehr diesen tiefen Glauben, dann würde es ihnen allen auch nicht so ungewöhnlich sein, daß ein Gott zu Seinen Geschöpfen, daß ein Vater zu Seinen Kindern spricht. Doch ebendiesen Glauben haben nur wenige, und darum ist es so selten, daß Ich Mich so äußern kann, daß auch die Mitmenschen davon erfahren. Dazu kommt, daß die Menschen in ganz verschiedener Weise Meine Ansprache vernehmen, zumeist in der ihnen eigenen Sprache; und darum werden die Ergebnisse der traulichen Zwiesprache des Kindes mit dem Vater für eigenes Gedanken-Produkt gehalten, wenn nicht ungewöhnlicher Inhalt die Mitmenschen stutzig macht oder sie anders zu denken lehrt. Doch Ich sage euch:Viel zu gern rede Ich mit Meinen Kindern, als daß Ich eine Gelegenheit vorübergehen ließe, Mich zu äußern, wenngleich Ich immer nur dem Reifezustand entsprechend Mich kundgeben kann und der Aufgabe, die gleichzeitig der Empfänger Meines Wortes zu erfüllen hat auf dieser Erde. Sowie also die Zuleitung Meines Wortes mit einer Aufgabe verbunden ist, werden auch andere Bedingungen gestellt, die jener Empfänger erfüllen muß, um tauglich zu sein für seine Aufgabe. Und dann werden auch die Ergebnisse des innigen Verkehrs mit Mir, der Inhalt Meiner direkten Ansprache, anders sein in seiner Art, weil sie der Kritik von Verstandesmenschen standhalten müssen, weil sie als Lehrgut betrachtet werden müssen, das verbreitet werden soll, das als Evangelium den Menschen zugeführt werden soll, die sich in größter geistiger Not befinden. Aber es wird sich die Ansprache an Meine Kinder in keiner Weise widersprechen, wenngleich sie in verschiedener Form gehalten ist eben ihrer Bestimmung wegen. Denn Ich muß Meine Kinder entsprechend ihrer Aufnahmefähigkeit ansprechen. Und sowie diese Meine Ansprachen wörtlich wiedergegeben werden, widersprechen sie sich niemals... werden sie jedoch eigener Anschauung gemäß umgestaltet, dann kann und wird auch Irrtum den Worten sich beigesellen, die anfänglich in reinster Wahrheit dem Menschen zugeleitet wurden. Lasset alles unverändert, was euch Menschen von oben ertönt...

Diese Mahnung möchte Ich euch immer wieder zugehen lassen, dann ist auch die Wahrheit garantiert, und dann wird niemand Anstoß nehmen können außer denen, die sich selbst noch nicht in der Wahrheit bewegen. Denn selbst wenn das Denken eines Menschen zuvor abweicht von der Wahrheit, wird es durch Mein Wort recht gelenkt, oder die strittigen Fragen werden noch so lange abseits gestellt, bis der Mensch ohne jeglichen inneren Widerstand... hervorgerufen durch falsche Belehrung...

Meine Ansprache entgegennimmt und auch solche Widersprüche bereinigt werden. Aber Ich rede zu allen Meinen Kindern, die nur Mich zu sich sprechen lassen durch innige Verbindung und den Willen, Mich zu hören...

Und Meine Worte sind immer an jene gerichtet, die gleiche Fragen bewegen und die gleichen Willen sind, Mich zu hören. Doch angesichts der großen geistigen Not und des nahen Endes leite Ich Mein Wort... die Lehre, die der Mensch Jesus auf Erden verkündet hat... erneut zur Erde, auf daß sie Verbreitung finde und alle die Menschenherzen berühren soll, die sich im Suchen nach der Wahrheit Meiner Ansprache öffnen, wenn sie durch Meine Boten ihnen vermittelt wird. Dieses Wort also ist an alle gerichtet, wird aber ebenfalls nur bei denen von Eindruck sein, die ohne Abwehr es anhören, und diese werden gemäß Meinem Wort nun handeln und leben und auch die Auswirkung Meines Wortes erfahren können, denn sie werden zunehmen an Kraft und Licht, an Willensstärke und Weisheit, denn alles, was von Mir ausgeht, muß seine Wirkung haben, vorausgesetzt, daß der Wille des Menschen keinen Widerstand leistet... daß der Mensch will, von Mir angesprochen zu werden, und dankend Meine Gnadengabe entgegennimmt, die Meine Liebe ihm bietet und bieten wird bis zum Ende...

Amen


B.D. NR. 7305 - 12.3.1959

„Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben...“

Kein Mensch hat das Leben, es sei denn, er empfängt es von Mir... denn Ich bin das Leben, und von Mir geht alles Leben aus. Der Mensch ist zu Beginn seiner Verkörperung noch weit mehr dem Tode angehörig, und er soll auf Erden erst zum wahren Leben gelangen. Er muß dazu einen bestimmten Weg gehen, und dieser Weg bin wiederum Ich Selbst...

Er muß die Wahrheit entgegennehmen aus Meiner Hand, weil Ich auch die Ewige Wahrheit bin. Und so gibt es nur den einen Weg zur Wahrheit und zum Leben, und Dieser heißt Jesus Christus, denn es muß ein jeder Mensch zuvor erlöst werden durch Ihn, will er zum ewigen Leben gelangen. Darum kam Ich im Menschen Jesus Selbst zur Erde, um den Menschen den Weg zu zeigen, ihn voranzugehen, den alle nur Mir folgen sollten, um also in Wahrheit zum Leben zu gelangen. Bevor sie jedoch erlöst sind durch Jesus Christus, wandeln sie noch in der Nacht des Todes, sie kennen nicht die Wahrheit, sie wissen nicht den rechten Weg, der zum Leben führt, und wüßten sie ihn, so hätten sie nicht die Kraft, ihn zu gehen...

Jesus Christus aber schenkt ihnen diese Kraft, Er führt sie und macht sie frei vom Tode, so daß sie zum Leben in Seligkeit eingehen können. Darum habe Ich gesagt: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben...“ Ohne Mich kann niemand zur Wahrheit und zum Leben gelangen, denn solange er Mich nicht als Führer hat, geht er einen anderen Weg, der gewißlich nicht vom Tode zum Leben führt. Aber es muß der Mensch auch wollen, zum Leben zu gelangen, und er muß einen Kampf führen gegen den, der ihn im Tode zu erhalten sucht, der alles tun wird, um ihn zu hindern, den rechten Weg, den Weg zum Leben, zu finden. Der Mensch muß selbst wollen, daß er lebet, und sich dem Herrn des Lebens zuwenden, Ihn bittend um Kraft und Führung, weil er allein zu schwach ist, diesen Weg zu gehen. Denn der Weg geht aufwärts, und er erfordert Kraft... der Weg ist mühselig und nicht verlokkend, und er erfordert daher auch den festen Willen des Menschen, ihn des Zieles wegen zurückzulegen. Denn das Ziel ist herrlich: Das Ziel ist ein Leben in Seligkeit, in Licht und Kraft und Freiheit...

Aber es braucht kein Mensch zu verzagen oder ängstlich zu sein, daß es ihm an Kraft gebreche, wenn er nur sich an Jesus Christus wendet, an Den, in Dem Ich Selbst gewandelt bin über die Erde, um euch Menschen zu erlösen von Sünde und Tod, von Schwäche und Finsternis...

Wer sich an Ihn wendet, der wendet sich an Mich, wenn er nur glaubt, daß Ich der Weg bin, die Wahrheit und das Leben... wenn er nur glaubt, daß nur Einer das Leben geben kann, Der Selbst der Herr ist über Leben und Tod...

Und wenn Ich vom „Leben“ rede, dann rede Ich von dem Leben, das ewig währt, nicht von dem kurzen Erdenleben, das nur zum Zwecke des Erwerbens des ewigen Lebens euch gegeben wurde...

Ich will, daß ihr lebet in Ewigkeit und dieses euer Leben ein seliges sei, aber ihr müsset den Weg nehmen über Jesus Christus, und ihr werdet ganz sicher zum Leben in aller Freiheit und Wahrhaftigkeit gelangen, ihr werdet wieder mit Mir vereint sein, wie es war im Anbeginn, ihr werdet leben ewiglich und dieses Leben nun nicht mehr verlieren...

Amen


B.D. NR. 7306 - 13.3.1959

„Mein Reich ist nicht von dieser Welt...“

Ihr werdet keine geistigen Erfolge erzielen können, wenn eure Blicke nur der Welt zugewandt sind, denn alles, was der Welt angehöret, dienet nur dem Körper zum Behagen, doch der Seele schadet es eher, als es ihr nützt. Die Seele kann Vorteil nur ziehen aus dem Reiche, das als Gegensatz zur irdischen Welt besteht, aus dem Reiche des Geistes, das Mir angehört und also auch nur geistige Schätze enthält, die Ich austeilen möchte und deren Nutznießer immer nur die Seele sein wird, nicht aber der Körper des Menschen.„Mein Reich ist nicht von dieser Welt...“ Ich habe ganz offen eine Grenze gezogen, Ich habe es betont, daß Mein Reich nichts mit dieser Welt gemein hat, weil es zwei ganz verschiedene Reiche sind, deren Güter also die Seele oder der Körper begehrt und erhalten wird... je nach dem Willen des Menschen, der darüber im Erdenleben zu bestimmen hat. Aber es könnte die Seele mit ihrem Begehren sich durchsetzen, denn wie der Körper sein Verlangen äußert, so kann auch die Seele mit ihrem Begehr sich äußern, und je stärker also dieses Verlangen ist, desto mehr wird sich der Wille entscheiden...

Gibt aber die Seele nach, dann behält der Körper das Vorrecht, und er holt sich in der irdischen Welt alles, was ihm begehrlich scheint und was des Menschen Sinne erfüllt. Und die Seele geht dann leer aus, weil sie von jenen weltlichen Dingen keinerlei befriedigenden oder geistigen Fortschritt verzeichnen kann, aber die Zeit der Seele verlorengeht, die zur Befriedigung des Körpers verwendet worden ist. Es sind zwei verschiedene Reiche, Mein Reich und die irdische Welt, und ebenso verschieden sind ihre Güter, die ausgeteilt werden je nach Begehr... unvergänglich die einen und vergänglich die anderen...

Und doch werden zumeist die letzteren begehrt, denn sie umfangen die Sinne des Menschen und machen seinen Willen schwach...

Die geistigen Güter aber kräftigen ihn, werden sie nur einmal ernsthaft begehrt und in Empfang genommen. Dann steigert sich die Willenskraft und das Verlangen des Herzens des Menschen, und dann verlieren auch die Welt-Güter an Reiz...

Dann ist der Mensch gerettet für Zeit und Ewigkeit...

Doch gerade die ersten Schritte in das geistige Reich fallen dem Menschen so überaus schwer, solange ihm die irdische Welt noch so greifbar vor den Augen steht und er sich in dieser seine Wünsche erfüllen kann...

Wird aber einmal ernstlich dieser Schritt in das geistige Reich getan, dann verblassen die Lichter aus der irdischen Welt, und das helle Licht aus Meinem Reiche beginnt zu erstrahlen und immer helleren Glanz zu verbreiten...

Und dann holt sich die Seele selbst Licht und Kraft, und sie wird dann immer seltener in das irdische Bereich zurückwollen, wenngleich sie noch auf Erden lebt, aber sie weilt des öfteren in Meinem Reiche des Lichtes und der Seligkeit, denn sie empfängt aus diesem Reiche Schätze, die ihr nicht mehr verlorengehen, die ihr nachfolgen in die Ewigkeit, sie reifet aus während des Erdenganges, weil ihre Kraft ständig zunimmt und sie immer eifriger an ihrer Vollendung arbeiten kann, denn sie läßt die irdische Welt zurück um Meines Reiches willen, das „nicht von dieser Welt ist“...

Amen


B.D. NR. 7307 - 13.3.1959

Öftere Selbstbetrachtung nötig...

Gehet in euch und erkennet eure Schwächen...

Es tut euch eine öftere Selbstbetrachtung sehr not, denn ihr Menschen seid euch nicht dessen bewußt, daß ihr noch sehr mangelhaft gestaltet seid, weil ihr nicht euren Seelenzustand einer Kritik unterzieht, sondern ihr euch zufriedengebt, wenn nur euer Äußeres nach eurem Gutdünken in Ordnung ist. Doch letzteres trägt nicht zur Erhöhung der Seelenreife bei, die eine Arbeit für sich fordert, soll Erfolg gezeitigt werden. Und es tut not, daß ihr wisset, wie ihr beschaffen sein sollt und wie ihr beschaffen seid...

Darum sollet ihr des öfteren euch selbst Rechenschaft ablegen, ihr sollt Selbstkritik üben und als Maßstab immer nur Meine Gebote der Gottes- und Nächstenliebe anlegen... und ihr werdet bald eurer Schwächen und Mängel innewerden, die mit klarster Deutlichkeit nun hervortreten, wenn ihr willens seid zu einer ernsten Wandlung eures Wesens. Und das soll euch gesagt werden, daß es ernster Wille des Herzens sein muß, nicht nur Vorsätze, die der Mund ausspricht nach außen hin, von denen aber das Herz nicht berührt ist. Ihr Menschen seid alle noch zu sehr weltlich eingestellt, und das hat zur Folge, daß die uneigennützige Nächstenliebe nur sehr wenig geübt wird, weil der Mensch immer erst an sich selbst denkt, der mit der Welt noch zu sehr verhaftet ist, ehe er des Nächsten gedenkt. Ist es euch aber ernst, daß eure Seele zur Reife gelange, dann werdet ihr auch ganz offen und ehrlich euch eure Schwächen und Mängel eingestehen und versuchen, dagegen anzugehen, um eine Wandlung zu erreichen und vor euch selbst als ernsten Willens dazustehen, denn der ernste Wille allein sichert den Erfolg, während eine oberflächliche Prüfung nicht als solche angesehen wird und auch keinen Erfolg für die Seele bedeuten kann. Es kann euch wohl in jeder Weise geholfen werden, daß ihr Beistand findet, sowohl in eurem Wollen als auch im Handeln, aber dennoch müsset ihr selbst die eigentliche Arbeit leisten an eurer Seele, und dazu gehört ein Sich-selbst-Beschauen und Erkennen, es gehört dazu der Vollernst einer Selbstprüfung, die euch nun auch enthüllen wird, wo eure Arbeit nun einsetzen muß, die euch dann aber auch sicherlich gelingen wird, denn dann findet ihr geistige Unterstützung in hohem Maße. Der ernste Wille ist alles, und dieser Wille wird auch gewertet von Dem, Den ihr lieben sollet über alles und Der euch auch die Liebe zu euren Brüdern geboten hat, die auch Seine Kinder sind und gleiche Liebe von euch beanspruchen. Daran aber lasset ihr es alle fehlen, und darum werdet ihr immer wieder Ermahnungen anhören müssen, euch selbst zu beschauen. Denn soll euch geholfen werden, dann müsset ihr erst wissen, wo Hilfe nötig ist...

Und erst, wenn ihr euch selbst erkennet, wenn ihr selbst euch Mühe gebet, euer Wesen zu erkennen, das noch weitab ist von der Vollkommenheit, werdet ihr euch bemühen, jene zu erreichen, wenn auch dies noch ein Willensakt ist von großer Festigkeit, aber doch möglich mit geistiger Unterstützung, sowie erkannt wird, daß ihr eines guten Willens seid und ernstlich eure Vollendung anstrebt...

Amen


B.D. NR. 7308 - 14.3.1959

„Dem Demütigen schenkt Gott Seine Gnade...“

Der Wille zu dienen ist Eingehen in die Demut, er ist der beginnende Sieg im Kampf gegen die Überheblichkeit, die den Menschen noch kennzeichnet als Kind des Satans und die er darum bekämpfen soll mit allen Kräften. Die Überheblichkeit will herrschen, sie stellt sich hoch über alles neben ihr Stehende; der hochmütige Mensch möchte alles unterjochen und unter seinen Dienst zwingen, der hochmütige Mensch ist brutal und lieblos, er hat alle Merkmale des Gegners von Gott, die offensichtlich hervortreten, und er ist darum auf dem Wege des Verderbens, wenn er sich nicht ändert und gegen den Hochmutsgeist ernstlich vorgeht. Und das wird er tun, sowie in ihm der Wille ersteht zu dienen...

Seinem Mitmenschen zu dienen ist wahrhaft befreiend, denn dann entwindet er sich dem Gegner und tritt in eine andere Sphäre ein, denn die Demut führet ihn zu Gott, durch die Demut kommt er Gott nahe, und er empfängt Gnaden im Übermaß, laut Seiner Verheißung:„Nur dem Demütigen schenke Ich Meine Gnade...“ Die Demut wird sich immer in dienendem Hilfswillen beweisen, es tritt der Mensch in ein völlig anderes Entwicklungsstadium ein, wenn er in der Demut lebt, wenn er jegliches Überheblichkeitsgefühl bekämpft, wenn er sich selbst zu erkennen beginnt und sich seiner Willensschwäche und Fehler bewußt wird, die ihm jeden Hochmutsdünkel nehmen und ihn in das Bewußtsein tiefster Niedrigkeit versetzen. Und entsprechend wird er sich auch in weiter Entfernung von Gott wähnen, er wird in wahrhafter Demut seine Augen zu Ihm erheben und Ihn um Seine Gnade bitten...

Aber es wird dies kein Spiel sein, keine äußere Form, sondern tiefe innere Demut, die ihn daher auch wert macht der Gnade Gottes, auf daß er gestärkt wird in seinem Vorhaben, an sich selbst zu arbeiten, um die Mangelhaftigkeit zu beheben und würdiger zu werden der Liebe und Gnade Gottes, die sich ein demütiger Mensch von Herzen ersehnet und erbittet. Der demütige Mensch hat schon die Abkehr vom Gegner vollzogen, denn die Demut ist eine göttliche Eigenschaft, ein Grad der Vollendung, der stets die Abkehr vom Gegner voraussetzt, wenngleich der Mensch dann noch sehr an sich arbeiten muß, um der ständigen Gegenwart Gottes würdig zu werden. Aber die dienende Liebe, die einen demütigen Menschen nun erfüllt, wandelt auch bald sein ganzes Wesen zur Liebe, und es kommt ein wahrhaft demütiger Mensch bald dem Vaterherzen so nahe, daß er sich zusammenschließet mit der Ewigen Liebe und also auch zur Vollendung gelangt. Solange es dem Menschen noch an wahrer Demut mangelt, ist auch sein Ausreifungsprozeß noch nicht beendet, denn die wahre Demut erst zieht den Vater mit Sicherheit zu Seinem Kind, das durch die wahre Demut die Kindschaft Gottes beweiset...

Und solange noch ein Fünkchen Hochmut im Menschen steckt, ist der Weg noch lang bis zu dieser Vereinigung, denn so lange ist immer noch der Gegner Gottes beteiligt, und der Kampf wider ihn muß mit allem Willen und festem Vorsatz geführt werden, und er kann auch geführt werden, sowie sich der Mensch zur dienenden Nächstenliebe durchringt, die ihm dann auch den Sieg eintragen wird über sich selbst. Es soll nur der Mensch einmal in sich gehen und nachdenken über seine Fehler und Schwächen, über seine Untugenden und Laster...

Und er wird von seinem Hochmut ganz erheblich abkommen, wenn er nur sich selbst gegenüber ehrlich ist...

Aber diese kritische Selbstbetrachtung kann für ihn die Wende sein, denn sowie er sich erkennt und guten Willens ist, wird er sich in Demut an Gott wenden und Ihn bitten um Gnade und Erbarmung... derer er dann auch ganz gewiß sein kann, denn „dem Demütigen schenkt Gott Seine Gnade“...

Amen


B.D. NR. 7309 - 15.3.1959

Kraftzufuhr im Jenseits bedingt liebenden Hilfswillen...

Jeder trachte danach, sich zu vollenden, solange er auf dieser Erde weilt, denn ist er erst einmal in unvollkommenem Zustand in das jenseitige Reich eingegangen, dann wird er weit weniger Kraft haben als auf Erden, und er wird sich vorerst Kraft erwerben müssen durch Liebewirken, das aber auch wieder Kraft voraussetzt... während er auf Erden über die Lebenskraft verfügt, die er nach eigenem Willen anwenden kann, also auch zum Liebewirken. Bedenket, daß immer nur Liebetätigkeit eure Vollendung bewirkt, daß eure Seele nur durch Liebetätigkeit ausreifen kann, ganz gleich, ob auf Erden oder im Jenseits...

Bedenket, daß ihr in jedem Falle Kraft benötigt dazu...

Ihr seid zu bedauern, wenn ihr drüben in kraftlosem Zustand anlangt und nun auf die Hilfe der Menschen auf Erden oder der Lichtwesen im geistigen Reich angewiesen seid, um vorerst wieder zu etwas Kraft zu gelangen. Die Menschen können euch diese Kraftzufuhr vermitteln durch liebende Fürbitte, weshalb ihr aber auch auf Erden euch die Liebe der Mitmenschen erringen solltet, die euch nun in ihre Fürbitte einschließen, auf daß ihr Kraft erlanget. Die Lichtwesen werden euch auch zu Hilfe kommen, aber sie können nicht willkürlich euch Kraft zuleiten... ihr müsset willig sein, mit dieser Kraftzufuhr anderen Seelen zu helfen in ihrer Not, und gerade dieser Liebewille muß selbst in euch erwachen, erst dann wird euch die nötige Kraft zum Liebewirken zugehen. Wohl ist viel Not auch im jenseitigen Reich, doch wer auf Erden an der Not der Mitmenschen vorübergegangen ist, der wird auch im Jenseits wenig berührt werden davon, weil die Eigenliebe noch zu groß ist und er nur seiner eigenen Notlage gedenkt. Darum ist es weit schwerer, zu einem höheren Grade der Vollendung zu kommen als auf Erden, und ihr Menschen solltet darum nicht gleichgültig sein, sondern eure euch zur Verfügung stehende Lebenskraft gut nützen für euer jenseitiges Heil...

Ihr könnet euch wahrlich viele Schätze sammeln auf Erden, wenn ihr nur eifrig Werke uneigennütziger Nächstenliebe verrichtet, und ihr werdet kraft- und lichtvoll eingehen in das geistige Reich und also eure geistigen Schätze sogleich verwerten können als Helfer der unglückseligen Wesen, die es versäumt haben auf Erden, sich geistigen Reichtum zu sammeln, und die darum in äußerster Not angewiesen sind auf liebende Hilfe. Denn nur die Liebe kann ihnen Hilfe bringen, wenn auch der eigene Wille erst bereit sein muß, diese Liebe anzunehmen und gleichfalls wieder zu helfen ihren notleidenden Gefährten, die ebenso wie sie selbst es versäumten, auf Erden sich geistige Schätze zu erringen. Die Not ist groß im jenseitigen Reich, und wer darum weiß, wer es glaubt, was an Berichten darüber ihm zugeht, der soll auf Erden noch suchen, zur Reife seiner Seele zu gelangen, und er wird bei seinem Eintritt in das geistige Reich glücklich sein, diesen Ermahnungen gefolgt zu sein, denn er wird niemals das nachholen können, was ihm auf Erden bei gutem Willen überaus leicht möglich ist...

Er wird wohl auch noch zum Licht und zur Seligkeit gelangen können, aber sehr viel längere Zeit und sehr große Überwindung wird es erfordern, nur wenige Schritte weiter zu kommen, während jedoch das Erdenleben vollauf genügt hatte, um den höchsten Grad... den Grad der Gotteskindschaft... erreichen zu können, den zu erreichen ihm im jenseitigen Reich aber nicht mehr möglich ist. Darum lebet in der Liebe, tut alles, um eure Seele zur Vollendung zu bringen noch auf Erden, und ihr werdet dereinst selig sein im Übermaß und als wahre Helfer auch Erlösungsarbeit verrichten können im Jenseits an denen, die aus eigener Schuld in Finsternis verblieben sind und nur unter größten Mühen zum Licht und zur Freiheit gelangen können...

Amen


B.D. NR. 7310 - 17.3.1959

Weisheit aus Gott ist unbegrenzt...

Unerschöpflicher Born...

Unerschöpflich ist das Wissen, das euch dargeboten werden kann durch Meinen Geist. Solange ihr auf Erden weilet, werdet ihr ständig zunehmen können an Weisheit, aber es wird diese Zuführung auch niemals ein Ende finden, und ob ihr euch Ewigkeiten im Lichte der Weisheit befindet, denn Mein Reich ist unerschöpflich, Mein Wesen ist unbegrenzt und so also auch die Weisheit, die Mir unausgesetzt entströmt. Aber ihr Menschen seid noch zu beschränkt, einen solchen Ausspruch zu fassen... eben weil die Begrenzung eures Wissens ein Zeichen der Unvollkommenheit ist, während Ich als höchst vollkommenes Wesen keine Begrenzung kenne und das gleiche also auch für den Ausfluß Meines vollkommenen Wesens gilt. Ihr würdet also Ewigkeiten hindurch belehrt werden können, d.h., Ich würde euch Ewigkeiten hindurch ansprechen können und euch immer neue Weisheiten vermitteln... und immer heller strahlendes Licht würde euch leuchten, in dessen Strahlungsbereich ihr euch befindet. Solange ihr aber auf Erden weilet, muß Ich auch eurem Fassungsvermögen Rechnung tragen, weil euch noch sehr vieles fehlt zur Vollkommenheit, weil ihr noch sehr weit von einer Vollendung eures Wesens entfernt seid...

Dennoch ist Meine Liebe zu euch endlos tief, und diese will euch beglücken...

Darum leitet sie euch soviel wie möglich Geistesgut zu und fordert nur immer von euch eine freudige Entgegennahme, ein Verlangen danach, einen Hunger nach einer rechten Nahrung für eure Seele. Und je wissensdurstiger ihr seid, je mehr Fragen ihr an Mich stellt, desto freudiger und bereitwilliger werde Ich euch antworten, denn es liegt nun (nur) an euch, in welchem Maße ihr begehret... und ihr werdet empfangen unbeschränkt. Ihr sitzet am Quell, aus dem ihr unentwegt schöpfen dürfet, und ihr solltet euch dies zunutze machen, ihr solltet Aufklärung begehren über alle Fragen, die euch bewegen, weil Ich euch die Zusicherung gegeben habe, euch auch eure Fragen zu beantworten. Und ihr könnt gewiß sein, daß der Born sich ewiglich nicht erschöpfen wird, daß immer neue Weisheiten euch beglücken werden, entsprechend eurem eigenen Verlangen. Doch stellet euch auch zufrieden, wenn Ich euch eine leichte Kost darbiete, weil Ich es genau weiß, was euch selbst und auch denen zum Heile gereicht, denen ihr wieder die Kost anbietet. Einen jeden einzelnen bedenke Ich nach seinem Begehr, und ein jeder einzelne soll sich auch von Mir angesprochen fühlen, weshalb Ich es wahrlich auch weiß, welche Kost jeder einzelne benötigt. Doch zur gegebenen Zeit erstrahlt auch Mein Weisheits- und Liebelicht ganz besonders hell, weil Ich ersehe, welches Verlangen im Menschenherzen erwacht und Ich diese Herzen auch beglücken will damit. Ihr werdet alle empfangen, was ihr begehrt. Meine Freude aber ist es, wenn ihr begehret und auch in diesem Begehren unersättlich seid, denn Mein Tisch ist reich gedeckt, und ihr werdet wahrlich nicht zu hungern oder zu darben brauchen, und alles wird euch zur Verfügung stehen, was euer Herz verlangt an geistiger Nahrung. Denn unerschöpflich ist der Born des Lebens, unversiegbar der Quell, dem das lebendige Wasser entströmt, unendlich groß Meine Liebe und unübertrefflich Meine Weisheit...

Und so wird Meine Liebe euch noch so manche Weisheit unterbreiten, und es werden Meine Gnadengaben euch beglücken und immer wieder zu neuen Fragen anregen, und niemals werden euch von Meiner Seite aus Schranken gesetzt, weil Ich will, daß euch tiefste Weisheit zugehe, doch immer entsprechend eurem Reifegrad Ich euch bedenken kann, der aber ständig sich erhöhen und euch ständig tiefere Weisheiten erschließen kann, wenn ihr selbst dies anstrebt. Und niemals werdet ihr zu befürchten brauchen, daß Ich schweige, so ihr ernstlich Aufklärung verlangt...

Denn Mein Geist führet euch ein in die Wahrheit, wie Ich es verheißen habe...

Amen


B.D. NR. 7311 - 18.3.1959

Beantwortung von Fragen...

Ernste Prüfung auf Ursprung...

Jede Frage will Ich euch beantworten, wenn ihr nur fähig seid, euch völlig von der Welt und ihren Eindrücken abzuschließen, also gänzlich leeren Herzens nur Meine Gegenwart ersehnet und ihr dann auch Mein Wort vernehmen könnet ohne jegliche Trübung... wozu eben völliges Zurückstellen alles Irdischen unbedingt erforderlich ist. Darum aber wird auch sehr vieles als „Mein Wort“ vertreten, wobei die Gedanken des Menschen selbst noch zu sehr beteiligt waren, wo diese „Stille in Gott“ noch nicht hergestellt war, wo nicht Meine Antwort abgewartet wurde. Es ist immer der Grad der Liebe und Verbundenheit mit Mir ausschlaggebend, daß und in welcher Weise der Mensch von Mir angesprochen wird; und ein Mensch, der sich Mir gänzlich hingibt, der braucht nicht zu fürchten, sich zu täuschen in der Ansprache, die ihm zuteil wird...

Er wird ohne Bedenken alles vertreten können als Meine gnadenvolle Äußerung, und er wird daher auch unbedenklich Fragen stellen können, die zwar vorwiegend geistigen Inhalts sein werden, weil ein Kind, das sich Mir restlos hingibt, weit mehr Interesse hat an geistigen als an irdischen Fragen. Doch die Menschen sind noch sehr weltgebunden, und oft begehren sie Aufschluß über rein weltliche Dinge, die sie Mir dann unterbreiten, immer in der Hoffnung, daß Ich ihnen dann wunschgemäß antworte. Und das ist eine Gefahr für die Wertung Meiner Ansprache, denn Menschen, bei denen irdische Interessen noch vorsprechen, sind noch nicht so reif, daß sie vermögen sich völlig abzuschließen und mit Mir eine heimliche Zwiesprache zu führen, vielmehr werden deren Gedanken immer wieder abschweifen und zur Welt zurückkehren, von der sie sich nicht restlos zu trennen vermögen...

Und dann ist eine rein göttliche Ansprache fraglich, wenn nicht gar ausgeschlossen...

Prüfet euch daher ganz ernstlich, bevor ihr etwas als von „Mir stammend“ vertretet und von den Mitmenschen Glauben dafür fordert, daß Ich Selbst der Urheber dessen bin. Nur der darf sich sicher fühlen und seine Ergebnisse inniger Zwiesprache mit Mir als völlig irrtumsfrei vertreten, der diese innige Bindung in völliger Abgeschlossenheit herstellen konnte und der in keiner Weise weltlichen Gedanken Eintritt gewährte während seines Herzens-Umgangs mit Mir...

Dieser kann auch jede Frage stellen, und sie wird ihm beantwortet werden, weil es immer sein Wille ist, nicht dem Irrtum zu verfallen, und ihm die Wahrheit über alles geht. Ich rede mit einem jeden, ob aber Mein Wort oder eigene Gedanken ihm zum Bewußtsein kommen, das bestimmt der Mensch selbst durch seinen Willensernst, sowie es sich um die Beantwortung von Fragen handelt, die nicht nur geistigen Inhalts sind... wo also die Gefahr besteht, daß sich weltliche Gedanken einschleichen und dadurch die Wahrheit leicht gefährdet ist... während jedoch rein geistige Fragen auch eine innere Sammlung und Abgeschlossenheit sichern und also auch die Antworten entsprechend klar und wahrheitsgemäß ausfallen. Wollet ihr mit Mir sprechen, so fordere Ich auch eure ungeteilte Hingabe an Mich...

Dann aber nehme Ich euch auch völlig in Besitz, und alle Gedankenergebnisse sind Mein Liebeausfluß in eure Herzen...

Teilet ihr aber noch euer Verlangen nach Mir mit der Welt, dann könnt ihr nicht erwarten, daß Ich Mich euch zu Gehör bringe, und ihr müsset euch darum vollernstlich prüfen und also Selbstkritik üben, die immer für euch zum Nutzen sein wird, wenn ihr des Willens seid, daß Ich euch anspreche. Denn die reine Wahrheit müsset ihr begehren, ansonsten ihr niemals reine Wahrheit empfangen könnet...

Amen


B.D. NR. 7312 - 20.3.1959

Reinkarnation...

Ihr sollet alle wissen, daß ihr nicht beliebig den Erdengang als Mensch wiederholen könnet, sondern eine einmalige Gelegenheit ausnützen müsset, wollet ihr nicht einst von bitterer Reue geplagt werden, daß ihr aus eigener Schuld unausgereift eingegangen seid in das geistige Reich. Die Annahme, beliebig oft das Erdenleben wiederholen zu können so lange, bis ihr den Grad der Vollendung erreicht habt, läßt euch lau werden in eurem Streben nach Vollendung, und daher ist eine solche Lehre abträglich für euer Seelenheil, sie ist eine Gefahr, denn viele Menschen sind dieser Lehre wegen nachlässig in ihrer Seelenarbeit, immer in der Hoffnung, in einem neuen Leben nachholen zu können, was sie versäumen. Doch eine solche Lehre ist irrig...

Ihr sollet die Gnadengabe der Verkörperung als Mensch restlos ausnützen, denn habt ihr einmal das jenseitige Reich betreten, dann ist euer irdischer Entwicklungsgang abgeschlossen, und jegliche Fortentwicklung hängt nun von eurer Einstellung im geistigen Reich ab, die ganz verschieden sein kann...

Ihr könnet bei gutem Willen, bei tätiger Hilfe der Lichtwesen und wirkungsvoller Fürbitte von Menschen auch im Jenseits noch Fortschritte verzeichnen und auch einmal zur Seligkeit gelangen, doch ihr müsset dazu weit mehr Kraft aufwenden als auf Erden... ihr könnet aber auch absinken zur Tiefe, wenn ihr ganz verstockten Herzens, also keines guten Willens, seid. Und in diesem Zustand wäre es ein wahrhaft ungöttlicher Akt, euch eine nochmalige Verkörperung auf Erden zu gewähren, die niemals einen geistigen Fortschritt gewährleisten würde, weil immer der freie Wille ausschlaggebend ist und euch auch die Rückerinnerung fehlen muß dieser Willensfreiheit wegen. Seid ihr aber guten Willens, so könnet ihr auch im geistigen Reich jene Reife erlangen, die euch Lichtzufuhr sichert und also auch einen Grad von Seligkeit, der ständig erhöht werden kann...

Und dann tragt ihr kein Verlangen mehr danach, den Fleischleib anzulegen und eine nochmalige Verkörperung auf Erden einzugehen...

Die Einzelfälle, in denen dies geschehen kann, haben ihre ganz besondere Begründung, sind aber niemals als Norm anzusehen, so daß davon die Lehre der Wieder-Verkörperung abgeleitet werden könnte. Denn es geht nicht darum, daß der Mensch einen bestimmten Reifegrad nicht erlangen könnte... denn dafür ist Jesus Christus am Kreuz gestorben, daß dies möglich ist, daß ein einmaliger Erdengang als Mensch die restlose Trennung aus der Form ihm eintragen kann. Es ist lediglich der Wille des Menschen, der versagt hat und dafür auch die Folgen auf sich nehmen muß... einen unseligen Zustand im geistigen Reich, den er nicht nach seinem Willen beliebig abbrechen und wandeln kann. Zudem geht nach dem Willen Gottes alles aufwärts, nur der Wille des Menschen selbst kann rückschrittlich gerichtet sein...

Und also würde es dem Plan göttlicher Ordnung widersprechen, wenn durch Seinen Willen ein Wesen in eine rückliegende Form versetzt würde, die es nicht recht ausgenützt hat und darum also von einem Mißbrauch eines Gnadengeschenkes gesprochen werden kann, für den es sich nun auch verantworten und die Folgen auf sich nehmen muß. Eine Wieder-Verkörperung kann wohl stattfinden in besonderen Fällen, daß zum Zwecke einer Hilfeleistung sich Lichtseelen verkörpern auf der Erde, die ihre große Liebe zur leidenden Menschheit dadurch zum Ausdruck bringen, daß sie einen nochmaligen Erdengang als Mensch auf sich nehmen, um den Mitmenschen zu helfen in geistiger Not. Und so kann also sehr wohl geglaubt werden, daß sich Menschen auf Erden aufhalten, die von oben herabgestiegen sind, es selbst aber nicht wissen und darum auch die Mitmenschen es wohl ahnen, aber nicht mit Sicherheit behaupten können...

Noch viel weniger aber sind solche Behauptungen glaubwürdig, daß Menschen sich zu öfteren Malen auf Erden befinden, bei denen keine geistige Mission zu erkennen ist...

Die Lehre der Wiederverkörperung ist eine Gefahr für die Menschen, denn die Einzelfälle werden verallgemeinert, und die Verantwortung des Menschen in der kurzen Zeit seines Erdenlebens wird außer acht gelassen und weicht der Sorglosigkeit dessen, der da glaubt, immer wieder nachholen zu können, was er versäumt...

Die Erkenntnis im jenseitigen Reich wird ihn dereinst schwer belasten, denn niemals ist dem Menschen das nachzuholen möglich, was er aus eigener Schuld im Erdenleben versäumt hat. Er kann wohl auch dort noch zu einem Lichtgrad gelangen und diesen stets mehr erhöhen, er wird aber niemals den Grad der Gotteskindschaft erreichen können, den zu erreichen nur auf Erden möglich ist...

Und er ist zudem noch in der großen Gefahr, im jenseitigen Reich noch abzusinken in die Tiefe, wenn er die Gelegenheit nicht ergreift und mit Hilfe der Lichtwesen nach oben strebt...

Amen


B.D. NR. 7313 - 21.3.1959

Jeder geistig gerichtete Gedanke ist Lösen vom Gegner...

Jeder Gedanke ist gesegnet, der Mir oder dem geistigen Reich gilt, denn er bezeugt erst das innere Leben, das Leben, das neben dem irdischen Leben geführt werden soll, wenn letzteres einen Erfolg haben soll für die Seele. Wer sich nur in Gedanken mit dem Reiche befasset, das nicht von dieser Welt ist, der hat schon einen Schritt zu Mir getan, und er wird diesen Weg auch verfolgen und nicht mehr abweichen von ihm. Denn das geistige Reich lässet den nicht mehr los, der ihm seine Aufmerksamkeit geschenkt hat, weil Ich Selbst ihn nicht mehr auslasse, ist dieser Weg zu Mir erst einmal eingeschlagen. Das Erdenleben als solches fordert zwar von dem Menschen auch viele Gedanken, weil sich der Mensch inmitten der Welt bewegt und also auch seine Gedanken der Welt und ihren Anforderungen zuwenden muß...

Aber dennoch ist dies nicht das eigentliche Leben, das den Menschen restlos befriedigt, wenn er Mir zugewandten Willens ist. Nur der wird volle Befriedigung finden, der noch Meinem Gegner angehört...

Daher beweiset jeder geistig gerichtete Gedanke schon das Streben zu Mir hin, und einen solchen Menschen kann die Welt allein nicht mehr befriedigen, der wird des öfteren seine Gedanken schweifen lassen in ein Reich, das er als seine wahre Heimat ahnet und daher immer wieder gedanklich dahin zurückkehrt. Und solche geistigen Gedanken werden auch stets mit Gedanken an Mich Selbst verbunden sein, und darum kann Ich auch Besitz ergreifen von dessen Seele und sie halten, daß sie nicht mehr Mir und Meiner Liebe entrinnen kann und sich freiwillig von Meiner Liebe fesseln läßt. Sowie also ein Mensch nachdenkt über Ziel und Zweck seines Erdenlebens, sowie er sich in Gedanken befaßt mit seinem Gott und Schöpfer, sowie er Dessen Wesen zu ergründen sucht und bereit ist, in Seinen Willen einzugehen, sowie er verlangt, recht und wahr über alle solche Fragen unterwiesen zu werden, bewegen sich seine Gedanken also außerhalb des nur weltlichen Lebens, und Ich Selbst trete in den Mittelpunkt seines inneren Lebens...

Und dann kann Ich wahrlich auch einwirken auf den Menschen und immer mit Erfolg, denn der freie Wille bewog ihn zu seinen Gedanken, und dieser freie Wille gibt Mir auch das Recht, von seiner Seele Besitz zu ergreifen und ihr nun alles zukommen zu lassen, was sie benötigt zum Ausreifen und zur Vollendung. Jeder geistig gerichtete Gedanke zu Mir oder zu Meinem Reich ist ein freiwilliges Lösen von Meinem Gegner, das Ich nun auch vollberechtigt ausnützen kann und werde, um die Löse von ihm gänzlich zu vollziehen, denn solche geistige Gedanken werden unwiderruflich hingelenkt werden zum Kreuz von Golgatha, wo der göttliche Erlöser Jesus Christus die Löse vollzieht, also den Menschen gänzlich freimacht vom Feind und Gegner des Lebens...

Daß aber die Gedanken des Menschen zum Kreuz gelenkt werden, wird stets Sorge und Bemühen aller Lichtwesen sein, die den Menschen umgeben und die auch gedanklich einzuwirken suchen in Meinem Auftrag, weil des Menschen Wille und Kraft allein noch so lange schwach ist, wie er sich noch in der Gewalt Meines Gegners befindet. Jeder geistig gerichtete Gedanke gibt aber auch jenen Lichtwesen das Recht, ihren Einfluß geltend zu machen, und so ist jede Seele, die nur eines guten Willens ist, auch in ständiger Obhut geistiger Betreuer, und sie wird auch sicher einmal das Ziel erreichen, zwecks dessen sie über diese Erde wandelt...

Amen


B.D. NR. 7314 - 22.3.1959

Weder Lichtreich noch Reich der Finsternis dürfen bewiesen werden...

In unermeßliche Höhen, aber auch in unermeßliche Tiefen würdet ihr blicken können, wenn euch diese Gabe gegeben wäre, aber ihr würdet dann nicht mehr fähig sein, den Erdenweg völlig unbeeinflußten Willens zu gehen, denn diese Willensfreiheit hättet ihr verloren durch den Anblick der Herrlichkeit im geistigen Reich sowohl als auch der abgrundtiefen Finsternis, die euch vor Entsetzen lähmen würde in jedem Willensentscheid. Aber beides ist vorhanden, und das Wissen darum wird euch auch gelehrt, auf daß ihr euer Leben verantwortungsbewußt lebet. Ihr könnet also damit rechnen, und ihr könnt entsprechend eure Lebensführung gestalten, aber es wird euch immer an Beweisen fehlen, und das ist gut für euch selbst. Einmal aber werdet ihr erfahren, daß es Wahrheit gewesen ist, was euch davon im Erdenleben unterbreitet wurde, und dann werdet ihr dankend und lobsingend die Herrlichkeiten genießen oder auch in tiefer Reue des Erdendaseins gedenken, das euch von der Pein und Qual der Finsternis befreien konnte, wenn ihr es recht genützt hättet. Und dennoch muß euch jeder Beweis versagt bleiben, und ihr müsset euch nur nach dem Wort Gottes richten, das euch sowohl die Herrlichkeiten als auch die Strafen in der Ewigkeit immer wieder vor Augen hält, um euch zu bewegen, nach dem Willen Gottes zu leben, der euch durch Sein Wort kundgetan wird. Und die Erfüllung Seines Wortes ist für euch nicht so schwer, daß ihr zu versagen brauchtet, denn Gott verlangt von euch nur Liebe zu Ihm und zum Nächsten... um euch dafür dereinst zu beglücken mit allen Seinen Herrlichkeiten im geistigen Reich. Aber sowie ihr weiter in Lieblosigkeit verharrt, als Erbteil Seines Gegners, dem ihr einst gefolgt seid zur Tiefe, so wird euch auch das schreckliche Los der Tiefe zuteil, ihr werdet wieder ewiglich in Finsternis bleiben und ewiglich nicht frei werden von dem, der euch gebunden hält schon Ewigkeiten hindurch. Und wenn immer wieder euch das Wort Gottes unterbreitet wird, so ist dies nur Seine unendliche Liebe zu euch, daß Er euch bewahren möchte vor dem schrecklichen Lose des erneuten Falles zur Tiefe...

Denn Seine Liebe will euch beglücken, die ihr Seine Kinder und aus Seiner Liebe hervorgegangen seid...

Seine Liebe will euch ewiglich die Herrlichkeiten schenken im geistigen Reich, die unvergleichlich sind, aber jedem verheißen, der die Gebote Gottes erfüllt... die „Er bereitet hat denen, die Ihn lieben...“ Nur Liebe fordert Gott von euch, und diese Liebe kann ein jeder Ihm schenken, und er soll sie Ihm schenken in völlig freiem Willen, ohne daß ihn die Furcht vor Strafe oder die Erwartung von ungeahnten Herrlichkeiten dazu antreibt... Liebe allein will Gott von euch, und Seine Liebe wird euch beglücken bis in alle Ewigkeit...

Amen


B.D. NR. 7315 - 24.3.1959

Versuchungen des Gegners durch weltliche Verlockungen...

Wenn es euch nach der Welt gelüstet und nach ihren Freuden, so wisset ihr, daß sich euch der Versucher naht, der euch wieder für die Welt gewinnen will, die ihr sie zu fliehen euch bemüht. Das Reich irdischer Lust und Freude ist sein Bereich, und in diesem herrschet er wahrlich in einer Weise, das ihm viele Menschen verfallen, denn sie alle gieren nach Lust und Freuden irdischer und körperlicher Art, und sie alle kommen auf ihre Kosten, wenn sie der Welt huldigen und allen seinen Verlockungen folgen, die er ihnen vor Augen stellt. Anders als durch die Welt kann er die Menschen nicht betören, denn sowie diese einmal sich für das geistige Reich entschieden haben, werden sie wahrlich ihm nicht zu Willen sein und ihre Gedanken ihm zuwenden...

Aber dann tritt er durch die Welt und ihre Reize ihnen entgegen, und der Wille des Menschen muß schon sehr stark sein, um den Versuchungen Widerstand zu leisten...

Darum merket auf, wenn ihr der Welt Freuden abzugewinnen sucht, daß ihr in Gefahr seid, seinen Verführungskünsten zu erliegen, und wappnet euch zum Widerstand. Wendet eure Blicke mit vermehrtem Eifer wieder der geistigen Welt zu, gebt euch selbst Rechenschaft, inwieweit ihr standhaltet solchen Versuchungen, von denen ihr mit Sicherheit annehmen könnet, daß sie das Werk des Gegners sind, der euch von Gott und Seinem Reich abwendig machen will und daher auch kein Mittel scheut, dieses Ziel zu erreichen. Bei einem Ernstlich-Strebenden wird er zwar nicht viel erreichen, als daß der Mensch die Lebensanforderungen erfüllt, die er erfüllen muß, da er mitten in der Welt steht und sich darin bewähren soll. Dennoch ist das Empfinden des Herzens dabei ausschlaggebend, denn dieses soll sich nicht gefangennehmen lassen, indem es begehret irdische Freuden und Genüsse, denn das Begehr des Herzens ist maßgebend, wie weit sich der Mensch wieder von der geistigen Welt entfernt und in die irdische Welt zurückkehrt. Die Versuchungen des Gegners von Gott hören nicht auf, bis zuletzt ringt auch er um die Seelen derer, die ihm verlorenzugehen drohen, bis zuletzt wird er nicht nachlassen, immer wieder mit der irdischen Welt das geistige Reich zu verdrängen, und immer wieder muß daher die Seele Festigkeit zeigen und widerstehen. Und je weiter sie ist in ihrem Streben, desto leichter wird ihr die Abwehr fallen und desto geringer wird die Gefahr, ihm wieder zu Willen zu sein, denn auch das geistige Reich wird die Seele fesseln und sie nicht mehr freilassen, sowie ihr Wille Gott zugewandt ist und die Seele also nicht mehr dem Gegner angehört, sondern mehr und mehr frei wird von ihm...

Dann können die Versuchungen den Menschen nicht mehr berühren, die Welt hat an Reiz verloren, und nur das geistige Reich ist ihm noch begehrenswert, die Vereinigung mit Gott ist der Seele einzigstes und höchstes Ziel, und sie wird auch dieses Ziel erreichen...

Amen


B.D. NR. 7316 - 25.3.1959

Empfindungen von Körper und Seele beim Wortempfang...

Der weltlich gerichtete Mensch fühlt nur mit körperlichen Sinnen, der geistig Strebende dagegen mit geistigem Sinn, und obgleich dies nicht dem Körper bewußt ist, befindet sich die Seele in einem Zustand der Glückseligkeit, sowie sie die Verbindung herstellt mit Mir, um Mein Wort zu vernehmen. Und der Seele diesen Zustand recht oft zu verschaffen, das soll euer ständiges Streben sein, ihr solltet jede freie Minute dazu verwenden, ins geistige Reich eure Gedanken zu senden, und es wird eure Seele wahrlich großen Nutzen davon ziehen, selbst wenn ihr körperlich nichts von einer Erhebung der Seele spüret. Wäre aber letzteres der Fall, so würde schon der Verkehr mit Mir einem leisen Zwang unterworfen sein oder mehr einem egoistischen Triebe entspringen, weil sich der Körper Wohlempfinden schaffen möchte und um dessentwillen er nur den Austausch zwischen Mir und ihm ersehnte. Aber der Wille soll völlig frei sich entscheiden, und darum wird auch jeder Austausch immer eine Bereitwilligkeit voraussetzen zu einem kleinen Opfer, solange der Mensch selbst nicht von einem so starken Verlangen erfüllt ist, Mich und Mein Wort zu hören, daß ebenjenes Verlangen ihn antreibt zur Verbindung mit Mir. Dieser Zustand ist zwar der rechte, in dem Ich allzugern Mich Meinem Kind mitteile, jedoch Ich lasse Mir auch genügen, wenn es Mir überhaupt die Möglichkeit gibt, Mich euch Menschen gegenüber zu äußern, weil Ich die Bedeutsamkeit und Dringlichkeit erkenne, daß den Menschen das reine Evangelium wieder verkündet werde, und weil dazu ebenjene innige Bindung Voraussetzung ist, die der Mensch im freien Willen herstellen muß. Er kann nicht dazu gezwungen werden, er kann auch nicht willkürlich von Mir in einen Zustand versetzt werden, wo er mechanisch nur Meinen Willen erfüllt und Mein Wort aus der Höhe entgegennimmt...

Er muß völlig frei aus sich heraus Verbindung mit Mir suchen und wollen, daß Ich ihn anspreche zum Segen aller, denen er nun Mein Wort weiterleiten will. Und Ich werde ihn belehren und ihm immer wieder geistige Nahrung zuführen für sich selbst und für alle Seelen, die sich sättigen wollen an dem Brot des Himmels. Und ob auch seine Sinne nichts spüren von einer Vereinigung, aber die Seele ist beglückt und bereichert und ergötzt sich an den Gaben, die ihr reichlich zufließen als Beweis Meiner Liebe, welche die Seele fühlt. Immer wieder muß der Mensch aus eigenem Antrieb die Bindung suchen mit Mir, um immer wieder neu gestärkt werden zu können von Meiner Kraftzufuhr, doch einmal wird sie den Segen dessen erfahren, daß der eigene Wille stark genug war, die Bindung mit Mir herzustellen und sich von Mir ansprechen zu lassen. Den Lohn wird sie empfangen, niemals aber darf der Lohn so offen spürbar sein, daß nur um des Lohnes willen die Bindung hergestellt wird. Und darum geht jedem Wortempfang auch immer erst die Tätigkeit des Willens voraus, der sich bereit erklären muß, zu lauschen und also entgegenzunehmen das Brot des Himmels, die rechte Speise und den rechten Trank für die Seele...

Und diese wird großen Segen erfahren und ständig reifen können, denn Mein Wort ist nicht ohne Wirkung, Mein Wort ist mit Meiner Kraft gesegnet, die euch allen zur Vollendung verhilft...

Amen


B.D. NR. 7317 - 26.3.1959

Anfechtungen des Gegners...

Jesu Ängste auf dem Ölberg...

Ihr werdet noch des öfteren euch bewähren müssen, denn die Anfechtungen werden nicht nachlassen bis zum Ende. Aber ihr sollt auch bedenken, daß ungewöhnliche Gnadengaben es euch erleichtern werden, allem standzuhalten, daß ihr durch die Zuführung Meines Wortes von oben auch ein bedeutendes Maß von Kraft empfanget, wozu Ich immer wieder sagen muß, daß dies eure Seele wahrlich empfindet, selbst wenn ihr körperlich in großer Schwäche euch befindet und glaubet, nicht stark genug zu sein zum Widerstand. Ich stehe euch bei, Ich lasse euch nicht allein, Ich weiß um euer Ringen und um eure Seelennöte, Ich weiß um eure körperlichen Nöte und Schwächen, aber Ich habe euch Meine Hilfe verheißen, so ihr euch nur an Mich wendet, und Ich werde euch diese Hilfe auch sicherlich gewähren, denn Ich liebe euch und will euch nicht verlieren an Meinen Gegner, der in nicht-verkennbarer Weise sein Spiel mit euch treibt, um euch zu gewinnen. Doch lasset ihm nicht diesen Triumph, sondern wendet euch einfach an Mich, und Ich werde euch helfen. Gerade das geistige Streben sucht er zu unterbinden und euch in jeder Weise zu hindern und so ihr dies wisset, sollt ihr mit erhöhter Kraft euch einsetzen, indem ihr vorerst betet nur um Stärkung in eurer Schwäche... und sichtlich wird sie euch zugehen, nur erfordert es von euch Überwindung, und diese muß euer freier Wille aufbringen. Aber ein herrlicher Sieg wird euch beschieden sein, denn die Seele hat ihren Vorteil von einem jeden bestandenen Kampf, wenn auch ihr selbst nur das Gefühl einer Liebeerfüllung Mir gegenüber verzeichnen könnet; doch ihr werdet stets stärker werden und Sieger bleiben über ihn...

Und gedenket Meines Erlösungswerkes und der starken Anfechtungen zuvor...

Auch über Mich suchte der Gegner Herrschaft zu gewinnen, auch Mich suchte er zurückzuhalten von dem Werk, das Ich vollbringen wollte, auch Mich hatte er mit dem Gefühl tiefster Schwäche erfüllt und Mir jeglichen Glauben genommen an Meine Widerstandskraft. Und Ich betete als Mensch und erfuhr Stärkung und wurde so der Sieger über ihn, weil Mein Wille stark war, euch Menschen zu erlösen. Und solange ihr den Willen Mir zulenket, brauchet ihr nicht zu fürchten, daß Ich euch Meinem Gegner überlasse. Ich werde mit ihm um eure Seele ringen, und wahrlich, Ich werde sie gewinnen für Mich für alle Ewigkeit...

Amen


B.D. NR. 7318 - 27.3.1959

Karfreitag...

Über alle Maßen leidvoll war der Kreuzgang Jesu und Sein Sterben am Kreuz...

Und sollte euch Menschen dieses Leid so offenbar gemacht werden, daß ihr es fassen könntet, ihr würdet wahrlich vor Entsetzen vergehen und es nicht begreifen können, daß ein Mensch ein solches Maß ertragen konnte. Aber es war die Kraft der Liebe, die solches ertrug für die Mitmenschen, die unter der Knechtschaft des Satans standen und die Er aus dieser Knechtschaft befreien wollte. Der Mensch Jesus ersah kraft Seines hohen Liebegrades das unermeßliche Leid der gesamten Menschheit unter der Herrschaft des Satans. Und dieses erbarmte Ihn, so daß Er alles auf Sich nehmen wollte, um nur für die Menschen die Leiden zu verringern und ihnen den Weg frei zu machen zu ihrem himmlischen Vater, Den sie einstens freiwillig verlassen hatten und darum in die Hände des Gegners gefallen sind. Er wußte um die endlos große Sünde des Abfalls von Gott, wie Er aber auch wußte, daß niemals die Menschen fähig waren, für diese Sünden Genugtuung zu leisten. Und also bedeutete diese Unfähigkeit auch ewige Trennung von Gott, vom Vater, als Dessen Kinder sie einstens ausgegangen waren in höchster Vollkommenheit. In Seiner endlosen Liebe zu Gott und auch zu den gefallenen Brüdern suchte Er, diese wieder zu vereinen und Er war bereit, den höchsten Preis dafür zu zahlen... das Erlösungswerk am Kreuz darzubringen als Sühneopfer für die große Schuld des einst Gefallenen. Der Mensch Jesus aber barg eine Seele aus dem Reiche des Lichtes...

Diese aber mußte in der Form eines schwachen Menschen jenes Werk der Tilgung der Schuld vollbringen, was soviel bedeutete, als daß die Größe der Schuld in keinem Verhältnis stand zu dem Maße von Qualen und Leiden, die ein Mensch zu ertragen fähig war, und nimmermehr hätte ein menschlicher Körper das aushalten können, was der Mensch Jesus auf Sich nahm, wenn Dieser nicht durch Seine übergroße Liebe auch über ein Maß von Kraft verfügt hätte, die Ihn dazu befähigte, den qualvollsten Tod am Kreuz zu sterben nach maßlosen Leiden und Schmerzen zuvor, die für jeden anderen Menschen schon genügt hätten, ihm das irdische Leben zu nehmen. Doch Jesus wollte leiden um der Menschen willen, und die Kraft Seiner Liebe hielt durch bis zum Ende...

Aber das Leid war unermeßlich und für euch Menschen nicht faßbar, und nur, weil die Liebe dieses Opfer darbrachte, nahm Gott es an, und Er ließ es zu, daß sich über einen reinen, sündenlosen Menschen die Peiniger als Abgesandte des Satans stürzten und Ihm immer neue Schmerzen und Wunden zufügten, um Seine Leiden zu erhöhen. Es war wirklich ein Akt größter Erbarmung, der nur damit zu erklären ist, daß Jesus auch die entsetzliche geistige Not sah, der die Menschen entgegengingen, und Er sie von dieser Not erlösen wollte. Das Erdenleben wird einmal beendet, aber das geistige Leben dauert an, und Er übersah dieses geistige Leben in all seiner Qual und Gebundenheit. Er wußte, daß es daraus keine Rettung mehr gab, daß die Menschen selbst sich nicht daraus retten konnten, daß zuvor die große Schuld bezahlt werden mußte, wozu die Menschen selbst nicht fähig waren...

Und dieses Wissen bewog Ihn zu Seinem Erlösungsplan mit allen seinen Qualen und Leiden, mit aller Angst und dem bittersten Leiden und Sterben am Kreuz. Ganz bewußt ist Jesus in den Tod gegangen, und gerade das Wissen zuvor hat Sein Leid noch ums Vielfache erhöht, weil Er als Mensch die gleichen Ängste und Schmerzen erdulden mußte, also keine Minderung derer hatte durch Seine Göttlichkeit...

Denn die Gegenwart Gottes in Ihm hatte nicht Seinen Willen bestimmt, der bis zum Ende völlig frei sich entscheiden mußte, was ebendie bittersten Kämpfe und Überwindungen kostete, bevor der letzte Akt des Erlösungswerkes vor sich ging. Aber Er hatte den Kampf bestanden, Er gab Sein Leben freiwillig hin am Kreuz, denn er hatte bis zum Ende die Macht, alles von Sich abzuwenden, doch Er gebrauchte diese Macht nicht mehr, sondern litt und starb unter entsetzlichen Schmerzen, um das Erlösungswerk zu vollbringen... um die Menschheit vor Gott wieder zu entsühnen und ihr den Weg frei zu machen zum Vater, der ihr bis dahin verschlossen war...

Denn die Liebe Jesu zu Seinen gefallenen Brüdern war endlos und diese Liebe nahm alles auf sich, um ihnen Hilfe zu bringen, um sie zu erlösen von Sünde und Tod...

Amen


B.D. NR. 7319 - 28.3.1959

Ostern...

Und ob ihr auch Kenntnis nehmet von Meinem Erlösungswerk, von dem Werk der Erbarmung, das Ich für euch vollbrachte... ihr seid nicht fähig, es in seiner ganzen Tiefe und Bedeutung zu erfassen, denn eure Unvollkommenheit verfinstert noch euren Geist und lässet nur vereinzelt Lichtstrahlen aufblitzen, so daß ihr die Finsternis mit einem Dämmerlicht vertauschen könnet, wenn ihr euch hineinversetzet in dieses größte Werk der Barmherzigkeit... wenn ihr tief innerlich euch die einzelnen Phasen Meines Kreuzganges und Meines Leidens und Sterbens am Kreuz betrachtet und Mich in tiefer Liebe eures Herzens begleitet auf diesem Gang...

Dann werdet ihr auch nur momentweise etwas ahnen können von Meiner unermeßlichen Liebe zu euch, die dieses Opfer Mich bringen ließ, und ihr werdet gleichsam teilnehmen daran, wenn sich eure Seele hineinversetzt und zu verstehen sucht, was euch als nur Mensch unverständlich ist. Mein Blut habe Ich für euch vergossen...

Diese Worte werden dahingesprochen und wahrlich nicht in ihrer Tiefe erfaßt...

Mit Meinem Blut, mit Meinem Leben erkaufte Ich euch euer Leben wieder zurück, das ihr verloren hattet an Meinen Gegner, und Ich habe wahrlich den höchsten Kaufpreis gezahlt, den ein Mensch zu zahlen fähig ist, denn die Liebe gab Mir dazu die Kraft, die Mich bis zur Stunde des Todes in so hohem Maße erfüllte, daß Ich geduldig alle Schmerzen litt und die bittersten Leiden auf Mich genommen habe, um euch Menschen das Leben wiederzugeben, das ihr verloren hattet. Ich starb für euch...

Denn diesen Tod hattet ihr euch selbst durch eure einstige Sünde der Abkehr von Gott verdient... d.h., ihr standet inmitten des Todes, euch fehlte das Leben, für das ihr geschaffen waret...

Und euch fehlte daher auch die Seligkeit, denn „Leben“ allein ist Seligkeit. Und diese Seligkeit wollte Ich euch wiedergeben und mußte daher euch das Leben erkaufen mit den größten Opfern, deren nur ein liebeerfüllter Mensch fähig war. Aber dieses Opfer war auch für Mich unermeßlich schwer, denn Mein menschlicher Leib war nicht anders geartet als der jedes anderen Menschen, aber die Kreuzeslast war so schwer, daß Ich sie nur unter Aufbietung aller Kraft und aller Liebe tragen konnte und auch getragen habe für euch, Meine gefallenen Brüder...

Mit Worten aber ist diese Last nicht zu beschreiben, und ebenso kann der Verstand des Menschen die Größe des Opfers nicht begreifen; nur ein Herz, das voller Liebe ist, vermag sich hineinzuversetzen, und dieses Herz wird ebenso mitleiden und den Kreuzgang gehen mit Mir und Mich maßlos beglücken, weil ein solches Herz ein losgekauftes Opfer Meines Gegners ist und Mir nun gehört auf ewig und weil es wahrlich für Mich eine übergroße Freude ist, zu wissen, daß das Kreuzesopfer nicht vergeblich gebracht worden ist für solche Seelen, die Mich lieben und Mir nachzufolgen bemüht sind. Diesen wird auch ein kleines Licht leuchten, sie sind aus der geistigen Finsternis herausgetreten, und den ersten Grad des Erkennens haben sie schon durchschritten, wenn auch Mein Erlösungswerk in seiner ganzen Bedeutung ihnen erst im geistigen Reich wird offenbar werden, aber es wirft seine Lichtstrahlen voraus, und selig, der sich in diesen Strahlen schon bewegen kann, solange er noch auf Erden weilt... selig, der also zu den Erlösten gehört und Mein Kind geworden ist durch Meinen Kreuzestod...

Amen


B.D. NR. 7320 - 29.3.1959

Auferstehung am dritten Tage...

Und ihr könnet alle frohlocken, denn der Herr ist auferstanden von den Toten...

So erklang es im Reiche der Geister sowie auch bei den Meinen, denen Ich am dritten Tage erschienen bin, als Ich das Grab verlassen hatte und Mich Meinen Jüngern zeigte...

In ihre Herzen war tiefe Wehmut eingezogen, denn sie hatten das verloren, was all ihr Inhalt gewesen war in der Zeit, da sie mit Mir wandelten auf Erden. Sie hatten Mich verloren, wie sie glaubten, für ewig an den Tod, denn sie wollten und konnten es nicht glauben, daß Ich auferstehen würde von den Toten, auch wenn Ich zuvor sie darauf aufmerksam gemacht hatte. Die Jünger waren noch genauso irdisch gebunden, und die Realität der irdischen Welt ernüchterte sie, und Furcht und Jammer hatte sie erfaßt in so hohem Maße, daß Ich sie trösten und stärken wollte und darum ihnen erschienen bin nach Meiner Auferstehung...

Ihnen hatte Ich den Auftrag gegeben, hinauszugehen in die Welt und Mich zu verkünden, d.h., Meine göttliche Liebelehre zu verbreiten und den Menschen Kunde zu geben von dem Erlösungswerk, das Ich für alle Menschen vollbracht hatte...

Um diese Mission aber ausführen zu können, mußten sie voll überzeugt sein von der Wahrheit dessen, was sie künden sollten...

Und zu dem Erlösungswerk gehörte auch Meine Auferstehung, die erst das Werk der Erlösung krönte, denn die Menschen sollten erfahren, daß Ich den Tod besiegt hatte, daß es ewig keinen Tod mehr zu geben braucht für den, der in Meiner Nachfolge geht, der in den Segen Meines Erlösungswerkes kommen will und der also ein Leben führt, wie Ich es auf Erden geführt habe. Dieser also braucht keinen Tod mehr zu fürchten, weil Ich den Tod besiegt habe und also auch den, der ihn in die Welt gebracht hatte. Und darum ist Meine Auferstehung den Menschen-sichtbar vor sich gegangen, d.h., auch nur denen konnte Ich sichtbar erscheinen, deren Reifegrad es erlaubte, daß sie Geistiges schauen konnten, denn Mein Leib war geistig, es war nicht mehr der Fleischleib, der deshalb auch nur denen schaubar sein konnte, die schon die geistige Sehe besaßen und denen Ich darum auch Meine Auferstehung angekündigt hatte. Daß Mein Grab leer war, brachte wohl auch die anderen Menschen zum Erstaunen, doch sie suchten sich alle andere Erklärungen als die, daß Ich auferstanden bin von den Toten...

Und es wird diese Lehre eben immer einen „Glauben“ fordern, den aber auch alle Menschen gewinnen können, wenn sie freiwillig unter Mein Kreuz kommen, wenn sie zu denen gehören wollen, für die Ich den bittersten Tod am Kreuz gestorben bin. Der Glaube an Mich und Mein Erlösungswerk schließt auch gleichzeitig den Glauben an Meine Auferstehung ein, weil eine durch Mein Blut erlöste Seele auch schon die Gewißheit eines unzerstörbaren Lebens in sich hat...

Die Jünger waren noch nicht von Meinem Geist erfüllt, in ihnen war es nach Meiner Kreuzigung noch dunkel, weil die Angst in ihnen, die menschlich war, kein Licht zuließ. Und ihnen kam Ich zu Hilfe durch Mein sichtliches Erscheinen, das dann aber auch übermächtig sie überzeugte und froh und selig werden ließ, so daß nun ihnen ihre Mission leicht ausführbar dünkte und sie nun mit erhöhter Kraft sich einsetzen wollten für die Verkündigung Meiner Lehre und Meines Kreuzestodes nebst Meiner Auferstehung. In den Tagen nach Meiner Auferstehung konnte Ich Meinen Jüngern sofort Kraft zuleiten, denn die Erlösung auch dieser Seelen war nun vorangegangen, und sie konnten sich schon frei machen von ihrem bisherigen Herrn, und ohne Scheu traten sie dann ihr Verkünderamt an, denn sie wußten es, daß sie nun nicht mehr sterben konnten oder nur noch dem Leibe nach, daß sie aber in Meinem Reich weiterleben würden, und so hatte auch für sie der Tod nun seine Schrecken verloren...

Der Akt der Auferstehung war also gleichsam erst eine Hilfestellung für die Meinen, die Ich in größter seelischer Not zurückgelassen hatte, weil deren Glaube doch noch nicht die Festigkeit hatte, die nötig war für ihren Auftrag, Mein Wort hinauszutragen in die Welt...

Sie aber sollten an Meiner Statt reden, und sie sollten daher auch nun diesen überzeugten Glauben haben, der nur ihre volle Erlösung voraussetzte, dann aber auch unwiderlegbar bei allen Meinen Jüngern vorhanden war, so daß sie Mir wahrlich getreue Ausbreiter Meiner Lehre sein konnten, als nun ihre Mission begann...

Amen


B.D. NR. 7321 - 30.3.1959

Der göttliche Kreuzträger Jesus Christus...

Traget alle eure Lasten und Sorgen hin unter das Kreuz...

Sowie ihr euch dem göttlichen Kreuzträger anvertraut, werdet ihr eurer Last fühlbar enthoben sein, denn Er wird es euch tragen helfen, oder Er wird euch die Last abnehmen und zu der großen Sündenlast werfen, für die Er am Kreuz gestorben ist. Ihr Menschen nützet alle diese große Vergünstigung viel zuwenig aus, ihr quält euch selbst oft lange, und ihr könnt euch die Last doch nicht selbst verringern; aber ihr geht auch nicht den Weg zu Ihm, Der euch doch immer Seine Hilfe verheißen hat, Der euch alle liebt und Der nicht will, daß ihr leidet. Und Er hat zu euch gesagt: „Kommet alle zu Mir, die ihr mühselig und beladen seid, Ich will euch erquicken...“ Immer und immer wieder sollet ihr dieser Seiner Worte gedenken und also zu Ihm hingehen, Ihm in eurer Not euch anvertrauen und nun ergeben auf Seine Hilfe warten, denn Er wird euch helfen, weil Er es euch verheißen hat und weil sich Seine Verheißungen wahrlich auch erfüllen. Er weiß wohl um alle eure Nöte, aber Er fordert von euch, daß ihr zu Ihm kommet, daß ihr dadurch euren Glauben bezeuget an Seine Liebe und Macht...

Er fordert von euch die zutrauliche Hingabe an Ihn, Er will es Selbst, daß ihr Ihm eure Lasten aufbürdet, Er will sie für euch tragen, um euch davon zu befreien, denn Er kann dies tun, sowie ihr Ihn anerkennt als den Erlöser Jesus Christus, Der eins ist mit dem Vater, oder auch: sowie ihr Jesus Christus anerkennt als euren Gott und Vater von Ewigkeit, Der für euch über die Erde gegangen ist in dem Menschen Jesus, um euch zu erlösen. Und jede Belastung ist immer noch ein Zeichen von Schuld, von Unvollkommenheit, die euch also unter Sein Kreuz treiben soll, weil ihr dadurch euren Glauben an Ihn bezeuget und Er dann mit Recht euch befreien kann von dem, der euch bedrückt und bedrängt...

Eine jede Last ist für euch erträglich, wenn ihr von Ihm, dem göttlichen Kreuzträger gestärkt, werdet oder Er sie euch tragen hilft. Denn ein kleines Kreuzlein zu tragen wird euch allen auferlegt, auf daß ihr die Nachfolge Jesu gehen könnet. Und dieses kleine Kreuzlein müsset ihr auch ergeben auf euch nehmen, wird doch eure Widerstandskraft daran gestärkt, und ihr werdet kräftige Streiter wider den Feind eurer Seelen, kräftige Streiter auch für den Herrn, an Dessen Seite ihr nun wahrlich nicht erfolglos kämpfet. Aber Er wird auch nicht zulassen, daß das Kreuz euch niederdrückt, daß es zu schwer auf euren Schultern ruht, Er wird immer mit Seinen starken Armen bereit sein, euch zu stützen oder das Kreuz auf Seine Schultern zu nehmen, weil Seine Liebe sorglich über euch wachet, daß ihr nicht das Opfer dessen werdet, der euch zu Fall bringen will. Daher gedenket immer der Worte Jesu: „Kommet alle her zu Mir, die ihr mühselig seid und beladen...

Ich will euch erquicken...“ Ihr brauchet nicht hoffnungslos zu verzagen, ihr brauchet euch nur immer an Jesus Christus zu wenden und euch Ihm schrankenlos anzuvertrauen, und Er wird euch hören...

Er wird in väterlicher Liebe euch an Sich ziehen, und Leib und Seele werden gekräftigt sein von Seiner Liebe und Erbarmung, die euch immer nur zu beglücken sucht...

Amen


B.D. NR. 7322 - 31.3.1959

Abstieg zur Hölle...

Je mehr ihr darüber nachdenket, welchen Preis Ich gezahlt habe, um euch das ewige Leben zu erkaufen, desto mehr muß euch auch die Frage bewegen, was mit den Seelen geschah, die vor Meinem Kreuzestode gelebt haben und gestorben sind und deren Seelen noch im Sinne des Wortes tot waren, eben weil Ich ihnen das Leben noch nicht schenken konnte. Denn ihre Seelen gehörten noch dem Gegner, sie waren noch nicht losgekauft von ihm, bevor Ich nicht das Erlösungswerk vollbracht hatte...

Diese Seelen waren auch je nach ihrem Lebenswandel in einem Totenreich, wo sie... ihrer Existenz sich bewußt... ein Dasein führten, das nicht „Seligkeit“ genannt werden konnte. Aber es war die Sphäre, wo sie weilten, doch auch nicht als „Hölle“ anzusprechen, wo die Seelen derer waren, die in ihrem Erdenleben sich ganz als Anhänger des Satans erwiesen und verhalten haben. Es war eine Vorhölle, kein Ort des Friedens und der Seligkeit, aber auch kein Ort der tiefsten Finsternis und Qual. In ihrem Bewußtsein traten auch zuweilen lichte Momente ein, wo sie sich gegenseitig austauschen konnten, wo ihnen Bilder aus dem Erdenleben ins Gedächtnis kamen und wo ihnen auch bewußt wurde, daß ihres Verweilens in dieser Sphäre nicht ewig sei, sondern daß sie einmal errettet werden von dem Messias, Der ihnen auf Erden schon von Propheten angekündigt worden war...

Und diesen Retter erwarteten die Seelen, die durch ihren Lebenswandel auch Gott erkannt und Ihm treu gedient hatten...

Zu denen nun stieg Ich nach Meinem Tod am Kreuz herab...

Auch sie erfuhren von dem Gnaden- und Erbarmungsakt Meiner Liebe, auch für sie war Mein Blut geflossen, auch ihre Seelen wollte Ich loskaufen von dem bisherigen Herrn...

Aber sie mußten dazu freiwillig ihre Zustimmung geben, und Ich kam daher nicht als strahlender Lichtgeist zu ihnen, Dem sie folgen mußten kraft des zwingenden Lichtes, sondern Ich kam als der am Kreuz leidende Christus zu ihnen, mit allen Anzeichen Meines Kreuzestodes, jedoch als Mensch, Der Sich aus Liebe für Seine Mitmenschen ans Kreuz hatte schlagen lassen...

Denn auch sie mußten zuvor ohne Zwang an Mich glauben, daß Ich der verheißene Messias war, sie mußten Mir genauso freiwillig folgen wie Meine Jünger in der Zeit Meines Erdenwandels...

Sie konnten es wohl alle ahnen, wer Ich war, aber die volle Gewißheit blieb ihnen vorenthalten, die jedoch sie bestimmt hätte, wäre Ich nach Meiner Auferstehung in dieses Reich herabgestiegen, wo Licht und Glanz Mich umhüllten, wo Ich das überaus strahlende Geisteskleid angezogen hatte, dessen Licht kein Wesen zu widerstehen vermochte. Ich stieg hinab zur Hölle...

Aus der Vorhölle folgten sie Mir alle, denn ihnen fehlte nur noch ein kleinstes Licht, und das brachte Ich ihnen durch alle Meine Zeichen des bitteren Kreuzestodes...

Aber auch in die tiefsten Tiefen stieg Ich hinab, um auch dorthin zu kommen als liebe-erfüllter Mensch, Der Sein Leben gelassen hatte für Seine Brüder...

Aber Ich fand nur wenig Glauben, und nur wenige lösten sich aus dem Knäuel der Verworfenheit...

Denn sie alle waren noch zu tief in den Klauen des Feindes, der sie gefesselt hielt, weil er selbst wutentbrannt Meinen Sieg über sich erkennen mußte und daher alles tat, um seinen Anhang in der Tiefe zu behalten...

Denn nun wußte er es, daß Ich stärker war als er und daß es Mir gelungen war, denen die Ketten zu lösen, die Mir nachfolgen wollten. Diese konnte er nicht mehr hindern, und er wird ewiglich keine Macht mehr haben über die Seelen, die sich um Jesu Christi willen frei machen wollen von ihm. Aber er wird immer mehr an Anhang verlieren...

Denn Ich bin für alle Menschen gestorben, und einmal werden auch alle Menschen erlöst sein von ihm...

Denn auch er selbst wird sich einmal der Kraft Meiner Liebe ergeben, auch er wird einmal nach Meiner Liebe verlangen...

Ewigkeiten werden zwar noch vergehen, doch vor Mir sind tausend Jahre wie ein Tag...

Amen


B.D. NR. 7323 - 1.4.1959

Vollkommenheit Gottes...

Unbegrenzte Liebe...

Ihr könnet Meines Segens immer gewiß sein, wenn sich eure Gedanken in geistige Gebiete erheben, denn darauf warte Ich, weil Ich dann euch ansprechen kann, wenn ihr dies wollet. Niemals werde Ich Mein Ohr einer geistigen Bitte verschließen, niemals werde Ich von Mir aus es verhindern, daß ihr Meine Stimme vernehmet, denn Ich warte nur auf euch, daß ihr euer Herz öffnet, um Meinen Geist in euch einfließen zu lassen. Und so vernehmet, daß Ich euch liebe von Anbeginn mit einer solchen Tiefe, daß es nichts gibt, was Mich von euch trennen könnte...

Auch eure freiwillige Abkehr von Mir vermochte nicht, Meine Liebe zu euch zu verringern. Und die Liebe sucht immer Vereinigung, die Liebe sucht zu beglücken und mit dem Gegenstand ihrer Liebe verbunden zu sein. Und so auch gilt Meine Liebe euch Menschen, als einst von Mir abgefallenen Geistwesen, mit unverminderter Stärke, und sie wird darum keine Gelegenheit ungenützt lassen, also keine von euch Menschen hergestellte Bindung auslassen, wo sie sich verschenken kann. Würde Ich euch nun eine geistige Bitte abschlagen, würde Ich stumm bleiben, wenn ihr Mich zu hören begehret, so wäre Meine Liebe wahrlich nicht so tief... dann aber wäre Ich auch nicht vollkommen, denn alles Vollkommene kennt keine Begrenzung...

Ihr brauchtet nur einmal darüber nachzudenken, was es heißt, wenn ihr von Mir als einem vollkommenen Wesen redet...

Jede „Begrenzung“ wäre ein Mangel, also Unvollkommenheit, die wohl für euch Menschen gilt, nicht aber für euren Gott und Schöpfer, für euren Vater von Ewigkeit. Und Meine endlos große Liebe erklärt auch, daß Ich alles das euch erfülle, was euch näherführen kann zu Mir...

Eine väterliche Anrede also zieht unwiderruflich Mein Kind zu Mir, und da Ich diese Vereinigung ersehne, werde Ich auch immer einer solchen Bitte nachkommen und reden, solange Mir Mein Kind Herz und Ohr öffnet. Ich kenne keine Grenzen, aber Ich schweige, wo Mir von seiten Meiner Kinder selbst Grenzen gesetzt werden, denn Ich zwinge euch nicht durch die Allgewalt Meiner Liebe. Aber Meine Liebe geht euch ständig nach, auch wenn ihr euch von Mir entfernt haltet, auch wenn ihr glaubt, ohne Mich auskommen zu können. Dann werde Ich in euch nur ein Gefühl der Leere aufkommen lassen, doch immer nur, wenn Ich um euren Willen weiß, daß er Mir gehört. Denn einen Anhänger Meines Gegners werde Ich nicht mit Meiner Liebe bedrängen, solange er diese noch zurückweiset durch Mir abgewandten Willen. Aber euch, Meine Kinder, kenne Ich und weiß auch um die Richtung eures Willens. Und das dürfet ihr glauben, daß Ich euch nicht mehr auslasse, selbst wenn ihr zeitweilig Meine Hand freigebet und eigene Wege gehet...

Ihr wandelt nicht weit und lange in eurer Einsamkeit, denn Ich folge euch auf eurem Wege, und sowie euch Gefahr droht, daß sich Mein Gegner euch zugesellt, werdet ihr von Unruhe ergriffen euch umsehen nach eurem Führer und Beschützer und hastig wieder Meine Hand ergreifen, die sich euch entgegenstreckt. Denn Ich lasse euch nicht, weil Ich weiß, daß ihr immer wieder eure Blicke Mir zuwendet und daß ihr schon Mein Besitz geworden seid durch euren Willen. Und das ist Meine Liebe zu euch, daß Ich euch segne jeden Tag aufs neue, daß Ich eure Kraft mehre, daß Ich zu euch rede, wann immer ihr Mich zu hören begehrt...

Und so geleitet euch Meine Liebe sicher und allezeit bis in alle Ewigkeit...

Amen


B.D. NR. 7324 - 2.4.1959

Das letzte Gericht ist in der Liebe Gottes begründet...

Meine Liebe gilt allen Meinen Geschöpfen, insbesondere aber denen, die noch in weitester Entfernung von Mir weilen und deren Entwicklungsgang zur Höhe noch im Anfang steht. Ewige Zeiten vergehen noch, bis auch dieses Geistige im Stadium als Mensch sich seiner letzten Fessel entledigen kann... während ihr nun in diesem Stadium angelangt seid, wo euch die völlige Freiwerdung aus der Form möglich ist, wenn ihr dieses kurze Erdendasein recht nützet... Jenes Geistige aber soll noch den endlos langen Gang seiner Entwicklung gehen, es liegt vor ihm noch ein Übermaß von Qualen und Leiden im gebundenen Zustand, von dem ihr euch als Mensch keinen Begriff machen könnt...

Die Höherentwicklung durch die Schöpfungswerke erfordert eine Zeitspanne, die euch gleichfalls unvorstellbar ist...

Immer leidet das Wesen, weil es nicht frei ist, wie es ursprünglich geschaffen wurde, und weil seine Aufwärtsentwicklung nur unter Qualen der Fesselung vor sich gehen kann durch die Gesteinswelt, durch die Pflanzen- und die Tierwelt bis hinauf zum Menschen...

Als Mensch nun ist ihm eine gewisse Freiheit gegeben, sowohl willensmäßig als auch rein körperlich, denn es kann sich nach eigenem Willen betätigen und bewegen und unterliegt nicht mehr dem Mußgesetz so wie in der Vorentwicklungszeit. Die Dauer des Erdenlebens eines Menschen ist auch nur sehr kurz, gemessen an der endlos langen Zeit jener Vorentwicklung... Er kann bei gutem Willen leicht sein Ziel, die Freiwerdung aus der Form, erreichen...

Läßt er es jedoch am guten Willen fehlen, dann ist dies seine eigene Schuld, und sehr hart ist dann auch die Strafe... oder auch: Es schafft sich der Mensch die Folgen seines verkehrten Willens selbst...

Nun bedenket, welche Vorzugsstellung der Mensch schon hat im Vergleich zu jenem Wesenhaften, das seinen Entwicklungsgang noch beginnen soll oder schon einen kleinen Weg davon zurückgelegt hat... bedenket, daß auch dieses Wesenhafte Meine ganze Liebe besitzt, die Liebe des Vaters, Der Seinem Kind helfen will, aus der tiefsten Tiefe zurückzufinden zur Höhe, um einmal auch den Weg zum Vater zurücklegen zu können im Zustand des freien Willens. Jenes Wesenhafte also braucht auch Meine Nachhilfe, es ist so kraftlos, daß überhaupt nur Meine Hilfe es ermöglichen kann, es in immer höhere Entwicklungsstufen zu versetzen, es vorerst aus der härtesten Fessel zu erlösen und immer wieder die Fesseln zu lockern je nach dem Zustand der Reife, den das Geistige im Mußzustand erreicht hat...

Bedenket, daß ihr Menschen im Grunde das gleiche seid wie jenes Wesenhafte, daß auch ihr den gleichen Gang zurücklegen mußtet, daß auch bei euch Meine große Erbarmung mithalf, daß ihr die ersten Fesseln sprengen konntet vor endlos langen Zeiten...

Und nun bedenket, wie gleichgültig ihr jetzt eure Freiheit auswertet... wie ihr mit Leichtigkeit den letzten Entwicklungsgrad erreichen könntet auf Erden und wie säumig ihr seid, dieses euer letztes Ziel anzustreben. Meine Barmherzigkeit und Liebe aber ist und bleibt die gleiche, wie sie war im Anbeginn, und diese Liebe und Barmherzigkeit gedenket genauso des noch schmachtenden Geistigen wie auch des Menschen und hilft nach, wo es allein sich nicht helfen kann...

Der Mensch aber kann zur Reife gelangen im Erdenleben, und ist das nicht der Fall, dann hat sein freier Wille versagt, für den er sich verantworten muß. Und daß er sich verantworten muß, das wird ihm durch Mein Wort immer und immer wieder gepredigt, so daß er also wohl weiß, daß er nicht „ungestraft“ sündigen kann... was er aber tut, so er Meines Wortes nicht achtet, die Gebote Gottes mißachtet und nur der irdischen Welt und seinen körperlichen Genüssen huldigt, also sich Meinem Gegner willensmäßig zuerkennt und somit sich selbst das Ziel verwirkt, seiner letzten Fessel ledig zu werden. Darum wird ihn auch das Los treffen, wieder in die Materie gebannt zu werden, die das Reich Meines Gegners ist...

Ihr könnt dann aber nicht von einer „Lieblosigkeit“ Meinerseits sprechen, wenn jene Menschen die gerechte Strafe ereilt, wenn ein Gericht über die Erde hereinbricht, das in Meinem Heilsplan von Ewigkeit stets dann verhängt wird über die Menschheit, wenn Ich die Ordnung wiederherstellen will, die ihr Menschen umgestoßen habt im freien Willen...

Und ob auch unzählige Menschen dabei ihr irdisches Leben verlieren...

Meine Liebe gilt auch jenem Wesenhaften, dem Ich dadurch die Gelegenheit gebe, Mir einen Schritt näherzukommen in seiner Entwicklung. Und so liegt immer nur Meine Liebe allem zugrunde, was über die Menschheit kommt, denn Ich bin ein Gott der Liebe und der Gerechtigkeit, niemals aber ein Gott des Zornes und der Verdammung, denn auch dem Geistigen, das als Mensch in der letzten Probe versagt hat, wird nun erneut die Möglichkeit gegeben, doch einmal wieder zur Freiheit zu gelangen...

Denn tiefste Weisheit und tiefste Liebe bestimmen immer Mein Walten und Wirken in der Unendlichkeit...

Amen


B.D. NR. 7325 - 4.4.1959

Das Licht der Erkenntnis kann jedem erstrahlen...

Jeder Mensch trägt das Licht in sich, doch ob er es leuchten lässet, das bestimmt sein eigener Wille. Es könnte so hell erstrahlen, daß alles in ihm erleuchtet würde, d.h., er könnte voller Wissen um die reine Wahrheit aus Gott seinen Erdenweg gehen, ihm könnten alle Zusammenhänge bekannt sein, alle Probleme sich klären, er könnte wahrlich „erleuchtet sein aus Gott“, wenn dies sein ernster Wille anstreben möchte. Und dieser ernste Wille besteht darin, sich selbst zur Liebe zu gestalten, die Ichliebe zu wandeln in uneigennützige Nächstenliebe und also aufzugehen in der Liebe und Sorge um die Mitmenschen und in der Liebe zu Gott, dem Schöpfer und Vater von Ewigkeit. Dann wird das Licht in ihm entzündet und zur hellen Flamme entbrennen, dann wird der Geist aus Gott hindurchbrechen, Der Selbst das Licht ist von Ewigkeit, Der um alles weiß und Sein Wissen nun auch dem Menschen mitteilen will, der nun auch aufhorchet und lauschet, was der Geist aus Gott ihm kündet. Was den Menschen noch Geheimnis ist, was ihm als unlösbar oder undurchdringlich dünkt, das würde sich ihm erschließen, und im Licht der Erkenntnis würden die Menschen beglückt durch das Erdenleben gehen, weil sie dessen Zweckmäßigkeit, den Anlaß und das Ziel nun auch klar erkennen und mit beseligender Hoffnung den Erdenweg zurücklegen, weil das Ziel ihnen begehrenswert ist. Es brauchten die Menschen nicht in ihrer geistigen Verfinsterung dahinzugehen, sie könnten sich auch das Erdenleben weit lichtvoller gestalten, wenn sie nur ein Leben in Liebe führen würden. Denn der Geist aus Gott kann nur durch die Liebe erweckt werden, das Licht im Menschen kann nur durch die Liebe entzündet werden, der Zusammenschluß mit Gott kann nur durch die Liebe hergestellt werden, und im Licht mit Gott verbunden zu sein ist wahrlich das schönste Ziel, das der Mensch auf Erden erreichen kann. Verbundenheit mit Gott muß auch lichtvollstes Erkennen mit sich bringen, weil Gott das Licht ist von Ewigkeit und weil Er den Menschen mit Licht durchstrahlt, der sich Ihm durch die Liebe verbindet. Und die Durchstrahlung mit göttlichem Liebelicht ist auch unwiderruflich hellste Erkenntnis, das Wissen um die reine Wahrheit, die in Gott ihren Ausgang hat. Dieses Wissen könnten sich alle Menschen aneignen, weil alle Menschen es in sich haben, weil in jedem Menschen der Geistesfunke liegt, der Anteil ist des göttlichen Vatergeistes von Ewigkeit. Und so hat Gott nicht den Menschen die Wahrheit verschlossen, Er hat ihnen keine Grenzen gesetzt, Er hat für sie das Licht in unbegrenzten Graden bereit, nur muß es vom Menschen selbst entzündet werden, er muß den Geistesfunken in sich zum Leben erwecken, er muß horchen, was dieser Geist aus Gott ihm kündet, und er wird sich wahrlich auf Erden schon in einer seligen Sphäre bewegen, wenn ihm das Wissen um die Geheimnisse erschlossen werden, die ihm erst das Erdendasein lebenswert machen. Gott Selbst setzt den Menschen keine Grenzen ihres Wissens, doch der Mensch selbst setzt sie sich durch seine Einstellung zu Ihm und durch seine Beachtung oder Mißachtung Seiner Liebegebote...

Denn von einem Leben in Liebe ist es abhängig, ob und in welchem Grade sich der Geist aus Gott äußert, und dieses Leben bestimmt der Mensch selbst kraft seines freien Willens...

Amen


B.D. NR. 7326 - 5.4.1959

Gerechtigkeit...

Dem Gerechten wird auch in Meinem Reich Gerechtigkeit widerfahren, denn wer da gerecht denkt und handelt auf Erden, der kann auch von Mir ein Urteil für sich selbst erwarten, das ihn vollauf befriedigt. Ein jeder Mensch soll dem Mitmenschen vollste Gerechtigkeit widerfahren lassen, und das bedeutet, daß er ihn behandeln soll als Bruder, mit dem er alles teilet, was ihm vom Vater aus zugeteilt worden ist...

Er soll ihn gerecht bedenken, d.h. so, wie es im Sinne des Vaters ist, Der beide Kinder gleich liebt und niemals den einen vor dem anderen zurückgesetzt sehen will. Und es gilt dies im besonderen für geistiges Gut, das den Menschen nötig ist zum Ausreifen der Seele...

Auch irdisch soll dem Mitmenschen Gerechtigkeit erwiesen werden, indem er niemals übervorteilt wird oder ihm ungerechterweise ein Schaden zugefügt wird. Doch irdisch ist es nicht zu umgehen, daß die Menschen verschieden bedacht werden mit irdischen Gütern, weil dies in Meinem ewigen Heilsplan begründet ist, daß die verschiedenen Lebenslagen der einzelnen Menschen wieder dazu dienen, den gegenseitigen Hilfswillen zu erhöhen, und die freiwillige Abgabe oder freiwillige Hilfeleistung Werke uneigennütziger Nächstenliebe sind, die auf Erden geübt werden muß zwecks eigener Vollendung. Doch geistig bedeutet eine Hilfeleistung an seinem Mitmenschen noch tiefere Liebe zu ihm, soll doch ein jeder zurückgeführt werden zum Vater, soll doch ein jeder Mensch den Weg finden zu Mir. Und darum soll ein jeder Mensch den anderen als seinen Bruder ansehen, der das gleiche Anrecht hat, als Mein Kind wieder angenommen zu werden, und kein Mensch soll glauben, daß ihm allein dieses Recht nur zusteht. Und es soll ein jeder seinem Bruder dazu verhelfen, geistig auszureifen... wenngleich nun erst der Wille dazu bereit sein muß.Aber es hat der Mensch dann seinem Mitmenschen Gerechtigkeit erwiesen, wenn er ihm vorerst die Mittel in die Hand gibt, zur Vollendung zu gelangen. Wie dieser dann die Beweise seiner Liebe nützet, muß er selbst verantworten, aber des Gerechten Lohn ist sicher... er wird von Mir aus in gleicher Weise bedacht, ihm wird gegeben, wie er selbst ausgeteilt hat...

Und so ist die Gerechtigkeit ein Werk der Nächstenliebe, daß jedem Menschen zur Verfügung gestellt werden soll, was er selbst nicht besitzt, was aber für sein Seelenheil vonnöten ist...

Und der Mensch, der sich dessen erfreuen darf, soll gerechterweise an seine Brüder denken, die nicht in der gleichen Lage sind, und er soll ihnen zuleiten geistig und irdisch, weil auch er selbst von Mir zugeleitet bekommt, Der Ich an der Gerechtigkeit Meine Freude habe und jeden segne, dessen Denken und Handeln gerecht ist, wie es auch die rechte Nächstenliebe gebietet. Und so auch wird der Mensch im geistigen Reich von Mir aus bedacht und gesegnet werden, denn die Gerechtigkeit gehört zu Meinem Urwesen, dem ihr Menschen euch angleichen sollet... sie gehört zum Wesen der Liebe, zu der ihr euch wieder gestalten sollet auf Erden, und sie ist eine der Tugenden, die euch eigen waren im Anbeginn, die ihr wieder annehmen müsset, wollet ihr als vollkommen wieder zurückkehren zu Mir, in euer Vaterhaus...

Amen


B.D. NR. 7327 - 6.4.1959

Segen geistiger Tätigkeit...

In reger geistiger Tätigkeit löset ihr euch immer mehr von der materiellen Welt, und ihr werdet zu Überwindern derer sowie ihres Herrn. Je mehr ihr euch mit geistiger Tätigkeit befaßt, desto mehr löset sich die Seele aus ihrer körperlichen Umhüllung, wenngleich ihr auf Erden lebt, aber sie erhebt sich in andere Sphären, sie betritt den Weg zu ihrer wahren Heimat, sie ist nur ein Gast auf dieser Erde, der seine wahre Heimat nicht vergessen hat, sondern ihr unaufhaltsam entgegenstrebt. Worin aber besteht die „geistige Tätigkeit“, die euch der Erdensphäre enthebt?...

Ein jeder Gedanke in die geistige Welt leitet solche geistige Tätigkeit ein, denn sowie die Seele die aus jener Welt ihr zugeleiteten Gedanken aufgreift, werden die Lichtwesen mit ihr in Verbindung treten und gleichsam eine geistige Zwiesprache führen, d.h., ein Gedanke wird den anderen gebären, die Gedanken werden zu Gott hinweisen, sie werden ebenfalls wieder die Zwiesprache mit Gott einleiten, und es wird die Folge dessen sein, daß sich der Mensch nun auch mit seinen Mitmenschen über geistige Dinge unterhält, daß er sich nicht mit irdischem Wissen zufriedengibt, daß all sein Denken eben in jenes geistige Gebiet hinübergreift, von wo er nun belehrt wird, von wo die Seele nun geistige Nahrung empfängt. Die Seele wird dadurch ausreifen, sie wird den Körper veranlassen, sich auch ihren geistigen Erkenntnissen entsprechend zu bewegen im Erdenleben, es wird der Mensch an sich selbst arbeiten, er wird bewußt leben, d.h. sich seines Daseinszweckes und seines Zieles bewußt sein und auf dieses Ziel hinarbeiten, daß er es erreiche. Er wird wohl sein irdisches Leben führen, aber es wird ihm nicht die Hauptsache sein, sondern immer wieder werden seine Gedanken schweifen zur Höhe, in das Reich, das nicht von dieser Welt ist. Und er wird nicht anders können, als für dieses Reich tätig zu sein, indem er auf die Mitmenschen einzuwirken sucht, dem geistigen Reich mehr Beachtung zu schenken als dem irdischen Leben, er wird sie aufmerksam machen auf den Leerlauf des Lebens, das nur irdisch ausgerichtet ist... er wird mit den Mitmenschen Gespräche führen, die das Kreuz von Golgatha zum Inhalt haben... er wird nicht anders können, als immer wieder des göttlichen Erlösers Jesus Christus Erwähnung zu tun, weil ihn das geistige Reich gefesselt hält sowie auch Jesus Christus Selbst, Der eine Freude hat an Seinen Kindern, die Ihn lieben und Ihm nachzufolgen trachten. Und ihr werdet auch den Wert des irdischen Lebens schätzen lernen, in dem ihr geistig tätig sein könnet und also hindurchgeht mit geistigem Erfolg für eure Seele...

Denn ihr werdet geführt von den Lichtwesen, denen ihr zur Betreuung während eures Erdenlebens übergeben seid. Und deren Einfluß wird nicht aufhören und immer nur eurer Seele gelten, die durch geistige Tätigkeit nur gewinnen kann, die ausreifen wird während des Erdenlebens und auch euren Mitmenschen ein leuchtendes Vorbild ist. Denn eine Seele, die geistig strebt, ist auch nach außen erkenntlich dadurch, daß sie unentwegt tätig ist für das Reich Gottes und unentwegt Weinbergsarbeit leistet, weil es sie von innen drängt, Gott zu dienen und Ihm auch andere Seelen zuzuführen, denn in ihr ist Liebe, die sich ständig äußern wird im Wirken für Gott und Sein Reich...

Amen



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