Wort Gottes...


Buch

14 – 16


B.D. NR.

637 – 800


empfangen in der Zeit vom 24.10.1938 – 8.3.1939


Bertha Dudde


B.D. NR. 637 - 24.10.1938

Freuden der Welt...

Aufnahmegefäß des göttlichen Geistes...

Lasset euch nicht betören von den Reizen der Welt. Denn ihr geratet in große Gefahr, und euer Seelenheil soll euch höherstehen als alles in der Welt. Wollet ihr dem Herrn dienen, so müsset ihr alles aufgeben, was euch mit dieser Erde verbindet, ihr müsset euch in bewußte Abwehr stellen den Lockungen der Welt gegenüber. Der Kampf wider diese stärkt den Geist in euch, und ihr werdet gleichsam als Bezwinger der Materie frei von der Gewalt des Bösen. Es birgt alles, was ihr seht und fühlt, unreifes Geistiges in sich, dem ihr widerstehen müßt, denn die Erde mit allem Glanz und allen Äußerlichkeiten ist euch gegeben als Stein des Anstoßes... als Versuchung... auf daß ihr euch daran erproben sollt und aus freiem Willen dieser Versuchung widerstehen lernt. Hat sich aller Glanz der Welt eures Herzens erst einmal bemächtigt, dann ist der Kampf unsagbar schwer, und dann heißt es Gewalt anwenden, um das Himmelreich zu erwerben. Nur im steten Kampf gegen die Versuchung ist es möglich, der Seele Not zu heben und sie zu erlösen aus dunkler Nacht. Sie schmachtet allzusehr in den Banden der sie umgebenden Materie, und ihr Verlangen ist die Befreiung von derselben. Darum muß der Mensch alles meiden, was ihre Hülle verdicken könnte... er muß versuchen, ihr Erleichterung zu bringen, indem er willig alles aufgibt, was ihn mit der irdischen Welt verbindet, und seine Gedanken der geistigen Welt zuwenden. Dadurch wird es licht und hell um die Seele, und ihr Zustand wird freier und freier...

Sie sucht die Verbindung mit dem in ihr schlummernden göttlichen Geist, der sich mit der Seele einen kann, je freier sie von der Materie wird. So ist allemal zur Erweckung des Geistes in sich Vorbedingung Widerstand gegen alles weltliche Verlangen...

Denn niemals kann der Seele Zustand sich bessern, wenn der Körper irdischem Verlangen nachgibt, und kann daher die Seele auch nimmermehr Aufnahmegefäß göttlichen Geistes werden. Es locket die Welt wohl gar sehr und ist daher unausgesetzt Gefahr für die Seele, doch da dem Menschen Hilfskräfte jeglicher Art zur Verfügung stehen während des Erdenlebens, hat er es doch in der Gewalt, ihr zu widerstehen. Der göttliche Schöpfer läßt kein Wesen schutzlos und ohnmächtig durch das Erdenleben gehen... jeden Schutz und jede Hilfe kann er sich verschaffen durch Gebet, und wer sich dieses Mittels bedient, kann jeder irdischen Versuchung Herr werden, denn er wird durch das Gebet aller Gnade des Herrn teilhaftig und braucht nimmermehr zu fürchten, schutzlos aller Versuchung der Welt ausgeliefert zu sein. Er vermehrt sein geistiges Gut im selben Maß, als er sich des Gebetes bedient, er hat somit selbst die Möglichkeit und die Macht, sich bildlich von der Erde zu trennen und sich geistig dafür vollauf zu sättigen und weit Schöneres für die Seele einzutauschen, als die Erde je an weltlicher Erfüllung dem Körper bieten kann. Und somit gibt der Mensch nichts auf, wenn er die Freuden der Welt meidet, sondern gewinnt unsagbar viel, denn die Freuden der Welt sind nicht von Bestand... sie sind unecht und vergänglich... doch die geistigen Freuden wiegen alles Irdische auf und bleiben bestehen bis in alle Ewigkeit...

Amen


B.D. NR. 638 - 24.10.1938

Geisteszustand...

Gedanken an Gott Hilfe zur Selbstveredlung...

Es achten die Menschen nicht auf ihren Geisteszustand, wenn sie sich inmitten der täglichen Sorgen befinden. Sie gehen ihrer irdischen Arbeit nach und sind nicht im geringsten darauf bedacht, sich mit der ewigen Gottheit zu verbinden. Das Verhältnis des Kindes zum Vater können sie daher nicht herstellen, und so bleiben sie getrennt vom Vater im Himmel, solange sie sich allzusehr in irdischer Tätigkeit bewegen. Die einfachste Lösung wäre zu allen Zeiten das Sich-selbst-Empfehlen der göttlichen Gnade...

Sie würden dann in so großem Maß schöpfen, und auch ihre irdische Tätigkeit würde gesegnet sein vom Herrn. Sofern der Gedanke an Gott den Lebensweg begleitet, ist das Erdenkind in einer unnennbar glücklichen Lage, denn mit diesem Gedanken gehen ihm auch die geistigen Kräfte zu, die das Erdenkind zu geistigem Schaffen anregen und vor Rückfall in völlig irdische Interessen schützen. Die eigentliche Arbeit an der Seele beginnt der Mensch, so er sich nur mit dem göttlichen Wesen in Gedanken abgibt... so er in seinem Inneren die Frage stellt, was der Zweck des Erdenlebens ist und in welchem Verhältnis er selbst zum göttlichen Schöpfer stehe. Dann hat er sich willig in die Macht guter Geisteskräfte gegeben, die diese Macht nun nützen und ihrerseits alles anwenden, um den Gedanken stets die gleiche Richtung zu erhalten... daß sie sich unablässig befassen mit der Unendlichkeit und ihrem Schöpfer. Wer einmal seinen Geist in solche Bahnen lenkt, wird auch sein eigenes Wesen gleichzeitig wandeln, denn der Gedanke an Gott... dem immer ein Abwenden vom Irdischen vorangeht, wird erklärlicherweise eine Selbstveredlung zur Folge haben, was auch wieder eine Einwirkung höherer Geistwesen auf den Sinn des Menschen ist...

Doch die Kraft wird dem Menschen dann erst in aller Fülle zugehen, wenn sein Herz Liebe geworden ist... wenn es aus dem Gottbewußtsein heraus nicht anders kann, als Liebe zu geben... dann legt der Mensch immer mehr seine üblen Angewohnheiten ab, er vergeistigt sich immer mehr, und desto größer wird der Einfluß seiner geistigen Freunde auf seine Seele sein. Es ist dann das Streben des Menschen ein leichtes, so er sich dieser ihm wohlgesinnten Geisteskraft willig überläßt...

Was ihm zuerst unsägliche Mühe bereitet, ist ihm nun eine leichte Arbeit geworden, welcher er freudig nachkommt. Zu wissen, welche Aufgabe Gott dem Menschen zugedacht hat, und dieser Aufgabe mit ganzem Herzen nachkommen zu können ist allein schon ein solcher Beweis göttlicher Gnade, daß die Dankbarkeit für diese den Menschen zu eifrigstem Streben antreiben wird. Denn ohne Wissen durch das Erdenleben gehen gestaltet dieses Erdenleben zu schwerer, die Seele nicht befriedigender Tätigkeit. Solange die Verbindung mit dem Vater nicht gefunden ist, sind die Erdentage nutzlos gelebt für die Ewigkeit. Erst wenn die Liebe im Menschen tätig ist, bewußt oder unbewußt, beginnt der Mensch wahrhaft zu leben auf Erden. Der Geisteszustand wird sodann ein heller sein, er wird erkennend alles um sich betrachten, er wird den feinen Regungen des Herzens nachgeben und den inneren Frieden suchen und finden im Gedanken an seinen Schöpfer...

Des Lebens einzigsten Zweck hat er erkannt und sucht nun mit Eifer ihn zu erfüllen...

Er betrachtet alles nur noch vom Gesichtspunkt dieser Erkenntnis aus und läßt sich willig leiten von oben... der von Gott dem Menschen entgegengesandten Hilfskraft... und sein Weg muß ihn nun sicher führen, der ewigen Heimat und seinem göttlichen Vater entgegen...

Amen


B.D. NR. 639 - 25.10.1938

Trägheit...

Ohne Anfang und ohne Ende, von Ewigkeit zu Ewigkeit läßt Gott der Herr den Menschen Seine Liebe fühlen...

Alle Dinge atmen Gottes Liebe, und die Geduld und Sanftmut des Herrn läßt sie bestehen. Und wenn der Herr so offensichtlich wirkt, um Seinen Kindern auf Erden Licht zu bringen, so ist das auch ein Beweis Seiner übergroßen Liebe zu den Menschen, die Er in das All gestellt hat, um ihnen dereinst alle Herrlichkeiten dessen zugänglich zu machen. Eine solche Vaterliebe läßt auch nimmer zu, daß die Wesen, groß und klein, rettungslos der bösen Macht ausgeliefert sind. Immer wird durch den Willen und die Macht Gottes dieser Macht eine Grenze gesetzt, daß sie sich der irrenden Seele nicht allzusehr bemächtigt. Die Tatkraft der Menschen ist schon ein Hindernis, wo sich der Feind erlahmt fühlt. Die Tatkraft ist dem Menschen gegeben, und er kann sie nützen nach eigenem Gutdünken, da ihm gleichzeitig auch der freie Wille für die Erdenlaufbahn gegeben wurde. Wer nun diese Tatkraft wenig nützt, gibt sich selbst in die Hände des Feindes, und (es, d. Hg.) darf dann auch nimmermehr die Schuld der ewigen Gottheit, Die ihn in das Weltall gesetzt hat, zugeschoben werden. Denn ein jeder Mensch wird vom Vater so bedacht, daß ihm ein Maß von Willensstärke zur Verfügung steht. Er setzet diesem aber oft die eigene Trägheit entgegen, und die Willensstärke wird dadurch außerordentlich geschwächt. Es ist dies eine Gefahr von größter Bedeutung... denn diese Trägheit erstreckt sich sowohl auf das irdische als auch auf das geistige Leben. Es wird der Mensch, der allzeitig rührig ist im weltlichen Sinne, auch im Fall der Erkenntnis die Arbeit an seiner Seele gleich tatkräftig in Angriff nehmen... er wird das gleiche Bestreben haben, die begonnene Arbeit fortzusetzen, die der Seele gilt, als wie er der irdischen Tätigkeit nachkommt. Es ist somit die größte Gefahr für einen Menschen, auf Erden untätig zu sein, denn seine Seele darbt dann gleicherweise, und die Erdenzeit vergeht ungenützt für die Ewigkeit. Die Liebe des himmlischen Vaters wirkt gleichfort auf den Menschen ein und läßt ihm alle Anregung zugehen, um ihn aus solcher Willensschwäche, Tatlosigkeit und Lethargie aufzuwecken, und so der Wille des Menschen gut ist, Gott dem Herrn zu dienen, werden diese Anregungen den Tätigkeitsdrang erhöhen...

Doch widersetzet sich der Mensch, dann sucht sich die Seele in ihrer Not einen Ausweg, indem sie unter Mitwirkung der guten Geistwesen den Körper mit allerlei Plagen belegt, mit körperlichen Leiden, Depressionen oder Mißhelligkeiten, die ihm das Leben erschweren oder unangenehm machen. Und dann sucht sich der Mensch selbst einen Ausweg und beginnt, um alle diese Widerstände zu beheben, den Willen zu verstärken, der dann auch auf die körperliche Schaffenskraft günstig einwirkt...

Amen


B.D. NR. 640 - 26.10.1938

Lasset die Kindlein zu Mir kommen...

Lasset die Kindlein zu Mir kommen und wehret es ihnen nicht. Die Worte des Herrn sollen Zeugnis ablegen von der übergroßen Liebe und Güte des Herrn, Der Sich aller annimmt, die zu Ihm verlangen. Es weiß der Mensch oft nicht, wie einfach es ist, sich mit dem Herrn zu verbinden... wie er nur sein Herz zu öffnen braucht... wie er nur willig zu sein braucht, die Worte des Herrn zu vernehmen, und wie der Vater schon Sich Seinem Kind nähert und es anhöret...

Lasset die Gedanken zum Herrn und Heiland schweifen, und wehret ihnen nicht, so werdet ihr auch bald selbst zu Ihm kommen, und Er wird euch segnen...

Und habt ihr Ihm euer Herz geöffnet, daß der Herr einziehen kann in dieses, so wird Er euch nimmermehr verlassen, Er ist in steter Liebe um euch besorgt, euch vor Schaden zu behüten. Er will Selbst Wohnung nehmen in euch, und auf daß diese Wohnung Seiner würdig werde, gibt Er euch Kraft und Ausdauer, Ihn zu lieben und somit Ihm immer näherzukommen. Ihr sollt wie die Kinder euch an das Vaterherz werfen, ihr sollt Ihn bitten in kindlichem Vertrauen, daß Er als Vater euch möge betreuen stets und ständig... ihr sollt ein recht inniges Verhältnis herzustellen bemüht sein, auf daß ihr ohne Scheu euch zu Ihm wendet und keine Bangigkeit und Furcht euch hindert, Ihm euer Herz zu öffnen. Er hat euch geschaffen und euch bestimmt, alle Herrlichkeit des Himmels dereinst zu genießen und als Seine Kinder aller Macht und Herrlichkeit teilhaftig zu werden...

Ihr müsset nun aber auch in Ihm euren Vater sehen, ihr müsset Ihn lieben aus ganzem Herzen, Ihn bitten und euch Ihm anvertrauen, wie es das Verhältnis des Kindes zum Vater verlangt...

Ihr müsset in kindlicher Liebe alles tun, was der Vater von euch verlangt, ihr müsset Seine Gebote halten und euch in der Liebe üben, auf daß das Auge des Vaters wohlgefällig auf Seinem Kinde ruhe und Er euch segne. Und so ihr in Seinem Segen stehet, wird es euch wohl ergehen auf Erden, und ihr werdet die Kraft finden, euer Augenmerk ganz dem Seelenheil zuzuwenden, denn die Liebe zum Vater vermag alles...

Amen


B.D. NR. 641 - 27.10.1938

Voraussage...

Vernichtung des Wortes Gottes und Schriften... Gebet...

Himmel und Erde werden vergehen, aber Mein Wort wird bestehenbleiben bis in alle Ewigkeit. Und wer an dieses Wort glaubet, der wird gleichfalls nicht sterben in Ewigkeit, denn alles, was von Mir ist, ist ewiges Leben...

Und dennoch werdet ihr ringen und kämpfen müssen um dieses Mein Wort. Ihr werdet einer Zeit entgegengehen, die in sich trägt die höchste Verantwortung, ihr werdet beweisen müssen, daß ihr Geschöpfe der Gottheit seid und nicht Kinder des Bösen. Und so ihr diesen Beweis erbringet, werdet ihr gesegnet sein für alle Zeiten. Die Meinen werden im Kampfe stehen und sich wider den Feind gar sehr wehren müssen, denn alle irdische Gewalt wird sich dem entgegensetzen, was von der ewigen Gottheit ausgegangen ist, und auch keine Mittel scheuen, die der restlosen Vernichtung gelten. Doch in finsterster Nacht wird euch, die ihr an Meinem Wort hanget, das Licht leuchten, und ihr werdet den Weg gehen können ohne Sorge, euch zu verirren. Und so vernimm: Wo die Welt sich angelegen sein läßt, Mir entgegenzuarbeiten, dort bereite Ich den Gegenstoß vor, und dieser wird die irdische Macht in ihrer Festigkeit wankend machen, denn sie erschauet plötzlich des Herrn rächende Hand am Himmel. Und diese wird sich erst zeigen, nachdem der völligen Ausrottung Meiner Lehre ihre Bestimmungen und Gesetze gelten... wenn also offensichtlich zu erkennen ist, daß die Lehre Christi nicht mehr den Menschen geboten werden darf...

Dann erst greife Ich ein, um gleichzeitig Meine für Mich tätigen Streiter zu schützen vor ärgster Gefahr. So sehet dieser Zeit mit Ruhe und Vertrauen entgegen; wenn die Not am größten ist, werde Ich mit Meiner Hilfe euch zur Seite stehen, und Ich werde es wohl zu hindern wissen, daß das Heer Meiner Streiter aufgelöst oder vernichtet werde. Mir ist alles untertan, im Himmel und auf Erden...

O welche Torheit, sich Mir zu widersetzen!...

Und so sie nicht an Meine Macht glauben, so muß diese ihnen sichtbar bewiesen werden. In wahrhaft weisem Sinn sollt ihr eure Macht auf Erden nützen, zur Ehre Gottes und zu eurem Seelenheil, nicht aber auf rein irdischen Begehren und Vorteilen euch ein Reich aufzubauen versuchen, das nur ein Reich Babels genannt werden kann, wenn ihr eure eigene Macht zu hoch einschätzet und glaubet, verantwortungslos dem göttlichen Schöpfer gegenüber eure Verfügungen treffen zu können, die sich gegen den Willen des Herrn richten...

Noch ist es den Menschen freigestellt, und ein jeder wirft im Herzen allein die Frage auf, die für die Ewigkeit bestimmend ist...

Nicht lange aber, dann werden euch Richtlinien gegeben werden, auf denen sich euer Denken bewegen soll...

Das Bemühen der Welt und ihrer Vertreter wird sein, jegliches Wissen um die Lehre Christi zu unterbinden...

Was noch besteht an Dokumenten und Schriften, wird aufs strengste eingefordert werden, und es werden die Menschen in arge innere Not kommen, die Mein Wort nicht aufgeben...

Und ihrer will Ich dann gedenken in der Not...

Wer Mich behalten will in seinem Herzen, der ist nimmer verlassen, und irdische Gewalten können ihm nichts anhaben, denn Meine Macht reichet über jene hinaus. Das Beginnen der Welt, das der völligen Vernichtung der Gotteslehre gilt, wird sowohl in ihren Auswirkungen als auch in ihren Niederlagen erkennbar sein, denn Ich werde jenes zulassen anfangs, um das Augenmerk aller darauf zu richten...

Erst wenn das Bemühen unverkennbar ist, wenn jeglicher Zweifel an der Ernsthaftigkeit solcher Vorhaben geschwunden ist und wenn die Not der Meinen am größten ist, werde Ich Mich zu erkennen geben und dann Meine Richterhand ausstrecken über die Verleugner Meines Wortes, und wenn jene Stunde gekommen ist, werdet ihr, die ihr Mir treu seid, erkennen, daß ihr sichtbar geführt werdet von der Vaterhand. Was die Welt euch auch auferlegt, ihr müsset nur immer zu Mir aufblicken und im festen Vertrauen auf eure Errettung aus der Not Meinen Geist suchen...

Der euch mit Kraft zum Widerstand ausrüsten wird und euch nimmer dem Verderben entgegengehen läßt. Auf daß euch nicht Gefahr drohe an eurer Seele, wirke Ich unter euch unaufhörlich zum Zeichen Meiner Gegenwart...

Amen

Lasse die Worte des himmlischen Vaters ausklingen in einem Gebet, das ihr stets in allen Nöten zu Ihm emporsenden sollt:...

Nimm mich auf in Deinen Frieden...
liebster Himmelsvater Du...

Gib mir Kraft zum Kampf hienieden...
meinen Willen stärke Du. Gi
b mir immer Deine Gnade...
weise mich den rechten Weg...
Lass’ mich stets und ohne Zögern dienen Dir zu Deiner Ehr’...
Und wenn ich in Not gerate...
meinen Glauben Du vermehr’...
Bleibe Du mit Deiner Liebe bei mir schwachem Erdenkind...
Hilf mir, daß durchs Weltgetriebe ich zu meinem Heiland find.
Schütze und behüte mich...
allezeit und ewiglich...

Amen


B.D. NR. 642 - 27.10.1938

Sphäre der Seele... Lebendige Träger des Gotteswortes...

Irdische Aufgabe...

Achte nun auf die Worte, die dir zugehen aus der Höhe...

Der Geist des Menschen hat die Fähigkeit, sich über alles Irdische zu erheben und in einer Region, die dem Körper unzugänglich ist, Aufenthalt zu nehmen, sooft er nur will. Er lässet dann wohl den Körper auf der Erde zurück und schwinget sich in Gedankenschnelle aus der Erdensphäre in die Sphäre jenseitiger Geistwesen. Die Verbindung mit der Erde und ihrer Materie ist nur der Körper eingegangen, nimmer aber die Seele und der göttliche Geist. Diese können sich willkürlich von der sie umgebenden körperlichen Hülle frei machen und Aufenthalt nehmen ganz ihrem Willen gemäß in der Höhe oder auch in der Tiefe. Nicht der geringste Zwang kann ausgeübt werden auf diese dem Körper entwichene Seele...

Die Sphäre, in der sie zuweilen gedenkt, ist von ihr frei gewählt und wird sich naturgemäß immer dem Reifezustand anpassen, in dem die Seele sich befindet. Und es wird nur die geringste Zeit vonnöten sein, ein in geistigen Regionen sich aufhaltendes Erdenwesen so auszureifen, daß es das Erdental verlassen kann... doch ist einem solchen Menschen oft eine Aufgabe zugewiesen, zu deren Ausführung längere Zeit erforderlich ist, als zum eigentlichen Reifezustand benötigt wurde. Es sind solche Fälle äußerst selten, daß von einer Vervollkommnung auf Erden gesprochen werden kann, doch einem ernstlich Strebenden ist es wohl möglich, auch in kürzerer Zeit das irdische Leben mit allen Reizen und Verlockungen, mit allen Gefahren für die Seele, zu überwinden. Es bleibt dann nur noch die ihm auf Erden bestimmte Tätigkeit zu erfüllen und sich rührig zu betätigen im Willen des Herrn... und das in geistiger Beziehung. Es sind solche Menschen dazu berufen, einen festen Ankerpunkt zu bieten den vielen Schwachen, von Wind und Wetter des irdischen Lebens umhergeworfenen irrenden Seelen auf Erden, die sich bisher wenig oder gar nicht um ihr Seelenheil bekümmerten. Und es werden solche Menschen in weitaus kürzerer Zeit die ihnen zugewiesene Aufgabe erfüllen, weil sie selbst die Gnade des Herrn an sich verspürten und nun eifrig und überzeugt sich für etwas einsetzen können, das der ausschließlichen Förderung der Seele gilt. Und darum wird deine Tätigkeit auf Erden dir wohl das irdische Leben sichern, dich aber an erster Stelle in (den, d. Hg.) Stand setzen, alle vernommene Weisheit den Erdengeschwistern mitzuteilen, und so wirket das Wort Gottes unausgesetzt durch sich selbst...

Es wird vernehmen, wer Verlangen trägt danach, und es wird die geistige Welt nur immer sich bemühen, dieses Wort den Erdenmenschen zu übermitteln, um so standhafte, redegewandte und völlig unterrichtete Lehrkräfte auszubilden, die lebendige Träger des Gotteswortes sind und die in weiser Voraussicht des Herrn erwählt wurden zur Festigung des Wortes Gottes unter der Menschheit. Und so wird sich das Außergewöhnliche auf Erden vollziehen, daß wissen wird um das Wort Gottes, wer bisher unwissend durch das Erdenleben ging... und daß das Wissen der Weltweisen zu nichts anderem von Nutzen sein wird als zur Deckung des leiblichen Bedürfnisses des Menschen. Doch wessen die Seele bedarf, das gibt der Herr Selbst als Speise...

Er nährt, die Ihn um Speise und Trank angehen, und läßt ihnen solche direkt aus den Himmeln zugehen, und die jenseitige Welt der Geister schließt sich gänzlich dem Willen des Herrn an und wirket unablässig zur Ehre des Höchsten, indem sie Kunde gibt von aller Herrlichkeit, die, von Gott geschaffen, Seinen Kindern zugehen soll in Ewigkeit. Und so wird die Wahrheit verkündet werden jedem Erdenkind, das zu dienen bereit ist...

Denn dem Demütigen gibt der Herr Seine Gnade...

Amen


B.D. NR. 643 - 28.10.1938

Ringen um Willenskraft...

Unterordnen unter Gottes Willen...

Sehet, wie mächtig in euch der Drang ist nach Vollendung, so ihr nur einmal den rechten Weg beschritten habt...

Ihr werdet dann aus innerem Antrieb der Seele Gehör schenken, ihr werdet ihr behilflich sein, so sie sucht, sich mit dem Gottesgeist zu vereinen. Und ihr werdet alle Mittel anwenden, zur Höhe zu kommen, denn es spricht in euch die Stimme des Herzens, die Ich Selbst tönen lasse, auf daß ihr zu Mir findet. Und so ist euer Weg auf Erden in ständiger Verbindung mit Mir ein leichter und segensreicher, denn inmitten aller Gefahren der Außenwelt erinnert euch diese Stimme immer wieder an eure eigentliche Aufgabe...

Siehe, Mein Kind, in deinem Herzen erklingt die Stimme so oft und mahnet dich, unausgesetzt geistig tätig zu sein. Und es gehen dir immer wieder Lehren zu, die dich ausreifen sollen zur dir bestimmten Erdentätigkeit. Es werden noch hohe Anforderungen an dich gestellt werden, doch du wirst erstarken an Wille und Glauben, und somit wird dir stets die Kraft zugehen von oben, die du zu deiner Erdenarbeit sowohl geistig als auch irdisch benötigst. Wenn dich der Körperzustand so oft an der Erde halten will und du schwer den Weg nach oben findest, so bedenke, daß ein Ringen die Willenskraft stärkt und vermehrt und daß somit auch solchen Stimmungen die Seele unterworfen sein muß, eben zu ihrer Vollendung. Das himmlische Paradies wird euch vollauf die schweren Erdentage vergessen lassen, und ihr werdet auch verstehen, warum alles so sein mußte, wie es war...

Und ihr werdet dem Schöpfer danken, Der euch lenkte in Seiner Weisheit. Siehe, Mein Kind, wohl dem, dessen Wille sich zu unterordnen vermag Meinem Willen... dem das Ringen auf Erden diesen Erfolg einbringt und der in Erfüllung Meines Willens stets seine höchste Befriedigung sucht...

Ihm werden auch die Tage auf Erden leicht werden, denn seine Zuversicht ist groß, daß Mein Wille ihn recht lenkt...

Bemühe dich stets, dich in den Zustand zu versetzen, in dem du dich Mir willenlos hingibst, dann wirst du Meine Verheißungen fassen und ihrer würdig werden, denn ihr Menschen sträubt euch noch allzusehr gegen Meine Anordnungen...

Ihr wollet noch sehr oft eure eigenen Wege gehen und überlasset euch nicht völlig der führenden Hand eures Vaters. Der leiseste Widerstand erschwert euch das Leben auf Erden beträchtlich, denn dann muß der Vater im Himmel euch mahnen und euch Mißhelligkeiten schicken, auf daß ihr gesundet an eurer Seele. Sehet daher in jeder Unpäßlichkeit immer nur die liebende Sorge des Vaters, Der euch gefügig machen will, auf daß ihr in Seinem Willen bleibet, Der euch endlich in alle Herrlichkeiten einführet, so ihr euch Ihm rückhaltlos unterstellet...

Amen


B.D. NR. 644 - 29.10.1938

Der Mensch das größte Wunder der Schöpfung...

Gedankliche Tätigkeit...

Die Wege des Herrn sind wunderbar, und im restlosen Einfügen in Gottes Willen wird der Mensch sichtbar geleitet immer dem entgegen, was seiner Seele zur Vollendung dient. Und so sind alle Stunden, die du nützest zur Gewinnung irrender Seelen für das Himmelreich, auch für dich selbst besonders segensreich. Die kleinste Aufmunterung solcher Seele kann sie schon veranlassen, sich geistigen Gedanken mehr und mehr zuzuwenden. Diese Menschen werden in solchem Erlebnis eine nicht alltägliche Sache erblicken und werden, auch wenn sie es nicht restlos ergründen können, doch den Worten mehr Beachtung schenken und versuchen, sich selbst Rechenschaft abzulegen, und ihr ferneres Leben wird immer etwas unter dem Eindruck des Gehörten stehen. Desgleichen wird auch die Wißbegier angeregt werden, sie werden zu erforschen suchen und nicht mehr gedankenlos hinleben, denn es sind viele bereit zu glauben, wenn ihnen nur die Lehre Gottes in rechter Weise geboten wird. Deshalb sollen die Menschen auf Erden die Zeit nützen und emsig suchen und forschen, nur immer auf dem Weg des Herzens...

Sie sollen niemals Gott ausschalten bei der wichtigsten, allein unlösbaren Lebensfrage, sondern ihren Schöpfer um Antwort bitten, und diese wird ihnen dann werden, klar und unzweifelhaft...

Denn Gott allein nur vermag diese Frage zu lösen und wird den Menschen einweisen und ihm Erklärungen geben je nach Verlangen und Glaubenswilligkeit. Es ist der Mensch unbestritten das größte Wunder göttlicher Schöpfung und wahrlich nicht ohne Sinn und Zweck so geschaffen worden...

Alle Funktionen des Körpers dienen zur Erhaltung und Bestimmung desselben, und ebenso muß auch der Gedankentätigkeit eine bestimmte Absicht zugrunde gelegt sein, die mehr bezweckt als nur die Ausübung irdischer Tätigkeit...

Es muß dem Menschen klar sein, daß, wenn außer ihm noch viele Wunder göttlicher Schöpfung bestehen, den Menschen sichtbar und unsichtbar, die Gedankentätigkeit sich auch auf solche erstrekken kann und muß. Denn wozu wäre sonst die ganze Schöpfung, wenn der Mensch, völlig abseits von ihr stehend, sie nicht zum Mittelpunkt aller gedanklichen Tätigkeit machen könnte...

Wie wäre alles zu erklären, wenn dem Menschen jegliches Forschen darum als völlig zwecklos erschiene und keinerlei Verbindung hergestellt werden könnte vom menschlichen Denken zur Schöpfung im Weltall. Was dem Menschen sichtbar ist, muß notgedrungen ihn zum Nachdenken anregen, und dieses wieder muß den Menschen schließen lassen auf ein Wesen, Dem alles untersteht...

Wo sich die Gedanken einmal in solcher Tätigkeit befinden, dort muß auch der Glaube einsetzen, und wendet sich dann der Mensch in beginnendem Glauben an eben dieses höhere Wesen, Es um Erkenntnis bittend, dann wird seinem Verlangen Erhörung werden, und es werden die Gedanken immer tiefer schweifen und, weil recht geleitet von Gott, auch bald der Wahrheit näherkommen und im Menschen den Glauben festigen, denn es geht keiner falsche Wege, der zu Gott seine Zuflucht nimmt. Das sollte jeder bedenken, der eine Gottheit anerkennt... daß diese ewige Gottheit Ihre Geschöpfe nicht in Dunkelheit tappen läßt, so diese Sie um Erleuchtung angegangen sind. Es werden dem Schöpfer des Himmels und der Erde immer Mittel zu Gebote stehen, Sich dem Menschen deutlich erkennbar zu nähern, nur muß der Mensch den vollen Willen haben, das Rechte zu tun und zu erkennen, und vollgläubigen Vertrauens sich dem Schöpfer zuwenden, dann wird sein Erdenweg wahrlich der rechte sein...

Amen


B.D. NR. 645 - 29.u.30.10.1938

Irdische und geistige Tätigkeit...

Glaube...

Liebe...

Es hat ein jedes Wesen, das mit der Erde in Berührung kommt, eine sichtbare irdische Bestimmung und gleichzeitig eine dem geistigen Sinn entsprechende Tätigkeit auszuführen, was dann erst verständlich ist, wenn das ganze Erdenleben recht bedacht wird...

In bestimmten Zeitabständen trennt sich das Wesen von seiner jeweiligen Form... es hat seine Aufgabe in ihr erfüllt, war irdisch tätig, indem es das Schöpfungswerk Gottes belebte, und hat auch in dieser Form die ihm von Gott zugewiesene geistige Reifezeit genützet, so daß wieder eine neue Form das Wesen zu weiterer Entwicklung aufnehmen kann. Es sind nun aber immer größere Widerstände, die das geistige Wesen zu bestehen hat, je reifer und umfangreicher die äußere Form sich gestaltet. Jedes Wesen in der göttlichen Schöpfung kann nur durch Widerstand zum Reifezustand gelangen, denn durch das Überwinden dieses Widerstandes strebt es nach oben, und dies allein wird bewertet vom ewigen Schöpfer. Es kann gleichsam ohne Widerstand nicht die Kraft erproben, kann also auch nicht den Beweis erbringen der inneren Stärke und Kraft. Geht nun das Wesen seiner Vollendung entgegen, die ihm dann erst die Verkörperung als Mensch ermöglicht, so wird sich auch entsprechend der Drang nach irdischer Tätigkeit vergrößern, und es werden daher die Seelen gleichfort das Bestreben haben, einer großen Aufgabe gewürdigt zu werden, um durch diese ihren eigenen Fortschritt vergrößern zu können. Die Seele erkennt vor ihrer Verkörperung als Mensch sehr wohl die Lage, in der sie sich befindet, und hat kein anderes Ziel, als die Zeit ihres Wandelns auf Erden bald hinter sich zu haben, und möchte daher in jeglicher Form nur immer tätig sein, um sich möglichst bald den schmerzvollsten, sie maßlos bedrückenden Erdenzustand verbessern zu können. Und doch werden unzählige Gelegenheiten versäumt, die der Seele Leid lindern könnten...

Es wird ohne Widerstand oft der Kampf um die letzte Förderung aufgegeben, es wird nicht für das Wohl ihrer selbst gearbeitet auf Erden, sondern in Schwäche des Glaubens die Seele von ihrer eigentlichen Tätigkeit zurückgehalten... (30.10.1938) Es ist dies ein Vorgang, der allen erklärlich wird, so ihr nur bedenket, daß in keiner Weise eine Vorwärtsentwicklung erfolgen kann, wenn sich das Wesen in der Materie in immer gleichem Zustand befindet... daß dieser Zustand aber keine Änderung erfährt, so nicht die göttliche Kraft wirken kann... diese aber nur dann sich äußert, wenn die Vorbedingungen erfüllt worden sind, die wiederum bestehen in: zuerst festem Glauben an eine göttliche Macht und aus diesem Glauben heraus dem Befolgen der von der göttlichen Macht gestellten Forderung. Das Geistwesen vor der Verkörperung als Mensch wird allen diesen Anforderungen Gottes gerecht, weil es den Willen Gottes ausführen muß, also seine Tätigkeit erfüllt, die ihm in jeder Form zugedacht ist. Doch als Mensch ist es ganz anders ausgestattet, mit der Gabe der Vernunft, des Verstandes und mit freiem Willen. Es kann somit der Mensch alles prüfen und annehmen oder verwerfen. Und da ihm ein Funke göttlicher Erkenntnis ins Herz gelegt ist, kann er nun selbst denken und sich in den Zustand inneren Glaubens versetzen, und dann erst beginnt der Aufstieg. Doch ohne Glauben wandelt der Mensch auch seinen Erdenweg in unverändertem geistigen Zustand und erfüllt die ihm gestellte Aufgabe auf Erden nicht. Es vergeht nun die Zeit ungenützt, die das Wesen zuvor erstrebt hat, wissend, daß nur diese Verkörperung als Mensch ihm Befreiung von der Materie bringen kann. Alle Anforderungen, die das irdische Leben an den Menschen stellt, werden nach Kräften erfüllt, und die einzig wichtigste, die Höherentwicklung der Seele, wird außer acht gelassen. Und doch muß das Wesen diesen Erdenweg gehen ohne Wissen um den eigentlichen Zweck... es muß selbst dieses Wissen sich allein aneignen, da es dazu auch die Fähigkeit bekommen hat...

Es muß sich aus eigenem Antrieb finden zur höchsten Gottheit und danach Verlangen tragen, da nur so die völlige Rückkehr in das Vaterhaus stattfinden kann. Ein genötigtes Wesen würde nie gottähnlich sich gestalten können und auch in keiner dauernden Verbindung mit dem himmlischen Vater bleiben, denn es hätte sich noch nicht völlig gelöst von seinen Begierden...

Es muß diese vollgläubig und aus freiem Willen besiegen und sich so den Weg zur Höhe bahnen. Und nun ist es auch verständlich, warum das geistige Leben des einzelnen ganz unabhängig ist von der irdischen Tätigkeit...

Der Geist ist frei und ungebunden und nimmt dort seinen Aufenthalt, wo es ihm behagt. Nur wird oft in gerade dieser Tätigkeit und ihren sich für das Erdenleben auswirkenden Folgen der Verstand und das Denken in der Weise angeregt, daß eine Erklärung gesucht und gefunden wird, in welchem Zusammenhang die geistige Tätigkeit mit der irdischen steht...

Es wird ebendann der Glaube einsetzen, und damit beginnt die Erlösung der Seele von der Materie. Denn der rechte Glaube zeitigt die Liebe zu Gott und zum Nächsten, und die Liebe wiederum ist die einzigste Möglichkeit, sich selbst zu erlösen...

Die Liebe wirkt sich wohltätig aus in jeder Beziehung... sie setzt den Menschen in den Zustand des Erkennens... sie veredelt ihn und zieht alles Geistige im Menschen empor zur Höhe...

Die Liebe bewirkt die endgültige Vereinigung mit dem himmlischen Vater, Der doch die Liebe Selbst ist...

Amen


B.D. NR. 646 - 30.10.1938

Menschen ohne Leid...

Leid ist Liebe...

Und immer sollt ihr Meine Stimme vernehmen, die ihr im Herzen das Verlangen danach tragt. Siehe, Mein Kind, wohl ist dein Gang auf Erden ein ständiger Kampf und muß es bleiben bis an dein Lebensende, denn die Kraft des Willens bleibt dann gleichfalls ungeschwächt, und so du auf Erden schon restlose Erfüllung deiner Bitten fändest, würdest du nachlassen im Streben, zu Mir zu gelangen, und darin suche und finde du immer die Erklärung für Stunden und Tage, die dein Gemüt beschweren. Es ist Meine Liebe dennoch in deiner Nähe und verhütet, daß du Schaden leidest an deiner Seele. Der Zustand immer gleicher Zufriedenheit auf Erden ist äußerst gefahrdrohend für die Seele... und Meine Liebe will solche Gefahr von dir abwenden und dich zu immer regerer Geistestätigkeit erziehen und dein Verlangen nach Mir erhöhen, denn dieses ist die echte Triebkraft zu geistiger Arbeit an sich selbst...

Und Ich bin euch immer nahe, ihr aber erkennet Mich oft nicht und suchet Mich und horchet nicht nach innen, wo Ich euch liebevoll anspreche...

Habet nur Ausdauer und lasset euer Verlangen nach Mir nicht schwächer werden, so nehme Ich ganz von euch Besitz und gebe euch den seligsten Frieden dereinst, wenn ihr den Kampf des Lebens siegreich ausgefochten habt. Und nun lasse Mich zu deinem Herzen also sprechen:

Des Lebens ungetrübte Freude ward keinem Sterblichen zuteil...

Dieses oft angewandte Wort besagt euch in Kürze den Leidenszustand auf Erden, und wer der Freuden im Erdenleben viele aufzuweisen hat, ist wahrlich nicht in Liebe vom himmlischen Vater bedacht. Er kann nur immer dann von wahrer Vaterliebe reden, wenn er auch die Strenge des Vaters zu fühlen bekommt... oder aber selbst so willig sich dem himmlischen Vater hingibt, daß der Herr ihn gesegnet hat schon im Erdenleben. Doch wer in der Liebe des Vaters steht, wird zur Läuterung seines Wesens durch das Feuer der Liebe oder durch Leid gehen müssen...

Ist sein Herz liebewillig und liebetätig, dann wird ihn auch das Leid nicht niederdrücken und er im Leid nur noch inniger zum himmlischen Vater aufblicken und pur Liebe werden im Erdenleben. Doch wer von Leid verschont bleibt, ist unsagbar arm auf Erden, und das durch eigene Schuld...

Er gab dem Mitmenschen keine Liebe und empfängt somit auch vom Vater solche nicht. Ihm wird zwar das Erdenleben weit besser behagen in ungestörtem Lebensgenuß und kummerlosen Tagen, doch ist sein Seelenzustand getrübt und unsagbar qualvoll...

Die Entfremdung vom Vaterherzen wird sich fühlbar äußern, indem sein Sinnen und Trachten nur den irdischen Freuden gilt und er mit wahrer Gier nach solchen strebt, denn er gibt sich durch sein liebloses Wesen in die Macht der Gegenkräfte, wendet sich diesen immer mehr zu und wird von dieser Macht hineingezogen in den Strudel der Welt mit allen Verlockungen, allem Glanz und aller Sinnlichkeit. Darum beneidet nimmer die Menschen, denen es scheinbar gut geht im Erdenleben... ihr Leben ist so unproduktiv... nichts sammeln sie für die Ewigkeit, nichts tun sie für ihre Seele... doch alles für ihren Untergang und geistigen Tod. Und das Erdenleben ist kurz, das Leben im Jenseits aber unendlich lang... sie haben viel aufgegeben und wenig empfangen auf Erden und sind ärmer als die ärmsten Menschen auf Erden, die durch Leid und sorgenvolle Tage gehen. Je mehr ihr in Liebe tätig seid auf Erden, desto mehr wird euch auch das Leid drücken... euer eigenes und noch mehr das Leid der Mitmenschen, denn ein liebendes Herz fühlt gleichsam auch die Leiden seiner Lieben...

Doch alles Leid ist wiederum Liebe... innige Liebe eures Vaters im Himmel, Der euch dadurch würdig machen will Seiner Nähe und des himmlischen Paradieses...

Und so ihr im Leid stehet, so wisset, daß ihr auch in Meiner Liebe seid... wisset, daß ihr dann nur immer inniger euren Heiland ins Herz schließen sollt, auf daß all euer Leid in Segen gewandelt werde...

Amen


B.D. NR. 647 - 31.10.1938

Sorge um das leibliche Wohl...

Der Welt mit ihren Anforderungen wird zumeist Genüge getan, und es ergeben sich so viele Gelegenheiten, in denen der Mensch weitaus mehr besorgt ist um das, was vergänglich ist und völlig wertlos am Ende der Tage. Und doch sollte fortgesetzt die Tätigkeit der Menschen nur dem Seelenheil gelten und der Kampf um die täglichen Bedürfnisse nur in kleinstem Maße ihn bedrücken, nicht aber als Wichtigstes im Erdenleben angesehen werden. Denn es ist viel einfacher, den Anforderungen des Körpers auf Erden gerecht zu werden als denen der Seele für die Ewigkeit. Es gilt im Erdenleben doch das größte Problem zu lösen, es geht um die Befreiung der Seele von der sie Jahrtausende hindurch gefangenhaltenden Materie, es geht um die endgültige Rückkehr zu Gott, dem Träger alles Lichtes, während der Körper nur für kurze Zeit seine äußerliche Aufrechterhaltung fordert und diesem Begehren mit Leichtigkeit nachzukommen ist bei richtiger Erkenntnis und der rechten Einstellung Gott gegenüber. Wenn der Mensch die Schule des Geistes in rechter Weise absolviert, so ist ihm die Gewähr gegeben, wohlvorbereitet für die Ewigkeit die Trennung der Seele vom Körper erwarten zu können, denn er hat dann die Erdenzeit so genützet, wie es seine Aufgabe war, und aus eigenem Antrieb an der Vervollkommnung seiner Seele gearbeitet. Den Körper jedoch, den ihm Gott für seine Erdenaufgabe gegeben hat, erhält auch die Güte und Liebe des himmlischen Vaters und versorgt ihn mit allem für das Leben Erforderliche. Und so ist die Sorge um diesen völlig unbegründet, es wird das Leben auf Erden auch weit leichter zu ertragen sein in ständiger Berücksichtigung des Seelenzustandes. Dieser aber kann nur dann ausgiebig bedacht werden, wenn allen weltlichen Interessen wenig Aufmerksamkeit gilt...

Es lassen sich nicht beide so entgegengesetzt liegende Probleme gleichzeitig lösen...

Es kann nicht gleichzeitig der Welt mit allen ihren Anforderungen genügt werden, wenn die Arbeit an der Seele um Erreichung des Vollkommenheitszustandes fortschreiten soll...

Nur eins ist restlos möglich, und deshalb muß sich der Mensch entscheiden und kann nur immer nach einer Seite vollauf tätig sein. Es bedenken die Menschen so wenig, daß sie doch alles Irdische hingeben müssen, wenn die Stunde des Todes an sie herantritt... daß sie jedoch einen anderen Schatz sich sammeln können in der Erdenzeit, der unvergänglich ist... der ihnen angesichts des Todes nicht genommen werden kann und der den Tod... das Scheiden von der Welt, zu einem schmerzlosen, befreiten Eingehen in die Ewigkeit gestalten kann...

Dies allein schon müßte ihnen Anreiz sein, sich der eigentlichen Betätigung während ihres Leibeslebens emsiger hinzugeben und alles irdische Verlangen zu ersticken, es müßte ihnen der Gedanke an irdische Versorgung so fernliegen, doch jede Stunde ihnen wichtig erscheinen zur Erlösung der Seele von ihrer Hülle. Wer sich in der Sorge um sein leibliches Wohl allzusehr betätigt, hat nur zu erwarten, daß dieses von unsichtbarer Macht verringert wird... daß sowohl der Leibeszustand als auch der Besitz irdischer Güter bedenklichen Erschütterungen ausgesetzt ist... er hat zu erwarten, daß ihm sowohl das eine als auch das andere genommen wird, um auch ihn auf die eigentliche Aufgabe des Erdenlebens hinzuweisen und ihm die Vergänglichkeit alles Irdischen vor Augen zu führen. Während umgekehrt einem um das Seelenheil besorgten rührigen Erdenkind die Bedürfnisse des täglichen Lebens jederzeit zugehen werden, gleichwie vom Vater Selbst den Kindern geboten, auf daß sie der Sorge um diese enthoben sind und ihrer geistigen Arbeit ungestörter nachgehen können. Was der Mensch willig aufgibt, das wird ihm zugehen in reichem Maß, denn der Herr weiß um alles...

Er kennt auch die Bedürfnisse des Erdenkindes und will ihm das Leben erträglich machen, so es nur das erstrebt, was allein von Wichtigkeit ist...

Alle Bemühungen aber, die der Verbesserung des irdischen Lebens gelten, sind unnütz und können daher auch nicht die Zustimmung des himmlischen Vater finden... im Gegenteil, sie hindern den Menschen an der Erfüllung der Aufgabe, die der eigentliche Zweck seiner Verkörperung auf Erden ist...

Amen


B.D. NR. 648 - 31.10.1938

Tragen des Kreuzes in Geduld... „Herr, Dein Wille geschehe...“

Gehe in dich und erkenne deine Schwächen und bitte den Herrn um Seinen Beistand, dann wird auch deine Kraft stärker werden, und es wird dir gelingen, in Sanftmut und Geduld des Lebens Prüfungen zu ertragen. Des Herrn Wille sendet dir diese doch nur zur eigenen Förderung...

Selten wird ein Mensch sich ohne Murren in die über ihn verhängten Leiden fügen, und doch ist gerade das ein williges Unterwerfen in Gottes Willen, wenn der Mensch froh und dankbar alles Leid aus der Hand des Vaters entgegennimmt und so nur immer alles als das Rechte zu seinem Seelenheil anerkennt. Wenn der Schmerz sich mehrt, legt dir der Heiland ein Kreuzlein auf, das du Ihm zuliebe geduldig tragen sollst. Es werden solche Tage die Seele unendlich beglücken, denn was der Körper duldsam trägt, ist der Seele abgenommen, und ihr Zustand wird immer freier. Das körperliche Leid ist der Seele größte Hilfe, und trägt der Mensch solches freudig, so ist ihm die Seele dankbar und nimmt ihrerseits wieder jede Gelegenheit wahr, wo sie dem Körper beistehen kann durch innere Hinweise zum Wohl des Menschen in irdischer Tätigkeit. Es wird alles Leid nur veredelnd einwirken, wenn es den Menschen nicht verbittert gegen Den, Der dieses Leid über ihn sendet, und es ist daher immer nur heilsam für die Seele des Menschen. Und ist die Versuchung groß, sich aufzulehnen gegen den Willen Gottes, so gedenket nur des Leidens des Herrn am Kreuze...

Wie unsagbar leidvoll war Sein Tod, und wie ergeben nahm der Heiland alles Leid auf Seine Schulter aus Liebe zur sündigen Menschheit. Und wenn ihr euch dies vor Augen haltet, dann werdet auch ihr euer Kreuzlein willig tragen, denn der Herr legt es euch nicht schwerer auf, als ihr zu tragen fähig seid. Und die rechte Liebe zum Heiland versüßt euch alles Leid...

Einstmals wird euch ein Lichtlein aufgehen, was es mit dem Leid für eine Bewandtnis hat, und eure Seele wird frohlocken, wenn ihr willig waret auf Erden und euch große Verdienste erworben habt durch Tragen von Leid, das sich überaus wohltätig auswirkt in der geistigen Welt. Die Lebenszeit ladet euch wohl so manches auf, das euch unüberwindlich erscheint zuerst, und ihr hadert darum mit Gott und wollt euch auflehnen gegen Seinen heiligsten Willen, doch die Liebe Gottes wird euch bald eines anderen belehren... sie wird euch erkennen lassen, daß es nur zu eurem Besten ist, wenn Er euch mit Leid bedenket, und das Erdendasein wird euch reichen Lohn eintragen, so ihr erkannt habt. Darum betet aus tiefstem Herzen stets:„Herr, Dein Wille geschehe...“ Und euer Leid wird sich in Freude wandeln... und dankend werdet ihr den Lohn in Empfang nehmen, der euch für alles Leid der Erde entschädigt dereinst in der Ewigkeit...

Amen


B.D. NR. 649 - 1.11.1938

Glaubenswilligkeit...

Einwirken der guten Geisteskräfte...

Unsäglich wonnevoll ist das Verharren im Glauben für die Seele. Es bereitet ihr ein Gefühl des Wohlbehagens, empfindet sie doch wohltätig die Segnungen göttlicher Kraft und Gnade, und der Aufstieg in höhere Regionen wird ihr dadurch leichter. Und so kann einer Seele eben nur dann Erlösung werden, wenn der Mensch in tiefem Glauben alles das vollbringt, was der Seele förderlich ist. Denn dem Glauben folgt die Liebe... und in der Liebe sucht der Mensch dann Betätigung... und Werke der Liebe wieder steigern die Kraft, ziehen die Nähe Gottes an, und die Seele löst sich allmählich aus ihren Banden und vereinigt sich mit dem Geist aus Gott in ihr. Denn jeglicher Fortschritt kann erst dann erfolgen, wenn sich die Seele trennt von der sie bisher fesselnden Begierde... wenn sie nichts anderes verlangt, als bei Gott zu sein, dann wird ihr jedes Streben leicht sein und mit Sicherheit zum Ziel führen. Um nun in den Besitz vollwahren Glaubens zu kommen, muß sich der Mensch frei machen von jeglicher Irrlehre, von Aberglauben...

Er muß versuchen, sich selbst dem höchsten Wesen, Das er verstandesgemäß nicht ableugnen kann, anzuvertrauen, und dieses Wesen um geistige Aufklärung bitten...

Dann schon wird ihm der rechte Glaube in schmackhafter Form geboten werden, denn will der Mensch, dann ist er schon auf dem rechten Weg, sobald er sich in freiem Willen der höchsten Wesenheit bittend zuwendet. Nur wer so völlig glaubenslos ist, daß er nichts anerkennen will und das Leben um und in sich gleichgültig betrachtet und hinnimmt, dessen Herz ist sehr verhärtet und kommt so leicht nicht dem Glauben näher. Auch ihm wird Kunde werden vom Glauben und von der Lehre Christi, doch er wird alles von sich weisen und überheblich sich selbst für wissend und erkennend halten, die anderen dagegen verlachen. Wenn solche Menschen nicht das tiefe Leid, das ihnen der Herr sendet, eines anderen belehrt, dann sieht es gar traurig aus um eine solche Seele, und alles Bemühen der guten Geistwesen, deren Schutz jene anvertraut sind, ist vergeblich...

Es ist ein Ringen ohnegleichen um solche in Glaubenslosigkeit verharrenden Seelen, und die äußersten Mittel müssen angewendet werden, sie von ihrem verblendeten Denken abzubringen, wohingegen ein gläubiger Erdenmensch unbeschreibliche Freude auslöst im jenseitigen Reich und die guten Geister zu immer größerer Liebesbetätigung an den ihnen anvertrauten Seelen anregt. Das leiseste Entgegenkommen auf Erden wird genützt, um einzuwirken auf den Gedankengang des Menschen, und so werden gar oft auch glaubenslose Menschen sich veranlaßt fühlen, nachzudenken über die ungeklärtesten Probleme. Sie weisen wohl alles ab, doch ihren Gedanken können sie nicht immer wehren, die den Menschen oft auf Gebiete führen, wo sie selbst nicht weiterfinden, und solche Grübeleien sind immer von Wert, selbst wenn sie der Wahrheit noch entfernt sind. Und ist der Mensch noch so sehr der Welt ergeben... es kommen doch Stunden, wo ihn selbst alles Irdische nicht locken kann... wo er über den Anfang und über das Ende nachdenkt... wo ihn eine leise Unruhe beschleicht, so er an sein Ableben denkt. Wenn nichts im Leben ihn ändern konnte, so wird der Gedanke an den Tod ihn aufrütteln aus seiner Gemütsstarre, in wenig erfreulicher Weise zwar, doch kann dann darauf aufgebaut werden von den ihn betreuenden Geisteskräften. Und wohl dem, der den Mahnungen in ihm nachgibt... der sich noch am Ende seiner Tage befaßt mit allem, was ihn zum Glauben führen kann, und der ernsthaft noch im Erdenleben bereut, was er versäumt hat, und Gott um Seine Hilfe und Sein Erbarmen bittet. Dem wird der Vater noch in letzter Stunde liebevoll entgegenkommen und ihn segnen... und sein Kampf im Jenseits wird ein leichterer sein...

Amen


B.D. NR. 650 - 1.11.1938

Vaterworte:... „Ich brauche euch, Meine Diener auf Erden...“

Siehe, Mein Kind, vergeblich würdest du die Hilfe deiner geistigen Freunde erflehen, wenn es dir nicht Ernst wäre, Mir zu dienen. Das Erdenkind ist selbstsüchtig und hat nur immer seinen Vorteil im Auge, und nimmer kann es dann einer reingeistigen Belehrung gewürdigt werden, und darum ist nicht oft eine solche Verbindung vom Jenseits zur Erde anzubahnen, und die Menschheit steht deshalb einem solchen Beweis Meiner Liebe zu ihr ungläubig gegenüber und könnte doch so unsagbar viel Trost schöpfen aus Meinem Wort. Wer Mir dienet mit ganzem Willen, dem sollen alle Pforten geöffnet sein, und Ich Selbst will ihn lehren, daß nichts ihm verborgen bleibt, was er zu wissen begehrt. Und darum segne Ich dich, Mein Kind, und erhöre dein Gebet, dir Kraft und Willensstärke zu geben ohne Unterlaß und dich zu festigen in der Liebe und im Glauben. Wer solches nur um Meinetwillen begehrt, um Mir zu dienen und Mir nahezukommen, ist ein Anwärter auf das ewige Reich und ein Streiter für Mein Wort und Meinen Namen. Das lebendige Feuer Meiner Liebe soll ein solches Erdenkind durchglühen, es soll Meines Wortes immer gewürdigt werden und in Meinem Segen stehen... und jeder Tag soll ihm Meine Gnade und Meine Liebe bescheren. Denn Ich brauche euch, Meine Diener auf Erden...

Ich sehe voll Erbarmen auf die große Schar derer, die Mich abweisen und verleugnen. Ich sehe ihr Los im Jenseits, ihren Kampf und ihre Verzweiflung...

Ich möchte ihnen Hilfe bringen, ehe es zu spät ist...

Ich möchte sie wachrütteln und ihnen von Meiner Liebe predigen...

Und das alles sollt ihr in Meinem Namen tun. Ihr sollt ihnen Kunde geben, welches Los ihrer harrt, so sie in Verstockung und Verblendung ihren Erdenweg gehen. Ihr sollt ihnen auch verkünden, wie lieb Ich alle diese Armen habe und wie es Meine Sorge ist, ihnen die Pforten des Paradieses zu öffnen... wie einsam und verlassen sie sind ohne Meine Liebe und Mein Erbarmen und wie gierig der Widersacher sich ihrer Seelen bemächtigt, so sie nicht Widerstand leisten. Mein Verlangen nach ihnen ist unbeschreiblich, und daher will Ich auch alle Mittel anwenden, um die Seelen zu gewinnen, die Mir noch abseits stehen. Was ihr oft grausam nennt in seiner Auswirkung, ist nur ein Zeichen Meiner Liebe zu euch...

Wie soll Ich euch anders zu Mir ziehen...

Ihr gehet oft so sicher durch das Erdenleben, als hättet ihr euer Schicksal in eurer Hand, und ihr bedenket nicht, daß Ich allein doch nur die Macht habe, zu gebieten über alles im Weltall. Und ohne Scheu sündigt ihr und fürchtet keinen Richter... und Meine Liebe verdammt euch dennoch nicht...

Ich trage euer Erdenlos mit euch und warte geduldig, daß ihr euch Mir zuwenden möget... und bin immer für euch bereit und werde euch auch nimmer verlassen, wenngleich ihr gefehlt habt, so ihr nur einmal den Weg zum Vater eingeschlagen und euch Mir verlangend zugewendet habt...

Und wenn euer Leib schwach wird, dann stehe Ich gleichfort mahnend hinter euch und halte euch eure Schwächen und Gebrechen vor, auf daß ihr aufmerket, euch banget und euch dann hilfeflehend Mir anvertraut...

Und dann ist die Stunde gekommen, da euch der himmlische Vater liebevoll an Sein Herz nimmt und euch nimmer mehr ausläßt. Und ihr werdet daher benötigt auf Erden, um den Boden gut vorzubereiten, der Meinen Samen aufnehmen soll...

Durch Menschenmund will Ich zu den Menschen reden, auf daß ihnen Meine Liebe leicht begreiflich wird, und Ich will durch euch wirken, um sie auch von Meiner Macht zu überzeugen... und wer auf Mich höret und zu Mir findet, den erhöre Ich auch und befreie ihn aus der Not der Seele. Ihr aber, die ihr Mir dienet, ihr müsset treu zu Mir stehen in jeder Gefahr...

Dann werdet ihr ausführen können in Meinem Auftrag alles, was die Ungläubigen stutzig und die Gläubigen stark machen soll...

Ihr werdet Meinen Namen verkünden der Welt, und eure Taten werden Zeugnis ablegen von der Kraft Meines Namens. Denn Ich will es also, daß ihr wirket in Meinem Namen zum Segen der Menschen, die noch in Blindheit des Geistes ihren Weg gehen auf Erden, auf daß ihnen Licht werde und sie den Vater im Himmel erkennen...

Amen


B.D. NR. 651 - 2.11.1938

Los der armen Seelen im Jenseits und Hilfe...

Lasse deine Gedanken schweifen in das unendliche Weltall, das Träger ist unzähliger Seelen, und versuche, dir die Not derer vorzustellen, die noch in Finsternis des Unglaubens sind und die ihre Existenz noch nicht als unverwüstlich erkannten...

Diese wähnen sich noch auf Erden, nur durch irgendwelchen Vorgang in eine andere Gegend und in andere Umgebung versetzt und können sich noch nicht mit dem Gedanken vertraut machen, daß ihr Leben auf Erden beendet ist. Sie irren und suchen den Ausweg aus ihrer Lage und sind mutlos und verzweifelt, wenn sie immer wieder das gleiche unfreundliche und trübe Bild vor sich sehen. Es will ihnen nicht gelingen, ihren Zustand zu bessern, denn wohin sie sich auch wenden, sie finden keine Helligkeit, und daher ist ihr Zustand grenzenlos elend. Wenn die Barmherzigkeit Gottes ihnen nicht Hilfe senden würde, wäre ihr Los immer gleichbleibend, so aber besteht auch für diese Seelen die Möglichkeit, daß sie sich aus ihrer Not befreien können, sobald sie erkannt haben und willig sind. Die ihnen entgegengesandte Hilfe nötigt sie zu immer tieferem Nachdenken über sich selbst, bis sie sich durchgerungen haben, ihrerseits Hand anzulegen zur Verbesserung des Zustandes. Dann wird ihnen auch von seiten der sie betreuenden Geistwesen, die ihnen aber nicht als solche erkennbar sind, der Weg gewiesen, und je eifriger sie dieser Weisung nachkommen, um so eher ist der Wandel ihres Zustandes ersichtlich, und der kleinste Erfolg schon läßt eine solche Seele desto emsiger werden, sobald sich ihr nur ein Schimmer des Lichtes bemerkbar macht und sie die Wahrheit zu ahnen beginnt. Um euch Erdenkindern den Leidenszustand begreiflich zu machen, könntet ihr nur im Traum solchen erschauen, und dies wäre für euch selbst so entsetzlich und bedrückend, daß ihr gehemmt wäret in eurer Lebensarbeit und vor Angst vielleicht den rechten Weg wandeln möchtet, was jedoch eurer Seele nicht zum Nutzen gereichte. Andererseits aber sollt ihr Kenntnis haben von der erbarmungswürdigen Lage dieser Seelen, um ihnen eure Liebe zuzuwenden und ihnen durch diese zu helfen in der Not. Wer sich ihr Leid vorzustellen vermag, wird, von tiefem Mitleid erfaßt, ihnen durch das Gebet um Linderung ihrer Qualen Hilfe geben können, und dies soll euch Hinweis sein, der armen irrenden Seelen im Jenseits zu gedenken und ihnen eure Hilfe nicht zu versagen, auf die sie in so großem Maß angewiesen sind, wenn ihre Leidenszeit verkürzt werden soll, denn ihnen fehlt die Kraft, die ihnen durch euer Gebet oder durch die Liebe jenseitiger Geistwesen zugeführt wird...

Amen


B.D. NR. 652 - 2.u.3.11.1938

Voraussage...

Gottesgericht...

Natur-Elemente...

In Stunden höchster Not hat Sich der Heiland immer zu erkennen gegeben, und so wird auch jetzt der Herr in Erscheinung treten, und aller Welt wird offenbar werden die Macht des Allerhöchsten. Und zwar wird Sich die ewige Gottheit unmittelbar äußern...

Es werden in wenigen Stunden alle Menschen auf Erden den Natur-Elementen ausgeliefert sein, und mit Donnerstimme wird der Herr sie aus dem Schlafe rütteln...

Und wer ohne Schuld ist, der wird die Sonne strahlend am Firmament aufgehen sehen, und ihm wird die Herrlichkeit Gottes offenbar werden. Der anderen aber wird sich ein Entsetzen bemächtigen...

Sie werden zu fliehen versuchen und nach allen Richtungen das gleiche Gericht erkennen. Und der Herr wird noch sammeln, die in höchster Not zu Ihm beten, ihnen wird Er Sich liebreich zuneigen und sie erretten, wohingegen alles vernichtet wird, was auch dann noch nicht die rettende Hand des Vaters ergreift. Jedes Wort der Liebe, das Er zu den Seinen spricht, wird unsägliche Wonnen auslösen, doch furchtbar Seine Stimme ertönen denen, die Seiner nicht achten. Und alles wird zusammenstürzen unter dieser Stimme, was den Menschen zur Lust und Freude diente. Er wird schlagen die Mächtigen, stürzen die Hohen und erzittern lassen die Gewaltigen, die nichts in der Welt fürchten...

Der Herr hat diese Zeit verkündet in Wort und Schrift... doch es achten die Menschen Seiner Worte nicht, und es fühlen sich so manche sogar berufen, Sein göttliches Wort, das den Menschen zum Heil gegeben ward, ihnen zu entfremden und ihm Kampf anzusagen...

Es wird sich dieser Kampf in so offensichtlicher Weise rächen an den Zweiflern selbst, und die göttliche Macht wird sie zermalmen. Wenn diese Zeit nahe ist, dann werden die Stürme brausen Tag und Nacht...

Der Sterne Schein wird erlöschen, und die Sonne wird hinter den Wolken bleiben, und es wird sich der Himmel verfinstern und Feuer zur Erde fallen, und was sich in Seinem Namen zusammenfindet, wird ohne Angst und Beben die Naturgewalten betrachten... doch die anderen wird maßloser Schrecken ergreifen, und kein Landstrich wird verschont bleiben... unter den Tieren wird eine Panik ausbrechen, und die Menschen werden sie nicht zähmen können, denn ihr eigenes Schicksal hält sie in Furcht und Schrecken. Und nur das Licht aus den Himmeln wird die Gemüter beruhigen können, und es wird überall dort Zuversicht herrschen, wo dieses Licht leuchtet und vom Herrn des Himmels und der Erde kündet. Aller Beistand wird denen gewährt werden, die das Wort des Herrn vernehmen und sich daran halten, denn der Herr verheißt denen das ewige Leben, die Sein Wort hören und danach leben...

Er wird auch die Seinen schützen in der Not, die über die Erde hereinbricht. Ihr aber, die ihr dem Herrn dienet, sollt dann feststehen und nicht wankend werden, denn der Herr benötigt euer und wird euch Kraft geben, und so ihr Seine Stimme vernehmet, werdet ihr frohlocken und Ihm dienen in Ewigkeit... (3.11.1938) Und ohne Unterlaß werdet ihr von Mir betreut werden, denn Ich kenne die Meinen und die Meinen kennen Mich. Sie werden Mich nicht verleugnen, sondern offen bekennen vor denen, die ihnen drohen, und so ist auch Meine Liebe immer bereit für sie. Weil aber der Widersacher zu arg hausen wird, um den Meinen zu schaden, so wird die Zeit des Gerichtes und der Heimsuchung nur von kurzer Dauer sein, denn der Mensch ist schwach, und die Meinen sollen nicht zu Schaden kommen an ihrer Seele. Ich will auch Sorge tragen, daß denen, die in ihrer Not zu Mir flehen, der Widersacher nichts mehr anhaben kann, und will sie stärken auf wunderbare Art. Jeder Ruf zu Mir wird erhört werden, und jedes Leid will Ich stillen allsobald, doch wer in der Finsternis verharret und sich auflehnet gegen Den, Der solches über die Menschheit verhängt, wird verschlungen werden von der Erde, er wird sich selbst dorthin wenden, wo seine Seele bereits lebt, in dunkelster Nacht in den Banden des Satans. Doch dann wird der lichte Morgen hereinbrechen über alle Meine Schäflein, Ich werde sie führen, und sie werden Meinem Ruf folgen...

Und es wird nur eine Herde und ein Hirt werden...

Amen


B.D. NR. 653 - 3.11.1938

Gefährdete Lage des Christentums...

Notwendigkeit des Wirkens der Gottheit...

Bringet euch selbst dem Herrn zum Opfer, indem ihr euch überwindet und jede Unduldsamkeit bezähmet um Seinetwillen, und es wird euch bald nichts mehr zum Stein des Anstoßes werden können. Was sich euch auch dann in den Weg stellt, ist immer nur der Versuch der Gegenkräfte, euch zum Fall zu bringen, und ihre Freude übergroß, wenn es ihnen gelingt. Diese Bemühungen müsset ihr zuschanden machen und nimmermehr in die Fallstricke des Bösen euch verfangen. Was ist das Leben anderes als ein ständiger Kampf gegen Hindernisse...

Ihr sollt euch in diesem Kampf bewähren, ihr sollt euch nicht besiegen lassen, sondern immer selbst als Sieger hervorgehen, und immer geringer werden die Widerstände sein, gegen die ihr anzukämpfen habt. Denn mit eurer Kraft schwindet die Macht des Gegners. Und jede Überwindung eurer selbst trägt euch großen Nutzen ein...

Es reift eure Seele und schwingt sich hinauf in lichte Höhen, weil sie sich selbst befreit. Wenn aber den Schwächen des Körpers mehr Recht eingeräumt werden als der Seele, dann kann leicht durch die falsche Rücksichtnahme die Seele weit mehr geschädigt als dem Körper genützt werden. Um solches zu verhüten, werden die Menschen durch Geduldsproben vor die Entscheidung gestellt, und dann ist es nur von Vorteil, dem körperlichen Verlangen zu entsagen und allein nur an das Wohl der Seele zu denken. Nun versuche, uns deine Aufmerksamkeit zu schenken, und vernimm:

Es wird der Herr nicht zulassen, daß sich Seine Geschöpfe Seines Namens bedienen und die Welt dadurch in Irrtum hüllen. Es wollen dort die Menschen ablehnen, wo sie restlos zur Sache stehen müßten, und umgekehrt nehmen sie ungeschmälert an, was nur Stückwerk ist...

Es ist ihr Eifer wohl zu loben, denn sie handeln in bestem Willen und wollen dem Herrn nicht zuwiderhandeln. Und es wird auch schwer sein, diese je eines anderen zu belehren, und doch sollen solche Widerstände dich nicht abhalten, deiner Tätigkeit wie bisher nachzugehen. Wer die Jetztzeit erkennt und die gefährdete Lage des wahren Christentums, der wird auch Verständnis haben müssen für das außerordentliche Wirken der Gottheit. Wer den Stand des Christentums heut erkennt, der wird es selbst als nötig erachten, daß Sich der Herr offenbart, um den Menschen Kunde zu geben von Seinem wahren Willen...

Es hat allzeit weise, dem Wort Gottes ergebene Menschen gegeben, und diese wissen nur zu genau, wie sich ein sogenannter Formglaube auswirken kann, wie er allmählich zu völliger Glaubenslosigkeit führt... und sie würden es einsehen, daß immer neue Kraft den Menschen zugehen muß, sollen sie in dem Wort Gottes verbleiben. Und diese Kraft kann ihnen Gott eben wieder nur durch Sein Wort geben... das in neuer Form... nie das alte vernichtend, sondern nur in reiner Klarheit und unverfälscht, den Menschen geboten wird. Es arbeitet kein Mensch gegen Gottes Willen, der sich selbst willig dem Herrn überläßt und so eben nur ausführt, was der Wille des Herrn ist...

Vertiefet euch in das Buch der Väter, und leset in aller Weisheit nach innigem Gebet um Verständnis... und ihr werdet aufmerken und erkennen, daß nur immer das geschieht, was der Herr schon verkündet hat, als Er auf Erden wandelte...

Und nur wahrhaft fromme Menschen können ein Urteil fällen... denn die Gott dienen wollen, werden auch allzeit das Rechte tun und erkennen. So gib dich nur deiner geistigen Tätigkeit mit dem gleichen Eifer hin, und vertraue auf Gott, daß Er dich recht führet auf dem Weg der ewigen Heimat entgegen...

Amen


B.D. NR. 654 - 4.11.1938

Seichter Glaube... Gottesdienst zu jeder Zeit...

Formelles Halten der Gebote...

Was dir durch die Gnade des Herrn zuging, mußt du verwerten in der Form, die am leichtesten Zugang zum menschlichen Herzen findet. Des Menschen Sinn ist nur immer darauf bedacht, das Reingeistige in zweiter Linie zu pflegen und allem voran erst die Welt zu setzen mit ihren Freuden und Anforderungen. Und eine solche Einstellung wird den Reifezustand der Seele nur schwer im Leben verbürgen...

Denn nur ungeteilte Arbeit kann dieser noch in der Erdenzeit zur Vollendung verhelfen, und es ist jede Höher-Entwicklung der Seele immer in Frage gestellt, wenn die weltlichen Interessen noch vorherrschend sind. Es ist dies somit ein leichter, aber auch seichter Glaube, der nur dann sich äußert, wenn den Gedanken an Gott im Herzen Raum gegeben wird... dazu aber gewisser Zeiten benötigt. Immer und zu allen Zeiten soll der Mensch im Glauben stehen, d.h. diesen so im Leben vorherrschen lassen, daß er nichts beginnt ohne die innige Verbindung mit Gott, daß er also zu jeder Zeit bemüht ist, den Willen Gottes zu erfüllen, und sich somit zuerst angelegen sein läßt, Gott zu dienen, ehe er der Welt und ihren Anforderungen nachkommt. Wenn der Vater im Himmel auch nur zu gewissen Zeiten für Seine Kinder auf Erden bereit wäre, dann sähe es wahrlich um diese sehr traurig aus...

Und so soll der Mensch immer erst Gott suchen, dann wird die irdische Tätigkeit ebenfalls ihren geregelten Gang nehmen, nimmer aber will Gott hintenangesetzt werden oder erst in zweiter Linie Stelle kommen, wenn es dem Erdenkind gefällig ist. Wollten das die Menschen bedenken, die sich nur an formelle Gebote halten, so müßten sie sehr bald einsehen, daß darin nicht die wahre Gottesverehrung bestehen kann...

Immer und immer soll der Mensch durchdrungen sein von der Liebe zu Gott, dann wird er auch in jeder Stunde des Tages Zwiesprache halten können mit seinem Schöpfer und nichts mehr beginnen können, ohne Dessen Segen erbeten zu haben. Und das erst ist der wahre Gottesdienst, wenn der Mensch sich immer und zu jeder Zeit zu Gott bekennt und Ihm zu dienen bereit ist. Wer lebendig glaubt, kann auch nicht anders, als in ständiger Verbindung mit seinem Herrn und Heiland die höchste Glückseligkeit schon auf Erden zu finden, er wird sich immer näher hingezogen fühlen zum göttlichen Schöpfer und wird schließlich nichts mehr unternehmen ohne Gottes Hilfe und Segen...

Und die Welt wird ihn nicht mehr reizen und ihm auch nicht die Segnungen des Glaubens ersetzen können, denn der Herr und Heiland ist wahrlich der Inbegriff aller Lustbarkeit, und Seine Nähe und Liebe wiegt alle Freuden des Erdendaseins auf. Und ihr müsset daher euch so gestalten, daß in euch das Verlangen nach dem Herrn sich steigert, und im gleichen Maß wird euch Erfüllung werden, und euer Glaube wird zum Leben erwachen, ihr werdet nun tätig sein für den Herrn aus eigenem Antrieb und nicht nur erfüllen, was durch die Gebote von euch gefordert wird. Und dann erst seid ihr zu rechten Anwärtern des Reiches Gottes geworden, dann erst seid ihr vom wahren Glauben durchdrungen und lebet somit das Leben in wahrhaft gottgefälliger Weise...

Amen


B.D. NR. 655 - 6.11.1938

Verbindung mit Gott nötig zum Empfangen des Wortes Gottes und der göttlichen Weisheiten...

Das Wesentliche der Erdenlaufbahn wird immer die Vereinigung mit Gott bleiben, alles andere ist nichtig und unwahrscheinlich. Und so kann ein Mensch im Vollbesitz aller geistigen irdischen Fähigkeiten sein und doch nicht den wahren Grund des Seins erkennen, so er die Gesamtschöpfung nicht in dem Sinne betrachtet, wie es erforderlich ist, um die Verbindung mit Gott zu erlangen. Denn nichts ist dem Menschen hinderlicher, als im Bewußtsein eigener Fähigkeit und Begabung zu verbleiben, die ihn von der wahren Erkenntnis fernhält...

Denn die wahre Erkenntnis wurzelt allein in dem Gefühl des Nichts-Seins der ewigen Gottheit gegenüber. Dann erst sucht der Mensch die Verbindung mit der Gottheit, und dann erst kann die geistige Arbeit an sich selbst in Angriff genommen werden. Ohne diese Erkenntnis aber bleibt der Mensch im Wahnglauben seines Wertes blind, und alle seine Weltweisheit ist nur ein desto größeres Hindernis, je mehr sie ihn in seiner Erhabenheit bestärkt. Wollet ihr Gott erkennen, dann schauet auf zu Ihm...

Doch aufschauen könnt ihr nur zu Ihm in tiefer Demut und Erkenntnis eures nichtigen Ichs...

Und dann erhebet euch der Herr... denn Seine Weisheit ist immer und ewig dieselbe...

Doch was ist Menschenweisheit dagegen...

Und wer diese zu besitzen wähnt, ist wenig weise vor dem Herrn. Den göttlichen Geist in sich zu erwecken, das allein ist weise und recht vor Gott, denn nur dann kann er sich Weisheiten zu eigen machen, die Gott Selbst ihm vermittelt und die alle irdische Weisheit in den Schatten stellt, und es wird daher das einzig Erstrebenswerte im Leben sein, sich im Geist mit Gott zu verbinden und dann vom ewigen Schöpfer und himmlischen Vater, dem Lehrmeister aller göttlichen Wahrheit, gewürdigt zu werden, diese zu empfangen. Und darum ist nur eine restlose Hingabe an Ihn vonnöten, um sich in größter Weisheit und klarstem Erkennen zu befinden. So wird alles menschliche Wissen nur eitel Stückwerk sein, doch tiefgründig und unbegrenzt das Wissen um göttliche Wahrheiten, wo die göttliche Wahrheit in reinster Form dem Erdenkind geboten wird. Und so wird sich nimmer bestreiten lassen, daß jeglicher Eingriff der ewigen Gottheit immer nur bezweckt, das Wissen der Menschheit zu vertiefen...

Es soll der Mensch gleichsam in die Lage gesetzt werden, ohne irdische Hilfe sein Wissensgebiet zu vergrößern, und das durch göttliche Hilfe, um wiederum in den Erdenmenschen das Verlangen zu erwecken, gleichfalls die Verbindung mit Gott eifrigst anzustreben, auf daß ihnen gleicherweise das Wissen um Dinge erschlossen werde, die zur Erkenntnis der Schöpfung beitragen und somit auch den Glauben an den ewigen Schöpfer festigen. Alles Leben gewinnt an Inhalt, sobald der Mensch ein rechtes Bild hat von der ewigen Gottheit und Ihrer Schöpfung, und er sucht nun jede Handlung in Einklang zu bringen mit der göttlichen Weisheit... er sucht möglichst in der rechten Ordnung nach dem anerkannten Willen Gottes zu leben und bangt und fürchtet sich vor einem Rückfall in die geistige Blindheit, und er wird sich nun wieder um Hilfe flehend an die ewige Gottheit wenden, und eilfertig werden die geistigen Freunde das Erdenkind unterstützen, auf daß nur immer der Wille und das Verlangen nach geistiger Wahrheit rege bleibt und ihm immer wieder Erfüllung werden kann...

So bleibt der Mensch allein wissend und wahrhaft weise, der sich in aller Demut dem Herrn verbindet... der, ohne diese Verbindung erstrebt zu haben, nichts mehr beginnt und somit sein ganzes Wesen durchdrungen ist von der Liebe zu Gott, die sich nur immer in dem Verlangen nach endlicher Vereinigung äußert. Und deshalb gehen oft die Menschen so völlig nutzlos durch das Leben, weil sie das Wesentliche nicht erkennen, denn ohne diese Erkenntnis ist alles Denken und Handeln wertlos... es bewegt sich nur in irdischer Richtung und trägt zur Förderung der Seele nicht das Geringste bei...

Darum ist die wahre Weisheit nur dort zu suchen, wo die Verbindung mit dem Herrn innigst erstrebt wird, denn dort unterweiset der himmlische Vater Selbst, und Sein Lehramt ist wahrlich über jeden Zweifel erhaben...

Er gibt reinste, lauterste Wahrheit den Menschen auf Erden, die eines guten Willens sind...

Amen


B.D. NR. 656 - 7.11.1938

Verbindung mit Gott nötig zum Empfangen des Wortes Gottes und der göttlichen Weisheiten...

Und es wird gelehrt werden, was ihr zu wissen benötigt, es wird euch alles erschlossen werden, was euch bisher verborgen war, und in einer endlosen Kette werden euch die göttlichen Weisheiten zugehen, so ihr willig seid, sie entgegenzunehmen. Denn was euch frommt, weiß der Vater, und so weiß Er auch, wie verschieden Seine Kinder auf Erden bedacht werden müssen und wie vielseitig ein Kind belehrt werden muß, soll es sich ein Wissen aneignen, das es wieder befähigt, lehrend den Mitmenschen beizustehen. In dieser Welt des Unglaubens sind solche Kräfte wohl vonnöten, die Ausführende des Willens Gottes sind, und dies wiederum in menschlicher Weise, um dem Mitmenschen die Glaubensfreiheit zu belassen...

Was von Gott kommt, wird von den rechten Kindern Gottes auch als solches erkannt, doch die Kinder der Welt haben keinen Anteil am Wirken der Gottheit, und ihnen bleibt der tiefe Sinn alles dessen verborgen, es ist ihnen leerer Schall, was dem Gotteskind tiefste, beglückendste Offenbarung ist. Das Wort Gottes ist Kraft und Stärke nur dem, der es gläubig in sein Herz aufnimmt, nimmer aber dem im Herzen Gott-abweisenden Menschen, der nur den Buchstaben-Sinn erfaßt. Und so wird in der göttlichen Weisheit belehrt werden immer nur der nach solcher Dürstende... dieser wird sich nicht zu fürchten brauchen, daß der Quell der Wahrheit je versiege und ihn unerquickt lassen könnte, denn Gott teilt unbegrenzt aus, und es ist Sein Wort stets und ständig das gleiche, weil die Wahrheit unverändert ewig die gleiche sein wird. Und wer des öfteren die Verbindung mit dem Vatergeist herzustellen versucht, wird ohne Zweifel in allem wohlunterrichtet sein, denn Gott legt in sein Herz mit dem Wort das ständige Verlangen nach immer neuer geistiger Nahrung, und immer wird diesem Verlangen entsprochen werden. Und es wird das Kind die Stimme des Vaters vernehmen, Der liebreich es unterweiset, so wie es ihm dienlich ist. Gar bald erkennt der Mensch die Kraft des Gotteswortes an sich selbst... er flieht die Welt und ihre Freuden und sucht sein Glück allein in der öfteren Verbindung mit dem Vater, wohl erkennend, daß sich in dieser Verbindung die Göttlichkeit Selbst offenbart und dem Erdenkind dadurch Gnaden über Gnaden gewährt werden. Und hat es dies erkannt, so wird es immer versuchen, in immer engere Fühlungnahme mit dem Herrn und Heiland zu kommen... es wird sein ganzes Augenmerk nur darauf richten, immer Gott wohlgefällig zu leben, Ihm zu dienen und Seinen Willen zu erfüllen... denn das Ergebnis des geoffenbarten Willens ist gefestigter Glaube, tätige Liebe zum Nächsten und tiefste, selbstloseste Hingabe an Gott... und somit restlose Erlösung aus den Fesseln der Materie und völliges Verschmelzen mit der ewigen Gottheit... und Vereinigung mit dem Vatergeist bis in alle Ewigkeit...

Amen


B.D. NR. 657 - 8.11.1938

Veröffentlichung der Schriften...

Es werden noch Zeiten vergehen, ehe das große Werk vollendet ist und zur Einsichtnahme der Menschheit geboten werden kann. Es sollen aber doch die wichtigsten Richtlinien schon jetzt befolgt werden, und so offenbart dir der Herr, daß sich in Kürze eine Mittelsperson finden wird, die sich erbietet, für Veröffentlichung der Schriften Sorge zu tragen. Es gilt dies zunächst für die Kapitel, die der Belehrung der Menschen dienen sollen, und werden dir diese vom Herrn noch kundgegeben werden. Denn es sollen die Menschen zuerst hingewiesen werden auf Seine Größe und Allmacht, die sich in Seinen Schöpfungswerken äußert. Dann erst wird der Mensch auch wahres Verständnis bekommen für die unendliche Liebe Gottes, und so er sich selbst als von der Liebe ergriffenes Schöpfungswerk Gottes erkennt, wird es ihm dann ein leichtes sein, Gott dem Herrn zu dienen und Seine Gebote zu halten. Deshalb erwählet Er nun einen Diener, der alles für den Herrn zu tun bereit ist und sich dafür einsetzt, das Werk zum Teil zu vervielfältigen. Dies geschieht jedoch nur im geheimen, denn die Sendungen Gottes ertragen zur Zeit noch nicht das Auge der irdischen Gewalt... erst wenn sich mehr und mehr der Glaube reinigen wird, wenn die Menschheit erkannt hat, daß allein nur im tiefen Glauben der wahre Segen Gottes liegt, wird auch in breiteren Kreisen das Wort Gottes Eingang finden. So erkenne darin den Willen Gottes, wenn dir das Ansinnen gestellt wird, dich der Schriften zu entäußern, um sie der Menschheit zugänglich zu machen. Es wird die Arbeit jedoch viel Vorbereitung erfordern und kann daher auch nicht so rasch in Angriff genommen werden, daher sollen nur die Bücher 8-9-10 zuerst erfaßt werden und aus diesen auch nur immer die Artikel, die der Belehrung des Menschen dienen können insoweit, als sie das Walten und Wirken Gottes veranschaulichen. Der Herr hat wohlweislich in einer bestimmten Reihenfolge diese dir kundgegeben, so daß sie leicht erkennbar sind, wo sich die Zahl 5 wiederholt. Allen voran soll als Leitartikel das Eingangswort des 7. Bandes gestellt sein, und ohne Bedenken kannst du diese Mitteilung entgegennehmen, auf daß dem Vorhaben des Beauftragten nicht dein Wille oder deine Sorge entgegengesetzt werde, sondern du selbst nach Kräften bestrebt bist, die Verbreitung der Worte des Herrn zu fördern. Und jede Arbeit, die dieser Verbreitung gilt, wird gesegnet sein vom Herrn...

Amen


B.D. NR. 658 - 8.11.1938

Das Verhalten der Gottgetreuen...

Furchtlos dem Tod gegenüber...

Ein einsichtsvoller Mensch wird die göttliche Gabe wohl zu würdigen wissen, und um so mehr wird das volle Verständnis vorauszusetzen sein bei denen, die selbst bemüht sind, Gott die Ehre zu geben und Ihm-wohlgefällig auf Erden zu wandeln. Und diese sind des Herrn Leibgardisten...

Sie werden fest und treu zusammenhalten und kämpfen für das Wort Gottes, sie werden aller Furcht ledig überall das Wort Gottes lehren und so eifrige Streiter für den Namen des Herrn sein. Und die Liebe zu Gott läßt ihren Mut wachsen, und der Glaube spornt sie an zu reger Betätigung im Kampf wider die Feinde der Gotteslehre, und so werden sich auch immer auf Erden finden, die alle das gleiche Ziel verfolgen und in gemeinsamer Geistesarbeit jeder leiblichen Gefahr begegnen...

Und es werden unsagbar viele Widerstände ihr Beginnen erschweren, das nur allein der Verbreitung des Wortes Gottes gilt... doch das soll keineswegs hemmend die Getreuen beeinflussen...

Immer hat Gott der Herr Seine Stärkungen bereit, und wer für Ihn sich einsetzt, der wird nimmermehr von Ihm verlassen sein. Was von Ewigkeit her schon bestimmt ist, wird der Mensch als solcher nicht umstürzen können, und so der Herr spricht:„Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben... wer Mich hat, der hat das ewige Leben...“ , wird in Ewigkeit das Wort Gottes nicht vernichtet werden können, und leben wird, der dieses sich zu eigen macht. So also die ganze Welt sich widersetzet dem Wort Gottes, so würde eher die ganze Welt zuschanden werden, ehe dieses Wort durch Menschenhand der Zerstörung anheimfiele. Und so werden auch nimmermehr die Vertreter des Gotteswortes den Tod zu fürchten brauchen, denn so sie für dieses kämpfen, kann niemals der Tod ihr Los sein...

Denn der Tod des Leibes wäre auch nur ein Übergang in das ewige Leben, nimmer aber ein Versinken in die Unendlichkeit...

Wenn euch der Herr solches verspricht, so habt ihr wahrlich nichts zu fürchten, denn die euch das irdische Leben nehmen wollen, können euch dadurch nur dem ewigen Leben näherbringen, und so ihr euer Leben lasset zur Ehre Gottes, wird euer Tod sein nur ein Eingehen in die ewige Herrlichkeit. Wer sich dem Wort Gottes verbunden fühlt, ist frei von aller Furcht...

Er lebt immer nur im Glauben an das Jenseits und gibt gern und freudig das irdische Dasein hin für die Seligkeit, die ihn drüben erwartet. Und das unendlich beglückende Gefühl des Geborgenseins wird ihm auch alle Kraft auf Erden schon geben, sich für das Wort Gottes einzusetzen, und es wird ihn auch bewahren davor, je den göttlichen Heiland und Erlöser zu verleugnen... immer wird er frei und offen bekennen den Namen Dessen, Der alles in der Welt regieret... er wird sich selbst als Sein Kind fühlen und nimmer dulden, daß der Name des Allerhöchsten verunehrt wird...

Und so wird dort die Gabe des Herrn Eingang finden und gleiche Kraft spenden denen, die die Worte gläubig entgegennehmen. Sie werden aufhorchen, und ihre Herzen werden jubeln, daß Gott der Herr ihnen so sichtbar Kunde gibt Seiner Gegenwart auf Erden...

Und Glaube und Zuversicht werden erstarken, die Kraft Gottes aber wird sichtbar überströmen in des Menschen Herz, wie es Gott denen verheißen hat, die in Seinem Wort verbleiben...

Amen


B.D. NR. 659 - 9.11.1938

Auch das Leid ist Gnade... „Vater, Dein Wille geschehe...“

Gehorche der Stimme in deinem Inneren, die dich stets mahnen wird zu rechtem Handeln, und bedenke, daß der Vater Seinem Kinde schon die rechten Weisungen gibt, so es diese nur hören will. Denn die weitaus größte Möglichkeit besteht, daß sich ein planmäßiges Ausführen der Arbeit nicht mehr durchführen läßt, es werden aber doch dir alle Mittel zu Gebote stehen anderweitig, und deshalb soll deine Sorge nicht solchen Hindernissen gelten, die der Herr immer wieder beseitigen kann, so es der von Ihm gewollten Arbeit dienlich ist. Und nun neige dich uns zu und nimm unsere Lehren entgegen:

Was kann euch Menschen wohl geschehen, wenn der Herr Seine schützende Hand über euch hält...

Er wird verhüten, daß ihr Schaden nehmt an Leib und Seele, Er wird euch führen nach Seinem Willen, und was zu überwinden euch auferlegt ist, dient nur der Förderung eurer Seele. Darum banget nicht, und gebet euch vertrauensvoll der Führung des himmlischen Vaters hin. Alles auf Erden hat seinen Zweck; es weiß der Mensch nicht um die Pläne der ewigen Gottheit und kann daher auch nicht so leicht erkennen, wie alles wohl und weise eingerichtet ist den Menschen zum Segen. Seine Härte, die von den Menschen oft als grausam empfunden wird, ist immer nur ein in Liebe angewendetes Mittel, um euch unvergleichlich Schönes einst bieten zu können. Und da ihr nicht freiwillig euch dessen würdig machen wollt, will euch der Herr durch Leid und Trauer auf diesen Weg führen, der euch die Herrlichkeiten zugänglich macht. Einst werdet ihr es erkennen und von ganzem Herzen dem Vater danken für jede Zurechtweisung im Erdenleben. Die Gnade Gottes geht unablässig den Erdenmenschen zu, und auch das Leid ist Gnade... was euch Menschen noch unbegreiflich ist. So ihr euch aber voller Vertrauen dem Herrn überlasset, so werdet ihr auch bald den Segen des Leides an euch selbst verspüren, ihr werdet erkennen, wie unsäglich liebevoll die Vaterhand euch führt, daß sich selbst im Erdenleben die Folgen solches Leides für euch günstig auswirken, euer Seelenleben aber unvergleichlichen Vorteil davon hat. Und so stehet einer jeden Sendung des Vaters mit vollster Ergebenheit gegenüber, bedenket, daß nicht ein Vöglein vom Dach fällt ohne Seinen Willen und daß alles, was Er euch sendet, nur ein Ausdruck Seiner Liebe und Barmherzigkeit ist, die ihr erst in ganzem Umfang fassen werdet, wenn ihr vollendet seid. Denn heut mangelt euch noch die Fähigkeit zu beurteilen, was euch dienlich oder von Nachteil ist, ihr müsset nur immer gläubig dem Vater im Himmel euren Willen opfern und in allem Leid und aller Trübsal von Herzen zu Ihm beten... „Vater, Dein Wille geschehe...“ Dann werdet ihr auch allzeit getröstet werden...

Amen


B.D. NR. 660 - 9.11.1938

Liebe...

Lebensstrom...

Göttliche Kraft...

Befreiung...

Siehe, Mein Kind, wer für Meinen Namen kämpft, wird auch leiden müssen im Erdenleben, doch sollt ihr diese Leiden leicht ertragen, weil ihr in fester Zuversicht dann Meiner gedenket und in der Liebe zu Mir Linderung und Trost finden werdet. Und wer in schwerer Stunde an Mein Leiden am Kreuz denken wird, dessen Herz wird in Liebe erglühen, und er wird gleichsam das Kreuz mit Mir tragen...

Wem aber der Glaube mangelt, der wird viel ärger kämpfen müssen gegen die Widerwärtigkeiten des Lebens, doch diese müssen über ihn verhängt werden, soll auch er zum himmlischen Vater finden...

Aber ihr, die ihr zu Mir gefunden habt, fürchtet nicht das Leid, denn euch nahe Ich Mich in großer Liebe, und diese äußert sich in jeder Weise, doch immer euch zum Nutzen...

Die Liebe kennt keine Grenzen, sie ist immer und ewig und kann nie vergehen, sie erfaßt euch, Meine Kinder, und kann nicht von euch lassen...

Und in der Liebe wurzelt alles Gute, sie zieht den Menschen nach oben, sie bildet und fördert ihn, sie bleibt unveränderlich die gleiche, immer der Inbegriff göttlicher Schöpfung, sie ist die Triebkraft alles zur Höhe Strebenden, sie ist Sehnsucht und Erfüllung zugleich...

Und ohne Liebe wird kein Wesen je vollkommen werden können, es ist die Liebe der Lebensstrom, der, von Gott ausgegangen, alles in der Schöpfung erstehen läßt und das Fortbestehen sichert...

Und so kann die Liebe auch nimmer ausgeschaltet werden, sie ist göttliche Kraft und somit Leben erweckend. Was also lebt, muß von der Liebe Gottes erfaßt sein und kann sonach nicht mehr vergehen, denn die göttliche Kraft kann nimmer einen Rückgang erfahren, sie wird in sich nur immer stärker und intensiver werden, ohne jemals von dieser Kraft einzubüßen. Und wenn ihr nun selbst pur Liebe geworden seid, dann müsset ihr notgedrungen auch Kraft sein, und diese Kraft wirket dann gleich Mir und mit Mir nach Meinem Willen, denn alles, was Ausfluß der ewigen Gottheit ist, kann sich nicht aufbrauchen...

Es wird nur der feste Wille des Menschen benötigt, diese Kraft in sich aufzunehmen, d.h.,sich so hingebend in Liebe zu betätigen, daß nun die göttliche Kraft, welches ist pure Liebe an sich, dem Menschen sich mitteilt...

Und diese Kraft soll der Mensch ausgiebig nützen... er soll immer nur lieben, auf daß sich in ihm auch die Geisteskraft, die göttliche Liebe, vermehre. Er soll allem Handeln und Denken nur immer die Liebe voransetzen, dann kann er jeglicher Gefahr, die ihm von außen droht, ins Auge sehen, denn er hat dann die Kraft in sich, einen völligen Stillstand gebieten zu können allem, was von liebloser Seite gegen ihn unternommen wird. Es wird die Macht des Feindes zerschellen an der Übermacht der Liebe... es wird der Haß besiegt werden von der Liebe, und es wird der Mensch Herr werden über alle Materie nur durch das Feuer göttlicher Liebe, das die Seele läutert und sie somit von der Materie erlöst...

Und alles wird frei werden durch die Liebe...

Amen


B.D. NR. 661 - 10.11.1938

Wirken der Naturgewalten in Gottes Willen...

Katastrophe...

Für den Lebensweg des Menschen gelten immer die Gesetze, die Gott von Anbeginn der Welt als nötig zur geistigen Entwicklung den Wesen gegeben hat. Es wirken oft Kräfte dagegen, diesen aber ist eine unsichtbare Gewalt überlegen, sie werden immer die Auswirkungen ihres Zuwiderhandelns als nachteilig für sich selbst verspüren und entweder sich umkehren, zu Gott-gewollter Tätigkeit, oder im Verharren ihrer Bösartigkeit immer stärker die Macht Gottes zu fühlen bekommen. So ist auch das Wirken der Naturgewalten immer und ewig dem Willen Gottes unterstellt, denn wäre dies der Gegenmacht preisgegeben, so würde bald alles ein einziges Zerstörungswerk sein, da sich die Gegenkräfte immer nur zerstörend betätigen, Gottes Weisheit und Wille aber der Erhaltung alles Geschaffenen gilt. Wo sich nun die Naturgewalten doch zerstörend äußern, ist auch immer der Wille Gottes tätig, niemals aber diese Zerstörung eine Zulassung der bösen Kräfte. Es sind dann wohlweislich Gründe vorhanden, die Gott so eingreifen lassen, die aber immer nur einer gewissen Förderung geistiger Wesen oder Entwicklung menschlicher Lebewesen dienen. Auch die Zerstörungen haben ihr Gutes in vielfältigem Sinne. Es werden Naturgeister frei aus unsäglich lang gebundener Form... es dürfen andere Naturgeister ausgiebig tätig sein und dadurch ihrer Bestimmung nachkommen... und es werden schlafende Geistwesen aus ihrer Ruhe aufgerüttelt, die allemal einem solchen nur schädlich ist. Daß sich solche Zerstörungen für die Menschheit oft leidensvoll auswirken, ist ebenfalls eine Zulassung von Gott, ein Hinweis auf Sein Vorhandensein den völlig Ungläubigen und ein Probestein für die Gläubigen, deren Kraft und Glaube daran erstarken soll. Denn nur solche außergewöhnliche Erscheinungen, die allemal solche Naturkatastrophen bleiben, sind imstande, den Menschen in einen Zustand des Nachdenkens zu versetzen...

Wenn alle Macht der Menschen nicht ausreichend ist, Einhalt zu gebieten, und arm und reich, hoch und niedrig ganz gleich solchen Gott-gewollten Katastrophen ausgesetzt sind, so bleibt doch in dem einen oder dem anderen die Frage offen, wozu ein solches Strafgericht die Menschen betrifft und wieweit eine göttliche Macht erkennbar ist. Und solche Fragen können zu einer völligen Umwandlung des bisherigen Denkens führen und den Menschen auf den Weg des Erkennens leiten. Jeder Naturkatastrophe gehen kleinere Ereignisse voraus, die dem Menschen solches Denken erleichtern, und jeder innere Zustand zuvor ist gleichsam eine Vorbereitung auf das danach folgende Erleben. Einmal nur so recht erkennen, daß alle weltliche Macht nicht die kleinste Veränderung schaffen kann bei solchen elementaren Wirkungen der Natur... daß alle diesen ausgeliefert sind, die im Bereich einer Naturkatastrophe sich befinden... und es müßte der Mensch seine Gedanken nach oben wenden und versuchen, geistige Aufklärung zu erlangen... doch die Menschheit ist in ihrem Dünkel schon zu weit vorgeschritten... sie setzt allenfalls noch für solches augenscheinliches Wirken der ewigen Gottheit das Wort: Wirken der Naturkräfte... und sucht damit alles abzutun, was ihrer geistigen Einstellung nicht behagen will. Sie hält sich für wissend und, was ihr nicht verständlich ist, eben nur für ein in sich selbst begründetes Äußern der Natur... in den seltensten Fällen aber als ein sichtbares Eingreifen eines göttlichen Wesens. Die ihnen zusagendste Erklärung aller Naturerscheinungen ist das Sich-Fortentwikkeln unter dem Einfluß der Sonnenstrahlen, die wieder ein noch unerforschter Kraftquell sind im Weltall und alles Leben auf der Erde zuwege bringen, demnach aber auch die Menschen nichts anderes sind als durch solche Naturkräfte erweckte Lebewesen, die ihren Anfang und ihr Ende haben auf dieser Erde. Daß allem im ganzen Weltall ein Wesen vorsteht, Das nach weisheitsvollem Plan durch Seinen Willen und Seine Allmacht ein jedes der Geschöpfe, von der kleinsten Kreatur an bis zur Krone der Schöpfung, dem Menschen... auf diese Erde gestellt hat zu bestimmtem Zweck... das will solchen unwissenden Menschen nicht einleuchten. Sie erkennen kein solches Wesen an, und daher sehen sie auch niemals in dem Walten der Naturelemente den sich äußernden Willen Gottes. Die Fernstehenden, nicht davon Betroffenen achten gar nicht sonderlich auf solche Katastrophen; sie führen immer nur ähnliche Fälle an, und damit sind solche Ereignisse schnell abgetan. Und Gott muß zu immer offensichtlicheren Mitteln greifen...

Er muß solche Katastrophen immer schneller aufeinanderfolgen lassen und die Menschen in Mitleidenschaft ziehen, sollen diese Erscheinungen von Eindruck sein. Es ist bedauerlich, wie wenig das Leid der Mitmenschen wahres Mitgefühl auslöst... und wie gewohnheitsmäßig ein Hinweis von oben aufgenommen wird. Und so werden die Zeichen immer gewaltigere Ausmaße annehmen müssen, sollen sie die Menschen aus der Ruhe aufrütteln. Erst wenn das eigene Leben in Gefahr ist, legen sie einer Sache Bedeutung bei, und daher wird noch viel Leid und Angst das Los der Menschen sein müssen... und es werden Dinge in Erscheinung treten müssen, die den Menschen aufmerken lassen auf einen Willen, dem nicht widerstanden werden kann...

Doch selbst ganz außergewöhnliche Naturerscheinungen werden mit der größten Selbstverständlichkeit erklärt und hingenommen werden, denn die Weltweisen sind sofort bereit, eine ganz natürliche Erklärung für alles den Menschen Unverständliche zu geben, niemals jedoch wird eine solche Erklärung sich auf das Wirken und Walten und den Willen Gottes beziehen. Über dieses dünken sie sich erhaben und sind daher in einer völlig irrigen Ansicht, die auch den von ihnen belehrt werdenden Menschen nicht von Nutzen sein kann. So mancher wird noch seine Anschauung ändern und daher auch noch so manches Opfer bringen müssen, bis ihm volles Erkennen wird, und um dies zu beschleunigen, greift der Herr jetzt öfter denn je ein und rüttelt und schüttelt die Welt, auf daß alle, die auf ihr leben, aufmerken sollen und der göttlichen Stimme achten, die ihnen Kunde bringt vom Willen Gottes, von Seiner Allmacht und Weisheit, und wer in diesem Sinne eine jede Naturerscheinung und das stürmische Walten der Elemente betrachtet, wird solche schon als die Stimme Gottes erkennen und sich bemühen, stets das Rechte zu tun vor Gott...

Amen


B.D. NR. 662 - 11.11.1938

Die ewige Dreieinigkeit...

Sei dir stets der großen Gnade bewußt, in der du stehst, und bleibe allzeit willig, die dir gesetzte Arbeit auszuführen, und der Herr wird dich segnen. So nimm heut eine Kundgabe entgegen, die dir in Kürze verständlich machen soll die ewige Dreieinigkeit. Es ist dies ein Problem, das euch Menschen zu schaffen macht, und doch so überaus leicht verständlich, denn nur die Gottheit ist alles in einer Person. Sie vereinigt in Sich die Weisheit, die Liebe und die Macht des Willens. Wenn von einer Dreieinigkeit gesprochen wird, so ist dies immer nur der Inbegriff von der Liebe als Vater, der Weisheit als Sohn und des Willens als heiliger Geist. Denn die Liebe des Vaters ließ alles erstehen, was ist... die Weisheit Gottes als Folge stellte dann alles Geschaffene auf seinen rechten Platz und wies ihm die Bestimmungen zu... und der Geist des Willens belebt das Ganze und sichert ihm das Bestehen...

Nur so, daß alles in der einen ewigunvergänglichen Gottheit vereinigt ist, weil Gott von Ewigkeit her der Inbegriff aller Liebe, Weisheit und Macht ist, ist die verständlichste Lösung des Problems zu finden, woraus aber sich die Menschen oft eine falsche Ansicht bildeten und dadurch die irrige Erklärung der drei Gottheiten gaben. Das lebendige Verhältnis des Kindes zum Vater läßt die rechte Erklärung am leichtesten finden, daß Gott doch alles in allem ist und daß keinerlei Trennung möglich ist... daß somit sich in Gott auch alles vereinigen muß. Die Menschen mit ihrem unzulänglichen Fassungsvermögen suchten der ewigen Gottheit gleichfalls menschliche Grenzen zu setzen und schufen sich im Geist eine Gestalt, die ihnen das Ewig-Göttliche verkörpern sollte, und dies nach ihrem Ermessen und ihren Begriffen. Jede Personifizierung Gottes ist falscher Begriff... denn ein Wesen, in Dem Sich alles vereint und Das in Seiner Licht und Kraftfülle unvorstellbar ist, kann nicht in einer Person zum Ausdruck gebracht werden. Doch um den Menschen den Vorstellungsbegriff zu ermöglichen, verkörperte Sich diese ewige Gottheit in einem Menschen, so daß diesen nun wohl das Äußere vorstellbar ist, was nun als Sohn Gottes der Menschheit begreiflich wurde. In diesem Sohn Gottes vereinigte sich die Liebe und Weisheit, der Wille und die Allmacht gleichfalls, und es ward wiederum nichts voneinander getrennt. Es ist durch den Tod Jesu am Kreuze die Macht des Todes gebrochen worden... d.h., es wurde nun den Menschen möglich, durch ihren Willen das Böse zu besiegen...

Der Wille ward gleichzeitig Kraft, und so ging dem willigen Erdenmenschen von nun an auch die Kraft zu aus Gott, seinen Willen in die Tat umzusetzen und sich so zu erlösen. Diese Kraft des hl. Geistes ist wiederum eine Ausstrahlung der alles in Sich bergenden Gottheit, doch nimmermehr eine Person in sich...

Das verstandesmäßige Ergründen-Wollen eines solchen Problems würde nur zu immer größerem Irrtum führen, denn ihr Menschen habt euch etwas aufgebaut, das eben allzu menschlich ist und der Wahrheit nicht entfernt nahekommt, wenn ihr euch die Gottheit in dreifacher Form vorzustellen versucht...

Amen


B.D. NR. 663 - 11.11.1938

Umgestaltung der einstigen Lehre des Herrn...

Gefahr der starren Lehre...

Die Liebe und die Weisheit Gottes will den Menschen einweihen in alle Mysterien des Gottwesens. Sie will dort Licht geben, wo man danach verlangt, doch die Weltweisheit verdunkelt das Licht aus den Himmeln, sie lehrt in komplizierter Form, was in einfachster Form dem Menschen von oben geboten wird. Und dies ist Anlaß geworden zu völliger Umgestaltung der einstigen Lehre des Herrn, die Jesus auf Erden verkündete. Diese Lehre war so einfach und gab nur immer wieder Hinweise auf den Willen Gottes, Seine Gebote zu halten... die Liebe zu Gott und zu den Nächsten zu pflegen und immer zu beachten, daß der Wille des Herrn stets erfüllt werde. Doch zur Erzielung irdischen Gewinnes bildete sich in nicht allzulanger Zeit ein Stand heran, der die anfängliche reine und einfache Lehre Christi stark durchsetzt mit nachträglich hinzugefügten Lehren und Bestimmungen, und das neu erstandene Gebilde war nicht mehr das reine, unverfälschte reine Wort Gottes und verlor somit auch an Kraft...

Es müssen sich die Menschen in mühseliger Geistesarbeit durchringen, um zu den gleichen Ergebnissen zu kommen, die gottgewollt sind, und so kann wohl auch durch die jetzige verbildete Lehre der Mensch zu dem gelangen, was seines Lebens Ziel und Zweck ist, doch oft auf umständlichen Wegen erst, wenn nicht die weit größere Gefahr besteht, daß er nicht zu der Erkenntnis gelangt und ein Scheinglaube ihn den rechten Weg nicht finden läßt... d.h., wenn er allzusehr der starren Form genügt, sein Herz aber nicht die innige Verbindung mit dem Vaterherzen findet. Wer die Liebe hat, findet den Weg, doch wer ohne Liebe auch die sonstigen Forderungen erfüllt, bleibt irrend und hat es sehr schwer, das rechte Verhältnis zum Vater zu finden. Und daher soll aller Formglaube gemieden werden, es soll sich der Mensch bemühen, in der Liebe tätig zu sein, er erfüllet dann am ehesten die Gebote Gottes und lebt in der wahren Lehre Christi... wohingegen der Mensch, der allen Anforderungen seiner Kirche gerecht wird, nur weil diese es von ihm verlangt, nimmer von der wahren Lehre Christi durchdrungen sein wird und somit die Segnungen des Glaubens nicht in dem Maße zu spüren bekommt als ein Gott in Liebe zugewandtes Erdenkind, das im Herzen zu Gott verlangt und Seinen Willen zu erfüllen trachtet. So achte der Mensch nur immer darauf, daß bei allem Tun und Denken immer das Herz beteiligt ist, daß er niemals nur einer Form genüge, sondern mit ganzem Herzen sich einsetze dafür, Gott zu dienen und Ihm wohlgefällig zu leben, dann wird er im Vollbesitz der wahren Lehre Christi sein und in ihr verbleiben bis in alle Ewigkeit...

Amen


B.D. NR. 664 - 12.11.1938

„Mir ist alle Gewalt gegeben...“ Strafgericht...

Trümmerstätte...

Denn Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf Erden...

Und was Ich tu’, ist immer nur ein Werk der Barmherzigkeit und Liebe zu Meinen Geschöpfen, denen Ich das Leben gab. Der Kreis der Mir Dienen-Wollenden bleibt ebenso Meinem Willen unterstellt, und Ich gebe den Menschen auf Erden durch sie Meinen Willen kund. Denn die Not ist groß, die Menschen stehen am Abgrund des Verderbens, denn sie erkennen Mich nicht mehr als ihren Vater an. Und Ich muß einschreiten, will Ich sie nicht ganz dem Verderben preisgeben. Und so sehet ihr nur alle Schrecken der Erde, nicht aber Mein nach euch in Liebe verlangendes Herz, das euch durch diese Schrecken erretten will. Je mehr ihr in der Finsternis steht, desto härter muß Ich euch angreifen, auf daß ihr Meiner achtet. Es ist euch der Glaube so fernstehend, der Gedanke an Mich so selten und Mein Wesen und Wirken so unwahrscheinlich geworden, daß euch nahe nichts mehr aufrütteln und rechtes Denken lehren kann. Dagegen hält die Welt euch in starken Banden. Ihr opfert ihr alles, selbst das, was ihr noch leise in euren Herzen bewahren sollt... den Glauben an Jesus Christus als Erlöser der Welt. Ihr gebt auch Ihn hin um nüchterner Vorteile der Welt willen. Doch was nützen euch diese, so euch der Vater abruft in die Ewigkeit. Besinnet euch doch auf euch selbst, seid eigennützig für eure Seele bedacht, und löset euch von der Welt und ihren Reizen. Ich bange um euch und suche in eure Herzen einzudringen... verschließet diese Herzen nicht und lebet in der Liebe, auf daß Ich Mich euch nahen kann und euch Stärkung bringen in der Not der Seele. Wer sich aber abwendet von Mir, muß ringen und kämpfen auch in scheinbarem Wohlleben auf Erden. Denn nichts Irdisches kann ihm die Gnade des Vaters ersetzen, und diese allein ist kostbar für die Ewigkeit.O wenn ihr euch doch der Wertlosigkeit der irdischen Güter bewußt würdet...

Wenn ihr euch nur immer vor Augen halten möchtet, daß euch schon der nächste Tag davon trennen kann und ihr arm und leer in das Jenseits übergehen müßt...

Die große Not dort euch zu ersparen ist Meine Liebe und Barmherzigkeit ständig bemüht, und durch Leid und Sorge suche Ich, euch auf den Weg des Erkennens zu leiten, was durch Freude und irdisches Glück nimmermehr möglich ist. Und so bringe Ich euch von neuem den Beweis Meiner Macht und Kraft und lasse die Erde erbeben...

Eine kurze Zeit noch, und die Erde wird eine Trümmerstätte werden an vielen Orten...

Und was zu Mir hält, wird Arbeit bekommen an den Seelen der irrenden, doch willigen Erdenkinder. Ich bleibe unter euch, Meine Diener, und stehe euch mit Rat und Tat bei, daß ihr nur immer nach Meinem Willen tätig seid. Doch das Elend kann Ich nicht abwenden von der Menschheit, die sich selbst solches herangezogen hat durch ihr verderbtes Denken und ihre Glaubenslosigkeit. Wenn Meiner Stimme nicht mehr geachtet wird, wird jeglicher Glaube unter den Menschen erlöschen, doch das will Ich verhüten und dort eingreifen, wo große Gefahr ist. Das Weltgesetz sichert euch den Schutz zu, die ihr Christus verleugnet, doch wer wird euch schützen in solcher Not?...

Darum erkennet, daß Ich allein der Herr bin über Himmel und Erde und daß in Meinem Schutz stehet ein jeder, der Mich erkennet und voller Glauben ist, doch ohne diesen ist nur Finsternis euer Los...

Erkennet, daß alle Macht der Erde sich nicht aufbäumen kann gegen Meinen Willen... und daß alles diesem untertan sein muß, weil alles von Mir Geschaffene auch von Mir regieret wird bis in alle Ewigkeit...

Amen


B.D. NR. 665 - 13.11.1938

Mißbrauch der Gewalt...

Wem auf Erden die Gewalt gegeben ist, dessen Amt soll weise verwaltet werden, denn Mein Wille gab ihm die Macht, deren er sich nun auch bedienen soll in Meinem Willen. Es legen die Menschen oft großen Wert auf das Ausüben solcher mit möglichst großem Pomp und vergessen dabei das eine, daß darin durchaus nicht die Machtfülle liegt, sondern sie jederzeit derselben enthoben werden können. Das Zuwiderhandeln Meinem Willen ist allemal auch ein Auflehnen gegen Den, Der sie in das Richteramt eingesetzt hat. Und vereinigen sich ganze Kreise zu widrigem Tun, so wächst die Schuld der Machthaber ins unermeßliche, und jeder Druck, der ungerecht von diesen ausgeübt wird, zieht ungeheure Verantwortung nach sich. Lasset euch sagen: Wer in der Welt gebietet zum Entsetzen der Menschheit, dessen Tage sind gezählt, und wer immer nur glaubt, allein die Existenzberechtigung zu haben auf Erden, der ist sehr im Irrtum. Nicht ihr, sondern Ich habe die Menschen in die Welt gesetzt, auf daß eines jeden Seele ausreife durch seinen Lebensweg, und was nun euer Anteil ist, das sprechet auch den anderen zu; lasset nicht unzählige Menschen dem großen Elend anheimfallen, sondern bewähret euch diesen gegenüber. Ich Selbst korrigiere, wo es nötig ist, und Meine Richterhand ist gerecht. Ihr sollt nimmer euch für berechtigt halten, die ganze Welt in Aufruhr versetzen zu können... in keiner Weise sollt ihr bedrückend eure Macht ausüben, sondern als weise, mildtätige Richter handeln, auf daß auch euch dereinst eure Handlungen milde und weise vergolten werden, denn... richtet nicht, auf daß ihr nicht gerichtet werdet. Es wirkt sich euer Handeln auf Erden so ungeheuerlich im Jenseits aus, daß ihr, wüßtet ihr euer Los, das eurer harret, vor Entsetzen lebensunfähig wäret. Vergesset nicht Meine Liebe und Barmherzigkeit, die sich allen Wesen auf Erden zuwendet...

Ich allein habe die Gewalt auf Erden und im Himmel, Ich werde zu strafen wissen, die Meine Gesetze so überschreiten, daß Schrecken, Elend und Entsetzen die Folge ihrer Anordnungen sind. Das Weltgericht wird alle treffen, ganz gleich, welchen Herkommens sie sind, und dann wird es sich zeigen, wer gerecht seinen Weg auf Erden wandelte und wer Meinen Willen nicht erkennen und befolgen wollte. Denn Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf Erden...

Der Menschheit wird sich ein Entsetzen bemächtigen, und es wird dann heimgesucht werden, wer Meinen Willen außer acht gelassen hat, und in verstärktem Maße werde Ich züchtigen, die sich Mir so widersetzten und auf Erden schalten und walten in Lieblosigkeit und Ungerechtigkeit. Suchet die Menschen zu bessern, dann übet ihr das Richteramt aus in Meinem Sinn, nicht aber, daß ihr unmenschlich grausame Strafen über sie verhängt, die euch nimmermehr Segen bringen können, weder diesseits noch jenseits. Denn euer Tun ist nur Rache und Vergeltung, nicht aber gerechtes Ausüben eurer Gewalt. Ihr bleibet in einem fort nur darauf bedacht, wie ihr eure Macht erhöhen könnt, und schrecket nicht vor Mitteln zurück, die euch entehren, und so werdet ihr nimmer Gnade finden können vor Meinen Augen, denn euer Handeln ist sündig und verabscheuungswürdig. Ihr nützet scheinbar wohl dem leiblichen Wohlleben der Menschheit, doch in dunkelster Nacht geht eure Seele zugrunde, wenn nicht Liebe und Barmherzigkeit der Trieb eurer Handlungsweise ist, und so wird das Elend der Menschen, die ihr bedrücket, in tausendfacher Weise auf euch selbst zurückfallen, denn Ich gab euch wohl die Macht, nicht aber das Recht, diese zu mißbrauchen zu Gewalttaten, die fernab von Meinem Willen sind...

Amen


B.D. NR. 666 - 13.11.1938

Fähigkeit und Kraft zum Kämpfen auf Erden...

Jenseits ohne Kraft...

Sehet, euer Leben auf Erden ist immer den gleichen Widerwärtigkeiten unterworfen, gegen die ihr ankämpfen müßt. Ihr habt die Fähigkeit zu kämpfen auf den Lebensweg mitbekommen und werdet euch nun dafür auch einsetzen müssen, in diesem Kampf zu erstarken, wenn ihr nicht der Gegenmacht zum Opfer fallen wollt. Die geringste Ermattung eures Willens und der Tatkraft läßt die Gegenmacht Oberhand gewinnen und euer Kampf wird desto schwerer... wohingegen ihr immer weniger den Widerständen ausgesetzt seid, je mehr ihr euch gegen diese bewährt. So lasset euch zur Warnung dienen: Achtet der Gefahren, die euch umlauern, und kämpfet gegen sie an...

Ihr müsset im Kampf stehen, solange ihr auf Erden wandelt, und selbst im Jenseits dauert dieser Kampf noch fort, so ihr auf Erden unterlegen seid. Doch was euch auf Erden ein leichtes ist, wird euch im Jenseits erheblich schwerer fallen. Auf Erden ist euch die Kraft gegeben zu überwinden, doch fehlt euch oft der Wille dazu, während ihr im Jenseits wohl den Willen haben könnt, es euch jedoch an Kraft mangelt und ihr angewiesen seid auf die Hilfe durch die Liebe. Es hat nicht ein Wesen im Jenseits aus Eigenem die Kraft, solange es nicht vollendet ist und freier Geist...

Und darum ist das Los derer im Jenseits so überaus schwer und leidvoll. Und auf Erden steht euch alles in großem Maß zur Verfügung; alles, was ihr wollt, um geistig zu reifen, könnet ihr durch eigene Kraft...

Auf Erden ist nur ausschlaggebend, wieweit euer Wille tätig ist und in welcher Tiefe und Innigkeit ihr das Verhältnis zum Vater herstellt...

Tut ihr beides erschöpfend, so ist euch der Vollkommenszustand schon auf Erden sicher, denn dann holt ihr euch jegliche Kraft vom Vater Selbst, und wer so ausgerüstet den Kampf im Erdenleben aufnimmt gegen den Feind seiner Seele, der kann des Sieges wohl gewiß sein...

Seine Erdenlaufbahn hat den Erfolg gezeitigt, der Endziel eines jeden Menschen sein soll. Und wird euch nun am Ende eurer Tage der wahre Sinn des Lebens klar, so werdet ihr dem Schöpfer Dank wissen, Der euch durch immer neue Widerstände reifen ließ... ihr sehet dann, daß das Erdenleben nur eine Vorschule des Geistes war, und erkennet mit hellen Augen die Herrlichkeit, die euer Anteil ist in der Ewigkeit...

Amen


B.D. NR. 667 - 14.11.1938

Nacht des Schreckens...

In der Nacht des Schreckens werdet ihr sehen am Himmel den Gekreuzigten, Der in einer Wolke sichtbar kommen wird, denn Sein Leid und Sterben soll den Menschen wieder vor Augen gestellt werden, die an Ihn glauben, und soll ihnen Kraft geben zum Wirken für Ihn. Wenn ihr das Zeichen am Himmel erblicket, so denket nicht, daß alles Leid vorüber ist, sondern wisset, daß das Ringen um die Seelen mit erneuter Kraft einsetzet und ihr Seine Streiter sein sollt auf Erden... wisset, daß der Herr Selbst unter euch ist, um dort Kraft zu geben, wo sie benötigt wird, und nicht eine Fehlbitte soll getan werden, die dem Seelenheil der Menschen gilt. Was euch jedoch sehr beirren wird, das sind die erneuten Widerstände von außen, die euch mehr denn je zurückhalten sollen von eurer Arbeit für den Herrn. Ihr werdet euch fragen, warum der Herr solches zuläßt, doch ihr werdet bald erkennen, daß sich auch diese Widerstände segensreich auswirken bei denen, die ihr schon gewonnen habt, daß sie beginnen, mit immer größerem Eifer dem Wort Gottes nachzukommen, und ihnen die Widerstände von außen nur Antrieb sind. Denn das wahre Heil werden sie erkennen im Wort Gottes, wo es ihnen auch geboten wird, und keiner wird unter ihnen sein, der nicht auch die Kraft dessen spürt, so er es nur mit dem Herzen aufnimmt. Wer in der Schreckensnacht zum Heiland gefunden hat, läßt Ihn nimmer von sich, und mag es auch stürmen um diese Erdenkinder...

In ihnen ist der Friede und die feste Zuversicht, daß alles Leid auf Erden dereinst abgelöst wird von himmlischer Glückseligkeit. Doch der Welt Bestreben wird sein, den Befolgern der wahren Lehre Gottes das Los auf Erden noch unerträglicher zu machen, doch in gleichem Maß geht diesen auch die Kraft zu, alles zu ertragen, was ihnen an Lasten auferlegt wird. Denn der Himmel segnet, die Ihm vertrauen. Ein weiser Hausvater wird alle seine Gebäude gut instand halten, auf daß er nichts von seinem Gut verliere...

Der himmlische Vater wird noch viel mehr alle Seine Bausteine vor Beschädigung hüten...

Was Sein ist, läßt Er nicht verlorengehen, sondern befestigt Sein Bauwerk nur immer mehr, daß es den Anstürmen von außen standhalten kann. Lasset daher eure Sorge, die dieser Zeit der Prüfungen gilt. Wer gewillt ist, Gott zu dienen und Seinen Willen zu erfüllen, wird jede Gefahr siegreich überstehen und nur immer zur größeren Ehre Gottes wirken...

Amen


B.D. NR. 668 - 14.11.1938

Strafgericht Gottes...

Das Strafgericht Gottes muß über die Menschen kommen, denn der Herr hat es verkündet in Wort und Schrift, und Sein Wort erfüllet sich in aller Wahrheit. Denn der Herr ersah den Willen der Menschheit sich so gestalten, wie er zur Zeit die Welt beherrscht. Und Er wies immer wieder auf das Strafgericht hin, um die Menschen zur Umkehr zu bewegen und so das Gericht abwenden zu können, denn es liegt nur allein am Willen der Menschheit, diesem zu entgehen, so aber die Menschen allen Warnungen und Mahnungen kein Gehör schenken, sind sie selbst schuld an dem Elend, das die Erde heimsuchen wird. Es ist ein unaufhörliches Kommen und Gehen, ein Leben und Sterben auf der Erde, und eine jede Generation hat Kunde empfangen von oben und den Willen des Herrn vernommen...

Doch der Glaube ist immer schwächer geworden... alles, was der Herr zwecks Belehrung den Menschen sandte, wurde ungläubig abgelehnt, und immer seichter wurde das Denken der Menschen. Desgleichen ist alle sogenannte Frömmigkeit nur mehr Formalität geworden, und das ist es, was die ewige Gottheit nun nötigt einzugreifen... auf daß die Menschheit zurückgeführt werde zum wahren Glauben, und so wird geschehen, wie es der Herr gesagt hat. Es werden die Kräfte des Himmels mit den Guten der Erde sich vereinen; ohne alle sichtbare Veranlassung wird in der Natur eine Veränderung eintreten, die alle Gemüter beunruhigen und dann vor Entsetzen erstarren lassen wird. Gegen Ende des Tages sehet ihr der Wolken drohende Formen und wisset keine Erklärung dafür...

Eure Sinne vernehmen ein starkes Brausen um euch und über euch... ihr suchet zu flüchten und euch zu retten und wisset doch nicht, wohin, denn rings um euch ist Nacht...

Und so seid ihr nun rettungslos den Gewalten preisgegeben und habet nur einen Schutz... das Gebet zum Schöpfer... zum himmlischen Vater...

Er allein ist euer Hort und Schutz, Er allein kann euch Rettung bringen und das Strafgericht euch fernhalten...

Und Er wird einem jeden nahe sein, der Ihn ruft in seiner Not. Und darum flüchtet nicht, wo ihr auch seid...

Das Strafgericht ereilt euch überall, und die Hilfe Gottes ist ebenfalls für euch bereit überall... es kann nicht einer dem Unheil entgehen aus eigener Kraft, denn der Arm Gottes erreicht alle, und ebensoweit reicht auch Seine Liebe und Erbarmung, wo diese begehrt wird. Jedem Unheil wird Einhalt geboten, so das Erdenkind erkannt hat und sich dem Vater zuwendet...

Wo aber die Herzen verstockt und verhärtet sind, dort wird die Erde zu bersten drohen, und gar mancher wird dem Strafgericht Gottes zum Opfer fallen, weil er der letzten Mahnung des Herrn kein Gehör schenkt und so für ihn keine Rettung ist. Ein volles Jahr zuvor wird die Erde mit Drangsalen aller Art heimgesucht werden, auf daß der Sinn der Menschen sich wendet... von der Welt ab und dem wahren Ziel entgegen, auf daß er gläubig werde und Gott suche. Und das Leid wird groß sein, doch unerläßlich... denn der Herr ist langmütig und barmherzig, Er möchte das große Leid des Strafgerichtes abwenden, was nur geschehen kann, so die Menschheit sich dem Glauben zuwendet...

Und darum setzet auch eine so ungeheure geistige Arbeit ein, gilt es doch der Rettung von unzähligen Seelen aus der Nacht zum ewigen Licht...

Wer zum Herrn gefunden, wird dem Strafgericht nicht mit Bangen entgegenzusehen brauchen, er wird Trost finden in der Verheißung des Herrn, Der die Seinen kennt und sie schützen wird vor jeder Gefahr des Leibes und der Seele. Und alle Not wird an ihnen vorübergehen, so sie nur gläubig aufschauen zum Herrn und Heiland. Wer sich der kommenden Zeit bewußt ist und sich bemüht, den Willen Gottes zu erfüllen, wer immer den Herrn um festen Glauben bittet und Ihm und Seiner Gnade sich empfiehlt, den wird die Zeit des Gerichtes nicht überraschen...

Wer immer nur nach oben schaut, den kann das Gericht nicht erschrecken, sondern es erfüllet sich nur das Wort des Herrn, wie vorausgesagt, und es gibt der Herr nur sichtbar Seine Macht und Seinen Willen kund zum Schrecken derer, die Ihn nicht hören wollen...

Doch Seine wahren Kinder schrecket diese Stimme nicht...

Ihnen ist Er nahe in aller Liebe und Gnade und behütet sie, daß sie nicht Schaden nehmen und wankend werden in der großen Not, die über die Erde kommen wird. Darum betet ständig, daß ihr in Seiner Liebe bleibet, und ihr werdet verschont bleiben von allem Unheil...

Amen


B.D. NR. 669 - 15.11.1938

Fürbitte für arme Seelen...

Gedenket der armen Seelen immer und an allen Orten. Sie bedürfen eurer Hilfe und stehen so noch mit der Erde in Verbindung, bis sie sich durchgerungen haben zum Licht. Alle Mittel, die ihr anwendet, um eure Seelen auszureifen, sind ihnen versagt, und sie sind nur immer bedacht, daß ihre Leiden gemildert werden, und so harren sie der Hilfe, die ihr Menschen ihnen so leicht geben könnt durch euer Gebet. Alle Sorge um eure Seele wird dereinst vielfach unterstützt werden, wenn ihr nur des öfteren der Verstorbenen gedenkt, die, einmal im Lichtzustand, euch eure Mühe reichlich vergelten. Lasset daher niemals außer acht, daß eure Sorge auf Erden außer der irdischen Tätigkeit dem Betätigen in wahrer Nächstenliebe gilt und diese sich auch erstrecket auf die von der Erde Abgeschiedenen. Lasset sie nicht darben, wo schon ein Gedanke in Liebe, ein Gebet in liebendem Gedenken ihnen große Erleichterung verschafft...

Denn es fließt unzähligen Wesen die Kraft zu, wenn sich ein liebendes Herz dem Vater im Himmel um Gnade-flehend zuwendet. Desgleichen sollt ihr auch bedenken, wie ungeheuer wichtig es ist, wenn die Liebe den Verstorbenen nachfolget...

Was hier auf Erden den Menschen nützet zum leiblichen Wohl, kann nimmermehr Erleichterung bringen im Jenseits, dort ist nur Liebe die einzige Kraft und Stärkung, und ohne solche ist die Seele allen Leidenszuständen preisgegeben...

Wem von Gott ein langes Leben gegeben ist, der soll diese Gnade schätzen und auswerten für die Ewigkeit und auch des öfteren derer gedenken, die zeitig abgerufen wurden ins Jenseits. Das Leben gibt den Menschen oft Gelegenheit, für den Seelenzustand Sorge zu tragen, wo im Jenseits nur der Wille der Wesen frei ist. So dieser sich nach oben wendet, ist der Seele schon sehr geholfen, denn dann geht ihr auch von oben geistige Hilfe zu, doch oft fehlt der Seele auch die Willenskraft, und dann ist ihr Zustand bedauernswert. Und dort müsset ihr Menschen Hilfe geben, ihr müßt euch vorzustellen versuchen, daß ihr hilflosen Wesen beistehen könnt, aber an ihrem Elend unachtsam vorübergeht... daß ihr nur ganz geringe Mühe anzuwenden braucht und ihnen damit schon den Leidenszustand erträglicher machen könnt...

Ihr müßt nimmer glauben, daß euer Gebet nur wenig Einfluß haben könnte auf die Lage solcher Seelen. Wo wirklich Liebe die Veranlassung eines Gebetes ist für die Verstorbenen, dort wirket sich die Liebe auch außerordentlich leidstillend und Hilfe spendend an den Seelen derer aus. Es vermag sich kein Mensch auf Erden das Leid der unvollkommenen Seelen im Jenseits vorzustellen, und die tiefe Einsicht kann ihnen auch nicht gewährt werden aus weisem Ermessen des Schöpfers, doch ihr Menschen könnt selbst euch die schrecklichste Lage denken und werdet doch nimmer das rechte Maß treffen können. Darum gebet den Verstorbenen eure Liebe, und lasset ihnen eure Hilfe zukommen, die ihr ihnen geben könnt, wenn es euer Wille ist. Alles Leid zu mildern, im Himmel und auf Erden, ist nur die Liebe fähig, und diese pfleget und werdet nimmer müde, denn nur die Liebe kann Erlösung bringen im Himmel und auf Erden...

Amen


B.D. NR. 670 - 15.11.1938

Gebet um Gottes Hilfe bei Belehrung der Irrenden...

Euch wird auf Erden ein Amt gegeben, das recht zu verwalten ihr euch angelegen lassen sein sollt. Und so ihr nun den Menschen das Wort Gottes vermittelt, so lasset nicht außer acht, den Herrn um Seinen Segen zu bitten, auf daß ein jedes eurer Worte auf fruchtbaren Boden falle und die Saat aufgehe. Denn ihr sollt nichts beginnen ohne den Herrn... in Seinem Namen werdet ihr Erfolg haben, und Seine Gnade wird euch wirksam unterstützen. Und wiederum müsset ihr bedacht sein, in aller Liebe euch der irrenden Mitmenschen anzunehmen. Ihr seid begnadet, zu wissen um die Liebe Gottes und Sein Wirken, doch jenen fehlt noch die Erkenntnis, und so setzen sie dem Wort Gottes noch Widerstand entgegen, doch die Liebe belehret sie bald eines anderen. Die irdischen Freuden werden bald auch solche Menschenkinder enttäuschen, es wird ein trügerisches Glück und ein oft unbefriedigendes Dasein ihre Erkenntnis reifen lassen, sie werden die Wertlosigkeit alles Irdischen einsehen und sich mit den Fragen befassen, die sie jetzt noch von sich weisen aus Furcht, die Schönheiten des Lebens einbüßen zu müssen. Aus diesem oft ängstlichen Abwehren wächst mitunter ein winziger Keim sich zu zartem Pflänzchen aus, das immer mehr Nahrung aufnimmt, bis es endlich lebens- und widerstandsfähig geworden ist und allen Stürmen trotzt, und solch ein Keim, in des Menschen Herz gelegt, kann aufgehen und sich unter dem Segen Gottes entwickeln und gedeihen und gute Frucht ansetzen...

Allen Anschauungen muß entsprochen werden und jede falsche Meinung widerlegt, und so ihr das noch nicht könnt aus eigener Kraft, müsset ihr den Herrn um Beistand anrufen, und Er wird euch allsogleich die Worte in den Mund legen, auf daß ihr kräftig und überzeugend nach Gottes Weisheit redet. Denn der Herr verläßt euch nicht, die ihr Ihn rufet, und wo ihr für Seinen Namen streitet, dort geht euch auch unentwegt Seine Kraft zu mit jedem Wort, das der Gewinnung irrender Seelen gilt. Wie oft kommen die Menschen in Lagen, die sie ernst und nachdenklich stimmen und sich ihnen die Frage um den Zweck des Erdendaseins aufdrängt. In solchen Lagen gedenken sie dann des ihnen vermittelten Wortes und finden so den Anschluß an die Ewigkeit. Und daher empfehlet solche Irrende der Gnade des Herrn, bevor ihr versuchet, sie zu erwecken, und bevor ihr Licht bringen möchtet denen, die noch in Dunkelheit des Geistes sich befinden. Mit der Hilfe des himmlischen Vaters wird ein jeder Erfolg leichter zu erringen sein, sie werden auf eure Reden hören und sie wohl im Herzen bewegen, wenn auch anfänglich keine offensichtliche Zustimmung zu erkennen ist. Denn das Wort Gottes Selbst ist Kraft, und die es hören ohne Widerstand, sind schon durchdrungen von dieser Kraft...

Ein leichter Widerstand aber kann überwunden werden mit Gottes Hilfe, und nur, wer ablehnt in vollem Willen, an dem kann sich die Kraft Gottes nicht sichtbar bemerkbar machen...

Jedoch auch ihre Stunde wird kommen, so sie nur einmal Gelegenheit hatten, auf den Willen Gottes hingewiesen worden zu sein. Das Leben an sich formt den Menschen oftmals sehr schnell und hat Unannehmlichkeiten aller Art bereit, und es ist kein Geschehen auf der Erde ohne Zweck...

Und die Liebe und Barmherzigkeit Gottes ist immer dort bereit, einzugreifen, wo der Mensch verzagt und bangend um Hilfe fleht... und ist die Zeit auch noch fern... es kommt bei jedem die Stunde, da er sich auf sein besseres Ich besinnt, und gesegnet, wer dann noch die rettende Hand des Vaters ergreift...

Amen


B.D. NR. 671 - 16.11.1938

Wertlosigkeit und Vergänglichkeit irdischen Gutes...

Der Gegenwart größtes Problem ist das Erfassen irdischen Gutes. Es wächst sich geradezu unheimlich aus, und es werden endlose Zeiten vergehen, ehe die Folgen solchen Vorhabens wieder getilgt sind...

Auf das öffentliche Leben ist nur in beschränktem Maß einzugreifen möglich, denn es könnten sich wieder zahllose Anhänger des Mammons dies zunutze machen, indem sie sich widerrechtlich anzueignen versuchten, was die Güte Gottes zu seinem Seelenheil dem Menschen entziehen möchte. Denn es muß das irdische Gut vorhanden sein, um die Stärke der Menschen zu prüfen und ihren Willen und die Begierde davon abzuwenden, denn nur ein freiwilliges Aufgeben solcher Lockreize kann die Trennung der Seele von der Materie bewirken. Wenn sich nun der Arm Gottes erstrecken möchte auf alle Besitzenden, ihnen gewaltsam den Besitz nehmend oder zerstörend, so würde nimmermehr ein freies Abwenden mit vollem Willen jene geistige Stufe erreichen lassen, und darum müssen alle Versuchungen für die Seele auf der Welt bestehenbleiben, auf daß der Mensch sich selbst überwinde und sich löse von dem Verlangen nach allem, was immer die Welt bietet. Wenn nun die Menschen in so erschreckender Weise nach Geld und Gut trachten, daß sie nur dessen, doch nimmer ihres Seelenheiles gedenken, so liegt in einer solchen Zeit eben auch eine ungeheure Gefahr für die Menschheit, und es kann dieser Gefahr nur begegnet werden von seiten des Herrn, daß die Hinfälligkeit alles irdischen Besitzes den Menschen vor Augen gestellt wird durch Naturkatastrophen, Krankheiten und sonstige Ereignisse, die allen Besitz verringern und ihn gleichsam gänzlich vergehen lassen, ohne von anderer Hand ergriffen zu werden, auf daß der Anreiz zur Sünde klein werde und die Menschen leicht den Urheber ihres vermeintlichen Schadens erkennen. Denn es ist in gewissem Sinn wohl zu überlegen, wenn ganz deutlich erkennbar das Eingreifen einer höheren Macht zu spüren ist. Es muß immer und immer wieder gerüttelt werden an dem, was der Mensch nur allzusicher zu besitzen glaubt und ängstlich hüten möchte vor der Welt und den Mitmenschen. Denn dieses alleinige Besitzen-Wollen ist es, was vor Gott verabscheuungswürdig ist...

Wer sein Hab und Gut willig teilt mit dem Nächsten, dessen Besitz nur schmal ist... wer von seinem Überfluß die Armen unterstützt, dessen Güter erfüllen den wahren Zweck und werden dem Menschen auch erhalten, ja vermehrt werden...

Und es wird der Mensch nie zu fürchten brauchen, in große Not zu geraten, wenn er immer bemüht ist, die Not der Armen zu lindern...

Denn wie du zumessest, so wird auch dir zugemessen werden...

Wer immer zuerst an sich und sein Wohlleben denkt, hat zu gewärtigen, daß der Herr Sich ihm bemerkbar macht und gerade dort ihn erfaßt, wo er am empfindlichsten zu fassen ist... daß sein Hab und Gut ihm genommen und sein vermeintliches Wohlleben in Frage gestellt wird, und dann erst muß sich die Seele bewähren, daß sie aus der körperlichen Not herausfindet und ihrerseits nun alles tut, um dem Herrn wohlgefällig zu leben und nach geistigem Gut zu trachten. Auf Erden bedeutet wohl Geld und Gut Macht, nicht aber in der Ewigkeit...

Dort wird alles hinfällig sein, es werden in aller Niedrigkeit die Seelen derer leben, die auf Erden Macht und Reichtum als ihren Gott ansahen, dagegen über vieles gesetzt sein, die den Gütern der Welt abhold waren und ihre Nichtigkeit erkannten...

Amen


B.D. NR. 672 - 16.11.1938

Glaube Vorbedingung des Wissens...

Fortleben...

Die Not auf Erden ist groß, und in unmittelbarer Berührung mit der Erde stehend sind die Gefahren für die Seele endlos und vielfältig...

Es sind so wenig Möglichkeiten, die ohne Kampf den Aufstieg sichern. Nur wenn die Liebe im Menschenherzen außergewöhnlich tätig ist, sind solche Seelen in kurzer Zeit im Reifezustand. Allgemein aber werden die Menschen zu wenig von der Liebe gedrängt, und so hat die Seele einen überaus schweren Stand, bis sie alle irdischen Gefahren überwunden hat und der Erdenschwere enthoben ist. So nun aber das Bestreben einsetzt, nur dem Willen Gottes gemäß zu handeln, werden auch die Gefahren für die Seele geringer sein, denn das bewußte Suchen der Gottheit ist der erste Schritt zur Förderung der Seele. Zur Zeit aber ist große Not auf Erden, denn der Hang zum Leben ist überwiegend... und dieser Hang erstreckt sich immer nur auf das irdische Leben, nicht aber auf das Leben im Jenseits, was notgedrungen für das Jenseits entsprechend lustlos und gottgefällig gelebt werden soll...

Doch daran denken die Menschen nicht... sie kennen überhaupt nur das Erdenleben... ein Fortleben nach dem Tode aber ist ihren Begriffen nach völlig undenkbar, und daher stellen sie auch nicht ihr Leben auf ein solches ein. Und so lebt der größte Teil der Menschheit dahin, als käme niemals die Stunde der Abrechnung für sie, ein jeder Tag gilt nur den irdischen Sorgen und Plänen... sie sind unablässig bemüht, ihre Güter zu vermehren, sich selbst zu Ansehen und Ehren zu bringen und die Freuden und Genüsse der Welt auszukosten, und hören kaum auf die Mitmenschen, die im Hinblick auf ein höheres Wesen den Menschen Ermahnungen zukommen lassen und sie zum Glauben an Gott führen möchten. Was ihnen als Kinder gelehrt wurde, ist wohl noch in ihren Gedanken geblieben, jedoch die wenigsten sind von der Wahrheit dessen überzeugt, was ihnen gelehrt wurde, und viel eher geneigt, die Lehre, die ihnen geboten wurde, zu verlachen oder ihr keine Aufmerksamkeit und Bedeutung beizulegen. Und so wird immer mehr eine geistige Entfremdung eintreten unter der Menschheit; es werden nur wenige sein, die in Verbindung treten mit der ewigen Gottheit, die meisten aber werden alle christlichen Lehren verdrängen durch rein weltliche, und aller Glaube wird vernichtet werden, wenn die Menschen selbst nicht um ihn kämpfen. Es belehren die Menschen sich gegenseitig in allem fürs irdische Dasein Nötige, doch was als Wichtigstes ihnen gelten sollte, den wahren tiefen Glauben als Fundament des Wissens zu pflegen, das übersehen sie als gleichgültig und schaden sich dadurch selbst am meisten, denn sie werden immer unfähiger, die Wahrheit zu ergründen, je mehr sie sich vom Glauben entfernen. Alles irdische Streben ist dann so unwichtig, weil es der Seele Los nicht im geringsten bessert, sondern sie immer tiefer in Finsternis hüllt...

Nur der Glaube vermag Licht zu bringen den Menschen auf Erden, und nur im Annehmen des Glaubens liegen die erfüllten Bedingungen zu einem Gott-wohlgefälligen Wandeln auf Erden. Ihr wisset um das letzte noch nicht, solange ihr euch vom Glauben abwendet, und ihr werdet selbst erkennen, wie leer und schal das Leben als solches ist, wenn ihr nicht um den wahren Grund eures Erdendaseins wißt...

Erst das Wissen darum ist nötig, um euch im irdischen Leben angestrengt tätig sein zu lassen für das Leben nach dem Tode, für das ewige Leben im Jenseits... dann kennet ihr eure Aufgabe, dann werdet ihr auch suchen, dieser restlos nachzukommen. Und ob euch dann das Leben Not, Sorge und Leid bietet, ihr nehmet alles im Glauben an ein Fortbestehen gerne und ohne zu klagen auf euch, winkt euch doch dereinst ein Leben in Freude im Jenseits, wenn ihr das Leid auf Erden ergeben in Gottes Willen getragen habt und durch dieses geläutert worden seid von allem, was euch den Eintritt in das himmlische Paradies verwehrt hätte. Desgleichen wird auch eure Körperlast von euch genommen werden, und euer Fortleben nach dem Tode wird euch alle Not vergessen lassen, so ihr weilen dürft in der Nähe des Herrn. Darum achtet der kommenden Zeit. Die Not auf Erden ist groß, und wer sie erkennet, soll alles daran setzen, sie zu lindern und den Mitmenschen Hilfe zu bieten geistig und körperlich, so sie deren bedürftig sind...

Amen


B.D. NR. 673 - 17.11.1938

Sich-Empfehlen der Gnade des Herrn...

Es versäumen die Menschen so oft, sich der Gnade Gottes zu empfehlen, und erschweren sich daher das Leben auf Erden in beträchtlichem Maß. Es wäre um vieles leichter, allen Anstürmen trotzen zu können, wenn die Menschen eingedenk dessen sein möchten, daß ihre Kraft ohne die Hilfe Gottes nicht ausreicht und sie jedoch weitgehendste Unterstützung finden durch die Liebe des Herrn. Wer diese Unterstützung nicht zu brauchen glaubt, muß unsagbar schwer ringen im Erdenleben und wird dennoch nicht annähernd den Erfolg haben als ein sich der Gnade Gottes empfehlendes Erdenkind, das in allen Lebenslagen nicht nur auf sich selbst angewiesen ist, sondern von der Liebe des Vaters sorgsam umhegt und geschützt wird. So ihr Menschen dieses bedenket, muß alle Zaghaftigkeit von euch weichen...

Ihr müsset im Glauben an die immer bereite Hilfe des Herrn mit voller Zuversicht den Kampf auf Erden aufnehmen und auch mit Sorglosigkeit den schweren Zeiten entgegensehen, denn nimmer kann euch ein Leid geschehen, so ihr als schwache Kinder den Vater innig um Schutz anfleht. Lasset daher nimmermehr die Zuversicht sinken, verlieret nicht den Glauben an die nimmermüde Liebe und Geduld des himmlischen Vaters, und ihr werdet auch die größten Prüfungen überwinden immer zum Vorteil für eure Seele... und auch aller irdischen Not enthoben sein, so ihr nur immer im vollen Vertrauen der Hilfe des Herrn harret. Es sind gewisse Gesetze, die in Seiner Weisheit der göttliche Schöpfer für die Erdenzeit euch zu erfüllen gebot...

Ein jeder, der diesen Gesetzen nachkommt, d.h. in der göttlichen Ordnung zu leben sich bemüht, wird auch stets gewürdigt werden, die lebendige Verbindung mit dem Vater zu finden, er wird demnach an der ewigen Kraftquelle sich jederzeit die nötige Stärkung und Labung schöpfen können und somit auch nicht nötig haben, bangend und verzagt durch das Leben zu gehen, denn ihm spendet der Herr Seine Gnade, und jedes Geschehen ist nur immer zugelassen, um gläubig und vertrauensvoll überwunden zu werden, auf daß der Mensch reife in der Seele und stark werde sein Glaube. Denn die den Herrn suchen, sind allemal Seine Kinder, und denen naht Sich der Herr liebevoll und führt sie sicher um alle Klippen des Lebens...

Und ihr geht aus allen Gefahren, Trübsalen und Bedrängnissen unbeschädigt hervor, ihr seid machtvoll durch die Gnade des Herrn, und Seine Kraft wird euch durchdringen, und fest werdet ihr stehen in allen Kämpfen, die euch im Erdenleben nicht erspart bleiben können und die für die Förderung der Seele unbedingt nötig sind. Und so ihr dieses wisset, beginnet nichts, ohne euch der Gnade des himmlischen Vaters anheimgestellt zu haben, und es wird euch das Leben leichter sein...

Amen


B.D. NR. 674 - 19.11.1938

Prüfungen als Liebesgradmesser...

Die Prüfungen, die dir der Herr sendet, sind gleichzeitig auch der Liebesgradmesser, denn wie du diese überwindest und ihnen begegnest, so äußert sich deine Liebe zum göttlichen Heiland. Und die Gelegenheiten, die du versäumst, da du dem Herrn dienen kannst, sind immer eine Einbuße auch Seiner Liebe, denn der Herr ist in jedem Werk der Liebe gegenwärtig und weilt sonach immer da, wo Ihm zuliebe gehandelt oder geopfert wird. Und so wird auch jede Unterlassung die Gegenwart des Herrn in Frage stellen. Es wird Sich die Gottheit äußern in tiefster Liebe jederzeit, so nur das Herz des Erdenkindes gleichfalls liebewillig ist. Doch ein jeder Gedanke, der sich entfernt von dem, was allein Aufgabe des Menschen ist, wird auch eine Verminderung der Liebe des Heilands nach sich ziehen, und es muß ein solches Kind dann ringen, um wieder in voller Liebe aufgenommen zu werden vom Herrn. Denn es gilt nur das eine, alles daranzusetzen, die Zuneigung des Herrn zu erhalten...

Und dessen sei gewiß, daß sich aller Wille des Erdenkindes mit verstärktem Eifer dem Herrn unterstellen muß, soll der Herr Besitz ergreifen von ihm und das Herz eine bleibende Wohnstätte des Herrn werden. Darum soll euer Bemühen an erster Stelle sein, immer in Liebe zum Herrn zu erglühen, immer nur Ihn als Wichtigstes im Leben zu erkennen und gleichsam alles andere hintenanzusetzen, um nur dem Herrn zuliebe tätig zu bleiben, und so allein ist dem Erdenkind auch der Erfolg sicher...

Denn der Versuchungen sind viele, und doch kann der Mensch diesen widerstehen, wenn er sich recht innig dem Herrn anvertraut und sich Ihm und Seiner Gnade empfiehlt, und dies besonders in Stunden des Kampfes mit sich selbst. Und es wird das innige Gebet stets eine Waffe sein gegen ein innerliches Verflachen, was für den Menschen die höchste Gefahr bedeutet. So ihr euch aber eingedenk seid eurer wahren Bestimmung auf Erden, werdet ihr alle Versuchungen überwinden und euch hemmungslos dem göttlichen Heiland hingeben und somit auch in Seiner Liebe verbleiben...

Amen


B.D. NR. 675 - 20.11.1938

Göttlicher Lehrmeister in Geduld... Wissen...

Wort Gottes...

Wer Mich und Mein Wort begehrt, wird Erhörung finden und Mein Angesicht schauen, wenn die Zeit gekommen ist. Siehe, Mein Kind, es werden sich unzählige Menschen in der Finsternis des Geistes zu Mir wenden von ernstester Sorge um ihr Leben getrieben, und Ich werde sie nicht vergeblich rufen lassen... wieviel mehr nun wird das Gebet derer erhört werden, die Mir dienen wollen auf Erden. Und so lege deine Bitten Mir immer vertrauensvoll zu Füßen, und sei Meiner Hilfe stets gewiß...

Ich lehre dich allezeit in größter Geduld, denn so Mein Wort das Herz des Menschen ernstlich gefangennehmen soll, muß es ihm gelehrt werden immer und immer wieder... denn ihr fasset es wohl, könnet aber dennoch nicht sobald darin aufgehen, weil die Fähigkeit, es aufzunehmen, dem Menschen nicht mehr so eigen ist, wie es uranfänglich der Fall war. Ihr lebet zwar in Meiner Gnade, so ihr diese erbittet, und diese Gnade stärkt euren Willen...

Es geht euch die Kraft zu, die ihr in Meinem Namen tätig seid... doch muß auch alles Menschliche in euch nach Kräften ausgebildet werden, und ihr müsset um das Wort Gottes gleichfalls wissen und es verstandesmäßig erkennen, wollt ihr dieses Wort auch lehren euren Mitmenschen. Und so bin Ich in nimmermüder Geduld immer wieder für euch bereit und lehre euch in immer neuer Form so lange, bis ihr durchdrungen seid von Meinem Geist und Mein Wort voll und ganz erfaßt habt. So lasset darum keine Lauheit eintreten, sondern begehret Mein Wort und mit ihm Meine Liebe ohne Unterlaß, und so ihr empfanget, vernehmet ihr die Stimme der Liebe zu euch, und ihr wisset, daß Ich unentwegt bemüht bin um euch, Meine Kindlein, und euch ausbilde als Meine Streitkräfte...

Für die Erdenzeit will Ich euer Wissen vermehren, und es soll dieses Wissen euch befähigen, Mir zu Diensten zu stehen, denn ihr sollt den Menschen verkünden das reine Wort Gottes... ihr sollt dies tun aus eigenem Antrieb, auf daß ihr nicht von Mir gezwungene Geschöpfe, sondern freiwillig Meinen Willen erfüllende Diener seid...

Und so wird das Wort, das ihr empfanget, durch Menschenmund sich verbreiten über die Erde...

Ihr werdet immer von neuem zeugen von der Liebe und Güte Gottes, so ihr selbst davon durchdrungen seid, und es wird euch tiefes Erleben sein, denn ein jedes Wort, das euch zugeht, ist an sich Kraft, so ihr im Herzen es bewegt und den tiefen Sinn erfasset. So will Ich dich hinweisen, Mein Kind, auf die unsagbare Fülle göttlicher Kraft, die alles von dir Empfangene in sich birgt...

Fassest du den Sinn und bist du bemüht, dein Wesen zu gestalten nach diesem Wort, so wirst du dir jene Kraft zu eigen machen und für diese Erde segensreich tätig sein. Und es sind dir nahezu alle Kräfte untertan, wenn sich dein Geist mit Mir verbindet, denn Meine Worte sind Wahrheit und ewiges Leben, sie sind Kraft in sich, und unmittelbar strömt diese Kraft über auf jeden, der Mein Wort empfängt und sich befleißigt, es in die Tat umzusetzen. Volles Verständnis dafür wird dir auch durch eben dieses Wort zugehen. Doch weil dein Wille gut und dein Streben emsig ist, will Ich deinen Geist erhellen, und die Weisheit deines Schöpfers soll dir offenbar werden, und es soll dir Kunde zugehen von der immer bereiten Liebe und Güte des himmlischen Vaters. Wenn sich in euch Menschen der Gedanke regt, wie nichtig ihr im Verhältnis zur ewigen Gottheit seid, so ist dieser wohl an sich berechtigt, doch wiederum seid ihr Meine Geschöpfe, und was Ich erschaffen, ist Geist von Meinem Geist... es ist der Ausfluß Meiner Liebe... es ist ewig und unvergänglich und somit auch nicht wertlos...

Es ist sozusagen Meiner Allmacht und Weisheit Krone, es ist Mein Werk... und kann daher auch niemals nichtig sein. Der überzeugendste Beweis dessen ist Meine Liebe zu euch, Meinen Geschöpfen... die so übergroß ist, daß ich sogar alle Sünde und alles Leid der Menschheit auf Mich nahm und das Sühneopfer brachte für diese. Und habt ihr die Größe Meiner Liebe erfaßt, so werdet ihr auch nimmermehr euch für vergänglich halten können, ihr müsset dann erkennen, daß Ich von diesen Meinen Geschöpfen nicht lassen kann, und ihr müsset dann auch verstehen, warum Ich immer und immer wieder bemüht bin, Mir eure Herzen zuzuwenden. Und so euch das klargeworden ist, wird euch Mein Wort nicht unberührt lassen... ihr werdet immer Meine Liebe darin erkennen... und es wird dieses Wort wahrhaft lebendig werden in euch...

Und Ich Selbst werde im Wort bei euch sein, und ihr werdet innewerden, welch göttlicher Geist euch durchströmt, und alles Erkennen wird euch leicht sein...

Und so vorgebildet, werdet ihr auch wirken können in Meinem Namen und für diesen, denn ihr habt dann gleichsam die Kraft in euch und werdet die Worte so wählen, wie Ich sie euch diktiere, und es wird dieses Wort dann auch Eingang finden in den Menschen-Herzen. Es lebt ein jeder auf, der im Segen Meines Wortes steht... denn es ist das Wort wahres Leben für den, der danach trachtet. Wer nach Meiner Lehre lebt und Mich ständig sucht, hat nimmermehr zu fürchten den irdischen Tod, denn seinen Leib achtet er nicht, doch seine Seele wird nicht sterben in Ewigkeit...

Und so ist alle Bitterkeit des Todes von ihm genommen, denn Tod ist Nacht... in ihm aber ist Licht und Leben, und das Licht wird hellen Schein verbreiten und leuchten denen, die der Finsternis entfliehen möchten...

Und so wird jeder, der guten Willens ist und Mein Wort hört, aus dunkelster Nacht sich erlösen, und so er es gläubigen Herzens aufnimmt, die Macht der Finsternis gebrochen sein auf ewig...

Amen


B.D. NR. 676 - 21.11.1938

Wissen ist Macht...

Irdische Weisheit...

Geistiges Wissen...

Es werden sich immer neue Gelegenheiten bieten, die dem Willen des Herrn entsprechen, oft anfangs nicht erkennbar, jedoch nachher in sichtlichem Zusammenhang stehend mit dem Willen des Herrn. Darum beachte den immerwährenden Wechsel um dich, und bleibe in steter Liebe dem Herrn zugetan, dann wird ein Erfolg dir sicher sein, wo du ihn dir nicht träumen läßt. Jedes einzelne Glied einer Kette muß geschmiedet werden, und ohne Mühe ist nichts zu erreichen, und ebenso muß in ununterbrochener Reihenfolge Glied für Glied der geistigen Wahrheiten sich aneinanderfügen, um ein zusammenhängendes Ganzes zu ergeben. Und so verkündet dir der Herr heut folgendes:

Wissen ist Macht...

Lehnt der Mensch irdische Weisheit ab, so ist zu erwarten, daß auch aller irdischer Vorteil ihm nur in geringem Maß beschieden ist. Unwissend wird er durch das Leben gehen und nimmer zu Macht, Ansehen und Ehre gelangen können, läßt er alles unbeachtet, was ihm zum Wissen verhilft...

Das rechte Licht aber, das geistige Wissen, wird in seiner vollen segensreichen Auswirkung auch nur von denen erkannt werden, die sich bemühen, sich stets mehr und mehr zu bereichern. Lebendig wird der Mensch dann erst werden, wenn sein Wissen, das ihm der Gottesgeist in sich vermittelt, verwertet wird, um die geistige Blindheit der Mitmenschen zu beheben. Es soll so unendlich vielen Menschen geholfen werden, den Weg des Lichtes zu beschreiten, und ihnen soll ein rechtes Wissen um die Liebe und Weisheit Gottes beigebracht werden. Doch dies kann wiederum erst dann geschehen, wenn der Lehrende sich selbst ein Wissen angeeignet hat, das ihn befähigt, seine Kenntnisse zu verbreiten, und es wird daher kaum ein die Wahrheit-von-oben-Empfangender sich genügen lassen, nur selbst daraus Nutzen zu ziehen, sondern erst dann restlos zufrieden sein, wenn er sein Wissen möglichst oft mitteilen kann, wo es gilt, die Seele, die irrend ist, auf den rechten Weg zu weisen. Und ebenso wird auch der Irdisch-Wissende immer sein Wissen auszunutzen versuchen, ansonsten dieses für ihn wie für die Welt wertlos wäre. Denn was der Mensch weiß, gewinnt erst dann Wert, so es entsprechend genützet werden kann für die Menschheit. So wird sich auch das geistige Wissen nur dann behaupten können, wenn der Segen voll und ganz erkennbar ist, der dem geistigen Wissen als ständiger Begleiter von Gott zugesichert wurde und sich auch erfüllt, wo man die geistige Wahrheit anzunehmen gewillt ist. Nichts ist ohne Zweck und Ziel, was vom Herrn und Schöpfer des Himmels und der Erde den Menschen erwiesen wird. Und so wird eher noch alle irdische Weisheit zugrunde gehen, niemals aber das göttliche Wort, das der Inbegriff aller Weisheit aus Gott ist. Und es kann somit nur an Weisheit gewinnen, wer immer diese empfängt und aufnimmt mit dem Herzen, wer nicht an irdischen Vorteil denkt, sondern einzig und allein sein ewiges Seelenheil vor Augen hat. Denn dessen Wissen wird vermehrt werden in so reichem Maß, daß selbst der weiseste irdische Gelehrte jenem weit zurücksteht, da sein Wissen vergänglich ist und somit auch unnütz für die Ewigkeit...

Amen


B.D. NR. 677 - 22.11.1938

Wille allein Weg zu Wahrheit und Wissen...

Demut... Überheblichkeit...

Je nach der Stärke seines Willens wird auch das Erkennen des Menschen sein. So die Absicht zugrunde liegt, Gott dem Herrn wohlgefällig zu leben und seine Bestimmung auf Erden dem Willen Gottes gemäß zu erfüllen, so wird es auch in ihm selbst bald licht und hell werden, und er wird mit vollster Sicherheit im Herzen spüren, was recht ist, und die Wahrheit wird sich ihm offenbaren. Denn nur allein der Wille lenkt ihn auf den rechten Weg, den Weg der Wahrheit und des Wissens. Wem der Wille mangelt, der wird ewig nicht zu voller Klarheit gelangen, und es ist daher auch ratsamer, in gutem Willen sich der Fügung Gottes zu überlassen, als eigenmächtig verstandesmäßig die Wahrheit ergründen zu wollen...

Denn es bleibt der Mensch immer irrend, solange nicht das Streben aus dem Grunde einsetzt, der allein nur dem Willen Gottes entspricht... dem Schöpfer von Ewigkeit sich dadurch willfährig zu erzeigen. Die Demut und vollste Unterwürfigkeit dem Herrn gegenüber sind erste Bedingungen, um dereinst zum Herrn zu gelangen...

Was die Seele einst von Gott getrennt hat, war Überheblichkeit und Herrschsucht. Und so kann nur durch Selbsterniedrigung die Seele wieder zu Gott zurückfinden...

Im verstandesmäßigen Ergründenwollen aber liegt keinerlei Demut...

Es wähnet sich der Mensch aus eigener Kraft fähig, in die Schöpfung und ihre Geheimnisse einzudringen, und wird daher niemals die rechte Erhellung des Geistes finden können, bis er endlich in Selbsterkenntnis seiner Schwäche sich bittend und in tiefer Demut an den Schöpfer Selbst wendet...

Dann wird sein Streben von Erfolg gekrönt sein und ihm alles Wissen vermitteln. Und daher ist der Weg zur Erkenntnis nur dann zu betreten, wenn sich der Seele die tiefste Bereitwilligkeit bemächtigt, Gott dem Herrn zu dienen...

Es ist dieser Wille so überaus erfolgreich, weil er alles in sich vereinigt... die Demut und die tiefe Liebe zu Gott und somit auch die tätige Nächstenliebe, denn für sich allein begehrt der Mensch die Wahrheit nicht, sondern ist gleichzeitig bemüht, für den Herrn zu wirken und sich der irrenden Seelen der Mitmenschen anzunehmen. Es wird ein solches Streben dann auch gesegnet sein, gilt doch das ganze Erdenleben nur der Erlösung aus der Finsternis des Geistes. In unmittelbarem Zusammenhang mit der tatkräftigen Unterstützung steht dann auch die fortlaufende Unterweisung des Erdenkindes, denn es kann der Wille des Menschen dann erst ununterbrochen tätig bleiben, wenn er durch das Zuführen geistiger Nahrung rege gehalten wird...

Er wird zu höchster Leistungsfähigkeit gestählt werden, so der Mensch vom himmlischen Vater Selbst unterwiesen wird in seiner Aufgabe...

Denn je mehr sich dem Erdenkind die göttliche Liebe offenbart, desto eifriger wird es bestrebt sein, dieser Liebe würdig zu werden, und es wird sich daher voll und ganz der Aufgabe hingeben, Licht zu empfangen und zu geben allen seinen Mitmenschen. Denn dies allein ist Bestimmung eines jeden auf Erden, sich aus der Nacht des Geistes zu erlösen, um eingehen zu können in das Reich des Lichtes... der ewigen Wahrheit...

Amen


B.D. NR. 678 - 22.11.1938

Strafgericht Segen für die Glaubensschwachen...

Ungewohnte Erscheinungen...

Starker Glaube Schutz...

Sicheres Gebäude...

Richterhand...

Das große Gericht wird sich für einen großen Teil der Menschheit noch unsagbar segensreich auswirken, denn wer bis dahin schwach im Glauben war, doch sich nicht ganz von Gott abwandte, wird die strenge, aber gerechte Hand des Vaters spüren und sich noch von dem Rande des Verderbens entfernen und der Gnade Gottes sich empfehlen. Die sich noch in letzter Stunde zu Ihm bekehren, sind von nun an die eifrigsten Befolger des Wortes und Willens Gottes. Sie werden nachzuholen versuchen, was sie versäumten, und nicht eher ruhen, bis die Höhe erreicht ist und die Seele sich von der Materie trennen kann, und so ist nur eine ganz kurze Zeit vonnöten, solche Seelen zur Umkehr zu bringen, doch die kurze Zeit wird sich so entsetzlich auswirken für die Erdenkinder, denn es gehen so ungewohnte Erscheinungen an den Sinnen der Menschen vorüber, daß sie unsagbar zu leiden haben und sie in diesen angstvollen Zeiten eben nur dort die Hilfe suchen und finden können, von wo allein ihnen auch Hilfe kommen wird. Sieben Jahre zuvor ringet schon der Widersacher um diese Seelen, die zu schwach sind, um Widerstand zu leisten, teils aus Trägheit und teils aus selbstverschuldeter Unkenntnis. Doch am Ende der Jahre wird die Not so ins unermeßliche gestiegen sein... und dennoch wird der Mensch um sein Leben bangen und es mit allen Kräften zu erhalten suchen, denn es fürchtet eben den Tod noch, wessen Seele nicht reif ist für die Ewigkeit...

Doch wer dem leiblichen Tode mit Ruhe entgegensehen kann, dem werden die Naturgewalten auch nichts anhaben können, denn ihr Glaube wird sie schützen vor dem Ärgsten, er wird ihren Sinn in der Not voll Innigkeit zum himmlischen Vater lenken, und der Herr wird ihnen Kraft geben, auf daß sie ihr Los leicht ertragen können. Wer aber ein sicheres Gebäude zu bewohnen glaubt und sich darauf verläßt, der wird die Richterhand auch dort zu spüren bekommen, wenn sein Denken nicht gerecht und sein Leben nicht Gott-gefällig ist...

Denn es werden keine Grenzen gezogen sein, die Allmacht Gottes läßt kein Wesen aus, auf daß es sich entscheide, wem seine Liebe gilt... der irdischen Welt oder der Heimat seiner Seele. Und weil dies kommen wird, so bearbeitet den Boden gut im Weinberg des Herrn, nützet die Zeit und predigt Gottes Wort... und ihr werdet selbst reifen in der Liebe um die Geschöpfe des Herrn... und ihr werdet auch klarstens erkennen, wo euch der Herr die Liebestätigkeit anweiset, auf daß ihr wirken könnt zu Seiner Ehre...

Amen


B.D. NR. 679 - 23.11.1938

Hilfe im Jenseits nur durch Liebe...

Unwissenheit größtes Hindernis...

Belehrungen in Liebe und Geduld...

Eigener Wille...

Schriften...

Es gingen unzählige Wesen verloren, so ihnen die Liebe nicht zu Hilfe käme. Aus der tiefsten Finsternis emporzuholen die dort schmachtenden Seelen ist sie unablässig bemüht und hat daher ein weites Arbeitsfeld. Alles, was abtrünnig ist von Gott, wird von der Liebe ergriffen, um die Vereinigung mit Gott zustande zu bringen, wenn auch in endlos langer Zeit. Es ist dies Beginnen um so schwieriger, als die Gegenmacht auch ihrerseits alles anwendet, um eine Erlösung der Seele zu verhindern, doch ist der Erfolg der Liebe dennoch zu erhoffen, weil die Kraft der Liebe ungleich stärker ist als die des Hasses und der Feindschaft. Nur werden die Seelen schwere Proben ihres Willens durchzumachen haben, da sie auf Erden diese nicht bestanden haben und sie nun einen weit schwereren Beweis ihres guten Willens erbringen müssen im Jenseits. Es ist somit drüben wieder nur der Wille ausschlaggebend und die Seele fördernd. Die Nutzlosigkeit ihres Erdenlebens erkennend, wird sich die Seele nun ihrer Aufgabe bewußt und versucht, sich aus ihrer sie bedrückenden Lage zu befreien. Für jede Hilfeleistung, die ihr in Liebe gewährt wird, ist sie unendlich dankbar, so sie erst einmal die tiefste Nacht des Geistes durchbrochen hat. Doch ohne die Liebe wäre ihr Streben im Jenseits vergeblich, denn aus eigener Kraft vermag sie nichts. Wo ihr liebende Geistwesen entgegenkommen, wiederum gesandt durch die Liebe und Erbarmung Gottes, dort ist auch ein Aufstieg in Lichtregionen möglich, doch nur immer die Liebe bewirkt solches, und die Liebe wird einer willigen, ihre Lage erkennenden und bereuenden Seele auch sicher zuteil werden, ist doch alle Arbeit im Jenseits ein fortgesetztes Betätigen in Liebe. Doch nun ergeben sich noch oft Schwierigkeiten durch die Unkenntnis der erlösungsbedürftigen Seelen. Wer im Erdenleben schon geistig tätig war, hat eine gewisse Schule hinter sich, die ihn unterrichtete im Wesentlichen und für sein Seelenheil Nötigen. Doch jene Seelen sind oft ohne das geringste Wissen... sie müssen erst eine gewisse Reife haben, ehe ihnen überhaupt ihre Lage und ihr Wesen im Verhältnis zur ewigen Gottheit verständlich ist. Und diese Unwissenheit ist das größte Hindernis auf dem Wege zum Licht im Jenseits. Es müssen diese Seelen genau so in Liebe und Geduld unterwiesen werden, bis sie aus sich heraus den Vorsatz fassen, sich in die göttliche Ordnung einzufügen und ihrerseits alles zu tun, was sie der Höhe entgegenführen kann. Und es gibt nun auch dort so verschieden-empfängliche Wesen...

Oft wird alles ihnen an Belehrungen Gebotene schroff abgewiesen, und die Liebe muß in aller Geduld versuchen, einer solchen Seele das Wissen um geistige Dinge zu erschließen. Voller Teilnahme verfolgen die schon reiferen Seelen dieses mühevolle Beginnen und suchen gleichfalls nach Möglichkeiten, das Vorhaben der lichten Geistwesen zu unterstützen. Der Widerstand der Seelen ist oft so groß, daß wiederum nur die größte Dürftigkeit und eine trostlose Lage sinnverändernd auf die Seele wirken kann, und (es, d. Hg.) schaffen sich daher solche Seelen ihren Leidenszustand selbst durch ihr beharrliches Abweisen der Wahrheit aus lichten Höhen. Doch wie auf Erden die gleiche Verschiedenheit der Menschen zu erkennen ist, so ist es auch im Jenseits...

Je williger ein Wesen ist, desto leichter gelangt es zur inneren Befreiung, während die hartnäckigen und überschlauen Weltweisen oft lange Zeit vergehen lassen, ehe sie die Weisheit aus den Himmeln anzunehmen bereit sind. Immer der eigene Wille ist hemmend, erst das Unterstellen des Willens unter den göttlichen Willen bringt Freiheit des Geistes. Jede solche Arbeit im Jenseits erfordert maßlose Geduld und findet daher eine wertvolle Unterstützung in deiner geistigen Tätigkeit, denn es verfolgen die Seelen im Jenseits mit großem Interesse diese außergewöhnliche Verbindung von dort zur Erde, und ihr Denken wird dauernd dadurch angeregt, so daß sie selbst sich eine Erklärung zu geben versuchen und der Wahrheit dadurch viel näherkommen. Jede Aufnahme ist gleichzeitig eine Hilfeleistung den unwissenden Seelen, die sich in großer Anzahl deiner Tätigkeit zuwenden und soweit eher den Weg des Erkennens finden...

Amen


B.D. NR. 680 - 23.11.1938

Los der verstockten Seelen im Jenseits...

Belehrungen der geistigen Freunde...

Anteilnahme der Seele an Schriften...

Die Seelen derer, die das Erdental verlassen haben, ohne die Verbindung mit dem himmlischen Vater hergestellt zu haben, sind in arger Not. Sie wissen weder aus noch ein und quälen sich mit Selbstvorwürfen und schlechten Gedanken. Sie lehnen sich auf gegen ihr Schicksal und wollen es sich nicht eingestehen, daß sie selbst diesen traurigen Zustand verschuldet haben. Je ergebener sich die Seele in ihren Leidenszustand fügt, desto eher ist die Möglichkeit der Befreiung daraus, denn die geringste gute Regung nehmen die höheren Geistwesen wahr und suchen nun der Seele Erleichterung zu bringen, indem sie ihr die nötigen Hinweise geben zur Verbesserung ihrer Lage. Und wieder liegt es nur an dem guten Willen der leidenden Seele, sich diese Ermahnungen und Hinweise zunutze zu machen...

Wo jedoch der eigene Wille zu stark ist, werden auch die Bemühungen dieser geistigen liebe- und hilfswilligen Freunde vergeblich sein, und die Seele fällt in ihren alten bedrückenden Zustand zurück und kann sich lange nicht daraus befreien, da sie immer noch ankämpft gegen alles Gute und Edle, das sie in ihrer Verstocktheit nicht erkennet als solches. Wer in finsterster Nacht weilt, wird ungefähr das Los dieser Armen begreifen können...

Angst und Grauen quälen sie, und das Gemüt verdüstert sich bis ins Unerträgliche...

Sie suchen Licht und können es nicht finden...

Die Erdennähe hält sie fest, und sie halten sich vorwiegend dort auf, wo sie im Erdenleben weilten...

Denn sie erhoffen sich dort zuerst Hilfe, wo die ihnen Nahestehenden weilen, denn oft sind sie auch noch ohne Erkenntnis, daß sie die Erde längst verlassen haben. Sie sind nur verbittert, daß alle ihre Bemühungen ohne Erfolg sind und die Menschen ihrer Not nicht achten, und erst nach langer Zeit erkennen sie das Unmögliche ihres Verlangens. Und wer nun aus dieser Erkenntnis den rechten Nutzen zieht... wer in sich geht und den festen Vorsatz faßt, alles zu tun, um von dem unglücklichen Zustand befreit zu werden, der wird auch bald die Mittel und Wege kennenlernen, durch Belehrung der jenseitigen Geistfreunde oder auch durch Teilnahme an den Belehrungen, die vom Jenseits aus den Erdenkindern geboten werden, die gläubig und guten Willens sind. Hat die Seele eine solche Verbindung entdeckt, so ist sie nicht mehr aus der Nähe solcher Erdenkinder zu entfernen... sie nimmt mit wahrem Heißhunger alle Lehren entgegen und ist nun dankbar für den Hinweis, den sie ausnützt in jeder Weise. Und so sind es wahrhaft segensreiche Stunden für unzählige Seelen im Jenseits, wenn du dich deiner geistigen Arbeit hingibst...

Denn sie leiden ohne deine Hilfe so unsäglich, und der Weg zum Licht ist für sie um vieles schwerer zu erreichen... so aber können sie in kurzer Zeit unendlich viel nachholen, was sie im Erdenleben durch eigene Schuld versäumten, und sie werden dadurch immer wissender und befolgen alle Ermahnungen auf das eifrigste, je mehr ihnen die Erkenntnis wird, daß sie selbst es in der Hand haben, sich ihren Zustand zu einem erträglichen und später zu einem überaus beglückenden zu machen. Und so sind auch sie immer nur darauf bedacht, sich alle Belehrungen zunutze zu machen, die dir vom Jenseits übermittelt werden, und ihre Sorge gilt gleichfalls deinem inneren Seelenzustand und deinem Willen, der auch ihnen Erlösung bringen kann von ihren Leiden und Qualen...

Amen


B.D. NR. 681 - 24.11.1938

Angaben über Wirken auf Erden und Ende...

Geistige Arbeit vor dem Strafgericht...

Neues Reich...

Zukunft der Erde...

Wer für Mich und Meinen Namen tätig ist, geht behütet durch alle Gefahren des Lebens hindurch. Und so ist auch dir Gewähr gegeben, so du nur unablässig deine Erdenaufgabe vor Augen hast. Die Zeit deines Wirkens ist nahe, es bedarf nur noch deiner endgültigen Ausbildung für dieses Lehramt, und Ich will dir dann deine Tätigkeit zuweisen, doch nimmer darfst du befürchten, daß die Schwäche deines Willens dir hinderlich sein könnte, denn im gleichen Maß wird dir die Kraft zugehen von oben, wie du für Mich tätig sein sollst. Es sind immer andere Aufgaben, die deiner harren, und du wirst durch das Leben selbst hineingezogen werden in einen Kreis völlig glaubensloser Menschen. Und denen soll deine Arbeit gelten, die da blind an Meiner Liebe und Barmherzigkeit vorübergehen. Willenlos zwar, doch in tiefster Unkenntnis, und dieser Schwachen im Geiste sollst du dich annehmen, auf daß Mir reichlich Ernte werde. Wenn aber die Zeit gekommen ist, da Ich Selbst zur Erde niedersteige, um den Meinen nahe zu sein, dann ist auch die Zeit deines Wirkens zu Ende. Dann werden in Meinem Namen noch viele rührig sein, und der geistigen Arbeit wird kein Ende sein, denn Meine Engel werden überall unterstützend eingreifen und so auf Erden retten, was zu retten ist, bevor das große Strafgericht über die Erde kommen wird. In den Reihen Meiner Streiter aber ist Mir alles treu ergeben, denn Ich Selbst führe sie, und wahrlich den rechten Weg. Das rechte Licht aus den Himmeln und die Liebe sind die einzigen Waffen im Kampf wider das Böse, doch unbesiegbar wird sein, wer mit diesen Waffen kämpft unter Meiner Führung. Denn ein neues Reich soll erstehen, voll Eintracht und Brüderlichkeit, und es soll hinweggefegt werden alles, was Haß und Lieblosigkeit unter die Menschen gesät hat, doch die Früchte der Liebe sollen bleiben in Ewigkeit. Jenes Land, das Ich euch verheißen habe nach Meiner Wiederkehr, ist in Vorbereitung. Irdisch wird es zwar nicht zu verstehen sein, denn Mein Reich ist nicht von dieser Welt, doch wird auch die Erde an sich nicht mehr der Ort aller Laster und Verderblichkeiten bleiben, sondern in geklärtem Zustand den Menschen Aufenthaltsort sein, und die Liebe wird herrschen, wo zuvor Haß und Zwietracht gewalttätig waren. Lasset euch darum nicht vorzeitig bange werden, und achtet nur der Zeichen, die da kommen, auf daß ihr Meiner ansichtig werdet...

Denn die in Mir verbleiben, denen ist Meine Liebe immer nahe, und was kann euch dann wohl geschehen, wenn Ich euch mit Meiner Liebe schütze?...

Wartet nur noch ein Weilchen, dann wird auch euch offenbar werden, daß der Geist der Wahrheit alle durchströmt, die willens sind, für Mich und Meinen Namen zu wirken. Denn es sind auf Erden gar viele, die der Welt haarscharf beweisen wollen, wie falsch und sinnlos der Glaube ist an Jesum Christum als Gottes Sohn. Denen gegenüber müßt ihr gerüstet sein und könnet dies nur durch Meinen Geist, der in euch tätig wird, sobald ihr in Gefahr kommt, solchen Widersachern standzuhalten. Dann wisset, daß ihr nimmer allein seid, daß Ich ein jedes Wort des Gegners höre und ihnen durch euch ihre Unsinnigkeiten widerlege... und wisset, daß ihr Mir darum auch dienen sollt, auf daß euer gläubiges Herz Meine Worte vernehme und ihr somit statt Meiner redet und so noch unzähligen Menschen die Gelegenheit geboten wird, das Wort des Herrn anzunehmen, es zu befolgen und dadurch zu leben, um einstens eingehen zu können in Mein Reich, in die ewige Glückseligkeit...

Amen


B.D. NR. 682 - 24.11.1938

Maßnahmen gegen Schriften...

Gottes Schutz...

Geistige Gnadensonne...

Je inniger dein Herz sich dem Heiland zuwendet, desto näher ist Er dir mit Seiner Liebe und Gnade. Und nun, Mein Kind, folge Meinen Worten und gib dich bedingungslos in Meine Gewalt: Fürchte nicht die irdischen Maßnahmen, die sich wider die Verbreitung dieser Schriften richten. Bedenke, daß jederzeit dieses Werk unter Meinem Schutz steht... bedenke, daß Ich nicht etwas entstehen lasse, um es dann wieder der Vernichtung anheimfallen zu lassen. Es versuchen die Anhänger der Welt zwar, euch in einen Schrecken zu versetzen durch Verfügungen, die in strengster Weise ahnden, wer ihren Geboten zuwiderhandelt. Doch diese werden wirkungslos an euch abprallen, solange nicht Mein Wille zuläßt, daß ihr davon betroffen werdet. Und Ich schütze euch und Mein Wort und bemerke hierzu noch folgendes: Was zu geschehen hat mit den Schriften, werde Ich dir kundtun, wenn Gefahr ist für dieselben. Jetzt aber sind sie noch ungefährdet, und so achte nur jederzeit auf die von außen kommenden Bestimmungen. Die Leidenszeit der Menschen wird immer sichtbarer werden, und der Druck durch solche Verfügungen wird nicht zuletzt dazu beitragen...

Ich aber segne, die sich inmitten solcher Not und Drangsal zu Mir flüchten... ihnen wird das Los leichter werden, und sie werden an sich selbst erfahren, daß sie geborgen sind am Vaterherzen, das ihnen in heißer Liebe entgegenschlägt. So lasset euch nicht beirren in eurer geistigen Tätigkeit, beginnet eine jede Arbeit mit Gott, und so werdet ihr diese auch ausführen mit Gottes Hilfe, denn wer Mich ruft, hat keine Fehlbitte getan, so er sich vollgläubig Mir anvertraut. Ich warte nur auf euren Ruf, um euch beistehen zu können, und wer anders sollte euch wohl Hilfe geben können als Ich, euer Vater von Ewigkeit her?...

Die Sonne habe Ich noch jederzeit über euch scheinen lassen und Gerechte wie Ungerechte in ihrem Schein wandeln lassen, Ich will auch in Not und Trübsal eure geistige Sonne sein, an deren wärmenden Strahlen ihr genesen sollt von allem, was euch drückt. Aller Widerstand wird gebrochen sein für ewig, so Ich euch nur einmal mit Meiner Liebe und Gnade bedenke...

Denn ihr werdet dann wahrlich nichts anderes mehr verlangen, als ewig in Meiner Gnadensonne zu weilen... nur lasset euch nicht von der rechten Bahn werfen, so ihr sie einmal betreten habt. Müsset ihr auch ringen, so wird doch euer Lohn dereinst doppelt groß sein, und es wird euch Meine Liebe beglücken bis in alle Ewigkeit...

Amen


B.D. NR. 683 - 25.11.1938

Gebet im Namen Jesu...

Prüfungen nötig zur Vermehrung des Glaubens und Stärkung der Willenskraft...

An den Worten des Heilands sollt ihr euch aufrichten: Um was ihr den Vater in Meinem Namen bitten werdet, das wird euch gegeben werden. Und so ist diese Verheißung euch die sicherste Gewähr, daß ihr nicht vergeblich bittet in Jesu Namen. Darum beginne: Der Wille des Herrn legt euch so oft Prüfungen auf, die euch dienen sollen zur Vermehrung des Glaubens und Stärkung eurer Willenskraft. Ihr müsset diese hinnehmen als Sendungen Gottes und dürfet nicht wankend werden. Denn alle Prüfungen machet ihr vergeblich durch, wenn sie ihren Zweck nicht erreichen. Des Lebens ganze Fülle werdet ihr erst dann wohltätig empfinden, wenn nichts mehr euch erschüttern kann im Glauben, wenn ihr Freude und Leid hinnehmt als Prüfsteine auf dem Wege nach oben. In der Versuchungen Übel wurzelt auch die Widerstandskraft... und das rechte Denken wird die Gefahr rechtzeitig erkennen lassen; nur wer sich allen Regungen willenlos überläßt, ob gut oder böse... wer seinen Willen nicht stählt, sondern alles über sich ergehen läßt, wird wenig Nutzen aus solchen Prüfungen ziehen. Und der Erdenweg wird diesen wohl leicht sein, aber den rechten Zweck nicht erfüllen. Und so wolle auch du dir bewußt sein, daß nur stetes Kämpfen dir den Sieg bringen kann und daß ein Tag ohne Kampf keinen Fortschritt bringt... daß jedes den Körper hemmende oder belastende Ereignis immer nur für die Seele heilsam ist, wenn du diesen recht begegnest. Denn siehe, der Vater im Himmel bedenkt Seine Kinder nach Bedarf, Er weiß, wo es not tut, um jeder Seele zur Förderung zu verhelfen, während ihr Erdenkinder nicht im entferntesten die Notwendigkeit solcher Prüfungen einsehen könnt. Lasset euch gesagt sein, daß nichts geschieht ohne den Willen des Herrn und daß ihr allem Leid mit dem gläubigen Vertrauen zu Ihm sehr wohl begegnen könnt, auf daß es euch nicht unerträglich erscheine, denn im gleichen Maß, wie der Herr euch solches auferlegt, ist Er auch zur Hilfe bereit, so ihr nur gläubig Ihn darum bittet. Nur die Verbundenheit mit dem himmlischen Vater dürfet ihr nicht verlieren, dann wird euch das Leben leicht sein auch in Schicksalsschlägen, die der Vater Selbst euch ja sendet, um eure Liebe zu Ihm zu prüfen...

Amen


B.D. NR. 684 - 26.11.1938

Gebet um Hilfe der Geistwesen...

Sühne und Vergebung der Sünde...

Es steht geschrieben: „Kommet alle zu Mir, die ihr mühselig und beladen seid, Ich will euch erquicken...“ Wer von euch sich bedrückt fühlt und Meiner Kraft vertraut, dessen Leid soll gestillt sein, so er nur in Meinem Namen den Vater darum bittet. Die Liebe ist das Größte im Himmel und auf Erden, und sie vermag alles. Jene geistige Welt aber wirket unausgesetzt in der Liebe und nach Meinem Willen. Und so wird sie euch auch behüten vor allen Gefahren, denn die Geistwesen tun gleichfort nichts aus sich selbst, sondern wirken nur mit Mir und durch Mich. Wer sonach sich ihnen zum Schutz empfiehlt, wird behütet durch Meinen Willen, denn alles, was Mir dienet, ist eins mit Mir... von einer Kraft durchdrungen und von einem Willen gelenkt. Und es wird daher in sicherem Schutz durch das Erdenleben gehen, wer gläubig zu Mir und Meiner Kraft seine Zuflucht nimmt. Vergesset daher niemals der immer bereiten Hilfe und bittet darum, und es wird euch nichts versagt bleiben... wenn ihr in tiefstem Herzen nur eures Seelenheils gedenkt, so wird auch euer irdisches Streben gesegnet sein, denn des Vaters Gnade ist unermeßlich. Und nun empfange:

Alles, was der göttlichen Ordnung zuwiderhandelt, muß gesühnt werden, denn es ist Sünde vor Gott und den Menschen, so sich die Auswirkungen dieser Sünde gegen die Menschen richten. Die rechte Ordnung wird der Mensch selbst erkennen, doch so er wider besseres Wissen die Gesetze der göttlichen Ordnung umstößt, lehnt er sich gleichsam auf gegen die höchste Macht und Vollkommenheit, und entfernt sich so geistig immer weiter von der ewigen Gottheit, mit Der er sich doch vereinigen soll. Sein sündiger Zustand trennt ihn desto mehr von dem Geist des Lichtes, je öfter er den göttlichen Gesetzen zuwiderhandelt. So er nun aber die göttliche Liebe begehrt und sich der Wahrheit zuwendet, wird auch sein Bestreben sein, den irdischen Lebenswandel umzustellen und den Geboten Gottes nachzukommen. Er wird jedoch gleichzeitig dafür Sorge tragen müssen, daß seine Erkenntnis reife, denn in dieser wird er zur Einsicht gelangen, daß er gefehlt hat wider die göttliche Liebe, er wird seiner Verfehlungen mit Abscheu und Reue gedenken, seinen Schöpfer um Nachsicht bitten und sich bemühen, gegen seine Schwächen anzukämpfen, auf daß er nicht zurückfalle in die alte Schuld. Und dann wird ihm auch vergeben werden, denn der Vater im Himmel ist milde und gerecht...

Er läßt dort Seine Liebe walten, wo das Erdenkind sein Unrecht einsieht und um Vergebung bittet. So aber sollt ihr auch vergeben euren Nächsten, die sich gegen euch vergangen haben...

Ihr sollt nur immer Liebe walten lassen und nicht Vergeltung suchen, denn „richtet nicht, auf daß ihr nicht gerichtet werdet“. Und so, wie ihr vergebet euren Feinden, so wird auch euch vergeben werden, denn wie ihr zumesset, so wird euch zugemessen werden. Jeder Mahnung und Warnung des Herzens sollt ihr Gehör schenken, so sie euch antreibt, Böses mit Gutem zu vergelten, denn auch ihr habt zahllose Male im Leben gefehlt und suchet und erwartet doch die Barmherzigkeit des Vaters im Himmel...

Also sollt auch ihr barmherzig sein und immer nur mit Liebe vergelten, was man euch angetan. Denn ihr werdet es einst segensreich empfinden, und es wird sich alle Liebe, die euch nach des Vaters Geboten handeln ließ, wohltätig auswirken im Jenseits, wo allein nur die Werke der Liebe gewertet werden. Aller Haß und Vergeltungsdrang ist Anteil des Bösen, den ihr überwinden müsset, denn er verringert nur eure geistigen Kräfte und hindert euren Aufstieg. Der Seele förderlich werden immer nur Werke der Liebe sein. Desgleichen suchet auch in den Segen göttlicher Gnade zu kommen durch immerwährendes Gebet um Verstärkung eures Willens, denn dieser wird euch dann auch fähig machen, zu handeln nach dem Willen Gottes in Seiner ewigen Ordnung. Das Leben bietet so oft Gelegenheiten, die für die Seele zur Gefahr werden können, wenn der Wille schwach ist, doch ein starker Wille überwindet die Gefahr; und treibt die Liebe zum Vater das Erdenkind an, so wird es sicher nicht abgehen von der rechten Bahn und in der göttlichen Ordnung wohl zu leben wissen. Es wird auch dann nicht zu fürchten brauchen die strenge Richterhand des Schöpfers, denn nur, wer sich wissentlich vergeht gegen Seine Gebote, wird zur Sühne herangezogen werden, und das je nach Verhärtung seines Herzens. Denn der Herr ist ein milder Richter und vergibt alle Schuld auf Erden, so sie erkannt und aus tiefstem Herzen bereut wird...

Er wird aber auch zu strafen wissen, die Seine Gebote nicht beachten und nimmermehr zu Ihm um Vergebung flehen...

Amen


B.D. NR. 685 - 26.11.1938

Wolf im Schafspelz...

Vorläufer des Herrn vor Wiederkunft...

Das leichteste Spiel hat der Widersacher, wenn er als Wolf im Schafspelz verkleidet einhergeht und mit Blicken und Worten die Menschen betöret. Er wird sich eine jede Gelegenheit zunutze machen, wo er Schaden anrichten kann unter der Menschheit. Wer in die Klauen des Wolfes fällt, wird erbarmungslos zerrissen, so er die Macht gewonnen hat über die Seele. Lasset euch daher sagen: Ihr werdet den erkennen, der über die Erde geht mit dem feurigen Schwert seines Mundes...

Nicht einer wird zweifeln an seinem Wort, denn es wird göttlich sein und Ausfluß der tiefsten Liebe Gottes. Doch suchet diesen nicht in Glanz und Pracht, sein Name ist gering... unbekannt... er nennt sich wohl Johannes, doch hat sein Leib auf Erden nicht jene Gestalt, die geistig ihn zieret. Er wandelt mitten unter euch und lehret in Worten und Taten und wird sein ein Vorläufer des Herrn vor Dessen Wiederkunft auf Erden. Desgleichen wird sein Wort zeugen von der Liebe Gottes, wo immer er weilet, und in den Herzen der Menschheit tiefes Sehnen erwecken nach Wahrheit und Licht. Glaubet den Stimmen der Jetztzeit nicht, die euch irreführen wollen, die euch den Sinn trüben wollen für das Gute und Edle... lasset ihnen ihr Teil und bleibet allein nur bei dem, was euch der Herr von oben sendet. Denn des Widersachers Hang wendet sich der Welt zu, nicht aber von dieser ab, der ewigen Gottheit entgegen. Wer jenen Worten lauschen wird, der höret des Herrn Worte unmittelbar, und sein Geist wird verkünden das wahre Heil, und wer ihn höret, ist von seiner Rede durchdrungen...

Er kommt im Glanz der Wahrheit, nichts wird ihm anhaften, was weltlich ist. Das Land aber, das ihn birgt, ist gesegnet durch seine Gegenwart...

So er aber kommen wird, dann ist auch die Stunde des Gerichtes nicht mehr fern... er wird alle Leiden tragen mit Geduld und nur immer die Stimme des Herrn vernehmen. Dieser Worte gedenket, wenn man ihn ergreifen wird, um sein Los auf Erden zu besiegeln...

Nimmer aber werdet ihr Menschen den Gottesstreiter hindern können, auszuführen, was er der Menschheit wegen auf sich genommen hat. Nimmer wird eure Macht so weit reichen, daß ihr wider den Herrn ziehet ungestraft...

Doch sein Auge wird milde auf euch ruhn, die ihr ihm Leid antun wollt...

Denn seine Liebe und Geduld erstreckt sich auf alle die, deren Herzen wider ihn sind...

Und er wird ihrer viele gewinnen, denn die Kraft seiner Worte und seiner Liebe ist unsagbar groß. Und das Weltgeschehen wird Einbuße erleiden...

Es werden sich scheiden die Seelen, die in ihm ihren Retter erkennen aus tiefer Not, und die, deren Anteil allein die Welt ist. Und ihr Ende wird der Tod sein des Leibes und der Seele...

Und so sei dir Licht gegeben, auf daß du erkennst das Wirken derer, die nach unten verlangen, die alles Licht von oben scheuen und danach trachten, es zu verlöschen, auf daß in der Finsternis der Widersacher sich der Seelen bemächtige. Licht wird euch werden, die ihr nach Licht verlanget, euch läßt der Herr nicht in der Finsternis schmachten, und Er wird euch bewahren vor den reißenden Wölfen, die in ihrer Verkleidung sich unter Seine Herde einschleichen und Verwirrung anzurichten trachten. Leset Sein Wort und erkennet die ersten Anzeichen der Verwirrung...

Und wer Ohren hat zu hören, der höre: Nicht die Welt wird euch den Frieden bringen, sondern allein nur Der, Dessen Reich nicht von dieser Welt ist. Und Sein Frieden wird sein ein ewiger Frieden, den nichts in der Welt mehr zerstören kann und der sich dennoch auch über die Erde erstrecken wird... über jene Menschen, die das Wort Gottes vernehmen aus dem Munde eines reinen Jüngers Jesu... der in seiner Liebe den Menschen beistehen will und ihnen verkündet von der ewigen Liebe Gottes...

Dieser wird den Frieden bringen den Menschen, die guten Willens sind...

Amen


B.D. NR. 686 - 27.11.1938

Geheimnisse der Schöpfung...

Die Geheimnisse der Schöpfung werden sich restlos entschleiern denen, die Mich suchen, denn Ich werde Selbst in ihnen sein, und sie werden die Wahrheit empfangen von Dem, Der aller Schöpfung Herr ist. Denn so Ich euch dies vorenthielte, so wäre wahrlich der Sinn der Schöpfung nicht erfüllt...

Alles, was ist, ist nur für euch, alles sollt ihr schauen und wissen um jedes kleinste Werk, das Ich geschaffen habe. Alle Dinge sind zweckvoll bestimmt... sie sind aus Meiner Weisheit und Allmacht heraus so entstanden, wie sie zur Fortbildung aller geistigen Wesen von Nutzen sind, und der Wille des Menschen trägt dazu bei, daß alle Dinge recht von ihm erkannt und so auch Grundstein zur ewigen Seligkeit werden können. Denn alles, was des Menschen Auge und Herz erfreut, ist auch dem geistigen Wesen zugänglich und sichtbar, so es in den Vollkommenheitszustand eingetreten ist...

Es trägt alles von Mir Geschaffene zur endlosen Beglückung dieser Wesen bei und wird in seiner Größe und Vollkommenheit auch erst dann recht erfaßt. Unsichtbar waltet die göttliche Hand und lenkt ein jedes Geschöpf, doch ist euch dies jetzt noch nicht recht verständlich, denn ihr erkennet nicht den Geist der Weisheit, der von Ewigkeit her alles beherrscht und erhält. Erst der Eingang in die Lichtregionen erschließt euch ein Wissen um dieses, auf Erden aber müsset ihr nur die rechte Einstellung suchen zu eurem Schöpfer, um in die für euch möglichste Erhellung des Geistes zu treten und eindringen zu können in die Wunder göttlicher Schöpfung. Des Staunens wird kein Ende sein, so ihr euren irdischen Leib verlassen habt und Einblick nehmen dürft in die Beweise der Liebe und Allmacht des himmlischen Vaters, Der euch dadurch unsagbare Wonnen bereiten will in Ewigkeit. So das Schöpfungswerk euch gänzlich erschlossen werden soll, gehört dazu eure vollste innere Einwilligung, der vollste Wille, zu Mir zu gelangen...

Dann erst kann Ich euch Meinen Geist senden, der euch leitet in alle Wahrheit. Ihr müsset euch voll und ganz zu Mir bekennen, ihr müsset restlos Mein sein und jedes irdische Gut verachten, so es euch von Mir abwendig macht, denn nur allein Ich bin die ewige Wahrheit, und in Mir liegt die restlose Erfüllung...

Ich segne, die Mich suchen, Ich wandle mitten unter ihnen, gebe ihnen Licht und vermehre ihre Weisheit...

Ich will von euch Besitz nehmen, daß ihr nicht mehr der Welt anheimfallen könnt, so ihr nur willens seid, Mich aufzunehmen und in euren Herzen nur Mir allein Wohnung anzubieten...

Denn neben Mir ist nimmermehr Platz für weltliches Verlangen...

Wer Mich besitzen will, muß alles andere hingeben, denn nur in der völligen Hingabe an Mich findet ihr das Höchste und Wertvollste... die ewige Wahrheit, und nur diese wieder ist der Inbegriff der himmlischen Glückseligkeit. Der Welt ist schon Genüge getan, wenn ihr die Erdenaufgabe erfüllt zum Wohle der Mitmenschen; eure geistige Arbeit aber erfüllet ihr erst dann, wenn ihr in Sehnsucht und Liebe zu Gott euch Ihm zu nähern versucht, wenn dann die geistige Arbeit an euch einsetzen kann... wenn ihr der Wunder der Schöpfung achtet und somit auch den Schöpfer zu erkennen beginnt und ehrfurchtsvoll Seiner Liebe und Allmacht gegenübersteht. Erst dann wird das rechte Verhältnis zum Vater hergestellt, Der euch dann in aller Liebe unterweiset und vor euren Augen das Wunder der Schöpfung enthüllt, soweit ihr aufnahmefähig seid im Erdenzustand. Erst das Übergehen in das lichtvolle Jenseits gewährleistet euch ein umfassendes Wissen und Erkennen der Liebe, Weisheit und Allmacht Gottes, und ihr werdet Ihm Ehre, Lob und Dank singen bis in alle Ewigkeit...

Amen


B.D. NR. 687 - 27.11.1938

Segen der Krankheit und des Leides...

Der Leidenszustand zwingt den Menschen oft zu näherer Betrachtung des gesamten Erdenlebens, und es ist dies sowohl günstig für die Seele als auch sehr oft dem Körper zuträglich, weil der Mensch im Erkennen seines oft falschen Denkens und Handelns eine Änderung seines Wesens anstrebt, die sich auch für den Körper zum Vorteil auswirken kann insofern, als ein gesitteterer Lebenswandel zur Aufrechterhaltung eines gesunden Körpers oder zur Gesundung eines kranken Körpers erheblich beitragen wird. Es muß oft der Körper von Krankheit oder Siechtum heimgesucht werden, um ebenden Menschen erkennen zu lassen, daß sein Lebenswandel völlig gegen die Ordnung Gottes verstieß...

Denn alle Mahnungen und Warnungen, die der Herr dem Menschen zugehen läßt, bewirken nicht das, was Krankheit oft zuwege bringt. Der Mensch ist gezwungenerweise abwendig gemacht von der Welt und ihren Freuden, und er sieht das Erdenleben in völlig anderem Licht...

Er sieht die Hinfälligkeit und Hilflosigkeit des Körpers, und das Gefühl der eigenen Schwäche, der Unfähigkeit, sich aus diesem Zustand zu befreien, lenkt ihn unwillkürlich auf geistige Gedanken. Er wird sich nun viel eher mit Problemen befassen, die einem gesunden Menschen völlig fernliegen, und solche Gedanken können den Anlaß geben zur Umwandlung, wenn er sich nicht dagegen sträubt und so die geistigen Wesen ihre Arbeit an der Seele eines solchen Menschen beginnen können, indem sie diesen immer mehr beeinflussen, auf daß er Fragen stellt, die ihm von den Geistwesen durch helle Gedanken beantwortet werden, und er nun nach und nach in eine geistige Atmosphäre gelenkt wird, die ihm zusagt und ihn verinnerlicht. Ehe er im Weltgetriebe zur gleichen Erkenntnis gelangt wäre, hätte es einer sehr langen Zeit bedurft, die nutzlos für die Seele verstrichen wäre... so aber kann mitunter eine kurze Zeit schon genügen und ihn erheblich weiterbringen. Und so darf das Leid den Menschen nicht unglücklich machen, sondern es muß ebenfalls als Liebesbeweis der ewigen Gottheit angesehen werden, was der Mensch auch bald einsehen wird, der durch dieses Leid den rechten Weg betreten hat und nun auf diesem weiterwandeln kann in emsiger Arbeit um das Heil seiner Seele...

Amen


B.D. NR. 688 - 28.11.1938

Irdischer Besitz und Eigenliebe...

Geistiger Besitz und Nächstenliebe...

Ein weites Betätigungsfeld wird immer das Wirken in Liebe sein, unentwegt werdet ihr euch darin üben können, so nur euer Wille sich der ewigen Gottheit zuneigt. An der Fülle der Lieblosigkeit unter den Menschen werdet ihr auch erkennen, wie weit sich der Geist des Menschen entfernt hat vom Gottbewußtsein... wie er nur immer nach Befriedigung seines „Ichs“ sucht und alle Liebe, deren er fähig ist, nur diesem Ich gilt. Und es geht von dieser Eigenliebe immer nur Böses aus...

Die Sucht, alles Erdenkliche für sich zu besitzen, ist Anlaß zu allen Lastern und Untugenden, die dann einem solchen Eigenliebenden anhaften. Ihr merket das schon an dem einfachen Vorgang der Gütervermehrung. Es wird der Mensch immer nur trachten, für sich alles zu erringen, was ihm begehrenswert erscheint, und keine Mittel scheuen zur Erlangung, die gegen die Gebote Gottes verstoßen...

Er wird sich aneignen widerrechtlich oder durch List und Betrug den Mitmenschen zu schädigen versuchen... er wird sich nicht scheuen vor der Lüge, so sie ihm nur den geringsten Vorteil einträgt. Aber die Liebe zum Mitmenschen wird er nimmermehr pflegen, und es fehlt ihm somit alles, was ihn der ewigen Gottheit näherbringen kann. Im gleichen Maß segensreich aber wird sich die Betätigung in wahrer Nächstenliebe auswirken. Es wird der Mensch immer bemüht sein, den Nebenmenschen zu schützen vor allem, was ihm selbst nachteilig dünkt, und er wird stets in der Wahrheit verbleiben und den Geboten Gottes gemäß handeln und somit auch durch das Betätigen in Werken der Nächstenliebe der Gegenwart Gottes sich erfreuen dürfen jederzeit. Wer selbstlos dem Mitmenschen Gutes erweist, dessen geistiger Besitz wird sich vermehren und ihm im Jenseits einen unvergänglichen Lohn eintragen, und nur der Wille des Menschen wird benötigt, sich der höchsten Wonnen nach dem leiblichen Tode erfreuen zu dürfen. Die Lockungen der Welt sind das Gegengewicht, und der Mensch in seiner Verblendung erkennt nicht den Unwert der irdischen Freuden, sondern sucht sich mit allen Mitteln derer zu bemächtigen, und sein Los im Jenseits ist daher ein dürftiges, freudeloses, weil ihm im gleichen Maß gewährt werden wird, als er im Erdenleben seinen Mitmenschen gab. Wer nur sich selbst allzusehr liebt, kann nimmer sich die göttliche Gnade erringen, denn der Herr wird sein Tun und Treiben nimmermehr segnen...

Nur das Ausüben der Liebe am Nächsten sichert ihm solche zu. Wer willig hingibt von seinem Besitz, wird doppelt empfangen, und nicht nur irdisch, sondern in noch größerem Maße geistig, denn die Liebe ist das Höchste, und nur durch die Liebe kann sich der Mensch erlösen schon auf Erden...

Amen


B.D. NR. 689 - 28.11.1938

Menschwerdung...

Brücke...

Der die Dornenkrone getragen, hat der Menschen Sünden auf Seine Schultern geladen und blieb dennoch das reinste, unschuldigste Lamm Gottes. Die Nacht war aller Seelen Anteil zu jener Zeit, doch mit dem Heiland kam das Licht zur Erde, und die Finsternis ward überwunden durch Jesu Tod am Kreuze. Und wer sein Herz öffnete, um das Licht aufzunehmen, dessen Sündenschuld ward getilgt durch die Liebe des Heilands. Die Macht des Bösen war gebrochen, es erwarb der Heiland den Menschen das Recht, einzugehen in die ewige Heimat, so sie den Glauben annahmen an Jesus Christus als Sohn Gottes. In unermeßlich langer Zeit waren die Pforten zum Vaterhaus verschlossen, weil die Sünde die Seele trennte von der ewigen Gottheit...

Da schlug der Herr eine Brücke von der Erde zur geistigen Welt. Die unüberbrückbare Kluft bisher konnte der Glaube überwinden... die ewige Gottheit neigte Sich väterlich Ihren Geschöpfen zu und es findet den Weg zum Vater, der nur den Willen hat, denn der göttliche Heiland hat den Weg geebnet durch Seine Menschwerdung...

Amen


B.D. NR. 690 - 29.11.1938

Menschwerdung...

Weltliche Freuden...

Selbsterlösung...

Unendlich größer wurde die Kraft des Menschen, und sein Wille ward mächtig, denn es gewann die Macht der Liebe Oberhand über das Böse, und wer nun in der Liebe lebt, kann sich diese Macht so aneignen, daß die Laufbahn auf Erden vollauf genügt, um als geklärtes Wesen nach dem leiblichen Tode in die Gefilde ewiger Seligkeit einzugehen. Nur der Wille des Menschen blieb unantastbar, und diesen Willen suchet nun die Gegenmacht aufs äußerste zu beeinflussen, auf daß der Hang zur Liebe schwächer und somit die Selbsterlösung durch die Liebe in Frage gestellt wird. Nur das ununterbrochene Streben, im Willen Gottes zu leben, ist Einhalt-gebietend dem Bemühen des Widersachers. Wo sich der Wille ernsthaft Gott zuwendet, dort hat die Gegenmacht alle Gewalt verloren... sie sucht zwar immer und immer wieder, den Menschen zu Fall zu bringen, jedoch diese Versuche sind wirkungslos, da die Liebe zu Gott alles überwiegt. So war die Menschwerdung Christi der Sieg über das Böse... die Macht des Widersachers war gebrochen und die Kraft des liebewilligen Erdenwesens im gleichen Maß gestiegen, und ein Aufstieg zu Gott ward nun allen Geistwesen gesichert...

Die Dämonen des Weltalls suchen nun mit aller List sich der Seelen zu bemächtigen und alle Begierden, die verderbenbringend sind, zu erwecken oder zu verstärken, denn diese wieder schwächen den Willen, der sonst stark und widerstandsfähig ist. Darum ist jegliches weltliche Verlangen der endgültigen Wiedervereinigung mit Gott ein Hindernis, denn es wendet sich dann der Wille nicht voll und ganz der ewigen Gottheit zu, sondern wird geteilt und nach und nach sich immer mehr der Welt zuneigen, weil der Wille des Menschen immer schwächer wird und die Verlockungen von seiten des Bösen im gleichen Maße stärker. An sich ist das Verlangen nach der Welt keine Sünde, solange den Geboten Gottes damit nicht zuwidergehandelt wird, doch der Verzicht auf alle weltlichen Freuden ist gleichsam die Stufenleiter nach oben, denn es tauschet der Mensch dann für diese die göttliche Gnade ein. Der Körper gibt willig die Freuden der Welt auf, wofür die Seele jedoch unsagbar reich bedacht wird an Kraft und Gnade für ihre eigentliche Bestimmung. Und die Seele fühlt sich wohl in diesem Zustand, der sie in lichten Sphären weilen läßt, wogegen der Körper nach und nach den Hang zur Welt völlig verliert und das Opfer des Körpers immer leichter tragbar ist, je vollkommener der Zustand der Seele ist. Doch wonach die Menschen trachten auf Erden, die nicht in der Gnade Gottes leben, ist nur Schein und Trug, es zerrinnt und vergeht alles wie Schaum, nur für die Erdenzeit dem Körper Wohlbehagen schaffend, doch die Seele in dürftigstem Zustand belassend...

Es hat dann der Mensch völlig nutzlos sein Erdenleben gelebt, nicht gedenkend der Aufgabe, die er zu erfüllen hatte. Und so ist auch dann das Erlösungswerk, die Menschwerdung Gottes, ohne jeglichen Segen für ein solches Erdenkind geblieben... die Brücke, die der Heiland geschlagen zur Menschheit, ist von jenen nicht betreten worden. Sie wandeln weiter auf dem Wege der Finsternis, der zuvor die Menschen in die Irre geführt, und sehen nicht den lichtvollen Weg, den die Liebe Gottes den Erdenkindern gangbar gemacht hat...

Es ist dieser Weg wohl schmal und ein Weg der Entsagung, Selbstverleugnung und höchster seelischer Anforderungen, doch er führt unweigerlich zum Ziel...

Er gestaltet den Erdenmenschen zum Kind Gottes, das sich endlich vereinigt mit dem himmlischen Vater und so heimfindet in das Vaterhaus...

Amen


B.D. NR. 691 - 29.11.1938

Vaterworte...

Liebe...

Gedicht...

Gern und freudig sollst du dieser deiner Arbeit nachkommen und jederzeit Meiner Hilfe gewiß sein. Denn Ich segne allzeit, die in Meinem Willen verbleiben. Es werden unzählige Wesen von Mir betreut, und nimmer werde Ich die Meinen in Not lassen, so ihr Streben ist, Mir wohlgefällig zu leben. Wie alles um euch Mein Werk ist, so will Ich auch in euch tätig sein und kraft Meiner Liebe auch in euch die Flamme der Liebe entzünden und auflodern lassen, denn wer nach Mir verlangt, hat die Liebe in sich und soll nur fordern, daß sie sich ihm erfülle...

Das wonnigste Gefühl im Herzen ist der stete Umgang mit Mir... ihr werdet euch nicht mehr auf der Erde wähnen, so ihr diese Wonnen verkostet habt, und dennoch eure Sehnsucht steigern nach immer größerer Erfüllung, denn die Liebe überflügelt sich selbst... sie hat kein Ende und keine Grenzen, sie ist nur immer gebend und beglückend, und ihr Aufenthaltsort wird immer ein Mir zugewandtes Herz sein. Denn die Liebe bin Ich Selbst, und wer Mich von Herzen liebt, nimmt Mich auf in sein Herz, und es vernimmt die seligste Sprache, der in Meiner Liebe lebt... sein Herz ist Jubel und Frohlocken, und nichts wird ihm sein Glück rauben können, was von außen auf ihn einstürmt. Denn er ist ja geborgen in Meiner Liebe, und sein Verlangen nach Mir wird erfüllt...

Darum suchet, nur immer tätig in Liebe zu sein, so wird euch Meine Gegenwart beglücken unbegrenzt. Denn was ihr auch beginnet, Meine Liebe wachet über euch, und wie ein treusorgender Vater lenke Ich eure Schritte, daß ihr nicht vom rechten Wege abweicht und in die Gefahren des Lebens geratet. Und Ich habe noch viele Freuden für euch bereit, Ich mache euch zu den lichtvollsten Wesen im Jenseits, so eure Liebe zu Mir nicht nachlässet und eure Herzen Mir entgegenschlagen. Denn des Kindes Glück ist des Vaters Freude, sein Wohlergehen Meine Sorge, und wo ihr Gefahr laufet zu straucheln, halte Ich schützend Meine Hand über euch. Und wenn dein Herz sich sehnet... nach Mir nur unverwandt, Wird Meine Lieb’ dich tragen... zu Mir ins Heimatland, Aller Leiden dann enthoben, wandelst du in hellstem Licht. Schauest dann im Himmel droben deines Vaters Angesicht...

Und es wird dein Herz erbeben... und erglühn in Liebeslust...

Und in Wonnen wirst du leben, selig ruhn an Meiner Brust. Ständig sein in Meiner Nähe, selig sein in Lust und Freud’, Meine Liebe wird dir geben,... reinstes Glück in Ewigkeit...

Amen


B.D. NR. 692 - 30.11.1938

Notwendigkeit des Vermittelns... Gottes Wort...

Reinste Wahrheit...

Des Himmels höchste Seligkeit wird euch zuteil, die ihr dem Herrn dienet. Denn die unzähligen Gefahren, die der Seele im Erdenleben drohen, sollen von den Menschen recht erkannt werden, und deshalb muß ihnen das Wort Gottes zugehen in dieser Form, um den Glauben wieder von neuem erstehen zu lassen und die Gedanken der Menschen wieder hinzulenken zu Jesus Christus, den göttlichen Erlöser. Denn es ist eine Welt des Scheins geworden, niemand erkennt mehr so recht die Bestimmung seines Erdendaseins, alles wendet sich der Materie zu und verringert somit die Kraft des Geistigen. Und doch steht ihnen so viel Hilfe zur Verfügung, die sie nur zu ergreifen brauchen. Es vermittelt ihnen der Herr unentwegt Sein Wort...

Er will die Menschheit unterweisen von Seinem Willen und ihrer Aufgabe. Denn es geht um unendlich Großes... es geht um die Ewigkeit. Es kann der Herr nur zu den Menschen reden durch Menschenmund, will Er freie, sich selbst bestimmende Wesen zu Kindern Gottes bilden, denn alle sonstigen Mahnungen von oben werden auch nicht mehr beachtet, sondern hingenommen als immer wieder auftretende Ereignisse, und es wird daher so auffällig der Herr eingreifen müssen, wenn Seiner Mahnungen und Seiner Worte nicht geachtet wird. In jeden-einzelnen-bedrückender Not erst wird es ihnen erkenntlich werden und wird auch dann noch der Begriff „Naturgewalt“ viele vom rechten Denken fernhalten, denn ihre Verblendung ist schon zu weit vorgeschritten, und so kann Hilfe nur dann jenen gewährt werden, die sich vollgläubig wenden an den Schöpfer des Himmels und der Erde... die ihr Leben Ihm empfehlen und um Seine Gnade bitten. Sie nur werden errettet werden aus aller Not. Auf daß die Zahl dieser sich vermehre, sendet der Herr zuvor Seine Diener aus, die Kunde geben sollen von dem zu Erwartenden. Diese können der Menschen Denken noch ändern, so sie das Wort Gottes predigen, das der Herr wohlweislich mit Seiner Kraft segnet, so daß alle, die es vernehmen und gläubig annehmen, fühlbar dieser Kraft innewerden. Nur durch dieses den Menschen übermittelte Wort Gottes kann ihnen noch das Heil gebracht werden, und es ist unerläßlich für die Menschheit, um diese einem rechten Denken zuzuführen. Wer im Namen des Herrn seinem Nächsten die Liebe tut, ihm das Wort Gottes zu predigen, ist nur Ausführender des göttlichen Willens. Es soll das Wort Gottes unter der Menschheit neu erstehen und kann in der Jetztzeit nur in der Weise gelehrt werden, daß es dem Glaubenswilligen annehmbar erscheint, denn es sträubt sich der Mensch zu sehr gegen alles Unwahrscheinliche... er soll aber auch nicht zur Annahme des Glaubens gezwungen werden, sondern sein freier Wille soll entscheiden und annehmen oder ablehnen. Was den Dienern auf Erden zugeht und von ihnen vollgläubig entgegengenommen wird, ist die reinste lichteste Wahrheit aus den Himmeln... es ist der Ausdruck der göttlichen Liebe zu den Menschen... es ist die unverbildetste Lehre Christi, die Er Selbst den Menschen auf Erden gelehrt hat und die ewig die gleiche bleibt. So ihr Menschen diese empfanget, steht ihr im Segen, und so ihr diese auch den Mitmenschen vermittelt, wird euer Lohn dereinst wahrlich ein hoher sein. Die Liebe zu den Mitmenschen soll eure Triebkraft sein, und Worte, in Liebe gegeben, werden auch ihren Eindruck nicht verfehlen...

Sie werden wieder Liebe erwecken und Gott als den weisesten liebevollsten Vater erkennen lassen, Den das Erdenkind lieben muß über alles. Wo das Wort Gottes Eingang gefunden hat, dort wird auch der Friede des Herzens einkehren, es wird das Sehnen nach der Welt zurücktreten, es wird aller Glanz und Schein dieser verblassen, und es wird der Mensch nur begehren, Gottes Wort zu hören und sich daraus Stärkung und Trost, inneren Frieden und Glück zu holen...

Denn das Wort Gottes ersetzt tausendfach die Freuden der Welt, so es in voller Gläubigkeit entgegengenommen wird. Wer im Dienst Gottes steht, ist dazu berufen, für das Wort Gottes einzutreten und als Ausgesandter des Herrn Kunde zu geben von Seinem Willen. Die Aufgabe dieser Diener ist eine so gewaltige und umfangreiche, weil sie von größter Notwendigkeit ist für die Menschen, die in tiefster Nacht auf Erden wandeln und den Ernst der Jetztzeit nicht erfassen. Und darum sollen diese Diener auch mit aller Kraft ausgerüstet sein, um ihre Worte wirksam zu unterstützen im Namen des Herrn. Denn ein im vollen Glauben stehender Mensch, der sichtbar über außergewöhnliche Kraft verfügt, wird am ehesten auch unter den Menschen den Glauben festigen können an ein göttliches Wesen, Dem alles im Weltall untersteht...

Und hat der Mensch erst diese Erkenntnis, dann wird er auch willens sein, das göttliche Wort entgegenzunehmen und sich bemühen, den daraus erkennbaren Willen des Herrn zu befolgen; wer aber auch solche Beweise göttlicher Liebe und Sorge um die Menschen ablehnt, der wird in arge Not geraten, so der Herr die Natur-Elemente bestimmen wird, den Menschen von Seinem Vorhandensein Kunde zu geben. Dann wird die Stimme des Herrn allen vernehmbar tönen und Angst und Schrecken auslösen bei den Ungläubigen, denen die letzte Gnadenfrist damit gewährt ist...

Amen


B.D. NR. 693 - 30.11.1938

Fassungsvermögen für geistige Kost...

Seelsorger...

Siehe, Mein Kind, was dein Geist aufnimmt, ist von Mir wohlvorbereitet und daher immer deinem Fassungsvermögen angepaßt. Es muß erst dein Geist so weit aufnahmefähig sein, daß Ich ihm tiefgründige Weisheiten vermitteln kann, und bis dies erreicht ist, müssen dir die Lehren so geboten werden wie bisher. Es gilt nicht nur, diese niederzuschreiben, sondern sie sollen auch von dir recht verstanden werden, und es kann sich dies nur bewerkstelligen lassen durch immerwährendes Darbieten der geistigen Kost, bis du so weit vorgebildet bist, daß du mit Leichtigkeit fassen kannst, was dir noch bestimmt ist an Geistesgut. Die wahre Liebe wird dich auch dahin bringen, so dein Eifer nicht nachläßt, aber es sei dir auch ans Herz gelegt, daß deine Aufgabe ist, dereinst zu lehren...

Und daher muß dir die geistige Kost so geboten werden, daß sie dir recht verständlich ist und auch verstandesmäßig aufgenommen werden kann, um alle Einwände gut widerlegen zu können, was gar sehr nötig ist den Überlegen-sein-Wollenden gegenüber. Vertraue nur immer deinem Heiland, Der in allem das rechte Maß für dich findet und Dem ein jeder Winkel in deinem Herzenskämmerchen bekannt ist...

Er teilet dir die Gaben zu nach Bedarf...

Heut sollst du empfangen ein weises Wort über jene, deren Amt es ist oder sein soll, die Lehre Gottes zu verkünden. Siehe, Ich berufe immer einige unter den Menschen, die tätig sein sollen nach Meinem Willen, und kann Mich an ihrer Bereitwilligkeit, Mir zu dienen, stets erfreuen. Nun aber wird die Zahl der Mir-dienen-Wollenden immer geringer. Es üben zwar viele das Amt eines Seelsorgers aus, doch die Sorge um das Seelenheil nehmen sie nicht ernst. Sie beachten nicht das vierte Gebot: Du sollst Vater und Mutter ehren...

Sie sind nicht zu Meiner Ehre tätig, sondern erfreuen sich nur ihres leiblichen Wohles...

Sie erkennen in Mir nicht mehr den Vater an und verweigern Mir sonach auch alle Ehre und Liebe, indem sie Mich fremd den Menschen darzustellen versuchen... als strafenden Richter, nicht aber als milden Vater...

Sie sind wohl mit dem Munde tätig, doch ihre Herzen sind ferne von Mir, weil sie selbst Mich nicht erkannten und somit auch nicht den Menschen Kunde bringen können von Meiner Liebe. Ihnen ist nun ein hartes Los beschieden. Sie werden kämpfen müssen um ihre leibliche Versorgung, sie werden selbst in solche Not kommen, daß sie beweisen müssen ihren Glauben, sie werden die heiligste Mission, die ihr Amt eigentlich sein soll, nur ausführen können unter starker Selbstverleugnung. Sie werden alles scheinbare Wohlleben dahingeben müssen und nur noch von den Mitmenschen gewählte Verkünder des Wortes Gottes sein. Und es werden die Menschen wohl zu hören begehren das Wort Gottes, und sie werden zu jenen ihre Zuflucht nehmen, die ihnen über das Wesen der Gottheit Aufklärung geben können, niemals aber werden sie dort zu neuem und festem Glauben gelangen, wo der Glaube schon hinfällig geworden ist und die das Wort Gottes nicht mit dem rechten Eifer den Menschen darbieten können. Und für diese Zeit bereite Ich euch vor, auf daß solchen nach der Wahrheit hungernden gerechten Menschen die rechte Gotteslehre geboten werde und das Wort Gottes unter der Menschheit neu ersteht. Es wird alles zusammenbrechen und nur das reine unverfälschte Wort Gottes erhalten bleiben, denn an dieses reichet die Macht der Welt nicht heran, und so nun die kämpfenden Gottesstreiter wahrhaft für Mich einzutreten bereit sind, wird Meine Kraft auch in sie überfließen, und sie werden plötzlich hell und licht die Wahrheit erkennen und mit doppeltem Eifer für die Verbreitung Meines Wortes Sorge tragen. Zuvor werdet auch ihr, Meine treuen Diener, starken Anfeindungen von dieser Seite ausgesetzt sein, denn es wollen diese nahezu von Gott abgefallenen Verkünder Meiner Lehre nicht zugeben, daß sie auf irrigen Voraussetzungen ihre Lehre bisher aufgebaut hatten...

Sie werden sich einsetzen für das Alte, das schon lange nicht mehr dem Willen Gottes restlos entspricht, und sie werden auch davon schwer abzubringen sein, bis der Wunsch, nur das wahrhaft Rechte zu tun, in ihren Herzen so rege wird, daß sie mit Hilfe der göttlichen Gnade erkennen das Wirken der Gottheit von oben... daß sie erkennen die Gegenwart des Heilands unter der Menschheit und Seine übergroße Liebe zu den Geschöpfen. Dann werden auch sie sich dem Willen Gottes unterstellen und für Sein Wort wahrhaft tätig sein und dem Vater im Himmel allein die Ehre geben...

Amen


B.D. NR. 694 - 1.12.1938

Voraussage gewaltigen Geschehens...

Es ist für euch alle von großem Nutzen, die Worte der Bibel durchzulesen, und ihr werdet erkennen, daß der Herr Sich angemeldet hat zu Seiner Zeit. Nicht der Wille des Herrn ist Ursache des kommenden Strafgerichtes, sondern einzig und allein der Wille der Menschheit, der eine fast völlige Lostrennung vom Glauben erstrebt und ein immer tieferes Versinken in die Nacht des Geistes zur Folge hat. Nur um diesem Treiben ein Ende zu bereiten und um noch zu retten, was der Nacht nicht gänzlich verfallen ist, erfüllet der Herr Sein Wort...

Denn Sein Geist ersah die gegenwärtige und die kommende Zeit, und in Seiner Güte und Milde ließ der Herr nichts unversucht, um das Strafgericht abwenden zu können. Ein jeder, der zu dieser Zeit auf Erden lebt, wird zuvor hingewiesen werden und kann für sich allein das Gericht insofern abwenden, als er geschützet wird in allen Gefahren von der unsichtbaren Hand des Vaters, so er nur in gläubigem Vertrauen sich Diesem zuwendet und somit Seine Macht und Liebe anerkennt...

Die vielen Ereignisse, die vorangehen, um die Menschen aufzurütteln, werden euch auch anzeigen, daß die Zeit nahe ist. Es wird nicht an einem Menschen die Zeit spurlos vorübergehen, und der Anzeichen werden viele sein, die den Menschen aus der Lethargie des Geistes erwecken und aufmerken lassen sollen, daß eine ewige Gottheit sichtbar eingreift. Und überall wird der Widersacher seine Hand im Spiel haben und die Menschen allerorten beeinflussen, nur den Gedanken und Worten der Welt Gehör zu schenken und alles Geistige abzulehnen, denn es sind die Menschen in ihrer Herrschsucht und ihrer Überheblichkeit so überzeugt von ihrer eigenen Stärke und Macht, daß ihnen notgedrungen durch Schicksalsschläge, die abzuwenden nicht in der Hand des Menschen liegen, der Beweis geliefert werden muß von ihrer eigenen Schwäche und Unzulänglichkeit. Anfangs werden sie wohl auch solche Schicksalsschläge hinnehmen ohne besondere Rückwirkung auf ihr Denken...

Doch die Ereignisse werden sich häufen und selbst die Überheblichen innerlich erbeben lassen, wenn sie ihre Ohnmacht erkennen. Und ein solches Geschehnis bereitet der Herr vor...

In das eigenmächtige Walten in Ungerechtigkeit wird Er eingreifen und den Menschen erkenntlich Seinen Willen äußern...

Es werden in dieser Zeit alle erregbaren Gemüter erstarren, denn die Größe des Geschehens ist zu gewaltig, als daß es als Zufall hingenommen werden könnte. Und einer nochmaligen Wiederkehr des Geschehens zufolge werden sich viele aus dem Schlafe erheben und den lichten Morgen der Finsternis des Geistes vorziehen... und diesen dann das Wort Gottes zu predigen wird dankbare Aufgabe der Diener Gottes auf Erden sein, denn nichts geschieht in der Welt ohne Bedacht... nichts ist dem Wissen des Schöpfers verborgen, und so wird auch das sichtbare Eingreifen des Herrn nicht ohne Zweck und Sinn, sondern für viele erkennbar die hilfreiche Hand des himmlischen Vaters sein, die zu ergreifen ein jeder sich angelegen sein lassen sollte. Denn die Zeit ist nahe, von der geschrieben steht in Wort und Schrift...

Amen


B.D. NR. 695 - 3.12.1938

Vollgläubiges Vertrauen...

Kampf gegen Zweifel...

Es wissen die Menschen nicht, wie leicht sie versinken können im Unglauben, so die innere Einstellung zum Vater an Tiefe zu wünschen übrig läßt, denn der Herr Selbst ist Schutz allen denen, die Ihn suchen, und so kann sich nicht verirren das Kind, das Ihn ersehnt. Jede Minute des Lebens ist kostbar, und so sie zur Gewinnung irrender Seelen benutzt werden, sind sie gesegnet vom Herrn. Lasse dir darum keine Zweifel ankommen... es bewegen sich deine Gedanken im Sinne des Herrn, Er führt dich gleichsam durch das tägliche Leben hindurch so, daß du in deiner geistigen Aufgabe Betätigung findest. Der leiseste Anstoß genügt oft, daß der Mensch nachdenklich wird...

Ein sicheres Gefühl des Geborgenseins erlöst den Menschen aus aller Pein, und so hat der Herr schon Sorge getragen für dein ferneres Leben, und du kannst dich beruhigt deiner geistigen Arbeit hingeben und voll Vertrauen zu Ihm aufblicken. Denn es ist ein ewiger Kampf um eine schwache Seele...

Wo nur das geringste Mißtrauen auftauchet, dort sind die Geister der Unterwelt in Scharen versammelt, um ein solches zweifelndes Herz hinabzuziehen. Alles, was sich nicht bedingungslos der Kraft von oben hingibt, wird von dem Gegenpol ergriffen und gleichsam immer mehr geschwächt, und dann hat die Seele maßlos zu kämpfen, um wieder in Verbindung zu kommen mit der Kraft von oben. Und das alles nur, wenn leise Zweifel das Herz gefangennehmen wollen...

Das gläubigste Vertrauen fordert der Herr von euch, die Er Selbst unterweiset. Bedenket, daß ein jeder Zweifel den Herrn betrübt... bedenket, daß Er euch zu vollgläubigen Kindern gestalten will und daß ihr nimmer darum an Seinen Worten zweifeln sollt...

Denn dann finden alle bösen Gewalten Eingang in einem zweifelnden Herzen und verdrängen die gleichfalls tätigen guten Geistwesen, so daß deren Einfluß ebenfalls schwächer wird und nur ein starker Wille die Gefahr für die Seele dämmen kann. Lasset euch gesagt sein, daß ohne Kampf kein Sieg erfochten werden kann, und darum müsset ihr gegen alle Zweifel ankämpfen, ihr müsset wissen, daß vollste Kraft im ungezweifelten Glauben liegt, daß ihr aber entgegengesetzt euch in die Gewalt des Feindes gebt. Überlasset alle Sorgen dem Herrn, Er wird euch aufrichten, wenn ihr verzagen wollt. Er wird euch trösten und euch auch Aufschluß geben, wo ihr unwissend seid...

Und so hat Er immer für euch das bereit, was eurer Seele angemessen ist...

Er vermittelt euch reinste Wahrheit, und jeder Zweifel daran ist Unrecht gegen den Herrn und Heiland, so wie vollstes Vertrauen und ungezweifelter Glaube Ihn stets erfreuen wird. Und so sammle dich im Gebet, und bitte den Vater um Seinen Beistand in allen dich bedrückenden Anliegen und Fragen... und bringe Ihm die ungeteilteste Aufmerksamkeit und den besten Willen entgegen, und es werden sich dir alle Zweifel klären und deine Fragen dir beantwortet werden, denn es ist des Herrn Wille, daß ihr wisset, die ihr zu wissen begehrt...

Amen


B.D. NR. 696 - 4.12.1938

Liebe...

Erfüllung...

Quell des geistigen Reichtums...

Was sich in jüngster Zeit ereignet, wird dich völlig gläubig machen, denn dein Gebet dringt zum Herrn und wird Erhörung finden. Siehe, Mein Kind, es ist Mein Wille, daß dein Empfinden vertieft werde, es soll ein Bund geschlossen werden zwischen Mir und dir, der ewiglich bestehenbleibt, und so er nicht durch alle Prüfungen gefestigt ist, ist immer die Gefahr der Verflachung...

Der menschlichen Einsicht entzieht es sich, wie verantwortungsvoll der Kampf im Erdenleben ist, doch ein unbegrenztes Wissen darum würde die freie Handlungsweise beeinflussen...

Der Sinn des Lebens aber ist das Streben zu Gott aus völlig freiem Willen, unbewußt der seiner wartenden Herrlichkeit oder Verdammnis. Denn so ein Wesen in Berechnung handelt, verliert jedes Tun und Lassen an Wert...

Die Liebe soll den Menschen treiben und diese wieder innerster Antrieb sein, das rechte Maß der Liebe aber ist allein schon Verlangen nach oben, denn Ich Selbst bin die Liebe... wer Mich also in sich hat durch sein Wirken in Liebe, läßt sich gleichsam ohne Widerstand von Mir erfassen und hinüberleiten in Mein Reich. Es kann somit das Erdenkind unbesorgt vor die größte Aufgabe gestellt werden, es wird dieser Aufgabe nachkommen aus eigenem Antrieb, weil die Liebe zuerst tätig war, nur muß es fortgesetzt durch Widerstände angeregt und gefestigt werden, weil die Anforderungen des Lebens, die an ein in solcher Aufgabe stehendes Erdenkind herantreten, unsagbar groß sind...

Es muß sich behaupten können allen Anfeindungen von außen gegenüber, es muß selbst außerordentlich wissend sein und sich bewähren können gegen Einwendungen feindlicher Seite... es muß erstarken, was ohne inneren Kampf unmöglich ist. Doch kein Amt wird dem Menschen gegeben ohne die nötige Kraftzuwendung, und es erkennt der Mensch sehr oft nicht den wahren Zweck eines scheinbaren Rückschlages, der immer ein Mittel ist gegen Lauheit und Ermüdung des Geistes. Volles Verständnis wird ihm erst dann werden, wenn er rückschauend sein Erdenleben betrachtet, so aber sein Wandeln noch auf Erden ist, befällt ihn oft Bangigkeit, und er ruft in solcher den himmlischen Vater innig um Hilfe an...

Und so wird der Bund mit Mir immer fester geschlossen; sein Glaube, der zu Mir seine Zuflucht nimmt, wird belohnt und in verstärktem Maß ihm Gnade zugeführt. Siehe, die Trennung von Mir ist das bitterste Leid, das dem Erdenkind drohen kann, doch wer darob erschrecket, daß Ich ihn verlassen könnte, hat Meine vollste Liebe, denn sein Herz verlangt ja nach Mir... wie wird es da zu fürchten brauchen, daß Ich Meine Huld von ihm abwende. Und nur immer größer soll sein Sehnen sein, auf daß Ich es bedenken kann mit Meiner Liebe...

Jede geistige Speisung ist Meiner Liebe höchster Beweis, denn es wird nimmer hungern und dursten, wer dieser Speise gewürdigt wird, und so ist die Liebe zu Mir auch gleichzeitig Erfüllung des Sehnens, denn wer Mich liebt, der empfängt. Lasset die Welt trachten nach irdischen Gütern und beachtet, wo wohl das wahre Glück zu finden ist...

Immer nur dort, wo reine Liebe die Herzen erfüllt...

Liebe, die zu geben bereit ist...

Solange aber nur Liebe zu irdischem Gut rege wird...

Liebe, die besitzen will, solange wird sie auch kein inneres Glück und inneren Frieden erzeugen. Wenn nun die Liebe sich Mir zuwendet, wenn sie Mir geben will, und zwar sich selbst Mir zu eigen, so wird diese Liebe unsagbare Wonnen auslösen, denn Ich Selbst will Erfüllung sein...

Das leiseste Flehen nach Mir soll genügen, daß das Erdenkind Meine Sprache vernimmt... es soll sichtbar ausgezeichnet sein auf Erden, daß geistige Kraft es unterstützt und es in Meiner Liebe fortan wandelt. Der Lebensquell ist immer und ewig Meine Gnade, und wer in Meiner Liebe steht, der darf unausgesetzt schöpfen an diesem Quell, er wird nie darben und leiden brauchen und geistigen Reichtum sammeln, und der Freude, die ihm Meine Liebe bereitet, wird kein Ende sein. Und solches ist denen bestimmt, die in Mir den Herrn sehen... die sich Mir allzeit unterstellen und Mir Liebe und Ehre entgegenbringen...Ich aber neige Mich ihnen zu als Vater, Der in tiefster Liebe Seine Kinder zu Sich zieht, denn es lebt gleichfort in dieser Welt, was Meine Liebe einst erschaffen hat, doch alles aus Mir soll auch eins sein mit Mir...

So es nun aus eigenem Antrieb nach Mir als seinem Schöpfer und Vater verlangt, ist Meine Freude unbeschreiblich, denn Meine Liebe gilt euch, Meinen Kindern, ewiglich...

Und höchste Seligkeit soll sein für euch eure Rückkehr in das Vaterhaus...

Amen


B.D. NR. 697 - 5.12.1938

Heiland als Arzt...

Lehre der Jetztzeit...

Himmelsbotschaft...

„O daß ich tausend Zungen hätte, zu preisen Deine Macht und Herrlichkeit, o Herr, Der du die Welt regierest von Ewigkeit zu Ewigkeit...

Und Der du in mildestem Erbarmen dich Deiner Erdenkinder annimmst und ihnen Worte der Liebe gibst fort und fort...

Sei mein Schutz und Schirm jetzt und allezeit...

Amen.“

So soll es in euren Herzen klingen, und in Dankbarkeit sollet ihr zu Ihm aufschauen, Der euch Seiner Gnade würdigt, denn der Herr belebet euch mit Seinem Wort. Er ist der Heiland eurer Seele, der rechte Arzt, Der euch gesunden läßt, Der alle eure Leiden erkennt und in nimmermüder Liebe besorgt ist, euch das Heil zu bringen...

Wenn ihr Seinen Worten Glauben schenkt, wenn ihr euch wahrhaft betreuen laßt von Ihm, wenn ihr fortan begehret den rechten Heilstrank, so ist die Gesundung eurer Seele euer Anteil und ihr Leidenszustand behoben für immer. Sehet Gottes Wirken, und erkennet Seine Liebe, und verberget euch nicht, sondern nehmet dankbaren Herzens entgegen, was Seine Vaterhand euch bietet. Die Lehre der Jetztzeit entspricht nicht mehr Seinem Willen, es dauert Ihn die Menschheit, die willig ist, und ihr gilt Sein Erbarmen. Und wer von dieser Erde zuviel erwartet, soll hingewiesen werden auf die Vergänglichkeit alles Irdischen. Des Herrn Wille ist immer und ewig der gleiche, daß die Menschen auf Erden ihr Wesen zu veredeln suchen, daß sie den Himmelsbotschaften ihr Ohr leihen und sie allerdeutlichst den Weg gewiesen werden, der zur Veredlung der Seele führt. Und in welcher Fülle sich die Liebe des Herrn äußert, ist daran ersichtlich, daß Er Selbst auf Erden wandelt und Sich offenbart den liebenden und willigen Erdenkindern, und das in jeglicher Art. Ein helles Um-sich-Blicken und ein Lauschen nach innen läßt wohl vernehmlich Seine Gegenwart erkennen dem, dessen Herz sich Gott zuwendet. Und Sein Geist ist ständig mitten unter ihnen, und so werden die Seinen auch Seine Nähe fühlen und stets wissen, was der Herr begehrt, und, der Welt entrückt, Seinen Willen zu erfüllen trachten. Doch wer mit weltlichen Augen und Ohren schauet und lauschet, kann nimmer der Gesundung seiner Seele gewärtig sein, er läßt vielmehr alles außer acht, was der Seele dienlich ist... er benötigt nicht den Arzt, weil er dessen weise Anordnungen nicht befolgen will, und hat daher wenig Möglichkeit, seinen Seelenzustand zu bessern. Und der Erdenlauf trägt nicht dazu bei, denn des Heilands Wort ward mißachtet. Der Kraft von oben waren Schranken gesetzt durch den Abwehrwillen des Menschen, und alle Liebe und Barmherzigkeit des Herrn richtet nichts aus gegen diesen. Welch ungeheure Verantwortung aber der Seele gegenüber...

Und wie hoffnungslos der fernere Lebensweg, so der Wille des Menschen sich nicht ändert...

An der Schwelle des Todes wird ihm wohl oft sein Irrtum klar, und dann geht die Seele einem trostlosen Jenseits entgegen, wo der Kampf wiederum beginnt, wenn die Seele nicht erkennen will... oder ein schweres Ringen einsetzt, so die Seele erkannt hat...

Amen


B.D. NR. 698 - 5.12.1938

Gotterkenntnis...

Erkennen des Ursprungs...

Es erkennen die Menschen immer weniger ihren Ursprung, und da sie sich dessen nicht bewußt sind, begreifen sie auch nicht ihre Aufgabe auf Erden. Und ob auch Zeiten darüber vergehen, sie müssen unweigerlich erst zu dieser Erkenntnis kommen, bevor Stufe für Stufe ihrer Höherentwicklung erfolgen kann. Die Länge der Zeit entbindet den Menschen nicht von der für ihn unbequemen Aufgabe, erst den Anschluß zu suchen an seinen Schöpfer...

Er muß erstmalig den Schöpfer anerkennen und in Fühlungnahme zu Ihm treten, und es kann für ihn nur von Vorteil sein, so er in frühester Zeit diese Verbindung sucht, denn erst von dieser Zeit an ist sein Leben zweckentsprechend zu leben...

Zuvor aber ist das Leben nur ein spielerisches Verzetteln der kostbaren Zeit, denn es zieht nicht den geringsten Nutzen für die Seele nach sich. Und von Nachteil wird es nur sein, wenn der Mensch gedankenlos dahinlebt und sich niemals mit der Frage seines Ursprungs befaßt. Ihm hat Gott wahrlich den Verstand und die Denkfähigkeit umsonst gegeben, so er sie nicht nützet, um geistig zum Erfolg zu kommen. Selten wird dem Menschen die Gnade zuteil, offensichtlich hingewiesen zu werden auf den Zustand vor seiner Verkörperung. Wer nicht im Verlangen nach Wahrheit forscht auf dem Wege des Herzens, wird auch kaum eingeweiht werden können, und daher wird ihm auch seine Urnatur ein ewiges Rätsel bleiben... gibt er sich doch nicht die geringste Mühe, eine ihn befriedigende Aufklärung darüber zu erhalten. Und so kann er entweder nur annehmen, was ihm von geistig reiferer Seite als Wahrheit geboten wird, oder er muß gleichfort in dunklem, ungeklärten Zustand verbleiben, bis er endlich nach langer, ungenützt verstrichener Erdenzeit seinen eigentlichen Ursprung erkennt. Und das allemal desto eher, je mehr ihn selbst diese Frage bewegt. Denn Gott gibt jedem Menschen die Erleuchtung, der nach Licht verlangt, und er legt auch jedem Menschen die gleiche Verpflichtung auf, von seinem Denken und Wissen Gebrauch zu machen, und so ist die völlige Unwissenheit immer eine gewisse geistige Trägheit...

Wer niemals sich solche Fragen stellt, dem wird auch keine Antwort werden können, und wer ohne alles Denken in den Tag hineinlebt, hat eigentlich kein Recht, die Erde zu beleben, da er den eigentlichen Zweck des Lebens nicht erfüllt. Nur die große Gnade und Barmherzigkeit Gottes wird durch mitunter schmerzvolles Eingreifen auch solche Menschen zum Nachdenken bringen, auf daß der Mensch wenigstens den Rest seines Lebens im Licht stehen kann, wenn er nicht völlig abweisend sich verhält und alle Warnungen oder Hinweise außer acht läßt. Dann hilft nur noch ein machtvolles Eingreifen von seiten der ewigen Gottheit, soll ein solches Wesen nicht in vollster Unkenntnis das Erdenleben verlassen und im Jenseits dann einen unendlich längeren Weg gehen müssen, um zum gleichen Ziel, der Erkenntnis seines Ausgangs aus Gott, zu gelangen. Es ist dies unweigerlich die erste Notwendigkeit... es ist dies die erste Aufstiegsmöglichkeit, dann erst kann von einer Fortentwicklung die Rede sein, und dann erst ist es möglich, das rechte Verhältnis zum Schöpfer und ewigen Vater herzustellen, ohne welches das Vollkommenheitsstadium nimmer erreicht werden kann...

Amen


B.D. NR. 699 - 6.12.1938

Zustand der Seele nach dem Tode...

Gottesgeist...

In aller Klarheit wird sich dir der Zustand der Seele offenbaren, dereinst, wenn die Seele den Leib verlassen hat und sie eingeht durch das Tor des ewigen Lebens. Dann wird sich der Begriff „Gottesgeist“ enthüllen in verständlichster Weise. Es wird eine Trennung stattfinden in der Form, daß der sich in der Seele bergende Gottesgeist sich völlig vereinigt mit aller seelischen Substanz, während die körperliche Hülle alle die Seele hemmenden Fesseln löst und ihr völlig freien Austritt aus dem Körper gewährt. Das, was diesirdisch ist, wird dem irdischen Verfall entgegengehen, doch die unsterbliche Seele ändert nur ihren Aufenthaltsort... sie ist nicht mehr an Zeit und Raum gebunden durch die äußere Hülle, sondern in der Unendlichkeit überall dort, wo ihr Wille sie hinführt, keinem Zwang und keiner Hemmung unterworfen, sondern völlig aus sich selbst frei und ungebunden. Vorausgesetzt, daß sie auf Erden den Reifegrad erreicht hat, den der nunmehrige Aufenthalt in Lichtregionen bedingt. Denn so die Seele noch nicht völlig gereinigt ist von allen Schlacken und Begierden, kann sie in solchen Lichtregionen keinen Eingang finden, sondern muß den nötigen Reifegrad erst im Jenseits erreichen. Es ist so einfach zu verstehen, daß gerade die Verbindung mit dem göttlichen Geist schon der Lichtzustand selbst ist...

Gott Selbst ist Licht, und alles aus Gott Entstandene muß gleicherweise auch Licht sein, solange es vollkommen ist...

Ebenso muß das Unvollkommene, von Gott Abgefallene so lange Finsternis sein, bis es wieder zu Gott, dem ewigen Licht, zurückgefunden hat, und dann gleichfalls wieder im hellsten Licht erstrahlen...

Also muß die Vereinigung der Seele mit dem Gottesgeist im Menschen auch das Eingehen in den hellsten Lichtzustand sein, und es muß jeglicher Zustand der Dunkelheit sein Ende gefunden haben, so die Seele von der göttlichen Urkraft erfaßt ist, welche ist der göttliche Geist im Menschen...

Nichts in der Welt kann für die Wonnen dieses Zusammenschlusses der Seele mit dem Gottesgeist annähernd einen Vergleich bieten...

Es ist dies so unvergleichlich beseligend und doch bei etwas gutem Willen so überaus leicht zu erreichen, und es entschädigt das Erdenkind dieser Moment für das schwerste und schmerzensreichste Erdenleben tausendfach. Doch aller auf die Seele ausgeübte Zwang würde ein solches Seligkeitsgefühl nimmermehr zustande bringen, und daher muß wiederum der freie Wille im Menschen tätig sein, soll ihm das höchste Glück, die Vereinigung mit dem Geist aus Gott, gleich bei seinem Eintritt ins Jenseits beschieden sein...

Amen


B.D. NR. 700 - 7.12.1938

Gottes Liebe...

Kraft...

Schöpfungswille...

Sehet, wie sich das Meer göttlicher Liebe ergießet über alle Geschöpfe... wie unentwegt sich der Quell der Gnade öffnet und die Fülle der Liebe Gottes sich Seinen Wesen mitteilt. Immer sind sichtbare und unsichtbare Kräfte bereit, das von Gottes Liebe Gewollte auszuführen, und so wirket die Liebe des Herrn unbegrenzt... immer und ewig. Sein Wille ist Macht, Seine Liebe Kraft, und Seine Weisheit erschaffet aus Willen und Liebe...

Jedes Ding ist sonach das in aller Weisheit ausgeführte Liebeswirken Gottes, es ist entstanden aus sich heraus, indem die Liebe Gottes tätig ward, und ein solches Liebeswirken muß daher auch das Höchste sein... es muß das Geschaffene anschaulich und greifbar oder sichtbar den Willen und die Liebe Gottes kundgeben und kann sonach auch nimmermehr zurück in ein Nichts versinken, denn alles Geschaffene ist Kraft... die Kraft aber verringert sich nicht, sondern vermehrt sich gleichsam bis ins unendliche. Ein geschaffenes Wesen, als Produkt dieser Schaffenskraft, deren Ursprung die göttliche Liebe ist, muß also gleichfalls die Liebe und die Kraft in sich bergen, wenn auch im unendlichsten Teil...

Es birgt jedes Wesen einen Funken dieser göttlichen Liebe und Kraft in sich...

Es hat nun das Wesen, sonderlich im Besitz des freien Willens, die Aufgabe, diesen Funken gleichfalls zu immer größerer Gestaltung zu bringen, also im Zusammenschluß mit der Liebe Gottes die eigene Kraft der Liebe zu vermehren und sich so wieder mit der Urkraft, dem Inbegriff der Liebe, zu vereinen, auf daß alles, was von Gott ausgegangen, wieder zu Ihm zurückkehret. Wem dieses nicht verständlich erscheint, der stelle sich eine Kraftanlage vor, die gleichfort Kraft erzeugt und solche abgibt. Je mehr nun Kraft erfordert wird, desto mehr wird auch erzeugt, die Anlage erhält aber alle Kraftzufuhr unvermindert zurück in der Form, die durch die genützte Kraft gewonnen wurde, es ist also nur eine Umformung der Urkraft vollzogen worden, nicht aber der geringste Teil der Kraft verlorengegangen. Und es kann somit auch nimmermehr das Geringste im Weltall verlorengehen oder vernichtet werden, weil es stets nur in anderer Gestaltung, dem Willen des Herrn entsprechend, im gesamten Weltall Zeugnis ablegt von dem nie enden wollenden Gestaltungswillen der ewigen Gottheit. Solches ist dir wohl verständlich, nicht aber, wie die Kraft als solche sich vermehrt in den von Gott geschaffenen Wesen...

Der Lichtquell ist in Ewigkeit nicht versiegend, denn göttliche Kraft kann sich niemals aufbrauchen, obgleich ein jedes Wesen sein Bestehen lediglich diesem Kraftquell verdankt...

Ununterbrochen vermehrt sich das Licht und die Kraft durch die Ausstrahlungen in das Weltall. Es sind diese weder begrenzt noch von irgendwelchem Einfluß abhängig, sondern ununterbrochene Äußerungen des Wirkens und der Liebe Gottes, die nur dann nachlassen würden, wenn der Schöpfungswille Gottes sich verringern möchte. Doch dies kann nicht geschehen, denn es bedeutete einen Mangel an Liebe, und da Gott doch die Liebe Selbst ist, so muß sie auch unaufhörlich schöpferisch tätig sein und immer wieder neue Lebewesen erzeugen, denen die nie enden wollende Liebe des Vaters gilt. Je mehr sich nun der Schaffensdrang betätigt, desto zahlreicher sind die Wunder der Schöpfung... und da ein jedes Schöpfungswerk Kraft aus Gott ist, vermehrt sich diese Kraft täglich und stündlich um das Unendliche, denn es gehen doch immerfort und überall im Weltall die mannigfaltigsten Schöpfungswerke aus dem Willen Gottes hervor, und es wird nicht eine Sekunde die Schöpfung als solche an Gestaltung und Größe zurückgehen oder sich vermindern, sondern statt dessen immer umfangreicher und vielgestaltiger werden durch den ewig unbesiegbaren Schöpfungswillen Gottes, der aus der unendlichen Liebe Gottes entspringt Und es hat der Herr darum auch wieder in jedes geschaffene Wesen die Liebe und den Gestaltungswillen gelegt, die dann das Wesen, so ihm der freie Wille zu eigen gegeben wird, zu höchster Vollendung bringen soll, auf daß die Kraft Gottes, welche ist ewige Liebe, nur immer vermehrt werde und als solche das höchste Glück im Himmel und auf Erden auslöse, denn der Inbegriff aller Göttlichkeit und somit der höchsten Seligkeit ist die Liebe...

Amen


B.D. NR. 701 - 8.12.1938

Ungläubige...

Voraussage...

Außergewöhnliches Zeichen...

Und es mehren sich die Ungläubigen, sie suchen nicht mehr ihren Retter aus der Not im Gebet, sie versäumen, Ihm Liebe und Ehre zu geben, und wandeln durch das Erdenleben dahin, uneingedenk ihres Schöpfers. Diese Loslösung von Gott aber zieht das Ärgste nach sich...

Es kann ein reiner Geist wohl der Welt verborgen bleiben auf undenkliche Zeiten hinaus, doch so Er Sich sichtbar äußert, dann ist dies unumgänglich notwendig. In die Materie verkörpert, ward Sein Wandeln auf Erden den Menschen ein Zeichen Seiner Liebe, als die Menschheit zu sehr in den Banden der Finsternis schmachtete. Nun aber lehnet sich die Menschheit gleicherweise auf gegen die ewige Gottheit, nicht achtend Seines Willens, und ist nur fortgesetzt tätig, die Entfernung zwischen dem Schöpfer und sich zu vergrößern...

Es muß ein solches Vorhaben verhindert werden, auf daß der Zusammenbruch... der geistige Verfall, verhindert werde zur Rettung derer, die nicht gänzlich in dunkelster Nacht sind. Doch die Liebe des Vaters aller Geschöpfe ist ewig und langmütig...

Sein Wille ist nicht Verderben und Strafe, sondern Errettung aus tiefster Not. Das kommende Strafgericht wird Zeugnis sein, wie unendlich barmherzig das Walten der ewigen Gottheit ist und wie allen noch in letzter Stunde der Weg zur Umkehr nahegelegt wird und wie eines jeden Willen die Änderung seines Schicksals bewirken kann. Denn Gott suchet nimmermehr das Kind dem Untergang preiszugeben, sondern es mit allen Mitteln zur Selbsterkenntnis zu leiten, die gleichbedeutend ist mit Aufstieg...

In Seiner grenzenlosen Erbarmung möchte Er an Sich ziehen, was nun in der Entfernung von Ihm verharrt...

Er hat wohlweislich der kommenden Zeit die größten Anzeichen vorangehen lassen und wird dies in verstärktem Maß noch tun, um alle aufmerken zu lassen auf ein außergewöhnliches Ereignis, und wer sich dieser Zeichen bewußt ist, wird darin das Walten der Gottheit erkennen. Die größte Gefahr für euch Menschen besteht darin, daß ihr euch stark wähnet und doch nicht das Geringste aufzuhalten imstande seid, was der Vater über euch sendet zum Zeichen Seiner Macht. Gehet in euch und erkennet eure Schwäche, und ihr werdet im gleichen Maß stärker werden im Geist... ihr werdet erkennen das geistige Wirken der Jetztzeit, ihr werdet die Vertreter Gottes, die Verkünder des Lichtes, erkennen, und es wird euch dies ein Trost sein in der kommenden Zeit. Euer eigener Wille wird ausschlaggebend sein, wieweit ihr vorbereitet seid, wenn der Herr sichtbar in Erscheinung tritt, und ihr werdet Ihn erkennen, so es an der Zeit ist...

Er wird Sich zu erkennen geben dem, der Ihn im Geist suchen wird, und jegliche Materie wird Seinem Licht weichen, nur der Geist wird schauen und erkennen. Und ihr, die ihr diese Zeit bewußt erwartet, euch wird der Herr Seine Gnade schenken, daß Er mitten unter euch weilet und eure Herzen stärket durch Seine Gegenwart...

Amen


B.D. NR. 702 - 8.12.1938

Voraussagen...

Anzeichen...

Irdische Verfügungen...

Alles wird der Welt verständlich sein, nicht aber Mein Wirken auf dieser Erde an den Menschenkindern, die Ich Mir erwählet habe zu einer großen Aufgabe und denen Ich mit Rat und Tat beistehe, auf daß sie nach Meinem Willen tätig sind. Und dennoch wird es auch der Welt und ihren Anhängern offenbar werden, daß eine ihnen unverständliche Macht sie regieret, denn sie werden an der Ausführung ihrer Pläne behindert werden des öfteren, und solches wird sie stutzig machen, so ein gewisser Widerstand erkenntlich sein wird, der sich immer ihren Verfügungen entgegen bemerkbar macht. Je aufmerksamer die Menschen dieses Eingreifen einer höheren Macht verfolgen, desto klarer wird ihnen auch der Zusammenhang werden, denn immer dort, wo es gilt, Verbindungen zu untergraben oder, wo ein geistiges Aufblühen sichtbar zutage tritt, dieses zu unterbinden... dort wird der Wille des Menschen Mir gehorchen müssen, und wer sich Meinem Willen entgegenstellt, wird völlig machtlos sein und seiner irdischen Schwäche sich bewußt werden. Jedes noch so geringe Vergehen gegen Meinen Willen wird sich rächen auf eigenartige Weise...

Wer Herr sein will, wird sein eigener Knecht sein, und wer gebieten will, wird gehorchen müssen. Und Ich Selbst werde es so anordnen, um die Meinen zu stärken in ihrem Glauben, denn sie werden in arge Not geraten durch die Anweisungen der Welt. Und wieder wird siegen, der für Mich und Mein Wort streitet, da Ich Selbst mit ihm bin. Und was sich in Kürze abspielen wird, lässet so manchen nachdenklich werden, die Leiden aber wird Meine Macht und Mein Wille abschwächen an den Gerechten, und sie sollen nicht zum Stein des Anstoßes werden denen, die in Mir den liebevollen Vater sehen...

Meine Kinder kenne Ich wohl, und ihr Los soll wahrlich ein leichtes sein...

Ich gebe ihnen die Kraft, zu ertragen, was Ich über sie kommen lasse der Sündigen wegen, und Meine Kraft mildert alles Leid und Weh. Und Ich segne tausendfach, die um Meinetwillen ihr Leid mit Ergebung tragen, denn Ich sende solches nur, um Mein Reich zu festigen und aller Welt Meine Macht kundzutun...

Wer sich daran stoßet, der erkennet Mich nicht und wird auf dieser Welt wahrlich nicht zur Erkenntnis der ewigen Gottheit gelangen, die anderen aber werden Mir danken bis in alle Ewigkeit, daß Ich sie aus Nacht und Schlaf geweckt habe. So der Welt dieses wird offenbar werden, belebt sich die Natur gleichfalls auf wunderbare Art...

Ich werde so augenfällige Erscheinungen auf und über der Erde in Sicht treten lassen, daß der denkende Mensch schon daran Mein Wirken erkennen wird, und wer Meiner Zeichen achtet, und dies in Ehrfurcht und Liebe zu Mir, dessen Sinn will Ich lenken, daß er stets das Rechte tut und leiblich sowohl als seelisch vor Schaden bewahrt bleibt. Denn Ich kenne die Meinen, und die Meinen kennen Mich...

Und sowie sich ein Erdenkind Mir in vollem Glauben anvertraut, lasse Ich Mir sein Wohl angelegen sein, und das in jeglicher Art. Denn der Welt Macht ist gering und kann euch Menschen weder Schutz noch Sicherheit bieten...

Wer also irdisch sich zu schützen gedenkt, ist Meiner Macht und Meinem Willen rettungslos preisgegeben, denn er begehret ja nur die Sicherheit seines Leibes und gedenket seiner Seele nicht, Ich aber will die Seele retten vor dem Untergang muß daher den Leib in Angst und Not versetzen, auf daß er sich besinne und zu Mir als seinem Schöpfer finde...

Und Meiner Liebe und Erbarmung soll gewiß sein, wer Mich rufet in der Not...

Ihn will Ich liebevoll aufnehmen und ihn ziehen an Mein Vaterherz, und es wird im Himmel große Freude sein über den verlorenen Sohn, der heimkehrt in sein Vaterhaus...

Amen


B.D. NR. 703 - 9.12.1938

Friedenszustand der Erde abhängig vom Geisteszustand...

In weiter Sicht ist den Menschen noch der Friede, der die Erde einst beglücken soll. In das Weltgeschehen greifen noch zu viele Dämonen ein, die in der geistigen Einstellung der Menschen zu großen Hinterhalt finden, und so wird sich eine Umwälzung im Erdenleben erst dann bemerkbar machen, wenn sich der Menschheit Sinn mehr dem geistigen Erleben zuwendet...

Und es werden sonach für die Erdenzeit die Verheißungen des Herrn erst dann Anwendung finden, wenn der Glaube der Erdenkinder an Ihn im Herzen lebendig wird. Es geht alles Geistige gleichsam nicht mit der Welt, sondern neben der Welt...

Es kann nur eines oder das andere den Menschen ganz beherrschen, und es wird im selben Maße die Welt verlieren, wie der Glaube gewinnt. So die Waagschale des Geistigen das Übergewicht haben wird, wird auch der Friede die Erde beglücken, und alle diesirdische Not wird ein Ende haben. Doch der Menschheit Sehnen ist davon noch weit entfernt. Das weltliche Verlangen hält sie in festen Banden, es wird nur immer diesem geopfert, und nahe alle Interessen gelten nur den irdischen Freuden. Der breite, gangbare Weg, der zum Untergang der Seele und ins Verderben führt, wird dem schmalen Weg vorgezogen, der wohl dornenvoll ist, aber mit Sicherheit zum Ziel führt... zum ewigen Leben in aller Pracht und Herrlichkeit. Und ehe sich nicht das Trachten und Sinnen der Menschen ändert, ehe nicht ihr Denken tiefer und innerlicher wird, kann sich auch das Weltgeschehen nicht ändern, denn die Menschen selbst formen es durch ihren Willen. Solange ihre Liebe nur der Befriedigung des Leibes gilt, so lange holen sie sich auch die Kraftzufuhr für ihr Streben aus der materialistischen Geisterwelt, und dies kann nur eine Vermehrung aller weltlichen Begierden zur Folge haben, niemals aber ein Abflauen derselben. Dagegen wird die Kraft zum Guten sich ungeheuer vermehren, so die Liebe des Menschen nicht sich selbst, sondern den Mitmenschen gilt und somit wieder dem alles erhaltenden Schöpfer...

Jede Unterstützung, die den Menschen nun zugeht, ist gute geistige Kraft, die stets das Verlangen nach Geistigem erhöhen und ein sicheres Vergeistigen des menschlichen Denkens zur Folge hat. Es sind sonach die Menschen selbst Umgestalter des Weltgeschehens und somit Träger des Friedensgeistes, so sie ihren Hang zur Welt untergraben und im geistigen Erleben und Vervollkommnen ihre Erfüllung suchen. Es wird dann ein friedvoller Zustand die Erde beglücken... es wird weder Zwietracht noch Neid unter den Völkern sein...

Keiner wird des andern Gut zu schmälern versuchen, doch immer mit dem anderen teilen, und ein Liebeswirken untereinander wird den Menschen zur höchsten Entfaltung des Geistes verhelfen. Denn die Welt ist Anteil der finsteren Macht...

Wer nach ihr verlangt, gibt sich auch dieser Macht zu eigen, doch wer sie verabscheut, wird von der seligen Geistwelt ergriffen und kann fort und fort kraftempfangend sich dieser hingeben. Und so wird der Friedenszustand ungemein beglückend sein für die Erdenkinder, die das Verlangen nach der Welt völlig abgelegt und sich voll dem Geistigen zugewendet haben. Doch erst, wer dies erkannt hat, kann sie sich an der Mitarbeit beteiligen, der Welt den ewigen Frieden zu bringen.

Amen


B.D. NR. 704 - 9.12.1938

Erfüllung der Schrift...

Eruptionen...

Meer und Festland...

Die in Mir ihren Vater sehen, sind wohlgeborgen in Meiner Obhut. Und so vernimm, Mein Kind, die Worte des Evangeliums...

Es werden selig sein, die Mich lieben und Mein Wort vernehmen... denn Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Und so ihr gespeiset werdet mit Meinem Wort, habet ihr alle Güter des ewigen Lebens gewonnen. Und deshalb ist es von größter Notwendigkeit, daß ihr horchet auf alles, was Ich euch verkünde, denn es sind ihrer viele, die sich erkühnen, Mein Wort übertönen zu wollen. In Anbetracht der geistigen Lage aber ist es vonnöten, immer und immer wieder Mein Wort zu lehren, denn ihr wisset nicht, wie arm ihr seid, so Ich euch nicht geistiges Gut vermittle. Ihr müßtet unsäglich darben, und der Seele Not wäre unbeschreiblich. So aber Mein Wort euch labet, seid ihr stark genug, allen Anfeindungen zu widerstehen. Und so will Ich dir verkünden, daß sich bereits die ersten Anzeichen bemerkbar machen von Meinem Willen und daß allerorten das Wort Eingang findet unter der Menschheit. Nicht der leiseste Zufall fügt das Geschehen, sondern allein nur Mein Wille und Meine Allmacht...

Und der Kern der Erde ist unablässig tätig in sich und wird Eruptionen zuwege bringen, deren Ausmaße ungeheuer sind, und ihr schwebt in größter Gefahr, das Leben zu verlieren, so ihr Meiner nicht gedenket...

Je ergebener ihr Menschen euch in Meine Sendung fügt, desto größere Barmherzigkeit wende Ich euch zu...

Nur Liebe will Ich von euch, so ihr Mir diese darbringet, seid ihr gerettet für Zeit und Ewigkeit. Und so lasset noch eine kleine Weile dahingehen, und achtet Meiner Worte, daß sich die Schrift erfüllet bis zum letzten Buchstaben, denn was der Herr der Welt verkündet, ist wahrlich unumstößlich...

Des Meeres Treiben beachtet und des Festlandes Ergehen...

Achtet der Sonne und aller Elemente in der Natur...

Gedenket des Schöpfers, und werdet demütig, so ihr euch selbst betrachtet, wie unendlich winzig ihr seid in diesem Schöpfungswerk...

Und dann bedenket die übergroße Liebe des Schöpfers zu Seinen Geschöpfen und daß Er in Seiner Liebe alle Mittel anwendet, die der Zurück-Gewinnung eurer Seelen zuträglich sind. Und habt ihr dies in euren Herzen bewegt, dann schauet auf zu Ihm und bittet um Sein Erbarmen... und ihr sollt gerettet werden aus jeglicher Gefahr des Leibes und der Seele. Und dieses durch Mein Wort, das euch hinweiset auf die Zeit des Schreckens und euch gleichzeitig die Zusicherung gibt, daß Ich der Meinen gedenke zu jeder Zeit. Und so lasset alle Trübsal und gebet euch gläubig dem Vater im Himmel zu eigen, Er allein hält euer Leben in Seiner Hand, Er wird es euch belassen, so ihr Ihn darum bittet...

Amen


B.D. NR. 705 - 10.12.1938

Erbe des Vaters...

Kindschaft Gottes...

Lichtwesen...

Ihr seid Meine Kinder, und das muß euch genügen, nach Meinem Willen zu leben und in ein rechtes Verhältnis zu Mir zu treten. Denn so Ich euch erwählet habe, das Erbe des Vaters anzutreten, in Meinem Reich gleich Mir tätig zu sein, die Wunderwerke der Schöpfung zu vermehren... wenn Ich euch nichts vorenthalten will, was im ganzen Weltall geschaffen ist... so müsset ihr daraus ersehen, daß Meine Liebe zu euch unbegrenzt ist und daß wiederum diese Liebe einzig und allein der Ausfluß des Vaterherzens ist, somit ihr mit Mir auf das innigste verbunden sein müßt. Und was aus Mir ist, geht den Weg der Materie, um Mir völlig ähnlich zu werden, denn nur in der Überwindung dieser liegt die Gottähnlichkeit. Es darf kein Atom von Weltliebe... von Liebe zu Dingen, die beherrscht werden von gegnerischer Macht... einem Mir gleich-sein-wollenden Wesen anhaften. Es muß als völlig gereinigtes Lichtwesen Mir zur Seite schalten und walten können und mit Mir immer das gleiche wollen und in Kraft setzen. Und diese hohe, euch überaus beseligende Aufgabe steht euch allen zu, die ihr Meine Kinder seid...

Ihr könnet es heut noch nicht fassen, welche Wonnen diese Aufgabe in sich birgt, denn euer Geist ist sich der unendlichen Tragweite Meiner Worte noch nicht recht bewußt. So ihr aber das Fleisch werdet abgelegt haben und mit geistigen Sinnen im Weltall Umschau halten, werdet ihr mit heiligem Erschauern Meiner Worte eingedenk sein, ihr werdet es fassen und selig sein und euch voller Liebe dem göttlichen Schöpfer zuneigen, Der euch dieser Aufgabe gewürdigt hat. Doch die Kindschaft Gottes setzt geistige Reife voraus, in der Nähe eures Vaters ständig weilen zu dürfen. Alle Pracht und Lichtfülle kann einem geistigen Wesen erst dann zustehen, wenn es selbst ein Lichtwesen geworden ist, d.h. den Reifezustand erreicht hat durch dauerndes Liebeswirken... daß es also gleichsam selbst zur Liebe geworden ist und sich so dem Urlicht, dem himmlischen Vater als Selbst Liebe, nähern darf. Dann wird Mein Wille euch, Meine wahren Kinder, erfassen... ihr werdet stets das gleiche wollen und in der Ewigkeit unausgesetzt tätig sein zu eurer eigenen Seligkeit und der Beglückung zahlloser Lebewesen, die kraft Meines Willens wieder aus euch hervorgehen...

Und ihr werdet Lob und Dank singen dem Vater des Alls bis in alle Ewigkeit...

Amen


B.D. NR. 706 - 10.12.1938

Mangel an Selbsterkenntnis...

Eigenliebe...

Starrsinn...

Achte auf die Worte, die dir heut zugehen: Des Lebens bittersten Zustand bereiten sich die Menschen selbst, die in immerwährendem Selbstzerwürfnis stehen und sich nicht die Gnade Gottes hilfeflehend erbitten, durch die sie befreit würden von dem Druck, der sie belastet. Immer sehen diese Menschen ihre eigene Lage so beklagenswert an und verrennen sich immer mehr in trüben Empfindungen und ihr ganzes Sein ist zuletzt nur noch ein grenzenlos verbittertes, und das ohne rechten Anlaß. Sich zu überwinden, dazu ist ihre Eigenliebe zu stark entwickelt, und in dem Los anderer Menschen sehen sie viel eher die Erfüllung des Lebens, und so bleibt eine gerechte Beurteilung immer etwas diesen Menschen Fremdes. Sie lehnen alle Vernunftsgründe ab und haben so ein viel schwereres Leben durch eigenen Starrsinn, denn der gute Wille würde sie das Leben viel leichter meistern lassen. Das Leben selbst ist so lehrreich und gibt so vielfachen Anhalt, wenn es nur recht genutzt wird und zum Wirken in Liebe in aller seelischen Bedrückung Zuflucht genommen wird. Es ist dann gleichsam der Ausgleich geschaffen, und das Herz wird froh...

Und so die eigene Person zurückgestellt wird, fällt von selbst alles Schwere vom Menschen ab, und er findet die Erfüllung des Lebens im Wirken für andere. Der Lebenszweck ist doch immer nur das Ausreifen seiner selbst, ein Verzicht auf Erfüllung eigener Wünsche und ein immerwährendes bereitwilliges Dienen. Je mehr sich der Mensch unterstellen kann, desto freier wird sein Geisteszustand werden, und je öfter er sich in der Selbstüberwindung übt, desto stärker wird sein Wille, und es bringt dieses Arbeiten an sich selbst eine Veredlung des ganzen Wesens zustande, immer wird dann nur das Wohl des Mitmenschen berücksichtigt werden, und der peinvolle Zustand, der den Menschen quält, ist behoben...

Und dies bewirket der Wille zur Tat... es ist um ein bedeutendes leichter, die Welt zu besiegen als sich selbst...

Es will der Mensch nicht zugeben, der Urheber seines Zustandes zu sein, immer sucht er die Ursache überall anderswo als bei sich selbst, und das ist sein Fehler...

Wo Selbsterkenntnis mangelt, ist die Hilfe schwer zu bringen... denn wo soll dann der Hebel angesetzt werden...

Wer Kritik nur an anderen üben will, niemals aber an sich selbst, der wird schwerlich das Grundübel erkennen, er wird sich selbst immer nur bedauernswert finden und nicht den Willen aufbringen, Beendung seines Zustandes, der ihn doch bedrückt, zu schaffen. Und so ist nur eines von rechter Wirkung auf ein solches Gemüt... es in aller Liebe aufmerksam zu machen auf seine falsche Einstellung dem Leben gegenüber, das der Mensch selbst meistern soll und nicht von diesem sich meistern lassen, was doch jedesmal der Fall ist, wenn er unter dem Druck seiner Stimmung leidet und sich keinen Ausweg schafft. Wo der Wille ist, ist auch die Tat, und diese erst befreit den Menschen von jeglichem Übel...

Amen


B.D. NR. 707 - 11.12.1938

Tätigkeit der Kreaturen...

Schaffenskraft...

Freier Wille...

Sehet und begreifet, daß alle Kreaturen sich dem Willen Gottes unterordnen, und dann versuchet, euch klarzumachen, wie wenig eigener Willen den Menschen schon dazu befähigt, sich in der Ordnung Gottes zu bewegen, und wie vielseitig andererseits er durch diesen Willen wirken kann, d.h., welches weite Betätigungsfeld ihm erschlossen ist auf Erden...

Wie immer wieder der Mensch dazu auserkoren ist, das Äußere der Erde nach seinem Gutdünken zu gestalten, wie immer dazu von Gott die Schaffenskraft gegeben wird und diese unter rechter Anwendung seines freien Willens in jeder Weise zur Entfaltung kommen kann. Wie er also gleichsam selbst schöpferisch tätig ist, soweit es menschlichen Fähigkeiten entspricht.Überall muß zwar die Zustimmung Gottes den Gestaltungswillen des Menschen begleiten, doch wird Gott die Freiheit des Willens achten nach Möglichkeit, weshalb auch Werke entstehen, die durchaus nicht die volle Zustimmung finden können, weil sie wider Seine Gebote oder die göttliche Ordnung verstoßen... oder auch nicht der Erhaltung des Bestehenden, sondern mehr der Zerstörung dienen... oder denen eine gewisse Eigennützigkeit oder materielle Gewinnsucht zugrunde liegt. Wo der Mensch vollauf verfügen kann über seinen Willen und dadurch also der Kreatur um vieles voraus ist, sollte er diesen weise nützen und mit diesem Freiheitsgeschenk so umgehen, daß er jegliche Handlung zuvor dem Herrn anheimstellt...

Es wird dadurch sein Denken und Wollen recht gelenkt, und er läuft nicht Gefahr, wider die göttliche Ordnung zu verstoßen. Was in der Natur ersichtlich ist und bei aller Kreatur immer wieder beobachtet werden kann, ist die Gleichmäßigkeit der jedem Schöpfungswerk anhaftenden Tätigkeit, und so beachte der Mensch das gleiche... er suche möglichst sich und seinen Schaffungsdrang so zu gestalten, daß er sich nicht zersplittere in einer Tätigkeit, die keinen oder nur geringen Nutzen bringt für die Menschheit. Immer ist die Dienstwilligkeit dieser gegenüber ein Faktor, der sehr bewertet wird, und immer wieder muß der Mensch darauf hingewiesen werden, daß die Liebe Grundsatz aller irdischen Tätigkeit sein soll...

Es wird dann jedes Handeln aus freiem Willen immer dem Willen Gottes entsprechen...

Er hat dann der Kreatur das eine voraus, daß seine Höherentwicklung eigenes Verdienst ist, weil er seinen freien Willen angewandt hat zum Fortschritt der Seele. Aller Kreatur ist ihre Tätigkeit auf Erden vorgeschrieben, und sie kommt dieser nach, weil sie nicht anders leben kann, als es Gottes Wille ist... während der Mensch so endlos viele Möglichkeiten im Erdenleben hat, die in verschiedener Tätigkeit bestehen, und es ihm völlig freisteht, im Willen des Herrn zu leben, sich Ihm zu unterstellen, oder der göttlichen Anordnung entgegengesetzt sich zu betätigen. Das Beurteilungsvermögen ist jedem gegeben, den Willen des Herrn zu erkennen, denn sonst könnte nicht von einem wirklich freien Willen gesprochen werden. Nur dort ist der Wille vollkommen frei, wo der Mensch sowohl von dem einen als auch von dem Entgegengesetzten Kenntnis hat und nun nach eigenem Ermessen tun und lassen kann...

Er wird auch nimmer im Zweifel sein, was gut oder böse ist und was sonach Gott wohlgefällig ist oder Seinem Willen nicht entspricht...

Es wird also dem Willen Gottes sich unterordnen, der immer nur danach trachtet, zu wirken und zu schaffen in aller Liebe und zum Segen seiner Mitmenschen. Diesen wird Gott mit Seiner Hilfe beistehen und die Erkenntnis, die Tatkraft und den Liebewillen vermehren und stärken, und es wird ein solcher Mensch den Willen des Herrn ausführen in jeder Handlung und jedem Gedanken... und sein Wille wird dem Herrn stets untertan sein...

Amen


B.D. NR. 708 - 12.12.1938

Geistiges Wissen notwendig zum Prüfen und Beurteilen der Gaben von oben...

Sehet, ihr Meine Kinder, Ich will euer Augenmerk zu Mir lenken, und es soll sich der Geist in euch nur immer seines Ausgangs bewußt werden. Lasset daher die Außenwelt unbeachtet, und kehret den Blick nur nach innen, es wird euch dann ein friedvolles Gefühl in euch den Beweis liefern, daß ihr auf rechtem Wege seid, und die geistige Regsamkeit wird sich steigern in gleichem Maß, je weniger ihr dem Leben außer euch Beachtung schenkt. Der Pflege des Innenlebens soll größte Sorgfalt zugewendet werden, und ein Aufblühen alles Geistigen wird die Folge davon sein. Sowie sich Mein Geist auf euch herabsenkt und ihr Meine Stimme vernehmet, wird der Welt Treiben euch nicht mehr berühren, solange ihr willig seid, Mein Wort zu empfangen. Und ihr werdet den Zugang zu Mir finden, wo ihr auch weilet, denn es ist eure Seele, die sich in geistige Sphären erhebt, wenngleich der Körper inmitten der Materie weilt. Und die Umwelt verhindert euch nicht, mit Mir in Verbindung zu treten, so euer Herz nur nach Mir verlangt. Darum empfange die Lehre von oben, Mein Kind, die dein jenseitiger Freundeskreis dir nun übermittelt:

Folgerichtiges Beurteilen wird den Menschen immer schwerer fallen... sie werden vielen Irrungen ausgesetzt sein, solange sie den Herrn Selbst nicht um Beistand bitten, und das versäumen die meisten...

So entstehen vielerlei Meinungen und Auffassungen von dem, was einzig und allein wichtig ist im irdischen Dasein. Wer sich nun die Mühe macht, ein Werk zu prüfen, das sonderbarer Herkunft ist nach menschlichem Urteil, der wird auch trotz bestem Willen nicht die rechte Erklärung finden und das rechte Urteil fällen können, wenn er eben versäumt, sich zuvor die Kraft zu erbitten, hellen Geistes ein solches Werk prüfen zu können. Werdet wie die Kinder... d.h., haltet euch nicht für fähig, ohne des Vaters Hilfe schwere Probleme lösen zu können, sondern überlaßt euch voll Vertrauen der väterlichen Führung, und ihr werdet erstaunt sein, wie leicht faßlich euch das schwerste Problem erscheint und wie leicht und mühelos ihr eindringen werdet in ein euch bisher unerklärliches Gebiet. Darum ist allen denen die Erkenntnis vorenthalten, die ihren Vater nicht zu benötigen glauben... und alle Worte werden ihnen nur leere Buchstaben sein...

Wohingegen ein wahres Kind Gottes jegliches Wort erfassen wird wie eine Offenbarung, denn der Herr offenbart Sich auch Seinen rechten Kindern und ist ferne denen, die Ihn nicht erkennen. Und so ist die Gegenwart des Herrn allenthalben nur noch ein märchenhafter Begriff geworden...

Es fehlt den Menschen der wahre Glaube an das Wirken Gottes unter der Menschheit, und ebenso werden sie auch nun niemals ein Eingreifen des göttlichen Vaters anerkennen wollen, so sie verstandesmäßig prüfen wollen, was nur im tiefsten Herzen verstanden werden kann. Was euch die ewige Gottheit an Gnaden zukommen läßt, ist unnennbar, doch das größte Gnadenmaß ist wirkungslos, so es nicht erkannt wird und also nicht empfangen werden will. Es wirket darum die Gottheit nur dort sichtbar, wo der Glaube die erste Vorbedingung ist...

Und so kann einem Menschen unsagbar viel gegeben werden und doch kann der Mitmensch sich an dieser Gabe nicht beteiligen, denn sein Geist ist nicht empfänglich dafür... weil ihm der Glaube fehlt. Und so geht alle geistige Gabe nur jenen Menschen zu, die empfangen wollen und dieser Wille ja auch durch den Glauben bedingt ist. Es wird daher zur Prüfung der Gaben von oben nur ein vollgläubiges Gemüt berechtigt und befähigt sein, und ebenso wird ein abfälliges Urteil eines Ungläubigen an sich schon ein wertloses sein, denn prüfen soll nur, wer berufen ist... berufen aber ist nur der, dessen geistiges Erleben ihn die Verbindung mit dem Herrn finden ließ.Wer aber noch völlig abseits steht und nur ein rechter Vertreter der Welt ist, kann unmöglich in geistigen Sphären Bescheid wissen und als ein Unwissender nimmermehr urteilen...

Was im irdischen Leben gefordert wird... eine gewisse Kenntnis der zur Beurteilung stehenden Sache... muß noch viel mehr im geistigen Leben als nötig erachtet werden, soll das Urteil weise und gerecht sein...

Amen


B.D. NR. 709 - 12.12.1938

Viele sind berufen...

Macht des Gebetes um Aufnahmefähigkeit...

Siehe, Mein Kind, noch ist der Weg zum ewigen Leben zu betreten unter Meiner Anleitung...

Ich habe für alles Verständnis und bin in aller Liebe bemüht, euch vom irrigen Wege abzubringen und euch die Nutzlosigkeit eures weltlichen Strebens klarzumachen...

Und Ich möchte euch alles Leid ersparen auf Erden und im Jenseits. So ihr nun Meinem Wort folget und alle geistige Kraft diesem entnehmet, so ihr den Ewigkeitsgedanken in euch Einlaß gewähret und einander dienet in Liebe, wird euer Lebensweg nicht schwer sein, doch ohne Mein Wort findet ihr nimmermehr den rechten Weg, denn ihr seid dem Geistigen schon zu sehr entfremdet, und euer Denken ist ein materialistisches geworden...

Ich Selbst stehe euch so fern, weil ihr euch von Mir entfernt habt, und je einsamer ihr das Leben wandelt, desto größer wird die Entfernung von Mir, und Ich Selbst kann euch nicht zurückholen, weil ihr aus euch selbst tätig sein müßt, durch den freien Willen, der unerläßlich ist zur Gewinnung der Gotteskindschaft. Und so sehe Ich mit Betrübnis, wie wenig Aufmerksamkeit ihr eurem Seelenheil zuwendet... wie ihr euch keinerlei Gedanken macht ob eures verkehrten Lebens. Und wieder ist es nur Meine große Barmherzigkeit und Meine unendliche Liebe zu euch, daß Ich euch Kunde gebe von Meinem Willen...

Und Ich berufe euch alle, ihr Meine Kinder auf Erden...

Ihr alle dürfet Mein Wort vernehmen, so ihr nur danach Verlangen traget. Wie aber wollet ihr empfangen, so euer Wille nicht stark genug ist...

Wie soll Ich zu euch sprechen, die ihr nicht vollgläubig Mir entgegenkommt und Meine Gegenwart ersehnet...

Wie wollet ihr im Herzen Meine Stimme hören, so euer Herz nicht in Liebe für Mich entbrannt ist... und Ich doch nur durch die Liebe und in der Liebe Mich äußern kann. So sind wohl viele berufen, aber nur wenige auserwählt, und letztere müssen ihren ganzen Willen Mir restlos opfern, um dann auch endlos mehr zu empfangen, als sie für Mich hingegeben haben. Die Macht des Gebetes wird von euch allen unterschätzt... sie ist so groß, daß euch alles gelingen wird, was ihr im Gebet erfleht...

So auch werdet ihr als Aufnahmegefäß Meines Wortes Meiner Weisheiten gewürdigt werden, so ihr das innig anstrebt und euch die Gnade einer solchen Auszeichnung vom Vater im Himmel erbittet. All euer geistiges Streben wird nicht erfolglos sein, denn ihr werdet in dieser Beziehung wahrlich keine Fehlbitten tun. Ich will den wenigen Menschen, die Mich lieben und Mein Wort begehren, dieses in höchstem Maße zukommen lassen, sie sollen alle Kraft daraus schöpfen, sich aufrichten in der Not und hoffnungsfroh durch das Erdenleben gehen einem seligen Leben im Jenseits entgegen. Und jede Erdenschwere wird von ihnen abfallen, so sie im Besitz Meines Wortes sind und nach diesem Wort zu leben sich bemühen. Darum wird, wer nur immer danach trachtet, auch von Mir des Wortes gewürdigt werden, wenn er der inneren Stimme nur achtet...

Denn Ich weile wieder unter den Menschen auf Erden, die eines guten Willens sind, und bringe ihnen Labung und Trost, Erquickung und Stärkung durch Mein Wort, und so Ich euch diese Verheißung zugehen lasse, brauchet ihr nimmer zu fürchten eures Leibes und eurer Seele Untergang...

Es kann nur der Leib sich schmerzlos trennen von der Seele, doch diese dann in Lichtform eingehen für immer in die Gefilden der Seligkeit...

Amen


B.D. NR. 710 - 13.12.1938

Vaterworte der Liebe...

Mitarbeiter...

Wisset, ihr Meine Kindlein, daß Ich euch liebe und daß ihr nimmer verzagen sollt oder zweifeln an Meiner Liebe zu euch...

Die Lehren, die euch täglich zugehen, zeugen davon, und so sie in euch Gegenliebe erwecken, wirket die Kraft Meiner Liebe in euch. Es hat diese Liebe keine Grenzen...

Sie wird in Meinen wahren Kindern Hunger und Durst wachrufen nach immer neuen Beweisen der Liebe im Wort...

Es gibt nichts Beseligenderes, als diesen Hunger und Durst stillen zu können mit den Gaben Meiner Liebe und doch gleichfort im Verlangen nach dem Himmelsbrot zu bleiben, niemals übersättigt zu sein und stets die Freuden der Erfüllung genießen zu können. Und daraus erkennet ihr Meine Liebe, daß Ich gleichfort Selbst unter euch weile, in euch sowohl das Verlangen erwecke als auch dieses Verlangen erfülle und immer für euch bereit bin, wo ihr Mich ersehnet, und Mich finden lasse, wo ihr Mich suchet. Die Seelen Meiner Kinder suchen das Licht, und Ich entzünde es in ihren Herzen, Ich lasse nichts unversucht, um Mein Reich auch denen zu bringen, die in voller Unkenntnis sind und deren Wille Mich so hartnäckig abweist. Denn es kennen jene Kinder Meine Liebe noch nicht, die sie so gern beglücken möchte. Sie gehen nur immer blind durch das Leben und weisen auch einen des Weges kundigen Führer ab, doch so sie sich gänzlich verrennen werden und den Weg in der Nacht des Geistes nicht finden, dann werden sie dankbar die Hilfe in Anspruch nehmen, so Ich sie ihnen von neuem zuschicke. Denn Mich dauern alle diese Blinden im Geiste... sie sehen nicht das Schöne um sich und erkennen daher auch den Schöpfer dessen nicht. Und Meine Liebe kann sie nicht erwärmen, weil sie sich aus dem Bereich der Gnadensonne entfernen und nichts tun, um ihre Strahlenwirkung zu erproben. Und so habe Ich zahllose Aufgaben für euch, Meine Diener... gerade bei solchen irrenden Menschenkindern Meiner großen Liebe und Barmherzigkeit Erwähnung zu tun. Ihr müsset Mich fleißig unterstützen, indem ihr als Meine Mitarbeiter das Denken solcher Menschen hinlenkt in natürlichster Weise auf geistige Probleme. Der geistig regsame Mensch nimmt solche Hinweise auf und läßt sie nicht unbeachtet vorübergehen. Er wird sich zwar immer sagen, daß er keine restlose Aufklärung erhalten kann auf Erden, ist jedoch nun viel leichter zu lenken und auch solchen Fragen und Betrachtungen eher zugänglich. Doch die sich völlig abseits halten, denen muß Ich stärkere Beweise Meines Wirkens senden, doch in oft schmerzlicher Art. Wer Meine Liebe nicht erkennen will, muß Meine Macht spüren, denn ihm bleibt ja jederzeit die Möglichkeit, diese fühlbare Macht zu wandeln in ebensolche Liebe, so er nur ernstlich will...

Wer Mich erfasset mit dem Herzen, der wird Meine Gegenwart ständig spüren...

Ich werde ihm nahe sein wie ein Bruder und ihm in allen Nöten Freund und Berater sein...

Denn Ich liebe Meine Kinder und möchte keines verlorengehen sehen...

Und in Meiner Liebe führe Ich zusammen, die einander helfen können, und so sie Meinen Willen ausführen und Meinen ihnen ins Herz gelegten Geboten nachkommen, wird sich auch das Wirken füreinander segensreich bemerkbar machen...

Der Widerstand wird immer geringer werden, und der Funke der Liebe zu Mir wird sich entzünden und bald zu heller Flamme auflodern...

Und so setzet das Arbeiten ein an allen Seelen, die Mir noch ferne stehen, auf daß sie zur Höhe geführt werden und ihren Schöpfer erkennen, Der die Liebe ist von Ewigkeit zu Ewigkeit...

Amen


B.D. NR. 711 - 14.12.1938

Vaterworte...

Diktat...

Hörbare Stimme...

Jede Stunde mußt du nutzen, Mein Kind, denn die Zeit auf Erden ist kurz. Ein gehorsames und williges Kind steht in Meiner Gnade und wird auch jederzeit Meines Wortes gewürdigt werden, doch soll es geizen mit jeder Stunde, die ihm das Kostbarste geben kann, was einem Erdenkind beschieden ist. Siehe, dir liegt eine Arbeit ob, zu deren Bewältigung viel Zeit vonnöten ist, es soll darum auch nicht eine Stunde versäumt werden, weil sie unsagbar segensreich genützet werden kann. So soll dir heut in Kürze mitgeteilt werden, daß die wertvollste Gabe dir noch geboten wird in einer Fortsetzung...

Es wird noch eine Zeit vergehen, und es werden in dieser Zeit sich deine Gedanken sehr viel mit Mir beschäftigen, und so du den Grad der Liebe erreicht hast, der dich Mein Wort im Herzen vernehmen lassen wird, wirst du auch fähig sein, Meinem Diktat zu folgen, und unmittelbar wiedergeben können alles Vernommene. Doch wer Mir so dienen soll, muß sich Mir ganz und gar unterordnen, sein Wille muß mit dem Meinen verschmelzen und sein Sehnen nur Mir ganz allein gelten. Suche diesen Zustand zu erreichen, Mein Kind, auf daß du deine Aufgabe lösen kannst und selbst darin aufgehest, um unsagbar glücklich zu sein schon auf Erden. Ich bilde Mir Meine Diener auf Erden und will ihre Herzen ganz und gar besitzen, und je inniger sie Mich lieben, je größer ihr Verlangen nach Mir ist, desto eher wird ihnen Erfüllung werden, und Ich werde so nahe bei ihnen sein, daß sie Mich hören und fühlen. Und jedes Wort soll klingen im Herzen, es soll verkünden Meine Liebe zu denen, die Mir ihren Willen opfern. Wenn die Stunde gekommen ist, die Ich dir zugedacht habe zum Empfang des Schönsten und Kostbarsten, dann liegt nur noch diese Aufgabe auf Erden vor dir, der all dein Eifer dann gelten soll, und es wird der Menschheit ein unzerstörbares Werk geboten werden, das ihr anschaulich werden lassen soll Meine Liebe zur Menschheit...

Mein Leiden und Sterben am Kreuz...

Um dieser Aufgabe würdig zu werden, verharre im Gebet und halte für Mich dein Herz rein...

Auf daß du, der großen Gnade teilhaftig, der Menschheit dienen kannst durch deinen Willen...

Amen


B.D. NR. 712 - 15.12.1938

Warnung vor falschem Urteil...

Lieblosigkeit der Völker...

Sehet, ihr Meine Kinder, ihr habt in eurem schwachen Geiste noch nicht die Schätzung für das Rechte und Wahre und müsset euch daher nur allein auf Mein Wort verlassen, das euch recht leiten und vor allem Irrtum bewahren wird, so ihr nur Meinen Willen zu erfüllen trachtet. Um alles recht verstehen zu können, gehört bei weitem mehr, doch will Ich euch schon den Weg weisen, der euch zum rechten Erkennen führt. Doch so euch die innere Stimme warnet, so folget dieser, es ist im Gefühl oft die sicherste Gewähr für Wahrheit verborgen, und so ihr nur nach Wahrheit Verlangen tragt, geht ihr nicht so leicht den Weg des Irrtums. Und so brauchet ihr nicht zu bangen, denn Ich schütze euch, daß ihr nicht der Lüge und dem Irrtum verfallet. Achtet jedoch immer auf Mein Wort. Wo ihr dieses vernehmt, seid ihr auf rechter Bahn... doch fallet nicht in den Fehler, euer Urteil erstrecken zu wollen auf euch fernliegende, noch nicht erläuterte Gebiete des Wissens. Es wird schon alles zur rechten Zeit euch geboten werden, und zwar in solcher Form, daß ihr es aufnehmen könnt und ihr von dessen Wahrheit überzeugt seid. Indessen versuchet, jegliche Kritik zu vermeiden, auf daß ihr nicht etwas abweiset, was euch einst von Nutzen sein könnte. Dem Herrn des Himmels und der Erde müsset ihr unbegrenztes Vertrauen entgegenbringen, nur dann seid ihr auch würdig, unbegrenzt zu empfangen, und dann wird es euch wie Schuppen von den Augen fallen, und ihr werdet alles verstehen lernen, was euch bisher unverständlich erschien. Doch bewahret euch auch euren Rechtssinn... das sei euch nahegelegt. Indem ihr verurteilt, könnet ihr großes Unrecht den Menschen zufügen, und immer wird ein mildes Urteil euch zum Segen gereichen, Haß und Rache dagegen nur Schlechtes nach sich ziehen. In das Welt-Geschehen kann Ich als Schöpfer des Himmels und der Erde nimmermehr einstimmen...

Ich kann nicht gutheißen, wenn die Menschen untereinander voll Lieblosigkeit sind...

Ich kann den Haß und die Feindschaft der Völker nicht gutheißen und noch viel weniger Meine Zustimmung geben, wenn das Gebaren der Menschen sich so auswirkt, daß Not, Elend und Sorgen die Folgen sind... und je eher die Menschen zur Einsicht ihres falschen Handelns kommen, desto eher werden sie Meine Hilfe erwarten dürfen...

Nimmer aber gebe Ich Meinen Beistand zu widerrechtlichem, abschreckendem Tun... und je weniger Liebe die Menschen füreinander aufbringen, desto weniger Liebe haben sie auch von Mir zu gewärtigen, Ich kann nur dort Mich Selbst offenbaren, wo Ich liebende Herzen finde, wo jedoch Haß- und Rachegefühle die Oberhand haben, halte Ich Mich fern. Es bewähren sich die Menschen oft am ehesten, so sie gemeinsam im Elend sind und sich doch dieses Elend gegenseitig zu lindern versuchen. Dort nehme Ich Aufenthalt, doch wo das Bestreben der Menschen ist, sich Wunden zu schlagen, anstatt solche zu heilen, dort kann Ich nicht weilen, sondern bin weit entfernt von den Menschen, die nicht in der Liebe leben. Und so halte dich nur immer daran, was dir als Grundsatz von oben zugeht: die Liebe zu pflegen gegen jeden Menschen... für euch soll ein jeder Mensch gleich sein; ihr sollt keinen verächtlich betrachten und jedem gleich Liebes tun, dann wird euer Vater im Himmel Gleiches mit Gleichem vergelten an euch, und Seine Liebe zu euch wird nie aufhören in Ewigkeit...

Amen


B.D. NR. 713 - 16.12.1938

Licht und Wahrheit...

Selig werdet ihr sein, die ihr euch dem Herrn zur Verfügung stellt. Denn es steht geschrieben, daß alle Engel im Himmel dem Herrn dienen und sich die Erde beuget vor Ihm... und daß im Licht erstrahlet, wer Seine Majestät anerkennt und Ihm untertan ist im Himmel und auf Erden. Die Welt kann wohl gewähren irdisches Gut, doch nimmer das Licht der Wahrheit den Erdenkindern zugehen lassen, denn dies ist allein nur Gott möglich, Der die Wahrheit Selbst ist...

Und der reichste Mensch auf Erden ist arm zu nennen, so er nicht in sich birgt die Wahrheit, die Erkenntnis des Schöpfers und den Glauben an Dessen unendliche Liebe... jedes Erdenkind dagegen unermeßlich reich, das diese Güter besitzt, dessen Herz voll ist von der Liebe zum Heiland und in dem das Sehnen ist nach immer tieferer Erkenntnis. Alles Irdische muß wertlos erscheinen angesichts des höchsten Gottesgeschenkes... der Wahrheit aus Gott...

Und wer dazu verhilft und seine Hand bietet, wer durch seinen Willen der Menschheit die Wahrheit zugänglich macht, ist ein wahrer Jünger des Herrn, ein Dienender auf Erden und ein Verbreiter der Gotteslehre nach dem Willen des Herrn. Die Stunde der Erlösung ist ihm nahe, alle Erdenschwere wird von ihm fallen, und wo er glaubet zu dienen, wird er herrschen...

Denn die Wahrheit wird sich den Weg bahnen, sie wird erkannt und begehrt werden, sie wird unsagbar wohltätig das Gemüt des Menschen berühren, wo nach Wahrheit verlangt und gestrebt wird. Wo eine Seele im Licht der Wahrheit steht, wird sie die Lüge verabscheuen, sie wird die ganze Welt durcheilen und immer an der Wahrheit haftenbleiben, denn sie lässet nimmer von sich, wovon sie Besitz ergriffen hat. Suchet der Seele die Wahrheit zu nehmen, so sie einmal erkannt hat, so gibt sie den Kampf auf und verfällt der Finsternis. Doch dieses zu verhüten ist des Herrn Sorge...

Er verlässet Seine Kinder nicht und läßt das Licht leuchtend strahlen, auf daß die Wahrheit sich Bahn breche und der Seele Beistand gewährt wird. Und so sind des Herrn Diener in emsiger Tätigkeit. Noch fassen die Menschen das Wunder göttlicher Liebe nicht...

Sie stellen ihm noch eine leise Abwehr entgegen und werden doch von der Gewalt der Liebe erfaßt...

Alles, was Wahrheit ist, muß sich wieder in der Liebe äußern... was von Gott, als der Liebe Selbst, ausgeht, muß unweigerlich auch wieder zur Liebe führen; es muß sich zu voller Tätigkeit entwickeln, was in der Liebe seinen Ursprung hat, und demnach wieder Liebe nach sich ziehen...

Und so wird auch die reine Wahrheit immer Leben-erweckend und Leben-bejahend sein, denn wer recht erkannt hat, sieht in der rechten Erfüllung des Lebens nun erst den wahren Zweck und muß sonach sich bejahend zum Leben einstellen. Was soviel sagen will, daß der Mensch mit der Erkenntnis... mit dem rechten Gottbewußtsein, das Leben nicht von der negativen Seite betrachten kann, sondern froh und heiter sich der göttlichen Macht hingibt, immer mit dem gläubigen Vertrauen, weise und recht gelenkt zu werden und somit auch mit göttlicher Kraft ausgerüstet zu sein gegen alles feindliche Wirken. Wie sich diese Kraft äußert, können die Menschen oft nicht erfassen, doch der Glaube daran läßt ihnen solche unvermindert zugehen. Denn wer die Liebe hat, ist in der Wahrheit... und wer im Glauben ist, der hat die Kraft, die Wahrheit zu erkennen und in der Liebe zu leben...

Amen


B.D. NR. 714 - 17.12.1938

Urkraft...

Aus der Urkraft gehen alle Strömungen in das Weltall. Jede noch so geringe Ausstrahlung wirkt belebend und erweckend, und wenn nun die Kraftäußerung aller Dinge und Schöpfungen Urzustand ist und sonach sich nichts gedacht werden kann, was nicht von der Urkraft erzeugt wäre, so muß auch jedes Schöpfungswerk Gottes Kraft in sich sein, und zwar dies in dem Maße, wie seine Beschaffenheit in der Gesamtschöpfung die Allmacht und Weisheit Gottes zum Ausdruck bringt...

Je zweckmäßigere Bestimmungen diesem Schöpfungswerk zugedacht sind, desto verständlicher dem Menschen wird diese Kraft zutage treten, und so muß naturgemäß dem Menschen als das Geschöpf Gottes, dem die edelste Bestimmung zugedacht ist, auch die göttliche Kraft innewohnen, denn er ist ein von der Urkraft erwecktes und belebtes Strahlenbündel, das göttlicher Wille und Liebe erzeugt und in das Weltall hinausgesendet hat, das sich verdichtete in der Form und immer und ewig ein Teilchen dieser Urkraft ist. Die Verschiedenheit der geschaffenen Wesen wird immer die Annahme zulassen, daß auch die Kraftfülle verschieden verteilt ist und auch verschieden zum Ausdruck kommt. Und diese Annahme ist richtig, denn ein jedes Wesen ist immer soweit fähig, seine Kraft wirken zu lassen, als sie der dem Wesen bestimmten Tätigkeit entspricht. Es ist jedes Wesen aus sich selbst tätig... es ist ein vollständig isoliert im Weltall stehendes Geschöpf, dem eine gewisse Aufgabe obliegt, und diese Aufgabe erfüllt es vermöge der in ihm wirkenden Kraft, die wiederum nichts anderes ist als die unmittelbare Ausstrahlung der göttlichen Urkraft. Wer in die Schöpfungswunder nähere Einsicht nimmt, erkennet den Geist Gottes, die ewig unveränderliche und ewig nie versiegende Kraft überall. Alles, was lebt, ist von dieser Kraft durchdrungen, und alles, was tot ist, entbehrt dieselbe, was noch verständlicher ist, daß eben alles Leben in sich Kraft ist und das Fehlen der gleichen Kraft für ein Ding Tod bedeutet. Und sowie nun diese Kraft tätig wird, wird alles Leben...

Die Kraft ist göttlich und ist daher unvergänglich und ewig die gleiche... ob sie auch durch Jahrtausende ein Wesen belebt. Sie wird immer ihren Ausgangspunkt haben in Gott, der ewigen Urkraft, und nach dort auch zurückverlangen, weil der Energie-Erzeuger die Ausstrahlungen ins Weltall unvermindert zurückerhält und der Kreislauf immer und ewig der gleiche ist...

Und so ist ein jedes geschaffene Wesen ausgesendet ins Weltall in wohlweislich durchdachter Absicht...

Es soll sich seiner Kraft bewußt werden, die aus Gott ist und sonach das Wesen als gleiches Produkt erkennen läßt... als gleiche Kraft im winzigsten Teil, als da ist die göttliche Kraft als Urkraft alles Seins...

Amen


B.D. NR. 715 - 18.12.1938

Sorge der geistigen Freunde an den Angehörigen auf Erden...

Gegen die Macht des Herrn ist alles Sträuben vergebens, Er setzt euch in den Wirkungskreis, der euch den Reifezustand verschaffen kann, und jeglicher Widerstand gegen den Willen des Herrn erfordert nun auch das Eingreifen der göttlichen Macht, denn der Herr überläßt den Menschen nicht seinem selbstgewählten Schicksal, solange nicht der Wille des Menschen sich offensichtlich dem Willen des Herrn entgegenstellt. In aller Not des Lebens klopfet der Herr an die Herzenstür und begehret Einlaß...

Und so ist die irdische Not sehr oft die heilsamste Medizin gegen den starren Sinn der Erdenkinder. Darum überlasse alle Sorge getrost deinem göttlichen Heiland, und erwarte den Zeitpunkt der geistigen Reife deiner Lieben in Geduld...

Es berichten dir nun deine geistigen Freunde, wie sich bereits die ersten Anzeichen bemerkbar machen von deinem gesegneten Wirken auf Erden. Es ist schon ein ganzer Kreis geistiger Wesen tätig, die begonnene Arbeit an deinen Mitgeschwistern fortzusetzen, und es liegen viele Verbindungen vom Jenseits zur Erde vor, die in eifrigster Arbeit ausgewertet werden, um so nach Kräften einzuwirken auf die Gedanken der Erdenkinder. Alle diesbezügliche Arbeit ist von so ungeheurem Wert, wird doch dadurch das Denken der Menschen nach oben gelenkt und ein Fortschritt auf geistigem Gebiet erzielt. Denn ohne solche Hinweise deinerseits betreten die Menschen so wenig die geistige Brücke zum Jenseits, und es sind auch so noch sehr wenige Menschen, denen die Schriften wie auch geistige Unterhaltung wirkliche Erbauung sind; die Welt hält die Menschheit noch zu sehr gefangen, und die eigentliche Tätigkeit, die Arbeit an der Seele, ist ihr ein relativer Begriff. Ob sich nun der Menschen Denken weltlichen Interessen zuwendet oder von geistigen Fragen gefangennehmen läßt, ist ganz allein dem freien Willen des Menschen überlassen; und diesen Willen nun zum Rechten zu beeinflussen sind zahllose geistige Wesen bemüht, denen die Menschen zur Obhut anvertraut sind. Ein unmittelbares Einwirken auf die Erdenkinder ist nur selten möglich, daher wird die Mitarbeit williger Diener des Herrn auf Erden überaus freudig begrüßt. Und im gleichen Maß, wie das Erdenkind hilfsbereit die geistigen Wesen unterstützt, so werden auch die noch irrenden Angehörigen betreut von geistiger Seite, es wird in aller Liebe an diesen die Aufgabe zu lösen versucht, und die Erdenmenschen sind daher nimmer ohne Schutz. Jede Hilfeleistung von der Erde aus wird angenommen und überreich zurückgezahlt an den dem Erdenkind Nahestehenden, die der geistigen Sorge bedürftig sind. Und es ist daher keine Seele hilflos und verlassen der Finsternis preisgegeben, sondern die geistigen Freunde ringen der Finsternis nach Kräften die irrenden und unwissenden Seelen ab und bringen sie dem Licht nahe, daß auch sie erkennen ihren Ausgang aus Gott und ihre dadurch bedingte Lebensaufgabe. Und die Sonne wird aufgehen, wo noch Nacht ist... im Licht der Wahrheit werden stehen alle, denen deine Fürsorge gilt...

Amen


B.D. NR. 716 - 19.12.1938

Durchwanderung jeder Form nötig... (Mikrokosmos?)

Es wenden sich die jenseitigen Freunde dir voller Liebe zu, um zu erfüllen dein Begehren, und so empfange:

Die Welt hat als solche nur einen Zweck, die vielen Lebewesen, die Träger sind geistiger Potenzen, zur Höherentwicklung zu führen, die nur in solcher Umgebung vor sich gehen kann, wo sich Widerstände aller Art ergeben, und diese bietet die Welt zur Genüge. Es sei dies auf der Erde oder in den vielen anderen Himmelskörpern... überall erwachsen dem Lebewesen ungeahnte Schwierigkeiten, zu deren Überwindung alle Energie aufgebracht werden muß. In jedem Lebewesen aber ist solche Energie vorhanden durch die Kraftzufuhr, die ein jedes Lebewesen erhält, um überhaupt zu bestehen als solches. Die weitere Entwicklung hängt sonach immer davon ab, inwieweit diese dem Lebewesen innewohnende Kraft genützt wird. D.h., je eher die Tätigkeit erfüllt ist, die dem Lebewesen obliegt, desto eher wird die geistige Intelligenz von der sie umhüllenden Form frei und kann das folgende Stadium der Entwicklung beginnen. Es ist nun die Frage möglich, in welcher Form den Lebewesen die rascheste Höherentwicklung gewährleistet wird...

Und es kann diese Frage nur immer beantwortet werden, daß jegliche Form zu durchwandern unerläßlich ist... und nur dort eine Grenze gesetzt werden kann, wo die Vereinigung unzähliger Seelenpartikelchen bereits ein Ganzes ergibt... wo also alle Seelensubstanzen vorhanden sind, um die letzte Verkörperung... die Form des Menschen... zu beleben. Die feinste Regung im Menschen, das zarteste Empfinden beruht nur in der auf alle Feinheiten abgestimmten Seele, die wiederum sich zusammengesetzt hat aus den allerfeinsten Seelenpartikelchen, welche im Aufbau des Ganzen von wichtigster Notwendigkeit sind, denn sie gewährleisten der nun gebildeten Seele das allerfeinste Empfinden und Wahrnehmungsvermögen wieder für die kleinsten Schöpfungswunder göttlicher Liebe. Wo jene feinsten Bestandteile der Seele nicht vorhanden wären, dort würde dem Menschen völlig der Sinn fehlen für entstandene und noch entstehende Wunderwerke... er würde einfach das nicht erschauen können, was in ihm selbst nicht schon lebendig wäre... er muß alles, was die Schöpfung birgt, im winzigsten Bestandteil in sich haben... resp. jegliche Substanz muß in seiner Seele vorhanden sein, dann erst kann er dies auch außerhalb seiner selbst wahrnehmen. Diese Belehrung läßt wiederum die Frage offen, welcher Art nun wohl die Bestandteile der kleinen Lebewesen sind, und es ist dies leicht zu erklären, daß diese wieder alle Substanzen der noch kleineren Lebewesen in sich tragen, dementsprechend aber nur rein instinktmäßig alles das verspüren, was in der Entwicklung schon weiter vorgeschritten ist, jedoch das wiederum beherrschen, was substanzlich in diesen Lebewesen schon vorhanden ist. Das Wissen um solche in der Schöpfungslehre wichtigen Kenntnisse ist für den Menschen von größtem Vorteil, lernt er doch dadurch erst das Wesen des Menschen in aller Vielgestaltigkeit kennen...

Er kann sozusagen an dieser Tatsache ermessen, daß der Mensch ebendie Krone göttlicher Schöpfung ist... daß er in sich, d.h. seine Seele, so überaus fein konstruiert ist, daß ein solches Kunstwerk unmöglich nur für die Dauer eines Erdenlebens von einem so weisen Schöpfer geschaffen worden ist...

Denn alles, was er in der Natur betrachtet, sei es im Stein- Pflanzen- oder Tierleben, ist in Atomen in ihm vorhanden. Es birgt der Mensch das gesamte Schöpfungswerk in allerfeinster Verkleinerung in sich. Er muß also in sich gleichfalls die Widerstände überwinden, die von außen... durch die Welt... an den Menschen herantreten... was so zu verstehen ist, daß unzählige Gefahren von außen den Menschen zu größter Widerstandskraft anregen... ebenso aber auch die geistige Atmosphäre durch dauernde Widerstände der in ständigem Kampf liegenden verschiedenen Seelensubstanzen angeregt wird und eben nur so sich kräftigen und die Seele höheren lichten Wahrheiten zugänglich gemacht werden kann. So wie ein jedes, auch das kleinste Lebewesen eine bestimmte Tätigkeit auszuführen hat, so auch der Mensch als Träger aller dieser Wesenheiten, und diese besteht in erster Linie in der Vergeistigung derjenigen seelischen Substanzen, die noch in argem Widerspruch stehen zu ihrer eigentlichen Aufgabe, die noch immer lieber der irdischen Tätigkeit nachkommen möchten, die ihnen eigen ist durch ihre ihnen einstmals obliegende Erdenaufgabe in früherer Form. Und es hat darum der Mensch gegen so viele Schwächen, Fehler und Untugenden anzukämpfen, weil immer wieder die Eigenart der in der Seele gebundenen Substanzen zum Durchbruch kommt und das Fleisch, die irdische Umhüllung, zur Willfährigkeit zwingen möchte, wogegen im Erdenleben äußerster Widerstand geleistet werden soll. Nur so ist es verständlich, welch außerordentliche Verantwortung der Mensch im Erdenleben trägt und wie das Ringen ein ständiges sein muß, um wirklich vergeistigt am Ende der Tage als Sieger über alle Gefahren triumphieren zu können und jeglicher Versuchung widerstanden zu haben, denn wie oft ist der Geist wohl willig, aber das Fleisch schwach...

Amen


B.D. NR. 717 - 21.12.1938

Wunder göttlicher Liebe...

Vaterworte...

Siehe, Mein Kind, das Wunder göttlicher Liebe ist dir noch immer unbegreiflich, und es wird dennoch immer wieder dir der Beweis sein von Meinem Wandeln unter euch, die ihr Mir anhanget. Siehe, wo zwei sich lieben, werden sie sich gegenseitig alles geben und antun, denn die Liebe ist nur dann echt, wenn sie gibt, um den anderen zu beglükken. Und ebenso will Ich Meine Kinder beglücken, die Ich innig liebe, und das ganze Wesen Meiner Liebe soll ihnen offenbar werden, so auch ihre Herzen Mir zugewendet sind. Denn Liebe kann immer nur dann beglücken, wenn beide Teile durch das Gefühl der Liebe miteinander verbunden sind. Es ist daher sogestaltig die Liebe das Bindemittel, das unzerreißbar die Wesen auf ewig verbindet, und so nun Ich ein Kind mit Meiner Liebe ergreife, bleibt es ewig und unlöslich mit Mir verbunden, und sein Anteil ist ewige Seligkeit durch Meine beglückende Liebe. Und nichts verlange Ich von euch, Meine Kinder, als daß ihr euch Mir willig gebt... daß ihr euch von Meiner Liebe ergreifen lasset und Mir eure ganze kindliche Liebe entgegenbringt. In Meiner Liebe geborgen, erblüht euch ein überaus wonnevolles Dasein...

Jede Last wird euch tragbar erscheinen, jedes Leid verliert an Bitterkeit, nichts kann euch erschrecken, so ihr euch bewußt seid der Liebe des himmlischen Vaters...

Was an Ereignissen über euch kommt, die euch Sorge bereiten, das wird wie ein Hauch an euch vorübergehen, ohne sich bedrükkend auszuwirken, denn Meine Liebe hält euch alles fern und ist nur immer auf euer Wohl bedacht. Und selbst das, was Ich euch nicht ersparen kann an Leid, ist nur Liebe zu euch und nötig zu eurer einstigen restlosen Glückseligkeit...

Darum seid nicht gleich verzagt, wenn euch das Leben hart anfaßt, Ich stehe ja immer hinter euch und halte Meine Hände schützend über eurer Seele, wenngleich der Leib körperlichen Übeln ausgesetzt ist. Siehe, Mein Kind, alle Gabe kommt von Mir, Leid und Freude, und die Liebe läßt alles über euch kommen, denn so ihr Mir dadurch immer näherkommt, wird auch das Glück immer tiefer und innerlicher, denn in der endlichen Vereinigung mit Mir liegt das höchste Glück, das euch jetzt noch nicht faßbar ist. Wer Meiner Gabe würdig sich erweisen will, muß Mir sein Herz ganz und gar schenken und sich Mir voll Vertrauen und Hingebung überlassen, auf daß Ich durch Meinen Willen wirken kann in seinem Herzen, auf daß es in Meinen Händen ein williges Werkzeug ist und nur immer horchet auf Mein Wort... um dereinst in Meiner Liebe höchste Erfüllung zu finden und unaussprechlich selig zu sein in Ewigkeit...

Amen


B.D. NR. 718 - 22.12.1938

Schreibwilligkeit...

Empfangen des lebendigen Wortes...

Echtheit...

Unendliche Weisheiten gibt der Herr denen, die Ihm treu sind. Es vergehen oft Jahre, ehe sich wieder ein schreibwilliges Kind dem Vater im Himmel zum Dienst anbietet und so ist auch zu erklären, daß jene Schriften solange unvollendet blieben und nur durch die willige Hingabe eines neuen Schreibers auch neues Geistesgut vermittelt werden konnte. Der Wille war gut, und es entstand so ein Werk, das dem Herrn genehm war, denn Sein Geist und Seine Liebe spricht daraus ebensodeutlich, wenngleich der Wortlaut ein anderes Gepräge hat. Wer den rechten Sinn erfaßt, erkennt auch den Herrn und legt der sonstigen Schreibweise keine Bedeutung bei, doch ist es auch ratsam, die gleiche Sorgfalt bei der Beurteilung der geistigen Fragen walten zu lassen...

Es ist immer zu bedenken, daß wohl mancher sich berufen glaubt und doch nicht die nötigen Voraussetzungen zu solch wichtiger Aufgabe besitzt... in aller Hingebung und Wahrheit nur den Willen des Herrn erfüllen zu wollen. Wer nach Kräften nur das anstrebt, wird auch dem Herrn willkommen sein als Diener. Das lebendige Wort zu empfangen birgt an sich auch eine Verantwortung für den Dienenden. Er muß sich stets kontrollieren, ob auch sein Wille sich völlig dem göttlichen Willen unterstellt... er muß das Geistesgut widerstandslos aufnehmen, in keinerlei Selbsturteil verfallen, solange er empfängt, und seinem Herzen alles fernhalten, was die Geisteskraft schwächen könnte... er muß ein reines Herz bewahren und sich des persönlichen Umganges mit dem Herrn würdig machen... nur dann geht ihm die Liebe des Herrn in Gestalt Seines Wortes unvermittelt zu, und nur dann kann er von der Wahrheit des Empfangenen und Niedergeschriebenen völlig überzeugt sein. Was der Herr den Menschen gab, und das zu jeder Zeit, war so geformt in seinem Satzbau, daß tiefer Sinn sich mit Verständlichkeit paarte... daß erkannte, wer immer die Wahrheit suchte und in der Liebe tätig war...

Wer aus anderen Motiven forschen will nach der Echtheit des Wortes Gottes und Seiner Offenbarungen, dem wird schwerlich Klarheit werden können, inwieweit die Schriften göttlichen Ursprungs sind. Denn wer in Seinem Geist zu leben sich bemüht, wer Ihm und der Menschheit in Wahrheit dienen will, der wird nimmermehr den Geist der Lüge zu fürchten brauchen, denn sein Wollen und sein Streben gilt allein dem Herrn, und so schützet der Herr auch das Wirken derer und läßt es nicht zum Schaden für die Menschheit sich gestalten. Wer demnach trachtet, dem Willen des Herrn untertan zu bleiben, hat auch die sicherste Gewähr, in der Wahrheit zu verbleiben, und somit wird immer nur der Geist, der im Wort liegt, ausschlaggebend sein, nicht aber der Wortlaut allein...

Wer darum in der Liebe zum Herrn lebet, der wird auch den Herrn erkennen, so Er Sich durch Menschenmund oder Schrift kundgibt. Achtet daher immer nur darauf, was euer Herz euch verrät... ob in euch die Liebe erweckt oder belebt wird durch das empfangene Wort oder stumpf und teilnahmslos und ohne Eindruck solches an euch vorübergeht. Das Herz wird euch allzeit Kunde geben, was Wahrheit und was Lüge ist... so ihr die Wahrheit suchet und begehret. Und seid unbesorgt, daß euch der Vater in Irrtum verfallen lässet, Der doch die Wahrheit Selbst ist und allzeit den Menschen bringen will und darum nicht dulden würde, daß der ernstlich Suchende, Gott Liebende, sich verirrt...

Amen


B.D. NR. 719 - 23.12.1938

„Das Himmelreich brauchet Gewalt...“

Nur wer Gewalt anwendet, wird in das Himmelreich eingehen...

Und so sei dir gesagt, daß in dir noch zweierlei Empfindungen streiten um die Oberherrschaft; das Begehren nach der Welt läßt zuzeiten die innere Stimme schweigen, und du entfernst dich vom Herrn durch dieses Begehren. Doch andererseits läßt deine Seele nicht die Trennung zu im Bewußtsein ihrer Zugehörigkeit zu Gott und sucht dich bald wieder zurückzuleiten. Wenn du dann die Verbindung mit dem göttlichen Heiland schwer herstellen kannst, so soll dir das immer ein Warnungszeichen sein, denn dann mußt du Gewalt anwenden, um in die geistige Sphäre zurückzukehren, während sonst diese deiner Seele eigentlicher Aufenthaltsort ist. Und so ist das Abweichen auf den Pfad der weltlichen Freuden immer eine Gefahr für die Seele, die unter der Trennung vom himmlischen Vater unsäglich leidet und eine Verflachung deines Empfindens fürchtet. Es können daher niemals die Menschen in der Erkenntnis stehen, die sich nicht von der Welt und ihren Freuden lossagen können, denn immer werden diese alle beginnende Erhellung zunichte machen und kann das Licht nicht aufflammen und hellen Schein verbreiten, wo der Glanz der Welt dieses Licht der Seele außer Kraft setzt...

Es kann sich nicht der Mensch im Ernst befassen mit dem, was allein Anteil der Seele ist, wenn seine größere Sorge dem Wohl und dem Genuß des Körpers gilt. Alle weltlichen Freuden sollen nur dem Menschen die Gelegenheiten bieten, den Widerstand zu erproben und zu erstarken, so aber dem Verlangen des Körpers nachgegeben wird, muß eine desto größere Probe dem Erdenkind zum Widerstand geboten werden. Das bedenket gar wohl, wenn die Welt euch lockt und euch unfähig für euer geistiges Erleben machen will. Immer wieder müssen solche Lockungen euch zugehen, auf daß ihr nicht nachlässig und gleichgültig werdet zum Schaden eurer Seele. Jede noch so geringe weltliche Freude ist eine Einbuße auf geistigem Gebiet, denn im gleichen Maß, wie ihr ersteren huldigt, fallet ihr in den Bann der Materie, die euch wieder den Weg versperrt zum Rein-Geistigen, denn es kann nicht das eine neben dem anderen bestehen, immer wird das eine erreicht auf Kosten des anderen, und daher wählet stets das Rechte... wählet die Freuden der Seele, die geistige Verbindung mit dem Herrn, und lasset den schalen Erdengenuß, der eurer Seele nicht den geringsten Vorteil bringen kann. Denn sowohl das eine als auch das andere wird durch das Erfüllen des Verlangens in sich stärker werden...

Es wird, wer weltliche Freuden erstrebt, diese in immer größerem Maße begehren, und es wird der Geistig-Strebende gleichfalls durch die Sättigung immer größeres Verlangen danach tragen. Darum machet keine Zugeständnisse, sondern kämpfet an gegen das Verlangen in euch, das euch niemals dienlich, sondern der Seele überaus schädlich sein kann. Der Seele Freude ist erheblich größer, als je die Freuden der Welt dem Menschen sein können. Und ein Überwinden seiner selbst zeitigt den schönsten Erfolg... strahlendes Licht, in dem die Seele sich badet und das hellen Schein verbreitet auf dem dunklen Wege des Erdenlebens...

Amen


B.D. NR. 720 - 24.12.1938

Ernste Vermahnung... (Zwietracht und Lieblosigkeit... )

Wo Zwietracht im Hause wohnt, dort kann Ich nicht einkehren, denn der Herr des Hauses ist nicht vorbereitet auf Mein Kommen. Und so gebiete Ich dir, dein Herz zuvor zu reinigen und jegliches Lieblosigkeitsgefühl daraus zu verbannen, denn dieses trägt den Keim des Bösen in sich. Alle Meine Mahnungen zu befolgen muß dein ernstes Bemühen sein, willst du in der Gnade stehen, Mich und Mein Wort zu empfangen. Es werden so unzählige kleine Hinweise dir gegeben, die du beachten und befolgen sollst, und dein Herz wird immer leichter überwinden, was dir jetzt noch unüberwindlich erscheint. Die Sehnsucht nach Mir zu empfinden ist immer ein Zeichen Meines Liebewirkens an dir...

Soll dir nun auch Erfüllung werden, dann mußt du alles aus deinem Herzen verbannen, was nicht Liebe ist...

Du mußt in dir nur das heilige reine Gefühl der Liebe nähren und jedes unreine Gefühl verabscheuen, denn es vergrößert nur die Entfernung von dir zu Mir... (nicht lesbarer Steno-Text) Es lebt ein jeder sein Leben und geht in seiner Ansicht auf, und so ist auch eines jeden Eigenart zu berücksichtigen und ihm Rechnung zu tragen, und daher muß mit unermüdlicher Geduld ein jeder seinen Nebenmenschen ertragen und sich dieser Eigenart anzupassen versuchen, und wenn es ihm nicht gelingen will, so muß er Meine Gnade und Hilfe dazu erbitten, und ihm wird die Kraft werden zur Selbst-Überwindung, er wird aus allen kleinen Widerwärtigkeiten des Lebens als Sieger hervorgehen, solange nur immer die Liebe in ihm Oberhand behält. Denn darum habe Ich euch gerade diesen Wirkungskreis gegeben, daß ihr ausreifet und euch bezähmet in den euch anhaftenden Schwächen und Fehlern. Wie müsset ihr die Geduld üben, wollet ihr euch Meiner Geduld würdig machen...

Und wieviel Liebe müsset ihr den Mitmenschen geben, wollet ihr Meiner Liebe stets gewärtig sein...

Und so bleibet darum stets untereinander in Liebe verbunden, sorget einer in Liebe für den anderen, und errichtet keine Schranken zwischen euch, denn alle diese kleinen Versuchungen sind nur die Mittel zum Zweck...

Wie könnet ihr vollkommen werden, wenn ihr nicht lernet euch überwinden...

Bleibet in der Liebe, wollet ihr auch in Mir verbleiben; erkennet euch selbst, dann werdet ihr auch Mich erkennen und Meines Segens euch wert machen...

Amen


B.D. NR. 721 - 25.12.1938

Erkennen der Gottheit nur durch Liebe...

Gott-Suchende...

In der Liebe nur könnet ihr die Gottheit erkennen, und es wird ein gewaltiges Drängen sein in euch nach der Wahrheit, so ihr in der Liebe tätig seid. Was sich den Menschen offenbart, ist Gott als die Liebe Selbst. Wer daher im Licht der Wahrheit steht, muß von der Liebe ergriffen sein und sich nun einfügen in alles von der Liebe Gottes Gewollte. Wer demnach den Willen des Herrn ausführt und nach immer höherer Vollendung trachtet, legt gleichsam allem, was er tut, die Liebe zu Gott zugrunde und vereinigt sich so, als von Gott ausgegangen, wieder mit der Urkraft alles Seins, der göttlichen Liebe...

Alles weitere Wirken muß nun die innere Liebeskraft verstärken. Es muß der Mensch fortan alle geistige Kraft an sich ziehen, die wiederum seinen Liebewillen vermehrt und ihn anregt, diesen in die Tat umzusetzen. Denn es wird sich vereinen alle Kraft im Himmel und auf Erden, die in der Liebe zu Gott, als die Liebe Selbst, seinen Ursprung hat. Es werden daher alle Gott-suchenden Erdenwesen sich selbst zuerst so verinnerlichen, daß sie durch die Annahme des Wortes Gottes, das Ausfluß göttlicher Liebe ist, fähig werden, Gott zu erkennen. Und aus der Erkenntnis wird die Liebe hervorgehen, im steten Wachsen bleiben, und da Gott die Liebe Selbst ist, wird das Suchen des Erdenwesens wahrlich nicht ohne Erfolg bleiben, denn das Verlangen nach Gott allein schon ist Liebe, nur dem Menschen nicht bewußt, denn es erfasset der Herr mit Seiner Liebe ein jedes Ihn suchende Wesen. Wollet ihr das begreifen, so schauet euch um in der Natur, wo ein immerwährendes Erstehen Zeugnis ablegt von dem unermüdlichen Schöpfungswillen... von der ständig regen Liebestätigkeit Gottes...

Alles, was ersteht, soll leben, um zu Gott zu gelangen... und ob sein Weg auch ein endlos langer und beschwerlicher ist, das Wesen hat doch als letzte Möglichkeit das Fleischleben als Mensch zu gewärtigen, und dieses soll ihm Erfüllung bringen, so der freie Wille sich dem göttlichen Willen nicht entgegenstellt. So wird verständlicherweise die Liebe Gottes den Menschen ergreifen, wo nur der geringste Wille nach oben sich bemerkbar macht, und wer in seinem Herzen Gott erkennen möchte, dessen Sehnen bleibt wahrlich nicht ungestillt. Und es wird sich alle geistige Kraft zusammentun, um die bisher isolierte Kraft durch das Zuströmen jenseitiger Geisteskraft zu verstärken, und so wird einen wahrhaft Gott-suchenden Menschen nimmer das Gefühl eigener Schwäche dazu veranlassen, von seinem Vorhaben abzustehen, sondern offensichtlich wird ihm immer neue Willenskraft den Weg des Erkennens verfolgen lassen und ihn endlich zum Ziel führen...

Amen


B.D. NR. 722 - 25.12.1938

Erfassen und Ausscheiden der Gedanken im Willen Gottes...

Schrecken des Todes...

Alle Gedanken, die dir zufließen, sind von deinem Willen ergriffen. Es scheidet der rechte, Gott ergebene Wille allezeit aus, was nicht zur Niederschrift bestimmt ist. Es werden daher nur solche Kundgaben von dir empfangen, die ganz dem Willen Gottes entsprechen, doch teils nur für dich bestimmt, teils als reine Lehre für die Menschheit gegeben. Je emsiger und hingebender du deiner Arbeit nachkommst, die der Menschheit zum Segen gereichen soll, desto mehr wirst du der Gnade zu empfangen gewürdigt werden. Denn es hat bei Gott stets alles Geschehen seinen weisen Sinn...

Er wirkt unablässig dafür, den noch blinden Erdenkindern die Augen zu öffnen, denn die Liebe des Herrn zu Seinen Geschöpfen ist grenzenlos. Wer dieser Liebe sich anvertraut, ist in ständiger Obhut und von Ihm sorgsam betreut. Das Leben bietet den Erdenkindern die mannigfaltigsten Abwechslungen, die aber nur dazu beitragen, daß sie des Schöpfers vergessen. Sie möchten ihre Tage auf Erden in Sorglosigkeit verbringen und kein Ende für ihren Körper zu fürchten brauchen...

Und so ist ihr Streben nur immer nach irdischem Gut gerichtet, und den Gedanken an den Tod weisen sie gern weit von sich. Nun ist jedoch das erste zum Schaden für die Seele; der Tod aber wird mit zunehmendem Alter für sie zu einem Gedanken des Schreckens oder des Unbehagens...

Und dieses ist nicht in der göttlichen Ordnung. Wer seiner Seele auf Erden gedenkt, den wird der Tod nicht schrecken, denn er sieht darin dann nur die Befreiung der Seele und den Eingang in den ewigen Frieden. Des Schöpfers Sorge nun ist einzig und allein, dem Erdenkind begreiflich zu machen, daß die irdische Tätigkeit nur zum kleinsten Teil der Erhaltung der göttlichen Schöpfung gilt und daß die Arbeit an der Seele die wichtigste Aufgabe des Menschen auf der Erde ist. Alles, was dem Leibe zur Erhaltung und zum Wohlleben dient, wird früher oder später ein Opfer der Vergänglichkeit werden, doch was der Mensch tut für sein Seelenheil, ist unvergänglich, so wie die Seele als solche unvergänglich ist. Die Seele kann nimmer vergehen, doch ist es für sie von größter Bedeutung, in welcher Verfassung, d.h. in welchem Lichtzustand, sie in das Jenseits eingeht, weil der jeweilige Lichtzustand ausschlaggebend ist, ob die Seele leidet oder himmlische Seligkeit genießt. Es ist für die Seele unsagbar qualvoll, im Verlangen nach Licht zu stehen und aus eigener Schuld das Licht entbehren zu müssen. Und es wird wiederum die Seele maßlos beglücken, wenn ihr der Eingang in die Lichtregionen gewährt wird und die Nähe des himmlischen Vaters demnach ihr Anteil ist...

Amen


B.D. NR. 723 - 26.12.1938

Liebevolle Vaterworte...

In aller Fülle wird Meine Gnade euch zuteil werden, um eurer Aufgabe auf Erden nachkommen zu können, wenn ihr nur den vollen Willen habt, Mir nahezukommen und Meine Gebote zu halten. Denn ihr wisset es nicht, daß Ich nur eurer Rückkehr ins Vaterhaus harre, um euch mit aller Liebe aufzunehmen, und daß Ich euch helfen will, wo eure Kraft zu schwach ist...

Ihr habt in Mir den treuesten Freund, den liebevollsten Vater und den sorgsamsten Beschützer für euer Erdenleben. Und ihr könnt euch unbekümmert diesem Meinem Schutz hingeben, wenn ihr nur euch als Kinder eures Vaters fühlt und Mir euer Herz schenkt für Zeit und Ewigkeit. In der Zeit Meiner Wiederkehr auf Erden empfanget ihr alle der Gnaden im Übermaß, denn Ich bin allen, die nach Mir verlangen, so nahe, daß sie Meine Gegenwart spüren...

O machet euch doch alle Meiner Gegenwart wert... lasset Mich nicht vergebens um euer Herz und eure Liebe werben, sondern öffnet die Herzen, um Mich aufzunehmen...

Gewähret Mir Einlaß, wenn Ich in euren Herzen Wohnung nehmen will. Und euer Lebenswandel wird von Stund an gesegnet sein, denn wo Ich weile, dort wird Leid und Sorge verbannt sein, denn Ich schütze die Meinen, die Mich erkannten. Jedes rechte Denken, jeder Mir zugewandte Wille zieht die Fülle Meiner Gnade an sich. Ich will euren Glauben festigen und euren Liebewillen vermehren und eure geistigen Sinne öffnen für alles, was von oben kommt...

Denn Ich liebe euch, Meine Kinder, und will eure Seele für die Ewigkeit retten...

Ich möchte euch alle Seligkeiten dereinst erschließen und euch daher leiten zur wahren Erkenntnis...

Amen


B.D. NR. 724 - 26.12.1938

Geistiger Irrtum... Leiten in die Wahrheit...

Morscher Zaun...

Lebendiger Unterricht...

Erforschet eure Herzen und befraget euch, wer euch wohl Rettung bringen soll aus geistiger Not, wenn der Herr Selbst Sich eurer erbarmt und ihr Seine Liebe zurückweiset. Dann bedenket, daß jeglicher Irrtum in geistiger Beziehung Aufklärung finden soll... bedenket, daß gerade dieser Irrtum den Menschen in geistiger Nacht hält, daß ihr aber nimmermehr in die Wahrheit geleitet werden könnt, wenn euer Wille dieses nicht anstrebt. Bewußt das Licht zu scheuen muß notgedrungen ein Hindernis sein, um zur Helligkeit des Geistes zu gelangen. Es wird sich dies so auswirken, daß die Mehrzahl der Menschen in die Tiefe der göttlichen Wahrheiten niemals eindringen kann, solange sie auf Erden weilen und die Wahrheit nicht ernstlich begehren. Doch einem kleinen Teil der Menschheit wird sich die Liebe Gottes offenbaren, und diese sind unsagbar glücklich zu nennen, denn sie stehen in engster Fühlungnahme zum Herrn und Schöpfer des Himmels und der Erde. Sie erkennen ihre Mission auf Erden, suchen dieser gerecht zu werden und im Willen des Herrn zu handeln. So sind sie unermeßlich reich an geistigem Wissen und finden ihr Glück vollkommen darin, die Aufgabe zu lösen, die der Herr ihnen für das Erdenleben gestellt hat. Nun wird jedoch der göttliche Schöpfer sich anderweitig bemerkbar machen müssen, um dort einzuwirken, wo jeglicher Glaube fehlt an ein offensichtliches Äußern jenseitiger Kräfte. Des Herrn Wege sind oft wunderbar und führen endlich doch zum Ziel. Doch wenn euch nun der Herr Seine Mahnungen erneut zu Ohren bringt, dann wird dies in oft schmerzlicher Art geschehen, denn den Weg der Liebe und Milde habt ihr abgewiesen und stets euch angeklammert an einen morschen Zaun, der über kurz oder lang zusammenbrechen muß, weil er einfach keinen Halt mehr bieten kann, da er in sich untauglich ist und seinem Vorhandensein ein Ende gesetzt werden muß. Der lebendige Unterricht, der den Menschen auf Erden zuteil wird, verbürgt auch dem Empfangenden einen außerordentlichen Stützpunkt und daher entsprechenden Widerstand gegen Anfeindungen aller Art. Was sich dagegenstemmt, wird schließlich mit erfaßt werden und das Bollwerk um die reine Lehre Christi verstärken helfen, denn es kennt der Herr alle, die streng an Seinem Wort zu hängen glauben und doch nur oberflächlich dieses Wort kennen und doch lieber die reine Wahrheit abweisen, als sich einzugestehen, daß keine irdische Intelligenz etwas zuwege bringen kann, was ausschließlich nur dem Geistigen zu Entfaltung verhelfen will...

Und wer nun als erstes irdische Bedenken walten läßt und nicht aus ganzem Herzen die Wahrheit begehrt und zu erstreben sucht, der wird als maßgebender aufrichtiger Prüfer einer solchen Offenbarung nicht in Frage kommen...

Er vermag sich nicht, von der Erde zu lösen, und um in geistige Sphären einzudringen, ist absolute Wahrheit und absoluter Wille, zu Gott zu gelangen, erste Notwendigkeit...

Amen


B.D. NR. 725 - 27.12.1938

Zulassung von oben zwecks Erhöhung des Widerstandswillens...

Es wechseln die Begebenheiten des täglichen Lebens in voller Zustimmung des Herrn, und es sind alle Geschehnisse gleichsam eine Zulassung von oben, da sie stets nur eins bezwecken, den Widerstandswillen zu stählen und den Seelenzustand immer heller und klarer werden zu lassen. Wo der Mensch oft zaghaft werden will, dort wendet er größere Energie an, weil ihm der Schwächezustand seiner selbst nicht gefällt und er ihn möglichst rasch beheben möchte. Diese erhöhte Willenskraft-Erzeugung zur Überwindung solcher Widerstände läßt die Seele immer reifer werden, denn aller Kampf, der geistigem Widerstand gilt, ist dem Willen des Schöpfers entsprechend und muß sonach auch zur Vollkommenheit führen. Und so ist jede Begebenheit, die zu reger Geistestätigkeit Anlaß gibt, auch eine von Gott zugelassene, da sie zur Schulung des Menschen erforderlich ist und sich also nur segensreich auswirken kann oder aber auch dem Menschen einen argen Rückfall bringt, doch dies nur dann, wenn der Wille des Erdenkindes nachläßt, in der göttlichen Ordnung zu leben... d.h., wenn alles Streben nach oben plötzlich als unrentabel empfunden und daher aufgegeben wird. Dies ist aber nur zu befürchten bei solchen Menschen, denen es nie ernst war um die Erkenntnis der ewigen Wahrheit oder die sich von dem Irdischen nicht völlig trennen können... die sprunghaft bald das eine, bald das andere anstreben und sich die Kraft zur Ausdauer nicht im Gebet holen...

Denen wird es auch stets an Kraft mangeln, die Gebote Gottes zu halten. Gerade das, was ihnen mangelt, sei es Willenskraft, Erkenntnis oder Liebe, sollen sie durch eifriges Gebet zu vermehren suchen... sie sollen die Gnadenspenden des Herrn nicht achtlos an sich vorübergehen lassen... sie sollen suchen, sich dieser Gnaden würdig zu machen, und solange in innigem Gebet zu Gott ringen um den Zusammenschluß mit Ihm, Der dann dem Erdenkind den Lebensweg leicht gangbar macht; denn alles gewährt der Herr einem um sein Seelenheil bittenden Kind. Immer wieder muß darauf hingewiesen werden, wie wertvoll es ist, wenn der Mensch nichts mehr beginnt, ohne den Zusammenschluß mit dem Himmelsvater gesucht zu haben... denn dann geht gleichsam der Vater mit Seinem Kind...

Und wo scheinbare Widerstände das Kind beunruhigen, dort werden nur neue Wege geebnet, dem Menschen noch nicht recht verständlich und übersichtlich, jedoch vom weisen Schöpfer planvoll so eingefügt, daß ein strebender Mensch allemal geistigen Nutzen davon ziehen kann, denn in der alltäglichen reibungslosen Abwicklung des Erdenlebens kann sich schwerlich ein Streiter heranbilden, der dereinst für den Namen Gottes eintreten kann in voller Überzeugung. Alles, was der Mensch vertreten soll vor seiner Mitwelt, muß er zuvor an sich selbst verspürt haben... er muß geistig eingedrungen sein in ein jedes Problem, ehe er dieses anderen zu lösen vermag. Und wenn der Herr aus euch ein streitendes Heer hervorgehen lassen will, muß Er euch auch zu diesem Streit um die Wahrheit heranbilden, und dies kann nur geschehen dadurch, daß ihr euch übet, zu streiten für den Namen des Herrn gegen alle Anfeindung von irdischer Seite... die darum irrend sind, weil ihnen die große, unendliche Liebe Gottes nicht verständlich ist und sie darum alles mit den Augen der Welt betrachten, eigennützig und lieblos irdischen Interessen nachstreben und dabei das Wichtigste vergessen, daß ein heißes Ringen um die Seele einsetzen soll während der Zeit des irdischen Lebens. Und in wahrem Eifer sich nur für Gott und die Wahrheit einzusetzen wird auch den Menschen stets aus ihn bedrückender, scheinbar unüberwindlicher Lebenslage befreien und ihm immer neue Kraft geben, den Weg zu verfolgen, der unweigerlich zum Ziel führen muß...

Amen


B.D. NR. 726 - 29.12.1938

Schicksal nicht Hindernis des Erkennens...

Freier Wille...

Siehe, Mein Kind, in engstem Zusammenhang mit Meiner Schöpfung stehen die unzähligen, weit verzweigten und doch immer wieder ineinander greifenden Geschehnisse, die ihr Zufälle nennt. Ein Lenker aller Dinge und aller Ereignisse nur kann es bewerkstelligen, daß die Schöpfung und alles Wirken im Weltall seinen geordneten Gang geht, und in diesem Zusammenhang wird es euch klarwerden, daß ihr eurem euch für dieses Leben von Mir bestimmten Schicksal nicht entgehen könnt, und das ist es, was euch dann glauben läßt, daß ihr nur immer ausführen müßt, was euch seit Ewigkeiten bestimmt ist. Einesteils müsset ihr das wohl, doch seid ihr nimmermehr gezwungen, durch weltliche Geschehen einen bestimmten Glauben... oder eine bestimmte geistige Einstellung anzunehmen. Dieses wird euch selbst ganz und gar überlassen bleiben, und jedes weltliche Geschehen, ob es euch angenehm oder unangenehm dünkt, gibt euch wahrlich der Möglichkeiten übergenug, zur rechten Erkenntnis zu gelangen. Es wird nicht eines von den Erdenkindern sagen können, daß sein ihm auferlegtes Leben es an der wahren Erkenntnis gehindert hätte, denn Ich füge alle Weltgeschehnisse, obzwar sich die Menschen solche durch ihren Willen selbst machen, immer so, daß sie dem Erdenkind die größtmöglichste Gelegenheit geben, sein Innenleben zu fördern. So kann es geschehen, daß inmitten größter und schmerzensreichster Ereignisse das wahre Verhältnis des Erdenkindes zum Vater weit eher hergestellt wird als in sorglosem Dasein... daß jedoch auch in diesem ein Kind zum Vater finden kann, wenn der Ereignisse der Umwelt geachtet wird und das Herz nicht verhärtet ist und sein Ich zu weit in den Vordergrund gestellt wird. Ich gebe wahrlich allen Meinen Geschöpfen das für sie Beste in die Hand, denn Meine ständige Sorge gilt nur der endgültigen Rückkehr Meiner Geschöpfe, und (es, d. Hg.) ist Meine Liebe und Weisheit daher auch darauf bedacht, den Menschen den Weg gehen zu lassen, der ihm die größte Möglichkeit bietet, Mir nahezukommen. Und daher erleben die Menschen täglich und stündlich diese Meine Fürsorge mit jedem Schritt, den sie in dem von Mir vorgezeichneten Erdenweg wandeln. Wie sie nun die Möglichkeiten nützen, ist ihnen völlig freigestellt. Dort ist dann der freie Wille tätig. Ließe Ich den Menschen den freien Willen auch rein irdisch genommen, dann würden sie sich selbst jeder Möglichkeit des Ausreifens der Seele berauben, denn sie könnten sich dann ihr Leben auf Erden so gestalten, wie es einem jeden zusagt, ungehindert von höherer Macht...

Ihr Streben würde mehr und mehr nur der Welt gelten, die Materie vermehrt und alles Geistige vermindert werden. Und Meiner Schöpfung Werk würde am Ende völlig zerstört werden, wo Meine Weisheit ausgeschaltet (ist, d. Hg.) und dafür der freie Wille des Menschen, dessen Weisheit unzulänglich ist, das Ganze beherrschen möchte. Und so müsset ihr darin wieder nur Meine Liebe zu euch Menschen erkennen, daß Ich nur, um euch einst das Höchste geben zu können, euer irdisches Leben lenke nach Meinem Willen... daß ihr jedoch die geistige Freiheit des Willens unbegrenzt nützen dürfet, sowohl nach oben als auch nach unten. Mitunter habt ihr auch euer Erdenschicksal selbst in der Hand und könnet es euch nach Belieben gestalten, doch werden auch dann die Verhältnisse und Ereignisse immer so an euch herantreten, daß ihr die gleiche Möglichkeit eurer inneren Gestaltung habt... ob ihr euch das Schicksal selbst so oder so gewählt habt... daß ihr also scheinbar wohl durch eigenen Willen euch andere Lebensverhältnisse schaffen könnt, ihr aber doch den gleichen Gang durch Leid und Sorge gehen müßt, wenn euch dieser von Mir zugedacht ist zwecks geistigen Fortschrittes. Leget ihr allem, was an euch herantritt, immer diese Erkenntnis zugrunde, so werdet ihr bald euch in vollem Vertrauen Mir überlassen und das rechte Verhältnis des Kindes zum Vater herstellen, das erste Bedingung ist, um die Erdenaufgabe im geistigen Sinn recht zu erfüllen. Und daher wird alles geistige Erleben niemals abhängig sein von der irdischen Lebenslage, sondern eine jede wird zur Genüge Gelegenheit bieten, daß sich das Erdenkind Meinem Willen unterstellen und so für seine Seele den größten Nutzen ziehen kann. Und somit ist der Einwand hinfällig, daß die irdische Tätigkeit oder Aufgabe nicht ein Vertiefen in geistiges Wissen zuläßt, denn erstere gewährleiste Ich einem jeden, doch letzteres ist allein dem freien Willen des Menschen überlassen...

Amen


B.D. NR. 727 - 30.12.1938

Glaube und Gottvertrauen nötig zum Widerstand...

Sturm...

Aller Welt wird Kunde zugehen, wie mächtig des Herrn Wille ist, und es werden immer mehr Beweise Seines Wirkens unter der Menschheit erstehen und Zeugnis ablegen von der ewig unbesiegbaren Liebe Gottes. Je offensichtlichere Zeichen der Herr den Menschen gibt, desto größeren Widerspruch werden diese hervorrufen, denn der Menschheit Sinn ist völlig fern dem geistigen Erleben. Es sind nur wenige, die im Licht stehen, und diese wenigen werden einen schweren Stand haben gegen die Überzahl der Ungläubigen. Und nur stärkster Glaube und tiefstes Gott-Vertrauen wird ihnen die Kraft geben zum Widerstand. Doch in der Not ist die Hilfe Gottes nicht fern, und ihr seid ja nur rein äußerlich alleinstehend, doch eure Seele ist nicht allein, und so seid ihr auch nicht den Bestrebungen und Anfeindungen der ungläubigen Mitwelt schutzlos ausgesetzt. Alles, was euch beunruhigend erscheint, was sozusagen gegen euch gerichtet ist, ist wie ein Sturm, der euch wohl umweht, aber euch nicht umwerfen kann, so ihr selbst Widerstand bietet. Und der Herr wird nimmermehr zulassen, daß die Gewalt des Sturmes größer ist als euer Widerstand, wenn ihr nur Ihm treu bleibt und in allem, was euch umgibt, die Allmacht Gottes erkennt und daher Ihm vollgläubig vertraut. Die Gefahr für euch liegt ja nur allein darin, daß ihr um äußeren Vorteils willen den Herrn verlasset...

Doch wer solchen nicht begehrt, in dem bleibt die Kraft Gottes und macht ihn stark wider alles Gott-Feindliche. Und es werden immer neue Boten auferstehen zur Ehre Gottes...

Ein Wunder göttlicher Liebe verblaßet sichtlich, wo der Hang zur Welt so unverkennbar ist, und nur, wer der Welt den Rücken kehrt, wird dieses Wunder erkennen, und es wird ihn unsäglich beglücken...

Amen


B.D. NR. 728 - 30.12.1938

Liebe Gegenpol der bösen Macht...

Scheidewand...

Wort Gottes ist Leben...

Sowie sich die Zahl derer vergrößert, denen Mein Wort zugänglich ist, verlieret der Widersacher an Macht, denn alles, was in Meinem Wort lebt, steht auch in der Liebe...

Und die Liebe ist der Gegenpol des Treibens der Finsternis. Wer sonach in der Liebe lebt, ist unerreichbar den bösen Kräften... er richtet eine unüberwindliche Scheidewand auf zwischen sich und der bösen Macht und ist gegen alle Angriffe von dieser Seite geschützt, denn der Liebe Macht ist erheblich stärker und kann von der Macht des Hasses nicht überwunden werden. Je stärker der Liebewille ist, desto lebendiger wird auch der Glaube sein, und in der Annahme des Wortes Gottes ist jede Tat gesegnet, denn erst die tatkräftige Befolgung Meiner Lehre ist die sicherste Waffe gegen alles, was von unten kommt. Mein Wort ist und war von Ewigkeit... in Meinem Wort stehen heißt leben... die Macht des Bösen aber ist Verderben und Tod. Darum muß, wer Mein Wort höret und danach handelt, leben in Ewigkeit. Und wer die gleiche Kraft sucht in den Werken der Nächstenliebe, der erkennet Gott gleichfalls, denn er geht schon in Mir auf durch die Taten der Liebe. Des Lebens Bedingungen erfüllt, wer sich die Liebe zum ersten Grundsatz macht...

Denn er hat wahrlich den besten Teil erwählt, daß er in der Kraft der göttlichen Liebe steht und gleichzeitig gefeit ist gegen die alles zerstörende Gegenmacht. Es verliert der Mensch jegliche Angst vor dem Tode, wenn die Liebe in ihm tätig ist, denn es erwacht sein Geist zum Leben, und er hat die Brücke gefunden zum Jenseits. Wie sollte ihn dann noch der Tod schrecken können, da er doch zuvor schon in den Sphären des Lichtes weilt... wie soll er wohl den Tod fürchten, da er das ewige Leben in sich hat... da er sich entwand der Macht, die sein Verderben wollte, und so dem Leben wiedergegeben ward. Alles, was Liebe ist, ist ewig... vergänglich dagegen, was nicht in sich die göttliche Liebe trägt...

Amen


B.D. NR. 729 - 31.12.1938

Silvester...

Betäubungen...

Eine jede Prüfung mußt du auf dich nehmen und dich ihr gewachsen zeigen. Und wenn der Herr dich mahnet zur Geduld, so ergib dich demütig in Seinen Willen, denn Er allein weiß, was dir frommt. In dieser Zeit ist auf Erden alles bemüht, sich zu betäuben. Nur sehr wenige halten still Einkehr bei sich selbst und gedenken ihres Schöpfers. Und es sieht mit unendlicher Wehmut der Herr das Treiben Seiner Geschöpfe, die nichts auf Erden missen wollen, was ihnen Genuß bereitet, und die ohne Bedenken hingeben die Wohltaten, die nur der Seele zugute kommen. Sie bedenken nicht, daß sie an der Wende des Lebens stehen können... daß sie heut noch mitten im irdischen Leben und schon morgen an der Pforte zur Ewigkeit stehen können und daß sie kaum vorbereitet für die Ewigkeit dann das irdische Leben verlassen. Aller Lebensgenuß muß sich ungünstig für die Seele auswirken, und es wird im gleichen Maß der Seele Schaden zugefügt, wo der Körper im Wohlleben schwelgt. In einer Zeit ungehemmten Lebensgenusses ist dem Widersacher jegliche Macht eingeräumt, er kann Besitz ergreifen von den Sinnen der Menschen und so zerstörend auf die Seele einwirken, und alle Dämonen gewinnen Einfluß auf diese, ist doch der Mensch viel eher geneigt, das irdische Leben in vollen Zügen zu genießen, als sich mit geistigen Dingen zu befassen, und es hat das Heer jenseitiger Geistwesen wahrlich keine leichte Arbeit, will es auch seinen Einfluß auf die Erdenkinder geltend machen. Die wahre Erkenntnis hält den Menschen von so unwürdigem Treiben zurück, doch den Zusammenschluß mit der geistigen Welt zu finden oder ihn zu behalten ist unsagbar schwer für den Erdenmenschen. Daher entwickeln beide, die guten wie die schlechten Geistwesen, eine unbeschreibliche Tätigkeit, um die Menschen in ihren Bannkreis zu ziehen, denn es hat die böse Macht wohl erheblichen Vorteil... sie behält die Oberhand, weil der Wille des Menschen zu sehr der Materie nachgeht und nur im Rausch und in der Erfüllung seiner Begierde sein Glück sieht. Aller Glanz der Welt verhindert die innere anschauliche Betrachtung der ewigen Gottheit, es ist der Mensch so fern von allem Reingeistigen... er steht in der Finsternis, denn die irdische Pracht gibt der Seele kein Licht... diese hungert und darbt, wenngleich der Körper im Überfluß schwelgt, und es ist wenig Möglichkeit, daß mitten im Trubel der Welt das Erdenkind die Gedanken nach oben schweifen läßt und sich willig trennt von dem irdischen Glanz, der doch nur Schein ist und keinen Vorteil der Seele bieten kann. Wer sich rechtzeitig solchen Versuchungen widersetzen kann, wer achtet, das Licht der Seele zu bringen, und den Körper willig entbehren läßt, wird sichtbar im Segen stehen, denn die geistigen Wesen sind solchen Bemühenden äußerst dienstbereit, sie stärken jede noch schwache Kraft, helfen der ringenden Seele, und aus scheinbar unnütz verlebten Stunden erwachsen der Seele so große Vorteile, daß der Mensch nur gewinnt, wo der Körper sich Freude und Genuß in weltlicher Beziehung versagt. Denn über aller irdischen Freude des Körpers steht das Glück der Seele...

Dieses aber ist unvergleichlich wertvoller als die Stunden ungetrübten Lebensgenusses, denn letzterer ist vergänglich, jenes aber bleibt bestehen bis in alle Ewigkeit...

Amen


B.D. NR. 730 - 1.1.1939

Göttliche Gesetze...

Sünde...

Ein ewiges Gesetz bestimmt die Richtlinien für alles Denken und Handeln, und zwar wird das Einsetzen der ganzen Kraft gefordert für das strengste Innehalten der göttlichen Gebote, die wiederum nur die klaren Forderungen sind, die der göttlichen Ordnung entsprechen und sich also immer den von Gott gegebenen Naturgesetzen anpassen. Ein gewissermaßen vom höchsten Gesetzgeber erlassenes Gesetz bedeutet sonach auch die Richtschnur für alles Denken und Handeln, das... wenn es dem Willen Gottes entsprechen soll, sich den göttlichen Forderungen anpassen muß. Jedes Abweichen oder Zuwiderhandeln muß demgemäß als Unrecht oder Sünde erkannt und empfunden werden; ebenso muß sich ein Einfügen in die göttliche Ordnung so auswirken, daß innere Zufriedenheit und unverkennbarer geistiger Fortschritt der Erfolg eines Gottwohlgefälligen und Seine Gesetze beachtenden Erdenwandelns sind. Wo den von Gott gegebenen Gesetzen keine Beachtung geschenkt wird, ergibt sich sehr bald ein haltloser Zustand, der verständlicherweise sich gerade entgegengesetzt äußert... in geistiger Verblendung, unentwickeltem Innenleben und arger Hoffnungslosigkeit in bezug auf ein dem Erdenleben folgenden jenseitigen Leben in Seligkeit. So aber das Erdenkind immer bedacht ist, sein Denken und Handeln stets im Sinn der gottgewollten Ordnung auszuführen, wird sein Geisteszustand immer lichter und klarer werden, und es vermag nun auch zu unterscheiden, wieweit alle Schöpfung den göttlichen Gesetzen unterworfen ist... d.h., welche Aufgabe einem jeden Schöpfungswerk zugedacht ist und warum ein Zuwiderhandeln gegen die Gebote Gottes sich so folgenschwer auswirkt. Denn es muß bald erkennen, daß kein Wesen verstoßen kann gegen Gottes Anordnungen, ohne ernsthaft Schaden zu nehmen in geistiger Beziehung. Es hat wohl der Mensch die Freiheit des Willens, sich diesen Anordnungen zu widersetzen, doch dann auf eigene Verantwortung und Gefahr, und es wird in absehbarer Zeit keinem Wesen gelingen, ohne Schaden an seiner Seele zu nehmen, die Gesetze unbeachtet lassen zu können, denn in der kurzen Erdenzeit muß nur immer danach gestrebt werden, allen Anforderungen der ewigen Gottheit nachzukommen, soll die Seele einen nennbaren Vorteil für sich verzeichnen können. Nur ein restloses Anerkennen der göttlichen Gesetze und ein bewußt freudiges Innehalten der Gebote Gottes kann die Reife der Seele zustande bringen, wie es von Gott Selbst gewollt ist... daß das Erdenkind Ihm nahekommt und Seiner Liebe und Gnade würdig wird...

Amen


B.D. NR. 731 - 2.1.1939

Seele nach dem Tode...

Aller Mühsale enthoben, suchet die Seele den Weg zum Licht, und es helfen ihr die Geistwesen, die in aller Liebe bemüht sind, ihr den Weg zu weisen. Und so erkennet die Seele ihren Zustand in aller Deutlichkeit und vermag sich zu lösen von der Materie, so sie nur in sich das Verlangen fühlt nach ewiger Befreiung ihrer Fesseln, die ihr Los waren seit undenklichen Zeiten. Hat der Geist Gottes im Menschen sich geeint mit dem ewigen Liebegeist, dann ist der Seele Freiheit erwirkt...

Sie findet tiefsten Frieden und tiefstes Glück, denn ihr Sehnen der Erdentage war die Vereinigung mit Christus, und es wird ihr nun Erfüllung. Und so lasset jede Trauer, die ihr noch auf Erden weilt, denn euer Körper ist euch noch zur Last, eure Seele ist noch gefangen in ihrer Hülle...

Werfet ab, was euch noch hindert... suchet auch in euch die Sehnsucht zu erwecken nach der Befreiung... lebet im Hinblick darauf, daß auch ihr dereinst vor dem Tor zur Ewigkeit stehen müßt, und wisset zu schätzen der Seele geistige Freiheit... seid ohne Furcht, wenn euer Ende nahet, und der Geist in euch wird euch leiten, daß ihr jener Stunde mit Freuden entgegensehet, denn ihr stehet dann am Eingang zum ewigen Leben, und der himmlische Vater kommt euch mit offenen Armen entgegen, so ihr eingedenk Seiner Liebe schon auf Erden zu Ihm gefunden habt. Und ihr begehret dann selbst den Tod, denn sein Stachel verletzt euch nicht...

Ihr habt überwunden, ihr habt durch die Nacht gefunden zum ewigen Licht, ihr habt der Welt entsagt und den Blick nur himmelwärts gewandt. Und es versammeln sich, die euch lieben, und holen euch heim in das Vaterhaus. Und die in Christus sterben, werden selig sein und dem Schöpfer Lob und Dank singen bis in alle Ewigkeit...

Amen


B.D. NR. 732 - 2.1.1939

Gottvertrauen...

Irdische Sorgen... „Herr, Dein Wille geschehe...“

Und so ihr euch dessen bewußt seid, daß der Vater euch schützet, werdet ihr frei sein von jeglicher Erdenschwere, es wird in euch das Verlangen nach geistiger Kost vermehrt werden und der Widerstand von außen sich verringern. Und so sollten alle Menschen darauf bedacht sein, ihre irdischen Sorgen in den Hintergrund zu stellen, und sich bewußt dem Herrn überlassen, Der jedes Geschehnis fügt nach Seinem Willen und in göttlicher Weisheit, und ihr verlanget sonach nur geistigen Schutz, der körperliche Schutz aber ist euch gleichfalls gewährt, so ihr nur vertraut. Denn ihr erkennet nun erst die Führung von oben...

Ihr bewältigt alles, wenn ihr euch willig dem Herrn überlasset...

Er, Der euch alles sendet, kann es gleicherweise wieder von euch nehmen, sei es Leid oder Freude, Krankheit und Sorge oder Glück. Wie ihr es empfanget, so wird es euch von Nutzen sein... seid ihr ergeben, so seid ihr auch des Segens gewiß, doch Unwillen oder Auflehnung kann nicht das Ergebnis zeitigen, das für euch und euer Seelenheil erforderlich ist, und ihr müßt nun desto mehr über euch ergehen lassen, bis ihr den Sinn der Sendung von oben erkannt habt und euch willig einfügt. Darum bedenket in allem Leid, daß ihr noch solches ertragen müßt um eurer selbst willen, solange ihr den Reifezustand noch nicht erreicht habt. Jeder Mahnung solcher Art liegt eine Notwendigkeit zugrunde, die ihr wohl nicht einsehen wollt, die aber den himmlischen Vater zum Eingreifen zwingt, weil es zu eurem Besten ist. Und je geduldiger und ergebener ihr euch dem Willen des Herrn unterzieht, desto schneller wird alles Unheil von euch genommen sein, denn Der euch solches sendet, wird es wieder von euch nehmen, wenn die Zeit gekommen ist. Der lebendige Anteil ist die Liebe des Herrn, doch wer tot ist im Geiste, erkennet die Liebe Gottes nicht... die Liebe Gottes aber äußert sich immer, wo das Leben in Gefahr ist...

Es soll nicht zugrunde gehen, der leben will, und es muß verhindert werden, wer in Gefahr ist, sich dem Schlafe hinzugeben...

Und aller Geist wird leben, der immer die Führung Gottes erkennt in jeder Lebenslage, in Ungemach und Verdrießlichkeiten des täglichen Lebens... der immer nur betet: „Herr, Dein Wille geschehe im Himmel und auf Erden!“

Amen


B.D. NR. 733 - 3.1.1939

Das Wort Gottes...

Liebe...

Wahrheit...

Weisheit...

Und es werden töricht sein, die sich der Annahme des Wortes Gottes verschließen... sie werden in Not und Leid keinen Trost haben und auch jeglicher Stütze entbehren müssen in schwerer Zeit, denn so der Herr Selbst mit Seinem Wort euch alles zu geben bereit ist und ihr achtet Seiner Gabe nicht, werdet ihr darben müssen und einsam und verlassen im Leben stehen. Das reine Wort Gottes ist des Schöpfers Gabe von Anbeginn... es ging den Menschen zu von oben zu aller Zeit... es war die Verbindung von der ewigen Gottheit zu den Erdenwesen. Es vernahm dieses Wort, wer nur immer es vernehmen wollte und in der Liebe zu Gott stand...

Denn es geschieht, was der Mensch will...

Der zu Gott verlangt, dem gibt Sich der Vater kund durch Sein Wort. Es ist das Wort der Träger göttlicher Liebe und göttlicher Kraft, und es vernimmt dieses Wort, wer sich der Liebe und der Kraft von Gott würdig macht...

Die Liebe Gottes offenbart sich dem Erdenkind durch das Wort, und bis an das Weltende wird Gott im Wort Sich zu erkennen geben denen, die Seine Kinder sind. Wer dieses Wort hat, der ist selig schon auf Erden, und wer nach dem Wort Gottes lebt, dessen ist das Himmelreich... die ewige Glückseligkeit. Doch wehe denen, die sich dem Wort Gottes entgegenstellen, sie entbehren nicht nur alles, was not tut zur Seligkeit, sondern werden dem Strafgericht zum Opfer fallen, so sie nicht ihr Unrecht erkennen zur rechten Zeit. Was der Herr den Seinen gibt, soll ihnen den Erdenweg erleichtern und ihnen Mittel und Wege zeigen, zurückzufinden zum himmlischen Vater. Wie aber soll euch solche Hilfe geboten werden, die ihr das Wort Gottes und Seine euch sichtbar erwiesene Gnade ablehnt. Die Liebe des Vaters ist immer wieder bemüht, dem Erdenkind Kenntnis zu bringen von seiner Erdenaufgabe, von dem rechten Verhältnis des Kindes zum Vater und von allen Gnadenmitteln, deren Anwendung in kurzer Zeit zum Ziel führen, und immer wieder vermittelt der Vater Seinen Kindern das Wort, auf daß sie nicht verlassen und jeder Hilfe bar durch das Leben gehen sollen. Und es wird somit jeder im Segen des Gotteswortes stehen, der sein Ohr nicht verschließet der Gabe, die von oben kommet, sondern hungernd und dürstend die Labung in Empfang nimmt, die der Herr mit Seiner Kraft gesegnet hat. Wie leer ist dem Menschen das Leben, der nicht aus dem Wort Gottes alles schöpft...

Erkenntnis, Glaube und daraus Liebe zu Gott und zum Nächsten. Wenn Gott der Herr sichtbar in Erscheinung tritt, daß Er Sein Wort vermittelt der Menschheit und predigt den Menschen von Seiner Liebe, die guten Willens sind, so wird auch der in der Liebe und Gnade Gottes stehen, der Sein Wort beherzigt und durchdrungen ist vom Liebegeist, der aus dem Wort Gottes spricht. Der Herr gab zu jeder Zeit, allen Generationen und allen immer und ewig das gleiche... die Wahrheit...

Denn es kann das Wort Gottes nur deshalb reine Wahrheit sein, weil es von Gott, als der Wahrheit Selbst, ausgeht. Es muß das Wort Gottes auch pur Liebe sein, wo der Ausgangspunkt des Wortes gleichfalls die Liebe Selbst ist...

Und es muß jegliche Weisheit dem Erdenkind dadurch erschlossen werden, da die ewige Weisheit Selbst das Erdenkind belehrt. Und so wird in der Wahrheit, der Liebe und der Weisheit stehen, wer immer das Wort Gottes annimmt...

Und es wird bestehenbleiben bis in alle Ewigkeit, weil die Liebe, die Wahrheit und die Weisheit Gottes nicht vergehen kann...

Doch wer das Wort Gottes ablehnt, dem ist alle Wahrheit, Liebe und Weisheit verschlossen ebenfalls auf unbegrenzte Zeit...

Amen


B.D. NR. 734 - 4.1.1939

Beteiligung der jenseitigen Wesen an Vorlesungen...

Es geben dir die jenseitigen Freunde Kunde von dem überaus segensreichen und Gott-gewollten Beisammensein des heutigen Tages. Es waren so unzählige Freunde um euch versammelt, die in Liebe mit euch verbunden sind. Jedes Wort fand Widerhall auch im jenseitigen Freundeskreis, und ein heller Lichtkreis umgab alle, die euch nahestanden. Die Worte des Herrn wurden von ihnen mit gleicher Inbrunst aufgenommen, und sie werden in Liebe weitergegeben und denen vermittelt werden, die der Unterweisung bedürftig sind. Die Liebe des Herrn ist unbegrenzt, sie führt euch immer neue Seelen zu, und es ist euer Wirken auf Erden weit umfangreicher für das Jenseits, als ihr ahnet. Wer mit euch in Liebe verbunden war auf Erden, dem geht durch euer Gedenken die Aufforderung zu, sich an eurer Geistesarbeit zu beteiligen, und so seid ihr umgeben ständig von suchenden, teils wissenden, teils völlig unwissenden Wesen, die euch begleiten auf Schritt und Tritt, um aus gleicher Quelle empfangen zu können die geistigen Wahrheiten, denn ihr Verlangen danach ist unsagbar. Weilet ihr nun in engem Kreise und gebet ihr euch der geistigen Arbeit hin, so ist ihre Freude unbeschreiblich, bedeutet doch jede geistige Unterhaltung für sie eine Quelle, aus der sie ebenfalls schöpfen und ihren Hunger und Durst stillen dürfen. Es war ein Kreis um euch versammelt, der keiner weiteren Erklärung bedarf, als daß ein jeder euch in Liebe nahesteht. Wen ihr in Gedanken um euch zu haben wünschtet, den riefen diese Gedanken auch herbei, doch Unzählige umgaben euch außer diesen, denn wo Gott-suchende und -liebende Erdenkinder sich zusammenfinden und ihre Seelen in geistige Regionen erheben, dort wird auch immer ein Heer jenseitiger Wesen weilen, die dem göttlichen Herrn und Heiland gleichfalls dienen möchten, indem sie lehren oder sich belehren lassen. Es hat ein immerwährender Wechsel stattgefunden, es wollten sich auch eure Freunde euch vernehmlich äußern, doch euch umgab ein Schutzwall lichter Gestalten, die ein Kundgeben noch unvollendeter Geistwesen nicht zuließen, denn es ist solches nicht von großem Vorteil für die noch ringenden Seelen. Wohl begehren die Menschen auf Erden Mitteilungen von seiten ihnen nahestehender Lieben, doch können euch diese nicht so eingehend belehren, da sie selbst noch nicht völlig im Wissen stehen, und es wird ihnen daher nur selten die Erlaubnis zuteil, sich kundzugeben, um nicht das Streben vom Reingeistigen abzubringen, was wohl sehr leicht möglich wäre, wenn hohe geistige Reife nicht Voraussetzung der Kundgaben ist. Der Herr lenkt euer aller Schritte zwecks weiterer Vervollkommnung, Er gibt auch jenen Seelen im Jenseits eben wieder die Möglichkeit, sich höher zu entwickeln, und so wird Er geben oder verweigern... je nach Notwendigkeit, aber immer zum Besten für die Seelen auf Erden und im Jenseits, denen doch Seine gleiche Liebe und Fürsorge gilt. Die Seelen leben nun in ständiger Erwartung solcher Stunden, die ihnen geistige Befreiung bringen, und es wollen daher alle jenseitigen Freunde nach Möglichkeit für Wiederholungen der Lehrstunden sowie guten Fortgang der geistigen Arbeit Sorge tragen, denn auch den Seelen im Jenseits sind solche Gelegenheiten von großem Nutzen, so die Liebe der Menschen zueinander Triebkraft ist und ihr ganzes Streben nur der Förderung ihrer und ihrer Mitmenschen Seelen gilt...

Amen


B.D. NR. 735 - 5.1.1939

Wert des Erlösungswerkes...

Leiden Jesu irdisch...

Vergegenwärtige dir, wie hilflos ein Erdenkind der Macht des Bösen ausgesetzt wäre, so nicht der göttliche Heiland in Seiner Liebe die Macht des Todes gebrochen hätte...

Und wie hoffnungslos wäre alles Streben auf Erden ohne das Erlösungswerk des Herrn. Aus der Nacht der Finsternis findet die Seele zum Licht im Glauben an den göttlichen Erlöser; sie wählt aus eigenem Antrieb den Weg, der zur lichten Gestaltung ihres Wesens führt...

Und unweigerlich muß die göttliche Liebe die Seele durchdringen, so diese des Erlösers gedenkt und aller Leiden und Schmerzen, durch die der Heiland gegangen ist für die sündige Menschheit. Die Liebe Gottes ist unendlich, und in der Erkenntnis dieser Liebe allein ist das Opfer verständlich, das der Herr für die Erdenmenschen und alle Wesen im Weltall gebracht hat...

Was der Herr für die Menschheit getan, ist zum Segen für jeden einzelnen geworden, und es steht das ganze Universum im Licht der Wahrheit durch das Werk der Liebe Gottes an den Menschen. Die Erde war dazu ausersehen, Träger der ewigen Gottheit in irdischer Verkörperung zu sein. Und es kann daher ein Erdenkind, das im vollen Glauben steht, sich selbst erlösen, solange es noch auf Erden weilt, wenn es nur den göttlichen Erlöser mit aller Innigkeit des Herzens zu lieben vermag... denn die Liebe allein überwindet den Tod...

Die Liebe allein befreit die Seele von den Fesseln der Materie, und in der Liebe zum göttlichen Heiland unterwirft sich das Erdenkind willig dem himmlischen Vater und nimmt die Gnaden des Erlösungswerkes aus Seiner Hand dankbar entgegen. Um aber die ganze Tiefe und Bedeutsamkeit des größten Gnadenaktes seit Anbeginn der Welt zu erkennen, ist der Mensch, als noch auf Erden lebend, nicht befähigt...

Er weiß wohl, daß die Liebe des Vaters zu Seinen Kindern Sich für diese geopfert hat, und er weiß sonach auch, daß ohne das göttliche Erlösungswerk der Mensch rettungslos dem ewigen Tode verfallen war, und doch kann dieses Wissen nicht annähernd Aufschluß geben über die Tragweite der Menschwerdung Christi für das gesamte Schöpfungswerk Gottes, und noch weit schwerer ist es, ohne dieses Wissen um die übergroße Liebe Gottes eindringen zu können in das Leiden und Sterben Jesu am Kreuze. Es wird daher auch jener nicht im entferntesten ermessen können, welch Opfersinn in einem Menschen lebendig werden mußte und wie unsäglich daher der Heiland gelitten hat, da Sein Leib gleichfalls Mensch war wie alle Erdenwesen, für die der göttliche Heiland das größte Opfer auf Sich nahm. Er war in unsagbarer seelischer Not, und nur die tiefste Liebe zur Menschheit gab Ihm die Kraft, den irdischen Leib alle Qualen und Leiden durchkosten zu lassen, und somit war das Erlösungswerk insofern ein Überwinden des Todes und seiner Macht, als die Gottheit nicht Jesus überirdisch leiden ließ, sondern der Erdenmensch, Der wohl die ewige Gottheit in Sich barg, jedoch, völlig irdisch empfindend, die unsäglichen Leiden des Kreuzes-Todes auf Sich nahm und so also wahrhaft den Tod überwand, auf daß der Schrecken des Todes hinfort genommen wurde von allen, die an den Erlöser glauben, Ihn von ganzem Herzen lieben und um Vergebung ihrer Sünden bitten...

Amen


B.D. NR. 736 - 7.u.8.1.1939

Begriff „Gnade“...

Welten werden vergehen und die Sonnen ihren Schein verlieren, die Gnade Gottes aber wird sich herabsenken ewig und unveränderlich auf Seine Geschöpfe. Denn was aus Ihm hervorgegangen ist, geht auch den Gang der Vollendung, und ohne die göttliche Gnade ist der Weg nimmermehr zurückzulegen. Daher ist alles so unendlich weise eingerichtet, daß das Wesen von dem Strom göttlicher Gnade erfaßt wird, wenn nur dieses selbst sich nicht widersetzlich vom Zustrom der Gnade entfernt...

Wer in der Gnade lebt, wird den Weg der Vollendung ohne Mühe zurücklegen können, doch wer sie zurückweist, wird Hindernisse über Hindernisse zu überwinden haben... seine Seele wird nicht die Kraft finden, sich zu befreien, und ohnmächtig wird der Geist in ihr schlummern, ungeweckt zur Selbstentfaltung, weil ohne die göttliche Gnade das Werk der Befreiung für die Wesen zu schwer ist. Wenn nun also zur Erlösung die Gnade Gottes Grundbedingung, d.h. unerläßlich notwendig, ist, so ist nun auch verständlich, wie sehr der Gottheit Wirken dahin geht, den Wesen den Begriff der Gnade eingehendst zu erklären, denn es sind gewissermaßen unbegrenzte Möglichkeiten, die den nach Vollendung strebenden Wesen geboten werden, um ihr Ziel zu erreichen. Die ewige Gottheit hat in Ihrer unendlichen Liebe und Weisheit sehr wohl bedacht, welch überaus schweren Kampf dieses zu bestehen hat, doch ist dieser Kampf nicht zu umgehen, soll eine Entwicklung zu Gottähnlichem Wesen sich vollziehen, das in allem gleich vollkommen sein soll, wie der Vater im Himmel Selbst vollkommen ist...

Ein Ringen aus eigener Kraft, um diesen Vollkommenheitszustand zu erreichen, würde bei dem Gegeneinfluß der bösen Macht nicht sehr erfolgreich sein, denn letztere ist stärker, und (es, d. Hg.) könnte das Wesen nicht genügend Widerstand bieten. Und so steht Gott denen bei, die sich zu Ihm bekennen, die in sich das Verlangen tragen nach der Vereinigung mit Gott bewußt oder unbewußt, und das in jeglicher Art. Die Hilfe zum Aufstieg zu Gott... so müßte alles das heißen, was unter dem Begriff „Gnade“ den Menschen zugänglich gemacht wird...

Es erfaßt der Mensch nicht die Bedeutung des Wortes in seiner ganzen Tiefe... Überall und zu jeder Zeit kommt die Hilfe Gottes dem Wesen entgegen und will nur erfaßt werden. Ein inniges Gebet um den Beistand Gottes läßt ihm diesen in aller Fülle zuteil werden, und darum kann der Mensch mit vollem Vertrauen sich seiner Seelenarbeit hingeben, denn er wird, wenn er gläubig ist und sich hilfeflehend an den Vater im Himmel wendet, so voller Gnade sein, daß ihm höchster Erfolg gesichert ist. Er wird, in der göttlichen Gnadensonne stehend, überaus leicht die gefährlichsten Klippen umschiffen und die beschwerlichsten Wege mühelos zurücklegen... es wird seine Seele die Lockerungen der Fesseln spüren, der Geist wird rege werden und die Hülle durchbrechen und sich endlich mit dem Liebegeist aus Gott vereinigen... und alles nur durch die göttliche Gnade, die sich ein jedes Wesen erbitten kann... die nie begrenzt von Gott ausgeteilt, sondern ungemessen empfangen werden kann, von jedem, der sie nur begehrt. Der göttliche Schöpfer fordert von Seinen Geschöpfen eine Höher-Entwicklung in großem Maß, Er gibt aber gleichzeitig ihnen die Weisungen und Mittel an die Hand, daß sie dem Wunsch des Schöpfers nachkommen können. Somit ist wiederum das Werk an sich nicht schwer, wenn nur der Wille das gleiche anstrebt, denn dem Willen des Wesens gebietet der Herr nicht... diesen zu gestalten ist allein ihm selbst überlassen, doch kann auch da das Gebet um die Gnade Gottes kräftige Hilfe gewähren, denn Gottes Liebe ist überall tätig, wo ein Wesen sich Ihm zuwendet, und teilt die Gnaden aus unbegrenzt, auf daß das unvollkommene Wesen stets und ständig einen Rettungsanker weiß, den es in der Not und Gefahr ergreifen kann, und nimmer wird ein bittendes Wesen ohne Hilfe gelassen werden, das sich sehnet nach göttlicher Gnade... (8.1.1939) Und es werden zahllose Wesen die Gnade Gottes an sich verspüren, solange sie willig sind zu empfangen. Lebendiger Glaube und tatkräftige Liebe lassen ihnen Ströme der Gnade Gottes zufließen... immer wird Gott hilfsbereit dem Wesen entgegenkommen, um ihm den Weg nach oben zu erleichtern, um es zu schützen vor der Macht des Bösen und ihm den Zusammenschluß mit dem ewigen Liebegeist zu sichern, denn „wahrlich sage Ich euch“, spricht der Herr, „euer Leid wird gering sein auf Erden, so ihr euch nur Meiner Gnade bedienet... ihr werdet die höchste Höhe erreichen können und in unmittelbare Fühlungnahme zu Mir treten, und eure Seele wird schweben im Licht...“

Amen


B.D. NR. 737 - 8.1.1939

Naturgesetze...

Umgestaltung und Raubbau an der Erde...

In der sichtbaren Welt sind alle Gesetze in der Natur vom Schöpfer so gegeben, daß das leiseste Zuwiderhandeln eine gleichfalls sichtbare Zerstörung des Geschaffenen hervorruft, und so muß daher der göttliche Wille und Seine Allmacht tätig bleiben, um das Bestehende zu erhalten. Es kann also nicht willkürlich ein Wesen, ob aus der geistigen oder irdischen Welt, eine Änderung des Naturgeschehens herbeiführen, die dem Willen des Schöpfers nicht entspräche. So wird auch nimmermehr der Mensch irgendwie einwirken können auf die Naturgesetze, und sein Bemühen, selbsttätig diese umzustoßen, würde vergeblich sein. Es stehen jedoch dem Menschen viele Möglichkeiten zu, sich mitwirkend im Willen Gottes zu betätigen und so gleichsam an der Gestaltung oder Umgestaltung der Erdoberfläche sich zu beteiligen, also in gewissem Sinne auch schaffend zu sein schon auf Erden. Doch muß sich dann auch stets der Wille des Menschen dem göttlichen Willen unterstellen, sollen die geschaffenen Werke Bestand haben. Es müssen alle Handlungen des Menschen sich den Naturgesetzen anpassen, da ein Außer-acht-Lassen dieser eine sofortige Zerstörung zur Folge haben kann oder auch einen langsamen Verfall des Ganzen nach sich zieht. Wo die Naturkräfte, die dem Willen Gottes entsprechen, sich dem irdischen Wirken als zuträglich erweisen, dort wird auch alles Schaffen der Menschen begünstigt sein, d.h., es führt dort dann der Mensch nur aus, was Wille der ewigen Gottheit ist, wenn auch scheinbar selbstwillig, wohingegen alles Wirken, das nicht von Gott gewollt ist, als gegen die Naturgesetze verstoßend, nur Fehl-Erfolge zeitigen wird. Oft machen sich die Folgen zwar nicht sofort bemerkbar, und das läßt den Menschen zum Trugschluß kommen, daß er handeln kann nach eigenem Ermessen, doch sind dann die schädlichen Wirkungen für die Menschheit weit umfangreicher, dem verblendeten Menschen aber oft auch dann noch nicht Beweis seines falschen Handelns und Denkens. So wird sich auch der Erdraub, in und auf der Erde, in die Menschen erschreckender Weise auswirken, so er Ausmaße annimmt, die nicht dem Willen Gottes entsprechen... (Unterbrechung)


B.D. NR. 738 - 8.1.1939

(Fortsetzung zu Nr. 737) Naturgesetze...

Umgestaltung und Raubbau an der Erde...

Es wird in der Folge wohl alle Neugestaltung gefördert werden, und man wird versuchen, die Konsequenzen zu ziehen, indem aller Schaden, der entsteht, als unabwendbar für die Lebensnotwendigkeit hingestellt wird, doch wird dies nur so lange möglich sein, bis sich die ernstesten Folgen zeigen werden, die sich für die Menschen lebensbedrohend auswirken. Denn das kleinere Übel ist der Mangel, doch diesem abhelfen zu wollen unter Gefährdung des Lebens ist wider die göttliche Ordnung und also gegen die Naturgesetze verstoßend. Daher warnet der Herr vor jeglichem gewaltsamen Eingriff in Sein Schöpfungswerk, so die Menschen sich nicht selbst dem Untergang preisgeben wollen; und es ist um vieles ratsamer, sich mit wenigem genügen zu lassen und der Erde nicht im Übermaß die Erzeugnisse entziehen zu wollen, denn so dies lediglich zur Vermehrung irdischer Güter geschieht, wird der göttliche Schöpfer nicht Seine Zustimmung geben, denn ein solches Bestreben wäre nicht aufbauend, sondern zerstörend und muß sich sonach nachteilig für die Menschheit auswirken. Leget ihr aber all eurer Handlungsweise und euren Verfügungen lediglich die Sorge um das Wohl der Menschheit zugrunde... daß also unter Hinten-Ansetzung des eigenen irdischen Vorteils nur die Bedürfnisse der Menschheit gedeckt werden sollen, dann wird der Liebewille des Schöpfers tätig werden und das für das Wohl der Menschheit der Erde Entzogene reichlichst zu ersetzen bestrebt sein, denn dann handeln die Menschen nicht in eigenem, sondern Gottes Willen, und es ist dies kein Vergehen gegen die Naturgesetze, sondern entspricht völlig der göttlichen Ordnung. Der Weltenlauf wird den Beweis erbringen, daß jegliche Zerstörung ihren Ursprung hat in unersättlicher Gier nach irdischem Besitz und daß der Wille Gottes dort Einhalt gebietet, wo eine gewisse Grenze erreicht ist, wenn Er die Menschheit nicht gänzlich dem Untergang verfallen lassen will. Niemals also kann der Mensch ungestraft den göttlichen Gesetzen zuwiderhandeln, will er nicht sich selbst und seine Mitmenschen gefährden an Leib und Seele... (Unterbrechung)


B.D. NR. 739 - 9.1.1939

(Fortsetzung zu Nr. 737 und 738) Naturgesetze...

Umgestaltung und Raubbau an der Erde...

Vernehmet daher die Stimme von oben: Es ist ein gewagtes Spiel, der Natur trotzen zu wollen, und in Gebieten, die dem ruhigen, friedlichen Volke zur Ernährung seines Leibes dienen sollen, der Raubbau der Erde zu stark getrieben wird. Es müssen in solcher Gegend unausgereifte Naturgeister in Unzahl frei werden, die sich nun auch äußern werden, und es bleibt ihre Tätigkeit dann keineswegs der Umwelt verborgen, sondern es bereiten sich die Eruptionen des Erdinneren vor, die eben die Tätigkeit solcher frei gewordener Naturgeister sind. Es können solchen Vorgang nur die Menschen verstehen, die sich einmal vorzustellen versuchen, welch ungeheure Tätigkeit sich entwickeln muß, wenn die starre Form, die in sich Geistiges birgt, plötzlich gelöst ist und alles Geistige, das niemals untätig verharren kann, nun in volle Tätigkeit übergeht... daß sich diese Tätigkeit irgendwie nun äußern muß. Es bedenken die Menschen nicht, daß sie selbst die Leidtragenden sind und sich das Wirken der Naturgeister in solcher Weise bemerkbar macht, daß früher oder später die Ruhe der Menschen arg gestört wird durch Naturveränderungen, die wiederum die Ernährung der Menschen in Frage stellen und sich auch sonst fühlbar bemerkbar machen, indem sie auf das Gemüt, auf die Seele des Menschen ungünstig einwirken und so die solche Landstriche bewohnenden Menschen argen Einflüssen der frei gewordenen unreifen Geistwesen ausgesetzt sind. Es kann dies nur ein im Geistigen fortgeschrittener Mensch wahrhaft erkennen und beurteilen... die Menschen ohne solches Wissen nehmen alle diese Erscheinungen mit einer Selbstverständlichkeit hin und wissen nicht, daß sie selbst schuld sind an der körperlich und seelisch mißlichen Lage, in der sie sich auf Erden befinden, und das allein nur durch die starke Gewinnsucht, die Anlaß ist, daß man in die Erde einzudringen versucht, um ihr möglichst viele Werte zu entziehen...

Doch nimmermehr kann solches Streben die Zustimmung des Schöpfers finden, und so wird ein Handeln gegen Seinen Willen und gegen die Naturgesetze eben auch eine Umgestaltung der Erde zuwege bringen, die sich nicht günstig für die Menschen und noch viel weniger für deren Seele auswirkt. Denn gegen die Naturgesetze soll der Mensch nicht ankämpfen, will er nicht Schaden leiden an Leib und Seele...

Amen


B.D. NR. 740 - 10.1.1939

Innere Einkehr...

Willenskraft durch göttliche Gnade...

Das Wichtigste im Leben ist, daß ihr des öfteren Einkehr haltet in euch selbst... daß ihr euch immer bemüht, in den Segen der Gnade Gottes zu gelangen, denn es belebet die Gnade Gottes die Willenskraft...

Ihr werdet ferne von der Welt, in der Zeit stiller Einkehr, das Stärkerwerden des Willens spüren, und es wird sich der Seele kein Hindernis entgegenstellen, so sie den Weg nach oben nehmen will. Alles der Seele Nötige wird ihr ja reichlich gewährt, sobald sie strebend ist, jedoch ohne die von ihr leicht zu erringende Gnade vorwärtszukommen ist erheblich schwerer, ja meist gänzlich in Frage gestellt, denn das Erdenkind wird eher zurückgehen in seinem Streben als auf der gleichen Stufe der Entwicklung bleiben, wenn ihm die Liebe Gottes nicht hilfsbereit entgegenkommt durch die Gnade. Daher lasset nicht außer acht, diese zu erflehen, da doch euer eigener Wille unerläßlich ist... ihr aber, sobald euer Wille selbst danach verlangt, überreich damit versehen werdet...

Ihr dürfet nie vergessen, daß euch der himmlische Vater jede erdenkliche Hilfe zukommen läßt, daß jedoch dies immer abhängig gemacht werden muß von eurem Willen... daß die Gnade Gottes euch nicht gewährt werden kann, solange ihr nicht selbst danach verlanget und darum bittet. Wollet ihr, so werdet ihr empfangen... doch ohne euren Willen euch unterstützen hieße, untätige Wesen durch Gottes Willen entstehen zu lassen, denen die Freiheit des Willens genommen würde. So ist es doch überaus leicht verständlich, warum ihr immer und immer wieder euch im Gebet zum himmlischen Vater wenden sollt...

Nicht um Irdisches sollt ihr bitten, sondern ernstlich um eurer Seele Wohlergehen besorgt sein, dann ist auch euer irdisches Wohl gesichert. Es kommen oft Tage, da ihr eurem Innenleben weniger Beachtung schenkt... daß ihr gleichsam unbekümmert und untätig in geistigem Sinn dahingeht und euch die Gnade Gottes daher nicht zufließen kann, was eine Schwächung der Willenskraft, ein Nachlässigwerden und eine gewisse Gleichgültigkeit dem geistigen Wohl gegenüber zur Folge hat. Alle diese Erscheinungen sollen euch warnen, nicht in diesem Zustand zu verharren... sie sollen euch immer eine leise Mahnung sein, euch im Gebet wieder zu sammeln und die Hilfe Gottes zu erflehen wider die Ermüdung des Geistes. Und es wird dieser Bitte auch entsprochen werden, denn ein um sein Seelenheil ringendes Kind läßt der Vater nicht ohne Hilfe. An das Wort des Evangeliums sollet ihr gemahnet sein: „Bittet, so wird euch gegeben werden... klopfet an, so wird euch aufgetan...“

Amen


B.D. NR. 741 - 10.1.1939

Vaterworte...

Des öfteren sollst du Meinen Geist suchen, Mein liebes Kind, und die wahre Erleuchtung wird dir werden jederzeit. Es kann der Mensch nicht fehlgehen, der in sich die Zugehörigkeit zu Mir empfindet, und ebenso verbinden sich alle Kräfte aus Mir mit dem, was aus Mir ist und zu Mir verlangt. Ein einziges Beispiel nur, daß fern von der Heimat das Kind in Liebe seines Vaterhauses gedenkt und schon der Gedanke an Vater und Mutter es im Geist bei ihnen weilen läßt, diese aber im gleichen Liebeverlangen nach dem Kind die weite Entfernung durcheilen und so nur eine räumliche Trennung dem Körper nach besteht, den beiderseitigen Gedanken aber und dem Geist in ihnen keine Schranken gesetzt sind, so daß sie jederzeit beieinanderweilen dürfen und der Liebe Kraft sich unverändert äußert. Ihr, die ihr von Mir ausgegangen seid und die Ich mit aller Liebe zurückerwarte, werdet dieser Liebe immer gewiß sein, und euer Herz soll darum nur immer verlangend Mir zugewandt sein, dann gibt es auch zwischen uns keine Grenzen...

Mit aller Innigkeit umfasse Ich Meine Kinder und will nur immer ihr Bestes... sie beschützen in der Not, die im Erdenleben ihr Los sein muß, um Mich zu erkennen. Die Liebe des Vaters ist das Kostbarste, was sie im Erdenleben ihr eigen nennen dürfen, und sind sie sich derer bewußt, so geht alles Erdenweh nur traumartig an ihnen vorüber. Doch wie viele gehen durch das Erdenleben unbewußt der göttlichen Vaterliebe. Diesen wird das Leben zur Last, denn sie müssen allein tragen, was ihnen der Vater sendet... sie erkennen Mich nicht, und Meine Liebeskraft kann ihnen nicht zufließen...

Des Lebens Sinn bleibt ihnen verborgen, rein mechanisch üben sie ihre irdische Tätigkeit aus, pflegen den Leib und leben im Taumel des Genusses...

Aber in innige Fühlungnahme zu Mir treten sie nicht, und Ich kann ihnen Meine Liebe immer nur in der Form von Kummer und Sorgen zuwenden, auf daß sie allein zu Mir finden, ungezwungen und völlig freien Willens. Und es ist deshalb so viel Not und Elend auf der Welt, weil die Zahl der Mich-Erkennenden immer kleiner wird und Meine Vaterliebe nur sich in solcher Not äußern kann, um Meine Kinder zum Erkennen zu leiten. Doch die Mich gefunden haben, sollen immer und immer ihren Geist zu Mir senden; jeder Gedanke, der Mir als Vater gilt, ist Kraft und Gnadenquell, und ihr selbst werdet daraus den größten Nutzen ziehen, denn Meine Liebe erfasset euch... sie kennt keine Grenzen und erweckt in euch das Sehnen nach ewiger Vereinigung. Und euer Ende wird dann ein seliges sein...

Amen


B.D. NR. 742 - 10.1.1939

Vaterworte...

In der Absicht, Mir zu dienen, erkenne Ich die Bereitwilligkeit Meiner Diener auf Erden. Jede Stunde, die Mir geopfert wird, vermehrt den geistigen Reichtum dieser, denn wer Mir gibt, empfängt im Übermaß, und sein Opfer trägt reiche Frucht. Die in Mir ihren Gott und Vater sehen, die nur bestrebt sind, Meinen Willen zu erfüllen, werden auch von Mir gewürdigt, Mein Wort zu vernehmen, und die reinste Gabe, von Mir Selbst geboten, wird sie unsagbar beglücken, denn Ich Selbst bin ihnen nahe im Wort, und Mein Atem streifet sie, so Ich zu ihnen rede. Die höchste Erfüllung kann ihnen werden schon auf Erden, selbst der Leib kann den glückseligen Schauer Meiner Nähe spüren, so dies Mein Wille ist, und die Seele kann sich lösen und in Licht-Sphären weilen, erblickend die selige Geisterschar, denn die Liebe zu Mir öffnet alle Pforten und gibt der Seele Befreiung, wenn auch nur auf kurze Zeit. Dies zu erreichen, Mein Kind, sollst ständig du bestrebt sein, denn je höher du im Licht der Wahrheit stehst, desto mehr erfasset dich Meine Liebe, denn du dienest Mir dann in aller Treue, indem du zum Empfang bereit bist, um wieder zu geben den Menschen, die irrend deinen Lebensweg kreuzen. Und es soll das Licht verbreitet werden... emsig und unermüdlich sollen Meine Arbeiter im Weinberg tätig sein, auf daß noch in letzter Stunde Ich reiche Ernte halten kann und Meine kleine Schar vermehrt werde um ein Vielfaches. Ich erkenne die Meinen gar wohl, weiß um alle ihre Fehler und Schwächen, aber auch um ihre Liebe zu Mir und daß sie für Mich tätig sein wollen auf Erden...

Ich will ihre Liebe so heiß im Herzen entfachen, daß sie von brennendem Verlangen nach Mir erfaßt werden, und dieses Verlangen dann stillen und sie unendlich beglücken, und so die Liebe auflodert zu hellster Glut, werden ihre Herzen geöffnet sein für Meine Einkehr, und dann höret dieses Herz Mein Wort in lieblichster Stimme und ist unsagbar selig darüber...

Und ihr werdet gleichfort tätig sein für Mich, so euch diese Liebe ergriffen hat...

Ihr werdet kein Leid mehr spüren, sondern irdischem Leid enthoben sein, wenngleich auch der Welt es scheinet, daß euer Los ein hartes sei. Vertrauet Mir und Meinem Wort...

Ich nehme jedes Leid von euch, die ihr Mein geworden seid in Liebe und Treue...

Der Engel Stimmen werdet ihr hören und süße Lust empfinden, wenn auch den Leib ihr darbietet der Welt zu Spott und Hohn. Wer Mir wahrhaft dienet, den schütze Ich vor Leid...

Ich lasse ihn den Himmel schauen, und es entfernt die Seele sich aus ihrer Hülle und überlässet den Körper denen, die in blindem Eifer nur der Welt dienen...

Ich nehme euch in Empfang und will euch segnen bis in alle Ewigkeit...

Amen


B.D. NR. 743 - 12.1.1939

Hellsehen...

Nichts in der Welt kommt dem seligen Gefühl gleich, das die Anwesenheit des Herrn im Herzen auslöst, und in keiner Weise ist das Gefühl zuvor zu erklären oder zu beschreiben, und daher mußt Du, Mein Kind, dich in Geduld fassen und nur immer gläubig des Momentes harren, wo Ich in dir Wohnung nehmen will. Deshalb lasse deine Gedanken immer und immer wieder zu deinem Heiland schweifen. Je sehnender du dieser Zeit der Beglückung entgegensiehst, desto eher wird dir Erfüllung werden, und in das Reich des ewigen Friedens wird deine Seele vorausschauend Einblick nehmen dürfen. Erlebst du den Moment der Vereinigung mit Mir auf Erden, so empfindet dein Herz die Wonne in solchem Übermaß, daß du der Erde für kurze Zeit entrückt bist, und dann fließet Mein Geist in dich über und erleuchtet dich, und von Stund an ist dir die Gabe zuteil, alle Dinge hell und klar zu schauen, die dem irdischen Auge sonst verborgen sind. Ja, es wird dir sogar offenbar werden, welches Los der Erde noch beschieden ist. Du wirst auch der Menschen geistige Verfassung erkennen und in ihren Gedanken lesen können, und es wird dies von großem Vorteil sein für dich in Stunden der Bedrängnis, die dir die Welt bereiten möchte. So du aber ihre wahre Absicht durchschauen kannst, wirst du stets das Rechte tun, um ihre Absicht zu unterbinden. Und so ist dein Wirken erst dann in allem Umfang vorgesehen, wenn deine Kraft außergewöhnlich wirksam ist, d.h., wenn Ich Selbst durch dich wirken kann, wenn du Mir in vollem Willen das Recht einräumst, von deinem Körper Besitz zu ergreifen, und du dich Meinem Willen restlos unterstellst. Erst die tiefe Liebe zu Mir wird den eigenen Willen still werden lassen und sich Mir ganz und gar hingeben und alles Wirken Mir überlassen. Und dann wirket Meine Kraft in dir und durch dich zum Segen der Menschheit, zur Rettung unzähliger Wesen aus tiefster Nacht...

Und diese Zeit ist nicht mehr fern... denn auch die Zeit deiner Mission rückt immer näher, und willst du Mir in Treue dienen, so erstrebe und erbitte die geistige Vollkommenheit, auf daß Ich im gereinigten Herzen empfangen werden und diesem höchstes Glück und Seligkeit bereiten kann...

Amen


B.D. NR. 744 - 13.1.1939

Zusicherung des Schutzes für einen Streiter Gottes...

Verbirg dein Antlitz nicht vor dem Herrn, wenn Er dich erwählet in Seiner Huld. Gib deine Seele Ihm zu eigen, und lasse dich vom Willen des Herrn lenken, dann wird Sich dir der Herr nahen in einer Gestalt, daß dein Herz Ihn erkennen wird...

Und ebenso wird deine Zunge gelöst sein, und überaus leicht verständlich wird dir das Wort des Herrn zugehen. Denn dann nahet die Stunde, die dich zum Streiter für Seinen Namen machen soll. In unglaublich kurzer Zeit gehen dir jene geistigen Kräfte zu, vermöge derer es dir ein leichtes sein wird, aus jeglichem Gebiet Belehrung zu geben und alle Einwendungen von feindlicher Seite treffend zu widerlegen. Es wird dies vonnöten sein bei der Kampfesweise, die dem Gegner eigen ist, und doch werden die wenigsten auch hier ein sichtbares Wirken der Gottheit erkennen wollen und daher zu den schärfsten Gegenmitteln greifen, einen Vertreter der reinen Lehre Gottes unschädlich zu machen. Doch ihr Streben ist umsonst, immer werden unvorhergesehene Ereignisse ihre Absichten durchkreuzen, und du gehst ungefährdet durch viele solche Anfeindungen hindurch, denn es waltet und wirket Gottes Liebe und Weisheit und fügt alle Geschehnisse zum Nutzen der Menschheit, wenn diese sich nicht mit vollem Willen wiedersetzet. Doch wer nach Gottes Willen und zu Seiner Ehre tätig ist, wird sich jeglicher Anfeindung der Menschen entziehen können, weil es ja Gottes Wille ist, daß er diesen Wirkungskreis erhalten hat und er darum geschützet ist so lange, bis er sein Amt erfüllt hat zur Ehre Gottes. Doch für Gottes Wort und den Namen des göttlichen Erlösers zu streiten ist eine Aufgabe von so großer Bedeutung, daß dem dienenden Erdenkind jeder Schutz zugesichert ist von oben, und ihm wird sonach nicht ein Härchen gekrümmt werden dürfen, so es nicht der Wille ist...

Wem der Herr aber Seinen Schutz verheißet, der soll feststehen im Glauben und in der Zuversicht, daß der Vater stets Seines Kindes gedenkt...

Es wird gleichsam unantastbar sein und mit solcher Kraft seines Amtes walten können, daß der Erfolg nicht ausbleiben wird... daß der Weg zum himmlischen Vater doch von vielen beschritten werden wird, die in dem Wort, das sichtbar den Menschen zugänglich gemacht wurde, das rein göttliche Wort erkennen und nach ihm zu leben sich bemühen...

Und so soll dein Wirken auf Erden bald einsetzen zum Segen der Menschheit, denn die Zeit ist nahe, wo sich scheidet Gut und Böse...

Licht und Finsternis...

Lüge und Wahrheit... wo mit feuriger Schrift der Weg nach oben gewiesen wird...

Amen


B.D. NR. 745 - 14.1.1939

Einwirkungen auf die Halsstarrigkeit...

Und es werden ihrer viele sein, denen Meine Hilfe von oben gesendet wird, doch ihr Geist wird nicht empfangen wollen. Sie bleiben in ihrer starren Gedankenwelt und gehen nicht ein Jota davon ab, obwohl sie für ihre Anschauungen keinerlei Beweise haben, nur immer in Bequemlichkeit alle Verantwortung für ihr Leben ablehnen wollen und sich dadurch den größten seelischen Schaden zufügen. Nun aber wird von geistiger Seite mit aller Kraft auf diese Erde eingewirkt; es wird sich auch unter jenen das Verlangen bemerkbar machen, einzudringen in geistiges Wissen, und es ist daher ratsam, solchen noch Irrenden die Lehren Gottes so zu bieten, daß ihre Aufmerksamkeit zuerst auf die Kundgaben gelenkt wird, die weniger die kirchlichen Lehren berühren, denn ein gewisser Widerstand gegen alles Dogmatische macht ihre Ablehnung begreiflich, da sie eben gerade an den Irrungen dieser Anstoß nehmen und sich nun ganz davon lossagen möchten. Eine eingehende Säuberung des Althergebrachten wird auch diese Menschen nur günstig beeinflussen, und rein, sachlichen Ausführungen werden sie viel eher zugänglich sein als frommen Reden, die ihnen eher zuwider sind. An Stelle der bisherigen Glaubenslosigkeit den alten Lehren gegenüber wird ein geistiges Suchen einsetzen bei allen denen, die noch nicht gänzlich verweltlicht sind. Es drängen sich ihnen Fragen auf, deren Beantwortung ihnen nicht unwesentlich erscheint, und in Anbetracht der schweren Zeit beginnen sie, sich mit tieferen Gedanken zu befassen, und suchen Erklärung...

Und es ist daher oft der erste Anlaß zu solchen inneren Betrachtungen segensreich zu nennen, verketten sich doch dann die sonderbarsten Zufälle und Gelegenheiten, um den suchenden Menschen ins Licht der Wahrheit zu führen, wenn auch oft erst nach langer Zeit. Und so ist eine jede Mühe gesegnet, oft zuerst nicht sichtbar, ja eher sich scheinbar negativ auswirkend, doch es greift mitunter das Leben selbst so ein, daß der Mensch seine Gedanken von dem Gehörten nicht gänzlich frei machen kann. Und auf solchen Zufällen und Geschehnissen baut die jenseitige Geisterwelt auf. Die unermüdliche Tätigkeit dieser kann nicht ohne Einwirkung bleiben, obgleich nur sehr wenige der Tatsache Beachtung schenken, daß sie mehr und mehr dem irdischen Leben sich abzuwenden das Verlangen haben und sich mit geistigen Problemen befassen... zuerst unwillig und die Gedanken schnell wieder verwerfend, doch immer wieder zu den gleichen Gedanken zurückkehrend. Die Menschheit ist sehr überheblich; sie glaubt, ohne geistiges Wissen auskommen zu können, hält nur alle irdischen Angelegenheiten für beachtenswert und bleibt daher in geistiger Armut, doch prahlend und überzeugt die geistige Überlegenheit hervorhebend. Und solchen ist schwer das Evangelium zu predigen. Ihnen einen Einblick zu gewähren in die göttliche Schöpfung... ihr Denken anzuregen durch unbestreitbare Tatsachen kann auch eine Umänderung ihres Denkens veranlassen, und dann ist ein winziges Samenkorn gefallen in einen Boden, in dem es mühsam gepflegt werden sollte, um aufzugehen und Frucht zu tragen. Der Liebegeist des Vaters wird solches Bemühen segnen, und mit verstärkter Kraft wird das Wort eindringen in solche willige Herzen, die ihren Widerstand endlich aufgegeben haben, sich jeglicher vorgefaßten Meinung enthalten und versuchen, durch die Nacht zum Licht gelangen. Aber es wird langer Zeit bedürfen, doch immer muß erst ein Anfang sein, soll dereinst ein Erfolg gezeitigt werden. Es sucht mancher Mensch die Wahrheit und erkennt sie noch nicht, weil sein Suchen nicht das rechte ist... doch weit eher wird dieser zur Wahrheit und Erkenntnis gelangen als der, dem das Verlangen nach Wahrheit nicht innewohnt, der nicht sucht und nur die Meinung anderer annimmt, ohne selbst geprüft zu haben...

Dieser wird wahrlich im Dunkeln wandeln, bis sein verhärtetes Herz das Falsche seines Denkens und Handelns erkannt hat. Ein jeglicher prüfe sich ernstlich, was ihn zur Ablehnung der Gaben von oben bewegt...Der nichts anderes, als die Wahrheit zu ergründen sucht, dem werden geistige Kräfte zu Hilfe kommen... dem aber nur der Gedanke der Verantwortung unbehaglich erscheint und ihn diese abweisen läßt, der verbleibt in der Nacht des Unglaubens, und jegliche geistige Hilfe wird nichts vermögen seinem starren Sinn gegenüber. Und gegen solche wird der Herr weit schärfere Maßnahmen ergehen lassen müssen, will Er sie nicht dem ewigen Untergang preisgeben...

Amen


B.D. NR. 746 - 16.1.1939

Gnaden(wahl)...

Roter Faden...

Es sollen nicht vergeblich Meinen Rat erbitten, die im Zweifel stehen, und so nimm folgendes auf: Die rechte Erkenntnis zu haben in allen Dingen ist von euch Menschen nicht zu fordern, doch sollet ihr bemüht sein, verstehen zu lernen, daß das Eingreifen der ewigen Gottheit oft unumgänglich nötig ist und daß solches in seiner Art Mir überlassen werden muß, denn ihr Menschen vermöget nicht zu beurteilen, was im Welt-Geschehen vonnöten ist. Und so werdet ihr Menschen auch kaum übersehen können, welch schreckliches Ende euer Los wäre ohne dieses Mein sichtbares Wirken unter euch. Die geistige Not unter der Menschheit erfordert unendliche Liebe und Barmherzigkeit, und so Ich diese den Menschen zukommen lasse, murret ihr und verschließet euch Meinen Worten, und es ist dies doch der einzige Weg, um all den irrenden und fehlenden Erdenkindern Hilfe zu bringen aus aller Not. Und wenn in aller Qual die Seele um Erbarmungen fleht, soll Ich sie ungehört dem Verderben preisgeben, nur um eure Satzungen nicht umzustoßen, die nur ihr allein euch so auslegt, daß sie ein Eingreifen Meinerseits ausschließen? Jeder Mensch auf Erden ist Mein Kind, und jedem will Ich Meine Hilfe angedeihen lassen, und Ich kann Mich da nicht an leere Buchstaben binden, die ihr nicht Sinngemäß erfasset...

Ich wäre wahrlich kein guter Vater, wollte Ich diesen Kindern nicht beistehen in der Not, denn auch ihr wollet Meine Barmherzigkeit... ihr wollt, daß Ich euch segne und euch Meine Gnade austeile... und Meine Liebe sollte nicht so groß sein, daß allen die Gnade gewähret würde? Ihr wollt das Gnadenmaß der Liebe abhängig machen vom Wert oder Unwert des Menschen? Es wird ein jeder Gnade empfangen dürfen im Übermaß, und Ich verwehre sie keinem, der nur zu Mir findet im Gebet. Und darum sollet ihr nicht glauben, daß ihr nur in der Gnade steht, die ihr zu Mir gefunden habt...

Meine Gnade geht unbegrenzt auch denen zu, die in aller Demut solche von Mir erwarten, und es wird nicht einem Menschen die Gnade verweigert werden, so er sie nicht selbst zurückweiset. Und daher ist es völlig unsinnig, Mich als strengen, unerbittlichen Vater hinzustellen, Der nur auserwählet hat, wen Er mit Seiner Gnade bedenket, und die Nichterwählten leer ausgehen läßt. Ihr müsset doch eins bedenken, daß ihr alle sündig seid, ihr müßt bedenken, wie unzählige Male Ich euch die Sünden vergeben muß, wie aber Meine Liebe in euch gleichfort Meine Kinder erblicket. Und ihr werdet dann auch begreifen können, daß Ich keinen Unterschied mache und Mir alle Kinder auf Erden als von Mir ausgegangen auch ohne Ausnahme nahestehen und Meine Sorge allen gilt... daß Ich aller Rückkehr ins Vaterhaus erwarte und allen auch die gleichen Hilfsmittel zuwenden möchte, um diese Rückkehr zu beschleunigen. Wer darum glaubt, in der Gnadensonne Meiner Liebe zu stehen, dem darf nimmermehr Meine Liebe so begrenzt erscheinen, daß sie nicht alle Wesen gleich stark erfassen könnte und möchte, und nur allein im Willen des Menschen liegt es, sich dieser Gnade wert zu machen, d.h., er darf nur empfangen wollen, und unbegrenzt wird sie ihm geboten werden. Nun will Ich dem zweifelnden Bruder noch eine Auskunft geben über die Frage, die ihn besonders bewegt: Siehe, in stillen Stunden erkennst du die Gottheit, und es hat dein Herz die Furcht überwunden. Nun begehret es ein sichtbares Zeichen von Mir, es begehret sozusagen eine Ausscheidung der Gerechten und Ungerechten... es will sichtbar und hörbar eingeweiht werden und mit hineingezogen in den Aufbau des neuen Jerusalems, und in solcher Ungeduld übersieht es ganz, daß die Erdenarbeit schon der Anfang dieses Baues ist und daß ihr alle Mir dienet, wenn ihr euch der Unwissenden annehmt und sie belehret durch Mein Wort. Als der Zeit des Strafgerichtes nicht mehr fernstehend, sollet ihr alle diese kurze Zeit ausnützen und hingebend für Mein Wort eintreten, und so euch dieses geboten wird von oben, so gebet es ebenso einfach weiter, auf daß sie es fassen, die nicht im Bücherwissen stehen. Mein Wort wird immer und ewig dasselbe bleiben, und jeglicher Sinn des Wortes bleibt unverändert, nur der Menschen Sinn hat sich selbst Änderungen geschaffen und irret oft in der Auslegung des Wortes. So Ich aber euch helfen will und euch leicht verständlich dieses Mein Wort von neuem zugänglich mache und es euch eingehend erkläre, so weiset es nicht ab, sondern erfasset den roten Faden, der euch entwirren soll, was euch unklar ist... der Meine Liebe euch veranschaulichen soll, und es soll euch alle Weisheit vermittelt werden so, wie Ich es für nötig erachte, doch immer nur euch und der gesamten Menschheit zum Segen...

Amen


B.D. NR. 747 - 17.1.1939

Einfügen in die göttliche Ordnung...

Was euch der Vater gebietet, müsset ihr euch zur Richtschnur machen, denn in Seinem Willen zu leben ist alles, was Er von euch verlangt, und Sein Gesetz ist nur gegeben, um euch zur Seligkeit zu führen, weil in der Erfüllung dieses Gesetzes auch alle Vorbedingungen liegen zum Eingehen in die ewige Seligkeit. Wer sich befleißigt, so zu leben, daß jeglicher Tag ein Einfügen in die göttliche Ordnung ist, der wird die Erdenaufgabe gar leicht zu lösen imstande sein... er ist untertan dem Willen des Vaters und wird somit nie anders handeln und denken, als es dem göttlichen Willen entspricht, und ein Kind, das sich nimmer dem väterlichen Gebot widersetzt, wird auch den vollen Lohn für seinen Gehorsam empfangen. Das leiseste Entgegenhandeln aber wird in seinen Folgen zu erkennen sein...

Nicht daß der Vater Sein Kind darob verstößt, sondern das Kind wird sich selbst schwer schädigen, indem es die Zeit seines Erdenlebens fortgesetzt mit Widerständen zu kämpfen hat, während ein williges Einfügen in die Ordnung Gottes auch ein allzeit ruhiges und leichtes Erdenleben sichert mit dem beglükkenden Gefühl der Zusammengehörigkeit des Kindes zum himmlischen Vater. Wer dieses Gefühl im Erdenleben nicht kennt, der weiß nicht, was er entbehren muß... er weiß sonach auch nicht die Liebe des Vater zu schätzen und benötigt doch wieder die Kraft, um die Gebote Gottes erfüllen zu können... und immer schwerer wird daher sein Ringen sein auf Erden, denn wer die Liebe hat, hat auch die Kraft... wer in der Liebe zum himmlischen Vater lebt, wird alle Willenskraft anwenden, um den göttlichen Gesetzen nachzukommen, und es wird für ihn daher ein leichtes sein, sich in die von Gott gewollte Ordnung einzufügen, denn es will dann das Kind das gleiche, was der Vater will, weil die Liebe, die beide verbindet, das gleiche Ziel verfolgt... ewige Vereinigung und dadurch ewige Glückseligkeit...

Amen


B.D. NR. 748 - 20.1.1939

Lichterscheinungen...

In das Weltgeschehen wird der Herr eingreifen zur rechten Zeit, und zwar werden von nun an in etwa vierzig Tagen weithin sichtbare Himmelserscheinungen bemerkbar werden, und aller Augenmerk wird diesen gelten, da der Stand der Sonne keinerlei Erklärung dafür geben kann. Es ist dem Menschen wohl gegeben, zu forschen... ihr werdet auch vieles auf Grund der Naturgesetze zu erklären vermögen, doch sobald außergewöhnliche Erscheinungen eine solche natürliche Erklärung nicht zulassen, stehen die Weisen der Welt vor einem Rätsel. Und dieses liegt in der Absicht des göttlichen Schöpfers. Wo alle menschlichen Erklärungen hinfällig sind, dort beginnen dann die Fragen, die sich auf die Unendlichkeit oder ein göttliches Wesen beziehen...

Ihr sollet daher beachten, daß die göttliche Macht keineswegs in anderer Form sich äußert, als es für die auf der Erde lebenden Menschen geistig zuträglich ist...

Sie müssen erkennen können die Leitung und Allmacht Gottes, so sie nur den Willen dazu haben... es muß ihnen aber andererseits auch die Möglichkeit bleiben, solchen Erscheinungen gegenüber völlig teilnahmslos zu verharren, wenn ihr Wille sich eben in aller Verstocktheit nicht zum geistigen Erkennen lenken läßt. In unmittelbarem Zusammenhang mit diesen Erscheinungen wird auch die Temperatur eine so außergewöhnliche sein, daß sich die Menschen fragen werden um die Ursache solcher auffälligen Veränderungen, und die einfachste Lösung wird man nicht finden... daß der allgemeine geistige Rückgang der Erdenmenschen selbst die Veranlassung dazu ist... daß infolge der äußerst starken Betätigung der jenseitigen Wesen, die im Licht stehen und die sich... um den Wesen auf der Erde beizustehen... in übergroßer Anzahl in Erdennähe aufhalten, auch eine Änderung der gesamten Atmosphäre, welche die Erde umgibt, hervorgerufen wird, denn alles reife Geistige wird sich in großer Lichtfülle äußern, die jedoch den Menschen zumeist verborgen bleiben muß, um nicht eine zwangsweise Sinnesänderung dieser herbeizuführen. So nun aber der Herr es zuläßt aus wohlweislichen Gründen, daß die Lichtwesen in aller Leuchtkraft in Erscheinung treten, dann ist dies sowohl ein Gnadenakt aus Liebe zu den Erdenmenschen als auch ein außergewöhnliches Warnzeichen für alle, denen das Licht not tut... das Licht der Wahrheit und des Erkennens. Erst wo der Weltweisheit Grenzen gesetzt sind, wo die „Klugen“ vor einem Rätsel stehen, dort verbindet man dann das sichtbare Zeichen mit geistigem Grübeln...

Man sucht hinter eine Erklärung zu kommen, und so diese irdisch und verstandesmäßig nicht gefunden wird, läßt man sich leise in das geistige Reich hinüberleiten und sucht dort...

Und selig, die dann finden... die Gottes Gnade und Erleuchtung erbitten und dann in die rechte Erkenntnis gelangen. So diese Anzeichen die Welt beunruhigen werden, wisset ihr, daß die geistige Welt in Erdennähe ist...

Dann suchet Fühlungnahme mit dieser, suchet euch mit aller Willenskraft diesen geistigen Wesen zu überlassen, und ihr werdet sichtbar Erfolg verzeichnen können in aller geistigen Arbeit und ebenso erfolgreich aller bösen Macht trotzen können, denn gebt ihr euch aus eigenem Willen diesen sich euch bemerkbar machenden Lichtwesen hin, so erfüllen sie euch kraft ihrer Liebe mit unbeschreiblichem geistigen Tätigkeitsdrang. Sie geben euch die Fähigkeit, vorausblickend zu schauen, denn sie sind die Boten des Himmels, vom Vater zur Erde gesandt...

Sie sind die Kräfte, die mit den Guten der Erde sich vereinigen...

Lasset euch erfassen von dieser Kraft, die sich für euch nur zum Segen auswirken wird, und erkennet, so solche Erscheinungen sichtbar werden, das Walten der Liebe Gottes zu euch Menschenkindern, Der euren Glauben dadurch erwecken oder befestigen will. Und habet acht, daß ihr solche Mahnungen an euch nicht vorübergehen laßt, ohne davon Notiz zu nehmen. Es ist für einen jeden nur von Segen, so er sich dem Wirken dieser Lichtwesen nicht verschließt, sondern offenen Herzens und willigen Gemütes ihre Kraft in sich einströmen läßt, die für die Seele und deren Fortschritt nur förderlich ist. So harret der Zeit, die nicht mehr fern ist, auf daß sie für euch eine Zeit der Gnade sei...

Amen


B.D. NR. 749 - 21.1.1939

Besieger der Materie... Erschließen des inneren Auges...

Geistiges Wachstum...

Je eifriger du die Verbindung suchst mit deinem himmlischen Vater, um so leichter wird dir die Aufnahme der Kundgaben vom Jenseits sein, denn es bildet sich die Seele gleichsam eine Himmelsleiter, die sie leicht erklimmen kann, je weniger Widerstand ihr der Körper entgegensetzet. Und so ist eine immerwährende Verbindung die sicherste Gewähr für dein Vorwärtsschreiten, und es wird sich dir in der Folge auch bemerkbar machen, daß du im Geistigen gewaltige Fortschritte machst, so du nur beachtest, wie fernliegend alles Weltliche dich berührt, wie unwirklich und unwesentlich dir alles erscheint, was im Grunde ja auch unwesentlich ist, und wie das Wichtigste für dich nur alles geistige Erleben ist und bleiben wird. Und wenn dein Geist nun die Materie um sich überwunden hat, dann dringst du auch immer tiefer in das Geistige ein...

Es wird sich dir nun sichtbar und hörbar erschließen, was dir heut noch ein Geheimnis ist, und aller Kampf, der jetzt noch der Materie gilt, wird fernerhin sich erübrigen, denn dem geklärten Geist, den die Fesseln der Materie nicht mehr drücken, ist der Aufschwung in die lichten Sphären unbehindert, er braucht das Leben auf Erden nicht mehr zu seiner Vollendung...

Er ist als Besieger der Materie berechtigt der Teilnahme am tiefen Wissen um geistige Wahrheiten, und so wird ihm auch dann vom himmlischen Vater alle Möglichkeit gegeben, in diese einzudringen. Was ihn nun auch bewegt, was er zu erforschen begehrt... nichts ist ihm verschlossen, und die Stunden seligster Erbauung stehen einer solchen Seele nun bevor, die den Weg der lichten Wahrheit beschritten hat und deren Verlangen der endgültigen Vereinigung mit dem ewigen Schöpfer gilt. So genüge es dir, zu wissen, daß auch dein Geist jene Stufe erreichen wird, wo alle Fragen, die dich heut noch beschäftigen, dir klarstens beantwortet werden, denn die im Suchen stehen aus freiem Willen, denen ist aller Beistand zugesichert. Wie sich in der Natur alles nach göttlicher Weisheit in wohlbedachter Reihenfolge ergänzt und vervollkommnet, wie alles den Werdegang geht in göttlicher Ordnung, so ist auch das geistige Wachstum Schritt für Schritt zu beobachten... es muß immer erst ein gewisses Stadium erreicht sein, um die nächste Stufe zu betreten, und allen Vorbedingungen muß Rechnung getragen werden, auf daß kein lückenhaftes Wissen einem Ausreifen der Seele hinderlich ist. Sehet, und so sollt ihr Menschen euch nicht kümmern, wie und in welcher Art euch der Vater dieses Wissen vermittelt, denn alles geschieht nur, um euch das Himmelreich zu erschließen in aller Glückseligkeit, und dazu trägt auch das kleinste Geschehen bei, nur euch oft nicht recht verständlich...

Wer nun die Verbindung mit dem Vater des öfteren sucht, dessen Herz soll nicht bangen vor der Aufgabe, die ihm gestellt ist...

Des Vaters Wege sind wunderbar, Seine Liebe unendlich, Seine Macht gewaltig... und Er sollte nicht dies zuwege bringen, einem willigen Kinde das Verlangen des Herzens zu stillen... den Geist in die Unendlichkeit Einblick nehmen zu lassen und ihm das innere Auge zu erschließen?...

Es wird kommen, wie ein Traum in der Nacht... was unmöglich erscheint im täglichen Einerlei des Lebens, wird Gestaltung gewinnen, und das Erdenkind ist plötzlich sehend geworden im Geist. Nur ein völliges Loslösen von der Welt ist erforderlich...

Wer auch das letzte hingibt aus Liebe zum Vater, dem wird der Vater wiedergeben unvergleichlich Schöneres, und er wird erkennen, daß sein Opfer ihm die Fülle göttlicher Liebe eintrug, indem sein Geist empfing im Übermaß...

Und nun höre noch den Rat, der dir aus der Höhe zugeht. Die gleichen Geisteskräfte warnen dich vor Übereilung. Es wissen die Menschen oft nicht die Grenzen zu ziehen zwischen richtiger und falscher Anwendung der Gebote, die das Forschen nach Übersinnlichem betreffen. Es ist allemal Vorsicht geboten, so die Menschen die geistige Reife nicht erreicht haben und für Kundgaben von oben gewissermaßen noch nicht empfangsfähig sind. Es werden diese aus ihrer Bahn geworfen, und ihre geistige Verfassung wird keinen Fortschritt nehmen, sondern eher die Bedeutsamkeit der Kundgaben von oben verkennen und als nicht Gott-gewollt ablehnen und verdammen. Bei ihnen ist die Zeit noch nicht gekommen, und so sie gläubig bemüht sind, recht vor Gott zu wandeln, soll ihnen ihre Anschauung belassen bleiben, denn ein völliges Aufklären ist dort nicht geboten, wo man bereits die Wahrheit voll zu erkennen glaubt. Und um nicht zu verwirren, und große Zweifler in noch größere Zweifel zu stürzen, sollst du dein Vorhaben (Nr. 746) noch nicht ausführen, bis du nähere Anweisung erhältst, denn es sieht der Herr in die Herzen derer, und Er bedenket einen jeden nach Bedarf. Solches nur zur Kenntnis, daß sich die Gelegenheit von selbst finden wird, für welche deine Zeilen durch dich empfangen wurden, daß sie aber zur Zeit noch nicht ihren Zweck erfüllen möchten...

Amen


B.D. NR. 750 - 21.1.1939

„Aller Dinge Anfang bin Ich...“

Aller Dinge Anfang bin Ich...

Das beherziget, wenn der leiseste Zweifel euch bewegt über die Erschaffung alles dessen, was ihr um und über euch seht. Wenn Meine Macht also ausreichend ist, aus Mir heraus jedes Wesen ins Leben zu rufen, welcher Art müßte dann wohl die Kraft sein, die dem Schöpfungswillen einen ebensolchen Zerstörungswillen entgegensetzt?...

Es müßte dann eine zweite Gottheit neben Mir am Werk sein, deren Kraftäußerung Meinem Wirken zuwiderliefe. Wer sich nun die Gottheit vorstellt als ein unvollkommenes Wesen, kann wahrlich noch viele solcher Götter dieser Einen zur Seite stellen, doch von der einen wahren Gottheit, Die alles erschaffen hat und alles beherrscht, macht er sich nicht die rechte Vorstellung. Wer Mich erkennen will, muß glauben... und sich als Schöpfung dem Schöpfer unterstellen...

Und es wird ihm Licht werden, und er wird Mich in diesem Licht sehen als Beherrscher des Alls...

Er wird erkennen, daß Mir keine Gegenkraft zuwiderhandeln kann, die dort zerstörend wirkt, wo Ich erschaffe. Nur die materielle Umformung der Erdoberfläche ist dem freien Willen des Menschen überlassen worden, auf daß sich der Schaffensdrang der Menschen, den Ich ihnen gleichfalls ins Herz gelegt habe, betätigen kann. Sie können nun gleichsam handeln nach eigenem Ermessen, werden jedoch immer ihre Unzulänglichkeit erkennen müssen und immer auf die Allgewalt des Schöpfers und das Wirken der Naturkräfte angewiesen sein und können sich diesen nicht eigenmächtig widersetzen. Nichts ist nun verständlicher als das Ergründen-Wollen des allmächtigen Schöpfers und doch wieder nichts unmöglicher...

Der menschliche Verstand reicht nicht bei weitem aus, Mich in Meiner ganzen Urkraft zu erfassen... und noch viel weniger wird es ihm gelingen, Mich zu spezialisieren, d.h., Mein Sein und Werden in irgendwelche Form zu bringen, die dem menschlichen Verstand annehmbar erscheint. Es ist dies eine hoffnungslose Angelegenheit, die nimmermehr ein befriedigendes Ergebnis zeitigen könnte, denn Ich war, Ich bin... und werde immer sein ein ewig unergründlicher Geist, Der alles in Sich birgt, was das gesamte Universum aufzuweisen hat...

Dem alle Schöpfung untersteht, weil sie von Ihm ausgegangen ist... und Der aller Dinge Anfang und Ende ist... der Liebegeist von Ewigkeit zu Ewigkeit...

Amen


B.D. NR. 751 - 22.1.1939

Schutz der Wahrheit durch Geisteskräfte beim Aufnehmen...

Fortan soll dir nur Kunde zugehen von Dingen, die dein Geist erkennt kraft seines Ausgangs aus Gott, die dir als Mensch aber fremd sind, so daß auch deine letzten Zweifel schwinden werden, denn wer nach der reinen Wahrheit trachtet, ist auch dazu berufen, solche zu empfangen und der Welt weiterzugeben. Die Art der Aufnahmen sind bei jedem Empfänger verschieden, es leget sich mancher Forschende Fragen zurecht, an deren Beantwortung ihm gelegen ist, und nicht selten ist schon eine eigene Meinung gebildet worden, die dann im Menschen sich hervordrängt und sich mit dem von oben Empfangenen verbindet. Doch nimmer wird von oben, d.h. von geistiger Seite, zugelassen, daß die Lehren völlig irrig aufgenommen werden, so daß deine Gedanken in dieser Hinsicht unbegründet sind. Denn es berücksichtigt der Herr den Liebe-Willen des schreibenden Dieners, und wer Ihm dienen will in aller Wahrheit, wird auch von Ihm geschützt. Eine gewisse Gefahr ist für das Erdenkind immer das Eindringen-Wollen in die ewige Wahrheit, solange es in bestimmte Formen und Lehren verstrickt ist oder Kenntnis hat von solchen...

Es wird die Wahrheit viel leichter dort gelehrt werden können, wo das Denken des Menschen gleich ist einem unbeschriebenen Blatt... wo nicht vielerlei Wissen und verschiedene Lehren das Aufnehmen der reinen Gotteslehre verhindern oder erschweren, denn es sind oft die eigenen Gedanken bei letzteren tätig, wenn sich diese nicht völlig dem göttlichen Willen hingeben. Und so empfange heut die Erklärung, daß jeglicher Geist aus Gott eine mächtige Gewalt besitzt, wenn der Körper, die Materie, ihm Freiheit gewährt. Es ist völlig unmöglich, daß dieser, der in sich doch Wahrheit ist, sich in einer Lüge binden läßt...

Seine Kraft ist so stark, daß er jedes unrechte und falsche Denken ausscheidet, daß sonach das schreibwillige Kind, das in der Wahrheit bleiben will, jedes falsche oder irrende Wort als solches empfindet, während die Wahrheit ihm ebenfalls erkenntlich ist als solche während des Schreibens und von seinem Willen erfaßt wird, und daher einer jeden Kundgabe voller Glauben geschenkt werden kann, solange das Erdenkind diese empfängt in der Absicht, nur Gott und somit der ewigen Wahrheit zu dienen. Bei dem leisesten Zweifel während des Aufnehmens genügt nur der Anruf des Herrn, und das Denken des Erdenkindes wird geklärt und nur zum Empfangen der Wahrheit eingestellt sein, d.h., es werden die jenseitigen Freunde mit verstärkter Kraft einwirken auf die Gedanken des Schreibers und so das Werk dessen hüten vor Irrtum und Unwahrheit. Und in solch sicherem Schutz wird das Werk seinen Fortgang nehmen zum Nutzen und Segen der Menschen, denen der Herr die wahre Lehre wieder zugänglich machen will und daher auch nicht zulassen wird, daß sich unedle Kräfte gleicherweise daran betätigen...

So nun aber nur die Gott-dienen-wollenden Kräfte des Jenseits und der Erde zugelassen sind, so ist darin schon die Sicherheit gegeben, denn es hat wahrlich das gute Geistige noch die Übermacht und läßt keine schlechten Kräfte in den dir die Lehren vermittelnden Kreis. Also magst du beruhigt empfangen und in unveränderter Weise deinem Schöpfer und dadurch auch deinen Mitmenschen dienen, denn es soll die reine Wahrheit gegeben werden denen, die guten Willens sind...

Amen


B.D. NR. 752 - 23.1.1939

Begründung der Offenbarungen... „Nicht ein Stein wird auf dem anderen bleiben...“

Die Welt wird immer verneinen alles geistige Wirken, und doch wird ein Suchen einsetzen, und das auf dem Wege von spirituellen Zusammenkünften, obgleich man die Wahrheit von so empfangenen Kundgaben auch anzweifeln wird. Und daher wählet der Herr diese Form, um den Menschen Kunde Seines Willens zu geben. Es ist unglaublich schwer, bei den Menschen Gehör zu finden, wenn der freie Wille dieser unangetastet und die freie Entscheidung ihnen überlassen bleiben soll, denn es wirket die Gegenkraft auf das Denken der Menschen gleicherweise ein und sucht alles Vernommene als unglaubwürdig hinzustellen... so daß ein Mensch ohne innere Frömmigkeit, ohne die hemmungslose Hingabe an Gott leicht Gefahr läuft, diesen Einflüsterungen Gehör zu schenken, und somit die empfangenen Kundgaben... das vermittelte Wort Gottes... anzweifelt. Und es wird daher nur möglich sein, den Menschen reinste Wahrheit zu vermitteln, wenn das Aufnahmegefäß göttlicher Wahrheit... der Empfänger der Lehren von oben, sich ganz und gar dem Welttreiben entzieht und Gott zu dienen bereit ist... wenn er mit vollem Willen die Gaben entgegennimmt in lauterster Absicht, Gott und dem Nächsten zu dienen... ohne eigenen Vorteil, immer nur dem inneren Herzensdrang entsprechend. Dann erreicht ein solcher Diener Gottes auf Erden schon den Reifegrad, der ihn befähigt, die Materie zu durchbrechen und geistig zu schauen... und so die Wahrheit aller Offenbarungen zu erkennen. Und dennoch wird der Weltmensch ablehnend bleiben, aus dem einfachen Grunde, daß er die Fähigkeit nicht besitzt, geistig zu denken, sondern alles nur mit weltlichen Augen betrachtet, infolgedessen von der Unmöglichkeit einer Verbindung des Jenseits mit der Erde überzeugt ist. Er kann ein Gebiet nicht beurteilen, das er nicht kennt, und wird sonach auch weit lieber alles im gleichen Rahmen Liegende gänzlich verneinen. Doch die Zeit rückt immer näher, von der geschrieben steht... nicht ein Stein wird auf dem anderen bleiben... was geistig bedeutet, daß alle Anschauungen durcheinandergerüttelt werden müssen, um ein neues freies Denken zu formen unter der Menschheit. Alle Weisheit, die heut die Menschen zu besitzen glauben, wird hinfällig werden angesichts der Botschaften vom Himmel... und je mehr irdisches Wissen den Menschen belastet, desto schwerer zu fassen wird die neue Lehre sein, denn nur der wird restlos und unbegrenzt empfangen können, der sich zuvor von allen Schlacken der Weltweisheit gereinigt hat, um nur die weisheitsvollen Lehren entgegenzunehmen, die Gott in Seiner Liebe und Barmherzigkeit den Menschen vermittelt...

Amen


B.D. NR. 753 - 23.1.1939

Mysterium des göttlichen Wesens...

Glaube...

Liebe...

Gottesgeist...

Wer Mich erkennen will, muß glauben, und so der Glaube tief im Herzen wurzelt, ist auch der Geist in ihm, der doch Mein Anteil ist, rege und leitet den Menschen zum rechten Erkennen. Um Mich zu erkennen, muß aber auch die Liebe tätig sein...

Es muß der Liebewille in die Tat umgesetzt werden, denn da Ich doch die Liebe Selbst bin, kann Ich nur in der Liebe erkannt werden, und so fasset der Mensch erst dann das Mysterium des göttlichen Wesens, so er sich bemüht, Gott ähnlich zu werden. Es wird ihm nun erst klar sein, daß die ewige Gottheit nimmermehr verstandesmäßig, sondern nur im Herzen ergründet werden kann, soweit dies je einem Menschen möglich ist...

So wie das menschliche Auge nicht fähig ist, in strahlendes Licht zu blicken, ohne der Sehkraft des Auges zu schaden, so wenig vermag der Mensch im Erdenleben die unermeßliche Licht- und Liebe-Kraft zu erfassen, denn würde diese dem Erdenmenschen in aller Fülle des Geistes offenbar, so wäre die unmittelbare Auflösung jeglicher Substanz die unabwendbare Folge, denn kein Erdenwesen könnte bestehen angesichts der ewigen Liebeglut. In Äonen von Jahren wandelt sich alle geistige Kraft gleichsam gezwungenermaßen... sie strömt nach dort zurück, wo ihr Ausgang ist... sie vereinigt sich wieder mit der göttlichen Urkraft, die, unfaßbar dem Menschen, der Lebensquell und Ursprung aller Wesen bleibt. In einer Unzahl Wesen schlummert diese Kraft unerkannt...

Sie sind sich nicht bewußt, welche geistigen Fähigkeiten ihnen zu Gebote stehen, und nützen so die göttliche Kraft nicht, die in ihnen Unermeßliches erschließen könnte. Jene Kraft aber muß wieder erst erweckt werden, um sich tätig und den Menschen vernehmlich äußern zu können. Wer nun im Glauben steht und in der Liebe lebt, den belebet Mein Geist. Er gibt ihm Kunde von Himmel und Erde, d.h. von allem, was sichtbar und unsichtbar ist; Er vermittelt ihm ein Wissen, das weit über dem Wissen eines Weltweisen steht...

Er enthüllt ihm die Schöpfung, ihren Sinn und Zweck für den Erdenmenschen und läßt diesen erkennen, in welchem Verhältnis er zum Schöpfer steht...

Und so der Mensch, vom Geist geleitet, den Liebegeist Gottes zu ahnen beginnt, setzt auch die Wiedervereinigung des Gottesgeistes im Menschen mit dem ewigen Urgeist, der göttlichen Liebe, ein, und es hat der Geist im Menschen sich gelöst aus allen Banden der Materie, welche ist das Hindernis der endgültigen Vereinigung. Es ist der Geist frei und strebt nun unaufhaltsam dem ewigen Licht entgegen, und das Verharren in der Form durch Tausende von Jahren hindurch hat sein Ende gefunden, zur unbeschreiblichen Freude des Schöpfers und Seines Geschöpfes...

Amen


B.D. NR. 754 - 24.1.1939

3 Jahre Glaubensprobe...

Christentum...

Lippengebet...

In jeder Aufgabe liegt eine gewisse Verpflichtung, und es muß das Erdenkind immer bestrebt sein, nach Kräften dieser nachzukommen und keine Saumseligkeit eintreten zu lassen, weil ein solches Werk wie dieses eine große Hingabe erfordert und zu gewaltig ist, als daß es zu den täglichen mechanischen Ausübungen gerechnet werden kann. Und so sei dir ans Herz gelegt, daß du allen Willen und alle Hingabe dieser Arbeit zu widmen dich bemühen sollst, auf daß diese nicht Einbuße erleide um nichtiger Geschehnisse willen. Und so beginne:

Drei volle Jahre werden vergehen, bis die gesamte Christenheit die Glaubensprobe bestanden hat, um nun in sich selbst entweder gefestigt zu sein oder den Glauben an Jesus Christus als Erlöser der Welt gänzlich verworfen zu haben...

Und in diesen drei Jahren wird sich eine Ausscheidung deutlich bemerkbar machen, denn die Welt mit ihren Anhängern wird versuchen, die völlige Lostrennung vom Glauben durchzusetzen, während die anderen sich immer fester zusammenschließen und sich inniger denn je ihrem Heiland und Erlöser hingeben. Es wird die Schar der letzteren wohl viel kleiner sein, und darum muß eine große Not noch die Erde heimsuchen, um noch zu retten, was nicht völlig in den Banden des Satans ist. Die große Gemeinde derer, die den Herrn verleugnen, geht einer furchtbaren Zeit entgegen. Ohne Erbarmen ist der Herr, wenn Seiner Worte und Mahnungen nimmermehr Gehör geschenkt und diese verhöhnt und verlacht werden. Es ist von großer Wichtigkeit, zu erkennen, wie immer wieder der Herr in Liebe und Milde den Menschen nahezukommen versucht und wie Er auf immer härtere Herzen trifft... wie Seine Absicht immer wieder der Rückkehr Seiner abgefallenen Kinder gilt und dies nicht erkannt wird, und so gibt es nur noch ein Mittel, die Herzen gefügig zu machen, und alle Milde und alle Barmherzigkeit wäre vergeblich, da ihrer nicht geachtet wird. Nur in großer Trübsal und Bedrängnis finden die Menschen zu ihrem Schöpfer zurück, jedoch muß dann auch das Herz sprechen, denn der Gebete mit den Lippen wird der Herr nicht achten, und es wird gleichfalls dann eine Trennung sein, die den Unwissenden noch täuschen kann in letzter Stunde. Ein inniger Stoßseufzer zum Vater des Alls wird genügen, ein Kind zu erretten aus größter Not...

Doch die nicht im Geist und in der Wahrheit bitten, werden vergeblich rufen, denn ihr Ruf kann nicht erhört werden, und so werden nicht sehr viele sein, die in letzter Stunde ihre Zugehörigkeit zum Vater erkennen, doch es wird den wenigen wahrlich zum Segen gereichen...

Amen


B.D. NR. 755 - 24.1.1939

Hinweis auf großes Geschehen...

Ende vieler Menschen...

„Ihr habet Mein Wort und beachtet es nicht...“ , so möchte Ich den Menschen zurufen, die ohne Unterlaß nur den irdischen Freuden nachgehen, und Ich möchte sie warnen vor eitlem Streben, doch sie hören nicht auf Mich. Und so habe Ich nun beschlossen, die letzten Warnungen ihnen zugehen zu lassen in einer Form, daß sie diese beachten müssen. Wie wenig ist doch des Menschen Sinn gerichtet auf sein Innenleben... wie schnell vergißt er Schmerzen und Kummer, Not und Elend, so Ich diesen Druck von ihm genommen habe... und wie oft läßt er solche Mahnungen der Liebe an sich vorübergehen, ohne ihrer zu achten. Und so will Ich nun, daß ihr Denken gewaltsam aufgerüttelt werde, und habe nur noch der Menschheit Besserung im Auge. Ihrer inneren Umkehr gilt Meine Sorge, denn Meine Liebe ist noch immer diesen Wesen zugewandt und will nur immer ihr Bestes. Doch ihre Herzen erkennen Mich nicht...

In jeglicher Weltfreude suchen sie ihren Gott, dem sie opfern, doch ihrer Seele Ausgang wird ihnen nicht bewußt. Und will Ich nun ihr Denken Mir zuwenden, so muß Ich Gewalt anwenden und die Herzen der Menschen erregen in hohem Maß durch leidvolles Geschehen, das die ganze Welt in Aufruhr versetzen wird. Die davon betroffen (sein werden, d. Hg.), denen werde Ich ein milder Richter sein, geben sie doch ihr Leben dahin für unzählige Erdenkinder, denen der Weg nach oben dadurch gewiesen werden soll...

Ich habe kein anderes Ziel, als zu erretten die Menschen aus tiefer Not, und muß nun zu Mitteln greifen, die scheinbar ein Vernichtungswerk sind, jedoch für die Menschheit das Gegenteil...

Erlösung aus den Fesseln des Widersachers... sein soll, und es rückt die Zeit immer näher, die Leben und Tod zu gleicher Zeit bringen wird...

Leben den Menschen, die sich zu Mir bekehren, und Tod wohl irdisch genommen vielen, denen aber im Jenseits der Weg zur Erkenntnis gewiesen wird von geistiger Kraft, so daß sie nicht zu Schaden kommen ob ihres vorzeitig beendeten Lebens...

Amen


B.D. NR. 756 - 25.1.1939

Verehrung der Jungfrau Maria...

Geburt Christi...

Das Leben Jesu auf Erden war bedingt durch eine normale Geburt. Es wollte Sich die Gottheit im Leib eines Menschen verkörpern auf Erden, und es mußte sonach dieser Leib den natürlichen Ursprung haben... aus dem Schoß einer Frau hervorgegangen sein. Nun hatte zu Jesu Zeiten alles Außergewöhnliche eine schnelle Erklärung... als mit dem Teufel im Bunde stehend...

Man suchte zwar hinter eine natürliche Erklärung zu kommen, doch war diese auf einfachem Wege nicht zu finden, so genügte man sich mit ebendiesem Urteil und brachte dadurch unzählige Menschen in den Ruf von Gott-Abtrünnigen. Die Geburt Jesu war nun nach menschlichem Ermessen ebenfalls ein Akt, dem alle Voraussetzungen fehlten und so geschah es daher, daß man die gleiche Erklärung geltend, machen wollte bei einer allenthalben als äußerst fromm bekannten Jungfrau. Die außergewöhnlichen Erscheinungen bei der Geburt befremdeten wohl manche, doch die meisten legten ihnen wenig Bedeutung bei. Und so kam es, daß nur ein kleiner Kreis Kunde hatte von einer Geburt seltenster Art... von einer Erweckung eines Lebens, das jeder natürlichen Voraussetzung entbehrte und somit ein durch Gottes Willen und Allmacht bedingtes Geschehen war. Es ist dies nun in der Weise ausgewertet worden, daß die Menschen nun in der Gestalt der Mutter Maria sich ein Wesen schufen, dem ihre Verehrung, Andacht und Liebe gilt in einem Maße, das den Menschen beeinträchtigt in seiner größten Erdenaufgabe... die Verbindung mit dem Herrn und Heiland Selbst herzustellen...

Es gilt dies sowohl für die außergewöhnliche Inanspruchnahme der Fürbitte als auch in der unsinnigen Verehrung, die jeder Begründung entbehrt, denn es war die Mutter Jesu von Gott auserwählt infolge ihrer Frömmigkeit... jedoch keineswegs sich der übergroßen Gnade bewußt, die ihr zuteil ward... sie war eine erwählte Dienerin Gottes, darum nur Gott allein die Ehre gebührt, denn alle Wesen sind Sein Werk...

Amen


B.D. NR. 757 - 25.1.1939

Bemühungen der jenseitigen Lehrkräfte...

Wie beklagenswert sind doch die Menschen, die nicht erkennen wollen. Und welcher Gnaden gehen sie verlustig, in Zeiten der Not aber fehlt ihnen die feste Stütze, weshalb auch alles Denken nur auf die Sicherstellung des irdischen Lebens gerichtet ist, um aller Not enthoben zu sein. Doch auch ihre Stunde wird kommen, denn die Lebensprobe ist nur zu bestehen in der Überwindung der Widerstände, die einem Erdenkind geboten werden müssen, soll sein Erdenleben für es und seine Seele von Nutzen sein. Darum versuche zu schweigen, wenn das Verständnis für geistige Wahrheiten noch nicht vorhanden ist, und nun empfange:

Die reinen Geister belehren die Menschen in verschiedener Form. Wo eine direkte Verbindung vom Jenseits zur Erde möglich ist, läßt sich auch eine geregelte Unterweisung durchführen und können die Weisheiten so geboten werden, daß sie ein jegliches Gebiet berühren. Es kann eine planmäßige Schulung einsetzen, die je nach Aufnahmefähigkeit das Erdenkind einführt in alles Wissen. Ein nach der Wahrheit verlangender Mensch wird in vollster Wahrheit unterrichtet werden können, da es sich die geistigen Lehrkräfte angelegen sein lassen, geistiges Wissen in aller Fülle zu übermitteln. Es weilen aber auch im Wissen stehende Geistwesen in der Nähe eines jeden Erdenmenschen und suchen auf die Gedanken dessen einzuwirken und auf diese Weise das Innenleben zu fördern. Wer in sich den Drang fühlt, seinen Gedanken eine bestimmte Richtung zu geben, oder sich mit dem eigentlichen Zweck des Lebens befaßt, dessen Gedanken werden gelenkt oder beeinflußt von solchen tätigen Geistwesen, die sich der suchenden oder irrenden Seelen annehmen. Es bleibt nicht ein Mensch völlig unbeeinflußt von geistiger Seite, nur ist der Erfolg dieser Wesen nicht immer der gleiche und nicht immer befriedigend, denn oft stoßen sie auf recht harten Widerstand, und zwar dort, wo die Materie den Menschen noch zu sehr in Banden hält und der von einer außerhalb der materiellen Welt liegenden geistigen Welt nichts wissen will. Dort wird jeder auftauchende Gedanke einer geistigen Bestimmung auf Erden sofort verworfen werden, denn er sagt den völlig materiell eingestellten Menschen absolut nicht zu. Und gerade solchen Menschen tut eine Aufklärung dringend not, und die lehren-wollenden Geistwesen erreichen oft nichts und müssen in größter Geduld immer wieder versuchen, die Menschen anders denken zu lehren und so ihren Einflüsterungen zugänglich zu machen. Der Wille des himmlischen Vaters ist es, daß jegliche Hilfe den Erdenkindern zugehen soll von oben, um der geistigen Verflachung der Menschen Einhalt zu gebieten, und es werden daher Mittel zur Anwendung kommen in Anbetracht der geistigen Rückständigkeit, die sich von Tag zu Tag deutlicher bemerkbar macht, die große Erfolge zeitigen sollen und die Zustimmung des göttlichen Schöpfers finden. Wer der kommenden Zeit achtet, dem werden außergewöhnliche Erscheinungen auffallen, die sich immer öfter wiederholen, um unwillkürlich die Gedanken der Menschen auf überirdische Dinge zu lenken. Solche Erscheinungen treten immer dann auf, wenn eine gewaltige seelische Erschütterung vorausgegangen ist, es werden sich also die Menschen mit Dingen befassen, die ihnen nicht erklärlich sind und die Erklärung dann im Überirdischen suchen und auch bei gutem Willen finden...

Denn der Herr sucht einem jeden Rettung zu bringen, und dies in verschiedener Art. Darum habet acht auf alles, was zum Wissen führen kann... es sind dies immer nur die Bemühungen eurer jenseitigen Freunde, die um euer Seelenheil besorgt sind und euch helfend beistehen möchten in der Zeit, die ihr noch irrend und unwissend seid...

Wer nicht in großer Hartnäkkigkeit sich der Hilfe von oben widersetzt, dem wird jegliches Geschehen Erkennen und größten Nutzen bringen, so es sein Wille ist, zur Wahrheit zu gelangen...

Amen


B.D. NR. 758 - 26.1.1939

Segen des Erlösungswerkes...

Glauben daran notwendig...

In das Reich des Ewigen einzudringen soll nur denen gestattet sein, die im tiefsten Herzen den Glauben an den Erlöser tragen, denn es ist ein unvergleichlicher Irrtum, Ihn zu verleugnen, und jegliche Materie muß überhandnehmen ohne den göttlichen Erlöser, da nur Er allein die Macht des Todes brechen konnte und somit das Überwinden der Materie für die Menschheit nun erst möglich wurde. Es kann aber nimmermehr ein Mensch aus eigener Kraft sich erlösen aus seinen Fesseln, und er muß daher im vollen Glauben an den Erlöser der Welt stehen. Dann erst kann auch er in die Wahrheit geführt werden, denn das Rechte erkennen kann der Mensch erst dann, wenn er sich von den Banden der Materie frei macht. So ist der ganze Erdenwandel erst dann nach göttlichem Willen, wenn der Mensch aus freiem Willen den Erlösungsgedanken im Herzen bewegt... wenn er sich vorzustellen versucht, daß er rettungslos der gegnerischen Macht ausgeliefert ist... daß sein Ringen um die Erkenntnis ein vergebliches wäre, weil die Macht des Bösen ohne das Erlösungswerk so stark wäre, daß der Mensch nicht dagegen ankämpfen könnte. Doch ebendiese Macht wurde gebrochen, durch den Herrn Jesus Christus, und es hat nun die Macht der Liebe die Oberhand...

Darum kann der Glaube an den göttlichen Erlöser nimmermehr ausgeschaltet werden, denn es nimmt Sich der Herr eines jeden an, der an Ihn glaubt. Er kann aber nicht die gleiche Hilfe und Gnade denen zukommen lassen, die Ihn ablehnen und wider Ihn zum Kampf ziehen...

An der Schwelle des Todes wird oft der Mensch hellen Geistes Einblick nehmen dürfen in das Reich der Ewigkeit...

Er wird plötzlich erkennen den Wert des Glaubens an Jesus Christus, und es wird für manchen dann zu spät sein...

Darum ringet nun die Gottheit um jede Seele, Sie will ihr den Weg weisen, um aller Gnaden teilhaftig werden zu können, die durch das Erlösungswerk den Menschen zugänglich gemacht wurden...

Doch alle Liebe und Barmherzigkeit Gottes ist vergeblich, wo das Erdenkind sich hartnäckig allen Hinweisen verschließt. Der Herr sprach am Kreuz die Worte:„Vater, vergib ihnen, sie wissen nicht, was sie tun...“ Und der Vater ist langmütig und voller Liebe nur darauf bedacht, die Unwissenden zu belehren und ihnen Kunde zu geben vom Segen des Erlösungswerkes. Und die Welt wird immer verstockter, immer finsterer im Denken und immer weiter entrückt der ewigen Wahrheit. Es ist somit nur noch die Möglichkeit, durch welterschütternde Ereignisse das Denken der Menschen zu ändern, und um nicht alle diese Irrenden dem Untergang verfallen zu lassen, ist eben dieses Strafgericht Gottes geboten, auf daß sich noch zurückfinden zum Vater, die Seinen Ruf vernehmen und Ihm Folge leisten. Es hat wahrlich der Schöpfer alles Bestehenden nur das Beste für Seine Geschöpfe im Sinn, obgleich die Menschen es auch nicht erkennen als solches...

Alles, was war, ist und sein wird, ist immer nur zum Zweck der geistigen Entwicklung der Menschen so geschehen, denn der Vater im Himmel ist liebevoll, weise und gerecht... und Er gestaltet Seine Dinge so, wie es Seinen Kindern auf Erden geistig zuträglich ist...

Amen


B.D. NR. 759 - 26.1.1939

Geistige Aufgabe der Lebewesen...

Inneres Schauen...

Wende deinen Blick nur immer nach oben, so wird dein Denken und Wollen stets recht geleitet sein. Es ist die Seele so oft in Gefahr, wankelmütig zu werden, und immer wieder muß der Herr in größter Geduld Sich dieser annehmen und sie hinweisen, den Glauben zu festigen, denn nur im schwachen Glauben liegt der Grund der Mutlosigkeit und des Denkens, das die Seele bedrückt. Es ist für die Seele eine Art Zwang, daß sie, um den Glauben zu stärken, zeitweise in einer Depression gehalten wird, denn sie ringt in dieser um so eifriger, belästigt sie doch dieser Zustand, aus dem sie sich zu befreien sucht. Den Nutzen und Segen der vielen kleinen Widerstände und Mißhelligkeiten des täglichen Lebens zu erkennen würde für euch so beruhigend sein, darum gebt euch voll Vertrauen der göttlichen Führung hin, und ihr habt nimmer Anlaß, zu bangen und schwachgläubig zu werden. Und in dieser Gewißheit empfange, was dir an geistigen Belehrungen heut zugeht:

Jedes noch so kleine Wesen ist in der Schöpfung Gottes notwendig, doch ist dem Menschen nicht bekannt, welcher Art und Zweck seine Aufgabe ist. Die äußere irdische Tätigkeit kann wohl bei vielen beobachtet werden, doch die geistige Tätigkeit, die der eigentliche Zweck der vielen kleinen Lebewesen ist, bleibt den Menschen verborgen und wird erst erkannt werden nach Ablegen des Fleischleibes. Könntet ihr Menschen einen Blick tun in das Reich der tätigen Geisterwelt, ihr würdet des Staunens kein Ende finden...

Und doch liegt es sogar in eurer Macht und in eurem Willen, euch die Fähigkeit anzueignen, das Verborgene erschauen zu können. Um die Tätigkeit aller, auch der kleinsten Wesen erkennen zu können, genügt ein Sich-Versenken in die Herrlichkeiten der Schöpfung Gottes, ein felsenfester Glaube an Gottes Liebe und Allmacht und ein williges Öffnen des Herzens. Und die Bilder werden klar sichtbar im Herzen des Menschen sich spiegeln, und das Erdenkind wird vernehmlich die Erklärung hören, das geistige Auge wird sich erschließen, und der Herr Selbst belehret, wo tiefe Sehnsucht nach Wahrheit und Wissen vorhanden ist. Und ihr werdet erkennen die rastlose Tätigkeit auf Erden und im Jenseits, ihr werdet sehen, daß ein jedes Wesen seine Aufgabe zu erfüllen hat, die sich geistig noch weit mehr auswirkt als irdisch, obzwar letzte Tätigkeit gleichfalls zum Bestehen der Gesamtschöpfung erforderlich ist. Denn es ist nicht das kleinste Wesen zwecklos oder unnütz geschaffen, es nehmen alle Geschöpfe die geistigen Strömungen wahr und leiten sie ständig weiter, so daß sie gleichsam als Empfänger und Vermittler der Geisteskraft ihre Aufgabe erfüllen und in der Gesamtschöpfung als Elektronen unentbehrlich sind...

Amen


B.D. NR. 760 - 27.1.1939

Fortleiten göttlicher Kraft...

Elektronen...

Und daher wird es euch Menschen überlassen bleiben, das Schöpfungswerk zu betrachten als Fortpflanzungs-Werkzeug der Ausstrahlung göttlicher Kraft. Es kann diese im Plan der Schöpfung nur auf dem Wege über endlos viele kleine Lebewesen in das Weltall ausgesendet werden, auf daß der Mensch in höchstem Maße dieser Kraft teilhaftig werde und als geklärtes Wesen, selbst Kraft aus Gott, sich wieder mit der Urkraft vereine. Wenn ihr Menschen diesen endlos langen Weg bedenkt und euch selbst als Endstation betrachtet, dann muß es euch auch verständlich sein, daß nun euer Streben nur noch dem letzten Ziel gelten sollte, denn ihr bergt in euch so unzählige Wunder göttlicher Schöpfung, die alle, von göttlicher Kraft durchströmt, den Zusammenschluß in der Seele des Menschen gefunden haben, und ihr werdet begreifen, was nun auf dem Spiel steht, wenn das letzte Aufnahmegefäß aller Kraft aus Gott gewissenlos zertrümmert wird und alle schon vorhandene Kraft zur Vermehrung der Materie beiträgt, die doch aufgelöst und völlig in Geistiges verwandelt werden soll, was dann der Fall ist, wenn die Kraft Gottes nicht genützet wird zur geistigen Vollendung, sondern allein nur zu rein weltlichen Dingen verbraucht wird. Ihr bergt wahrlich in großer Fülle diese aus Gott strömende Kraft und wisset nicht, welche Fähigkeiten euch durch diese eigen sind, wenn ihr die Kraft im rechten Sinn verwerten möchtet... wie ihr eindringen könnt in die Wunder göttlicher Schöpfung und euer geistiges Auge erblicken kann, was euch sonst unsichtbar ist... wie ihr euch nur immer von der Liebe, Weisheit und Allmacht Gottes überzeugen könntet, wenn es euer ernster Wille wäre, die euch mögliche Vollkommenheit hier auf Erden schon zu erreichen. Je mehr ihr geistig schauen lernt, desto weniger spürt ihr die Erdenlast, und sowie der Geist Gottes in euch lebendig wird, seid ihr Herr über alle Materie, doch um ihn zum Leben zu erwecken, muß euer Sinn nur darauf gerichtet sein, das Erdenleben nur für euer geistiges Wohl zu nützen...

Ihr müsset in tiefster Verbundenheit mit dem göttlichen Schöpfer bleiben und euch nur immer Seiner gütigen Vaterhand anvertrauen...

Es wird dann ein jeder Schritt ein Schritt zur Vollendung sein. Denn Gott sieht nur den Willen des Erdenkindes...

Ist dieser Ihm zugewandt, dann ergreift Er mit Seiner Liebe dessen Herz und lenkt es dem rechten Ziel entgegen. Wer aus tiefstem Herzen stets das Gebet zum Vater sendet: „Ich will Dir dienen in Zeit und Ewigkeit...“ , dessen Wille erfaßt auch die Kraft, die ihm zugeht, und diese zieht ihn hinan... weil alles, was von Gott ausgeht, wenn Ihm kein Widerstand entgegengesetzt wird, auch unweigerlich zu Gott zurückführt.

Amen


B.D. NR. 761 - 27.1.1939

Kindliches Vertrauen... „Kommet alle zu Mir...“

Werdet wie die Kinder, und erwerbt euch dadurch auch das Recht, einem unmündigen Kinde gleich an der Hand geführt zu werden, und euer Weg wird wahrlich der rechte sein. Ein ungekanntes Gefühl des Geborgenseins läßt euch das Leben leichter ertragen, und so ihr euch vertrauensvoll dem Herrn und Heiland überlaßt, wird euch nichts mangeln. Denn liebreich sind Seine Worte:„Kommet alle zu Mir, die Ihr mühselig und beladen seid, Ich will euch erquicken.“ Wenn der Herr Selbst euch diese Verheißung gibt, so müsset ihr im Leid nur des Herrn gedenken, und Er wird es euch tragen helfen, denn Seine Kinder verläßt Er nicht. Diese Worte beherziget wohl, denn der Erde schwere Zeit steht euch noch bevor, und wer dann nicht sich dem göttlichen Heiland vertrauend hingibt, wird unsagbar schwer zu kämpfen haben. Der rechte Trost zu jeder Zeit, ist Sein Wort, das Er in Liebe den Erdenkindern gegeben, und wer sich an dieses hält, wird wunderbar gestärkt das schwere Leid auf Erden ertragen können, denn Sein Wort ist gleichzeitig Kraft und Stärke dem bangenden Herzen. Und vergesset nicht das Gebet...

Bringet dem Vater im Himmel alle eure Sorge und Not dar, auf daß Er euch Hilfe sendet zur rechten Zeit. Wer immer den Weg zum Vater findet, wird nicht vergeblich anklopfen, und immer wird seiner Bitte entsprochen werden, so diese in aller Innigkeit zu Ihm emporgesendet wird. Und wenn um euch alles wankend werden soll, so stehet fest und haltet euch an das Wort des Herrn, daß Er die Seinen schützen wird in allen Gefahren des Leibes und der Seele...

Amen


B.D. NR. 762 - 28.1.1939

Leerlauf des Lebens...

Angst vor dem Tode...

Der Leerlauf des Lebens ist allemal zu bedenken, wo das Leben nicht recht genützt wird, und so mancher Irrtum wird Anlaß dazu sein. Es wird sich die Seele in größter Not befinden, wenn die Zeit auf Erden ohne jeden geistigen Erfolg vergeht. Dann bemächtigt sich der Seele ein Angstgefühl, sie sieht das Ende des Erdenlebens immer näher heranrücken und empfindet unbewußt den qualvollen Zustand nachher...

Und dies kommt dann in dem Angstgefühl vor dem Tod zum Ausdruck. Und doch wieder ist diese Angst vor dem Tode oft das letzte Mittel zur Erkenntnis. Wenn der Mensch alle irdischen Ziele erreicht hat, wenn er auch nachher keine rechte Befriedigung und restloses Erfüllen der Wünsche feststellen kann... wenn er trotz irdischem Wohlleben im innersten Herzen eine Leere verspürt, dann ist er bestrebt, der Ursache dieses unbefriedigenden Gefühls auf den Grund zu kommen, und er muß erkennen, daß ihn der Gedanke an das Fortleben nach dem Tode nicht zur inneren Ruhe kommen läßt. Er muß erkennen, daß alles, was er bisher erstrebte, ein Ende findet, und dieser Gedanke gibt ihm kein Gefühl der Sicherheit, sondern eher das der Unbehaglichkeit, weil er im tiefsten Herzen sich doch nicht sichere Antwort geben kann, was nach dem Ableben ihn erwartet. Und dieses Nachdenken und Grübeln bringt oft zuwege, daß er sich in geistige Fragen vertieft... daß er plötzlich die Vergänglichkeit und Wertlosigkeit alles Irdischen hellen Geistes erkennen lernt und dem Unergründlichen weit mehr Beachtung schenkt. Dann wird sein Geist rege im gleichen Maße, wie sein Verlangen nach dem Irdischen abflaut, und dies hat die Angst vor dem Tode zuwege gebracht, und der Seele wurde Beistand gewährt durch die um sie ringenden guten Geisteskräfte. Unsagbar segensreich kann sich also der Gedanke an den Tod auswirken bei denen, die in weltlichen Begierden stets und leicht Erfüllung fanden. Der Welt und ihrer Gefahren achteten sie nicht und waren ständig ihre Besieger... doch dem Tode stehen sie macht- und kraftlos gegenüber, und im Erkennen ihres eigenen Schwächezustandes wurzelt dann die Angst, die dann den Willen antreibt, einen Weg zu suchen, die Schrecken des Todes zu überwinden. Und dieser Weg ist die Verbundenheit mit dem ewigen Schöpfer, Dem Leben und Tod untersteht...

Wer erkannt hat, den schreckt der Tod nicht, denn seine Seele hat den Weg zum ewigen Leben gefunden...

Tod heißt Finsternis und Nacht...

Der Welt Lust und Verlangen hüllt den Geist in Finsternis, und dieser Zustand ist gleich dem ewigen Tode. Nur wer das Verlangen nach der Welt überwindet, wird aus der Nacht zum Licht gelangen... er wird vom Tode zum Leben erwachen, und er wird ohne allen Zweifel die Schrecken des Todes überwinden. Darum ist das Lösen von der Welt allererste Bedingung, um den Geist aus den Fesseln der Materie zu befreien, und es wird dann ein jeder Schritt durch das Erdenleben Förderung der Seele bedeuten und geistige Höherentwicklung zur Folge haben. Es wird dann der Mensch am Ende seiner Tage sagen können: Mein Leben ist wahrlich kein Leerlauf gewesen... so er das Ziel erreicht hat, im Licht der Wahrheit zu stehen, und die Schrecken des Todes nicht zu fürchten braucht...

Amen


B.D. NR. 763 - 28.1.1939

Vaterworte... Mein Name...

Und es werden Mich im Herzen tragen die willigen Kinder, und sie werden Meinen Geist suchen, weil ihre Seelen Mich erkannten. Und du, Mein Kind, vernimmst Meine Stimme zu jeder Zeit, die du Mir opferst, und Mein Wirken an dir wird nicht ohne Erfolg bleiben. Es werden die Stunden immer seltener werden, da du bangest um die Kraft, die du benötigst zum Wirken für Mich. In absehbarer Zeit schon ist dir eine Aufgabe zugedacht, die du mit Meiner Hilfe leicht bewältigen wirst, und in dir wird der Glaube, die Liebe und der Wille mächtig werden, denn der Preis bin Ich... und diesen wirst du erstreben mit allem Eifer. Mein Kind, in deinem Namen ist alles verborgen, was durch dich der Menschheit geoffenbart werden soll: Buße sollen sie tun... erkennen ihren Ursprung... rastlos arbeiten an ihrer Seele... tätig sein in Liebe... horchen auf die Stimme im Herzen... allen Freuden der Welt entsagen... Demütig sich dem Vater im Himmel unterwerfen... um Gnade bitten unentwegt... dienen dem Schöpfer des Himmels und der Erde... dienen dem lieben Nächsten... und Ehre geben dem Vater im Himmel bis in alle Ewigkeit... Siehe, die die Welt suchen, können Mich nicht finden; doch die Mich suchen... denen komme Ich entgegen, und Ich möchte Mich ihnen offenbaren...

Wer Mir sich gibt, der wird Mich besitzen, und wer um Meine Gnade fleht, steht mitten in der Gnade. Denn Mein Wort zu vernehmen ist wahrlich ein Gnadengeschenk Meiner Liebe...

So bereite dich vor und empfange Meine Gabe zum Zeichen Meiner Liebe. Pflege deine Seele, Mein Kind, nimm Kenntnis von Meiner Liebe, und bemühe dich, die allerreinste Liebe in deinem Herzen für Mich zu empfinden, denn alles Unreine muß entfernt werden aus dem Herzen, das Ich bewohnen soll, und nur an der reinen Liebe finde Ich Wohlgefallen, in der Liebe, die nichts fordert, nur sich selbst hingibt... die alles zu tun bereit ist, um zu dienen...

Es ist die reine Liebe kostbar gleich einem Edelstein, sie strahlt hellstes Licht aus im Umkreis, sie beglückt und will nur immer geben...

So diese Liebe von deinem Herzen Besitz ergriffen hat, wirst du Mich in dir aufnehmen und Mein Bild in deinem Herzen bergen, und dies wird sein höchste Seligkeit für dich schon auf Erden. Was dir beschieden ist, so Meine Liebe dich umhegt, muß dir jetzt noch verborgen bleiben, denn du erreichst den Grad der Reife nur durch ständiges Ringen um Meine Liebe, und es ist nur von Vorteil für dich, wenn du Mich und Meine Nähe dir erbittest aus tiefstem Herzen... wenn du in innigem Gebet dich deinem Heiland empfiehlst... Ich komme... unerwartet... und beziehe die Wohnung, die Mir deine Liebe bereitet, und Ich mache unsagbar selig, die an Mich glauben und Mich lieben...

Ich lasse Meine Kinder nicht darben, die sich Mir zu eigen geben, und werde Mich ihnen nahen und Mich zu erkennen geben zur rechten Zeit...

Amen


B.D. NR. 764 - 29.1.1939

Abendmahl...

Das Geleitwort deines Lebens soll sein: „In allen Dingen dem Herrn zu dienen, will immer ich bemühet sein...“ , und Sein Segen wird dich begleiten auf allen deinen Wegen. Vernimm, was dir der Vater zugedacht hat: Das allerheiligste Sakrament des Altars ist ein von Gott eingesetztes, doch muß der Sinn auch weise verstanden werden. Nun umgibt dich eine Schutzwand geistiger Freunde, die alles Falsche und Irrige von dir fernhalten, gilt es doch durch dich, den Menschen Klarheit zu geben in einer Frage, die sehr oft zur Streitfrage geworden ist. In das rechte Denken der Menschen hat sich mit der Zeit eine ganz falsche Ansicht eingeschlichen, die wiederum Anlaß gab zu Konflikten und getrennten Meinungen. Ohne die Zustimmung des göttlichen Herrn und Heilandes zuvor erbeten zu haben, ist eine Verfügung erlassen worden, die im Widerspruch steht zur göttlichen Lehre. Die lebendige Darstellung des heiligen Abendmahles ist allemal die Aufnahme des Wortes Gottes mit dem Herzen...

Wer Mein Fleisch ißt... d.h. wer Mein Wort in sich aufnimmt mit hungrigem Herzen... und Mein Blut trinkt... d.h., mit Meinem Wort die Wahrheit aufnimmt und gänzlich in der Wahrheit nach Meinem Wort lebt... der nimmt Mich auf. In diesem Sinn sind Meine Worte zu verstehen: Das ist Mein Fleisch... das ist Mein Blut...

So, wie der Mensch zum leiblichen Wohle des Brotes benötigt, so ist das reine Wort Gottes nötig zur Erhaltung des ewigen Lebens...

Und wie der Wein Kraft gibt dem Schwachen, so soll die Wahrheit aus Gott die Seele stärken, so sie diese in sich aufnimmt. Und wenn von einer Verwandlung des Brotes und des Weines, in Mein Fleisch und Blut gesprochen wird, so ist dies rechtlich zu verstehen, daß Mein Wort gleichsam Mich Selbst dem Menschen nahebringt, so es befolget... d.h. gegessen und getrunken wird, und daß sonach der Mensch mit Meinem Wort Mich Selbst in sich aufnimmt, denn Mein Wort lehret Liebe, und die Liebe bin Ich Selbst...

Wer Mich liebt, nimmt Mich ganz und gar in seinem Herzen auf und wird sonach an Meinem Tisch gesättigt werden mit Meinem Brot und Meinem Wein... mit dem Wort der Wahrheit und des Lebens. Es ist der Sinn wohl richtig verstanden worden, doch wollte man zeremoniell den Eindruck Meiner Worte vertiefen und legte nun aber der Zeremonie die größere Bedeutung bei, so daß, wer diese nicht erfüllt, alles Segens verlustig erklärt wurde. Und so war zunächst das Äußere erhalten, doch der tiefe Sinn ging verloren, das Abendmahl ward immer mehr zur Form, es fand das Wort, die göttliche Wahrheit, nicht mehr Eingang in den Herzen, dagegen wurde die Form gewahrt bis heutigen Tages, und es glaubt der Mensch, vollauf seiner Pflicht genügt zu haben, so er gläubig zum Altar des Herrn geht...

Wie aber kann Ich in einem Menschen Wohnung nehmen, der nicht zuvor zur Liebe sich gewandelt hat, der nicht Mein Wort befolgt und Meine Gebote hält. Wer danach trachtet, Mich leiblich und geistig aufzunehmen und im Herzen zu tragen, muß Mein Brot essen und Meinen Wein trinken... er muß das Brot des Lebens, das vom Himmel kommt, begehren als Speise, und er muß trinken den Wein, die lebendige Wahrheit, die zufließt dem danach Dürstenden. Dann erst ißt er Mein Fleisch und trinkt Mein Blut und wird leben in Ewigkeit, denn er ist dann in Mir, und Ich bin in ihm...

So nur und nicht anders ist das Abendmahl zu verstehen, das Ich eingesetzt habe mit jenen Worten, das ihr Menschen euch aber nach eigenem Gutdünken ausgelegt habt und ihr den tiefen Sinn Meiner Worte nicht erkanntet. Je eifriger ihr nur die Form zu erfüllen trachtet und je mehr ihr nur rein äußerlich Mein Brot und Meinen Wein empfanget, desto weniger werde Ich Selbst zugegen sein, und ihr werdet sonach nicht Mich Selbst empfangen, sondern nur in eurer Vorstellung Mir nahe sein, denn Ich bin nur dort, wo tiefste Liebe zu Mir sich äußert, durch Erfüllung Meiner Gebote und Leben nach Meinem Wort... denn der isset Mein Fleisch und trinkt Mein Blut: Wer Meinen Willen erfüllt und Mir dienet... wer sich zu Mir bekennet vor aller Welt, der wird wahrlich Mein Jünger sein, mit dem Ich das Abendmahl nehmen will und den Ich sättigen will, dem Ich geben will sein Anteil... er wird gespeiset werden von Mir und empfangen das Brot des Himmels bis in alle Ewigkeit...

Amen


B.D. NR. 765 - 31.1.1939

Liebe... Haß...

Siehe, Mein Kind, mit offenen Armen komme Ich euch entgegen, die ihr von Mir empfangen wollt. Die Sehnsucht des Herzens wird euch Meine Liebe kundgeben, im Verlangen nach Mir wird sich Meine Liebe zu euch äußern, und dies wird auch der Zustand sein im Jenseits, daß ihr gleichfort nach Mir verlanget und Meine Liebe euch Erfüllung gibt fort und fort. Sehet, die Liebe habe Ich euch in das Herz gelegt, auf daß ihr dereinst in Seligkeit schwelgen sollt, so eurer Liebe Erfüllung wird. Ich habe aber auch in euch den Trieb gelegt vom Gegenteil, weil ihr nur durch Überwindung dieses Triebes den Glückseligkeitszustand erringen könnt, und so soll euer Streben auf Erden gerade dem Bekämpfen des Hasses, dem Gefühl der Lieblosigkeit in höchster Potenz gelten, denn es vergiftet der Haß eure Seele in so zerstörender Weise... es vernichtet der Haß alles, was die Liebe aufbaut...

Es kann der Mensch mit dem Gefühl des Hasses in seinem Herzen nimmermehr zur Vollkommenheit gelangen, denn der Haß ist ja Anteil des Bösen...

Der Haß ist so verderbenbringend und so unsäglich die Seele bedrükkend... er ist das ärgste Übel... er ist der Feind aller guten Gesinnung... er ist ein Laster, das alles Gute und Edle erdrückt... er ist der Ursprung der Sünde...

Ein Herz, das dem Haß erliegt, ist unfähig jeder edlen Regung...

Es kann, wo Haß regiert, keine Tugend geübt werden. Demut, Sanftmut, Milde und Erbarmen... es sind dies völlig fremde Begriffe dem Herzen, das vom Haß beherrscht wird; denn es kennt der Mensch ja nimmer die Liebe, und diese ist doch notwendig, will der Mensch tugendhaft, gut und Gott-gefällig leben. Wie entsetzlich die Auswirkungen des Hasses sind, wird der Mensch erkennen im Jenseits... wie verzerrt die Seele dessen ist, der im Erdenleben unter dem Einfluß des Hasses stand. Wollten die Menschen doch bedenken, daß die Gegenmacht volle Gewalt über ein im Haß stehendes Erdenkind bekommt, daß es ihm immer schwerer wird, sich dieser Macht und dem Einfluß zu entwinden, daß es ihm auch immer schwerer wird, zur Liebe zurückzufinden, und daß einem solchen Menschen von anderer Seite keine Rettung kommen kann, wenn er nicht ernstlich bemüht ist, sich selbst aus der Gewalt des Bösen zu befreien. Solange er sich diesem Einfluß nicht entzieht durch den festen Willen, sich in der Liebe zu üben, ist es unsagbar schwer, frei zu werden. Es ist wohl verständlich, daß oft der Mensch geradezu hineingedrängt wird in Gefühle des Hasses, wenn er die Lieblosigkeit anderer Menschen betrachtet und verfolgt und Ungerechtigkeit und scheinbar erfolgreiche Handlungsweise dieser beobachtet, aber immer muß er daran denken, daß es einen Gott im Himmel gibt, Der jede Ungerechtigkeit vergelten wird zu seiner Zeit...

Er muß auch dagegensetzen, daß Jesus Christus in aller Liebe selbst denen vergab, die Seinen Tod verschuldeten, und daß nie und nimmer das Rachegefühl in Ihm Oberhand gewann, sondern immer nur voller Liebe Er das Gebaren der Erdenkinder mit Nachsicht und Milde vergalt. Es soll die Liebe ja den Haß besiegen, und es müssen daher die Kinder auf Erden gleichfalls sich bemühen, das Gefühl des Hasses zu ersticken, so es sich im Menschen zu rühren beginnt... und immer nur mit Liebe vergelten, auch wenn die Versuchung zu stark ist, bittersten Haß gegen die Bedrücker der Menschen zu empfinden. Die meisten Menschen irren, da sie sich selbst für äußerst hochstehend halten und glauben, ihre Macht recht fühlbar äußern zu müssen den Untergebenen gegenüber, doch dort soll der Mensch nicht hassen, sondern in aller Liebe den anderen belehren wollen. Er soll zuerst an seine eigene Seele denken, die geschützt werden soll vor der Gefahr des Hasses, ihr Ringen ist mitunter ein so unsagbar schweres, doch die Überwindung dieser der Seele schädlichsten Eigenschaft wird zur Vollkommenheit führen, denn es hat dann die Liebe gesiegt über den Widersacher...

Es ist der Haß unschädlich gemacht worden und mußte unter der Kraft der Liebe zunichte werden, und die Seele wird einem solchen Bemühen dankbar sein, denn ihr ward Erlösung aus bitterer Pein...

Amen


B.D. NR. 766 - 1.2.1939

Sorge und Kult um den Körper...

Der Natur vorgreifen...

Altern...

So euch das Erdenleben schwer wird, flüchtet zu Mir...

Ich will euch Kraft und Trost sein in schwerer Stunde, und wer mit Mir wandelt, wird alles Schwere überwinden. Doch es sei euch gesagt, daß ihr auch selbst tätig sein müßt, wollet ihr, daß Ich euch segne. Die Natur verlangt ihr Recht, und so müsset ihr euch den Gesetzen der Natur fügen, desgleichen müßt ihr aber auch euch in der Selbstüberwindung üben, wo es angängig ist. Und das Leben wird euch oft vor die Entscheidung stellen, ob ihr dem Körper oder der Seele zu Willen sein wollt. Und es wird der Körper manches fordern, und ihr werdet es ihm gewähren wollen, doch der Seele Nutzen ist nur gering, wenn dem Körper Erfüllung wird, dagegen wird die Seele ungemein gewinnen, wo der Körper Verzicht leistet auf das ihm Zusagende. Die allergrößte Gefahr besteht darin, daß dem Körper das Recht eingeräumt wird zu herrschen... daß nur immer seiner Behaglichkeit Rechnung getragen wird und des Menschen Sorge ständig ist, ihn zu pflegen, und ein immerwährender Kult um ihn Anlaß ist, die eigentliche Arbeit an der Seele zu vernachlässigen, und (es, d. Hg.) ist dies wohl der Erhaltung des Leibes dienlich, nimmer aber der Gestaltung der Seele, und erstere ist im Verhältnis zur eigentlichen Erdenaufgabe äußerst unwichtig, das ist ernstlich zu bedenken, wo die Sorge um das körperliche Wohl vorherrschend ist. So lasset euch daher nimmer verleiten, der Natur vorgreifen zu wollen, indem ihr zu verändern oder aufzuhalten sucht, was seinen natürlichen Gang gehen muß. Erprobet eure Macht... sie wird unzulänglich sein gegenüber den bestehenden Naturgesetzen... doch wo der Körper den Weg des Verfalls geht, dort soll die Seele reifen und immer vollkommener werden, weshalb eben ersterer im selben Maße vergehen muß, wie die Seele geistig zu leben sich bestrebt. Es hat die Seele gleichsam in einem äußerlich wohlgebildeten Körper ein größeres Hindernis zu überwinden, da aller Hang zur Welt diesem innewohnt und an die Seele größere Anforderungen gestellt werden in Selbstüberwindung durch öftere Anreize der Welt. Wer seinen Körper verachtet, die Seele dagegen sorgsam bedenket mit geistiger Pflege, der hat die Erdenzeit wohl genützet, und er wird sich auch rein äußerlich wohl fühlen, da dieses ihm nicht als einzig-erstrebenswert erscheint und er sonach bedacht wird mit allem, was er zum Leben benötigt. Denn Ich bedenke Meine Kinder auf Erden, wie es ihnen dienlich ist...

Ich gebe, wo man gern entsagt, und versage, wo allzu verlangend nach irdischen Gütern getrachtet wird, weil Ich nicht will, daß der Körper allein bedacht wird, sondern die Seele zuerst aus ihrer Not gerettet werden soll...

Amen


B.D. NR. 767 - 3.2.1939

Wort Gottes...

So nehmet die Worte des Herrn an und beherziget sie. Es ist ein Kampf ohnegleichen, den die Seele durchzufechten hat, will sie in den Zustand der Gottähnlichkeit eintreten, und die Versuchungen, sie hinabzuziehen in die Finsternis des Geistes, sind groß. Doch es ist auch alle Möglichkeit, euch frei zu machen von den drohenden Gefahren, wenn ihr nur der Worte des Herrn achtet. Die Erde schwebt gleichsam inmitten aller feindlichen Gewalt. Alles, was die Erde birgt, ist ergriffen von dieser, und ein dauernder Widerstand nur kann die Lösung aus dieser Gewalt bewerkstelligen. Wie von unten die Begierden den Menschen locken und ziehen, so ist von oben euch das Wort Gottes gegeben, das, so es befolget wird, weitaus stärkere Gewalt hat und euch aus der Tiefe und der Finsternis emporhebt. Zahllose ringende Seelen benötigen die Hilfe Gottes und ergreifen wiederum nicht das einzige Mittel, das ihnen wirkliche Hilfe bringt. Ebenso werden unzählige Wesen im Jenseits nur durch das Wort Gottes gefördert, und auch ihnen wird es geboten durch Gottes Liebe. Wie sich demnach die Menschen auf Erden zu dem Wort Gottes einstellen, so wird auch ihr Los im Jenseits sein. Was sie hier abweisen, wird ihnen dort nicht viel annehmbarer erscheinen, und es wird einer langen Zeit bedürfen, bis sie empfänglich für das Wort Gottes geworden sind. Und die Zeit wird sie gereuen, so sie erkannt haben... die Zeit auf Erden und im Jenseits, die sie in Blindheit des Geistes für ihre Seele verloren haben. Jedes Entgegenkommen mit willigem Herzen den sie belehrenden Wesen trägt reiche Frucht, sowohl auf Erden als auch drüben...

Das Wort Gottes wird gelehrt werden immer und immer wieder, und niemals wird die Menschheit ohne diese köstliche Gabe vom Himmel belassen werden, denn ohne den Ausfluß göttlicher Liebe wäre wahrlich keine Rettung für die Seele möglich. Alles Geistige muß geistig gestärkt werden... es kann von irdischer Speise nicht die Seele gesättigt werden, und es muß somit die rechte Nahrung für die Seele von oben kommen. Wenn nun der Herr in immer gleichbleibender Liebe sorget, daß keines Seiner Kinder darben soll... wenn Er doch weiß, was diesen Kindern mangelt, so braucht das Erdenkind nur seinen Willen Ihm zuwenden... es braucht nur seine Zustimmung zu geben und willig empfangen, was der Vater ihm liebevoll darbietet. Statt dessen weigern sich die Menschen und wollen nicht empfangen. Sie stellen sich in krasse Abwehr zu dem, was allein ihnen nötig ist...

Sie leben in den Tag hinein und bedenken nicht ihr Ende. In der Not des Herzens bleibt ihnen jedoch nur ein Weg, und so sie diesen beschreiten, wird ihnen auch noch in letzter Stunde geholfen werden. Und darum ist es allein nur der Wille des Menschen selbst, der schwere Zeit über sich und die Erde hereinbrechen läßt. Wenn alle Mahnungen von oben nicht Eingang finden in die Menschenherzen, dann müssen diese anderweitig aus der Ruhe aufgerüttelt werden. Es versuchen die Menschen, in wissenschaftlicher Arbeit ihren Geist zu wecken, sie glauben, alles ihnen Dunkle auf diese Weise erleuchten zu können, und sind doch weit davon entfernt. Denn es läßt sich durch irdische Weisheit nimmermehr ergründen die Gottheit und Ihr Wirken, es bleiben der Wissenschaft viele Gebiete überlassen, denen ihre Forschungen gelten dürfen, die letzte Frage aber ist ihr unergründlich... und wird ihr unergründlich bleiben. Dagegen ist die Annahme des Wortes Gottes mit dem Herzen das einzige Tor, durch welches der Mensch zur ewigen Wahrheit und zur göttlichen Weisheit gelangt. Doch ohne das Wort Gottes ist jeder Eingang zum Wissen verschlossen. Es bedenke der Mensch, daß er empfangen kann unbegrenzt, daß er sein Wissen bereichern kann unermeßlich und daß er dazu nur benötigt den tiefen Glauben und die tätige Liebe... und daß er wiederum nur durch das Wort Gottes zum Glauben gelangen kann und im lebendigen Glauben auch die Liebe wurzelt... daß sonach eines ohne das andere nicht denkbar ist und sich das Herz des Menschen willig öffnen muß, um wissend zu werden...

Das lebendige Wort Gottes zu vernehmen ist ein Beweis göttlicher Liebe und Erbarmung... es ist ein Gnadenakt von unfaßbarem Ausmaß,doch die Menschen achten des Gnadenbeweises nicht und geraten immer tiefer in das Gericht, aus dem sie sich erlösen sollen. Der Herr spricht zu den Menschen, und Er wird sprechen zu jeder Zeit...

Die Ihn hören, werden selig sein, doch wehe denen, die Seiner nicht achten... die sich zu erhaben dünken, als daß sie die Worte der Liebe annehmen und beherzigen möchten. Sie werden wahrlich durch große Not gehen müssen, auf daß auch sie zum Erkennen kommen noch auf Erden, denn sie wissen nicht zu schätzen den Wert des Lebens und werden in arge Pein geraten, so sie im Jenseits ihren mangelhaften Seelenzustand erkennen. Und darum achtet der Worte, die euch von oben zugehen, und weiset sie nicht von euch...

Amen


B.D. NR. 768 - 5.2.1939

(Fortsetzung zu Nr. 767) Geistige Blindheit...

Mühevolle Arbeit der Geistwesen...

In des Nacht des Geistes ist jedes Erkennen ausgeschlossen, es wehren sich in fortgesetztem Widerstand die Unwissenden, sie begehren nicht das Licht, sondern glauben es nicht zu benötigen, denn in ihrer Verblendung haben sie nur Sinn für das, was im strikten Gegensatz steht zur wahren Erkenntnis... sie sind überzeugt, daß sie ohne geistiges Wissen auskommen können, sie empfinden weit eher alle geistigen Probleme als eine Belastung, der sie sich entziehen wollen, indem sie sich von allem fernhalten, was sie beeinträchtigen könnte im bisherigen Denken. Und so tritt demzufolge eine geistige Leere ein bei diesen Menschen. Ihr irdisches Leben beschäftigt sie vollständig, und sie wandeln wie blind durch die Schöpfung Gottes, nirgends die Stimme des Herrn vernehmend oder ihrer achtend. Je mehr dieser Zustand überhandnimmt, desto bedenklichere Folgen zieht er nach sich. In unsagbar mühevoller Arbeit ringen die Geisteskräfte nun um die in solcher Finsternis schmachtenden Seelen. Sichtbar und unsichtbar ist das Wirken dieser. Sie führen zusammen, die einander belehren, sie lenken die Gedanken und sind erfreut, wenn ihr Einwirken beachtet wird und der Mensch sich willig lenken läßt... wenn er ausführt, wozu ihn das Herz treibt, wenn er ohne Widerstand der geistigen Regung in sich nachgibt und sich für kurze Zeit geistig von der irdischen Welt entfernt. Es ist dies so außerordentlich mühevoll, da oft lange Zeit vergeht, ehe das Erdenkind der geistigen Aufforderung, sich vom Rein-Materiellen zu trennen, Gehör schenkt. Der Widerstand ist mitunter so gewaltig, daß das Einwirken der Geisteskräfte erfolglos ist und die irrende Seele sich weiter in schwerer Not befindet, die der Mensch als solcher nicht erkennt und daher dem qualvollen Zustand der Seele nicht abhilft. Und so vergeht Zeit um Zeit, und wo keine Möglichkeit ist, das Gemüt eines Menschen zu verändern, dort helfen sich die geistigen Wesen in Gemeinschaft...

Sie versuchen, jegliche irdische Freude zu stören...

Sie greifen in ihrer Not zu einem Mittel, das scheinbar lieblos ist und doch nur von der großen Liebe der Geistwesen zu den Erdengeschöpfen zeugt...

Sie lassen in jede Freude bittere Tropfen fließen... sie veranlassen sozusagen, daß auch irdische Freuden keine restlose Erfüllung irdischer Begierden sind... und legen so den Grund zu innerer Unzufriedenheit, die sich immer mehr steigert, je mehr Widerstand das Erdenkind dem Wirken der Geistesfreunde entgegensetzt. Im Zusammenhang damit wird alle Lebensfreude schal und leer erscheinen, die Seele wird ruhelos hin und her irren, sie wird suchen, wo sie restlose Erfüllung findet, sie wird die irdischen Freuden als vergänglich erkennen und erst dann geistigen Fragen Beachtung schenken, und wenn nach langer mühseliger Arbeit die jenseitigen Freunde diesen Erfolg verzeichnen können, ist ihre Freude unbeschreiblich, denn nun erst ist die Seele gerettet und für alles von oben ihr Zugehende empfänglich. Nun aber vermag der Geist bedeutsam Licht zu verbreiten, und es wird eine Helligkeit dort sein, wo vordem tiefste Finsternis war, und es wird die geistige Blindheit klarstem Erkennen weichen. Gerade dort, wo man im tiefsten Wissen zu stehen glaubt, ist oft eine Prozedur angebracht, um das Denken des Menschen umzuformen. Die wenigen recht Erkennenden vermögen oft nicht ihr geistiges Wissen diesen zu übermitteln; sie stoßen auf Widerspruch, und ihre Gabe, obwohl gern geboten, wird nicht angenommen. Die himmlische Wahrheit wird nicht recht erkannt... es wird nicht Rechnung getragen der durch und durch geistigen Einstellung, die zum Erkennen göttlicher Weisheit Vorbedingung ist. Die Gaben von oben dringen nur als solche in des Menschen Herz ein, wenn ebendas geistige Verlangen danach Voraussetzung ist. Wer in sein Innerstes sich versenkt und gleichzeitig den Flug in die Unendlichkeit macht, wer zu ergründen sucht die ewige Gottheit und dabei tief demütig sich Ihr hingibt, wer im Erdenleben einen anderen Zweck erkennt als nur die Erfüllung der irdischen Bestimmung, wer jegliches Geschehen auf Erden nur vom geistigen Standpunkt aus betrachtet, dessen Herz ist aufnahmefähig für göttliche Gabe...

Er wird bald alles Irdische vom Geistigen trennen... er wird zwei Welten erkennen, doch immer die eine als Mittel zum Zweck... zum Ausreifen für die zweite, die geistige Welt. Wohl soll die Liebe alles durchfluten, sie soll im Erdenleben alles Handeln bestimmen, sie soll wirken ohne Unterlaß, auf daß durch die Liebe der Geist lebendig werde, auf daß durch die Liebe der Mensch frei werde...

Die Liebe aber soll immer geben, doch niemals soll Liebe zum Besitz vorherrschen. Es wird die wahre Liebe aber gleichzeitig ein Verzicht sein und also ein Trennen von der Materie; und es wird das geistige Streben nimmermehr irdischen Zielen gelten, sondern nur der Vereinigung mit Gott als der ewigen Liebe...

Darum suchet nicht das letzte Ziel in einem Vollkommenheitszustand auf Erden. Die Erde ist und bleibt für die Menschheit, was sie immer war... der Aufenthaltsort, wo die Seele sich durch Widerstände ausreifen soll für ihre eigentliche Bestimmung, wo sie erkennen soll, daß nur im geistigen Reich ihre wahre Heimat ist, nach der sie trachten soll ohne Unterlaß...

Amen


B.D. NR. 769 - 6.2.1939

Umgeformtes Wort...

Grad des Wohlbehagens...

Erkenntnis der Wahrheit...

So wisset, daß ihr alle des gleichen Geistes seid, wisset, daß euch die Hand des Vaters führt und daß Sich der Vater einem jeden zuneigt, der Ihn zu hören begehrt. Es werden sich daher auch mancherlei Offenbarungen finden, die alle das gleiche bekunden und dem gleichen Ziel zuführen sollen. Wenn nun der Vater die Kinder auf Erden verschieden bedenkt, so ist dennoch der gleiche Wille zu erkennen, denn Er gibt immer nur die reine Wahrheit, so der Empfänger die Wahrheit begehrt und sich der Offenbarung würdig erzeigt. Es ist wie ein Leuchten in verschiedener Lichtstärke...

Die Gaben von oben können geboten werden in leicht verständlicher Form und können doch nicht recht erkannt werden, wenn der Empfänger die Worte des Herrn in anderer Gestaltung wiedergibt. Es sind so viele Beispiele dafür vorhanden, daß sich der Mensch in möglichst komplizierter Redeweise gefällt und so ein in aller Schlichtheit und Klarheit empfangenes geistiges Bild in verschnörkelter Form wiedergibt...

Es suchen sich die Menschen mit Gelehrsamkeit zu schmücken und bringen alle ihre Weisheit zum Vorschein, wo das empfangene Wort von oben doch alles präzise ausdrückt und keiner Verbesserung bedarf. Lehnt nun der Mensch die ihm unbegreiflich erscheinenden Lehren ab, so ist dies nur zu gut verständlich...

Es empfindet der Mensch ja oft das zusätzliche Menschenwerk und bringt ihm Abwehr entgegen, wogegen das reine Wort Gottes durch seine schlichte Art oft Eingang findet in den anfänglich widerstrebenden Menschenherzen, weil diesem Wort auch die Kraft Gottes innewohnt. Die Lehren sind stets in gleicher Wahrheit geboten worden, doch die Wahrheit sollte auf die Menschen noch eindringlicher wirken und wurde zu diesem Zweck mit menschlichem Beiwerk versehen, was aber nur der Sache an sich schadet, jedoch niemals nützen kann. Lasset euch sagen: Wendet dem schlichten, einfachen Wort eure Aufmerksamkeit zu, ihr müsset alles mit dem Herzen und mit dem Verstand erfassen können, ihr müßt euch auch wohl fühlen, wenn die Worte des Herrn in euren Ohren ertönen...

Ihr werdet an dem Grad des Wohlbehagens auch auf die Wahrheit des Vernommenen schließen können, denn es will der Herr ja durch Sein Wort eindringen in die Menschenherzen, so wird Er nimmer Sich einer Form bedienen, die an sich schon Widerstand hervorruft und die dem Erdenkind unannehmbar erscheint. Wer Wahrheit begehrt, der wird diese auch erkennen, und zwar wird die Wahrheit immer in der Form von oben geboten werden, daß das Erdenkind nicht Anstoß daran nehmen kann, sondern es dieselbe jederzeit angenehm berührt. Gebet acht auf die Stimme im Herzens, diese wird genau zu unterscheiden wissen das rechte Wort Gottes von einem nachträglich umgeformten, dem Menschen schwer verständlichen Wort, das gleichfalls aus derselben Quelle sein soll. Gott schützet allzeit, die in der Wahrheit bleiben wollen, und gibt ihnen Erkenntnis in jeder Streitfrage...

Er schärft ihre Urteilskraft und ihren Gerechtigkeitssinn, und sonach wird das Erdenkind immer den rechten Weg finden, so es in die Lage kommt, von mehreren Wegen sich entscheiden zu müssen. Denn Gottes Schutz ist jedem zugesichert, der Ihn und die Wahrheit begehrt...

Amen


B.D. NR. 770 - 8.2.1939

Mißhelligkeiten des Lebens notwendig...

Nicht das geringste Geschehen ist ohne Einfluß auf den Werdegang des Menschen. So, wie ihr euch bewährt einem jeden Ereignis gegenüber, so ist auch der Erfolg mehr oder weniger segensreich. Und so ist das Erdenleben fortgesetzt der Prüfstein, an dem ihr eure Widerstandskraft erproben sollt. Was euch mit Empörung, Verdruß oder Widerwillen erfüllt, das müsset ihr zu wandeln versuchen in Sanftmut und Geduld, ihr müsset es immer als das ansehen, was es für euch sein soll, als Hindernisse, an denen ihr ja ausreifen sollt...

Nicht, daß ihr diese Mißhelligkeiten beliebig zur Seite stellen könnt... es wäre dies kein Fortschritt für eure Seele, nur in der Überwindung aller Anfechtungen, in der Vervollkommnung eurer selbst sehet den Zweck aller Widerwärtigkeiten, die euch das Leben schwermachen. Ihr laufet Gefahr, dort einen Rückschritt zu tun, wo ihr den Prüfungen nicht gewachsen seid. Es soll euch doch ein jeder Tag Förderung bringen, und so dürfet ihr nun den euch zu diesem Zweck auferlegten Prüfungen nicht entgegenwirken, sondern ihr müsset euch ergeben in den göttlichen Willen fügen, der ebensolche Proben zum Ausreifen über euch kommen läßt. Denn es ist ein Leben ohne Kampf auch keine Fortschrittsmöglichkeit für die Seele. Nur das Überwinden eurer selbst kann euch den Erfolg bringen, doch ein ruhiges, friedvolles Leben nur Trägheit des Geistes und geschwächten Willen. Und dieser birgt dann viele Gefahren für die Seele. Das harte Los, das mitunter einem Menschen beschieden ist, wird für die Seele nur erfolgreich sich auswirken, denn im Ringen und Überwinden stärkt sich die Seele und löst sich weit eher aus ihren Fesseln; ein Wesen aber, dem alle Schwierigkeiten erspart bleiben, ist dem Kampf gegen das Böse nicht gewachsen. Es wird, statt selbst Überwinder zu sein, von der Gegenmacht besiegt und hat unsagbar zu leiden und sind diese Leiden viel schwererer Art als die Mißhelligkeiten des täglichen Lebens. Nur im steten Kampf ist der Seele Gelegenheit geboten, sich frei zu entwickeln, und es ist jeder Kampf zu bestehen, wenn ihr beim Versagen eurer Kraft dem göttlichen Herrn und Heiland eure Schwäche gesteht und Ihn bittet, Sich eurer anzunehmen...

Er wird euch nicht ohne Hilfe lassen, lauten doch Seine Worte so liebreich: „Kommet alle zu Mir, die ihr mühselig und beladen seid...

Ich will euch erquicken.“ Warum banget und zaget ihr, warum fühlt ihr euch schwach, wo euch der Herr mit Seiner Stärke jederzeit beisteht, so ihr Ihn nur darum bittet. Lasset alles Zagen und Bangen und schauet nur vertrauend auf den Herrn...

Er lässet nimmer in der Not, die sich vertrauensvoll an Ihn um Hilfe wenden. Und so wird sich jede bedrückende oder quälende Lebenslage von selbst lösen, nur achtet, daß sie in euch nicht das Gegenteil bewirkt, als ihr eigentlicher Zweck sein soll... daß sie euch nicht verhärtet und lieblos handeln läßt... achtet, daß ihr nur immer die Liebe in euch sprechen lasset, denn nur die Liebe allein wird überwinden und euch aus solchen Prüfungen erfolgreich hervorgehen lassen. Gestaltet euer Herz in immer tieferer Liebe, und werdet so auch eurer Umgebung zum Segen, und ihr werdet durch die Liebe frei werden von dem Druck, der auf euch lastet, und frei wird auch die Seele werden, so ihr alles Schwere im Leben kraft dieser Liebe überwindet...

Amen


B.D. NR. 771 - 9.2.1939

Nach einer Kundgabe in Trance...

Das Göttliche in euch wird wohl zu unterscheiden wissen die Wahrheit von der Lüge, und so ihr euch dem Herrn anvertraut, seid ihr in voller Urteilskraft. Verwerfet daher, was euch nicht glaubwürdig erscheint, und behaltet, was zu Herzen spricht...

Es liegt durchaus nicht im Willen des Herrn, daß sich kundgibt jeglicher unreife Geist, doch ist ebenda der Wille des Menschen allein die Ursache, der reine Geist jedoch in vollster Wahrheit beflissen und gibt daher dem empfangenden Erdenkind ein verschärftes Urteilsvermögen, um es vor der Annahme des Unwahren zu behüten. Und so ist Vorsicht immer geboten und hellste Aufmerksamkeit, verbunden mit gläubiger Hingabe dem göttlichen Heiland, und es erkennt der Mensch klarstens, wo Wahrheit und Lüge verschmolzen ist. Die innersten Regungen eines Menschenherzen sind zu vielfältig und verschiedenartig...

Was den Menschen bewegt, klingt sehr oft nach und macht sich mitunter bemerkbar zu Zeiten völliger Loslösung vom Irdischen. Es dringt durch geistiges Erleben hindurch und gewinnt Oberhand eben durch den Willen des Menschen, der solche Gedanken aufnimmt und nun hörbar äußert. In solchen Momenten haben dann die Geister der Lüge Macht über den völlig widerstandslosen Menschen und äußern sich dann, und es müssen die guten Geisteskräfte dann zurücktreten, da der Wille des Menschen den ersteren nicht Einhalt gebietet, sondern sich selbst in Besitz nehmen läßt. Es können nun die guten Kräfte nur ihrerseits verhüten, daß die Kundgaben Eingang finden in dem horchenden Menschenkind, und sie können dieses vor Annahme einer falschen Lehre bewahren, und so es von Zweifeln befallen wird, ist geboten, den Inhalt der Kundgaben ernstlich zu prüfen, was nur durch inniges Gebet erfolgreich sein kann. Doch wo sich das Erdenkind vertrauensvoll an den himmlischen Vater Selbst wendet, wird ihm in klarster Weise Aufschluß gegeben werden. Und so sei dir gesagt, daß nur immer die Liebe Gottes Walten und Wirken bestimmt, niemals aber Rache oder Vergeltung geübt wird von der göttlichen Liebe...

Und in dieser Erkenntnis ist jegliches Geschehen erst richtig zu bewerten...

Es mag noch so sehr den Anschein haben, daß Gottes strafende Hand eingreift... immer ist die Liebe zu Seinen Geschöpfen der Anlaß zum Eingreifen in den Menschen unbarmherzig erscheinender Art...

Immer soll jegliches Geschehen bewerkstelligen, daß sich die Geschöpfe, die sich von Gott als der ewigen Liebe entfernten, wieder zu Ihm zurückfinden. Doch nimmermehr ist Haß,Vergeltung oder Strafe in Lieblosigkeit das Motiv des göttlichen Eingreifens, denn allen Seinen Geschöpfen ist Er ein gleich-liebevoller Vater, und alle Seine Kinder sucht Er zu gewinnen für die Ewigkeit... und so dir dieses verständlich ist, wirst du auch zu unterscheiden wissen...

Amen


B.D. NR. 772 - 10.2.1939

Rechtes Denken...

Führung Gottes...

Sterne...

Wer immer sich in Liebe übet, wird bald jenen Grad von Vollkommenheit erreichen, der ihn befähigt, immer das Rechte zu erkennen und ganz in Meinem Willen zu bleiben. Siehe Mein Kind, alle deine Gedanken erstreben das Rechte und bleiben gewissermaßen darum auch immer in Verbindung mit der dir wohlgesinnten geistigen Welt, denn es erfaßt diese alles, was nach Mir verlangt. Darum ist ein Abirren auf falsche Wege und ein Verkennen Meines Willens nicht zu befürchten. Die sicherste Gewähr ist immer der Herzenszug zu Mir, Ich schütze ein jedes Kind, das seine Gedanken in williger Liebe Mir zuwendet. Ich schärfe deinen Geist, Ich lenke deine Seele, Ich lasse die Stimme deines Herzens sprechen, und so du ihr Gehör schenkst, tust du jederzeit das Rechte. Und so vereinigst du dein Gedankengut mit dem Geist der Wahrheit, denn alle Kundgaben erkennst du daran, daß sie dein Herz wohltätig berühren. Du kannst nichts Irriges aufnehmen, wenn der Wille ausschließlich der reinen Wahrheit zugewandt ist. Ich fasse dich an der Hand, und Meiner Führung kannst du dich sorglos anvertrauen, Ich erkenne deinen Willen... und ein Herz, das Mich begehrt, wird Mich auch hell erkennen...

Und das ist Mein Geist, der mit Mir Verbindung sucht, der Mein Anteil und darum der Geist der Wahrheit ist. Lasse die Sternlein am Himmel in endloser Zahl dir Zeugnis geben von Meiner Macht und Herrlichkeit...

Und dann frage dich, ob der Schöpfer solcher Herrlichkeit, Der alle Sterne leitet in ihrer Bahn, nicht ein Menschenkindlein führen könnte nach Seinem Willen?...

Und so überlasse dich getrost Meiner Führung und habe acht, welche Wege Ich wandeln lasse die Kindlein, die Mich lieben...

Amen


B.D. NR. 773 - 12.2.1939

(Vortrag Jakob Böhme) Antwort?

Lasse deinen Geist sich erheben und vernimm die Worte von oben: Eine unbegreifliche Torheit ist es, den Segen der Gaben des Herrn nicht zu nützen und so für die Zeit auf Erden vergeblich zu suchen und im Dunkeln zu tappen. Und es ist doch so außerordentlich wichtig, daß die Fühlungnahme mit dem Herrn und Heiland recht innig hergestellt wird, was aber nicht geschieht, wenn die Menschen nicht greifbar und fühlbar der Nähe des Herrn innewerden. Was den Menschen nun begreiflich gemacht werden soll, ist, daß sie den Herrn nicht in der Ferne suchen, daß sie Ihn nicht so weit außerhalb ihres Herzens suchen sollen, sondern Er wird ihnen immer näher sein, je rastloser und inniger sie es anstreben, Ihm nahezukommen. Eine jede Zeit hat ihre Symptome... so ist es in der jetzigen Zeit bemerkenswert, daß sich unzählige Möglichkeiten den Menschen bieten können, durch die den verdunkelten Gemütern Licht gebracht werden kann, und doch der Gedankengang der Menschen ein völlig interner ist... d.h., sie begehren wohl das Rechte, ergreifen es aber nicht, so es ihnen geboten wird, weil es ihnen zu einfach erscheint und der Mensch nicht glauben mag, daß der Herr zu allen Zeiten in gleicher Liebe Sich Seinen Kindern zuwendet. Wer Ohren hat zu hören, der höre...

Aber verschließet euch nicht krampfhaft, um Töne in der Ferne wahrzunehmen, wo es in der Nähe lieblich klingt, wo das Wunderhorn göttlicher Liebe über euch die Gnade in aller Fülle ausschütten möchte...

Erfasset mit dem Herzen, was ihr verstandesmäßig schon ergründet habt, und seid ohne Sorge, daß ihr euch von der rechten Erkenntnis entfernen könntet. Was euch verborgen blieb bisher, was ihr noch nicht spüret am eigenen Leib, das wird für euch Leben gewinnen... ihr werdet erst in die rechte Wahrheit geleitet werden, so ihr euren Widerstand aufgebt. Denn die Gabe des Herrn soll allseitig erkannt und aufgenommen werden, auf daß ihr alle im Licht stehet und euer Wirken fernerhin ein segensreiches sein soll. Und je inniger ihr euch dem Herrn vermählet, desto lebendiger werdet ihr werden... es wird der Geist sich nun erst entfalten und neue Nahrung suchen, und diese wird euch geboten werden im Übermaß, denn es will der Herr, daß Seine Kinder sich sehnen, um nun auch sorgen zu können in aller Liebe für diese. Es will der Herr euch den Hinweis geben, in Seinem Licht und Seiner Gnade euch zu sonnen... ihr sollt schöpfen dürfen aus dem ewigen Born... ihr sollt teilnehmen an der göttlichen Gnade und inmitten der Welt auf dem Berge der Erkenntnis stehen und euch wohl fühlen in göttlicher Vaterhuld. Wonach es euch nur immer verlangt, das werdet ihr in aller Fülle besitzen, geistige Erkenntnis und innerliches Erleben... jedoch muß lebendig sein, was heut noch tot und unerweckt in euch schlummert...

Der göttliche Geist verlangt nach Befreiung, doch ihr haltet ihn geknebelt, wenn ihr nur forschet und euch nicht froh und voller Liebe dem Vater im Himmel zu eigen gebt. Horchet auf Seine Stimme, die euch lockt und euch liebevoll zu verstehen gibt, wie ihr Sein werden könnt, und euer Ringen wird nicht vergeblich sein auf Erden...

Amen


B.D. NR. 774 - 12.2.1939

Gottesgeist...

Träger der Wahrheit...

In die unendliche Schöpfung Einblick zu nehmen ist nur dem im Menschen zum Leben erweckten Gottesgeist möglich, und so wird auch nur der Mensch befähigt sein, die Beschaffenheit aller Dinge ergründen zu können, der immer nur diesen Gottesgeist in sich zum Sprechen kommen läßt und der Stimme in ihm lauschet. Je intensiver ihr die Schöpfung betrachtet, desto verständlicher wird es euch werden, daß ihr nur im Empfangen der Kraft aus Gott lebensfähig bleibt... ihr müßt also das Wirken dieser Kraft an und in allen Dingen als Inbegriff des Bestehenden gelten lassen... ihr müßt weiter daraus folgern, daß auch das Gedankengut geistige Kraft ist... daß das Denken des Menschen sich immer konzentrieren wird auf das, was durch seinen Willen in ihm lebendig wird. Ist nun der Geist aus Gott am Werk, so lenkt dieser den Willen des Menschen erklärlicherweise auch dem zu, was in göttlicher Ordnung, d.h. von Gott gewollt, ist... und so wird das Gedankenleben dieses Menschen sich natürlich so entwickeln, daß er nicht anders als im rechten Erkennen der Dinge stehen kann... er wird wissen und fühlen, daß diese Kraft, der Geist aus Gott, doch stark genug ist, um alles falsche Denken auszuschalten... daß Irrungen eben nur dort möglich sind, wo dieser Geist schlummert... wo in der Nacht des Geistes jeglicher Irrung Vorschub geleistet wird. Licht und Wahrheit ist untrennbar, wie auch die Nacht und die Lüge eins sind. Es geht sonach den Weg der Wahrheit, der nur die Wahrheit sucht, denn dessen Wille ist von geistiger Kraft schon erfaßt, und diese geistige Kraft hat die Übermacht eben durch den Willen zur Wahrheit. Was ihr in der Schöpfung sehen könnt, ist euch nur rein äußerlich schaubar, doch um die innere Gestaltung sehen zu können, müsset ihr vom Gottesgeist wohlunterrichtet sein... ihr müsset diesem glauben, da auf Erden das restlose Schauen bis ins feinste Bestandteilchen für euch nicht angängig ist, doch die Lehren des göttlichen Geistes sind unbedingte Wahrheit. Alle Schöpfungen im Weltall sind ihm bekannt, nur dem äußeren Menschen sind alle diese Begriffe fremd, und daher werden auch die Lehren über die Schöpfung von den Menschen ungläubig und widerwillig aufgenommen. Wo nun nicht der Wille, in der Wahrheit zu stehen, Anlaß ist zu Forschen... wo nur lediglich wissenschaftlicher Ruhm und Anerkennungssucht den Forschergeist rege werden lassen, dort ist auch dem Geist der Lüge Macht gegeben, und es kann der Mensch ebenso Irrungen ausgesetzt sein, trotz exaktester Arbeit und wissenschaftlichem Streben. Das Gedankengut eines solchen Menschen ist nicht nur von guter geistiger Kraft beeinflußt, sondern auch den Einwirkungen der Gegenmacht ausgesetzt. Es ist also für solche Forschungen keine sichere Gewähr der unbedingten Wahrheit gegeben, und außerdem ist es unendlich schwer, solche Probleme zu lösen, die bis in die tiefsten Schöpfungsgeheimnisse hineingreifen, während dem Menschen durch den in ihm erweckten Gottesgeist klarstens Antwort wird auch in unlösbar erscheinenden Fragen, denn ihm ist nichts fremd in der gesamten Schöpfung...

Und so ist aller geistigen Offenbarung der größere Wert beizulegen, doch ohne Glauben werden euch diese unannehmbar erscheinen so lange, bis auch in euch der Gottesfunke entzündet ist und der göttliche Geist euch einführt in die Geheimnisse der Schöpfung...

Amen


B.D. NR. 775 - 13.2.1939

Weg des Fleisches... (unvollendet)

Was Leben in sich birgt, muß den Weg alles Fleisches gehen. Jedoch ist dieser Zustand zeitlich begrenzt, und ein immerwährender Wechsel der äußeren Form läßt dem Wesen die Zeitdauer der Verkörperung auf Erden kürzer erscheinen und dies ist vom Schöpfer in liebevoller Weisheit wohlbedacht. In jeder Form sucht das Wesen sich seiner Umgebung anzupassen und läßt sowohl die irdische wie auch die geistige Bestimmung es eine geregelte Tätigkeit ausführen, wodurch dann der jeweilige Aufenthaltszweck in dieser Form auf Erden erfüllt wird. Wie aber der göttliche Schöpfer von Anbeginn die Erde als Aufenthaltsort unvollkommener Geistwesen bestimmt hat, so ersah Er auch die zahllosen Möglichkeiten, die durch das Schöpfungswerk den Wesen geboten wurden, und es ist daher in der Schöpfung nicht das Geringste ohne geistiges Leben... es birgt alle Materie, ob gebunden oder in freiem Zustand, Geistiges in sich, das sich irgendwelcher Aufgabe unterziehen muß und so durch unausgesetzte Tätigkeit wieder eine langsame Höher-Entwicklung anstrebt und diese mehr oder weniger das Endziel einer jeden Verkörperung auf Erden ist. (Unterbrechung)


B.D. NR. 776 - 14.2.1939

Gnadenwerk des Herrn...

Sein Wille...

Vernimm die Worte von oben: Wer da gesendet ist, um auszutragen das Wort des Herrn, dessen Wege sind vorgezeichnet. Wo sich die Liebe des Herrn offenbart, dort wird der Mensch auch in sichtbarem Schutz stehen, solange er sich dem Vater im Himmel zum Dienst anbietet, und so ist jedes Geschehnis nur für die Verbreitung dieser Offenbarung dienlich, selbst wenn es sich anscheinend auch dagegenrichtet. Unaufhörlich ziehen sich die Fäden zusammen, bis sie das feinste Gewebe ergeben, und dies gilt sowohl der Herstellung dieses Werkes als auch der Verbreitung desselben. Das Einwirken der jenseitigen Geisteskräfte auf die Menschenherzen bleibt nicht erfolglos, und das gemeinsame Wirken dieser mit den Erdenkindern ist von so großer Bedeutung für alles geistige Ausreifen, daß sich auch der Segen bemerkbar machen wird, wenn auch noch nicht in absehbarer Zeit. Der geistige Umschwung ist nicht in wenigen Tagen zu bewirken, es muß ungeheure Arbeit vorangehen, und je williger das Erdenkind ist, desto größerer Erfolg ist zu erwarten. Und so werden zahllose Seelen auf Erden und im Jenseits das Gnadenwerk des Herrn erkennen, für die Verbreitung werden sowohl die Menschen als auch die jenseitigen Wesen Sorge tragen, oft auch ungewollt, denn wo die ewige Gottheit Ihren Willen dem Entstehen eines Werkes voransetzt, dort müssen sich auch die Geschöpfe dem Willen des Schöpfers fügen und die Wege wandeln, die Er ihnen vorschreibt. Alle Sorge gilt Seinen Geschöpfen, und wo noch eine Möglichkeit besteht zur Rettung einer irregeleiteten Seele, dort ist auch die Liebe und Barmherzigkeit des Schöpfers tätig und lenkt die Wesen so, daß sie den möglichsten geistigen Vorteil erringen können, so sie nur willig sind. Weil sich nun aber wiederum auch die gottfeindlichen Mächte hervordrängen und gleichfalls ihren Einfluß geltend machen wollen, haben auch diese scheinbare Erfolge zu verzeichnen, doch wird die Kraft von oben sich eher durchsetzen, da sie allseitige Unterstützung findet, denn das geistige Ringen ist ungeheuer groß, und es stellen sich alle hohen und höchsten Wesen in den Dienst der ewigen Gottheit, getrieben von der sie durchdringenden Liebe, den Menschen auf Erden Hilfe zu bringen in schwerster Not. Und darum entbrennt ein heißer Kampf zwischen diesen und den Mächten der Unterwelt, doch die Macht der Liebe wird siegen über die des Hasses... die Macht der Wahrheit wird stärker sein als die der Lüge, und die Streiter Gottes werden überwinden das Heer des Widersachers...

Und gesegnet wird sein, wer sich in den Dienst der guten Geisteskräfte stellt... wer mit tätig ist an der Errettung der Seele aus tiefster Not...

Amen


B.D. NR. 777 - 15.2.1939

Vaterworte...

Das Wort...

Mitarbeit im Ringen um die Seelen...

In unnennbarem Segen stehen alle, die Mich lieben, es weilet Mein Geist mitten unter ihnen, denn Ich kenne ihre Herzen und will auch von ihnen erkannt sein. Und so ist die Frucht aller geistigen Arbeit Meine Nähe, und ihr werdet euch laben und erquikken dürfen, denn Ich bin bei euch im Wort. Und wo Mein Wort gelehret wird, dort hält Mein Geist euch rege. Darum erlahmet nicht, wenn die Welt euch Mir entreißen will... kommet in aller Sorge zu Mir, eurem Vater, und holt euch Hilfe bei Mir... doch verwerfet nicht mein Wort, denn aller Segen liegt im Wort, und eure Kraft ist ohne diese sehr gering. Was Ich euch offenbare, soll euch das ewige Leben geben, es soll für euch der gangbare Weg zur ewigen Heimat sein, ihr sollt es aufnehmen als Mein euch kundgegebener Wille... ihr sollt gewissermaßen alles daraus schöpfen...

Trost, Kraft und Gnade für euer Erdendasein...

Ihr sollt Mich und Meine Liebe zu euch fühlen, es sollen die Zungen euch gelöset sein, auf daß ihr Lob und Ehre singet dem Schöpfer des Himmels und der Erde. Ihr werdet von Mir empfangen Speise und Trank, ihr werdet im Licht stehen und in der Wahrheit leben. Und Mein Wille wird euch leiten, und so sollet ihr nicht bangend und zagend im Leben stehen, denn die Mich suchen, sind nimmer ohne Schutz. Alle Pforten werden euch erschlossen, versuchet ihr nur, mit Mir in engste Verbindung zu treten. Wer hellen Geistes Aufklärung begehrt, hat Meine volle Liebe, denn sein Geist verlangt nach Mir, und Ich gewähre ihm alles, was dazu führt, Mir näherzukommen. Ich erwecke in ihm die Sehnsucht, um ihm Erfüllung sein zu können, Ich lenke seinen Weg dem rechten Ziel, der ewigen Heimat entgegen...

Amen


B.D. NR. 778 - 16.2.1939

Gnadenbeweis offensichtlicher Art...

Brot des Himmels...

Es ist emsiges Bestreben um die Seelen, die sich vom himmlischen Vater entfernen. Es ist ein Ringen ohnegleichen, diese Seelen aus den Händen des Widersachers zu befreien, und immer wieder bleibt es ein Kampf mit den Mächten der Finsternis. Es hat daher einen unendlichen Wert, wenn die jenseitigen Kräfte Unterstützung finden auf Erden durch willige Mitarbeit, denn in dieser Zeit des Unglaubens müssen alle verfügbaren Kräfte sich dem Herrn des Himmels und der Erde darbieten, um der großen Seelennot der Menschen Einhalt zu tun. In jetziger Zeit sind die Bestrebungen, die der Rettung der Seelen gelten, doppelt segensreich, denn nur die füreinander tätige Liebe kann den Menschen erlösen und ihn seiner eigentlichen Bestimmung nahebringen. Ohne die Gnade des Herrn würde alles Ringen auf Erden erfolglos sein, und daher bedenket Er euch Menschen in außergewöhnlicher Art. Er will euch den Weg erleichtern, Er will euren Glauben stärken und Sich Selbst euch so greifbar nahebringen, auf daß ihr Ihn erkennet und voller Freuden euch der Arbeit an eurer Seele hingebt. Lasset ihr euer Herz sprechen in der einzigsten Absicht, nur euch dem göttlichen Willen hinzugeben, so werdet ihr bald erkennen, wie es in euch zu dämmern beginnt, ihr werdet ohne Murren und Klagen das Joch auf euch nehmen, weil es für euch der Weg ist zur Läuterung... ihr werdet euch auch nimmer aufbäumen gegen das, was der Vater euch auferlegt, denn Seine Gnade hilft euch tragen und den Segen alles dessen, was der Vater schickt, erkennen. Und wenn euch nun geboten wird ein Gnadenbeweis offensichtlicher Art, so hebet nur dankbar die Augen auf zu Ihm, Der Sich voller unendlicher Vaterliebe Seinen Kindern zuneigt, und bleibet euch dieser Liebe bewußt...

Um euch nicht schwach werden zu lassen, gibt Er euch das Brot des Himmels und will euch dadurch die Erdenschwere leichter tragbar machen...

Er will, daß ihr euch labet und Kraft holet aus Seinem Wort... und so ihr dieses annehmt aus Seiner Hand, gehöret ihr zu den Auserwählten, denn ihr werdet nun sicher den Weg zu Ihm finden. Ihr werdet nicht fehlgehen können, wenn euch der Vater Selbst leitet, und aller Sorge um euer Seelenheil werdet ihr enthoben sein, so ihr nur Seinem Wort folgt. Die Macht des Wortes ist unnennbar, nehmt ihr es hungernd und dürstend in eure Herzen auf, denn was der Vater in Liebe Seinen Kindern zugehen läßt, muß euch unendlich beglücken...

Amen


B.D. NR. 779 - 16.2.1939

Licht der Wahrheit...

Deutliches Merkmal...

Wort Gottes...

Im Licht der Wahrheit stehen bedeutet für das Erdenkind das größte Gnadengeschenk, und es ist doch nur vom Willen dessen abhängig, daß Sich der Herr ihm offenbart. Läßt es sich willig benützen als Aufnahmegefäß göttlicher Weisheiten, so ist der Kontakt schon hergestellt von der Erde zum Jenseits und der Weg zur Wahrheit beschritten. Und doch schrecken die Menschen davor zurück, und das ohne jede Begründung. Gott der Herr weiß sehr wohl, was den Erdenmenschen nötig ist zu ihrem Heil...

Er sieht sie großem Irrtum verfallen...

Er sieht sie kranken an falschen Begriffen... ein Jenseits leugnen sie ab, und ein Ende des Bestehens mit dem leiblichen Tode ist ihnen weit wahrscheinlicher. Muß nun der Herr nicht dort eingreifen mit Beweisen, wo der Glaube des Menschen ein Ende gefunden hat? Muß Er nicht offenkundig Stimmen aus dem Jenseits sprechen lassen, um diesen Glauben von neuem erstehen zu lassen? Und ihr Menschen begreifet das außergewöhnliche Wirken des Herrn nicht und zweifelt es an. Die Wege des Herrn sind wunderbar... doch ihr werdet Sein Wirken nie restlos verstehen können. Ihr werdet auch die Tiefe Seiner Liebe nimmermehr ermessen können, und wenn Er nun aus dieser Liebe heraus den Menschen Kunde gibt, sie durch Seine Worte zu Sich zu ziehen versucht... wenn Er mahnet und warnet die Säumigen, tröstet und erquickt die Leidenden, stärkt und kräftigt die Schwachen, und dieses durch Sein Wort, das von oben kommt... warum wollet ihr dieses Wort nicht anerkennen? Gibt Er doch nichts anderes, als Er stets gegeben hat von Anbeginn der Welt... die immer gleichbleibende Wahrheit... den Kindern auf Erden, die Seinen Willen zu erfüllen trachten und die sich Ihm hingeben, um Ihm zu dienen in aller Liebe und Treue. Es ist so gewaltig und doch wieder so verständlich... es ist Seine unendliche Liebe, die diesen Weg wählt... „Die Mich lieben von ganzem Herzen, denen will Ich Mich offenbaren...“ Wollt ihr es dem Herrn des Himmels und der Erde verwehren, daß Er Seine Verheißungen erfüllt? Er will euch nur immer geben, doch nicht das Geringste nehmen, und so ihr diese Gabe von oben recht erkennet, werdet ihr immer leichter eindringen können in das Wort Gottes... es wird euch alles erschlossen werden, ihr werdet in tiefem Glauben stehen und leben, denn euer Anteil wird sein Speise und Trank, geboten durch den Willen des Herrn von Seinen Dienern im Himmel und auf Erden. Und ihr werdet an der Kraft, die diesem Wort entströmt, allzeit auch den Ursprung erkennen. Denn was von Gott ist, läßt euch aufleben und hellen Geistes die Wahrheit finden. Was Seine Liebe euch bietet, muß wieder Liebe in euch erwecken... es müssen eure Herzen höher schlagen und entflammen in heißer Liebe zum göttlichen Heiland und Erlöser. Und darum merket auf, daß alles, was Liebe auslöst in euren Herzen, von der ewigen Liebe ausgeht... daß alles, was zum Heiland hinweist und hinführt als dem Quell der Liebe, auch seinen Ursprung hat in Seinem Liebegeist. Denn das Sehnen nach dem Heiland ist schon Sein Liebeswirken an euch, und so das Wort die Sehnsucht nach Ihm wach werden läßt, ist auch dieses Wort dem göttlichen Heiland entsprossen. Darum zögert nicht, es anzunehmen, so wie es euch die sorgende Vaterhand bietet, es ist gegeben den Menschen auf Erden, die eines guten Willens sind, denn die geistige Not auf Erden ist groß und kann nur behoben werden durch die Barmherzigkeit und nimmermüde Liebe des himmlischen Vaters...

Amen


B.D. NR. 780 - 18.2.1939

Sinn des Lebens...

Glaube und Liebe...

Es hat den Sinn des Lebens voll erfaßt, wer sich bemühet, den Willen Gottes zu erfüllen. Wer sich selbst als das Geschöpf des Vaters im Himmel erkennt, der weiß auch, daß der Vater ihm eine Aufgabe gestellt hat für das Erdendasein; er weiß, daß er alles das tun muß, was des Vaters Weisheit beschlossen hat, und er wird sich nun natürlich dem göttlichen Willen unterordnen und trachten, jegliches Gebot des Vaters zu erfüllen. Stellt er nun die Erfüllung der göttlichen Gebote in den Vordergrund, dann hat er auch voll und ganz den Sinn des Lebens erfaßt, und sein Erdenleben wird wahrlich nicht ohne Erfolg sein für die Ewigkeit. Nun wird immer der Liebesgrad zum Vater auch die Ernsthaftigkeit des Strebens nach Vollkommenheit bestimmen; es wird alle Gebote gern und freudig erfüllen, wer in der Liebe zu Gott aufgeht, und es wird also auch ein solches Erdenkind von der Vaterhand erfaßt werden und von Seiner Liebe hinangezogen werden zur Höhe. In dem Erkennen seiner Bestimmung auf Erden wurzelt also auch der Glaube...

Es muß der Mensch zuvor glauben an einen Schöpfer, an Dessen Liebe, Weisheit und Allmacht und sich selbst als Sein Produkt erkennen, dann wird er auch den Sinn des Lebens erfassen und, da er glaubt, auch danach streben, völlig dem Sinn entsprechend zu leben. Und so ist dann die natürliche Folge des Erkennens, daß er sein ganzes Leben, sein Handeln und Denken immer im Licht dieser Erkenntnis betrachtet und sich nach Kräften bemüht, das zu tun, was Gottes Wille ist. Denn er erkennt sich selbst als das Kind des Vaters im Himmel, und so nun allen Handlungen des Menschen die reine Liebe zu Gott zugrunde liegt, ist ein inniges Verhältnis hergestellt zum Vater... es ist wiedergeboren zu neuem Leben... zum geistigen Leben inmitten der materiellen Umwelt. Es sucht und findet nun überall seinen Heiland und Erlöser, es befreit sich aus der Macht des Bösen kraft der Liebe zum Heiland, und so ist das Erdenleben mit seiner irdischen Tätigkeit nur das unwichtige, sich selbst erfüllende Begleitleben des eigentlichen Daseins. Es wird der Mensch streben mit allem Willen nach möglichster Vollkommenheit... nach eifrigstem Befolgen der göttlichen Gebote; und sein Eifer wird schon auf Erden gesegnet sein, indem der Vater Sein Kind überreich bedenkt, in erster Linie geistig... aber es auch irdisch nicht darben läßt, soweit es für das Seelenheil dienlich ist. Und so vermögen nur diejenigen Menschen den Sinn des Lebens recht zu erfassen, denen die irdischen Bedürfnisse belanglos und unwichtig erscheinen... die sich gern und willig von der Materie zu trennen vermögen und denen der göttliche Heiland Inbegriff aller Liebessehnsucht ist. Denn das innige Verhältnis, das Hingeben dem Heiland wird erst dem Menschen den wahren Sinn des Lebens verständlich machen...

Es wird ohne das eine auch nicht das Erfassen des anderen möglich sein... es wird sich erst wahrhaft sinngemäß betätigen können auf dieser Erde, wer als Ziel das Leben in der Ewigkeit sich stets vor Augen hält. Wer von der Materie zu sehr ergriffen und beherrscht ist, der wird seine Liebe noch vielen Dingen zuwenden, ehe diese einzig und allein dem göttlichen Heiland gilt. Und solange wird auch das Streben nach oben... das Aufgehen in Seinem Willen und das Erfüllen Seiner Gebote den Menschen ein leerer Begriff bleiben, denn nur die Liebe zu Christus macht uns dies alles verständlich. Daher gibt sich das Erdenkind immer dem Vater im Himmel zu eigen... es verschreibt sich Ihm mit vollem Willen, so es den Sinn des Erdenlebens recht erkannt hat, der da begründet ist im Glauben und in der Liebe zu Jesus Christus, dem Erlöser der Welt...

Amen


B.D. NR. 781 - 19.2.1939

Das Werk als Träger der Wahrheit...

Vorausschau der geistigen Not...

Solcher Art deine Aufgabe ist, daß Sich der Herr Selbst dir offenbart, um uneingeschränkt Sich äußern zu können, wo die Notwendigkeit für das Heil der Menschen ersichtlich ist. Aller Kampf im Erdenleben gilt zur Zeit nur der Gewinnung irdischer Macht, und es bleiben somit alle geistigen Interessen hintenangestellt. Ja, es wird so weit kommen, daß man alles Geistige zu übertönen versucht, daß man nur rein irdisch das ganze Leben betrachten und bewerten wird und jeglicher geistigen Einstellung Kampf ansagt. Und so wendet sich die Menschheit immer mehr dem Materialismus zu und verkennt gänzlich ihre eigentliche Erdenaufgabe. Und solcher Not auf Erden will der Herr entgegentreten und nun Seinerseits die geistige Verbindung zu den Menschen erneuern und wiederherstellen dort, wo sie gänzlich verlorengegangen ist. Es mögen die Menschen diesen Weg zurückweisen wollen und sich auf das bisherige Wirken Gottes berufen, das solcher augenscheinlichen Beweise nicht bedurft habe...

Auch sie werden einstens erkennen, wie nötig das Eingreifen Gottes jetzt geworden ist, auch sie werden in der kommenden Zeit gewahr werden, wie gefährdet die geistige Lage der Menschheit ist und wie nur durch offensichtliche Beweise geistiger Kraft und geistigen Wirkens diesem gefahrdrohenden Zustand Einhalt geboten werden kann und wie andererseits wieder nur in der geistigen Erkenntnis der wahre Lebensinhalt zu suchen ist... wie trotz äußerer Not und Bedrängnis doch die geistig regen und tätigen Menschen weitaus zufriedener und innerlich sicherer im Leben stehen als die irdischen Werten nachstrebenden Menschen ohne rechte Gotterkenntnis. Was ihnen auch äußerlich geboten wird an Reichtum, Ehre und weltlichen Freuden, kann nicht den geringsten Ersatz bieten für geistiges Erkennen und auch die Leere in ihren Herzen nicht bannen... und um nun der Menschheit einen klaren Beweis zu erbringen, daß ihr Streben nach irdischem Gut wertlos und unsinnig ist... deutlich erkennbar in einem Augenblick durch die Macht des Allerhöchsten... um ihnen den Leerlauf ihres Lebens begreiflich zu machen... ist ein Geschehnis vorgesehen, das sichtlich nach oben weisen soll. In der geistigen Not, der von diesem Geschehnis aufgerüttelten Menschheit, wird das Verlangen wach werden nach Aufklärung oder Hinweisen...

Es wird so mancher hören und wissen wollen, der bis dahin alles zurückgewiesen hat. Er wird nun aber viel mehr solchen Beweisen Glauben schenken, die offensichtlich Zeugnis ablegen vom Wirken Gottes, als den bis zur Zeit bestehenden Überlieferungen, die noch die gleiche Ablehnung finden werden, weil sie den Menschen unverständlich sind und nicht als reine Wahrheit erkannt werden. Aus nun leicht erklärlichen Gründen sucht der himmlische Vater, allen diesen Willigen das rechte Licht zu bringen, und zwar in einer Form, die dem Denken und den geistigen Anforderungen der Menschen vollauf entspricht und nur den Willen des einzelnen benötigt, um aufgenommen zu werden mit dem Herzen. Als künftiger Träger göttlicher Wahrheit soll dieses Werk Eingang finden unter der Menschheit, und es werden daher keinerlei Bedenken und Sorgen die Herzen beunruhigen brauchen, denn die geistige Kraft, die hinter der Entstehung dieses Werkes sich verbirgt, wird auch dieses schützen vor jeder Gefahr von außen. Der Zeitpunkt ist nahe herangekommen, wo ein erneuter Ansturm allen geistigen Bestrebungen gilt, und es werden immer mehr Anforderungen an euch Menschen gestellt werden...

Ein allgemeines geistiges Verflachen wird die Folge sein, immer eifriger wird man bemüht sein, auszurotten, was die Menschheit noch zum Glauben an Jesus Christus leiten könnte...

Es wird sich ein Zustand ergeben von so trauriger geistiger Leere, daß den Menschen auch das irdische Leben in Wohlbehagen nicht mehr Befriedigung gibt, sie aber dennoch einer geistigen Lehre ganz ablehnend gegenüberstehen... denn sie vermögen einfach nicht, ihren Gedanken jene Richtung zu geben, sondern sind voller Weltweisheit, und ihr Denken läßt daher eine Umstellung ins Bereich des Geistigen nicht zu. Erhaben über die Lehren, die von einer ewigen Gottheit zeugen, sich ihres weisen Verstandes-Denkens bewußt, durch und durch materiell eingestellt, ist ihnen der Glaube an Gott, an einen Erlöser, einfach unannehmbar. Die Finsternis des Geistes hat überhandgenommen, und so sind unsagbare Schwierigkeiten zu überwinden, soll die Seele eines solchen Menschen sich umgestalten...

Dieser Zustand der Menschen steht nahe bevor. Nur ein verschwindend kleiner Teil hält am Glauben fest und wird daher angefeindet werden. Es bedürfen gerade diese wenigen Kraft und Trost in großem Maß, denn der Versuchungen werden viele an sie herantreten, um auch diese wenigen dem Herrn abtrünnig zu machen. So hat der Herr vorgesorgt und läßt allerorten nahrhafte und kräftige Speise den Menschen zugehen...

Wer aufmerket, der erkennt die Fäden, die sich unsichtbar weben vom Himmel zur Erde...

Wer den Blick aufhebt zu Gott, fühlt auch Seine Liebe... bald werdet ihr Menschen, die ihr gläubig sein wollt, die ersten Anzeichen der geistigen Verwirrung zu spüren bekommen... und so ihr nicht ganz feststehet, werdet ihr wanken und suchen nach Trost und Kraft...

Es kann dann auch geschehen, daß ihr die Sprache des Himmels nicht mehr erkennt, wenn ihr sie nur dort suchet und erwartet, wo sie euch bisher geboten wurde...

Man wird euch alles zu erschüttern oder zu nehmen versuchen und dies so (schlau) bewerkstelligen wollen, daß ihr in arge Not kommen werdet und dann den festen Glauben an den Heiland beweisen müsset. Und wer den Erlöser dann in sich hat, dessen Herz wird festbleiben und Ihn nicht dahingeben um äußeren Vorteils willen. Und die Kraft zum Widerstand werdet ihr diesem Seinem Wort entnehmen müssen, und ihr werdet viel zu leiden haben für den Herrn, doch stets ertragbar, so ihr euch Seiner Gaben von oben bedienet, denn sie werden euch gegeben in weiser Voraussicht des Kommenden. Habet daher acht, wie schnell diese Zeit über euch hereinbrechen wird...

Gesegnet, wer sich an dem Wort, das göttliche Liebe euch gibt, nicht stößt... wer voller Eifer sich dafür einsetzt und alle Kraft diesem entnimmt... denn er wird die Zeit der Prüfung überstehen...

Amen


B.D. NR. 782 - 20.2.1939

Entfaltung und Ergebnisse des Gottesgeistes...

Naturgesetze...

Gesetzgeber...

Es entfaltet sich der Geist aus Gott im Menschen zur höchsten Blüte, wenn alles Denken ausschließlich der ewigen Gottheit zugewandt ist, denn es sind dann dem Gottesgeist keine Schranken gesetzt, und er kann vollauf tätig sein... d.h. sich auch bemerkbar machen in immerwährender geistiger Belehrung. Die einzige Forderung, die dem Erdenkind noch gestellt wird, ist das ständige In-sich-hinein-Horchen. Es muß der Kontakt hergestellt bleiben zwischen dem gebefreudigen Gottesgeist und dem aufnahmewilligen Erdenkind, denn eins ohne das andere würde keine geistigen Ergebnisse zeitigen, die in den Besitz des Menschen übergehen können. Das langsame Hineinwachsen in eine so geregelte geistige Tätigkeit wird zuwege bringen eine über alles menschliche Wissen hinausragende Kenntnis von Dingen, deren Erläuterung sich dem allgemeinen Wissen entzieht. Es legen die Menschen zwar wenig Wert auf Kundgaben solcher Art, die ihres Erachtens wenig realen Vorteil bringen, und so lassen sie die vielen Hinweise ungenützt, die ihnen jedoch wieder Gebiete erschließen könnten und so auch irdisches Wissen bereichern würden. So haben mit die Forscher ihr Augenmerk darauf gerichtet, die gesamte Existenz der Lebewesen in Zusammenhang zu bringen mit unerforschten Naturgesetzen, denen sie die Entstehung eines jeden Wesens zuschreiben. Unstreitbar liegen auch die Naturgesetze der Entstehung eines jeden Lebewesens zugrunde, aber immer erst in sozusagen zweiter Instanz...

Denn die ewige Gottheit ist der Gesetzgeber in der gesamten Natur...

Es muß sich wohl alles den Naturgesetzen anpassen, doch auch diese unterliegen dem göttlichen Willen und sind somit nicht unmittelbare Entstehungsursache aller Schöpfungen, sondern diese Schöpfungen sind in einer Gott-gewollten Ordnung entstanden, und diese Ordnung ist also das, was der Menschheit als Naturgesetz verständlich wird. Letzten Endes wird nun nur noch das bestehende Gesetz anerkannt, nicht aber der Gesetzgeber von Ewigkeit her...

Soll nun den Menschen Aufklärung werden in gerade die Schöpfung betreffenden Irrungen, so ist dies nur auf einem einzigen Wege möglich... durch die geistige Forscherarbeit, die nur exakt ausgeführt werden kann, wenn man sich der sichersten Quelle alles Wissens bedient... wenn man die göttliche Kraft Selbst in Anspruch nimmt, um in die Wahrheit geleitet zu werden. Die Ergebnisse sind wahrlich unumstößlich, sie können als Grundlage weiterer Aufbauarbeit genutzt werden und sind von so unschätzbarem Wert, daß keine irdische Weltweisheit diesem gleichgestellt werden kann. Was mühevollste wissenschaftliche Arbeit nicht erreicht, kann auf diesem Wege mühelos ergründet werden, und wozu jahrelanges Studium nötig ist, wird in kürzester Zeit den Menschen klarstens vermittelt werden und kann ohne jedes Bedenken als reinste Wahrheit entgegengenommen werden. Doch die Menschheit wählt diesen Weg nicht und sucht statt dessen ihrerseits zu forschen, zu grübeln und zu beweisen... und kann doch zu unumstößlichem Resultat nimmermehr kommen, denn die letzte Erfüllung behält Sich der Herr des Himmels und der Erde Selbst vor...

Amen


B.D. NR. 783 - 21.2.1939

Heiligsprechung...

In so sicherem Schutz stehend, wirst du wahrlich nicht Gefahr laufen, wider den göttlichen Willen zu verstoßen, denn um das Gelingen dieser Arbeit und um dein geistiges Wohl sind zahllose geistige Wesen bemüht und sichern dir also auch ihren Schutz zu, so daß du ungehindert und unbedenklich alles in Empfang nehmen kannst, was dir geistig geboten wird. So manche Frage soll noch der Menschheit durch dich beantwortet werden, so manches Problem gelöst und so mancher Zweifel behoben werden, und es bedarf daher stets deiner Hingabe und emsiger Tätigkeit. Je williger und freudiger du dieser Arbeit nachkommst, desto leichter verständlich können sich die jenseitigen Kräfte mitteilen, und so ist dir auch heut eine Kundgabe zugedacht, die ein viel umstrittenes Thema berührt:

Die Heiligsprechung erregt so manches Menschen Unwillen, ist diese doch ihres Erachtens nach ein Eingriff in göttliches Recht und göttliches Urteil. Jene aber, die sich dazu berechtigt und berufen fühlten, eine Gemeinschaft der Heiligen zu gründen, maßten sich in der Tat ein Beurteilungsvermögen zu, das über menschliche Fähigkeiten geht. Denn sie waren nimmermehr wissend... in dem Maße, um eine solche Heiligsprechung mit vollstem Recht vornehmen zu können. Was wollen die Menschen wissen vom Innenleben eines anderen Menschen...

Nur Gott allein kann in das Herz des Menschen sehen, nur Er allein weiß den Grad der Liebe zu messen, in dem das Erdenkind steht...

Nur Er allein kann austeilen nach Verdienst und weiß zu beurteilen die innerste Beschaffenheit, die Reife der Seele...

Sonach ist durch Menschen widerrechtlich entstanden eine geistige Gemeinschaft, die als solche der Mittelpunkt aller Verehrung und Gebete geworden ist, was wahrlich nicht im Sinne des himmlischen Vaters sein kann, denn es hat dies eher eine Trennung des Erdenkindes vom Vater zur Folge als ein inniges Verhältnis zu Ihm. Es wendet sich der Mensch in seinem Gebet nicht an den himmlischen Vater Selbst, sondern sucht durch Fürbitte sein Ziel zu erreichen, und dies beeinträchtigt immer das rechte Verhältnis zum Vater. Die geistigen Wesen, die euch Menschen betreuen, sind wohl von Gott erwählt zu diesem Amt, sie stehen euch auch mit aller geistigen Kraft zur Seite, hüten und beschützen euch und sind fortgesetzt nur für eure geistige Förderung bedacht, doch wer euch zum Schutz zugesellt ist, das ist vom Willen Gottes abhängig, denn ihr Menschen würdet nimmermehr die rechte Erkenntnis haben, welchem Wesen ihr euch anvertrauen müsset, um geistig zu reifen und für euer Seelenheil größten Nutzen zu ziehen. Wenn sich die Menschen auf Erden anmaßen, dem Richterspruch der ewigen Gottheit zuvorzukommen, wenn sie sich für berechtigt halten, heilig zu sprechen oder zu verdammen, so ist das gleichsam ein Vorgreifen dem göttlichen Richteramt... es ist ein unwiderlegbar sein sollendes Zeugnis für einen ehrbaren, gottgefälligen Lebenswandel, dessen Beweis jedoch von seiten eines Menschen niemals erbracht werden kann...

Solange der Mensch auf Erden wandelt, ist er irrend, und sein Urteil wird daher auch nicht unantastbar sein. Wer sich nach außen den Anschein gibt, gottgefällig zu leben, dessen Inneres ist sehr oft noch weit davon entfernt, und ebenso wird sehr oft im Licht stehen ein im Erdenleben unbeachtet dahingegangener Mensch, dessen Innenleben rein und dessen Herz zur Liebe ward auf Erden. Und so sollen sich die Menschen nicht in falscher Erkenntnis ein Recht anmaßen, das ihnen nicht zukommt, denn es ist diese Heiligsprechung nicht von Segen für die Menschheit, vielmehr ein Irreführen derer, die die Wahrheit suchen...

Amen


B.D. NR. 784 - 22.2.1939

Lebendige Gottverbundenheit... Glaubensstärke...

Demut...

Gnade...

Vollkommenheit...

Die lebendige Verbundenheit mit Gott zu suchen ist erste Bedingung für das Streben nach Vollkommenheit. Wenn ihr Menschen danach trachtet, euch in allen Lebenslagen vertrauensvoll dem Vater im Himmel zu offenbaren, so wird diese Verbundenheit hergestellt, und nun erst steht ihr im rechten Verhältnis zu Gott. In allen Drangsalen des Leibes und der Seele wißt ihr nun Einen, Der euch helfen kann... ihr wendet euch bittend an Ihn, und euer Ruf wird nicht vergeblich sein. Der Vater im Himmel will vollvertrauende Kinder Sein eigen nennen, und so euer Gebet in gläubigem Vertrauen zum Himmel steigt, wird Er auch euer Vertrauen nicht enttäuschen, denn in der lebendigen Fühlungnahme liegt aller Segen und alle Kraft. Der leiseste Zweifel erschüttert auch die Kraft des Gebetes, doch ein einziger Stoßseufzer, der vollgläubig das Ohr des Vaters im Himmel erreicht, findet seine Erhörung kraft des starken Glaubens. An dieses Wort möget ihr immer denken, so euch Verzagtheit befällt und die rechte Glaubensstärke nicht finden läßt...

Ist der Glaube lebendig, dann trennt euch nichts vom göttlichen Heiland, dann seid ihr Ihm in kindlicher Liebe ergeben und gebet euch ganz in Seinen Willen...

Ihr vertraut Ihm schrankenlos, und euer Glaube und Vertrauen wird euch auch den rechten Lohn eintragen...

Der Vater wird euch geben, dessen ihr bedürfet. Und so ihr nun euch wahrhaft als Kinder eures Vaters fühlt, werdet ihr auch Seinem Willen restlos nachzukommen versuchen, denn ihr stehet dann auch in der Liebe, und die Liebe gibt und erfüllt alle Begehren. So nun die Liebe dem göttlichen Heiland gilt, dann ist auch der Wille zum Dienen in euch, denn die Liebe dienet willig, sie gibt und opfert sich auf und ist immer bereit zu helfen. Und ist das Erdenkind zu dienen bereit, dann erfüllt es auch den rechten Erdenzweck, denn im Dienen allein wird es reifen können zu Vollkommenheit. Nur ein dienendes Wesen wird sich von allen Schlacken zu befreien vermögen, es wird lauter und klar hervorgehen, wer sich in den Dienst Gottes und der lieben Mitmenschen stellt, denn es wird dieses Wesen sich in tiefster Demut üben, und nur durch Demut gelangt es in unmittelbare Verbindung mit dem Herrn und Heiland...

Denn dem Demütigen gibt der Herr Seine Gnade...

Doch die Gnade Gottes ist nötig für ein jedes Erdenkind, will es das Höchste erreichen und sich zu Gottähnlichem Wesen bilden...

Ihr sollt das Höchste erreichen und könnt dies nur, wenn ihr euch in der Demut übet. Je geringer ihr euch selbst anseht, desto eher erhebet euch der Herr, Er wird euch Gnade zukommen lassen im Übermaß, und durch die göttliche Gnade vermögt ihr nun erst das Erdenleben recht zu erfassen in all seiner Bedeutung. Darum dienet Gott und dem lieben Nächsten in aller Liebe und Treue, suchet Seiner Gnade wert zu werden, und bleibet in tiefster Demut Gott verbunden, so erreichet ihr den höchsten Grad der Vollkommenheit schon auf Erden, und euer Leben wird ein gesegnetes sein...

Amen


B.D. NR. 785 - 23.2.1939

Schule des Geistes...

Lichtsphären...

Glückseligkeit...

Aus der Schule des Geistes sollt ihr wohlunterrichtet hervorgehen und jederzeit euren Lehrkräften das Zeugnis geben, daß sie euch eingeführt haben in alles Wissen, daß sie euch vermittelten ewige Weisheiten, und so ihr diese Schule des Geistes absolviert habt mit dem Erfolg, daß ihr eingedrungen seid in die Tiefen göttlicher Weisheit und sonach auch fähig seid, die Größe und Erhabenheit des Schöpfers zu erkennen, ist euer Zweck auf Erden restlos erfüllt, denn ihr seid dann auf der geistigen Stufe angelangt, die euch das Eingehen in höhere Sphären gestattet. Ihr könnt den Fleischleib zurücklassen und euch über die Materie erheben ohne Hemmung, völlig frei in euch selbst und allen euch bedrückenden Fesseln enthoben. Dieses Stadium wird für euch ein beseligendes sein, haftet euch doch nichts mehr an, was euch belastet. Von strahlendem Licht umflutet, hat nichts Unreines Zugang zu euch, und euer Zustand ist Licht und Leben...

Ihr steht in der Wahrheit und erkennet, daß ihr nimmermehr vergehen könnt. Aus der Tiefe des Bewußtseins steigt alles geistige Wissen empor und enthüllt euch die gesamte Schöpfung, und alles wird hell und klar vor eurem geistigen Auge sich spiegeln... und was ihr begehret zu schauen, wird in aller Vielgestaltigkeit Leben gewinnen...

Es wird nichts sein, was euch verschleiert bleibt... es wird ein unsagbar befriedigender Zustand sein, ein dauerndes Wohlbehagen und doch wieder ein stetes Verlangen, die Wunder der Schöpfung immer wieder zu erleben und zu schauen. Die Erde birgt nur in beschränktem Maß die Herrlichkeiten von Gottes Schöpfung, und doch sind diese in solcher Unzahl zu betrachten und zu bestaunen, daß Zeiten vergehen, bis ein Lichtwesen alle diese Schöpfungswunder in sich aufgenommen hat...

Doch nun versuche man sich vorzustellen, daß alle Gestirne, alle im weiten Weltall durch Gottes Allmacht erstandenen Schöpfungen in unendlich großer Anzahl solche Beweise göttlichen Liebeswirkens aufzuweisen haben und daß Ewigkeiten vergehen, ehe ein Wesen, das im Licht steht, Einblick genommen hat in die unzähligen Wunder der Schöpfung, und somit nie und nimmer der Zustand des Ermüdens oder des Überdrusses eintreten kann, denn es ist dies ein Begriff, der nur im Erdenleben Anwendung finden kann, nimmer aber in dem über alles Irdische erhabenen ewigen Schöpfungswerk, das Lichtwesen birgt in endloser Zahl und doch nicht einem von diesen Wesen die volle Erfüllung seines Sehnens und Verlangens versagt. In einem Umfang, euch nicht faßbar, stehen jedem Lichtwesen alle Möglichkeiten zu Gebote, in überirdischen Genüssen zu schwelgen, doch alle diese überflügelt die Liebe...

Das Gesetz der Liebe ist bestimmend, wie auf Erden, so auch in jenen Sphären, immer ist die Liebe der Inbegriff alles Geistigen... denn es ist die Liebe die Kraft, die alles durchflutet, und alle Glückseligkeit hat ihren Ausgang und ihr Ziel in der Liebe...

Amen


B.D. NR. 786 - 24.2.1939

Weg der Seele vor dem Erdendasein...

Wiederverkörperungslehre...

In undenklich langen Zeiten ist die menschliche Seele ihren Weg zuvor gegangen durch Tausende Verkörperungen jeglicher Art. Es hat diese Zeit eine gewisse Reife zustande gebracht, die nun im letzten Stadium als Mensch noch zu höherer Vollkommenheit führen soll. Das Wissen darum sollte genügen, um die äußerste Kraft anzuwenden, den Vollkommenheitszustand zu erreichen, doch gerade dieses Wissen wird von den meisten Menschen gänzlich verworfen. Es besteht leider oft die irrige Ansicht, daß sich eine Seele nicht erst gestalten muß zu dem, was sie ist, sondern dem Lebewesen innewohnt in immer gleicher Art und daß man von einer Seele nur bei einem Menschen sprechen kann, wenn man ein nach dem Tode fortbestehendes Etwas überhaupt gelten lassen will. Dem Tier wird jegliche Seele oder geistige Substanz abgesprochen... und ebendies führt zu völlig falschen Ansichten, indem die überaus zwingende Notwendigkeit aller Lebewesen außer dem Menschen gar nicht erkannt wird. Es ist daher von größter Bedeutung, sich die abwechslungsreiche, unbeschreiblich oft erfolgte Umgestaltung der äußeren Hülle vor Augen zu halten, um sich dann erst der ganzen Verantwortung als Mensch im Erdenleben bewußt zu werden. Wäre jeglichem Wesen nur eine einmalige Verkörperung zugedacht, dann müßten die Bedingungen dieser Verkörperung so außerordentlich schwere sein, sollten sie zu dem zur ewigen Seligkeit erforderlichen Reifezustand führen, denn der Abstand eines solchen Geistwesens von der ewigen Gottheit ist zu unermeßlich groß,als daß er in so kurzer Zeit wesentlich verringert werden könnte. Es hat darum der Schöpfer allen Wesen diesen einen Muß-Zustand zugedacht, in welchem nach göttlichem Willen jedes Geschöpf ohne eigene Verantwortung einer Höherentwicklung zustrebt. Dieses Vorstadium der menschlichen Seele in aller Vielgestaltigkeit zu durchleben ist von so ungeheurer Bedeutung, daß sich erst daraus die ganze Verantwortung ergibt, die der Mensch seiner Seele gegenüber trägt, denn es hat diese Seele gerungen in unglaublichster Weise und allen Widerständen getrotzt... sie hat so unendliche Aufgaben erfüllen und sich in allem dem Willen Gottes unterstellen müssen, sie ist einen Weg gegangen, der nicht leicht war... der aber der einzige Weg war, um die Seele so zu bilden, daß sie die letzte große Kraftprobe im Menschen bestehen kann, wenn der Wille zu bestehen in ihr mächtig wird. Jedes menschliche Wesen ist daher als solches eine Welt in sich... es ist ein Schöpfungswerk, das alles auf Erden Bestehende und dem menschlichen Auge Sichtbare in allerfeinster Verkleinerung in sich birgt... es ist die menschliche Seele durch alle diese Schöpfungswunder hindurchgegangen und hat nun in ihrer letzten Verkörperung einen ungeheuren Kampf zu bestehen, soll nicht das Jahrtausende währende Ringen bis zum Stadium des Menschen vergeblich gewesen sein. Dieser Verantwortung soll sich der Mensch vollauf bewußt bleiben und Gott um Kraft bitten, um die letzte Aufgabe auf Erden zu erfüllen und somit der Seele Erlösung zu bringen aus unendlich lang währender Not...

Amen


B.D. NR. 787 - 25.2.1939

(Fortsetzung zu Nr. 786) Weg der Seele vor dem Erdendasein...

Wiederverkörperungslehre...

Vergegenwärtigt euch die Größe und Allmacht Gottes, und ihr werdet dann erst fassen können die unermeßliche Liebe, die euch Erdenkinder umfängt, daß jedes noch so kleinste Lebewesen in immerwährender Obhut des himmlischen Vaters steht und nimmermehr zuschanden werden kann, denn die Liebe Gottes hat unzählige Mittel und Wege, um auch das allerunwürdigste... sich dem Willen Gottes bewußt widersetzende Wesen doch noch auf den Weg der Erkenntnis zu leiten, wenn auch oft nach unsagbar langer Zeit. Es werden immer wieder neue Hüllen dem Wesen zugewiesen, und immer wieder ist der Werdegang dieser durch so viele Widerstände eine neue Gelegenheit zum Ausreifen. Eine möglichst hohe geistige Reife im Erdenleben zu erzielen ist jedoch für die Seele äußerst gewinnbringend, denn der Kampf im Erdenleben ist wohl an sich schwer und fordert viel Überwindung, Ausdauer und Arbeit, doch es sind wiederum gerade im Erdenleben dem Wesen überreich Vergünstigungen geboten, die ein Ausreifen schon in verhältnismäßig kurzer Zeit ermöglichen. Wo sich aber der Wille des Menschen in krasse Abwehr stellt zu den ihm gebotenen Erleichterungen, dort ist ein Vervollkommnen in Frage gestellt, ja oft sogar eher ein Rückschritt zu verzeichnen...

Nun ist die Liebe des Vaters im Himmel immer und immer darauf bedacht, das Wesen seiner letzten Bestimmung zuzuführen, und zwar wird nun auch im Jenseits der Seele Gelegenheit geboten, an ihrer Vollendung zu arbeiten und sich in den Zustand zu erheben, der ein Loslösen von aller Materie zur Folge hat. Es ist dies ein weit schwereres Beginnen in einer Welt, wo alles Greifbare nur in der Einbildung des Wesens besteht, wo die Seele gleichsam noch in allen Begierden und weltlichen Gelüsten verstrickt ist, wo sie allen Anfeindungen solcher Art ausgesetzt ist und sich nicht durch eigene Kraft daraus befreien kann, wo alle Begierden, die im Erdenleben zur Erfüllung des irdischen Verlangens beitrugen, nun zur Qual werden, da sie nicht mehr erfüllt werden können und so lange der Seele diesen qualvollen Zustand bereiten, bis sie sich bewußt davon abwendet und Verlangen nach reingeistigem Genuß verspürt. Einem solchen Verlangen wird sofort entsprochen werden durch die in der Liebe tätigen vollkommeneren Geistwesen, die alles daransetzen, eine unglückliche Seele von ihrem Zustand zu befreien. Die Hilfe wird der Seele sofort gewährt, nur ihr Wille muß allein tätig geworden sein und sich abwenden von dem, was sie noch mit der Erde und dem weltlichen Verlangen verbindet. Wo und wie dieses Umformen der Wesen vor sich geht, ist den Menschen noch immer Anlaß gewesen zu Streitfragen, die Wiederverkörperung auf Erden betreffend. So genüge es euch, zu wissen, daß wohl unendliche Zeiten vergehen und unzählige Hüllen in verschiedenartigster Gestaltung eure Seele umschlossen haben... daß alle diese Lebewesen durch Gottes Willen Aufenthalt nahmen in, auf und über der Erde, immer jedoch im engsten Zusammenhang stehend mit der eben zum Zweck des Ausreifens bestehenden Erde... daß das letzte Stadium als Mensch gleichfalls nur auf der Erde durchlebt werden kann... daß aber mit dem Verlassen des irdischen Leibes die Seele in ein nunmehr von der Erde völlig unabhängiges Reich übergeht, ganz gleich, welchen Reifezustand die Seele auf der Erde erlangt hat. Es sind für deren Weiterentwicklung die undenklichsten Gelegenheiten auch außerhalb dieser Erde, und hat die Seele einmal ihre körperliche irdische Hülle verlassen und ihr der Jahrtausende währende Aufenthalt auf der Erde nicht die letzte Reife gebracht, so setzt im Jenseits ein so unsagbar schweres Ringen ein, das das im Erdenleben weit übertrifft, und es wäre eine Rückverkörperung auf die Erde etwa das gleiche, als ob der Vater einem unmündigen Kind gegenüber, das ihm den Gehorsam verweigert, immer und immer wieder Nachsicht walten läßt, anstatt es in eine strenge Schule zu geben, die es das Falsche seines Handelns erkennen läßt... (Unterbrechung)


B.D. NR. 788 - 25.2.1939

(Fortsetzung zu Nr. 786 und 787) Weg der Seele vor dem Erdendasein...

Wiederverkörperungslehre...

Wie weit sich des himmlischen Vaters Sorge um Seine Kinder auf Erden erstreckt, ist daraus ersichtlich, daß eine jede Verkörperung zuvor schon die möglichste geistige Entwicklung gewährleistet, die in dieser Form erreicht werden kann, so daß die Seele des Menschen bei ihrem Eintritt in den Fleischleib sich in einem bestimmten Reifegrad befindet und nun die letzte Verkörperung vollauf genügt zur Gewinnung der Gotteskindschaft, wenn es sich der Mensch angelegen sein läßt, das Erdenleben nach Kräften auszunützen zum geistigen Fortschritt. Ist diese Gnadenzeit durch eigenen Willen oder Widerstand nutzlos oder wenig erfolgreich für die Seele verstrichen, so ist dies um so bedauerlicher, als daß nun das Wesen ebendie Folgen seines Widerstands selbst zu tragen hat, d.h. sich gleichzeitig alles unreife und unvollendete Geistige auch als Leid und Strafe auswirkt...

Es wird im gleichen Maß die Seele leiden, als sie ihre Schwächen und Fehler erkennt und sich von diesen nicht mehr, wie auf Erden, selbst befreien kann...

Die Gnadenzeit der eigenen Erlösung ist vorüber, und so das Erlösungs- und Liebeswerk der vollkommenen Wesen nicht einsetzen würde, um der Seele beizustehen und sie zur Höhe zu bringen, wäre die Seele nun rettungslos verloren. Es ist nun aber eine falsche Annahme, ein nutzlos verbrachtes Erdenleben beliebig wieder auf sich nehmen zu können, um die versäumte Selbsterlösung nachzuholen. Wenn solches vom Herrn der Schöpfung vorgesehen wäre ohne Ausnahme, so bedurfte es wahrlich nicht des Erlösungswerkes des göttlichen Heilands, denn es stände dann jedem Wesen ohne weiteres frei, das einmal verfehlte oder schlecht genützte Erdenleben beliebig zu wiederholen, und es wäre so der übergroße Segen des Erlösungswerkes erheblich verringert, wohingegen aber gerade für die kurze Dauer des Erdenlebens durch das Erlösungswerk dem Menschen Gnaden ohne Maßen erworben wurden, um eben ein restloses Freiwerden von der Materie in dieser Zeit zu ermöglichen, obzwar es einem jeden Menschen überlassen bleibt, diesen Gnadenweg zu wählen, resp. sich nutzbar zu machen oder die Leidenszeit im Jenseits mit allen Qualen auf sich zu nehmen. Die unendliche Liebe Gottes läßt kein Wesen dem ewigen Untergang verfallen, und der Läuterungsmöglichkeiten sind endlos viele, doch die Erdenzeit zu nützen wird euch nur einmal gestattet sein, bis auf die wenigen Fälle, wo der Herr eine besondere Aufgabe oder Absicht damit verknüpft... die aber niemals zu verallgemeinern sind. Es ist die Lehre von der Wiederverkörperung allemal zum Schaden für die Menschen, denn sie werden in einer gewissen Lauheit des Geistes immer darin ihren Trost oder ihre Begründung suchen, daß sie alles ihnen Mangelnde einmal nachholen können, und wird eine solche Lehre niemals segensreich sein, denn nur rastloses Arbeiten an sich selbst vermag ihnen den Erfolg einzubringen, daß sie befriedigt auf ihr Leben dereinst zurückblicken können... während die Wiederverkörperungslehre immer ein Hintertürchen offenläßt, deren sich die Schwachen, Nachlässigen und Lauen bedienen. Keine Minute eures Lebens sollt ihr euer Ziel vergessen, immer nur die Wiedervereinigung mit Gott anstreben und die Erdenzeit bis aufs äußerste auszunützen versuchen, nur dann macht ihr euch würdig der sorgsamen liebevollen Fürsorge, die Gott der Herr euch angedeihen ließ während des unendlich langen Weges, den ihr bis zu eurem Erdendasein gegangen seid...

Amen


B.D. NR. 789 - 26.2.1939

Kampf wider das Böse...

Pflege des Innenlebens...

Gewohnheits-Sorgen...

Gegen die Macht des Bösen anzukämpfen werdet ihr euch immer bemühen müssen, denn seine List und seine Tücken sind unglaublich und werfen euch immer wieder zurück, seid ihr nicht nach Kräften bemüht, seiner Herr zu werden. Und aller verfügbaren Mittel bedient er sich und suchet die Herzen der Gläubigen abzuwenden von ihrer Liebe zu Gott und ihrem Ringen um Vollkommenheit. Und es gelingt ihm dies sehr oft, da er doch auf seiner Seite alle Mittel hat, die den Wünschen des Erdenmenschen näherliegen, die gar zu gern Erfüllung verlangen. Doch ein gläubiges, gottvertrauendes Herz wird widerstehen können allen Anreizen und Versuchungen dieser Welt, und sein Lohn wird ihm werden, so es in Treue dem Vater im Himmel dient. Und es hat somit größten Vorteil zu erwarten, der im Kampf mit den bösen Mächten nicht erlahmt...

Die größte Sorgfalt soll der Mensch verwenden auf die Pflege des Innenlebens, dann wird sich ihm auch die Quelle der Weisheit erschließen. Die leiseste Gefahr für seine Seele soll er abzuwenden trachten, indem er sich selbst bezähmt und so der Gegenmacht nicht die Gewalt über sich einräumt. Sowie er sich beobachtet, daß alle menschlichen Regungen in gewissem Gegensatz stehen zu den Anforderungen der Seele, ist Gefahr im Anzuge, und so er nun diesen Regungen nachgibt, ist der erste Schritt getan zum Straucheln oder Abweichen vom rechten Weg. Dies wird euch so recht klar, wenn ihr die lebendige Gottverbundenheit anstrebt und erkennen müßt, wie ihr euch im Geist vom himmlischen Vater entfernt, so ihr den menschlichen Regungen nachgebt... und welche Gewalt ihr anwenden müßt, um euch wieder so recht als Kind des Vaters zu fühlen. In das rechte Verhältnis zu Ihm zu treten ist oft nicht so schwer, als das rechte Verhältnis wiederherzustellen, wenn es einmal gelockert worden ist. Und dies soll euch warnen. Es sind dann immer schlechte Kräfte am Werk, die zerstören möchten, was die guten Kräfte aufgebaut haben. Folget der inneren Stimme, die euch immer wieder Hinweise gibt, wieviel edler es ist, Unbill zu ertragen, als sich aufzulehnen gegen Ungerechtigkeiten, deren Ursprung immer der Mangel an geistiger Reife ist. Jeder sorgt sich um das, was ihm das Höchste dünkt...

So nun diese Sorge den irdischen Bedürfnissen gilt, ist der Sinn des Menschen eben noch reichlich irdisch, und es kann von ihm kaum erwartet werden, daß er sich mit geistigen Gütern befaßt. Und ebenso ist einem geistig vorgeschrittenen Menschen das Aufgehen in irdischen Sorgen so unverständlich, weil er dieselben als belanglos und unwichtig anzusehen gelernt hat und er nicht begreifen kann, daß die Zeit, die Kraft und der Wille nicht nutzbringender für die Ewigkeit verwendet wird. Es will der Erdenmensch so oft die Sorge nicht missen aus alter Gewohnheit heraus... er hat die Möglichkeit, ihrer ledig zu werden, so er alles vertrauensvoll der ewigen Gottheit anheimstellt, doch er bleibt lieber selbst damit belastet und geht jeder Hilfe, die ihm geboten wird, aus dem Wege. Und einer solchen Seele ist schwer beizukommen, um ihr den inneren Frieden zu verschaffen. Doch soll dann der Mitmensch sich der größten Liebe und Geduld befleißigen und immer wieder versuchen, einen so irrenden Menschen recht zu unterweisen, sooft es angängig ist, denn aller Widerstand erlahmt einmal, und immer wird der Sieger bleiben, der in Geduld sich übet, niemals Lieblosigkeit aufkommen läßt und den Vater im Himmel um Segen bittet für sein Vorhaben, den irrenden Menschen recht zu leiten und ihm zu innerem Frieden zu verhelfen.

Amen


B.D. NR. 790 - 27.2.1939

Göttlicher Wille...

Scheinbare Vernichtungsperioden auch Gottes Wirken...

Das ganze Weltall wird regieret vom Willen des göttlichen Schöpfers, und so ist es nimmer möglich, daß nur annähernd Seinem Willen entgegengearbeitet werden kann von Kräften, die doch auch Seinem Willen unterstellt sind. Es kann sich der zerstörende Einfluß dieser nur geltend machen in geistiger Hinsicht an den die Erde belebenden Kreaturen, sofern diese selbst im freien Willen stehen und die Gegenkraft sich dieses Willens zu bemächtigen sucht und, um so die Entfernung von Gott zu vergrößern und schließlich eine völlige Trennung von Ihm zu veranlassen. Setzet jedoch diesen Kräften euren vollen Willen entgegen, so sind sie machtlos und vermögen nicht das Geringste im Weltall. Und dies muß dem Menschen verständlich gemacht werden, daß alles nur von seinem Willen abhängt, daß höchstes Glück auf Ewigkeit und ebenso tiefste Nacht und Verdammnis ganz allein als Ursache den Willen des Menschen haben... und daß auch euer Erdenzustand gleichfalls durch den Willen des Menschen veranlaßt ist... daß ihr euch diesen ja selbst bildet und formt, je nachdem ihr euch dem göttlichen Schöpfer kraft eures freien Willens zu- oder abwendet. Es ist so leicht zu verstehen, daß ja alle geistige gute Kraft allsogleich mit euch in Verbindung tritt, so ihr euch dieser willig überlaßt in dem Bestreben, dem Höchsten... eurem Schöpfer... zu dienen. Es hat dann keine Gegenkraft Macht über euch, und sie müßte völlig untätig verharren, so die gesamte Menschheit ihren Willen nur in den Dienst des Schöpfers stellen möchte. Und so euch dies verständlich ist, so werdet ihr nun auch die Machtvollkommenheit Dessen erkennen, Der über das gesamte Weltall gebietet. Er leitet und lenkt alles, so daß es durch Ewigkeiten hindurch unzerstörbar ist... daß zwar im Laufe der Zeit gewaltige Veränderungen im Schöpfungswerk nachweisbar sind, doch in seinen Grundelementen dieses unzerstörbar bleibt... und daß der Grund solcher Umgestaltung oder scheinbaren Vernichtungsperioden immer ist, eine neue Fortbildungsmöglichkeit für die unzähligen geistigen Wesen zu schaffen. In einem gewissen Zusammenhang mit dem freien Willen des Wesens stehen auch diese Umgestaltungen, die eben dadurch notwendig werden, wenn der freie Wille nicht im rechten Sinn genützt wird. Es steht zwar auch den schlechten geistigen Kräften der freie Wille zu, doch in der materiellen Schöpfung findet er seinen Widerstand, und es wird daher jedes sichtbare Einwirken geistiger Kraft oder höheren Willens in der Natur oder an bestehenden Schöpfungswerken immer seinen Ausgang haben bei Gott, dem allmächtigen Schöpfer des Himmels und der Erde, niemals aber kann solches Geschehen als Äußerung einer Gegenkraft Gottes, als Werk des Bösen angesehen werden, denn Gott allein regieret über alles, was das weite Weltall birgt, und nimmer wird die Gegenkraft ausreichend sein, um in Gottes Walten und Wirken eingreifen zu können. Solches sei euch Menschen gesagt, um euren Glauben zu stärken... auf daß ihr euren Willen nur allein dem Vater im Himmel zuwendet und euch dadurch frei macht von der Gewalt dessen, der euch verderben will...

Amen


B.D. NR. 791 - 28.2.1939

Überwinden der irdischen Begierden steigert die Widerstandskraft...

Ihr lebet alle zu sehr eurem Fleisch und achtet der Seele zu wenig, und daher wird es euch auch an Widerstandskraft mangeln. Nur wer da begehret Stärkung und Nahrung der Seele, dem wird es auch ein leichtes sein, zu überwinden. Doch wie oft fallet ihr der Versuchung zum Opfer und wählet doch die Annehmlichkeiten der Welt, und dies läßt euch schwach werden. Erst wenn der Körper willig Verzicht leistet auf alles, was ihm zusagt und zum Wohlbehagen beiträgt, wird er in sich die Kraft des Widerstandes verspüren, und er wird nicht Sorge zu haben brauchen, im Kampf zu erliegen. Gebet nicht dem Drängen des Körpers nach, sondern begehret allein nur das Wohl der Seele, und ihr werdet wachsen und reifen im Geiste. Denn die den Herrn lieben von ganzem Herzen, müssen alles dahingeben für Ihn, sie bedürfen nichts mehr, so sie Ihn im Herzen tragen, doch der Herr kommt erst, wenn alle Liebe und alles Verlangen nur Ihm gilt. In sichtbaren Zeichen wollt ihr euren Glauben stärken und beachtet nicht, wie wenig ihr selbst dazu tut, um in euch den Glauben stark werden zu lassen. Achtet auf euch selbst und eure Begierden, und suchet letztere in euch zum Schweigen zu bringen... setzet ihnen rechten Widerstand entgegen... und eure Kraft wird sich mehren, ihr werdet im Glauben erstarken, und ihr werdet wahrlich nicht nötig haben, eure eigene Schwäche zu fürchten. An die Menschheit aber ergeht die Warnung, nicht leichtfertig das Wirken des Herrn abzuweisen, denn Er hat diesen Weg gewählet, um aller Welt Kunde zugehen zu lassen von unerhörter Bedeutung. In einer Zeit, die wohl noch niemals ernster war, legt Sich der Herr Selbst ins Mittel und sucht zu retten, was noch zu retten ist. Und das in ebender Weise, daß Er Sich Selbst äußert unmittelbar. Er ist in jedem Wort Selbst verkörpert, Er gibt fort und fort den Menschen Seine Lehren, Er sorgt auch, daß diese Eingang finden bei den Menschen, aber der Wille dieser setzt sich noch zuviel dem göttlichen Willen entgegen. Und so ist immer nur ein kleiner Teil, der in Seinem Wort den Herrn Selbst erkennt. Doch sehr bald werden auch die Taten folgen, die Er in Seinem Wort angekündigt hat. Und es werden erzittern alle vor Gottes Macht und Weisheit. Sie werden Ihn hören und Ihn fürchten, denn ob Er auch mahnet in Liebe und Geduld, ob es auch Seine Absicht ist, die Menschen aufzurichten und ihrem Geist die Wahrheit zu verkünden, so wird Er dennoch auch von Seiner Macht Zeugnis geben, und es werden die Stimme Seines Zornes vernehmen, die Ihn nicht anerkennen wollen. Jener Zeit achtet gar wohl und erwartet sie, daß sie euch nicht überrasche. Die meisten Menschen werden zwar nichts sehen und auch mitten im größten Geschehen nicht die Nähe des Herrn spüren, denn sie sehen nicht mit geistigen Augen, sondern erblicken nur die Welt und ihr Treiben, und ein Lenken nach oben ist ohne Erfolg. Wer aber versucht, sich selbst zu überwinden, und der Welt Begehren nicht achtet, der wird hell und klar den Zeitpunkt erkennen und mitten im großen Weltgeschehen stehen, das strahlendes Licht dem einen, aber auch finstere Nacht dem anderen bedeuten wird und der Anfang ist einer anderen Zeit, einer Zeit des geistigen Strebens. Wer sich dann vollgläubig der väterlichen Führung überläßt, der geht den rechten Weg... den Weg zur ewigen Heimat, zum ewigen Frieden...

Amen


B.D. NR. 792 - 1.3.1939

Mahnung zu Liebe und Frieden...

Kreuztragung...

Kommen in einer Gestalt...

Wie sehr mißachtet ihr Mein Gebot, das euch die Liebe lehrt, wenn ihr, die ihr Mein sein wollet, nicht euch befleißigt, die Leidenszeit auf Erden einander erträglich zu machen. Wenn ihr der kurzen Erdenzeit gedenket, die ihr beieinander weilet, dann seid ihr doch alle nur Gäste auf Erden und müsset sonach alle in Frieden miteinander leben, wollet ihr euch nicht die Erdentage aus eigener Schuld unerträglich machen. Und nun seht, ihr Meine Kinder, wie Ich Mich eines jeden einzelnen annehme und nicht danach frage, wieweit er würdig ist Meiner Fürsorge. So werdet auch ihr euch eines jeden in Liebe annehmen müssen, wollet ihr in Meinen Augen gerecht dastehen und Meiner Gnaden euch würdig machen. So soll euer aller Streben auf Erden zuerst das Betätigen in Liebe sein...

Und diese Liebe soll einem jeden gelten, ob würdig oder unwürdig, gleichwie Ich euch erfasse mit Meiner Liebe, die ihr noch nicht völlig schlackenlos vor Mein Angesicht tretet. Ich verdamme euch nicht, sondern komme euch liebreich entgegen, Ich bin bereit für euch zu jeder Zeit, da Ihr Mich rufet. Und so will Ich auch nun Mich Meinem Kind offenbaren und die stille Bitte seines Herzens erhören...

Ich komme wieder zur Erde und trage gleichsam des Kreuzes Last noch einmal, denn Ich werde verlacht und verspottet...

Ich werde verleugnet und durch Worte entehrt. Und nur wenige kommen Mir in Liebe entgegen, denn Ich bin den Menschen fremd geworden, und so ist es Meine Absicht, Mir Herzen zu formen, die bereit sind, Mich aufzunehmen, und die für Mich eintreten mit größter Bereitschaft und Hingabe...

Ich will solchen willigen Kindern steter Führer sein, Ich will Selbst in ihren Herzen wohnen, daß sie Mich schauen und Meine Nähe spüren, und dies soll ihnen wahres Glück bereiten während ihres Erdendaseins. Wer Mir nun dienet und Mir seinen Willen opfert und in dieser Arbeit für Mich nicht erlahmt, der ist es, den Ich liebe und dem Ich Mich zu erkennen gebe in kürzester Zeit, in einer Form, die euch erst nachher verständlich ist, denn ihr sollt ohne euer Wissen geben und empfangen... dem lieben Nächsten eure Liebe geben und Meine Liebe und Mich dafür empfangen. Und ihr werdet wohl erfassen die große Gnade und in größter Demut und tiefstem Dank Meine Liebe entgegennehmen, denn Ich will mit außerordentlicher Kraft bedenken, die für Mich und Meinen Namen tätig sein wollen. Und es geht daher keines Meiner Kinder leer aus, das nur Mich Selbst aufzunehmen begehrt. Es ist die Stunde noch nicht gekommen, doch Ich werde kommen mitten in der Nacht...

Ich werde kommen am hellichten Tag...

Ich werde kommen in einer Gestalt, die euch Erfüllung eurer Sehnsucht ist, und Ich werde Meine Augen mild auf euch ruhen lassen... und ihr werdet Mein strahlendes Auge nicht ertragen können und daher muß Ich Mich mit dem Mantel einer irdischen Hülle bedecken und muß euch so entgegentreten, und ihr werdet dennoch ein süßes Glück empfinden, so ihr Mich beschauet. Darum nimm Kenntnis, Mein Kind, von Meiner immer bereiten Liebe... und diese Liebe will Ich zum Ausdruck bringen so, daß du sie erkennen wirst... daß du fürderhin nur für deinen Heiland tätig sein und Ihm in steter Liebe dienen wirst...

Amen


B.D. NR. 793 - 2.3.1939

Göttliches Lenken und Leiten...

Spiritismus...

Wahrheit...

Wer sich bewußt dem Herrn zuwendet, ist in unmittelbarer Verbindung mit den geistigen Kräften und wird nicht zu fürchten brauchen die Einmischung unerlaubter Kräfte. Und so braucht nur der Wille sich zu äußern, die Worte des Herrn zu empfangen, und es wird solches geschehen jederzeit. Bleibe darum im Herzen dem göttlichen Heiland treu, so bist du deiner Umgebung bald geistig enthoben und kannst geistiges Gut aufnehmen ohne Störung. Und so ergeht an dich die Aufforderung, der Stimme des Herzens zu lauschen, die dir kundtun wird, was der Vater dir zugedacht. Jedes Ereignis ist eine Zulassung von oben, doch euch nicht immer verständlich. Und doch sind so viele Gelegenheiten den Menschen geboten, um den Weg zu betreten, der allein zum Ziel führt. Wo nun ein rechtes Vertrauen alle Geschehnisse begleitet, ist auch der Zweck derer bald ersichtlich...

Siehe, nicht allen ist der Weg so klar, daß sie ihn rückhaltlos beschreiten, sie müssen hingewiesen werden, und dies kann nur geschehen durch weises Leiten und Lenken aller Schritte, die wiederum in den Augen des Menschen durch Zufälle getan werden. Bleibet ihr jedoch in der Verbindung mit dem Herrn, so werdet ihr durch Ihn Selbst erfahren, wie wichtig und nutzbringend es ist, euch Seiner Führung rückhaltlos anzuvertrauen... wie ihr immer nur den weisheitsvollen Plan des Schöpfers erfüllt, so ihr euch nicht sträubt gegen Seine Anordnungen. Ein Glied der Kette gleitet in das andere, und ihr selbst seid nur die sichtbaren Handhaben des Schöpfers, Er wirket durch euch ununterbrochen auf Erden...

Er suchet die Menschenherzen zu wecken und in Sein Liebeswirken einzuführen, und sonach ist kein Schritt von euch ohne Bedacht, und nur, der völlig abgewandt ist von Gott, entzieht sich der liebevollen Führung des göttlichen Vaters. Doch ihr, die ihr Seinen Willen zu erfüllen trachtet, euch benützet der Herr, um wieder andere Seelen zu retten und so dem ewigen Licht zuzuführen. Darum nehmet zur Kenntnis, daß ihr euch stets ohne Widerstreben hingeben sollt der göttlichen Führung... daß ihr euch treiben lassen sollt von der Stimme des Herzens...

Achtet jeder Regung, die euch lenken will, nehmet immer den Drang des Herzens als geistige Mahnung auf und willfahret diesem Drang, so werdet ihr stets willige Hilfskräfte sein für das unermüdliche Liebeswerk des Herrn an Seinen Kindern...

Und nun versuche, geistiges Gut aufzunehmen ohne allen Widerstand, denn es gilt, Aufklärung zu geben über eine mit Irrtum durchsetzte Lehre, deren Ausgangspunkt nimmermehr die ewige Gottheit sein kann. Es ist von den Menschen so oft versucht worden, die geistige Brücke zu betreten auf spiritistischem Wege, und dies hat immer Widerspruch hervorgerufen bei allen Gläubigen und gläubig-sein-wollenden Menschen, ohne jedoch sich in vollster Kenntnis zu befinden auf einem Gebiet, das ihnen bisher verhüllt war. Die geistige Not der Jetztzeit trägt wesentlich dazu bei, daß man doch in jenes Gebiet hinüberschweift, in der Erwartung irgendwelcher Hilfe von drüben. Was der Mensch unternimmt, um zur Wahrheit zu gelangen, aus purem Verlangen nach ebendieser Wahrheit, kann nimmermehr sündig sein vor Gott. Das soll zur Aufklärung jenen Menschen gesagt sein, die in allen spiritistischen Versuchen nur Unrecht und ein Vergehen gegen den göttlichen Willen sehen wollen. Die Menschen auf Erden treibt oft der innere Drang, die Wahrheit zu ergründen, und es bieten ihnen die Lehren der Kirche nicht genügend Sicherheit... oder auch, sie sind zu wahrheitsliebend und wahrheitshungrig, um etwas ohne Bedenken anzunehmen, was ihnen nicht zuverlässig genug dünkt. Sie wollen den Weg direkt gehen, sie wollen gleichsam aus der Quelle schöpfen... sie wollen auch glauben, so ihnen die Wahrheit annehmbar erscheint und es ist diese Wißbegierde nicht immer nur das Verlangen nach etwas Außergewöhnlichem... es soll nicht weltlicher Zweck damit verknüpft sein, sondern lediglich der Aufklärung dienen, und daher wird das Treiben solcher nach der Wahrheit dürstenden Menschen nimmermehr vor Gott unrecht, d.h. Sünde sein. Wohingegen jedes gleiche Beginnen, das weltlichem Verlangen gilt... wozu auch der Verkehr mit lieben Verstorbenen gezählt werden muß, da dies gleichfalls zum irdischen Glück des Menschen beiträgt... oder wodurch der sensationelle Hunger gestillt werden soll, niemals die Zustimmung Gottes finden kann, weil... wohlgemerkt... dann ein rein geistiger Austausch, der das Erdenkind in die Wahrheit leiten soll, nicht stattfinden kann und wiederum die Verbindung vom Jenseits zur Erde nur eben zu dem Zweck zugelassen ist, daß dem Erdenkind die reine Wahrheit erschlossen werde, wenn es sich dieser Vergünstigung würdig erweist. Da nun letzteres erste Vorbedingung ist zur geistigen Verbindung vom Jenseits zu Erde, ist schon daraus ersichtlich, daß nicht all und jeder den Verkehr mit der jenseitigen Welt anknüpfen kann, und es muß der außerordentlichen Gefahr wegen, die sowohl dem Erdenkind als auch den noch unreifen Geistwesen jenseits dadurch droht, vor einer solchen Verbindung ernstens gewarnt werden...

Daher auch die einesteils richtige Ansicht, daß Spiritismus sehr oft den Zugang zu den unteren Kräften bringt. Es soll sonach auch Abstand genommen werden von jeglicher Verbindung dieser Art, wenn nicht die nötige geistige Reife dafür vorhanden ist und der Wille, in erster Linie Gott zu dienen und zur Wahrheit zu gelangen, nicht ausschließlich Anlaß zu solchem Beginnen ist. Wie verkehrt aber die Ansicht der Menschen ist, jegliche Verbindung mit der jenseitigen Welt abzuweisen, geht daraus hervor, daß alle geistigen Wesen die Macht haben, sich zu äußern, daß aber alle diese Äußerungen, ob gut oder böse, nur dann wahrgenommen werden, wenn der Mensch wahrnehmen will... daß also immer und in jedem Fall zuerst das Einverständnis des Menschen Voraussetzung ist... sozusagen eine gewisse Empfangswilligkeit... und dann sich auch jedes Wesen vernehmlich äußern kann. Es geschieht dies zwar nicht immer so, daß der Mensch greifbar oder sichtbar Kunde erhält von dem geistigen Wesen, sondern es wird sich immer gedanklich auswirken...

Und ebenso sind auch die Kundgebungen jenseitiger Wesen in spirituellem Kreise mehr oder weniger Übertragungen von Gedanken jener Geistwesen auf das Denken der Menschen. Es nimmt der Mensch gleichsam willig in sein Gedankengut auf, was ihm vermittelt wird, und kann der Mensch diese Kundgaben gestalten seinem Reifezustand entsprechend...

Er wird im tiefen Wahrheitsverlangen nur in der vollsten Wahrheit unterrichtet werden, weil er durch sein Verlangen auch nur die Geister der Wahrheit anzieht oder sie gleichsam ruft zur Belehrung. Und so darf nimmermehr Anstoß genommen werden an der Entstehungsursache dieses Werkes...

Es dürfen sich die Menschen nicht anmaßen, zu kritisieren etwas, was Gott der Herr in Seiner Weisheit Selbst zugelassen hat, weil in vollster Wahrheitsliebe ein Mensch sich bittend an den Vater im Himmel wandte um Erleuchtung, die ihm wiederum nur so erschöpfend auf diesem Wege gegeben werden konnte...

Amen


B.D. NR. 794 - 3.3.1939

Stunde der Vergeltung... (nach Vortrag über Christus gläubig)

Die Stunde der Vergeltung ist nahe für alle diejenigen, die bewußt das Volk in die Irre führen. Jenen aber sage Ich: Euer Handeln ist schandbar. Ihr vergiftet das Denken eurer Mitmenschen und führet sie auf eine Bahn, die zum Verderben führt, und ihr traget die Verantwortung für alle diese Seelen, die durch euch in die Finsternis gestoßen werden. Um Hilfe zu bringen den vielen Irrenden, werde Ich zwar auch Mittel und Wege finden, doch so ihr den Willen dieser schon eurem Willen gefügig gemacht habt, ist ihr Dasein auf Erden als Vorbereitung für die Ewigkeit verfehlt und ihr Zustand im Jenseits dereinst grenzenlos elend. Und solche Schuld ladet ihr euch auf, die ihr die Mitmenschen Mir entfremdet, und darum soll euer Los auf Erden schon ein gezeichnetes sein, und ihr werdet Mich erkennen, so euch die Stunde des Gerichtes ereilet. Und euer Schicksal wird euch beweisen, daß ihr nicht ungestraft lästern dürft... daß ihr nicht befugt seid, den Menschen den Glauben zu nehmen an ihren Erlöser...

Ich habe gelitten für euch am Kreuz und nahm alle Schuld auf Mich, um euch zu erretten aus tiefster Nacht...

Nun, da ihr wieder in finsterster Nacht wandelt, wollet ihr euch gänzlich lossagen von Mir und alle Meine Liebe zurückweisen, die euch galt von Anbeginn...

Ihr wollt Mein Opfer nicht annehmen, ihr wollt durch eigene Schuld wieder zurücksinken in die finsterste Nacht, aus der Meine Liebe euch durch den Tod am Kreuze erhoben...

Wie unsagbar schmerzlich müsset ihr leiden, wenn ihr das Erlösungswerk nicht anerkennt, wenn ihr den Glauben verlieret an Jesus Christus, Der euch erlöst hat von Tod und Sünde. Und nun verspottet ihr den Sohn Gottes...

Ihr gebt Mich Selbst hin um Vorurteile willen, die sich die Menschen selbst gemacht haben und die nimmer im Sinne der ewigen Gottheit sein können. Doch es wird eine Zeit vergehen, und es wird der Welt Kunde zugehen von Mir, und Meine Widersacher werden sich entsetzen, weil sie es nicht fassen können... und sie werden dennoch nicht Mir die Ehre geben, sondern in Mir den verhaßten Vertreter ihrer Feinde erblicken, und sie werden bedrohen und verfolgen alles, was in Mir und Meiner Lehre verharrt. Und dann ist die Zeit gekommen, derer Ich Erwähnung getan zur Zeit Meines Erdenwandels...

Wo die Lebenden und die Toten vernehmen Meine Stimme...

Wo Ich mitten unter den Meinen bin und sie schütze vor den Angriffen der Feinde...

Und gnädig will Ich sein denen, die den Meinen kein Leid zufügen und das Dekret wahren...

Und Ich will ein guter Hirte sein Meinen Schäflein, auf daß sie sich nicht verirren auf weiter Flur, auf daß sie nicht von Wölfen und wilden Tieren gefressen werden, die in Schafskleidung umhergehen und Meine wenigen Anhänger noch zu Fall bringen wollen. Doch wehe denen, die ihren Hirten nicht erkennen...

Ihnen steht wahrlich eine schlimme Zeit bevor, denn Mein Wort ist unabänderlich, und es erfüllet sich, wie es geschrieben steht...

Amen


B.D. NR. 795 - 4.3.1939

Geistiger Gedankenaustausch...

Abstand von der Welt...

Als reingeistigen Gedankenaustausch müsset ihr alles erkennen, was euch hinweiset auf die euch für das Erdenleben gestellte Aufgabe, und ebenso müsset ihr zu trennen vermögen alles irdische Verlangen von dem, was die Seele erstreben soll auf Erden. Alles, was dem Menschen zur Lust und Freude dient, alles, was dem Körper Wohlbehagen schafft, und alles, was auf Erden einen Glückszustand hervorruft, ist niemals von Vorteil für die Seele und deren Freiwerdung. Und im gleichen Maß wird der Seele die Möglichkeit zum Ausreifen entzogen, wie dem Körper das irdische Verlangen erfüllt wird. Nun schiebt sich gleichsam eine Wand vor das eine, sobald dem anderen Rechnung getragen wird. Es wird das Handeln des Menschen erst dann nutzbringend für die Seele sein, wenn er das Begehren des Körpers nicht beachtet und sich eben vorwiegend mit geistigen Dingen befaßt. Jede Selbstkasteiung wird nur immer mehr dazu beitragen, daß sich die Seele vergeistigt. Es wird ihr ein neues Gebiet erschlossen, was weit anschaulicher den Begriff „Leben“ verständlich macht als die Erfüllung irdischen Genusses. Je einseitiger der Mensch dahinlebt, desto mehr wird er sich vertiefen, und zwar immer in der Richtung, die ihm das größte Interesse abnötigt. So wird der Mensch, der sich nur rein geistig betätigt, bald in ein Wissen eindringen, das seiner Seele unvorstellbaren Gewinn bringt. Es ist somit geboten, von jeder geistigen Zuwendung Gebrauch zu machen, denn der Seele Vorteil ist es allemal, wenn ihr Nahrung zugeführt wird, was jede geistige Anregung unweigerlich für die Seele ist...

Ihr Zustand wird erheblich freier, und alle Sorge der Menschen sollte daher sein, in geistiger Beziehung sich soviel als möglich Anregung zu schaffen. Und dies kann wiederum nur geschehen, wenn von der Welt und ihrem Verlangen Abstand genommen wird, denn der Verzicht auf diese läßt erst alles Geistige zur höchsten Entwicklung kommen. Wo man gern und freiwillig sich Opfer auferlegt, wird man vollauf Ersatz finden, daß die Seele gesättigt wird. Die Freuden der Welt werden letzten Endes doch dem Menschen schal erscheinen, und er findet keine Befriedigung mehr darin, während das geistige Verlangen wächst, je mehr ihm Erfüllung wird, und dieses In-sich-Reifen schon allein der beste Beweis ist, daß der Seele niemals Genüge getan werden kann... daß sie noch und noch geistig empfangen oder sich betätigen kann und doch niemals das Gefühl des Übersättigtseins sie in der Arbeit an sich selbst aufhalten oder müde werden lassen könnte. Es sollen daher die Menschen alles daransetzen, geistiges Gut zu sammeln, sie sollen immer mit ihren jenseitigen Freunden und Führern durch das Erdenleben in gutem Einvernehmen gehen und regen geistigen Gedankenaustausch führen auf dem Wege des Empfangen-Wollens, ganz gleich, in welcher Form. Jedem willigen Entgegenkommen wird sogleich entsprochen werden, und jeder Seele wird gewährt werden, wonach sie zutiefst Verlangen hat...

Will sie im Weltlichen verharren, so steht es ihr frei, doch unstreitbar wird ihr alles Versenken im Geistigen große Kraft eintragen und sie zu immer regerer Arbeit antreiben, und dies ist dann die eigentliche Erdenaufgabe, auf die ihr Menschen hingewiesen werden sollt, daß ihr sie recht erfüllet...

Amen


B.D. NR. 796 - 5.3.1939

Möglichkeiten zum Ausreifen...

Weltgeschehen...

Geistiges Denken...

Es sind ungeahnte Möglichkeiten den Menschen geboten worden und werden ihnen gleichfort noch immer geboten, die bewerkstelligen sollen, daß der Geist des Menschen schon auf Erden sich gänzlich mit Gott vereinigen kann, und es wird in ebendem Maß, wie die Möglichkeiten genützt werden, auch eine Steigerung der geistigen Fähigkeiten erzielt... d.h. der Mensch kann selbst alles dazu tun, um zur Vollkommenheit zu gelangen, weil er nun im Erkennen steht, welche Gaben dem Geist zur Verfügung stehen, mittels derer er immer vollkommener werden kann. Unwissend sein heißt gleichzeitig auch unfähig sein, für die weitere Entwicklung Sorge zu tragen; doch wer im Wissen steht, vermag die Kraft zu erforschen, sie in Eigenbesitz zu nehmen und durch diese Kraft zu wirken. Die Gelehrsamkeit auf irdischem Gebiet ist schon gewinnbringend in irdischem Sinn... wieviel mehr Erfolg muß daher das geistige Wissen um Dinge bringen, und wie unerschöpflich kann daher der Geist des Menschen aus solchem Wissen Nutzen ziehen...

Um ein Vielfaches wird sich sein geistiges Gut vermehren, und welcher unnennbaren Vorteile kann sich der Mensch erfreuen, der alle Möglichkeiten, die sich ihm bieten, nur zum Zweck der geistigen Fortbildung nützt. Je sichtbarer der Erfolg zutage tritt, desto mehr wird er wieder Ansporn sein zu immer emsigerem Streben auf diesem Gebiet, und so hat es daher der Mensch um vieles leichter, vorwärtszukommen, der alles, was das Leben ihm bringt, im geistigen Sinn betrachtet... der nichts mit irdischen Augen ansieht und Schlüsse zieht, die oft ganz irrig sind... sondern immer überall die Zulassung von oben voraussetzt und erkennt... und nun zu ergründen sucht, was wohl bestimmend war für den göttlichen Schöpfer, gerade so und nicht anders auf die Menschen einzuwirken...

Er wird als Mensch zwar nimmermehr die tiefe Weisheit Gottes verstehen können, und auch so manches Weltgeschehen wird ihm unverständlich bleiben; doch ist sein Sinn nur geistig eingestellt, so wird ihm auch restloses Vertrauen zur göttlichen Führung innewohnen, vermöge dessen er die Fügungen unbedenklich anerkennt. Alles hängt vom Wollen des Menschen ab...

Will er geistig eindringen in so manche Frage, so wird ihm auch geistig Antwort werden. So er aber nur das irdische Weltgeschehen als solches zu ergründen versucht, wird er allenthalben auf unerklärlichen Widerspruch stoßen und wird schließlich selbst zerbrechen an den ihm unbegreiflich erscheinenden Zulassungen des göttlichen Schöpfers. Und dies führt dann zu unbewußtem Ablehnen einer Gottheit, Die das ganze Weltall lenkt und leitet. Doch wie sollte der Mensch wohl fähig sein, das Walten und Wirken Gottes zu verstehen, wenn er sich nicht die geringste Mühe gibt, geistig zu denken. Nur wer schöpft aus dem Quell der ewigen Wahrheit, wer das Göttliche in sich zum Leben erweckt und ihm durch seinen Willen volle Freiheit gibt zu forschen und so sein Wissen bereichert, der hat wahrlich nicht nötig, über irdisches Geschehen und Zulassungen nachzugrübeln, denn ihm wird die Lösung solcher Fragen sehr bald klar... er wird es verstehen, daß es gar nicht anders sein kann auf dieser Welt, sollen deren Bewohner gleichfalls in das Reich des Geistigen gelenkt werden. Der Endzweck alles Lebens auf der Erde und im ganzen Weltall ist und bleibt, daß das Wesen sich frei mache von aller Materie, die ihm anhaftet... sowohl gedanklich als auch in der Form...

Doch das erreicht nur der, dessen Geist zur Höhe verlangt, der alle Möglichkeiten, die ihm zum Erreichen des Reifezustandes geboten werden, ernstlich ausnützt... der alles in Verbindung bringt mit der notwendigen Läuterung der Seele und möglichst dieser beizustehen versucht, auf daß sie ihrer Fesseln ledig werde. Was die Erde zur Zeit bewegt, ist, geistig betrachtet, von größter Notwendigkeit...

Aller Kampf, alles Leid und alle Ungerechtigkeit muß durchgefochten und ertragen werden, denn es soll dadurch die in äußerster Not befindliche menschliche Seele aufgerüttelt werden zu freiem Denken, und dieses Denken soll sich nach oben wenden, ins geistige Reich... es soll sich abwenden von der Welt und allen irdischen Interessen. Dann erst wird die Not nachlassen und das Erdenleben für die Menschen erträglich werden.

Amen


B.D. NR. 797 - 5.3.1939

Luzifer...

Kampf und Sieg...

Vereinigt euch, ihr Menschen auf Erden und singet Lob dem Schöpfer und Erhalter des gesamten Weltalls und aller Kreatur. Seine Allmacht und Seine Weisheit ist unbegrenzt... was Er erstehen läßt, bleibt bestehen bis in alle Ewigkeit und was von Seiner Liebe erzeugt ist, bleibt ewiglich in dieser Liebe...

So hat Er aus Liebe und Sich zur Freude den Menschen, Engel, Wesen (in der Handschrift wurden die Begriffe Menschen und Engel durchgestrichen) geschaffen als Ihm gleiches Wesen. Sein Plan war, ein Ihm ebenbürtiges geistiges Etwas neben Sich zu stellen, was gleich Ihm erschaffen und die Kraft ausstrahlen sollte ins Weltall. Doch das geschaffene Wesen, obwohl Urkraft in sich, war gleichsam hervorgegangen aus dieser Urkraft und sonderte sich nun ab als völlig selbständiges Wesen. In seiner Kraftfülle fühlte es sich so überaus stark und mächtig, daß es in seinem Macht-Bewußtsein überheblich wurde und keine Grenze fand zwischen Schöpfer und Geschöpf. Ihm war durch Gottes Liebe die gleiche Macht eigen, und der Wille zu herrschen erwachte in ihm und wurde stärker und stärker. Es fand keinen Widerstand in der Allmacht Gottes, denn es war ja ein gottgleiches freies Wesen, das Er nimmer Seinem Zwang unterstellen wollte. Es sollte der göttlichen Schöpfung vorstehen und in höchster Vollkommenheit das sichtbare Produkt des göttlichen Schöpferwillens sein: Das Wesen seinerseits hatte Machtvollkommenheit genug, um aus sich heraus die Schöpfung zu beleben und es nützte diese Macht und schuf gleichfalls geistige Wesen in großer Zahl und es erkannten viele dieser geschaffenen Wesen nicht die ewige Gottheit als ihren Herrn und Meister an, sondern sie suchten gleich ihrem geistigen Erzeuger Luzifer sich gegen den göttlichen Schöpfer aufzulehnen, und da seine Macht übergroß war und dem freien Willen keine Schranken gesetzt waren von Gott aus, so begann nun ein hartes Ringen aller geistigen Kraft, die dem Schöpfer von Anbeginn untertan war, und jener von Gott ins Dasein gerufenen überheblich gewordenen Gegenmacht. Es ist dieser Kampf ein ganz gewaltiger, da von beiden Seiten mit verschiedenen Mitteln gekämpft wird. Mit unendlicher Liebe sucht der Vater des Alls Seine Ihm abtrünnig gewordenen Wesen zurückzugewinnen, doch der Widersacher kämpft mit Haß und Tücke, und da der freie Wille des Wesens ausschlaggebend ist... da dieser eben eine so große Rolle spielte beim Abfall der Wesen von Gott... so ist dieser Kampf ein äußerst ungleicher, doch die Geduld und Liebe Gottes kennt keine Grenzen...

Sie findet immer wieder Mittel und Wege, um durch Liebe die Abtrünnigen zurückzugewinnen und ob dieser Kampf Ewigkeiten währt, er wird nicht vergeblich geführt werden, und der Allmacht, Liebe und Weisheit Gottes wird dennoch das große Werk gelingen, daß die Vereinigung aller Geister aus Gott stattfinden wird und das letzte Wesen aus der Macht des Widersachers endgültig erlöst ist...

Amen


B.D. NR. 798 - 6.3.1939

Kräfte von unten...

Des öfteren suchet dich Meine Liebe, und du nimmst die Verbindung auf mit Mir. Ich will dich fernhalten von dem traditionellen Gang der Mich-erforschen-Wollenden, die sich bald in übermäßigem Grübeln verlieren und dann den Anforderungen des Lebens nicht mehr gewachsen sind. Siehe, es wendet sich die Menschheit von Mir ab, und Ich brauche daher bereitwillige, sich Mir ganz hingebende Erdenkinder, die eine Mission ausführen sollen, bestimmt, dem Treiben der Menschheit entgegenzuwirken. Was auf der einen Seite versäumt wird, Mich zu rufen in aller Drangsal, in Glaubenszweifel und bangen Fragen, das muß von seiten dieser Erdenkinder desto eifriger getan werden... sie müssen Mich immer und überall suchen, mit Mir sich beraten, von Mir sich Kraft holen und ohne Zögern einen jeden Schritt Mir anheimstellen...

Und Ich werde immer bereit sein, Mich finden lassen und Kraft austeilen im Übermaß. Denn nur so kann Ich sichtbar wieder auf Erden wirken, wenn Meine Kinder immer das zu tun bestrebt sind, was Ich ihnen gleichsam ins Herz lege. Wer Mir jede Frage zur Beantwortung anheimstellt, wer Mir Gehör schenkt und Meine Mahnungen als das aufnimmt, was sie sein sollen... wer Mir willig folgt, ist auch in seiner Erdenaufgabe gewissenhaft und also geeignet, Meine Hilfskraft zu sein. Es gehen dir ohne Pause die Lehren von oben zu, und die rechte Verbundenheit mit Mir sichert dir auch solche in Zukunft...

Es vermag die reine Lehre Gottes nur zu empfangen, wer sich aller Zweifel entäußert, denn sein Glaube ist es, der ihn die Wahrheit recht erkennen läßt. Und es wählen daher die geistigen Kräfte stets die dem Glaubenszustand angemessene Form, d.h.,es wird ein im tiefen Glauben stehendes Erdenkind auch in das tiefste Wissen geleitet werden, es wird aber andererseits dem Zweifelnden die Lehre so geboten werden, daß sie leicht wieder Zweifel auslösen kann, um eben einen starken Glauben als erforderlich zu erkennen und mit ganzem Eifer danach zu streben. Wer im Glauben steht, dem gehen unbegrenzt geistige Lehren zu, die von ihm wieder ungezweifelt aufgenommen werden. Jeder zweifelnde Gedanke aber schwächt auch die Empfangsfähigkeit, und es ist somit das Aufnehmen tiefgeistiger Lehren erheblich schwerer, und das Unterweisen des Erdenkindes schreitet nur langsam vorwärts. Wenn du dies alles bedenkst, wirst du dir auch die unbefriedigte Stimmung erklärlich finden, welcher du zuweilen unterliegst. Es wehrt sich die erkennende Seele gegen alles sie Hindernde und begehrt gleichfort geistige Nahrung, und die Liebe des göttlichen Heilands gewährt ihr solche unausgesetzt. Und so empfange:

Von unten, d.h. aus dem Bereich der Gott-feindlichen Macht, kann verständlicherweise niemals sich eine Kraft äußern, die sichtlich und unausgesetzt zu Gott hinweist; also wird auch das Bemühen jener Regionen immer sein, die Wesen in der Abtrünnigkeit zu erhalten, oder mit allen Mitteln versuchen, sie der ewigen Gottheit zu entfremden. In solcher Voraussetzung des Wirkens dieser Kraft von unten sind die empfangenen Schriften schon Beweis an sich, daß sie göttlichen Ursprungs sind, denn alles, was ersichtlich nach oben leitet, muß auch von dort ausgehen... wie umgekehrt das Wirken der Gott-abgewandten Kräfte erkennbar wird durch solche Lehren, die der göttlichen Lehre völlig widersprechen möchten. Also muß auch der Erfolg der empfangenen Lehren diesen entsprechen, es muß die ganze Wesensumänderung im Einklang stehen mit dem geistigen Gut, das dem Erdenkind vermittelt wird. Und dies muß den Glauben erstarken lassen und auch jeglichen Zweifel aus dem Herzen verbannen. Es ist der Mensch wohl schwach und unterliegt sehr oft den Versuchungen des Bösen, wo er standhalten müßte durch die außerordentlich vielen Beweise der göttlichen Liebe... doch er hat dann schwer zu kämpfen und muß sonach seine Wankelmütigkeit und seinen schwachen Glauben büßen...

Und wieder ist es nur das Gebet, das ihn überwinden läßt. Ohne göttliche Hilfe kann der Mensch sich nicht lösen aus dem Zustand des Bangens und Zweifelns, erst die Gnade des Herrn, im Gebet erfleht, gibt dem Erdenkind erneute Kraft, und es setzt sich dann mit doppeltem Eifer ein für die Befreiung des Geistes aus dem unwürdigen Zustand, der Gefangenschaft des Widersachers, der oft durch ganz unverfänglich erscheinende Mittel die Glaubensfestigkeit des Menschen zu erschüttern versucht und auch mitunter Erfolg hat trotz bestem Willen und offenkundigem Erkennen des lebendigen Gottes...

Doch ist auch der Geist willig, so ist doch der Leib des Menschen schwach, und dies erkennend, nützet der Widersacher jede Gelegenheit, um im Menschenherzen den Zweifel anzufachen und so die Herzen seinem Einfluß gefügig zu machen. Es ist daher für den Menschen von besonderer Wichtigkeit, daß er versucht, der Zweifel Herr zu werden... daß er sich bemüht, den Glauben zu festigen und dies von ganzem Herzen vom Vater erbittet, nur dann wird er den Anfechtungen des Widersachers sich gewachsen fühlen und nimmer in Versuchung fallen, er wird stark werden im Geist, und der Widersacher wird keine Macht über ihn haben...

Amen


B.D. NR. 799 - 7.3.1939

Tätiger Wille notwendig...

Glauben ohne Beweise...

An deinem Willen hat es gelegen, dich zu lösen von der Gewalt des Bösen, da der Wille in dir zur Tat ward. Genauso muß nun auch eines jeden Willen tätig werden, wenn er seine Mission auf Erden recht erfüllen will, und es kann daher der laue Widerstand keineswegs einen Erfolg bringen, sondern es muß unter Einsetzen des ganzen Willens der Sieg über das Böse erfochten werden. Die Annahme, daß das Leben auf Erden im Vollbesitz aller Geisteskraft geführt werde, ist irrig. Es stehen dem Menschen für die Erdenlaufbahn wohl gewisse Geisteskräfte zur Verfügung, jedoch nur in beschränktem Maß, im Verhältnis zur eigentlichen Fülle aller Kraft aus Gott, die das Wesen im Jenseits zu erwarten hat... vorausgesetzt, daß die für das Erdenleben ihm zu Gebote stehende Kraft recht genützt wurde. Nun vermehrt sich diese Kraft auf Erden in ebendem Maß, wie sich der Mensch von der Kraft Gottes durchdringen läßt. Und dieses wieder liegt allein in seinem Willen. Es wird sonach über außergewöhnliche Kraft verfügen, wer fort und fort den Willen in sich tätig werden läßt... wer unbeirrt den Lebensweg auf Erden im Glauben an den Erlöser zu Ende geht... wer der Aufforderung nachkommt, Ihm zu dienen... und wer trotz aller Anfeindung und allen Entgegen-Redens Ihm treu bleibt. Diesen stärkt der Herr und läßt ihn nicht wankend werden. Fordert der Herr deinen Einsatz, so soll nur Sein Wort für dich von Wert sein, doch der Menschen Einwände sollen dich nicht berühren. Es ist ein jeder überzeugt von seiner Geistesschärfe, doch um das Wort des Herrn gläubig anzunehmen, soll der Mensch arm sein im Geiste, d.h. an Geistesgut das kleinste Maß aufzuweisen haben... desto leichter wird das Wort des Herrn eindringen können. Doch wer in der Weisheit zu stehen glaubt, den kann kein Mensch auf Erden belehren, ohne auf Widerstand zu stoßen. Und einem zweifelnden Gemüt wird erklärlicherweise auch das Verständnis fehlen für die göttlichen Wahrheiten. Der Erfolg wird aber immer der bleiben, daß die im Bücherwissen sich befindlichen nimmermehr zu einem Urteil gelangen können, denn so ihnen die Entstehungsursache nicht erklärlich ist, sollen sie auch nicht Kritik üben an dem Inhalt, den sie ebensowenig abstreiten oder widerlegen könnten, sollten sie für ihre Gegenbehauptungen Beweise erbringen. Es sind die wenigsten Menschen fähig, der Gottheit weises Walten und Wirken zu begründen, wie aber will der Mensch ohne geistiges Wissen überhaupt das für ihn sichtbare Wirken Gottes erklären...

Wie soll z.B. die gesamte Schöpfungslehre, so sie der Vater im Himmel Selbst den Menschen gibt, diesen annehmbar sein wenn der Mensch für alle diese Lehren Beweise fordern möchte... und wie sollte andererseits der göttliche Schöpfer Sein Walten und Wirken verständlich machen, wenn nicht durch Seine ihnen übermittelten Lehren, und so wird der Mensch eben entweder glauben müssen oder alles verwerfen... denn alles Gelehrte, um ihn zum Glauben zu bewegen, mit sichtbaren Beweisen zu belegen, wäre wiederum nicht zweckentsprechend, denn es würde den Willen des Menschen wenig oder gar nicht benötigen. Etwas klar Bewiesenes muß ja wohl auch angenommen werden, also wäre der Mensch nicht genötigt, seinen freien Willen in Kraft zu setzen... er würde vielmehr zwangsmäßig sich der Einsicht nicht verschließen können, und von Glauben könnte dann keine Rede mehr sein. Je weniger der Mensch nach Beweisen verlangt und dennoch in tiefstem Glauben steht, desto ersichtlicher wird ihm das Walten und Wirken der ewigen Gottheit sein, und was dem Ungläubigen Anlaß gibt zum Widerspruch, ist für ihn gerade ein unbestreitbares Zeichen der göttlichen Liebe, und er glaubt, weil er von dieser Liebe erfaßt ist...

Amen


B.D. NR. 800 - 8.3.1939

Rechter Gottesdienst...

Dies ist der rechte Gottesdienst, daß der Mensch im Glauben lebe, in Liebe wirke und Gott als dem alleinigen Schöpfer aller Dinge die Ehre gebe. Und so ihr Gott in der Weise dienet, so wird euch der Segen daraus ersprießen, ihr werdet aller Gnaden euch würdig machen, und euer Anteil wird sein das ewige Leben in aller Herrlichkeit. Und dazu hat euch Gott das Leben gegeben, auf daß Sein Reich euch beschieden sei, das Er euch bereitet hat, und ihr sollt euch das Reich Gottes erringen... ihr sollt alles tun, was der Vater verlangt, auf daß Er euch als Seine Kinder bedenken kann auf ewig mit aller Glückseligkeit... auf daß ihr, die ihr auserwählet seid zur Kindschaft Gottes, aller Wonnen des Himmels teilhaftig werdet. Und also will es der Herr, doch ihr achtet Seiner Worte nicht und versäumet auf Erden, Ihm zu dienen in Liebe und Gehorsam. Dies veranlaßt den Herrn, daß Er euch mahnet fort und fort...

Er steht in engster Verbindung mit euch, so ihr Ihn nur anerkennt, und ist überaus besorgt, daß ihr nicht fehlgeht. Er nahet Sich euch in sichtlichster Weise und Er bedenket Seine Kinder außergewöhnlich, auf daß sie Ihn erkennen sollen. Und so geschieht es, daß Er in eurer Mitte weilet, wo ihr Seiner Erwähnung tut. Er klopfet dann an die Tür eurer Herzen und begehret Einlaß, und wer Ihm auftut, wird Seinen Segen empfangen und aller geistigen Not enthoben sein. Dies ist des Menschen Aufgabe in Zeit und Ewigkeit, daß er den Herrn aufnimmt in sein Herz, denn nur in der Gegenwart des göttlichen Herrn und Meisters liegt das unbegrenzte Glück, sowohl auf Erden als auch dereinst in der Ewigkeit. Immer wird das Geschöpf dienen seinem Schöpfer und Ihm Lob und Ehre singen, so Seine Gegenwart zum Inbegriff aller Glückseligkeit geworden ist. Der nun aber gebietet über alle Wesen von Ewigkeit zu Ewigkeit, ist wahrlich unbeschreiblich groß und weise...

Seine Allmacht reichet bis in die tiefste Tiefe der Schöpfung, und Seine Weisheit ist menschlich nicht zu fassen, und jedes Wesen ist Seine Schöpfung, Sein Eigentum und Sein Form gewordener Wille...

Und so sollte alles, was lebt, Ihm liebend und dienend untertan sein und Ihm in aller Ehrfurcht und Ergebenheit ein rechter Diener sein, jeden äußeren Schein meidend, dafür im Herzen dem Herrn einen Altar errichtend, auf dem er Ihm seine Liebe und Dankbarkeit und seinen Willen darbringt und jeglicher Weltliebe Entsagung gelobt...

Ein solcher Gottesdienst ist dem Herrn wohlgefällig, Der in die Herzen sieht und nur den Grad der Liebe bewertet, der Anlaß ist zu jedem Opfer, das dem Herrn dargebracht wird. Wer Gott sogestaltig dienet, daß er Ihm Seelen zuführt oder um das Seelenheil des Nächsten besorgt ist, dessen Geschick liegt in Seiner Hand, denn es leitet die Liebe seinen Willen und wird durch die Liebe des göttlichen Heilands belohnt werden, Der da ist die ewige Liebe Selbst...

Amen



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