Wort Gottes...


Buch

75


B.D. NR.

7000 – 7101


empfangen in der Zeit vom 23.12.1957 – 24.4.1958


Bertha Dudde


B.D. NR. 7000 - 23.12.1957

Christus-Problem und Vergöttlichung...

Immer wieder wird euch das Christus-Problem vorgetragen, immer wieder wird versucht, euch das Verständnis dafür zu erschließen, wenngleich es von eurem Liebegrad abhängig ist, daß es euch verständlich wird. Aber unzählige Seelen auf Erden und im geistigen Reich beschäftigen sich mit diesem Problem, weil sie Aufklärung haben möchten über Lehren, die sie glauben sollten und doch nicht überzeugt sich dazu einstellen können. Auf Erden zwar sind es nur wenige, denn schon eine ernste Frage darüber würde auch beantwortet werden von Mir aus, Der Ich doch will, daß ihr Menschen im Licht und in der Wahrheit wandelt. Doch die Menschen legen nur hastig beiseite, was sie nicht fassen können, und lassen ihre Gedanken in andere Richtung schweifen...

Aber die Seelen im Jenseits, die nicht ganz in den Banden Meines Gegners sind, denken darüber nach, sowie sie nur einen Anstoß bekommen, sowie der Name Jesus ihnen ins Gedächtnis kommt oder sie anderweitig an Jesus Christus erinnert werden. Und dann soll ihnen auch Antwort werden, auf daß sie im jenseitigen Reich noch zu Ihm finden und Ihn anrufen um Gnade und Erbarmung, um Erlösung aus ihrer Not. Denn solange sie den göttlichen Erlöser noch nicht gefunden haben, stehen sie auch noch zu Mir in Abwehr, Der Ich Selbst in Jesus Christus das Erlösungswerk vollbrachte. Und dieses Licht muß erst in ihnen entzündet werden, daß Ich um der großen Sündenschuld der Menschen willen herabstieg zur Erde, daß Ich alle Menschen erlöste von ihrer Urschuld, aber auch das Anerkennen des Erlösungswerkes und die bewußte Verbindung mit dem Erlöser der Menschheit fordere, weil dann auch die Urschuld getilgt ist durch die bewußte Anerkennung Meiner Selbst und die Rückkehr zu Mir nun auch erfolgt, die ohne jenes Erlösungswerk unmöglich war. Den „Menschen“ Jesus kennen wohl alle, aber nicht alle glauben an Seine Mission... daß Er Mir Selbst zur Hülle wurde durch Seine große Liebe und daß Ich nun in Ihm das Erlösungswerk vollbrachte...

Und das Wissen darum besitzen nicht sehr viele Menschen auf der Erde und auch Seelen im jenseitigen Reich. Wird es ihnen aber wahrheitsgemäß dargebracht, dann nehmen sie es an bei gutem Willen, und dann werden auch sie bald durch die Pforten zur Seligkeit eingehen können, die ohne Jesus Christus jedoch ihnen verschlossen bleiben. Die endlos weite Entfernung von Mir versetzt Meine Geschöpfe in einen Unseligkeitszustand...

Meine Liebe aber will ständig beglücken, Meine Liebe will euch nicht ewig in dieser Unseligkeit belassen. Und darum kam Meine Liebe Selbst euch entgegen und räumte das größte Hindernis zur Seite: die Sündenschuld eures einstigen Abfalls von Mir...

Dennoch fordert eure Erlösung eure eigene Bereitwilligkeit, das Eingeständnis eurer Schuld und die Bitte um Vergebung. Denn erst dadurch erkennet ihr Menschen Mich Selbst in Jesus Christus an und auch Mein Erlösungswerk. Der Mensch Jesus war nur die Hülle Meiner Selbst, die von einer Seele des Lichtes bezogen wurde und Meinen Geist in aller Fülle in sich barg. Körper, Seele und Geist war sonach der göttliche Erlöser... eine Außenform, deren Seele die gänzliche Vereinigung mit dem Vatergeist von Ewigkeit anstrebte und erreichte und also der Mensch Jesus gänzlich verschmolzen war mit Mir, so daß Gott und Mensch eins waren, daß von einer Vergöttlichung des Menschen Jesus gesprochen werden konnte oder auch von dem gänzlichen Durchströmen mit Meiner Liebekraft, die nun auch den Menschen Jesus zu einem Opfer befähigte, das nur göttliche Liebe vollbringen konnte...

Es war nur die Außenhülle menschlich, diese aber vergeistigte sich gleichfalls durch die Liebe, so daß nach der Auferstehung Jesus auffahren konnte zum Himmel, ohne den menschlichen Leib zurücklassen zu brauchen, weil dieser sich gleichfalls der Seele und dem Geist angeschlossen hatte durch sein schmerzvollstes Leiden und Sterben am Kreuz. Wenn ihr Menschen sprechet von Jesus Christus, so sprechet ihr von Gott, von Mir Selbst, mit Dem Sich der Mensch Jesus (Christus) gänzlich vereinte...

Und also habe Ich Selbst die Welt erlöst von der Sünde, Ich Selbst stieg herab zur Erde, Ich Selbst lehrte und wirkte durch Ihn, denn immer war es Mein Geist, der den Menschen Jesus durchdrang, weil Seine Liebe übergroß war und den gefallenen Brüdern helfen wollte. Nur die Liebe konnte den Menschen Erlösung bringen, und diese Liebe ist immer bereit auf Erden wie im Jenseits, die Seelen zu erretten von der Sünde und sie einzuführen in das Paradies...

Amen


B.D. NR. 7001 - 24.12.1957

Christus-Problem...

Dreieinigkeit...

Es neigten sich alle Engel tief vor dem Herrn, Der zur Erde niederstieg...

Denn sie wußten es, daß damit ein Erlösungsakt begann für das gefallene Geistige, weil die unendliche Liebe Gottes Seinen Geschöpfen Selbst zur Hilfe kam, die in der Tiefe weilten. Das bei Gott in der Lichtwelt verbliebene Geistige war voller Liebe zu dem Gefallenen, und es war ebenso Gott in tiefster Liebe ergeben, und diese Liebe wurde stets glühender, je mehr sie erkannten, welches Erbarmungswerk für das Gefallene vollbracht werden sollte...

Denn sie wußten um die tiefe Kluft, die überbrückt werden mußte, damit jenes Gefallene wieder zur Höhe gelangen konnte. Und es erbot Sich eine Seele, ein urgeschaffener Engelsgeist, diese Brücke zu bauen, Sie erbot Sich, für Ihre gefallenen Brüder Gott als der Ewigen Liebe Genugtuung zu leisten für ihr einstiges Vergehen wider Ihn. Die Liebe dieser Seele zu Gott und zu den in der Tiefe weilenden Brüdern war so groß, daß Sie beide wieder zu vereinen suchte, und die Liebe, Die Sie beseelte, war Gott Selbst...

Und als die Seele des Lichtes Sich auf Erden in dem Kindlein Jesus verkörperte, stieg also die ewige Liebe Selbst zur Erde, und also wurde „Gott“ „Mensch“...

Und die menschliche Hülle wiederum mußte sich durch ihren Erdenwandel vergeistigen, sie mußte inmitten einer finsteren Umgebung ihr Licht leuchten lassen, das in ihr erstrahlte, sie mußte sich durch ein Liebeleben völlig durchstrahlen lassen von der Ewigen Liebe...

Und also fand dadurch die Vergöttlichung statt, daß alles an dem Menschen Jesus zur Liebe wurde... und also wurde Jesus „Gott“...

Die Menschwerdung Gottes in Jesus kann nicht anders erklärt werden, als daß Sich die Ewige Gottheit... die Liebe... in dem Menschen Jesus manifestierte, weil Dieser, als zur Erde herabgestiegene Lichtseele, Seine menschliche Hülle durch die Liebe so formte, daß Gott in ihr Aufenthalt nehmen konnte... was bei einem liebelosen, sündigen Menschen nicht möglich gewesen wäre...

Und so ist die Einswerdung Jesu und Gott gleichfalls nur zu verstehen als völlige Vergöttlichung des Menschen Jesus durch die Liebe...

Gott sandte Seinen Sohn zur Erde...

Diese Worte müssen euch Beweis sein dafür, daß die Seele des Menschen Jesus von oben war, daß Sich ein höchster Lichtgeist für eine Mission auf Erden erbot, die aber Gott Selbst, die Ewige Liebe, in Ihm ausführte, denn es vollbrachte die Liebe das Erlösungswerk, es tilgte die Liebe die Sündenschuld, es brachte die Liebe dem Gefallenen Rettung aus Sünde und Tod. Aber euch Menschen ist der Begriff „Liebe“ noch unverständlich, weil ihr selbst noch nicht zur Liebe euch gestaltet habt...

Und so lange auch wird euch nicht die Menschwerdung Gottes faßbar sein, und Worte vermögen nicht, euch darüber aufzuklären, solange noch nicht die Liebe in euch selbst entzündet wurde und euren Geist erleuchten kann. Aber ihr dürfet euch nicht in „Gott“ und „Jesus Christus“ zwei Wesen vorstellen, ihr dürfet nicht von „Vater“ und „Sohn“ in Verbindung mit dem „heiligen Geist“ in dem Sinne sprechen, wie ihr euch bisher die „Dreieinigkeit Gottes“ vorstelltet...

Es ist Gott und Jesus Christus eins, und die Kraft des Geistes strahlt von dieser Einheit aus, weil sie wieder untrennbar zu ihrem Wesen gehört, weil Gott Liebe, Weisheit und Kraft ist... etwas Geistiges, das niemand zu schauen vermag. Aber in dem Menschen Jesus manifestierte Sich die ewige Gottheit und wurde Seinen von Ihm erschaffenen Wesen ein schaubarer Gott...

Und alle Engel im Himmel rühmen und preisen Ihn, Der zur Erde niederstieg aus Liebe zu allen Seinen Geschöpfen, die Ihn zu sehen begehrten...

Und Er öffnete allen die Pforten zur ewigen Seligkeit...

Amen


B.D. NR. 7002 - 25.12.1957

Inniges Verlangen garantiert Ansprache Gottes...

Aus jeder Quelle dürfet ihr schöpfen, die euch von Mir Selbst erschlossen wurde. Und ihr dürfet euch laben und stärken auf eurem Erdenlebensweg. Doch nur Meinem Lebensborn entströmet das lebendige Wasser, und darum müsset ihr stets prüfen, wenn ihr aufgefordert werdet, euch zu speisen und zu tränken, ihr dürfet nicht überall Nahrung für eure Seele entgegennehmen, ihr dürfet nicht immer erwarten, daß ihr an Meinen Quell geführt werdet, wenn an euer Ohr der Ruf ertönet, euch Kraft zu holen. Denn es halten auch Händler gefüllte Krüge bereit, die nur geschäftshalber euch einen Trank anbieten. Und Meinen Quell erschließe Ich stets dort, wo das Verlangen groß ist, von Mir gestärkt zu werden für den Pilgerweg auf Erden. Dort also ertönet Mein Wort in den Herzen derer, die gelabt werden wollen, dort werde Ich Selbst zu den Menschen reden, und es wird ein Brünnlein geöffnet werden, das bald umlagert wird von durstigen Seelen... von Menschen, die auch von Mir angesprochen sein wollen und also indirekt Meine Ansprache vernehmen. Niemals werde Ich Mich schweigsam verhalten, wo Herz und Ohr Mich vernehmen wollen, niemals werde Ich ungestärkt einen Wanderer seines Weges ziehen lassen, der eine kurze Rast macht, um einen belebenden Trank zu schöpfen, denn dieser wird auch sicher eine Quelle finden, die ihm das klarste, reinste Wasser zuströmen lässet, das ihm nun erst auch Kraft gibt, seinen Weg fortzusetzen, der aufwärts führt. Und es soll euch allen dieser Hinweis genügen, daß euer Verlangen nach Meinem Wort euch auch sicher einen Quell finden lässet, den Meine Liebe für euch erschlossen hat. Doch genug Orte gibt es, wo scheinbar auch „Mein Wort“ angeboten wird... wo auch Mein Wort ertönen sollte, wo aber von Meinem Quell, von den Strömen Meines Lebenswassers nicht gesprochen werden kann, weil das Verlangen nach Meiner direkten Ansprache nicht vorhanden ist und darum auch niemals Mein Wort vernommen werden kann, selbst wenn es die gleichen Worte sind, die euch als „Wasser des Lebens“ angeboten werden. Und so sei es euch gesagt, daß ihr immer an Meinem Quell trinken werdet, wenn es euch danach verlangt, aus Meinen Händen den Becher entgegenzunehmen, den Ich jedem darreiche, der begehrt... und daß ihr darum auch überall Meine Stimme vernehmen könnet, wo sich ein Kreis zusammenfindet, der ernsten Willens ist, daß Ich Selbst unter ihnen weile. Denn dieser ernste Wille gewährleistet auch Meine Gegenwart, und wo Ich bin, will Ich Mich auch äußern. In welcher Weise das nun geschieht, ist abhängig von dem Reifegrad dieser Meiner Kinder. Ich kann ihnen rechte Gedanken eingeben, Ich kann sie zum Reden veranlassen und ihnen nun die Worte in den Mund legen, so daß sie recht und wahr reden, was ihren Mitmenschen zum Segen gereicht...

Ich kann aber auch Mich Selbst des Mundes eines Menschen bedienen, um durch diesen Selbst zu reden...

Ich kann ihm auch Mein Wort in die Feder diktieren, wenn es Mein Wille ist, daß es verbreitet werden soll...

Und überall also fließet ein Brünnlein, rein und klar, und gesegnet, der es beachtet, sich niederbeugt und daraus schöpfet...

Denn nur am Quell kann der Erdenpilger sicher sein, daß das Wasser rein ist von Zusatz oder jeglicher Verunreinigung, nur am Quell hat es die heilende und reinigende Kraft, und wer um seiner Seele Gesundheit besorgt ist, der soll stets den Quell aufsuchen, wenn es ihn durstet und er nach Stärkung und Labung verlangt. Dann wird er nicht zu fürchten brauchen, unzuträglich versorgt zu werden, er wird nicht zu fürchten brauchen, daß seine Seele darbet oder zu Schaden kommt. Und kein Mensch soll glauben, daß Ich still bleibe, so er Mich hören will, aber er muß achten darauf, in welcher Weise Ich ihn anspreche. Er soll horchen, und dann wird er Mich auch vernehmen. Denn jeder Mensch ist Mein Kind, sowie er nur Mir innig verbunden zu sein wünscht. Und zu Meinem Kind rede Ich jederzeit, nicht aber zu denen, die nur einer Form genügen, die wohl ihre Ohren, doch nicht ihre Herzen öffnen und die darum nicht am rechten Quell sich einfinden, wo ihnen das Lebenswasser klar und rein geboten wird...

Denn diese schöpfen nicht aus Meinem Born der Liebe und können darum auch nicht den Beweis Meiner Liebe erfahren: daß Ich Selbst sie anspreche und ihren Seelen Nahrung verabreiche, durch die sie gesunden und zum Leben gelangen...

Amen


B.D. NR. 7003 - 26.12.1957

Gottes Kraftzustrom bedingt Hingabe...

Ein jeder von euch wird sich Mir hingeben müssen, wenn er von Mir Kraft beziehen will... und der Grad seiner Hingabe bestimmt nun auch das Maß von Kraft, die ihm nun zuströmt...

Euer Urverhältnis zu Mir sicherte euch ständiges Überströmen der Kraft aus Mir... ihr waret Mir so innig verbunden durch die Liebe, die euer ganzes Wesen erfüllte, daß auch Meine Liebe ständig euch durchstrahlte, daß sie euch also auch mit Kraft und Licht erfüllte und ihr darum unermeßlich selig waret. Es hat sich von Mir aus noch nichts verändert, d.h.,Ich bin genauso bereit, euch mit Meiner Liebe zu durchstrahlen, wie einst... doch ihr wandeltet euer Wesen, und ihr wurdet unfähig, Meine Liebe aufzufangen... oder auch, ihr leistetet Mir Widerstand, und es verlor darum auch Meine Liebekraft an Wirkung...

Gebt ihr nun den Widerstand auf, so wird auch wieder Meine Liebe wirksam und den Widerstand aufgeben, heißt, daß ihr euch Mir in Liebe wieder hingebt, wie es war im Anbeginn. Eure Hingabe an Mich besteht in völliger Unterwerfung unter Meinen Willen. Ihr seid mit einem freien Willen geschaffen worden, der euch einstens fallenließ und der euch auch wieder den Weg zu Mir nehmen lassen soll. Dieser freie Wille bestimmt nun euer Denken, Wollen und Handeln... und ihr fühlt euch durch euren freien Willen als selbständige Geschöpfe, die über sich selbst bestimmen, die sich ihr Erdenleben gestalten können nach eigenem Ermessen und die darum auch oft sich kraftvoll genug fühlen, ihr Erdenleben zu meistern. Aber ihr sollet erkennen, daß ihr nichts vermögt aus eigener Kraft. Ihr sollt wissen, daß die Kraft erst von Mir euch in Form von Lebenskraft geschenkt wurde, und ihr sollt ferner wissen, daß ihr selbst diese Lebenskraft auch falsch verwenden könnet, daß aber Einer sie euch auch unbegrenzt vermehren kann, wenn all euer Wollen und Denken diesem Einen zugewendet ist... wenn ihr euch Mir ergebt, so wie ihr seid, und euch ganz und gar Meiner Führung anvertraut... wenn ihr Mich für euch wollen und denken lasset...

Scheinbar ist dies ein Zustand der Gleichgültigkeit eurem irdischen Dasein gegenüber, der auch von euren Mitmenschen als gleichgültig euren irdischen Pflichten gegenüber ausgelegt werden kann...

Aber Ich versichere euch, daß Ich wahrlich auch diese irdischen Pflichten dann für euch erledigen lasse von Meinen Engeln, von den Lichtwesen, daß alles seinen geregelten Gang gehen wird, wenn diese innige Hingabe an Mich vorausgegangen ist, die Mir auch das Recht gibt, euch und eure irdischen Angelegenheiten denen zu übergeben, deren Liebe für euch nun tätig wird, weil es Mein Wille ist. Nichts soll euch belasten, wenn ihr das rechte Kindesverhältnis zu Mir wiederhergestellt habt, in dem ihr einstens standet...

Und wie nun auch alles an euch herantritt, es soll euch nicht bedrücken, sondern vertrauensvoll sollt ihr es nur Mir übergeben, denn das geringste Auflehnen dagegen ist schon wieder ein Hervortreten des eigenen Willens, den ihr Mir doch bedingungslos unterstellen sollet. Die Hingabe an Mich findet dann statt, wenn ihr euch gänzlich zu lösen vermögt von Wünschen und Begierden jeglicher Art... wenn eure Gedanken nur immer Mir gelten, eurer geistigen Vollendung und eurem Dienst für Mich und Mein Reich...

Solange ihr aber noch eigene Ziele verfolgt, solange euch irdische Wünsche erfüllen oder ihr eigenmächtig euch euer Leben zu gestalten sucht, so lange geht euer Wille noch eigene Wege, er hat sich noch nicht voll und ganz dem Meinen untergeordnet, und Ich kann daher auch nicht Meine Kraft im Vollmaß in ihn einströmen lassen...

Und er wird den Kraftmangel nun auch empfinden in der Abnahme der Lebenskraft, weil Ich ihn sonst nicht gänzlich für Mich gewinne während der kurzen Erdenlebenszeit. Und so könnt ihr Menschen selbst beurteilen, welchen Reifegrad ihr schon erlangt habt... ob ihr euch kraftlos fühlet oder ganz von Meiner Kraft durchströmt seid...

Ihr werdet letzteres erst dann verstehen, wenn ihr diesen Kraftzustrom von Mir einmal erlebt habt, wenn ihr Meine Nähe einmal so empfunden habt, daß jegliche Schwäche von euch abfällt und ihr euch fühlet wie neugeboren...

Dann erst versteht ihr, was Ich unter Hingabe an Mich meine, und dann werdet ihr Mich loben und preisen und Mir danken ewiglich, daß ihr sichtlich Meine Liebe erfahren durftet, die sich aber noch zurückhalten muß, solange die völlige Hingabe an Mich noch nicht erfolgt ist...

Amen


B.D. NR. 7004 - 27.12.1957

Ernster Hinweis auf das Ende und die Vergänglichkeit des Irdischen...

Es bleibt euch nicht mehr viel Zeit...

Immer wieder muß Ich euch darauf hinweisen und immer wieder euch ermahnen, die kurze Zeit gut auszunützen für das Heil eurer Seelen. Wenn ihr nur einmal ernsthaft es euch vorstellet, daß nach einer kurzen Zeitspanne nichts mehr besteht von dem, was jetzt euer Herz erfüllt, was euer Sinnen und Trachten beherrscht, wenn ihr euch vorstellet, daß jeder Tag euch diesem Zeitpunkt näher bringt, wo ihr alles hingeben müsset, selbst wenn euch noch das Leben erhalten bleibt, dann werdet ihr klugerweise nicht mehr euch sorgen um diese vergänglichen Dinge, sondern nur danach trachten, euch Güter zu erringen, die Bestand haben. Denn es gibt solche Güter...

Aber sie müssen angestrebt werden, und ihr könnet sie nicht erringen durch irdische Arbeit, weil es geistige Güter sind, die ihr auch mit hinübernehmen könnet in die Ewigkeit...

Denn euer „Ich“ bleibt bestehen, und ob auch alles um euch vergeht. Und für dieses Ich... für eure Seele... sollet ihr wirken, solange ihr noch auf Erden weilet, doch nicht eure Herzen hängen an Dinge, die wie Schaumgebilde vergehen werden, wenn die Zeit gekommen ist. Immer schneller eilet die Zeit, und immer näher kommt der Tag, der ein Ende bedeutet für alle Kreatur...

Und weil es euch schwerfällt, daran zu glauben, was Ich euch künden lasse schon lange Zeit, will Ich euch noch zuvor einen Beweis der Wahrheit Meiner Ankündigungen geben, obzwar auch dieser sehr schmerzhaft sein wird für unzählige Menschen...

Aber es ist das letzte Warn- und Mahnzeichen für alle, die jenes Geschehen überleben werden, auf daß sie die kurze letzte Gnadenfrist noch ausnützen und ihr körperliches Wohl zurückstellen, dagegen ihrer Seele mit vermehrtem Eifer gedenken. Und von diesem Geschehen, mit dem Ich euch Menschen die Wahrheit Meines Wortes beweisen will, trennt euch nur noch eine ganz kurze Zeit...

Denn es kommt über Nacht, wenngleich ernste Anzeichen darauf hinweisen schon eine geraume Zeit zuvor. Doch die Menschen sehen auch diese Anzeichen an als Auswirkungen menschlicher Versuche...

Doch hier spreche Ich Selbst... hier werden sich Meine Gesetze äußern, und Menschen werden nichts zu verhindern oder zu ändern vermögen. Es wird ein sehr schmerzlicher Eingriff sein, der unzählige Menschen betreffen wird, aber Ich lasse ihn nicht über die Menschen kommen ohne vorherige Ankündigung. Und das Ende dieser Erde ist ein so bedeutsames Geschehen für alles Geistige, daß Ich darum noch eine Warnung vorangehen lasse, um das Unheil abzuschwächen, das allen Menschen droht, die nur der Welt leben, wenn sie durch Meinen Eingriff sich noch so weit beeindrucken lassen, daß sie doch des Unwertes weltlicher Güter gedenken und sich etwas Unvergängliches zu erwerben trachten...

Ich kann euch nur ansprechen, euch alles Kommende durch Meine Diener ankünden lassen, Ich kann euch auch nur solche Beweise geben, die euren Willen nicht unfrei machen, aber Ich werde nicht aufhören, auf euch einzuwirken, bis der letzte Tag gekommen ist. Denn Ich will nicht euren Untergang, Ich will nicht, daß ihr wieder endlose Zeiten schmachten müsset in der harten Materie, Ich will eure Freiwerdung aus der Fessel, Ich will eure Seligkeit. Ihr selbst aber seid bestimmend für euer Los. Was jedoch von Mir aus noch geschehen kann für eure Rettung, das geschieht auch, selbst wenn ihr Menschen es nicht verstehen könnet...

Und immer wieder sage Ich euch, daß euch nicht mehr viel Zeit bleibt bis zum Ende. Glaubet diesen Worten und bereitet euch vor... und ihr werdet das Ende nicht zu fürchten brauchen...

Amen


B.D. NR. 7005 - 29.12.1957

Zusicherung der Erhaltung der Weinbergsarbeiter...

Ich brauche euch, ihr Meine Diener auf Erden...

Wohl habe Ich die Macht, alles zu regeln ohne menschliche Hilfe, Ich könnte euch alle schlagartig erlösen aus eurem unfreien Zustand, aber es ist dies nicht das Ziel, daß Ich wieder nur vollkommene „Geschöpfe“ Mir zur Seite habe, sondern Ich suche „Kinder“ aus euch zu machen, und das bedingt euren freien Willen. Jede göttliche Machtanwendung also würde euren freien Willen antasten, denn Ich will Mich nicht euch Menschen beweisen, sondern Ich will, daß die Liebe in euch selbst euch die Erkenntnis gibt, daß und wer Ich bin...

Und dazu helfe Ich euch in jeder Weise, muß das aber immer durch Menschen tun, denen ihr nun glauben könnet oder auch nicht, wenn sie euch belehren in Meinem Auftrag. Würde Ich von oben herab zu euch laut und vernehmlich sprechen, so würdet ihr zum Glauben an Mich gezwungen, und dieser Glaube ist für Mich und euch wertlos. Aber wiederum kann Ich nicht einen jeden Menschen dazu nützen, Mich durch ihn zu äußern. Es gehört eine freiwillige Hingabe an Mich dazu, es gehört der Wille dazu, Mir zu dienen und Mir ein taugliches Werkzeug zu sein für die Erlösungsarbeit, die auf Erden noch ausgeführt werden soll vor dem Ende. Und es sind nicht viele, die sich Mir zum Dienst anbieten, die den ernsten Willen haben, für Mich und Mein Reich und in Meinem Auftrag tätig zu sein. Aber sie sind dringend nötig zu einer Zeit, wo die Menschen schon ganz abgekommen sind vom Glauben, wo der Verstand des Menschen sich darüber erhaben glaubt, was nicht zu beweisen ist. Und wenn Ich Mir nun Meine Diener Selbst ausbilde, wenn Ich Mir auf Erden einen Born erschließe, aus dem Ich das Wasser des Lebens den Erdenkindern zuströmen lassen kann, dann suche Ich wahrlich, Mir diese Möglichkeit zu erhalten angesichts dessen, daß das Ende immer näher kommt, daß die Menschheit in großer geistiger Not ist und daß sich viele Menschen noch an dem Quell laben und Kraft holen können für ihren Pilgerweg auf Erden. Ich segne alle Meine Diener, die guten Willens sind, also Mir getreue Knechte sein wollen in Meinem Weinberg. Und Ich erhalte sie Mir auch tatkräftig, Ich schütze sie davor, untauglich zu werden, weil Ich sie brauche...

Diese Zusicherung sollet ihr nie vergessen, auch wenn es scheinet, als verlassen euch die Kräfte... Ich bin ein Arzt und Heiland der Kranken und Schwachen und vermag wahrlich den Körper im Augenblick zu kräftigen und zu heilen...

Aber wisset ihr, was Ich bezwecke, wenn auch ihr als Meine Diener zeitweiliger Schwächen unterlegen seid? Meine Arme strecken sich nach vielen Seelen aus, und Ich weiß auch, wie Ich diese Seelen erlangen kann, wie Ich sie anrühren muß, um sie zu Mir zu ziehen... Und auch dazu müsset ihr Mir oft Hilfsmittel sein, weil Ich nur durch euch zu jenen Seelen gelangen kann. Es ist nichts ohne Sinn und Zweck, was auch geschieht, und Ich muß auch oft ungewöhnlich einwirken, aber dennoch geschieht dies im Rahmen des Natürlichen, weil es kein Willenszwang sein soll auf eure Mitmenschen... Darum sollet auch ihr, Meine Diener, euch ganz und gar in Meinen Willen fügen, ihr sollet Mir euren Körper und eure Seele übergeben, dann erst seid ihr tauglich für eure Aufgabe, und Ich kann nun durch euch wirken, wie Ich es für segensreich erachte. Ihr sollt Mir nur noch Gefäße sein, die Ich füllen kann, ihr sollet leisten, was zu leisten ihr fähig seid, denn das Maß bestimme Ich Selbst... weil Ich auch übersehe, welche Auswirkung eure Arbeit hat für Mein Reich. Und wie Ich euch benötige, so auch geht euch Kraft zu, dessen könnet ihr versichert sein. Und immer wieder werbe Ich um Arbeiter für Meinen Weinberg, weil noch viel Arbeit getan werden muß, bevor das Ende kommt...

Und allen verheiße Ich Meinen Schutz und Meine Hilfe in geistiger und irdischer Not...

Amen


B.D. NR. 7006 - 30.12.1957

(Philipper)...

Prädestination...

Zur Seligkeit auserkoren seid ihr alle, nur bestimmet ihr selbst den Zeitpunkt, da euch das Lichtreich aufnehmen kann. Und so kann wohl das Wesen immer wieder zurückstreben zur Tiefe, und es kann seinen Weg zurück zu Mir endlos verlängern, es kann wohl Ewigkeiten in einem erbarmungswürdigen Zustand sich befinden, in einer Entfernung von Mir, die es nicht aus eigener Kraft überbrücken kann und daher von einer Art Verdammnis gesprochen werden könnte, die aber nicht Mein Wille über das Wesen verhängt hat, sondern in die es sich selbst stürzte aus eigenem Willen...

Dennoch kommt auch das finsterste Wesen einmal zum Licht, und selbst Mein Gegner wird sich einmal wieder im Licht Meiner Liebesonne befinden, und Mein Liebestrahl wird ihn unermeßlich beseligen...

Aber es wird noch Ewigkeiten dauern, bis er seinen Widerstand gegen Mich aufgibt. Und so auch wird es Wesen geben, die immer und immer wieder sich in seine Gewalt begeben, deren Widerstand gegen Mich nicht nachläßt und die darum auch Ewigkeiten unglückselig sind, wenngleich sie immer wieder die Möglichkeit haben, Meine Hand zu ergreifen, die sie ziehet heim in das Vaterhaus. Und Ich weiß um das Schicksal einer jeden Seele, aber dennoch erfährt sie unausgesetzt Meine Gnade, und Ich ziehe im Stadium als Mensch stets Meinen Willen zurück, damit ihr Wille sich ganz frei entscheide. Darum ist es falsch, zu sagen, das Los einer Seele sei von Mir aus bestimmt zur Seligkeit oder zur Verdammnis...

Es ist deshalb falsch, weil Ich Selbst alle Menschen zu Mir ziehen will und darum auch für alle Menschen gestorben bin am Kreuz. Daß Ich um den Willen einer jeden einzelnen Seele weiß,bedeutet nicht, daß Ich den Willen richte...

Denn wäre allein Mein Wille bestimmend, so wären wahrlich alle Seelen schon ins Vaterhaus zurückgekehrt, da Mir dazu auch die Macht und Kraft zu Gebote steht. Also kann Ich niemals die Seele eines Menschen zur „Verdammnis“ bestimmt haben...

Es könnte Mir niemals „wohlgefallen“, eine Seele wieder in das Verderben zu stürzen, denn Ich bin die Liebe Selbst...

Nur ein unerweckter Geist kann die Worte der Schrift so falsch verstehen, und nur ein unerweckter Geist kann sie so auslegen, daß Ich Selbst Mir Seelen erwähle oder verstoße zur Seligwerdung oder Verdammung. Es steht euch Menschen wahrlich frei, wie ihr euch entscheidet, und so schaffet ihr euch auch selbst das Los nach eurem Leibestode. Ihr könnet unbegrenzt selig sein, aber auch euch selbst das Los der Verdammung schaffen, weil Ich in keiner Weise einen Zwang auf euch ausübe, wie ihr aber auch von Meinem Gegner nicht gezwungen werden könnt... und ob dessen Macht noch so groß ist...

Während eurer Erdenlebenszeit stehen euch aber auch unbegrenzt Gnaden zur Verfügung, die Ich euch erworben habe durch Meinen Tod am Kreuz. Ihr brauchet also nicht schwach zu sein...

Doch nur eure Willensfreiheit bestimmt euer Denken, Wollen und Handeln, und ihr hättet gewißlich keinen freien Willen, wenn euer Los nach dem Tode schon von Mir aus vorbestimmt wäre. Alle seid ihr berufen... daß aber nur wenige auserwählt sind, gründet sich nur auf den freien Willen des Menschen, nicht auf willkürlich verliehene Gnaden. Diese irrige Ansicht muß immer wieder widerlegt werden, denn sie wirkt sich lähmend aus auf viele Menschen, denen dadurch die selige Gewißheit fehlt, ihr Ziel auf Erden erreichen zu können, und die darum auch lau sind in ihrem Streben. Immer müßt ihr daran denken, daß Ich ein Gott der Liebe, Weisheit und Macht bin... und eine Lehre, die eines davon in Zweifel (Frage?) stellt, ist eine Irrlehre...

Wie aber könntet ihr Meine Liebe damit in Einklang bringen, daß Ich selig mache oder verdamme nach „Meinem Wohlgefallen“? Darum strebet ernstlich danach, die Stunde eurer Erlösung nicht hinauszuschieben, denn ihr selbst bestimmt die Zeit, wo ihr zurückkehrt zu Mir, wo Ich euch wiederaufnehmen kann in euer Vaterhaus...

Amen


B.D. NR. 7007 - 31.12.1957

Sylvester...

Die Zeit geht vorüber, einen Tag nach dem anderen lasset ihr Menschen dahingehen, und ihr sorget immer nur für euer irdisches Wohl...

Und die Zeit ist unwiederbringlich verloren für eure Seelen, ihr könnet nimmermehr das Versäumte nachholen, es ist die kostbare Erdenzeit ungenützt geblieben, wenn ihr bisher keine geistigen Ziele anstrebtet. Aber es ist euch noch eine kurze Frist vergönnt, und ihr könnt in dieser kurzen Zeit noch viel erreichen, ihr könnt eure Seele noch aus der tiefsten Finsternis befreien, ihr könnt ihr noch auf Erden ein Licht zuführen, und ihr könnt mit einem Lichtschimmer in das jenseitige Reich eingehen, wenn der letzte Tag gekommen ist. Es ist noch nicht zu spät für euch...

Und darum richte Ich immer wieder dringende Mahn- und Warnworte an euch Menschen, nicht weiter so skrupellos in den Tag hineinzuleben, sondern euch einmal ernstlich zu bedenken, weswegen ihr auf Erden wandelt, welchen Zweck wohl euer Erdendasein hat und ob ihr dem Zweck entsprechend lebet auf dieser Erde. Es gehört nur eine Stunde ernster Besinnung dazu, eine Stunde, wo ihr der Macht gedenket, Die euch erstehen ließ, und ihr euch dieser Macht gedanklich anvertraut, daß Sie euch den Rest eures Lebens führen möge, damit ihr das rechte Ziel erreichet. Und ihr könnet es glauben, Ich werde jedes gedanklich gesprochenen Wortes achten, Ich werde euch an der Hand nehmen und euch führen, denn Ich will, daß ihr zum Ziel gelanget, daß euer Erdenleben nicht vergeblich gelebt sei. Und Ich schaffe auch jedem Menschen die Gelegenheit, einmal solche besinnliche Stunden halten zu können, es werden an jeden Menschen schicksalsmäßig Zeiten herantreten, wo auch der größte Weltling zu solchen Fragen veranlaßt wird, aber ein jeder Mensch muß nun selbst seine Lage auswerten in der richtigen Weise. Immer wieder wird Meine Hand ihn anrühren; wird sie aber zurückgestoßen, dann ist er hoffnungslos dem Verderben preisgegeben, weil Ich seinen Willen achte, der über sich selbst bestimmt. Doch immer häufiger werde Ich die Menschen ansprechen und in verschiedenster Weise, um nur das eine zu erreichen, daß er nachdenklich wird, weil dann auch von seiten der Lichtwelt gedanklich auf ihn eingewirkt werden kann, was sonst unmöglich ist. Und weil die Zeit bis zum Ende stets abnimmt, müssen Meine offensichtlichen Warnungen auch zunehmen, und ihr Menschen werdet darum noch vieles erleben oder miterleben müssen in eurer Umwelt, ihr werdet noch vieles hören und sehen, was nur in Anbetracht des nahen Endes geschieht und nur so erklärt werden kann, daß es die letzten Mittel sind, die Ich anwende, um noch vor dem Ende die Menschen zur Besinnung zu bringen. Solange das Seelenleben unbeachtet gelassen wird, solange nur des Körpers und seiner Wünsche gedacht wird, solange in dem Menschen keinerlei geistige Gedanken erwachen und gepflegt werden, so lange bewegt sich der Mensch in äußerster Gefahr, daß ihn der Abgrund wiederaufnimmt, weil ein jeder Tag für ihn der letzte sein kann und die Seele in tiefster Finsternis ihren Leib wieder verläßt. Nur ein kleines Licht möchte Ich in euch entzünden, um nur zu verhüten, daß ihr völlig lichtlos von der Erde scheidet, was gleich ist dem geistigen Tode, der Bannung in den Neuschöpfungen der Erde. Wehret euch nicht, wenn euch ein Lichtlein gebracht wird, lasset dessen Strahlen in eure Herzen fallen, und begehret, daß es heller werde in euch...

Gedenket des eigentlichen Zweckes eures Erdenlebens, und suchet diesen nicht im körperlichen Wohlergehen, in einem irdisch erfolgreichen Erdenleben. Es ist euch noch eine kurze Gnadenzeit geschenkt, nützet sie, und ihr könnet noch viel erreichen, ihr könnt euch in Meine Führung begeben, und so es euer ernster Wille ist, mit eurem Gott und Schöpfer in Verbindung zu treten, werde Ich euch erfassen und nicht mehr von Mir lassen...

Aber diesen ernsten Willen müsset ihr fassen in Stunden innerlicher Einkehr...

Und wenn euch Leid oder Krankheit beschieden ist, dann denket daran, daß diese nur Meine Mittel sind, euch zu dieser innerlichen Einkehr zu veranlassen...

Und alles wird für euch von Segen sein, wenn ihr dadurch zu Mir findet und euch Mir anvertraut...

Dann kann auch die nur kurze Zeit euch einen Lichtreichtum bringen, und ihr brauchet nicht die Stunde des Todes oder des Endes zu fürchten...

Amen


B.D. NR. 7008 - 1.1.1958

Neujahr...

Wer sich Mir nur in vollem Glauben an Meine Liebe, Weisheit und Macht hingibt, den werde Ich auch führen auf seinem Erdenlebensweg, und er wird nicht zu fürchten brauchen, das Ziel nicht zu erreichen. Aber die Wege sind auch mitunter beschwerlich, die ihr Menschen dennoch gehen müsset, weil in kurzer Zeit das Ziel erreicht werden soll. Verstehet es, die kommende Zeit bringt euch Menschen noch große Schwierigkeiten, denn steile Höhen sind zu erklimmen, um den Weg abzukürzen, weil euch nur noch kurze Zeit für euren Pilgerweg zur Höhe bleibt. Aber auch diese Schwierigkeiten und Hindernisse sollen euch nicht beunruhigen, denn sowie ihr Mich zum Begleiter habt, wird es euch niemals an Kraft mangeln, denn Ich stütze und leite euch, Ich trage euch über unüberwindlich-scheinende Hindernisse hinweg, sowie ihr euch nur vertrauensvoll in Meine starken Vaterarme schmiegt und völlig widerstandslos euch von Mir emporheben lasset...

Und so will Ich euch stets Meine Kraft und Gnade verheißen, was auch schicksalsmäßig an euch herantreten mag...

Aus eigener Kraft werdet ihr den Anforderungen der kommenden Zeit nicht gewachsen sein, denn diese werden zu hoch und ohne Meine Hilfe nicht zu bewältigen sein. Aber mit Mir vereint werdet ihr alles schaffen und keine Niederlage zu fürchten brauchen. Und darum sollt ihr euch immer nur an Mich halten, ihr sollt Mich nimmer von euch lassen, ihr sollet gedanklich stets mit Mir verbunden sein, d.h. „beten ohne Unterlaß“, und ihr sollt durch Liebewirken Meine ständige Gegenwart in euch zulassen...

Und es wird alles das leicht für euch sein, was eure Mitmenschen als fast untragbare Last empfinden. Mit Mir seid ihr stark, ohne Mich aber von gleicher Schwäche befallen wie eure Mitmenschen, denen Ich noch fern bin, weil sie nicht an Mich glauben und darum auch keine Verbindung anknüpfen mit Mir. Es ist die Zeit des Endes, die noch vieles bringen wird, was ihr als Anzeichen des Endes erkennen sollet...

Und es wird die Zeit auch nicht an euch vorübergehen, die ihr im Glauben stehet...

Aber ihr müsset aus eurem Glauben auch die Kraft schöpfen, die euch befähigt, alles zu verstehen und zu ertragen, was Ich über die Menschheit kommen lasse als letzte Rettungsmittel. Ihr müsset euch stets fester anschließen an Mich, je größer die Not ist in und um euch. Denn auch ihr selbst werdet in Nöte kommen um eurer Glaubenserprobung willen, aber ihr werdet keine weiten Wege zu machen brauchen, um zu Mir zu gelangen...

Ein inniger Gedanke an Mich schon bringt euch Erleichterung, und eure Glaubenskraft bannt die Not. Und weil ihr alle noch schwach seid, so bittet Mich zuvor schon um Stärkung, um Erleuchtung des Geistes, auf daß ihr in Stunden der Not recht denket und handelt. Jeder geistige Bittruf dringt an Mein Ohr, und Ich lasse ihn nicht unerhört. Denn eine solche Bitte beweiset Mir, daß ihr Mein sein wollet, und Ich komme ihr gern nach...

Nur löset nicht die Bindung mit Mir, werdet nicht lau oder gleichgültig, denn dann müßte Ich sehr schmerzhafte Mittel anwenden, um euch Mir wieder zuzuwenden, und davor möchte Ich euch bewahren. Meine Liebe gilt euch allen, auch euch, die ihr Mir noch fernsteht, und was auch in kommender Zeit euch beschieden ist... nur Meine Liebe ist dafür Begründung...

Aber ihr brauchet euch nur an Mich anschließen, und ihr werdet oft wunderbar verschont bleiben, wo eure Mitmenschen empfindlich betroffen werden. Die Zeichen aber werden sich mehren, die auf das Ende hinweisen, und ungewöhnliche Dinge werden sich noch ereignen, doch die enge Bindung mit Mir sichert euch Menschen stets Meinen Schutz und Meinen Beistand, und ihr könnet darum unbesorgt der Zukunft entgegengehen, denn ein liebevoller Vater wachet über euch, die ihr in Mir euren Vater sehet und in jeder Not zu Ihm flüchtet...

Amen


B.D. NR. 7009 - 2.1.1958

Gott-gesegnete geistige Verbindungen...

Niederer Spiritismus...

Alle geistigen Verbindungen zur Erde stehen unter Meinem Schutz, sowie der Wille der Menschen gut ist, die solche Bindungen anbahnen. Denn von der Erde aus müssen jene Bindungen hergestellt werden, weil die geistige Welt erst dann wirken darf, wenn der Wille des Menschen dies zuläßt. Ist nun der Wille der Menschen gut, so darf sich auch die Lichtwelt einschalten, während bei niederer Gesinnung der Menschen sich die geistigen Kräfte äußern, die kein Licht ausstrahlen, vielmehr die Dunkelheit noch vertiefen, in welcher sich die Menschen befinden. Doch da es Mein Wille ist, daß euch Menschen Licht erstrahle, werde Ich auch immer jene Bindungen segnen, die Folge einer guten Gesinnung und eines guten Willens sind. Und also werde Ich jene Menschen auch schützen vor irrigen Übermittlungen, denn der gute Wille gibt Mir dazu das Recht, die unreifen Geister abzudrängen und ihnen das Zuführen von irrigem Gedankengut zu verwehren...

Und so könnet ihr auch unbesorgt und beruhigt aus dem geistigen Reich Belehrungen entgegennehmen, denn es ist die Lichtwelt unausgesetzt darum bemüht, euch zum Licht zu führen, was auch durch gedankliche Beeinflussung geschieht, sowie ihr Licht begehrt. Ihr werdet aber dann auch bald erkennen, daß ihr auch Bindungen anknüpfen dürfet bewußt, daß es keine Trennung gibt zwischen der irdischen und der geistigen Welt... daß ihr ständig von Wesen umgeben seid, die nur eurem Willen und eurer Gesinnung nach beschaffen sind...

Glauben daran werden nun aber nur die Menschen, die den ernsten Willen haben, Mir und der Wahrheit näherzukommen, denn die Menschen, die auch geistige Bindungen herstellen und selbst noch niederer Gesinnung sind, haben keinen rechten Glauben an Mich. Sie suchen vielmehr, nur ihre eigene Neugier zu befriedigen, sie suchen hinter Geheimnisse zu kommen, und sie suchen sensationelle Unterhaltung...

Und diese Menschen werden auch ihrer Gesinnung nach bedient, und niemals wird ihr Glaube an einen Gott der Liebe in ihnen erweckt, sondern sie treten weit eher Meinem Gegner näher, der sie durch Lügen und Irrtum stets mehr von Mir abdrängt. Darum muß ernsthaft vor solchen Bindungen mit dem geistigen Reich gewarnt werden, während sich jeder Mensch Meines Schutzes sicher fühlen darf, der eine ernste Bindung mit der Lichtwelt herzustellen sucht. Denn die Wesen des Lichtes sind die Ausführenden Meines Willens, die Wesen des Lichtes tun nichts aus eigenem Willen, denn ihr Wille ist voll und ganz dem Meinen unterstellt. Ich aber beglücke diese Wesen oft mit Aufgaben, indem Ich ihnen Menschen zur Führung anvertraue, die ernsten Willens Mir zustreben, die mit Mir schon eine ernste Bindung eingegangen sind, so daß Ich sie bedenken kann mit Licht, mit der reinen Wahrheit, die von Mir ausgeht und ihnen also zugeführt wird direkt oder durch Meine Lichtboten, welche aber niemals etwas anderes euch Menschen anbieten werden, als was ihnen von Mir aus zuströmt. Denn ihr müsset wissen, daß Meine Licht- und Kraftausstrahlung ständig diese Wesen berührt und von ihnen nun weitergeleitet wird und daß darin auch ihre Seligkeit besteht, wieder mit Licht und Kraft versorgen zu können, die solche benötigen und verlangen. Darum ist allein euer Wille maßgebend, mit Mir und der Lichtwelt euch zu verbinden, dann ist euch auch Mein Schutz und Segen garantiert, ganz gleich, ob euch nun gedanklich das Licht der Wahrheit zugeht oder ihr es von Mir empfanget in Form Meines Wortes. Immer ist die Ewige Wahrheit Selbst am Wirken, und Diese wird jeden unlauteren Geist abwehren, der sich einzuschalten sucht... wie aber auch umgekehrt Meine Lichtwesen machtlos sind dieser finsteren Geistwelt gegenüber, wenn der Mensch selbst durch seine Gesinnung ihnen Zutritt gewährt und deren Treiben zuläßt. Und es soll sich ein jeder Mensch Rechenschaft ablegen, welche Motive ihn treiben zu dem Versuch, sich mit Geisteskräften auszutauschen...

Es soll ernstlich gewarnt werden vor einem Spiritismus niederer Art, der keinen Segen bringt, aber eine große Gefahr ist, sich Meinem Gegner auszuliefern, wenn er nicht rechtzeitig erkannt wird...

Amen


B.D. NR. 7010 - 4.1.1958

Zeugungsakt in Gottferne Anlaß des Unglaubens...

Jeder denkende Mensch müßte zu der Erkenntnis kommen, daß ein verhältnismäßig kurze-Zeit-währendes Erdendasein sinn- und zwecklos ist, wenn eben nur diese kurze Zeit das „Ich“ des Menschen existierte... wenn es mit dem Moment der Geburt seinen Anfang und mit der Stunde des Todes sein Ende nehmen würde...

Er müßte... wenn er einen Schöpfer anerkennt...

Diesen als sehr kleingeistig ansehen, Der nur um einer Laune willen Wesen erstehen lasse nichtiger Erdensorgen und Freuden wegen. Oder er müßte... wenn er sich nur als ein willkürlich entstandenes Produkt der Natur betrachtet... sich fragen, weshalb ihm Verstand und freier Wille innewohnt. Denn solche Gedanken würden es ihm zweifelhaft erscheinen lassen, nur ein solches willkürliches Produkt der Natur zu sein. Durch den Verstand und den freien Willen unterscheidet sich der Mensch von allen anderen Naturschöpfungen. Er könnte deshalb auf einen Schöpfergeist schließen, Der ebenfalls Verstand und freien Willen... also Weisheit und Kraft, besitzt. Und wäre er bei diesem Gedanken angelangt, dann würde er auch den Sinn und Zweck seines Erdendaseins zu ergründen suchen und sich nicht zufriedengeben mit der Annahme, nur um des Erdenlebens selbst willen erschaffen worden zu sein. Es könnte zu diesem Ergebnis ein jeder Mensch kommen durch einfaches Nachdenken, wenn er nicht schon diese Erkenntnis gewonnen hat und an einen Gott der Liebe, Weisheit und Allmacht glaubt, aus Dem er selbst hervorgegangen ist. Doch viele Menschen werden gezeugt in äußerster Gottferne... von Menschen, die keinen Funken Liebe in sich entzünden, der ihnen ein Licht schenkte, die noch gänzlich in der Gewalt des Gegners sind von Gott und ihre widergöttliche Gesinnung nun auch dem Kind einpflanzen, das wider Willen von ihnen zur Welt gebracht wird und dessen Seele, von dichtesten Hüllen umgeben, ohne Licht und Liebe aufwächst. Es braucht zwar nicht immer das Wesen eines Kindes dem der Eltern zu entsprechen, es kann auch eine Seele in ihm sich verkörpern, die bewußt den Kampf aufnimmt mit den Gefahren dieser Welt... aber zumeist überträgt sich die Gesinnung der Eltern auf ihre Kinder, und es kommen dann Menschen zur Welt, die sich nur als willkürlich-entstandene Naturprodukte betrachten und keinerlei Bindung haben mit Dem, Der auch zu ihrem Erstehen erst Seine Zustimmung gegeben hat, weil der Wille auch jener Eltern frei ist und ihre Naturbeschaffenheit die Geburt von Kindern begründet. Aber es fehlt auch jenen Kindern wieder nicht an Denkfähigkeit und dem freien Willen... so daß also auch es für jene Menschen einen Weg gibt, aus dem Dunkel in das Licht zu gelangen...

Und es haben auch jene Menschen von Gott aus das Liebefünkchen in sich, es ist auch ihnen möglich, dieses zu entzünden. Und es fließen auch ihnen göttliche Gnaden zu...

Aber es weilen wahrlich diese Menschen in der größten Finsternis, die ihren Lebenszweck nur im Erdenleben selbst sehen, die sich vergangen wähnen mit dem Moment des Todes und die keine Macht über sich erkennen und anerkennen wollen, denn diese nützen auch nicht die Gabe des Verstandes, sie denken nicht einmal im ernsten Willen nach, die Wahrheit zu ergründen, ansonsten sie unwiderruflich zu anderem Denken kommen würden. Und so ist auch daraus zu ersehen, daß der Zeugungsakt eine Waffe des Gegners ist, die ihm oft den Sieg einträgt im Kampf um die Seelen der Menschen, denn er treibt die Menschen an zu uneingeschränktem Sinnesgenuß, und er wird keinen Widerstand finden. Hemmungslos geben sich die Menschen einander hin, jedoch nicht in Liebe, sondern nur im Sinnenrausch, der selten einer anderen als (einer, d. Hg.) finsteren Seele die Einzeugung ermöglicht und diese Finsternis zumeist darin zum Ausdruck kommt, daß alle Voraussetzungen zum Glauben fehlen... was des Gegners Absicht ist. Aber auch Hochmut kann eine Seele verfinstern, in der die Grundlagen zur Erkenntnis schon vorhanden waren, wenn der Verstand sich in Überheblichkeit für befähigt hält, auch die größten Geheimnisse zu ergründen...

Dann hat der Gegner auch sein Ziel erreicht, den Menschen ungläubig zu machen und seine Gedanken zu verwirren...

Amen


B.D. NR. 7011 - 6.1.1958

Die Jünger der Endzeit...

„Und es werden die Letzten die Ersten sein...“ Denn ihnen obliegt eine gar gewaltige Aufgabe: inmitten einer glaubenslosen Welt zu künden von dem göttlichen Erlöser Jesus Christus...

Und es ist dies deshalb eine gewaltige Aufgabe, weil es keinerlei Beweise gibt für Seinen Erdenwandel, weil es eine viel umstrittene Frage ist, ob der Mensch Jesus je gelebt hat, und weil die Gottheit des Menschen Jesus oder auch die Menschwerdung Gottes in Ihm für die Menschen in der Endzeit völlig unverständliche Begriffe sind und ein Glaube daran ihnen unmöglich erscheint. Und doch sollen die Jünger der Endzeit überzeugt für Ihn und Sein Erlösungswerk eintreten, sie sollen überzeugt Ihn verkünden...

Und diese Überzeugung müssen sie zuvor selbst gewinnen. Durch Lehren wiederum kann sie nicht gewonnen werden, sondern es gehört dazu ein Lebenswandel in uneigennütziger Nächstenliebe, der erst dem Menschen das Licht gibt, so daß er alles klar überschauen und die Zusammenhänge begreifen kann und dann auch überzeugt eintreten wird für Jesus Christus und Sein Erlösungswerk. Es wird aber in einer Welt der Eigenliebe sehr schwer sein, sich selbst zu wandeln und die Ichliebe zurückzudrängen um des Nächsten willen, der Hilfe bedarf...

Wer es aber tut, der wird wahrlich einen Lohn empfangen dereinst in der Ewigkeit, denn er nur ist befähigt, jene Aufgabe zu bewältigen, daß er als ein rechter Streiter Christi und ein wahrer Apostel wieder das Evangelium verkündet unter der glaubenslosen Menschheit. Er wird es nicht leicht haben, wenngleich er selbst zutiefst überzeugt ist von der Wahrheit dessen, was er kündet, denn die Lieblosigkeit der Mitmenschen wird ihm Einwände entgegensetzen... es werden die Menschen ihren Verstand anwenden und jegliche Glaubenslehre zerpflücken, und die vielen Irrlehren in der Welt werden ihnen den Rükken stärken, und darum wird mit den Irrlehren gleichzeitig auch die Wahrheit verworfen werden, und es bedarf eines scharfen Schwertes... es muß mit dem Schwert des Mundes gekämpft werden mit allem Eifer...

Und diese Aufgabe wäre nicht zu erfüllen, wenn nicht ständig Gott Selbst mit ihnen wäre und Er Selbst durch den Mund jener Apostel reden würde mit überzeugender Macht. Wo aber keine Liebe ist, dort ist auch Gottes Wort vergeblich. Am Ende streitet wieder Gott Selbst gegen Seinen Widersacher, dem die Lieblosigkeit der Menschen zum Vorteil gereicht, die darum nicht zum Glauben gelangen an den Einen, Der auch sie erretten könnte noch vor dem Ende. Und darum ist ein jeder Diener des Herrn gesegnet, der sich selbst bereit erklärt, als Streiter Christi den Kampf zu führen gegen Unglaube und Lieblosigkeit...

Denn dessen Glaube an Jesus Christus wird überaus hoch gewertet, weil es für diese Jünger der Endzeit weit schwerer ist, zu glauben, als es für die ersten Jünger gewesen ist, die den göttlichen Heiland und Erlöser stets in ihrer Nähe hatten und von Ihm Selbst eingeführt wurden in die Wahrheit. Auch sie zweifelten zuweilen, auch ihnen war es nicht immer leicht, zu glauben, aber sie erlebten Sein Wirken, sie hörten Seine Worte, und sie konnten Seinen Lebenswandel verfolgen und auch Seinen Tod am Kreuz...

Und sie erfuhren die Ausgießung des Geistes...

Doch alles Wissen darüber müssen die Jünger der Endzeit an sich selbst erfahren, sie müssen erst den Geist in sich zum Erwachen bringen, auf daß er sie einführt und ihnen Kunde gibt von Jesus Christus und Seinem Erlösungswerk. Denn nur dadurch ist die innere Überzeugung zu gewinnen, daß der Geist aus Gott sie belehret...

Und eine solche Belehrung ist wiederum nur möglich, wenn der Mensch in der Liebe lebt...

Aber ebenso eifrig werden die letzten Jünger am Werk sein, ebenso eifrig werden sie das Evangelium hinaustragen in die Welt und auf den göttlichen Erlöser hinweisen, Der allein die Rettung ist aus Sünde und Tod...

Und ob auch ihnen Widerstände erwachsen, ob man sie auch mundtot zu machen sucht...

Gott Selbst wird mit ihnen sein und ihnen die Worte in den Mund legen, Gott Selbst wird sprechen durch Seine Jünger, die Ihm dienen, denn die Menschheit geht dem Ende entgegen...

Amen


B.D. NR. 7012 - 8.1.1958

Rettungsarbeit der Lichtwesen an den ihnen anvertrauten Menschen...

Was sich abspielt im geistigen Reich, das ist euch Menschen verborgen, aber die Wesen des Lichtes wissen um das Schicksal, das der Erde und ihren Bewohnern bevorsteht. Und überaus eifrig sind sie daher am Werk, Rettungsarbeit zu leisten und alle Menschen anzurühren durch Geschehen verschiedenster Art, um sie zum Nachdenken zu veranlassen und dann sich selbst Eingang zu verschaffen in Form von Gedanken. Immer wieder versuchen sie es bei denen, die ihnen anvertraut sind, denen sie als Schutzgeist zugesellt wurden bei Beginn ihres Mensch-Seins...

Ihre Sorge gilt ihnen von der Geburt an bis zum Tode. Und mit Liebe und Eifer kommen sie dieser Aufgabe nach, die nicht immer leicht ist, wenn sich die Menschen ihrem Einfluß widersetzen und eigene Wege gehen. Denn auch die Lichtwesen dürfen keinerlei Zwang anwenden, und gerade die Willensfreiheit des Menschen erschwert oft den Rettungsakt an dessen Seele. Doch Tausende von Möglichkeiten stehen ihnen zur Verfügung, und stets werden auch diese Möglichkeiten ausgenützt, weil sie wissen, wie nahe das Ende ist und welchem Los die Seelen entgegengehen, die sie nicht gewinnen konnten. Aber sie müssen auch oft in schmerzhafter Weise ihr Ziel zu erreichen suchen, sie können ihnen Nöte und Leiden aller Art nicht ersparen, weil diese erst ihnen den Zutritt gewähren, weil dann erst die Menschen ihre Gedanken anders richten als bisher. Da die Lichtwesen nun im Wissen stehen, sowohl um das Kommende als auch um den Reifezustand der ihnen anvertrauten Seelen, ist auch kein Aufschub geraten, sie können nicht warten, bis sich langsam das Denken der Menschen wandelt, sie müssen vorgreifen und gewalt-same Erschütterungen jenes Denkens veranlassen, denn ihre Liebe bestimmt sie dazu, sollen die Seelen nicht verlorengehen. Und von Gott aus steht ihnen auch die Macht zu, ihrem Ermessen nach zu handeln, denn es ist nur der Wille Gottes, der sie erfüllt und zu ihrem Vorgehen treibt. Und wenn ihr Menschen nun jedes Unheil, jeden Unglücksfall und jedes leidvolle Geschehen so betrachtet, daß viele Lichtwesen um ihre ihnen anbefohlenen Schützlinge ringen und daß sich also alle jene Lichtwesen daran beteiligen, Rettungsarbeit zu leisten an den Seelen der Betroffenen und auch deren Angehörigen, dann wird euch auch die Anhäufung solcher leidvollen Ereignisse verständlich sein, denn jene Lichtwesen erkannten solche als eine Möglichkeit und wandten sie daher auch an. Die Liebe jener Lichtwesen ist übergroß zu den unglücklichen Seelen, die noch in der Finsternis weilen, und sie möchten ihnen Licht bringen. Darum wird im geistigen Reich auch stets Übereinstimmung herrschen, sowie Rettungs-Möglichkeiten geplant werden, weil alle voll Liebe sind zu den Menschen auf der Erde und sie auch in ihrer Weisheit erkennen, welchen Vorteil leidvolle Geschehen bieten, die ihr Menschen nicht begreifen könnet. Die geistige Wende, die kommen wird, wirkt sich auch im geistigen Reich in erhöhter Hilfsbereitschaft aus, und wo nur die Möglichkeit besteht, einer Seele zu Hilfe zu kommen, dort wird sie auch ausgenützt. Und darum wird auch jeder Weinbergsarbeiter auf der Erde immer die Unterstützung der Lichtwelt erfahren, und ihre Rettungsarbeit wird eine gemeinsame sein, indem die Lichtwesen auch jene veranlassen, bestimmte Weinbergsarbeiten auszuführen, d.h., die Knechte im Weinberg des Herrn werden in ihrer Tätigkeit sehr oft von jenen Lichtwesen geleitet, weil einziges Bestreben dieser ist, Menschenherzen zu erschließen, die Gedanken der Menschen hinzulenken in das jenseitige Reich... auf daß dann die Lichtwesen ihre Arbeit fortsetzen können und ratend und helfend auch den Menschen beistehen, deren Wohl und Seelenheil sie betreuen...

Alles ist gefügt nach dem weisen Plan Gottes, und ihr Menschen werdet gelenkt, sowie ihr nur euch lenken lasset und ihm nicht widersteht. In der Endzeit aber wird sich alles drängen, überstürzen und anhäufen...

Denn die Zeit eilet, und das Ende ist nahe...

Amen


B.D. NR. 7013 - 9.1.1958

Zeitbegriff im Zustand der Vollkommenheit...

Dem vollkommenen Wesen erscheint die Zeit der Vergangenheit wie ein Augenblick, wenngleich es jede einzelne Phase übersehen und auch immer wieder erleben kann als gegenwärtig, aber alles Qualvolle berührt das Wesen nicht mehr, jedoch die große erbarmende Liebe Gottes ist ihm immer von neuem ersichtlich, wenn sich das Wesen in die Vergangenheit versetzt. Doch Zeitbegriffe gibt es für das Vollkommen-Gewordene nicht mehr... und was auch das Wesen in seinen Gedanken bewegt, es wird immer nur loben und preisen seinen Schöpfer und Vater und keine Möglichkeit versäumen, Ihm seinen Dank abzutragen in Form erlösender Tätigkeit. Und darum muß auch eine Rückschau in die Vergangenheit immer wieder möglich sein, um dem Geistigen, das noch in den Fesseln der Materie schmachtet, immer wieder beizustehen und es in andere Verformungen zu versetzen... eine Aufgabe, die dem Vollkommenen obliegt, das sich am Schaffen und Erschaffen beteiligen darf nach dem Willen Gottes. Zwar ist die Vergangenheit für jedes Lichtwesen nur wie ein flüchtiger Augenblick, doch für das noch gebundene Geistige sind es Ewigkeiten...

Und weil das Lichtwesen um die Qualen in diesen Ewigkeiten weiß, steht es dem Gebundenen in inniger Liebe bei, um ihm zur Freiwerdung zu verhelfen. Es ist aber die Schöpfung Gottes unendlich, es ist die Zahl der gefallenen Wesen unfaßbar, und es ist daher auch die Zahl der im Dienst Gottes stehenden Lichtwesen unermeßlich groß. Denn es gibt bei Gott keine Begrenzung, weil Er das vollkommenste Wesen ist und weil alles Vollkommene unbegrenzt ist...

Und also wird es Ewigkeiten hindurch auch Schöpfungen geben, die unvollkommenes Geistiges bergen, und Ewigkeiten hindurch wird sich das Erlösungswerk an jenem Geistigen vollziehen, weil die Liebe des schon Erlösten ständig zunimmt und seine selige Dankbarkeit sich immerwährend äußert in erlösender Tätigkeit. Und es gehört auch das zur Seligkeit eines vollkommenen Wesens, in die Vergangenheit schauen zu können, sie als gegenwärtig zu erleben... weil seine Liebe zu Gott dadurch ständig zunimmt, weil es nun auch als Lichtwesen die unübertreffliche Weisheit Gottes erkennt und jede einzelne Verformung, die es selbst durchwandeln mußte, ihm wie ein kostbares Wunderwerk erscheint, das ihm die Liebe des Vaters zu Seinem Kind immer wieder beweiset. Was einstens für das Wesen unsagbare Qual bedeutete, wird nun das Lichtwesen beglücken und dazu anspornen, selbst solche Formen zu schaffen, um in überströmender Liebe unglückseliges Wesenhaftes darin zu bergen, damit es gleichfalls zu jener Glückseligkeit gelange, die dem Lichtwesen vergönnt ist. Weil Liebe, Weisheit und Macht nun dem Lichtwesen eigen sind, ist es auch gleicherweise schöpferisch tätig, und weil es um den Zweck und Erfolg aller Schöpfungswerke weiß, wird es nicht nachlassen in seiner Tätigkeit, immer in Liebe zu Gott und zu dem Unerlösten schaffend und wirkend...

Denn es besitzt auch die Macht dem Gegner Gottes gegenüber, es entwindet ihm das Geistige, um es seinem Gott und Vater zuzuführen, weiß es doch auch um die einstige Seligkeit des Wesens, wenn es aller Formen ledig sein wird. Es gibt für das vollkommene Wesen kein Leid und keine Qual, doch es weiß um die Qualen des Unvollkommenen und sucht dieses zu befreien davon. Darum kann es seinen eigenen Werdegang durch die Schöpfung immer wieder als gegenwärtig erleben, und es wird doch unsagbar glücklich sein im Gedenken seines Entwicklungsganges...

Und immer neue Pläne werden in ihm reifen, die der Erlösung dienen, immer neue Schöpfungen wird das Wesen erstehen lassen, es wird in innigster Verbindung mit seinem Schöpfer und Vater von Ewigkeit auch Dessen Kraft empfangen und diese wieder zur schöpferischen Tätigkeit verwenden... weil es im gleichen Willen steht mit Gott, Der alles Einst-Gefallene wieder zurückführen will, um es ewiglich zu beglücken...

Amen


B.D. NR. 7014 - 10.1.1958

Gott als „Urkraft“...

Wie steht die „Gegenkraft“ zu Gott...

Aus Meinem Willen und Meiner Kraft gingen alle Schöpfungen hervor, die euch sichtbar sind, sowie auch unzählige Schöpfungen, die ihr nicht erblicken könnet...

Geistige und irdische Schöpfungen sind aus Meiner Macht entstanden und werden auch noch erstehen ewige Zeiten hindurch. Und Mein Wille und Meine Macht regieren auch alle diese Schöpfungen und sichern ihr Bestehen. Es gibt keine Macht, die der Meinen gleichet, denn dem einen, der neben Mir schaffen und wirken sollte im gleichen Willen und gleicher Kraft, entzog Ich letztere, als er sie mißbrauchte zum Wirken wider Mich. Aber allen von Mir erschaffenen Wesen, die gleichen Willens sind mit Mir, strömet Meine Kraft unaufhörlich zu, die sie nun auch wieder gebrauchen zu Schöpfungen jeglicher Art, weil sie immer nur mit Mir und in Meinem Willen tätig sind. Aber es kann nicht von einer Kraft neben oder außer Mir gesprochen werden, denn jene Wesen sind stets mit Mir verschmolzen, sie sind „Anteil Meiner Selbst“... während der erstgeschaffene Geist sich außer Mich stellte durch seinen verkehrten Willen... und darum wohl von einer „Gegenkraft“ gesprochen werden kann, die aber niemals Mich Selbst außer Kraft setzen kann, weil sie gebrochen wurde durch seinen Abfall von Mir...

Und es würde dessen Machtlosigkeit noch viel mehr in Erscheinung treten, wenn Ich nicht auch ihn mit freiem Willen ausgestattet hätte... so daß Meine Macht und Kraft sehr oft zurücktritt und Meinem Gegner in seinem Wirken Freiheit lässet, was aber nicht bedeutet, daß Ich es nicht verhindern könnte. Aber nimmermehr reicht seine Kraft aus, Neuschöpfungen erstehen zu lassen. Und also müßte er selbst seine Macht- und Kraftlosigkeit erkennen angesichts der unendlich vielen Schöpfungen, die durch Meinen Willen und Meine Kraft hervorgingen und immer wieder hervorgehen...

Denn er ist nicht ohne Kenntnis von Meinem ständigen Schöpfungswillen, und er weiß es auch, was diese Schöpfungen im Grunde bezwecken...

Er weiß, daß sie nur ein Gegenwirken bedeuten, dem sein einstiger Abfall von Mir zugrunde liegt. Doch trotz dieser Erkenntnis Meiner endlosen Macht beugt er sich nicht darunter, weil er verblendet ist in seinem Denken und diese Verblendung der Haß gegen Mich zuwege brachte. Die einstige Kraftfülle, die ihn zum Erschaffen befähigte, glaubt er noch immer zu besitzen, und weil die Schöpfungen das Gefallene bergen, glaubt er sich auch als Herr aller jener Schöpfungen, und er brüstet sich damit, daß diese Schöpfungen ohne ihn nicht hätten erstehen können...

Und so ist Meines Gegners Macht und Kraft wohl schon gebrochen, aber er selbst erkennt das nicht, und es werden noch Ewigkeiten vergehen, ehe er zu dieser Erkenntnis gelangt. Die Lichtwelt aber... das mit Mir und in Meinem Willen wirkende Geistige... nimmt alle Welten in Besitz und stattet sie aus, und jegliches Schöpfungswerk ersteht durch ausgestrahlte Liebekraft, die verhärtete geistige Substanz einfängt, sie umhüllt und mit ihrer Liebewärme zu erweichen sucht...

Und diese Liebekraft, die von Mir als dem Urquell der Kraft ständig auf die Lichtwesen überströmt, kann nicht von Meinem Gegner abgewehrt werden... sie ist es, die das einst gefallene Geistige von Meinem Gegner isoliert, die ihm auch die Macht darüber nimmt...

Die Liebekraft steht zwischen Mir und Meinem Gegner und lässet also fortgesetzt neue Schöpfungen erstehen, und keiner anderen Kraft ist es möglich, Mich in Meinem Wirken zu hindern, weil es keine Kraft außer der Meinen gibt...

Und diesen „Urquell“ der Kraft wollte das erst-geschaffene Wesen nicht anerkennen, es wollte sich lösen von Ihm und war von Stund an auch nicht mehr „Empfänger“ Meiner Liebekraft, weil er selbst sie zurückgewiesen hat. Und bevor er nicht zur Erkenntnis dessen kommt, was er getan hat, als er sich abwandte von Mir, wird er auch nicht den Rückweg antreten, aber einmal wird auch diese Stunde kommen, und ob auch Ewigkeiten noch vergehen, daß er zurückkehrt in sein Vaterhaus...

Amen


B.D. NR. 7015 - 12.1.1958

Plan der Vergöttlichung alles Geschaffenen...

Mein ist alles...

Mein ist die ganze geschaffene Welt, Mein ist das All, Mein ist die gesamte erschaffene Geisterschar, Mein sind alle Wesen im Lichtreich und in der Tiefe... alle Bewohner der unzähligen Gestirne...

Mein ist alles, was besteht, ganz gleich, ob es vollkommen oder unvollkommen ist, denn alles ist aus Mir hervorgegangen, alles hat Meine Liebekraft zum Grundelement und ist daher unauflöslich mit Mir verbunden. Es ist alles Mein Besitz...

Daß sich nun inmitten Meines Besitzes ein Wesen gleichfalls Besitzerrechte anmaßet, ist wohl bis zu einem gewissen Grade begründet, aber jenes Wesen hat die Erkenntnis verloren, daß nur aus einem Kraftquell alle Schöpfungen hervorgingen und daß also das Eigentumsrecht nur in seiner Einbildung besteht, das sofort zunichte wird, wenn das umstrittene Objekt selbst zu der Erkenntnis gelangt ist, aus wessen Macht und Kraft es hervorging. Solange letzterem aber auch die Erkenntnis fehlt, stärkt es ebenjenes Wesen in seiner Einbildung, etwas zu besitzen, was im Grunde jedoch Mein ist. Und jene Erkenntnislosigkeit ist ein Zeichen der Unvollkommenheit, sie ist ein Zeichen endlos weiter Entfernung von Mir, deren Grad ein jedes von Mir geschaffene Wesen aber selbst bestimmen durfte und der dann auch das Denken der Wesen völlig verwirrte, also ihnen jegliche Erkenntnis verlorenging. Bevor aber nicht Ich Selbst als „Herr“ anerkannt werde, bevor nicht die Wesen selbst in Mir ihren Gott und Schöpfer, ihren Vater, erkennen, stehen sie noch im Grad der Unvollkommenheit, und sie erkennen noch jenes Wesen als Herrn an, das Mir Meine Macht und Kraft streitig zu machen sucht seit Ewigkeit, weil es völlige Blindheit befallen hat Mir gegenüber...

Mir aber genügte nur ein Gedanke, um alles auch wieder vergehen zu lassen, was Mein Wille und Meine Kraft einst ins Leben rief, und dann wäre auch jener Gegner von Mir vernichtet, und auch alle Schöpfungen hätten aufgehört zu sein. Solches aber ist nicht in Meinem Willen, denn es bereitet Mir eine große Freude, wenn auch das, was sich noch endlos fern von Mir hält, Schritt für Schritt sich Mir wieder nähert, wenn die Blindheit dessen erst einem leichten Dämmerlicht weicht, das dann stets heller zu leuchten beginnt und in diesem hellen Licht nun jenen Wesen Sich Mein Wesen offenbart, wenn sie Mich erkennen und dann auch liebenlernen und nun verlangend Mir ihre Arme entgegenstrecken und sie nach ihrem Vater rufen... wenn die Erkenntnis ihnen wiederkehrt, daß es nur eine Macht gibt, Die Ursprung ist alles dessen, was besteht...

Diese Rückkehr zu Mir bereitet Mir unvorstellbare Seligkeit, denn Mein Besitz kann Mir zwar nicht genommen werden, aber erst das Erkennen, Mir anzugehören, beseligt sowohl das Wesen als auch Mich in einem Maße, für das euch Menschen jeglicher Begriff fehlt. Zudem weiß Ich auch, daß Mir nichts auf ewig verlorengeht, daß Mein Besitz niemals sich verringern wird und daß auch der, den Meine unendliche Liebe zuerst erstehen ließ, Mir voll und ganz einmal wieder gehören wird nach endlos langen Zeiten innerlicher Abkehr von Mir. Denn was er zu besitzen glaubt, das wird er nicht behalten, sondern es wird sich freiwillig Mir zuwenden, und er wird stets mehr erkennen müssen, daß seine Macht nur in der Einbildung besteht, wenngleich er sie anwenden kann bei denen, die ihm hörig sind. Aber sie bleiben es nicht für ewig...

Und das wird er nicht verhindern können, und so wird er auch seine Machtlosigkeit einmal einsehen müssen...

Daß Ich aber endlose Zeiten hindurch ihn in seiner Blindheit belasse, daß Ich auch den ihm hörigen Wesen nicht zwangsläufig die Erkenntnis vermittle, in Mir ihren Herrn zu sehen, das ist keineswegs als ein Zeichen verringerter Macht Meinerseits anzusehen, sondern es entspricht nur dem Plan, aus „Geschöpfen“ „Kinder“ zu gestalten... um den Akt des Erschaffens noch zu übertrumpfen durch die Vergöttlichung des Geschaffenen... weil Meine vollkommenen Wesen unbegrenzt wirken sollen und Meine Liebekraft auch keine Begrenzung zuläßt...

Und dazu dienet Mir wieder ein jedes Wesen, und auch das Gefallene trägt zur höchsten Beglückung bei, und es erreicht auch diese höchste Beglückung einst selbst... weil Meine Liebe, Weisheit und Macht nimmermehr aufhört, solche allem Erschaffenen zu bereiten...

Amen


B.D. NR. 7016 - 13.1.1958

Gottes Macht und Seine Liebe...

Die Macht Gottes ist unbegrenzt. Und so auch Seine Liebe...

Dies müsset ihr immer bedenken, wenn ihr euch in Not des Leibes oder der Seele befindet. Es gibt Einen, Der alle Not bannen kann, weil Er allmächtig ist, und Der auch alle Not bannen will, weil Liebe Sein ganzes Wesen ist. Aber Er muß auch mit Seiner Liebe auf Gegenliebe stoßen, weil sonst Seine Liebe unwirksam bleibt. Und das ist des Rätsels Lösung, wenn Seine Allmacht sich nicht euch Menschen gegenüber äußert, weil ihr selbst es unmöglich macht durch mangelnde Liebe. Ein Herz, das voller Liebe ist, gewähret gleichsam Gott Selbst Einlaß, und dann kann Er in Seinem Hause walten und wirken...

Wo aber die Tür noch verschlossen ist, wo es an Liebe fehlt, dort ist auch Sein Wirken unmöglich, eben weil Er noch außerhalb steht und nicht gewaltsam ein Haus betritt, das sich Ihm nicht freiwillig öffnet. Die Liebe ist alles...

Sie ist Kraft und Licht, sie schenkt dem Menschen Erkenntnis, auch die Kraft richtig anzuwenden. Dann wird es für den Menschen auch keine Not mehr geben, weder irdisch noch geistig. Aber die Liebe ist in euch allen noch sehr schwach, sie ist noch nicht zur hellen Flamme aufgelodert, und das wirkt sich aus in einem schwachen Glauben an Gott und Seine Hilfswilligkeit. Wer Ihn erfassen kann mit ganzem Herzen, d.h., wessen Wesen in ständiger Hilfsbereitschaft seinen Mitmenschen gegenüber lebt, der hat auch keine Einschränkung zu fürchten von seiten Gottes, sondern die Liebe Gottes kann ihn anstrahlen mit aller Kraft, und was das bedeutet, das wisset ihr Menschen noch nicht, ansonsten ihr in Liebe aufgehen würdet und die innigste Bindung hergestellt wäre mit Dem, Dessen Wesen Liebe, Weisheit und Macht ist...

Und dann bewegten euch auch keine bangen Fragen mehr, dann wäre jede leibliche und geistige Not behoben, und dann würde es auch euch selbst möglich sein, eure Kraft wieder auf den Mitmenschen überzuleiten, der in Not ist. Glaubt es, daß ihr alles vermögt, wenn ihr von der Liebekraft Gottes durchstrahlt werdet... glaubet es, daß es nichts gibt, was zu leisten euch unmöglich wäre, wenn ihr nur die Liebe in euch so stark werden lasset, daß ihr dadurch Gott Selbst veranlaßt, in euch gegenwärtig zu sein, und Er nun vollbringt, was ihr tun wollet zum Wohl des Mitmenschen...

Und glaubet es, daß auch ihr selbst im Vollbesitz von Licht und Kraft sein könnet, weil Der in euch ist, Der „Urquell“ ist von Licht und Kraft...

Ihr seid in eurer Ursubstanz das gleiche wie Er, ihr brauchtet nicht beschränkt zu sein im Licht und Kraftzustrom, denn vollkommen war euer Urzustand, als ihr von Ihm euren Ausgang nahmet. Und vollkommen könnet ihr wieder werden, sowie die Liebe euch ganz erfüllt. Und daß die Liebe in euch entflammt, das liegt in eurer Macht, aber es erfordert euren Willen. Doch was ihr nicht erreichet, weil euer Wille zu schwach ist, das vermag inniges Gebet...

Denn auch ein rechtes Gebet ist eine Bindung mit Gott, die den Zustrom von Kraft euch sichert. Und die nun euch geschenkte Liebekraft wird euch auch sicher zum Liebewirken antreiben, ihr werdet diese durch Gebet erworbene Liebekraft immer nur verwenden zum Wirken in Liebe, und ihr werdet dann auch erreichen, daß euer Glaube zunimmt, denn ein Gebet, das geistigen Gütern gilt, bleibt wahrlich nicht unerfüllt. Darum kann ein jeder Mensch zum Ziel gelangen, denn die Gnade des Gebetes kann jeder nützen... jedes Kind darf mit seinem Vater sprechen und sich von Ihm erbitten, was ihm mangelt...

Denn ein Gebet im Geist und in der Wahrheit beweiset auch die Liebe des Kindes zum Vater, es beweiset, daß das Kind zum Vater gelangen will, und darum wird die Liebe des Vaters ihm auch Seinen Strahl zuleiten, und das Herz des Kindes wird sich daran entzünden...

Und wo einmal die Liebe entflammt ist, erfaßt sie auch alles Wesenhafte...

Es wird der Mensch jegliches Schöpfungswerk lieben müssen, am meisten aber seinen Mitmenschen, und es wird Gott Selbst gegenwärtig sein, und Seine Liebekraft wird so offensichtlich in Erscheinung treten, daß der Mensch alles zu leisten fähig ist, daß er leibliche Gebrechen heilen und auch jegliche Not bannen kann, weil die Liebe, Die da ist Gott, auch die Kraft ist, Die alles vollbringt...

Amen


B.D. NR. 7017 - 15.1.1958

Nichts geschieht ohne Gottes Willen oder Zulassung...

Alles unterliegt dem Willen Gottes... und selbst die Pläne, die Seinem Willen, dem Gesetz ewiger Ordnung, nicht entsprechen, können erst dann zur Ausführung kommen, wenn Gott es zuläßt, wenn Sein Wille sich also zurückzieht in der Erkenntnis, daß Er jederzeit auch solche Geschehen zum Besten der Seele sich auswirken lassen kann. Und so sollet ihr Menschen alles betrachten, was im Erdenleben an euch herantritt, was euch berührt freud- oder leidvoll. Wenn es nicht Gottes Wille oder Seine Zulassung wäre, würde es nicht geschehen können, und also wird auch alles gut sein für euch, d.h. eure geistige Entwicklung fördern können, wenn ihr selbst nicht letzteres gefährdet durch bewußte Auflehnung gegen Gott. Es könnte wohl euer Erdenleben frei von Leid an euch vorübergehen, aber dann müßte eure Seele schon eine so hohe Reife erlangt haben, daß sie keiner Ausreifungsmöglichkeit mehr bedarf...

Ihr Menschen aber seid alle noch weit zurück in eurer geistigen Entwicklung, und ihr sollet doch einen gewissen Grad wenigstens erreichen, daß ihr ohne Gefahr dem Ende entgegensehen könnet...

Denn das steht euch allen bevor...

Und gerade in der Endzeit wird so oft angezweifelt werden, daß ein „Gott“ das Schicksal eines jeden Menschen lenkt, weil so oft ein satanisches Wirken erkennbar ist, das an Gottes Liebe und Macht zweifeln lässet. Aber auch dann läßt Gott solches zu um eines Zweckes willen, und Sein ewiger Heils-plan ist nur wenigen Menschen bekannt, der Erklärung ist für Geschehen auch grausamster Art. Gottes Wille oder Seine Zulassung muß immer anerkannt werden, weil ohne diese nichts geschehen könnte. Aber es erfordert dies auch einen sehr starken Glauben, den wieder nur wenige aufzuweisen haben. Je mehr nun der Glaube der Menschen eine Stärkung erfährt, desto heller leuchtet auch das Licht der Erkenntnis, denn die Liebe allein bewirket, daß sich der Glaube verstärkt, und die Liebe gibt auch das Licht, so daß das Wirken Gottes in allem und jedem Geschehen erkenntlich wird... wie andererseits Lieblosigkeit das Denken der Menschen verwirrt, der Glaube gänzlich schwindet und die Menschen selbst sich dem in die Hände geben, der gänzlich dem Willen Gottes... d.h. Seiner ewigen Ordnung... entgegenhandelt. Und dennoch lässet Gott auch solches zu, denn es ist die Zeit des Endes, wo alle Kräfte der Hölle losgelassen sind, wo die göttliche Ordnung völlig außer acht gelassen wird und darum eine Wende unwiderruflich kommen muß...

Denn der Wille Gottes steht über allem, und so wird auch Seine göttliche Ordnung wiederhergestellt werden, wenn es an der Zeit ist; es wird jeglicher Gegenwille gebrochen werden von Dem, Der allein regieret über Himmel und Erde und Dessen Willen sich alles beugen muß, weil Er allein der Herr ist in Zeit und Ewigkeit...

Amen


B.D. NR. 7018 - 16.1.1958

Merkmal des nahen Endes... „Wer Ohren hat zu hören...“

Es werden noch viele Menschen die Gnade Gottes erfahren, von Ihm angesprochen zu werden in ungewöhnlicher Weise, denn Er weiß um den Reifegrad jeder einzelnen Seele, Er weiß es auch, wer sich von Seiner Gnade berühren lässet, und Er will allen zu Hilfe kommen, die eines guten Willens sind, aber sich auf falschen Wegen befinden. Und so werden sich auch noch so manche Menschen entschließen zur Umkehr, von denen die Mitwelt es nicht erwartet... und diese werden oft eine deutlichere Mahnung sein an ihre Mitmenschen, als es Predigten sein können, die nicht in aller Lebendigkeit vorgetragen werden. Seine Schäflein sucht Gott noch zusammen, bevor das Ende kommt, und Sein Lockruf bleibt nicht immer ohne Erfolg. Und doch bleibt jedes Menschen Wille frei...

Es ist auch keine ungewöhnliche Gnadengabe zwingend, denn die gleiche Gabe kann vielen angeboten werden in gleicher Weise, aber es werden nicht alle so darauf reagieren wie einzelne...

Nur das soll euch Menschen immer wieder gesagt werden, daß Gott um eine jede Seele wirbt bis zum Tode des Menschen, daß Er nicht nachläßt, ihm Seine Hand zu reichen, die er nur zu erfassen braucht, um gerettet zu sein auf ewig. Und es ist die letzte Zeit auf dieser Erde eine ungewöhnliche Gnadenzeit, weil auch des Gegners Wirken ungewöhnliches Ausmaß annimmt. Und ob er noch so sehr wütet in dieser Zeit, es hat dennoch jeder Mensch die Möglichkeit, auch mit den Gnadengaben Gottes in Berührung zu kommen, aber sein freier Wille entscheidet, ob und wie er letztere nützet. Der geringste Wille, auf Erden nur das Rechte zu tun und der eigentlichen Erdenaufgabe gerecht zu werden, kann ihm schon offensichtliche Hinweise eintragen, weil Gott einen solchen Willen lohnet, weil Er diesem Willen gemäß Sich Selbst dem Menschen zu erkennen gibt... weil Er Selbst ihn erfaßt und liebevoll dem rechten Weg zudrängt. Aber auch das Wirken des Gegners von Gott tritt immer deutlicher hervor, und es könnte vielen Menschen die Augen öffnen, und viele könnten es erkennen, wer in der letzten Zeit sein Zepter schwingt...

Die Gewissenlosigkeit der Menschen aber macht sie auch blind allem Geschehen gegenüber, das satanischen Einfluß beweiset. Und gewaltsam wird kein Mensch sehend gemacht, nur immer ihnen zugerufen: „Wer Ohren hat, der höre... wer Augen hat, der sehe...“ Und das ist ein deutliches Merkmal des nahenden Endes und des Wirkens des Fürsten der Finsternis, daß überschäumende Lebensfreude, Sinnengenuß und Wohlleben gesucht und erstrebt wird, daß er die Menschen antreibt zu Handlungen niedrigster Art, daß alles aus der Ordnung gerät und daß keinerlei Harmonie mehr zu finden ist, sei es im Zusammenleben der Menschen oder auch im Schaffen und Wirken auf jeglichem Gebiete...

Es ist alles verworren, verzerrt, es ist die göttliche Ordnung umgestoßen, es ist ein Zustand, wie er bald nicht mehr schlimmer gedacht werden kann. Und dennoch waltet die Gnade Gottes inmitten dieses Chaos und will die Menschen noch erretten vor dem Untergang. Und es bedarf nur des guten Willens, daß Seine Gnade wirksam werde... den immer wieder einzelne aufbringen werden und nun sich auch befreien können aus den Fesseln dessen, der darum ungewöhnlich wirket, weil er weiß, daß er nicht mehr viel Zeit hat...

Amen


B.D. NR. 7019 - 17.1.1958

Das Kreuzesopfer wurde dargebracht für Zeit und Ewigkeit...

Für alle Zeiten habe Ich das Erlösungswerk vollbracht...

Solange die Rückführung des gefallenen Geistigen noch nicht beendet ist, kommt auch einmal für dieses Geistige die Zeit, da es als Mensch über die Erde wandelt, und in dieser Zeit braucht es Meine Hilfe, die ihm durch das Erlösungswerk Jesu Christi gewährleistet ist. Denn die am Kreuz erworbenen Gnaden müssen in dieser Zeit in Anspruch genommen werden, will der Mensch endgültig frei werden von seiner Fessel, die ihm der Fall in die Tiefe eingetragen hat, die ihm Mein Gegner anlegte und anlegen konnte, weil jene Wesen freiwillig ihm gefolgt sind. Immer wieder wird also für das einst gefallene Geistige eine ganz kurze Zeit kommen, wo es sich nur hinzuwenden braucht zu dem göttlichen Erlöser Jesus Christus und es durch diese Hinwendung auch wieder Mich Selbst anerkennt in Jesus Christus...

Und diese kurze Zeit ist der Gang als Mensch über die Erde, wo das Wesen wieder seinen freien Willen zurückerhält, der sich nun erneut entscheiden muß...

Er würde diese Entscheidung nimmermehr treffen können ohne Hilfe, denn Mein Gegner hält ihn noch gefesselt. Durch Mein Erlösungswerk aber ist dem Menschen jene Entscheidung möglich, weil er sich nur der für ihn erworbenen Gnaden zu bedienen braucht, um auch Widerstand leisten zu können und sich zu befreien von gegnerischer Gewalt. Und solange die Erde als Ausreifungsstation für das Geistige dienet, solange diese Erde Menschen bewohnen werden, so lange auch wird das Kreuzesopfer Jesu Christi der Menschheit einzige Garantie sein, jeglicher Fessel ledig zu werden, denn es ist dargebracht worden für Zeit und Ewigkeit, es wird niemals nur der Vergangenheit angehören, und es wird auch niemals nur in der Gegenwart seine Auswirkung haben... auch alle zukünftigen Erlösungsperioden auf dieser Erde werden unter dem Zeichen des Kreuzes nur erfolgreich sein für die auf Erden als Mensch verkörperten Seelen. Und auch im jenseitigen Reich wird die erlösende Kraft in Jesus noch genützt werden können, auch im Jenseits muß der göttliche Erlöser angerufen werden, weil auch dann noch Mein Kreuzesopfer und also Ich Selbst in Jesus anerkannt werde und dies erst die Lösung von Meinem Gegner bedeutet, die einmal erfolgen muß, will das Wesen wieder zur Seligkeit gelangen...

Ich vollbrachte das Erlösungswerk als Mensch auf dieser Erde... und es war diese Erdperiode eine überaus gesegnete, in der sehr viel einst-gefallenes Geistiges den Rückweg zu Mir hätte antreten können. Aber der Wille dessen wurde nicht gezwungen und kann auch niemals gezwungen werden, weshalb noch unzählige Schöpfungen erstehen müssen oder auch endlos viele Schöpfungsperioden noch folgen werden, die aber alle im Zeichen des Erlösungswerkes stehen werden, weil ohne Jesus Christus keine Erlösung stattfinden kann, jedoch Meine erbarmende Liebe immer wieder den Menschen das Wissen um das Kreuzesopfer und den am Kreuz erworbenen Gnadenschatz zuleiten wird. Immer wieder werden erleuchtete Menschen durch Meinen Geist belehrt werden können, und immer wieder werden diese alle Zusammenhänge zu fassen fähig sein und also auch ihren Mitmenschen den Sinn des Erlösungswerkes Jesu Christi, den Akt Meiner Menschwerdung auf Erden und der Vergöttlichung des Menschen Jesus wahrheitsgemäß erklären können, und es wird dieses Wissen von einer Erdperiode zur anderen übernommen werden und nimmermehr verlorengehen...

Denn es wurde das Werk der Erbarmung vollbracht für alle Menschen, für die Menschen der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft...

Und kein einst-gefallenes Wesen kann zu Mir zurückkehren, das sich nicht im freien Willen von Jesus Christus erlösen lässet...

Amen


B.D. NR. 7020 - 18.u.19.1.1958

Verschiedenartigkeit der Weinbergsarbeit...

Ungewöhnlich rührig müssen Meine Knechte auf Erden sein, und wer sich bereit erklärt, mitzuhelfen an dem Werk der Erlösung in der letzten Zeit vor dem Ende, der ist auch geeignet dazu, rechte Arbeit zu leisten. Denn er wird an den Platz gestellt, wo er nach seinen Kräften wirken kann für Mich und Mein Reich. Denn die Arbeit ist gar vielfältig, und sie besteht nicht immer in nach außen ersichtlicher Tätigkeit...

Auch stille Beter sind Mir angenehm, die sich der irrenden Seelen annehmen und ihnen ihre Liebe schenken durch Fürbitte...

Denn deren Liebe kann Ich vertretend annehmen, Ich kann den Seelen ihre Willenskraft verstärken, daß sie leichter den Weg der Rückkehr finden. Aber auch ein recht gelebtes Erdenleben ist eine Weinbergsarbeit insofern, als daß durch gutes Beispiel der Mitmensch gleichfalls zu rechter Lebensführung veranlaßt werden kann. Es ist kein Mensch unfähig, erlösend tätig zu sein, wenn es nur in seinem Willen liegt, Mir ein Mitarbeiter zu sein in der letzten Zeit. Und jedem teile Ich andere Arbeit zu, und er wird es auch in sich fühlen, daß er gedrängt wird zu diesem oder jenem Handeln. Er wird voller Eifer seinem inneren Drängen nachgeben, sowie er einmal seine Bereitwilligkeit erklärt hat, Weinbergsarbeit zu leisten. (19.1.1958) Denn diese seine Bereitwilligkeit beweiset auch seine Liebe zu Mir und auch zu den Mitmenschen, und sowie Liebe einen Menschen erfüllt, hat er auch die Kraft, und er braucht kein Versagen zu fürchten. Es soll der Mensch nicht nur an sich selbst denken, auch wenn es um die Entwicklung seiner Seele geht, um geistiges Streben, denn dann ist noch keine rechte Liebe in ihm, und er wird dann auch niemals zur Seelenreife gelangen. Erst das Wirken in uneigennütziger Nächstenliebe ist ausschlaggebend, und es ist dies die schönste Aufgabe, die sich ein Mensch setzen kann, wenn er seinem Mitmenschen gleichfalls zur Seelenreife verhelfen will. Dann wird auch jegliche Tätigkeit gesegnet sein, die er nun leistet, sei es irdische oder geistige Arbeit. Denn sowie seine Gedanken der Erlösung des noch unfreien Geistigen gelten, tritt er schon in Meinen Dienst ein, wenn auch noch unbewußt; bald aber wird er sich Mir auch bewußt zum Dienst anbieten, und Ich werde ihn annehmen, weil Ich viele Knechte noch benötige in der letzten Zeit. Und sowie der Mensch selbst sich bemüht, ein Leben in Liebe zu führen, wird ihm auch die geistige Not seiner Mitmenschen offenbar werden und seinen Hilfswillen anregen, für Mich und Mein Reich tätig zu sein. Er selbst wird in seinen Gedanken recht geleitet werden, er wird auch seiner Erkenntnis gemäß reden und immer so, daß der Mitmensch auch einen Nutzen daraus ziehen kann, wenn er ihn anhöret. Denn zu einem Lebenswandel in Liebe kann ein jeder seine Mitmenschen auffordern, jeder kann dem anderen Mich Selbst als einen Gott der Liebe hinstellen und ihn dazu zu bewegen suchen, Mich als Vater zu betrachten und mit Mir in Verbindung zu treten...

Denn wer selbst glaubt an Mich, der kann auch seinen Glauben vor dem Mitmenschen vertreten, und also leistet er schon eine Weinbergsarbeit...

Er sucht den Acker aufnahmefähig zu machen für den Samen Meiner Liebe, für Mein Wort...

Jedes geistige Gespräch kann solche Weinbergsarbeit sein, wenn es geführt wird im vollen Vertrauen darauf, daß Ich Selbst zugegen bin, wo zwei oder drei in Meinem Namen versammelt sind...

Und wer lebendig an Mich glaubt, der zieht auch Meine Gegenwart zu solchem Gespräch heran. Und dann wird nicht mehr er selbst reden, sondern Ich rede durch ihn...

Und mögen seine Worte noch so einfach und ungelehrt klingen, sie können überzeugender wirken als höchstgelehrte Predigten, wo der lebendige Glaube fehlt...

Es muß die stille, innere Bereitschaft vorhanden sein, dem erkannten Gott und Vater dienen zu wollen. Eines nur ist nötig, daß der Mensch selbst erst durch die Liebe zu einem lebendigen Glauben gelangt ist, denn ein Formchristentum wird keine rechten Weinbergsarbeiter zeitigen, sondern es werden nur tote Wortverkündigungen erfolgen, die nicht lebenerweckend sind und also von rechter Weinbergsarbeit nicht gesprochen werden kann. Und darum werbe Ich stets und ständig um Knechte für Meinen Weinberg, damit das Erlösungswerk an den irrenden Seelen stets umfangreicher werden kann, damit immer wieder in die Dunkelheit ein Licht getragen werden kann, weil die Zeit eilet und jedem Menschen noch geholfen werden soll, der sich dieser Hilfe nicht widersetzt. Es muß ein Wirken in Liebe sein, denn jegliche Arbeit ohne Liebe bleibt auch ohne Erfolg, die Liebe aber bringt vieles zuwege, denn die Liebe ist die erlösende Kraft...

Amen


B.D. NR. 7021 - 20.1.1958

Zusicherung Gottes, die Lichtträger zu schützen und tauglich zu erhalten...

Eure geistige Aufgabe ist vordringlich...

Wenn Ich euch dies immer wieder sage, dann wisset ihr auch, daß von Mir aus alles getan wird, euch für diese Aufgabe tauglich zu machen oder euch tauglich zu erhalten. Doch ihr selbst müsset auch eure Bereitwilligkeit Mir beweisen, indem ihr euch voll und ganz einsetzet für Mich und Mein Reich. Denn immer wieder sei es euch gesagt, daß die Zeit drängt und daß ihr stets damit rechnen müsset, daß Mein Eingriff, der dem letzten Ende vorausgeht, plötzlich und unerwartet das Leben vieler Menschen beenden kann, und ihr wisset nicht, wer davon betroffen wird. Und darum sollet ihr an jedem Mitmenschen eure Aufgabe zu erfüllen suchen, mit dem ihr in Berührung kommt. Jeder einzelne kann ein Opfer jener Naturkatastrophe werden, jeder einzelne aber auch anderweitig sein Leben verlieren...

Und jeder einzelne soll vorbereitet werden für den Eingang in das jenseitige Reich. Meine Knechte auf Erden wissen um die große geistige Not, sie wissen um Meinen Heilsplan von Ewigkeit... sie besitzen Kenntnisse, die ihnen alle geistigen Zusammenhänge erklären. Und darum können sie allein auch ihre Mitmenschen richtig aufklären und ihnen den Sinn und Zweck ihres Erdendaseins begreiflich machen. Und solche Knechte brauche Ich auf Erden, die an Meiner Statt reden, weil Ich Selbst die Menschen nicht ansprechen kann ihrer noch weiten Entfernung wegen. Es muß die letzte Erlösungsarbeit durch Mittler getan werden, denn ein offensichtliches Eingreifen Meinerseits wäre ein Glaubenszwang und wenig erfolgreich...

Und darum kann ein jeder Meiner Knechte dessen gewiß sein, daß Ich Meine Hände schützend über ihm halte, auf daß er die Weinbergsarbeit auch ausführen kann. Und mag es euch auch scheinen, als verlassen euch die Kräfte...

Jederzeit kann Ich Meinen Kraftstrom einfließen lassen, und Ich tue es auch, so Mir volles Vertrauen entgegengebracht wird. Und Ich werde immer wieder euch deutliche Zeichen geben von Meiner Liebe und Macht, nur muß auch solches geschehen im Rahmen des Naturmäßigen... weil Ich jeden Willenszwang vermeide, aber auch immer in natürlicher (scheinender?) Weise wirken kann und wirken werde, auf daß ihr weiterhin arbeiten könnet für Mich und Mein Reich. Und so mögen noch so viele drohende Wolken euch zagen lassen... sie werden an euch vorüberziehen, und immer wieder wird die Sonne Meines Geistes hindurchbrechen und erneut euch mit Kraft und Licht erfüllen, denn Ich Selbst bin mit euch, die ihr Mir dienen wollet...

Und keiner braucht zaghaft zu sein, der schon so weit im Licht steht, daß er um Meinen Heilsplan weiß. Diese Kenntnis vermittle Ich nur deshalb, damit der Sinn und Zweck des Erdendaseins erkannt und den Menschen als vordringlich hingestellt wird, um sie zu veranlassen, auch zweckentsprechend zu leben auf Erden. Und es ist nicht oft möglich, einen Menschen in diese Erkenntnis einzuführen, weil dafür Voraussetzungen vorhanden sein müssen. Aber jeder Lichtträger, jeder Mensch, der durch Meinen Geist jenes innere Licht empfangen hat, der ist auch tauglich für eine Weinbergsarbeit besonderen Ausmaßes...

Denn in der Endzeit ist die Gedankenverwirrung unter den Menschen so ungewöhnlich stark, daß Aufklärung nötig ist und eine solche nur durch Übermittlung der reinen Wahrheit stattfinden kann. Es ist unmöglich, die Menschen auf anderem Wege aus ihrer geistigen Not zu erretten als durch Zuleitung der Wahrheit, und dazu sind vorerst Lichtträger nötig...

Menschen, die die reine Wahrheit direkt von Mir empfangen und sie nun weiterzutragen bereit sind. Zwar werden nur wenige sich von ihnen belehren lassen, wenige nur werden die Wahrheit annehmen und sich wandeln, aber schon um dieser wenigen willen brauche Ich euch, die ihr diese direkte Übermittlung Meines Wortes ermöglicht durch euren Willen und durch Erfüllen gewisser Bedingungen. Und darum werde Ich euch auch Schutz und Hilfe gewähren in jeder geistigen und irdischen Not...

Ich Selbst werde euch führen, und wahrlich so, daß sowohl der Endzeit als auch des kommenden Naturgeschehens Rechnung getragen wird... daß ihr arbeiten könnet noch ungehindert, wenngleich Mein Gegner alles versuchen wird, um euch für diese Arbeit untauglich zu machen. Aber nicht er, sondern Ich habe eure Führung übernommen, nicht er, sondern Ich habe die Macht, und diese wird sich auch an euch erweisen, sowie es nötig ist...

Amen


B.D. NR. 7022 - 21.1.1958

„Was euch zur Stunde gegeben wird, das redet...“

„Was euch zur Stunde gegeben wird, das redet, denn Ich werde euch die Worte in den Mund legen...“ , und so könnet ihr getrost Debatten führen, sowie diese Mich und Mein Reich betreffen, denn dann bin Ich Selbst bei euch, und Ich Selbst spreche durch den Mund dessen, der Meinen Namen zu verherrlichen sucht, der Mir ein rechter Vertreter auf Erden ist durch seinen Willen, Mir zu dienen, und sein Wahrheitsverlangen, das Mich als die ewige Wahrheit auch immer gegenwärtig sein lässet. Es werden euch noch oft Einwände gemacht werden, aber es wird euch auch nicht an der rechten Erkenntnis mangeln, und man wird euch nicht irremachen können, weil ihr die Wahrheit von Mir Selbst empfangen habt und immer wieder empfangen werdet, solange euch der Wille beseelt, echte Streiter Christi zu sein. Und wessen Geist erleuchtet ist, der erkennt auch stets den Irrtum, und er wird wider ihn zu Felde ziehen. Er wird auch stets in Verbindung treten mit Mir, so es gilt Zweifelsfragen zu klären, und Mein Mitwirken wird ihm stets sicher sein. Darum brauchet ihr auch keine Debatte zu fürchten, und ob eure Partner noch so redegewandt oder verstandestüchtig sind. Geistiges Wissen besitzen nur, die Ich Selbst einführe in dieses, aber auch die reinste Wahrheit kann durch menschlichen Willen eine Veränderung erfahren, was oft Anlaß ist von Streitfragen auf geistigem Gebiet. Doch immer wieder werde Ich zu reinigen suchen, was oft verunreinigt wurde, immer wieder werde Ich aufklärend durch jene Menschen wirken, die es zulassen, daß sich Mein Geist in ihnen äußert. Und es ist die Menschheit gerade in der letzten Zeit vor dem Ende vorwiegend verwirrten Geistes, sie ist nicht von dem Verlangen nach der Wahrheit erfüllt, und es hat darum Mein Gegner leicht die Möglichkeit, ihre Gedanken falsch zu lenken. Darum aber ist auch das Zuführen der reinen Wahrheit nötiger denn je, weil nur die Wahrheit Licht ist, das für die Menschheit unentbehrlich ist, wenn sie das rechte Ziel erreichen wollen. Jeder irrige Gedanke verdunkelt den Weg und lässet auch den Menschen in die Irre gehen...

Ich aber stelle immer wieder Lichtträger an den Wegrand, bei denen sich jeder Wanderer sein Licht entzünden kann, der nicht in der Finsternis dahinwandeln will... immer wieder wird aber auch versucht werden, das Licht jener Lichtträger zu trüben oder gänzlich zu verlöschen, doch das wird nicht gelingen, weil das Licht, das aus Mir ausgestrahlt ist, Helligkeit verbreitet und im weiten Umkreis die Menschen durchleuchtet, die ihm nahen. Und so auch ist alles Widergöttliche zu erkennen, und es wird abgewehrt werden, bevor es sich ausbreiten kann. Darum braucht ein Lichtträger niemanden zu fürchten, der sich ihm naht, weil er einen jeden durchschauen kann, denn Ich, als das Licht von Ewigkeit, erstrahle dort, und Ich decke wahrlich alles auf...

Und redet ihr nun, die ihr solche Lichtträger seid, dann rede Ich Selbst durch euch, und Mein Wort ist wahrlich klar und verständlich für einen jeden, der Aufklärung begehrt, Mein Wort wird auch jeden Einwand widerlegen können, und Mein Wort wird dem Menschen volle Sicherheit geben, der aufrichtigen Willens ist. Aber solange Menschen sind, werden auch die verschiedenen Meinungen aufeinanderstoßen...

Wie aber wolltet ihr als Mensch zu Mensch euch durchsetzen in der Überzeugung, das Rechte zu vertreten? Jeder Mensch kann irren, und er wird auch irren, sowie er Mich Selbst nicht zu Rate zieht, sowie er sich nicht die Erleuchtung durch Meinen Geist erbittet...

Kann Ich Selbst aber durch den Geist im Menschen wirken, dann ist auch sein Denken geklärt, und dann kann er mit Sicherheit seine Meinung vertreten, denn sie ist ihm von Mir aus zugeflüstert worden, und er spricht also nur aus, was Ich Selbst ihn zu reden heiße...

Und ihr habt sonach eine herrliche Verheißung erhalten, daß ihr euch nicht sorgen sollet, was ihr redet... aber ihr dürfet euch niemals nur auf euren Verstand verlassen. Ihr müsset Mich als den Geber der Wahrheit anrufen und Mich bitten, daß Ich Selbst bei euch verbleibe, sowie ihr geistige Debatten zu führen gedenkt...

Wollet ihr für die Wahrheit streiten, so führe Ich Selbst euch zum Kampf, denn es soll der Wahrheit zum Sieg verholfen werden, weil sie allein euch zur Seligkeit führt, weil ohne Wahrheit ihr den Weg nicht findet zu Mir, der Ich Selbst die Wahrheit bin...

Amen


B.D. NR. 7023 - 23.1.1958

Begründung des tieferen Wissens...

Glaubenskampf...

Je tiefer Ich euch einführe in Meinen Heilsplan von Ewigkeit, desto wertvollere Arbeit könnet ihr leisten, weil ihr dann erst fähig seid, euren Mitmenschen als Lehrer zu dienen, wenn ihr selbst ein großes Wissen besitzet. Und Ich bildete Mir Meine ersten Jünger Selbst aus und werde auch Meine letzten Jünger so belehren, daß sie für Mich und Mein Reich eintreten können, wenn dies gefordert wird... daß sie dann hervortreten können, wenn es gilt, den Glauben zu verteidigen an solche Lehren, die nicht beweisbar sind. Denn es wird die Zeit kommen, wo gegen jegliche Glaubenslehre angegangen wird; es wird die Zeit kommen, wo man allem Geistigen den Kampf ansagen wird, wo keine bestehende Geistesrichtung davon verschont bleibt, daß sie angefeindet und verlästert wird. Und es wird auch nicht schwer sein für Meine Gegner, das Fundament zu zerstören, denn viele haben nur auf leichtem Sand gebaut, d.h., ihre Lehren werden keinen Gegenreden standhalten, sie werden zerpflückt werden können, und ihre Anhänger werden selbst zu zweifeln beginnen und sehr leicht sich zu trennen vermögen... wenn sie nicht in Fanatismus ihrer Geistesrichtung treu bleiben, ohne jedoch innerlich überzeugt sie vertreten zu können...

Und dann wird auch gegen die Wahrheit angekämpft werden, und es wird auch gegen euch vorgegangen werden, die ihr von Mir Selbst erwählt und ausgebildet wurdet als Vertreter der Wahrheit, die Ich Selbst euch zuleite. Auch ihr werdet in jenen Kampf einbezogen werden, aber es wird euren Gegnern schwerfallen, euch zur Strecke zu bringen, weil ihr fähig seid, eurer Erkenntnis gemäß auch die Wahrheit zu verfechten und auch jeden Einwand zu widerlegen, weil ihr logisch zu begründen vermögt die tieferen Zusammenhänge. Und darum führe Ich euch in Meinen ewigen Heilsplan ein und schenke euch also ein Wissen, das euch auch berechtigt, den Kampf auch aufzunehmen mit euren Feinden. Und dann sollet ihr kämpfen mit dem Schwert des Mundes...

Versteht ihr nun, warum Ich immer wieder euch ein Wissen von oben zuleite, warum Ich euch Einblick nehmen lasse in ein geistiges Wissen, das nicht Allgemeingut ist, das zu besitzen aber keinem Menschen versagt ist, wenn er nur sich selbst so herrichtet, daß auch er von Meinem Geist erleuchtet werden kann. Es ist wahrlich das Denken der Menschen in Verwirrung geraten, ein Netz von Irrtum und Lüge umstrickt sie, und sie finden nicht hindurch, weil sie nicht den Willen dazu haben. Und gerade diese Verfinsterung wird sich erweisen, wenn sie ernstlich Stellung nehmen sollen zum Glauben, zu ihrem Verhältnis zu Mir und zu dem Erlösungswerk. Dann wird alles wie ein Kartenhaus zusammenfallen, denn der Gegner wird erbarmungslos vorgehen und jede einzelne Lehre zerpflücken oder alles verlachen und verspotten, was den Menschen bisher heilig war. Meine Jünger aber werden sich nicht fürchten, sie werden mutig den Kampf aufnehmen, Rede und Antwort stehen, und dies wahrlich mit großer Überlegenheit, weil nicht sie es dann sind, die reden, sondern Ich Selbst. Aber dennoch müssen diese Meine rechten Kämpfer von Mir Selbst gelehrt worden sein, denn sie müssen aus eigenem Antrieb und in ihrer Sprache reden, um die Mitmenschen nicht zum Glauben zu zwingen. Aber es werden sich doch auch aus den Reihen des Gegners ihnen Streiter anschließen, die beeindruckt sind von ihren Worten und ihre Stichhaltigkeit nicht zu leugnen vermögen. Und so wird einmal die Zeit kommen, wo ihr all euer Wissen werdet verwerten können, und für diese Zeit bilde Ich euch aus und versorge euch mit einem Lehrgut, das nicht jeder aufweisen kann und das... weil es von Mir ausgeht... auch nicht ohne Wirkung bleibt. Denn Ich will noch vielen Menschen helfen...

Doch ob sie die Hilfe annehmen, ist ihrem freien Willen überlassen, denn Ich lasse wohl Ungewöhnliches geschehen, doch immer in einer Form, daß es nicht zum Glauben zwingt...

Ich schütte noch viele Gnaden aus, doch sie müssen genützt werden im freien Willen...

Amen


B.D. NR. 7024 - 24.1.1958

Die rechte Einstellung des Menschen zum Erlösungswerk Jesu Christi...

Wie ihr euch einstellet zu Jesus Christus und Seinem Erlösungswerk, das ist ausschlaggebend für den Erfolg eures Erdenlebens. Die Gnade der Verkörperung als Mensch wurde euch geschenkt, aber ihr würdet und werdet nichts erreichen, wenn ihr es ohne Jesus Christus und Seine Sündenvergebung beendet, denn seid ihr nicht vorerst von eurer Urschuld erlöst, so ist euch der Eingang in das Lichtreich verwehrt, weil nur Jesus Christus, der göttliche Erlöser, die Pforten öffnen kann, dazu aber die Vergebung der Schuld, also auch die Anerkennung Seines Erlösungswerkes, Voraussetzung ist. Und wenn ihr Menschen nun bedenket, daß euer Erdenleben vergeblich gelebt werden kann und ihr am Ende genau in der Verfassung seid eurer Seele nach wie zu Beginn eurer Verkörperung, wenn ihr bedenket, daß dann auch das Erdenleben völlig sinnlos ist, ganz gleich, ob es euch Freuden oder Leiden brachte... dann müßtet ihr doch versuchen, ihm selbst den rechten Sinn zu geben, ihr müßtet mehr danach streben, das Leben nachher euch schön zu gestalten, sofern ihr überhaupt an ein Leben nach dem Tode glaubet. Doch denen, die gleichgültig dahinleben, die nicht an Jesus Christus und Sein Erlösungswerk glauben, denen wird auch der Glaube mangeln an ein Fortleben der Seele nach dem Tode. Und doch soll ihnen immer wieder das Wissen um Jesus Christus nahegebracht werden, so daß ihr Denken angeregt wird und sie immer wieder dazu veranlaßt werden, eine Einstellung zu Ihm zu suchen und zu finden. Und die geringste Bereitwilligkeit wird auch von Ihm Selbst gefördert werden, Er wird dem Menschen entgegenkommen und es ihm leichtmachen, den Glauben an Ihn zu gewinnen...

Aber die Freiheit seines Willens wird ihm doch belassen, denn er selbst muß sich entscheiden für Jesus Christus, soll die Erlösung stattfinden können. Aber es wissen die Menschen nicht, wie bedeutungsvoll es ist, zu Ihm gefunden zu haben...

Denn das Erdenleben währet nur kurze Zeit, und es kann die Seele frei machen von jeglicher Fessel, so daß sie sich als Lichtgeist aufschwingen kann in der Stunde des Todes...

Und bewußt ist die Seele diese Verkörperung als Mensch eingegangen, denn es wurde ihr zuvor sowohl ihr Erdengang als auch das Ziel gezeigt, sie ist nicht zwangsweise als Mensch verkörpert worden, aber jede Seele hat... als einmal in dem Entwicklungsgrad angelangt, wo die Verkörperung als Mensch möglich ist... das Verlangen, der materiellen Hülle ledig zu werden, und sie weiß es dann auch, daß der Gang über die Erde als Mensch ihr die letzte Möglichkeit bietet...

Aber sie wird dieses Bewußtseins wieder beraubt, sowie sie in einer menschlichen Hülle eingezeugt wird. Darum ist es für jede Seele von größter Bedeutung, daß sie sich an Jesus Christus hält, Der ihr die Freiwerdung aus der Fessel ermöglicht durch Sein Erlösungswerk, weil ohne die Tilgung der Urschuld es kein Lösen aus der Gewalt des Gegners von Gott gibt. Und das sollte allen Menschen vorgetragen werden, alle Menschen sollten wahrheitsgemäß darüber aufgeklärt werden, was Jesus Christus und Sein Erlösungswerk überhaupt bedeutet...

Es sollten alle Menschen mehr darüber nachdenken, welchen Zweck das Erdenleben hat und ob sie dieses auch zweckentsprechend ausleben. Und wer sich darüber ernste Gedanken macht, der wird auch gedanklich recht belehrt werden von seiten der geistigen Welt, von seiten Gottes, Der in dem Menschen Jesus das Werk der Erlösung vollbracht hat, um jene große Urschuld zu tilgen, um es allen Menschen zu ermöglichen, durch die Pforte zum Lichtreich einzugehen...

Doch ohne Jesus Christus bleibt diese Pforte verschlossen, ohne Jesus Christus gelangt kein Mensch zur Seligkeit, weil er ohne Jesus Christus in der Gewalt des Gegners verbleibt, der ihn niemals freigeben wird...

Amen


B.D. NR. 7025 - 25.1.1958

Jesu Schwächen als Mensch...

Auch euch erfüllt oft noch eine Glaubensschwäche, die ihr Mir doch eifrige Diener und Mitarbeiter sein wollet...

Ihr wandelt noch auf Erden und seid daher auch immer wieder irdischen Einflüssen ausgesetzt, was auch soviel bedeutet, als daß die Trennung von dem Herrn dieser Welt noch nicht gänzlich vollzogen ist, selbst wenn euer ernster Wille dies anstrebt. Aber er wird kämpfen um eure Seelen, solange ihr noch in seinem Bereich weilet. Doch das soll euch nicht zaghaft werden lassen, denn ihr selbst seid es, die ihm Erfolg oder Mißerfolg bringen. Und ob sich auch die irdische Welt zuweilen in den Vordergrund stellen möchte, ihre (eure) Bindung mit der geistigen Welt ist stärker und wird doch die Lösung von ersterer vollziehen. Aber die immerwährenden Einflüsse von gegnerischer Seite bewirken auch zuweilen eine Schwächung des Glaubens... es ist die Welt, in der ihr noch steht, von euren Sinnen nicht zu leugnen, die geistige Welt aber, Mein Reich, immer etwas euch noch nicht Beweisbares... wenigstens scheint es euch zuweilen so. Und dann setzen leise Zweifel ein, die aber nicht mehr durchdringen können, sondern nur zuweilen auftauchen und auch nur eines Anrufes zu Mir oder ein Versenken in Mein Wort bedürfen, um wieder verjagt werden zu können. Lasset euch durch solche glaubensschwache Momente nicht niederdrücken, denn euer Glaube an Mich kann nimmermehr schwinden, wenn einmal erst die Bindung zwischen uns hergestellt wurde in der Form, daß ihr im Gebet zu Mir redet und daß ihr Mein Wort empfangen könnet. Und seid überzeugt, daß Ich euch halte, daß Ich euch nimmermehr Meinem Gegner überlasse. Sowie es euch gelingt, euch gänzlich von der Welt abzuschließen, wird auch für euch das geistige Reich stets mehr zur Realität werden...

Doch solange ihr noch den Anforderungen des täglichen Lebens nachkommen müsset, sind auch solche Zweifelsmomente nicht ausgeschlossen, weil es zwei ganz verschiedene Reiche sind, in denen ihr weilet, die auch schwer miteinander in Einklang zu bringen sind. Und da Ich Selbst als Mensch auf dieser Erde wandelte, trage Ich auch allen Schwächen solcher Art Rechnung, denn auch Mein Menschliches mußte Stunden innerer Bangigkeit und bitterer Nöte durchleben, auch Ich zweifelte zuweilen, wenn auch nicht an Meinem Vater von Ewigkeit, so doch an Mir Selbst, daß Ich jenem bitteren Leidensweg gewachsen sei, daß Ich versagen würde, wenn die Stunde bitterster Not gekommen war...

Und Ich weiß daher auch, wie ein Zweifel des Menschen Herz bedrängen und zaghaft werden lassen kann...

Ich Selbst war tief im Wissen und stark in der Liebe...

Woher kamen Mir diese schweren Gedanken und Ängste?...

Es war gleichfalls der Gegner, der Meinen Leib untauglich machen wollte, das Erlösungswerk zu vollbringen, der Mich trennen wollte vom Vater, der gleichfalls die Welt oder auch menschlich-irdisches Empfinden in den Vordergrund rückte und dadurch glaubte, Mich von Meinem Plan abbringen zu können...

Und so auch müsset ihr euch eure Glaubensschwäche, euren inneren Zweifel, zu erklären suchen, aber nicht dadurch euch abdrängen lassen, denn auch Ich rief nur zum Vater, und Er gab Mir die Kraft, aller Zweifel und Ängste Herr zu werden. Und wenn ihr nun Mich Selbst anrufet im Namen Jesus, dann werde Ich euch wahrlich nicht in der Not der Seele lassen, und Meine Kraft wird gleichfalls euch durchströmen, weil Ich es weiß, daß ihr Mir gehöret und mit dem Gegner keine Gemeinschaft wollet...

Und wenn ein jeder Zweifel, jede Glaubensschwäche, euch zu desto tieferer Bindung mit Mir veranlaßt, dann sind auch diese... obwohl vom Gegner ausgehend... von Segen gewesen für euch, und er hat ungewollt noch dazu beigetragen, er hat euch ungewollt zu Mir gedrängt. Darum gedenket oft Meines Erdenwandels, der darum nicht leicht war, weil auch Ich alles Menschliche in Mir kristallisieren mußte, weil Ich mit den gleichen Nöten und Schwächen zu kämpfen hatte, bevor Ich so weit war, daß Ich das große Werk der Erlösung vollbringen konnte...

Denket nur immer daran, daß Ich „Mensch“ war... und dann wendet euch an Mich, und Ich werde wahrlich euch helfen aus eurer Bedrängnis, Ich werde euch auch die Kraft vermitteln, auf daß ihr stark werdet im Glauben, auf daß ihr euch völlig lösen könnet von dem, der Mein Gegner ist, der eure Rückkehr zu Mir verhindern zu können glaubt...

Mit Meiner Kraft wird es euch gelingen, und Meine Kraft strömt euch zu mit jedem Wort, das ihr von Mir empfanget...

Amen


B.D. NR. 7026 - 27.1.1958

Segensreiche Auswirkung des göttlichen Wortes...

Das ist des Menschen höchster Gewinn, daß seiner Seele geistige Nahrung zugeführt wird, denn nur dann kann sie ausreifen auf Erden, nur dann wird ihr Erdenlebenszweck erfüllt. Was also dazu beiträgt, den Menschen aufnahmewillig zu machen für das Wort Gottes, das ist auch dem Willen Gottes entsprechend... und was dazu beiträgt, die Bindung mit Gott zu vertiefen, wird auch stets der Seele geistige Güter eintragen, denn diese Seelennahrung kann ihr nur vermittelt werden in direkter Bindung mit Gott. Das ist es, was die Menschen noch nicht begreifen können, daß Gott sie nur speisen kann mit dem Himmelsbrot, wenn sie bereitwillig mit Hunger und Durst zu Ihm Selbst kommen, Der ihnen Speise und Trank verheißen hat. Aber „zu Ihm kommen“ bedeutet nicht den Gang in die Gotteshäuser, es bedeutet nicht äußerlich-erkennbare Handlungen oder schöne Worte...

Es bedeutet nur die tiefe, innerliche Bindung mit Gott, was gleich ist dem Öffnen des Herzens zum Empfang Seines Liebekraftstromes, zum Empfang Seines Wortes, des Himmelsbrotes aus Seiner Hand. Denn Sein Wort ist Fleisch und Blut, es ist die rechte Seelennahrung, es ist Seine direkte Liebeausstrahlung in das Herz eines Menschen, das die Seele empfindet als rechte Speise und rechten Trank. Es muß der Mensch durch das Wort Gottes vorerst in Kenntnis gesetzt werden um den Willen Gottes...

Und es muß ihm durch das Wort Gottes auch die Kraft zugeführt werden, Seinen Willen zu erfüllen. Die Erfüllung Seines Willens aber trägt der Seele geistigen Fortschritt ein, weshalb das Wort Gottes unbedingt dem Menschen zugeleitet werden muß, auf daß er selig werde. Unter „Zuführen des göttlichen Wortes“ aber ist nicht eine jede Predigt zu verstehen, die wohl das Ohr des Menschen berühren kann, das aber jene Worte an sich verhallen lässet, wenn der Mensch nicht zuvor die innige Bindung mit Gott eingegangen ist, so daß er die Predigt als eine direkte Ansprache Gottes vernimmt und sie also auch nicht ohne Wirkung auf ihn bleibt. Denn das Wort kann nur ausgesprochene Buchstaben sein, das jeglichen geistigen Sinn vermissen läßt oder auch nur als gesprochenes Wort aufgefaßt wird, aber nicht seinem geistigen Sinn nach. Und dieser geistige Sinn wird dem Menschen erst erschlossen von Gott Selbst, weshalb die Bindung mit Ihm unerläßlich ist. Dann erst wirkt sich das Wort aus als Labsal für die Seele, als eine Nahrung, die sie zum Aufbau benötigt, die ihr die Kraft gibt, sich zur Höhe zu entwickeln. Und um die Bindung mit Gott herzustellen, ist wieder der eigene Wille nötig, denn pflichtgemäß oder als Form wird eine innige Bindung mit Gott niemals hergestellt werden können...

Ein wahrer Ernst muß den Menschen beseelen, dem der Empfang oder das Anhören des göttlichen Wortes von Segen sein soll. Und dieser wahre Ernst kann zu jeder Stunde und an jedem Ort einen Menschen erfüllen, er kann immer und überall sich innig Gott verbinden und des Einfließens Seines Wortes harren, denn schon ein andächtiger Gedanke an Ihn wird ihm einen Kraftzustrom sichern, eine Gabe, die ihm ausgeteilt wird vom Tische des Herrn...

Und je länger der Mensch in Gedanken bei seinem Gott und Vater verweilt, desto liebeerfüllter werden auch jene Gedanken sein, und es wird Gott gedanklich zu ihm reden und ihm vermitteln, was seine Seele bedarf. Gottes Wort in Empfang nehmen zu können ist der größte Gewinn, den ein Mensch im Erdenleben erzielen kann und der niemals ein Ende zu nehmen braucht, denn Gott spricht unentwegt zu denen, die Ihn zu hören begehren und die darum in innigster Verbindung mit Ihm Sein Wort hören oder lesen oder sich selbst von Ihm gedanklich ansprechen lassen...

Und deren Seelen werden reifen, denn sie erhalten reichlich Nahrung, ständig wird ihnen Speise und Trank dargeboten, ständig werden sie am Tische des Herrn gelabt und gestärkt werden, wie Er Selbst es verheißen hat mit den Worten:„Nehmet hin und esset, nehmet hin und trinket... tuet dies zu Meinem Gedächtnis...“

Amen


B.D. NR. 7027 - 28.1.1958

Neuordnung alles Geschöpflichen...

Es gehen viele Menschen den Weg über die Erde vergeblich, weil ihre Blicke immer nur auf die Erhaltung und Befriedigung ihres Körpers gerichtet sind, niemals oder nur selten aber auf Den, Der ihnen dieses Leben gab und mit Dem sie die Bindung suchen sollen während ihres Erdendaseins. Diese Menschen sind in der Mehrzahl, denn vor dem Ende einer Erdperiode ist der geistige Tiefstand weit größer als je zuvor. Und es ist dies gleichzeitig ein Zeichen dessen, daß eine Entwicklungsperiode ihren Abschluß nimmt, daß die Menschen einem Ende entgegengehen, daß sich große Umwälzungen vollziehen, weil dies das göttliche Gesetz von Ewigkeit bedingt. Den Erdengang vergeblich zurückzulegen macht auch den ganzen zuvorigen Entwicklungsgang erfolglos, denn es kann die Seele nicht beliebig wieder in einem Menschen eingezeugt werden, um ihren Erdengang zu wiederholen, sondern sie muß wieder den endlos langen Gang in den Schöpfungen der neuen Erde, als aufgelöst in unzähligen Substanzen, zurücklegen, wenn sie nicht die Gnade hat, noch vor dem Ende der Erde abgerufen zu werden in das jenseitige Reich, und sie dort die kurze Zeitspanne bis zum Ende noch nützet zum Aufstieg...

Die letztere Möglichkeit besteht, aber sie setzt genauso den Willen des Wesens voraus wie auf Erden, und besonders verhärtete Seelen sind auch im jenseitigen Reich nicht leicht zu belehren und müssen dann auch das gleiche Los erwarten, aufs neue gebannt zu werden in den Neuschöpfungen der Erde. Mag es auch den Menschen scheinen, als gäbe es keine göttliche Gerechtigkeit... angesichts des satanischen Wirkens in der Endzeit... so wird doch einmal auch diese Gerechtigkeit hervortreten, und es wird die gesetzmäßige Ordnung wiederhergestellt werden, sowie die Zeit gekommen ist. Und es ziehen die Menschen diesen Zeitpunkt selbst heran, je weniger sie ihrer eigentlichen Erdenlebensaufgabe gedenken, je mehr sie nur ein rein irdisches Leben führen und also das Erdendasein völlig seinen Zweck verfehlt. Dann gebietet Gott Selbst Einhalt, dann wird Er richten nach Recht und Gerechtigkeit...

Ein recht geführter Erdenlebenswandel wird immer die innige Bindung mit Gott erkennen lassen, und die Gedanken der Menschen werden sich vorwiegend mit dem geistigen Reich, mit dem Leben nach dem Tode und mit dem Reifezustand der Seele befassen, wenngleich auch diese Menschen mitten in der Welt stehen...

Aber sowie sie einmal den eigentlichen Lebenssinn erkannten, verfolgen sie auch das Ziel, und ihre Mühe wird nicht vergeblich sein, denn mit solchen Menschen ist Gott Selbst, Der ihnen auch das Erreichen des Zieles leichtmachen wird. Aber wenige nur gedenken Seiner in der Weise, daß sie sich Ihm anschließen möchten...

Wenige nur leben neben ihrem irdischen auch noch ein geistiges Leben...

Und darum ist die Not so groß, darum muß von einem geistigen Tiefstand gesprochen werden, der ein Ende bedingt, ein „Neuordnen“ alles Geschöpflichen und „Richten“ des darin gebundenen Geistigen. Die Wende ist unausbleiblich, und sie wird sich sowohl geistig als auch irdisch auswirken, weil alles aus der Ordnung getreten ist, weil die Erde ihrer eigentlichen Bestimmung gemäß nicht mehr genützt wird, weil die Menschen auf ihr nur noch ein Parasitenleben führen... weil sie die Erdschöpfungen und ihre Erzeugnisse nur noch für das Wohl ihres Körpers nützen, nicht aber gleichzeitig auch ihrer Seele gedenken, für deren Entwicklung die Erde als Ausreifungsstation geschaffen wurde. Und so wird das Leben der Menschen und aller Kreatur auf Erden ein Ende nehmen, und es wird eine neue Erde geschaffen werden, auf der das Geistige wieder in neuer Verformung den Entwicklungsgang fortsetzen oder wieder neu beginnen kann, was nun auf der alten Erde nicht mehr möglich ist. Die göttliche Liebe, Weisheit und Macht wird Sich äußern, Sie wird alles wieder in die rechte Ordnung bringen und einen Zustand beenden, wo der Gegner Gottes ungewöhnlich am Wirken war... jedoch nur deshalb ungehindert wirken konnte, weil die Menschen selbst ihm das Recht dazu gaben. Denn der Wille des Menschen allein fördert oder hindert die Entwicklung seiner Seele... je nachdem sich dieser Wille Gott oder Seinem Gegner zuwendet. Doch einmal ist auch die Stunde gekommen, wo der Wille Gottes das Wirken des Gegners unterbindet... wo Er richten wird nach Recht und Gerechtigkeit... wo ein neues Leben beginnen wird für die Menschen, die Ihn im Herzen tragen, die sich Ihm hingegeben haben für Zeit und Ewigkeit...

Amen


B.D. NR. 7028 - 29.1.1958

Notwendigkeit von Krankheit und Leid zur Entschlackung der Seele...

Traget euer Kreuz in Geduld und werdet nicht wankelmütig im Glauben... und denket daran, daß euer Vater im Himmel um alles weiß, daß ihr nicht einsam seid in eurer Not, daß Ich auf Schritt und Tritt neben euch gehe, sowie ihr nur Mir verbunden bleibt gedanklich, durch Gebet und Liebewirken, dann könnet ihr euch getrost zu den Meinen zählen, über die Ich Meine Hände schützend halte, selbst wenn sie scheinbar hilflos sind. Nur müsset ihr Mir vertrauen und niemals zweifeln an Meiner Liebe, die euch nur formen will für ein ewiges Leben in Seligkeit. Es geht um euer Seelenheil, und das ist beschaffen je nach dem Lichtgrad, in dem ihr eingehen könnet nach dem Tode eures Leibes. Nehmet ihr nun auch nur leichte Hüllen mit hinüber, dann wird auch der Lichtstrahl vermindert sein, der eure Seelen treffen kann. Seid ihr aber aller Hüllen ledig geworden, so werdet ihr höchste Wonnen genießen, die euch die ungehinderten Lichtstrahlungen nun bereiten...

Ihr werdet unermeßlich selig sein und dafür nur ein ganz kurzes schmerzensreiches Erdenleben haben ertragen müssen...

Bedenket euch dies und vertrauet Mir, daß Ich darum weiß und auch, was zu tragen ihr fähig seid. In Anbetracht des nahen Endes aber wird auch Meine Macht zuweilen in Erscheinung treten, doch immer erst dann, wenn ein Ziel erreicht worden ist, wenn auch der Reinigungsprozeß an einer Seele erfolgreich war, wenn auch die Seele gesundet ist, so daß die Gesundung des Körpers erfolgen kann, auf daß er Mir noch Dienste leisten kann in der letzten Zeit. Denn es geht um das Heil der Seelen, und jeder Mensch ist in seelischer Not, der sich Mir noch nicht voll und ganz hingegeben hat...

Dessen Seele ist noch krank und braucht eine gute Medizin, die Ich ihr reichen lassen will durch euch, Meine Diener der Endzeit. In kurzer Zeit schon sind die Gelegenheiten vorüber, die den Menschen heut noch zur Errettung ihrer Seelen verhelfen könnten...

In kurzer Zeit schon ist für jeden Menschen das Ende gekommen, wo er nicht mehr für seine Seele sorgen kann, wo undurchdringliche Nacht ist, wenn die Seele nicht lichtempfänglich geworden und ihre Not vorüber ist...

Aber solange die Erde noch besteht und solange ein Mensch noch auf dieser Erde weilen darf, sollte er nur dafür Sorge tragen, daß seine dichte Umhüllung abgestoßen wird, daß sie zum Licht gelangt, bevor die Nacht hereinbricht. Denn unwiderruflich steht euch Menschen das Ende bevor, unwiderruflich werdet ihr von der Nacht überrascht, die ihr Mich nicht anhöret oder Meinen Worten keinen Glauben schenket. Ihr brauchet euch keineswegs zu fürchten, weil ihr immer Meiner Liebe und Erbarmung gewiß sein könnet, aber ihr müsset diese auch anfordern...

Ihr müsset selbst etwas dazu tun, damit auch Ich euch Meine Liebe und Erbarmung zuwenden kann...

Ihr müsset euch bemühen, die Schlacken um eure Seele aufzulösen...

Und weil ihr es oft daran fehlen lasset, greife Ich Selbst ein und lasse Not und Krankheiten über euch kommen, die nun das bewirken können, was ihr aus eigenem Antrieb nicht tut: an eurer Seele zu arbeiten, damit sie lichtempfänglich eingehen kann in das jenseitige Reich. Denn schon ein geringer Lichtgrad wird die Seele beglücken...

Aber diesen Lichtgrad könnet ihr noch auf Erden erhöhen, wenn ihr alles ergeben auf euch nehmet... wenn ihr euer Kreuz geduldig und ergeben traget, wenn ihr auch in dieser Weise teilnehmet am Kreuzgang Jesu, wenn ihr Ihm nachfolget... in Liebe und in Leid...

Dann kann sich eure Seele schon auf Erden vergeistigen, und dann wird ihr wahrlich ein Los beschieden im Reich des Lichtes, das sie unermeßlich beglückt. Und doch soll euch auch das schwerste Leid nicht mutlos werden lassen, denn Ich weiß es, wenn das Kreuz zu schwer für euch wird, und dann nehme Ich es euch ab und trage es für euch...

In Mir werdet ihr wahrlich eine starke Stütze finden, und Mir ist jederzeit alles möglich...

Aber ihr müsset Mich auch darum angehen in vollstem Vertrauen auf Meine Liebe, Meine Weisheit und Meine Macht...

Denn diese wollen sich äußern an Meinen Kindern, an denen, die Mein sind und Mein bleiben wollen bis in alle Ewigkeit...

Amen


B.D. NR. 7029 - 30.u.31.1.1958

Das Licht der Erkenntnis kann nur von Gott ausgehen...

Nur aus der Höhe werdet ihr ein Licht zugeleitet bekommen, aus der Tiefe aber wird nur Dunkelheit euch berühren...

Und so könnt ihr auch leicht prüfen, ob ein Geistesgut aus der Höhe oder aus tiefen Regionen euch zuströmt, ob ihr ein klares Wissen empfanget oder ihr in verwirrtes Denken geratet, ob euch die Zusammenhänge klar ersichtlich sind oder aus einer Frage nur in die andere gestürzt werdet...

Licht ist Erkenntnis, klares Wissen, Aufklärung über bisher für euch Im-Dunkel-Liegendes. Wird euch aber ein Geistesgut zugeleitet aus der Tiefe, dann werdet ihr euch in immerwährender Unklarheit bewegen, es wird euch unmöglich sein, einen Zusammenhang zu finden, und ihr werdet stets verwirrter werden in eurem Denken. Denn jeder irrige Gedankengang endet in einer Sackgasse, ihr findet keinen Ausweg, keine Aufklärung, keine euch befriedigende Antwort, wenn es euch ernstlich daran liegt, solche zu erhalten... während das Licht aus der Höhe in jeden dunklen Winkel hineinleuchtet und es nichts gibt, was das Licht nicht durchdringen könnte...

Es wird der Mensch ein klares Bild bekommen von allen geistigen Zusammenhängen, von Gott Selbst und Seiner Schöpfung, von Seinem Heilsplan, Seinem Walten und Wirken...

Aber ein solches Licht kann ihm nur von da kommen, wo es seinen Ausgang hat... aus dem Urlicht von Ewigkeit...

Wer aber in ein solches Wissen eingeführt wird, dem lösen sich alle Probleme, alle Rätsel; er kann verstehen und auch zu dem Mitmenschen verständlich darüber sprechen, wenn dieser gleichfalls ernstlich Aufklärung begehrt. Was aber in der Tiefe seinen Ursprung hat, kann niemals einen wahrheitsliebenden Menschen befriedigen, weil es stets mehr Verwirrung bringt und für einen denkenden Menschen als barster Unsinn erscheint. Und darum ist es wohl möglich, Geistesgut auf seinen Ausgang hin zu prüfen, jedoch nur für den, der im Verlangen nach Wahrheit prüfet...

Wer dieses Verlangen nach Wahrheit nicht hat, der wird auch kein Licht entgegennehmen, weil er durch seine Gesinnung eine dichte Hülle um sich schafft, die keinen Lichtstrahl hindurchläßt. Aber das Licht ist da, es leuchtet hell und strahlend, so daß diese Strahlen auch andere anlocken, nur bricht es nicht gewaltsam durch, wo es auf Widerstand stößt. Jeder Widerstand aber ist aufgegeben, sowie sich der Mensch vor einer Prüfung an Gott wendet und um Erhellung seines Geistes, um rechtes Denken, bittet...

Dann werden ihn die Lichtstrahlen berühren mit aller Kraft... es wird sich ihm ein Wissen erschließen, das ihm eben nur von Gott aus vermittelt werden kann. Und dieses Wissen wird ihn beseligen und ihn innerlich drängen zur Weitergabe. Und dann gibt es für ihn auch keine Zweifel mehr, es gibt keine ungelösten Fragen, denn sowie nur eine Frage auftaucht, wird sie ihm auch klar beantwortet... gedanklich oder durch direkte Ansprache oder auch durch Zuwendung auf indirektem Wege...

Es muß sich der Mensch mit „oben“ in Verbindung setzen... er kann nicht erwarten, daß ihm aus der Tiefe ein Licht erstrahlen kann, und er muß annehmen, daß die Erde oder die Mitmenschen noch im Bereich der Tiefe sich befinden, weshalb er zu einer ernsten Prüfung genötigt ist, sowie ihm Geistesgut in üblicher Weise zugetragen wird...

Denn Menschen können irren, und sie irren auch, wenn sie sich nicht zuvor mit Gott in Verbindung gesetzt haben, wenn sie nicht gleichfalls ihr Wissen von „oben“ erbeten haben und das Licht aus der Höhe in sich einströmen ließen. Gott aber irret nicht, und die Zuleitung Seines Wortes durch den Geist wird den Menschen auch ein volles Licht schenken, so daß ihnen auch die Schöpfungsgeheimnisse enthüllt werden und ihnen jegliches Geschehen, jegliches Erleben, verständlich wird, daß sie (31.1.1958) auch ihren Daseinssinn und Zweck erkennen und ihr eigenes Verhältnis zu Gott. Wer einmal darüber aufgeklärt ist, der wandelt nun nicht mehr in der Dunkelheit, und er geht seinen Lebensweg nun bewußt, er strebt das Ziel an, das ihm gesteckt ist, und er weiß, daß er den rechten Weg geht. Wird ihm aber ein Geistesgut vermittelt, das der Tiefe entstammt, dann wird es ihn weder beleben noch anregen zu einer bewußten Seelenarbeit. Denn er wird selbst nicht klug daraus werden, was einen Schöpfer dazu bestimmen konnte, dem Menschen das Leben zu geben, er wird stets neue Erklärungen und Begründungen sich geben und immer wieder diese verwerfen, er wird kein klares Bild haben von Gott Selbst und Seinem Wirken, dagegen verworrene Begriffe, die ihn entweder gleichgültig machen oder ihn unangenehm berühren, die ihm also kein Licht schenken, sondern stets mehr Finsternis in seinem Inneren verbreiten. Und solange ihr Menschen nicht klar zu sehen vermögt, wisset ihr auch, daß euch kein Licht von oben geschenkt wurde... keine von Gott ausgehende Wahrheit, in der ihr euch wohl fühlet und die euch beglückt. Denn ob ihr auch verstandesmäßig Aufhellung anstrebt, ihr befindet euch in einem Irrgarten, aus dem ihr nur herausfindet, wenn Gott Selbst euch führt...

Also müsset ihr Ihn rufen und bitten um Licht, und dann wird es auch auf euch herniederstrahlen, und sonnen-hell breitet sich nun die Wahrheit vor euch aus. Und darum prüfet euch selbst, ob euch das Geistesgut, das ihr besitzet, vollste Klarheit und Erkennen gibt... prüfet euch, ob ihr vor ungelösten Rätseln steht oder ob ihr einen Heilsplan Gottes zu erkennen vermögt in jeglichem Geschehen...

Prüfet euch, ob euch euer Wissen befriedigt, das euch geboten wurde, und ob es dem Bild entspricht, das euch von einem Gott der Liebe, Weisheit und Allmacht vorschwebt...

Und glaubet nicht, daß es Gottes Wille ist, daß ihr im Dunkeln wandelt. Er will euch allen Licht geben, Er will euch mit der reinen Wahrheit beglücken, Er will, daß ihr wieder in den Urzustand eintretet, da ihr lichtvollst alles erkanntet und um alles wußtet...

Und darum leitet Er Selbst immer wieder Sein Licht zur Erde, und wer es in sich einströmen lässet, der wird sich auch stets mehr dem Licht von Ewigkeit zuwenden, er wird die Vereinigung mit Ihm erstreben und also auch wieder in den Urzustand eingehen, in dem er selig ist und ewig bleiben wird...

Amen


B.D. NR. 7030 - 1.2.1958

Irdische Willensproben...

Ständiger Kampf...

Viele irdische Willensproben werden euch auferlegt, d.h., es muß sich euer Wille oft entscheiden in irdischen Angelegenheiten, und ihr fraget euch dann auch, ob eure Entscheidung recht war. Aber es geht euch zumeist nur um den irdischen Erfolg...

Es geht euch weniger darum, ob ihr dem Willen eures Vaters im Himmel entsprochen habt, Der nicht umsonst euch vor jene Entscheidung stellte; denn Er will euren Hang zur Materie prüfen, Er will euch veranlassen, bei jeder Entscheidung auch daran zu denken, daß ihr eurer Seele gegenüber recht und gerecht denkt und handelt. Denn es ist nicht Gottes Wille, daß ihr nur an euren irdischen Vorteil denket, sondern auch den des Nächsten euch angelegen sein lasset. Zumeist wird eigener Vorteil auf Kosten des Mitmenschen angestrebt, und das ist es, woran jeder Mensch denken sollte, wenn er vor irdische Entscheidungen gestellt wird. Es ist ferner nicht gleichgültig, ob nur allein der Verstand des Menschen sich mit diesen Entscheidungen auseinandersetzt oder ob stets Dessen gedacht wird, Der allein recht raten kann...

Denn sowie Gott um Lenkung und Beratung angegangen wird, wird auch das Denken und der Entscheid des Menschen recht sein, es wird sich gleichsam alles von selbst ergeben, und jegliches Hindernis wird hinweggeräumt sein... denn auch in irdischen Fragen und Angelegenheiten will Gott angegangen werden um Rat und Hilfe, und Seine Hilfe besteht immer darin, daß sich von selbst alles ergibt, wie es gut ist...

Das Erdendasein ist ein Kampf und wird es auch bleiben, doch wird es mit Gott geführt, dann wird der Kampf auch gut ausgehen, er wird siegreich beendet werden können und auch zum geistigen Ziel führen. Der Kampf aber besteht vorwiegend im Überwinden der irdischen Welt, wenngleich der Mensch inmitten der Welt steht...

Er muß seine Pflichten erfüllen, er kann sich nicht jeder Anforderung entziehen, die ihm von seiten der Welt gestellt wird...

Aber er kann sich selbst, d.h. sein inneres Wesen, sein Denken, Fühlen und Wollen, doch dem Einfluß der irdischen Welt entziehen, er kann sich selbst so gestalten, daß ihn nicht mehr das Verlangen nach der Welt erfüllt, sondern ihm das geistige Reich erstrebenswert ist...

Und er kann inmitten der Welt den Pflichten und Anforderungen gerecht werden, die an ihn gestellt werden, weil er den Sieg über die Materie schon errungen hat. Und es können ihm dann auch irdische Güter zufallen, als deren Verwalter er sich nur ansieht und diese in rechter Weise verwertet im Dienst am Nächsten...

Wieweit aber das Herz des Menschen noch an irdischen Gütern und irdischen Erfolgen beteiligt ist, das muß sich der Mensch selbst beantworten. Und das ist also auch ausschlaggebend für die jeweilige Entscheidung im Erdenleben...

Einem Ernstlich-Wollenden wird immer die göttliche Führung und Hilfe zuteil werden; wo aber der eigene Wille noch zu stark ist, kann der Wille Gottes nicht vernommen werden, und es hält Gott Sich auch zurück, solange sich der Mensch nicht voll und ganz Ihm unterstellt. Und dann werden Widerstände und Hindernisse einander ablösen, es wird der Mensch keine klare Entscheidungsgabe haben, es wird Eigenes noch stark hervortreten... d.h., die Welt hat noch nicht gänzlich ihren Reiz verloren und wirkt entsprechend auch auf den Menschen ein. Und das ist der Kampf, der immer wieder von euch durchgekämpft werden muß,in dem ihr nicht erliegen dürfet, aus dem ihr doch einmal als Sieger hervorgehen sollet und es auch könnet, wenn ihr nur des Einen nicht vergesset, Der euch diesen Erdengang gehen ließ, auf daß ihr darin zur Vollendung gelanget, auf daß ihr Ihn erkennet als das erstrebenswerteste Ziel und dieses nun auch allein verfolget...

Amen


B.D. NR. 7031 - 2.2.1958

„Mir ist alle Gewalt gegeben im Himmel und auf Erden...“

„Mir ist alle Gewalt gegeben im Himmel und auf Erden...“ , diese Worte konnte Ich wohl berechtigt aussprechen, als Ich auf Erden wandelte, denn es war Mein Vater, Der in Mir war, Der Mir diese Gewalt gegeben hatte, mit Dem Ich eins geworden war und Der darum Mich gänzlich durchdrang, so daß Er Selbst wirkte in Mir und durch Mich. Und diese Gewalt blieb Mir auch nach Meinem Erdenwandel, denn nur Meine irdische Hülle war vor Meiner Himmelfahrt etwas „Menschliches“, alles in ihr Sich Bergende aber war Gott, Der Sich nur in Jesus Christus allen Seinen Wesen schaubar machte. Und somit also sprach wohl der „Mensch“ Jesus die Worte:„Mir ist alle Gewalt gegeben“, doch die Gottheit in diesem Menschen verfügte Selbst über die Gewalt. Ich konnte also Mich Selbst als Den bezeichnen, Der alle Macht hatte im Himmel und auf Erden... weil es keine Trennung gab zwischen Mir, dem ewigen Schöpfergeist, und Dem, Der Mich in Sich aufgenommen hatte...

Und diese Gewalt werde Ich auch keinem Wesen außer Mir abtreten, denn sie gehört zu Meinem Urwesen, das in sich Liebe, Weisheit und Allmacht ist...

Wer dies begreifet, der weiß auch, daß somit allein Mein Wille regieret und daß es also nur Beauftragte in Meinem Willen geben kann oder sich Meinem Willen-widersetzende Wesen... daß erstere gleichsam mit Mir regieren, während letztere regiert werden müssen. Obgleich nun aber Mein Wille und Meine Macht in Ewigkeit nicht abnehmen werden, wende Ich doch nicht immer diese an, sondern Ich lasse auch zuweilen den Mir noch gegnerischen Willen sich auswirken, doch immer nur bis zu einer gewissen Grenze, um es deutlich zu machen, Wessen Macht unbegrenzt ist. Denn Meine Macht allein sichert das Bestehen sowohl als auch den Fortschritt und die Möglichkeit einer Vollendung, während gegnerisches Wirken... würde es nicht zur rechten Zeit beendet... völlige Zerstörung bedeutete. Mir also ist die Macht gegeben... das soll euch Menschen auch ein Hinweis sein, an Wen ihr euch zu wenden habt, Wer allein euch alles gewähren kann, Wem ihr euch anvertrauen sollet, wenn ihr einen machtvollen Beschützer und Helfer benötigt...

Nicht der Gott in der Ferne wird euch diese Hilfe schenken, sondern allein Der, Der als göttlicher Erlöser Jesus Christus in voller Macht steht, weil in Ihm Sich die Ewige Gottheit, der Geist der Unendlichkeit, verkörperte und weil ihr mit „Gott“ in Verbindung tretet erst in „Jesus Christus“, weil ihr Mich Selbst erst dann anerkennet, wenn ihr Mich in Jesus Christus anrufet, weil es außer Jesus Christus keinen Gott gibt, der mächtiger wäre als Er. Und so gibt es auch nur Einen, Der im gesamten Universum regieret, Dem alle Schöpfungen unterstehen, in Dessen Auftrag unzählige Wesen diese Schöpfungen betreuen und Der alles ausrichtet Seinem ewigen Heils-plan gemäß. Von Mir Selbst nehmen sie Meine Anweisungen entgegen, von Mir Selbst sind sie ausgestattet mit der für ihre Tätigkeit nötigen Kraft, und von Mir Selbst wird alles so geleitet, wie es auch Meiner Liebe und Weisheit entspricht. Und kein Wesen wird jemals wider Meinen Willen sich betätigen, denen die Erhaltung und Betreuung der endlos vielen Schöpfungswerke obliegt. Denn Mein Wille durchflutet sie, weil es vollendete Wesen sind, die von Meiner Liebe durchglüht, von Meiner Weisheit durchstrahlt und von Meiner Kraft erfüllt sind und darum immer nur Ausführende Meines Willens sind. Wo aber Mein Wille vorübergehend zurücktritt, dort drängen sich unreife, Mir noch abtrünnige Wesen hervor und wirken Mir wohl entgegen, doch immer unter Meiner Kontrolle, so daß auch sie von Meinem Willen dann gebändigt werden, wenn Ich es für nötig erachte, denn Einer nur regieret im Himmel und auf Erden...

Einem nur steht alle Macht zu Gebote...

Ihm müssen sich beugen alle Wesen des Lichtes und der Finsternis...

Denn Meine Macht ist unbegrenzt und wird es bleiben bis in alle Ewigkeit...

Amen


B.D. NR. 7032 - 3.2.1958

Die Gabe der Krankenheilung...

Die Gabe der Krankenheilung verleihe Ich denen, die stark sind im Glauben und in der Liebe...

Ich kann nur wirken durch jene, weil Ich nicht wider Mein Gesetz der Ordnung handle. Und darum durchströmt auch nur wenige Menschen jene heiligende Kraft, die von Mir ausgeht und dem Kranken volle Gesundung bringt...

Es ist daher verständlich, daß auch so tief gläubige Heiler Mich und Meinen Namen verkünden werden, weil sie auch erweckten Geistes sind und sonach auch um die Bedeutung Meines Erlösungswerkes wissen und darum übereifrig auch ihre Mitmenschen darüber zu belehren suchen. Heilende Kraft wird darum immer nur ein echter Bekenner und Verkünder Meines Namens haben, und das müsset ihr Menschen euch wohl bedenken, weil auch Scheinheilungen vollzogen werden, die nicht durch Meine Kraft ausgeführt, sondern oft gegnerisches Wirken sind. Krankenheilungen müssen in Meinem Namen geschehen, dann kann von einer „Gabe des Geistes“ gesprochen werden, von überaus starker Glaubenskraft und von Meinem direkten Wirken am Menschen, das eben durch jene tief gläubigen Heiler geschieht. Und wieder sage Ich euch, daß auch ein gewisser Glaubensgrad schon in dem Kranken vorhanden sein muß, daß er Mich nicht ablehnen darf, sondern sich gläubig Meinem Wirken an ihm hinzugeben bereit ist...

Und dann wird seine Heilung seinen Glauben bestärken und auch noch ungläubige Menschen veranlassen, eine andere Stellung einzunehmen zu den Glaubenslehren, wenngleich auch er erst zu einem lebendigen Glauben gelangen kann durch ein Liebeleben...

Von einem Glaubenszwang also könnte dann nicht gesprochen werden, nur von einer gewaltsamen Wandlung seines Denkens, daß er sich gedanklich mit etwas zu befassen (hat, d. Hg.), was er zuvor unbeachtet ließ.Aber zum rechten Glauben gelangen kann er erst durch einen Wandel in uneigennütziger Nächstenliebe. Wer aber im Glauben steht, dem wird eine gewaltige Stärkung dadurch zuteil, daß er die Macht Gottes erkennt...

Und in Anbetracht des nahen Endes werde Ich Mich noch oft zu erkennen geben, wo nur die Vorbedingungen vorhanden sind, daß sich ein Mensch Mir voll und ganz hingibt und ihn nun die Kraft Meines Geistes durchströmen kann, daß er Mich und Meinen Namen bekennet vor der Welt und er nun die ihn durchströmende Kraft anwendet zum Wohl seiner Mitmenschen, zur Heilung von Krankheiten und Gebrechen aller Art. Ein lebendiger, durch die Liebe gewonnener Glaube ist dazu erste Bedingung, und glücklich können sich die Menschen preisen, in ihrer Mitte einen solchen tief gläubigen Bruder zu haben, der gleichsam ein Mittler ist zwischen Mir und ihnen, der Meine Kraft unmittelbar in Empfang nimmt und sie wieder ausstrahlt auf seine leidenden Geschwister, denen er auch Mich Selbst und Mein Erlösungswerk verkündet in vollster Überzeugung. Dieser ist ein wahrer Streiter Christi, der ist Mir ein tauglicher Knecht in Meinem Weinberg, er ist dazu befähigt, in der Endzeit Erweckungen geschehen zu lassen, die Menschen zu Mir Selbst in Jesus Christus (zu führen, d. Hg.) und also eine Erlösungsarbeit zu leisten, für die Ich ihn segnen werde. Denn in der verfinsterten Welt müssen helle Lichter erstrahlen, auf daß die Menschen sehend werden...

Amen


B.D. NR. 7033 - 4.2.1958

Wichtigste Gnade des Erlösungswerkes: Stärkung des Willens...

Allzeit habt ihr einen unversiegbaren Gnadenquell in Jesus Christus, Der für euch Gnaden ohne Maßen durch Seinen Kreuzestod erworben hat. Was ihr aus eigener Schwäche nicht vermögt, das wird euch leicht sein bei Inanspruchnahme des Gnadenschatzes, zu dem ein jeder Zutritt hat, aus dem ein jeder sich versorgen kann nach Bedarf. Wenn es euch also an Kraft mangelt, irdisch und auch geistig, so steht euch immer der Weg offen zu Jesus Christus, um Ihn zu bitten, eure Kraft zu verstärken und euren Willen so zu richten, daß ihr diese Kraft auch nach Seinem Willen verwertet. Und Sein Wille ist, daß ihr immer Seines Kreuzestodes gedenket, den Er für euch und eure Sündenschuld erduldet hat...

Sein Wille ist, daß ihr Ihm nachfolget in der Führung eures Lebenswandels, daß ihr sonach die Gnaden Seines Erlösungswerkes in Anspruch nehmet, um ein Leben in Liebe führen zu können... daß ihr Ihn ständig bittet um Stärkung eures Willens und Zuführen von Kraft, Seinem göttlichen Willen gerecht zu werden...

Er hat für alle Menschen Gnaden ohne Maß erworben durch Seinen Kreuzestod, aber es müssen diese Gnaden angefordert werden, und sonach muß Er Selbst als Gottes Sohn und Erlöser der Welt anerkannt werden, in Dem Sich die Ewige Liebe verkörperte, um euch Menschen zu helfen, euch von eurem Feind zu befreien, wozu ihr ohne die Hilfe Jesu Christi, ohne Seine Gnadenzuwendung nicht fähig wäret. Denn ihr seid schwache, lichtlose Wesen, um dieser eurer Schwäche willen vollbrachte Gott das Werk der Erbarmung und wendete euch dadurch ein Übermaß von Gnade zu, die alle Menschen in Anspruch nehmen können. Der Gegner Gottes will euch in Schwäche behalten, und allein seid ihr nicht fähig, euch von ihm zu lösen... fordert ihr aber die Hilfe Jesu Christi an, so kann Er um Seines Kreuzestodes willen euch mit Kraft versorgen, Er kann euch etwas schenken; doch dieses köstliche Geschenk müsset ihr erbitten und dankend annehmen, wenn es an euch wirksam werden soll. Denn ihr könnet nicht schlagartig erlöst werden, wenn der Wille, frei zu werden von den Fesseln des Gegners, nicht in euch erwacht...

Aber es wird euer Wille immer wieder angeregt, indem ihr Kenntnis erhaltet von dem großen Liebe- und Erbarmungswerk Jesu... indem ihr eurer eigenen Schwäche sehr oft bewußt werdet, indem euch ein Weg gewiesen wird, dieser Schwäche Herr zu werden. Auch das ist eine unverdiente Gnade Gottes, derer ihr achten solltet, denn zwangsweise könnet ihr nicht hingeführt werden zu Jesus Christus, ihr müsset den Weg selbst gehen in freiem Willen. Aber ihr werdet es nicht bereuen, wenn ihr einmal von der Gnadenkraft berührt worden seid und sich euer Blick und euer Verlangen immer wieder hinwendet zu Ihm, Der euch helfen will und kann, sowie ihr nur gleichen Willens seid. Der Gnadenborn ist unerschöpflich, und wer nur einmal die Bitte gerichtet hat zu Jesus Christus, ihm zu helfen, der wird Seine Hilfe in so vielfacher Art erfahren, es werden die Gnadenströme ihn immer wieder berühren, und es wird sein Wille immer stärker werden, sich von Jesus Christus erlösen zu lassen von Tod und Sünde, von dem Kerkermeister, der seine Seele gefangenhielt schon endlose Zeiten. Ihr Menschen seid völlig bar jeder Kraft schon Ewigkeiten hindurch, doch als Mensch besitzet ihr die Lebenskraft, die aber allein nicht genügen würde, euch frei zu machen von dem Gegner Gottes. Doch diese Lebenskraft befähigt euch, eure Gedanken und Schritte zu lenken zu Jesus Christus, und sie befähigt euch auch, Seinem göttlichen Willen gemäß Werke der Liebe zu verrichten. Ihr benötigt aber zuvor eine Stärkung eures Willens, den der Gegner Gottes noch gebunden hält. Und diese Willensstärkung ist eine der wichtigsten Gnaden des Erlösungswerkes, und so ihr diese begehret, werdet ihr sie empfangen, und ihr werdet wahrlich fähig sein, euren Erdenlebenszweck zu erfüllen, doch ohne die Hilfe Jesu Christi bleibt ihr schwach und dem Gegner Gottes hörig...

Es müssen die Gnaden des Erlösungswerkes in Anspruch genommen werden, will der Mensch frei werden aus seiner Macht und wieder zurückkehren zu Dem, von Dem er einst seinen Ausgang genommen hat...

Amen


B.D. NR. 7034 - 5.2.1958

Erlösung nur durch Jesus Christus...

Ihr würdet ewig nicht zur Freiheit gelangen ohne das Erlösungswerk Jesu Christi...

Diese Worte müssen euch immer wieder gesagt werden, und ihr müsset wissen, daß ihr euch in Unfreiheit befindet, daß ihr noch gebunden seid durch Meinen Gegner. Als Mensch seid ihr euch seiner Fessel nicht voll bewußt, weil ihr kein anderes Dasein kennet, weil euch das Dasein in Freiheit, Licht und Kraft gänzlich fremd ist. Aber es war eine solche Existenz euer Anbeginn, ihr waret einstmals frei und konntet in Licht und Kraft wirken und befandet euch in einem Zustand unbegrenzter Seligkeit. Als Mensch aber fehlt euch die Rückerinnerung an diesen Zustand, und ihr könnet es glauben oder auch nicht, wenn ihr davon in Kenntnis gesetzt werdet. Und so ihr nun ungläubig seid, suchet ihr auch nicht, aus dieser Unfreiheit herauszukommen, weil dazu auch der Glaube an den göttlichen Erlöser Jesus Christus Bedingung ist, damit ihr Ihn anrufet um Hilfe. Doch es sollte allen Menschen dieser Zustand der Freiheit in Licht und Kraft begehrenswert sein, denn das kann jeder wohl erkennen, daß er nicht selig ist in seinem Erdendasein als Mensch, daß es ihm mangelt an Kraft, um alles ausführen zu können, was er will, und daß es ihm auch an Erkenntnis gebricht, an höchster Weisheit, an schrankenlosem Wissen...

Der Mensch ist ein unvollkommenes Geschöpf, solange er sich auf Erden bewegt in der Trennung von seinem göttlichen Vatergeist. Diese Trennung hat das Wesen einst selbst veranlaßt durch seine Bindung mit Meinem Gegner, der sich als erster von Mir löste in Mir-widersetzlicher Gesinnung. Und Mein Gegner hält nun das Wesen gefangen, das sich selbst nicht mehr von ihm zu lösen vermag. Es muß dem Wesen geholfen werden, weil es allein zu schwach ist, diese Trennung von ihm zu vollziehen. Und diese Hilfe ist einzig und allein Jesus Christus...

Wollet ihr Menschen nun zur Freiheit gelangen, was im Erdenleben euch möglich ist, dann müsset ihr Jesus Christus um Hilfe anrufen, ihr müsset Ihn anerkennen als den Sieger über den Gegner, ihr müsset Ihn anerkennen als das irdische Gefäß, in dem Ich Selbst war, um den Kampf auszutragen gegen Meinen Gegner, der nur im irdischen Gewande möglich war, in der Form eines Menschen, Der gleich euch schwach war und göttliche Kraft benötigte, die Ihn zum Sieg über den Gegner befähigte. Und diese Kraft also war Liebe...

Meine Ursubstanz... weshalb also das Erlösungswerk von der Liebe, von Mir Selbst, vollbracht wurde...

Und wie der Mensch Jesus die Kraft bezog von Mir, Der Ich Ihn erfüllte, so auch müsset ihr Mich bitten um Zuwendung von Kraft, die euch der Mensch Jesus durch Seinen Kreuzestod erwarb. Denn nur über Jesus Christus könnet ihr zu dieser Kraft gelangen, oder auch: Ihr müsset Mich bitten in Jesus, daß Ich euch wieder die Kraft zuwende, die ihr einstens zurückwieset. Aber es ist diese Zuwendung nicht möglich ohne die Anerkennung des Erlösungswerkes, weil erst durch dieses ihr Vergebung finden könnet für die einstige ungeheure Sünde eurer Abkehr von Mir. Denn das Kreuzesopfer war die Tilgung dieser großen Schuld...

Es ist nicht schwer verständlich für den, der guten Willens ist, aber der Unwillige kann die Zusammenhänge nicht fassen und glauben...

Und dennoch sollte er nicht völlig abweisend sich diesem Problem gegenüber einstellen, sondern demütig seine Unkenntnis und Unfähigkeit zu rechtem Verständnis eingestehen...

Er sollte wollen, daß ihm wahrheitsgemäße Aufklärung zugehen und ihm das Verständnis dafür erschlossen werde... er sollte die ständigen Mahnworte beherzigen, daß keiner ohne Jesus Christus selig werden kann. Und er sollte inständig begehren, frei zu werden aus seinem gebundenen Zustand, solange er noch auf Erden weilt. Denn jedem Menschen kommt es zum Bewußtsein, daß er nicht frei ist, kein Mensch fühlt sich auf Erden uneingeschränkt glücklich, und jeder Mensch ist Schwächezuständen unterworfen...

Denn jeder Mensch ist belastet mit seiner Urschuld, die nur von dem göttlichen Erlöser Jesus Christus getilgt werden kann...

Amen


B.D. NR. 7035 - 6.2.1958

Willensstärkung durch Jesus Christus... Willenswertung...

Der Wille genügt, wo die Tat nicht ausgeführt werden kann...

Denn ihr Menschen werdet nach eurem Willen gewertet, wie dieser gerichtet ist...

Doch das soll euch nicht entbinden vom Ausführen, vom Tätigwerden des Willens, sowie euch letzteres möglich ist. Denn nur Worte genügen nicht, es muß der Wille ernst sein, und ein ernster Wille tut auch alles, was in des Menschen Kraft liegt... daß euch aber auch Kraft zugeführt wird, sowie Ich euren ernsten Willen erkenne, ist selbstverständlich, ansonsten Ich euch nicht zur Verantwortung ziehen könnte für Unterlassung, wo ihr handeln konntet. Aber ihr brauchet Hilfe, um überhaupt den ernsten Willen fassen zu können...

Es ist eures Erdendaseins Zweck nur der freie Willensentscheid, der aber kaum von euch recht getroffen würde, wenn dieser Wille nicht Stärkung erfahren würde durch Jesus Christus. Zwar ist jeder Mensch fähig, seinen Willen zu Mir zu richten, aber er würde immer wieder in Willensschwäche verfallen und darum auch die Ausführung seines Willens oft unterlassen; doch die Wandlung seines Willens zu Mir macht es Mir schon möglich, ihn an den Gnadenborn des Erlösungswerkes zu führen... sie macht es Mir möglich, ihn auch mit Kraft zu versehen und einzuwirken durch Meinen Geist, daß er zu Liebewerken gedrängt wird...

Und so kann er die Kraftzufuhr schon erfahren, wenn er diesem innerlichen Drängen nachkommt. Aber den sicheren geistigen Fortschritt macht erst die Hilfe Jesu Christi möglich, weil sonst sein Wille immer wieder erlahmen würde durch die Anfechtung Meines Gegners, der immer noch die Macht hat über den Menschen, weil dieser noch nicht frei ist von seiner Sündenschuld. Dennoch bewerte Ich den Mir zugewandten Willen sehr hoch, und Ich ruhe nicht eher, bis der Mensch den Weg genommen hat zum Kreuz...

Denn Ich habe wahrlich Mittel genug, um dieses zu erreichen, wenn nur einmal der Mensch die Gedanken an Mich in sich arbeiten läßt. Und Ich habe dann auch das Recht dazu, um diesen Menschen zu kämpfen wider Meinen Gegner. Wendet sich nun aber der Mensch bewußt an Jesus Christus, dann ist sein Wille nicht mehr so leicht zu schwächen, dann verfolgt er bewußt das Ziel, und dann wird er auch immer seinem Willen die Tat folgen lassen und also aufwärtssteigen und zur Seelenreife gelangen. Denn die Hilfe Jesu Christi besteht nicht allein in der Willensstärkung, sondern im Schaffen von Gelegenheiten, werktätige Nächstenliebe zu üben...

Aber Mein Gegner weiß es zu erreichen, daß auch dem Liebewirken Schranken gesetzt werden, er versteht es, die Herzen seiner Anhänger so zu verhärten, daß sie auch ihren Mitmenschen ein Liebewirken untersagen. Und diese Anhänger sind wahre Knechte des Satans...

Denn sie greifen entscheidend in die geistige Entwicklung ein...

Aber sie erreichen nicht ihren Zweck, denn wo den Menschen das Wirken in Liebe unterbunden wird, dort bewerte Ich den Willen und rechne ihn gleich einer vollbrachten Tat. Und dazu wird es Mein Gegner bringen, Meine göttlichen Liebegebote außer Kraft zu setzen, wo der Wille noch so schwach ist, daß er nicht innerlichen Widerstand leistet. Doch Ich bewerte das Herz des Menschen, nicht die nach außen ersichtliche Tat... aber Ich entbinde auch keinen Menschen von dieser Tat, dem die Ausführung möglich ist...

Und so habt ihr erneut eine Erklärung, daß und warum Ich Werke der Liebe von euch fordere, daß und warum der Hilfswille in seinem Ernst die gleiche Bewertung erfährt, wo das Werk gezwungenermaßen unterbleiben muß. Doch Ich lasse Mir nicht genügen allein am Willen, der ohne Tätigwerden den nötigen Ernst vermissen läßt. Solange ihr aber noch nicht den Weg zu Jesus Christus gegangen seid, wird euer Wille noch sehr geschwächt sein, und darum sollet ihr die Gnaden des Erlösungswerkes in Anspruch nehmen, um aus dieser Willensschwäche herauszukommen. Dann aber werdet ihr mit großem Eifer euer Ziel verfolgen, das zu tun, was Mein Wille ist: In der Liebe aufzugehen zu Mir und zu euren Mitmenschen und dadurch euch das Himmelreich zu erwerben...

Amen


B.D. NR. 7036 - 7.2.1958

Liebewerk an Abgeschiedenen...

Aller Seelen zu gedenken, die sich in geistiger Not befinden, ist ein Liebewerk von größter Wirkung, denn diesen Seelen strömt durch ein liebevolles Gedenken Kraft zu, die sie wohltätig empfinden und die auch ihren Willen wandeln kann. Es ist die Not der Seelen im Jenseits ganz besonders groß, weil ihnen nur selten liebevolle Gedanken folgen, wenn sie die Erde verlassen haben. Aber nur diese liebevollen Gedanken haben eine Wirkung noch über das Grab hinaus, es sind gewissermaßen Wohltaten, welche die Menschen auf der Erde ihren Abgeschiedenen erweisen können. Und es sind liebevolle Gedanken auch die einzigen Mittel, ihnen zu helfen in geistiger Not. Und jeder Mensch, der sich im Gebet ihrer annimmt, den die Liebe dazu veranlaßt, Hilfe zu erflehen für diese Seelen, der übt uneigennützige Nächstenliebe, die wahrlich ihre Wirkung hat. Es ist für die Seelen ein überaus qualvoller Zustand, wenn sie völlig in Vergessenheit geraten bei den Menschen auf der Erde, wenn ihrer niemand liebend gedenkt und sie daher keine Zufuhr von Kraft erhalten, die eine liebende Fürbitte für sie bedeutet...

Und für diese Seelen kann es endlos lange dauern, bis sie sich aus ihrer Lethargie erheben, bis sie eine kleine Besserung ihrer Lage verspüren. Und dies geschieht, wenn Gebete für alle unerlösten Seelen emporsteigen, wenn Menschen auf der Erde auch derer gedenken, die keine liebenden Fürbitter auf Erden haben, wenn einen Menschen deren Los erbarmt und er ihnen helfen möchte, auch zum Licht zu kommen. Da die Menschen aber wenig überzeugten Glaubens sind, daß es ein Fortleben der Seele nach dem Tode gibt, machen sie sich auch wenig Gedanken über das Los der vor ihnen Abgeschiedenen. Sie halten deren Existenz für abgeschlossen, und sie beschäftigen sich auch gedanklich selten nur mit ihnen, was schon eine Erleichterung für jene Seelen bedeuten würde. Doch oft bringen sich die Seelen selbst in Erinnerung, indem sie plötzlich sich in die Gedanken der Menschen eindrängen...

Und dann solltet ihr Menschen auch längere Zeit gedanklich bei ihnen verweilen, ihr solltet in Liebe derer gedenken, die sich so in Erinnerung bringen, weil dies eine stille Bitte ist um Hilfe in ihrer Not. Und ihr könnt ihnen helfen... indem ihr voller Liebe ihrer gedenkt, indem ihr nur aufrichtig wünschet, daß es ihnen gut gehen möge, daß sie nicht zu leiden brauchten und ihr... so ihr glaubt... sie Gott anempfehlet im Gebet. Doch die sicherste Hilfe und das erfolgreichste Mittel zu ihrer Errettung aus der Finsternis ist es, wenn ihr sie immer nur in Gedanken hinweiset zu Jesus Christus, Der allein ihr Retter ist und Dem sie sich anvertrauen müssen, um aus ihrer Not herauszukommen. Wer also selbst gläubig ist, der hat wahrlich auch die Möglichkeit, den Seelen im Jenseits zur Seligkeit zu verhelfen, wenn sein Liebewille diese erfaßt...

Denn um der Liebe des Menschen willen übt Jesus Christus Barmherzigkeit an jenen Seelen, denen diese Liebe gilt. Und so ihr Menschen nun Gott bittet um Seine barmherzige Hilfe für jene Seelen, die der menschlichen Fürbitte entbehren müssen, so wird Er um euretwillen auch Kraft ihnen zuwenden und ihnen jede Möglichkeit erschließen, auch zum Licht zu gelangen. Und euer Gebet erweicht ihre verhärteten Herzen, sie finden sich willig bei euch ein und werden auch nur guten Willen euch gegenüber sein, denn die noch gänzlich unter satanischem Einfluß stehenden Seelen wehren jeglicher Kraftzufuhr, und diese werden auch gehindert, an euch in Lieblosigkeit zu wirken. Aber ihr wisset es nicht, wie bedeutungsvoll ein inniges Gebet ist für die leidenden Seelen...

Ihr wisset es nicht, daß sich durch ein solches Gebet ganze Scharen lösen aus ihrer Erstarrung, daß sie zu leben begehren und daß sie dann auch wieder zu bearbeiten sind von Lichtwesen, die in Verkleidung sich ihnen nahen und ihnen ihre Hilfe anbieten. Immer muß die Liebe die ersten Ketten sprengen, und dann ist auch eine Kraftzuleitung möglich, und der Aufstieg aus der Finsternis zum Licht ist jenen Wesen gesichert...

Amen


B.D. NR. 7037 - 8.2.1958

Jesu Verheißung des Geistes...

Meinen Geist habe Ich euch verheißen, als Ich auf Erden wandelte...

Erst nach Meinem Kreuzestod aber konnte sich dieser Geist in euch äußern, weil er... als Mein Anteil... nicht durchbrechen konnte, wo die Sünde der einstigen Auflehnung wider Mich, die große Urschuld, noch nicht getilgt war... was erst durch das Erlösungswerk möglich wurde. Und darum kann sich Mein Geist auch nun erst dort äußern, wo die Erlösung von der Sünde vorangegangen ist, weshalb die Erweckung des Geistes immer erst die Folge der Erlösung durch Jesus Christus ist...

Es kann nun wohl eine Erwekkung zum Glauben an Ihn stattfinden, die erst dann die Erlösung von der Sünde nach sich zieht, aber aus dieser Erweckung heraus ist nun auch die Erweckung des Geistes möglich:... daß also „Gaben des Geistes“ offensichtlich werden in verschiedenster Art. Und diese sollt ihr Menschen anstreben, sowie ihr glaubet an Jesus Christus, an Meine Menschwerdung und Meinen Kreuzestod. Dann sollet ihr auch Meiner Worte gedenken, mit denen Ich euch Meinen Geist verheißen habe, ihr sollt dessen gedenken,„daß Ich Selbst bei euch weile bis an der Welt Ende...“ Nur eine kurze Zeit konnte Ich mitten unter euch weilen in der Form des Menschen Jesus, Der Mich in aller Fülle in Sich barg, aber Ich will auch immer denen gegenwärtig sein, die nach Mir verlangen, die Mich lieben und Mir zum Wohlgefallen leben wollen...

Und bei diesen will Ich weilen im Geist, Meine Kraft soll sie durchströmen, so daß sie auch Ungewöhnliches leisten können. Wo Ich also gegenwärtig bin, werde Ich Mich auch äußern, Ich werde den Menschen einführen in ein wahrheitsgemäßes Wissen, Ich werde ihm Kraft schenken, zum Wohl des Mitmenschen tätig zu sein, geistig oder auch irdisch, Ich werde ihm Zukünftiges enthüllen, so es zum Seelenheil der Menschen dienet, Ich werde ihm die Kraft geben, Kranke zu heilen in Meinem Namen... und Ich werde so stets Meine Gegenwart beweisen, wie Ich es verheißen habe...

Ich werde im Geist bei denen sein, die Mich lieben und Meine Gebote halten. Aber Ich werde nicht wirken können durch Meinen Geist, wo die Erlösung durch Jesus Christus nicht vorangegangen ist. Denn Mein Geist bricht sich nicht gewaltsam Bahn, und wo er auf Widerstand stößt, bleibt er stumm. Aber gesegnet, die ihm den Durchbruch gestatten, die seinem leisen Drängen, Liebe zu üben, nachgeben, die den Weg zu Jesus Christus nehmen und sich Ihm gänzlich hingeben...

Diese werden dann auch die Wahrheit Meiner Verheißung erfahren, daß Ich Selbst von ihnen Besitz nehme, daß Ich bei ihnen verbleibe und sie nun mit Gaben des Geistes ausstatte. Denn wo Ich bin, will Ich Mich auch verschenken...

Und Mein Geschenk an den licht- und kraftlosen Menschen wird immer in Zuführung von Licht und Kraft bestehen. Ich werde das gleiche ihnen wieder vermitteln, das Ich auf Erden austeilte Meinen Jüngern: ungewöhnliches Wissen und ungewöhnliche Kraft, so daß auch sie vollbringen konnten, was ihnen als nur Mensch unmöglich war...

Aber Ich konnte Meinen Geist auch nur ausgießen auf Meine Jünger, die Mir willig gefolgt waren und deren Lebenswandel es zuließ, daß Mein Kreuzestod ihnen restlose Erlösung brachte von Meinem Gegner, von ihrer Urschuld und also auch von ihrem Zustand der Schwäche und Finsternis. Mein Geist erleuchtete sie, Mein Geist gab ihnen Kraft im Übermaß, denn Ich Selbst war es, Der mitten unter ihnen weilte, Der durch sie sprach und durch sie die Wunderwerke verrichtete, als sie in Meinem Namen auszogen in die Welt, um das Evangelium zu verkünden...

Ich war bei ihnen wie zu Meiner Erdenzeit, und Ich konnte bei ihnen sein, weil sie nur noch Mir angehörten und also auch nun durch die Kraft des Geistes wirken konnten, wie Ich es verheißen hatte...

Und so auch werde Ich immer bei denen sein, die Mir durch ihren Wandel es ermöglichen, in ihnen gegenwärtig zu sein, und Ich werde Meine Gegenwart beweisen durch ungewöhnliches Wirken, durch Zufuhr von Licht und Kraft...

Und sie werden gleichfalls künden wie Meine ersten Jünger von dem Erlösungswerk Jesu Christi...

Sie werden Seinen Namen verkünden in der Welt und ihren Mitmenschen gleichfalls zur Erlösung verhelfen wollen, weil sie selbst erleuchtet sind von Meinem Geist und weil Mein Geist sie antreibt, für Mich und Mein Reich zu reden und die Wahrheit ihrer Reden zu bestätigen durch Gaben des Geistes, durch offensichtliche Beweise Meiner Gegenwart...

Amen


B.D. NR. 7038 - 9.2.1958

Das Anrecht Gottes oder des Gegners über die Seele bestimmt der Mensch selbst...

Ihr werdet niemals eurer Leidenschaften und Schwächen Herr werden aus eigener Kraft, denn die Kraft Meines Gegners, der euch zu diesen Leidenschaften treibt, ist stärker, und ihr werdet immer unterliegen, wenn ihr nicht Mich Selbst um Hilfe angehet, wenn ihr nicht zu Jesus Christus rufet, daß Er euch stärke und euch Beistand sei wider euren Feind. Und Er wird auch den leisesten Bittruf hören, und die Hilfe wird nicht ausbleiben. Aber bedenket auch, daß der Gegner nicht sogleich nachlässet in seinem Ringen um euch und eure Seelen...

Er wird immer wieder versuchen, in gleicher Weise euch zu beeinflussen, er wird immer wieder die Begierden und Leidenschaften aufs neue zu entfachen suchen, und darum werdet ihr auch immer wieder ankämpfen müssen wider ihn und immer wieder euch an Jesus Christus wenden, Der allein nur euch helfen kann. Ihr könnet von dem Herrn, in dessen Gewalt ihr euch noch befindet während eures Erdenwandels, nur frei werden, wenn ihr zu einem anderen Herrn rufet, daß Er euch beistehe. Und auf diesen Ruf warte Ich, denn dann habe Ich auch das Recht, euch ihm zu entreißen, weil Ich Mir als Mensch Jesus durch Meinen Opfertod dieses Recht erkauft habe. Ihr müsset dies nun recht verstehen...

Es fehlt Mir wahrlich nicht an der Macht, auch ihn zu entrechten, aber Ich wende keine Gewalt an wider den, der als erster aus Mir hervorgegangen ist, dem Meine Liebe noch immer gilt und den Ich auch auf dem Wege der Liebe zurückgewinnen will...

Er muß von selbst es erkennen, daß Ich ihm überlegen bin, und er kann es nur erkennen, wenn er sieht, wie ein Wesen nach dem anderen sich freiwillig von ihm löset und zu Mir zurückverlangt...

Ich werde keinen seiner Anhänger auf diesen Weg zwingen, Ich werde Meinem Gegner nicht das Recht beschneiden, weil sein Anhang freiwillig ihn einst als Herrn anerkannte, und Ich werde erst dann Mein Anrecht an das Wesen geltend machen, wenn es zu Mir rufet in Jesus Christus und Mich also durch diesen Ruf nun wieder als seinen Herrn erkennt und anerkennt. Was sich nicht freiwillig Mir zuwendet, das belasse Ich ihm, und also ist seine Macht abhängig von den einst gefallenen Wesen, die als Mensch den Gang über die Erde gehen und in dieser Zeit sich entscheiden sollen für ihren Herrn... für oder wider Mich...

Und darum wird in dieser Zeit Mein Gegner allen Einfluß anwenden, euch an sich zu fesseln, alle schlechten Eigenschaften in euch zu entfalten, alle Begierden in euch zu wecken und widergöttliche Empfindungen in euch wachsen zu lassen. Und nun liegt es an euch, ob ihr seinem Einfluß unterliegt oder den Willen habt, euch von ihm frei zu machen. Und da ihr allein zu schwach seid, brauchet ihr Hilfe, die euch aber jederzeit zur Verfügung steht, wenn ihr nur den Einen anruft, Der für euch am Kreuz gestorben ist, um dem Gegner den Kaufpreis zu entrichten für eure Seelen. Durch Meinen Tod am Kreuz wird also Meinem Gegner nun nicht mehr Gewalt angetan, wenn Ich euch von ihm befreie. Es ist nur Mein gutes Recht, daß auch Ich um eure Seelen kämpfe, daß Ich euch helfe, wenn ihr Mich darum angehet. Und mit Meiner Hilfe werdet ihr sicher alle Fesseln lösen können, ihr werdet jeglicher Schwäche ledig werden, denn sowie ihr bereit seid, euch von Meinem Gegner zu trennen, tretet ihr wieder in Mein Licht- und Kraftbereich ein, und was ihr nun wollet, das wird auch geschehen...

Es wird aber kein einmaliger Kampf sein, denn immer wieder wird der Gegner versuchen, euch zurückzureißen zur Tiefe...

Und da es auf Erden nur um euren Willensentscheid geht, muß sich also auch euer Wille immer wieder bewähren, aber es wird euch stets leichter fallen, je inniger ihr euch Mir in Jesus Christus verbindet, bis er zuletzt den Kampf aufgeben wird und einsehen, daß er euch an Mich verloren hat auf ewig...

Und darum dürfet ihr Menschen nicht bangen oder zagen, wenn immer wieder Versuchungen an euch herantreten, denn ihr seid nicht ohne Beistand, sowie ihr nur wollet, daß ihr Mir angehöret. Euer Wille allein entscheidet, welcher Herr Besitz von euch ergreift, und habt ihr euch nur einmal Mir in Jesus Christus hingegeben, so werdet ihr euch auch ewiglich nicht mehr von Mir lösen, und ihr werdet auch jeglicher Versuchung widerstehen, weil ihr nun wider den Feind eurer Seele ankämpfet mit Meiner Kraft und darum auch stets siegen werdet... weil Jesus Christus an eurer Seite streitet, vor Dem Mein Gegner wahrlich wird seine Waffen strecken müssen...

Amen


B.D. NR. 7039 - 10.2.1958

Einfügen in das Gesetz göttlicher Ordnung...

Für ein Leben in Seligkeit seid ihr erschaffen worden, nicht für einen toten Zustand, in dem ihr keine Seligkeit empfinden könnet. Da ihr euch aber selbst in diesen Zustand versetzt habt, befindet ihr euch auch nicht in dem Gesetz göttlicher Ordnung, ihr selbst habt dieses Gesetz umgestoßen und euch außerhalb Meines Gesetzes gestellt...

Von Mir aus aber kann dieser Zustand nicht gebilligt werden, und da Ich Selbst... als höchst vollkommen... immer nur die Ordnung vertrete, da alles, was göttlich ist, also auch in dieser Ordnung sich bewegen muß, so kann Ich auch nicht für ewig dulden, daß das von Mir Erschaffene sich außerhalb befindet...

Ich suche daher, diese Ordnung wiederherzustellen, selbst wenn dazu Ewigkeiten erforderlich sind. Denn es gehört auch der freie Wille des Wesens in jenes Ordnungsgebiet, weshalb das Heraustreten aus Meiner gesetzmäßigen Ordnung überhaupt erst erfolgen konnte. Um nun diese Ordnung langsam wiederherzustellen, wurde das einst gefallene Mir widersetzlich-gewordene Geistige zuerst seines freien Willens beraubt, d.h., da es diesen mißbraucht hatte, wurde es unfrei, denn es befand sich in der Gewalt seines Erzeugers, der sich als erster wieder Mich aufgelehnt hatte...

Also dieser hatte den Willen seines Anhangs gebunden, weshalb Ich dem Geistigen wieder zur Freiheit seines Willens verhelfen wollte, aber ihm gleichfalls den freien Willen noch so lange vorenthielt, bis es fähig war, diesen auch wieder richtig gebrauchen zu können, wenn es in einem bestimmten Entwicklungsgrad wieder angelangt war. Ich stellte also vorerst wieder eine gewisse Ordnung her, indem Ich nach Meinem Willen die geistigen Substanzen der gefallenen Wesen in einen Tätigkeitsprozeß eingliederte, dem sie nun nachkommen mußten. Von ich-bewußten Wesen konnte nun nicht mehr gesprochen werden, die ohne freien Willen nicht zu denken sind. Das, was aus der Ordnung herausgetreten war, hatte sich dadurch selbst zu etwas Wesenlosem gemacht, es war nur noch verhärtete geistige Substanz, die Ich daher verwandte zur Ausführung eines Planes, der die gesetzmäßige Ordnung wiederherstellen und auch den Wesen zu höchster Vollendung dienen konnte, eines Planes, der auch wieder ein Leben in Glückseligkeit für alle einst-gefallenen Wesen garantiert. Was sich außerhalb der göttlichen Ordnung befindet, ist also wohl Eigentum Meines Gegengeistes, der als erster aus Meiner Ordnung heraustrat; aber es ist und bleibt auch Mein Anteil, weil die Urkraft, die das Wesen erstehen ließ,von Mir ausgegangen ist und unwiderruflich auch wieder zu Mir zurückkehren muß, weil dies auch göttliches Grundgesetz ist. Aber diese Rückkehr zu Mir geschieht auch wieder auf einem gesetzmäßigen Wege, und wenngleich anfangs Meine unmittelbare Hilfe einsetzen muß, um jene verhärtete geistige Substanz wieder langsam zum Leben zu erwecken, bleibt es doch jedem Wesen, das wieder zum Ichbewußtsein gelangt ist, frei, sich ganz unter Mein Gesetz der Ordnung zu stellen oder auch wieder sich zu isolieren, Meine göttliche Ordnung zu mißachten und erneut den Zustand des Todes anzustreben...

Denn diese letzte Entscheidung muß das Wesen selbst fällen, wozu es wohl jederzeit Meine Hilfe erfährt, aber nicht von Mir aus gezwungen wird. Doch ein „Leben in Seligkeit“ ist nur im Rahmen Meiner göttlichen Ordnung möglich, denn ein Leben in Seligkeit setzt wieder die Vollkommenheit voraus, die das Wesen uranfänglich besaß...

Und Vollkommenheit bedeutet auch ein Sich-Eingliedern in göttlich-vollkommene Gesetze...

Und wollet ihr Menschen nun zum Leben gelangen, dann müsset ihr auch euch beugen unter dieses Gesetz, ihr müsset euch voll und ganz Meinem Willen unterstellen, und ihr tretet dann auch in das Gesetz der ewigen Ordnung ein... ihr seid dem Zustand des Todes entronnen, ihr lebt, und ihr werdet dieses Leben nun ewig nicht mehr verlieren...

Amen


B.D. NR. 7040 - 11.2.1958

Botschaften über ein Fortbestehen der Erde werden eher geglaubt...

Nur im kleinen werdet ihr vorerst wirken können, denn die Welt ist noch weit stärker als ihr und wird euch verdrängen, so ihr in den Vordergrund treten wollet. Noch ist der Wille zum Leben zu stark, zu dem Leben, das nicht ewig währet und das nur in den Freuden der Welt besteht. Und wo dieser Wille vorherrscht, könnet ihr euch nicht durchsetzen, und ob ihr auch die reinste Wahrheit besitzet. Es will sich auch kein Mensch mit dem Gedanken vertraut machen, daß die Erde vor ihrem Ende steht, daß sich eine so gewaltsame Umwälzung auf dieser vollziehen wird, die auch alles Lebende auf der Erde vernichtet...

Und darum sind sie allen Mitteilungen zugänglicher, die ein Fortbestehen der Erde zusichern, und so ist es auch zu erklären, daß Botschaften geglaubt werden, die völlig Meinem von oben euch zugeleiteten Wort widersprechen, weil die Menschen aus diesen Botschaften Hoffnung und Gewißheit suchen und finden, daß ihr Leben nicht plötzlich beendet wird...

Sie werden sich stets williger von solchen Botschaften beeindrucken lassen als von den Mahnungen und Warnungen, die ihr ihnen verkündet. Und darum werden die Bringer jener Botschaften weit mehr Anklang finden, und euch wird man nicht anhören, vielmehr euch feindlich gegenüberstehen. Und so sollet ihr immer nur in dem Ausmaß für Mich tätig sein, wie Ich Selbst es euch ermögliche, und niemals glauben, in der Welt hervortreten zu müssen. Die Welt ist das Reich Meines Gegners und sie wird es auch bleiben, und wer in dieser Welt Aufgeschlossenheit und Beifall findet, der arbeitet auch für die Welt und somit für Meinen Gegner. Das lasset euch gesagt sein, daß sich immer nur ein kleiner Kreis für Mich und Mein Reich entscheiden wird... und daß alles gegnerisches Wirken ist, was groß ist in der Welt. Wohl soll auch Mein Wort, das Ich euch zuleite, verbreitet werden, und Ich segne, die sich für diese Arbeit einsetzen; und Mein Segen wird auch auf der geistigen Tätigkeit ruhen, und die Herzen der Willigen werden angerührt sich fühlen und somit auch geistiger Erfolg erzielt werden. Aber ihr werdet diese Mission niemals in großem Rahmen ausführen können, denn allzuleicht kann dort der Gegner einschlüpfen, wo die Massen erfaßt werden sollen... die niemals gleichen Geistes sind, wenn es um die Zuführung der reinen Wahrheit geht... die aber zumeist übereinstimmen, wenn sich ihnen weltlich-günstige Aspekte bieten. Und die Menschheit sieht, wohin sie steuert, sie erkennt auch die große Gefahr ihrer wissenschaftlichen Versuche, aber sie sucht sich selbst zu beruhigen, sie glaubt an Hilfeleistung durch Gegenwirken unbekannter Kräfte, weil sie es wünscht...

Und sie verliert dabei den klaren Blick, sie läßt sich täuschen und gerät so in die Fangnetze dessen, der alles will, nur nicht, daß ein Licht aufleuchtet, in dem sich die Menschen zurechtfinden und den Weg nehmen zu Mir. Doch ihr sollet die Dunkelheit erleuchten mit dem Licht, das von oben zur Erde niederstrahlt...

Ihr sollt trotz des Unwillens der Menschen immer wieder künden von dem nahen Ende und dem vorangehenden letzten Warnzeichen, ihr sollt emsig sein und jede Gelegenheit nützen, Mein Wort zu verbreiten, aber ihr sollt in der Stille arbeiten, denn in der Öffentlichkeit werdet ihr wenig Erfolg haben. Doch des Erlösungswerkes Jesu Christi sollet ihr überall Erwähnung tun, wo euch Gelegenheit geboten wird, denn darüber können alle Menschen unterrichtet werden, auch die Weltlinge, die Seiner nicht mehr achten, denn sie wissen um Ihn, und sie werden immer nur eine alte Wahrheit vernehmen, die an ihr Gewissen rühren kann, die sie auch veranlassen kann, einmal zu ihr Stellung zu nehmen. Und der Wille zur Wahrheit wird dann auch die Herzen öffnen für Mein Wort, noch bevor das Ende kommt...

Amen


B.D. NR. 7041 - 12.2.1958

Gottes erbarmende Hilfe bis zum Ende...

Und es werden sich viele unter euch befinden, die keinen Anteil nehmen an den Gnadengaben, die Ich den Menschen so überaus reichlich zufließen lasse. Und diese wird Mein Wille auch nicht zwingen, sich zu ändern in ihrem Denken, aber Ich werde sie durch harte Schulen gehen lassen müssen, will Ich doch noch einen kleinen Erfolg erzielen, daß sie nicht völlig verfinsterten Geistes sind am Ende ihres Lebens, sei es ihr eigener Tod oder auch das Ende dieser Erde, wo kein Mensch am Leben bleiben wird... es sei denn, er gehört Mir an voll und ganz...

Denn auch denen, die das Ende der Erde erleben und denen noch zuletzt ein kleines Licht leuchtet, wird die Gnade zuteil werden, daß sie von Mir noch angenommen werden, daß sie nicht der Neubannung verfallen, wenngleich sie nicht die neue Erde beleben können, weil dies einen bestimmten Reifegrad voraussetzt, den jene Seelen noch nicht erreicht haben. Aber sie sind nicht mehr in völliger Finsternis und können daher in das geistige Reich noch zuvor aufgenommen werden, weil ein Rückfall zur Tiefe dann ausgeschlossen ist...

Und dieses kleine Lichtlein suche Ich noch anzuzünden bei vielen Menschen, und Ich lasse sie daher durch große Leiden und Nöte gehen, die ihnen aber die Qual der Neubannung ersparen können, wenn sie dadurch ihren Blick zu Mir wenden, wenn sie diese letzte Gnade nützen für ihre Seelen. Bis zur letzten Stunde noch ist den Menschen die Möglichkeit gegeben, zu Mir zu rufen, und Ich werde sie annehmen, sowie sie Mich nur erkannt haben und Mich um Hilfe angehen. Denn Zwang kann und will Ich nicht anwenden, aber es erbarmen Mich die Menschen, die der Finsternis verfallen sind und das Licht nicht sehen wollen, das ihnen leuchtet...

Völlig verfinsterte Seelen aber können am Ende nicht mehr in das jenseitige Reich aufgenommen werden, weil auch dieses dann seine Pforten verschlossen halten wird, weil alles Satanische aus dem geistigen Reich verbannt ist, weil es zwecks Neubannung wieder aufgelöst wird und erneut den Entwicklungsgang über die Erde gehen muß. Die Seelen aber, die schon einen Lichtschimmer besitzen, werden nun auch zur Höhe streben und zwecks Weiterentwicklung den Lichtwesen übergeben, die ihre Betreuung überaus gern übernehmen. Zur Zeit aber birgt die Erde weit mehr Menschen verfinsterten Geistes als solche, die dem Licht zustreben...

Und es ist dies auch erkenntlich daraus, daß sie nicht Mein Wort aus der Höhe annehmen, weil sie es nicht erkennen als Stimme des Vaters, Der zu ihnen spricht in Liebe und Weisheit. Wo nur etwas Licht ist, wird auch die Leuchtkraft Meines göttlichen Liebelichtes bemerkt und gespürt werden, wo aber tiefste Finsternis ist, dort sind die Menschen blind, und sie können nichts sehen. Aber Mich erbarmen jene Menschen, und Ich wende alle nur erdenklichen Mittel an, um ihnen die Augen zu öffnen noch vor dem Ende. Doch diese Mittel sind schmerzhaft, sie sind oft so, daß sie kaum als göttliche Hilfsmittel erkannt werden, wenn nicht ein erweckter Geist um Meinen Heilsplan weiß, um das Kommende und um das entsetzliche Los, dem jene Menschen entgegengehen. Und wenn ihnen nur ein Spalt ihrer Augen geöffnet werden kann, dann werden sie sich von selbst dorthin wenden, wo sie einen Lichtschein erblicken, und es ist das Rettungswerk gelungen. Was menschlich gesehen größtes Unglück und bitterstes Leid ist, kann geistig gesehen der Anlaß sein zum Weg in unaussprechliche Seligkeit...

Denn ersteres dauert nicht ewig...

Das Leben nach dem Tode aber hat kein Ende, und es wird die Seele einst überaus dankbar sein, wenn dieses Leben für sie ein seliges ist, wenn sie der Neubannung entronnen und ihrer materiellen Fessel ledig geworden ist...

Doch das Annehmen Meiner Gnadengaben, das Anhören Meines Wortes und das Befolgen desselben könnte unzählige bewahren vor großem Leid, denn wer jene Gnade nützet, der kommt zum Licht, zur Erkenntnis Meiner Selbst, und er braucht nimmermehr die Finsternis zu fürchten wie auch das Ende, das ihn nur befreien wird von einer Erdenlast... ganz gleich, ob Ich ihn noch zuvor abrufe oder er als seliger Bewohner der neuen Erde bestimmt ist für das Paradies...

Nur kurze Zeit noch währet euer aller Erdendasein, und nur kurze Zeit noch strömt euch ein großes Gnadenmaß zu. Aber auch unsagbar großes Leid wird die Erde noch ertragen müssen... es werden alle Menschen noch angesprochen von Mir, die Mein Wort nicht annehmen wollen, denn Ich will alle Menschen gewinnen, Ich will keinen Menschen verlieren an die Finsternis. Aber der Wille eines jeden Menschen bleibt frei...

Amen


B.D. NR. 7042 - 14.2.1958

Krankenheilung...

Verkünden Jesu Christi...

Wer einmal den überzeugten Glauben an Mich gewonnen hat, der wird ihn auch nimmermehr verlieren, selbst wenn immer wieder Anfechtungen an ihn herantreten, Glaubensschwächen, denen jeder ausgesetzt ist, solange er auf Erden wandelt. Aber er nimmt immer wieder den Weg zu Mir, Den er erkannt hat als seinen Gott und Vater von Ewigkeit. Aber es gibt Menschen... und das ist die Mehrzahl... die noch nicht glauben, die noch weitab sind von der Erkenntnis, weil sie noch weitab stehen von Mir. Diesen Menschen komme Ich zuweilen ungewöhnlich weit entgegen, um ihnen zum Glauben zu verhelfen. Und diese sind es, die durch ungewöhnliche Handlungen, durch Krankenheilungen oder Wunderwirken anderer Art zum Nachdenken veranlaßt werden sollen... doch immer nur über gläubige Menschen... daß also Ich Mich und Meine Kraft vorerst beweisen kann an denen, die gläubig sind, und dadurch die Mitmenschen veranlaßt werden, gleichfalls eine Bindung mit Dem zu suchen, Den sie erkennen können in jenen ungewöhnlichen Geschehen. Und so sind also Kranke oft nur auserwählte Werkzeuge, die gleichsam Mein Wirken an sich zulassen durch ihren Glauben und die gleichzeitig ihren Mitmenschen verhelfen sollen zum Glauben, denn an einem völlig ungläubigen Menschen werde Ich niemals Meine Kraft wirksam werden lassen, weshalb auch die Heiler durch ihre geistige Schau es auch erkennen können, ob eine Glaubensheilung erfolgen kann oder nicht. Und deshalb werden nicht immer Heilungen stattfinden, selbst wenn ein von Mir erweckter Heiler am Werk ist... weil die Heilung der Seele vordringlich ist, doch die Heilung an einem völlig Ungläubigen eher den Tod der Seele bringen würde als das Leben...

Darum auch werden Glaubensheiler angefeindet von den Weltmenschen, die ihre Einstellung damit begründen zu können glauben, daß nicht alle Heilungen gelingen, daß oft Fehlerscheinungen zu verzeichnen sind, die aber ebenjene Begründung haben. Und so bleibt auch das Gebiet der „wunderbaren Krankenheilungen“ ein umstrittenes Gebiet; es können die Menschen glauben, aber sie sind nicht dazu gezwungen...

Jeder gläubige Mensch aber überläßt Mir auch den Erfolg, denn sein Glaube an Mich gibt ihm auch die Gewißheit, daß Ich tun werde, wie es gut ist für die Seele des Menschen...

In der letzten Zeit aber werden sich die Zeichen und Wunder mehren, denn es gilt, die Kraft des Namens Jesus zu beweisen, auf daß Seines Erlösungswerkes geachtet werde und die noch Ungläubigen zu Ihm finden, ehe es zu spät ist. Und darum wird... wo der göttliche Erlöser Jesus Christus verkündet wird... auch noch viel Wunderbares in Erscheinung treten...

Wer gläubig ist, soll Mir auch als Zeugnis dienen, daß Meine Kraft an ihm wirksam werde...

Wer gläubig ist, der soll den Verkündern Jesu Christi sich anvertrauen in irdischen Nöten seines Leibes, auf daß Ich durch diese nun einen Beweis geben kann Meiner Macht und Stärke und auch denen zu Hilfe komme, die noch schwach im Glauben sind oder dem göttlichen Erlöser Jesus Christus noch völlig ungläubig gegenüberstehen...

Denn das sollet ihr alle wissen, daß Ich ungewöhnlich wirke angesichts des Endes und daß Ich Mich dazu derer bediene, die stark sind im Glauben und in der Liebe...

Amen


B.D. NR. 7043 - 15.2.1958

Hilfeleistung aus dem Weltall...

Ihr, Meine Erdenkinder, seid dazu ausersehen, den höchsten Grad der Seligkeit zu erreichen, denn ihr, die ihr auf dieser Erde wandelt, ihr mußtet die tiefsten Tiefen durchschreiten, weil ihr selbst euch als urgeschaffene Geister bis in diese tiefsten Tiefen gestürzt habt, nicht aber von Mir dorthin verbannt worden seid. Wenn ihr nun... wenn auch mit Meiner Hilfe... euch wieder aus der tiefsten Finsternis emporgearbeitet habt, wenn ihr nun den letzten Gang auf Erden als Mensch zurücklegen müsset, so braucht euer eigentliches Ich nur noch die letzte Willensprobe abzulegen, die euer Los in der Ewigkeit entscheidet. Diese Willenserprobung aber fordert gerade von dem Wesen, das die tiefsten Tiefen durchschreiten mußte, eine gewaltige Wandlung seines einstigen Denkens und Strebens, die ihm nun aber auch besonders hoch angerechnet wird... was euch verständlicher wird, wenn ihr in Kenntnis gesetzt werdet, daß Meine anderen Schulhäuser Aufenthaltsorte sind für die geistigen Wesen, deren Absturz nicht so endlos tief war und die darum nicht so ungewöhnlich zu kämpfen haben, um wieder in die Sphären des Lichtes zu gelangen. Ihr Menschen also seid ungewöhnlich belastet gewesen durch euren einstigen Abfall von Mir, euer Ich... der einst-gefallene Geist also... mußte darum auch ungewöhnlich ringen, und wenngleich der langsame Aufstieg im Mußgesetz vonstatten ging, ist doch die letzte freie Willenserprobung auch noch außerordentlich schwer... aber nicht aussichtslos, weil die Gnaden des Erlösungswerkes jedem einst gefallenen Wesen zur Verfügung stehen...

Zudem stehen euch allen Lichtwesen in endloser Zahl bei, die... weil liebeerfüllt... alles tun, um euch zur rechten Entscheidung zu verhelfen. So schwer also auch die Bedingungen auf dieser Erde sind, sie sind aber doch zu erfüllen, und der herrlichste Lohn winkt denen, die sie erfüllen...

Doch alles geschieht im Rahmen Meiner gesetzmäßigen Ordnung...

Es kann nicht willkürlich dort Hilfe geleistet werden, wo sie nicht erbeten oder zurückgewiesen wird...

Und so können auch die Lichtwesen nicht willkürlich Hilfe leisten, sondern sie werden immer in Übereinstimmung mit Meinem Willen tätig sein, weil Mein Wille auch der ihre ist, sowie sie im Licht stehen. Und Mein Wille also veranlaßt oder hindert sie am Wirken zum Wohl der Seelen, die auf der Erde verkörpert sind. Dies müsset ihr wissen, daß Ich regiere und daß Mein Wille geachtet wird von allem Geistigen, das Mir dienet, also Mein Lichtreich bewohnet. Und nun werdet ihr auch verstehen, daß auch die Lichtwesen jeden zwingenden Einfluß unterlassen werden, weil dieser nicht Meinem Willen entspricht. Denn Ich verlange einen Willensentscheid in Freiheit...

Eben-sowenig, wie Ich die Menschen zwinge zur Annahme Meines Wortes, das als höchster Liebe- und Gnadenbeweis ihnen zugeht als stärkstes Hilfsmittel für die freie Entscheidung, ebensowenig werde Ich Meine Zustimmung geben, daß Meine Lichtboten zwingende Beweise ihres Wirkens den Menschen geben. Und sie werden dies auch niemals tun, weil sie Meinen Liebe- und Heilsplan klarstens erkennen und auch wissen, daß durch Zwang oder Beweise kein Erfolg zu verzeichnen ist. Beweis von außerirdischem Wirken aber wäre es, wenn aus dem All sich Wesen eurer Erde näherten... die angeblich in Meinem Auftrag euch Hilfe bringen sollen. Hilfe in irdischer Not kann allein nur Ich euch bringen, und Hilfe in geistiger Not geschieht nicht in einer zum Glauben-zwingenden Weise. Hilfe in irdischer Not, was es auch sei, kann wohl auch durch Meine Lichtwesen ausgeführt werden, doch niemals werden diese sich für solche Hilfeleistungen euch sichtbar materialisieren. Denn die Lichtwesen brauchen solche Materialisationen nicht, und sie wissen zudem, daß die Menschen nicht in der Weise beeinflußt werden dürfen, daß sie gezwungen sind zum Glauben an überirdische Wesen und überirdische Macht. Sowie ihr Menschen also euch Hilfe erhofft, kann diese euch wohl gewährt werden, doch immer nur unter der Voraussetzung, daß ihr geistiges Wirken anerkennet und also auch geistiges Wirken zulasset... das aber niemals euch-sichtbar vor sich geht. Und wenn ihr nun glaubet, daß auch die Erde als solche den Schutz und die Hilfe der Geistwelt benötigt... wenn ihr glaubt, daß der zerstörende Einfluß durch Menschenwillen von jenen Lichtwesen verhindert oder aufgehoben werden könnte, dann wird auch dieser Glaube euch ihre Hilfe sichern, doch niemals in der Weise, daß Bewohner anderer Welten diese Hilfe euch gewähren, daß sie als Ausführende Meines Willen euch zugesendet werden. Bedenket doch, wie klein ihr euren Gott und Vater dadurch hinstellet, daß Er dieser Sternenbewohner bedarf, um euch Schutz zu gewähren...

Und bedenket, was auch diese Bewohner anderer Sterne sind... daß auch sie in der Aufwärtsentwicklungstehende geistige Wesen sind, die wohl auch als Meine Geschöpfe dereinst zur Seligkeit gelangen, die ein tiefes Verlangen nach Annäherung an Gott unentwegt streben lässet, die aber immer im Bereich des Gestirns weilen werden, auf das Meine Liebe und Weisheit sie versetzt hat. Wohl können alle guten Wesen ihre gedanklichen Ausstrahlungen hinleiten zu ringenden, unglückseligen Wesen im All... und solche gedanklichen Anstrahlungen können wiederum als Kraft jene Wesen berühren...

Doch ihre Sphäre verlassen können jene Wesen nicht, und sie brauchen es auch nicht, weil Ich Engel und Lichtboten in endloser Zahl habe, die jedes einzelne Gestirn wahrlich aufs beste betreuen. Und jedes einzelne Gestirn hat einen nie versiegenden Kraftzustrom: Mein Wort, das ertönet überall, das als Meine Liebeausstrahlung auch die Kraft hat, jedem einzelnen Wesen, jedem einst-gefallenen Urgeist, den Rückweg zu Mir zu ermöglichen. Wird dieses Mein Wort aber nicht ausgewertet, wird seiner nicht geachtet, so bezeugt das Wesen noch seinen Widerstand, der auch niemals gewaltsam gebrochen wird, den zu brechen auch keine Engel vermögen, selbst wenn sie zur Erde herniedersteigen würden... es sei denn, sie bekundeten sich so offensichtlich als Meine Abgesandten, daß ein Glaube zwangsmäßig erreicht würde... was aber niemals Mein Wille ist und auch niemals Meine Zustimmung finden wird...

Wenn ihr Menschen nun glaubet, in Verbindung treten zu können mit den Bewohnern anderer Welten, so wollet ihr euch dadurch also einen Beweis schaffen davon, daß diese Welten bewohnt sind. Wenn ihr geweckten Geistes seid, wisset ihr dies aber auch ohne Beweis. Und seid ihr noch unerweckt... steht ihr völlig abseits von geistigem Streben und vom Wissen um die Zweckbestimmung der Schöpfung... dann würden euch auch jene Beweise nicht auf den geistigen Weg bringen, sondern ihr würdet nur irdische Forschungen anstellen und geistig nichts gewinnen. Schon darum würden sich Lichtwesen niemals euch Menschen zu erkennen geben und euch durch „Mitteilungen“ Informationen zugehen lassen, die mit Meinem ewigen Heilsplan nicht im Einklang stehen...

Denn es ist keineswegs der Zweck gleichgültig, der erreicht wird. Und alles lichtvolle Geistige, das in Meinem Auftrag tätig ist, um euch Menschen in der Endzeit zu helfen, wird immer nur den geistigen Erfolg anstreben, daß die Menschen sich hinwenden zu Mir, ihrem Gott und Vater von Ewigkeit, daß sie sich lösen von der Welt, die Meinem Gegner angehört... daß sie das höchste Ziel erreichen auf Erden und in aller Willensfreiheit die letzte Probe ablegen, um wieder in ihren Urzustand eintreten zu können, der ihnen unermeßliche Seligkeit in Licht und Kraft und Freiheit bringt...

Amen


B.D. NR. 7044 - 16.2.1958

Des Gegners Wirken unter dem Gewand des Lichtengels...

Euch Menschen bleiben die Einwirkungen des Gegners von Gott nicht verborgen, ihr könnet alle davon Kenntnis nehmen und darum auch alle euch dazu einstellen nach eurem Willen. Ihr könnet euch wehren gegen diesen Einfluß, aber auch euch ihm unterwerfen, es steht euch beides frei, erfordert nur das Tätigwerden eures Willens, darüber nachzudenken und euch selbst ein Urteil zu bilden. Daß der Gegner Gottes in der Endzeit ganz besonders wirket, daß er mit allen Mitteln versucht, sich der Seele der Menschen zu bemächtigen, könnt ihr alle feststellen, denn die Schandtaten, die auf Erden ausgeführt werden in jedem Gebiet, bleiben euch nicht verborgen, und sie alle sind auf den Gegner Gottes zurückzuführen, der die Menschen bearbeitet und allzuoft auch zum Ziel kommet. Seinem Einfluß unterliegen weit mehr Menschen als solche, die ihm widerstehen, die ihn zu durchschauen vermögen und sich abwenden von ihm. Denn er versteht es auch, sich zu tarnen und so auch viele Menschen zu täuschen, die nicht ihm angehören wollen, denn er kleidet sich in das Gewand eines Lichtengels und führt so Betrugsmanöver aus, denen viele zum Opfer fallen. Dennoch liegt es an jedem einzelnen Menschen selbst, daß er sich Licht verschaffe und seinem Ränkespiel nicht erliegt. Wo aber schon tiefe Finsternis die Menschen einhüllt, werden diese auch in der Finsternis verbleiben, weil sie sich wohl darin fühlen und nicht nach Licht verlangen. Und das ist die Erklärung dafür, daß der Gegner Gottes gerade dort sein Werk der Verwirrung fortsetzen kann, wo die Menschen schon verwirrten Denkens sind... wo also die besten Grundlagen dafür sind, immer größere Irrtümer zu verbreiten, weil sich die Menschen keine Mühe geben, solche zu klären, und sie bedenkenlos auch den dicksten Irrtum als Wahrheit hinnehmen. In der Zeit des Endes nun ist der Kampf zwischen Licht und Finsternis wohl besonders heftig entbrannt, aber die Finsternis ist schon zu tief, die Menschen sehnen sich nicht heraus, sie fühlen sich wohl in der Finsternis, und die Lichtträger werden nur selten in ihren Gebieten Eingang finden. Und weil das Licht nicht gewaltsam durchbricht, kann auch nicht der Irrtum aus der Welt gewaltsam verdrängt werden...

Der Wille der Menschen selbst kann dies nur zuwege bringen, und dieser versagt...

Denn sowie ein Lichtlein aufblitzt in dunklem Gebiet, zündet auch der Gegner Gottes seine Blendlichter an, und diese werden gesehen und anerkannt, und sie bewirken doch nur, daß das Auge völlig erblindet, daß die Nacht um den Menschen stets tiefer wird, daß es den matten Liebe- und Lichtschein Gottes nicht mehr zu erkennen vermag. Und solange sich also die Menschen nicht vollernstlich sehnen nach Licht, nach der Wahrheit, nach dem göttlichen Liebelichtstrahl, wird der Gegner unerkannt wirken können unter den Menschen, und sein Wirken wird darin bestehen, die Menschen stets mehr zu entfernen von der Wahrheit, sein Lügenwerk als Wahrheit zu tarnen und sich selbst mit dem Gewand eines Lichtengels zu umkleiden...

Denn es ist die Zeit des Endes, wo er große Macht hat, die aber jeder einzelne Mensch auch brechen kann, wenn er sich an Gott Selbst wendet und sich Ihm übergibt... wenn er Ihn bittet um Licht und Kraft und Gnade. Dann ist er wahrlich dem Fangnetz des Gegners entschlüpft, und dann wird ihm wahrlich auch ein Licht werden, das ihn unermeßlich beglückt...

Amen


B.D. NR. 7045a - 17.2.1958

Blendwerke des Gegners...

Erscheinungen...

Wer einmal hineinblicken könnte in die Tiefe der Hölle, in das Gebiet des Fürsten der Unterwelt, der würde sich auch nicht verwundern, zu welchen Taten die Wesen dieser Welt fähig sind. Denn sie alle stehen unter der Gewalt Meines Gegners, und ihr eigenes Wesen ist auch dem seinen so ähnlich, daß sie stets mit ihm übereinstimmen und ihm daher allzu willige Knechte sind. Und das Gebiet, in dem sie ihr Unwesen treiben können, ist groß...

Es ist überall dort, wo Menschen sind, die sie zu beeinflussen suchen, in gleicher schlechter Gesinnung zu handeln und zu denken. Aber dieses Gebiet ist auch Mein, denn aus Meiner Kraft ging alles hervor, sowohl die Menschen als einst geschaffene Urgeister als auch die Schöpfungswerke, die nun den Menschen und auch dem noch nicht zur Verkörperung als Mensch zugelassenen Geistigen zum Aufenthalt dienen. Über letztere Schöpfungswerke also haben Mein Gegner und auch seine Knechte keine Gewalt, aber den Menschen können sie beeinflussen, und sie tun dies auch in ausgiebigster Weise. Sie suchen auf dessen Willen einzuwirken, sich ihnen hinzugeben...

Doch zwingen können sie den Willen des Menschen nicht. Aber er ist in großer Gefahr, wenn er nicht selbst sich wehrt gegen jenen verderben-bringenden Einfluß. Er ist in großer Gefahr und doch nicht sich dieser Gefahr bewußt. Denn würde er den ganzen Plan und die abgrundtiefe Schlechtigkeit Meines Gegners und seines Anhanges überschauen können, dann würde er sich vor ihm hüten, er würde wachen und beten...

Der Gegner aber versteht es, die Menschen zu täuschen, indem er ihnen als Freund gegenübertritt, der doch ihr größter Feind ist und bleibt und nur auf ihr Verderben sinnt. Er sucht also dem Menschen alles das zu bieten, was dieser begehrt für sein menschliches Dasein, er lockt ihn vorerst mit den Gütern und Freuden dieser Welt, und diesen Lockungen vermögen nur wenige Menschen Widerstand zu leisten. Und so gelingt es ihm, die materielle Gier zu entfachen, und dann schon sind sie ihm zumeist verfallen, denn sie können sich nun nur noch schwer davon lösen, sie brauchen dazu Hilfe und wenden sich nicht an Den, Der ihnen Hilfe leisten könnte...

Aber Mein Gegner läßt sich damit nicht genügen, denn er will die Seelen der Menschen wieder ganz besitzen, er will auch aus ihnen, die schon nahe daran sind, zu Mir wieder zurückzukehren, wieder seine Knechte machen. Und darum verleitet er sie zu Untaten, die sie wieder ganz in seine Gewalt treiben. Und seine Helfershelfer unterstützen ihn, und mit ihrem vergiftenden Hauch wird auch dort der Widerstand geschwächt, wo der Einfluß jener Wesen noch nicht ganz durchdringen konnte.Würden nun diese Abgesandten der Hölle und ihr Fürst offen ihre Absicht zur Schau tragen, dann wären sie wohl erkenntlich und würden auch Abwehr finden...

Aber sie wirken verborgen, sie verstecken sich hinter der Maske des Guten... ja, sie scheuen sich nicht, sich eines Gewandes zu bedienen, das Reinheit und Lauterkeit vortäuschen soll...

Und sie gewinnen dadurch auch noch die Menschen, die nicht willens sind, in die Hände des Feindes ihrer Seelen zu fallen...

Aber diese lassen es an Wachsamkeit fehlen und am rechten Gebet, das im Geist und in der Wahrheit zu Mir emporgesandt wird...

Sie sind selbst schon zu oberflächlich geworden, ansonsten sie nicht auf jene Täuschungen hereinfallen könnten, ansonsten sie den Feind auch unter der Maske erkennen könnten. Der Wille zum Guten, das Verlangen nach Mir, ist nicht stark genug in jenen, die sich täuschen lassen. Denn Ich stehe denen wahrlich bei, die nicht getäuscht werden wollen, und Ich werde sie wahrlich nicht ihm verfallen lassen, wenn ihr Wille ausschließlich Mir zugewendet bleibt. Mein Gegner arbeitet mit List und Tücke. Das ist allen Menschen bekannt, und darum sollte auch ein jeder Mensch wachsam sein und sich nicht durch ein Gaukelspiel verblüffen lassen...

Er sollte stets zu Mir kommen und Mich um Aufklärung bitten, er sollte sich immer mir und Meinem Schutz empfehlen, dann wird es Meinem Gegner nicht gelingen, ihn zu täuschen, und der Mensch selbst hätte die Gefahr gebannt durch seinen Willen, der nicht von Meinem Gegner gezwungen werden kann, der aber immer von Mir aus gestärkt wird, wenn er ernstlich Mir zugewandt bleibt. Und dazu hat ein jeder Mensch die Möglichkeit, weil auch ein jeder Mensch in Kenntnis gesetzt wird von Meinem Wort, das Meinen Willen kundgibt... und das auch der sicherste Schutz und die stärkste Waffe ist gegen den, der ihn verderben will...

Amen


B.D. NR. 7045b - 18.u.20.2.1958

Blendwerke des Gegners...

Erscheinungen...

Ein ganz besonderer Trick Meines Gegners ist es, die Menschen dazu zu veranlassen, Mich Selbst zu verdrängen aus den Gedanken der Menschen, und zwar in der Weise, daß er ihnen „andere Götter“ hinstellt, daß er in ihnen die Vorstellung erweckt, daß jene „Götter“ den Menschen als Brücke zu Mir dienen sollen... daß also es der Gunst jener Götter zu verdanken sei, wenn Ich Mich den Menschen gnädig zuneige, und daß die Menschen nun alles tun müßten, um sich vorerst die Gunst dieser Götter zu sichern. Denn alles sind „fremde Götter“, die ihr neben Mich stellt, die ihr um „Fürsprache“ bei Mir ersuchet. Ihr sollt den Weg direkt zu Mir nehmen, denn das ist euer Erdenlebenszweck und Ziel...

Wenn ihr wisset, worin eure einstige Sünde bestand, dann werdet ihr auch wissen, daß diese Sünde nur durch das Gegenteil wiedergutgemacht werden kann...

Und eure einstige Sünde bestand in der bewußten Trennung von Mir, also müsset ihr die bewußte Bindung mit Mir herstellen und dadurch eure einstige Sünde erkennen und auch vor Mir bekennen. Es können niemals Wesen... und seien sie noch so lichtvoll, für euch diese einstige Sünde abtragen, und niemals kann Ich deren Bitten als vertretend annehmen, denn die Willenswandlung muß euer eigenstes Werk sein, ihr müsset aus eigenem Willen zu Mir Selbst kommen, weil nur dann die Bindung wiederhergestellt werden kann, die ihr selbst im freien Willen zerstört hattet. Es ist nun eine listige Waffe Meines Gegners, diese Rückkehr zu Mir... die bewußte Bindung mit Mir... möglichst hinauszuschieben oder gar gänzlich zu verhindern, indem er euch glauben machet, daß ihr auf Umwegen euer Ziel erreichen könnet. Mit dieser Waffe nähert er sich denen, die noch so weit guten Willens sind, daß sie nicht jegliche Glaubenslehre abweisen... die er also gut zu täuschen imstande ist. Denn er will die Gedanken der Menschen irreführen, er will Zeit gewinnen, er will den Weg versperren zu Mir. Und darum hat er die Irrlehre der „jenseitigen Fürbitter“ in die Welt gesetzt und für sie unzählige Anhänger gefunden. Wohl können die Menschen fürbittend den jenseitigen schwachen Seelen helfen, weil diese Fürbitte ein Beweis der Liebe für jene Seelen ist, der Mir schon genügt, um diesen Seelen Kraft zuzuwenden, weil Ich die Liebe eines Menschen sehr hoch bewerte. Doch es verhält sich gänzlich anders mit der „Fürbitte“ von seiten der Lichtwesen...

Alle diese Wesen sind liebeerfüllt, und es liegt wahrlich auch in ihrer Macht, allen Menschen Hilfe zu leisten...

Doch ebenso sind sie durch ihre Liebefülle auch voller Weisheit...

Sie alle wissen um die Ursünde, sie wissen um Meinen Heilsplan von Ewigkeit, sie wissen um den Zweck und das Ziel des Erdenlebens...

Sie wissen, wodurch das gefallene Wesen wieder zu Mir zurückgelangen kann, wodurch es in seinen Urzustand wiedereingehen kann...

Und dieses Wissen wird sie nimmermehr veranlassen, eigenmächtig die Menschen aus ihrem sündhaften Zustand zu befreien. Ihre Liebe zu allem Unerlösten ist wiederum zu groß,als daß sie einem Wesen ihre Hilfe versagen würden. Aber ihre Liebe zu Mir ist noch weit stärker...

Und so würden sie sich niemals vordrängen in die Gedanken der Menschen, sondern sie werden immer nur darauf hinwirken, ihre Gedanken auf Mich zu lenken in der Erkenntnis, daß zuvor der Mensch die Bindung mit Mir herstellen muß, wenn ihm geholfen werden soll, zur Seligkeit zu gelangen. Also wird es niemals der Wille jener Lichtwesen sein, daß ihr den Weg zu ihnen nehmet und kostbare Zeit vergehen lasset, die für eure Rückkehr zu Mir bestimmt ist...

Und noch viel weniger werden diese Lichtwesen jene Irrlehren unterstützen, indem sie sich selbst den Menschen in Erscheinung bringen. Doch diese List wendet Mein Gegner an; um die Finsternis zu vertiefen, lässet er Blendlichter aufblitzen...

Und er rechnet mit dem verfinsterten Geisteszustand der Menschen, die nicht gedenken Meines Wortes:„Du sollst keine fremden Götter haben neben Mir... du sollst dir kein geschnitztes Bild machen, dasselbe anzubeten...“ Nimmermehr wird das reinste und heiligste Wesen, das Meines irdischen Leibes Gebärerin war, die Menschen veranlassen, zu ihr zu rufen, denn ihre Liebe zu Mir ist grenzenlos, und Mir sucht sie alle Wesen wieder zuzuführen, die sich einstens abwandten von Mir, weil auch sie diese Wesen liebt und ihre Rückkehr zu Mir fördern möchte. Und gerade dieses überheilige Wesen hat den schärfsten Gegner in Luzifer, der sich nicht scheut, auch ihr Bild sich seinen Plänen nutzbar zu machen... der dieses Bild immer dann auftauchen lassen wird als satanisches Blendwerk, wenn die Gefahr besteht, daß sein Spiel durchschaut wird... wenn die Irrlehren angezweifelt werden und ein kleines Licht hindurchbrechen will. Dann tritt Mein Gegner wieder in Aktion, und dann wendet er Mittel an, die schlagartig seine Macht wieder stärken, weil tiefste Dunkelheit wieder gebreitet wird über die Menschen, die sich in seinen Fangnetzen verstricken dadurch, daß sie selbst zuwenig Liebe üben, um ein Licht in sich selbst zu entzünden, das ihnen wahrlich Aufhellung bringen und sie den rechten Weg finden lassen würde... den Weg direkt zu Mir... (20.2.1958) Würden die Menschen nur mehr in der Liebe leben, so könnten solche geistigen Verwirrungen und Irrungen nicht aufkommen, denn sie würden erkannt als solche...

Es sind aber gerade die Menschen oft am wenigsten innerlich, die sich durch äußerliche Geschehnisse beeindrucken lassen. Es wird gleichsam das Seelenleben bestimmt durch weltliche Veranstaltungen, auch wenn sie den Deckmantel religöser Handlungen tragen... es werden die Sinne des Menschen beansprucht, und die Seele wird umnebelt. Und darum hat Mein Gegner leichtes Spiel, die Menschen fallen auf sein Wirken herein und könnten ihn doch durchschauen und erkennen, wenn Liebe ihre Herzen erfüllte, weil Liebe auch Licht ist und weil Liebe den Geist des Menschen erleuchtet. Und das also ist die Begründung, warum sich Massen hinter Gaukeleien Meines Gegners stellen und solche als Wahrheit und als von „Mir ausgehend“ vertreten. Ein geringes Wissen nur würde die Menschen das Sinnlose von Erscheinungen erkennen lassen, die mit Meinem göttlichen Liebe- und Heilsplan niemals zu vereinbaren sind. Denn niemals wird sich Meine irdische Leibesmutter dazu hergeben, Mittelpunkt von Geschehen sein zu wollen, durch die den Massen der direkte Weg zu Mir verbaut wird... niemals wird sie das Augenmerk und die Gedanken der Menschen zu lenken suchen auf sich selbst... weil dies gleich wäre einer Zurücksetzung Meiner Selbst, Dem sie ihre ganze Liebe und Hingebung schenkt. Es haben sich die Menschen eine ganz falsche Anschauung zu eigen gemacht als Folge der Beeinflussung durch Meinen Gegner...

Sie haben sich selbst Götter geschaffen neben Mir, und sie tanzen um diese Götter, gedenken aber nicht des einen Gottes, von Dem sie selbst sich einst entfernten und zu Dem sie auch wieder zurückkehren müssen im freien Willen. Sie lenken diesen ihren Willen falsch, weil Mein Gegner es versteht, ihnen Blendlichter vor Augen zu stellen, weil er selbst sich in die Maske hüllt und also göttliche Verehrung verlangt von den Menschen... Er ist es, der alle jene Erscheinungen in Szene setzt, er ist es, der auch echte Schauungen eines wahrhaft frommen Menschen für seine Zwecke auszunützen sucht, daß er die Masse veranlaßt, zu glauben, es habe sich ein überaus heiliges, reines Wesen offenbart, das niemals sich in dieser Weise offenbaren wird...

Aber die Menschen wollen es glauben, und sie können nicht daran gehindert werden. Nur soll von Mir aus stets euch Licht gegeben werden, die ihr reine Wahrheit begehrt. Ihr sollet euch nicht verblüffen lassen, denn Mein Gegner wird noch andere Dinge geschehen lassen, und er wird immer bezwecken, Massen zu gewinnen. Das schon sei euch ein Zeichen, wer hinter ungewöhnlichem Wirken und Erscheinungen steckt, denn Ich werde stets im Verborgenen wirken, und auch Meine Lichtboten werden sich niemals hervordrängen. Doch Meines Wirkens wird nur wenig geachtet, des Gegners Wirken aber immer die ganze Welt bewegen, was schon allein ihn beweiset und er auch daran erkannt werden kann...

Amen


B.D. NR. 7046 - 21.2.1958

Göttlicher Liebefunke...

Geistwirken...

Erkenntnis...

Ihr traget in euch Meinen göttlichen Liebefunken, der euch von innen heraus belehren wird, wenn ihr selbst dies zulasset. Denn er kann nicht eher in euch wirken, bis ihr völlig widerstandslos euch ihm gegenüber verhaltet, d.h., bis ihr bereit seid, mit Mir in Verbindung zu treten. Dieser Liebefunke in euch ist Mein Anteil, er ist Geist von Meinem Geist, Liebe von Meiner Ewigen Liebe... er ist das, was euch mit Mir verbindet, aber nur dann, wenn ihr selbst diese Bindung wieder mit Mir eingehen wollet. Uranfänglich nun konntet ihr Mein Wort vernehmen, uranfänglich flossen Meine Gedanken euch zu in Form Meines Wortes. Ich konnte euch vollste Erkenntnis schenken durch die immerwährende Liebeanstrahlung. Es war also in euch Licht...

Euer Zustand als Mensch aber ist ein Zustand der Finsternis, weil ihr selbst einst jene Liebeanstrahlung von Mir zurückwieset...

Dennoch habe Ich euch ein Fünkchen Meines Liebelichtes ins Herz gelegt, und dieses winzige Fünkchen kann sich in euch ausbreiten und euch wieder mit hellstem Licht erfüllen, wenn ihr bereit seid, Mir euer Herz zu öffnen, wenn ihr euch Mir wieder zuwendet und Meinen göttlichen Liebestrom begehret. Dann wird er nicht mehr aufhören zu fließen, und das bedeutet, daß ihr von Mir wieder jenen Gedankenstrom empfanget, daß ihr wieder zur Erkenntnis gelanget, daß ihr aus dem finsteren Zustand heraustretet in hellstes Licht. Verständlicherweise wird nun aber der Grad des Erkennens auch dem Grade der Liebe in euch entsprechen, und selten nur erreicht ein Mensch auf Erden schon jenen Liebegrad, der ihn alles erkennen und durchschauen lässet, wie es ihm uranfänglich möglich war, als er als vollkommenes Wesen von Mir erschaffen wurde. Und darum wird auch der Mensch nur selten auf Erden schon restlos einzudringen vermögen in die tiefsten Geheimnisse, die sich hinter Meinem Walten und Wirken verbergen. Und es wird auch im jenseitigen Reich dann seine Seligkeit darin bestehen, immer neues Licht zugeführt zu bekommen und dadurch auch seinen Lichtgrad ständig zu erhöhen. Doch wer einmal das Leuchten Meines Liebefünkchens zugelassen hat, wer einmal dem Anteil Meiner Selbst das Wirken gestattet, der wird auch stets wahrheitsgemäß von innen belehrt werden, und es wird ihm nicht schwerfallen, Wahrheit von Irrtum zu unterscheiden. Denn Licht läßt keine Dunkelheit mehr zu, Licht wird immer die Dunkelheit verdrängen, Licht wird auch die Schatten verjagen, die sich zuweilen noch über ein Gebiet lagern wollen, das noch nicht hell genug erleuchtet ist. Aber es kann Mein göttliches Liebelicht nicht einem Menschen zufließen, der keinen Kontakt hat mit Mir, der die Bindung noch nicht hergestellt hat, der also das Liebefünkchen noch nicht zum Leuchten brachte... in dem es noch verschüttet liegt und seine Leuchtkraft noch nicht entfalten konnte. Doch oft suchen die Menschen, trotzdem zur Erkenntnis zu gelangen, weil sie glauben, durch ihren Verstand das ergründen zu können, was ihnen noch verborgen ist. Und dann verwirren sich leicht die Begriffe. Denn die Finsternis, die des Einst-Gefallenen Anteil ist, kann nicht verjagt werden auf dem Wege verstandesmäßiger Forschungen...

Es ist euch Menschen dies schon des öfteren gesagt worden, daß Ich Selbst in euch wirken muß, wollet ihr dieser Finsternis ledig werden, die Folge war eurer Trennung von Mir. Und das setzet voraus, daß ihr erst wieder die Bindung mit Mir anknüpfet, auf daß dann der uranfängliche Strahlungsvorgang wieder einsetzen kann, die Überleitung von Licht und Kraft in euch, die nur durch Mich Selbst geschehen kann. Aber dieser Licht- und Kraftzustrom wird von Mir aus nicht beschränkt; ihr selbst könnet Mich veranlassen zur Entäußerung in unbeschränktem Maß, wenn ihr euch nur ständig öffnet und von Mir den Zustrom begehret... wenn ihr betet im Geist und in der Wahrheit... wenn ihr Liebewerke verrichtet in völliger Uneigennützigkeit... wenn ihr glaubet, daß Ich euch in Meiner Liebe nichts versage, was ihr begehret. Dann wird sich der Liebefunke in euch ausbreiten und bald zu einer hellen Flamme werden, die euren anfänglich mangelhaften Zustand völlig wandelt. Es wird euch und eurem Willen auch die Natur gehorchen müssen, wenn ihr die Kraft von Mir bezieht, die euch zu Herren auch über alles Geschöpfliche werden lässet. Ihr werdet in euren Urzustand wiedereingehen und keine Schwäche, keine Dunkelheit mehr kennen, denn sowie ihr es zulasset, daß Mein Liebelichtstrahl euch wieder berührt, wirket ihr nun auch wieder mit Mir und in Meinem Willen, und ihr nützet Meine Kraft, die euch ungemessen zur Verfügung steht. Ihr Menschen könntet dies alle erreichen, aber euer Wille versagt zumeist... weil euer Glaube daran nicht stark genug ist und dieser wieder nur durch Liebewirken zu jener Stärke gelangen kann...

Das Liebefünkchen in euch also muß entzündet werden, und es wird euch dann von innen drängen zu ständigem Liebewirken. Und diesem Drängen müsset ihr nachkommen, immer und immer wieder des Nächsten gedenken, der in Not ist, und ihm helfen wollen, soweit es in eurer vorerst noch schwachen Kraft liegt. Und es wird sich die Kraft mehren, ihr werdet über euch selbst hinauswachsen, und ihr werdet zum Segen eurer Mitmenschen tätig sein können, ihr werdet selbst licht- und kraftvoll werden und in höchster Erkenntnis dann auch eure Kraft anwenden in Meinem Willen...

Suchet dies zu erreichen, denn es steht im Bereich der Möglichkeit, und fordert ständig Meine Unterstützung an...

Bleibet in steter Bindung mit Mir, und lasset nicht nach im Ringen um tiefen Glauben...

Dann werdet ihr viel erreichen im Erdenleben und in hellster Lichtstrahlung eingehen können in das geistige Reich, wenn euer Lauf auf dieser Erde beendet ist...

Amen


B.D. NR. 7047 - 23.2.1958

„Kommet alle zu Mir...“

Im Gebet habt ihr ein überaus heilkräftiges Mittel in jeder irdischen und geistigen Not, denn ein rechtes Gebet, das im Geist und in der Wahrheit zu Mir gerichtet wird, verfehlt wahrlich seine Wirkung nicht. Ihm kann und werde Ich nicht Mein Ohr verschließen, und Ich werde Meine Macht anwenden, um euch zu helfen auch da, wo irdisch Hilfe unmöglich erscheint. Ihr müsset aber zuvor in das Vertrauen zu Mir eingehen, ihr müsset wissen, daß Ich euer aller Vater bin, Der Seine Kinder liebt und sie nicht in Nöten und Leiden belassen will, auch wenn diese nötig sind für eure Seele...

Und ihr müsset wissen, daß es nichts gibt für Mich, was Ich nicht wandeln könnte, und daß es auch keine Krankheit gibt, die zu heilen Mir unmöglich wäre...

Vertrauet euch doch Mir an, traget Mir alle eure Nöte vor in aller Kindlichkeit, sprechet mit Mir, wie ein Kind mit seinem Vater spricht, und seid nicht ungläubig, sondern gläubig...

Die Kraft des Gebetes wisset ihr alle noch nicht zu schätzen, ansonsten ihr wahrlich von viel Not und Leid verschont bliebet, weil Ich die Bitten eines Kindes gern erhöre, das in aller Vertraulichkeit zu Mir kommt und Mir sein Kreuzlein übergibt, daß Ich es für es tragen möge. Ich habe euer aller Sünden getragen und bin dafür gestorben am Kreuz, Ich habe das Leid erlitten für euch, das eure Sündenschuld euch aufgebürdet hatte...

Ihr könntet ohne Leid durch euer Erdenleben gehen, wenn ihr euch so innig Mir verbinden möchtet, daß all eure Last auf Meinen Schultern ruht und daß ihr frei und unbeschwert den Weg wandeltet zur Höhe...

Aber ihr haltet euch alle noch zu weit entfernt von Mir, ihr tretet Mir nicht in Vertraulichkeit näher, und ihr spüret darum selbst oft noch die Last des Kreuzes, die euch aber nur zu Mir drängen soll, weil ihr in inniger Gemeinschaft gehen sollet mit Mir. Im rechten Gebet aber könnet ihr Mir diese innige Gemeinschaft beweisen, ein rechtes Gebet, das vertraulich zu Mir gesprochen wird, höre und erhöre Ich jederzeit, denn das habe Ich euch verheißen mit den Worten: „Kommet alle zu Mir, die ihr mühselig und beladen seid, Ich will euch erquicken“ und „bittet, so wird euch gegeben...“ Meine Verheißungen sind Wahrheit, und ihr werdet allzeit den Beweis dessen erfahren dürfen, wenn ihr nur euch in rechtem Gebet zu Mir wendet. Sowie ihr aber zweifelt, verliert euer Gebet an Kraftwirkung. Und selten nur ist euer Glaube von solcher Stärke, daß jeder Zweifel ausgeschlossen ist... selten nur habt ihr beim Beten die Gewißheit, daß euch geholfen wird, die erst einen ungezweifelten Glauben beweiset. Ihr sollt aber wissen, daß Mein Wort Wahrheit ist und daß... wenn Ich Selbst euch anspreche... ihr jedem Zweifel wehren müsset, denn das sollet ihr glauben, daß bei Gott kein Ding unmöglich ist... denket stets daran, daß alles, was ihr sehet, nur durch die Kraft Meines Willens erstanden ist, denket daran, daß Ich jederzeit neue Schöpfungen erstehen lasse, was nicht von Menschen geleugnet werden kann. Und denket also auch daran, daß es Mir wahrlich möglich ist, auch die alte Ordnung wiederherzustellen, die gestört ist, wenn es sich um Krankheiten handelt oder um sonstige irdische Lebenslagen, die euch Menschen zu schaffen machen...

Ich kann alles wieder in die rechte Ordnung bringen, und Ich tue dies auch, sowie ihr in gläubigem Vertrauen Mich darum angeht, sowie ihr wie Kinder zum Vater kommet und Mir eure Bitten vortraget. Euch allen steht die Gnade des Gebetes zur Verfügung, ihr alle könnet sie nützen, denn Ich habe gesagt:„Kommet alle zu Mir...“ Aber sprechet nicht nur Worte aus ohne Geist und Leben, rufet Mich ganz nahe zu euch heran, und dann schüttet Mir euer Herz aus... und wahrlich, es wird euch geholfen werden, Ich werde euren Glauben nicht zuschanden werden lassen...

Amen


B.D. NR. 7048 - 25.2.1958

Berufung der Weinbergsarbeiter... „Diener Gottes“...

In Meinen Diensten zu stehen verpflichtet...

Wer Mir dienen will, der muß auch willig ausführen, was Ich ihm auftrage, und er darf nicht eigenmächtig Bestimmungen treffen anderen gegenüber, zu denen Ich ihm keinen Auftrag gab. Es ist darunter zu verstehen, daß sich Meine Auserwählten ihrer Aufgabe entledigen und sie anderen übertragen, die nicht Ich Selbst berufen habe. Denn Ich will und werde wirken durch Menschen, die erweckten Geistes sind, Ich kann aber nicht wirken durch jene, deren Geist noch vergraben ist in der Materie, die noch nicht geeignet sind, Mir rechte Dienste zu leisten, weil sie noch einem anderen Herrn angehören. Und so also müsset es ihr verstehen, daß die Berufung zur Weinbergsarbeit von Mir Selbst ausgehen muß, wenngleich zuvor der Wille vorhanden sein muß, von Mir berufen zu werden. Niemals aber könnet ihr Menschen... und ob ihr auch von Mir berufene Diener seid... eure Mitmenschen einsetzen für eine Arbeit in Meinem Weinberg...

Also könnt ihr niemals Mir Diener erwählen, sondern Ich Selbst muß sie Mir zubereiten, sollen sie Mir rechte Arbeit leisten. Aber ihr könnt ständig Mich durch euch reden lassen, so daß Mein Ruf auch an die Ohren derer dringen kann, die Mir zu dienen bereit sind. Denn diese müssen sich selbst Mir anbieten zum Dienst, weil Ich niemanden zu dieser Arbeit für Mich und Mein Reich zwinge. Wenn ihr also Mein Wort verbreitet, wenn ihr dafür sorget, daß Ich durch euch viele Menschen ansprechen kann, dann habt ihr schon die Arbeit verrichtet, die Ich euch zuweise, und dann wird eure Arbeit auch von Segen sein. Wollet ihr aber selbst Diener einstellen, wollet ihr sie veranlassen, das Evangelium zu predigen, den Mitmenschen das Wort Gottes zu verkünden, so kann das überaus leicht ein Mißgriff sein, denn ihr wisset nicht, ob und wieweit diese tauglich sind für eine Missionsarbeit, und ihr könnet sie darum nur an Mich Selbst verweisen, ihr könnet ihnen raten, sich selbst Mir zur Verfügung zu stellen, und erst dann werde Ich einen Knecht annehmen und ihn nun Selbst tauglich machen für seinen Dienst für Mich. Die innere Einstellung des Menschen zu Mir, des Knechtes zu seinem Herrn, ist ausschlaggebend, ob und wie nun dieser seinen Dienst erfüllt. Und Ich ersehe es, ob Ich Mich auf Meinen Knecht verlassen kann...

Das alles wird euch erst verständlich sein, wenn ihr die unzähligen Organisationen betrachtet und deren Aufbau... wenn ihr die vielen „Gottesdiener“ bedenket, die alle sich als Meine Vertreter ausgeben, doch immer nur von Menschen dahin gestellt wurden, wo sie stehen, deren wenigste aber von Mir Selbst berufen worden sind, weil sie gewisse Voraussetzungen aufwiesen, die Ich verlangen muß von einem Knecht, der Mir in der rechten Weise dienet. Sie alle predigen wohl das Wort Gottes, aber solange sie nicht selbst von Mir erwählt wurden, kann Ich auch nicht Selbst durch jene reden... und wiederum kann Ich sie so lange nicht erwählen für die Arbeit in Meinem Weinberg, wie Ich erkenne, daß ihr Geist noch unerweckt ist, daß ihre Bindung zu Mir noch der Innerlichkeit entbehrt, daß sie von Mir immer noch zu weit entfernt sind, um Mich Selbst und Meine Stimme vernehmen zu können. Es kann wohl ein echter Diener, der voll des Geistes ist, auch die seelischen Qualitäten eines Bruders erkennen, und er kann diesen veranlassen, sich Mir zum Dienst anzubieten, letzteres aber muß dieser nun auch selbst tun, und dann erst kann und werde Ich auch diesen Knecht annehmen und ihn für seine Arbeit ausbilden, und er wird nun auch stets Meinen Auftrag ausführen und Mir wieder ein rechter Arbeiter sein, dessen Dienste Ich segne. Aber niemals ist ein Mensch dazu berechtigt, einen Mitmenschen zum Dienst zu dingen für Mich; den Vertrag mit einem jeden Meiner Knechte mache Ich Selbst, weil nur Ich es weiß, wer dafür tauglich ist...

Es ist die Arbeit für Mich und Mein Reich von so großer Wichtigkeit, daß Ich Mir wahrlich auch die rechten Arbeiter dafür erwähle, denn sowie ein Knecht nicht dafür geeignet ist, kann er mehr Schaden als Nutzen anrichten. Und es geht nicht nur um das Wohl des Menschen auf Erden, sondern es geht um das Heil der Seele in der Ewigkeit...

Und darum auch segne Ich einen jeden, der sich Mir willig zum Dienst anbietet, der Mich als seinen Herrn anerkennt, Dessen Anweisungen er getreulich nachzukommen sich bemüht...

Denn nur dieser wird mit Erfolg arbeiten, weil Ich ihn leite und ihm immer Kraft zuführe nach Bedarf...

Amen


B.D. NR. 7049 - 26.2.1958

Satanisches Wirken...

Gegenwirken verkörperter Lichtwesen...

Die Hölle hat ihre Pforten geöffnet, und es treiben die Bewohner dieser Hölle ihr Unwesen auf der Erde, teils verkörpert als Mensch, teils geistig einwirkend auf die Gedanken der Menschen oder auch, daß sie den eigenen Willen der Seele zurückdrängen und von dem Körper Besitz nehmen...

Und darum wird in der Endzeit auch das Wirken des Satans offensichtlich sein, denn die Menschen vermögen ihm zuwenig Widerstand zu leisten, weil ihnen die Kraft der Liebe fehlt, gegen die er machtlos ist. Aber von seiten Gottes wird auch den Menschen Hilfe gewährt, soweit diese annahmewillig sind. Auch von Seiner Seite ist ungewöhnliches Wirken zu verzeichnen, und im gleichen Maße, wie sich die Kräfte der finsteren Welten äußern und die Menschen ungewöhnlich bedrängen, sind auch Kräfte des Lichtes am Werk, die ebenfalls gedanklich den Menschen beistehen, aber auch in fleischlichen Verkörperungen den Menschen zu Hilfe kommen, die als Mensch mitten unter Menschen weilen und also den Kraftstrom aus Gott ihnen zuführen und somit als Mittler dienen zwischen Gott und den Menschen, Der ihnen Hilfe bringen will im Kampf wider den Satan. Und so wird es auch erklärlich sein, daß diese Lichtbringer überall auf der Erde anzutreffen sind, daß sie aber nicht erkannt werden als solche von den Menschen, die zum Anhang des Gegners gezählt werden müssen. Es ist in der Endzeit fast unmöglich geworden, daß Gott Sich äußern kann durch einen Menschen, dessen Seele den Gang durch die Schöpfung genommen hat...

Es wäre daher eine Verbindung von Ihm zu den Menschen kaum möglich, wenn sich nicht Seelen des Lichtes zum Gang über die Erde erbieten würden, um den Menschen zu helfen, die noch nicht völlig in der Gewalt des Gegners sind...

Es sollten zwar alle Menschen sich zum Aufnahmegefäß des göttlichen Geistes gestalten, um nun auch die Stimme des Vaters zu vernehmen, und es wäre dies auch möglich, wenn die Menschen ein Liebeleben führten nach dem Willen Gottes. Aber sie sind weit davon entfernt, die Eigenliebe beherrscht sie, und daher hat der Gegner Gottes Gewalt über die Menschen bekommen, die er auch nützet zu ihrem Verderben. Aber es gibt auch viele schwache, noch unentschiedene Menschen, die ihm noch nicht gänzlich ver-fallen sind, und um derentwillen steigen Lichtwesen in großer Zahl zur Erde, und Gott Selbst spricht durch diese Lichtwesen jene an. Und es ist dies eine unerhörte Gnade, es ist gleichsam ein Gegenwirken, das dem Gegner noch viele Seelen entreißen kann, die sich dieser Gnade aufschließen und sich ansprechen lassen von Gott. Aber es werden auch solche Gnadenbeweise Gottes nicht zwingend auf die Menschen wirken, es wird jedem einzelnen freistehen, ob er sich ansprechen lassen will oder seine Ohren und (sein, d. Hg.) Herz verschließet, wenn ihm ein Lichtträger entgegentritt. Die Erde ist voll des satanischen Geistes, weil der Fürst der Hölle seine Vasallen der Erde zugeführt hat, die nun ihre böse Gesinnung auf die Menschen zu übertragen suchen. Und es gelingt ihnen in erschreckendem Maße. Und so stehen sich die Geister gegenüber... ob sie als Mensch verkörpert sind oder geistig auf diese einzuwirken suchen...

Das Lichtreich und das Reich der Finsternis hat sich zur Erde begeben, und es findet der geistige Kampf auf der Erde statt wie auch im geistigen Reich. Die Wesen des Lichtes werden für Gott und Sein Reich streiten mit einer Waffe, die ihnen Gott Selbst zuträgt: mit der reinen Wahrheit, die überallhin Licht ausstrahlen kann. Und wer sich in diesem Lichtkreis bewegt, der wird auch Kraft empfangen, den finsteren Kräften Widerstand zu leisten...

Diese aber haben als Waffen die Güter der Welt. Und sie treiben die Menschen an zu immer größerer Gier nach irdisch-materiellen Werten, zur Sinneslust, zur Herrschsucht, und sie verfinstern stets mehr den Geist derer, die ihnen verfallen. Und so streitet das Licht gegen die Finsternis, das Gute gegen das Böse, die Wahrheit gegen die Lüge... es streiten die Wesen, die von oben kommen, gegen die Bewohner der Hölle... doch erstere mit der Kraft aus Gott, während letztere vom Satan ihre Kraft beziehen. Doch den Menschen ist es überlassen, wer den Sieg davonträgt. Aber sie sind nicht hilflos der Gewalt des Feindes ihrer Seelen ausgeliefert, sie werden stets Helfer zur Seite haben, sowie nur der Gedanke oder Wille in ihnen auftaucht, von böser Gewalt frei zu werden. So arg auch in der Endzeit das Treiben und Wüten des Gegners von Gott ist, es braucht kein Mensch ihm zu erliegen, denn die Hilfe Gottes ist jedem Menschen sicher, der nicht dem Gegner verfallen will...

Und darum wirket Gott Selbst durch Seine Lichtwesen auf die Menschen ein, die sich Ihm im freien Willen zugesellen, um die Bindung zwischen der finsteren und der lichtvollen Welt herzustellen. Und es werden daher immer häufiger solche Lichtboten unter den Menschen auftreten, es wird Gott immer dringlicher zu den Menschen sprechen, und Sein Wirken wird desto offensichtlicher sein, je mehr das Wüten des Gegners von Gott erkennbar wird. Denn der Kampf zwischen Ihm und dem Gegner wird währen bis zum Ende, bis dessen Macht gebrochen ist, bis er samt seinem Anhang gebunden wird und eine neue friedliche Zeit hereinbricht, wo er die Menschen nicht mehr bedrängen kann und der geistige Kampf für eine Zeit sein Ende gefunden hat. Und dann wird Friede sein auf Erden, und die Menschen werden in ständigem Verband stehen mit Gott, mit den Lichtwesen, die unter ihnen weilen und sie weiterhin belehren werden, wie es zuvor geschah, daß sie die Stimme Gottes auch direkt vernehmen werden und also sie ein seliges Leben führen werden im Paradies der neuen Erde...

Amen


B.D. NR. 7050 - 27.2.1958

Raststätte auf dem Pilgerweg auf Erden...

Jeder müde Wanderer kann an Meinem Quell zur Rast sich niederlassen und (sich, d. Hg.) stärken, bevor er seinen Weg fortsetzt. Und er wird nun den Aufstieg leicht zurücklegen und zum Ziel gelangen. Er darf nicht vorübergehen an dem Born des Lebens, wenn er nicht Gefahr laufen will, kraftlos am Wege niederzusinken... denn seine eigene Kraft reicht nicht aus für den beschwerlichen Weg, der aufwärts führt, und er muß Kraft von Mir entgegennehmen, die er immer dort empfangen kann, wo Ich einen Quell erschlossen habe, wo das Wasser des Lebens hervorströmt. Lagert euch alle um diesen Quell, beuget euch nieder und schöpfet und erquicket euch durch einen Trank, lasset Meine Kraft in euch einströmen und euch durchfluten, und glaubet es, daß nur Ich euch dergestaltig versorgen kann mit Speise und Trank, daß ihr fähig seid, euren Pilgerweg auf Erden mit Erfolg zurückzulegen. Denn Ich weiß es, wessen ihr bedürfet, und Ich teile euch nicht karg aus, sondern ungemessen könnet ihr von Mir empfangen, wonach es euch verlangt. Und so müsset ihr also auch wissen, daß Ich euch stets an einen Quell führen werde, wenn es euch nach der rechten Rast und Labung verlangt...

Ihr müsset nur wollen, daß euch rechte Speise und rechter Trank verabreicht werden möge, die eurer Seele zum Heile gereicht. Ihr dürfet nicht wahllos eine Kost entgegennehmen, von der ihr nicht wisset, ob sie euch schadet oder ob sie von Mir Selbst euch dargeboten wird. Denn wenn ihr gleichgültig dahingeht, wenn ihr nur eures Körpers, nicht aber eurer Seele gedenket, ist immer die Gefahr, daß euch minderwertige Kost angeboten wird, daß ihr kein „reines Wasser“ zu trinken bekommet, daß ihr keine Stärkung erfahret und ungekräftigt euren Weg nun weiterwandelt und ewig nicht zum Ziel gelanget, weil ihr in eurer Schwäche den ansteigenden Weg fürchtet und nur auf ebenen Wegen bleibt, die niemals zum Ziel führen. Ihr brauchet für euren Erdenweg ein Maß von Kraft, das ihr selbst nicht besitzet, das ihr aber entgegennehmen dürfet an jedem von Mir Selbst erschlossenen Quell. Und immer wird ein solcher Quell eine gute Raststätte sein für euch, wo Einer euch Speise und Trank verabreichet, Der eure Schwäche kennt, Der euch liebt und euch immer nur das Beste geben will, um euch den Aufstieg leichtzumachen. Ich bin immer für euch da, Ich halte auch immer für euch die rechte Kost bereit, und Ich zeige euch auch die Wege, die zum rechten Quell führen...

Denn Ich will, daß ihr euren Pilgerweg auf Erden nicht vergeblich zurückleget, Ich will, daß ihr das Ziel erreichet, daß ihr zu Mir findet. Und darum helfe Ich euch in jeder Schwäche des Leibes und der Seele, Ich schenke euch die Kraft, alles zu überwinden...

Ich schenke euch Mein Wort, das in aller Reinheit euch Menschen zuströmt von oben als rechte Nahrung für eure Seele, die solche brauchet, weil sie Kraft von Mir empfangen muß für ihren Erdenlebensweg... und weil nur Ich Selbst ihr diese Kraft vermitteln kann durch Mein Wort...

Amen


B.D. NR. 7051 - 28.2.1958

Entsprechend dem freien Willen ist Schicksal...

Ein jeder muß den Weg gehen, der ihm vorgezeichnet ist, wenngleich er glaubt, selbst sein Schicksal zu bestimmen oder in andere Bahnen lenken zu können...

Denn seinen Willen habe Ich einbezogen in Meinen Heilsplan, und alle Geschehen treten darum so an ihn heran, daß sein Wille nun in einer Weise tätig wird, die ihn zwar glauben lässet, daß er sich selbst sein Schicksal formt. Es ist die Freiheit des Willens, die ihr darum oft anzweifelt, die aber doch ein jeder Mensch besitzet, denn niemals zwinge Ich ihn, anders zu wollen...

Aber gerade um diesen seinen Willen weiß Ich auch seit Ewigkeit, und es ist Mir daher leicht möglich, entsprechend seinem Willen auch seinen Lebenslauf zu fügen, ohne also diesen unfrei zu machen. Zudem geht es um die Entwicklung seiner Seele, die in allen, auch den verschiedensten Lebenslagen erfolgreich vor sich gehen kann. Denn es treten alle Geschehen im Leben so an den Menschen heran, daß die Seele sich davon beeindrucken lassen kann, daß sie Bindung mit Mir suchen und finden kann... was letztes Ziel des Erdenlebens überhaupt ist. Daß nun der Mensch irdisch oft Schwierigkeiten zu überwinden hat, daß er oft von einem schweren Erdenschicksal sprechen kann, hat immer nur zur Begründung, daß ihm zu jener Bindung mit Mir verholfen werden soll und Ich es sehr wohl weiß, was am besten dafür geeignet ist. Und wenn nun der Mensch glaubt, eigenmächtig sich sein Leben umgestalten zu können, so kann er doch nicht Meinen Heilsplan von Ewigkeit umstoßen und sein Schicksal selbst bestimmen, denn was er auch tut im Erdenleben... er hat keine Garantie für das Gelingen und Bestehen seiner Pläne, er wird stets mit unvorhergesehenen Lagen rechnen müssen, er wird niemals Herr sein über sein irdisches Leben, er wird eine stärkere Macht anerkennen müssen, Die eingreifet und oft seine Pläne zunichte macht. Das weiß ein jeder Mensch, daß er Schicksalsschlägen unterworfen ist, er weiß, daß er wohl seiner irdischen Weisheit gemäß Anstalten treffen kann, die ihn in andere Lagen versetzen... er weiß aber auch, daß er für das Gelingen seiner Pläne keinen Garantieschein hat und daß selbst die größte Intelligenz und die beste irdische Situation keine Gewähr bietet für restloses Gelingen seiner Pläne oder Bestand dessen, was er schon erreicht hat...

Aber Ich betone nochmals, daß auch solche Bemühungen von Mir aus vorausgesehen wurden und sie Meine Zustimmung finden müssen, wenn sie gelingen sollen...

Denn auch solche Bemühungen brauchen nicht fruchtlos zu sein für die Seele des Menschen, und sowie er nur eine höhere Macht anerkennt, Die ihn verhindern oder auch ihm Ihren Segen geben kann, hat auch die Seele gewonnen, und entsprechend wird ihm auch irdischer Erfolg oder Verlust beschieden sein. Der Wille des Menschen bleibt frei... und ob auch sein Leben sich schicksalsmäßig vollzieht, ob auch der Mensch scheinbar getrieben oder gehindert wird in seinem Lebenslauf. Zwar wird der völlig Ungläubige stets annehmen, sich selbst sein Leben auf Erden zu formen nach seinem Willen, und nur der Gläubige wird in allem Meine Lenkung und Meinen Willen erkennen, und doch weiß er auch, daß auch sein Wille tätig werden muß, um aus jeder Lebenslage für seine Seele einen Nutzen zu ziehen. Und darum dürfet ihr Menschen auch nicht unzufrieden sein über den Ablauf eures Erdenlebens, denn er ist wahrlich immer am besten geeignet, eurer Seele einen Gewinn zu bringen. Aber ihr selbst müsset dessen auch gedenken, indem ihr stets die Bindung mit Mir zu erreichen suchet, indem ihr euch Mir Selbst anschließet, ob es euch gut oder schlecht geht...

Dann war euer Leben erfolgreich, was es euch auch gebracht haben möge, denn den Zusammenschluß mit Mir muß euer Wille selbst herstellen, der frei ist und bleiben wird, weil ihr Meine Geschöpfe, also göttlichen Ursprungs, seid...

Amen


B.D. NR. 7052 - 1.3.1958

Ernster Hinweis auf Gottes Eingriff und Folgen...

Kurze Zeit nur trennt euch von dem Tage, da Meine Stimme ertönen wird so gewaltig, daß sie von niemandem überhört werden kann...

Kurze Zeit nur währet es, wo ihr noch in normalen Verhältnissen lebet. Dann aber wird ein Chaos sein, und ihr Menschen werdet vor ungeheure Aufgaben gestellt werden: euer und eurer Mitmenschen Leben erträglich zu gestalten, durch ungewöhnliche Hilfeleistungen des Chaos Herr zu werden und mit den geringsten euch zur Verfügung stehenden Mitteln euch wieder erträgliche Verhältnisse zu schaffen. Denn ihr werdet alles verlieren, die ihr in den Gebieten wohnet, die von einem Naturgeschehen unvorstellbaren Ausmaßes betroffen werden. Ihr Menschen werdet und könnet es noch nicht glauben, weil niemals je zuvor ein solches Naturgeschehen erlebt worden ist...

Aber das nachfolgende Ende dieser Erde erfordert noch einen solchen Eingriff Meinerseits, weil Ich noch einmal alle Menschen ansprechen will, um sie zur Besinnung zu bringen, um noch zu retten, die guten Willens sind. Und diese Ansprache wird kein Mensch überhören können, doch ob sie ihre Herzen und Ohren nun öffnen, bleibt ihnen immer noch freigestellt. Denn auch dann noch werden sich die meisten Menschen absondern von Mir, sie werden in ihrer Isolierung verharren, die sie schon eingegangen sind durch ihren Unglauben, und sie werden alle anderen Erklärungen sich suchen und geben für dieses Geschehen als die eine, daß Ich zu ihnen reden will, daß ein Gott Sich ihnen zu erkennen geben will, Der sie anspricht, um sie zur Besinnung zu bringen, um sie zu veranlassen, sich Ihm zu verbinden in größter Not und Gefahr. Zahllose Menschen werden ihr Leben verlieren, und ungeheure Verwüstungen wird das Auge der Überlebenden erblicken, die Not wird übergroß sein, und nur der feste Glaube an Mich und Meine Hilfe wird sie zu bannen vermögen, den aber nur sehr wenige Menschen besitzen. Was irdisch nicht möglich scheint, wird durch Meine Hilfe dennoch möglich sein, und Ich werde oft wunderbar einwirken dort, wo wahrhaft Gläubige Mir und Meiner Hilfe vertrauen. Aber es muß eine Erschütterung über die Erde gehen, es müssen auch die Menschenherzen ungewöhnlich angerührt werden, auf daß sie sich in der großen Not hilfreich erweisen am Nächsten, und es wird überall auch sichtlich eine Besserung der Lage eintreten, wo diese Liebe in Uneigennützigkeit, im Hilfswillen am Mitmenschen, ersichtlich ist. Denn nur dieses ist Zweck Meines gewaltsamen Eingriffs, daß die Menschen einmal ihr „Ich“ zurückstellen und uneigennützige Nächstenliebe üben...

Dann kann Ich auch ihre Not beheben, dann kann Ich sie versehen mit dem Nötigsten, und Ich werde wahrlich Mich derer annehmen, die jene Uneigennützigkeit erkennen lassen. Es wird eine Not sein, wie sie nie zuvor erlebt wurde, aber Ich muß so deutlich sprechen, daß Mich ein jeder erkennen kann in Meiner Macht, und es wird auch Meine Liebe zu erkennen vermögen, der nur der ungewöhnlichen Hilfeleistungen achtet, die menschlich nicht zu erwarten wären. Wer nur die innige Bindung mit Mir herstellt oder befestigt, der wird jederzeit auch Meiner Hilfe sicher sein, doch die Menschen ohne Glauben sind übel dran. Sie werden sich selbst zu helfen suchen und oft auf Kosten ihrer Mitmenschen... aber sie werden keinen Gewinn erzielen, weder irdisch noch geistig...

Es ist keine lange Zeit mehr bis zu diesem unheilvollen Geschehen, aber ihr Menschen werdet darauf aufmerksam gemacht, und das schon ist eine unerhörte Gnade, denn ihr wisset dann auch, an wen ihr euch wenden müsset, wer euch helfen kann in größter Not und Gefahr...

Ich künde euch deshalb immer wieder dieses Geschehen an, und wer es höret, der soll bitten um starken Glauben, um Kraft und Stärke, um standhaft bleiben zu können. Und dann wird er auch in dieser Not den Weg nehmen zu Mir, Der allein ihm helfen kann...

Und er wird nichts zu fürchten brauchen, denn den Meinen werde Ich beistehen, ganz gleich, in welcher Weise...

Und zu den Meinen zählen alle, die an Mich glauben, die zu Mir beten, die also sich Mir verbinden und darum auch immer Meines Schutzes und Meiner Hilfe gewiß sein können...

Und diesen liegt die Aufgabe ob, auch ihre Mitmenschen hinzuweisen auf Mich, damit auch sie den Weg nehmen zu Mir, wenn die Stunde gekommen ist, die das Wohl und Wehe aller Menschen entscheidet...

Amen


B.D. NR. 7053 - 2.3.1958

Ankündigung der kommenden großen Not...

Ihr alle werdet viel Kraft brauchen, die euch aber immer zur Verfügung steht, denn wer nur Mein Wort anhöret, der wird sie empfangen, sowie er dieses Wort im Herzen bewegt und danach handelt. Dann werdet ihr von Mir Selbst angesprochen und also auch von Meiner Liebe angestrahlt, und es muß euch Kraft zufließen, weil Meine Liebe auch Kraft ist...

Doch wer Mein Wort an seinen Ohren verhallen lässet, der wird keinen Segen davon haben, denn mit ihm kann Ich nicht in Berührung treten, und also kann auch Meine Kraft ihn nicht durchströmen. In der kommenden Notzeit brauchet ihr alle Kraft aus Mir... denn irdisch werdet ihr nicht eure Lebenslage meistern können; nur mit Meiner Hilfe wird es euch gelingen. Und Ich will euch eure eigene Machtund Kraftlosigkeit vor Augen führen. Ich will, daß ihr euch selbst erkennet als schwache Wesen, auf daß ihr Zuflucht nehmet zu der Macht, Die ihr nun wohl erkennen müßtet. Und dann wird euch die Gesinnung der Menschen offenbar werden, die erschreckende Glaubenslosigkeit wird zutage treten und die Notwendigkeit, von Mir und Meinem Reich, von Meiner Macht und Liebe zu den Menschen zu reden, ihnen das Evangelium zu künden und sie zum Glauben zu führen. Auch in dieser Notzeit wird hart gestritten werden, es wird mit dem Schwert des Mundes gekämpft werden müssen, denn viele der Schwachgläubigen werden noch mehr zweifeln an einem Gott und Vater, weil das Unheil, das über die Menschen hereinbrach, ihnen unbegreiflich scheint als Werk eines liebenden Gottes. Denn alle Menschen schätzen das Erdenleben als Mensch noch zu hoch ein, und denen die Bedeutung und den Zweck ihres Erdenlebens zu erläutern und sie hinzuweisen auf das Leben nach dem Tode, ist eine dringende Aufgabe derer, die für Mich arbeiten wollen und die dann ein großes Arbeitsfeld vor sich liegen sehen werden. Noch gehen die Menschen in Gleichgültigkeit und Lauheit dahin, und sie gedenken nicht ihrer Erdenaufgabe. Und darum müssen sie in ihrem Denken erschüttert werden, denn auch die zahllosen Unglücksfälle, bei denen viele Menschen ihr Leben verlieren, erschrecken sie kaum noch, und die Menschen sind nicht anders aufzustören als durch ein so gewaltiges Geschehen, von dem jeder einzelne betroffen wird, der es überlebt. Und wenn Ich euch ständig darauf hinweise, so darum, damit ihr alle euch vorbereitet insofern, als daß ihr euch in der Liebe übet, daß ihr euch Kraft ansammelt, daß ihr euch Mir verbindet und von Mir Kraft empfangen könnet durch Entgegennahme Meines Wortes... auf daß ihr nicht unvorbereitet dieser schweren Zeit entgegengehet, auf daß ihr euren Mitmenschen Stütze sein könnet und ihr auch ihnen Mein Wort verkündet. Ich will eurer aller gedenken, die ihr Meiner gedenket. Und Ich will keinen von euch kraftlos lassen, die Mich zuvor schon bitten um Kraft, die Mich zuvor schon bitten um Meinen Schutz und Meine Hilfe. Und es wird sich zeigen, welches Maß ihr werdet ertragen können, die ihr mit Mir wandelt, ohne jedoch ungewöhnlich belastet euch zu fühlen. Immer wieder ermahne Ich euch Menschen, euch Mir anzuschließen durch Liebewirken und inniges Gebet, und immer wieder versichere Ich euch, daß ihr dann reichlich Kraft empfangen werdet und nichts zu fürchten brauchet, selbst wenn ihr irdisch alles verliert, denn Ich allein kann euch geben, was ihr brauchet, und Ich werde auch immer sorgen für die Meinen, für die, die Meiner nicht vergessen, die in Mir ihren Vater sehen und sich wie Kinder in Meine Arme flüchten in jeder Not und Gefahr...

Ihr, die ihr Mir dienen wollet, ihr werdet auch Meine Nähe besonders fühlen, weil ihr die Wahrheit Meines Wortes erkennet und darum euch immer näher an Mich dränget, Den ihr nun erkennet in Seiner Macht und Stärke, an Dessen Liebe ihr aber auch glaubet und daher euch vertrauensvoll Ihm hingebet. Und weil Ich euch dann brauche als Streiter für Mich und Meinen Namen, weil Ich euch brauche zu eifriger Weinbergsarbeit, darum werde Ich euch so offensichtlich beistehen, daß ihr diese eure Arbeit auch werdet ausführen können mit Erfolg. Es kommt alles, wie es vorgesehen ist in Meinem Heilsplan, weil Ich allein es weiß, was Meinen Geschöpfen zu ihrem Heil dienet...

Und es ist auch das Ende unwiderruflich bestimmt. Und ebendieses Ende veranlaßt Mich noch zu einem letzten Erbarmungswerk zuvor, wenngleich dieses als ein Akt der Grausamkeit erscheint. Aber es wird doch noch so manchem Menschen Rettung bringen, es wird als letztes Mittel angewendet, Meinen Geschöpfen den Weg zu Mir zu weisen, und es wird nicht gänzlich erfolglos bleiben. Ich denke an die große geistige Not, in der die Menschheit sich befindet, und jede einzelne Seele will Ich daher noch anrühren, um sie zu gewinnen für Mich, und darum muß Ich eine große irdische Not über die Erde kommen lassen, die aber mit Meiner Hilfe auch zu überwinden sein wird...

Denn Meine Liebe und Meine Macht wird sich überall äußern, wo Ich um Hilfe angerufen werde, und Meine Kraft werden empfangen, die solche nur begehren...

Amen


B.D. NR. 7054 - 3.3.1958

Kreuztragung zwecks Ausreifens der Seele...

Es ist wahrlich für euch besser, ein leidvolles Erdenleben zu führen und dann reich gesegnet einzugehen in das jenseitige Reich, als daß euch auf Erden Erfüllung wird und ihr arm und elend drüben ankommet, wo euch die Pforten in das Lichtreich verschlossen sind. Einmal werdet ihr erkennen, wie kurz euer Erdenleben ist, gemessen an der Ewigkeit... und ihr werdet erkennen müssen, wie unklug es war, um dieser überaus kurzen Erdenlebenszeit willen euch die Freuden im geistigen Reich verscherzt zu haben, denn endlos lange kann es währen, bis ihr wenigstens zu dem Grade im Jenseits gelangt seid, daß ihr von einem Lichtschimmer getroffen werden könnet...

Und ebenso werdet ihr dankbar auf das schwere Los im Erdenleben zurückblicken, das euch eurer Vollendung entgegenführte...

Doch daß es nicht zu schwer tragbar sei für euch, dafür starb der Mensch Jesus am Kreuz, in Dem Sich Gott, als die Ewige Liebe Selbst, verkörpert hat, um eure Schuld zu entsühnen, die euch unwiderruflich ewiges Leid eingetragen hätte...

Und so könnet ihr in jeder Not des Leibes und der Seele zu Ihm rufen, und Er wird wahrlich euch helfen, das Kreuz zu tragen, unter dem ihr zusammenzubrechen droht. Doch bedenket immer, daß Er euch Menschen aufgefordert hat, Ihm nachzufolgen, mit den Worten:„Nehmet euer Kreuz auf euch und folget Mir nach...“ Er ist für euch wohl den Kreuzweg gegangen, Er hat eure Sündenschuld auf Seine Schultern genommen und sie also für euch getragen...

Er trug die Urschuld eures einstigen Abfalles von Gott und starb für deren Tilgung den bittersten Tod am Kreuz. Aber ihr Menschen gehet euren Erdenweg nicht nur, um zu büßen, sondern um euch aufwärtszuentwickeln...

Ihr müsset im freien Willen zu einer gewissen Reife gelangen, ihr müsset euch selbst umformen wieder zu eurem Urwesen, und das bedeutet auch Arbeit an euch selbst... eine Arbeit, die am erfolgreichsten geleistet wird durch Wirken in Liebe. Und diese Arbeit an euch selbst, an eurer Seele, unterlasset ihr oft, und ihr kommet daher auch nicht vorwärts in eurer Entwicklung. Eurer Urschuld zwar könnet ihr ledig werden durch das Erlösungswerk Jesu Christi, und dann seid ihr auch fähig, euch aufwärtszuentwickeln...

Seid ihr aber säumig, dann werdet ihr durch allerlei Leid und Mühsal daran erinnert, daß ihr zwecks Vervollkommnung eurer Seele auf Erden wandelt...

Dann also wird euch ein Kreuz zu tragen auferlegt, und das müsset ihr auf euch nehmen und dem göttlichen Erlöser nachfolgen... ihr müsset den Weg der Liebe und des Leides gehen, um auszureifen an euren Seelen...

Ihr seid einstmals schuldig geworden, und diese Schuld ist für euch getilgt worden durch das Erlösungswerk Jesu Christi. Aber ihr müsset nun, mit Seiner Hilfe, die ihr sicher erfahren werdet, auch euren noch mangelhaften Zustand zu beheben suchen... ihr müsset tun, was euch der göttliche Erlöser Selbst auf Erden lehrte: Seine Gebote der Gottes- und Nächstenliebe erfüllen. Ihr müsset dienen in uneigennütziger Nächstenliebe und dadurch euer Wesen wieder zur Liebe gestalten, wie es uranfänglich gewesen ist. Ihr wäret ohne die Erlösung durch Jesus Christus zu schwach, ein solches Liebeleben zu führen, wie Er Selbst es euch vorgelebt hat, aber diese Schwäche fällt von euch, wenn ihr es nur wollet, daß Er auch für euch gestorben sein möge. Nun aber müsset ihr auch Seine Gnadengabe... den verstärkten Willen... nützen, indem ihr auch ein Leben in Liebe führet, weil ein solches allein auch euer Wesen wandelt, also geistigen Aufstieg euch bringt. Dann also werdet ihr die Hüllen abstoßen, und eure Seele wird lichtempfänglich sein. Aber oft müsset ihr auf andere Weise dieser Hüllen ledig werden, ihr müsset durch Leid hindurchgehen, das gleichfalls ein Auflösungsmittel ist. Und dann also ist euch „ein Kreuz“ zu tragen auferlegt. Und ihr dürfet nicht murren und klagen, sondern ergeben dieses Kreuz tragen im Hinblick auf das Leben der Seele, das ewig währet. Denn die Reife eurer Seele ist euer eigenstes Werk, selbst wenn alle Schuld von euch genommen wird, eben durch das große Erbarmungswerk Gottes, Der um eure durch die Schuld entstandene Schwäche weiß...

Er gibt euch die Stärke wieder zurück, auf daß ihr selbst nun Hand anleget an der Rückwandlung eurer Seele zu dem einstigen glückseligen, kraft- und lichtvollen Zustand. Ihr selbst müsset die Arbeit leisten, lieben und leiden... wie auch Jesus für euch gelitten hat aus übergroßer Liebe zu euch. Nur ist es um vieles besser, wenn nur euer Leib zu leiden braucht, als daß die Seele in ein jenseitiges Reich eingeht, wo ein qualvoller Zustand ihr Los ist...

Die Leiden des Körpers sind gering zu nennen gegenüber jenen Qualen der Seele, aber ihr Menschen könnet auch die Leiden des Körpers bannen im festen Glauben an die Kraft des Namens Jesus...

Denn dann ist Er bereit, für euch das Kreuz zu tragen, dann ist eure Seele schon so weit ausgereift, wenn dieser Glaube ihr innewohnt, denn dieser starke Glaube ist durch die Liebe gezeitigt worden...

Und dann wird auch der Mensch seiner körperlichen Leiden ledig werden, weil die Seele nun solche Mittel nicht mehr benötigt, weil sie jene Reife erlangt hat, die ihr den Eingang in das Lichtreich sichert. Dann also wird das Kreuz von des Menschen Schulter genommen, dann ist des göttlichen Erlösers Liebe dem Menschen zu Hilfe gekommen und hat ihn befreit von seiner Last...

Amen


B.D. NR. 7055 - 4.3.1958

Verbreitung des Evangeliums in der ganzen Welt...

Wenn eure Blicke immer wieder hingelenkt werden auf das Weltgeschehen, so sollet ihr auch darin den Ablauf dessen erkennen, was euch schon lange vorher gesagt wurde, ihr sollet die Zeichen des nahen Endes darin sehen...

Und so ihr erweckten Geistes seid, werdet ihr auch wissen, in welcher Zeit ihr lebet. Und es wird alles so kommen, wie Ich es euch künden ließ durch Seher und Propheten. Es wird viel Trübsal sein unter den Menschen, die Liebe wird erkalten, es wird sein wie vor der Sündflut: erhöhter Lebensgenuß, Sündhaftigkeit und Glaubenslosigkeit... alles vollzieht sich so, daß die Menschen es als selbstverständlich ansehen und sie nichts Ungewöhnliches darin sehen, weil ihr Sinnen und Trachten nur weltlich gerichtet ist. Aber Ich habe es euch gesagt, daß ihr an den Zeichen es erkennen werdet, wenn das Ende nahe ist...

Und darum sollet ihr auch der Zeichen achten. Wohl werdet ihr Menschen den Einwand erheben, daß die Erde schon viele solche Zeiten erlebt hat, daß zu jeder Zeit die erwähnten Ankündigungen erwartet werden konnten als zeitbedingt...

Ihr werdet auch hinweisen auf Zeiten größter Glaubenslosigkeit und fluchwürdigen Handelns der Menschen...

Doch ihr vergesset eines, daß Ich Hinweise gab, daß Mein Evangelium in der ganzen Welt verbreitet werden müsse, bevor die letzte Sichtung auf dieser Erde vor sich gehen kann... und ihr wisset nicht, was unter der „Verkündigung des Evangeliums“ eigentlich zu verstehen ist...

Ihr glaubet, daß diese nur durch Menschen geschehen kann in der Form, daß sie das Wissen um das Erlösungswerk und um die göttliche Liebelehre überall dorthin tragen, wohin es noch nicht gedrungen ist...

Wohl gehört auch diese Verbreitung Meines Evangeliums dazu, doch auch Ich Selbst sorge dafür, daß jenes Wissen dorthin gelangt, wo den Menschen noch keine Kunde zugegangen ist über Jesus Christus und Sein Erlösungswerk. Aber Ich vermittle ihnen dieses Wissen direkt. Ich wirke durch Meinen Geist, wo nur Menschen sich eines Liebelebens befleißigen aus innerem Antrieb...

Und dieses „direkte Wirken“ findet in gewaltigem Umfang statt, und es führt oft zu größeren Erfolgen als bei den Menschen, die schon lange Kenntnis gewonnen haben von Jesus Christus und doch keine „Christen“ genannt werden können. Das Evangelium muß zuvor verbreitet werden... und es wird auch verbreitet, es wird überall hingetragen durch Meine Lichtboten, die gerade in der letzten Zeit überaus eifrig tätig sind und die auch zu diesem Zweck sich überall auf der Erde verkörpert haben, um Mir nun taugliche Gefäße sein zu dürfen, in die Ich Meinen Geist ergießen kann, die also die Verbindung herstellen zwischen Mir und jenen, denen das Evangelium verkündet werden soll. Es wäre wahrlich schlecht um die Menschen bestellt, wäre es nur von Menschen allein abhängig, ob, wann und wie die Verkündigung Meines Evangeliums stattfindet...

Und es wären auch deren Bemühungen fruchtlos, würde nicht auch dort Mein Geist wirksam, so daß zuvor geistige Erweckungen stattfinden, die dann auch das direkte Wirken Meinerseits zulassen...

Aber Ich gedenke auch derer, die nicht erfaßt werden von „Verkündern des Evangeliums“...

Und Ich steige überall im Wort Selbst zur Erde, um Meinen Geschöpfen zu helfen...

Doch dieses direkte Einwirken hat noch zu keiner Zeit in diesem Ausmaß stattgefunden. Und es ist auch noch niemals anerkannt worden, wenn Ich Selbst ein Mir taugliches Gefäß erfüllte mit Meinem Geist...

Denn Mein Gegner suchte stets das Licht zu verlöschen, und er fand bei den Menschen auch Gehör. Aber es war auch noch nicht die Zeit des Endes, wo er ungewöhnlich wütet und daher auch Ich ungewöhnlich wirke, um die Menschen zu retten. Und so wird überall die Liebe gepredigt werden, es werden unter allen Völkern geistige Erweckungen stattfinden, jedoch nicht allein durch „Verkünder“, sondern durch Meine Liebe- und Lichtboten, die sich derer ganz besonders annehmen, denen noch jegliche Kenntnis fehlt von Jesus Christus und Seinem Erlösungswerk. Und es werden solche Menschen auch stets einen Lehrer unter sich haben, der... von Meinem Geist erfüllt... reden wird und ihnen Kunde gibt davon, was sie zu ihrem Seelenheil wissen müssen...

Und ihnen wird der Geist

Christi, Der nun Selbst zu ihnen sprechen kann durch jenen, alles offenbaren und sie zu einem Leben in Liebe ermahnen...

Und dann wird es auch in ihnen selbst hell werden...

Aber auch dazu mußte erst die Zeit gekommen sein, weshalb auch die Stunde des Endes nicht eher zu erwarten war trotz geistiger Not und Finsternis. Aber ihr Menschen sollet alles dessen achten, was sich auf Erden abspielt, und ihr werdet dann leicht erkennen, in welcher Zeit ihr lebt. Denn einmal wird auch die Zukunft zur Gegenwart, einmal erfüllt sich, was Ich künden ließ lange Zeit zuvor, einmal wird die Ernte reifen, und sie muß eingebracht werden in die Scheuern...

Und einmal also muß auch die Reinigung stattfinden, es muß die alte Ordnung wiederhergestellt werden, es muß die Erde wieder tauglich gemacht werden für ihren eigentlichen Zweck: die Seelen der Menschen zum Reifen zu bringen...

Amen


B.D. NR. 7056 - 5.3.1958

Der Kampf Jesu gegen die Versuchungen...

Auch Mein irdisches Leben war den gleichen Versuchungen und Kämpfen ausgesetzt, die ihr zu überwinden habt... auch Ich mußte ringen, um alle Substanzen des irdischen Körpers in die rechte Ordnung zu bringen. Auch Ich kannte die Begierden und mußte gegen sie ankämpfen, denn Ich war mit den gleichen Schwächen behaftet, die euch zu schaffen machen, und nur die Willenskraft in Mir wurde ihrer Herr. Und Ich tat daher Meinem Körper Gewalt an, Ich ließ ihn nicht über Meine Seele Macht gewinnen, sondern Ich überwand ihn und konnte dies kraft der Liebe, die in Mir aufglühte, als Ich mitten unter der geknechteten Menschheit wandelte...

Ich sah die Not um Mich, die sowohl irdisch als auch geistig die Menschen bedrückte. Und in Mir entflammte das heiße Verlangen, ihnen zu helfen...

Darum achtete Ich nicht des körperlichen Verlangens in Mir, Ich kam ihm nicht nach, denn Ich wußte, daß Ich nur geschwächt worden wäre in Meinem Hilfswillen, hätte Ich Meiner leiblichen Begierden geachtet und sie erfüllt. Doch es war ein schwerer Kampf, denn von allen Seiten drängten die Versuchungen auf Mich ein, und das Menschliche in Mir suchte Erfüllung...

Aber Meine Seele wandte sich zu Gott, sie suchte stets mehr die Verbindung mit dem Vater, je heftiger die Anfechtungen wurden, und sie empfing daher auch stets mehr Kraft, weil diese Bindung niemals ohne Wirkung blieb. Ich hatte wahrlich kein leichtes Leben auf Erden zurückzulegen, bis die völlige Vereinigung mit dem Vatergeist stattgefunden hatte...

Denn Ich war ein Mensch gleichwie ihr, und Ich mußte zuvor das gleiche tun, was auch eure Aufgabe ist: die Liebe zur höchsten Entfaltung zu bringen, um dadurch Gott... die Ewige Liebe... in ganzer Fülle in Mich aufnehmen zu können, also den endgültigen Zusammenschluß mit Ihm zu finden, der auch euer Ziel auf Erden ist. Und wenngleich Meine Seele aus dem Lichtreich war, so wurde sie doch von ihrer fleischlichen Hülle überaus bedrängt, die Materie war wie euer Körper und die daher aus geistig-unreifen Substanzen bestand, über die der Gegner noch Gewalt hatte, die er ständig antrieb zu Begierden und Leidenschaften aller Art. Daß Ich diesen nicht erlag als Mensch, brachte nur die Liebe in Mir zuwege, die den Willen in Mir stärkte zum Widerstand. Und der Aufenthalt in der finsteren, sündhaften Umgebung gab auch den Ungeistern von außen Gelegenheit, den Körper zu bedrängen und ihm verlockende Bilder vorzugaukeln, welche die Sinne benebeln und Mich schwächen sollten im Widerstand. Aber Ich durfte nicht diese Ungeister abdrängen...

Ich mußte sie zu sänftigen suchen, Ich mußte auch ihnen gegenüber die Liebe hervortreten lassen, weil Ich erkannte, daß auch sie erbarmungswürdige Wesenheiten waren, die der Gegner in seiner Gewalt hatte und die einmal erlöst werden sollten von ihm. Und darum durfte Ich nicht mit Gewalt gegen diese Ungeister vorgehen, sondern Ich mußte Mich in Geduld und Sanftmut üben, Ich mußte ihnen widerstehen und durch Meinen Liebewillen sie sänftigen, bis sie von Mir abließen...

Ich war ein Mensch und habe kämpfen und leiden müssen wie ein Mensch, weil alles dieses zu dem Erlösungswerk gehörte, das Ich für Meine gefallenen Brüder vollbringen wollte...

Denn Ich wollte gleichzeitig auch den Menschen zeigen, durch welche Weise sie Herr ihrer Schwächen und Begierden werden können, Ich wollte ihnen das Leben vorleben, das auch ihnen zur Freiwerdung und zum Zusammenschluß mit dem Vater von Ewigkeit verhelfen soll...

Ich wollte ihnen beweisen, daß es möglich ist, allen Versuchungen zu widerstehen mit der Kraft der Liebe, daß also die Liebe erste und letzte Bedingung ist, um das Erdenleben mit dem Erfolg zurückzulegen, vollkommen zu werden und sich mit Gott zu vereinen...

Die Liebe in Mir gab Mir als Mensch die Erkenntnis von der Ursache des unglückseligen Zustandes, wie auch ihr Menschen durch die Liebe erst zur rechten Erkenntnis gelangen könnet. Und die Liebe in Mir gab Mir auch den starken Willen, das Werk der Erlösung auszuführen, zwecks dessen sich Meine Seele auf Erden verkörpert hatte...

Ich wußte es als Mensch, daß Ich nur mit der Liebekraft aus Gott dieses Werk würde vollbringen können, und darum forderte Ich die „Liebe“ an, Ich flehte Sie an, Sich Mir zu schenken, und Ich richtete Mich Selbst also auch dazu her, die Liebekraft Gottes in Mich aufzunehmen...

Ich suchte allen Begierden zu wehren, allen unreinen Gedanken, die der Gegner in Mir erwecken wollte, wehrte Ich den Einlaß, Ich setzte immer wieder Meine Liebe ihm entgegen, der er weichen mußte, und so erfüllte bald nur die Liebe Mein Herz, Ich verband Mich immer inniger mit der Ewigen Liebe, Die Sich Mir verschenkte und Mich nun auch kraftvoll werden ließ, so daß Ich starken Willens dem Endziel Meines Erdendaseins entgegenging. Dennoch ließ der Gegner nicht ab, immer wieder Meinen Körper ungewöhnlich zu bedrängen, indem er Mich stets mehr versuchte, je ersichtlicher ihm Mein Vorhaben wurde...

Und Ich mußte kämpfen gegen ihn bis zu Meinem Ende... immer wieder trat das Menschliche in Mir hervor, so daß Ich in Meiner Schwäche zum Vater betete:„Wenn es möglich ist, so lasse diesen Kelch an Mir vorübergehen...“ Aber die Bindung mit dem Vater war stärker, und Ich ergab Mich völlig in Seinen Willen...

Ich ersah das grenzenlose Elend der Menschheit, und die immer gewaltiger-werdende Liebe war zum Rettungswerk für diese Menschheit bereit...

Es litt und starb ein Mensch den Tod am Kreuz, doch dieser Mensch war nur die Hülle Meiner Selbst, Ich konnte in Ihm Wohnung nehmen, und es war die Liebe, Die das Erlösungswerk vollbrachte, es war die Liebe, Welche die Sündenschuld der Menschheit tilgte, und diese Liebe war Ich Selbst...

Amen


B.D. NR. 7057 - 6.3.1958

„Dem Demütigen schenke Ich Meine Gnade...“

Mein Geist ist in dem Schwachen mächtig...

Das soll aber nicht heißen, daß des Menschen Glaube schwach sein darf, sondern es geht allein um die Demut des Herzens, daß sich der Mensch schwach und unwürdig erkennet und bekennet vor Mir und daß er Mich um Meine Gnade angeht, die Ich ihm dann auch reichlich zufließen lasse. Es kann Mein Geist nur in einem wahrhaft demütigen Menschen wirken, denn dieser gibt sich Mir auch gänzlich hin, er fordert nichts für sich, sondern überlässet Mir, was Ich ihm schenke. Und ein wahrhaft demütiger Mensch wird auch reich mit Gnaden gesegnet werden. Er wird diese nützen, und er wird auch aus innerem Antrieb liebetätig sein, weil dies der wahren Demut Begleiterscheinung ist, daß sich die Liebe im Herzen zu Mir und zum Nächsten entzündet. Ein demütiger Mensch hat sich schon von der Herr-schaft Meines Gegners frei gemacht, dessen Grundeigenschaft der Hochmut ist. Also ist auch die Annäherung an Mich für ihn allein erstrebenswert, und ein solches Verlangen wird auch Meinerseits unterstützt... oder auch: Der Geistesfunke im Menschen strebt die Vereinigung mit seinem Vatergeist von Ewigkeit an, und also kann Ich auch Meinen Geist ausgießen über ihn. Niemals aber kann Mein Geist dort wirken, wo noch das Merkmal Meines Gegners, der Hochmut, anzutreffen ist. Denn es wäre das gleichsam ein Zusammenwirken von Mir mit ihm...

Es muß der Mensch in die Demut gegangen sein, bevor Ich in ihm wirksam werden kann...

Doch was ist unter wahrer Demut zu verstehen?...

Es braucht die wahre Demut keinem Menschen offensichtlich zu sein durch äußeres Gebaren, durch Mienenspiel oder äußerliches Verhalten dem Mitmenschen gegenüber, Ich sehe allein auf die Demut des Herzens, auf das innere Eingeständnis der Schwäche und Sündhaftigkeit, auf das Bekennen der Unwürdigkeit des Wesens seinem Gott und Schöpfer gegenüber und also auch auf das Eingeständnis seiner Schuld durch die einstige Sünde des Abfalls. Alle Wesen waren einstmals wohl Ebenbilder von Mir, die in strahlender Schönheit auch Mich Selbst, als ihren Schöpfer, erfreuten...

Aber sie blieben nicht, was sie waren... ihr ganzes Wesen verkehrte sich in das Gegenteil, und in diesem Zustand konnten sie nicht mehr vor Meinen Augen bestehen. Aber in ihrer Verblendung warfen sie sich noch wider Mich auf, weil sie Meines Gegners Wesen angenommen hatten, der voller Hochmut war. Die Rückkehr zu Mir ist daher nicht eher möglich, als bis das Wesen seinen Hochmut abgelegt, bis es ihn gewandelt hat zu tiefster Demut, bis es seine große Verworfenheit und die weite Entfernung von Mir erkennt und nun verlangend Mir die Hände entgegenstreckt um Erbarmung. Dann werde Ich wahrlich nicht lange zögern, Ich werde seine Hände erfassen und das Wesen zu Mir ziehen, denn in seiner Demut wird es zu Meinem Kind, das der Vater liebevoll an Sein Herz zieht und das Er nun auch überschüttet mit Seinen Liebebeweisen, mit Gnaden im Übermaß... das Er nun auch wieder anstrahlen kann mit Seinem Geist. Und nun wird auch die Kraft des Geistes sichtlich zutage treten, es wird der Mensch Gaben aufweisen, die scheinbar übernatürlich sind, die aber im Grunde nur jene Eigenschaften sind, die das Wesen uranfänglich besaß, ohne die ein vollkommenes Wesen nicht zu denken ist: Es wird der Mensch licht- und kraftvoll sein, d.h. über ein ungewöhnliches Wissen verfügen und auch über Fähigkeiten, die sonst einem Menschen nicht eigen sind. Aber er wird auch trotz seiner nun offensichtlichen Bindung mit Gott in tiefster Demut verbleiben, denn es ist die Demut eine der göttlichen Eigenschaften, die nur durch den Fall verkehrt wurde in das Gegenteil. Und so werdet ihr Menschen auch stets die wahre Demut anstreben müssen, wollet ihr, daß Mein Geist in euch wirksam werde, denn wer noch einen Funken Hochmut in sich trägt, der hat sich noch nicht von Meinem Gegner gelöst, und es wird dessen ständiges Bemühen sein, ihn weiter in seinen Fesseln zu halten. Und die Welt bietet ihm dazu viele Gelegenheiten, so daß der Mensch stets mehr Ruhm und Ehre sucht und auf alles herabschaut, was klein und niedrig ist. Aber es ist dies auch ein sicherer Beweis seiner Zugehörigkeit zum Gegner, den ihr Menschen nicht solltet unbeachtet lassen und euch hüten vor solchen inneren Gesinnungen, die wahrlich noch weit entfernt sind von rechter Demut. Wollet ihr aber, daß Ich Selbst in euch mächtig werde, dann müsset ihr euch auch eurer Schwäche bewußt sein, denn nur dem Demütigen schenke Ich Meine Gnade...

Amen


B.D. NR. 7058 - 7.3.1958

Strahlen der geistigen Sonne...

Und mag es noch so trübe sein um euch, ihr könnet euch glücklich schätzen, wenn die geistige Sonne ihre Strahlen auf euch herniedersendet, wenn ihr im Licht der Wahrheit steht. Was auf Erden euren Lebensweg beschattet, sind nur Nebelgebilde, die immer wieder vergehen, die einmal dem Licht weichen müssen, wenn ihr aus der Erdensphäre heraustretet, wenn alles Irdische zurückbleibt und die Seele in ihre wahre Heimat zurückkehrt. Aber ihr würdet niemals das Licht suchen, wenn euch nicht die Dunkelheit bedrücken würde... ihr würdet in einer immer sonnigen Erdenwelt es nicht spüren, daß sich eure Seele noch in Finsternis befindet, und also auch nichts tun, um ihr ein Licht zu verschaffen. Steht ihr aber im Bereich der geistigen Sonne, so wird es in der Seele hell und klar, und dann lasset ihr euch auch nicht mehr bedrücken von der Dunkelheit, die euch irdisch noch umgibt. Und die geistige Sonne kann wahrlich euch allen erstrahlen, denn wer Mich ernstlich suchet, der stellt sich schon in ihr Strahlenbereich, und er wird das Licht und die Wärme gar wohltätig empfinden, und er wird nun auch der irdischen Trübsal weniger achten, weil sich seine Seele aus dem irdischen Bereich erhebt und dem Licht zustrebt, das ihr erstrahlt. Die geistige Sonne ist Mein Liebelichtstrahl, der unentwegt in die Unendlichkeit hinaus seinen Weg nimmt, aber keinen Widerstand duldet, ansonsten er unwirksam bleibt. Die geistige Sonne ist das Licht der Erkenntnis, das den Menschen auch das Verhältnis von ihnen zu ihrem Gott und Schöpfer zeigt und das den Menschen darum auch beglückt, weil er Meine Liebe nun spürt und sie darum auch erwidert...

Wer sich in diesem Liebestrahl befindet, der wird sich auch nicht mehr übermäßig belastet fühlen, was ihm auch im Erdenleben noch geschehen mag, denn seine seelische Sphäre ist nicht mehr die Erde an sich, die Seele weilt weit lieber in der geistigen Sphäre, die ihr durch Meinen Liebelichtstrahl ersichtlich wurde. Und wenngleich der Körper sie noch fesselt, wenngleich sie dessen Leiden und Bedrängungen noch mitempfindet, so kann sie doch auch ihrem Körper so viel Kraft vermitteln aus jener geistigen Sphäre, daß auch dieser alle irdischen Schwierigkeiten besser zu überwinden vermag...

Denn es hat die geistige Sonne eine alles durchdringende Kraft, vorausgesetzt, daß sich die Seele ihren Strahlen willig öffnet, daß sie sich dahin wendet, wo sie auch von ihrem Strahl getroffen werden kann. Bewußt muß sich der Mensch Mir zu eigen geben, bewußt muß er Licht und Wärme suchen bei Mir... dann aber hülle Ich ihn auch ein, und er wird umstrahlt sein von Meiner Liebesonne, die ewiglich nicht untergeht, die aus der Nacht einen herrlichen Tag erstehen läßt, deren Strahlen eine mächtige Wirkung haben auf die Hüllen der Seele. Und ob der Mensch noch so sehr irdisch „im Schatten“ zu stehen scheint, Meine Liebesonne wird auch diese Schatten verjagen, und in aller Klarheit werden sich nun die Bilder der Seele enthüllen, die sie zuvor nicht zu sehen vermochte. Ihr Menschen müsset selbst wählen zwischen Tag und Nacht, zwischen Licht und Finsternis... und auf daß ihr nach dem Licht verlanget, werdet ihr oft von dichter Finsternis bedrängt; auf daß ihr für euch den hellen Tag ersehnet, müsset ihr durch dunkle Nacht hindurchschreiten, und wohl denen, die in der Finsternis sich nach Licht sehnen. Diese werden unwiderruflich auch in den Strahlenbereich Meiner Liebesonne eintreten; doch wer sich wohl fühlet in der Finsternis, der wird auch darin bleiben. Sowie aber die geistige Sonne einmal einem Menschen erstrahlt, lässet er alle Dunkelheit hinter sich, sein Verlangen wird stets größer, seinem Gott und Schöpfer näherzukommen, von Dem das Licht ausgeht, das ihn beglückt...

Er erkennt Mich Selbst in diesem Licht, und weit öffnet sich nun sein Herz, um Mich Selbst darin aufzunehmen...

Meine Liebeanstrahlung entzündet in ihm die Flamme der Liebe, und sie lodert Mir entgegen...

Die Kraft Meines Liebestrahles strömt auf ihn über, und er scheut nun keine Mühe mehr, Mich zu erreichen, Den er als seinen Vater von Ewigkeit erkennt und Dem er nun seine ganze Liebe entgegenbringt...

Amen


B.D. NR. 7059 - 8.3.1958

Wesenswandlung erfordert Seelenarbeit...

Die Wandlung eures Wesens könnet nur ihr selbst zuwege bringen, weil ihr selbst es waret, die sich verbildeten, weil ihr selbst euer einst vollkommenes Wesen zur Unvollkommenheit gestaltet habt. Ich schuf euch vollkommen, denn aus Mir kann nichts Unvollkommenes hervorgehen. Und Ich stattete euch daher auch aus mit freiem Willen, den ihr aber mißbraucht habt und daher auch eure Vollkommenheit hingabet. Was ihr selbst nun dadurch verloret, das müsset ihr nun auch selbst wiederzugewinnen suchen...

Denn Ich kann euch nicht wider euren Willen die einstige Vollkommenheit zurückgeben, Ich kann euch immer nur dazu verhelfen, es jedoch eurem Willen freistellen, ob ihr diese Hilfe annehmt. Der Wille allein bestimmt also, ob und wann ihr eure Rückwandlung vollzieht. Und darum ist die Umgestaltung des Willens eines jeden Menschen eigenste Angelegenheit, die kein Wesen vertretend für ihn leisten kann. Jedes einzelnen Wille muß tätig werden und alle Zeichen der Unvollkommenheit ablegen, und das erfordert Arbeit des Menschen an sich selbst. Jeder Mensch weiß, daß ihm Fehler und Schwächen anhaften, daß er weit davon entfernt ist, vollkommen genannt werden zu können...

Jeder Mensch weiß es, daß sein Wesen nicht „göttlich“ ist, daß er nicht viele göttliche Zeichen aufweisen kann, daß vielmehr Widergöttliches sein Wesen kennzeichnet, daß er nicht frei ist von Eigenschaften, die seine göttliche Herkunft in Frage stellen könnten, wenn er nichts weiß von seinem einstigen Abfall...

Und alle diese widergöttlichen Eigenschaften muß er zu wandeln suchen, er muß alles in sich wieder in die rechte Ordnung bringen, die einstmals ihn beseligte und aus der er selbst herausgetreten ist. Er muß jede ihm anhaftende Eigenschaft zu verkehren suchen in das Gegenteil, wie er es einstmals getan hat...

Dann wird er alle Tugenden entfalten, die ihn wieder zu einem göttlichen Wesen stempeln, und er hat dann also die Umwandlung zuwege gebracht und kehrt in seinen Urzustand zurück, der Licht und Kraft und Freiheit bedeutet. Wodurch aber ist diese Umwandlung möglich?...

Nur allein durch die Liebe...

Die Liebe war es, derer das Wesen sich entäußerte und es dadurch fiel. Die Liebe allein kann ihm wieder zur Höhe verhelfen, die Liebe wandelt alles Verkehrte wieder um und macht es dem Wesen möglich, wieder in Meine Nähe zu kommen, die Liebe ist das Merkmal des Göttlichen, und also muß auch das Wesen, das die Liebe in sich voll zur Entfaltung bringt, seinen einstigen göttlichen Zustand wiedererreichen. Ein Liebeleben aber erfordert den Willen des Menschen... die Liebe muß im Herzen eines jeden Menschen entzündet werden, und dann wird auch der Mensch die Kraft aufbringen, an sich zu arbeiten und sein Wesen umzugestalten, dann wird er gegen alle Fehler und Schwächen ankämpfen. Die Liebe wird den Hochmut zur Demut wandeln, die Unduldsamkeit zur Geduld, die Hartherzigkeit zur Barmherzigkeit, die Streitsucht zur Friedensliebe, die Eigensucht zur Gerechtigkeit, den Zorn zur Sanftmut...

Es wird ein jedes Übel im Menschen weichen müssen der Liebe, denn diese ist göttlich, und sie führt Mir wieder alle Meine Geschöpfe zurück, die sich einst freiwillig von Mir trennten. Diese Liebe aber wieset ihr einst zurück, darum müsset ihr nun wieder selbst euch bemühen, daß sie euch anstrahle, wozu nur euer Wille nötig ist, also ein Öffnen des Herzens...

Denn Meine Liebe hat euch gegolten stets und ständig, wenngleich ihr euch von Mir abwandtet und Meine Liebe daher zurückwieset...

Aber sie will nun auch erwidert werden von euch, und darum müsset ihr vorerst bereit sein, den Liebefunken in euch... der Mein Geschenk ist an jedes auf Erden als Mensch verkörpertes Wesen... zu entzünden, dann erst kann Ich das kleine Liebeflämmchen nähren mit dem Feuer Meiner Ewigen Liebe, weil dann der Widerstand gegen Mich von eurer Seite aufgegeben ist und ihr bereit seid, den Rückweg zu Mir anzutreten. Immer werde Ich euch Gnaden zuströmen lassen, immer werde Ich euch helfen, zur Höhe zu gelangen, aber erst euer freier Wille wird die Gnaden wirksam werden lassen, erst euer freier Wille wird Meine Hilfeleistung annehmen, und also wird euer freier Wille auch die Arbeit an der Seele in Angriff nehmen müssen, die zur Umwandlung des Wesens nötig ist. Bedenket dies, auf daß ihr nicht die kurze Erdenzeit vergehen lasset in Untätigkeit des Willens, denn niemand kann diese Arbeit für euch leisten, weder ein Mensch noch ein Lichtwesen, und ob deren Liebe noch so groß wäre zu euch. Es kann euch nur liebende Fürbitte von Menschen zur Kraftzuwendung verhelfen, die ihr aber immer im freien Willen annehmen und recht nützen müsset. Darum solltet ihr nicht so gleichgültig dahingehen, ihr solltet euch eurer Aufgabe bewußt werden und bleiben und der Seele zur Vollkommenheit verhelfen, die ihr auf Erden wohl erreichen könnt, wenn ihr nur euren Willen eifrig tätig werden lasset und ihn also vorerst richtet zu Mir...

Dann werde Ich euch erfassen und euch wahrlich nicht mehr fallenlassen... dann wird euch Mein starker Arm halten, denn der Mir zugewandte Wille bedeutet auch Aufgabe des Widerstandes, und dann hat Meine Liebeanstrahlung auch wieder Wirkung und vermag im Menschen die Liebe zu entflammen, und dann wird auch der Mensch die Arbeit an seiner Seele leisten...

Er wird sich wieder wandeln, und die Rückkehr zu Mir wird auch mit Sicherheit erfolgen...

Amen


B.D. NR. 7060 - 9.3.1958

Gottes Führung...

Wille...

Glaube...

Liebe...

Wer an Meiner Seite geht, der kann seinen Erdenweg beruhigt zurücklegen, er braucht nichts zu fürchten, weil er unter Meinem Schutz steht durch seine freiwillige Angliederung an Mich. Also muß Ich immer euer Führer sein, ihr dürfet den Weg nicht allein gehen, auf daß sich nicht der andere euch zugesellt, der euch nicht schützen, sondern euch nur verführen will. Es ist darum nicht schwer, erfolgreich den Erdenweg zurückzulegen, weil nichts anderes dazu nötig ist, als daß ihr euch Mir anvertraut, daß ihr ganz einfach mit Mir verbunden zu sein wünschet, denn dieser Wunsch wird sicher euch erfüllt. Ich ließ die Erde sowie die gesamte Schöpfung nur zu dem Zweck erstehen, daß ihr wieder zu Mir zurückkehret, von Dem ihr euch einst abwandtet. Und sowie ihr nun als Mensch Mich als euren Gott und Schöpfer anerkennet und mit diesem Gott verbunden zu sein begehret, werde Ich Mich euch auch als Vater offenbaren...

Ich werde euch an der Hand nehmen und euch führen auf dem Wege zum Vaterhaus, denn Meine Freude ist übergroß, wenn ihr als Meine Kinder dahin gelangen wollet. Fühlet ihr Mich nun aber neben euch, dann werdet ihr auch Zwiesprache halten mit Mir, und ihr werdet allen Meinen Anweisungen folgen, ihr werdet achten darauf, was Ich euch rate, und ihr werdet stets mehr erkennen, daß euch Meine Vaterliebe betreut, und sicher und ruhig werdet ihr euren Erdenweg gehen. Das Schlimmste aber ist es für euch Menschen, wenn ihr allein wandelt... denn ihr bleibt nicht lange allein, sondern ihr gebt Meinem Gegner nur die Gelegenheit, sich euch zu nahen, der sich nicht euch enthüllt als Feind, sondern euch scheinbar freundliche Angebote macht, die sehr verlockend sind und denen ihr nicht gut widerstehen könnt, weil sie eurem Wesen noch mehr entsprechen. Ihn kann Ich aber nicht verdrängen, solange ihr nicht nach Mir rufet. Es wird euch allen aber das Wissen um Mich, um einen Gott der Liebe, Weisheit und Macht, nicht verborgen bleiben, ihr alle erhaltet Kenntnis von Mir...

Ob ihr aber zu Mir ernstlich euren Willen wendet, das steht euch frei, ist aber immer ausschlaggebend für den Erdenlebenserfolg. Aber es ist euch auch ein leiser Mahner beigegeben, der euch warnet vor Meinem Gegner und der euch drängt zu Mir...

Und diesem leisen Drängen in euch müsset ihr nachgeben, und es wird nicht euer Schaden sein. Und habt ihr erst einmal die Bindung mit Mir hergestellt, dann löset ihr sie auch so leicht nicht mehr, weil Ich euch halte mit liebender Hand oder immer wieder wie ein guter Hirt euch locke, Mir zu folgen. Und jeder Mensch, der sein Tagwerk beginnt mit Gedanken an Mich, jeder Mensch, der Mich um Mein Geleit und Meinen Segen bittet, der kann nun unbesorgt auch in der Welt sich bewegen...

Ich werde immer an seiner Seite gehen und achten, daß er nicht strauchle, Ich werde ihm auch Kraft geben, den immer wieder an ihn herantretenden Versuchungen Meines Gegners Widerstand zu leisten... denn wer Mich zum Führer erwählet, den führe Ich auch wahrlich recht. Doch immer wieder muß betont werden, daß diese Hingabe an Mich zuvor den Glauben an Mich bedingt. Und dieser Glaube erwächst nicht allein aus dem Wissen um Mich, sondern er erfordert einen Grad der Liebe, der erst den Glauben lebendig werden lässet...

Und weil die Liebe so vielen Menschen mangelt, fehlt es ihnen auch am rechten Glauben an einen Gott, Der Seinen Geschöpfen ein Vater sein will, Der sie als liebender Vater auch durch das Erdenleben hindurchleiten möchte und Dessen Führung sie sich darum anvertrauen können. Darum sind trotz des Wissens um einen Gott wenig Bindungen zwischen den Menschen und Mir, und ob Ich auch oft unerkannt an sie herantrete und Mich ihnen zum Führer anbiete, sie vertrauen ihrer eigenen Kraft und Klugheit und wandeln allein... sind aber dem anderen Begleiter nicht abgeneigt, der ihren Unglauben für sich auszunützen sucht und auch Erfolg hat. Darum ist das größte Übel in der Welt die Lieblosigkeit, denn schon kleine Werke uneigennütziger Nächstenliebe würden das Empfinden des Menschen und sein Denken aufschließen, und der Geist des Menschen, der Mein Anteil ist, würde sich äußern können und ihn hindrängen zu Mir, an Den er dann auch zu glauben vermag, wenn er einmal die Liebe in sich entzündet hat. Ohne Liebe wird sich keines Menschen Wille Mir zuwenden, und es ist darum auch die große geistige Not auf Erden, es ist ein Daseinskampf, der um vieles leichter wäre, wenn der Mensch es Mir gestattete, Mich seiner anzunehmen und ihm ein treuer Helfer und Führer zu sein. Doch jeder Mensch kann in sich die Liebe entzünden, jeder Mensch kann daher auch Mich erkennen und seinen Willen bewußt Mir zuwenden und also auch Meine Führung begehren...

Da aber das Erdenleben ihm zwecks Willenserprobung gegeben ist, schaltet auch jeglicher Zwang aus. Doch Ich versuche alles, um den Menschen zur Liebetätigkeit anzuregen, um ihn auch zum Glauben an Mich zu gewinnen, denn dieser Glaube wird ihm wahrlich seinen Erdengang erleichtern, er wird... so er Mich einmal erkannt hat... sich auch Mir anvertrauen und nicht ohne Mich wandeln wollen...

Und er wird seinen Pilgerweg nun auch nicht mehr allein gehen, Ich werde ihn auf Schritt und Tritt begleiten, und er wird wahrlich an Mir eine starke Stütze haben, er wird sich an Mich anlehnen können in jeder Not und Gefahr, und der Heimweg ins Vaterhaus wird nun zurückgelegt werden ohne Fehl, weil Ich Selbst ihn dorthin geleite...

Amen


B.D. NR. 7061 - 10.3.1958

Sänftigung unreifer Substanzen des Körpers...

Ihr Menschen auf Erden habt noch viel des unreifen Geistigen an und in euch. Es ist euer Körper... als materielle Hülle eurer Seele... bestehend aus geistigen Substanzen, die noch im Anfang ihrer Entwicklung sich befinden, also noch viel Mir-Widersetzliches in sich tragen. Und es ist eure Seele... das Geistige, das zur letzten Reife gelangen soll... gleichfalls noch zu Beginn der Verkörperung unausgereift und geht den Erdenlebensweg eben zu dem Zweck der Vollendung. Durch die Einwirkung der körperlichen Substanzen sind auch die seelischen unreifen Potenzen gefährdet, denn erstere wirken gerade verkehrt auf letztere ein, unter Mißachtung Meines Willens und Meiner Ordnung. Aber die Seele hat dennoch eine Hilfe in dem in ihr schlummernden Geist, Meinem göttlichen Anteil, der stets positiv die Seele zu beeinflussen suchen wird. Doch welche Beeinflussung stärker ist, das entscheidet allein der Wille des Menschen. Hat nun der Geist großen Einfluß gewonnen auf die Seele, so strahlt auch jener Einfluß auf die geistigen Substanzen des Körpers aus... d.h., die Seele hat schon die Kraft, auch auf den noch nicht vergeistigten Körper einzuwirken, indem sie auch ihn bestimmet, sich ihrem Streben anzuschließen und zugleich mit der Seele die Forderung des Geistes zu erfüllen...

Doch dagegen revoltieren die Mir-noch-widersetzlichen Substanzen, oft sogar in einer Weise, daß sie die körperlichen Funktionen hindern, ihre naturmäßige Tätigkeit zu verrichten. Und das bedeutet dann Versagen des Körpers, organische Störungen sowie allgemeine Schwächung...

Denn jene geistigen Substanzen, jenes noch völlig unausgereifte Geistige hat Mein Gegner in seiner Gewalt, die er auch so lange behält, bis es der Seele gelungen ist, auch diese körperlichen Funktionen zur Ruhe zu bringen. Denn sie kann es mit Hilfe des Geistes, der ihr von Mir aus die Kraft zuführt, auch jener Ungeister Herr zu werden. Die Beschaffenheit des Körpers braucht nicht immer der Beschaffenheit der Seele zu entsprechen, wenn diese eingezeugt wird in einen Fleischleib. Es kann die Seele leichter zur Reife gelangen, während der Körper längere Zeit dazu benötigt, bis er sich den Wünschen der Seele und also des Geistes in ihm angleicht. Aber eine schon reifere Seele kann dies zuwege bringen, wenn sie fortgesetzt die Bindung mit dem göttlichen Geist behält, wenn sie seine Kraftausstrahlung begehrt auch für die Sänftigung der körperlichen Substanzen, die... als gleichfalls Geistiges... auch einen geistigen Zustrom benötigen, um in die rechte Ordnung zu kommen. Es hat bei einer geistig-strebenden Seele, die mit dem Geist schon in Verbindung getreten ist, der Satan nur noch eine geringe Angriffsfläche in der körperlichen Hülle, die er darum auch skrupellos bearbeitet. Aber sowie die Seele gerade dann Meinen Geist wirken lässet, wenn er am Werk ist, so wird er abgedrängt, weil er das Licht flieht, das nun in die Seele einströmt. Und es kann die Kraft des Geistes nun auch bewußt dorthin geleitet werden, von wo der Gegner verdrängt worden ist durch den Geist. Es ist ein Körper, in dem Mein Geist zum Wirken zugelassen wurde, immer fähig, den Gegner abzuwehren, denn Mein Geist ist Mein Anteil, und Meine Kraft ist wahrlich stärker als die Gegenkraft. Es ist der Mensch niemals zu schwach, ihm Widerstand zu leisten, der sich Meiner Geisteskraft bedient, und es wird der Gegner sich zurückziehen müssen, sowie auch der Körper sich gegen das Wirken Meines Geistes nicht mehr wehrt. Denn auch die unreifen Substanzen werden bald den wohltätigen Einfluß spüren, den das Wirken Meines Geistes hinterläßt, und sie werden sich sänftigen und langsam auch in die rechte Ordnung eingehen. Aber auch dazu muß der Wille des Menschen tätig werden, er muß ungeachtet der körperlichen Störungen sich öffnen für den Zustrom aus Mir, er muß die Bindung mit Mir aufrechterhalten, um also Meinem Gegner die Besitznahme des Körpers zu verwehren, er muß stets von neuem die Zuflucht suchen bei Mir und den Kraftstrom Meines Geistes erbitten, er muß Mich Selbst zu sich reden lassen, auf daß Mein Gegner abläßt von seinem Körper, weil er Licht und Meine Gegenwart flieht...

Wo Ich bin, kann er nicht sein...

Also lasset Mich ständig bei euch sein, und ihr werdet ihm das größte Hindernis entgegensetzen, so daß er euren Körper nicht mehr bedrängen kann. Und es werden sich auch die geistigen Substanzen des Körpers stets mehr Meinem göttlichen Liebestrahl zuwenden, sie werden gesänftigt und bald nur noch den Willen der Seele und also des Geistes erfüllen, und in solcherart gesänfteten Außenhüllen findet Mein Gegner dann keinen Einlaß mehr, weil auch diese von Meinem Geist durchdrungen werden können durch des Menschen freien Willen...

Amen


B.D. NR. 7062 - 10.3.1958

Ankündigung des Vorläufers Jesu Christi...

Keiner von euch Menschen würde mehr in der Wahrheit wandeln, wenn diese nicht euch immer wieder durch Meinen Geist verkündet würde...

Was zu Meiner Erdenlebenszeit den Menschen als reine Wahrheit gepredigt wurde, erhielt sich nicht rein, denn sowie menschliches Denken daran ging, Meine Lehre für die Zwecke ganzer Völker nutzbar zu machen, wurde auch alles mit menschlichem Zusatzwerk vermengt, denn Meine reine Lehre entsprach zuwenig der Eigennützigkeit der Menschen, und es suchten die einzelnen Gemeinden also, auch diese Lehre mehr oder weniger zweckdienlich zu gestalten. Und so wurde die einst von Mir Selbst gegründete Kirche, die sogenannte Urkirche, sehr bald nur noch ein Zerrbild dessen, was sie anfangs gewesen ist. Und es hat Meine reine Lehre zahllose Veränderungen erfahren müssen. Und was nun noch besteht, kann nicht mehr den Anspruch darauf erheben, reine Wahrheit zu sein. Um die Wahrheit rein zu bewahren, dazu gehören lautere Gefäße, in die Mein Geist fortgesetzt einströmen kann. Es muß der göttliche Geist sich ständig ergießen können, es muß auch die von Mir den Menschen gegebene Lehre von solchen Menschen verkündet werden, die voll des Geistes sind, ansonsten schon die Worte im Munde des Verkünders gewandelt werden können und einen anderen Sinn ergeben...

Und es muß immer damit gerechnet werden, daß etwas Reines, Göttliches, in ungöttlicher Umgebung von seiner Reinheit verlieren wird, weil Ich dem Willen des Menschen keinen Zwang antue. Was der einzelne Mensch aus der ihm zugeleiteten Wahrheit macht, steht ihm frei, und schon während Meines Erdenwandels wurde Mein heiliges Wort verdreht, wenn es den Menschen zweckdienlich erschien. Ich kann nun wohl immer wieder die reine Wahrheit zur Erde leiten durch Meinen Geist, aber Ich werde auch nun nicht die Menschen unfrei machen, indem Ich ihnen die Wahrheit aufzwinge. Doch solange sich Mir Menschen freiwillig zur Verfügung stellen, die sich zum Aufnahmegefäß Meines Geistes herrichten, ist es auch immer möglich, jeden bestehenden Irrtum zu berichtigen, jede ungeklärte Frage zu lösen und den Menschen ein reines Licht zu geben, das seinen Ausgang nimmt bei Mir, dem Urlicht von Ewigkeit. Aber es halten die Menschen wiederum mit einer Zähigkeit an den verbildeten Lehren fest, hinter denen Mein Gegner steht, der immer gegen das Licht der Wahrheit kämpfen wird. Und so hat sich über die Menschen eine fast undurchdringliche Nacht gebreitet, weil Irrtum und Lüge gleich ist der Finsternis. Und Meinen Lichtträgern wird es überaus schwergemacht, diese Finsternis zu durchbrechen, weil die Menschen schon so verblendet sind, daß sie ein rechtes Licht nicht mehr erkennen können...

Und darum wird ein gar mächtiges Licht aufleuchten, und dieses Licht wird zeugen von Mir und Meiner Wiederkunft in den Wolken...

Es wird zeugen von dem Gericht und von der Entrückung der Meinen am Tage des Gerichtes...

Ein Licht, strahlend hell, wird aufgehen und erneut Mein reines Wort verkünden, es wird ein Rufer in der geistigen Wüste auftauchen und die Menschen aus dem Todesschlaf zu erwecken suchen...

Er wird denen zu Hilfe kommen, die von Mir und Meinem Wirken an ihnen zeugen, er wird die Wahrheit dessen bestätigen, was durch Meines Geistes Wirken der Menschheit vermittelt wurde...

Er wird eine gewaltige Sprache reden und keinen schonen, der dunkle Wege geht... er wird auch nicht die Mächtigen scheuen, sondern ihnen ihre Maske vom Gesicht reißen, er wird sie bloßstellen und ihre wahre Gesinnung offenbaren...

Er wird kämpfen mit dem Schwert des Mundes, denn er wird angefeindet werden von hoch und niedrig, weil niemand die reine Wahrheit hören will, die jedoch nicht abweichet von der Lehre, die Ich einst auf Erden predigte. Dieser also ist Mein Abgesandter, durch dessen Mund Ich Selbst rede und der nur seine letzte Mission auf dieser Erde erfüllen wird: Mich und Mein Kommen noch einmal anzukünden, wie es geschrieben steht. Wenn aber dieses Licht aufleuchtet, dann wisset ihr, daß Mein Kommen nahe ist und auch das Gericht...

Und dann werden auch durch ihn außergewöhnliche Dinge geschehen, aber es wird den Menschen nicht mehr schaden an der Freiheit ihres Willens, denn er wird wenig Glauben finden, und nur die Erweckten erkennen ihn und seine Mission. Doch für die noch Schwachen wird er eine ungewöhnliche Stärkung bedeuten, denn sein Wort ist voller Kraft...

Dann aber ist auch die letzte Phase dieser Erde gekommen, denn dieser Rufer wird zugleich der heftigste Gegner sein dessen, den die Menschen selbst zu ihrem irdischen Herrscher ausrufen, in dem sich Mein Gegner verkörpern wird, um das letzte schändliche Werk gegen Mich auszuführen...

Denn nun wird der Glaubenskampf entbrennen, und die Meinen werden in jenem Licht, das Ich Selbst zur Erde sende, eine große Stütze haben und viel Kraft empfangen, um standzuhalten in der größten Notzeit, die Meinem Kommen zur Erde vorangeht. Denn Ich lasse euch, Meine Getreuen, nicht ohne Hilfe, und auf daß ihr stark bleibet, künde Ich euch dieses Licht, diesen Rufer, an, und dann wisset ihr auch, daß Ich bald kommen werde, um euch zu holen, um dem Treiben Meines Gegners ein Ende zu bereiten, um der Wahrheit zum endgültigen Siege zu verhelfen...

Amen


B.D. NR. 7063 - 11.3.1958

Schutz im Glaubenskampf durch Lichtwesenund jenseitige Seelen...

Es wird ein überaus heftiges Ringen sein, zu dem Mein Gegner euch veranlaßt, die ihr Mir treu seid und bleiben wollet. Er wird es versuchen in jeder Weise, euch abwendig zu machen vom Glauben, vom geistigen Streben und also von Mir Selbst...

Und Ich sage euch das im voraus, auf daß ihr darauf vorbereitet seid und dann nicht zweifelt an Mir und Meiner Macht. Denn ihm ist seine Zeit gegeben, die aber begrenzt ist, also sicher auch von Mir sein Treiben beendet wird. Doch an euch wird er noch in jeder Weise sich austoben, weiß er es doch, daß ihr ihm viel seines Anhanges abwendig machen konntet...

Aber gerade dieser Anhang... viele Seelen im jenseitigen Reich... werden euch Schutz gewähren und euch helfen in vielen Widerwärtigkeiten, die er euch bereiten wird. Und Einer ist immer zur Hilfe bereit...

Und wenn Ich euch Meinen Schutz und Meine Hilfe verheiße, so könnet ihr wahrlich furchtlos auch dieser kommenden Zeit entgegensehen, denn sie währet nicht lang...

Aber sie erfordert euren Willen und eure Glaubensstärke. Immer wieder werdet ihr euch Mir verbinden müssen in innigem Gebet, immer emsiger werdet ihr arbeiten müssen an euch selbst und auch in Meinem Weinberg...

Ihr werdet die Kraft aus Meinem Wort schöpfen müssen immer öfter und ein offenes Auge haben für alles, was um euch geschieht. Denn auch die Not um euch wird zunehmen, und dann kann eure Liebe sich erweisen...

Und es wird sich auch eure Kraft mehren mit jedem Werk der Liebe, das ihr verrichtet. Mag auch auf der einen Seite scheinbarer Fortschritt zu verzeichnen sein, mag auch irdisch vorerst kein Verfall ersichtlich sein... geistig aber geht alles dem Verfall entgegen, und das Treiben der Menschen lässet es auch sichtlich erkennen, daß die Menschen in der Gewalt Meines Gegners sind. Und dann gerade brauchet ihr eine ungewöhnliche innere Stärke, die ihr nur aus der innigen Bindung mit Mir beziehen könnet. Denn je mehr die Welt in den Vordergrund tritt, desto unwirklicher erscheint alles Geistige, jede Glaubenslehre und auch das geistige Wissen...

Denn dafür sorgt Mein Gegner, daß alles angezweifelt wird, und er wird gar eifrige Knechte haben, die offen gegen die Meinen vorgehen und ihnen jeglichen Glauben zerstören möchten...

Und würde diese Zeit sehr lange währen, dann würden auch die Meinen zu schwach sein zum Widerstand... aber um der Auserwählten willen werde Ich die Tage verkürzen, und ihr könnet es glauben, daß ihr diese Zeit durchstehen werdet, daß Ich euch ungewöhnliche Stärkung zuführe, weil Ich weiß, daß auch das Ringen ungewöhnlich schwer wird für euch. Aber Ich verlasse die Meinen nicht und erleuchte ihren Geist, so daß sie keiner Täuschung durch Meinen Gegner unterliegen. Und Ich tue zuvor schon alles, um den Meinen zu einem starken Glauben zu verhelfen, der dann auch Kraft ist, mit der sie alles meistern können. Und es wird auch Meinen Lichtträgern ein Widerstand nach dem anderen erwachsen durch seinen Einfluß, aber wer sich Mir im freien Willen hingegeben hat, dem stehen auch zahllose Lichtwesen zur Seite und wehren der feindlichen Macht, indem sie ihn durch ihre Lichtfülle schwächen, der er nicht gewachsen ist. Und so brauchet ihr nur fortgesetzt die Bindung zu suchen, sowohl mit Mir als auch mit allen Wesen des Lichtes, daß sie euch umgeben mögen zu eurem Schutz...

Und eure Hingabe an Mich sichert euch nun auch die Hilfe jener Wesen, die ganz in Meinen Willen eingegangen sind. Und Mein Wille ist es, euch beizustehen bis zum Ende... und dieser Wille ist auch der ihre, und also seid ihr wahrlich nicht dem Treiben des Gegners ausgeliefert, sondern ihr werdet den Beweis erbringen, daß Kraft und Stärke euch durchströmt, sowie er sich euch naht in Gestalt irdischer Feinde, die euch und euer geistiges Wirken hindern wollen, die auch euch selbst zum Abfall bewegen möchten, aber nicht mit der Kraft des Geistes rechnen, von der ihr erfüllt seid. Darum wirket, solange ihr noch ungehindert wirken könnt...

Traget das Licht hinein in die Finsternis und schließet euch stets inniger an Mich an... und ihr werdet wahrlich standhalten können auch im schwersten Kampf, ihr werdet aus dem Glaubenskampf als Sieger hervorgehen, denn Meine Kraft wird in euch mächtig werden...

Amen


B.D. NR. 7064 - 12.3.1958

Erneuter Hinweis auf das Ende...

Wie unnütz ist doch das Sorgen und Streben der Menschen, die nur darauf bedacht sind, sich ihr irdisches Leben zu erhalten und zu verschönern. Sehr bald schon wird ihnen alles genommen werden, und all ihr Sorgen war vergeblich und so auch die dafür verwandte Erdenlebenszeit, die dafür in Anspruch genommene Kraft...

Und das Leben währet nicht lange, es ist euch allen nur eine überaus kurze Lebenszeit beschieden, gemessen an der Ewigkeit. Und für unzählige Menschen ist auch diese Lebenszeit noch verkürzt, denn keiner weiß,wann sein letzter Tag gekommen ist. Und darum sollte jeder Mensch sein Leben gut nutzen, aber nicht für seinen Körper, sondern allein für seine Seele... weil dann Ich Selbst die Sorge um den Körper übernehme, wie Ich es verheißen habe. Und die Wahrheit dieser Verheißung wird recht deutlich zutage treten in einer Zeit, wo des Menschen Kraft nicht mehr ausreichend sein wird, seinen Körper zu erhalten, wo finstere Gewalten diesen in Not und Elend stürzen werden...

Dann wird nur Einer euch Rettung bringen können... der Eine, Der Herr ist über Leben und Tod und Der auch euer Leben erhalten wird, wenn ihr nur Seiner gedenket in eurer Not und wenn ihr auch eurer Seele helfet durch die Bindung mit Mir im rechten Gebet. Es liegt diese Zeit vor euch, wo ihr euren Besitz verlieren und in äußerste Not geraten werdet, wo ihr selbst eurem Körper nicht mehr geben könnet, wessen er bedarf zur Erhaltung des Lebens...

Und dann wird sich eure Seele hervordrängen mit ihrem Begehr, sie wird euch leise hindrängen, um bei Mir Zuflucht zu suchen, denn der Geistesfunke in euch bearbeitet sie, das zu tun, weil der Geistesfunke Mein Anteil ist, der unablässig den Menschen zur Bindung mit Mir anzutreiben sucht. Und dann kann eine nur kurze Zeit schon genügen, mehr zu erreichen für eure Seelen, als euer bisher langes Erdenleben euch eingetragen hat...

Dann wird der Mensch auch die Gewißheit haben, daß Ich ihm helfe auch in irdischer Not, und Ich werde wahrlich sein Vertrauen nicht enttäuschen. Und Ich muß euch Menschen erneut in solche Notlagen versetzen, weil Mich eure Seelen dauern, die noch nichts gewonnen haben in ihrem Erdenleben...

Ich muß den Körper in fühlbare Not kommen lassen, auf daß der Mensch den Weg nehme zu Mir und aus dieser Verbindung dann die Seele Kraft schöpfen kann, um auf den Körper einzuwirken, in ständiger Bindung mit Mir zu bleiben. Die Seelen der Menschen sind völlig vergraben in der Materie, der Mensch sinnt nur auf deren Besitz, die geistige Entwicklung wird selten nur beachtet, und es vergeht ein Tag nach dem anderen, ohne daß sie sich in ihrer Gesinnung wandeln. Aber die Zeit eilet und bringt euch allen bald eine Wende... vorerst rein irdisch und kurz danach geistig, denn es ist der geistige Tiefstand erreicht, der ein Ende dieser Erde bedingt und eine völlige Wandlung eurer Außenform sowie eine Neueinordnung alles Geschöpflichen. Und weil diese geistige Wende ungeheuer bedeutungsvoll ist für das im Menschen verkörperte Geistige, geht dieser noch eine irdische Erschütterung voraus als letztes Mahn- und Warnzeichen, als letzte Gelegenheit, der geistigen Tiefe zu entfliehen und noch einen kleinen Aufstieg zu erreichen, der von der Seele das schlimmste Los abwendet: die Neubannung in der Materie...

Was der Materie verhaftet ist, wird auch wieder zur Materie werden...

Und das ist die große Gefahr, da doch die Menschen vorwiegend sich in materiellem Denken befinden und ihrer Seele wenig oder gar nicht gedenken. Und will Ich sie vor dieser Gefahr erretten, dann muß Ich zuvor ihnen nehmen, was sie anstreben, um dadurch noch eine Änderung ihres Denkens zu erreichen. Große irdische Not kann dies noch zuwege bringen, wo der Mensch selbst machtlos ist und ihm nur der eine Ausweg bleibt, zu ihrem Gott und Schöpfer zu rufen um Hilfe. Aber auch dazu wird niemand gezwungen werden, es wird der Wille allein bestimmend sein, wozu die irdische Not ihn treibt. Und es kann den Menschen immer nur davon Kenntnis gegeben werden, daß sie nichts werden behalten können, daß ihnen alles verlorengeht und daß sie selbst nichts dazu tun können, sich vor einem solchen Verlust zu schützen, denn die Naturgewalten werden so plötzlich durchbrechen, daß niemand zu einem klaren Gedanken kommen kann und daß nur die einen Vorteil haben, die dann zu Mir rufen, denen Ich so nahe bin, daß sie Mich sofort an der Hand fassen und Mich um Schutz und Hilfe bitten...

Die enge Bindung mit Mir wird ihnen auch sicherster Schutz sein, denn Ich kann alles möglich machen, Ich kann auch den Elementen gebieten, anzuhalten vor den Meinen, auf daß sie nicht berührt werden und sie inmitten der Brandung stehen können unversehrt und ungefährdet...

Denn wahrlich, Ich sorge für euren Körper, sowie ihr nur sorget für eure Seele...

Und was noch geschehen kann, um die Seelen derer zu retten, die noch ganz in der Materie verstrickt sind, das wird geschehen, denn Mich erbarmt die Menschheit, die blind durch das Erdenleben geht und nicht an ihren eigentlichen Erdenlebenszweck und ihre Aufgabe denkt. Aber die Willensfreiheit muß den Menschen belassen bleiben, und daher muß Ich zu schmerzhaften Mitteln greifen, will Ich noch einen kleinen Erfolg sehen, daß sich wenigstens einzelne frei zu machen vermögen aus dem Banne der Materie...

Und diese werden es Mir danken ewiglich, sowie sie nur zu einem Schimmer der Erkenntnis gelangt sind...

Amen


B.D. NR. 7065 - 13.3.1958

Erlösung des Gebundenen in der Umgebung...

Ihr alle könnet zur Erlösung des Geistigen beitragen, sowie nur eure Liebe alles umfaßt, was noch in Unfreiheit und daher in Unseligkeit verharrt. Die Liebe ist das alleinige Lösemittel, denn die Liebe ist eine Schranke, die ihr aufrichtet wider den Gegner, die ihm sein Wirken verwehrt. Wenn ihr des unglückseligen, gebundenen Geistigen gedenket, daß es völlig machtlos dem Gegner ausgesetzt ist (daß es noch dem Gegner angehört)... wenn ihr ihm helfen wollet und ihr eure Kraft einsetzet, um es zu befreien, so tut ihr wahrlich ein Erlösungswerk von größter Bedeutung, denn es wird diesem Geistigen die Aufwärtsentwicklung erleichtert, es vermag sich schneller in die Gesetze göttlicher Ordnung einzufügen und kann auch die Außenform leichter sprengen und schneller in neue Verformungen eingezeugt werden, so daß es rascher zum Ausreifen gelangt. Und diese Erlösung des gebundenen Geistigen bewerkstelligt ihr Menschen durch jene Tätigkeit, die ihr unter dem Segen Gottes bewußt in Liebe verrichtet... sei es durch Schaffen materieller Dinge, die einen dienenden Zweck erfüllen oder auch durch Verhelfen zum Dienen... wenn euch nur immer der Wille bewegt, diesem gebundenen Geistigen zum Fortschritt zu verhelfen. Jede Arbeit wird dann außer ihrem eigentlichen Zweck auch eine geistige Auswirkung haben, die ihr zwar nicht ersehet, die aber unleugbar für das gebundene Geistige wohltuend ist und auch euch selbst in eine Außenlebenssphäre versetzt, daß sich das Geistige in der Materie und auch in der Naturwelt euch aufschließt und also ihr selbst Ausstrahlungen abgebt und somit eure Nähe schon besänftigend wirkt auf das noch gebundene Geistige. Ihr könnet es glauben, daß ihr schon gewaltige Erlösungsarbeit leistet, wenn ihr alles um euch mit liebenden Gedanken umfaßt... jedoch nicht mit einer besitzenwollenden Liebe, sondern mit erbarmender, beglücken- und helfenwollender Liebe alles betrachtet, was euch im täglichen Leben dienet. Das in der Materie gebundene Geistige empfindet diese Liebe, und es ist stets mehr bereit, euch zu dienen...

Und schon das ist beginnendes „Aufgeben des Widerstandes“...

Ihr selbst aber lebet dann ein bewußtes Leben, bewußt eurer eigenen Aufgabe und auch bewußt des Zustandes aller Kreatur und aller geschöpflichen Dinge. Und so ihr selbst also in den Zustand einer solchen Liebe eingegangen seid, die alles umfaßt, auch die sogenannte tote Materie, wird es euch auch leicht sein, in euch selbst die gerechte Ordnung herzustellen, weil die Liebe dann die Kraft ist, die auch das vollbringt, noch widergöttliche Substanzen zu sänftigen und ihnen zur Vergeistigung zu verhelfen. Ihr müsset also gleichsam einen Kampf führen mit dem, der jene Substanzen noch in seiner Gewalt hat...

Aber wider diesen könnet ihr nur kämpfen mit der Waffe der Liebe...

Das ist ein unumstößliches Gesetz, daß dem Gegner Gottes nur durch die Liebe sein Anteil abgerungen werden kann. Und wenn ihr nun wisset, daß selbst das in der Materie gebundene Geistige eurer Liebekraft erliegt, daß es sich euch nähert und in euren Händen gleichsam seinen Widerstand aufgibt, daß es durch euren Willen sich umgestalten lässet, um nun auch dienen zu können, dann wird es euch auch nicht schwerfallen, zu glauben, daß ihr die gleiche Umwandlung auch in euch zuwege bringet durch die Liebe... daß ihr in der Liebe eine so wirksame Waffe habt gegen den Feind eurer Seelen, daß dieser stets weniger Einfluß gewinnt auf jene geistigen Substanzen, die noch als ungeordnet eurer körperlichen Hülle innewohnen...

Die Liebe kann alles erreichen, die Liebe nimmt auch Schmerzen auf sich, wenn sie dadurch ein Rettungswerk vollbringen kann...

Und diese uneigennützige Liebe müsset ihr Menschen aufbringen, denn dieser Liebe kann der Gegner keinen Widerstand mehr leisten, er wird dann die Stätte fliehen, wo ihm immer nur die Liebe entgegentritt, weil dort seine Macht gebrochen ist. Aber das bedeutet vorerst, daß ihr selbst euch gestalten müsset zur Liebe, dann erst ist auch in euch die Kraft, selbst erlösend tätig zu sein. Und alles braucht Beistand, sowohl eure Mitmenschen als auch alle Schöpfungswerke, die euch umgeben, sei es die Materie, die Pflanzen oder die Tiere...

Allen kann im Ausreifen ihrer seelischen Substanzen geholfen werden durch euch, die ihr als ichbewußte Wesen im letzten Stadium eurer Entwicklung stehet...

Strahlet ihr viel Liebe aus, so wird auch das in eurer Umgebung sich Befindliche von dieser Liebe getroffen und zum Nachlassen seines Widerstandes bewegt, es empfindet eure Liebeausstrahlung wohltätig, und es geht gleichsam in euren Willen ein, dienend seine Aufgabe zu erfüllen... wie es aber auch jede lieblose Strahlung empfindet und verhärtet und dann auch solches zu erkennen gibt durch unnormale Entwicklung, durch Bösartigkeit oder ungünstigen Einfluß auf seine Umwelt. Was könntet ihr Menschen alles erreichen, wenn Liebe euer ganzes Wesen bestimmte zum Denken und Handeln...

Und es würden sich auch wahrlich keine ungeordneten Zustände in und an euch selbst bemerkbar machen, weil eure Liebe euch auch ständig den Kraftzustrom aus Gott sichern würde und dieser wahrlich alles zuwege bringt... also auch Ordnung zu schaffen vermag in einer Weise, der sich alles noch unreife Geistige willig unterzieht. Mit Gewalt werdet ihr nichts erreichen, mit Liebe aber alles...

Und ihr könnet sonach gesunden an Seele und Leib, wenn ihr in Liebe versuchet, mit allem in die rechte Ordnung zu kommen...

Dann wird die Liebe alles wandeln, was zuvor widergöttlich sich äußerte, es wird die Seele von allen Hüllen befreit werden kraft der Liebe, und es wird auch der Leib aufhören, sich widergöttlich zu betätigen, weil die Liebe dem Gegner nun jeden Zugang verwehrt, weil, wo die Liebe ist, sein Wirken nun unmöglich geworden ist...

Amen


B.D. NR. 7066 - 14.3.1958

Erlösende Kraft des Namens Jesus...

In Meinem Namen sollet ihr Menschen das Heil suchen... ihr sollt wissen, daß ihr kein Heil anderswo finden könnet als bei Mir, daß ihr auch unbedingt Mich Selbst in Jesus Christus anerkennen müsset, daß ihr also glauben müsset an den göttlichen Erlöser und Sein Erbarmungswerk. In dem Menschen Jesus kam Ich Selbst zur Erde, durch Seinen Mund lehrte Ich Selbst die Menschen, in Ihm wurde Meine Kraft offenbar, durch Ihn wirkte Ich Wunder, erweckte Tote zum Leben, machte Kranke gesund und half den Menschen in irdischer Not... in Ihm starb Ich Selbst den Tod am Kreuze, denn der Mensch Jesus hatte Mich voll und ganz in Sich aufgenommen, weil Er Sich zur Liebe gestaltete und Mir Selbst also eine taugliche Hülle wurde, in der Ich das Erlösungswerk vollbringen konnte, um die Sündenschuld der gesamten Menschheit zu tilgen. Darum ist der Name Jesus der Name eures Gottes und Vaters von Ewigkeit, darum müsset ihr in Meinem Namen euch versammeln und Mich Selbst unter euch weilen lassen, wollet ihr zur Seligkeit gelangen, die euch einstens unaussprechlich beglückte... die euch aber noch mangelt, solange ihr auf Erden weilet. Es genügt darum nicht, nur an „Gott“ zu glauben, weil ein solcher Glaube wohl die Anerkennung eines Schöpfers ist, Der alles und somit auch euch erstehen ließ.Aber dieser Glaube führt euch nicht zu Ihm zurück, sondern ihr müsset nun auch den Erlöser anerkennen, Der erst den Weg gangbar gemacht hat für euch zu eurem Gott und Vater. Und nur über diesen Weg könnet ihr zum Vater gelangen. Also müsset ihr glauben an Jesus Christus und Sein Erlösungswerk, dann erst ist euer Glaube recht, dann erst führt euch der Glaube zum Heil, d.h., eure Seele wird nun erst in den einstigen Zustand versetzt werden können, weil Jesus Christus ihr dabei helfen muß und ohne Hilfe sie nimmermehr das Ziel erreichen kann...

In Meinem Namen also müsset ihr das Heil suchen...

Und so werdet ihr nun auch verstehen, daß es nötig ist, den Menschen zu künden von Jesus

Christus, daß es nicht genügt, die Existenz eines Gottes zu ergründen oder beweisen zu wollen, denn diesen Glauben kann jeder Mensch gewinnen, der nur offenen Auges um sich blickt und nachdenkt über die Schöpfung und ihr Erstehen...

Aber es geht um die erlösende Kraft des Namens Jesus...

Erst die Bedeutung des Erlösungswerkes müsset ihr Menschen erfahren, um euch dann auch unter das Kreuz Christi zu stellen und den Namen Jesus als den eures Gottes und Vaters anzurufen für das Heil eurer Seelen. Denn es war eine neue Zeit angebrochen mit Seinem Kommen zur Erde, es war nun die Zeit gekommen, wo durch den Kreuzestod die Pforte zum Lichtreich geöffnet wurde und die ersten gänzlich erlösten Seelen zurückkehren konnten zum Vater...

Denn es standen viele Seelen vor dem Tor zur Seligkeit, die erst ihrer Ursündenschuld ledig werden mußten, um nun als selige Geistwesen wieder dort zu weilen, wo sie uranfänglich ihren Ausgang genommen hatten. Und diese endgültige Heimkehr ins Vaterhaus hat der göttliche Erlöser Jesus Christus erst ermöglicht, Der darum auch von jedem Menschen anerkannt werden muß, der seinen Urzustand wiedererreichen will. Jesus Christus Selbst ist die Pforte zum Himmelreich... und Sein Name ertönet überall in den Sphären des Lichtes, denn in Ihm bin Ich Selbst, Er und Ich sind eins...

Und wer den Namen Jesus ausspricht in tiefster Andacht, der spricht Mich damit an, und Ich bringe ihm wahrlich das Heil...

Und darum werdet ihr auch keine Fehlbitte tun, so ihr den Namen Jesus in voller Gläubigkeit aussprechet und Mir Selbst also euer Anliegen vortraget...

Denn so ihr glaubet an Ihn und Sein Erlösungswerk, seid ihr auch von der euch belastenden Ursünde frei geworden, und dann wird sich Meine Liebe auch wieder an euch erweisen, und euer kindlicher Anruf Meines Namens sichert euch auch Mein Gehör und die Erfüllung eurer Bitte. Ich bin immer und ewig euer Gott und Schöpfer... euer Vater aber konnte Ich nur werden durch das Erlösungswerk, denn nun erst empfinget ihr die Kraft, euch im freien Willen zu wandeln zu vollkommenen Wesen, und ihr konntet nun erst aus „Geschöpfen“ zu Meinen „Kindern“ werden, wenn ihr den freien Willen nütztet zur Rückkehr zu Mir... und dieser freie Wille erfuhr erst durch Meinen Kreuzestod Stärkung. Darum also liegt in Meinem Namen allein das Heil für euch...

Darum seid ihr Menschen erst dann auf dem Wege der Rückkehr zu Mir, wenn ihr den Weg zu Jesus Christus genommen habt, denn nur allein dieser Weg führt zu Mir, zurück ins Vaterhaus...

Amen


B.D. NR. 7067 - 15.-17.3.1958

Erschaffungsakt der geistigen Wesen...

Es ist Mein Wille, daß euch Licht werde, wo es noch dunkel ist in euch. Die Menschen, die nicht fragen, können keine Antwort bekommen, die aber wissen möchten und sich an Mich Selbst wenden, denen werde Ich auch Antwort zugehen lassen, auf daß sie Mich in Meiner Liebe und Weisheit erkennen lernen und Mir Selbst ihre Liebe schenken...

Der Erschaffungsakt der geistigen Wesen war ein geistiger Vorgang, der euch Menschen erst dann wird verständlich sein, wenn ihr selbst in das Reich des Lichtes werdet eingegangen sein. Solange ihr auf Erden weilet, kann er euch nur in groben Umrissen gezeigt werden, eurem Begriffsvermögen entsprechend. Dennoch werden diese nicht von der Wahrheit abweichen, doch sowohl die tieferen Begründungen als auch die unendlich vielen Zwischenvorgänge vermissen lassen, die auch nicht dazu beitragen würden, euch Erhellung zu bringen. Ihr könnt aber dessen gewiß sein, daß Ich euch nicht in verwirrtes Denken geraten lasse, die ihr nur in der Wahrheit unterwiesen zu werden begehret. Mich bewegte bei der Erschaffung des ersten Wesens nur der Gedanke, Mir ein Gefäß zu schaffen, das Meine immerwährend hinaus-strömende Liebekraft aufnehmen sollte... weil Meine unbegrenzte Liebe sich verschenken und immer nur beglücken wollte...

Meine Liebekraft aber erzeugte unausgesetzt geistige Schöpfungen mannigfaltiger Art. Und Ich wollte darum auch etwas erstehen lassen, was Mir Selbst entsprach, also ein Ebenbild von Mir. Und was Ich wollte, das geschah... ein Wesen in höchster Vollkommenheit erstand neben Mir, an dem Ich Selbst Meine Freude hatte, das unaussprechlich schön war, das ein Abbild war Meiner Selbst und das nun von Meiner Liebekraft durchstrahlt wurde, so daß es ebenfalls zu unbegrenzter schöpferischer Tätigkeit befähigt war. So wie Mich nun Mein Liebekraftquell veranlaßt hatte, sich ein Empfangsgefäß zu formen, in das er sich ergießen konnte, so auch entstand nun in diesem Wesen der Wille und das Verlangen, den ihm unausgesetzt zugehenden Liebekraftstrom zu nützen und gleichfalls Wesen aus sich hervorgehen zu lassen. Es war also der gleiche Vorgang, der sich nun wiederholte, denn Ich wollte dieses erst-geschaffene Wesen teilnehmen lassen an der unfaßbaren Seligkeit, gleichgearteten Wesen das Leben zu geben, denn als „Ebenbild“ Meiner Selbst war es auch von den gleichen Empfindungen beseelt, es strömte über von Liebe, und die Kraft, die es ständig von Mir bezog, ließ das Wesen auch nicht in Untätigkeit...

Sie wirkte sich aus in ebenjenem Vorgang des Erschaffens unzähliger Wesenheiten...

Es konnten auch die nun erschaffenen Wesen nicht anders sein, als das erste von Mir Selbst-erschaffene Wesen war... es waren höchst vollkommene, lichtstrahlende und übermächtige Geister, die alle dem Bilde entsprachen, das Ich Selbst aus Mir herausgestellt hatte. Durch den Zustrom der Kraft aus Mir, die den Erschaffungsakt dieser Wesen erst möglich machte, war Ich Selbst also auch ihr „Schöpfer“, wenngleich erst der Wille des erst-geschaffenen Wesens diese Meine Kraft nützte. Alle Wesen also gingen aus Mir und Meinem ersten Ebenbild hervor... und allen Wesen war die gleiche schöpferische Macht zu eigen. Aber es war auch in allen urgeschaffenen Wesen Mein Wille tätig, es war das Heer urgeschaffener Geister zu Mir in heißester Liebe entbrannt, weil Mein Liebefeuer ihr Urelement war, weil sie Erzeugnisse waren der reinsten Liebe und somit auch alles Erschaffene positiv stand zu Mir...

Endlose Zeiten vergingen in seligster Harmonie und ständigem Liebe-Austausch... und es hätte sich dieser Zustand nicht zu wandeln brauchen. Dann aber nahm der Vorgang des Erschaffens eine andere Form an... was nur geistig zu verstehen ist. Und dies wurde ausgelöst durch das Verlangen Meines erst-geschaffenen Wesens, des Lichtträgers, Mich Selbst zu schauen. Die Liebe des Wesens galt Mir noch unverändert, und darum begehrte es, Mich zu schauen, obwohl es die Erkenntnis besaß, daß Ich als „Kraft- und Lichtzentrum“ dem von Mir Erschaffenen nicht schaubar sein konnte, das vergangen wäre angesichts Meiner Lichtfülle, die das Erschaffene... als Lichtfunken Meiner Selbst... aufgezehrt hätte und also darum ein Schauen nicht möglich war. Und weil es Mich nicht schauen konnte, durchzuckte es der Gedanke, sich unabhängig von Mir zu machen und gleichsam als „selbst Schöpfer“ sich dem Heer urgeschaffener Geister hinzustellen... ein Gedanke, der in ihm entstand als Folge des Verlangens wider bessere Erkenntnis, Mich zu schauen. Alle Wesen besaßen auch als Attribut der Vollkommenheit den freien Willen, der aber stets auch mit Meinem Willen übereinstimmend war. Und dieser freie Wille ließ auch jene gedankliche Verwirrung zu...

Also von Mir aus wurde der Lichtträger, Luzifer, nicht verhindert, seinen freien Willen verkehrt zu richten. Aber es geriet auch der Erschaffungsvorgang nun ins Stokken, d.h., sowie sein Wille nicht mehr mit dem Meinen in Einklang stand, verschloß er sich gleichsam Meinem Liebekraftstrom, doch immer nur vorübergehend, denn noch war sein Widerstand so gering, daß die Liebe doch durchbrach und er sich Mir wieder voll und ganz hingab, was nun auch unverminderte Liebekraftzufuhr bedeutete und also auch unverminderte schöpferische Tätigkeit. Aber es tauchten die verkehrten Gedanken immer wieder in ihm auf, weil er sie nicht Mir Selbst vortrug und Ich sie hätte ihm widerlegen können...

Denn er schaltete Mich zeitweise aus und merkte es nicht, daß er sich selbst in seiner Kraft schwächte...

(16.3.1968) Denn sowie er die Bindung mit Mir lockerte durch verkehrt gerichtete Gedanken, wurde auch der Liebekraft-Zustrom geringer, was ihm aber nicht zum Bewußtsein kam angesichts der unzähligen Geisterschar, die er schon ins Leben gerufen hatte durch seinen Willen unter Nützung Meiner Kraft...

Immer wieder muß hervorgestellt werden, daß Meine Kraft erst ihm das Erschaffen der Wesen ermöglichte und daß seine Liebe zu Mir ihm erst die Kraft eintrug... woraus verständlich wird, daß ein Nachlassen seiner Liebe auch die Zufuhr von Kraft verringerte. Und wiederum war ein jedes erschaffene Wesen auch Beweis der Bindung Luzifers mit Mir... also es konnte kein Wesen mehr erstehen, als Luzifer sich bewußt von Mir getrennt hatte, weshalb alle erschaffenen Wesen auch Mein Anteil sind, denn sie sind „Liebekraft aus Mir“. Und dennoch war ein großer Teil aller erschaffenen Wesen von Mir abgefallen...

Und das berechtigt zu der Frage, ob die Wesen unterschiedlich beschaffen waren in ihrer Ursubstanz... Ich stellte ein einziges Wesen selbständig aus Mir heraus...

Und dieses Wesen war Mein Ebenbild. Folglich also mußten die nun von diesem Wesen ins Leben gerufenen Geistwesen wieder völlig Mir und Meinem Ebenbild entsprechen...

Es waren die gleichen vollkommenen, in höchstem Licht strahlenden Geschöpfe, denn es konnte aus unser beider Liebe und Wille, die völlig gleich gerichtet waren, nur Höchst-Vollkommenes hervorgehen...

Wesen, die in keiner Weise dem erst-geschaffenen Lichtträger nachstanden...

Sie waren also gleichfalls überaus machtvoll und erglühten in heißer Liebe zu Mir, wenngleich sie Mich nicht zu schauen vermochten. Aber sie erkannten Mich, denn Ich offenbarte Mich auch ihnen durch das Wort. Es war eine end-lose Schar jener Geister, die in höchster Seligkeit Mich priesen und Mir Lob sangen, die in Ehrfurcht Mir zu dienen bereit waren und die immer nur in Meinem Willen wirkten, also Ebenbilder Meiner Selbst waren. Und es hätte diese unbeschreiblich selige Geisterschar die Liebe des Lichtträgers zu Mir stets mehr erhöhen müssen...

Doch nun began-nen in ihm verschiedene Empfindungen widereinander zu streiten: Er sah die in Herrlichkeit erstrahlenden Wesen und verlangte nun auch Mich Selbst zu schauen...

Er glaubte sich selbst, als den Wesen schaubar, Mir überlegen, und er wollte Mich nicht mehr als Den anerkennen, aus Dem alles hervorging, wenngleich er wußte, daß auch er selbst aus Mir seinen Ausgang genommen hatte. Im Bewußtsein seiner ihn-durchströmenden Kraft begann er, die Löse zu vollziehen von dem Kraftquell... ein Vorgang, der sich über Ewigkeit hinaus erstreckte, weil ihn immer wieder das Verlangen nach Beseligung zu Mir drängte und er darum auch immer wieder Kraft bezog zum Erschaffen immer neuer Wesen. Und so waren auch diese Wesen in ihrer Ursubstanz das gleiche, nämlich von Mir ausgestrahlte Liebekraft; aber die zeitweilige Abkehr von Mir hatte auch auf den Erschaffungsvorgang einen gewissen Einfluß, indem der Wille und die Liebe jener Wesen sich ihrem Erzeuger weit mehr zuwandten als Mir... Ich aber weder diese Wesen noch den Lichtträger anders zu bestimmen suchte. Doch sie waren im gleichen Maße lichtvoll, sie erkannten Mich ebenfalls als ihren Schöpfer und konnten daher auch in Freiheit ihres Willens sich recht entscheiden, als diese große Entscheidung von ihnen gefordert wurde. (17.3.1958) Es hatte Mein erst-geschaffenes Wesen Verbindung mit allen von ihm gezeugten Wesen, wie auch Ich mit allen Wesen untrennbar verbunden war, weil Meine Liebekraft sie durchströmte, wenn sie bestehenbleiben sollten. Mein Gegner nun suchte die Bindung mit dem von ihm Erschaffenen auch dann noch zu halten, als es schon Mir abgewandten Willens war... d.h., auch die ersten Geistwesen wurden von ihm zur Abkehr von Mir angeregt, und es erlagen seiner Versuchung also auch von ihnen einzelne, Luzifer riß auch jene in die Tiefe hinab, deren Erkenntnis wahrlich auch das Schändliche seines Planes hätte verabscheuen müssen. Und es war deren Sünde noch weit größer, es ist der Weg der Rückkehr daher auch weit schwerer... während jedoch die Mehrzahl der erstgeschaffenen Geister bei Mir verblieb, als sich der Anhang Meines nunmehrigen Gegners von Mir löste. Der geheime Widerstand, den Luzifer Mir entgegenzusetzen begann, hatte zur Folge, daß ein end-loses Heer geschaffener Geister teils für, teils wider Mich sich entschied, als die Willens-probe diesen gestellt wurde. Denn der Widerstand störte die bisher-geschlossene Einheit... der gleiche Wille, die gleiche Liebe beherrschten nicht mehr Mein einstiges Ebenbild, es spaltete sich und diese Spaltung spürten nun auch die aus unserer Liebe hervorgegangenen Wesen, die nun beschaffen waren wie ihr Erzeuger, wenngleich Meine Kraft an ihrer Erschaffung beteiligt war. Da aber bei den zuerst ins Leben getretenen Geistwesen jener Widerstand noch nicht vorhanden war, da Liebe und Wille des Lichtträgers völlig in Mir aufgingen, konnten auch aus dieser Liebe nur Wesen hervorgehen, die uns völlig entsprachen, die in strahlender Lichtfülle und unbegrenzter Kraft getreue Abbilder Meiner Selbst waren sowie auch Abbilder des Wesens, das Ich in Meiner Liebe aus Mir herausgestellt hatte... und die auch bis auf wenige Ausnahmen bei Mir verblieben. Und in letzteren spielte sich der gleiche Vorgang ab wie in Luzifer: daß sich der freie Wille verkehrt richtete... daß sie ihren Gott und Schöpfer zu schauen begehrten und aus Meiner notwendigen Unsichtbarkeit falsche Schlüsse zogen, indem sie das ihnen „Schaubare“ anerkannten als ihren „Gott“, der sich selbst nun auch überhob und unzählige Wesen zu sich zog, die alle die Bindung mit Mir also willensmäßig lösten und dadurch in die Tiefe stürzten... Alle erschaffenen Wesen erstrahlten einst in Licht und Kraft, weil ohne Meinen Liebekraftstrom nichts hätte erstehen können. Die verminderte Lichtstrahlung setzte erst ein mit der verminderten Liebe Luzifers zu Mir, was aber nicht bedeutet, daß es jenen Wesen gemangelt hätte am Licht der Erkenntnis, denn im Moment der Erschaffung durchflutete auch Meine Liebekraft wieder den Erzeuger alles Wesenhaften; aber es wurden ebenjene Momente immer seltener, bis er sich willensmäßig wider Mich erhob und nun keinerlei Kraftzufuhr mehr empfangen konnte, weil er selbst sie zurückwies im Glauben, ebenso kraftvoll zu sein wie Ich...

Und nun verfinsterte sich auch sein Geisteszustand. Er... der einst Mein Ebenbild war... er ist zu Meinem Gegenpol geworden, er ist in seinem Wesen völlig gegensätzlich, er ist in äußerste Tiefe gesunken und mit ihm sein Anhang, in dem er seine vermeintliche Macht und Stärke sieht. Das höchste Wesen, aus Meiner Liebe hervorgegangen, ist zutiefst gesunken, weil es seinen freien Willen, das Merkmal göttlicher Herkunft, mißbraucht hat...

Und einem jeden Wesen stand es frei, diesen Willen zu richten zu Mir oder zu ihm, jedes Wesen konnte die Willensprobe bestehen, weil jedes Wesen im Licht der Erkenntnis stand und auch über Kraft verfügte, dem Drängen seines Erzeugers Widerstand zu leisten...

Aber auch jedes gefallene Wesen wird Meine Liebe nicht verlieren, denn Meine Liebe ließ es erstehen, und Meine Liebe läßt es auch ewiglich nicht mehr vergehen, aber bevor es nicht seinen Widerstand aufgibt, wird es Meine Liebe nicht zu spüren vermögen und darum unselig sein. Aber auch sein Widerstand wird nachlassen, und das Wesen wird einmal wieder Meine Liebe suchen und den Weg der Rückkehr zu Mir bewußt gehen...

Und dann wird es auch Meine unermeßliche Liebe erkennen, es wird seinen Gott und Schöpfer erkennen in Jesus Christus, in Dem Ich Selbst für alle Wesen der schaubare Gott wurde, Den zu sehen sie begehrten und Der ihnen den Weg bereitet hat zurück zum Vaterhaus...

Amen


B.D. NR. 7068 - 19.3.1958

Ergehen der letzten Jünger zur Zeit des Antichristen...

Und es werden wieder, wie einst, die Meinen verfolgt werden um Meines Namens willen. Noch steht es euch frei, das Evangelium zu künden, noch könnet ihr ungehindert eintreten für Mich und Meinen Namen... noch stellen sich euch keine Machthaber entgegen, die euch euer Reden und Tun verbieten. Aber es wird die Zeit kommen, wo ihr nicht mehr frei werdet wirken können, sondern in aller Verborgenheit nur noch arbeiten könnet für Mich und Mein Reich. Darum sollet ihr die Zeit gut nützen und also wirken und schaffen, solange noch Tag ist...

Ihr wisset nicht, was es für euch bedeutet, reden zu können in aller Freiheit und niemanden fürchten zu müssen, daß euch eure Arbeit für Mich untersagt wird. Und darum sollet ihr kämpfen mit dem Schwert des Mundes, ihr sollt jede Gelegenheit ergreifen, den Menschen Mein Wort und also die ewige Wahrheit nahezubringen, und ihr sollt auch durch die Kraft Meines Namens wirken. Ihr sollt des Erlösungswerkes Jesu Christi Erwähnung tun und überall Ihn verkünden, denn es ist überall totes Gebiet, wo die Menschen ohne den Glauben an den göttlichen Erlöser dahingehen...

Und zu ihnen sollet ihr das Leben bringen, ihr sollt Mein Wort verkünden mit allem Eifer, weil euch nicht mehr viel Zeit bleibt für ein solches freies Wirken unter euren Mitmenschen. Wenn der Antichrist auftreten wird, dann werdet auch ihr, Meine Diener, dieser Freiheit beraubt sein, wenngleich auch dann noch nicht euer Wirken aufhören soll, aber ihr dennoch mit größter Vorsicht und Klugheit eure Weinbergsarbeit verrichten müsset, was euch auch mit Meiner Kraft gelingen wird. Was euch heut fragwürdig scheint, das wird Realität annehmen in jener Zeit, da er zur Macht kommt...

Doch auch dann noch brauche Ich mutige Bekenner Meines Namens, die nicht die Welt und ihre Herrscher scheuen und offen einstehen für ihr Tun, so sie zur Rechenschaft gezogen werden. Wie es einstens Meinen Jüngern erging, so auch wird es euch ergehen, die Ich als Meine letzten Jünger euch erwählt habe für die Ausbreitung Meines Evangeliums, aber Ich sichere euch auch Meinen Schutz zu, und wieder sage Ich euch:„Sorget nicht, was ihr dann reden werdet, denn Ich werde euch die Worte in den Mund legen.“ Und so brauchet ihr auch die irdische Gewalt nicht zu fürchten, solange ihr Mich Selbst an eure Seite rufet, denn dann gebe Ich Selbst auch ihnen die Antwort, und sie werden keinerlei Handhaben finden, um wider euch vorgehen zu können... so lange, bis auch eure Mission erfüllt ist, was allein Ich bestimme, niemals aber jene Machthaber, die auch Mir und Meinem Willen unterstehen. Und so werdet ihr es auch verstehen, daß jegliche Arbeit, die zuvor schon für Mich geleistet worden ist, zur Stärkung des Glaubens der noch schwachen Menschen beiträgt und ihr darum nicht genug Vorarbeit leisten könnet, auf daß die Menschen dann standhalten in den Bedrängungen durch den Antichristen, der wohl diese nun wird hindern wollen in ihrem geistigen Streben, es aber niemals wird erreichen bei denen, die schon den lebendigen Glauben an Mich gefunden haben. Denn diese werden eine Mauer bilden, gegen die er vergeblich anrennt, die er nicht wird zum Wanken bringen können. Aber er wird ein leichtes Spiel haben bei jenen, die nur einen Formglauben besitzen, der kampflos dahingegeben wird angesichts der Gewaltmaßnahmen Meines Gegners. Denn diese Menschen sind kraftlos und auch lichtlos...

Sie wissen nicht um die Kraft Meines Namens, um die Kraft eines lebendigen Glaubens und um die Kraft und Macht eines Gottes, Der Herr ist über Leben und Tod...

Ihr aber sollt, solange ihr die Möglichkeit freier Rede und freien Wirkens habt, Mich und Meine Liebe und Macht den Mitmenschen künden, ihr sollet ihnen Meine Liebelehre predigen und sie hinweisen auf die Zeit, die kommen wird und die nur im tiefen Glauben an Mich in Jesus Christus überstanden werden kann, die allen denen den Sieg bringen wird, die treu zu Mir halten und Mich und Meinen Namen auch offen bekennen vor der Welt, wenn dieses Bekenntnis von ihnen gefordert wird. Ihr sollt ihnen aber auch das nahe Ende ankünden, auf daß sie wissen, wie wertlos es ist, um irdischen Gutes willen dem Drängen des Feindes, dem Verlangen des Antichristen, nachzugeben...

Denn keiner wird sich lange seines vermeintlichen Besitzes erfreuen dürfen, weil die Zeit des Antichristen begrenzt ist und somit auch seines Anhangs, denn um Meiner Auserwählten willen verkürze Ich die Tage und mache seinem Treiben ein Ende...

Und darum könnet ihr, die ihr Mir dienet mit allem Eifer in dieser letzten Zeit, nichts mehr verlieren, sondern nur unaussprechlich viel gewinnen, denn so ihr verfolgt werdet um Meines Namens willen, werdet ihr als Meine rechten Jünger doch noch Seelen retten, die in euer Lager flüchten, und euer aller Los wird wahrlich weit herrlicher sein, als jemals irdisch euch geboten werden kann von denen, die euch veranlassen wollen, Mich zu verraten...

Denn wer für Mich kämpfet, mit dem bin Ich Selbst, und Ich werde euch wahrlich zum Siege führen...

Amen


B.D. NR. 7069 - 20.3.1958

Begründung der Zuleitung des Wissens über Vorentwicklungsgang...

Ihr seid schon endlos lange Wege gegangen in Not und Qual, ihr mußtet unsagbar leiden, bevor ihr immer wieder eurer Außenform ledig wurdet, um in neuer Verformung den Leidensweg fortzusetzen... ihr könnet es als Mensch nicht ermessen, was hinter euch liegt und wie qualvoll euer Weg der Aufwärtsentwicklung gewesen ist. Aber nun, da ihr einer gewissen Freiheit euch erfreuen dürfet, sollet ihr alles daransetzen, auch eurer letzten Form ledig zu werden, und alles tun, um nicht wieder in jenen qualvollen Zustand zurückzusinken, in dem ihr dann wieder endlose Zeiten euch befinden würdet... darum wird euch darüber ein Wissen erschlossen, das zwar, weil unbeweisbar, euren Glauben verlangt. Ihr seid aber als Mensch schwer davon zu überzeugen, daß ihr schon lange auf dieser Erde weilet, und eurer Willensfreiheit wegen kann euch auch nicht die Rückerinnerung gegeben werden, weil diese euch nur maßlos entsetzen und für jeden freien Willensentscheid untauglich machen würde. Ihr sollet es glauben auch ohne Beweise... und entsprechend dann euren Lebenswandel führen, um aus der letzten Verformung herauszukommen und als freies Geistwesen eingehen zu können in das jenseitige Reich. Solange die Menschen auf Erden noch den göttlichen Geboten gemäß lebten, so lange ihr Glaube an einen Gott und Schöpfer sie noch zu einem Lebenswandel (in Liebe) nach Seinem Willen anregte, solange war auch ein Wissen um den Vorentwicklungsgang der Seele nicht nötig, denn es genügten zumeist Schicksalsschläge aller Art, um immer wieder die Menschen zur Besinnung zu bringen, die abgeirrt waren und die darum sich in Gefahr für ihre Seele befanden. Zudem nahm das jenseitige Reich auch die noch unreifen Seelen, auf und die Läuterung dieser Seelen war auch dann noch möglich, wenn die Seelen nicht gänzlich verhärtet und also Anteil des Gegners von Gott blieben. Nun aber wird bald das jenseitige Reich seine Pforten schließen, es kommt die große Reinigung der Erde, es kommt das Gericht... d.h., der geistigen Reife gemäß werden die Seelen eingeordnet, was auch so viel bedeutet, daß völlig unreifes, Gott noch widersetzliches Geistiges den Weg der Entwicklung wieder beginnen muß in der harten Materie und ebenjenen entsetzlich qualvollen Gang durch die Schöpfung der Erde wieder zurücklegen muß, den es schon überwunden hatte, als ihm die Gnade der Verkörperung als Mensch gewährt wurde...

Was das bedeutet, könnet ihr Menschen nicht ermessen...

Und darum wird euch nun auch das Wissen darüber zugeführt, ihr werdet einer großen Gnade gewürdigt, daß euch Gott Kenntnis gibt von Seinem Heilsplan und daß Er euch das entsetzliche Los vor Augen führt, dem jede Seele entgegengeht, die im Erdenleben als Mensch versagt. Es wird nicht nur einem Menschen dieses Wissen offenbart, sondern immer wieder werden Menschen darüber Kunde geben, weil Gott alle warnen will, um sie zu retten vor jenem Los der Neubannung. Und würden die Menschen nur sich bemühen, ein Liebeleben zu führen, würden sie nur mehr dem Drängen des Geistes in ihnen nachgeben, der sie immer nur zum Liebewirken antreibt, so würden sie auch bald zur Erkenntnis gelangen, und ein ihnen bisher unbekanntes Wissen würden sie als glaubwürdig annehmen und vertreten. Die Liebe aber ist es, die allen Menschen mangelt und sie in Gefahr bringt, zu völligen Versagern zu werden, denen das Erdenleben keinerlei Fortschritt brachte, vielmehr sie der Gier nach der Materie erliegen, die darum auch wieder die Seele einhüllen wird, wenn das Ende dieser Erde gekommen ist. Es brauchten die Menschen um den Vorentwicklungsgang der Seele nichts zu wissen, wenn sie sich nur ihrer Aufgabe bewußt wären, daß sie sich durch Dienen in Liebe erlösen müssen...

Aber sie glauben daran nicht, weil sie das Erdenleben als Selbstzweck, nicht aber als Mittel zum Zweck ansehen. Sie glauben nicht, weil sie keine Liebe haben...

Und darum soll der Verstand angeregt werden, sich mit einem Wissen zu befassen, das zwar auch dann erst von Wert ist, wenn es den Menschen veranlaßt, ernsthaft darüber nachzudenken und sich zu wandeln. Einigen kann ein solches Wissen Segen eintragen, auch wenn es nicht beweisbar ist...

Es kann in ihnen ein Licht entzünden über den Zweck des Erdenlebens, und sorgen sie nun dafür, daß jenes Lichtlein nicht mehr verlöscht, indem sie ihm Nahrung zuführen, was nur durch Liebewirken geschehen kann... so wird es stets heller werden in ihnen, und sie werden auch ihrer nunmehrigen Erkenntnis gemäß leben und nun gerettet sein für alle Ewigkeit. Entzündet aber wird das Licht erst durch uneigennütziges Liebewirken, das aber jedem Menschen möglich ist. Wer aber völlig ohne Liebe ist, der bleibt blind im Geist, und er verhärtet stets mehr, und das Ende wird sein völliges Auflösen seiner Seele wieder in unzählige Partikelchen, die wieder ihren Entwicklungsgang beginnen in den Neuschöpfungen der Erde...

Amen


B.D. NR. 7070 - 21.3.1958

Umhüllung verhärteter Substanzen mit Liebekraft...

Aus Mir ging alles Leben hervor, der Tod aber trat erst in Erscheinung, als Meine Geschöpfe sich weigerten, die Liebe- und Lebenskraft von Mir in Empfang zu nehmen...

Dadurch wurden sie unfähig zum Schaffen und Wirken, zu jeglicher Tätigkeit, die Leben beweiset. Es erstarrte das bisher Unentwegt-tätig-Gewesene und fiel in den Zustand des Todes, des Unbeweglichen und Kraftlosen, das nun in seiner Erstarrung verharrt, bis es durch immerwährende Liebeanstrahlung wieder langsam zum Leben erweckt werden kann. Leben also kann es nur geben in der Verbindung mit dem Lebensquell, leben kann das Geschöpf nur, wenn es unausgesetzt von Mir den Liebeund Lebensstrom bezieht, wenn es sich nicht wehrt gegen Meine Liebeanstrahlung. Das zu Tode Erstarrte aber verlor das Ichbewußtsein, und es war sonach nicht mehr fähig, bewußt Meinen Liebestrom anzufordern. Es hat also etwas von Mir in aller Vollkommenheit-Ausgegangenes keine Möglichkeit mehr, seiner uranfänglichen Bestimmung nachzukommen, es hatte diesen lebensunfähigen Zustand selbst im freien Willen sich geschaffen. Und dieser Zustand hätte sich ewig nicht mehr wandeln können ohne Meine Hilfe, die jenes gefallene Geistige zwar nicht verdient hatte, die aber Meine übergroße Liebe ihm dennoch schenkt, weil Mein vollkommenes Wesen nicht auf ewig Unvollkommenes in seiner Not belassen kann und weil auch jegliche von Mir einst ausgestrahlte Kraft einmal wieder tätig werden muß...

Meine Hilfe nun bestand und besteht darin, gänzlich verhärtete geistige Substanzen einzufangen und mit einer leichten Liebehülle zu umgeben...

Diese Liebekraft-Umhüllung hat anfangs keinen Einfluß auf jene Substanzen, doch sie schließt sich immer fester um sie, und unter ihrem leisen Druck beginnt sich das verhärtete Geistige zu erregen, es sucht die es umgebende Hülle zu sprengen, und es wehrt sich gegen eine Kraft, die es spürt, und so treiben jene Substanzen vorerst auseinander, es lösen sich gleichsam Ansammlungen von verhärtetem Geistigen auf, und nun können diese verkleinerten Ansammlungen wieder umhüllt werden, und der Vorgang spielt sich immer wieder ab, immer wieder wird verhärtetes Geistiges in das Bereich Meines Liebekraftstromes gebracht, bis es möglich ist, des nachlassenden Widerstandes wegen dem Geistigen so viel Kraft zuzuführen, daß es langsam wieder tätig zu werden beginnt. Es gehören Ewigkeiten dazu, bis dieser Tätigkeitswille wieder das einst erstarrte Geistige bewegt, dann aber schreitet die Aufwärtsentwicklung rascher vorwärts, denn stets mehr kann nun Meine Liebekraft ihm zugeführt werden, so daß nun auch überall ein Leben zu verspüren ist, daß also der Bann des Todes gebrochen ist, wenngleich diese Aufwärtsentwicklung durch Meinen Willen und nach Meinem Willen nur möglich wurde. Doch zur Aufgabe, zum Nachlassen des Widerstandes, wird das Geistige nicht gezwungen, sondern es bewirkt dies die Kraft Meiner Liebe, der sich nun das Geistige ergibt. Das Tote kann nur durch Liebe zum Leben erweckt werden, es muß aber frei aus sich heraus der Liebe sich öffnen. Und darum vollzieht sich wohl die Aufwärtsentwicklung gesetzmäßig, d.h., das Geistige befindet sich in einem gewissen Mußzustand... es kann den freien Willen nicht gebrauchen, um entgegen Meinem Gesetz zu handeln...

Dennoch wird es niemals gezwungen zum Nachlassen seines Widerstandes... weshalb auch das Geistige ganz unterschiedliche Zeitdauer benötigt, um vom Tode zum Leben zu gelangen...

Es kann in seiner Erstarrung endlose Zeiten verharren, es wird nicht gezwungen, der Liebeanstrahlung nachzugeben, wie es auch nicht gezwungen wird zu irgendwelcher Tätigkeit, bevor es selbst sich dazu drängt. Aber daß alles verhärtete Geistige einmal tätig werden muß,ist gleichfalls ein Urgesetz, weil es einmal von Mir ausgestrahlte Kraft war und auch bleiben wird und als solche unwiderruflich auch einmal wieder Mir zudrängen wird... was also auch wieder unentwegte Tätigkeit bedeutet. Doch Hilfe muß Ich dem gefallenen Geistigen gewähren, denn in seiner Kraftlosigkeit, in seinem Zustand ohne jegliches Leben, würde sich ewiglich keine Änderung ergeben. Meine Liebe aber gehört unverändert diesem Gefallenen, und die Liebe macht alles möglich, jedoch muß sie auch in Weisheit wirken...

Denn es soll das Wesen das Leben auf ewig zurückerhalten, es soll nimmermehr in den Zustand des Todes zurücksinken können, so es einmal wieder zum Leben in Licht und Kraft und Freiheit gelangt ist. Und darum hat Meine Weisheit einen Heilsplan entworfen, den Meine Liebe nun ausführt und der auch sicher allem von Mir einst Ausgegangenen ein ewiges Leben in unaussprechlicher Seligkeit gewährleistet...

Amen


B.D. NR. 7071 - 22.3.1958

Das Gebet eines Kindes zum Vater...

In aller Einfalt traget Mir nur eure Anliegen vor, und ihr werdet Gehör bei Mir finden. Die Demut des Herzens wird euch stets die rechten Gedanken, die rechten Worte finden lassen, und also wird euer Gebet dann das eines Kindes zum Vater sein, das auch sicher zu Seinen Ohren dringt. Und Ich werde euch wahrlich helfen... doch in welcher Weise Ich es tue, das müsset ihr Mir überlassen, denn Meine Liebe zu euch ist so groß, daß Ich immer nur das Beste vorhabe, daß Ich euch als Meinen Kindern stets mehr geben will, als ihr erbittet. Und da Ich in Meiner Weisheit erkenne, wie Ich euch am besten beglücken kann, handle Ich auch dieser Meiner Weisheit gemäß. Darum sollet ihr wohl beten zu Mir, weil Ich dann erst an euch wirken kann, wenn ihr selbst euch Mir verbunden habt...

Aber ihr sollt nach einem solchen innigen Gebet im Geist und in der Wahrheit Mir alles Weitere überlassen, und es wird alles so kommen, wie es gut ist für euch. Es ist kein Gebet vergeblich zu Mir gerichtet, selbst wenn euch nicht umgehend Erfüllung wird. Und immer wieder sollet ihr im Gebet die Bindung mit Mir suchen...

Und wahrlich, es wird ein großer Segen euch daraus erwachsen, denn jede Bindung sichert euch das Zufließen Meines Kraftstromes, den eure Seele wohltätig empfinden wird, wenngleich euer Körper nichts davon spürt. Aber letzterer wird auch davon berührt, und dessen geistige Substanzen werden gekräftigt sein zum Widerstand... ihr werdet gleichsam auch körperlich zu Überwindern werden, ihr werdet gefeit sein gegen Eingriffe Meines Gegners, was nur euer Gebet zu Mir erreicht hat. Glaubet nicht, daß Ich Mein Ohr verschlossen halte, wenn nicht umgehend ein Gebet erhört wird...

Ich vernehme den Ruf Meines Kindes und bin immer bereit, ihm zu helfen... doch Ich weiß es auch, welche Hilfe am wirksamsten ist, und diese gewähre Ich ihm. Denn Ich erkenne jederzeit seinen Reifezustand, Ich weiß, was ihm noch fehlt zu seiner Vollendung, und Ich werde immer nur das tun, was Mir mit Sicherheit dieses Kind immer näherbringt. Und sowie es durch ein Liebeleben gleichfalls in seiner Erkenntnis reifet, wird es auch selbst wissen, was ihm dienlich ist, und darum Mir allein alles überlassen, es wird Mich wohl bitten, aber nun auch geduldig harren, bis Ich es erhöre. Doch ihr sollet auch nicht aufhören zu beten... denn im Gebet kommet ihr Mir so nahe, daß das geistige Band wieder geknüpft ist, wie einst...

Und gerade durch diese Bindung beweiset ihr eure Willenswandlung, und es ist eigentlich die Rückkehr zu Mir schon vollzogen, nur müsset ihr euch von Meiner Kraft immer wieder speisen lassen, damit euer Wesen sich nun auch wandeln kann, damit es wieder wird, wie es war im Anbeginn. Liebewirken und inniges Gebet bringen diese Rückwandlung zuwege, und dazu könnet ihr nicht genug aufgefordert werden...

Und ihr werdet nun auch verstehen, daß ihr immer wieder in Nöte geraten müsset, sei es leiblich oder auch seelisch, um nicht nachzulassen im Gebet... um immer wieder die Bindung mit Mir zu suchen, die euch Kraft einträgt zu jener Wandlung. Und wenn Ich von euch forderte, „zu beten ohne Unterlaß...“ , so war damit gewiß nicht gemeint, daß ihr stundenlange Lippengebete verrichten solltet... sondern immer sollet ihr gedanklich mit Mir verbunden sein, ihr sollet euch in allen Angelegenheiten eures täglichen Lebens an Mich wenden, wozu schon ein inniger Gedanke genügt... und ihr sollt unablässig wirken in Liebe...

So verstehe Ich ein rechtes Beten, wodurch ihr Mir euren Willen beweiset und wodurch ihr auch den Zusammenschluß mit Mir herstellet, der Zweck und Ziel eures Erdenlebens ist. Und ihr könnt wahrlich auch mit dem kleinsten Anliegen zu Mir kommen, denn je vertraulicher ihr mit Mir umgeht, desto mehr kann Ich euer Vertrauen entlohnen... nur sollt ihr immer Mir Selbst es überlassen, in welcher Weise Ich euer Gebet erfülle; aber daß ihr Erfüllung findet, dessen könnet ihr gewiß sein...

Kein Gebet verhallt ungehört an Meinen Ohren, das im Geist und in der Wahrheit zu Mir emporgesandt wird. Und sowie das Gebet eine geistige Bitte ist, könnt ihr in aller Gewißheit auch die Erfüllung erwarten, denn so ihr betet um Reife eurer Seele, um Hilfe in geistiger Not, ist eure Bindung mit Mir auch wiederhergestellt, und Mein Liebestrahl kann euch treffen, was immer auch die Erhörung eurer Bitten bedeutet. Kein Mensch wird kraftlos bleiben, dem sein Seelenheil so wichtig ist, daß er es erreichen möchte... und da Ich Selbst Mich sehne nach Meinem Kind, werde Ich ihm auch immer in seinem Aufstieg zu Mir behilflich sein...

Ich werde alles tun, was ihm und seiner Seele zum Besten dienet...

Amen


B.D. NR. 7072 - 23.u.24.3.1958

Die wahre Kirche...

Sekten...

Geistwirken...

Die Tatsache, daß so viele Geistes- oder Glaubensrichtungen bestehen und die Menschen zumeist ohne ihren eigenen Willen in jene aufgenommen wurden, müßte euch Menschen zu denken geben. Nicht der Wille des Kindes bestimmt es, in welche Glaubensrichtung es „hineingeboren“ wurde, und also ist es gleichsam keines Menschen eigenes Verdienst oder eigenes Verschulden, in einer bestimmten Glaubensrichtung erzogen zu werden...

Und wäre nun die eine oder die andere „allein selig machend...“, wäre die eine oder die andere die vor Gott allein rechte oder Ihm wohlgefällige, dann könnten sich mit Recht die in andere Geistesrichtungen versetzten Menschen von Gott aus benachteiligt fühlen, daß ihnen die „wahre Kirche“ vorenthalten worden sei durch ihre Geburt. Es ist aber keineswegs so, daß ein Mensch ohne eigenes Zutun zur Wahrheit kommen kann, und es ist wiederum ganz belanglos, in welche Glaubensrichtung er durch seine Geburt versetzt worden ist...

Denn ein jeder Mensch muß sich selbst zum Licht der Wahrheit durchringen. Und ebenso ist es gewiß, daß sich die Wahrheit nicht erziehungsmäßig einpflanzen lässet, solange nicht der Mensch selbst in sich den rechten Boden angesammelt hat, in dem die Wahrheit sich verwurzeln kann, um nun sein Eigentum zu werden und zu bleiben. Aber es müßte auch jene vorerwähnte Tatsache allen Menschen zu denken geben, die auf ihre Zugehörigkeit zu einer bestimmten Geistesrichtung pochen und sich „als in der Wahrheit wandelnd“ ansehen...

Es ist ein anmaßender Gedanke, zu glauben, das Privileg zu besitzen für das Himmelreich...

Aber diesen anmaßenden Gedanken haben viele Menschen, denn alle Anhänger von Sekten sind voll überzeugt, die alleinige Wahrheit zu besitzen...

Und doch haben sie zumeist nur übernommen, was ihnen wieder von denen gelehrt wurde, die ebenso fanatisch sich für unfehlbar hielten. Und keiner von ihnen hat darüber nachgedacht, wie Gott Selbst Sich denn dann zu jenen stellt, die nicht ihrer Geistesrichtung angehören...

Solange nur die Liebe zu Gott und zum Nächsten und das Erlösungswerk Jesu Christi einer Geistesrichtung zugrunde liegt, können auch aus dieser Geistesrichtung wahre Christen hervorgehen, denen bald auch das Licht der Wahrheit leuchten wird...

Denn werden die Liebegebote Gottes erfüllt im Glauben an Jesus Christus, den göttlichen Erlöser, dann wird der Mensch selbst tätig, und er ist dann aus eigenem Antrieb in die „Gemeinschaft der Gläubigen“ eingetreten, in die Kirche, die Jesus Christus Selbst auf Erden gegründet hat...

Und diese Selbstentscheidung muß jeder Mensch treffen, oder auch: Die Grundreligion ist die Erfüllung der Liebegebote, und solange diese außer acht gelassen wird, befindet sich der Mensch außerhalb der Kirche Christi, außerhalb der Wahrheit, und ob er gleich einer Glaubensrichtung angehört, die sich als die „allein wahre“ und „seligmachende“ ausgibt. Die Seligkeit kann sich kein Mensch erwerben nur durch seine Zugehörigkeit zu einer bestimmten Geistesrichtung oder durch von dieser geforderte Handlungen...

Erst die wahre uneigennützige Nächstenliebe und dadurch auch beweisende Gottesliebe führt zur Seligkeit, und diese kann in einer jeden Geistesrichtung geübt werden, und das wird dann auch zur Erkenntnis der reinen Wahrheit führen. Solange es aber abgegrenzte Gemeinden gibt, solange eine jede versucht, Mitglieder für sich zu gewinnen, die ihre Mitgliedschaft dadurch beweisen sollen, daß sie das anerkennen, was sie selbst lehren... solange die Freiheit des Denkens diesen Mitgliedern beschnitten wird, sind auch diese nur Mitläufer, aber keine lebendigen (24.3.1958) Christen, die sich zur Kirche Christi zählen können...

Sowie aber ein Mensch „lebendig“ geworden ist, was also nur ein Leben in Liebe zur Voraussetzung hat, erkennt er auch, wieweit eine Geistesrichtung Anspruch auf Wahrheit erheben kann. Er wird dann zwar seine Mitmenschen besser belehren können als die Führer jener Geistesrichtungen, aber er wird auch nicht seine Erkenntnis übertragen können auf den Mitmenschen, sondern dieser muß die gleichen Bedingungen erfüllen, die zum Erkennen der reinen Wahrheit führen: Er muß auch vorerst durch ein Liebeleben zum „lebendigen“ Christen werden, denn dann wird sein Glaube stark werden, und dann also gehört er zur Kirche Christi, die Er Selbst erbaut hat auf dem Fels des Glaubens. Jedem denkenden Menschen müßte es einleuchten, daß Gott die Seligwerdung eines Menschen niemals davon abhängig machen wird, welcher Glaubensrichtung oder Gemeinschaft er angehört, denn schon der Umstand, daß die Menschen ohne eigene Willensbekundung geburtsmäßig solchen Gemeinschaften angegliedert werden, müßte ihnen zu denken geben... vorausgesetzt, daß sie noch so weit gläubig sind, einen Gott und eine Bestimmung des Menschen anzuerkennen. Für die Ungläubigen sind solche Gedanken ohnehin nicht diskutabel, weil sie jegliche Glaubensrichtung verwerfen. Doch denen, die allzu eifrig ihre Ansicht vertreten und immer wieder versuchen, als Beweis für deren Wahrheit Worte aus der Schrift anzuführen, die sie jedoch auch nur verstandesmäßig auslegen, gelten diese Worte, daß allein nur die Liebe den Geist im Menschen wirksam werden lässet. Der Geist aber wird dann auch der Wahrheit gemäß sie belehren, dann aber werden auch die irrigen Lehren in jeder Geistesrichtung beleuchtet werden, von denen der Mensch sich frei machen muß, will er ein lebendiger Christ, ein Anhänger der wahren „Kirche Christi“ sein, die keine äußerlichen Merk-male aufzuweisen hat als nur das Wirken des göttlichen Geistes...

Amen


B.D. NR. 7073 - 26.3.1958

Bedeutung des Verantwortungsbewußtseins...

Jeder Mensch trägt für seine Seele allein die Verantwortung. Und es ist darum für ihn von größter Wichtigkeit, zu wissen, was er im Erdenleben zu tun hat, um die Seele zu retten vor dem Abfall zur Tiefe, vor ewiger Finsternis und Qual... um ihr ein seliges Los zu bereiten, ein ewiges Leben...

Er hat nichts weiter zu tun, als seine Seele zu befreien von dichten Hüllen, die sie umgeben, ihr wieder die Möglichkeit zu schaffen, sich vom göttlichen Liebelicht durchstrahlen zu lassen, wie einst, bevor das Wesen gefallen ist...

Es muß sich der Mensch bewußt sein, daß ihm zu diesem Zweck das Erdenleben gegeben wurde, und also muß er dieses Leben auch nützen zu jenem Zweck. Und jeder Tag, jede Stunde gibt ihm dazu Gelegenheit, denn er braucht nur unausgesetzt sich in der Liebe zu üben, die uneigennützig ist...

Er muß sich zu befreien suchen von der Ichliebe, die jene dichten Hüllen um die Seele werden ließ.Was der Mensch auch auf Erden unternimmt, es ist gänzlich wertlos für die Ewigkeit, für die Umgestaltung seines Wesens, für die Ausreifung der Seele, wenn nicht uneigennützige Liebe der Beweggrund seines Tuns ist. Und es ist alles nur für die Zeit des Erdenlebens von Nutzen, nicht aber von Bestand für die Ewigkeit, was dem Motiv der Eigenliebe entspringt. Es soll sich der Mensch stets beobachten, welche Gefühle ihn beherrschen bei seinem Denken und Handeln. Und er wird feststellen können, daß die Eigenliebe noch mächtig hervortritt und die uneigennützige Nächstenliebe selten nur Antriebskraft ist bei seinem Tun. Aber er kann bei gutem Willen sich selbst und seine Gefühle wandeln, er kann bewußt an sich arbeiten, indem er sich zwingt, sich selbst und seine Wünsche zurückzustellen, um statt dessen zu helfen denen, die in Not sind...

Und er wird immer Not um sich erblicken, er wird immer die Möglichkeit haben zu dienen, und es wird ihm auch stets mehr Freude bereiten, je bewußter er an sich arbeitet... doch nicht um eines Lohnes willen, sondern aus eigener Überzeugung heraus, mangelhaft gestaltet zu sein und das Erdenleben zu nutzen, um vollkommen zu werden. Er muß zur Höhe streben, dann wird ihm auch aus der Höhe Kraft zugeleitet...

Er muß wollen, daß sein Erdenleben nicht umsonst gelebt sei am Ende seiner Tage, und er wird dann sicher auch das Ziel erreichen. Sowie es dem Menschen gelungen ist, sein Ich zurückzustellen um des Mitmenschen willen, ist er schon zum Sieger geworden, und der Seele Hüllen lösen sich auf und können den göttlichen Liebelichtstrahl einlassen, und dann braucht er nicht mehr zu fürchten, vergeblich den Erdenweg gegangen zu sein...

Aber ebendiese Arbeit an sich selbst muß er auch selbst leisten und wissen, daß er selbst die Verantwortung trägt. Das Wissen aber geht ihm zu durch das Wort Gottes...

Läßt er sich von Gottes Wort berühren, denkt er darüber nach und sucht er es zu befolgen, dann setzt schon die Arbeit an sich selbst ein...

Wer aber das Wort Gottes nicht anhöret, wer es nur an seinem Ohr verklingen lässet, wer sich nicht davon angesprochen fühlt, der geht verantwortungslos durch das Leben, selbst wenn er in irdischen Dingen verantwortungsbewußt handelt...

Denn ihn treibt zu diesem Handeln doch nur seine Selbstliebe, die irdischen Erfolg, Ehre und Ruhm sucht, aber keinerlei seelische Umwandlung bewirkt...

Und solche Menschen werden auch kaum glauben an ein Fortbestehen der Seele nach dem Tode und ihren Qualen im jenseitigen Reich. Denn die Selbstliebe macht es ihm unmöglich, zu glauben...

Und es kann darum nicht eifrig genug die Liebe zu Gott und zum Nächsten gepredigt werden, weil erst durch solche der Mensch zum Glauben gelangt und zum Licht der Erkenntnis. Doch auch zur Liebe kann der Mensch nicht gezwungen werden, sie muß sich frei in ihm entwickeln, aber jeder Mensch ist dazu fähig, weil jeder Mensch ein Fünkchen Liebe mitbekommen hat für diesen seinen Erdenlebenslauf, also nur ein jeder Mensch ihn zu entzünden braucht... wozu nur sein Wille nötig ist. Und der Wille ist frei, kann aber durch das Verantwortungsbewußtsein angeregt werden. Und das Verantwortungsbewußtsein wieder kann auch in jedem Menschen geweckt werden, sowie er nur ernstlich nachdenkt über sich,über die Schöpfermacht, Die ihn erstehen ließ, und über den Zweck seines Daseins...

Denn wer über diese Fragen ernstlich nachdenkt, dem wird auch gedanklich Antwort werden, und diese Antwort wird ihn dazu veranlassen, ein bewußtes Leben zu führen mit dem Zwecke der einstigen Vollendung. Und zudem werden jedem Menschen auch von außen Aufklärungen zugehen, die er annehmen oder ablehnen kann...

Aber seine eigene Einstellung wird dazu gefordert, weil nur er selbst das Werk der Wesenswandlung verrichten kann. Da aber auch ein jeder Mensch weiß, wie sich ein irdisch-verantwortungsloses Leben schädigend auswirkt, weiß er auch um die Bedeutung des Verantwortungsbewußtseins...

Und er kann dieses ebenso bewerten für seine Seele... und die Vergänglichkeit alles Irdischen müßte noch weit mehr das Verantwortungsbewußtsein um das Ewig-Unvergängliche stärken...

Ohne Liebe aber bleibt der Mensch blind in seinem Geiste und völlig untätig. Denn gerade in Werken uneigennütziger Liebe besteht die Arbeit des Menschen an seiner Seele, und solange des Menschen Wille dazu nicht bereit ist, wird auch der Erdenlebenszweck nicht erfüllt, und die Seele ist und bleibt in größter Not, und die Gefahr des Absinkens wieder in die Tiefe ist groß, wenn sie in diesem finsteren Zustand in das jenseitige Reich eingeht... es sei denn, völlig uneigennützige Liebe eines Menschen auf Erden folgt ihr in jenes Reich und verhilft ihr dort noch zu einem kleinen Licht...

Aber niemals wird sie das nachholen oder erreichen können, was zu erreichen auf Erden ihr möglich war...

Amen


B.D. NR. 7074 - 27.3.1958

Glaubenslosigkeit vor dem Ende...

Wirken des Satans...

Es wird die Menschheit in der Gottlosigkeit zugrunde gehen, wenngleich sie sichtlich unterstützt wird von Meinem Gegner, also irdisch an Macht und Reichtum, an Wissen und Ruhm zunimmt. Denn es ist und bleibt weltlicher Gewinn, der nicht beständig ist, der die Seelen in völliger Armut und Dürftigkeit läßt und sie wieder in jenes Los versetzt, das endlos lange Zeit für sie ein Qualzustand gewesen ist. Die Menschen wollen einen Gott und Schöpfer leugnen, sie sind von ihrer eigenen Kraft und Intelligenz überzeugt, sie führen jeglichen irdischen Erfolg auf eigenes Denken und Schaffen zurück und sind doch nur gesteuert von dem, der Mich aus den Herzen und Gedanken der Menschen verdrängen will. Sie glauben nicht an einen Gott, sie glauben auch nicht an einen wesenhaften Satan, aber sie befinden sich in dessen Gewalt. Und wenn es so weit gekommen ist, daß jeglicher Glaube schwindet, weil die Menschen nur noch in dieser gottlosen Richtung beeinflußt werden, dann ist auch der Zeitpunkt gekommen, wo des Gegners Wirken beendet wird...

Und es sind alle Anzeichen dafür vorhanden, daß Mein Gegner die Welt beherrscht, daß er die Menschen antreibt, ihre Lebenskraft nur irdisch zu verwerten, daß er alles Göttlich-Geistige in so weite Ferne rückt, daß die Menschen nicht sich Mühe geben, es zu erreichen...

Direkt oder indirekt bearbeitet er sie, er geht offen vor gegen den Glauben, oder er bedenkt die Menschen so reichlich mit irdischen Gütern, daß sie sich selbst lösen von Mir, um ihrer irdischen Freuden nicht beraubt zu werden, in der instinktiven Erkenntnis, daß beides zusammen ihnen nicht gewährt werden kann. Sie geben Mich ohne Überlegung auf, denn die Welt reizt und lockt zu verführerisch, und dieser können sie nicht widerstehen. Es bleibt auch ein nutzloses Unterfangen, die Menschen eines anderen zu belehren, weil solche mahnenden Stimmen übertönt werden von gegnerischer Seite, weil sie zum Schweigen gebracht werden... wenn nicht anders, dann mit Gewalt...

Es wird der giftige Samen schon ausgestreut auf das noch unbebaute Land, d.h., es wird den Kindern schon eine völlig verkehrte Darstellung ihres Daseinszweckes beigebracht, und es wird jedes zarte Pflänzchen, das sich dennoch dem Licht zuwendet, erstickt... es wird mit vergiftetem Samen lebensunfähig gemacht. Es wird der Mensch als Kind schon in falsches Denken geleitet, und Mein Gegner versteht es, durch geschickte Reden sich Glauben zu verschaffen. Und wo seine List nicht ausreicht, dort hilft Gewalt nach, denn er beherrscht jene Machthaber, die sich durchsetzen, wo nicht ein festes Fundament des Glaubens erbaut wurde, das dann auch allen Anstürmen standhält. Aber auch Ich spreche eine laute, nicht zu überhörende Sprache... vorerst durch tragische Geschehen aller Art, die jedem Menschen die Vergänglichkeit irdischen Glückes und irdischen Besitzes zeigen sollten. Und Ich werde noch deutlicher reden, aber doch nur Erfolg haben bei jenen, die noch nicht ganz Meines Gegners Opfer wurden. Zahllose Menschen beenden in diesem gottlosen Zustand ihr Erdenleben, und es umfängt sie eine Finsternis, die undurchdringlich und für euch Menschen unvorstellbar ist. Aber sie ist von ihnen selbst geschaffen worden, sie ist die unausbleibliche Folge ihres Unglaubens an einen Gott und Schöpfer; sie ist das Los, das allen Seelen der Menschen blüht, die sich Meinem Gegner ergeben und die Trennung von Mir nicht aufzuheben suchen. Es ist eigenes Verschulden, denn jeder Mensch ist fähig, im ernsten Willen zur Wahrheit nachzudenken... kein Mensch ist gezwungen, sich die Ansichten des Mitmenschen oder der Machthaber zu eigen zu machen, weil eines jeden Menschen Gedanken frei sind und er auch seinen Verstand nützen kann. Und tut er dies im Verlangen nach Wahrheit und Gerechtigkeit, dann wird ihm auch von Mir aus rechtes Denken gewährleistet, und er wird in sich die Wahrheit finden. Und deshalb werde Ich stets einwirken auf das Denken der Menschen durch unverhoffte Schicksalsschläge, gegen die kein Mensch sich wird wehren können, denn noch gebe Ich den Kampf um jede einzelne Seele nicht auf. Und solange der Mensch auf Erden weilt, werde Ich ihm auch Gelegenheiten schaffen, noch zur rechten Erkenntnis zu kommen, aber Zwang wende Ich nicht an... wie auch Mein Gegner nicht die Abkehr von Mir durch Zwang erreichen kann, selbst wenn irdische Machthaber Zwangsmaß-nahmen treffen...

Denn Ich achte allein des Willens des Menschen, der innerlichen Einstellung zu Mir. Und jeder Mir zugewandte Gedanke erfährt auch Stärkung und wird der Seele zur Löse von Meinem Gegner verhelfen. Doch ein zahlenmäßig großer Erfolg wird nicht mehr zu verzeichnen sein, Mir aber ist jede einzelne Seele ein Gewinn, die nicht in die tiefsten Tiefen wieder zurücksinkt...

Und Meine Liebe wird daher auch alles tun, um noch vor dem Ende zu retten, die noch nicht ganz in den Händen Meines Gegners sind, um ihnen den Glauben zurückzugeben an einen Gott und Schöpfer von Ewigkeit, Der Seinen Geschöpfen das Leben in Freiheit, Kraft und Licht zurückgeben will, das sie besaßen im Anbeginn...

Amen


B.D. NR. 7075 - 28.3.1958

„Wo zwei oder drei zusammen sind...“

Wo immer sich zwei oder drei in Meinem Namen zusammenfinden, werde Ich unter ihnen weilen, denn jeder innige Gedanke an Mich zieht Mich zu euch, und darum könnet ihr immer Meiner Gegenwart gewiß sein, so ihr Mich Selbst zum Gegenstand eurer Gespräche und Gedanken werden lasset. Sowie Ich euch aber gegenwärtig bin, werdet ihr auch geistig von Mir angestrahlt werden, also müsset ihr auch immer einen Segen erfahren, den eure Seele wohltätig empfinden wird. Und darum solltet ihr oft in Meinem Namen euch versammeln, um dieses Segens teilhaftig werden zu können, denn ihr alle brauchet ständig Meine Kraftzuwendung, die eurer Seele zum geistigen Fortschritt verhelfen soll. Wohl kann auch jeder einzelne für sich die innige Gemeinschaft mit Mir suchen, indem er gedanklich sich Mir hingibt und also auch Kraft empfängt im Übermaß, doch jeder geistige Austausch ist gesegnet, können doch dadurch auch viele jenseitige Seelen teilnehmen und wieder für sich einen geistigen Fortschritt erzielen. Und zudem kann Ich Selbst Mich in solche Gespräche einschalten und die Gedanken hinlenken auf Fragen, die sowohl die Menschen selbst als auch die jenseitigen Seelen beschäftigen, die ihnen beantwortet werden sollen. Ihr sollt euch versammeln in Meinem Namen, denn damit erweiset ihr Mir auch eure Liebe, denn jeder Mensch sucht sich mit dem Gegenstand seiner Liebe zu verbinden...

Die Menschen haben selten nur noch das Bedürfnis, sich auszutauschen in geistigen Debatten, vielmehr vermeiden sie es ängstlich, ihre innere Gesinnung zutage treten zu lassen...

Geistige Gespräche werden selten nur geführt, und noch weniger kommen die Menschen zu diesem Zweck zusammen. Und darum entbehren sie auch des Segens, der ihnen aus solchen Zusammenkünften erwachsen könnte. Aber sie glauben wiederum, in öffentlichen Zusammenkünften ihrer geistigen Pflicht nachzukommen...

Sie gedenken nicht Meiner Worte:„Wo zwei oder drei versammelt sind, bin Ich mitten unter ihnen...“ Denn diese Worte müßten allen denen zu denken geben, die ihrer geistigen Aufgabe genügt zu haben glauben durch Beiwohnen solcher „Gottesdienste“, wo der Mensch ebensogut auch anderen, weltlichen Gedanken nachhängen kann und von einer Hingabe oder innigen Bindung mit Mir keine Rede ist. Immer wieder muß Ich die Menschen darauf hinweisen, daß Ich nur einen lebendigen Glauben bewerte, daß Ich Mir nicht an einem Scheinchristentum genügen lasse...

Immer wieder muß Ich es betonen, daß Ich mit einem jeden einzelnen Menschen verbunden zu sein begehre, daß aber diese Bindung auch jeder einzelne Mensch selbst herstellen muß, die er zwar zu jeder Zeit und an allen Orten herstellen kann, wenn dies sein ernster Wille und sein Herzensverlangen ist...

Dann wird er auch Meinen Segen merklich spüren, und dann wird es ihn auch drängen, Verbindung zu suchen mit seinen Mitmenschen, um gerade darüber zu reden, was ihn mächtig bewegt... weil Meine Gegenwart ihn dazu antreibt, sich zu entäußern, was auch immer geschehen wird, weil sich geistig strebende, von der Liebe zu Mir erfüllte Menschen auch immer zusammenfinden werden zum geistigen Austausch. Es sollte auch diese Meine Verheißung euch antreiben, die Kraft Meines Namens zu erproben, denn so ihr glaubet, wisset ihr auch, daß ihr im Kontakt mit Mir über Kraft werdet verfügen können, die ihr wieder zum Wohl des Mitmenschen verwenden könnet...

Doch noch ist euer aller Glaube schwach, aber immer wieder rufe Ich euch Menschen Meine Worte ins Gedächtnis, und so ihr ernsthaft darüber nachdenket, werdet ihr auch dieser Verheißung noch mehr Bedeutung beimessen; ihr werdet wissen, daß Ich Selbst durch euch wirken kann, so ihr nur Mein Wirken zulasset durch die Stärke eures Glaubens. Denn wo Ich bin, gibt es keine Grenzen Meiner Macht... vorausgesetzt, daß ihr nicht selbst die Grenzen ziehet durch einen zu schwachen Glauben. Ich aber will euch segnen, daß auch euer Glaube stärker werde durch diese Meine Worte: „Wo zwei oder drei in Meinem Namen versammelt sind, da bin Ich mitten unter ihnen...“ Und wo Ich bin, dort kann Mein Geist wirken und Meine Liebe, Weisheit und Macht offenbar werden...

Amen


B.D. NR. 7076 - 28.3.1958

Liebe allein gibt Licht, d.h. Erkenntnis...

Im Lichte der Wahrheit zu wandeln ist das Vorrecht derer, die sich eines Liebelebens befleißigen, denn aus ihnen muß die Dunkelheit weichen, die Folge war einer liebelosen Gesinnung wider Mich. Liebe und Licht gehören zusammen wie Lieblosigkeit und Finsternis...

Denn Liebe gehört zur Vollkommenheit, und das Vollkommene muß auch in vollster Erkenntnis stehen. Der Mensch aber ist zu Beginn seines Erdenwandels noch unvollkommen, und er soll im freien Willen die Vollkommenheit anstreben und erreichen. Folglich wird er auch anfangs in völliger Unkenntnis sein, die sich im gleichen Maße verringert, wie er die Vollendung anstrebt. Die Unvollkommenheit des Wesens aber besteht darin, daß es noch ohne Liebe ist, daß es von der verkehrten Liebe, der Eigenliebe, beseelt ist, die es einstens auch unselig, d.h. unvollkommen, werden ließ. Und erst die Wandlung dieser verkehrten Liebe zur göttlichen, uneigennützigen Liebe wird die Vollkommenheit des Wesens wiederherstellen. Und dann muß auch der Zustand der Licht- oder Erkenntnislosigkeit schwinden. Dann muß das Wesen auch wie einst vom Licht der Wahrheit erleuchtet sein, und es muß wissen um den geistigen Zusammenhang und um sein eigenes Verhältnis zu Mir, seinem Gott und Schöpfer von Ewigkeit...

Und dann ist auch der unselige Zustand behoben, der seit seinem Sturz zur Tiefe das Wesen gefangenhielt... Wenn einmal die Menschen sich ihren unwissenden Zustand zu erklären suchen würden, dann könnten ihnen schon lichte Gedanken zugeleitet werden, denn Ich werde keinem Menschen die Antwort versagen, der nur gedanklich eine ernste Frage stellt. Aber diese Frage bewegt nicht viele Menschen... es ist ihnen das Leben eine Selbstverständlichkeit, die sie nicht weiterzuergründen suchen. Und auch ihr unwissender Zustand stört sie nicht sonderlich...

Und daher ist auch ihr Lebenswandel kein Streben nach Vollendung, weil sie ihre Mangelhaftigkeit nicht erkennen, daher auch ist ihr Verlangen nach Wahrheit nur gering und so auch ihre Liebetätigkeit, und es kann die geistige Blindheit nicht von ihnen genommen werden, weil sie nicht sehend zu werden begehren. Wer aber die Liebe hat, der ist auch sehend...

Denn er sieht mit dem geistigen Auge, und ihm wird sich wahrlich alles enthüllen, was zuvor noch verborgen vor ihm lag. Es ist aber dem Verstandesmenschen niemals diese Grundwahrheit zu vermitteln, daß die Liebe allein ein rechtes Licht gibt in Dingen, die irdisch nicht beweisbar sind...

Denn dieser wertet allein nur die Schärfe des Verstandes, und er spricht jedem „schwachen Denker“ auch die Fähigkeit ab, zu einem wahrheitsgemäßen Wissen zu gelangen. Doch letzterer kann ersteren weit überflügeln, wenn er nur die Liebe in sich entzündet, die allein der Weg ist zur Erkenntnis. Und solange diese Grundwahrheit nicht angenommen wird, so lange wird auch das Denken der Menschen falsch sein, denn ohne Liebe sind sie zu weit von der Vollkommenheit entfernt und daher auch noch weit entfernt von der Wahrheit. Ich Selbst kann nicht Meinen Liebestrahl ihnen zusenden, der gleichzeitig auch Wahrheit ist als Ausfluß Meiner Selbst, Der Ich die Ewige Wahrheit, aber auch die Ewige Liebe bin...

Menschen ohne Liebe gehen in der Finsternis des Geistes dahin, Menschen ohne Liebe haben ihre Wesenswandlung noch nicht vollzogen, zwecks derer sie auf Erden wandeln...

Menschen ohne Liebe gehören immer noch dem an, der die Wesen einst in die Tiefe stürzte, der selbst jegliche Erkenntnis verlor und also auch seinen Anhang in Blindheit des Geistes versetzte...

Und Menschen ohne Liebe haben auch noch nicht den freien Willensentscheid getroffen für Mich, ansonsten sie auch die Kraft von Mir empfangen konnten, sich selbst und ihr Wesen zu wandeln und wieder zum alles beglückenden Licht zu gelangen...

Amen


B.D. NR. 7077 - 29.3.1958

Alle göttlichen Eigenschaften können wieder durchbrechen...

Aus der Kraft des Allerhöchsten seid ihr hervorgegangen...

Und es muß also auch in euch diese Kraft vorhanden sein, weil ihr im Grunde das gleiche seid wie Der, Der euch erschaffen hat. Als Mensch aber seid ihr alles andere eher als kraftvoll, ihr seid schwache, unselbständige Wesen, die den Naturgesetzen unterworfen sind und nicht von selbst diese Gesetze umstoßen können. Und doch seid ihr göttlichen Ursprungs...

Ihr könnet dies nur glauben, denn es kann euch nur dann bewiesen werden, wenn ihr im Glauben euch bemühet, in eurem schwachen, kraftlosen Zustand die Kraft Gottes anzufordern...

Nur das ist nötig, um dann auch eine stetige Veränderung eures Wesens selbst wahrnehmen zu können, denn ihr werdet dann wieder alle Anzeichen eines göttlichen Ursprungs in euch selbst erkennen können, ihr werdet Fähigkeiten entwickeln, die jenen göttlichen Ursprung beweisen, und euer anfänglich unvollkommenes Wesen wird eine Vollendung noch auf Erden erreichen können, die ein ganz klarer Beweis ist, daß ihr einstmals aus dem vollkommensten Wesen hervorgegangen seid. Ihr habt selbst alle jene göttlichen Eigenschaften in euch, aber ihr hattet sie zurückgedrängt, sie konnten sich nicht mehr äußern, ihr waret aus eigener Schuld aller göttlichen Kraft beraubt, ihr wurdet zu kraftlosen, unvollkommenen Wesen...

Ihr könnt aber genauso wieder euch wandeln zu höchster Vollkommenheit, ihr könnt über unbegrenzte Kraft verfügen, wenn ihr nur eines anstrebt: wieder die Verbindung mit Dem herzustellen, Der euch erschaffen hat...

Mit Ihm seid ihr kraftvoll und lichtvoll, ohne Ihn schwach und von Finsternis umfangen. Und ihr gerietet in diesen Zustand durch die einstmalige Abkehr von Ihm, weshalb ihr wieder den Zusammenschluß mit Ihm suchen müsset. Euer Schöpfer ist der Urquell der Kraft...

Zusammenschluß mit Ihm bedeutet daher, inmitten des Kraftstromes zu sein, der alles durchdringt und keinerlei Schwäche mehr aufkommen lässet. Wenn ihr Menschen nun euch eures Schwächezustandes bewußt seid, so solltet ihr euch nicht untätig davon übermannen lassen, sondern ihr solltet euch hinwenden zu Dem, Der aus Seiner Kraft euch hinausgestellt hat, Der aber auch eure Bindung mit Ihm fordert, um euch durchströmen zu können mit Seiner Kraft. Denn es ist euer Schwächezustand keineswegs Sein Werk, sondern euer eigenes Verschulden, und so auch müsset ihr selbst aus eigenem Antrieb euch nach Kraft sehnen und sie von dort zu empfangen begehren, wo sie ihren Ausgang hat... bei eurem Gott und Schöpfer von Ewigkeit. Ihr dürftet keinen Augenblick zögern, denn das Hervorbrechen göttlicher Eigenschaften wird euch unermeßlich beglücken, und ihr werdet es nicht verstehen können, daß ihr euch so lange zurückhieltet von der bewußten Verbindung mit Ihm. Ihr findet euch ab mit eurer Schwäche, wo ihr überaus kraftvoll wirken könntet; ihr unterordnet euch den Naturgesetzen, wo ihr selbst ihrer Herr sein könntet; ihr gebt euch zufrieden mit der euch eigenen Lebenskraft, aber ihr bemühet euch nicht, die einstige göttliche Kraft euch zurückzuerwerben, wozu es nur eures freien Willens bedarf. Als uranfänglich göttliche Geschöpfe kanntet ihr keinen Mangel, weder an Licht noch an Kraft, und ihr waret selig im Übermaß...

Als Mensch jedoch seid ihr nicht selig zu nennen, eben weil euch Kraft und Licht verlorengingen...

Und doch könntet ihr wieder euch die Seligkeit selbst bereiten, indem ihr nur euch im freien Willen wieder dorthin wenden würdet, wo euer Ausgang war... zu Gott, Dessen Nähe unwiderruflich sich in einem Zustrom von Kraft auswirket, die euch wieder zu göttlichen Geschöpfen macht, die ihr waret im Anbeginn. Da aber diese Rückwandlung eine Angelegenheit des freien Willens ist, kann euch nur davon Kenntnis gegeben werden, ein Wissen, das ihr glauben, aber auch zurückweisen könnet als unglaubwürdig. Den Beweis dessen könnet ihr euch aber selbst schaffen, denn die Verbindung mit dem Kraftquell von Ewigkeit kann jeder Mensch herstellen, und dann werden auch alle göttlichen Eigenschaften wieder zum Vorschein kommen, jegliche Schwäche wird von dem Menschen abfallen, und er wird Übernatürlich-Scheinendes zu leisten fähig sein, doch in Wahrheit wird nur seine Urbeschaffenheit wieder hervortreten, denn er ging einstens hervor aus dem Urquell der Kraft und muß sonach auch in sich Kraft sein und nun mit dieser Kraft wirken können, sowie er sich dem Urquell der Kraft...

Gott Selbst... wieder angeschlossen hat...

Amen


B.D. NR. 7078 - 30.3.1958

Vergänglichkeit...

Liebeleben kann zum Glauben führen...

Wer sich entschließen kann, das Verlangen des Körpers zurückzusetzen um geistigen Erfolges willen, der wird auch wahrlich solchen verzeichnen können in kurzer Zeit. Denn ihm komme Ich offensichtlich zu Hilfe, denn er beginnt, seinen Erdenlebenszweck zu erkennen, und ihm werde Ich stets beistehen, auf daß er nicht wieder zurückfalle in den Strudel der materiellen Welt. Aber gerade dieses innere Begehren nach einem beständigen Erfolg, das Verlangen nach unvergänglichen Gütern, muß in ihm selbst erwachen, es kann ihm nicht von Mir aus geschenkt werden, weil dies schon der Willensentscheid ist, den der Mensch auf Erden treffen soll in völliger Freiheit. Meine Hilfe besteht lediglich darin, ihm immer wieder die Vergänglichkeit alles Irdischen vor Augen zu führen, um ihn zum Nachdenken zu veranlassen... zum Suchen dessen, was unvergänglich ist. Bei vielen Menschen sind aber auch solche Hinweise vergeblich, und je mehr sie irdisch verlieren, desto zäher suchen sie das Verlorene zu ersetzen, und ein geistiger Fortschritt wird nicht erzielt. Es sind aber nicht die Menschen so unterschiedlich geartet, daß ein Wandel ihrer Zielrichtung nicht möglich wäre. Alle könnten durch Nachdenken zum gleichen Ergebnis kommen, weil ein jeder Mensch auch weiß, daß er mit dem Moment des Todes alles verliert, was er sich auf Erden erworben hat...

Aber nicht jeder Mensch gedenkt dessen, was nach dem Tode kommt...

Und darum sorgt er nicht für geistige Schätze, weil er es nicht glaubt, jemals solche zu benötigen. Und wiederum könnte ein jeder Mensch glauben, wenn er nur ein Leben in Liebe führen würde, denn dies kann jeder Mensch, selbst wenn er inmitten der Welt steht und irdisch strebt...

Denn sowie er trotz materiellen Denkens auch ein Herz hat für seine Mitmenschen, würde er über kurz oder lang auch zum Glauben gelangen, er würde doch zuweilen nachdenken über seinen Lebensinhalt und dessen eigentlichen Wert. Und so ist es immer wieder die Liebe, die dazu führt, daß sich des Menschen Denken wandelt. Und auch das ist Meine Hilfe, daß Ich den Menschen die Not des Mitmenschen sehen lasse, um seine Liebewilligkeit anzuregen. Zwar werden von den Materialisten nur wenige sich berührt fühlen und helfend eingreifen, aber es wird ihr Schaden nicht sein...

Der eigentliche Aufstieg beginnt aber für die Seele erst dann, wenn er mehr zu erreichen sucht... etwas, was ihn innerlich befriedigt. Dann konnte sich seine Seele schon hörbar melden, dann konnte schon der Geist im Menschen einwirken auf dessen Denken, und die geringste Aufmerksamkeit jenen Geistesäußerungen gegenüber wird sich bald belohnen, denn es wird der Mensch auch finden, was ihn mehr befriedigt...

Dann kann Ich offensichtlich in Aktion treten, indem Ich ihm kleine wahrheitsgemäße Enthüllungen zukommen lasse in unauffälliger Weise, durch Schriften, Gespräche oder gedanklichen Einfluß, die alle seine Gedanken anregen und ihn zu weiterem Suchen drängen. Er hat dann freiwillig den ersten Schritt getan, und er kann dessen gewiß sein, daß Ich ihm nun weit entgegenkomme, um nur ihn zu veranlassen, auf dem Wege zu bleiben, den er beschritten hat. Ich will auch keineswegs durch Zwang ihn gewinnen, ansonsten Ich wahrlich leicht ein anderes Menschengeschlecht zeitigen könnte... aber sowie eine kleine Wendung zu Mir hin im freien Willen getan wurde, kann Ich Mich auch schon dem Menschen offenbaren, doch immer so, daß er keinem Willenszwang unterliegt, sondern er nur leise angeregt wird, Stellung zu nehmen zu solchen Offenbarungen, die ihm nicht absonderlich erscheinen, nur seine Gedanken bewegen. Doch Ich hüte und pflege ein solches aufkeimendes Pflänzchen... die Seele eines solchen Menschen... mit aller Liebe und Sorgfalt, daß es nicht verkümmert, daß es sich entwickle und zu einer kräftigen Pflanze heranreife, die Früchte bringen kann, die nicht mehr vergehen... wie Ich Mich aber auch immer wieder derer annehmen werde, die noch ganz in materiellem Denken sich befinden und deren einziges Ziel nur die Welt und ihre Güter ist. An jedem einzelnen versuche Ich das Rückführungswerk, wenn auch nur selten mit Erfolg. Und das sicherste Mittel dazu ist ebender Beweis der Vergänglichkeit irdischer Güter und irdischen Besitzes und Glückes...

Solche Beweise nur können von Erfolg sein, und es werden daher auch immer wieder Geschehen aller Art die Menschen aufrütteln und zum Nachdenken Anlaß geben...

Doch jedem Menschen bleibt es selbst überlassen, daraus Folgerungen zu ziehen...

Die Hilfe wird jeder Mensch von Mir erfahren, weil dies allein Zweck des Erdenlebens ist, daß er sich löse von der Materie und sich ein geistiges Ziel suche, solange er noch auf Erden weilt...

Amen


B.D. NR. 7079 - 31.3.1958

Die Menschen müssen alle Gottes Wort hören...

Vieles schon ist euch erklärt worden, viele Lehren habt ihr entgegengenommen, und viele geistige Güter habt ihr gewonnen dadurch, daß euch von oben Mein Wort ertönte, daß ihr ständig von Meinem Geist erleuchtet wurdet und also das Brot des Himmels entgegennahmet. Und immer wieder schütte Ich Meine Gnadengaben über euch aus, damit ihr nicht in der Finsternis, die über die Erde gebreitet liegt, falsche Wege gehet, damit euch Licht werde, die ihr Licht begehret. Es können also die Menschen nicht sagen, daß sie sich nicht zurechtfinden könnten in der Dunkelheit, denn blitzartig leuchtet allen ein Licht auf, die der Finsternis entfliehen wollen. Doch ob dieser Wille in ihnen aufkommt, das allein bestimmt ihren Geisteszustand, denn dem Willen tue Ich keinen Zwang an. Und es kann der Wille in jedem Menschen erwachen, dem Mein reines Wort... von oben kommend... zugeführt wird. Denn Mein Wort hat diese Kraftwirkung, wenn es der Mensch völlig unvoreingenommen anhört oder liest und darüber nachzudenken beginnt. Und darin liegt die Begründung, warum Ich alle Meine Weinbergsarbeiter zu eifriger Tätigkeit anrege, warum Ich immer wieder euch den Auftrag gebe, Mein Wort zu verbreiten...

Es muß den Menschen Gelegenheit gegeben werden, zu Meinem reinen Wort Stellung zu nehmen, dann erst wird auch die Kraft des Wortes sich an ihnen erweisen, während es völlig wirkungslos bleibt bei denen, die es mit innerem Widerstand oder völliger Gleichgültigkeit anhören. Diese werden sich abwenden und weiter ihren Weg in Dunkelheit des Geistes gehen. Doch immer wieder findet sich ein Mensch, der hungernd das Brot aus dem Himmel entgegennimmt, und diesem wird es wahrlich eine rechte Speise sein, und seine Seele wird sich daran erlaben können. Ich helfe euch, Meine Mitarbeiter auf Erden, daß ihr an jene Türen anklopfet, wo Bedarf ist an rechter Seelennahrung...

Aber Ich brauche euch auch dazu, Mein Wort dorthin zu leiten, weil alles im Rahmen des Naturmäßigen sich vollziehen muß, um die Willensfreiheit nicht zu gefährden. Und wo nun sich Mir helfende Hände entgegenstrecken, die in Meinem Namen weitertragen, was sie von Mir empfangen, dort wird auch Mein Segen ihre Arbeit begleiten...

Ich werde die Gedanken recht lenken und ihnen die Türen zeigen, da sie anklopfen sollen, um die Gaben ihres Herrn zu verteilen. Doch jedem Empfänger Meiner Gnadengaben bleibt es selbst überlassen, ob und wie er sie auswertet... denn Buchstaben allein können nicht den Hunger oder Durst einer Seele stillen, ist aber der Geist im Menschen tätig, der durch den guten Willen zur Entäußerung veranlaßt wird, dann wird auch der Buchstabe lebendig werden, und dann wird das Herz des Menschen Mich Selbst vernehmen und Meiner Ansprache keinen Widerstand mehr entgegensetzen. Und so sollt ihr, Meine Diener auf Erden, die Vorarbeit leisten, auf daß Ich geöffnete Türen finde, die Mich Selbst nun einlassen, weil sie nach immerwährender Speisung durch Mich nun verlangen. Ich will nur die Menschen anreden können...

Und dazu brauche Ich euch als Mittler, weil eine direkte Ansprache gleich ist einem Willenszwang, der aber ausgeschaltet ist. Denn Meine Gnadengaben werden euch ständig zufließen, und ihr werdet darum niemals Mangel haben an geistigem Gut, das ihr austeilen sollet...

Und ihr wisset es, daß ihr etwas empfanget, das ihr als höchstes Gut auf Erden bewerten könnet... eine Gabe Meiner endlosen Liebe zu euch...

Ihr wisset es, daß ihr die Wahrheit empfanget, wenn Ich euch anrede... und also verbreitet ihr auch nur die reine Wahrheit, und damit auch traget ihr Licht hinein in das Dunkel. Ohne Licht aber kann kein Mensch den Weg finden zu Mir, denn die Dunkelheit ist das Gebiet Meines Gegners, das er verlassen muß, will er zu Mir gelangen. Und ihr sollt euren Mitmenschen helfen, aus dem Dunkel der Nacht in das Licht des Tages zu treten, und ihr könnt es, weil Ich Selbst euch mit dem rechten Licht versehe, weil Ich Selbst im Wort zu jenen kommen will, die Mir nicht wehren...

Und jeder, den Ich einmal ansprechen kann, der wird auch von einem Liebelichtstrahl von Mir getroffen, und nun wird er sich auch öffnen und ohne Abwehr helles Licht in sich einströmen lassen, und er wird gerettet sein für alle Ewigkeit...

Amen


B.D. NR. 7080 - 1.4.1958

Verkörperte Lichtwesen...

Jünger Jesu zur Erdenzeit...

Auch ihr gehöret zu denen, die in der letzten Zeit als Meine rechten Jünger das Evangelium der Liebe künden sollen, die um Mich waren in der Zeit Meines Erdenwandels und denen Ich die Verheißung gab, zur Zeit Meines Wiederkommens Mir dienen zu dürfen. Wenn ihr diese Worte vernehmet, so werdet ihr es erst verstehen, wie wichtig eure Mission ist, mit der Ich euch betreue...

Denn Ich kann dazu nur solche Menschen brauchen, die in ihrer Dienstbereitschaft und Liebe zu Mir sich mit Eifer für ihre Arbeit einsetzen. Und ein solcher Diensteifer würde nicht mehr zu finden sein bei den Menschen dieser Erde...

Ich mußte also euch darum zur Erde senden, aber Ich konnte euch nicht die Rückerinnerung geben an euer einstiges Wirken. Ihr müsset den Erdenweg genauso zurücklegen wie alle Menschen, bewußt eurer menschlichen Schwächen und ringend um starken Glauben...

Aber es kann Mein Geist durch euch wirken...

Ihr seid fähig, die Wahrheit von oben zu empfangen und sie zu verstehen... und ihr könnet darum auch sie weitertragen in die Welt, wie es einstmals eure Aufgabe gewesen ist. Ich gebe euch darum einen Hinweis auf eure Herkunft, weil ihr daraus ersehen sollt, daß ihr nur eine kurze Zeit das Amt verwaltet auf dieser Erde, was ihr auch im geistigen Reich verwaltet, und daß dieses Amt ein außerordentlich bedeutsames ist, denn was Ich damals begann... den Weg anzubahnen ins Vaterhaus... das sollet ihr nun noch einmal mit aller Eindringlichkeit den Mitmenschen vorhalten und auch ihnen den Weg zeigen, bevor das Ende kommt, bevor ein neuer Zeitabschnitt folgt in völlig neuer Ordnung. Immer waret ihr bereit, in Meinem Auftrag den Menschen Kunde zu geben von Mir und Meinem Erlösungswerk. In der letzten Zeit vor dem Ende aber ist es ganz besonders nötig, daß die Menschen Meiner gedenken, denn Ich allein bin ihre Rettung, Ich allein kann sie zurückreißen von dem Abgrund, dem sie in ihrer Blindheit entgegengehen...

Aber sie müssen Mich anerkennen, sie müssen genau wie zur Zeit Meines Erdenwandels zu Mir rufen: „Herr, hilf Mir...“ Aber die Menschen wandeln ohne Kenntnis dahin, denn was sie auch von Mir und Meinem Erlösungswerk wissen, das ist für sie nur eine Legende...

Darum müsset ihr voller Überzeugung Mich verkünden in der Welt. Und weil ihr als selbst Mensch nicht anders beschaffen sein konntet, wenngleich ihr aus dem Lichtreich gekommen seid, müsset ihr zuvor durch Meinen Geist ein lebendiges Wissen über Mich und Mein Werk der Erlösung erhalten, um nun auch überzeugt für Mich eintreten zu können...

Und es läßt eure Seele das Wirken des Geistes in euch zu... ein Vorgang, den die Menschen der Jetztzeit selten nur aufweisen und darum auch schwer zum Glauben daran zu bewegen sind. Es ist eure Aufgabe wichtig, und darum habe Ich euch wieder ausgebildet wie einst... d.h., euer Menschliches mußte zuvor himmlische Weisheit entgegennehmen, um nun auch mitten unter Menschen wieder predigen zu können, wie ihr es einst getan habt. Meine Jüngerzahl damals war groß, und viele davon erboten sich zu diesem Erdengang in der letzten Zeit vor dem Ende, angesichts der großen geistigen Not, die eine Hilfe dringend erforderlich macht...

Aber es mußte sich auch eine jede Lichtseele auf Erden im freien Willen wieder den Liebegrad erwerben, der das „Wirken des Geistes“ zuläßt...

Es ist das Ringen des Menschen nicht weniger schwer als das eines jeden anderen Menschen, nur wird die Seele immer den Willen und die Bindung zu Mir haben und darum auch ein Leben in Liebe führen, das dann auch das Geisteswirken gewährleistet. Und dann kann auch wieder Mein Wort zur Erde geleitet werden, Ich kann Selbst wieder das Evangelium der Liebe predigen jedem, der Ohr und Herz nicht verschließet...

Ihr seid Mir wieder zu Wegbereitern geworden, ihr traget nur Mein Evangelium hinaus in die Welt, ihr redet nicht Eigenes, sondern ihr lasset Mich Selbst durch euch reden, wie es auch eure Mission gewesen ist nach Meiner Himmelfahrt, daß ihr Mir Selbst zum Aufnahmegefäß wurdet und Ich Selbst also im Geist bei euch sein konnte. Und so werde Ich immer bei den Menschen sein bis an der Welt Ende...

Denn ohne Mich wird kein Mensch zur Seligkeit gelangen, ohne Mich ist der Weg ins Vaterhaus unauffindbar, ohne Mich wandelt die Menschheit in Schuld und Sünde, und ihr Weg geht hinab zur Tiefe. Doch die Meinen sind eifrig beteiligt an der Erlösungsarbeit, die Meinen stellen sich Mir zur Verfügung, wo immer Ich sie brauche...

Und ihr alle, die ihr Mir dienen wollet, ihr gehört zu den Meinen, und ihr werdet auch erfolgreiche Arbeit auszuführen imstande sein, denn in Meinem Auftrag seid ihr immer nur tätig... und gibt euch der Herr ein Amt, so wird Er euch auch die Kraft geben, es zu verwalten...

Er wird Selbst mit Seiner Kraft und Seinem Segen bei euch sein und, so eure Mission beendet ist, euch wieder holen zu Sich in Sein Reich...

Amen


B.D. NR. 7081 - 2.4.1958

Gottes Segen...

Heilsplan...

Willenswandlung...

Segnend lege Ich Meine Hände auf euch, und ihr werdet es spüren und einen inneren Frieden empfinden. Denn Mein Segen ist Kraftzuwendung, Mein Segen ist Hilfe in geistiger und irdischer Not. So gehet denn getröstet alle Wege, denn Ich geleite euch, Ich gehe neben euch, und ihr werdet ungefährdet euer Ziel erreichen. Wer Mich nur im Herzen hat, der braucht keinen Untergang zu fürchten, ihn trage Ich durch Sturm und Gefahr zum Hafen der Sicherheit. Ich will nur euch selbst gewinnen, euer Herz und euren Willen...

Ich will nur, daß ihr eure Augen erhebet zu Mir, daß ihr euch Mir wieder zuwendet, wie ihr einstens euch abwandtet von Mir. Und Ich sehe, wie es in euren Herzen aussieht, auch wenn euer Mund schweigt, wenn ihr nach außen hin nichts erkennen lasset von eurer Zuwendung zu Mir...

Aber Ich werde euch nicht mehr von der Hand lassen, Ich werde euch stets näher an Mich zu binden suchen, bis ihr den endgültigen Zusammenschluß mit Mir eingegangen seid, bis das Ziel erreicht ist, das euch für euren Erdenlebensweg gesteckt wurde...

Doch eines sollt ihr wissen, daß es jedem Menschen überlassen bleibt, welche Willensrichtung er einschlägt...

Ihr werdet nicht gezwungen, sondern in völliger Freiheit bleibt euer Denken, selbst wenn ihr zu einem bestimmten Handeln gezwungen würdet...

Denn wollte Ich zwangsmäßig auf euren Willen einwirken, dann wäret ihr alle schon Mein, denn diese Macht steht Mir wahrlich zu Gebote; aber es würde dies weder Mich noch euch so beglücken, daß ihr euch selig preisen könntet auf ewig...

Doch eine freie Willensentscheidung für Mich sichert euch das seligste Los, und das will Ich euch bereiten. Solange ihr noch nicht in Meinen Heils-plan von Ewigkeit eingeweiht seid, könnet ihr auch nicht die Tragweite eines solchen freien Willensentscheides fassen. Denn es geht um mehr als nur um die kurze Zeit eures Erdendaseins, es geht um die Ewigkeit, es geht um etwas, das euer Begriffsvermögen überschreitet, solange ihr nicht durch Meinen Geist in den Zustand des Erkennens versetzt werden könnet, der euch ein Licht gibt auch in Bisher-Unbegreiflichem. Und würde euch auch das Wissen darum zugeführt, so könnet ihr es dennoch nicht begreifen, solange ihr nicht die Bindung mit Mir eingegangen seid...

Aber ihr könnet es glauben, daß keinem von euch Menschen die Erkenntnis versagt bleibt, der sie ernsthaft begehrt. Was einst euch zurückwarf, was euch diese Erkenntnis nahm, was euch zu mangelhaften Wesen machte, war einzig und allein nur die Abkehr von Mir, die Trennung, die ihr willensmäßig vollführtet... wenngleich ihr euch ewig nicht mehr von eurem Gott und Schöpfer trennen könnet. Und es ist daher wieder nur die willensmäßige Zuwendung zu Mir erforderlich, um euch wieder zum Licht der Erkenntnis, zur Kraft und zu eurem einstigen vollkommenen Zustand zurückzuführen. Und also suche Ich, nur diese Zuwendung eures Willens zu Mir zu erreichen. Und wahrhaft glücklich werdet ihr auch erst sein in der bewußten Bindung mit Mir...

Und auch Ich sehne Mich nach Meinen Kindern, die von Mir gingen in verblendetem Denken, und darum verfolge Ich sie unausgesetzt mit Meiner Liebe und suche sie zur Rückkehr zu bewegen...

Doch oft sind Meine Mittel so, daß ihr Menschen nicht die Liebe eines Vaters zu Seinem Kind zu erkennen vermögt...

Und dennoch ist es Liebe... eine Liebe, die euch unermeßlich beglücken möchte und die immer nur das Ziel zu erreichen sucht, daß das Kind den Weg findet zum Vater, um bei Ihm zu bleiben ewiglich...

Amen


B.D. NR. 7082 - 3.4.1958

Fall der Geister...

Denkfähigkeit...

Fall Luzifers...

Es ist weit leichter, euch mit den geistigen Zusammenhängen vertraut zu machen, die euer eigenes Dasein begründen, als euch die rechte Erkenntnis zu übermitteln über die geistigen Vorgänge, die sich abspielten, als Ich euch alle als geistige Wesenheiten ins Leben rief. Was Meinem Heilsplan zugrunde liegt, war erst die Folge dessen, was zuvor im Reiche der Geister vor sich ging...

Und diesen Vorgang zu erfassen, das setzt eine Lichtfülle voraus, die ihr als Mensch auf Erden noch nicht besitzet, selbst wenn ihr euch auch bemüht, Meinem Willen gemäß zu leben...

Doch jene geistigen Vorgänge gehörten zum freien Willensentscheid, den auch alle aus Meiner Liebe hervorgegangenen Wesen ablegen mußten, um die höchste Vollendung zu erreichen: als frei-schaffende Wesen unabhängig zu sein von Meinem Willen und dennoch im gleichen Willen mit Mir zu denken, zu wollen und zu handeln. Und auch dieser freie Willensentscheid erforderte die dazu nötigen Voraussetzungen...

Das Wesen mußte fallen können zur Tiefe, wie es aber auch umgekehrt die höchste Höhe mußte erreichen können...

Sowie dem Wesen eine Schranke gesetzt worden wäre nach oben oder nach unten, wäre auch sein Wille nicht mehr frei. Und dieser sich frei entfaltende Wille also war wiederum das Ergebnis des Denkens... der Gedanke aber war eine von Mir aus dem Wesen zugestrahlte Kraftäußerung... die nun das Wesen selbst anregte, dazu Stellung zu nehmen. Die dem Wesen eigene „Denkfähigkeit“ bestand also darin, eine es berührende gedankliche Anstrahlung zu verarbeiten, also gleichsam sich selbst mit dem Gedanken auseinanderzusetzen, ansonsten das Wesen nur ein „Werk“ Meinerseits geblieben wäre, wenn Mein Gedanke es zwangsläufig zu gleichem Denken veranlaßt hätte...

Ich aber wollte völlig freie Geschöpfe aus Mir herausstellen und gab ihnen deshalb die Fähigkeit eigener Beurteilung, die aber in verschiedener Richtung sich entfalten konnte. Es hätte nie und nimmer einen Abfall Luzifers von Mir geben können, wenn er diese Fähigkeit nicht besessen hätte. Er wäre aber dann auch kein freier Geist gewesen, sondern immer nur eine Marionette, die völlig Meinem Willen unterstand. Ich mußte also dieses und auch alle nachfolgenden Wesen völlig isolieren von Mir, sie mußten sich einer vollständigen Freiheit erfreuen und durften in keiner Weise beschränkt werden. Und so auch mußten die ihnen zugestrahlten Gedanken ebensogut negativ wie positiv ausgewertet werden können... d.h., das Wesen selbst konnte in voller Übereinstimmung, also im gleichen Willen mit Mir, auch zur Ausführung bringen, wozu es durch jene Gedanken angeregt wurde...

Ebenso aber konnte es „anders denken“,also kraft seiner Denkfähigkeit andere Schlüsse ziehen, was jedoch nur dann geschah, wenn es diese „Denkfähigkeit“ nicht mehr als Geschenk von Mir, sondern als selbst erzeugt ansah und dieses falsche Selbstbewußtsein eine Trübung seiner Erkenntnis zur Folge hatte. Es war wohl alles Wesenhafte als selbständig aus Mir herausgestellt, aber es war in seiner Ursubstanz Liebe, und diese Liebe also mußte auch die Bindung suchen mit Mir, weil Liebe zu Liebe drängt...

Und so lange war auch der Wille völlig übereinstimmend mit dem Meinen. Jegliche Lockerung der Bindung mit Mir äußerte sich auch in der Abweichung des Willen des Wesens von Meinem Willen, und dies wieder wirkte sich aus in einem Nützen der Denkfähigkeit in verkehrter Richtung, weil jeder Gedanke nach allen Richtungen hin muß erwogen werden können, ansonsten der Wille nicht frei wäre... was aber nicht besagt, daß ein verkehrter Gedanke von Mir Selbst dem Wesen zugeströmt ist...

Das erste Wesen, Luzifer, stand im hellsten Licht... und es konnte sich mit Mir Selbst austauschen, es konnte seine Gedanken auch verkehrt richten, hätte aber auch jederzeit die Möglichkeit gehabt, Mir diese seine verkehrten Gedanken vorzulegen, so daß Ich ihm hätte antworten können. Aber gerade die verkehrten Gedanken dachte er vor Mir ver-bergen zu können, und es war dies schon eine Schwächung seiner Liebe, die auch eine Schwächung des Lichtes nach sich zog. Und zu den ersten verkehrten Gedanken gehörten also auch die Zweifel an Meiner Macht, weil er Mich nicht zu schauen vermochte...

Die Erkenntnis, daß er selbst angesichts Meines überhell-strahlenden Urlichtes vergangen wäre, hielt ihn nicht von dem Verlangen zurück. Er wollte diese Erkenntnis nicht gelten lassen, und er suchte sich selbst in Meiner „Machtlosigkeit“ eine Erklärung... ein Gedanke wiederum, der schon ein Beweis war, daß er seine Bindung mit Mir schon sehr gelockert hatte, als dieser Gedanke in ihm auftauchte. Denn im gleichen Maße, wie er an Meiner Macht zu zweifeln begann, so hob sich sein eigenes Kraftbewußtsein, und nun folgte ein verkehrter Gedanke dem anderen... sein Wille stimmte nicht mehr mit dem Meinen überein, es ließ seine Liebe nach, und er verschloß sich stets mehr Meinem Liebekraftstrom... weil ihn nun auch die Erkenntnis verlassen hatte, daß auch er erst von Meiner Kraft gespeist werden mußte, um schöpferisch tätig sein zu können. Doch um des Zieles willen, das Ich verfolgte: - die aus Mir und ihm hervor-gegangenen Wesen zur höchsten Seligkeit zu führen... hinderte Ich auch keines der Wesen, selbst Meinen erstgeschaffenen Lichtträger nicht, den Willen verkehrt zu gebrauchen...

Ich hinderte kein Wesen, die Denkfähigkeit falsch zu nützen. Denn alle Wesen waren frei aus Mir herausgestellt worden, und die höchste Seligkeit der Wesen besteht auch darin, in vollster Freiheit schaffen und wirken zu können. Und das erfordert auch vollste Angleichung an Meinen Willen ohne jeglichen Zwang.Würde aber kein Wesen anders denken und wollen können als in Meinem Willen, dann wären diese Wesen auch nicht mit einem freien Willen ausgestattet, der aber unwiderruflich zu einem göttlich-vollkommenen Wesen gehörte...

Und erst dann kann Ich von Meinen Geschöpfen als von „Meinen Kindern“ sprechen, wenn sie in völlig freiem Willen in Meinen Willen eingegangen sind, und erst dann ist ihnen eine Seligkeit beschieden, die höchste Vollkommenheit voraussetzt. Und diese Vollkommenheit konnte Ich den Wesen nicht schenken, sondern sie muß von jedem erschaffenen Wesen selbst erworben werden im freien Willen...

Amen


B.D. NR. 7083 - 4.4.1958

Karfreitag...

Gedenket immer nur Meiner endlosen Liebe zu euch, die Mich bewog, das Erlösungswerk für euch zu vollbringen...

Was der Mensch Jesus auf Erden erlebt und erduldet hat, das tat Er aus Liebe zu den Mitmenschen, die Er in größter geistiger Not wußte. Ihm war als Mensch schon das Wissen eigen von der großen Sündenschuld der Menschen und der Hoffnungslosigkeit, von dieser frei zu werden ohne Hilfe. Dieses Wissen war die Auswirkung Seines Liebelebens, und darum erbarmte Ihn die Menschheit, und Er wollte ihr helfen. Zugleich aber erkannte Er auch als Folge Seiner Liebe, daß Er eine Mission zu erfüllen hatte... daß Ich Selbst Ihn zur Erde gesandt hatte, auf daß Er Mir als Hülle dienen und also Ich Selbst das Erlösungswerk zur Tilgung jener großen Sündenschuld in Ihm vollbringen konnte...

Und dieser Mission gemäß erfüllte sich Sein Erdenwandel... ein Weg unermeßlicher Nöte und Leiden, die Ihn vorerst heranreifen lassen mußten und die schon der Aufenthalt inmitten der sündigen Menschen Seiner Seele bereitete. Denn Seine Seele kam aus dem Reiche des Lichtes herab in die Finsternis. Aber die irdische Hülle, welche die Seele barg, mußte durch jene Leiden und Nöte, durch ständige Kämpfe wider die ihr anhaftenden Begierden und Leidenschaften vorerst geläutert werden, um nun ein würdiges Aufnahmegefäß zu sein für Mich Selbst, Der Ich Ihn nun aber voll und ganz erfüllte und also eins wurde mit Ihm...

Und nun setzte Seine eigentliche Mission ein: den Menschen Licht zu bringen, ihnen die Wahrheit zu verkünden, das Evangelium der Liebe zu predigen und ihnen also den Weg zu zeigen und vorzuleben, den auch sie gehen mußten, wollten sie nach ihrem Tode eingehen in das Reich des Lichtes und der Seligkeit... um dann als letztes Seinen Erdenweg zu beschließen mit einem unvergleichbaren Erbarmungswerk... mit Seinem bittersten Leidensweg und dem schmerzvollsten Tode am Kreuz als Opfer für die Sündenschuld der Menschheit...

Und diese Mission führte wohl ein Mensch aus, aber Ich Selbst war in diesem Menschen, Ich Selbst als die Ewige Liebe vollbrachte das Werk der Erlösung, denn nur allein die Liebe war zu einem solchen Opfer fähig, nur die Liebe konnte die Qualen des Kreuzweges ertragen und nur die Liebe konnte die Kraft aufbringen, geduldig auszuhalten in vollstem Bewußtsein bis zu Seinem Tode...

Und wenngleich der Mensch Jesus am Kreuz die Worte ausrief:„Mein Gott, Mein Gott, warum hast Du Mich verlassen...“ , so war dieser Ausruf doch nur ein Bekenntnis dessen, daß die Gottheit in Ihm Ihn nicht zu Seiner Tat drängte, sondern daß der Mensch Jesus in völlig freiem Willen das Opfer brachte für Seine Mitmenschen, daß Ihn die Liebe in Sich zur Ausführung veranlaßte, Die Ihn aber nicht unfrei machte in Seinem Denken und Handeln. Die ganze Sündenlast der Menschheit nahm der Mensch Jesus auf Seine Schultern und ging damit zum Kreuz...

Keiner von euch Menschen kann diesen Ausspruch in seiner ganzen Tiefe erfassen...

Zwar vollbrachte Ich Selbst das Werk der Erbarmung, weil auch der Mensch Jesus ohne Liebe nicht wäre fähig gewesen, dieses Maß von Leiden und Qualen auf Sich zu nehmen... doch wiederum konnte die „Gottheit“ nicht leiden, und darum mußte das Maß von Schmerzen und Leiden eine leidensfähige Seele ertragen, ein Mensch, Dessen Körper schmerzempfindlich war und Der also gleichsam sühnte, was die gesamte Menschheit an Gott schuldig werden ließ. Und auch Dessen Seele litt unbeschreiblich, weil sie aus dem Lichtreich kam und schon die Finsternis auf Erden für sie eine unbeschreibliche Qual bedeutete...

Der Mensch Jesus war „Mein Sohn, an Dem Ich großes Wohlgefallen hatte...“ Er war Mir mit allen Sinnen, mit all Seiner Liebe, zugewandt, Er bewegte Sich inmitten der sündigen Menschheit, und Seine Seele suchte unausgesetzt Mich, Seinen Gott und Vater von Ewigkeit, Seine Liebe zwang Mich zu unausgesetztem Einfließen in Ihn, und so also konnte die Einigung stattfinden von Mensch und Gott, oder auch: Die „Menschwerdung Gottes“ konnte erfolgen in völlig gesetzmäßiger Ordnung. Denn niemals konnte Ich Mir eine menschliche Hülle zum Aufenthalt wählen, die nicht pur Liebe gewesen wäre, weil Ich Selbst Mich nicht mit etwas Unreinem hätte verbinden können...

Und jegliche unreife Substanz wurde durch den Leidensweg des Menschen Jesus vergeistigt... und zugleich die Sündenschuld abgetragen für die gesamte Menschheit, weil Einer aus Liebe Sich opferte für Seine Mitmenschen. Der Mensch Jesus verherrlichte durch Seinen Tod Mich Selbst, und Ich verherrlichte Ihn, indem Ich Ihn zur schaubaren Hülle Meiner Selbst wählte für ewig... indem Ich Selbst in Ihm zur schaubaren Gottheit wurde für alle Meine geschaffenen Wesen, die sich der „Anschauung Gottes“ würdig machen. Ihr könnet, solange ihr auf Erden weilet, euch immer nur Meine endlose Liebe vor Augen stellen, die euch zur Freiwerdung verhalf durch das Erlösungswerk...

Begreifen aber werdet ihr diesen Erbarmungsakt erst in seiner ganzen Tiefe, wenn ihr selbst in das Lichtreich werdet eingegangen sein, wenn das Licht der Erkenntnis euch wieder durchstrahlt wie einst...

Dann werdet ihr auch selbst teilnehmen können, ihr werdet es selbst als gegenwärtig erleben und nun erst Meine unendliche Liebe begreifen, die alles getan hat, um ihre Kinder wieder zurückzugewinnen, die ihr einstens verlorengingen durch jene große Schuld des Abfalles von Mir...

Amen


B.D. NR. 7084 - 5.4.1958

Glaube an eine Mission des Menschen Jesus...

Ostersonnabend

Um glauben zu können an Jesus Christus und Sein Erlösungswerk, an eine Mission des Menschen Jesus und deren Ausführung, genügen nicht die wissenschaftlichen Forschungen oder verstandesmäßig erworbene Kenntnisse, denn Seine Mission war eine geistige, und Geistiges läßt sich nicht verstandesmäßig ergründen oder beweisen. Wohl ging der Mensch Jesus über die Erde gleichwie jeder andere Mensch, denn auch jene ungewöhnlichen Erscheinungen, die Seine Geburt und auch Sein Erdenleben zuweilen begleiteten, können nun nur noch geglaubt werden...

Sie können heut wie auch damals von Gegnern naturmäßig erklärt werden, soweit für solche Erscheinungen noch glaubwürdige Zeugnisse vorhanden sind. Doch es ist auch dieses von Mir aus so geplant worden, weil gerade der Glaube an Ihn und Sein Erlösungswerk nicht zwangsläufig erreicht werden sollte, sondern eine freie Willensangelegenheit jedes einzelnen Menschen sein muß. Dieser Glaube konnte gewonnen werden unter gewissen Voraussetzungen, und er wird, solange die Erde besteht, immer wieder diese Voraussetzungen fordern... eben weil es um das geistige Ausreifen der Seele geht, um die endgültige Freiwerdung von Meinem Gegner. Und so werden zu jeder Zeit Menschen eingeführt werden können in ein Wissen, das gerade das Erlösungswerk Jesu Christi zum wichtigsten Inhalt hat... und es wird jederzeit den Menschen möglich sein, einen lebendigen Glauben zu gewinnen an das, was mit immer größerem Eifer als Legende abgetan wird, wofür sich auch niemals solche Beweise erbringen lassen, die den Menschen zum Glauben an Jesus Christus zwingen... Immer wieder werde Ich unter den Menschen wirken im Geist...

Aber auch immer wird ein solches Geistwirken nicht hundert-prozentiger Beweis sein dürfen für die Mitmenschen. Immer wird geistiges Wissen nur von jenen Menschen geglaubt und verstanden werden, die selbst geistig streben, die ihren Geist in sich zum Leben erwecken und die dann auch wahrlich keines Beweises mehr bedürfen und dennoch voller innerer Überzeugung sind. Wer zu jenen Fragen, die Jesus Christus und Sein Erlösungswerk betreffen, verstandesmäßig herangeht, der verrennt sich in vielerlei Gedanken und findet nicht hindurch. Denn er sucht immer nur Menschliches zu ergründen, er wägt alles Für und Wider ab und ist zuletzt doch genau so unwissend wie zuvor...

Denn wenngleich er Beweise findet für die Existenz des Menschen Jesus, für die Gründe Seiner Aburteilung und Seines schandbaren Todes am Kreuz... solange er nicht um die geistigen Beweggründe Seines Daseins auf dieser Erde weiß... solange er nicht glaubt, daß Ich Selbst in diesem Menschen eine Verbindung schaffen wollte und geschaffen habe mit der ganzen Menschheit... solange ihm überhaupt geistiges Wissen mangelt, ist es auch völlig gleichgültig, das Erdenleben des Menschen Jesus beweisen oder Sein irdisches Wirken erklären zu wollen, weil es auch völlig belanglos ist für solche Menschen, ob Er auf Erden gelebt hat oder nicht, ob Seine Existenz geschichtlich bewiesen werden kann...

Jesus Christus als göttlichen Erlöser, als Meinen Abgesandten, Der Mir Selbst zur Hülle diente, zu erkennen, ist allein ausschlaggebend...

Und dieses Mysterium ist auf verstandesmäßigem Wege nicht zu ergründen, aber ganz leicht zu begreifen von Menschen, die zu Mir verlangen, die Meine leichten Gebote der Liebe halten. Diese werden den Geist in sich erwecken, der ihnen Licht gibt über alles und im besonderen über das Erlösungswerk. Und darum wird es zu jeder Zeit möglich sein, volle Aufklärung zu erlangen über den Einen, Der anerkannt werden muß als „Gottes Sohn und Erlöser der Welt“...

Der darum anerkannt werden muß, weil Er Mich Selbst barg und also Seine Anerkennung auch zugleich die Anerkennung Meiner Selbst ist, die ihr einstens Mir verweigertet und darum auch in den Zustand der Erkenntnislosigkeit gefallen seid. Der Mensch Jesus erfüllt mit Seinem Erdenleben eine Mission: diese eure einstige Sünde zu entsühnen. Und solange diese Mission des Menschen Jesus nicht erkannt wird, solange also auch dem Menschen der lebendige Glaube daran fehlt, bleibt er unabänderlich in jenem Zustand der Erkenntnislosigkeit, und es wird ihm dann auch nicht möglich sein, verstandesmäßig diesen Zustand zu wandeln...

Sowie er aber alles von der geistigen Warte aus zu betrachten beginnt... was ein Liebeleben getreu Meiner Gebote erfordert... wird er auch für alle Begebenheiten während des Erdenwandels Jesu die Erklärung finden. Er wird zwar auch dann noch nichts „beweisen“ können, aber innerlich voll überzeugt sein, recht zu denken...

Er wird also lebendig glauben, und dann werden ihn keine noch so scharfen Verstandesdenker von seinem Glauben abzubringen vermögen, denn dann hilft Jesus Christus Selbst ihm, dann wirket Sein Geist in ihm, wie Er es verheißen hat...

Dann ist des Menschen Wille Mir Selbst in Jesus Christus zugewandt, und er erkennt hell und klar, was allen anderen noch verborgen ist...

Amen


B.D. NR. 7085 - 6.4.1958

„Jesus, mein Erlöser, lebt...“ Ostersonntag

In der geistigen Welt ist ein Jubeln und Frohlocken über Mein Erlösungswerk, denn allen Lichtwesen wird es immer wieder von neuem offenbar, was sich auf Erden abgespielt hat, und sie loben und preisen Mich als ihren Erretter von Sünde und Tod, Der ihnen das Tor zum Lichtreich geöffnet hat...

Sie wissen um die geistige Bedeutung Meines Leidens und Sterbens, des Kreuzestodes und der Auferstehung am dritten Tage...

Sie wissen es, daß durch dieses größte Erbarmungswerk für die Menschheit eine „Auferstehung“ gesichert ist, daß sie nicht dem ewigen Tode verfallen ist und daß für alle Menschen einmal die Stunde der Erlösung schlägt nach endlos langer Zeit härtester Gefangenschaft. Und darum ist ihr Dank, ihr Jubel und ihre Liebe zu Mir unermeßlich und steigern sich, sowie sie teilnehmen an dem Werk der Erlösung, das sie als gegenwärtig immer wieder erleben dürfen, weil es im Lichtreich keine Zeitbegrenzung gibt, weil sie auch alle Geschehnisse der Vergangenheit und Zukunft als gegenwärtig erleben. Und würden sich auf Erden die Menschen gleichfalls hineinzuversetzen suchen in jenen Vorgang der Kreuzigung und der Auferstehung Jesu, so würden auch sie größten Segen daraus ziehen, und in ihre Herzen würden der Jubel und tiefe Dankbarkeit einziehen, daß Ich Selbst in Jesus Christus euch Menschen Befreiung brachte von Sünde und Tod. Denn es war dieser Vorgang einmalig, es hat niemals ein Mensch so unermeßliches Leid auf sich genommen, und es ist niemals ein Mensch in völliger Schuldlosigkeit den bittersten Kreuzweg gegangen, der mit seinem Tod am Kreuz endete, wenngleich sehr oft Menschen in eine Lage geraten, wo Grausamkeit der Mitmenschen ihnen ein Los bereitet, das untragbar scheint. Doch es spielten bei dem Erbarmungswerk Jesu Christi geistige Vorgänge mit, die Sein körperliches Leid noch ums Vielfache steigerten, weil die Seele in höchster Erkenntnis stand und darum alles durchschauen konnte... sowohl die geistige Not, die alle Menschen überfallen hatte, als auch den Geisteszustand derer, die Ihn peinigten und das Schandwerk an Ihm vollbrachten, die Seinen reinen Leib sich ihren erbärmlichen Gelüsten und bösen Triebe dienen ließen und die Er empfand als Abgesandte der Hölle. Aber Er hielt durch bis zu Seinem Tode...

Und Er erstand in aller Glorie am dritten Tage wieder dem Grabe, das Ihn nicht gefangenhalten konnte...

Und so krönte diese Seine Auferstehung das Erlösungswerk, denn allen, die sich erlösen lassen durch Jesus Christus, ist das eine gewiß, daß auch sie auferstehen werden zum ewigen Leben...

Zuvor zwar war das Leben der Menschen mit ihrem Leibestode auch nicht beendet, denn die Seele kann nicht sterben, sie bleibt ewig bestehen. Aber ob der Zustand der Seele dann ein Zustand des Lebens oder des Todes ist, das ist allein vom göttlichen Erlöser Jesus Christus abhängig...

Denn nur Er kann der Seele das Leben geben, und nur Er ist die Pforte zum Leben in Seligkeit...

Also kann eine Seele auch im Zustand des Todes eingehen in das jenseitige Reich, und sie wird auch so lange in diesem Zustand verbleiben, bis sie zu Jesus Christus rufet, daß Er ihr das Leben geben möge... „Wer aber glaubt an Mich, der wird nicht sterben in Ewigkeit...“ Es kann für jeden Menschen schon die Stunde des Leibestodes auch die Stunde der Auferstehung sein, es braucht kein Mensch seine Sterbestunde zu fürchten, weil Einer den Tod überwunden hat und dieser Eine jedem das Leben verspricht, der an Ihn glaubt...

Und so könnten auch auf Erden die Menschen jubeln und frohlocken, wenn sie das Erlösungswerk Jesu Christi in seiner ganzen Bedeutung erfassen und auch daran teilnehmen möchten...

Dann hat für alle Menschen der Tod seinen Stachel verloren...

Und alle Menschen könnten einstimmen in den Lobgesang der geistigen Wesen:„Er ist wahrhaft auferstanden...

Jesus, mein Erlöser lebt...“

Amen


B.D. NR. 7086 - 7.4.1958

Durch die Auferstehung Jesu hat der Tod seinen Stachel verloren...

Jedem Menschen ist die Stunde seines Endes vorbestimmt...

Und dennoch braucht er sie nicht zu fürchten, weil sie nicht das eigentliche Ende ist, sondern er auferstehen wird... weil seine Seele nur die irdische Hülle ablegt, die ihr nur eine Fessel war im Erdenleben, und sie unbeschwert nun eingehen kann in das jenseitige Reich, vorausgesetzt, daß ihr Lebenswandel auf Erden so gewesen ist, wie es Mein Wille ist... daß seine Seele also einen gewissen Reifegrad auf Erden erlangt hat. Es gibt also kein Ende, wenngleich es einen Tod geben kann, einen toten Zustand der Seele, sie aber dennoch nicht vergangen ist. Und dafür bin Ich am Kreuz gestorben und am dritten Tage wieder auferstanden, daß auch der Mensch, d.h. seine Seele, die Auferstehung erleben kann, daß sie aus dem Grabe heraussteigen und nun das Reich wiederbetreten kann, das ihre wahre Heimat ist. Daß die Seele nicht vergeht, ist ein unumstößliches Gesetz, weil... was aus Mir hervorging... unvergänglich ist und bleibt. Und die Seele ist das geistige Wesen, das aus Mir seinen Ausgang nahm, also wird sie auch bestehenbleiben, wenngleich der Leib stirbt, daß sie aber nun in Licht und Glanz auferstehen kann nach ihrem leiblichen Tode, das wurde erst nach Meinem Kreuzestode und Meiner Auferstehung möglich, denn zuvor war sie noch mit der Ursünde ihres einstigen Abfalles von Mir belastet... es war noch immer Finsternis, es war das Grabesdunkel, dem die Seele nicht entfliehen konnte... es war der Grabstein noch nicht hinweggewälzt worden von Jesus Christus, dem göttlichen Erlöser... oder auch: Es war für jene Seelen noch keine Sühne geleistet worden, und ihre Sündenschuld konnte ohne Sühneleistung nicht getilgt werden...

Und es war darum auch dunkel in der Menschen Seelen, jeglicher Glaube an eine Auferstehung nach dem Tode mangelte ihnen, düstere Grabesnacht umfing sie, und der Tod war für sie zum Schrecken geworden...

Und darum bin Ich am dritten Tage auferstanden von den Toten, um den Menschen den Beweis zu liefern, daß mit dem Tode des Leibes es nicht aus war, daß die Seele aufersteht und nur den Leib zurückläßt, der noch nicht so vergeistigt ist, daß sie ihn gleichzeitig mit hinübernehmen kann in das geistige Reich, wie es Mir wohl möglich war, weil Körper und Seele das Geisteskleid angezogen hatten und der Leib keinen weiteren Reifeprozeß auf dieser Erde durchzumachen brauchte...

Ich wollte den Menschen durch Meine Auferstehung die Schrekken vor dem Tode nehmen, Ich wollte ihnen beweisen, daß es nur ein Wandel des Aufenthaltsortes für die Seele ist, wenn sie den irdischen Leib ablegen, wenn die unabwendbare Todesstunde geschlagen hat. Darum bin Ich auferstanden von den Toten, denn Ich habe den Tod überwunden, d.h. den, der den Tod in die Welt gebracht hatte. Und so braucht kein Mensch die Todesstunde zu fürchten, denn sie ist nur die Stunde des Eintritts in das eigentliche Leben, das ewig währt...

Es hat der Tod seinen Stachel verloren...

Aber eines ist nötig, daß der Mensch auch Mein Erlösungswerk anerkennt und die Gnaden, die Ich durch Mein Leiden und Sterben am Kreuz für euch erwarb, annimmt... daß er sich erlösen lässet von Jesus Christus, daß also auch seine Urschuld zuvor getilgt worden ist und Jesus Christus nun den Grabstein hinwegwälzen kann, auf daß die Seele nun aus dem Dunkel des Grabes heraussteige in das helle Licht, daß sie nun zum ewigen Leben eingehe...

Wer die Stunde des Todes fürchtet, der befindet sich noch im Banne jener großen Schuld, er hat die Erlösung durch Jesus Christus noch nicht gefunden, er hat sich noch nicht frei gemacht von dem ihn umhüllenden Dunkel, er befindet sich noch im Grabe seiner Sünde, wenngleich sein Körper noch auf Erden lebt...

Denn er wird jegliche Furcht verlieren vor seinem Leibesende, wenn er sich in Meine Arme gegeben hat, wenn er Mich innig bittet, seiner zu gedenken, wenn seine Stunde gekommen ist...

Denn dieser wird selig einschlafen im Frieden mit seinem Gott und Vater, er wird nur seinen Leib zurücklassen auf dieser Erde, die Seele aber wird auferstehen, sie wird aufsteigen zum Licht, sie wird nicht das Grabesdunkel um sich spüren, denn Jesus Christus Selbst wird sie an der Hand nehmen und sie herausführen aus ihrer körperlichen Hülle, Er wird sie führen durch die Pforte des Lebens. Und sie wird wissen, daß auch sie auferstanden ist von den Toten, daß sie nun leben wird in Ewigkeit...

Daß der Mensch Jesus auferstanden ist von den Toten, ist gewißlich wahr, und die an Ihn glauben als Gottes Sohn und Erlöser der Welt, als Meinen Abgesandten, in Dem Ich Selbst Mich verkörpert habe auf Erden, die werden auch keine Furcht haben vor ihrer eigenen Todesstunde, denn Jesus Christus hat ihnen die Verheißung gegeben, nur voranzugehen, um allen die Wohnung zu bereiten, die an Ihn glauben...

Also werden auch sie auferstehen zum ewigen Leben, und Er Selbst wird sie zu Sich holen, wie Er es verheißen hat...

Amen


B.D. NR. 7087 - 9.4.1958

Hilfe der Lichtwesen, um den Menschen Rettung zu bringen...

Ungewöhnlich tätig sind alle Wesen des Lichtes, um den Menschen auf der Erde noch zur Erlösung zu verhelfen, bevor das Ende kommt. Und was nur geschehen kann, um das Ziel zu erreichen, das geschieht auch von seiten der geistigen Welt, die in Meinem Willen und Auftrag wirket. Und so braucht es euch auch nicht zu verwundern, wenn ein jeder Mensch zuweilen hart angefaßt wird, wenn er Schicksalsschläge erdulden muß oder wenn er Fehlschläge zu verzeichnen hat, denn sowie solche nur dazu beitragen, daß die Menschen besinnlicher werden, daß sie nicht nur ihrer irdischen Aufgabe gedenken, werden solche Mittel nur angewendet von seiten derer, die euch betreuen. Aber es wird auch wiederum kein Mensch mehr belastet, als wie er vertragen kann...

Und es wird immer wieder für jeden Menschen ein Lichtblick kommen, er wird auch aus schwersten Lagen herausgeführt werden, sowie er um Hilfe fleht in seinem Herzen. Und so kann es geschehen, daß noch Menschen gewonnen werden für Mich und Mein Reich, für das Leben, das ewig währet. Denn sowie ein Mensch in größter Not hingewiesen wird auf Mich, wenn ihm vorgestellt wird, Mich Selbst um Hilfe anzugehen, wo irdisch keine Hilfe möglich scheint... und wenn dieser also nun Zuflucht nimmt zu Mir, dann wird ihm auch sichtlich Hilfe zuteil werden. Und es ist darum ein unablässiges Wirken der Lichtwesen an den Menschen dieser Erde, die ihnen zur Betreuung während ihres Erdenlebens zugeteilt sind. Denn jene wissen, wie überaus bedeutungsvoll es für jeden einzelnen ist, noch vor dem Ende zu Mir gefunden zu haben...

Jene wissen um das entsetzliche Los, das denen beschieden ist, die keine Bindung mit Mir herstellen, und ihre Liebe zu allem Unerlösten treibt sie zu eifrigem Liebewirken an. Der Tag des Endes kommt immer näher, jeder Tag ist verloren, den der Mensch noch völlig isoliert von Mir verbringt...

Und schwerlich ist das nachzuholen, was er versäumte im Erdenleben. Aber auch die nur kurze Zeit bis zum Ende kann genügen, den Menschen vor der äußersten Gefahr zu bewahren, die darin besteht, daß die Seele in völliger Gottferne den Tag des Endes erlebt und dann die Neubannung in der festen Materie unausbleibliche Folge ist. Das Erdenleben ist dem Menschen gegeben, damit er bewußt und im freien Willen die Annäherung an Mich suche...

Tut er es nicht von selbst, so helfe Ich ihm in der Weise, daß Ich ihn in Not geraten lasse, in der er sich dann nach einer Hilfe umsieht. Und alle Meine Lichtwesen unterstützen Mich, weil in allen Mein Wille allein tätig ist, weil sie um Meinen Willen wissen und darum immer so auf die Menschen einwirken, daß sie leise zu Mir hingedrängt werden. Euch Menschen nun wird ihr Wirken immer nur in der Weise ersichtlich, daß große Unruhe, unvorhergesehene Ereignisse im menschlichen Leben eintreten. Ihr Menschen führet diese wieder auf menschlichen Einfluß zurück... aber oft auch sind es nur Beweise der Liebe jener Lichtwesen, durch die sie euch helfen wollen...

Und könntet ihr so alles betrachten, was um euch vorgeht, was euch selbst unangenehm berührt... sofern es sich nicht um ausgesprochen böses Wirken von Menschen handelt... dann würdet ihr auch alles leichter ertragen, denn immer würdet ihr dessen gewiß sein, daß euer Gebet, also inniger Zusammenschluß mit Mir, Abhilfe schafft, weil es allein um die Bindung mit Mir geht, die ihr anknüpfen sollet im Erdenleben. Und da euch allen nur wenig Zeit bleibt, werden sich auch solche Vorgänge mehren, die euch in Not und Sorge, in Kummer und Leid versetzen, seien es Krankheiten, Unglücksfälle oder sonstige Geschehen, denen ihr immer nur wirksam begegnen könnet mit einem gläubigen Gebet... also mit gedanklichem Zusammenschluß mit Mir oder vermehrtem Liebewirken, das ebenfalls eine direkte Bindung mit Mir ist und euch stets die Kraft sichert, alles euch Belastende ertragen zu können. Aber ihr alle, ob gläubig oder nicht, ihr könnt euch in der Obhut geistiger Wesen wissen, die euch zum Schutz und zur Führung für euer Erdenleben zugesellt wurden... nur liegt es an euch selbst, ob ihr euch leiten lassen wollet, ob ihr ihnen Gehör schenkt, wenn sie euch gedanklich zu beeinflussen suchen...

Denn wider euren Willen dürfen sie euch nicht zur Höhe führen oder zum Glauben an Mich bringen...

Aber sie versuchen alles, damit ihr selbst euren Willen wandelt und ihnen Gehör schenkt, daß ihr euren Weg zu Mir nehmet und euch gedanklich Mir verbindet. Gelingt ihnen aber ihr Bemühen nicht, dann seid ihr Menschen in großer Not, und ihr müsset das Ende fürchten, das nicht mehr lange auf sich warten lassen wird...

Amen


B.D. NR. 7088 - 10.4.1958

Unglaube an Geistwirken...

Unverständnis der Schrift...

Wer nicht an das Wirken Meines Geistes glaubt in der Form, daß Ich Selbst zu den Menschen rede, daß sie Mein Wort vernehmen können in sich selbst, der hat auch kein Recht, sich auf die Bibel zu berufen als angeblich einzige Schrift, durch die Ich Meinen Willen kundgab...

Denn er kennt diese Bibel nicht, er liest sie nur mit seinem Weltver-stand, nicht aber erleuchteten Denkens, ansonsten er auch in diesem von Meinen Jüngern niedergeschriebenen Wort die Hinweise auf Mein Wirken des Geistes im Menschen finden würde. „Ich bleibe bei euch bis an der Welt Ende...“ Was anderes sollte das bedeuten, als daß Ich stets und ständig unter euch weile im Geist, da Ich körperlich euch verließ, als ich gen Himmel aufgefahren bin? Und wenn Ich nun euch Meine Gegenwart verheißen habe, glaubet ihr dann, daß Ich Mich still verhalte und euch keinen Beweis Meiner Gegenwart geben werde? „Ich will Mich euch offenbaren...“ „Ich will euch den Tröster senden, Der wird euch in alle Wahrheit leiten und euch erinnern alles dessen, was Ich euch gesagt habe...“ Konnte Ich wohl noch deutlicher euch Hinweise geben auf Mein geistiges Wirken an und in euch? Wie sollet ihr wohl anders in die „Wahrheit geleitetet“ werden als durch Belehrungen, die euch die „Ewige Wahrheit“ Selbst zugehen lässet? Wie könnte Ich wohl anders euch erinnern Meines damals gesprochenen Wortes, als daß Ich euch anspreche und euch alles ins Gedächtnis rufe? Wie könnte Ich Mich euch anders offenbaren, als daß ihr Meiner Nähe inne werdet, daß ihr einen Beweis Meiner Gegenwart empfanget?...

Und was bewegt euch, die ihr Mein von oben gesprochenes Wort ablehnet, zu dieser Ablehnung? Doch niemals der Drang nach Wahrheit, vielmehr wollet ihr nicht aus eurer geistigen Blindheit herausgeführt werden; es gefällt euch wohl, darin zu verharren, ihr sehnet euch nicht nach Licht... und ihr seid innerlich hochmütig...

Es muß euch dies gesagt werden, auf daß ihr eine Erklärung wisset, warum euch Meine Worte nicht berühren, warum ihr sie nicht als „Stimme des Vaters“ erkennet...

Denn tiefe innerliche Demut würde euer Herz öffnen zum Empfang von Gnadengaben, die unvergleichlich köstlich sind, die eben erst dann zu Gnadengaben werden, wenn der Mensch demütig ist... Immer wieder habe Ich während Meines Erdenwandels der Ausgießung Meines Geistes Erwähnung getan, und die Menschen wissen es aus der Schrift, daß diese Verheißung in Erfüllung ging an Meinen Jüngern nach Meiner Auffahrt zum Himmel...

Meine Verheißungen galten aber nicht nur Meinen Jüngern, sie galten allen Menschen, die gleich Meinen ersten Jüngern fest an Mich glaubten und in der Liebe lebten...

Warum sollte Ich nur zu Meinen damaligen Jüngern gesprochen haben durch den Geist? Warum soll Ich nicht immer wieder zu denen sprechen dürfen, die Mir in Liebe ergeben sind, die Mir dienen und Mein Evangelium wieder hinaustragen wollen in die Welt? Ihr, die ihr ablehnet, ihr seid wahrlich noch nicht von Meinem Geist erleuchtet, ihr höret Mich nicht, und ihr verstehet auch nicht Mein geschriebenes Wort, wenngleich euch jeder Buchstabe bekannt ist...

Ihr seid noch tot im Geist, ansonsten ihr Meine Stimme erkennen möchtet, denn Ich rede wahrlich so, daß Ich zu erkennen bin von jedem Menschen, der guten Willens ist. Euer Wille aber ist nicht gut, weil ihr euch noch beherrschen lasset von Meinem Gegner, der seine hochmütige Gesinnung auch in euch gelegt hat...

Und durch den Hochmut bricht Meine Gnade nicht hindurch, der Hochmut wird stets ablehnen, was Meine Liebe darbietet als ein unermeßliches Gnadengeschenk, denn der Hochmut ist Anteil des Gegners, und dieser wird immer den Menschen beeinflussen, Worte der Liebe und Gnade des Vaters zurückzuweisen...

Und bevor ihr nicht demütig werdet in euren Herzen, wird euch auch Meine Gnadengabe nicht erquicken, sondern ihr werdet alles anfeinden, was durch die Stimme des Geistes den Menschen vermittelt wird zu ihrem Seelenheil...

Und es wird euch auch die Schrift nicht mehr sein und geben als tote Buchstaben, ihr werdet auch durch die Schrift nicht zum Leben gelangen, weil auch durch die Schrift Ich nur reden kann zu denen, die in tiefster Demut Mich bitten, daß Ich Selbst zu ihnen sprechen möge...

Denn nur dem Demütigen schenke Ich Meine Gnade...

Amen


B.D. NR. 7089 - 11.4.1958

„Ich bin das Brot des Lebens, das Manna, das vom Himmel kommt...“

Es genüge euch nicht, wenn ihr euch irdisch sättigt, wenn ihr dem Körper das Brot zuwendet, das ihr zum Leben benötigt, sondern begehret vielmehr das Brot des Himmels, das eurer Seele Nahrung ist...

Und glaubet es Mir, daß letzteres auch im Notfall den Körper zu erhalten vermag, niemals aber ersteres der Seele dienet zu ihrer Entwicklung zur Höhe...

Und darum habe Ich gesagt: „Ich bin das Brot des Lebens, das Manna, das vom Himmel kommt...“ Denn wenn ihr Mich Selbst...

Mein Wort... in euch aufnehmet, werdet ihr leben in Ewigkeit. Doch euer Körper wird vergehen, auch wenn ihr ihn ständig sättigt mit irdischer Speise. Ihm ist seine Zeit gegeben, und ist diese vorüber, so hilft auch keine irdische Ernährung mehr, um ihn am Leben zu erhalten. Darum solltet ihr mehr besorgt sein, eurer Seele das Leben zu schenken, ihr solltet sie unentwegt ernähren mit dem Brot des Himmels, ihr solltet ihr die Speise zugänglich machen, die ihr von Mir nur geboten werden kann. Und ihr solltet darum euch Mir Selbst nahen und Mich bitten um rechte Speise und rechten Trank. Und ihr solltet auch stets Meiner Worte gedenken: „Sorget nicht, was ihr essen und womit ihr euch bekleiden werdet, sondern suchet zuerst das Reich Gottes, alles andere wird euch zufallen...“ Würden doch die Menschen glauben an diese Verheißung...

Doch all ihr Sinnen und Trachten ist nur rein irdisch ausgerichtet, und doch kann kein Mensch das Leben seines Körpers um eine Stunde verlängern, wenn Mein Wille es anders bestimmt hat. Aber auch kein Mensch kann seiner Seele das Leben geben, wenn er sie darben lässet, wenn sie ohne Speise und Trank gelassen wird um des Leibes willen. Aber da ihr Menschen es wisset, wie nötig der Körper Nahrung braucht, um bestehen zu können, so macht ihr euch schuldig, wenn ihr nicht gleichfalls eure Seele versorget, die nicht vergehen kann; ihr machet euch darum schuldig, weil Ich immer wieder an euch herantrete und euch die Nahrung für eure Seele darreiche... weil ihr immer wieder angesprochen werdet von Meinen Sendboten und nur sie anzuhören und ihren Worten Folge zu leisten brauchet, um nun auch schon Mir die Möglichkeit zu geben, euch geistig speisen und tränken zu können zum Heil eurer Seele. Immer wieder wird euch Mein Wort nahegebracht, immer wieder werdet ihr aufgefordert, euch mit Mir in Verbindung zu setzen, ihr werdet zum Gastmahl eingeladen, und ihr könnet jederzeit an Meinen Tisch treten und also von Mir für eure Seele Nahrung entgegennehmen...

Denn Mein Wort ist das Himmelsbrot, es ist das lebendige Wasser, Mein Wort ist Fleisch und Blut...

Mein Wort allein ist eurer Seele rechte Speise, die ihr zum Leben verhilft, das sie ewig nicht mehr verlieren wird...

Und weil ihr so wenig eurer Seele Bedürfnisse stillet, werdet ihr auch körperlich Not erleiden müssen, es wird die Zeit kommen, wo euch auch mangeln wird, was ihr für euer irdisches Leben benötigt, wenn euch nicht Mein Gegner so reichlich versorgt, daß ihr eurer Seele vergesset...

Sowie ihr aber noch nicht gänzlich ihm verfallen seid, kann irdisch-fühlbare Not euch doch dazu veranlassen, euch an Mich zu wenden und Mich um Aufhebung dieser zu bitten, und dann kann auch gleichzeitig eure Seele gespeist werden, weil jegliche Bindung mit Mir der Seele Kraft einträgt, also geistige Speisung bedeutet. Das Brot des Himmels ist unerläßlich, und wenn Ich Selbst Mich bezeichnet habe als „Brot des Lebens“, so könnet ihr auch daraus ersehen, daß ihr euch Mir Selbst nahen müsset, daß Ich Selbst Mich euch schenken will, weil Ich eurer Seele das Leben geben möchte...

Und ihr brauchet wahrlich nicht weit zu gehen, um bei Mir zu sein, ihr brauchet nur in die Stille zu gehen und eure Gedanken Mir zuzuwenden, und ihr zieht Mich Selbst dann zu euch, ihr veranlaßt Mich, euch Meine Gaben anzubieten, eurer Seele Speise und Trank darzureichen, denn sowie ihr euch gedanklich mit Mir verbindet in stillem Gebet, öffnet ihr Mir auch euer Herz, daß Ich Selbst eintreten kann, und dann werdet ihr wahrlich nicht mehr zu darben brauchen. Und Ich werde euch nicht nur geistig, sondern auch irdisch ernähren, denn diese Verheißung habe Ich euch gegeben, und Ich stehe zu Meinem Wort: „Suchet zuerst das Reich Gottes und seine Gerechtigkeit, alles andere wird euch hinzugegeben werden...“

Amen


B.D. NR. 7090 - 12.4.1958

Einigung mit dem göttlichen Geist ist Lebensaufgabe des Menschen...

Und wenn euch Mein Geist durchströmt, dann steht ihr auch in inniger Verbindung mit Mir, dann wird sowohl eure Seele als auch euer Körper von Meiner Liebekraft durchstrahlt, und dann wird sich die Seele lösen können und gleichsam schon Einblick nehmen in das geistige Reich, und der Körper wird auch der Seele Begehren erfüllen... er wird in Ruhe verharren und so also teilnehmen dürfen an dem Segen, der der Seele erwächst durch die unmittelbare Anstrahlung Meines göttlichen Geistes. Denn es steht der Geist in euch in Verbindung mit dem Vatergeist von Ewigkeit, er ist nicht isoliert von Mir, seine Bindung ist unlöslich, aber er kann nicht in einem jeden Menschen wirken, wenn dieser sich noch in widergöttlicher Gesinnung befindet... wenn also seine Seele sich abwendet von Mir, wenn die Seele immer nur dem Drängen ihres Körpers nachgibt, aber des Drängens Meines Geistes nicht achtet...

Dann also ist wohl der Geist mit Mir verbunden, doch der Mensch... dessen Körper und Seele... sind (ist) noch völlig isoliert von Mir. Und das ist die Lebensaufgabe eines jeden Menschen, sich zu einen mit dem göttlichen Geist in sich...

Denn das bedeutet gleichzeitig auch Einigung mit Mir. Doch frohlocken kann der Mensch, so ihm dies gelungen ist, so Meine Liebeanstrahlung an ihm wirksam werden kann...

Frohlocken kann er, wenn Ich Selbst durch Meinen Geist in ihm wirke... dann kann ihm nichts mehr geschehen, weil er mit Mir alles wird überwinden können. Und so auch wird er stets mehr seinen Körper in den Bereich Meines Geistesstromes drängen, es wird dadurch auch der Körper in die rechte Ordnung kommen, die zuvor gestört wurde durch Mir-noch-widersetzliche geistige Substanzen, die aber durch das Einfließen Meiner Geisteskraft bewogen werden zur Aufgabe ihres Widerstandes... was sich schon dadurch bemerkbar macht, daß auch der Körper stets mehr sich dem Willen der Seele und also des Geistes fügt und immer bereit ist für solche Tätigkeit, die dem Heil der Seele dienet. Ein jeder Mensch kann sich gestalten zum Aufnahmegefäß Meines Geistes, in jeden Menschen könnte sich Mein Geist ergießen, der nur den Willen hat, sich zu reinigen von der Sünde und die Arbeit an seiner Seele zu verrichten, die Mir Selbst den Eingang gestattet. Denn sein Geist ist Mein Anteil... und will Ich in einem Herzen Wohnung nehmen, dann muß zuvor alles Unreine daraus entfernt worden sein... dann aber wird auch durch Meine göttliche Einstrahlung alles vergeistigt werden, Seele und Körper werden sich läutern, weil sie jeglichen Widerstand aufgegeben haben, denn das bewirket Meine Kraft, die wahrlich stark genug ist, dem noch Schwachen Beistand zu gewähren und das noch Starre zu erwärmen und es so an sich zu ziehen. Und wer Mir also zu einem Aufnahmegefäß Meines Geistes geworden ist, der wird auch mit Sicherheit seine körperlichen Substanzen bald in die rechte Ordnung bringen mit Hilfe Meiner geistigen Einstrahlung, die wahrlich alles zu wandeln vermag...

Oft zwar gehen solchen Wandlungen harte Kämpfe voraus, d.h., mit aller Gewalt suchen sich die noch widersetzlichen Substanzen des Körpers zu behaupten und bedrängen ihn darum oft ungewöhnlich stark durch Beeinflussung dessen, der die Rückkehr zu Mir verhindern will... was sich in Form von Leiden und Krankheiten aller Art äußert...

Aber eine Seele, die sich ihrem Geist schon verbunden hat, die also Mir sich voll und ganz ergeben hat, läßt sich durch solche Bedrängungen nicht verhindern, immer wieder den Zusammenschluß mit Mir herzustellen, und eine jegliche Verbindung mit dem Erfolg geistigen Einfließens Meiner Liebekraft stärkt auch ihre Kraft und ihren Einfluß auf jene körperlichen Substanzen, die stets mehr ihren Widerstand aufgeben, weil auch sie die Wohltat solcher geistigen Anstrahlungen empfinden und sie sich sänftigen, also in ihren Bedrängungen nachlassen, bis sie zuletzt ganz dem Begehren der Seele nachkommen, das immer nur geistig gerichtet sein wird. Darum öffnet euch, sooft ihr könnt, dem Einströmen Meines göttlichen Geistes...

Lasset Mich Selbst wirken in und an euch, und wollet, daß Meine Kraft in euch Schwachen mächtig werde...

Und ihr werdet frei werden von jeglicher geistigen und irdischen Not...

Amen


B.D. NR. 7091 - 13.4.1958

Erlösungsarbeit erfordert rastlose Tätigkeit...

Rastlos tätig müsset ihr sein, denn es gilt, noch vielen Seelen Hilfe zu bringen, es muß noch viel Erlösungsarbeit geleistet werden, weil die Zeit drängt. Und ob auch der Erfolg zahlenmäßig nicht sehr groß ist, aber jede einzelne Seele wird es euch danken ewiglich, der ihr geholfen habt, sich aus der Finsternis zu befreien. Und jede einzelne Seele ist Mir überaus lieb und ihre Rettung eine übergroße Freude. Das könnet ihr Menschen noch nicht verstehen, daß doch jede Seele von Mir ausgestrahlte Liebekraft ist und die Liebe zu ihr ewiglich nicht vergehen kann...

Und was Ich einmal zurückgewonnen habe, kann auch ewiglich nicht mehr von Mir abfallen, es bleibt Mir innig verbunden und teilet mit Mir unermeßliche Seligkeit. Darum ermahne Ich euch, die ihr Mir dienen wollet, immer wieder zu eifriger Tätigkeit, und Ich schaffe euch auch den Zugang zu denen, wo eure Arbeit nicht ganz vergeblich ist...

Doch die Zeit drängt dem Ende entgegen... ob ihr Menschen es glaubt oder nicht. Was nachher kommt für alle jene, die eurem Ruf nicht gefolgt sind, das ist so furchtbar, daß Ich alle Menschen davor warnen möchte, aber es nicht anders tun kann als durch euch, Meine Boten. Und darum besteht eure Arbeit vordringlich darin, eure Mitmenschen hinzuweisen auf das nahe Ende, ihnen die Bedeutung dieses Endes klarzumachen und sie zur Arbeit an sich selbst zu bewegen zu suchen, auf daß sie dem entsetzlichen Lose entrinnen... auf daß sie ihr Wesen noch wandeln und Zuflucht nehmen zu Mir in Jesus Christus...

Also müsset ihr ihnen Mich und Meinen Namen künden, ihr müsset auch des Erlösungswerkes Erwähnung tun, ihr müsset sie zu einem Liebeleben anzuregen suchen und also alles tun, um die Mitmenschen zum Glauben an Mich zu führen, der aber ein lebendiger sein muß...

Denn ein toter Glaube ist so gut wie kein Glaube, und er wird sie nicht bewahren vor jenem schrecklichen Lose. Immer wieder wird sich euch die Gelegenheit bieten, Mich und Mein Reich den Menschen nahezubringen, ihnen Mein Wort zu vermitteln, ihnen die Liebe zu predigen und ihre Gedanken hinzulenken auf den göttlichen Erlöser Jesus Christus, in Dem Ich Selbst Mich verkörpert habe um der sündigen Menschheit willen. Was ihr also tut in Meinem Namen, das wird auch gesegnet sein, und jedes Samenkorn, das auf guten Boden fällt, wird aufgehen und wachsen und Frucht tragen...

Und ihr sollt euch auch nicht entmutigen lassen durch Fehlschläge, ihr sollt immer wissen, daß auch Mein Gegner eifrig am Werk ist, und diesem sollt ihr nicht weichen, sondern immer wieder die Kraft Meines Namens erproben, die wahrlich viel erreicht. Wenn euch selbst die Liebe treibt zu euren unglücklichen Mitmenschen... wenn ihr die geistige Not, um die ihr wisset, bannen möchtet in liebendem Hilfswillen, dann werdet ihr wahrlich auch Erfolg verzeichnen können, denn eure Liebe ist dann die Kraft, die wirket und die auch noch unwillige Herzen anrühren kann und sie aufgeschlossen macht für das, was ihr ihnen bietet. Darum lasset nicht nach in eurer Tätigkeit für Mich und Mein Reich, lasset eure geistige Arbeit immer die vordringliche sein, erbittet euch ständig Kraft von Mir, die Ich euch wahrlich nicht vorenthalten werde, und nützet die kurze Zeit gut, die euch Menschen noch bis zum Ende bleibt...

Denn die geistige Not ist sehr groß, und sie kann nur behoben werden durch liebevolle Mithilfe aller derer, die Mir zu dienen bereit sind, sei es auf Erden oder auch im geistigen Reich...

Denn alle diese sind Meine Mitarbeiter, die nur in Meinem Willen tätig sind, die aber... solange sie noch auf Erden weilen... völlig frei aus sich heraus Mir helfen wollen müssen, so daß sie dann an Meiner Statt reden zu ihren Mitmenschen und dann auch ihre Erlösungsarbeit nicht vergeblich sein wird...

Amen


B.D. NR. 7092 - 14.4.1958

Verkörperung satanischer Wesen...

Neubannung...

Jede Erlösungsepoche ist von einer bestimmten Zeitdauer, und diese wird auch eingehalten, weil sie in aller Weisheit und Liebe von Mir festgelegt wurde, also im Plan Meiner ewigen Heilsordnung als ausreichend erkannt wurde für die Erlösung des Geistigen, das in dieser Epoche als Mensch über die Erde wandelt. Wenn nun aber der geistige Erfolg nicht erreicht wird in dieser festgesetzten Zeit, so liegt dies allein am freien Willen der Menschen, denn dieser wird nicht bestimmt. Es könnten alle Menschen zur Freiheit gelangen, weil ihnen alle Gnaden zur Verfügung stehen, weil sie geführt und betreut werden von geistigen Wesen in Meinem Auftrag und weil auch alles schicksalsmäßig so an sie herantritt, daß sie nur den Weg zu Mir zu nehmen brauchten...

Aber sie werden nicht dazu gezwungen... sie legen völlig frei ihren Willensentscheid ab während ihres Erdenlebens. Sowie aber die Zeit einer Erlösungsepoche verstrichen ist, ist auch unweigerlich für dieses als Mensch über die Erde gehende Geistige die Frist abgelaufen, die ihm gewährt wurde, und der Reifegrad dessen ist nun entscheidend für den Aufenthalt jenes Geistigen. Es beginnt eine neue Epoche, die wieder ihre bestimmte Zeit haben wird, denn am Ende einer Entwicklungsperiode ist immer damit zu rechnen, daß alles aus der Ordnung getreten ist, weil in der Zeit vor dem Ende das „Gott-Widersetzliche“ überhandgenommen hat, d.h. die Menschheit alle Entwicklungsfortschritts-Möglichkeiten außer acht läßt, weil sie keinerlei geistigen Erfolg mehr anstrebt und weil die Erde nun besonders viel als „Mensch verkörpertes Geistiges“ trägt, das Mir noch gänzlich abtrünnig ist, das weit mehr sich von Meinem Gegner beeinflussen läßt als von Mir, das also noch zum treuen Anhang Meines Gegners gehört. Dieses Geistige mußte aber auch zur Verkörperung auf Erden zugelassen werden, weil seine Zeit gekommen war, die gleichfalls festgesetzt ist für jene Wesen, die den Gang durch die Schöpfungen zurücklegten bis zu ihrem letzten Stadium als Mensch...

Denn für alle diese Wesen besteht die Möglichkeit, ihren einstigen Widerstand aufzugeben und frei zu werden während einer Erlösungsepoche. Und darum wird die Zeitdauer stets eingehalten werden, wenngleich in der letzten Zeit kaum noch Erfolge zu verzeichnen sind...

Ist aber eine solche Epoche beendet, dann ist auch alles dem Gegner-hörige Geistige sowie er selbst gebunden... d.h., das Geistige, das als Mensch versagte, wird wieder aufgelöst und erneut gebunden in den Schöpfungen der neuen Erde; er selbst aber ist seiner Kraft und Macht beraubt, und er kann sich nicht mehr an den Menschen versuchen, die nun auf der neuen Erde verkörpert sind...

Eine neue Epoche beginnt wieder laut Heilsplan von Ewigkeit, wo Meine Liebe, Weisheit und Macht sich offenbaren allen Menschen, die nun über die Erde gehen zwecks endgültiger Freiwerdung aus der Form. Die Zeitdauer einer Erlösungsepoche ist jedoch von den Menschen zumeist nicht mit Sicherheit festzustellen, was auch in Meiner Weisheit begründet ist, weil jeder Beweis sie unfrei in ihrem Willen und Glauben machen würde. Und deshalb finden auch die Ankündigungen eines nahen Endes keinen Glauben bei den Menschen, die zu jenen „Versagern“ gehören. Doch es hält Mich dies nicht zurück, Meinen Heilsplan durchzuführen, aber die Leidtragenden werden immer nur die Menschen sein, die nichts annehmen wollen, was ihnen vermittelt wird, denn ihr Schicksal ist besiegelt: Eine endlos-lange-währende Gnadenzeit war erfolglos für sie, und sie müssen wieder dort beginnen, wo sie am Anfang der derzeitigen Erlösungsperiode standen...

Sie werden eingezeugt wieder in die harte Materie, der sie sich vor endlos langer Zeit schon entledigen durften... ein Los, das wahrlich nicht begehrenswert ist und doch ihnen nicht erspart bleiben kann, weil sie ihre schon errungene Freiheit erneut mißbrauchten. Für Mich aber sind tausend Jahre wie ein Tag...

Dennoch ist einmal die Zeit gekommen, wo sich eine Epoche erfüllt hat, wo das Ende dieser Gnadenzeit sein wird, die dem Geistigen zugebilligt wurde zur Freiwerdung...

Denn Mein Plan ist unabänderlich, weil ihm tiefste Weisheit und Liebe zugrunde liegt und Ich niemals den Tod, sondern immer das Leben den Wesen geben will, die einst wohl frei den Tod gewählt haben, aber von Mir wieder zum Leben erweckt werden sollen...

Amen


B.D. NR. 7093 - 15.4.1958

„Viele sind berufen, wenige auserwählt...“

„Viele sind berufen, wenige aber auserwählt...“ Diese Worte dürfet ihr aber nicht so auffassen, als gewähre Ich nur einigen besondere Gnaden, als erwählte Ich Mir willkürlich Meine Diener und Mitarbeiter auf dieser Erde. Vielmehr liegt es an euch selbst, daß ihr euch so herrichtet, daß Ich euch nun erwählen kann für eine Tätigkeit, die gewisse Voraussetzungen fordert, die nicht jeder ausüben kann, wenn er sich nicht selbst entsprechend gestaltet in seinem Wesen. Und viele könnten es... daher sind viele berufen...

Aber wenige nur tun es, wenige nur nehmen die Umgestaltung ihres Wesens so ernst, daß Ich sie darum auch erwählen kann zum Dienst für Mich. Aber es muß wiederum auch diese Erwählung Meinerseits vorangehen, es kann nicht der Mensch sich selbst „berufen“, er kann auch nicht von einem Mitmenschen dazu berufen werden, ein rechter Diener Gottes zu sein... weshalb also auch nicht alle als „Meine Diener“ anzusehen sind, die auf Erden sich als solche ausgeben. Um in Meinen Dienst zu treten, müssen zuvor Bedingungen erfüllt werden, die das Wirken Meines Geistes zulassen. Und Mein Geist kann wiederum nur dann wirksam werden, wenn der Mensch durch eifrige Seelenarbeit sich zu einem Gefäß herrichtet, in das Mein Geist nun ständig einfließen kann. Und es besteht diese Seelenarbeit in der Umgestaltung seines Wesens... in der Wandlung seiner Eigenliebe zu uneigennütziger Nächstenliebe... weil Ich nur in einem Menschen wirken kann durch Meinen Geist, der einen Lebenswandel in Liebe führt und sonach die Sprache der ewigen Liebe auch verstehen kann, die sich durch den Geist nun äußert. Wohl kann nun nicht allen Menschen die Liebe abgesprochen werden, die also sich als Meine Diener ausgeben... die alle irdischen Vorbereitungen getroffen haben, um einen Beruf zu ergreifen, der offiziell als „Seelsorge“ angesehen wird. Aber es müssen sich diese Menschen vorerst frei zu machen suchen von angelerntem Wissen, sie müssen erst eine so innige Bindung mit Mir herstellen, daß diese Bindung nun auch Meine Erwählung zum Dienst für Mich nach sich zieht...

Und sie müssen es glauben, daß Ich ihnen Antwort gebe auf jede Frage, die sie stellen...

Sie müssen also bewußt auf Antwort lauschen und es so also ermöglichen, daß Ich sie nun direkt belehre, in welcher Form dies auch sei...

Diese Bindungen mit Mir werden aber nicht hergestellt durch Formgebete oder durch Verrichten zeremonieller Handlungen... sondern sie bedingen eine kindliche Hingabe an den Vater, also auch einen kindlichen Glauben, der ihnen auch aus ihrem Liebeleben erwächst. Dann erst wird die Berufung erfolgen auch von Meiner Seite, denn dann wird er gelenkt und unterwiesen werden durch Meinen Geist, dann erst wird das Wissen, das er durch Studium entgegengenommen hat, lebendig werden in ihm, oder aber er wird als völlig unwissend von Meinem Geist... von Mir Selbst... eingeführt werden in ein Wissen, das der Wahrheit entspricht. Und dann erst kann er Mir ein tauglicher Knecht sein auf Erden, ein Diener, der für Mich und Meinen Namen eintritt vor der Welt. Und da ihr Menschen alle die Liebe in euch entfalten könnet, seid ihr also auch alle berufen...

Ich aber kann nun erst erwählen, wer sich also tauglich gestaltet hat im freien Willen. Doch keiner darf sich zu Meinen Dienern zählen, dem das „Geistwirken“ fremd ist... der nicht daran glaubt, daß Ich Selbst Mich den Menschen offenbare im Wort, der es leugnet, daß Ich direkt Meine Kinder auf Erden anspreche... der also auch nicht versteht, was „Gaben des Geistes“ sind, der jegliches Geistwirken anzweifelt, weil er selbst es durch sein Wesen oder seine Gesinnung unmöglich macht, daß sich Mein Geist in ihm äußert. Und es ist dieses Manko allgemein festzustellen, es wird besonders von seiten derer, die sich Meine Vertreter auf Erden nennen, jegliches „direkte Wirken Gottes durch Seinen Geist“ geleugnet, und jeder „Auserwählte“ wird angefeindet und bekämpft. Und auch das ist ein Zeichen der Endzeit, daß nur wenige Menschen noch erleuchteten Geistes sind, daß aber viele für sich in Anspruch nehmen, von Mir eingesetzt worden zu sein für das Amt, das sie auf Erden verwalten. Doch nimmermehr können diese an Meiner Statt reden zu ihren Mitmenschen, weil sie Mir nicht die Möglichkeit geben, daß Ich Selbst Mich äußern kann durch sie. Vielmehr reden sie Eigenes, und das wird ohne Wirkung bleiben oder nur schädigende Wirkung haben, denn wo Ich nicht reden kann, dort redet Mein Gegner, selbst wenn er scheinbar sich göttlicher Worte bedient. Alle diese Diener sind nur Diener der Welt, die Ehre, Ruhm oder ein irdisch gesichertes Dasein suchten und gefunden haben, denen aber das Reich Gottes noch nicht nahegekommen ist... die ihrem Gott und Schöpfer nicht näher sind als unzählige ihrer Mitmenschen, ansonsten sie mit allen Kräften eine innere Erleuchtung anstreben würden und nun auch den Kontakt herstellten mit Mir, dem dann auch die Berufung Meinerseits folgen könnte. Gerade die Ausgießung des Geistes ist den Menschen noch ein unverständlicher Begriff... und das ist das Zeichen, daß sie ihren Geist in sich noch nicht erweckten durch die Liebe. Um aber Mir ein tauglicher Knecht sein zu können, muß diese Erweckung des Geistes vorangegangen sein, denn dann erst kann er von Mir die Anweisungen entgegennehmen, dann erst kann und wird er die Arbeit leisten, für die Ich ihn benötige...

Dann erst ist er von Mir auserwählt zu einer Mission, die überaus dringlich ist und die daher auch die rechten Mitarbeiter auf Erden erfordert, um ausgeführt werden zu können zum Segen der Menschen, die Hilfe benötigen in geistiger Not...

Amen


B.D. NR. 7094 - 16.4.1958

Die irdische Welt ist das Reich des Gegners...

Da die irdische Welt das Reich Meines Gegners ist, hat er auch in dieser ein gewisses Recht, das ihm von Mir aus nicht gekürzt wird, das aber ihr Menschen selbst ihm streitig machen könnet, wenn ihr euch nicht seinem Willen beuget. Denn er sucht auf euren Willen einzuwirken eben durch die Welt, durch alles, was mit der Materie verbunden ist...

Er sucht in euch die Gier nach der Materie zu verstärken, er wirkt durch die Materie auf euch ein, indem er sie euch so lockend vor Augen stellt, daß ihr sie zu besitzen trachtet...

Ich verwehre ihm sein Tun und seine Absicht nicht, weil er noch ein Anrecht hat auf euch, die ihr ihm einst freiwillig zur Tiefe gefolgt seid...

Ihr aber könnet ihm wehren, ihr könnt allen Versuchungen widerstehen, wenn es euch ernst ist, von ihm frei zu werden und euren Erdengang mit Erfolg zurückzulegen...

Denn euren Willen kann er nicht zwingen, ihr könnt in vollster Freiheit euch selbst entscheiden, und ihr solltet diese Freiheit recht nützen, ihr solltet die Welt als sein Reich erkennen und ihm zu entfliehen suchen. Denn dazu werde Ich euch stets helfen, wenn es euer ernster Wille ist...

Und so könnet ihr niemals euch frei machen von der Verantwortung eurer Seele gegenüber, weil ihr allein es entscheidet, ob Mein Gegner über euch Macht behält oder ihr frei werdet von dieser Macht. Er kann euch nicht zwingen, und Ich wende gleichfalls keinen Zwang an, weder euch noch ihm gegenüber...

Aber im gleichen Maße, wie er seine Verführungskünste an euch erprobt, bin Ich auch bereit, euch mit Gnadengaben zu versorgen, so daß es euch also wohl möglich ist, ihm zu widerstehen. Und wenn nun der derzeitige Geisteszustand der Menschen so tief ist, wenn ihr Denken nur noch materiell gerichtet ist und all ihr Sinnen und Trachten nur noch dem Erreichen irdischer Güter gilt, so ist dies allein den Menschen zuzuschreiben, weil sie freiwillig den Wünschen Meines Gegners nachkommen, obwohl sie ihm doch widerstehen könnten...

Immer wieder ist es die Willensfreiheit, die den Geisteszustand eines jeden Menschen bestimmt, die ihm aber auch nicht genommen wird, solange er als Mensch auf dieser Erde weilt. Aber er kann eben durch seine Willensfreiheit, durch den Mißbrauch seines Willens, es so weit bringen, daß sein Wille erneut gebunden wird, daß er wieder in den Zustand völliger Unfreiheit versetzt wird, der überaus qualvoll ist... daß er selbst zur Materie wird, die er anstrebte während seines Erdenwandels. Dann hat der Gegner wohl den Sieg davongetragen, indem er die Rückkehr zu Mir verhinderte, aber er hat sie nur verzögert, und das Geistige, das er durch seinen Einfluß für sich zu gewinnen glaubte, wird erneut seiner Macht und seinem Einfluß entzogen. Und das bedeutet auch Schwächung seiner selbst wieder auf endlos lange Zeit. Mein Reich ist nicht von dieser Welt...

Diese Worte sollten euch Menschen klarstens sagen, was ihr von der irdischen Welt zu halten habt... wenn es euch überhaupt daran liegt, Mein Reich einmal in Besitz zu nehmen. Aber gerade die Weltmenschen, die Materialisten, lassen sich genügen am Besitz dieser Welt, sie streben kein geistiges Reich an, denn sie sind schon völlig im Banne des Herrn dieser Welt, wenngleich sie auch ihn als ein Wesen, von dem sie beeinflußt werden, nicht gelten lassen. Denn er schlägt sie mit völliger Blindheit, er hindert sie an einem noch so schwachen Licht der Erkenntnis, er zündet ihnen Blendlichter an, die es unmöglich machen, ein rechtes Licht zu sehen...

Und Ich werde sein Wirken nicht unterbinden, geht es doch um den freien Willensentscheid, den der Mensch auf Erden ablegen soll...

Meine Hilfsmittel aber könnten zu einer Wandlung des Willens beitragen, denn sie bestehen vorwiegend darin, den Menschen die Vergänglichkeit der Materie vor Augen zu führen, ihnen immer wieder ihren Besitz zu nehmen, um sie zu einem Streben nach unvergänglichen Gütern zu veranlassen... weshalb in der Endzeit immer wieder Ereignisse eintreten werden, welche die Menschen allerdeutlichst hinweisen auf die Wertlosigkeit dessen, was die Welt bietet. Denn Ich unterlasse nichts, wodurch den Menschen noch Hilfe geleistet werden kann, Ich tue alles, um sie zu retten vor dem Lose einer Neubannung, deren Bedeutung die Menschen nicht wissen und auch es nicht glauben, wenn ihnen das Wissen zugeleitet wird. Und es wird sich daher noch viel ereignen, bevor der letzte Tag gekommen ist, der dann unwiderruflich auch das Schicksal aller Menschen entscheidet...

Amen


B.D. NR. 7095 - 17.4.1958

Richteramt...

Verantwortung...

Wie oft schon bin Ich euch in den Weg getreten und habe euch leise angerührt, um euren Blick zu Mir zu wenden...

Wie oft bin Ich euch in Form von Schicksalsschlägen oder Leid und Sorgen spürbar nahegetreten...

Und keinen von euch habe Ich ausgelassen, weil Ich euch alle gewinnen will für Mich und also auch Ich solche Mittel anwenden muß, die euch zu Mir hintreiben können...

Aber nicht alle Menschen erkennen Mich, nicht alle reagieren auf Meine leise Ansprache in jener Form...

Andere wieder spreche Ich an durch Mein Wort, um sie zu veranlassen, gedanklich sich Mir zu verbinden, aber auch ihnen steht es frei, Mein Wort in ihre Herzen dringen oder an ihren Ohren verhallen zu lassen. An jedem einzelnen versuche Ich Mein Heil, und es kann kein Mensch sagen, daß Ich an ihm vorübergegangen sei, daß er niemals in seinem Leben eine höhere Lenkung erfahren konnte, wenn er nur offenen Auges und aufgeschlossenen Herzens alles betrachtet, was ihm auf seinem Lebenswege begegnete. Doch niemals werde ich einen Menschen aufgeben, solange er noch auf Erden weilt, aber seine Willensfreiheit hindert Mich wiederum daran, ihm so offensichtlich nahezutreten, daß er Meiner achten muß...

Und daher steht es auch dem Menschen frei, eine Lenkung Meinerseits, eine Begegnung mit dem Gott und Schöpfer, zu leugnen und den ganzen Erdenlebenslauf als Zufall oder eigenmächtig geformten Ablauf anzusehen...

Denn diese Freiheit muß ihm belassen bleiben. Also liegt es allein an seinem Willen, wie er sein Schicksal auswertet... ob er sich positiv oder negativ zu Mir einstellt. Doch wenn es einmal dazu kommt, daß sich der Mensch verantworten muß Mir gegenüber, dann wird er nicht sagen können, keinerlei Hilfe Meinerseits erfahren zu haben, sondern er wird in aller Klarheit erkennen müssen, daß und wie oft Ich ihm in den Weg getreten bin und daß nur sein Wille ihn daran hinderte, mit Mir die Bindung herzustellen...

Und diese Verantwortung bleibt keinem Menschen erspart. Geht er also auch skrupellos durch sein Erdenleben hindurch, einmal kommt die Stunde jener Verantwortung vor seinem Richter von Ewigkeit...

Denn seinem Willen gemäß wird auch der Reifezustand sein, und dem Reifezustand gemäß wird das Los sein in der Ewigkeit, d.h., er wird dorthin versetzt, wo er nach dem Gesetz göttlicher Ordnung hingehört, er wird „gerichtet“, er muß sich einfügen in jenes Gesetz, weil immer wieder die göttliche Ordnung hergestellt werden muß... worunter (worin) also Mein „Richteramt“ zu verstehen ist...

Solange der Mensch auf Erden lebt, bewegt Mich immer nur die Liebe, ihn noch auf Erden in jenen Ordnungszustand zu versetzen, und Ich versuche dies mit allen Mitteln, ohne jedoch Zwang anzuwenden. Und wenn Ich den Menschen, d.h. dessen Seele, dann „richte“, so ist auch dies wieder nur ein Liebewerk Meinerseits, weil er einmal wieder in göttlicher Ordnung leben soll und weil Ich wahrlich auch den rechten Weg weiß, der dazu führen kann. Und darum ist es für jene Menschen besonders schlimm, die ohne jegliches Verantwortungsbewußtsein ihrer Seele gegenüber durch das Erdenleben gehen. Und deren Seelen haben ein schweres Los zu erwarten, wehrten sie sich doch ständig gegen die sanfte Beeinflussung durch ihren Geist, oder auch: Sie verwehrten ihm jegliche Äußerung, wenn Ich Selbst durch den Geist sie anreden wollte...

Und ob auch ein Mensch noch so ungläubig ist und ob er noch so ungeistig denkt... es hat jeder Mensch Momente, wo ihm Gedanken auftauchen an den Zweck seines Lebens, und solche Gedanken werden ihn immer in eine gewisse Unruhe versetzen, aber er wehrt sie ebensoschnell wieder ab. Es ist also der Wille in verkehrter Richtung tätig gewesen in Momenten solcher Abwehr, die Seele leistete Widerstand, als eine leise Stimme in ihr sich äußerte und sie drängte, an ihre Erdenaufgabe zu denken...

Aber sie konnte genausogut dem leisen Drängen nachgeben und längere Zeit bei ihren Gedanken verweilen und Mir nur die Möglichkeit geben, sie lauter anzusprechen. Und ebenso konnte in schweren Schicksalsschlägen der Mensch seinen Weg zu Mir nehmen, denn auch dieses Wissen ist ihm nicht fremd, daß der Mensch beten kann zu seinem Gott und Schöpfer...

Daß er es nicht tut, ist wieder sein freier Wille und darum ein Unrecht, für das er sich verantworten muß. Und darum wird nach immer wieder zurückgewiesener Liebe Meinerseits auch einmal Meine Gerechtigkeit hervortreten... d.h., das Wesen, das die Gelegenheit der Rückkehr zu Mir nicht ausnützt, muß dahin zurückkehren, wo es seiner Reife gemäß hingehört...

Ich muß richten nach Recht und Gerechtigkeit, d.h. wieder die göttliche Ordnung herstellen, die Urgesetz ist und bleiben wird...

Amen


B.D. NR. 7096 - 18.4.1958

Verscherzet euch nicht das ewige Leben...

Verscherzet euch nicht das ewige Leben...

Einmal zwar wird es euch allen beschieden sein, aber es können auch noch ewige Zeiten vergehen, Zeiten endloser Qual und Finsternis, wo ihr euch im Tode befindet, im Zustand völliger Kraft- und Lichtlosigkeit. Und ihr könnt euch diese qualvolle Zeit endlos verlängern, so daß ihr auch von „ewiger Verdammnis“ sprechen könnet... die Ich aber nicht über euch verhängt habe, sondern die ihr im freien Willen euch schaffet und immer wieder aufs neue schaffet, wenn ihr das Dasein als Mensch nicht nützet, um euch das ewige Leben zu erwerben. Ich lasse euch nicht für ewig verlorengehen, weil ihr Meine Geschöpfe seid, die Ich liebe von Anbeginn und auch nicht aufhören werde zu lieben. Aber Ich kann euch nicht vorzeitig das Leben geben, wenn ihr selbst den Zustand des Todes vorzieht, wenn ihr selbst nicht bereit seid, das Leben aus Meiner Hand entgegenzunehmen...

Aber ihr könnet es mit Leichtigkeit erwerben, denn ihr braucht euch nur Dem anzuvertrauen, Der Selbst das Leben ist von Ewigkeit...

Und dazu ist euch das Erdenleben gegeben, wo ihr im Besitz von Verstand und freiem Willen seid, wo ihr Belehrungen entgegennehmen könnet über eure Erdenaufgabe und also nur zu wollen brauchet, um aus dem Zustand des Todes herauszukommen. Und es ist diese Erdenzeit so kurz, es werden keine großen Opfer von euch verlangt für das, was euch geschenkt wird bei rechter Nutzung eures Willens. Es ist die Lebensdauer als Mensch sehr kurz, aber sie genügt, um euch das Ziel erreichen zu lassen...

Doch endlos lang war die Zeit eurer Vorentwicklung, bis ihr in das Stadium als Mensch eintreten konntet...

Und ebenso endlos lange wird es wieder dauern, bis ihr erneut die Gnade haben werdet, euren Willensentscheid zu wiederholen. Es sind dies Ewigkeiten, von deren Umfang ihr Menschen euch keinen Begriff machen könnet, weil euer Denken im unvollkommenen Zustand auch nur begrenzt ist. Und wie ihr nicht um diese Qual wisset, weil euch für die Zeit des Erdenlebens die Rückerinnerung genommen ist an jene Zeit eurer Vorentwicklung, so wisset ihr auch nicht um die unaussprechliche Seligkeit, die der Begriff „ewiges Leben“ in sich schließt...

Ihr wisset nicht um die Herrlichkeiten, die in Meinem Reich eurer warten, wenn ihr euch zur endgültigen Rückkehr zu Mir entschließet...

Und es kann euch weder das eine noch das andere Wissen bewiesen werden, weil dann ein freier Willensentscheid unmöglich gemacht würde. Aber ihr solltet es glauben auch ohne Beweis und entsprechend nun euer Erdenleben zurücklegen, ihr solltet euch die Seligkeit eines „Lebens“ in Meinem Reich nicht verscherzen, ihr solltet alle diese Möglichkeit, die euch zwar unglaubwürdig scheint, mit in euer Verstandesdenken einbeziehen... und ihr solltet so leben, daß ihr selbst euch keinen Vorwurf zu machen brauchtet, wenn einmal die Stunde eures Abscheidens von dieser Erde gekommen ist. Ihr solltet auch jene anhören, die über solche Dinge reden, die nichts mit der materiellen Welt zu tun haben...

Und ihr solltet auch darüber nachdenken und es euch vorstellen, wie ihr wohl bestehen würdet, wenn sie recht hätten...

Es steht für euch Menschen zuviel auf dem Spiel, es geht nicht um eine Anzahl Jahre wie eure Erdenlebenszeit... es geht um ein ewiges Leben, es geht um einen nie-aufhörenden Zustand der höchsten Seligkeit... um einen Zustand in Licht und Kraft, der euch eigen war zu Anbeginn...

Und für diese Ewigkeit in Licht und Kraft brauchet ihr nur eine ganz kurze Zeit, einen „Augenblick“ in dieser Ewigkeit, Verzicht zu leisten auf völlig wertlose Dinge...

Ihr aber wertet diese Dinge ungewöhnlich hoch, und ihr verscherzet euch daher das „Leben“ und bleibet im Tode wieder Ewigkeiten hindurch...

Und alles, was Ich tun kann, um euch zum Leben zu verhelfen, ist, daß Ich euch Menschen ständig Meine Boten zusende, die euch in Meinem Auftrag warnen und mahnen, die euch anregen sollen, einen Versuch zu machen, zur Wahrheit zu gelangen... die euch hinweisen zu Mir, daß Ich, als die alleinige Wahrheit, euer Denken erhelle, die euch den Rat geben, die Bindung mit Mir Selbst herzustellen, auf daß Ich euch dann erfassen kann und euch zu Mir ziehe...

Doch ihr müsset den ersten Schritt tun, weil Ich euch nicht zwinge um eurer Seligkeit willen. Aber Ich unterstütze und stärke auch den schwächsten Willen, der sich Mir zuwendet. Denn um euch das Leben zu geben, ließ Ich die gesamte Schöpfung erstehen. Ich will nicht euren Tod, Ich will, daß ihr lebet und eurem schon Ewigkeiten-währenden toten Zustand endlich entrinnet...

Ich will euch wieder beschenken mit Meiner Liebe und euch allen ein herrliches Los bereiten, das ewig nicht mehr enden wird...

Aber Ich kann euch nicht hindern, wenn ihr wieder den Weg zur Tiefe nehmet, wenn ihr freiwillig dem wieder folget, der euch einstens das Leben genommen und euch dem Tode ausgeliefert hat. Ich kann euch nur immer wieder zurufen:„Verscherzet euch nicht das ewige Leben...“ Ihr aber müsset freiwillig diesem Meinem Rufe Folge leisten, ihr müsset das Leben zu gewinnen suchen, solange ihr auf Erden weilet, und Ich werde euch wahrlich dazu verhelfen, weil Ich euch liebe...

Amen


B.D. NR. 7097 - 19.4.1958

Kämpfen oder Dienen im Erdenleben...

Keines Menschen Erdenlauf wird kampflos bleiben, ein jeder wird Kämpfe bestehen müssen, und er soll alles daransetzen, um Sieger zu werden und zu bleiben...

Denn nur durch steten Kampf wird seine Seele ausreifen, die zu Anfang ihrer Verkörperung als Mensch noch viel unreifes Geistiges birgt, das ihr desto mehr zusetzen wird, je gewissenhafter sie die Erdenaufgabe erfüllen will...

Denn das ist auch der Kampf, den Mein Gegner um jene Seelen führt, daß er das noch unreife Geistige zu beeinflussen sucht, in seinem Willen sich zu äußern. Und verlangt nun die Seele ernstlich zu Mir, dann muß sie vor allem jenen Begehren Widerstand leisten, die deutlich die Einwirkungen Meines Gegners verraten... was viel Ernst und Kraft erfordert, aber doch möglich ist bei ständiger Anforderung Meiner Hilfe durch Kraftzuwendung. Doch jeder Sieg in solchem Kämpfen wider sich selbst, d.h. wider seine eigenen Begierden und Untugenden, wird seine Kraft vermehren und auch Meinem Gegner immer mehr den Zugang verwehren... denn ein solcher Sieg ist gleichzeitig ein Zurückdrängen der Ichliebe. Und da die Kraftzufuhr Meinerseits sich verstärkt, wird diese nun angewendet zu uneigennützigem Liebewirken... und das bedeutet auch Annäherung an Mich und Sich-Lösen von Meinem Gegner. Und darum kann auch gesagt werden, der Mensch muß während seines Erdendaseins kämpfen oder dienen... wie ein Dienen zeugt von einem bestandenen Kampf, der dem „Dienen in Liebe“ vorangegangen ist. Wessen Inneres schon von uneigennütziger Liebe erfüllt ist, der wird auch weniger schwere Kämpfe zu bestehen haben, oder auch, er wird leichter Widerstand zu leisten fähig sein, so er von Meinem Gegner bedrängt wird, ihm zu Willen zu sein. Er wird kraft seiner Liebe auch die noch unreifen Substanzen seiner Seele und seines Körpers schneller zur Reife bringen können, denn durch seine uneigennützige Liebe, durch sein „Dienen am Nächsten“, sichert er sich auch Meine Gegenwart, und Ich bin also auch der sicherste Schutz vor dem Gegner...

Innere Kämpfe sind immer noch Zeichen einer gewissen Macht über euch, während ein Dienen in Liebe schon eure Zugehörigkeit zu Mir beweiset, die euch von seinem Joch befreit. Durch Lieblosigkeit aber zeiget ihr, daß ihr ihm noch angehört, und ihr werdet daher dann auch harten Kämpfen ausgesetzt sein, ihr werdet gleichsam Gewalt anwenden müssen, um euch das Himmelreich zu erwerben. Ist dies aber euer Wille, dann wird euch wahrlich auch Kraft zugehen, zu siegen über den, der euch hindern will, in Mein Reich zu gelangen. Doch wehe denen, denen alles gleichgültig ist... die weder in Liebe zu dienen bereit sind noch an sich selbst bewußte Seelenarbeit leisten wollen... die darum selten nur innerliche Kämpfe werden auszufechten haben, sondern eher bereit sind, den Willen Meines Gegners zu erfüllen...

Irdisch zwar werden sie oft ein weniger schweres Erdenlos zu verzeichnen haben, es sei denn, Ich fasse sie an mit eiserner Hand, indem Ich sie durch harte Schicksalsschläge zu anderem Denken zu bringen suche...

Dann wird das aber auch harte innerliche Kämpfe bedeuten, in denen sie sich bewähren müssen. Ohne Kampf kann kein Sieg erfochten werden, ohne Kampf können unreine Substanzen der Seele nicht geläutert werden, und ohne Kampf bleibt der Mensch auf gleicher Entwicklungsstufe stehen, wenn nicht die Liebe in ihm ungewöhnlich stark ist, daß die Liebe Siegerin ist und bleibt... daß also Meines Gegners Angriffe und Versuchungen sofort zurückgeschlagen werden mit der Kraft der Liebe, die da ist Kraft aus Mir. Denn die Liebe bringt alles zuwege, die Liebe wird auch mit Leichtigkeit die Läuterung des noch unreifen Geistigen bewältigen, die Liebe wird immer nur dienen wollen, und ein liebender Mensch stellt von selbst den Zusammenschluß her mit Mir, und er hat daher einen weit mächtigeren Herrn und Beschützer zur Seite, als der ist, der sich zum Herrn aufschwingen möchte. Jeder bestandene Kampf aber wird auch die Liebekraft verstärken, darum müsset ihr nur immer Mich um Kraftzufuhr bitten, und es wird sich diese auswirken in der Fähigkeit, aller Leidenschaften, Fehler oder Untugenden Herr zu werden und nun, anstatt die Eigenliebe zu befriedigen, selbstlose Liebewerke zu verrichten...

Denn das ist eure Aufgabe, euer Ziel auf Erden, euer Wesen zur Liebe zu gestalten... was Mein Gegner immer wird verhindern wollen und was von eurer Seite einen ständigen Kampf erfordert. Aber ihr könnt in diesem Kampf Sieger sein und bleiben, wenn ihr Mich in Jesus Christus anrufet um Stärkung eures Willens, um Zuwendung von Kraft und um Befreiung von dem, der euch noch gebunden hält...

Amen


B.D. NR. 7098 - 20.4.1958

Alles hat Sinn und Zweck...

Schädlinge...

Unkraut...

Ohne Zweck und Ziel ist nichts, was in der gesamten Schöpfung besteht...

Doch nicht immer könnt ihr den rechten Zweck eines Schöpfungswerkes erkennen, und ihr fraget euch oft, wozu das eine oder das andere erschaffen worden ist, weil es eurem Begriffsvermögen nach euch zu nichts zweckdienlich zu sein scheint. Aber schon die eine Erklärung müßte euch genügen, daß alles „Kraft ist aus Gott“, die einmal wieder zur Tätigkeit gelangen soll, daß aber diese „Kraft“ ganz unterschiedlich ist in ihrer Wirksamkeit, weil sie sich auch in ganz unterschiedlicher Entfernung von Gott befindet. Und „Entfernung“ ist gleichzusetzen mit „Widersetzlichkeit“...

Es gibt also Geistiges... einstmals von Gott ausgestrahlte Kraft... das trotz schon sehr langem Entwicklungsgang im Mußgesetz den Widerstand wenig verringert hat, das aber der göttlichen Ordnung gemäß den Entwicklungsgang fortsetzt und so also immer neue Außenformen bezieht, die ein langsames Tätigwerden gestatten, doch diese Tätigkeit wieder entsprechend dem Widerstand des Geistigen ist. Es verrichtet also keinen offensichtlichen Dienst an Menschen oder anderen Schöpfungswerken, dienet aber doch indirekt...

Verständlich wird euch dies, wenn ihr an die Schädlinge denkt im Tier- und Pflanzenreich, an jegliches Ungeziefer oder an Giftpflanzen... eben an das, was ihr als zwecklos oder schädlich in der Naturschöpfung ansehet...

Aber es sind alle diese Gebilde Träger göttlicher Kraft, die auch den in ihnen eingeschlossenen geistigen Substanzen eine geringe Möglichkeit geben zur Läuterung...

Und gleichzeitig dienen auch diese unscheinbaren Schöpfungswerke wieder anderen Schöpfungen zur Erhaltung... teils als Nahrung für größere Lebewesen, teils als Düngung des Nährbodens der Pflanzenwelt, wenngleich ihr Menschen einen solchen Austausch nicht beobachten könnet...

Und wieder können sie auch dem Menschen selbst in seiner geistigen Entwicklung dienen, die auch viele Prüfungen erfordert, wo sich der Mensch bewähren soll, seien es Geduldsproben aller Art oder auch eine vernünftige Einstellung zu allem, was Gottes Wille hat erstehen lassen. Es ist nichts ohne Sinn und Zweck; ob aber der Mensch den Sinn und Zweck eines jeden Werkes erkennt, das ist nicht entscheidend, sondern sein Glaube an Gottes Weisheit, Liebe und Macht soll ihm auch eine gewisse Ehrfurcht allem Geschaffenen gegenüber schenken, ansonsten er die Weisheit, Liebe und Macht Gottes anzweifelt. Für den von Gott einst ausgegangenen Kraftstrom... für die aufgelösten Substanzen urgeschaffener Geister... ist jegliche materielle Hülle eine große Gnade, denn sie wurden erfaßt von der Liebe Gottes und also in eine Außenform versetzt...

Und ob auch verschiedene Außenformen die Widersetzlichkeit gegen Gott verraten... daß Gott aber das Geistige dennoch erfaßt hat, um es langsam im Mußgesetz zur Höhe zu führen, das allein schon soll euch Menschen jegliches Schöpfungswerk mit geistigen Augen ansehen lehren, und ihr sollt bedenken, daß Gott wahrlich um vieles weiß, was euch Menschen noch verborgen ist, und daß ihr darum nicht vorzeitig urteilen sollet, indem ihr an Schöpfungen Gottes Kritik übt, zu der ihr wahrlich nicht berechtigt seid. Denn sowie ihr glaubet, daß die Schöpfung Gottes Werk ist, muß euch auch jedes Schöpfungswerk über jeden Zweifel erhaben sein. Und ihr werdet dann auch lernen, mit liebenden Augen das zu betrachten, was euch bisher Widerwillen und Abneigung einflößte... womit jedoch nicht gesagt sein soll, daß ihr es wider seine natürliche Bestimmung fördern sollet. Denn sowie es nachweislich Schaden anrichtet, dürfet ihr auch dagegen angehen und dessen Entwicklungsgang beenden, denn auch das ist Gottes Wille, daß diese Schöpfungen keine lange Lebensdauer haben und daß ihr gleichsam auch berechtigt seid, ihre Lebensdauer abzukürzen, auf daß die geistigen Substanzen sich in immer neuen Außenformen zu einer gewissen Reife bringen, um dann auch zu dienenden Funktionen zugelassen zu werden, sowie der einstige Widerstand sich verringert, sowie das Geistige so weit gesänftigt worden ist, daß es nun bereitwillig dienet und also langsam zur Höhe steigt. Und ihr Menschen müsset es wissen, daß auch ihr selbst, d.h. eure Seele, in sich solche Substanzen birgt, die diesen vorerwähnten Gang zurücklegen mußten...

Denn alles habt ihr in euch, was euer Auge zu sehen fähig ist...

Aber Gottes Liebe, Weisheit und Macht weiß alles in die rechte Ordnung zu führen, denn Er verfolgt nur ein Ziel, das Er auch einmal erreichen wird...

Amen


B.D. NR. 7099 - 21.4.1958

Glaube an Gottes Gegenwart...

Licht von Ewigkeit...

Aus jeder geistigen Belehrung könnet ihr entnehmen, daß Ich euch Licht schenken will, daß Ich euer Denken recht leiten und euch willig machen möchte, eure Erdenaufgabe zu erfüllen...

Denn da ihr zu Beginn eurer Verkörperung als Mensch erkenntnislos seid, muß euch also auch ein Wissen erschlossen werden, ansonsten es unbillig wäre von Mir, von euch etwas zu verlangen, was ihr unmöglich erfüllen könntet. Ein geringes Wissen wird jedem Menschen nahegebracht, aber er selbst hat es nun in seiner Hand, dieses Wissen zu vermehren, denn es kann ihm auch nur unter gewissen Voraussetzungen eine höhere Erkenntnis vermittelt werden. Und es ist diese schon ein Zeichen, daß sich der Mensch bemüht, seine Erdenaufgabe zu erfüllen. Aber je heller es in ihm wird, je weiter er in der Erkenntnis fortschreitet, desto mehr löst er sich aus der Finsternis, aus dem Bereich Meines Gegners, der ein Licht flieht, weil es Mich Selbst und Meine Gegenwart beweiset. Ihr müsset also zuerst davon überzeugt sein, daß Ich euch schon gegenwärtig bin, wenn euch Licht zugeht in Form Meines Wortes...

Die Überzeugung Meiner Gegenwart wird dann auch euer ganzes Wesen bestimmen, ihr werdet zu innerem Frieden gelangen, ihr werdet euch nicht kraftlos fühlen, ihr werdet das Gefühl sicherer Geborgenheit empfinden und also auch nichts mehr fürchten, ganz gleich, ob es von außen oder von innen an euch herantritt, ob Mein Gegner euch durch Mittelsmänner zu bedrängen sucht oder ob ihr selbst noch von Leidenschaften oder Schwächen zuweilen befallen seid, die in euch seelische Kämpfe auslösen...

Der unbedingte Glaube an Meine Gegenwart gibt euch die innere Ruhe wieder, und sie schenkt euch auch die Kraft, den Versuchungen von außen zu widerstehen...

Und diesen unbedingten Glauben solltet ihr immer haben, die ihr von Meinem Geist belehrt werdet...

Es sollte euch das Licht, das ihr empfangt, auch das „Licht von Ewigkeit“ erkennen lassen, Das Sich euch so offensichtlich offenbart. Ihr könntet wahrlich durch diesen Beweis Meiner Gegenwart euch überglücklich schätzen, ihr brauchtet keine bangen Stunden zu durchleben, ihr brauchtet nicht zu zweifeln an Meiner immerwährenden Liebesorge um euch und um Hilfeleistungen, die ihr selbst euch erbittet. Denn Meine Gegenwart müßte euch ein so sicherer Beweis sein, daß ihr zu den Meinen gehört, die in Meiner ständigen Obhut stehen. Aber ihr denket noch zuwenig an Meine „Gegenwart“, und doch erfahret ihr täglich erneut Mein Wirken an und in euch, das eben nur möglich ist, wenn Ich euch gegenwärtig sein kann...

Aber ihr könntet Meine Gegenwart noch weit mehr ausnutzen, denn Ich will nur, daß ihr den bewußten Anschluß an Mich vollzieht, daß ihr also vollbewußt Mich Selbst als in euch wirkend erkennet und daß ihr aus dieser Erkenntnis heraus mit Mir nun auch vertraulich verkehret, daß ihr nicht mehr ein gesondertes Leben führet, sondern Mich ständig neben euch wisset...

Und diese Gewißheit wird sich wunderbar an euch auswirken, ihr werdet einen Frieden ausstrahlen, eine Gelassenheit, eine ständige Hilfsbereitschaft wird euch erfüllen, und ihr werdet euch durch nichts mehr beirren lassen, was auch geschieht um euch und in der Welt. Ihr müsset unbedingt diese selige Gewißheit in euch aufkommen lassen, denn dann erst besitzet ihr auch einen lebendigen Glauben; es ist jegliche Isolierung von Mir aufgehoben, ihr seid wieder Mein, wie ihr es waret im Anbeginn. Ihr seid dann auch frei geworden von der Macht, die euch bisher gefangengehalten hat. Und gerade euch sollte es leichtfallen, euch Meiner Gegenwart bewußt zu sein und zu bleiben, die ihr von Mir belehrt werdet und also einen sichtlichen Beweis Meiner Liebe erfahren dürfet, der (also) durch Meine Gegenwart möglich ist.(ermöglicht wird.) Ich kann euch nur anreden, wenn Ich Selbst in euch bin...

Ihr würdet niemals Meine Stimme vernehmen ohne Meine Gegenwart, und es würde also auch niemals Mein Geist in euch wirken können, der doch Mein Anteil ist und ewig bleiben wird.„Ich bleibe bei euch bis an der Welt Ende...“ Konnte Ich euch deutlicher Meine Gegenwart verheißen als durch diese Meine Worte? Und wenn es Licht wird in euch, wenn ihr zur Erkenntnis gelanget, dann ist das immer der Beweis einer Bindung zwischen euch und Mir, die ihr wohl selbst herstellen müsset, die aber dann auch so gewiß ist, daß ihr das vertraulichste Verhältnis herstellen könnet mit Mir, eurem Gott und Vater von Ewigkeit...

Glaubet fest und unerschütterlich an Meine Gegenwart, und ihr werdet es selbst erfahren, um wie vieles leichter euer Erdenweg nun ist...

Denn alles, was euch bewegt, brauchet ihr nur Mir anzuvertrauen, und Ich werde es für euch regeln, weil ihr an Meine Hilfe glaubt, sowie ihr auch an Meine Gegenwart zu glauben vermögt. Nimmermehr könntet ihr dieses fassen, wenn Ich euch nicht schon einen Erkenntnisgrad geschenkt hätte, wenn nicht schon etwas Licht eure Seele erhellt hätte, das eben in Mir Selbst seinen Ausgang nahm...

Und darum ist es einem Menschen in geistiger Finsternis unmöglich, die gewaltige Liebe eines Gottes und Vaters zu fassen, Der Sich Selbst den Menschen nähert, um mit ihnen zu reden...

Wo aber schon ein kleines Licht entzündet ist, kann es verstärkt werden, bis zuletzt jegliche Finsternis schwindet aus dem Herzen des Menschen, weil Ich Selbst darin Wohnung genommen habe... weil Ich also Selbst dem Menschen gegenwärtig bin, der ein Licht von Mir empfangen hat...

Denn Ich Selbst bin das Licht von Ewigkeit...

Wo also Licht ist, muß auch unwiderruflich Ich Selbst sein... und wo Ich bin, dort ist kein Anlaß mehr gegeben zu Sorgen und Leid, denn der Glaube an Meine Gegenwart gibt auch die sicherste Gewähr, daß Ich Selbst alles so regle, wie es gut ist und der Seele zum Heile gereicht...

Amen


B.D. NR. 7100 - 22.u.23.4.1958

Ist das Erdenleben Selbstzweck oder Mittel zum Zweck...

Der Gang über die Erde als Mensch hätte keine rechte Begründung, wenn er lediglich Selbstzweck wäre... oder auch, es würde euch Menschen schwerfallen, dafür eine rechte Begründung zu finden, weil ihr allzudeutlich die große Verschiedenheit der menschlichen Schicksale ersehet und immer wieder die Frage in euch auftauchen würde, welcher Zweck wohl aus einem schweren, leidvollen, armseligen Leben herausschaut. Doch ihr könntet sofort eine Antwort finden, wenn ihr das Leben nicht als Selbstzweck, sondern als Mittel zum Zweck ansehet. Wäre eines jeden Erdenschicksal gleich, würde eines jeden Menschen Erdenleben in Harmonie, Sorglosigkeit, Freuden und irdischem Glück bestehen, wenig unterschiedlich vom Leben des Mitmenschen, dann könntet ihr wohl euch in dem Glauben wiegen, daß dem Erdenleben kein tieferer Zweck zugrunde liegt als ebender des Lebens selbst. Doch sowie ihr ernstlich darüber nachdenkt, werdet ihr euch nicht mit einer solchen Erklärung zufriedengeben... ihr werdet nach einem tieferen Grund suchen und ihn auch sicher finden, weil nur eine Frage eurerseits nötig ist, um euch Antwort darauf zukommen zu lassen. Und diese Frage sollten sich alle Menschen stellen...

Denn es zeugt wahrlich nicht von Klugheit oder rechter Verstandestätigkeit, wenn sich ein Mensch damit zufriedengibt, nur als eine Schöpferlaune durch das Leben zu gehen, denn jeder Mensch der Anspruch darauf erhebt, als intelligent zu gelten, würde seine Zeit und Kraft wohl kaum dazu verwenden, Dinge erstehen zu lassen, die völlig zwecklos sind... und er würde sich selbst ebensowenig als völlig unnützes Geschöpf ansehen wollen, das nur den einen Zweck hätte, sich selbst zu erhalten... dabei aber nicht die Dauer seines Bestehens bestimmen kann...

Ist das Erdenleben Selbstzweck oder Mittel zum Zweck?...

Diese Frage in sich aufzuwerfen könnte sehr lohnend sein für den, der nicht zu glauben vermag. Es wird keineswegs von euch Menschen gefordert, blind zu glauben, denn ein solcher Blind-glaube hat keinen Wert. Aber ihr könnt euren Verstand nützen, ihr könnt nach allen Seiten hin das durchdenken, was zu glauben von euch gefordert wird...

Ihr könnt durch Nachdenken zu einem Ergebnis kommen, das euch annehmbar erscheint, und ihr könnet dessen gewiß sein, daß jegliche Gedankenarbeit auch gesegnet wird, wenn sie der tieferen Erkenntnis gilt... dem Wissen um das, was euch Menschen noch verborgen ist, was euch aber nicht verborgen zu bleiben braucht. Den Zweck des Erdenlebens als Mensch zu ergründen, das ist eine solche Erkenntnis, denn sie gehört in das Gebiet des Nicht-Beweisbaren, kann aber doch einen Menschen beglücken, sowie es dessen Ernst ist, sie zu erlangen. Denn immer mehr Fragen werden dann in dem Menschen auftauchen, sowie er sich dessen klargeworden ist, daß das Leben als Mensch nur Mittel ist zum Zweck...

Er wird den wahren Zweck zu ergründen suchen und nun auch seine eigene Aufgabe erkennen, er wird sich nicht mehr zufriedengeben mit der alleinigen Sorge um das irdische Leben, er wird alles Geschehen und Erleben betrachten lernen als zweck-bedingt... und nun auch eine geistige Einstellung finden und verfolgen, die ihn überaus befriedigt... (23.4.1958) Mit der Erkenntnis des Erdenlebenszweckes erst beginnt das bewußte Leben des Menschen, denn nun erst wird sein Denken ausgerichtet sein nach einem Ziel, das er zu erreichen sucht, nun erst legt er selbst Hand an, die Seelenarbeit auszuführen, nun erst werden irdische Ziele in den Hintergrund treten, wenngleich er auch sein irdisches Leben wird meistern können mit Gottes Hilfe, Der eine solche Einstellung zum Leben segnet und immer wieder ihm neue Aspekte erschließen wird, die sein Denken beschäftigen und ihn zur Höhe führen. Ein zweckbewußtes Erdenleben kann niemals vergeblich gelebt sein, es muß geistigen Erfolg eintragen, wohingegen ein Mensch, für den das Leben nur Selbstzweck ist, keinerlei geistigen Gewinn erzielen wird. Sowie er liebewillig ist, werden ihm von selbst auch Fragen kommen über seinen eigentlichen Erdenlebenszweck, und dann geht auch eine Wandlung des Denkens vor sich...

Fehlt ihm aber die Liebewilligkeit... was zumeist der Fall ist bei denen, die den Erdenlebenszweck noch nicht erkannt haben... dann kann von einer Aufwärtsentwicklung nicht gesprochen werden, dann bleibt der Mensch seiner Seele nach beschaffen, wie er war zu Beginn seiner Verkörperung, dann wird der Erdengang völlig vergeblich zurückgelegt, dann ist eine große Gnade verscherzt worden, die ihm höchsten Erfolg hätte bringen können...

Es ist aber jedem Menschen möglich, zu dieser Erkenntnis zu kommen, daß er um eines Zweckes willen den Gang über die Erde geht, weil jeder Mensch die Denkfähigkeit besitzt, weil er einen Gedanken gegen den anderen erwägen kann, also selbst fähig ist zu urteilen. Und er würde bei ernstem Nachdenken ganz sicher zu jener Erkenntnis kommen, weil er auch in der Naturschöpfung eine gewisse Zweckmäßigkeit in gesetzlicher Ordnung erkennen kann, die er auch auf sich selbst, als höchstentwickeltes Schöpfungswerk, anwenden müßte... ansonsten ihm wahrlich ein sehr beschränktes Denken eigen wäre, eine Auffassung, die nicht mit Klugheit zu bezeichnen ist...

Der Mensch kann die Erkenntnis eines Erdenlebenszweckes gewinnen, ansonsten auch nicht von ihm eine Verantwortung gefordert werden könnte, wie er dieses Erdenleben ausgenutzt hat. Eine solche Verantwortung wird zwar geleugnet von den Menschen, die keinen Erdenlebenszweck erkennen wollen, doch auch dafür sind Beweise genug in der Naturschöpfung vorhanden, daß nicht ohne Folgen gegen die Naturgesetze, gegen die göttliche Ordnung, verstoßen werden kann, und also muß auch der Mensch selbst für sich eine gewisse Ordnung gelten lassen, er muß auch sich selbst einbezogen fühlen in jenes Ordnungsgesetz...

Und also kann er nicht willkürlich sich sein Leben gestalten, ohne jegliche Verantwortung Dem gegenüber, Der alles erstehen ließ, sondern er muß sich dem Gesetz göttlicher Ordnung anzugleichen suchen. Er muß einen Gesetzgeber anerkennen, dann wird er auch diesem Gesetzgeber gegenüber sich verantwortungsbewußt fühlen. Wird dieser Gesetzgeber nicht anerkannt, fühlt sich der Mensch frei von jeglicher Verantwortung einem Herrn gegenüber, dann ist er noch offensichtlich in Gott-gegnerischer Gewalt, denn diese wird den Menschen immer so zu beeinflussen suchen, daß das Erdenleben ihm keinen Fortschritt einträgt, daß jeglicher Glaube an Zweck und Ziel des Erdendaseins schwindet, auf daß jene Macht selbst ihn für sich behalten kann wieder ewige Zeiten hindurch...

Amen


B.D. NR. 7101 - 24.4.1958

Bewußtsein der Gegenwart Gottes...

Wer sich einmal Meiner Liebe und Gnade bewußt wurde, der wird ewiglich nicht mehr von Mir abfallen, denn dieses Bewußtsein bindet ihn unauflöslich an Mich...

Dieses Bewußtsein ist gleichzeitig ein Licht der Erkenntnis, das ihm auch das Reich der Finsternis in allen seinen Schrecknissen zeigt und er stets mehr zu Mir hindrängen wird, Den er als Licht von Ewigkeit erkannt hat. Meiner Liebe und Gnade sich bewußt zu sein ist auch ein Zeichen innigster Bindung mit Mir, wo Mein Liebestrom den Menschen so berührt, daß er Meine Gegenwart spürt, so daß er Mich nun bei sich weiß... und er nun dieses Bewußtsein Meiner Nähe niemals mehr verliert. Ihr alle könnet euch diese Worte wohl bedenken und euch bemühen, in den beseligenden Zustand zu gelangen, aber recht verstehen werdet ihr sie erst, wenn ihr selbst dieses beglückende Gefühl erfahren durftet, wenn euch Meine Liebe ergriffen hat, um euch nimmermehr zu lassen... was aber nicht von Mir abhängig ist, sondern von euch selbst. Ich kann nur sein, wo Liebe ist, und darum werdet ihr Mich auch erst dann als gegenwärtig fühlen, wenn ihr selbst die Liebe in euch aufflammen lasset zu heller Glut. Die uneigennützige Liebe zum Nächsten wird euch in wahrhaft himmlischer Weise gelohnt, denn Meine Liebe zu besitzen ist etwas ungemein Beseligendes, das keinen Vergleich auf Erden findet. Und ihr werdet es dann nicht begreifen können, daß ihr so lange Zeit ohne Mich gewandelt seid, ihr werdet jeden Tag als verloren betrachten, wo euch noch nicht das Bewußtsein Meiner Liebe und Gnade, Meiner Gegenwart, beglückte...

Dann aber werdet ihr es auch verstehen, warum liebeerfüllte Menschen mit Gleichmut und Gelassenheit alles ertragen, was ihnen von seiten der Welt angetan wird... warum auch Leid und Krankheit sie nicht ungewöhnlich bedrücken, warum sie scheinbar unempfindlich geworden sind gegen das, was den Mitmenschen völlig aus der Ruhe bringt und sein Leidensmaß nur vergrößert...

Denn Ich Selbst lasse Meine Liebesonne im Herzen des Menschen erscheinen, und in ihrem Licht ist alles verklärt, und es erschreckt den Menschen nicht mehr. Er sieht nur Mich, und er kann seinen Blick nicht mehr abwenden von Mir, weil Ich sein ganzes Herz erfülle...

Es ist dies ein geistiges Bild, es empfindet dies nur seine Seele, die mit geistigen Augen zu schauen vermag und das, was sie erschaut, ihr ganzes Fühlen, Denken und Wollen erfüllt und bestimmt...

Ihr Menschen wisset es nicht, wie sich ein Liebeleben auswirkt, aber nur das kann euch immer wieder versichert werden, daß alle seligen Empfindungen, alle ungewöhnlichen Kraftleistungen und ein beglükkendes Licht Folgen sind eines solchen Liebelebens... daß ihr also wahre Seligkeit nur empfinden könnt im Zustand der Liebe und daß ihr also auch nur durch ein Liebeleben mit Mir Selbst euch zusammenschließen könnet und nun auch alle Wonnen dieser engen Bindung mit Mir verkosten dürfet, die immer euch Meine Gegenwart beweisen. Und habt ihr einmal nur bewußt euch Meiner Gegenwart erfreuen dürfen, dann werdet ihr nicht mehr allein wandeln auf Erden, denn ihr könnt euch dann nicht mehr von Dem trennen, Den ihr erkanntet als euren Vater von Ewigkeit, Dessen Liebe euch erstehen ließ...

Dann aber ist auch eure Umwandlung zur Liebe vor sich gegangen, dann ist eure Rückkehr zu Mir vollzogen, dann seid ihr auf dem Weg zu Mir, ins Vaterhaus...

Dann seid ihr wieder, was ihr waret im Anbeginn... ihr seid zu Meinen Kindern geworden und werdet es bleiben ewiglich...

Amen



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